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| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 1051 | BIOGRAPHIE: im Neumarkt 1298 - 1318 Sommerrat, 1305 - 1309 Schultheiss --> Sommerrat von: 1298 an 1318 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Schultheiss von: 1305 an 1309 in Zürich, Zürich, ZH, CHE Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold sechsstrahliger, roter Stern. | BRUN, Jakob (I14113)
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| 1052 | BIOGRAPHIE: Inhaber der Vogteien Stäfa-Oetikon und Mettmen-Niederhasli 1353 - 1370 Baptistalrat Wurde mit seiner Mutter von Zürich wegen Mordes an seinem Vetter Johannes von Steg 1371 verrufen. Er brachte darauf Zürich in die Acht. --> Baptistalrat von: 1353 an 1370 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> wegen Mordes verrufen 1371 in Zürich, Zürich, ZH, CHE | BRUN, Eberhard (I14109)
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| 1053 | BIOGRAPHIE: Ist 1248 auf Schloss Grünenberg (Urkunde 1248; vgl. auch Denier 1885: 12 und Schmid 1790: 193). Schwennicke kennt – wie die Urkunde vom 19. August 1248 – nur den Anfangsbuchstaben des Namens (Schwennicke 1992: Taf. 109a). Die Familie von Balm war ein Freiherrengeschlecht, das im 13. und frühen 14. Jahrhundert im schweizerischen Mittelland über etwa vier Generationen auftrat. Das Freiherrengeschlecht war bis 1308 Inhaber der gleichnamigen Herrschaft Balm (heute Gemeinde Balm bei Günsberg). Der Familienname leitet sich vom Begriff "Balmburg" (Höhlenburg) ab, der Stammsitz war die Burg Balm (heute Ruine Balm). Das Geschlecht verlegte um die Mitte des 12. Jahrhunderts ihren Sitz und somit ihr Herrschaftszentrum nach Altbüron, nachdem das dortige Geschlecht ausgestorben war. Heute kann nicht mehr nachgewiesen werden, ob die Herrschaft Altbüron durch Kauf oder Erbschaft erworben wurde. Der Familie gehörte neben den Herrschaften Balm und Altbüron auch die Herrschaft Altishofen sowie zahlreiche Güter im Rot- und Wiggertal. Die Freiherren sind im Jahre 1218 im Gefolge Hartmanns IV. des Älteren von Kyburg, ab Mitte des 13. Jahrhunderts als habsburgische Gefolgsleute zu finden. Es sind verwandtschaftliche Beziehungen zu den Freiherren von Langenstein, von Kempten, von Tengen und von Grünenberg nachgewiesen. Daneben werden noch Verwandtschaften zu den Freiherren von Wädenswil, von Hasenburg und zu den Rittern von Hünenberg vermutet. Die Balm gehörten zu den Förderern des Klosters St. Urban in dessen Gründungszeit. Sie gehörten 1274/75 auch zu den Mitbegründern des Klosters Ebersecken, wo auch ihre Grabstätte war. In Ebersecken besassen sie auch eine Burg. Insgesamt sind vier Generationen bekannt, daneben weitere Personen im 13. und 14. Jahrhundert, die nicht eindeutig zugeordnet werden können. Im Jahr 1201 wird das Geschlecht mit Burkhard von Balm mit seinem Sohn Heinrich I. zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Die Brüder Heinrich II., Rudolf I. und Ulrich II. bildeten die dritte Generation und waren mit grosser Wahrscheinlichkeit Söhne Heinrichs I. Rudolf II. von Balm, mit grosser Wahrscheinlichkeit der Sohn von Rudolf I., vereinigte zwar alle Herrschaftsrechte in seiner Hand, war aber zugleich für den Niedergang des Freiherrschaftgeschlechts verantwortlich. Im Jahr 1308 war Rudolf II. an der Ermordung König Albrechts I. beteiligt. Dies führte zur Verhängung der Reichsacht und zur Konfiskation aller Rechte und Güter. Zwar entkam Rudolf II. der Blutrache durch Flucht und soll bis 1312 in einem Basler Kloster gelebt haben. Drei Brüder Heimo, Ulrich und Guntram von Balm sowie eine Schwester namens Anna waren 1323 noch erwähnt. Anna war die Ehefrau von Dietrich von Rüti. Nicht zu verwechseln ist die Familie mit den Herren von Balm, die ihren Stammsitz auf der Burg Balm bei Lottstetten hatten. Diese kommen in den Urkunden von 1152 bis 1291 vor, waren zunächst freien Standes, später mit Bürgerrecht in Schaffhausen und führten als Wappen in Rot einen silbernen Mühlstein. | VON BALM, Anna (I10601)
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| 1054 | BIOGRAPHIE: Junker zu Aarau, tot 16.03.1480 steht noch 1483 im Klosterzinsrodel | SUMER, Heinrich (I35839)
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| 1055 | BIOGRAPHIE: Junker, 1303 Herr zu Jegenstorf und Mitherr zu Reichenbach 1303, Erbteilung mit Bruder Rudolf 1316. | VON ERLACH, Burghard ; Burkhard (I18585)
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| 1056 | BIOGRAPHIE: Junker, Kirchherr zu Jegenstorf 1331 - 1360, wird weltlich, Ritter Herr zu Reichenbach, Landvogt zu Aarberg 1380 | VON ERLACH, Ulrich (I18581)
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| 1057 | BIOGRAPHIE: Kastelan zu Erlach, Bürger zu Bern Herr zu Reichenbach, Ratsherr 1270 er führte die Berner gegen Freiburg 1289 befehligt die Berner in der Schlacht am Dornbühl 02.03.1298 Erster erwiesener Inhaber desselben ist der letztgenannte Ulrich, der von 1267 an in Urkunden genannt wird. Er scheint schon bald nach 1270 Burger und Mitglied des Rates geworden zu sein und soll auch am 2. März 1298 die Berner in der Schlacht am Donnerbühl befehligt haben. Ausser der Kastlanei zu Erlach besass er noch Lehen zu Reichenbach, Scheunen, Münchringen, Uetligen und Höchstetten; seine Frau Mechtild war laut einer Urkunde vom Juli 1299 die Tochter Wernhers von Rheinfelden, des Rates zu Bern. | VON ERLACH, Ulrich I. (I18588)
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| 1058 | BIOGRAPHIE: Kaufte von Graf Hans von Habsburg die Höfe Bäch, Wollerau und Pfäffikon 1322 - 1328 und 1336 - 1345 des Rats, --> Grossrat von: 1322 an 1328 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Grossrat von: 1336 an 1345 in Zürich, Zürich, ZH, CHE Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold sechsstrahliger, roter Stern. | BRUN, Jakob (I14111)
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| 1059 | BIOGRAPHIE: Kaufte von Graf Hans von Habsburg die Höfe Bäch, Wollerau und Pfäffikon 1322 - 1328 und 1336 - 1345 des Rats, --> Grossrat von: 1322 an 1328 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Grossrat von: 1336 an 1345 in Zürich, Zürich, ZH, CHE Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold sechsstrahliger, roter Stern. | BRUN, Jakob (I37153)
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| 1060 | BIOGRAPHIE: Lehensträger des Bischofs von Basel Juli 1396 und Juli 1401 Schultheiss von Aarau Ereignis Schultheiss Jul 1396 in Aarau, Aarau, AG, CHE Ereignis Schultheiss Jul 1401 in Aarau, Aarau, AG, CHE Naturalisiert | SUMER, Ulrich (I35844)
