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| 1201 | Das Geschlecht der Blumegger auch Ritter von Blumenegg (überliefert sind auch weitere Schreibweisen wie: Blumek, Blumeneckh, Blumeck, Blumegg, Blumenberg etc.), hat sich als selbständige Linie der Herren von Blumberg abgezweigt. | VON BLUMENEGG, Dietrich (I11076)
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| 1202 | Das Geschlecht derer von Pallandt (auch von Pallant, von Palant, von Palland, von Paland, von Palandt und von Ballandt) ist ein rheinisches Adelsgeschlecht, dessen Namen von seinem ehemaligen Besitz Haus Palant in Weisweiler (heute Stadt Eschweiler) herrührt. Die Familie gehörte aufgrund ihrer zahlreichen Besitzungen und des damit verbundenen Reichtums sowie ihrer ausgedehnten Familienbeziehungen zu den einflussreichsten Geschlechtern des Herzogtums Jülich. Die Genealogie weist zum Beispiel Jülich’sche, Kölnische und Klevische Marschälle auf. Das Wappen der Familie ist fünfmal schwarz-golden geteilt. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ist der Wappenschild zwischen einem schwarzen Flug wiederholt. Frank Heidermanns: http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=61619 1424 Amtmann zu Randerath, Herr zu Breidenbend, Paland, Wildenburg, Frechen, Bachem und Weisweiler A. Blömer, Ahnenliste Anna Gertrud Janssen (* um 1731/32 in Warden), Mönchengladbach 1984, S. 13 A. Blömer, Die reformierte Familie Beecker (Becker) aus Mönchengladbach, Mönchengladbach 1986, S. 25 A. Blömer, Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 27 Werner II. von Palant, Herr zu Breitenbend, hatte im Jahre 1393 Alveradis von Engelsdorf geheiratet. Er war alleiniger Erbe des Palanter und Breitenbender Besitzes und scheint mit seiner Familie die Burg Breitenbend aber auch Schloss Palant bewohnt zu haben. Werner war der Vater des unten genannten Dirck van Pallandt. | VON PALAND, Ritter Werner II. (I5038)
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| 1203 | Das Geschlecht derer von Rotberg ist ein aus der Schweiz stammendes Adelsgeschlecht, das zum Uradel zählt und vor allem im Raum Basel zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert bedeutende Persönlichkeiten hervorbrachte. Das Geschlecht derer von Rotberg wird auf das 1141 urkundlich nachgewiesene Geschlecht der Edelfreien von Biederthan (aus Biederthal, im Oberelsass)[1] zurückgeführt. Von den Biederthan stammen auch die seit 1197 urkundlich nachgewiesenen Herren von Ratolsdorf (Rodersdorf im Kanton Solothurn)[2] ab. 1274 werden Werner und Johannes von Rapperch (Raperch, hochdeutsch Rotberg) als Vettern der Ratolsdorfer genannt. Am 30. April 1277 sind Johann und Werner, mit denen auch die Stammreihe beginnt, urkundlich belegt.[3] Die Stammverwandtschaft der Geschlechter von Biederthan, von Rodersdorf und von Rotberg wird auch durch das gleiche Wappen und Besitzzusammenhang belegt. Ab dem 13. Jahrhundert traten die Rotberger in die Dienste des Basler Bischofs und der Stadt Basel. Sie stellten Domherren zu Basel und mit Arnold von Rotberg ab 1451 auch einen Fürstbischof. Dieser erneuerte auch den Bischofshof am Basler Münster. Ferner stellten sie Mitglieder des Rates der Stadt und mehrere Bürgermeister. In der Schlacht bei Sempach 1386 fielen laut der Liste der Gefallenen fünf Rotbergs als Ritter im Habsburger Heer. Der Stammsitz Burg Rotberg, südwestlich von Basel im heutigen Kanton Solothurn, wird erst 1413 urkundlich erstmals erwähnt. Als Herren der Herrschaft Rotberg (von 1408 bis 1515) waren die Rotbergs reichsunmittelbare Ritter, ausgestattet mit der niedrigen und hohen Gerichtsbarkeit, und gehörten als freie Reichsritter der Reichsritterschaft an. Bereits 1302 wird die Burg Fürstenstein bei Ettingen als bischöfliches Lehen an die Rotberger genannt. 1410 zog sich der ehemalige Basler Bürgermeister Hans Ludmann von Rotberg in den Schutz der Burg Fürstenstein zurück. Er verbündete sich mit Katharina von Burgund, die sich ihrerseits 1411 mit Basel verbündete. Infolge einer Fehde der Herzogin wurde die Burg von ihren Gegnern Heinrich zu Rhein und Rudolf von Neuenstein besetzt und sodann durch die Basler zerstört. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts konnten die Herren von Rotberg ihren Besitz ausbauen, der aus Lehen des Reichs, der Herzöge von Habsburg-Österreich, der Fürstbischöfe von Basel und des Hochstifts Straßburg bestand.[5] Dazu gehörten das Dorf Rodersdorf und der Hof Leihausen in der elsässischen Gemeinde Biederthal sowie die sieben reichsfreien Dörfer am Blauen: Blauen BL, Brislach, Dittingen, Hofstetten, Metzerlen, Nenzlingen und Witterswil. 1459 erwarben die Rotberger nach dem Aussterben der Basler Ritter Münch auch deren ehemaligen Sitz, die Ruine Münchsberg, die aber beim Erdbeben von Basel 1356 zerstört worden war; jedoch waren mit ihrem Besitz Güter (z. B. Dinghof Aesch) und Rechte (z. B. Steuererhebung, Rechtsprechung) verknüpft. Der Rotbergerhof in der Basler Rittergasse ist heute das Domizil der Bank La Roche. Der Schalerhof am Rhein wurde kurz vor 1460 für 850 Gulden an die Stadt Basel verkauft und ist heute Teil des Kollegiums der Universität. Bernhard von Rotberg überliess 1462 dem Bischof von Basel, Johann V. von Venningen die Dörfer Blauen, Dittingen, Nenzlingen und Brislach und Arnold von Rotberg verkaufte am 15. Februar 1515 die restliche Herrschaft Rotberg an Solothurn.[6] Der Verkauf der Burgen Fürstenstein und Münchsberg scheiterte zunächst am Widerstand des Fürstbischofs von Basel als Lehnsherrn, Christoph von Utenheim, der die Expansionspolitik Solothurns stoppen wollte. Am 22. Mai 1555 wurde jedoch auch der Verkauf dieser Burgen mit Zustimmung des Bischofs Melchior von Lichtenfels vollzogen.[7] Herrschaft Bamlach und Rheinweiler → Hauptartikel: Herrschaft Bamlach und Rheinweiler Schloss Rheinweiler Bereits 1417 hatte Ludemann von Rotberg die Hälfte des reichsunmittelbaren Reichslehens der Herrschaft Bamlach und Rheinweiler (die beide heute zur Gemeinde Bad Bellingen gehören) am Oberrhein zwischen Basel und Freiburg von der Familie Schaler erworben. 1434[8] konnte Bernhard von Rotberg die andere Hälfte von Klaus Ulrich Schaler dazu erwerben, was durch Kaiser Sigismund bewilligt wurde. Damit begann die Neuorientierung des Geschlechts in den Breisgau. Die Herren von Rotberg waren Mitglieder des Kantons Donau der schwäbischen Reichsritterschaft.[9] Jakob von Rotberg verlegte 1516 den Sitz der Familie nach Rheinweiler. 1747 verzichteten die Rotberg auf ihren reichsfreien Stand, da sie von den Habsburgern als Landesherren im umgebenden Vorderösterreich vom 16. Jahrhundert an „beinahe gewaltsam zum landsäßigen Adel herabgedrückt“ wurden und Breisgauer Landstand wurden.[10] Die Familie v. Rotberg hatte bis ins 20. Jahrhundert ihren Stammsitz auf dem Schloss Rheinweiler, das Anfang des 18. Jahrhunderts anstelle eines 1676 zerstörten Vorgängerbaues erbaut und 1908 neobarock umgestaltet wurde. 1928 verkaufte die Familie das Schloss, welches heute ein Pflegeheim beherbergt. Das Bamlacher Schlossgut kam im Jahr 1925 in den Besitz der Anstalt von Herten. Standesanerkennungen Das Geschlecht derer von Rotberg zählt zum Uradel. Sie führten die Namen und Titel des Herrn von, Edler von und auch Ritter. Seit ca. 1700 nennen sie sich nach verschiedenen Quellen Freiherren (genaues Datum der Standeserhebung unbekannt). Französische Anerkennung des Freiherrenstandes (Baronats) Compiégne 6. August 1773. Am 19. April 1842 wurde das Geschlecht mit Eduard Anselm (Anton) Freiherr von Rotberg, im Königreich Bayern in der Freiherren-Klasse immatrikuliert (für das Gesamtgeschlecht).[11] Anerkannt war die Familie im Freiherrenstand in den Ländern Königreich Bayern, Königreich Preußen, Königreich/Kaiserreich Frankreich, Großherzogtum Baden. Persönlichkeiten Wilhelm von Rotberg (1718–1795), Gothaischer Geheimrat Arnold III. von Rotberg – Domherr zu Basel 1428, Domdekan 1450, am 19. Januar 1451 zum Bischof von Basel gewählt, vom Papst als solcher bestätigt 22. März 1451, † 6. Mai 1458, begraben im Münster zu Basel Leopold Melchior von Rotberg (1673–1736), Oberhofmarschall der Markgrafschaft Baden-Durlach und Legationsrat der Landgrafschaft Hessen-Kassel Wilhelm von Rotberg (1718–1795), herzoglich sächsisch-gothaischer wirklicher geheimer Rat, Minister und Kammerpräsident, Gründer des Gothaischen Hofkalenders; Sohn des Leopold Melchior Johann Christoph von Rotberg (1720–1772), Domherr in Konstanz, Reichspropst in Bruchsal Karl Theodor von Rotberg (1793–1876), badischer Generalmajor Eduard Anselm von Rotberg (1799–1884), bayerischer Generalleutnant, verheiratet mit der Tochter des französischen Generals und Grafen Jean Rapp.[12] Eduard Freiherr von Rotberg (1872-1967), deutscher Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg. Albert Freiherr von Rotberg (1874-1959), deutscher Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg; Bruder des Eduard. Ernst Arnauld Freiherr von Rotberg (1913-2000), Offizier im Zweiten Weltkrieg und Brigadegeneral der Bundeswehr; Sohn des Eduard und Enkel des Generalleutnants Otto Wening (1854-1917). | VON ROTBERG, N. (I47097)
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| 1204 | Das Geschlecht derer von Tegerfelden, welches später in einer freiherrlichen und einer ritterlichen Linie auftrat, zählte von Anfang des 12. bis Ende des 14. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern des Aargaus. | VON TEGERFELDEN, Ita (I26440)
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| 1205 | Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1241 mit dem Ritter Ludwig de Mesekenwerke.[1] Die Familie benannte sich später nach ihrem Sitz Burg Mallinckrodt, die sie schon ab etwa 1250 als Lehen der Herren von Volmarstein besaß. Zum Familienbesitz gehörten auch eine Reihe der umliegenden Höfe, darunter das Gut Obergedern und das Gut Hoven in Oberwengern (später Haus Howe). Seit 1980 befindet sich die Burg Gamburg im Besitz der Familie. | MALLINCKRODT, Margaretha Juliana Dorothea (I44373)
