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| 1251 | Das seit dem 13. Jahrhundert in Urkunden bezeugte Rittergeschlecht von Heudorf (auch Houdorf, Höwdorff, Hödorf oder Heydorf), dem schwäbischen Uradel angehörend, hatte seinen Stammsitz in der heute nicht mehr existierenden Burg in Heudorf unweit von Stockach im Hegau und war Sitz des weitverzweigten und mächtigen Adelsgeschlechtes. Durch die in der Region weitverbreitete Ortsbezeichnung Heudorf (beispielsweise Heudorf im Hegau, Heudorf bei Meßkirch, Heudorf am Bussen oder Heudorf bei Scheer), fällt die eindeutige Zuordnung des Adelsgeschlechtes von Heudorf als ursprünglicher Namensgeber für den Ortsnamen Heudorf schwer. 1262 wird Hainricus de Houdorf urkundlich erwähnt. Die Brüder Hainricus und Burchardus de Hödorf 1288 als ritterbürtige Ministerialen des Mangold von Nellenburg. Herren von Heudorf waren ein „rathsfähiges“ Geschlecht der Stadt Überlingen und treten auch in mehreren Städten des Bodenseegebietes auf. Erwähnt um 1280 wird Berchtold von Hödorf in Pfullendorf. Albert von Höwdorff, Bürger in Überlingen, Ratsherr 1291, von den Herren von Bodman 1282 mit Gütern in Bischoffingen belehnt. Die Brüder Heinricus und Albertus de Hödorf erhielten 1303 vom Bischof von Konstanz die Burghut („Custodia castri“) über Walsperg (Waldsberg, jetzt Ruine bei Krumbach, Ortsteil der Gemeinde Sauldorf). Heinrich und Berthold von Heudorf kauften 1346 ein Gut in Garmenswiler (Gallmannsweil) und Vogtrechte in Schwandorf, sowie 1353 den „Stuckihof“ in Krumbach als Lehen von Reichenau. 1356 wird die den Brüdern Ortolf und Heinrich von Heudorf versetzt gewesene Burg Waldsberg an Bilgri von Heudorf verpfändet. 1354 war Heinrich Ritter von Heudorf Klosterherr in Salem. Johann von Heudorf empfing 1363 die Reichenauer Lehen des verstorbenen Heinz von Heudorf. Ulrich und Albert von Heudorf sprechen 1377 den großen Zehnten in Bettmaringen an. 1386 fielen Conrad, Dietrich und Hans von Heudorf in der Schlacht bei Sempach. Um 1406 wird Ritter Bilgeri von Heudorf als Sohn des Bilgeri des Älteren von Heudorf und der Katharina von Randegg und 1429 Hans von Haidorf in Waldsberg urkundlich erwähnt. Hans von Heudorf, in Mettenbuch sesshaft, wird 1413 vom römisch-deutschen König Sigismund belehnt. Heinrich Hödorffer war Frei-Landrichter im Hegau und Madach in den Jahren 1412 und 1415. Hans von Heudorf war 1424 Bürgermeister in Überlingen. Wappen derer von Heudorf Das Geschlecht teilt sich fortan in mehrere Stammlinien, so in die Linien (Stammtafeln) Heudorf zu Schenkenberg, zu Aulfingen und in Waldsberg. Hans Conrad von Heudorf, Fürstlich Kemptenscher Rat und Vogt zu Sulzberg ist, infolge Auswanderung seines Sohnes Christoph Friedrich von Heudorf (Anfang des 16. Jahrhunderts), Stifter einer Tiroler Linie. Dieser zog ins damalige Tirol und wurde 1550 vom Hochstift Trient mit dem Schloss Ursäna in Ossana[1] auf dem Nons und 1555 vom Hochstift Brixen mit dem Schloss Gärnstein bei Latzvons belehnt. Fortunat von Heudorf kaufte vom geheimen Rat des Kaisers Maximilian, Stredele, die Burg Obermontan. 1647 erwarb die offenbar im Verfall begriffene Burg der Historiker Graf Maximilian von Mohr. | VON HEUDORF, Bilgeri (I46494)
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| 1252 | Das SELEUKIDENREICH gehörte zu den HELLENISTISCHEN DIADOCHENSTAATEN, die sich nach dem Tod ALEXANDER DES GROßEN bildeten. Während des 3. und 2. Jahrhunderts VOR CHRISTUS beherrschte das Reich den Vorderen Orient und erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung von Kleinasien bis Baktrien. Die Dynastie der Seleukiden wurde zum Nachfolger der ACHAIMENIDEN, die in den zwei Jahrhunderten vor Alexander in diesem Gebiet geherrscht hatten. Der Name der Familie wird von ihrem Gründer SELEUKOS I. NIKATOR abgeleitet, der sich ab 320 v. Chr. in den asiatischen Satrapien des Alexanderreiches als König durchsetzte. In der westlichen Geschichtsschreibung treten die SELEUKIDEN zum einen als Gegenspieler des römischen Reiches während des RÖMISCH-SYRISCHEN-KRIEGES (192–188) unter Antiochos III. dem Großen in Erscheinung, zum anderen als Fremdherrscher während des JÜDISCHEN MAKKABÄERAUFSTANDES (167–142). Die MAKKABÄER waren die Anführer eines jüdischen Aufstandes gegen das Seleukidenreich und die von diesem unterstützten einheimischen Gruppierungen. Sie begründeten nach ihrem Sieg das königliche und hohepriesterliche Geschlecht der Hasmonäer und erkämpften sich für einhundert Jahre (165 v. Chr. bis 63 v. Chr.) eine Erbherrschaft über die Juden. Das jüdische CHANUKKA-FEST geht auf die damaligen Ereignisse zurück. Seit dem gewaltsamen Tod des Königs Antiochos VII. waren die Seleukiden keine Großmacht mehr. Nach einem mehrere Generationen dauernden Niedergang zu einem syrischen Kleinstaat endete das Seleukidenreich, als der römische Feldherr Gnaeus Pompeius Magnus 63 v. Chr. den letzten seleukidischen König absetzte und Syrien zur römischen Provinz machte. Westlich des Flusses Euphrat wurde Rom Nachfolger der Seleukiden, östlich davon das Partherreich der Arsakiden. | (LOTHRINGEN), Mathilde (I15271)
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| 1253 | Das siebte Wappen steht für die Großmutter mütterlicherseits, Maria Ursula von Reinach aus der Obersteinbrunner Linie, sowie für deren Vater, Johann Jacob Kaspar Sigmund von Reinach (-24.9.1693), Sohn von Jakob Sigmund von Reinach (5.2.1602-28.8.1669) und Maria Scholastika von Stadion (-21.12.1656). Der Wappenschild zeigt in Gold einen roten Löwen mit blauer Mähne. Meist wird der Löwe jedoch mit gänzlich blauem Kopf dargestellt oder alternativ mit einer blauen Kapuze. Die hier nicht dargestellte Helmzier wäre zu rot-goldenen Decken ein wachsender, goldener, blau bewehrter und rotgezungter Löwe mit einem roten Rückenkamm, dessen Spitzen mit natürlichen Pfauenspiegeln besetzt sind. Das Wappen wird beschrieben im Wappenbuch der Stadt Basel und im Siebmacher Band: Els Seite: 18 Tafel: 22, in Band: Bad Seite: 70 Tafel: 42 und in Band: Bay Seite: 53 Tafel: 55. | VON REINACH, N. (I37521)
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| 1254 | Das sieht für mich danach aus, dass Daniel Kessler nach dem Tod seiner Frau in die Pfalz gezogen ist. Die beiden ältesten Kinder sind wahrscheinlich mit ihm gegangen (oder später nachgezogen), während die jüngeren Kinder vmtl. bei Verwandten in St.Gallen geblieben sind und drei Söhne die Linie fortgesetzt haben. Über das weitere Schicksal des Daniel sowie der beiden Kinder Magdalena und Johannes ist in der "Stemma" nichts erwähnt: Wolf Seelentag | KESSLER, Daniel (I9420)
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| 1255 | Das Stift Herdecke war ein Frauenstift in Herdecke und gilt als Keimzelle von Herdecke. Das Stift war im Laufe der Jahrhunderte auch unter den Namen Herdicke, Hirreke, Hyrrike, Herrike, Hyrreke, Heirdike, Heirke, Herdicke, bekannt. Nach Hermann Stangefols Werk „Annales circuli Westphalici“ wurde das Stift 819 als Benediktinerinnenkloster von einer Frederuna gegründet. Zu dieser Darstellung fehlen jedoch weitere zeitgenössische Erwähnungen. Nach gegenteiliger Ansicht fand die Gründung erst zu Beginn des 11. Jahrhunderts statt.[1] Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters war im Jahre 1214, als Erzbischof Adolf I. von Köln die Schirmgerechtigkeit an das Stift versetzt. Eine zweite Urkunde findet sich 1227 als Bruno von Stypel die Vogtei über das Kloster Herdecke mit Zustimmung des Lehnsherrn Gerlach von Strünkede dem Kloster auf 4 Jahre verpfändete. Patrozinium waren Maria und Benedikt.[2] In dem Güter- und Einkünfteregister des Frauenkonvents von 1229 ist schon eine große Zahl von Besitzungen verzeichnet. So werden alleine im Hagener Raum 14 Orte mit teilweise mehreren Besitzungen genannt, wobei es sich hierbei alle um die Erstnennung von heute noch als Hagener Orts- bzw. Stadtteile bestehenden Wohnplätzen handelt.[3] Ab dem 13. Jahrhundert nennen Quellen einige Äbtissinnen und Stiftsdamen aus dem regionalen Adel. Es gab einen Stifts-Küster, einen Stifts-Bäcker (Back- und Brauhaus) und die Stifts-Amtmänner stellten die Familien Giseler, Deutecom, Rütger und Sümmermann. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wird von prekären wirtschaftlichen und personellen Zuständen berichtet, von denen sich das Kloster aber wieder erholte. Im Jahre 1265 werden die Klostergebäude als zerstört erwähnt. Seit 1313 ist die Zugehörigkeit zum Benediktinerorden belegt, demnach ist es möglich, dass das Stift eine Tochtergründung von St. Maria im Kapitol zu Köln ist. Das Marktrecht wurde von Engelbert III. von der Mark erstmals 1355 verliehen. 1374 gab Graf Engelbert dem Stift und dessen Leuten auch die Befreiung von aller Schatzung. 1487 versichert Herzog Johann von Kleve, dass die an ihn vom Kloster Herdecke bewilligte Beisteuer, ihnen zu keinem Nachteil gereichen solle. Im Laufe des Jahres 1488 wurde das Kloster in ein freiweltliches Damenstift überführt, welches im gleichen Jahr durch einen päpstlichen Legaten bestätigt wurde. Ab 1666 wurde das Damenstift Herdecke zu einem konfessionsübergreifenden Simultanstift, in dem die unverheirateten Töchter des evangelischen-lutherischen, des evangelisch-reformierten und katholischen Adels versorgt wurden. Aufgrund eines 1672 geschlossenen Religionsvergleichs durften die katholisch gebliebenen Stiftsdamen neben dem Stift eine eigene Kapelle bauen.