Strauss Genealogie


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1401 Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). Patin in Zürich ZH am 19.5.1683. BLARER VOM WARTENSEE, Anna Elisabeth (I28656)
 
1402 Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741, Bd. 1, 160 BIELITZER, Mathias (I1252)
 
1403 Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741, Bd. 1, 160 WILDE, Hedwig (I1253)
 
1404 Die Bruns stammen aus einem Rittergeschlecht, das bis um 1200 in der Stadt Zürich sowie der Stadt Basel nachgewiesen werden kann; sie waren Dienstleute oder Ministeriale der Abtei Fraumünster. Als ältester bekannter Vertreter des Geschlechts gilt Heinrich Brun, der noch im 13. Jahrhundert eine Tochter von Jakob Mülner (1240–1287) heiratete, der damals die Zürcher Politik stark beeinflusste. Sein Sohn Jakob war von 1305–1309 Schultheiss und gehörte 1303–1318 dem ‚Sommerrat’ der Stadt an (die Räte wurden unter den einflussreichsten Familien vier Mal jährlich neu ausgehandelt). Von diesem Jakob Brun und seiner Frau Mechthild sind drei Kinder bekannt: Jakob († 1345), Rudolf, der spätere Bürgermeister, und Ita († 1366 (?)).

Über Rudolfs frühe Jahre ist wenig bekannt; erstmals erwähnt wird er 1324. Wohnhaft war er am Neumarkt 3 und war verheiratet mit Margaretha, einer Tochter des Ratsherrn Ulrich Fütschi. Zum Ritter geschlagen wurde er erst nach seinem Aufstieg zum Bürgermeister.

1330 geriet er in der Trinkstube ‚Estrich’ der Frau von Lunghof in einen Streit mit Ritter Rudolf Biber, einem seiner späteren Gegner, und wurde vom Rat mit einer hohen Busse von 550 Gulden bestraft. Drei Jahre später wurde er vom Rat gemahnt, die Busse endlich zu bezahlen. 1332–1336 sass er im Fastenrat, dem auch sein Schwiegervater angehörte. Dadurch wurde Brun Mitglied der Ratsoberschicht von Zürich. Der Rat wurde damals von einem halben Dutzend Familien beherrscht, die restlichen Familien, unter ihnen die Brun, waren de facto von der Mitbestimmung ausgeschlossen.

Hinweise auf eine politische Aktivität Bruns im Rat gibt es nicht. Über die Rolle, die Brun bei der Vorbereitung des folgenden Umsturzes gespielt hat, herrscht Unklarheit. Es scheint unwahrscheinlich oder zumindest fraglich, dass sich der politisch unerfahrene Brun innert kurzer Zeit die Unterstützung der Handwerker und des Volkes sichern, sich zum Alleinherrscher aufschwingen und eine faktische Diktatur einrichten konnte. 
BRUN, Jakob (I37153)
 
1405 Die Bruns stammen aus einem Rittergeschlecht, das bis um 1200 in der Stadt Zürich sowie der Stadt Basel nachgewiesen werden kann; sie waren Dienstleute oder Ministeriale der Abtei Fraumünster. Als ältester bekannter Vertreter des Geschlechts gilt Heinrich Brun, der noch im 13. Jahrhundert eine Tochter von Jakob Mülner (1240–1287) heiratete, der damals die Zürcher Politik stark beeinflusste. Sein Sohn Jakob war von 1305–1309 Schultheiss und gehörte 1303–1318 dem ‚Sommerrat’ der Stadt an (die Räte wurden unter den einflussreichsten Familien vier Mal jährlich neu ausgehandelt). Von diesem Jakob Brun und seiner Frau Mechthild sind drei Kinder bekannt: Jakob († 1345), Rudolf, der spätere Bürgermeister, und Ita († 1366 (?)).

Über Rudolfs frühe Jahre ist wenig bekannt; erstmals erwähnt wird er 1324. Wohnhaft war er am Neumarkt 3 und war verheiratet mit Margaretha, einer Tochter des Ratsherrn Ulrich Fütschi. Zum Ritter geschlagen wurde er erst nach seinem Aufstieg zum Bürgermeister.

1330 geriet er in der Trinkstube ‚Estrich’ der Frau von Lunghof in einen Streit mit Ritter Rudolf Biber, einem seiner späteren Gegner, und wurde vom Rat mit einer hohen Busse von 550 Gulden bestraft. Drei Jahre später wurde er vom Rat gemahnt, die Busse endlich zu bezahlen. 1332–1336 sass er im Fastenrat, dem auch sein Schwiegervater angehörte. Dadurch wurde Brun Mitglied der Ratsoberschicht von Zürich. Der Rat wurde damals von einem halben Dutzend Familien beherrscht, die restlichen Familien, unter ihnen die Brun, waren de facto von der Mitbestimmung ausgeschlossen.

Hinweise auf eine politische Aktivität Bruns im Rat gibt es nicht. Über die Rolle, die Brun bei der Vorbereitung des folgenden Umsturzes gespielt hat, herrscht Unklarheit. Es scheint unwahrscheinlich oder zumindest fraglich, dass sich der politisch unerfahrene Brun innert kurzer Zeit die Unterstützung der Handwerker und des Volkes sichern, sich zum Alleinherrscher aufschwingen und eine faktische Diktatur einrichten konnte.