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| 1206 | Das Geschlecht Hengstenberg weisst eine Vielzahl von evangelsich-reformierten Pfarren auf und ist zurückzuverfolgen bis zu Johann Hengstenberg geb. um 1470, Ratsherr in Dortmund 1749-1751 Pfarrer in Marienberghausen, 1751-1778 in Nümbrecht A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 201 R.M. Snethlage, Stammliste der Familie Engels aus Wülfrath, Aachen 1973, S. 137 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland II, Bonn 2013, Nr. 5100 | HENGSTENBERG, Johann Friedrich (I399)
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| 1207 | Das Geschlecht Hengstenberg weisst eine Vielzahl von evangelsich-reformierten Pfarren auf und ist zurückzuverfolgen bis zu Johann Hengstenberg geb. um 1470, Ratsherr in Dortmund | HENGSTENBERG, Maria Katharina (I2792)
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| 1208 | Das Grab Alberadas befindet sich in der Abtei Santissima Trinità di Venosa in Venosa, das von Robert Guiskard als Grablege des Hauses Hauteville bestimmt worden war. Im Nekrolog von Venosa ist sie nicht nachweisbar. | VON BUONALBERGO, Alberada (I40620)
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| 1209 | Das Grimmelhaus ist ein von dem Patriziergeschlecht der Grimmel erbautes Haus in der oberschwäbischen Stadt Memmingen. Das Haus steht nahe dem Ende der Ulmer Straße (Ulmer Straße 19) in der ehemaligen Ulmer Vorstadt. Zwei Häuser weiter nördlich endete die Vorstadt mit der Stadtmauer und dem Ulmer Tor. Es wurde im 15. und 16. Jahrhundert erbaut und besitzt das für alte Memminger Häuser typische Stichbogenfries auf Konsolen. Die Obergeschosse sind vorkragend. Das stichbogige Portal besitzt ein reich mit Ranken und einem Monogramm verziertes Oberlicht aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts. Die vom Anfang des 18. Jahrhunderts stammenden Türklopfer haben die Form von Löwenköpfen mit Schlangen und wurden aus Messing in der Grimmelschen Hammermanufaktur gefertigt. Im Erdgeschoss befindet sich ein Raum mit vier Kreuzgratgewölben und einem um 1500 eingebauten Mittelpfeiler mit einfachem Kämpfer. Die Stuckdecke aus der Zeit um 1730 weist Blatt- und Bandelwerk auf, das Treppenhaus dagegen lediglich schlichten Rahmenstuck. Im ersten Obergeschoss befinden sich sieben Türen mit geohrten Stöcken. Die Flügel tragen teilweise noch die alten Beschläge aus der Zeit um 1730. In einem von einer Zwischenwand unterbrochenen Raum des ersten Obergeschosses ist die Decke mit Ranken und Gittern aus der gleichen Zeit stuckiert. Der Fußbodenbelag aus Echtholzparkett enthält eine Intarsienrosette. Die Holzdecke mit diagonal angelegten Profilleisten wurde im 16. oder 17. Jahrhundert eingefügt. Im zweiten Obergeschoss befindet sich ein in drei Arkaden mit Stuckpilastern nach Süden geöffnetes Zimmer mit einer mit Stuck aus Bandelwerk, Blumen und Gittern verzierten Decke. Die Stuckdecke des Vorraums besteht nur aus schlichtem Bandelwerk. Die Holzdecke wurde ebenfalls im 16. oder 17. Jahrhundert eingezogen. Ein dreigeschossiges Rückgebäude mit Satteldach schließt sich an der Nordwestseite an. | GRIMMEL\GRIMLIN VON MEMMINGEN, Dorothea (I3924)
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| 1210 | Das Haus Burgund-Ivrea war eine Familie des europäischen Hochadels. Ursprünglich in Burgund beheimatet und in weiblicher Linie von den Karolingern, insbesondere Karl dem Großen, abstammend, spielte das Geschlecht vom 9. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts eine herausragende Rolle. Die Geschichte des Hauses Burgund-Ivrea gliedert sich in vier wesentliche Abschnitte: Die Markgrafen von Ivrea 879–1030 Die Grafen von Burgund (Franche-Comté) 995–1184 und (in der Linie Chalon) 1248–1330 Die Könige von Kastilien und León 1126–1369 (darunter auch der römisch-deutsche König Alfons von Kastilien) (unter dem Namen Haus Chalon) die Fürsten von Orange 1417–1530 Eine Bastardlinie der Familie setzte als Haus Trastámara die Linie der Könige von Kastilien und León, später dann auch von Aragonien, Sizilien und Neapel fort. | VON IVERA, Amadeus (I47162)
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| 1211 | Das Haus Floh, auch Floh’sches Haus genannt, ist ein spätbarockes Patrizierwohnhaus in der Stadtmitte von Krefeld. Es steht auf der Ecke Friedrichstraße/Carl-Wilhelm-Straße und wurde im 18. Jahrhundert von dem Seidenbaron Johann von der Leyen errichtet. Seine Nachfahren empfingen dort hochgestellte Gäste wie den Kölner Kurfürsten Maximilian Franz von Österreich, den Zaren Alexander I. und den preußischen Prinzen Friedrich Wilhelm III. Gemäß den Angaben des späteren Besitzers Peter von Loevenich in einem Brief vom 2. Oktober 1815[2] wurde Haus Floh 1766 als eines der ersten Gebäude der fünften Krefelder Stadterweiterung errichtet. Der Seidenunternehmer Johann von der Leyen (1734–1795) hatte den Krefelder Baumeister Michael Leydel beauftragt, für ihn ein Wohnhaus zu bauen. Da jedoch die preußische Baubehörde Neubauten stark reglementierte, musste das Äußere des Hauses vorerst streng schmucklos bleiben. Erst 1776 erhielt das Gebäude bei einer Umgestaltung seine repräsentativen Schmuckelemente. Im 18. Jahrhundert galt Haus Floh als das vornehmste aller Patrizierhäuser in der Seidenstadt. Durch Erbgang kam es an die Mennonitenfamilie von Loevenich, denn Johanns Tochter Susanna Maria hatte am 14. November 1786[3] ihren Cousin Peter von Loevenich geheiratet. Deren Tochter Maria brachte den Besitz an die Familie ihres Mannes Cornelius Floh, nach dem das Gebäude seinen heutigen Namen erhielt. Die Familie Floh blieb bis 1895 Eigentümerin. Im 20. Jahrhundert wechselte das Gebäude in städtischen Besitz, ehe es die Sparkasse kaufte.[4] Diese ließ es 1927 restaurieren und zu ihren Zwecken umgestalten.[5] Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Friedrichstraße – und damit auch das Haus Floh – 1943 durch Bombentreffer fast vollständig zerstört. Von dem Gebäude stand nur noch die westliche Fassade. Die Sparkasse ließ das Haus 1950[6] jedoch wiederaufbauen. 1959[1] kaufte es die AOK Krefeld, die dort seit 1962/63 ihren Sitz hat. | VON DER LEYEN, Johannes (I47937)
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| 1212 | Das Haus Habsburg-Laufenburg war von 1232/34 bis 1408 eine Seitenlinie der Habsburger, die jedoch nie die Bedeutung und Macht ihrer Verwandten erlangte. In der Schweiz und im heutigen Südbaden erlangten die Grafen von Habsburg-Laufenburg eine gewisse Bedeutung. | VON HABSBURG-LAUFENBURG, Elisabeth (I11134)
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| 1213 | Das Haus Jelling, benannt nach den archäologischen Fundplätzen in Jelling, ist die Familie des Königs Gorm der Alte, der (vielleicht zu Unrecht) als Reichseiniger Dänemarks gilt. Sein Sohn Harald Blauzahn wurde auch König von Norwegen, der Enkel Sven Gabelbart eroberte zudem weite Teile Englands, am bekanntesten ist jedoch der Urenkel Knut der Große, dessen Herrschaftsgebiet als Nordseereich bezeichnet wird. Mit Knuts Söhnen, die ohne Erben blieben, starb die Familie im Mannesstamm aus. Das dänische Erbe wurde vom Haus Estridsson übernommen. | BLAUZAHN, Harald (I37246)
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| 1214 | Das Haus Leiningen ist ein weitverzweigtes Grafen- bzw. Fürstengeschlecht aus dem pfälzischen Raum (im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz), das als ehemals reichsunmittelbares Haus dem Hochadel angehörte. Seinen belegbaren Ausgang nahm das Geschlecht von der im 12. Jahrhundert errichteten Burg Leiningen im nordöstlichen Pfälzerwald; die Burg wurde später „Altleiningen“ genannt, als im 13. Jahrhundert, am fünf Kilometer entfernten Ostrand des Pfälzerwaldes zur Rheinebene hin, die Schwesterburg Neuleiningen hinzukam. Unterhalb der Burg Altleiningen im Tal des Eckbachs liegt die Gemeinde Altleiningen, während die Gemeinde Neuleiningen sich auf der Anhöhe um die gleichnamige Burg herum entwickelt hat. Das Stammland der Leininger um die beiden Burgen trägt heute den Namen Leiningerland und deckt sich weitgehend mit der Verbandsgemeinde Leiningerland sowie der Stadt Grünstadt. Über die Frühzeit des Geschlechts bis ins 12. Jahrhundert lassen sich keine gesicherten Angaben machen. Die erste sichere Erwähnung der Familie stammt aus dem Jahr 1128, als Emicho, Graf von Leiningen eine Urkunde des Mainzer Erzbischofs Adalbert I. von Saarbrücken bezeugte.[1] Dieser Emich II. von Leiningen († vor 1138) wird in der neueren Literatur (Lit.: Toussaint 1982) als Stammvater des Adelsgeschlechts betrachtet. Für eine Abstammung von den Emichonen, den Grafen im Nahegau, den Nachweis zu führen, gestattet die Quellenlage nicht, wenngleich sie als wahrscheinlich anzunehmen ist.[2] Auch die Beziehungen zum Kreuzfahrer Emicho lassen sich nicht mehr klären; möglicherweise war er der Großvater Emichs II.[3] Emich II. baute das Kerngebiet seiner Herrschaft um die Burg Leiningen (heute Altleiningen) aus. Unbekannt ist sein Anteil am Bau oder Ausbau der Burg. In seine Zeit fällt die Gründung des Chorherrenstifts Höningen (siehe auch Höninger Lateinschule) zwischen 1119 und 1124.[4] Der letzte Altleininger Graf, Reinhard August zu Leiningen-Westerburg-Altleiningen († 1929), ließ sich 1913 von Guido Philipp Schmitt, im Stil des Historismus, als sein Vorfahre Emich II. porträtieren. Das Gemälde befindet sich heute im Museum Grünstadt. Nach ihm wurde noch im gleichen Jahr das Bronzerelief des Emichbrunnens in der jetzigen Fußgängerzone Grünstadt gestaltet.[5] Nachfolger Emichs II. als regierende Grafen waren Emich III. († zwischen 1180 und 1187) und Friedrich I. (Emich) († vor 1214). Die Grafen von Leiningen erhielten 1204/05 die Landvogtei über den Speyergau sowie Vogtrechte über das Kloster Limburg. | VON LEININGEN, N. (I37537)