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| 1061 | BIOGRAPHIE: Page am Hofe des Herzogs von Burgund 1441 Grossrat 1457 - 67 Vogt zu Lenzburg 1464 Ratsherr 1466 Pilgerfahrt ins gelobte Land 1466 Ritter 1468 Anführer der Berner nach Mühlhausen 1468 - 69 Schultheiss von Bern 1475 als Anhänger der bürgerlichen Partei verbannt, er geht nach Spiez 1473 - 74 Schultheiss von Bern 1477 - 79 Schultheiss von Bern 1476 Verteidiger von Murten Gilt mit Wilhelm von Diesbach als Führer der Bernertruppen nach Bellenz (Bellinzona) Herr zu Spiez, Mannenberg, Schadau, Wartenfels (an Solothurn verkauft 1465), Strätingen, Reutingen (gekauft 1466), Radelfingen ! 1451 trat er in den Berner Grossen Rat ein. 1454-55 (vertretungsweise) und 1457-61 amtete er als bernischer Vogt in Lenzburg. 1455 zog er mit eigener Mannschaft nach Dijon, um am - dann abgesagten - Türkenkreuzzug Herzog Philipp des Guten von Burgund teilzunehmen. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 1465 Herr zu Spiez und Mitglied des Kl. Rats von Bern. Anlässlich einer Pilgerreise nach Jerusalem empfing er 1466 am Heiligen Grab den Ritterschlag. 1468 erstmals zum Schultheissen gewählt (dann wieder 1473-74, 1477-79), führte er im selben Jahr den Oberbefehl über die bernischen Truppen im Sundgauerzug. 1469 hielt er sich bei Bruder Klaus im Ranft auf, um dessen wundersames Fasten zu bezeugen. 1470-71 war er als Haupt der herausragenden alten Adelsfam. Wortführer der Adelspartei im Twingherrenstreit in der Stadt Bern. Wiederholte Gesandtschaften führten ihn nach Savoyen, nach Burgund und ins Reich. Im Vorfeld der Burgunderkriege (1474-77) opponierte B. entschieden gegen die von der Ratsmehrheit unter der Führung Niklaus von Diesbachs befürwortete Offensivallianz mit der franz. Krone gegen das Herzogtum Burgund. Dies führte am 10.07.1475 zu seiner Ausstossung aus dem Kl. Rat und zum Verbot weiterer politischen Aktivitäten. Im April 1476 wurde er zum Kommandanten von Murten bestimmt, das einer zwölftägigen Belagerung standhielt, bevor die Schlacht bei Murten (22.6.1476) die Entlastung brachte. In Bern danach vollständig rehabilitiert, wurde er wiederum Schultheiss und entwickelte eine rege Gesandtschaftstätigkeit nach Savoyen und Frankreich. 1477-78 wirkte er mässigend im Amstaldenhandel. Im Dez. 1478 führte er die Berner im Zug über den Gotthard gegen Bellinzona. Noch nach seinem Tod spielte die zeitlebens prekäre ökonomische Situation B.s eine Rolle. Entgegen dem päpstl. Begehren nach einer unehrenhaften Beerdigung des 1481 als Schuldner angeklagten und deshalb gebannten B. verwahrte sich der Rat gegen eine Exhumierung des im Chor des Berner Münsters Bestatteten. Beginnend mit den Bilderchroniken des Zeitgenossen Diebold Schilling dem Älteren ist das Andenken an B. bis in das 20. Jh. hinein durch zahlreiche historische und literarische Werke verklärt worden (u.a. Rudolf von Tavels "Ring i dr Chetti" 1931). Er gilt als der selbstlose Ritter und staatsmännischen Diener des Vaterlandes; noch Ende des 19. Jh. führte ein Wettbewerb für ein B.-Denkmal zu einer heftigen Kontroverse, ob er als Staatsmann zu Fuss (wie die Statue ausgeführt und 1897 eingeweiht wurde) oder als Ritter zu Pferd geziemender dargestellt sei. | VON BUBENBERG, Ritter Ritter Adrian I. (I10608)
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| 1062 | BIOGRAPHIE: Schultheiss der Stadt und Republik Bern 1540 - 1568 Hauptmann in päpstlichen Diensten 1521 und im Müsserkrieg und dem 2. Kappelerkrieg 1531 Oberster Feldherr bei der Eroberung der Waadt 1536 im Krieg gegen Savoyen Gesandter nach Genf Mitherr zu Münsingen, baut 1550 das Schloss auf Herr zu Bremgarten, welche Herrschaft er 1545 mit Twing und Bann von der Regierung zu 4000 Pfund kaufte. Er kauft 1556 die 2 Häuser am Zytgloggemarkt und hinten gegen den Kornmarkt, beide in dem Gässli um 1050 Kronen. Er selbst bewohnt das Haus unter den Kronen. Zünftig zu Schmiden, der Bürgen 1522, Schultheiss zu Burgdorf 1525 - 1529, Ratsherr 1529, Schulmeister 1533. Eroberer der Waadt, Herr von Bremgarten und Berner Schultheiss, erbte einen Drittel der Herrschaft Münsingen. Die beiden anderen Drittel gehörten den Edlen vom Stein, die jedoch durch die Geldentwertung verarmten und gezwungen waren, ihre Anteile 1559 zu verkaufen an Johannes Steiger (1518-1581), Herr von Rolle, ebenfalls Schultheiss und erfolgreicher Berner Staatsmann. Die Heirat von Johannes Steiger und Magdalena Nägeli (1550-1628), der Tochter von Hans Franz Nägeli, führte die beiden zerstrittenen Herrschaftsfamilien zusammen. Johannes Steiger errichtete nach der Heirat unmittelbar neben dem älteren ein zweites Wohnschloss, das im 19. Jahrhundert abgetragen wurde. Er trat in den päpstlichen Militärdienst ein. 1522 Mitglied des Grossen, 1529 des Kleinen Rats, 1534 - 1540 Säckelmeister der Stadt Bern und war 1540-1568 Schultheiss. 1531 führte er die Berner Truppen gegen den Kastellanvon Musso, im 2. Kapellerkrieg 1536 gegen Savoyen und eroberte die Waadt sowie das Südufer des Genfersees. Er musste im Frieden von Lausanne 1564 einen Grossteil der Eroberungen von 1536 zurückgeben. Er bestimmte vier Jahrzehnte die Berner Politik, wurde als Offizier, Politiker und Redner gerühmt und erwarb selbst ausgedehnten Güterbesitz. gestorben 9.1.1579 Bern, kath., ab 1526 ref., von Bern. Herr von Münsingen und ab 1545 von Bremgarten. Sohn des Hans Rudolf. Bruder des Sebastian. ∞ 1) 1524 Ursula Stokar, von Schaffhausen, 2) 1545 Rosina Wyttenbach. M. stand 1521 mit 300 Bernern in päpstl. Diensten. Ab 1522 gehörte er dem Berner Gr. Rat an, amtierte 1525-29 als Schultheiss von Burgdorf und war ab 1529 bis in hohe Alter (1578) Berner Kleinrat. 1533-40 wirkte er als Säckelmeister, 1540-68 war er Berner Schultheiss, meist alle zwei Jahre alternierend. Als bern. Hauptmann zog er 1531 im 2. Müsserkrieg aus, um den Condottiere Gian Giacomo Medici aus dem Veltlin zu vertreiben. Im gleichen Jahr sicherte er während des 2. Kappelerkrieges mit 2'000 Mann die bern. Grenze in Aigle gegen das Wallis. 1536 wurde er zum bern. Feldhauptmann bestimmt, als der Hzg. Karl III. von Savoyen Genf eingeschlossen hatte. Am 22.1.1536 begann der Auszug mit 6'000 Mann in die savoy. Waadt. Bis zum 26. Februar gelang die fast kampflose Besetzung von Moudon, Nyon und Gex, die Entsetzung von Genf sowie die Einnahme von Morges, Orbe und Yverdon. Im Feldzug vom 20. März bis 21. April nahm er Chillon und Lausanne ein. Im Mai setzte N. im Auftrag der Räte in den eroberten Gebieten die ersten bern. Vögte ein, darunter seine Brüder Sebastian in Lausanne und Hans-Rudolf in Thonon. Ebenso erfüllt war seine diplomat. Laufbahn: N. vermittelte zwischen Genf und Savoyen und vertrat die Interessen Berns bei der eidg. Tagsatzung sowie den kath. Orten., mehrmals in Genf und 1537 bei Franz I. in Paris. 