[4] Am 6. Oktober 1700 erlaubte Kurfürst Friedrich III. dem inzwischen rein protestantischen Damenstift die Bestellung eines reformierten Predigers. Mit der Säkularisation wurde das Stift durch die Regierung der Grafschaft Berg zum 1. Januar 1812 aufgehoben. Auf dem Gelände des ehemaligen Stifts befinden sich heute mehrere denkmalgeschützte ehemalige Stiftsgebäude und die denkmalgeschützte ehemalige Stiftskirche St. Marien, heute Evangelische Kirche Herdecke. Äbtissinnen Siegel des Damenstifts Herdecke aus dem Jahre 1304 Für das Kloster und Stift Herdecke sind folgende Äbtissinnen bekannt - abweichende Namen in Klammern.[5][6] 810/19 (?) Frederuna (?) (?) Alswedis 1225, 1253 Hedwig (Hathewig, Hattewigis) von Volmerstein 1265, 1272 Luitgardis von Volmerstein 1298, 1314 Mechtild (Mathildis) von Volmerstein um 1338 Jutta von Limburg, Tochter des Grafen Dietrich III. von Limburg 1343, 1350 Gertrud von Vittinghof 1371, 1382 Margarete von Hilgendunk (Hilgentrunck) 1383, 1411 Sofie von Mallinckrodt (Malbingrode, Mallinchrode) 1415–1422 Hildegard von Velmede 1422, 1446 Elisabeth Schürmann (Schurmanns) 1448, 1453 Margarete von Edelkirchen um 1463 Katharina von Düdingh (Dudinges) um 1471 Stense von Dobbe 1482, 1484 Rixa von Calle (Kalle) um 1485 Gostecke von Mallinckrodt 1491, 1508 Deydart von Dahl (Dale) 1509–1526 Gostecke von Mallinckrodt 1526–1542 Lucia von Ovelacker (Luvin Ovelackers, Lucie Overlacker) um 1548 Anna von Edelenkirchen (Ellenkerken) um 1555 Anna von Alstein (Alstede, Alstedde, Alstätte) um 1576 Ida von Hafkenscheid (Havekenschede, Havekenscheit, Harclenecke) um 1606 Elisabeth von Hafkenscheid († 1622) um 1622 Anna von Elverfeld zu Herbede um 1632 Christina Hilberg von Schwansbel († 1655) um 1655 Sibylla von Laer († 1676) um 1676 Otto Maria von Westermann († 1699, Westrum, Westrem) um 1699 Elisabeth Wilhelmina Maria von Elverfeld 1731, 1754 Johanna Alexandrina Elisabeth von dem Bottlenberg gen. Kessel zu Hackhausen um 1770 Wabulla von Asbeck 1776–1791 Philippina von Romberg zu Bladenhorst († 1821) 1791–1811 Wilhelmine Anna Catharina von Blomberg-Hachthausen (1740–1812) | VON VAERST, Charlotte Margarethe Katharina Engelbert Isabell (I45704)
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| 1256 | Das Stift Herdecke war ein Frauenstift in Herdecke und gilt als Keimzelle von Herdecke. Das Stift war im Laufe der Jahrhunderte auch unter den Namen Herdicke, Hirreke, Hyrrike, Herrike, Hyrreke, Heirdike, Heirke, Herdicke, bekannt. Nach Hermann Stangefols Werk „Annales circuli Westphalici“ wurde das Stift 819 als Benediktinerinnenkloster von einer Frederuna gegründet. Zu dieser Darstellung fehlen jedoch weitere zeitgenössische Erwähnungen. Nach gegenteiliger Ansicht fand die Gründung erst zu Beginn des 11. Jahrhunderts statt.[1] Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters war im Jahre 1214, als Erzbischof Adolf I. von Köln die Schirmgerechtigkeit an das Stift versetzt. Eine zweite Urkunde findet sich 1227 als Bruno von Stypel die Vogtei über das Kloster Herdecke mit Zustimmung des Lehnsherrn Gerlach von Strünkede dem Kloster auf 4 Jahre verpfändete. Patrozinium waren Maria und Benedikt.[2] In dem Güter- und Einkünfteregister des Frauenkonvents von 1229 ist schon eine große Zahl von Besitzungen verzeichnet. So werden alleine im Hagener Raum 14 Orte mit teilweise mehreren Besitzungen genannt, wobei es sich hierbei alle um die Erstnennung von heute noch als Hagener Orts- bzw. Stadtteile bestehenden Wohnplätzen handelt.[3] Ab dem 13. Jahrhundert nennen Quellen einige Äbtissinnen und Stiftsdamen aus dem regionalen Adel. Es gab einen Stifts-Küster, einen Stifts-Bäcker (Back- und Brauhaus) und die Stifts-Amtmänner stellten die Familien Giseler, Deutecom, Rütger und Sümmermann. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wird von prekären wirtschaftlichen und personellen Zuständen berichtet, von denen sich das Kloster aber wieder erholte. Im Jahre 1265 werden die Klostergebäude als zerstört erwähnt. Seit 1313 ist die Zugehörigkeit zum Benediktinerorden belegt, demnach ist es möglich, dass das Stift eine Tochtergründung von St. Maria im Kapitol zu Köln ist. Das Marktrecht wurde von Engelbert III. von der Mark erstmals 1355 verliehen. 1374 gab Graf Engelbert dem Stift und dessen Leuten auch die Befreiung von aller Schatzung. 1487 versichert Herzog Johann von Kleve, dass die an ihn vom Kloster Herdecke bewilligte Beisteuer, ihnen zu keinem Nachteil gereichen solle. Im Laufe des Jahres 1488 wurde das Kloster in ein freiweltliches Damenstift überführt, welches im gleichen Jahr durch einen päpstlichen Legaten bestätigt wurde. Ab 1666 wurde das Damenstift Herdecke zu einem konfessionsübergreifenden Simultanstift, in dem die unverheirateten Töchter des evangelischen-lutherischen, des evangelisch-reformierten und katholischen Adels versorgt wurden. Aufgrund eines 1672 geschlossenen Religionsvergleichs durften die katholisch gebliebenen Stiftsdamen neben dem Stift eine eigene Kapelle bauen.[4] Am 6. Oktober 1700 erlaubte Kurfürst Friedrich III. dem inzwischen rein protestantischen Damenstift die Bestellung eines reformierten Predigers. Mit der Säkularisation wurde das Stift durch die Regierung der Grafschaft Berg zum 1. Januar 1812 aufgehoben. Auf dem Gelände des ehemaligen Stifts befinden sich heute mehrere denkmalgeschützte ehemalige Stiftsgebäude und die denkmalgeschützte ehemalige Stiftskirche St. Marien, heute Evangelische Kirche Herdecke. Für das Kloster und Stift Herdecke sind folgende Äbtissinnen bekannt - abweichende Namen in Klammern.[5][6] 810/19 (?) Frederuna (?) (?) Alswedis 1225, 1253 Hedwig (Hathewig, Hattewigis) von Volmerstein 1265, 1272 Luitgardis von Volmerstein 1298, 1314 Mechtild (Mathildis) von Volmerstein um 1338 Jutta von Limburg, Tochter des Grafen Dietrich III. von Limburg 1343, 1350 Gertrud von Vittinghof 1371, 1382 Margarete von Hilgendunk (Hilgentrunck) 1383, 1411 Sofie von Mallinckrodt (Malbingrode, Mallinchrode) 1415–1422 Hildegard von Velmede 1422, 1446 Elisabeth Schürmann (Schurmanns) 1448, 1453 Margarete von Edelkirchen um 1463 Katharina von Düdingh (Dudinges) um 1471 Stense von Dobbe 1482, 1484 Rixa von Calle (Kalle) um 1485 Gostecke von Mallinckrodt 1491, 1508 Deydart von Dahl (Dale) 1509–1526 Gostecke von Mallinckrodt 1526–1542 Lucia von Ovelacker (Luvin Ovelackers, Lucie Overlacker) um 1548 Anna von Edelenkirchen (Ellenkerken) um 1555 Anna von Alstein (Alstede, Alstedde, Alstätte) um 1576 Ida von Hafkenscheid (Havekenschede, Havekenscheit, Harclenecke) um 1606 Elisabeth von Hafkenscheid († 1622) um 1622 Anna von Elverfeld zu Herbede um 1632 Christina Hilberg von Schwansbel († 1655) um 1655 Sibylla von Laer († 1676) um 1676 Otto Maria von Westermann († 1699, Westrum, Westrem) um 1699 Elisabeth Wilhelmina Maria von Elverfeld 1731, 1754 Johanna Alexandrina Elisabeth von dem Bottlenberg gen. Kessel zu Hackhausen um 1770 Wabulla von Asbeck 1776–1791 Philippina von Romberg zu Bladenhorst († 1821) 1791–1811 Wilhelmine Anna Catharina von Blomberg-Hachthausen (1740–1812) Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation VI | VON VAERST, Stine (I45863)
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| 1257 | Das Toggenburg [ˈtɔkənˌbʊrɡ] ist eine Talschaft am Oberlauf des Flusses Thur und ein Wahlkreis im Kanton St. Gallen in der Schweiz. Der Name Toggenburg leitet sich vom Adelsgeschlecht der Toggenburger ab, deren Name wiederum auf die Burg Alt-Toggenburg zurückgeht. Ursprünglich bestand das Toggenburg aus der lange Zeit von der Fürstabtei St. Gallen verwalteten Grafschaft Toggenburg. Das Toggenburg erhielt seinen Namen vom Adelsgeschlecht der «Toggenburger», das den grössten Teil des heutigen Toggenburgs im Mittelalter beherrschte. Daneben waren die Klöster St. Gallen und St. Johann im Thurtal sowie die Herren von Sax die wichtigsten Grundbesitzer. Eine der wichtigsten Personen in der Geschichte des Toggenburgs war Graf Friedrich VII. Er besass neben der Grafschaft Toggenburg, die ungefähr die Landschaft umfasste, die heute als Toggenburg bezeichnet wird, umfangreiche Besitzungen im Linthgebiet, Rheintal und Prättigau. Da er der letzte seines Geschlechts war, kam es nach seinem Tod 1436 zu einem längeren Konflikt zwischen der Stadt Zürich und den Ländern Glarus und Schwyz, dem Alten Zürichkrieg. | HAGMANN, Margaretha \ Margarethe (I23080)
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| 1258 | Das unabhängige Herzogtum Spoleto war ein langobardisches Fürstentum in Mittelitalien. Es wurde um 570 von Dux Faroald I. gegründet. 776, zwei Jahre nach dem Fall Benevents, wurde Spoleto von Karl dem Großen unterworfen, der auch den Titel eines Königs der Langobarden annahm. Obwohl er das Gebiet der Kirche übereignete, behielt er das Recht, die Herzöge zu ernennen, eine wichtige Konzession und vermutlich ein Anlass zu Auseinandersetzungen, da Papst Hadrian I. bereits einen Herzog von Spoleto installiert hatte. | VON SPOLETO, Hildebrand (I36760)