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| 1215 | Das Haus Leithe ist ein ehemaliger Adelssitz am Junkerweg 30 im Stadtteil Neustadt im Gelsenkirchener Süden. Das Haus war der Stammsitz der Ritter von Leithe. Ihr Besitz in der Bauerschaft Leithe war ein Lehen der Abtei Deutz. Unweit des Fronhofs Schulte-Herveling errichteten sie ihr Haus. 1438 erlosch das Geschlecht. Das Anwesen kam in verschiedene Hände von Adeligen und schließlich Bürgern. Das Anwesen ist in der Denkmalliste der Stadt Gelsenkirchen als „Gebäude der ehemaligen Wasseranlage Haus Leithe mit gut kenntlichem Grabensystem“ gelistet. Haus Leithe besteht aus drei Gebäudeteilen und dem Innenhof. Das Haupthaus ist ein zweigeschossiger, geputzter Rechteckbau mit Staffelgiebel unter einem Satteldach aus den Jahren um 1565. Unter dem Gebäude befindet sich ein Kellerraum unter einem Kreuzgewölbe aus Ziegeln. Das zweigeschossige Torhaus wurde im Jahre 1753 errichtet und 1860 mit einer Zinnenkrone aufgestockt. Es hat eine rundbogige Torfahrt mit Kämpfer und Archivolte, sowie dem Wappen derer von Isselstein im Scheitelpunkt. Die über 400 m² große Scheune mit rundbogigen Toren wurde erst später als Putzbau unter einem Satteldach mit Basisstaffeln und Firstbekrönung errichtet und 1978 nach einem Brand erneuert. Das leerstehende Anwesen befindet sich seit mehreren Jahren im Besitz eines Investors, der es in mehrere Eigentumswohnungen aufteilen möchte. Am 10. Juli 2019 kam es zu einem Dachstuhlbrand im nordöstlichen Flügel des Komplexes, der Dachstuhl der Remise im Torhaus ist einsturzgefährdet. In Zusammenhang mit dem Brand wurde bekannt, dass dem Eigentümer für den Umbau noch die Genehmigungen des Bauordnungsamtes und der Unteren Denkmalbehörde fehlen.[1] Der Heimatbund Gelsenkirchen hat im Herbst 2022 eine Informationsbroschüre publiziert.[2] | VON DER LEITHE, Anna Sophie Elisabeth (I45729)
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| 1216 | Das Haus Lévis, heute auch bekannt als Lévis-Mirepoix, ist eine Familie des französischen Adels, die ursprünglich aus dem Dorf Lévis (heute Lévis-Saint-Nom im Département Yvelines) stammt und das seit dem 12. Jahrhundert Vasallen der Herren von Montfort-l’Amaury war. Durch die Vergabe der Herrschaft Mirepoix durch Simon de Montfort an Gui I. de Lévis nach dessen Teilnahme am Albigenserkreuzzug im 13. Jahrhundert wurden sie eine mächtige Familie im Languedoc. Die Lévis hatte bis zu elf Zweige, von denen sechs unter dem Ancien Régime Herzogstitel erlangten. Zehn von ihnen sind heute ausgestorben, darunter alle französischen herzoglichen Zweige. Nur der Zweig von Léran, der den Namen Lévis-Mirepoix angenommen hat, ist noch erhalten. Wie die meisten großen Familien der Île-de-France führten die Lévis ihre mythischen Ursprünge auf einen der Begleiter des Frankenkönigs Chlodwig I. (frz. Clovis) zurück. Sie konkurrierten mit den Montmorency um die Ehre, dass ihr Vorfahre gleich nach Clovis von Remigius von Reims getauft wurde (daher das Motto: « Dieu aide au second chrétien Lévis » „Gott hilft dem zweiten Christen Lévis“). Sie behaupteten auch – durch Homophonie mit dem jüdischen Stamm Levi – mit der Jungfrau Maria verwandt zu sein, und einige zögerten nicht einmal, das Ave Maria zu modifizieren: „Gegrüßest seist du Maria, meine Kusine, voll der Gnade...“ | VON LÉVIS, Jeanne (I41520)
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| 1217 | Das Haus Vergy ist eine burgundische Familie, die im Mittelalter in der Region eine herausragende Rolle spielte. Es hat seinen Namen von der aus dem 11. Jahrhundert stammenden Ruine Château de Vergy auf dem Combe de Vergy in Reulle-Vergy zwischen Dijon und Beaune im heutigen Département Côte-d’Or. Das Haus Vergy ist seit dem Beginn des 12. Jahrhunderts bezeugt: Savaric de Semur († nach 1113), der gesicherte Ahnherr der Familie, war ein Onkel von Geoffroy III. de Donzy († 1157), Seigneur de Gien, de Saint-Aignan, du Cosne et de Châtel-Censoir, die genaue Verwandtschaft ist aber nicht nachgewiesen (siehe Semur (Adelsgeschlecht)). Die Familie bildete im Wesentlichen einen Hauptzweig, der im Herzogtum Burgund und der Freigrafschaft Burgund lebte. Sie hatte ab 1219 das Amt des Seneschalls von Burgund vermutlich bis zum Heimfall des Herzogtums an die französische Krone 1477 erblich inne. Anschließend stellte die Familie von 1510 bis zu ihrem Aussterben 1630 die stellvertretenden Gouverneure der Freigrafschaft Burgund unter der Herrschaft der habsburgischen Könige von Spanien und der (permanenten) Abwesenheit des Gouverneure aus der Familie der Fürsten von Orange und somit als eigentliche Machthaber. Die namengebende Herrschaft Vergy selbst ging der Familie bereits im Jahr 1199 verloren, als eine Tochter den Herzog Eudes III. von Burgund heiratete und den Stammsitz mit in ihre Ehe brachte. | DE VERGY, Guillemette (I42486)
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| 1218 | Das Haus Villigst im Stadtteil Villigst der nordrhein-westfälischen Stadt Schwerte ist der Sitz des Evangelischen Studienwerks Villigst und der Evangelischen Akademie Villigst. Ursprünglich befand sich am selben Ort ein Rittergut, das urkundlich angeblich schon im Jahre 1170 genannt wurde. Um 1300 lebte hier der Ritter Sobbo de Svirte († 1322). Später war das Gebäude über Jahrhunderte im Besitz der Herren von Elverfeldt. Ludwig Gisbert von Elverfeldt vereinigte mit Haus Herbede und Haus Villigst sowie Haus Blumenau und Haus Berghofen den gesamten Besitz der protestantischen Elverfeldter Linie auf sich und ließ das heutige Haus Villigst im Jahre 1819 im klassizistischen Stil errichten. Sein Sohn Ludwig erwarb 1869 zudem Haus Ruhr bei Wandhofen und 1882 Haus Kotten. Nach Ludwigs kinderlosem Tod fiel der gesamte Besitz an Viktor Freiherr von Rheinbaben.[1] Dessen Tochter Elisabeth Freiin von Rheinbaben (1880–1960) heiratete Hans Dietrich Freiherr von Gemmingen-Steinegg (1869–1958) und brachte den Besitz an Haus Villigst mit in die Ehe. | VON DER MARK, Ida (I45708)
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| 1219 | Das Haus Waldburg ist ein hochadeliges schwäbisches Adelsgeschlecht. Die Stammburg des ursprünglich welfisch-staufischen Ministerialengeschlechts, das seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich belegt ist, ist die Waldburg auf der Gemarkung der Gemeinde Waldburg im Landkreis Ravensburg in Oberschwaben. Johannes II. von Waldburg oder Johann II. Truchseß von Waldburg, auch Hans II., auch genannt Truchsess Hans mit den vier Frauen (* um 1344 auf Burg Waldburg in Waldburg; † zwischen 22. / 31. März 1424) war ein Graf und Truchsess, Ritter (1419), Landvogt im Aargau, Thurgau, auf dem Schwarzwald und in Glarus, Unterlandvogt in Schwaben. Er entstammt dem schwäbischen Adelsgeschlecht Waldburg. Johannes II. war in der fünften Generation ein direkter Nachfahre der Truchsessen von Waldburg und Sohn des Eberhard III. von Tanne-Waldburg und dessen Frau, der Herzogin Agnes von Teck. Als sein Vater starb, war er noch minderjährig. Bis zu seinem Regierungsantritt 1362 verwaltete seine Mutter das Amt. Er erbte von seinem Vater die Schlösser Waldburg, Wolfegg und Zeil sowie die Stadt Wurzach, wobei die beiden letzteren sofort angefochten wurden. Johannes war viermal verheiratet, daher sein Name Truchsess Hans mit den vier Frauen. Aus diesen Ehen verfügte er über eine hohe Mitgift, die er zum Erwerb österreichischen Besitzes auf Pfandbasis einsetzte. Die österreichischen Herzöge belohnten mit den Verpfändungen seine Verdienste, zum Beispiel im Krieg gegen die Eidgenossen. Johannes trug so wesentlich zur Herrschaft des Hauses Waldburg bei, bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806. Seine drei Söhne aus vierter Ehe begründeten die drei Hauptlinien des Hauses Waldburg[1]: Eberhard I. (1424–1479) begründete die bereits 1511 erloschene Sonnenbergische Linie Jakob († 1440 oder 1460) war der Stammvater der Jakobischen Linie, in deren Besitz die Herrschaft Trauchburg mit Kißlegg und Friedberg-Scheer nebst Dürmentingen gelangte. Die Jakobische Linie erlosch in Schwaben 1772, wohingegen die seit der Reformation in Ostpreußen bestehende evangelische Seitenlinie Waldburg-Capustigall erst 1875 im Mannesstamm ausstarb. Georg I. († 1467 oder 1479). Er begründete die Georgische Linie, die sich 1595 in die Linien Zeil (heute noch bestehend als Walburg zu Zeil und Trauchburg) und Wolfegg (heute als Waldburg-Wolfegg-Waldsee) teilte. | TRUCHSESS ZU WALDBURG, Johannes II. (I11132)
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| 1220 | Das Haus Westhemmerde ist ein ehemaliger Adelssitz und ein Wasserschloss in Westhemmerde, heute Stadtteil von Unna in Westfalen. Es ist eines der bekanntesten Baudenkmäler Unnas. Die Ruine der Burg Ardey liegt im Stadtteil Ardey von Fröndenberg im Kreis Unna in Nordrhein-Westfalen. Es sind nur noch wenige Mauerreste und Gräben erhalten. | VON HUGENPOET, Mechtild Sophie (I45689)
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| 1221 | Das Haus Wettin kann in seiner Herkunft bis in die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Es ist damit, nach den älteren Welfen und Reginaren (dem Haus Hessen), die einzige noch bestehende Familie Deutschlands, die urkundlich vor der ersten Jahrtausendwende nachgewiesen ist. Die übrigen später großen Dynastien wie die Hohenzollern, Habsburger, Wittelsbacher, Askanier, Oldenburger, Obotriten und Zähringer erscheinen sämtlich erst nach dem Jahr 1000 in der schriftlichen Überlieferung. Über die frühesten bekannten Stammesältesten der Wettiner ist bei dem Chronisten Thietmar von Merseburg zu lesen, dass der Graf Dedo I. (im Original Daedi comes) (* um 960; † 13. November 1009) der Sohn eines Dietrich (im Original Thiedrico) war. Beide sollen dem Stamm der sogenannten „Buzici“ angehört haben, dessen genealogische Verbindung zu Adelsgeschlechtern der Sorben im Bereich des Limes Sorabicus ungeklärt ist und die – besiegt, tributpflichtig und untertänig geworden – auch nicht als erwähnenswert angesehen worden wären. Dedo soll in jungen Jahren einem agnatischen Verwandten im Limes Sorabicus, dem Gaugrafen Rikdag († 985), als Vasall gedient haben. | VON HALDENSLEBEN, Thietburga (I39658)