1563-64 nahm er an den Friedensverhandlungen von Lausanne teil, in denen Bern auf Grund der Angst vor einer span. Intervention und auf Drängen der eidg. Orte Gex und Thonon an Savoyen zurückgab. Ab 1529 förderte er die Reformation, u.a. in Murten, Neuenburg, Payerne und Avenches, ging aber streng gegen die Wiedertäufer vor. Er besass Häuser an der Gerechtigkeits- und heutigen Nägeligasse in Bern sowie Güter in der Waad. weiterführende Info: HLS Wiki NDB ADB GND VIAF --> Hauptmann in päpstlichen Diensten 1521 --> Seckelmeister von: 1534 an 1540 in Bern, Bern, BE, CHE --> Grossrat 1522 in Bern, Bern, BE, CHE --> Oberster Feldherr bei der Eroberung der Waadt im Krieg gegen Savoyen 1536 --> Schultheiss von: 1525 an 1529 in Burgdorf, Burgdorf, BE, CHE --> Schultheiss von: 1540 an 1568 in Bern, Bern, BE, CHE 8) --> Ratsherr 1529 in Bern, Bern, BE, CHE --> Hauptmann im Müsserkrieg und dem 2. Kappelerkreig 1531 Eingebürgert in Bern, Bern, BE, CHE | NÄGELI, Hans Franz (I30370)
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| 1063 | BIOGRAPHIE: Schultheiss von Bern 1447-48, 50-51, 53-54, 56-57, 59-60, 62-64 1422 Ratsherr, 1425 - 1431 Landvogt in Aarberg, 1426-1430 Schultheiss in Thun, 1434-37 Vogt in Aarberg, 1438 in fremden Landen, wo er 1438 Ritterwürde erwirbt Herr zu Spiez, Schadau, Mannenberg Rychenstein, Uttigen und Wartenfels er verkauft Uttigen 1428 an Niklaus von Diesbach Obmann in grossen Spruch zu Einsiedeln 1450, zwischen den Eidgenossen und Zürich | VON BUBENBERG, Ritter Ritter Heinrich IV (I10604)
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| 1064 | BIOGRAPHIE: Statthalter 1545 Altrath 1547 führte noch das Präsidium im Rath ohne Beizug des Obervogts bis 1572 --> Statthalter 1545 in Bischofszell, Bischofszell, TG, CHE --> Altrath 1547 in Bischofszell, Bischofszell, TG, CHE | GONZENBACH, Schwarzhans (I14753)
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| 1065 | BIOGRAPHIE: studierte zu Paris, 1508 - 1523 Chorherr zu Bern 1509 Diakon zu Bern 1512 Protonotarius apostolicus 1515 Probst zu Lausanne 1517 Domherr zu Konstanz 1518 Abt zu Montheron, Dr. der kanonischen Rechte Rom 1521 Domherr zu Basel 1523 Probst zu Bern 1525 Verzicht auf seine geistlichen Würden und nimmt die Reformation an 1527 kauft er die Herrschaft Wyl von Frau Barbara Haller von Erlach 1535 den Bürgern 1536 Präsident der Disputation von Lausanne, war ein Freund von Zwingli weiterführende Info: HLS Berner Biografien ADB GND VIAF --> Domherr von: 1508 an 1523 in Bern, Bern, BE, CHE Eingebürgert --> Diakon 1509 in Bern, Bern, BE, CHE --> Abt zu Montheron 1518 --> Studium ca. 1510 in Paris, Paris, Ile-de-France, FRA --> Domherr 1521 in Basel, Basel, BS, CHE --> Probst 1523 in Bern, Bern, BE, CHE --> Protonotarius apostolicus 1512 in Bern, Bern, BE, CHE --> verzicht auf seine geistlichen Würden und nimmt die Reformation an 1525 in Bern, Bern, BE, CHE --> Probst 1515 in Lausanne, Lausanne, VD, CHE --> Grossrat 1535 in Bern, Bern, BE, CHE --> Domherr 1517 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU --> Präsident der Disputation von Lausanne 1536 | VON WATTENWYL, Niklaus (I30295)
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| 1066 | BIOGRAPHIE: um 1454 Eintritt in die Benediktinerabtei Einsiedeln 1466 Studium in Freiburg i.Br. und Basel (bis 1468) der Artes liberales 1469 wurde er in Einsiedeln zum Dekan ernannt. Seine Studien, v.a. Theologie und kanon. Recht 1471-74 Fortsetzung des Studiums in Pavia 1474 die Priesterweihe in Einsiedeln Seine Neigung zum Humanismus und seine polit. Interessen eröffneten ihm vielfältige Beziehungen (intensiver Briefwechsel und Reisen) zu Persönlichkeiten aus Wissenschaften (Niklaus von Wyle), Kirche und Politik (Ehzg. Sigismund von Tirol, Kg. Ludwig XI. von Frankreich). Auch zahlreiche Ehrungen wurden ihm zuteil 1482 Hofpfalzgf. und Hofkaplan durch Ks. Friedrich III. 1498 Dr. iur. utr. durch Kg. Maximilian I. In den Schriften offenbart sich die Zwiespältigkeit seines Denkens. Der Humanist B. blieb in vielem dem spätma. Gedankengut, aber auch der priesterl. Berufung verpflichtet. Seine Stärke lag eher in der Darstellung zeitgenöss. Gegebenheiten als in kritischen histischen Nachforschungen. Zudem beeinflusste sein Bemühen um die Gunst von Honoratioren das schriftstellerische Arbeiten. Der Wunsch nach einer eigenen Pfründe ging dennoch nicht in Erfüllung. weiterführende Information: HLS NDB ADB GND VIAF | VON BONSTETTEN, Albrecht (I10626)
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| 1067 | BIOGRAPHIE: Witwe des Schultheissen Ludwig Seiler v. Luzern und Mutter Heinrichs Seiler und der Dorothea Seiler, nachmaligen Frau des Hans Werner S. 1521 II. 3. (Jahrzeitb. Hermatschwil) geschwistrige der Anna S. mit namen frow Elisabeth Sunnenpergin; ihr zweiter Mann war Hans Sonnenberg, Altschultheiss v. Luzern (+ in Wallis 1506). In dritter Ehe heiratete sie Lukas (Lux) II. Löwensprung, genannt von „Tüffa“, des Rats zu Bern, Hofmeister zu Königsfelden (1532 - + 1552) (Bernisches Bürgerbuch II 410 und Geschlechterbuch II, Ahnentafel des Joh. Rud. May v. Rued). | SEGESSER VON BRUNEGG, Elisabetth (I11282)
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| 1068 | BIOGRAPHIE: wohnhaft im Glenterturm, 1393 - 1411 Baptistalrat, 1393 Vogt zu Wiedikon, 1395 Vogt zu Stadelhofen, Zollikon, Küsnacht, 1397 - 1405 Vogt zu Pfäffikon-Wollerau, Hofrichter, oft Gesandter, 1412 - 1429 Bürgermeister von Zürich --> Vogt 1393 in Wiedikon, Zürich, ZH, CHE --> Baptistalrat von: 1393 an 1411 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Vogt 1395 in Zollikon, Meilen, ZH, CHE --> Vogt von: 1397 an 1405 in Wollerau, Höfe, SZ, CHE --> Bürgermeister von: 1412 an 1429 in Zürich, Zürich, ZH, CHE | GLENTER, Jakob (I14097)
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| 1069 | BIOGRAPHIE: zünftig zum roten Löwen 1405, Ratsherr 1411, 1414 Schultheiss zu Thun 1416, Bauherr 1414 Vogt zu Aarburg 1421 hatte ein Haus an der Marktgasse Sonnenseite | BRÜGGLER, Ludwig (I10662)
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| 1070 | BIOGRAPHIE: zünftig zum roten Löwen 1405-1450 der Bürgern 1425, Kastelan zu Frutigen 1427 Ratsherr 1437 Oberrichter des Herzogs Amadeus VIII von Savoyen in Chablais Tschachtlan von Frutigen im Jahr 1427; Richter im Chablais im 1425; Mitglied des Rats von Bern im 1427. Tell Rodel in his Chronicles relates that in 1466, Nicolaus was the owner of a castle at Neuenstadt and the chronicles of Leu describe him as a "Chevalier de Marsilly" and a country justice in the service of the Duke of Savoy in Chablais. In the same chronicles he is also mentioned as being a member of the House of Representatives in 1429 and as having in 1448 distributed in some way the sum of 1800 gulden. | VON GAFFENRIED, Dr. Jur. Dr. Jur. Niklaus (I10527)