In der Nacht vom 23. zum 24. Februar 1350 wurde ein Handstreich auf die Stadt vereinbart, die «Mordnacht von Zürich». Die Verbündeten in der Stadt sollten offenbar die «Äusseren» durch die Tore einlassen und dann gemeinsam Brun und seine Anhänger im Schlaf ermorden. Brun erhielt jedoch durch Verrat Nachricht von diesen Plänen. Es gelang den Verschwörern zwar, in die Stadt einzudringen, dort stiessen sie jedoch auf die vorbereiteten Anhänger Bruns. In einem Gefecht blieben 28 Tote von beiden Seiten zurück. Brun nahm etliche der Eindringlinge gefangen, unter anderem Graf Johann II. von Habsburg-Laufenburg. Achtzehn Verschwörer wurden gerädert, siebzehn geköpft.

Wenige Tage später zog Brun mit einem Heer vor die Stadt Rapperswil, die sich aus Sorge um den gefangenen Grafen ergab. Die Brüder des Grafen Johann hofften jedoch auf ein Eingreifen der habsburgischen Verwandten und sabotierten einen Friedensschluss. Brun zerstörte deshalb die Festung Alt-Rapperswil in der March und schleifte Mauern und Burg von Rapperswil, so dass dieses nicht mehr verteidigt werden konnte. Um gegen Habsburg bestehen zu können, schloss Brun am 1. Mai 1351 einen Bund mit den vier Waldstätten, die mit Habsburg in einer seit Jahrzehnten andauernden Fehde lagen.

Brun starb am 17. September 1360 und wurde zusammen mit seinem Koch im Chor der Kirche St. Peter begraben, deren Pflichten und Rechte er 1345 erworben hatte. Aus der Doppelbestattung wurde geschlossen, Brun sei von seinem Koch vergiftet worden. Anlässlich einer Öffnung des Grabes 1972 wurde gezielt mit nach Spuren von Gift gesucht, die Haar- und Knochenanalyse ergab jedoch keine Beweise für die Vergiftungsthese. Der Grabstein entstand wohl kurz nach Bruns Tod und verschwand im 19. Jahrhundert. Sein Grab liegt heute unter der Gedenktafel vor dem Turmaufgang. Seine Zunftverfassung blieb in Zürich im Wesentlichen bis 1798 in Kraft. 
BRUN, Rudolf (I42958)
 
1406 Die Burg Bergerhausen ist eine Burganlage in Bergerhausen, das zu Blatzheim, einem Stadtteil von Kerpen im Rhein-Erft-Kreis gehört. Der Burganlage angeschlossen ist ein öffentlicher Park, der mit seinem alten Baumbestand und dem Blick auf die Burg als Naherholungsgebiet vor allem an Wochenenden viele Besucher anlockt.

Geschichte
Sie ist als eine von ehemals drei Burgen in Bergerhausen heute noch erhalten. Die Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war der Stammsitz der Ritter von Bergerhausen. Um 1320 verkauften die Brüder von Bergerhausen einen Teil des Besitzes an das Kölner Mariengradenstift. Die Erzbischöfe von Köln erwarben die Herrschaft zur Verteidigung ihres Hoheitsgebiets. 1334 gab Erzbischof Walram Burg Bergerhausen für geleistete Dienste an den Ritter Hans-Ulrich von Bergerhausen. Um 1430 versahen die Nachfahren die Burg mit starken Befestigungsanlagen. Nella († 1442), Erbtochter des Wilhelm von Bergerhausen, brachte den Besitz 1424 in ihre Ehe mit Statz von dem Bongart ein.[1] Der Ausbau zur heutigen Burg erfolgte im 16. Jahrhundert.


1291:
Die Burg Bergerhausen wird erstmalig als Rittersitz der Ritter von Bergerhausen erwähnt. Die Erzbischöfe von Köln erwerben die Burg, um den Grenzraum Blatzheim im Hoheitsgebiet Köln zu sichern.


1334:
Ritter Hermann von dem Bongart erhält die Burg für seine dem Erzstift und Erzbischof geleisteten treuen Dienste.


1423:
Die Burg wird dem Erbkämmerer Statz von dem Bongart übertragen. Dieser baut die verfallene und im Krieg zerstörte Burg wieder auf. Damals war es noch eine Winkelburg, die bis heute im südlichen Hauptflügel, dem Ostflügel und dem dazugehörigen Turm im Winkel noch zu erkennen ist.

1501
Die Burgkapelle im nördl. Teil des Ostflügels wird erstmals benannt. sie war den Heiligen Michael, Antonius, Quirinus, Hubertus und Kornelius geweiht.

15. jhd.
Die Burg wird von Ritter Wilhelm von dem Bongart und seinem Sohn weiter ausgebaut u. modernisiert. Aus dieser Zeit stammt der schwere Batterieturm mit seinen 3,25 Meter dicken Mauern. Die Burg wurde somit verteidigungsfähig gegen Geschütze. Er ist einer der imposantesten Batterietürme im Rheinland.

18.Jhd:
Die Familie von dem Bongart zu Bergerhausen besaß die Burg fast 300 Jahre. sie wurde dann an die Pfaffendorfer Familie von dem Bongart überlassen, die sich von der Bergerhausener Linie abgespalten Hatte.


Heute:
Die im Jahre 1984 von den heutigen Besitzern kontinuierlich renovierte und restaurierte Burg bietet ein Stilvolles Ambiente für Empfänge, Firmenfestlichkeiten und private Familienfeste, wie Hochzeiten, Geburtstage und andere Anlässe.