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| 1222 | Das Haus Wettin kann in seiner Herkunft bis in die zweite Hälfte des 10. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Es ist damit, nach den älteren Welfen und Reginaren (dem Haus Hessen), die einzige noch bestehende Familie Deutschlands, die urkundlich vor der ersten Jahrtausendwende nachgewiesen ist. Die übrigen später großen Dynastien wie die Hohenzollern, Habsburger, Wittelsbacher, Askanier, Oldenburger, Obotriten und Zähringer erscheinen sämtlich erst nach dem Jahr 1000 in der schriftlichen Überlieferung. Über die frühesten bekannten Stammesältesten der Wettiner ist bei dem Chronisten Thietmar von Merseburg zu lesen, dass der Graf Dedo I. (im Original Daedi comes) (* um 960; † 13. November 1009) der Sohn eines Dietrich (im Original Thiedrico) war. Beide sollen dem Stamm der sogenannten „Buzici“ angehört haben, dessen genealogische Verbindung zu Adelsgeschlechtern der Sorben im Bereich des Limes Sorabicus ungeklärt ist und die – besiegt, tributpflichtig und untertänig geworden – auch nicht als erwähnenswert angesehen worden wären. Dedo soll in jungen Jahren einem agnatischen Verwandten im Limes Sorabicus, dem Gaugrafen Rikdag († 985), als Vasall gedient haben.[1] Über die Herkunft des Dietrich und Dedo de Buzici wurden in der Geschichtsliteratur mannigfaltige Überlegungen angestellt. Eine Ansicht aus der Dissertation Friedrich Kurzes von 1886, die Otto Posse in seiner Genealogie des Hauses Wettin 1897 übernahm, bezieht den Stammesnamen Buzici auf einen „Buco“ oder „Buzo“, der eine Kurzform des Namens „Burchard“ sein soll, und identifiziert die Buzici daher mit den Burcharden, Gefolgsleuten der Karolinger seit Karl dem Großen. Zwei in der Schlacht am Kap Colonna gegen die Sarazenen (13. Juli 982) gefallene Adelige, Burchard IV. im Hassegau und Dedi, werden dabei als Brüder Dietrichs I. und der 957 gestorbene Hassegaugraf Dedi (Téti) als ihr gemeinsamer Vater angesehen.[2] Eine Erweiterung dieser Interpretation des lateinischsprachigen Textes führt Dietrichs Abstammung bis auf einen 908 gegen die Ungarn gefallenen Burchard von Thüringen, Markgrafen im Limes Sorabicus in Nachbarschaft zum bayerischen Nordgau, zurück. Eine zweite Ansicht zur Herkunft des Hauses Wettin, die Reinhard Wenskus und Stefan Pätzold vertreten, führt die Buzici ebenfalls auf den Leitnamen Burchard zurück und hält Dietrich für einen Sohn des schwäbischen Herzogs Burchard III. († 973) aus dem Geschlecht der Burchardinger, der nach 926 einige Zeit in Sachsen verbrachte und aus einer urkundlich nicht belegten ersten Ehe mit einer Immedingerin namens Wieltrud stammen soll. Zur Stützung dieser Herkunftsheorie der Buzici wird angeführt, dass in der Vorrede des, allerdings erst im 13. Jahrhundert entstandenen, Sachsenspiegels das Haus Wettin zu den fränkischen Geschlechtern gezählt wird. Eine dritte Herkunftstheorie, vertreten im Lexikon des Mittelalters, sieht Dietrich als Sohn des Harzgaugrafen Volkmar (Folcmar, um 945). Dafür spricht, dass der agnatische Verwandte Rikdag als Angehöriger der Harzgaugrafen gilt, einer Sippe, die sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Frühe Geschichte Die Grundherrschaft Wettin im Gau Nudzici wird erstmals in einer am 29. Juli 961 ausgestellten Urkunde von König Otto I. dem Großen schriftlich erwähnt. Der spätere Kaiser bestimmte darin, dass unter anderem auch der von Wettin eingezogene Kirchenzehnt an das Kloster St. Moritz zu Magdeburg zu entrichten sei. Die Grundherrschaft Wettin gehörte kurze Zeit später der meißnischen Mark des Grafen Rikdag an, in dessen Dienst unter anderen der ihm agnatisch verwandte Dedo I. stand. Offenbar hatte dieser die Grundherrschaft von dem Markgrafen als Allod erhalten, das fortan in der Familie erblich blieb. Der Stammsitz der frühen Wettiner war allerdings zunächst die Burg Eilenburg, die Dedo II. als ältester Sohn Dietrichs II. erbte. Der Eilenburger Zweig der Sippe erlangte später die Markgrafschaft Meißen, starb aber 1123 im Mannesstamm aus. Ein jüngerer Sohn Dietrichs II. war Thimo, der neben anderen Gütern der Familie auch die Burg Wettin von seinem Vater geerbt hatte. Von ihm stammten letztlich alle nachfolgenden Generationen der Wettiner ab, und offenbar diente für ihn die namensgebende Burg bereits als bevorzugter Stammsitz. Denn Thimo war der erste seiner Familie, der schon in zeitgenössischen Chroniken als „Graf von Wettin“ bekannt war. Abgeleitet vom Namen dieser Stammburg wurden die Nachkommen und auch rückwirkend die Vorfahren Thimos „Wettiner“ genannt, ein Familienname, der sich spätestens im 13. Jahrhundert als allgemein gebräuchlich für diese Familie durchgesetzt hat, wie die in dieser Zeit entstandene Genealogie der frühen Wettiner, die Genealogica Wettinensis, zeugt. | N., N. (I39659)
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| 1223 | Das Haus ´zur Hechel` verbleibt bis 1734 im Besitz der Familie. Später wird es "Kleinburg" genannt. Es liegt heute direkt neben der "Kantonsschule am Burggraben": 1960 wird es renoviert und dient als "Kantiheim" den Schülern als Mensa. | STAUDER, Anna (I6015)
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| 1224 | Das Herzogtum wurde jedoch nicht nur aufgrund seiner Minderjährigkeit, sondern eher aufgrund der Gegenkandidatur seines Vaters bei der Wahl König Heinrichs II. im Jahr 1002 von diesem faktisch direkt regiert, ein Zustand, der mit wechselnder Besetzung bis in die Mitte des Jahrhunderts andauern sollte und unter anderem auch zum Aufstand des späteren Herzogs Ernst II. führen sollte. Mit Hermann III. starb die ältere Linie der Konradiner im Mannesstamm aus. Sein Nachfolger wurde der Babenberger Ernst I., der zwei Jahre später (1014) Hermanns Schwester Gisela heiratete und damit nachträglich dessen Schwager wurde. | VON SCHWABEN, Hermann III. (I36011)
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| 1225 | Das Kloster des heiligen Columban von Iona wurde im 6. oder frühen 7. Jahrhundert am Nordufer des Flusses Tay nach Columbans Pikten-Mission gegründet. Es kann seine Führung von den Cenél Conaill von Donegal bekommen haben.[2][3] Iain Moncrieffe argumentierte, dass Crinán zu einem schottischen Zweig der irischen königlichen Dynastie gehörte.[4] Christopher Cairney schlug eine Abstammung von den Cenél nEógain vor.[5] Während der Titel des erblichen Abtes (auf Gälisch coarb) ein feudales Amt war, das oft nur dem Namen nach ausgeübt wurde, scheint Crinán zu seiner Zeit als Laienabt für das Kloster verantwortlich gewesen zu sein. Er war somit ein Mann von hoher Position sowohl in der geistlichen als auch in der säkularen Gesellschaft. Die prächtige, halb zerstörte Dunkeld Cathedral, die zwischen 1260 und 1501 in Etappen errichtet wurde, steht heute auf dem Gelände, auf dem einst das Kloster stand. Die Kathedrale enthält die einzigen erhaltenen Überreste der früheren Klostervereinigung: einen in der Ostchorwand sichtbaren Verlauf aus rotem Stein, der möglicherweise von einem früheren Gebäude wiederverwendet wurde, und zwei Kreuzplatten aus dem neunten oder zehnten Jahrhundert im Museum der Kathedrale. Im Jahr 1045 erhob sich Crínán von Dunkeld gegen König Macbeth zur Unterstützung des Thronanspruchs seines 14-jährigen Enkels Malcolm III.[6] Malcolm war der ältere Sohn von Crínáns Sohn, dem König Duncan, der 1040, also vor seinem Vater gestorben war. Crínán, ein älterer Mann[7], wurde jedoch in einer Schlacht bei Dunkeld getötet. | VON SCHOTTLAND, Bethóc (I40542)
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| 1226 | Das Kloster Geisenfeld ist eine ehemalige Benediktinerinnen-Abtei in Geisenfeld in Bayern in der Diözese Regensburg. | VON ISTRIEN, Gerbig (I36854)
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| 1227 | Das Kloster Gevelsberg in Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wurde um 1230/1236 als Zisterzienserinnenkloster gegründet. Mit der Reformation wurde es um 1577 in ein freiweltliches, adeliges Damenstift umgewandelt. Im Jahr 1812 erfolgte die Aufhebung. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation IV | VON VAERST, Grete (I45849)