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| 1259 | Das ursprüngliche Zentrum der Klingenberger lag in der Umgebung von Homburg im heutigen Schweizer Kanton Thurgau mit der Burg Klingenberg (heute Schloss). Ihre Herkunft ist ungeklärt. Es bestanden möglicherweise Beziehungen zu den Herren von Steckborn, Rosenegg und Mülheim, die um 1260 ebenfalls Lehen der Bischöfe von Konstanz um Homburg besaßen. Die Klingenberger standen zunächst im Dienste der Bischöfe von Konstanz, dann der Grafen von Kyburg und später der Habsburger. Erstmals belegt ist das Haus mit Heinrich von Klingenberg, der im Jahr 1200 als Zeuge für den Bischof von Konstanz auftrat. Dessen Sohn, ebenfalls Heinrich genannt, war ab 1271 der erste Nicht-Zürcher Propst am Grossmünster. Das Kloster Feldbach wurde von ihnen gefördert und nahm im Laufe der Zeit mehrere weibliche Familienmitglieder auf. Neben den Herren von Landenberg waren sie eine der führenden Familien in der Region. Heinrich von Klingenberg war von 1293 bis 1306 Bischof von Konstanz, Abt des Klosters Reichenau und Kanzler des Reiches. Sein Bruder, Ulrich von Klingenberg, war von 1296 bis 1302 österreichischer Vogt von Mengen und Sigmaringen und 1303 Reichsvogt von Konstanz. Ein anderer Bruder, Konrad von Klingenberg, war 1294 bis 1300 Propst von Bischofszell, 1301 Dompropst von Konstanz, 1322–1324 Bischof von Brixen und 1324–1340 Bischof von Freising. Der vierte Bruder, Albrecht, wie sein Bruder Ulrich ebenfalls zeitweilig Reichsvogt in Konstanz, erwarb am 16. Februar 1300 die Burg Hohentwiel um 940 Mark Silber von Ulrich von Klingen. Der Hohentwiel wurde von da an der Lebensmittelpunkt der Familie. Das 14. Jahrhundert war geprägt von einem Niedergang der mindermächtigen Adelsgeschlechter. Auf der einen Seite führten äußere Bedingungen zu einem Einkommensverlust, andererseits konnten sich viele Adelshäuser nicht neben den aufstrebenden Territorialstaaten behaupten. Dem suchten diese kleinen Adeligen zu entgehen, indem sie sich bei diesen Territorialfürsten als „Beamte“, damals Räte genannt, andienten. Für die Klingenberger boten sich dafür das Erzherzogtum Österreich bzw. Württemberg an, aber auch der Königs-/Kaiserhof des Reiches. Unter Caspar von Klingenberg († 1439), Hauptmann der Rittergesellschaft vom Sankt Jörgenschild und kaiserlicher Rat bei Kaiser Sigismund, war der Höhepunkt erreicht: Hohentwiel mit den Orten Arlen und Worblingen, die Städte Blumenfeld, Möhringen und Dettigkofen, die Erbschaft der Hälfte von Bürglen, Güter und Zehntrechte verteilt über das Hegau, den Thurgau und am Untersee. Die Klingenberger hatten dem König Geld leihen können und besaßen deshalb Pfandrechte auf die Reichssteuern von Ravensburg, Memmingen, Biberach an der Riß, Kaufbeuren, Buchhorn und Leutkirch. Dies war auch der Lohn für geleistete Kriegsdienste. Vertreter der Klingenberger finden sich als Gefallene in vielen Schlachten, der damaligen Zeit: Heinrich von Klingenberg, der im Waldviertel in Niederösterreich die bedeutende Herrschaft Litschau besaß und Erbvogt des Kollegiatstiftes Eisgarn war[1], gefallen am 26. August 1346 in der Schlacht von Crécy, Sigmund von Klingenberg am 9. Juli 1386 in der Schlacht bei Sempach, zusammen mit Martin Malterer, dem Schwager von Hans, genannt Schoch von Klingenberg, der wiederum am 9. April 1388 in der Schlacht bei Näfels fiel. An dieser Schlacht nahm auch dessen Neffe Hans von Klingenberg, Ritter zu Stein teil, dem wir in der sogenannten Klingenberger Chronik eine Beschreibung dieser Schlacht verdanken. Am 17. Juni 1405 fiel Hans von Twiel, der Sohn des Schoch, in der Schlacht am Stoss. Der Enkel Caspars von Klingenberg, ebenfalls Caspar genannt, fiel im Schwabenkrieg 1499 bei Rielasingen. Zusätzlich erwarb Caspar von Klingenberg 1433 von den Herren von Klingen die Herrschaft Hohenklingen mit der Stadt Stein am Rhein und dem dortigen Kloster Sankt Georg. Die Klingenberger begaben sich auch in das Dienstrecht des Klosters Sankt Gallen, um Unter- und Oberstammheim samt dem dazugehörigen Kirchensatz zu erhalten. Nach dem Tod Caspars von Klingenberg, dem Hauptmann des Ritterbundes mit Sankt Georgenschild, begann der Abstieg der Familie. Bedingt durch die Realteilung befanden sich teilweise bis zu fünf Familien auf dem Hohentwiel. Es wurde vereinbart, dass die Tore mit fünf Schlüsseln zu sichern seien, so dass niemand ohne Einverständnis der anderen Familien Zutritt erlangen solle. 1443 musste Bürglen verkauft werden, 1447 die Vogtei Eggen. 1457 kam es zum Verkauf von Stein am Rhein und der Burg Klingenberg. 1538 erfolgte die endgültige Übergabe des Hohentwiel an Württemberg, den Ulrich von Württemberg bereits 1521 unter Rückgabevorbehalt erworben hatte und der Verkauf der Bibermühle an Stein am Rhein. Mit dem Tod des zwölfjährigen Hans Georg von Klingenberg im Jahr 1583 starb das Geschlecht aus. onKlingenberg Version vom: 20.08.2007 Schloss Klingenberg von Südwesten. Lavierte Federzeichnung im Lexicon geographico-heraldico-stemmatographicum urbis et agri Tigurini von Johann Friedrich Meiss, Band 8, 1743 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 60, Fol. 148r). Schloss Klingenberg von Südwesten. Lavierte Federzeichnung im Lexicon geographico-heraldico-stemmatographicum urbis et agri Tigurini von Johann Friedrich Meiss, Band 8, 1743 (Zentralbibliothek Zürich, Ms. E 60, Fol. 148r). […] Autorin/Autor: Martin Leonhard Thurgauer Ritteradel des 13.-16. Jahrhunderts, der im Dienst des Bischofs von Konstanz und ab dem Ende des 13. Jahrhunderts in demjenigen Habsburgs stand. Die Herkunft der Familie ist ungeklärt. Vielleicht steht sie im Zusammenhang mit den Herren von Steckborn, Rosenegg und Mülheim, mit denen sie in den 1260er Jahren gemeinsame bischöfliche Lehen in der Umgebung von Homburg, ihrem ursprünglichen Besitzzentrum mit der Burg Klingenberg, innehatte. Erstmals belegt sind die Klingenberg 1220 mit Heinrich, Zeugen für den Bischof von Konstanz. Dessen Sohn Heinrich, ab 1271 als erster Nicht-Zürcher Propst am Grossmünster, wirkte nicht zuletzt wegen seiner hohen Bildung ab etwa 1240 als Berater der Grafen von Kyburg. Seine besondere Aufmerksamkeit galt dem Kloster Feldbach (Gemeinde Steckborn), das mehrere weibliche Mitglieder der Familie aufnahm. Nach dem Abgang der Kyburger traten die Klingenberg in österreichischen Dienst, wo sie sich im ostschweizerischen Raum neben den Herren von Landenberg eine Spitzenposition sicherten. So vermittelte Heinrich (->) 1293-1306 als österreichtreuer Bischof von Konstanz seiner Familie und den verschwägerten von Kastell verschiedene einflussreiche Stellungen. Sein Bruder Ulrich war 1296-1302 österreichischer Vogt von Mengen (Oberschwaben) und Sigmaringen (Württemberg) und wurde 1303 Reichsvogt von Konstanz, während ein anderer Bruder, nämlich Konrad, 1294-1300 als Propst von Bischofszell, ab 1301 als Dompropst von Konstanz und nach einer kurzen Zeit als Bischof von Brixen (Südtirol) 1324-1340 schliesslich als Bischof von Freising (Oberbayern) wirkte. Albrecht, ein weiterer Bruder Heinrichs, erwarb 1300 von den Freiherren von Klingen die Burg Hohentwiel im Hegau, die sich bis ins 15. Jahrhundert zum eigentlichen Verwaltungszentrum der Familie entwickelte. Um drei Jahre später die Besitzungen des Abtes von St. Gallen in Unter- und Oberstammheim samt Kirchensatz übernehmen zu können, trat Albrecht um 1300 auch formell in dessen Dienstrecht. Während des ganzen 14. Jahrhunderts wurden die Klingenberg als österreichische Beamte und für Kriegsdienste regelmässig mit Pfandschaften entlöhnt. Nachdem sie zu Beginn des 15. Jahrhunderts von den Freiherren von Bürglen die Hälfte von deren Herrschaft geerbt hatten, erreichte ihr Besitz 1433 mit dem Erwerb der Burg Hohenklingen und der Stadt Stein am Rhein die grösste Ausdehnung. Unter wirtschaftlichem Druck musste die Familie ab der Mitte des Jahrhunderts immer grössere Teile ihres Besitzes abstossen, vorerst 1443 Bürglen, dann 1447 die thurgauische Vogtei Eggen und 1457 die Stadt Stein am Rhein mit der Burg. Von da an verlagerte sich der Wirkungskreis der Klingenberg weitgehend auf Hohentwiel, das sie bis 1538, dem Jahr der Übergabe an Württemberg, halten konnten. Als Letzter des Geschlechts starb 1583 im Alter von zwölf Jahren Hans Georg. Martin Leonhard: "Klingenberg, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.08.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020239/2007-08-20/, konsultiert am 14.06.2024. | VON KLINGENBERG, N. (I37144)