Ansprechpartner: Herr Hasenclever
Wasserburg 12
50171 Kerpen-Bergerhausen
Tel.<: 02421-709221
Mail: kontakt@burg-bergerhausen.de 
VON BERGERHAUSEN, N. (I23379)
 
1407 Die Burg Blumberg „entstand auf dem Hügel, der sich unmittelbar über dem Wutachtal am südwestlichen Ausgang des Hochtals erhebt. […] Gegen Südwesten war die Anhöhe durch die steilen Abhänge des Wutachtals geschützt. Vom Norden und Osten her sperrte das moorige, später durch Weiheranlagen gesperrte Hochtal den ungehinderten Zutritt abseits einer leicht bewachbaren Straße. Die Funktion der Burg ging von Anfang an über diejenige einer reinen Ortsburg hinaus. Sie sollte offensichtlich den wichtigen Straßenzug Schaffhausen-Hüfingen decken und reiht sich damit in das Befestigungssystem ein, das die Herzöge von Zähringen begonnen und die Fürstenberger mit ihren Vasallen erweiterten.“

Selbstverständlich war, dass zu einer mittelalterlichen Burg ein Hof gehörte, der als wirtschaftliche Ergänzung „in Friedens- und Kriegszeiten die Ernährung sicherte. […] Aus diesem Bau- und Burghof ging das Dorf Blumberg hervor.“[3]

Da im Mittelalter des beginnenden Burgenbaus eine Familie nicht ihren Namen der Burg gab, sondern sich nach dem Ort der Burg benannte, kann davon ausgegangen werden, das die Anhöhe (oder der nah gelegene Berg) zuvor im Volksmund Blumberg (Blumenberg) genannt wurde, und sich die Burgbauer somit als „Herren von Blumberg“ bezeichneten.,[Anm 2] andere Erklärungen in der Literatur wären ungewöhnlich und erscheinen auch nicht plausibel.

„Die Inhaber dieser Burg waren die Herren von Blumberg, die im Interregnum dann als Ministeriale (Dienstleute)[Anm 3] der Grafen von Freiburg, der Grafen von Fürstenberg und besonders als Vertraute des Grafen und späteren Königs Rudolf von Habsburg zu finden sind.“

– André Bechthold: Das mittelalterliche Blumberg. In: J. Sturm: Blumberg. 1995, S. 71. 
VON BLUMBERG, Albrecht (I7947)
 
1408 Die Burg Dourdan (französisch Château de Dourdan) in der Stadt Dourdan zwischen Paris und Chartres ist eine typische Befestigung vom Beginn des 13. Jahrhunderts. Sie wurde im Auftrag König Philipp II. gebaut, um eine hölzerne Befestigung zu ersetzen. Der Burggraben wurde ähnlich wie beim Louvre angelegt.  MAGNUS, Hugo (I39234)
 
1409 Die Burg Greifenstein, besser bekannt als Sauschloss, ist eine Burgruine hoch über der Terlaner Fraktion Siebeneich und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Jenesien in Südtirol (Italien).
Die Ruine der Spornburg liegt auf einem fast allseitig steil abfallenden Geländesporn am Tschögglberg. 
VON MORIT-GREIFENSTEIN, Agnes (I36091)
 
1410 Die Burg HOHENFELS, auch Schloss Hohenfels oder Neu-Hohenfels genannt, ist eine mittelalterliche Spornburg, in der bis Juli 2017 die Unterstufe des Internats Schule Schloss Salem untergebracht war. Die Burg liegt auf der Gemarkung vom gut einen Kilometer nördlich liegenden Dorf Kalkofen, einem Ortsteil der Gemeinde Hohenfels im Landkreis KONSTANZ. Die Burg ist Namensgeberin der 1973 geschaffenen Gemeinde Hohenfels.
Die BURG HOHENFELS schaut auf eine über 700-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde sie ursprünglich von den HERREN VON HOHENFELS und war Wohnsitz der Familie von NEU-HOHENFELS, eine Nebenlinie von ALT-HOHENFELS mit ihrem Stammsitz Burg ALT-HOHENFELS bei Bonndorf, (Landkreis Konstanz), die sich im 12. Jahrhundert hier angesiedelt hatte, der Minnesänger BURKHARD VON HOHENFELS stammte wohl von ALT-HOHENFELS. Erstmals erwähnt wurde die Burg HOHENFELS im Jahre 1292 als „Neuhohenfels“.
Das Geschlecht Neuhohenfels starb 1352 aus, und die Herrschaft Neuhohenfels samt die Burg ging durch Heirat an die HERREN VON JUNGINGEN über, denen es zu Beginn des 15. Jahrhunderts wiederum durch Heirat gelang, die beiden hohenfelsischen Herrschaften weitgehend zu vereinigen. Nach kurzer Blütezeit und abermaliger Teilung 1441 in Jungingen-Althohenfels und Jungingen-Neuhohenfels verfiel der Besitz immer mehr. Bekannte Mitglieder der Familie waren ULRICH VON JUNGINGEN und KONRAD VON JUNGINGEN.
Nach dem Tod des letzten männlichen Angehörigen der Familie Jungingen, ULRICH VON JUNGINGEN, 1501 verkaufte seine Schwester ANNA 1506 die Herrschaft Neuhohenfels an den Deutschen Orden. Die Herrschaft gehörte seitdem zur Landkomturei Altshausen der Deutschordensballei Elsass und Burgund. Genau 300 Jahre, von 1506 bis 1806, beeinflusste die Deutschordenskommende Altshausen die Herrschaft Hohenfels. 1553 und 1642 kam es zu Bränden auf der Burg.
Die Deutschordenherrschaft Hohenfels, die von einem Obervogteiamt verwaltet wurde und die BURG HOHENFELS sowie die Ortschaften Deutwang, Kalkofen, Liggersdorf, Mindersdorf und Selgetsweiler umfasste, gelangte 1806 zusammen mit der Deutschordensherrschaft Achberg unter die Landeshoheit des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen und wurde dort zum Obervogteiamt Hohenfels.
Über das Fürstenhaus HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN ging die Schlossanlage schließlich an die Schule SCHLOSS SALEM.  
N., N. (I23833)
 
1411 Die Burg Manegg ist die Ruine einer Höhenburg bei 623 m ü. M. auf einer Seitenrippe des Albisgrates oberhalb von Leimbach, einem Quartier der Stadt Zürich.