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| 1071 | BIOGRAPHIE: Bürger von Baden, Badewirt in Baden, im Hof am Rain (dem späteren Stadhof); 1340 Ratsherr, 1338 - 1363 urkundlich bezeugt | VON BIRCHIDORF, Heinrich (I18557)
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| 1072 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I5745)
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| 1073 | Bis 1345 wurde der minderjährige N. von Rudolf von Erlach bevormundet. N. gelang u.a. dank dem Erwerb von Gütern der Gf. von Aarberg und Kyburg (Herzogenbuchsee und Wangen an der Aare) der Ausbau der Herrschaft bis Olten, musste sich aber zunehmend verschulden. Als Söldnerführer kam er 1356 bei Poitiers in engl. Gefangenschaft. Zwischen Bern, Solothurn, dem Fürstbistum Basel und Habsburg stehend, war er ab 1363 österr. Rat, 1368 österr. Landvogt in Schwaben und im Elsass sowie 1369-71 in Schwaben, im Thurgau und Aargau. Der kinderlose N. bestimmte 1368 gegen den Willen seiner Frau den Neffen Rudolf von Kyburg zum Erben mit Namen und Wappen und starb als Ultimus bei der Verteidigung von Büren an der Aare im Guglerkrieg. Die Herrschaft N. ging in die Hände der Kyburger über. Literatur – P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 152-245 Autorin/Autor: Peter Niederhäuser | (VON NEUENBURG) NIDAU, Rudolf IV. (I3239)
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| 1074 | Bis Christoph "zur Kugel" (1702) bleibt es in den Händen der Nachkommen, die bis 1750 als Mitglieder (6 davon Pursner) der Notensteiner Gesellschaft angehören. Notensteiner, Pursner 1571, Hörscheiben-Stifter, Stadtrichter 1578-88, Ratsherr 1589-1594 | SCHALAPPRITZI \ SCHLAPPRITZI, Jakob II. (I26283)
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| 1075 | Bis in das 20. Jahrhundert war die dritte Ehefrau Ludwigs V. ausschließlich als Blanche bekannt, denn Autoren wie Rodulfus Glaber, Ivo von Chartres, Ademar von Chabannes oder Hugo von Fleury führten sie in ihren Werken immer unter diesem Namen. Nur die im 19. Jahrhundert in der Staatsbibliothek Bamberg aufgefundene Historiae des Richer von Reims, eines Zeitgenossen Adelheids, nannte sie Adélaïde. Lange Zeit herrschte in der Forschung deshalb die Meinung vor, Richer habe sich bei dem Namen geirrt, und erst in den vergangenen etwa 30 Jahren setzte sich bei Historikern die Ansicht durch, dass dieser Name ebenfalls korrekt ist | VON ANJOU, Adelheid (Blanche) (I35559)
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| 1076 | Bis zu seiner Volljährigkeit um 1268 verwaltete seine Mutter die Herrschaft. Im Kampf zwischen Habsburg und Savoyen um das kyburg. Erbe gelangte die Herrschaft Erlach 1265 unter savoy. Lehenshoheit. Oft im Umfeld Habsburgs und des Fürstbf. von Basel anzutreffen, trat N. 1294 in das Burgrecht von Freiburg ein. Im Krieg mit Bern wurde 1298 Bremgarten bei Bern, sein Pfand, zerstört. N.s Streit mit den Vettern zu Neuenburg um Nugerol führte 1277 zu einem Grenzvertrag. 1307 begann N. mit dem Kauf der Frohburg in den Buchsgau auszugreifen. Gleichzeitig förderte er die Abtei Erlach sowie Gottstatt als Familiengrablege. Literatur – P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 67-93 Autorin/Autor: Peter Niederhäuser | (VON NEUENBURG) NIDAU, Rudofl II: (I3231)
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| 1077 | Bis zum Jahr 1101 wurde die Grafschaft Holland Westfriesland genannt, so dass Dietrichs tatsächlicher Titel der eines Grafen in Friesland war. Westfriesland unterschied sich zu der Zeit stark von den heutigen Niederlanden; der größte Teil des Landes war unbewohntes Wattenmeer und Sumpfgebiet, bewohnt waren lediglich die Dünen an der Küste und die Flusstäler. Dietrich III. gehörte zur Familie der Gerulfinger; er war ein Sohn von Graf Arnulf und der Luitgard, einer Tochter von Graf Siegfried I. von Luxemburg. Er stand in seinen ersten Jahren unter der Regentschaft seiner Mutter, einer Schwester von Kaiserin Kunigunde, der Ehefrau Kaiser Heinrichs II. Ihm wird bei Beiname der Jerusalemer (Hieroselymita) zugeschrieben, woraus geschlossen wird, dass er eine Pilgerfahrt ins Heilige Land unternahm. | (HOLLAND), Dietrich III. der Jerusalemer (I40496)
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| 1078 | Bischof Adam von Bremen bescheinigte ihm einen schlechten Leumund, was aber auch daran liegen kann, dass Emund Bischof Åsmund unterstützte, der von der orthodoxen Kirche beeinflusst wurde. Aber er hatte immerhin in mehreren mittelalterlichen Quellen den Beinamen „slemme“ (der Schlimme) erhalten.[1] Unter seiner Regierung wurde zum ersten Mal die Grenze zwischen Schweden und Dänemark festgelegt.[2] Denn zwischen dänischen und schwedischen Siedlungen lagen weite unbewohnte Gebiete. Dies soll bald nach einer Zusammenkunft zwischen ihm und Sven Estridsson geschehen sein. Ob er dabei Blekinge abgetreten haben soll, wie ihm vorgeworfen wurde, ist nicht sicher. Da sein einziger Sohn Anund schon 1056 im Kampf gegen die Kväner infolge einer Vergiftung gestorben war, erlosch mit Emund 1060 die männliche Linie der Ynglinger auf dem schwedischen Königsthron. Eine Tochter war möglicherweise mit Stenkil Ragnvaldsson vermählt. | DER ALTE, Edmund (I40837)
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| 1079 | bischöfl. Küchenmeister, Baumeiswter und Mitgl.d.Rats; verfasst Familienchronik; 22 Kinder; bei seinem Tod wurden 133 Seelen an Kindern, Enkeln und Urenkeln gezählt; lt. Schirmer 1418 geb. | WALTHER, Ulrich II. (I21066)
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| 1080 | Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 1242. Bartenschlager, Genealogisches Register Schaffhausen SH: Fehlanzeige. Studium in Heidelberg 1596 (Matrikel der Universität Heidelberg am 30.5.1596, "Dirmsteinensis"). Pfarrer in Klingen 1605/07 und Böhl 1607/28. Kam im Dreißigjährigen Krieg nach Schaffhausen SH. Dort Konrektor ab 12.1.1630 und Rektor ab 18.4.1634 des Collegium Humanitatis. Kindstaufe in Schaffhausen SH 1632 (keine weiteren Kindstaufen im KB Schaffhausen SH 1628/31). Leichenpredigt im Stadtarchiv Braunschweig, Signatur Bd.163 Nr.12? | FABRITIUS, Johann (I12141)