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| 1260 | Das ursprüngliche Zentrum der Klingenberger lag in der Umgebung von Homburg im heutigen Schweizer Kanton Thurgau mit der Burg Klingenberg (heute Schloss). Ihre Herkunft ist ungeklärt. Es bestanden möglicherweise Beziehungen zu den Herren von Steckborn, Rosenegg und Mülheim, die um 1260 ebenfalls Lehen der Bischöfe von Konstanz um Homburg besaßen. Die Klingenberger standen zunächst im Dienste der Bischöfe von Konstanz, dann der Grafen von Kyburg und später der Habsburger. Erstmals belegt ist das Haus mit Heinrich von Klingenberg, der im Jahr 1200 als Zeuge für den Bischof von Konstanz auftrat. Dessen Sohn, ebenfalls Heinrich genannt, war ab 1271 der erste Nicht-Zürcher Propst am Grossmünster. Das Kloster Feldbach wurde von ihnen gefördert und nahm im Laufe der Zeit mehrere weibliche Familienmitglieder auf. Neben den Herren von Landenberg waren sie eine der führenden Familien in der Region. Heinrich von Klingenberg war von 1293 bis 1306 Bischof von Konstanz, Abt des Klosters Reichenau und Kanzler des Reiches. Sein Bruder, Ulrich von Klingenberg, war von 1296 bis 1302 österreichischer Vogt von Mengen und Sigmaringen und 1303 Reichsvogt von Konstanz. Ein anderer Bruder, Konrad von Klingenberg, war 1294 bis 1300 Propst von Bischofszell, 1301 Dompropst von Konstanz, 1322–1324 Bischof von Brixen und 1324–1340 Bischof von Freising. Der vierte Bruder, Albrecht, wie sein Bruder Ulrich ebenfalls zeitweilig Reichsvogt in Konstanz, erwarb am 16. Februar 1300 die Burg Hohentwiel um 940 Mark Silber von Ulrich von Klingen. Der Hohentwiel wurde von da an der Lebensmittelpunkt der Familie. | VON KLINGENBERG, N. (I37165)
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| 1261 | Das Vermögen, das sie von ihrem Mann erbte reduzierte sich in zehn Jahren von 27200 auf 19400 Gulden. 1571 kaufte sie ein Gut mit Weingarten in Widnau-Haslach, wo sie bereits Weingärten besass. Ihr Bruder Sebastian Cunz war Prediger und erster Diakon in der Reformationszeit. | CUNZ, Weibratha (I4087)
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| 1262 | Das Wappen der Gemeinde Niederhasli bezieht sich auf Herren von Mandach, in deren Besitz weite Teile der heutigen politischen Gemeinde im Mittelalter waren. Die Burg Mandach, auch Burg Weiler genannt, steht bei Riedern am Wald, einem Ortsteil von Ühlingen-Birkendorf im Kreis Waldshut, DEU auf einem Felssporn über dem Mettmatal. Christoph von mandach wird 1581 auf Burg Weiler (Burg Mandach) sesshaft. Begütert in Niederhasli waren einst auch die Freiherren von Tengen., aus Tengen im Hegau, einem historischen Gau des herzogtums Schwaben nordwestlich des Bodensees "in pago Egauinsse". Von den Einwohner wird die abgebildete Person auf dem Wappen von Niederhasli auch Joggeli genannt. | VON HASLI, Freiherr Freiherr Egilof IV. (I23734)
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| 1263 | Das Wappen der Herren von Erzingen zeigt einen silbernen steigenden Eber auf Blauem Schild. Die Herren von Erzingen waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht in der Landgrafschaft Klettgau mit Sitz in Erzingen. Von einer Burg oder einem Landsitz in Erzingen ist nichts gesichertes überliefert. Vermutlich saßen sie im Ort selbst. Mitglieder werden in Urkunden ab 1353 erwähnt als Edelknecht oder Junker, sie waren verwandt mit denen von Bettmaringen und von Grießen. Im Jahr 1427 wurde Heinrich von Erzingen als Patronatsherr in Untermettingen genannt, er verwaltete Pfandgüter der Fürsten von Fürstenberg und wohnte 1437 im Schloss Untermettingen. Er erwarb für sechs Gulden jährlich 1462 das Schloss und die Dörfer Obermettingen und Untermettingen sowie Obereggingen samt Leuten und Gütern und erwarb damit auch das Burgrecht zu Schaffhausen. 1428 kauft Junker Heinrich von Erzingen von Hans von Tüfen das Schloss Ofteringen samt Leuten die dazugehören.[1] Von 1483 bis 1494 besassen sie die Burg Birkendorf. Ebnet führt noch ihr Wappen. Nach 1529 werden sie nicht mehr genannt. | VON ERZINGEN, Friedrich (I21560)
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| 1264 | Das Wappen von Wildberg basiert auf dem Siegel der Edlen von Wildberg. | WILBERG, N. (I37145)
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| 1265 | Das Werk hat im Gegensatz zu den meisten anderen Musikdramen Wagners keinen erkennbaren mythologischen Hintergrund. Die Oberfläche des Werks stützt sich ganz auf Historisches. Wagner lässt Personen aus der Zeit Nürnbergs im Zeitalter der Reformation, im 16. Jahrhundert, auftreten, darunter den Dichter Hans Sachs. Dieser in Nürnberg und ganz Süddeutschland verehrte Dichter und Schustermeister (1494–1576) war mit über 6.000 Werken (ca. 4.000 Meisterlieder, ca. 1800 Spruchgedichte, ca. 200 Dramen, Fabeln und Schwänke) einer der produktivsten deutschen Dichter. Er war nicht nur der bekannteste Vertreter der Meistersänger, sondern galt auch als großzügiger Mensch. So schlug er etwa vor, die Beurteilung von Meisterliedern seiner Nürnberger Zunft nicht nur den vier Merkern zu überlassen, sondern dies mehrmals im Jahr der Zuhörerschaft zu übertragen. Richard Wagner entnahm sein Wissen um die Regeln der Meistersinger (die „Tabulatur“) vor allem der 1697 erschienenen Nürnberg-Chronik mit einem Anhang „Von der Meister-Singer holdseligen Kunst“[3] Johann Christoph Wagenseils (1633–1705), der im übrigen dieses pedantische Regelwerk auf die strengen Regeln und Vorschriften des jüdischen Talmud zurückführt. Die angeblich bereits im 14. Jahrhundert schriftlich fixierte Tabulatur, welche die Musik der höfischen Minnesänger dem Bedarf ihrer bürgerlichen Nachfolger adaptieren sollte, gibt zugleich einen detaillierten Einblick in das damalige Leben der Handwerkermeister. | VON WATT, Benedikt (I29553)
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| 1266 | Datenbank "Berner Geschlechter": www.bernergeschlechter.ch . Vogt zu Neuss. Gest. in Kollmar an der Ruhr (?). Epitaph in der Kirche Gerzensee BE. | VON GAFFENRIED, Franz Ludwig (I41732)
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| 1267 | Dedo wurde nach den Altaicher Annalen aus dem Jahre 1046 von Kaiser Heinrich III. mit zwei Markgrafschaften belehnt: der Lausitz und Thüringen. Im weiteren Zeitverlauf bildeten sie eine Einheit, aber in der Mitte des 11. Jahrhunderts waren es noch zwei verschiedene Macht- bzw. Verwaltungsbereiche. 1069, also noch vor der 1073 beginnenden sächsischen Adelsrevolte, kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen dem salischen König Heinrich IV. und Markgraf Dedo I., in der es um den Versuch Dedos ging, Güter, darunter auch königliche, gewaltsam an sich zu bringen. Außerdem ist der Konflikt mit dem König auch mit den in den Altaicher Annalen angedeuteten Spannungen ostsächsischer Adliger einerseits und dem Salier andererseits in Verbindung zu bringen, weil sich diese in ihren Rechten eingeschränkt fühlten. Als Reaktion auf des Wettiners Aktionen zog Heinrich IV. ein Heer zusammen und führte es durch Thüringen und Sachsen. Hilfe bekam Dedo in diesem Konflikt vom Mann seiner Stieftochter Adelheid, Adalbert II. von Ballenstedt. Nach der Eroberung der beiden Burgen Burgscheidungen und Beichlingen, in die Dedo Mannschaften gelegt hatte, sah der Markgraf die Aussichtslosigkeit seiner Lage ein und ergab sich. Der König ließ ihn gefangen nehmen, und er musste umfangreichen Besitz abgeben. Überdies wurde er abgesetzt und sein Sohn Dedo II. als Markgraf der Lausitz eingesetzt. Nach der Ermordung Dedos II. im gleichen Jahr versöhnten sich Heinrich IV. und Dedo I. und er bekam das Markgrafenamt zurück. Im Jahre 1073 erhoben sich die Fürsten Ostsachsens gegen Heinrich IV.; zu ihnen gehörte auch Dedo. Auf Grund der Erfahrungen von 1069 zählte er jedoch zu den gemäßigteren Fürsten und bemühte sich in Goslar darum, den Zorn der anwesenden Fürsten auf Heinrich IV. zu mildern. Noch vor dem im Februar 1074 geschlossenen Frieden scheint Dedo die Seiten gewechselt zu haben, denn als danach die Kämpfe wieder begannen, hielt er sich aus diesen heraus. 1075 sorgte er im Auftrag des Königs für den Schutz des russischen Großfürsten Isjaslaw I., der in Sachsen weilte. Trotzdem musste er seinen Sohn, den späteren Markgrafen Heinrich I., als Geisel stellen. Dedo starb 1075 nach längerer Krankheit. | (LAUSITZ), Dedo I. (I39654)
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| 1268 | Degersheim, in der schweizerdeutschen Ortsmundart Tegersche [tegərʃə], ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Wil des Schweizer Kantons St. Gallen. | ZÜBLIN, Felix (I23079)
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| 1269 | Delsberg Seit dem 7. Jahrhundert gehörte das Gebiet zum Grundbesitz der elsässischen Herzöge. Im 12. Jahrhundert war der Ort Teil der Herrschaft Pfirt, die 1271 durch Kauf an den Bischof von Basel ging. Schon damals war das auf einem Geländevorsprung über der Sorne liegende Delsberg befestigt. Es bekam durch einen Freibrief des Bischofs Peter Reich von Reichenstein am 6. Januar 1289 das Stadtrecht. Damit wurde der Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung des Städtchens gelegt. Es war von 1289 bis 1793 Hauptort der Herrschaft Delsberg und schloss 1407 einen Burgrechtsvertrag mit der Stadt Basel ab. Während Jahrhunderten war Delsberg Sommerresidenz der Basler Fürstbischöfe. Im Geist der Gegenreformation wurden in Delsberg ein Kapuzinerkloster und ein Ursulinerinnenkloster gegründet, die beide 1793 aufgehoben wurden. Mitglieder der Familie de Grandvillers hielten immer wieder verschiedene wichtige Posten in der Stadtverwaltung. Das Schloss Delsberg (französisch Château de Delémont) ist die ehemalige Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Basel. Es befindet sich an der Südwestecke der Altstadt von Delsberg, dem Hauptort des Kantons Jura. | MARSCHALK, Walter (I41712)