Geschichte
Über ihre Erbauer ist nichts bekannt. Urkundlich wird die Burg erstmals 1303 erwähnt. Sie war dann über hundert Jahre Stammsitz des Rittergeschlechts Manesse. Ob das Geschlecht den Namen von der Burg herleitet oder die Burg den Namen der Familie trägt, ist nicht klar. Die Manesse sind hauptsächlich durch die Manessische Handschrift bekannt. Diese Sammlung von mittelhochdeutschen Liedern wurde um 1300 von Rüdiger II (urkundlich belegt 1252–1304) und seinem Sohn Johannes, Schatzmeister am Chorherrenstift, der grössten geistlichen Institution Zürichs, in Auftrag gegeben.

Die Familie Manesse waren ursprünglich Kaufleute und stiegen durch ihren Reichtum zum Ritterstand auf. Als Lehnsträger der Fraumünsterabtei, des Klosters Einsiedeln und des Deutschen Kaiserreiches sind sie ein bedeutendes Stadtzürcher Geschlecht. Rüdiger I (erwähnt 1224, gestorben 1253) hatte zwei Söhne: Johannes und Rüdiger II, der Begründer der Linie auf Manegg und fast vierzig Jahre Ratsherr in Zürich.

1393 wurde die Burg von Ital Maness an einer öffentlichen Versteigerung dem «Juden Visli oder Vifli» verkauft. Dessen Witwe veräusserte sie 1400 zum Preis von 35 Florener dem Kloster Selnau. Schon zu dieser Zeit scheint die Burg nicht mehr bewohnt gewesen zu sein. 1409 fiel die Burg einem Brand zum Opfer. Nach der Legende geschah dies am Aschermittwoch, als eine Fasnachtsgesellschaft eine spielerische Belagerung durchführte. Nach dem Brand waren noch bis ins 17. Jahrhundert grosse Mauerreste erhalten. Heute sind nur noch einige Grundmauern sichtbar.

Gottfried Keller lässt in den Züricher Novellen mehrere Bewohner der Burg auftreten. Die Angehörigen des Manesse-Geschlechts in Hadlaub leben allerdings hauptsächlich in der Stadt. Am Anfang von Der Narr auf Manegg beschreibt Keller, wie die Familie herunterkommt. Der Rest dieser Novelle handelt von Butz Fallätscher, einem Abenteurer, der sich am Ende auf der Burg einnistet. Auch die fahrlässige Brandstiftung durch eine maskierte Fasnachtsgesellschaft wird dort beschrieben. In der Rahmenhandlung der Novellen, die Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, wird ein Ausflug auf die Ruine geschildert.

Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war die Manegg ein beliebter Ausflugsort. Und noch zu Kellers Zeiten hatte man eine schöne Aussicht über See und Stadt. Heute ist der Ausblick durch den Wald versperrt. Ein schlecht ausgeschilderter Fussweg führt vom Sihltal zur Burgruine und von dort steil hinauf zum Albisgrat. Auf der ehemaligen Burgstelle wurde am 19. Juli 1919 zum 100. Geburtstag der Gottfried Keller-Gedenkstein gesetzt.

Anlage
Der Historiker Heinrich Zeller-Werdmüller beschrieb um 1900 die ursprüngliche Burg als durch einen tiefen Graben, auf den anderen Seiten durch die steilen Hänge geschützt. Die Burgstelle mass 35 × 9 Meter. Sie war wohl gegen den Berg hin durch eine Holzbrücke zugänglich. Diese führte in einen dem Turm vorliegenden, von ihm beherrschten Zwinger von 8 × 5 Meter. Das südliche an den Turm lehnende innere Tor führte in den Burghof von 8 Meter Länge und 9 Meter Breite. Dieser schied den westlich gelegenen Turm vom östlich blickenden Palas. Dieser hatte einen fast quadratischen Grundriss von 12,6 × 10,5 Meter. Der aus Molassequadern erbaute Turm von 7,8 × 7,95 Metern Grundrissfläche und 2,28 Meter Mauerdicke hatte einen hochgelegenen, nur vom Palas aus erreichbaren Hocheingang in der Nordecke der Ostwand.

Manessebrunnen
Am Fuss des Burghügels steht der Manessebrunnen, der an Rüdiger von Manegg und seinen Enkel erinnert, der sich 1351 in der Schlacht bei Dättwil gegen die Habsburger hervortat. 
MANES VON MANEG, Aminda (I31971)
 
1412 Die Burg Meinhövel ist eine abgegangene Wasserburg wenige hundert Meter nordnordöstlich von Nordkirchen im Kreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen.
Die Burg befand sich gut 500 m östlich der von Nordkirchen nach Münster führenden Landstraße am Teufelsbach, der ihre Gräften speiste. Reste von Gräben und Wallanlagen sind im Meinhöveler Forst erkennbar. Unmittelbar nördlich des Teufelsbaches befindet sich eine runde, über die Umgebung erhobene Struktur von 97 Meter Durchmesser, die der ehemaligen Hauptburg zugeordnet wird. Bis auf einen Zugang von Norden ist die Erhebung von einem auch heute noch Wasser führenden Graben umgeben. Eine sich nördlich anschließende, deutlich größere Ringstruktur (Durchmesser 177 Meter) trug vermutlich die Wirtschaftsgebäude der Vorburg. Auch sie wird außen von einem Wassergraben gesäumt. Bis in die 1980er Jahre lagen die Reste der Burg Meinhövel in feuchtem Wiesen- und Weidegelände. Danach wurde der Bereich aufgeforstet, um die Kosten für eine aufwändige Drainage zu sparen. Bei der Aufforstung wurde der kleinere der beiden Ringwälle im Osten abgeflacht, um das Gelände gleichmäßiger zu gestalten.