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| 1228 | Das Kloster Gevelsberg in Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wurde um 1230/1236 als Zisterzienserinnenkloster gegründet. Mit der Reformation wurde es um 1577 in ein freiweltliches, adeliges Damenstift umgewandelt. Im Jahr 1812 erfolgte die Aufhebung. Hintergrund der Gründung war die Ermordung des Erzbischofs Engelbert von Köln 1225. Caesarius von Heisterbach berichtete schon kurz darauf, dass an der Mordstelle Wunder geschehen seien. Dort wurden zur Erinnerung zunächst ein Kreuz und eine hölzerne Kapelle errichtet. Der neue Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark unterstützte Pläne, an der Mordstelle ein Kloster zu gründen. Der Zeitpunkt der Klostergründung ist nicht ganz klar. Urkundlich erwähnt wurden Zisterzienserinnen 1236. Möglicherweise lag die Gründung aber schon ein paar Jahre zurück. Geweiht war das Kloster Maria und St. Laurentius. Während der Zeit von Erzbischof Konrad von Hochstaden schützte dieser das Kloster, das allerdings dadurch in eine relativ starke Abhängigkeit von Köln geriet. Insbesondere durch Schenkungen von Kölner Bürgern konnte das Kloster seinen Besitz im 13. Jahrhundert erweitern. Teilweise behielt es die Besitzungen in der Stadt, teilweise verkaufte das Kloster sie später wieder. Aus dem 15. Jahrhundert ist ein Stadthaus „cleyne Gevelsberg“ (Kleingevelsberg) in Köln bezeugt, das von Mitgliedern der Gemeinschaft bei Besuchen in der Domstadt als Wohnung diente. Aber auch von Kölner Ministerialen und Adeligen der Umgebung erhielt das Kloster Schenkungen. Die Klosterkirche war eine vierjochige Basilika ohne Querschiff mit einem Westturm. Erbaut wurde sie bereits im 13. Jahrhundert. Im Turm befand sich wahrscheinlich auch eine Empore für die Nonnen, von denen sie den Gottesdiensten beiwohnen konnten. Zur Ausstattung der Kirche gehörte eine lebensgroße, aus Holz gefertigte Statue des ermordeten Erzbischofs. Um das Jahr 1237 waren auch die übrigen Klostergebäude fertiggestellt. Sie hatten keine direkte bauliche Verbindung mit der Klosterkirche. Bald entwickelte sich das Kloster zur Wallfahrtsstätte und wurde Zentrum der Verehrung von Engelbert von Köln. In der Frühzeit der Einrichtung hatte Gevelsberg enge Beziehungen zu Heisterbach. Eine der ersten Äbtissinnen war eine Christina. Diese war stark an der Gründung der Tochterklöster in Benninghausen und in Rees beteiligt. Über die soziale Herkunft der Äbtissinnen gibt es keine Hinweise. Neben der Äbtissin gehörte eine Priorin zur Leitung des Konvents. Über die Herkunft der ersten Nonnen gibt es keine Angaben. Auch über ihre Zahl gibt es keine Überlieferungen. Die Schwestern kamen teilweise aus dem Bürgertum Kölns, teilweise aus dem regionalen Adel. Anfangs folgten die Nonnen dem Gebot der persönlichen Armut. Bereits seit 1263 verfügten sie über persönlichen Besitz. Neben den eigentlichen Mitgliedern des Konvents gab es auch männliche und weibliche Conversi. Das Kloster hatte keine eigenen Pfarrrechte, sondern blieb der Pfarrei in Schwelm unterstellt. Im Jahr 1281 erwarb der Konvent Güter in Wiesdorf (heute bei Leverkusen), die auch die Rechte an einer Pfarrei einschloss. Wegen der Entfernung änderte sich an der Stellung des Konvents insgesamt nichts. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster um 1577 in ein freiweltliches, adeliges Damenstift umgewandelt. Dieses nahm Damen sowohl aus katholischen wie auch protestantischen Familien auf (Simultanstift). Von zwölf Stellen entfielen nach den Statuten von 1657 fünf auf reformierte, drei auf lutherische und drei auf katholische Damen. In der Praxis war der Katholikenanteil allerdings oftmals geringer. So waren 1609 und 1624 keine katholische Damen vorhanden und auch katholische Messen wurden nicht gelesen.[1] Neubauten, so das Äbtissinnenhaus, wurden im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Dieses ältere Gebäude war ein Fachwerkhaus auf einem hohen, massiven Steinsockel. Heute wird es Altes Äbtissinnenhaus genannt. In dieser Zeit fanden auch an der Kirche An- und Umbauten statt. Ein neues Haus für die Vorsteherin entstand noch 1805 kurz vor der Aufhebung 1812. Dieses heute Neue Äbtissinnenhaus genannte Gebäude wurde im einfachen bergischen klassizistischen Stil erbaut und war mit Schiefer verkleidet. Die Klosterkirche wurde wegen Baufälligkeit 1823 zuerst gesperrt und 1826 abgerissen. Im 20. Jahrhundert befanden sich in den Gebäuden des ehemaligen Klosters ein Erholungsheim der Von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation XII https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Elisabeth Johanna Wilhelmine (I45718)
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| 1229 | Das Kloster Oetenbach oder Ötenbach war ein Kloster der Dominikanerinnen in der Stadt Zürich und gehörte zur Diözese Konstanz. Es wurde 1237 erstmals erwähnt, zog um 1285 vom Stadtrand Zürichs in die Stadtmitte und wurde 1525 aufgehoben. Nach der Reformation dienten die Gebäude verschiedenen Zwecken, insbesondere als Zucht- und Waisenhaus. Sie wurden 1902/1903 abgebrochen. Gründungsjahre Nach dem Oetenbacher Stiftungsbuch aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geht das Kloster auf den Zusammenschluss zweier Schwesternhäuser im Jahr 1234 zurück; damit ist Oetenbach eine der ältesten Gründungen der Dominikanerinnen in deutschem Gebiet. Die eine Gemeinschaft wurde von Gertraut Hilzingen gegründet, die was ze Zürich in der stat, nach pei der Prediger closter sesshaft (sie war in Zürich in der Stadt, nahe bei dem Kloster der Prediger ansässig). Sie hatte sich mit der Patriziertochter Mechthild von Woloshoven zusammengetan und lebte mit ihr in einem verlassenen Haus am Neumarkt; ihre Existenz beruhte auf Almosen. Im Oberdorf (Auf Dorf) hatte sich eine andere Gruppe niedergelassen, die sich ihren Lebensunterhalt durch Handarbeiten verdiente. Am Ufer der Sihl, einem oft überschwemmten Gebiet ausserhalb der Stadt, wurde ein Konventsgebäude errichtet, das aber von einem Hochwasser zerstört wurde. Als Ersatz konnte südlich der Stadt beim Zürichhorn, in der Gegend des heutigen Strandbades Tiefenbrunnen, ein Stück Land erworben werden.[1] 1237 erhielt der Konvent ein päpstliches Schutzprivileg auf bestehenden und zukünftigen Besitz, 1239 wurden dem Kloster Begräbnisrecht, Recht auf Besitz und freie Wahl der Priorin zugesichert. 1245 wurde der Konvent dem Orden der Dominikanerinnen eingegliedert. .. Reformation und Ende des Klosterbetriebs Offenbar bemühten sich die Reformatoren sehr um Oetenbach. 1522 verursachte eine von Ulrich Zwingli im Auftrag der Obrigkeit gehaltene Predigt Von Klarheit und Gewissheit des Wortes Gottes («Ihr müsst theodidacti sein»)[13] einen heftigen Konflikt, in welchem der Rat und der Bischof von Konstanz vermittelten. Nach einer Predigt von Leo Jud, Leutpriester von St. Peter, im Januar 1523 kam es erneut zu Tumulten, und im Mai traten die ersten Schwestern aus dem Konvent aus. Gemäss einem Ratsbeschluss vom 17. Juni 1523 erhielt eine Nonne einen Betrag von 150 Pfund, eine Laienschwester 100 Pfund. Die letzte Priorin, Schwester Küngolt von Landenberg, verliess das Kloster im Herbst 1524. Mit einem Beschluss des Rates vom 1. Februar 1525 fand der Klosterbetrieb im Oetenbach ein Ende. Eine der letzten im Kloster lebenden Nonnen war Anna Adlischwyler, die Tochter von Hans Waldmanns Leibkoch. Sie war im Alter von 19 Jahren ins Kloster eingetreten und heiratete 1529 den Reformator Heinrich Bullinger.[14] Eva Straessler, das letzte noch in Oetenbach lebende Konventsmitglied, verstarb im Frühling 1566; Margarethe Schneeberger, die letzte in Zürich lebende Klosterfrau, verstarb am 13. März 1567 | VON BREITEN-LANDENBERG, Küngold (I47046)
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| 1230 | Das KLOSTER OETENBACH oder ÖTENBACH war ein Kloster der Dominikanerinnen in der Stadt Zürich und gehörte zur Diözese Konstanz. Es wurde 1237 erstmals erwähnt. Nach dem Oetenbacher Stiftungsbuch aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts geht das Kloster auf den Zusammenschluss zweier Schwesternhäuser im Jahr 1234 zurück; damit ist OETENBACH eine der ältesten Gründungen der Dominikanerinnen in deutschem Gebiet. 1237 erhielt der Konvent ein päpstliches Schutzprivileg auf bestehenden und zukünftigen Besitz, 1239 wurden dem Kloster Begräbnisrecht, Recht auf Besitz und freie Wahl der Priorin zugesichert. «Die Tage erhielten durch die sieben KANONISCHEN TAGZEITEN, die Horen, einen unabänderlich gleichförmigen Verlauf. Sie bestanden aus gemeinsamen Gebeten mit Gesang und Lesungen im Kirchenchor. Die Zwischenzeiten waren durch häusliche Arbeiten im Werkhaus, vor allem durch Spinnen, ausgefüllt und nur eine andere Art von Gottesdienst. Die höher Geschulten verbrachten sie mit dem Abschreiben von Büchern und Noten für den Chorgesang. Während der Mahlzeiten, die wie die Stunden im Werkhaus schweigend verliefen und so karg waren, dass es Novizen zuweilen vor den Speisen ekelte, wurde von der Lesemeisterin vorgelesen. Schwere Fastengebote hoben von Zeit zu Zeit auch diese Erquickung fast völlig auf. Zu Tische sassen Laienschwestern und Kinder neben jungen und steinalten Nonnen. Unter den Frauen des Tösser Schwesternbuches sind solche, die mit drei, vier, sechs Jahren ins Kloster traten. Man erfährt dort auch, mit welchem Eifer im 13. Jahrhundert die grausamen Vorschriften noch überboten wurden. Tagsüber, heisst es, herrschte Totenstille, keine trieb Sonderwerk, alle sassen im Werkhaus so andächtig wie in der Messe. Eine Eigentümlichkeit der Predigerklöster war vor allem noch die Matutin, der nächtliche Chor vor dem Morgengrauen, dessen pünktliche Innehaltung den Begeisterten Herzenssache war. Manche von ihnen sieht man die Stunden bis zur Prim, der nächsten Hore, im dunklen Chor der Klosterkirche durchwachen. Dies ist die Zeit ihrer geheimsten Erlebnisse, der ekstatischen Übungen, Versuchungen und Visionen.» – Walter Muschg | VON STAUFEN, Elisabeth (I7866)