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| 1081 | Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 4118. Studium in Herborn 1662 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 18.4.1662, "Herbornensis"). Pfarrer in Lambrecht 1669/74. Gestorben im (kriegsbedingten) Exil. | POSTHIUS, Johann Jacob (I12153)
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| 1082 | Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 4436. Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch Rheinhessen, 1928, S. 529. Willy Pfister, Die Prädikanten des bernischen Aargaus im 16. - 18. Jahrhundert 1528 - 1798, Zürich 1943, S. 109. Lohner, Berner Pfarrerbuch, 1863, S. 290. Theologiestudent in Heidelberg 1680/84 (Matrikel der Universität Heidelberg am 12.12.1680, Anhang V, "Schwanavia-Palatinus"). Pfarrer (und Inspector) in Kaiserslautern 1684/89 und Pfarrer in Nieder-Saulheim 1689/92. Veröffentlichung: Leich-Predigt Von dem Wahren Glauben und Lebens-Kampff Uber den 7. und 8. vers. aus 2. Tim. cap. 4. Bey Volckreicher Erdbestattung Des Weiland Wohl-Ehrw. und Hochgelehrten Herrn Joh. Balthasar Bachmanns/ Treufleissigsten Pfarrherrn und Inspectoris zu Lautern/ und der benachbarten Kirchen ... , unterm 19. Octob. des 1687sten Jahrs ..., Heidelberg 1688. Prädikant in Möhnthal AG 3.11.1692/96 (als "Kriegsflüchtling aus der Pfalz") und Pfarrer in Schwarzenegg BE 1696 (erwählt am 10.12.1695). KB Schwarzenegg BE: Fehlanzeige für Tod (gestorben ung. März 1713). | ROLLIUS, Ezechias Laurentius (I18253)
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| 1083 | Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 5466. Studium in Heidelberg (Matrikel der Universität Heidelberg am 21.4.1587, "Montargensis, iniuratus propter aetatem, gratis"), Altdorf 1590 (Matrikel der Nürnberger Universität Altdorf am 15.9.1590, "Montargiensis"), Genf 1592 (Matrikel der Akademie Genf: Fehlanzeige) und Leiden (imm. 23.4.1594). Magister artium in Heidelberg am 6.4.1592. Rektor in Deventer 1594/97 und Konrektor in Amsterdam 1597/98. Dr. theol. in Basel 1599. Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - im Feb. 1599, "Danielis F. (= filius) Montargensis". Pfarrer in Frankenthal 1600, Heidelberg 1608, Hanau 1621, Frankfurt a.M. 1624, Hanau 1628 und Heidelberg 1632. Bitte um Gewährung/Prorogation des Beisitzes in Frankfurt am Main 1626, 1629 und 1631 (Ratssupplikationen). Kirchenrat und Professor in Heidelberg. Veröffentlichung: Enchiridii locorum communium Theologicorum, rerum, exemplorum atque phrasium sacrarum : ex Aug. Marlorati Thesauro, & Christ. Obenhenii Promptuario / ab Isaaco L. Feguernerino, Ungaro, collecti ; Editio nova, in gratiam S. Theologiae et Ministerii candidatorum a capite usque ad calcem recensita, & ad innumeris mendis, quibus priores Editiones, numeris praesertim capitum & versuum Biblicorum perperam notatis, scatebant, repurgata, Opera & studio Pauli Tossani, S. Theol. D., Basel 1628. Siehe auch Traudel Himmighöfer, Die Selbstbiographie des reformierten Theologen Paul Tossanus (Toussain) (1572-1634), in: Frömmigkeit unter den Bedingungen der Neuzeit / hrsg. von Reiner Braun, Darmstadt [u.a.] 2001 (Sonderveröffentlichungen des Vereins für Kirchengeschichte in der Evangelischen Landeskirche in Baden, 2; Quellen und Studien zur hessischen Kirchengeschichte; ISBN 3-931849-08-2), S. 37-55. | TOSSANUS, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Paul (I17016)
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| 1084 | Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 5723. Studium in Herborn 1650 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 8.5.1650, "Obernhofensis Wetterauensis"). Pfarrer in Obbornhofen 1652/68, Siebeldingen 1668/88, Lambrecht 1688/89, Edenkoben 1689/1707 und Gleiweiler 1707/13. | WATZENBORN, Johann Heinrich (I12159)
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| 1085 | Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 81. Isaac le Long, Naam Register der Gereformeerde Predikanten Kerk en Schoolbedienden ... of het Opper-Consistorie van Heidelberg, Amsterdam 1721, S. 37. Abendmahl in Heidelberg-Klosterkirche zu Weihnachten 1678 und Weihnachten 1681 (o.A.), jeweils Student. Theologiestudent in Heidelberg 1680/84 (Matrikel der Universität Heidelberg, Anhang V, 31.8.1680, "Odernheimio-Palatinus"). Veröffentlichung: Disputatio Theologica De Dono Interpretationis Linguarum / Quam ... Praeside Joh. Frider. Miegio, SS. Theol. D. Eiusd. Et Linguae Sanctae Prof. Ord. Examini, ac disquisitioni publicae submissam, defendet Ernestus Andreae, Odernhemio-Palatinus. Elect. Alum. Ad d. 29. Aug. ... , Heidelberg 1685 (VD17 12:183100D). Rektor in Neustadt a.d.H. 1685, Meisenheim 1693 und wieder Neustadt 1695. | ANDREAE, Johann Ernst (I10184)
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| 1086 | Björn oder Emund Eriksson regierte nach den Sagas vermutlich von 882 bis 932 über das Volk Schwedens.[2] Er war nach der Hervarar Saga und der Saga von Harald Schönhaar (Haralds saga hárfagra) der Sohn von Erik. Nach diesen Berichten lebte Erik in Uppsala und sein Sohn Björn regierte das Reich lange Zeit. Dieser hatte zwei Söhne die Erik der Siegreiche und Olof hießen.[3] Adam von Bremen gibt anstelle von Björn Emund Eriksson als König an. Es spricht jedoch nichts dagegen, dass beide gleichzeitig Regenten waren, da es zu jener Zeit wohl ein System der Coherrschaft (Doppelherrschaft) gegeben hat.[1] Der Name Björn bedeutet auf Schwedisch Bär.[4] Die Landnámabók von Ari Þorgilsson gibt Björn neben seinem Vater Erik als König von Schweden zur Zeit der isländischen Landnahme zwischen 870 und 930 an, wobei sein Großvater Eymund war. | DER ALTE, Björn (I40836)
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| 1087 | Blanche wurde im Jahr 1269 in Melun mit dem Prinzen Heinrich von Navarra-Champagne verheiratet, mit dem sie ein Jahr später die Nachfolge im Königreich Navarra und der Grafschaft Champagne-Brie antrat. Nachdem ihr Sohn Thibaut bereits im Jahr 1273 gestorben war und ihr Mann im Folgejahr ebenfalls verstarb, übernahm Blanche die Regentschaft für ihre 1271 geborene unmündige Erbtochter Johanna I. Im selben Jahr brach in Pamplona ein Aufstand der Bevölkerung gegen den französischen Einfluss in Navarra aus, der Blanche dazu nötigte, mit ihrer Tochter an den Hof ihres Vetters König Philipp III. von Frankreich zu fliehen. Durch den Einfluss von dessen Onkel Karl von Anjou übertrug Blanche im Mai des Jahres 1275 in Orléans die Vormundschaft über ihre Tochter an den französischen König, von dem sie militärische Unterstützung zugesichert bekam, was im Folgejahr zur Niederwerfung des Aufstandes führte. Weiterhin wurde ihre Tochter mit dem Prinzen Philipp verlobt; dieser wurde nach dem Tod seines älteren Bruders im Jahr 1276 selber zum Kronprinzen und sollte im Jahr 1285 als Philipp IV. König von Frankreich werden. Die Hochzeit des Paares wurde bereits im Jahr 1284 begangen; im gleichen Jahr endete Blanches Regentschaf | D´ARTOIS, Blanche (I40591)