Das Gelände gehört heute dem Land Nordrhein-Westfalen, das es 2004 vom Herzog von Arenberg erwarb.
Die Familie von Meinhövel war ein altes edelfreies Adelsgeschlecht, dessen Ursprünge sich im Dunkel der Geschichte verlieren. In älterer Literatur wird als Erbauer der Burg Meinhövel Hermann I., Sohn von Ethelhard und Bruder von Albion, er war ein im späten 8. Jahrhundert lebender Heerführer der Sachsen und Kampfgenosse des Herzogs Widukind zur Zeit Karls des Großen, vermutet. Er soll als Heerführer der Sachsen gegen Karl den Großen 789 bei Harstatt gefallen und mit Asta, der Schwester des norwegischen Königs, verheiratet gewesen sein.

Wahrscheinlich bestand eine Stammesverwandtschaft mit denen von Bevern, von Steinfurt und von Münster (die ein ähnliches Wappen führen) und weiteren westfälischen Dynastengeschlechtern.

Die Herren von Meinhövel besaßen umfangreiche Güter in Davensberg, Selm und Nordkirchen und stellten die Vizevögte der Grafen von Tecklenburg, die zusammen mit den Grafen von Geldern der Stiftsvogtei von Mimigernaford vorstanden. Während der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gerieten sie mit dem münsterschen Landesherren Ludolf von Holte in Konflikt. Am 27. Juni 1242 unterlagen die Meinhöveler und ihre Verbündeten in der Schlacht bei Ermen bei Lüdinghausen den fürstbischöflichen Truppen. Vermutlich wurde Burg Meinhövel im Anschluss an diese Niederlage zerstört. 
VON MEINHÖVEL, Ludbert (I29444)
 
1413 Die Burg Raabs ist eine langgezogene Höhenburg auf einem Felsrücken hoch über der Stadt Raabs an der Thaya, Österreich am Zusammenfluss der Deutschen und der Mährischen Thaya.  VON (RAABS) GOSHAM, Gottfried I. (I1615)
 
1414 Die Burg Roggenbach, auch Weißenburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 675 m ü. NN hohen Bergrücken 400 Meter entfernt von der Ruine der Burg Steinegg bei Wittlekofen, einem Stadtteil von Bonndorf, im Landkreis Waldshut in Baden.
Die um 1200 von den Grafen von Nellenburg erbaute Burg wurde erstmals 1288 bei einem Verkauf genannt. Die Ruine besteht aus zwei Anlagen, die zwei Türme aufweist, diese gehörten zeitweise verschiedenen Ritterfamilien daher wird der heute besteigbare Turm Grüningen genannt, der andere Turm auch Weissenburg, nach der gleichnamigen Stammburg der Freiherren von Krenkingen im Klettgau bei Weisweil (Weißenburg). Johann von Krenkingen-Weißenburg benutzte die Burg als Basis für Raubzüge in das Gebiet des Klosters St. Blasien und wurde dafür vom Basler Konzil mit dem Kirchenbann belegt. Wolf von Lichtenstein, der wohl nach dem Tod Henmans von Hauenstein und dessen Ehefrau Else Sweininger (von Lichtenstein) an Teile deren einstigen Besitzungen gelangte, kaufte 1436 und 1437 "Schloss und Veste Roggenbach" sowie die Vogtei zu Riedern am Wald. Verheiratet war er mit Küngold von Randeck im Ries, Tochter des Heinrich von Randeck. Letztlich wurde die Burg 1438 durch österreichische Truppen unter Werner von Staufen zerstört, aber 1443 durch den Sohn Johanns wieder teilweise aufgebaut. Bereits 1482 beim Verkauf an die Grafen von Lupfen wurde sie jedoch nur noch als Burgstall benannt. 1525 im Bauernkrieg wurden verbliebene Ökonomiegebäude, wie auch die benachbarte Burg Steinegg, endgültig zerstört. 
VON KRENKINGEN, Friedrich (I7921)
 
1415 Die Burg Weißenburg ist eine abgegangene hochmittelalterliche Höhenburg in der Nähe von Weisweil, ein Ortsteil der Gemeinde Klettgau im Landkreis Waldshut in Baden.
Die Weißenburg ist eine der ältesten Burgen im Klettgau, erwähnt wird sie erstmals als Wizzinburc predium, () situm in pago Chlegeuwe in comitatu Radebotonis comitis am 29. Oktober 1023 anlässlich einer Schenkung durch Kaiser Heinrich II. an das Kloster Rheinau nach einer Urkunde im Rheinauer Cartular. Vermutlich wurde sie vom Kloster Rheinau um 1023 bis 1092 erbaut.

Zunächst waren die Herren von Weißenburg als Klostervögte bestellt, nach diesen wurden um 1173 die Grafen von Lenzburg Herren der Burg, auf diese folgten durch eine Verfügung König Ottos IV. am 9. Februar 1209 die mit den Regensbergern in Beziehung stehenden Krenkinger. Als Diethelm von Krenkingen von 1157 bis 1161 Abt des Klosters Rheinau war, übernahmen diese damit ebenfalls die Schutzvogtei über das Kloster Rheinau, jedoch bereits im Mai 1241 bestätigten in der am 14. April von Friedrich II. eingenommenen Stadt Faenza, Diethelm von Krenkingen und seine Söhne Werner und Diethelm den Verzicht und Verkauf über das Vogtrecht für 1200 Mark Silber an Kaiser Friedrich II. Dieser wiederum bestätigte am 17. August 1241 in einer Urkunde, ausgestellt in castris prope Tibur den Rückkauf einschließlich von umliegenden 34 Ortschaften, darunter auch Wizinburch und Nova-Crenkingen, der Kaiser erinnert darin auch an die alten Rechte der Kaiser Barbarossa und Kaiser Heinrich VI. (sein Großvater und Vater). 
VON KRENKINGEN, Diethelm (I7929)
 
1416 Die Canossa waren eine der mächtigsten Familien im frühmittelalterlichen Italien. Sie zählten zu den führenden Dynastengeschlechtern des italienischen Adels.