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| 1231 | Das Kloster St. Clara war ein Klarissen-Kloster in der ehemaligen Kreisstadt Hörde auf heutigem Dortmunder Stadtgebiet. Gestiftet wurde es durch den Grafen Konrad von der Mark und seine Frau Elisabeth von Kleve auf eigenem Grund. Der Klarissen-Orden, 1212 von Franz von Assisi und der heiligen Klara gegründet, erbaute das Kloster im Jahr 1339. In jener Zeit diente es als Heimstatt für etwa 40 Nonnen. Elisabeth von Kleve trat nach der Trennung von ihrem Gatten 1344 selbst in den Klarissenorden ein und wurde 1348 Äbtissin ihrer Gründung. Sie und Konrad von der Mark waren in der Klosterkirche auch bestattet. Bis zum Ende des Jahres 1583 wurde Clarenberg als Kloster bezeichnet, Anfang 1584 wurde dann der Ausdruck Stift bzw. Damenstift verwendet. Seit der Reformation waren Damen verschiedener Glaubensrichtungen im Kloster, was zur Umwidmung vom Kloster zum dreikonfessionellen (katholisch, lutherisch, calvinistisch) Stift, wie z. B. der Stift Fröndenberg, führte. Mit Anna Dietrich von Viermundt wurde 1605 eine calvinistische Äbtissin zur Vorsteherin des Stifts gewählt. Dieses führte zu religionspolitischen Streitigkeiten, weshalb sie nach wenigen Jahren resignieren musste. Zu ihrer Nachfolgerin wählte der überwiegend protestantische Konvent mit Anna von Elverfeld 1611 eine Katholikin. Die Regelung Clarenbergs als dreikonfessionelles Stift wurde 1682 durch einen Vergleich zwischen dem Kurfürstentum Brandenburg und den Pfalzgrafen von Pfalz-Neuburg als Rechtsnachfolgern der märkischen Grafen fixiert, 1694 gab sich das Stift dann selbst Statuten, nach denen stets calvinistische, lutherische und katholische Stiftsdamen in einem festgelegten Verhältnis Präbenden halten sollten. Das Äbtissinnenamt sollte zwischen den Konfessionen reihum wechseln. Eine Schule im Stift wurde 1558 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, auf die die heute noch (als Grundschule) bestehende Stiftsschule ihre Geschichte zurückführt.[1] Am 11. Januar 1812 wurde das Stift Clarenberg in Hörde durch Napoleon aufgehoben. Im Kloster Clarenberg wurde am Hörder Bach schon früh Bier gebraut. Auf seinem Gelände entstand 1867 die spätere Hörder Stifts-Brauerei, die ein Clarissen-Bier braute. An das Kloster Clarenberg erinnern heute die Großsiedlung Clarenberg und die gleichnamige Endstation der Stadtbahnlinie U41. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation XII https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Margarethe Gertrud Johanna (I45719)
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| 1232 | Das Kloster St. Marien in Bersenbrück (lateinisch Monasterium Ste. Dei Genitricis et Virginis Mariae) ist eine ehemalige Zisterzienserinnenabtei in Bersenbrück. Im Jahre 1231 stifteten Graf Otto II. von Ravensberg und seine Gemahlin Sophia aus dem Hause Oldenburg-Wildeshausen ihre Bersenbrücker Besitzungen dem Orden der Zisterzienser zur Errichtung eines Frauenklosters. Das Jahr 1231 war für das Stifterpaar von besonderer Bedeutung: Zu Glandorf schloss man einen für die Region bedeutsamen Friedensvertrag, der die jahrzehntelangen schweren und blutigen Fehden zwischen den Grafen von Tecklenburg und Ravensberg beendete. Er brachte eine endgültige Aussöhnung zwischen den Grafengeschlechtern und eine Festigung der bischöflichen Landesherrschaft. Im selben Jahr noch wurde Tochter Jutta geboren. Ehemalige Klostergebäude Gedenkstein zur Gründung des Klosters in Bersenbrück Erste Äbtissin (1231–72) wurde Clementia, vermutlich Schwester des damaligen Münsteraner Bischofs Ludolf von Holte. Zahlreiche großzügige Schenkungen von Klerus und Adel ermöglichten ein ungehindertes Aufblühen des Klosters. Im Jahre 1243 erteilte Papst Innozenz IV. das „Große Privileg“ und bestätigte die Ordensinkorporation. Dieser Vorgang war erstaunlich, da sich das Generalkapitel in Cîteaux seit etwa 1220 gegen Neuaufnahmen der zahlreich entstehenden Frauenklöster sperrte und schon 1230 eine diesbezügliche Petition an den Papst richtete, keine Frauenklöster mehr zuzulassen. Vermutlich spielte hier die verwandtschaftliche Nähe des Stifterpaares zu den Staufern eine Rolle, die Mutter Ottos war Jutta von Thüringen, eine Nichte Kaiser Friedrich Barbarossa. Das Kloster wurde dem Abt von Kloster Altenkamp unterstellt. Um 1440 wechselte die Paternität von Altenkamp zum Kloster Marienfeld. 1484 kam die Durchführung der Bursfelder Beschlüsse zum Abschluss, was dem Kloster erhebliches Ansehen einbrachte. Auch entsandte man Nonnen zu anderen Klöstern, um deren Reformbestrebungen zu unterstützen. | N., N. (I18761)
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| 1233 | Das Kloster Wettingen (lat. Abbatia B.M.V. Maris Stella Wettingensis) war eine exemte Zisterzienserabtei in Wettingen im Schweizer Kanton Aargau. Es wurde 1227 gegründet und im Zuge der Säkularisation im Jahr 1841 aufgehoben. Im Kloster Wettingen fanden wichtige Adelsgeschlechter der Region ihre letzte Ruhestätte. Darunter Arnold von Wart, der mit Anna von Teufen verheiratet war, sowie Ita von Tegerfelden, die Frau Ulrichs II. von Klingen. In der Klosterkirche sind grosse Sarkophage aus dem Mittelalter erhalten, wie beispielsweise von Rudolf von Habsburg-Laufenburg. | VON KLINGEN, Graf Graf Ulrich II. (I26439)
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| 1234 | Das Königreich Burgund entstand auch durch die Fränkischen Reichsteilungen. 561 bis 584 und 639 bis 737 waren fränkische Teilkönigreiche in Burgund entstanden, die zunächst an Neustrien, dann wieder an das Gesamtreich fielen. 880 und 888 wurden die Königreiche Niederburgund und Hochburgund gegründet und 930 zum Königreich Burgund vereinigt. Es bestand aus denjenigen Teilen des früheren karolingischen Reichsteils Burgund, die bei der Teilung des Frankenreiches 843 im Vertrag von Verdun als Lotharii Regnum an Kaiser Lothar I. fielen. Dies war ganz Burgund außer dem Gebiet, das 843 an das Westfrankenreich kam, im Zentrum des heutigen Frankreichs liegt und 1956–2016 die Region Bourgogne bildete. Das Königreich Burgund fiel 1033 an das römisch-deutsche Reich, wenngleich weite Teile im 14./15. Jahrhundert an das Königreich Frankreich fielen. Der burgundische Reichsteil des römisch-deutschen Reichs (der dritte Reichsteil neben dem deutschen Reichsteil und Reichsitalien) wird in der Geschichtswissenschaft oft als regnum Arelatense bzw. als Arelat bezeichnet. ... | VON BURGUND, Konrad III. ´der Friedfertige` (I1957)
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| 1235 | Das Königreich Burgund, für dessen Erbe Ernst II. und damit Hermann IV. in Frage kamen, das aber vom Kaiser dem Halbbruder der beiden, dem späteren Kaiser Heinrich III. zugedacht war, ging wie geplant an letzteren, und Hermann, der noch unmündige mittlere Sohn Giselas konnte froh sein, dass ihm das Herzogtum Schwaben gelassen wurde. Sein Vormund wurde Bischof Warmann von Konstanz. Er starb bereits acht Jahre später, woraufhin der Kaiser das Herzogtum einzog und es bis 1045 selbst regierte. | (SCHWABEN), Hermann IV. (I39589)
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| 1236 | Das Konstanzer Domkapitel wählte ihn 1274 zum Bischof, die Weihe durch Papst Gregor X. erfolgte 1275 in Lausanne. Rudolf macht sich für seinen Mündel stark. Nach dem Tode des Bruders Eberhard 1284 übernahm er die Verwaltung der kyburgischen Besitzungen in Burgund. Als Haupt des Laufenburgischen Zweiges der Habsburger hatte er ein gespanntes Verhältnis zu seinem Vetter König Rudolf I., der versuchte. seinen Besitz auf Kosten der anderen Habsburgischen Linien zu erweitern (respektive aus dessen Sicht, die Habsburgischen Lande besammen zu halten). Nach Rudolfs Tod 1291 trat er an die Spitze eines breiten Bündnissen gegen Rudolfs Sohn, Albrecht I., Herzog von Österreich. Dem Bündnis gehörten neben dem Bistum Konstanz die Grafen von Montfort, Nellenburg, Homburg-Rapperswil, die Innerschweizer Orte Schwyz und Uri, die Städte Konstanz, Zürich, Bern und Luzern sowie Graf Amadeus V. von Savoyen an. Albrecht behielt jedoch militärisch die Oberhand und nötigte Rudolf 1292 zum Frieden. Der zum Geistlichen bestimmte Rudolf war von 1255 bis 1262 Domherr in Basel, 1259 Pfarrer in Dietikon, 1262–1274 Propst in Basel und 1270–1272 Propst von St. Martin in Rheinfelden. Im Jahr 1266 studierte er die Rechte in Bologna. Von 1271 bis 1288 hatte er zusammen mit seinem jüngeren Bruder Eberhard, dem Graf von Kyburg ab 1273, die Vormundschaft in der Landgrafschaft Klettgau für seinen Neffen Rudolf III. inne, der beim Tod Gottfrieds I. noch minderjährig war. | VON HABSBURG-LAUFENBURG, Rudolf II. (I22291)
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| 1237 | Das letzte der Kinder war Maria Lisette, geb. am 19. März 18??. Sie war von kleiner Figur, hatte blondes Haar und blaue Augen. Sie heiratete den Mühlenbauer Wilhelm Pühler, welcher dann als Müller verschiedene Mühlen betrieben hat. Nach dem Tode der Ohmen vom Forst erbte sie die Hälfte vom Forst und sie wurden Landwirte. Sie hatten 8 Kinder. | PÜHLER, Wilhelm (I5317)
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| 1238 | Das Paar hatte ´nebst einer an Johann von Katterbach verheiratete Tochter drey Söhne, als WILHELM, sodann HEINRICH und TILMAN gezeuget.` JOHANN WILHELM II. (im Volksmund: „Jan Wellem“) regierte als Herzog von Jülich und Berg von 1679 bis 1716. JOHANN WILHELM folgte 1690 seinem Vater PIHILIPP WILHELM als 18. Kurfürst von der Pfalz. In der Herbstzeit zog es ihn von seiner Residenz im Düsseldorfer Schloss zur Jagd nach Bensberg. Der angrenzende Königsforst war sein bevorzugtes Jagdrevier. JAN WELLEMS zweite Ehefrau ANNA MARIA LOUISA DE´MEDICI, Tochter des Großherzogs der Toskana, schwärmte vom Blick des alten Bensberger Schlosses auf die hügelige Umgebung, die sie an die Toskana erinnerte. Als GOETHE 1774 das Schloss besuchte, schrieb sein Begleiter JOHANN GEORG JACOBI (1714 - 1840) in sein Tagebuch: „Schloss und Dorf liegen auf einem hohen Berge, von dem man viele Meilen voll Wälder, Äcker und Heiden, in der Ferne eine Strecke des Rheines und die berühmten Sieben Berge sieht. […] Ich glaube, dass die Götter dann und wann auf einer silbernen Wolke so ihren Nektar trinken und die Hälfte der Erde übersehen!“ GOETHE selbst schrieb im 14. Buch in Dichtung und Wahrheit: „Deutlicher ist mir eine Fahrt nach dem Jagdschloß Bensberg, das auf der rechten Seite des Rheins gelegen, der herrlichsten Aussicht genoß. Was mich daselbst über alle Maßen entzückte, waren die Wandverzierungen durch Weenix…“ | VON STEIN, Elisabeth (I1421)