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| 1270 | dem Bruder von König Alfons I., und Bruder des früheren Königs Aurelio (768–774) | (ASTURIEN), Fruela Pérez (I37769)
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| 1271 | Dem Ritteradel angehörendes habsburg. Ministerialengeschlecht aus dem Aargau, später zum stadtbern. Patriziat zählend. Vermutlich als Erster der Fam. wurde Peter ( 1287), Schultheiss von Brugg 1278-81, erwähnt. Sein Sohn Berchtold ( 1344) erwarb 1301 oder 1311 die Herrschaften Kasteln und Ruchenstein. Zum Besitz im Aargau gehörten ab Ende des MA auch Wildenstein und Auenstein. Berchtolds Enkel Albrecht fiel mit drei Vettern 1386 im Dienst Ehzg. Leopolds bei Sempach. Albrechts Neffe Hans Wilhelm ( 1449), genannt Truchsess, war als Gefolgsmann Hzg. Friedrichs im Tirol ansässig. 1434 erhielt die Fam. von Ks. Sigismund ein privilegium de non evocando, das sie vom Gerichtszwang befreite. Albrechts Bruder Henmann ( 1421) wurde 1407 Burger von Bern und ab 1414 Herr zu Schinznach. Seine drei Enkel Johann, Hans Albrecht und Hans Friedrich kämpften für Bern bei Héricourt, Grandson und Murten und erhielten dafür die Ritterwürde. Die jüngere, von Hans Albrecht ( 1517) ausgehende Linie im Aargau besass Kasteln, Wildenstein, Auenstein und Ruchenstein und starb 1624 aus. Durch Erbgang in der weibl. Linie gelangte Auenstein und Wildenstein teilweise an die Fam. von Erlach. Vor der Reformation stellte die Fam. mehrere Chorherren (u.a. in Beromünster), Nonnen (z.B. in Königsfelden), und Klostervorsteherinnen wie Elisabeth (1343-57) in Hermetschwil und Margaretha . Bis Ende des 15. Jh. heirateten die M. in ostschweiz.-österr. Adelskreise ein, danach wurden führende Fam. Berns bevorzugt. Hans Friedrich ( 1491) erwarb durch seine Heirat mit Barbara von Scharnachtal die Herrschaft Brandis und begründete die Berner Linie. Sein Sohn Kaspar sass als Erster der Fam. 1500 im Gr. Rat, 1517 im Kl. Rat von Bern. Dessen Nachkommen waren erfolgreich im bern. Staatsdienst tätig. Kaspars Sohn Beat Ludwig, später Albrecht und dessen Sohn Niklaus Friedrich wurden Schultheissen. Offiziere in bern. und fremden Diensten waren Niklaus und Albrecht. Landvögte waren u.a. Wolfgang, der wohlhabende Inhaber des Landsitzes Löwenberg bei Murten, sowie Friedrich, der mit seiner Sammlung von Büchern und Handschriften die Grundlage für die Familienbibliothek schuf. Friedrichs direkte Nachkommen Egbert Friedrich und Wolfgang Friedrich machten sich als Historiker verdient. 1816 wurden Niklaus Friedrich und sein im diplomat. Dienst von Württemberg stehender Vetter Rudolf (1788-1851) zu erblichen österr. Reichsgrafen ernannt. Rudolfs Söhne Wilhelm (1823-63) und Rudolf (1827-98) waren Diplomaten für Frankreich und Österreich. Von den Geschwistern Wolfgang Friedrichs war Eberhard Friedrich (1861-1927) Orientalist und kaiserl.-dt. Kammerherr, Helene eine Vorkämpferin der Frauenrechte sowie ihre Nichte Eleonore (1893-1967) Bildhauerin in Paris. Mit den Nachkommen Wolfgang Friedrichs besteht die Fam. bis heute. Sein Sohn Egbert (1896-1976) und dessen Vetter Wolfgang (1891-1979) verkauften die Familienbibliothek an die Burgergem. Bern. (Info: HLS) | VON MÜLINEN, Stammlinie (I21300)
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| 1272 | Den 12. Mai [1678] ist auf Gäss [Gais] im Appenzellerland begraben worden Frau Ursula Gächauf, welche sich daselbst, gleich als in expetio [das sie aufgesucht, wo sie hingegangen ist], in da 12 Jahr lang aufgehalten, darunter, dass ihr Mann Hr. Josua Schlatter, des Rats, Unterbauherr und Gastgeber allhier zur Sonnen, ein Papist worden [Josua Schlatter ist 1666 zum katholischen Glauben übergetreten]. Sie ist strikte an der Evangelisch-Reformierten Religion verblieben bis an ihr Ende. Ist am Pfingstmontag am morgen, war der 20. d[ieses] mesi [Monats] allhier zu Bischofszell von mir verkündigt worde | GEGAUF, Ursula (I30167)
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| 1273 | Den Hauptstamm der Grafen von Lechsgemünd führte Diepolds Sohn Berthold I. (1193-1253 bezeugt) fort, der das Kloster Niederschönenfeld (Lkr. Donau-Ries) stiftete. Er nannte sich als erster nach der Burg Graisbach (Gde. Marxheim, Lkr. Donau-Ries), wenn auch die alte Benennung die übliche blieb. Seine Nachkommen waren Heinrich V. (1223-1237 bezeugt) und Berthold II. (1238-1288). Mit Berthold III. (1285-1324) starb 1324 - Berthold IV. war vor dem Vater gestorben - der letzte weltliche, mit seinem Bruder Gebhard von Graisbach, Bischof von Eichstätt (reg. 1324-1327), am 14. September 1327 der letzte Spross der Grafenfamilie in der Manneslinie aus | VON GRAISBACH (VON LECHSGEMÜND), Berthold I. (I11226)
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| 1274 | Den Tod seines Vaters konnte er nicht verschmerzen, so versuchte er den Bürgermeister Rudolf Brun und seine Anhänger zu vernichten. Doch es misslang gründlich, vermutlich aufgrund Ausspähung, und er wurde gefangen genommen. Zwei Jahre lang wurde er in Wellenbergturm bei Zürich gefangengehalten, seine Brüder Rudolf IV. und Gottfried II. konnten ihm nicht helfen, ihnen fehlten alle Mittel. Die Zürcher zerstörten ihm die Burgen Alt-Rapperswil und Neu-Rapperswil und verheerten die March. Da Rapperswil österreichisches Lehen war, kam es zwischen Zürich und König Albrecht zum Krieg. Zürich, das dem Bund der Eidgenossen beigetreten war, wurde belagert, doch 1352 schloss man ein Friedensabkommen, bei dem Graf Hans II. freikam. Während seiner Gefangenschaft soll er der (erstmals bei Etterlin bezeugten) Überlieferung nach das Lied vom Blauen Blümelein[1] ersonnen haben, er gilt daher auch als Minnesänger. Ich weiß mir ein Blümli blawe von himmelklarem Schin; Es stat in grüner Awe, Es heißt: Vergiß nit min. Ich konnt es nirgend finden, War mir verschwunden gar, Vor Rifen und kalten Winden Ist es nimmer da. Aegidius Tschudis Erzählung über den Grafen und dessen Lied hat den jungen Goethe zu seinem Lied des gefangenen Grafen inspiriert. Nach allen diesen Fehden waren die drei Brüder finanziell am Ende, so dass sie am 31. Dezember 1353 eine Erbteilung beschlossen, Rudolf IV. erhielt Stadt und Feste Laufenburg, die Burg zu Herznach und Anteil an der Grafschaft Sisgau. Gottfried II. wurde Herr zu Alt-Rapperswil in der March und im Wägital und behielt die Vogtei über das Kloster Rheinau. Die Grafschaft im Klettgau teilte er sich mit Rudolf IV. Hans II. behielt das Schloss Rapperswil. Da er jedoch keine Mittel hatte das zerstörte Eigentum wiederherzustellen verkaufte er es 1354 an Österreich. Vergeblich war sein Versuch das einträgliche Großmeieramt über das Damenstift Säckingen zu erlangen, die Familie von Schönau gab ihre Ansprüche nicht auf. Auch Rudolf IV. suchte sich an das Stammhaus Österreich anzubinden, er begab sich mit Stadt Laufenburg 1356 in dessen Schutz. Mit seinem Bruder Rudolf IV. wird er um 1353/54 und danach nochmals ab 1364 in Italien als Condottiere erwähnt, er wurde dort Il Conte Menno (Graf ohne Bart) genannt, seine Rückkehr in die Heimat wird im April 1372 vermeldet. Er war zwar in gutem Sold der Stadt Florenz und als Söldnerführer im Kampf der Florentiner gegen Pisa gewesen und hatte diesen zum Sieg verholfen, doch um nichts reicher geworden kehrte er nach Laufenburg zurück. 1375 zog der Ruhelose nochmals für zwei Jahre mit einem Trupp Reisiger nach Italien. Er starb 1380 | VON HABSBURG-LAUFENBURG, Johann II. (I35738)
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| 1275 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I1984)
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| 1276 | Der 1622 getaufte älteste Sohn des Leonhard Nierstraß, Johannes, war Ende 1651 noch ledig, spätestens 1668 aber mit Tringen Thoren verheiratet. Beides geht aus zwei Einträgen in den Gerichtsprotokollen Geilenkirchen (Staatsarchive Düsseldorf, Bd. 33 bzw. 34) und die folgendermaßen lauten: 18.12.1651 „Johann Nierstrat von Eschweiler, ledig“ kauft Land zu Grotenrath. 7.10.1668 „Joannes Nierstraed in Eschweiler und Tringen Thoren uxor“ verkaufen all ihr Erb und Gut in und um Nierstraß gelegen, wie ihnen solches nach Absterben ihrer Eltern Johann Thoren und Mechtildis anerfallen, item ihren Erbanteil, so ihnen von ihrem Ohemen selig Thewis Thoren anerfallen“ für 85 '2 Rthlr. H.F. Macco, Geschichte und Genealogie der Familien Peltzer, Aachen 1901, S. 149 http://www.familienbuch-euregio.de (det=42987) | NIERSTRASS, Johannes (I24796)
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| 1277 | der 1757 als Kanzler von →Clemens August von Bayern (1700–61), Fürstbischof von Münster und Kurfürst von Köln, von Ks. Franz I. als „von Schüching“ in den Reichsadelsstand erhoben wurde und auch den Familienbesitz in Sassenberg erwarb. Dessen Neffen →Christoph Bernhard (1753–78) und →Clemens August (1759–90), zwei Privatgelehrte, waren die ersten auch überregional bekannten Schriftsteller des Geschlechts. | VON SCHÜCKING, JUD JUD Christoph Bernhard Engelbert (I19031)