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| 1088 | Blasonierung: Das Stammwappen zeigt ein Schild von Gold und Grün geviert. Im Ingeram-Codex ist der Schild von Grün und Gold geviert. | VON ELLERBACH, Ita (I8089)
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| 1089 | Blaufärbermeister (St 2/145) und (St 2/370) siehe Stammfolge Arzt 2. Generation Blatt 2/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html siehe Blatt 3/1 | SCHULTZ, Johannes (I43873)
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| 1090 | Boeles: Frieslands Hoogeschool en het Rijks Athenaeum te Franeker, deel 2-1, Leeuwarden 1879, S. 244 bis 247. Studium in NL Groningen 1641 (Matrikel der Universität Groningen am 24.8.1641, "ling. et phil. stud."). Dr. phil. am 18.10.1649. Professor (1652) und Pfarrer (1653) in Genf GE, Professor in Herborn 1656 und NL Franeker 1669 (Antrittsvorlesung am 17.3.1670). Von Nicolaus Arnoldus gehaltenen Leichenpredigt in Halle (Saale), Franckesche Stiftungen Bibliothek, Signatur 185 B 10. | STEINBERG, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Johann Melchior (I12178)
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| 1091 | Bohemund war der älteste Sohn von Robert Guiskard und dessen erster Frau Alberada von Buonalbergo (Aubrée de Bonauberge). Er wurde vermutlich in San Marco Argentano in Kalabrien geboren. Eigentlich auf den Namen Marcus getauft, gab ihm sein Vater, nachdem er eine Geschichte über einen Riesen Buamundus gehört hatte, dem von Geburt an riesigen Kind den Namen Bohemund.[1] Er nahm am griechischen Feldzug seines Vaters (1080–1085) gegen Alexios I. teil, und führte die Normannen während der Rückkehr seines Vaters nach Süditalien (1082–1084) bis nach Thessalien, wo er von Alexios schließlich zurückgeschlagen wurde.[2] | VON TARENT, Bohemund (I40630)
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| 1092 | Boleslav entstammte dem Geschlecht der Přemysliden. Er wurde nach dem 28. September 929 oder 935, nachdem er seinen Bruder WENZEL VON BÖHMEN hatte ermorden lassen, Herrscher des in Böhmen dominierenden Fürstentums um Prag. Ein Grund für den Mord an seinem Bruder dürfte BOLESLAVS Widerstand gegen die von Wenzel vertretene Anerkennung der Oberhoheit des Königs des Ostfrankenreiches gewesen sein. So stieß OTTO I. auch auf BOLESLAVS massiven Widerstand, als er die Erfolge seines Vaters HEINRICH I. in Osteuropa ausbauen und die dortigen Gebiete in das Reich eingliedern wollte. Unter seiner Herrschaft wurden 955 die ersten böhmischen Denare geprägt. Ebenfalls zu Beginn seiner Herrschaft unternahm Boleslav 936 Kriegszüge gegen benachbarte thüringische Stämme, die sich unter den Schutz des Sachsen Otto I. stellten. Ein anfänglicher Sieg des Böhmen über ein sächsisches Heer bildete den Anlass für direkte Auseinandersetzungen zwischen dem deutschen König und Boleslav, in deren Verlauf Otto I. nach zähen Kämpfen schließlich die Oberhand gewann. 946 musste Boleslav erstmals Geiseln stellen. Im Sommer 950 war er schließlich gezwungen, sich der Oberhoheit Ottos I. zu unterwerfen. Er befreite sich für kurze Zeit, wurde aber 954 wieder zur Huldigung Ottos gezwungen, blieb nun dem späteren Kaiser wie dem Christentum treu und kämpfte in der Schlacht auf dem Lechfeld (955) gegen die Magyaren mit. Sein Kontingent von rund tausend Mann kämpfte vor allem gegen die Hilfstruppen des Gegners. Unmittelbar danach beteiligte er sich an einem Feldzug Ottos gegen die Elbslawen und kämpfte in der Schlacht an der Raxa.[7] Eine andere Version der Geschichtsschreibung geht davon aus, dass Otto den Přemysliden zu Gunsten der Slawnikiden schwächen wollte, damit diese schließlich zwei Drittel von Böhmen beherrschten.[8] Mit dem Herzog der Polanen Mieszko I. befand sich Boleslav im Konflikt um verschiedene kleinpolnische Territorien, der jedoch durch die Verheiratung Boleslavs Tochter Dubrawka mit Mieszko 963 oder 964 entschärft wurde. Kurz darauf beteiligten sich sogar böhmische Kämpfer an Feldzügen Mieszkos gegen den sächsischen Grafen Wichmann II. den Jüngeren. Auch mit den Ungarn soll er bis 955 größtenteils in Frieden gelebt haben | N., Biagota (I15287)
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| 1093 | Boleslav II. war ein Sohn Boleslavs I. des Grausamen. Sein Geburtsdatum ist unbekannt; Schätzungen verlegen es meist in die 930er bis 940er Jahre. In den Quellen wird er erstmals aus Anlass seines Regierungsantritts nach dem Tod seines Vaters 972 (traditionell am 15. Juli 967) genannt. Widukind von Corvey erwähnt zwar einen Sohn Boleslavs I., der 950 seinen Vater im Kampf gegen Otto I. unterstützte; dieser namenlose Sohn war aber nach Meinung der meisten Historiker nicht mit Boleslav II. identisch und im Jahr 972 möglicherweise bereits verstorben. Auch die anderen Nachkommen Boleslavs I. kamen für die Thronfolge nicht in Frage: Doubravka war mit dem polnischen Herzog verheiratet, die jüngeren Kinder Strachkvas und Mlada für den geistlichen Stand bestimmt.[1] | VON BÖHMEN, Boleslav II. der Fromme (I40221)
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| 1094 | Boleslaw entstammte dem Geschlecht der Schlesischen Piasten. Seine Eltern waren der Seniorherzog von Polen und Herzog von Schlesien Heinrich II. und Anna von Böhmen, Tochter des böhmischen Königs Ottokar I. Přemysl. Seine Geschwister waren u. a.: | (SCHLESIEN), Boleslaw II. (I40238)
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| 1095 | Bolsenheim ist eine elsässische Gemeinde mit 531 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass) in Frankreich. Das kleine Dorf liegt 20 Kilometer südwestlich von Straßburg zwischen Schaeffersheim und Uttenheim. Bolsenheim besaß eine Burg. Ein Peter von Bolsenheim gehörte zu den in der Schlacht von Sempach den Schweizern unterlegenen Rittern und fand hier den Tod.[1] Die Burg war im 18. Jahrhundert Bestandteil des damals zur Landgrafschaft Hessen-Darmstadt gehörenden Amtes Wolfisheim | VON BOLSENHEIM, Anna (I46667)