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| 1239 | Das Reichlin-von-Meldegg-Haus in Überlingen ist ein mit Elementen der Spätgotik und florentinischer Frührenaissance ausgestattetes ehemaliges Patrizierhaus oberhalb der Überlinger Altstadt. Es gilt als eines der ältesten Renaissancegebäude Deutschlands und zählt zu den wichtigsten Kulturdenkmalen und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Seit 1913 beherbergt das stadtbildprägende Gebäude das städtische Museum, das eines der ältesten und größten kulturhistorischen Museen der Bodenseeregion ist.[1] | N., N. (I37527)
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| 1240 | Das Schloss Bürglen ist ein Schloss in der Gemeinde Bürglen, Kanton Thurgau, Schweiz. Es wurde im 13. Jahrhundert für die Freiherren von Bürglen errichtet. Eberhard I. von Bürglen war 1176 Hofbeamter des Bischofs von Konstanz. Sein Sohn Berchtold begleitete 1214 Friedrich II. Eberhard IV. von Bürglen erhielt 1313 von König Heinrich für die Verdienste und Teilnahme an seinen Kriegszügen die Vogtherrschaft im Thurgau und Zürichgau. Damit war die Vormacht der Habsburger in der Region geschwächt. Durch Einheirat kam um 1360 die Hälfte von Schloss und Herrschaft an die von Freiherren von Sax. Die Burg wurde im Appenzellerkrieg belagert, blieb jedoch unbeschädigt. Nach dem Tod der letzten von Bürglen, Eberhard und Albrecht, die noch erheblichen Zugewinn aus Erbschaften der verwandten von Altenklingen erhielten, kamen Anteile der Burg an die Herren von Klingenberg. 1443 tauschten diese ihren Anteil mit dem Bürger von Konstanz, Markwart Brisacher. Dieser wiederum trat seinen Anteil 1447 an die von Hohensax ab die damit die gesamte Herrschaft besassen. Um 1550 erfolgte der Verkauf an die von Landenberg zu Altenklingen die es 1579 an die Stadt St. Gallen veräusserten. Bis 1798 war das Schloss Sitz des Obervogtes. Heute befindet sich darin die Primarschule. Die Anlage besteht aus einem Bergfried, einem langgestreckten Osttrakt mit Treppengiebel sowie einem kurzen Westflügel von 1589. Im Norden ist sie durch einen Graben vom Dorf abgetrennt. Um 1600 erfolgten Umbauten, der achteckige Treppenturm mit der Haube ist später entstanden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Schloss Bürgeln im südbadischen Markgräflerland, da im örtlichen Dialekt auch hier von «Schloss Bürgle» gesprochen wird. | VON BÜRGLEN, N. (I23686)
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| 1241 | Das Schloss Cappenberg (früher Kloster Cappenberg) ist ein ehemaliges Prämonstratenser-Chorherrenstift im Ortsteil Cappenberg der Stadt Selm. Es liegt am nördlichen Stadtrand von Lünen, nördlich der Lippe, am südlichen Rande des Münsterlandes auf einer Anhöhe, dem Cappenberg, umgeben von ausgedehnten Buchenwäldern, und ist ein Aussichtspunkt mit Blick über die Lippeauen auf das östliche Ruhrgebiet von Hamm bis nach Dortmund. Cappenberg war das erste Prämonstratenserkloster im deutschen Raum. Der Zutritt war dem Adel vorbehalten. Ende des 17. Jahrhunderts kam es zum Neubau der Klostergebäude. Nach der Säkularisation im Zuge der Napoleonischen Kriege wurde es 1803 zu einer Gutsdomäne. Das Abteigebäude wurde zum Schloss umgewandelt. Im Jahr 1816 wurde es von dem preußischen Staatsmann Freiherr vom Stein käuflich erworben und diente ihm als Altersruhesitz. Cappenberg wurde zusammen mit den Gütern des Klosters Scheda zu einer Standesherrschaft erhoben und ging später durch Erbfolge in den Besitz der Grafen von Kanitz über. Ein Teil des Schlosses dient heute als Museum, das u. a. Ausstellungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigt. Die ehemalige Stiftskirche (Baubeginn 1122) ist seit 1832 Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist. | VON VAERST, Friedrich Philipp Gisbert Adolf Wilhelm (I45746)
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| 1242 | Das Schloss Frauenfeld liegt im Süden der Frauenfelder Altstadt über dem Ufer der Murg. Der 19 m hohe Bergfried aus grossformatigem Mauerwerk wurde im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts errichtet; im 14. Jahrhundert kamen weitere Anbauten hinzu. Die Burg stand innerhalb der Stadtmauer, war aber durch einen Graben abgetrennt. Seit 1094 waren die Kyburger die Herren der Landgrafschaft Thurgau. Um 1230 bauten sie zur Stärkung ihrer Herrschaft einen starken Wehrturm auf dem Molassefelsen über der Murg. Der aus grossen Findlingen gebaute Turm bildet heute den Mittelpunkt des Schlosses. Der Eingang, ursprünglich über eine Holzlaube zugänglich, lag auf der Höhe des heutigen zweiten Stockwerks. Bis heute betritt man durch ihn das Turmgelass. Der kleine Raum mit seinen dicken Mauern und zwei kleinen Fensterchen (eines wurde später verbaut) war durch ein offenes Kaminfeuer heizbar. Die eichenen Deckenbalken dieses Raumes wurden dendrochronologisch auf etwa 1231 datiert, jene des darüber liegenden Geschosses auf 1235. Auf allen vier Seiten des Turms waren aussen auf der Höhe des zweiten Stockes hölzerne Aussenlauben angebracht. Davon zeugen an den Fassaden je drei Balkenlöcher von Tragbalken und die Balkenabdrücke oder Überreste von vier senkrechten Führungshölzern. Gleichzeitig mit dem Turm wurde an der Murgseite des Wehrturms der so genannte Murgturm, eigentlich der Palas, angebaut, der die Wohnräume enthielt. Auf dem aus Findlingen gemauerten Sockel stand wohl ein hölzernes Blockhaus. Hier befand sich auf Höhe des ersten Stocks der Eingang zum Palas. Durch eine noch heute erkennbare Öffnung in der dendrochronologisch auf 1235 datierten Balkendecke des heutigen Waffenkellers war dieser untere, damals ebenfalls bewohnbare Raum zugänglich. Da zwischen dem etwas weniger gesicherten Palas und dem Wehrturm keine direkte Verbindung bestand, hätte man sich bei Gefahr in den Turm zurückziehen können. 1264 starben die Kyburger aus. Rudolf von Habsburg (1218 bis 1291) beerbte sie. Das Schloss wurde auf der Seite um einen Zwinger, vermutlich mit Wehrgang und hölzernem Aufbau, erweitert. 1273 erlangte Rudolf von Habsburg die deutsche Königswürde, das Schloss wurde zum Sitz eines habsburgisch-österreichischen Verwalters. Unter König Albrecht (1248 bis 1308) war Jakob von Frauenfeld (gefallen in der Schlacht am Morgarten 1315) Vogt im Schloss, stieg aber zum Hofmeister des Königs auf und hielt sich deshalb wohl selten in Frauenfeld auf. Nikolaus Hofmeister († 1344), Sohn von Jakob von Frauenfeld und ab 1334 Bischof von Konstanz, liess die Schlosskapelle verlängern. Der Zwinger erhielt nochmals einen neuen zweistöckigen Aufbau, dessen Aussenmauern noch heute teilweise erhalten sind. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts verkauften die Hofmeister das Schloss an die Herren von Hohenlandenberg. Diese hoben nach dem vergeblichen Angriff der Appenzeller von 1407 einen tiefen Graben zwischen Schloss und Stadt aus und umgaben es mit einer stellenweise doppelten starken Ringmauer. Das Türchen in der inneren Mauer, das zum unteren Schlossgarten führte, ermöglichte es dem Schlossherren, die Burg auch bei geschlossenen Stadttoren zu verlassen. Das Schloss erhielt nun den geriegelten, vorkragenden Aufbau, der ihm sein charakteristisches Aussehen verleiht. Gleichzeitig brach man den ersten ebenerdigen Eingang neben dem Wehrturm aus, der noch heute benutzt wird. Die ehemalige Kapelle neben dem Schloss wurde zu einem Wohnbau und gegen das heutige Rathaus entstand eine Scheune. 1460 eroberten die Eidgenossen den Thurgau und bauten allmählich ihre Herrschaft auf. Erst nach dem Schwabenkrieg von 1499 residierten die sich in zweijährigem Turnus ablösenden Landvögte dauernd im Thurgau. 1534 erwarben die Eidgenossen das Schloss von den verarmten Landenbergern. Fortan hatten die Landvögte darin ihren Sitz. Sie liessen die Fenster vergrössern und richteten im zweiten Stock den grossen Gerichtssaal ein, liessen wohl auch den Gang im zweiten Stock und die Herrenstube vornehm ausmalen. Wesentliche Änderungen wurden keine mehr vorgenommen. Alle zwei Jahre kam ein neuer Landvogt, im Turnus aus den sieben Alten Orten Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus. Ab 1712 beteiligte sich auch Bern an der Herrschaft. Der wichtigste Hausrat blieb im Schloss, damit nicht jeder neue Landvogt welchen mitbringen musste. | HOFMEISTER VON FRAUENFELD, N. (I40505)
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| 1243 | Das Schloss Gartrop ist ein Wasserschloss im Hünxer Ortsteil Gartrop-Bühl. Die Schlossanlage liegt nahe der Landstraße zwischen Hünxe und Schermbeck-Gahlen in den Lippeauen im südlichen Bereich des Naturparks Hohe Mark. Aus der Siedlung der einstigen Schlossbediensteten entwickelte sich der heutige Ort Gartrop. Die Anlage kann jeden zweiten Donnerstag im Rahmen von Veranstaltungen des dort ansässigen Landgasthofs besichtigt werden. | VON VAERST, Goswin Moriz Eugen (I45793)
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| 1244 | Das Schloss Hegi liegt im gleichnamigen Quartier im Osten der Stadt Winterthur im Schweizer Kanton Zürich. Es gilt als typisches Beispiel eines spätgotischen Herrensitzes in der Nordostschweiz. Der Name leitet sich ab vom Wort Hag; zürichdeutsch für Zaun.[1] Das Schloss ist als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft. Als Erbauer der Anlage gelten die Herren von Hegi, die 1225 mit Wetzel I. erstmals urkundlich erwähnt werden. Die Burg stand auf dem Land des Bischofs von Konstanz, dessen Ministeriale die Herren von Hegi waren. Zudem waren sie für den Abt des Klosters Petershausen als Meier in Wiesendangen tätig und besassen kyburgische, und später habsburgische Lehen. Der letzte männliche Vertreter der Familie, Hugo IV., übergab die Burg um 1460 Jakob von Hohenlandenberg, dem Ehemann seiner Schwester Barbara. Unter Jakobs Söhnen Ulrich und Hugo wurde Hegi stark erweitert. Hugo, der bedeutendste Vertreter der Familie, war 1496 bis 1532 Bischof von Konstanz. Zeichnung von Felix Bluntschli, 1742 1519 kam die Herrschaft Hegi durch die Heirat von Barbara von Hohenlandenberg mit Kaspar von Hallwyl in Besitz der Aargauer Familie. Hans von Hallwyl erwarb die niedere Gerichtsbarkeit über das Dorf Hegi und kauft weitere Rechte hinzu, wodurch Hegi zum Zentrum einer kleinen Herrschaft wurde. 1587 verhinderte die Stadt Zürich den Verkauf des Schlosses an die Winterthurer. Sie kaufte es selbst und richtete darin eine Obervogtei ein. Trotzdem blieb Hegi ein Lehen des Bistums Konstanz. Nach dem Ende der Alten Eidgenossenschaft 1798 kam das Schloss Hegi zuerst in den Besitz der Familie Fahrner, dann an verschiedene andere Besitzer. 1915 kam das Schloss in den Besitz des Zürcher Geschichtsprofessors Friedrich Hegi-Naef (1878–1930). | VON HEGI, Barbara (I11094)