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| 1278 | Der achte und letzte Schild beschließt die mütterliche Seite mit dem Wappen der Urgroßmutter Maria Salome Lucia von Pfirt (-20.4.1721), Tochter von Philipp Jakob von Pfirt und Maria Anna von Schönau. Im Schild sieht man in Schwarz einen silbernen, doppelschwänzigen Löwen. Die hier nicht dargestellte Helmzier wäre auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender, gekrönter nackter Frauen- oder Mannesrumpf, auch als Mohrenrumpf dargestellt, in der Lit. auch als schwarz gekleideter, bärtiger "Judenrumpf" beschrieben, um die Vielfalt noch größer werden zu lassen, die weitere Variationsbreite umfaßt rote oder schwarz-silbern geteilte Kleidung, immer jedoch mit schwarz-silbernen abflatternden Bändern um den Kopf (vgl. Grünenberg f. 175, Zür. W. K. Tab. 20 No. 471 und Büheler f. 33a und f. 27, vgl. Siebmacher Band: Bad Seite: 66 Tafel: 40 und Band: Els Seite: 17 Tafel: 21, auch Pfyrdt oder Pfürt oder gar französisch abgewandelt unter dem Namen Ferrette oder Ferrette de Florimont, Pfirt von Blumberg). | VON PFIRT, Anastasia (I32127)
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| 1279 | Der achte und letzte Schild beschließt die mütterliche Seite mit dem Wappen der Urgroßmutter Maria Salome Lucia von Pfirt (-20.4.1721), Tochter von Philipp Jakob von Pfirt und Maria Anna von Schönau. Im Schild sieht man in Schwarz einen silbernen, doppelschwänzigen Löwen. Die hier nicht dargestellte Helmzier wäre auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken ein wachsender, gekrönter nackter Frauen- oder Mannesrumpf, auch als Mohrenrumpf dargestellt, in der Lit. auch als schwarz gekleideter, bärtiger "Judenrumpf" beschrieben, um die Vielfalt noch größer werden zu lassen, die weitere Variationsbreite umfaßt rote oder schwarz-silbern geteilte Kleidung, immer jedoch mit schwarz-silbernen abflatternden Bändern um den Kopf (vgl. Grünenberg f. 175, Zür. W. K. Tab. 20 No. 471 und Büheler f. 33a und f. 27, vgl. Siebmacher Band: Bad Seite: 66 Tafel: 40 und Band: Els Seite: 17 Tafel: 21, auch Pfyrdt oder Pfürt oder gar französisch abgewandelt unter dem Namen Ferrette oder Ferrette de Florimont, Pfirt von Blumberg). | VON PFIRT, Philipp Jakob (I37520)
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| 1280 | Der alte Beruf der Patrizier In den Reichsstädten bildeten die Patrizier, deren Anfänge die Dienstleute des Königtums waren, eine kleine Oberschicht. Die Patrizier betätigten sich auch als Großhändler. In Memmingen taten sie das vor allem mit Salzhandel und erwarben im Lauf der Zeit Grundbesitz, vor allem rings um die Stadt. In der Stadtverwaltung übernahmen die Patrizier vielfach Ämter. Darunter waren auch das des Bürgermeisters, eines Rates oder eines Geheimen Rates. So lenkten sie die Geschicke der Stadt. Meist wurden die Patrizier dann mit dem erblichen Adel vom Kaiser oder Kurfürst ausgezeichnet. Entsprechend zu den anderen Bürgern, die in Zünften organisiert waren, hatten sich die Patrizier zur Großzunft zusammen geschlossen. Nach dem Übergang an Bayern wurde letztere aufgelöst und die besondere Stellung des Patriziates verschwand. | GRIMMEL\GRIMLIN VON MEMMINGEN, Hans (I5768)
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| 1281 | Der älteste Sohn von Mattheis (II.) hieß wiederum Mattheis (III.) (1610–1679) und erbte die Ellermühle, die Jordanmühle und später noch die Hammermühle. Kupferhof Steinfeld Mathias Peltzer (1610–1679) erwarb 1633 Grundstücke „auf dem Steinrutsch“. Die Verkaufsurkunden existieren nicht mehr und daher ist der Verkäufer der Flächen unbekannt. Es ist aber sicher, dass es sich um die ursprünglichen Grundstücke Becks handelte. | PELTZER, Matthias IV. (I47587)
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| 1282 | Der anglo-normannische Dichter Wace (12. Jahrhundert) beschrieb den Grafen von Blois in seinem Roman de Rou wie folgt: Theobald war voll List und Falschheit, zu Mann noch Frau trug er Freundschaft, für Freie und Gefangene kannte er kein Dank und Mitleid, noch zögerte er vor Verfehlung und Sünde. | (BLOIS), Theobald I. (I40281)
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| 1283 | Der Apotheker Conrad Daniel Nebel heiratete im Jahre 1662 die Tochter seines Vorgängers, Adolf Vorst, und bat im gleichen Jahr um die Belehung mit der kurpfälzischen Hof-Apotheke, die ihm auch am 01. Oktober 1662 bewilligt wurde. Als Conrad Daniel Nebel 1672 starb, wurde die Apotheke an Johann Bernhard Hofstatt verpachtet und der Sohn des 1672 gestorbenen Conrad Daniel Nebel, der junge, noch unmündige Daniel Nebel (1664-1733) wuchs in seinem Elternhaus bei Apotheker Johann Bernhard Hofstatt auf. Geschichte der Heidelberger Apotheken Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2489 Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz verleiht das ehemals Schöntal'sche Erblehen dem Konrad Daniel Nebel. / 1. Oktober 1662 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801158 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2490 Konrad Daniel Nebel reversiert gegenüber Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz wegen des ehemals Schöntal'schen Erblehens. / 1. Oktober 1662 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801159 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2806 Der Hofapotheker Konrad Daniel Nebel zu Heidelberg vergleicht sich mit genannten Einwohnern daselbst wegen des Wasserflusses aus dem Bremeneck. / 5. August 1665 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801160 Generallandesarchiv Karlsruhe 204 Nr. 1522 Nacheinander erfolgte Belehnungen der Familien Schönthal, Virdung, Sprenger, Laurelius, Vorst, Nebel, Hofstatt, Walsdorf und Henking mit dem sogenannten Vicedomischen Haus, spätere Apotheke auf dem Markt / (1403ff) 1541-1686 Darin: Kolorierte Zeichnung über die jeweiligen Lehensinhaber ab 1403 bis Daniel Nebel 1679, mit kolorierter Wappenzeichnung des Conrad Daniel Nebel, 2007 entnommen, jetzt 204 Nr. 1522 K 1 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1487571 Generallandesarchiv Karlsruhe 204 Nr. 1523 Nacheinander erfolgte Belehnungen der Familien Schönthal, Virdung, Sprenger, Laurelius, Vorst, Nebel, Hofstatt, Walsdorf und Henking mit dem sogenannten Vicodemischen Haus, spätere Apotheke auf dem Markt / (1403ff) 1691-1769 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1487573 | NEBEL, Conrad Daniel (I2276)
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| 1284 | Der Apotheker Conrad Daniel Nebel heiratete im Jahre 1662 die Tochter seines Vorgängers, Adolf Vorst, und bat im gleichen Jahr um die Belehung mit der kurpfälzischen Hof-Apotheke, die ihm auch am 01. Oktober 1662 bewilligt wurde. Als Conrad Daniel Nebel 1672 starb, wurde die Apotheke an Johann Bernhard Hofstatt verpachtet und der Sohn des 1672 gestorbenen Conrad Daniel Nebel, der junge, noch unmündige Daniel Nebel (1664-1733) wuchs in seinem Elternhaus bei Apotheker Johann Bernhard Hofstatt auf. Geschichte der Heidelberger Apotheken Generallandesarchiv Karlsruhe 204 Nr. 1522 Nacheinander erfolgte Belehnungen der Familien Schönthal, Virdung, Sprenger, Laurelius, Vorst, Nebel, Hofstatt, Walsdorf und Henking mit dem sogenannten Vicedomischen Haus, spätere Apotheke auf dem Markt / (1403ff) 1541-1686 Darin: Kolorierte Zeichnung über die jeweiligen Lehensinhaber ab 1403 bis Daniel Nebel 1679, mit kolorierter Wappenzeichnung des Conrad Daniel Nebel, 2007 entnommen, jetzt 204 Nr. 1522 K 1 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1487571 Generallandesarchiv Karlsruhe 204 Nr. 1523 Nacheinander erfolgte Belehnungen der Familien Schönthal, Virdung, Sprenger, Laurelius, Vorst, Nebel, Hofstatt, Walsdorf und Henking mit dem sogenannten Vicodemischen Haus, spätere Apotheke auf dem Markt / (1403ff) 1691-1769 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1487573 | VORST, Susanne Dorothea (I2277)
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| 1285 | Der Beiname Magnus war wohl ursprünglich nicht als Hinweis auf (politische) „Größe“ gemeint, sondern war im damaligen Latein gleichbedeutend mit Maior, was „der Größere“ oder auch „der Ältere“ bedeuten konnte; gemeint war „der Ältere“ zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Sohn „Hugo dem Jüngeren“, dem späteren König Hugo Capet.[1] Dennoch ist weiterhin die traditionelle Übersetzung „der Große“ gebräuchlich. Hugo stammte aus dem Geschlecht der Robertiner, einer Familie, die damals mit der Königsdynastie der Karolinger rivalisierte. Die Robertiner hatten schon zwei Westfrankenkönige gestellt, Hugos Onkel Odo (888–898) und dessen jüngeren Bruder, Hugos Vater Robert I., der ein Jahr lang (922–923) Gegenkönig gegen den damals regierenden Karolinger Karl den Einfältigen gewesen war. Robert fiel im Juni 923 im Kampf gegen Karl in der Schlacht bei Soissons und hinterließ Hugo als einzigen Sohn. Da die Anhänger Roberts trotz dessen Tod die Schlacht gewannen, waren sie in der Lage, sogleich nach ihrem Sieg einen neuen Gegenkönig gegen Karl zu erheben. Hugo hatte als Erbe Roberts die Möglichkeit zuzugreifen, lehnte jedoch die Krone ab. Darauf wurde Hugos Schwager Rudolf von Burgund gewählt und am 13. Juli 923 in Soissons gekrönt. Schon wenige Wochen später gelang es Heribert II. von Vermandois, einem der Anführer der karolingerfeindlichen Adelsgruppe, Karl den Einfältigen in eine Falle zu locken und gefangen zu nehmen. Karl blieb bis zu seinem Tod in Haft, und Rudolf wurde in der Folgezeit allgemein als König anerkannt. Hugo übernahm schon bei der Erhebung seines Vaters zum König oder spätestens bei dessen Tod die zahlreichen Grafschaften und sonstigen Ämter und Rechte, die Robert I. vor seiner Thronbesteigung besessen hatte; hinzu kam die Grafschaft Maine, die Rudolf ihm zum Dank für geleistete Dienste verlieh. Damit beherrschte Hugo weitgehend die Region zwischen Loire und Seine, die man traditionell als Neustrien zu bezeichnen pflegte – mit Ausnahme des Gebiets, das Karl der Einfältige 911 den Seine-Normannen abgetreten hatte und der Grafschaft Nantes, die Hugos Vorgänger Robert 921 den Loire-Normannen hatte überlassen müssen (was Hugo 927 bestätigte). Durch diese Ämterhäufung zählte er zu den bedeutendsten Großen im Reich Rudolfs. Die letzte Phase der Regierungszeit Rudolfs (ab 927) war von militärischen Auseinandersetzungen mit Heribert II. von Vermandois geprägt, wobei Hugo auf der Seite des Königs stand, da Heribert sein wichtigster Rivale war. | MAGNUS, Hugo (I39234)