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| 1096 | BONSTETTEN (Adelsgeschlecht) Die Freiherren VON BONSTETTEN sind ein schweizerisches Uradelsgeschlecht. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Gemeinde BONSTETTEN bei Zürich. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Familie im Jahre 1122 mit HENRICUS DE BONSTADIN als nobilis vir (EDELHERR). Angehörige waren Edelherren in hohen sozialen und politischen Ämtern. In BONSTETTEN wurde die Fundstelle einer kleinen Burg 1989 genauer untersucht, vermutlich der Stammsitz. 1155 wirkten HEINRICHUS DE BOUMSTEDIN, nobilis vir und CONRADUS bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin (Zürich) mit. Im 13. Jahrhundert stellten sie in drei Generationen die Reichsvögte von Zürich und vom 13. bis zum 14. Jahrhundert mit mehreren Angehörigen auch Landrichter von Thurgau. Im 14. Jahrhundert stellten sie Landvögte in den habsburgischen Landvogteien Aargau, Sundgau und Oberelsass. HERMANN VON BONSTETTEN war von 1333 bis 1360 Fürstabt des BENEDIKTINERKLOSTERS St. Gallen. SCHLOSS USTER, von 1267 bis 1534 im Familienbesitz Die Familie war reich begütert, hauptsächlich in den Besitzungen der HABSBURGER, mit denen sie auch verschwägert waren. Hauptsitz war von 1267 bis 1534 das Schloss USTER. KASPAR VON BONSTETTEN heiratete ELISABETH FREIIN VON SAX-HOHENSAX, die von ihrem Bruder ALBRECHT I. VON HOHENSAX (1439–1463) die BURG HOHENSAX, die BURG FRISCHENBERG sowie die Orte SAX und GAMS SG erbte. Da KASPAR VON BONSTETTEN Bürger von Zürich war, brannten die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg nieder und annektierten einen Teil der Herrschaft Hohensax. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück. 1497 verkauften sie die Herrschaftsrechte an Schwyz und Glarus. Im Laufe der Zeit verlor das Geschlecht den Edelherrenstand und gehörte nun zum niederen Landadel, erhielt aber im Jahre 1499 eine diplommäßige Bestätigung der Freiherrenwürde vom späteren KAISER MAXIMILIAN I. Schon während dieser Zeit besaßen Angehörige der Familie das Bürgerrecht von Zürich und Bern. Kurze Zeit später verlegten sie ihre Stammsitze in diese Städte und gelangten dort in den patrizischen Stadtadel... MAXIMILIAN I. (gebürtig Erzherzog Maximilian von Österreich; * 22. März 1459 auf der Burg in Wiener Neustadt, Niederösterreich; † 12. Januar 1519 auf Burg Wels, Oberösterreich) aus dem Geschlecht der HABSBURGER war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zum 12. Januar 1519 römisch-deutscher Kaiser. Maximilian trug den Beinamen „der letzte Ritter“; sein Wahlspruch lautete PER TOT DISCRIMA RERUM („Durch so viele Gefahren“). | N., N. (I23857)
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| 1097 | Boris und Gleb waren Söhne Wladimirs des Großen von Kiew und einer bulgarischen Mutter.[1] Ihre Geburtsjahre sind nicht bekannt, sie könnten um 986 und 987 gelegen haben.[2] Um 995 (oder 1010?) wurde Boris Fürst von Rostow, Gleb Fürst von Murom. Mehr Informationen über ihr Leben sind nicht überliefert. 1015 wurden beide im Zuge von Auseinandersetzungen um die Thronfolge in Kiew im Auftrag ihres Halbbruders Swjatopolk ermordet: Boris wurde durch Stiche verletzt, als er von einer vergeblichen Suche nach angeblichen petschenegischen Angreifern zurückkehrte. Er wurde durch einen Lanzenhieb in Kiew getötet. Gleb wurde von einem Diener die Kehle durchgeschnitten, als er auf der Reise zum sterbenden Vater war. | SWJATOSLAWITSCH, Gleb (I39689)
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| 1098 | Boso von Arles (auch Boso der Alte genannt; † vor 855) war Graf von Arles und in Italien. Er ist der Stammvater der Bosoniden und tritt in den Annalen nur deswegen auf, weil er 826 in einer Vereinbarung mit Kaiser Ludwig dem Frommem (778 - 840), Karolinger, Familienbesitz bei Nijmegen aufgab und gegen entsprechenden Besitz bei Vercelli im Piemont in Italien eintauschte. Darüber hinaus ist er als Schwiegervater des Königs Lothar II. von Lotharingien (um 835 - 869), aus der Fam. der Karolinger, bekannt, durch eine Ehe, die allerdings erst geschlossen wurde, als er bereits verstorben war. Boso der Alte hatte (mindestens) vier Kinder: Boso († 874/878) Graf in Italien, ⚭ Engiltrude von Orléans, Tochter des Grafen Matfried I. von Orléans Hugbert († 864 bei Orbe) Herzog von Transjuranien, Abt von Saint-Maurice, 855 Vormund seiner Schwester Teutberga Theutberga († vor 25. November 875) Äbtissin von Sainte-Glossinde in Metz, ⚭ um 855, geschieden 862, Lothar II. König von Lotharingien († 8. August 869 in Piacenza) (Karolinger) Richildis (Richeut) von Arles⚭ Buvinus Graf von Metz, 842/862 (Buviniden) https://de.wikipedia.org/wiki/Boso_von_Arles https://de.wikipedia.org/wiki/Bosoniden https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_der_Fromme | VON ARLES, Boso ´der Alte` (I18423)
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| 1099 | Bothmer, auch Bothmar ist der Name eines alten niedersächsischen Adelsgeschlechts. Stammvater ist Gerd von Lachem (= von Lacheim). Ein Teil von dessen Nachkommen, darunter auch der älteste Sohn Ulrich (1162–1196), nannten sich Bothmer nach dem Lehen in Bothmer bei Schwarmstedt an der Leine, an dem sich auch eines ihrer Güter befand. Unter dem heutigen Namen treten sie urkundlich erstmals 1182 mit dem Ritter Ulricus de Botmerere auf.[1] Die Stammreihe beginnt mit dessen Bruder Dietrich, als Ritter urkundlich 1183–1222. Zwischen 1500 und 1586 wurde das Alte Haus auf dem Rittergut Bothmer I in Bothmer errichtet; der Turm und das Neue Haus, ein im rechten Winkel angebauter Fachwerkflügel, folgten 1596. Der Turm ist später verändert worden, der ältere Flügel steht heute nicht mehr. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden durch Erbteilungen folgende Rittergüter der Familie von Bothmer am Ort: das Rittergut Bothmer I – von Bothmer das Rittergut Bothmer II (Rolefshof) – Freiherren von Bothmer das Gut Bothmer IV (Communiongut) – Grafen von Bothmer Linien Rittergut Bothmer I Bereits im 13. Jahrhundert bildeten sich zwei Linien heraus: Die Drakenburger als ältere, die Giltener als jüngere Linie. In Bothmer bei Schwarmstedt bestehen für beide Linien verschiedene Güter und Höfe. Die ältere Linie erhielt im Laufe der Zeit Besitzungen in Drakenburg und hält bis heute (im gräflichen Zweig) die Güter Bothmer IV und Lauenbrück (Landkreis Rotenburg/Wümme) sowie Gut Schwegerhoff in Ostercappeln, während Schloss Bothmer in Klütz dem 1. Haus des gräflichen Zweiges 1945 enteignet wurde; der einst in Landesbergen ansässige Zweig besitzt einen Hof in Hetendorf, ein freiherrlicher Ast auf Bothmer II das Gut in Bennemühlen und bis 1945 auch das Gut Zürkvitz auf Rügen. Die jüngere Linie ist auf Bothmer I sowie auf Gut Oppershausen bei Wienhausen ansässig und gelangte durch Heirat auch ins Badische, auf Gut Rickelshausen bei Radolfzell. Bis 1945 war auch Falkenberg in der Neumark im Besitz eines Familienzweigs. Ein Geschlechtsverband für die Gesamtfamilie wurde bereits früh im 19. Jahrhundert gegründet.