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| 1245 | Das Schloss Laufen ist ein Schloss in der Gemeinde Laufen-Uhwiesen im Aussenamt des Bezirks Andelfingen, dem Zürcher Weinland im Norden des Kantons Zürich in der Schweiz. Das Schloss liegt am linken Ufer des Rheins in seinem Streckenabschnitt zwischen Bodensee und Basel auf einem steilen Felsen über dem Rheinfall und bietet einen Ausblick über den Rhein und den Wasserfall. Vom Schloss aus führt ein Fussweg zum Känzeli, wo der Besucher den Rheinfall aus nächster Nähe betrachten kann. Direkt unter dem Schloss befindet sich eine Haltestelle der SBB, wo die S12 und die S33 von Winterthur nach Schaffhausen halten. Die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Laufen datiert aus dem Jahre 858 n. Chr. Das Schloss war der Stammsitz der Freiherren von Laufen. Dem Schlossherrn oder dessen Vogt oblag die Vogtei über die benachbarten Gemeinden, während die Grundherrschaft dem Bischof von Konstanz gehörte. Im Jahre 1544 erwarb die Stadt Zürich das Schloss. Unter der Zürcher Herrschaft wurden in den Jahren 1544 bis 1547 grosse bauliche Veränderungen vorgenommen. Während der Helvetik nahm mit dem Einmarsch der Franzosen 1798 die Feudalherrschaft ein jähes Ende. Von 1799 bis 1804 etablierte Johann Heinrich Bleuler der Ältere hier ein Maler-Atelier. Sein Sohn Louis Bleuler eröffnete 1830 zunächst als Pächter und 1845 als Besitzer die Bleuler Malschule. Im Jahre 1941 wurde das Schloss Laufen Besitz des Kantons Zürich. Heute befinden sich im Schloss ein Restaurant und bis Oktober 2019 eine Jugendherberge. | VON FULACH, Wilhelm (I42935)
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| 1246 | Das Schloss Laufen liegt am linken Ufer des Rheins in seinem Streckenabschnitt zwischen Bodensee und Basel auf einem steilen Felsen über dem Rheinfall und bietet einen Ausblick über den Rhein und den Wasserfall. Vom Schloss aus führt ein Fussweg zum Känzeli, wo der Besucher den Rheinfall aus nächster Nähe betrachten kann. Direkt unter dem Schloss befindet sich eine Haltestelle der SBB, wo die S12 und die S33 von Winterthur nach Schaffhausen halten. | VON LAUFEN, Arnold (I36583)
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| 1247 | Das Schloss Lomnitz (poln. Pałac w Łomnicy) liegt im Ortsteil Łomnica (dt. Lomnitz) der Gemeinde Mysłakowice (deutsch Zillerthal-Erdmannsdorf) im Powiat Jeleniogórski (Kreis Hirschberg) in der Woiwodschaft Niederschlesien. Im Mittelalter gab es an der Mündung der Lomnitz in den Bober eine Wasserburg, die zum Rittergut Lomnitz gehörte. Diese war von 1475 bis 1654 im Besitz des schlesischen Adelsgeschlechtes derer von Zedlitz. Von 1654 bis 1737 gehörte es dem in Böhmen ansässigen Geschlecht der Thomagnini, diese ließen in den 1720er Jahren anstelle der Burg ein Barockschloss errichten. Als Baumeister wird der berühmte schlesische Barockbaumeister aus Liegnitz Martin Frantz vermutet, der unter anderem auch die Gnadenkirche in Hirschberg errichtet hat. Der bedeutendste Besitzer des Gutes war der Hirschberger Leinenhändler („Schleierherr“) Christian Mentzel (1667–1748), der das Schloss 1738 kaufte und durch den Baumeister Martin Frantz nochmals umbauen ließ. Dieser Christian Mentzel war ein großzügiger Mäzen für Hirschberg und Lomnitz, er war u. a. finanziell am Bau der Gnadenkirche in Hirschberg beteiligt und stiftete die Barockorgel für diese Kirche. Seine Gruft befindet sich in einer Grabkapelle auf dem Gnadenfriedhof in Hirschberg. Um 1800 ließ Mentzels Sohn neben dem Schloss ein weiteres Gebäude im frühklassizistischen Stil errichten, das sogenannte „Witwenschloss“ (Kleines Schloss). Das Schloss blieb bis 1811 im Besitz der Familie Mentzel. Danach gehörte es von 1811 bis 1820 Johann Georg Flack aus Schmiedeberg und von 1820 bis 1835 dem Baron Moritz von Roth. Von dessen Erben kaufte im Jahr 1835 das Mitglied des Preußischen Herrenhauses, der preußische Legationsrat und Major Carl Gustav Ernst von Küster, verheiratet mit Marie Freiin von Geymüller,[1] das Schloss und die Herrschaft Lomnitz mit Nebengut Hohenliebenthal.[2] In den Jahren 1828–1844 ließ er das Schloss durch den Architekten Albert Tollberg, einen Schüler von Karl Friedrich Schinkel, im Stil des Biedermeier umbauen; dabei entstand das monumentale Treppenhaus. Von den barocken Stilelementen blieb nur das barocke Eingangsportal mit dem darüberliegenden Balkon übrig. Der heutige Zustand geht auf diesen letzten Umbau zurück. Der letzte Eigentümer[3] Mark-Albrecht von Küster verstarb 1941 bei einem Flugzeugabsturz. Seine Witwe Constanze von Küster, geb. von Schweinichen, floh 1945 in den Westen. Das Gut und Schloss Lomnitz blieb bis zum Jahr 1945 im Besitz der Familie von Küster und wurde danach enteignet und verstaatlicht. Das große Schloss wurde bis 1979 als Schule genutzt, stand dann bis 1992 leer und verfiel zur Ruine. Im kleinen Schloss war die Verwaltung des landwirtschaftlichen Staatsgutes untergebracht. Der Park wurde nicht mehr gepflegt und verwilderte. Das Schloss Lomnitz wurde am 27. August 1980 unter 653/J in das Verzeichnis der Baudenkmäler der Woiwodschaft Niederschlesien eingetragen.[4] Wiederaufbau nach 1991 Denkmal zur Erinnerung an den Schriftsteller Stefan Andres Der Enkel von Mark-Albrecht von Küster, Ulrich von Küster (geb. 1963), gründete mit einem polnischen Partner[5] eine GmbH und kaufte 1991 zunächst das ruinöse Große Schloss, um es einer Totalsanierung zu unterziehen und als Familiensitz zu restaurieren. Im Jahr 1995 kaufte er auch das Witwenschloss und etwa zehn Hektar Park und Wiese dazu. Zusammen mit seiner Frau Elisabeth von Küster (geb. Ebner von Eschenbach)[6] gelang es, das Witwenschloss bis 1996 zu sanieren und zu einem Hotel mit Restaurant auszubauen. Der große Park wurde schrittweise beräumt und wiederhergestellt. Im Park befindet sich ein Denkmal zur Erinnerung an den Schriftsteller Stefan Andres, dessen Frau aus Lomnitz stammte und der hier seine Novelle El Greco malt den Großinquisitor schrieb.[7] | VON KÜSTER, N. (I45799)
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| 1248 | Das SCHLOSS SALENSTEIN liegt in der Gemeinde Salenstein im Bezirk Kreuzlingen des Kantons Thurgau in der Schweiz. Das Schloss entstand im 11. Jahrhundert. 1092 wurden die HERREN VON SALENSTEIN erstmals urkundlich erwähnt als Ministeriale der Abtei Reichenau. Wie die Abtei verarmten sie in den folgenden Jahrhunderten und mussten Salenstein 1375 verkaufen. Das Schloss ging in den nächsten siebenhundert Jahren durch viele Hände und wurde mehrere Male um- und ausgebaut. 1869 kaufte es BARON ALEXANDER VON HERDER, Enkel von JOHANN GOTTFRIED HERDER. Er renovierte das Schloss im Stil der englischen Neugotik. KONZIL VON KONSTANZ Das KONZIL VON KONSTANZ oder Konzil zu Konstanz (5. November 1414 bis 22. April 1418) war eine Versammlung der Kirchenführung in Konstanz, die auf Betreiben des römisch-deutschen Königs SIGISMUND (1368-1437) von dem Gegenpapst JOHANNES XXIII. ( um 1370-22.12.1419) einberufen wurde. (In dieser Zeit gab es drei Päpste. Gastgeber war der Fürstbischof von Konstanz Otto III. VON HACHBERG (1388-1451). | VON HELMSDORF, Agnes (I11239)
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| 1249 | Das Schloss Wellenberg steht in der Gemeinde Felben-Wellhausen bei Frauenfeld in dem Schweizer Kanton Thurgau auf einer vorgelagerten Anhöhe des Wellenbergs über dem Thurtal. | VON HOHENLANDENBERG, Hugo (I8101)
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| 1250 | Das Schlössli AARAU ist eine Burg in der Schweizer Stadt Aarau. Es befindet sich am nordöstlichen Rand der Altstadt, stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist das älteste erhalten gebliebene Gebäude der Stadt. Gemäss dendrochronologischen Untersuchungen entstand das in der Zeit der Gründung der Stadt Aarau durch die Grafen VON KYBURG. Die Bewohner der Burg wechselten oft. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts handelte es sich zumeist um Rittergeschlechter, auch nach der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahr 1415. Es waren dies die Herren von Kienberg, die Herren von HEIDEGG, die Dienstherrenfamilie SUMER und die Herren VON LUTERNAU. Ritteradliges Geschlecht in den Kt. Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jh. über hundert Mitglieder der sich in versch. Zweige aufspaltenden Fam. bekannt sind. Die H. waren kyburg. und habsburg. Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg H., ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Im 14. Jh. erwarb Hartmann I. die habsburg. Herrschaften Wagenburg (ZH) und Kienberg. 1351 kaufte die Fam. die Burg Aristau. Nach 1400 ging der luzern. Besitz der Fam. durch Erbgang verloren. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden mit den Frh. von Rüssegg und Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jh. standen Mitglieder der H. im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn). | VON HEIDEGG, Johanna (I7815)
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