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| 1286 | Der Beiname „von Buchau“ rührt daher, dass ihr Vater ihr das Benediktinerkloster BUCHAU auf der Insel Buchau im Federsee in Württemberg als Pfründe zu eigen gab. Dort war sie bereits gemeinsam mit ihren drei Schwestern erzogen worden und vermutlich auch als Nonne eingetreten. Ob sie bereits in Buchau Äbtissin gewesen ist, scheint dagegen zweifelhaft. Vor 857 wechselte sie in das BENEDIKTINERINNENKLOSTER FRAUENCHIEMSEE (auch: Frauenwörth), wohl bereits in der Funktion als Äbtissin. Ihre Aufgabe war es, das von TASSILO III. gegründete, inzwischen aber verwahrloste und halb verfallene Kloster wiederauf- und auszubauen. Dies brachte ihr den Ruf ein, die „zweite Stifterin“ des Klosters zu sein. Bereits die Tatsache, dass ihre Gebeine unter dem südwestlichen Pfeiler des Münsters Mariä Opferung in einem Marmorsarg bestattet wurden, deutet auf ihre Verehrung hin. Haupt der Seligen Irmgard von Chiemsee, Irmgardkapelle Für das frühe 11. Jahrhundert ist die Verehrung Irmengards auch anderweitig bezeugt. Eine zu dieser Zeit gefertigte Grabplatte berichtet bildlich von ihrer Verehrung als SELIGE bzw. HEILIGE. Ein aus der gleichen Zeit stammendes Bleitäfelchen ist folgendermaßen beschriftet: „Hier ruht Irmingard, die Tochter Ludwigs, des erhabenen Königs, die über die Maßen selige Jungfrau. … gesehen zur Zeit der Äbtissin Tuta. Vormals hatte sie (dem Kloster) viele Jahre vorgestanden.“ An gleicher Stelle ist auch das genaue Todesdatum belegt: „Am 16. Juli legte sie den irdischen Leib ab.“ Dieses Täfelchen hat man gefunden, als am 17. Oktober 1631 ihre Gebeine aus ihrem ursprünglichen Grab erhoben hat. Überraschend hat man dabei festgestellt, dass der Kopf vom ansonsten unversehrten Skelett fehlte. Dieser war nach der ersten Öffnung um 1004/1010 durch Abt GERHARD VON SEON, der diese Öffnung veranlasst hatte, nach Seeon gebracht worden. Dort war es aber bis ins 17. Jahrhundert zu keiner öffentlichen Verehrung gekommen, so dass der Vorgang sowohl in Frauenwörth als auch in Seeon in Vergessenheit geraten war. Als 1922 KARDINAL FAULHABER den Seligsprechungsprozess einleitete, wurde das Grab zum dritten Mal geöffnet und gleichzeitig die Kopfreliquie aus Seeon nach Frauenwörth zurückgebracht. Zu diesem Zeitpunkt konnte aber die Zusammengehörigkeit wissenschaftlich noch nicht nachgewiesen werden. Erst am 27. April 2003 konnten in einer feierlichen Zeremonie die Gebeine und der Schädel der Seligen Irmengard in einem gläsernen Schrein in der Klosterkirche Frauenwörth zusammengeführt werden. Voraus ging eine wissenschaftliche Untersuchung mittels DNA-Analyse über die Zugehörigkeit der Gebeine in Frauenwörth zur Schädel-Reliquie im nahegelegenen Kloster Seeon. Diese Untersuchung hatte ein positives Ergebnis erbracht. Reliquien liegen auch in Buchau, die 2003 einer DNA-Analyse unterzogen wurden. Die Irmengard-Verehrung wurde erst 1928 durch PIUS XI. offiziell anerkannt, am 17. Juli 1929 folgte die Seligsprechung. | VON FRANKEN, Irmingard (I24111)
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| 1287 | der Bürgern 1564, Landvogt von Tscherlitz (Echallon) 1570, Ratsherr 1583 und zugleich Landvogt Besitzer der Schönegg, Güter im Sutz, Tirschenz und in Südgenbach Abgeordneter nach Solothurn zur Beschwörung des Bürgerrechts nach Baden, Tagsatzungsgesandter 1592, 1609 Er gelangte 1564 in den Grossen Rat(CC= Zweihundert= Grosser Rat) wurde 1570 bernischer Landvogt in Tscherlitz (Echallens), 1583 Landvogt in Baden, Mitglied des Kleinen Rates und Zeugherr vom Rat. Von diesem Amt trat er jedoch zurück und wurde 1585 Landvogt in Yferten (Yverdon). Als tüchtiger Staatsmann wurde er von Bern in der zweiten Hälfte des 16. und in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts mit sehr vielen Gesandtschaften und Missionen beauftragt, so 1577 nach Solothurn, 1582 zum Herzog Karl Emanuel von Savoyen, 1592 zum Bischof von Basel, 1603 ins Wallis. Von 1592-1609 war er Vertreter Berns an der Tagsatzung. Seit 1608 erscheint er als Zwingherr zu Schönegg bei Burgistein. --> Landvogt 1570 in Echallens, Echallens, VD, CHE --> Zwingherr zu Schönegg bei Burgistein 1608 --> Gesandter zum Herzog Karl Emanuel von Savoyen 1582 --> Landvogt 1583 in Baden, Baden, AG, CHE --> Ratsherr 1583 in Bern, Bern, BE, CHE --> Landvogt 1585 in Yverdon, Yverdon, VD, CHE --> Tagsatzungsgesandter von: 1592 an 1608 | TSCHARNER, David (I32741)
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| 1288 | der Bürgern 1591, Vogt zu Wangen 1596 Ratsherr 1604, Vogt zu Lausanne 1606, Obervogt des grossen Spitals er vermehrt das Stipendium seines Grossvaters um 3000 Pfund --> Grossrat 1591 in Bern, Bern, BE, CHE --> Vogt 1596 in Wangen, Wangen, BE, CHE Eingebürgert --> Ratsherrr 1604 in Bern, Bern, BE, CHE --> Vogt 1606 in Lausanne, Lausanne, VD, CHE | TILIER, Johann Anton (I30367)
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| 1289 | Der Chronist Lampert von Hersfeld berichtet in seinen „Annales“: „Die Schlacht hatte sich bereits vom Mittag bis zur neunten Stunde hingezogen, und es war schon nahe daran, daß sich zwei Heerhaufen zweier Länder, Schwaben und Bayern, zur Flucht wandten, und wiederholt meldeten Boten dem König, daß ihre Leute in höchster Gefahr seien, da rückten plötzlich Graf Hermann von Gleiberg auf der einen, auf der anderen Seite die Bamberger Mannen zum Angriff heran. Jetzt wirft auch der Herzog von Böhmen, jetzt der Herzog Gozelo von Lothringen ihre Reiter mit verhängten Zügeln in den Kampf. Diesem gewaltigen Ansturm konnten die Sachsen nicht mehr standhalten und wichen langsam zurück.“ | VON NELLENBURG, Eberhard VII. (I36579)
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| 1290 | der das askanische Erbe seines Vaters erhielt; er wurde Graf von Ballenstedt, Graf von Anhalt, ab 1112 Herzog von Sachsen und er lag lange Jahre mit der Mördersippe, die seinen Vater hinterrücks erschlagen hatten, in Fehde (wg. Besitz Entfremdung etc.). | VON BALLENSTEDT, Otto (I18356)
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| 1291 | Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich und in Europa, der als Religionskrieg begann und als Territorialkrieg endete. In diesem Krieg entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene der Gegensatz zwischen dem Kaiser und der Katholischen Liga einerseits und der Protestantischen Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien neben ihren territorialen auch ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden vorwiegend auf dem Boden des Reiches aus. Infolgedessen waren eine Reihe von weiteren Konflikten mit dem Dreißigjährigen Krieg eng verbunden: - der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) zwischen den Niederlanden und Spanien, - der Oberösterreichische Bauernkrieg (1626) - der Mantuanische Erbfolgekrieg (1628–1631) zwischen Frankreich und Habsburg, - der Französisch-Spanische Krieg (1635–1659) - der Krieg um die Vorherrschaft im Ostseeraum (Torstenssonkrieg) (1643–1645) zwischen Schweden und Dänemark. zu Gudensberg: Gudensberg ist eine Kleinstadt im Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen In der Umgebung von Gudensberg hat man zahlreiche vor- und frühgeschichtlichen Funde nachweisen können. Am Lamsberg hat man Funde aus der Rössener Kultur entdeckt. Im Mittelalter wurde auf dem Berg die Obernburg erbaut, die Sitz hessischer Gaugrafen aus dem Geschlecht der Werner und danach dem der Gisonen war. Da die Grafen auf der nahegelegenen Mader Heide Thing hielten, wurde die Grafschaft auch häufig als Grafschaft Maden bezeichnet. Nach der Vermählung von Hedwig von Gudensberg mit dem Grafen und späteren Landgrafen Ludwig I. von Thüringen 1122 und dem Aussterben der Gisonen im Mannesstamm 1137 gehörte Gudensberg bis 1247 den Ludowinger Landgrafen von Thüringen, die sich bzw. ihre jüngeren Brüder, die von Gudensberg aus die hessischen Landesteile verwalteten, dann teilweise Grafen von Gudensberg, teilweise Grafen von Hessen nannten. Einer von ihnen war Konrad von Thüringen, der 1232 die mainzische Stadt Fritzlar nach zunächst erfolgloser Belagerung doch noch erstürmte und einäschern ließ. Als Residenz der jüngeren Brüder der Ludowinger Landgrafen erlebte Gudensberg eine Blütezeit, mit der ersten Ummauerung von etwa 1170 bis 1180 und der Erwähnung als Stadt 1254 mit städtischer Verfassung zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Nach dem Tod Heinrich Raspes, dem letzten thüringischen Landgrafen aus dem Geschlecht der Ludowinger, und der Teilung Thüringens nach dem thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg fiel Gudensberg an die neue, nunmehr von Thüringen getrennte Landgrafschaft Hessen, und Heinrich I., Enkel der Hl. Elisabeth, wurde 1247 auf der Mader Heide zum ersten Landgrafen von Hessen ausgerufen. | BISCHOFF, Anna Maria (I739)