Ihr Herrschaftsgebiet befand sich seit den ersten Jahrzehnten des 10. Jahrhunderts in den Tälern des Apennin. Die Emilia-Romagna, wo sich die namensgebende Burg Canossa befindet, wurde zum Kerngebiet ihrer Herrschaft, die sich um 1050 vom Gardasee über die Emilia-Romagna, die Markgrafschaft Tuscien bis hinunter ins Herzogtum Spoleto in der Mitte der italienischen Halbinsel erstreckte. Die Bedeutung der Familie Canossa trat besonders während des Investiturstreites hervor. Sie starb mit Mathilde von Canossa, der Erbin der Mathildischen Güter (1046–1115) aus.

Eine gleichnamige, nicht verwandte Familie, erhielt in der frühen Neuzeit in Mantua das Adelsprivileg erneut verliehen mit dem gleichen Wappen. Dieses Geschlecht existiert noch.
Die früheste Überlieferung zur Geschichte des Hauses Canossa erwähnt einen Langobardenfürsten Sigifredus von Canossa Anfang des 10. Jahrhunderts, der über Lehensbesitz in der Gegend von Lucca und umfangreichen Besitz in der Lombardei verfügte. Sein Sohn Goffredo war von 970 bis 976 Bischof von Brescia und von 976 bis zu seinem Tode 998 Bischof von Luni. Sigifredus Sohn Adalbert Atto von Canossa (* 939, † 13. Februar 988) trat die Nachfolge seines Vaters an und begann den Besitz durch die Anlage zahlreicher Burgen zu sichern, darunter auch 945 bis 950 die Befestigung des Felsens von Canossa. Seit 984 wurde er in den Urkunden als Markgraf bezeichnet und erhielt als Lehen die Grafschaften Parma, Piacenza, Bergamo, Cremona und Brescia.[1] Der Ehe Adalberts mit Hildegard entstammte sein Sohn Thedaldo, der von 988 bis zu seinem Tode am 8. Mai 1012 regierte.

Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung um das Jahr 1050 erstreckte sich das Herrschaftsgebiet derer von Canossa vom Gardasee bis zum oberen Latium, darunter die Städte wie Mantua, Modena, Ferrara, Florenz und Perugia. Die heutige Reggio nell’Emilia war das Zentrum der militärischen Macht und somit des politischen Geschehens. Im Laufe von etwas mehr als einem Jahrhundert ließ die Familie die Stützpunkte an den Straßen vom Apennin bis zur Poebene ausbauen, um somit die wichtigsten Handelsstrecken zwischen Italien und Mitteleuropa und der Adria unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese Strategie ermöglichte dem Haus, seine Position zu festigen und war eine Quelle seines Reichtums und seiner Macht. Einer der wichtigsten Stützpunkte war die Burg Canossa in Canossa. 
VON CANOSSA, Theobald (I37180)
 
1417 Die CHATTUARIER
(auch: Hattuarier, Chattwarier, Chasuaren, Hasuarier, Chasuarier, Kasuarier und Attuarier; Lateinisch Attuarii und Atthuarii; griechisch Χαττουάριοι Chattouarioi; Altenglisch Hetware) waren ein Rhein-Weser-germanischer Stamm, der ursprünglich wohl im nördlichen Hessen an Eder und Fulda siedelte, in den ersten Jahrhunderten nach Christus aber in das Gebiet der unteren Ruhr, der Lippe und des Münsterlandes zog.
Der Flussname HETTER und einige Stadtnamen wie Hattingen erinnert noch heute an sie. Sie waren Nachbarn der Brukterer und Chamaven und schlossen sich mit diesen und weiteren Stämmen im 4. Jahrhundert zum Stammesbund der Rheinfranken zusammen.

Nach ihnen war HATTUARIEEN benannt, eine mittelalterliche Grafschaft im rheinfränkischen und Heiligen Römischen Reich.

Amalgars
Familie gehörte dem Volk der Burgunden an, wie die Bildung seines Personennamens aus dem ostgermanischen Amal-Stamm nahelegt, und gelangte im Rahmen der burgundischen Herrschaftsausweitung unter König Gundobad in die Region der Saône-Ebene. Die Schlacht von Autun im Jahr 532 beendete zwar die burgundische Selbständigkeit, aber die Familie blieb auch unter fränkischer Herrschaft im Gebiet zwischen Dijon und Besançon begütert und einflussreich.

Aufgrund des unter den burgundischen Herzögen selten auftretenden Amal-Stammes vermuten Mediävisten, dass Amalgar Enkel jenes Dux Amalo (530–589) war, der in Band 9 der Zehn Bücher Geschichten (Decem libri historiarum) des Gregor von Tours ausdrücklich benannt wird.

Die erstmalige Erwähnung Amalgars als Dux findet sich in der Chronik des Fredegar für das Jahr 629, die Forschung geht aber gemeinhin davon aus, dass er bereits unter der Herrschaft von Chlotar II. die Herzogswürde verliehen bekam.