[2] Bothmer-Bülowscher Fideikommiss Schloss Bothmer in Klütz, Mecklenburg Der kurhannoversche Minister Hans Caspar von Bothmer, ein Freiherr von Bothmer aus dem Hause Lauenbrück, der 1713 zum Reichsgrafen erhoben wurde, errichtete aus seinen im Klützer Winkel angekauften Gütern ein Fideikommiss, das sich als Majorat vererben sollte, dessen Hauptsitz das 1726 bis 1732 errichtete Schloss Bothmer wurde. Erster Majoratsherr wurde sein Neffe Hans Caspar Gottfried von Bothmer (1695–1765). Durch dessen Ehe mit Christine Margarethe von Bülow (1708–1786) und deren Erbe vergrößert sich der Fideikommiss nochmals. Die Grafschaft umfasste schließlich 10 Güter mit einer Gesamtfläche von nahezu 8000 Hektar und blieb bis nach dem Ersten Weltkrieg bestehen. Dazu gehörten: Bothmer mit den Pertinenzien Bahlen, Hofzumfelde und Nieder Klütz Arpshagen mit den Pertinenzien Flecken Klütz, Ober Klütz und Hohen Schönberg Brook Christinenfeld Elmenhorst (Kalkhorst) Goldbeck Grundshagen Parin (Bülowsches Erbe) mit den Pertinenzien Rolofshagen, Moor, Küssow und Gutow Steinbeck Tarnewitzerhagen Standeserhebungen Julius August von Bothmer, kurbraunschweigischer Geheimrat, Hofrichter in Celle und Landdrost in Lauenburg, wurde vom Kaiser Leopold I. mit Diplom vom 9. November 1696 in den Reichsfreiherrnstand erhoben, und sein Sohn, Hans Caspar von Bothmer († 1732) erhielt vom Kaiser Karl VI. am 14. November 1713[3] die Reichsgrafenwürde. Die Grafenwürde wurde auch auf seine drei Brüder Friedrich Johann, Julius August und Ludolph Christian mit deren ehelicher Nachkommenschaft ausgedehnt, doch so, dass die Grafenwürde allein von dem ältesten der vier Brüder und nach dessen Tode nur von dem Erstgeborenen des Erstgeborenen geführt werden sollte, alle übrigen Nachkommen des ersten Erwerbers sich aber nur des Freiherrentitels zu bedienen hätten. Der jedesmalige Graf sollte allein Inhaber des vom ersten Grafen Hans Caspar 1723 gestifteten Bothmerschen Fideikommisses mit Sitz auf Schloss Bothmer sein.[4] Hans Caspar starb ohne männliche Nachkommen. Auf ihn folgte als Majoratsherr Hans Caspar III., Graf von Bothmer (1727–1787), Hans Caspar Julius Victor, Graf von Bothmer (1764–1814) und auf diesen sein Bruder Christian Ludwig, Graf von Bothmer (1773–1848). Die späteren Majoratsherren stammten alle von einem Enkel des Freiherrn Carl Ludwig von Bothmer – einem Bruder des Großvaters des Grafen Christian Ludwig – von Karl von Bothmer (1770–1845), württembergischer Gesandten am bayerischen Hof und Erbherr auf Mehring, ab. Er hinterließ aus erster Ehe mit Antoinette Freiin von Hanstein sechs Söhne. 1817 erhielt er das bayerische Indigenat, wurde zugleich in dem von seinem Urahnherrn Friederich Johann, von Kaiser Karl VI. unterm 4. November 1713 cum privilegio usus, et de non usu, erworbenen Grafenstande von des Königs Majestät für sich und seine Descendenz den 8. Dezember v.J. anerkannt.[5] und bediente sich seitdem des Grafentitels, ebenso seine Söhne. Die sog. Bennemühlener Hauptlinie des freiherrlichen Zweiges erhielt erst 1881/82 durch das königlich preußische Heroldsamt die Berechtigung zum Führen des Freiherrntitels.[6] Hans Ludwig Adolf von Bothmer (1839–1918) auf Lauenbrück erhielt am 28. Januar 1889 die Anerkennung des Grafenstandes und bildete die II. Linie des Grafenhauses.[7] | VON BOTHMER, N. (I45775)
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| 1100 | Boto war der jüngere Sohn des Pfalzgrafen Hartwig II. von Bayern und der Friderun. Der Vater starb gegen Ende des Jahres 1027, als Botos Bruder Aribo noch ein kleines Kind und seine Mutter mit ihm schwanger war.[1] Boto und Aribo, die in den Quellen als pfalzgräfliches Brüderpaar häufig in einem Atemzug genannt werden, hatten Besitzungen im gesamten damaligen bayerischen oder bayerisch beeinflussten Raum: an der Grenze zu Ungarn, in der Steiermark und Kärnten, im Salzburggau, dem Freisinger Raum, um Regensburg und im Nordgau (Oberpfalz). 1053/54 schlossen sich Aribo und Boto dem Aufstand Herzog Konrads von Bayern und Herzog Welfs von Kärnten gegen Kaiser Heinrich III. an. 1055 wurde Aribo deswegen abgesetzt und gemeinsam mit Boto geächtet. Beide verloren Lehen und Teile ihrer Eigengüter, z. B. an die Diözesen Salzburg und Eichstätt Güter bei Straßgang in der Steiermark und im Innviertel, den Ort bzw. die Burg Pottenburg in Niederösterreich sowie weitere Güter um Eichstätt und im Nordgau sowie Weinberge bei Regensburg. Boto heiratete kurz darauf Judith, eine Schweinfurter Erbin, die junge Witwe des verstorbenen bayerischen Herzogs, und kam durch sie zu Besitzungen im östlichen Franken. Unter anderem das nach ihm benannte Pottenstein in der Fränkischen Schweiz, das zu seinem Hauptsitz wird, denn 1074 nennt er sich in einer Kaiserurkunde Graf Boto von Botenstein. Sein Bruder ließ sich nach seiner Absetzung und späteren Begnadigung in einer ihm verbliebenen norgauischen Besitzung nieder, die nahe am fränkischen Pottenstein lag, denn schon im Jahr 1059 fungiert er unter dem Namen "Erbo de Wizenaha" (Weißenohe) als Zeuge einer Bamberger Bistumssynode. Den Lobeshymnen des zeitgenössischen Chronisten Ekkehard von Aura nach zu schließen, war Boto von beeindruckender körperlicher Gestalt.[2] Wohl mit dem Tod Heinrichs III. 1056 wurde seine Ächtung aufgehoben, so dass er sich in den Ungarnkriegen von 1060 durch seine Stärke und Tapferkeit besonderen Ruhm erwerben konnte.[3] Mitte der 1070er Jahre finden sich im Kontext der Sachsenkriege von König Heinrich IV. einige Erwähnungen eines Boto. Bislang ist noch nicht gesichert, ob jeweils die gleiche Person gemeint ist, und vor allem weiß man nicht, ob es sich um Boto von Pottenstein handelt.[4] Sollte dies jedoch der Fall sein, wäre der in seiner Jugend rebellische Aribone mit den Jahren zu einer wichtigen Stütze des Königs geworden. Nachdem die beiden Brüder um das Jahr 1070 bereits das Kloster Millstatt in Kärnten gegründet hatten, richteten sie vor ihrem Tod zu ihrem Seelenheil weitere Stiftungen ein. Aribo gründete das Kloster Weißenohe, Boto leistete erheblichen Zustiftungen an das Kloster Theres, wohin seine sterblichen Überreste nach seinem Tod 1104 bei Regensburg auch übertragen wurde. Mit Boto stirbt die pfalzgräfliche Linie der Aribonenaus. Seine einzige Tochter, Adelheid von Pottenstein, heiratete Heinrich I., Herzog von Niederlothringen und Graf von Limburg. Burg Pottenstein fiel an den Bischof von Bamberg. | VON POTTENSTEIN, Graf Graf Botho (I18309)
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