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| 1292 | der Einfältige (im Sinne von: der Geradlinige; lateinisch Carolus Simplex, französisch Charles le Simple | (FRANKREICH), König König Karl III. (I37005)
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| 1293 | Der Einfluss des Markgrafen war durch das politisch und militärisch strategisch wichtige Gebiet so stark, dass die Ekkehardiner engste Berater der Kaiser und Fürsten wurden. Er war verheiratet mit Uta von Ballenstedt. Die Ehe blieb kinderlos. Ekkehard und seine Gattin Uta befanden sich unter den 12 Stiftern des Naumburger Doms. Mit Ekkehard endete das Geschlecht der Ekkehardiner. Er und sein Bruder Hermann verlegten auf Wunsch Kaiser Konrads II. den Zeitzer Bistumssitz nach Naumburg und vererbten einen beträchtlichen Teil ihres Nachlasses der Stiftskirche St. Cyriakus zu Gernrode in Utas anhaltischer Heimat. Im Verein mit Erzbischof Bardo von Mainz führte Ekkehard 1040 das thüringische Heer, welches von Norden her den Heereszug König Heinrichs III. gegen das Herzogtum Böhmen unterstützen sollte. Er drang siegreich über die Eger vor, wurde aber durch das Missgeschick des königlichen Heeres (Niederlage in der Ersten Schlacht bei Chlumec) ebenfalls zur Umkehr genötigt. Im Folgejahr konnte durch die Vereinigung beider Heere vor Prag der Herzog Břetislav I. zur Unterwerfung gezwungen werden. „Fidelissimum fidelem nostrum“ nannte ihn Heinrich III. in einer Urkunde von 1041. | VON MEISSEN, Ekkehard II. (I36263)
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| 1294 | Der einzige Sohn, der Hans schlumpf überlebte, war Hans 1568 - 1611. er scheint früh aus St. Gallen weggezogen zu sein, um sich anderweitig, höchst wahrscheinlich in Nürnberg, niederzulassen. Es ist für mich (Alther) der erste Eintrag zu einer Bürgerfamilie in der Stemmatologia Sangallensis, auf den kein Verlass ist. Anfänglich verwirrend war die Tatsache, das Hans in St. Gallen als Steuerzahler erst ab 1602 auftritt. In jenem Jahr weist er ein Vermögen von 74`000 Gulden, 1611 - in seinem Todesjahr - ein solches von 68`000 Gulden auf. Von 1568 bis 1595 fehlt von ihm in St. Gallen zunächst jegliche Spur. Das verlangt eingehende Nachforschungen im Stadtarchiv, Staatsarchiv und im Landeskirchlichen Archiv in Nürnberg selbst. der ehrbar undt vest Hanss Schlumpff von st. Gallen, am alten Milchmarkt, kein Epitaph, ein reicher Kaufmann in Nürnberg, wohnhaft am alten Milchmarkt, steuerte jedoch 1602-1611 in St. Gallen in der Schmiedgasse, Haus zum Pelikan, seine Erben steuerten von 1615 -1620 an der Webergasse | SCHLUMPF, Hans (I4173)
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| 1295 | Der erste bürgerliche Vaerst; erscheinen auf Kirchende und Callenberg bezügl. Quellen Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation XI https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Die Namensträger der bürgerlichen Linie; S. 111, B 1 Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Die Namensträger der bürgerlichen Linie; S. 111, B 1 | VAERST, Johann Melchior (I45025)
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| 1296 | Der erste Markgraf Berthold II. († 980) war als Sohn Bertholds I. († 954) ein Enkel des bayrischen Herzogs Arnulfs des Bösen aus dem Geschlecht der Luitpoldinger. Gesichert ist bislang nur, dass der Babenberger Markgraf Luitpold I. (Leopold I. des Östlichen Bayern) ein Bruder oder Neffe Bertholds war. Das kann sich nur auf Berthold I. beziehen, der bislang mit seinem Sohn zu einer Person zusammengezogen wurde. Berthold I. – ohne Angabe der Quelle vermutlich falsch als Graf auf dem Nordgau bezeichnet – tauchte bislang nur 941 als "comes" auf, als er im Auftrag des Königs Otto bis 942 den Grafen Lothar II. von Walbeck bewacht. Dieser gab im Folgenden nicht Berthold I., seinem Bewacher, die Hand seiner Tochter Eilika, sondern dessen Sohn Berthold II. (Eheschließung 976). Berthold II.(† 980) war Graf im Radenzgau (960), an der Unteren Naab (961) und im Volkfeld (973), bevor er 976 Markgraf von Schweinfurt wurde und im gleichen Jahr Eilika von Walbeck ehelichte. Er war es, der 964 im Auftrag von Kaiser Otto dem Großen in Bamberg König Berengar II. von Italien bewachte. | VON SCHWEINFURT, Gisela (I18194)
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| 1297 | Der Friese Gerulf war der Sohn des Grafen Dietrich. Zur Zeit Kaiser Ludwigs des Frommen als dessen Vasall Graf von Mittelfriesland und Vogt der Friesen, die zwischen Flie und Weser wohnten. Schon am Anfang seiner Regierung hatte Ludwig der Fromme durch einen Gnadenakt den durch seinen Vater unterworfenen Friesen dasjenige zurückgegeben, was sie infolge ihrer Aufstandsversuche verloren hatten. Diese Maßregel machte den Kaiser bei der friesischen Bevölkerung populär, schwächte aber die Stellung der friesischen Grafen gegenüber der Bevölkerung. Später sorgte Ludwigs schwächliche Politik den Normannen gegenüber für weitere Verstimmung. Im Jahre 826 räumte er einen Teil des friesischen Gebietes, das der Graf von Mittelfriesland zu schützen hatte, dem dänischen Kronprätendenten Harald Klak ein. Harald erhielt Rüstringen, am linken Ufer der unteren Weser, um dort eine Zufluchtsstätte vor den feindlichen Anschlägen seiner Verwandten zu haben. Dies beeinträchtigte die Machtsphäre des Grafen von Mittelfriesland empfindlich. Gerulf schloss sich vermutlich in dieser Zeit der Opposition gegen den Kaiser an. Mit einer Urkunde des Kaisers, die am 8. Juli 839 im Kreuznacher Königshof ausgestellt wurde, ist belegt, dass es auch in Mittelfriesland zur Erhebung gegen den Kaiser gekommen war. Während der Streitigkeiten Kaiser Ludwigs mit seinen Söhnen hatte sich Graf Gerulf wohl stark an der aufrührerischen Bewegung gegen Ludwig beteiligt, jedenfalls hatte er seine Lehen verloren und seine Eigengüter waren konfisziert worden. Er erhielt am 8. Juli 839, also nach der Ende Mai in Worms erfolgten völligen Aussöhnung zwischen Kaiser Ludwig und seinem Sohn Lothar, seine Eigengüter zurück. Gerulf stand vermutlich auf Lothars Seite. In der Urkunde werden die Gerulf zurückgegebenen Güter in und um Leeuwarden, sowie Güter im Westrichgau, also in dem Bezirk zwischen Flie und Lonbach erwähnt. Vermutlich ist Gerulf mit den Stiftern Corveys familiär verknüpft gewesen. Es wird angenommen, dass Gerulf eine Tochter des Wala, der Abt von Corbie und Corvey wurde, geheiratet hat. | VON FRIESLAND, Gerulf ´der Ältere` (I39325)
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| 1298 | Der fünfte Sohn von Hein Hoesch, Lenert alias Leonard Hoesch (1525–1582) verkaufte um 1560 seine Besitztümer in Kettenis und zog nach Aachen, wo er die Bürgerrechte erhielt. Da auch er bereits dem evangelischen Glauben beigetreten war, wurde er ebenfalls 1569 verbannt. Nach einer vorübergehenden Tätigkeit als Baumeister in Frankenthal, kehrte er in einer Phase, in der der evangelischen Minderheit mehr Rechte zugestanden wurde, zunächst wieder nach Aachen zurück. Über seinem Sohn Jeremias I. (1568–1643) begründet sich dann der bis in die Neuzeit erfolgreiche Zweig der Eisen- und Stahlindustriellen der Familie, die mehrheitlich evangelisch geblieben ist und die Namensform Hoesch und auch einheitlich mit dem Umlaut oe beibehalten hat. | HOESCH, Leonhard (I49113)
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| 1299 | Der Geschworene "Dietrich Kauert" (3396) ist als Landmesser überliefert. 1649 begegnen wir ihm als Gemeindeeingesessener von Engelskirchen und Beerbter. Das "Nachgeding"vom 12.Januar 1660, die "Erbsplisse" (Teilung) des Hauses Braunswerth betreffend, führte er als Landmesser durch. Familie Kauert, Drabener Höhe/Krefeld Familien Kauert, ausserdem Bade, Biese, Jentges, Gladstone, Schrader etc https://gedbas.genealogy.net/person/show/1160739247 Hans Detlev Kauert Achim Höhler: Ahnentafel Sebastian Kauert und Agnes? | KAUERT, Dietrich (I916)
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| 1300 | Der Geschworene "Dietrich Kauert" (3396) ist als Landmesser überliefert. 1649 begegnen wir ihm als Gemeindeeingesessener von Engelskirchen und Beerbter. Das "Nachgeding"vom 12.Januar 1660, die "Erbsplisse" (Teilung) des Hauses Braunswerth betreffend, führte er als Landmesser durch. https://gedbas.genealogy.net/person/show/1160739247 | ZU SIEBELSNAAF ?, Adelheid (I917)
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