König Dagobert I. hatte nach Chlotars Tod die Herrschaft im Frankenreich übernommen und seinen Halbbruder Charibert II., der als einfältig (simplex) beschrieben wurde, bei der üblichen Erbteilung übergangen. Wie Fredegar berichtet, war der König auf Druck neustrischer Adliger um Chariberts Onkel Brodulf gezwungen, seinem Halbbruder das Unterkönigreich in Aquitanien abzutreten. Um die Durchsetzung neustrischer Partikularinteressen im Frankenreich für die Zukunft zu verhindern, beschloss Dagobert, den einflussreichen Onkel Chariberts beseitigen zu lassen. 630 wurde Brodulf, der sich auf dem Weg nach Aquitanien befand, auf Betreiben des Frankenkönigs während eines Aufenthaltes im burgundischen Saint-Jean-de-Losne gemeinschaftlich von Amalgar, dem Dux Arnebert und dem Patricius Willibad ermordet. 
..., Amalgar (I36621)
 
1418 Die Christianslegende ist eine mittelalterliche Quelle zur Geschichte Böhmens. Sie schildert die Christianisierung des Landes sowie das Leben und den Tod der Heiligen Ludmilla und Wenzel. Die Legende wurde lange für eine spätmittelalterliche Fälschung gehalten. Die Forschung ist sich jedoch mittlerweile weitgehend einig, dass sie am Ende des 10. Jahrhunderts entstand.
Das Werk wird nach seinem Anfangssatz auch Vita et passio sancti Wenceslai et sancte Ludmile ave eius (Leben und Tod des heiligen Wenzel und seiner Großmutter, der heiligen Ludmilla) genannt, ist also in erster Linie eine Heiligenlegende. Im Prolog tut der Verfasser seine Absicht kund, die Geschichte vom Leben und Märtyrertod der beiden ersten Heiligen des Landes zu schildern. In den folgenden zehn Kapiteln nimmt das Werk jedoch eher den Charakter einer Chronik an. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Mission der Slawenapostel Kyrill und Methodius in Mähren; das zweite erzählt die Abstammungssage der Přemysliden, die Berufung des Pflügers Přemysl auf den Fürstenthron, und schildert die Taufe des Fürsten Bořivoj in Mähren und den nachfolgenden Aufstand in Böhmen gegen die neue Religion. Erst im dritten und vierten Kapitel kommt der Verfasser auf Ludmilla und ihren Tod in Tetín zu sprechen. Das fünfte bis siebte Kapitel ist dem Leben ihres Enkels Wenzel und dem Brudermord in Stará Boleslav gewidmet, das achte bis zehnte dann den Wundern, die sich nach seinem Tod ereigneten.

Die Abstammungssage der Přemysliden taucht bei Christian erstmals in der schriftlichen Überlieferung auf. Doch auch für wesentliche Fakten der frühen böhmischen Geschichte, beispielsweise die Fürstentaufe in Mähren oder die Unruhen und Machtkämpfe, die den Aufstieg der Přemysliden-Dynastie zu Beginn des 10. Jahrhunderts begleiteten, ist die Christianslegende die erste, manchmal sogar die einzige Quelle. Die Frage nach ihrer Echtheit ist daher für die historische Forschung von entscheidender Bedeutung. 
N., N. (I36288)
 
1419 Die Christianslegende und die Chronica Boemorum, von dem böhmischen Geschichtsschreiber Cosmas von Prag in den Jahren 1119 - 1125 verfasst, nannten ihn einen Fürst(dux) der PSCHOWANEN; EIN WESTSLAWISCHER STAMM oder ein Herrschaftsgebiet im Böhmischen Becken im heutigen Tschechien. Der Prolog über die heilige Ludmila bezeichnete ihn als einen Fürsten der sorbischen MILZENER.

Nach einer lokalen Legende soll Slavibor für seinen Sohn Housek die Burg Houska errichtet haben lassen.
Burg Houska (deutsch Hauska) befindet sich in Blatce südlich von Doksy (Hirschberg) in der Daubaer Schweiz in Tschechien. Sie steht auf einer prismenförmigen Säule aus Sandstein. Typisch für Houska ist der Sgraffito-Schmuck an der Fassade. 
VON BÖHMEN, Slavibor (I36287)
 
1420 Die Chronik von Saint-Maixent und Ademar von Chabannes sind die Hauptquellen für seine Herrschaft. Er machte gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder Theobald, der jung starb, vor 1018 Schenkungen an Saint-Cyprien. Er lebte für die Nachfolge seines Onkels in der Gascogne, erhielt sie 1032 aber nur teilweise: Berengar, ein Enkel Sanchos VI., tritt als Graf von Gascogne bis 1036 auf, entweder aus eigenem Recht oder als Odos Regent.

Odo folgte 1038 seinem Halbbruder Wilhelm VI. als Herzog von Aquitanien. Um seine Rechte in Poitou musste er gegen seine Stiefmutter Agnes von Burgund und seinen Halbbruder Wilhelm VII. kämpfen. Er starb in einem Gefecht bei Mauzé bei der Verteidigung seines kürzlich erworbenen Titels. Er wurde in der Abtei Saint-Pierre in Maillezais neben seinem Vater und seinem Bruder beerdigt 
(AQUITANIEN), Odo (I37643)
 
1421 die die beiden Linien der Familie 1402 wieder zusammenführten.

Johann IV. heiratete 1383 Anna von Katzenelnbogen, eine entfernte Cousine aus der älteren Linie des Geschlechts und hatte mit ihr mindestens einen Sohn, Graf Philipp I. (1402–1479) 
VON KATZENELBOGEN, Johann IV. (I1671)
 
1422 Die E. vom Glas gehörten seit ihrer Einbürgerung zu den Zürcher Spitzengeschlechtern.
Die Söhne des Schultheissen Johannes (geb. 1294) erwarben im 14. Jahrhundert das Bürgerrecht der Stadt Zürich:
Heinrich heiratete in erster Ehe Margaretha zum Thor, in zweiter Ehe Regula Manesse von Manegg. Im 16. Jh. bestanden zwei Linien: Die Nachkommen von Bürgermeister Rudolf (->), Herrn zu Dübelstein, dessen Enkel Niclaus 1527 das Zürcher Bürgerrecht aufgab, nach Basel zog und sich nach der Heirat mit Ursula Grieb von und zu Binningen E. von Binningen nannte. Die Nachfahren von Rudolfs Bruder Hans blieben vorerst in Zürich, wo sie als reiche Kaufleute eine bedeutende wirtschaftl. und soziale Stellung innehatten. 
ESCHER, Johannes (I3434)
 
1423 Die Ebstorfer Märtyrer fanden am 2. Februar 880 das Martyrium( sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen leiden und dafür den Tod erdulden.) In der Schlacht des sächsischen Heeres gegen die heidnischen Normannen bei Ebekestorpe, dem heutigen Ebstorf in der Lüneburger Heide, wurden mehrere Grafen, Bischöfe, Herzöge und Edle getötet. Die sogenannte Normannenschlacht endete mit einer erheblichen Niederlage für das Sachsenheer.

Brun fiel am 2. Februar 880 im Kampf gegen die Normannen (siehe Normannenschlacht 880) in der Lüneburger Heide. Brun wird zu den sogenannten Ebstorfer Märtyrern gezählt. Das Ereignis fand Eingang in die zeitgenössische Geschichtsschreibung der fuldischen Annalen, und der Toten wurde in den Totenannalen desselben Klosters als Graf und Bruder der Königin, comes et fr(ater), gedacht. Sogar in das entfernte Kloster Reichenau sandte man ihre Namen, die dort in das Verbrüderungsbuch eingetragen werden. Bruns Erbe als Haupt der Liudolfinger trat sein Bruder Otto der Erlauchte an.

In der älteren Forschung war es unbestritten, dass die Liudolfinger in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts die führende Stellung in Sachsen einnahmen. Bereits der 866 verstorbene Stammvater Liudolf galt als „Stammesherzog“, dem seine Söhne Brun und Otto in seinem Rang folgten. Die jüngere Forschung beurteilt diese Ansicht zurückhaltender. Die Entstehung des „jüngeren Stammesherzogtums“ in Sachsen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts ist heute Gegenstand intensiver Neubewertung. 
VON SACHSEN, Erbsdorfer Märtyrer Erbsdorfer Märtyrer Brun (I22555)
 
1424 Die Edelherren von Büren waren ein westfälisches Adelsgeschlecht. Sie waren Inhaber der Herrschaft Büren (Bürener Land). Später waren sie zeitweise eine der mächtigsten Familien im Bistum Paderborn und einflussreich auch in benachbarten Gebieten, etwa im heutigen Sauerland. Ihre Stammburg war vermutlich die abgegangene Burg Büren.

Das hier behandelte Geschlecht ist von den Herren von Büren zu Unna, den Herren von Büren zu Marsberg und den Herren von Büren genannt Sybertinch zu unterscheiden.

Im 12. Jahrhundert erscheinen die Edelherren von Büren erstmals als Untergebene der Grafen von Schwalenberg in deren Funktion als Vögte der Paderborner Bischöfe. Nach Tönsmeyer ist der Edelherr Dietmar von Padberg, der Bruder von Erpo II. von Padberg, identisch mit dem ersten Edelherrn Dietmar von Büren. Um das Jahr 1150 traten sie in familiäre Beziehung zur Ministerialenfamilie von Vesperde. Am Zusammenfluss von Alme und Afte erbauten sie in dieser Zeit eine Burg. Diese war günstig am Handelsweg zwischen Lippstadt, Marsberg und Warburg gelegen. Sie standen auch in einem engen Verhältnis zu den Grafen von Arnsberg. Nachdem die Schwalenberger die Vogtei über das Bistum Paderborn verloren hatten, orientierten sich auch die Herren von Büren um. Berthold und Dietmar von Büren wurden 1195 Gründer der Stadt Büren. Die Brüder übertrugen ihre Besitzungen dem Bischof von Paderborn und erhielten im Gegenzug die Erlaubnis zur Stadtgründung sowie finanzielle Unterstützung beim Bau der Stadtbefestigung, Münz- und Zollrechte sowie weitere geldwerte Vorteile. Die Stadtgründung hatte für die Paderborner eine wichtige strategische Bedeutung, lag diese doch an der Grenze zu den Besitzungen des Erzbistums Köln. Die Herren von Büren waren zeitweise im Gefolge der Paderborner, zeitweise in dem der Kölner Bischöfe zu finden.

Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erreichte der Einfluss der Edelherren von Büren ihren Höhepunkt. Mit Wünnenberg gründeten sie eine weitere Stadt. Ihr Besitz reichte von Altengeseke im Westen, über das Sintfeld bis in die Gegend von Dalheim. Außerdem besaßen sie erheblichen Besitz in der Gegend von Düdinghausen, Deifeld und Grönebach. Hinzu kamen zahlreiche weitere Gerechtsame. Zeitweise schien es, als ob die Edelherren sich auf dem Weg zu einer Landesherrschaft befänden. Sie verfügten über eine Reihe von Ministerialen. Die Entwicklung zu einer Territorialherrschaft scheiterte an innerfamiliären Konflikten, Auseinandersetzungen mit der Bürgerschaft und dem Druck der Paderborner Bischöfe.

Eine Linie mit Sitz auf der Wewelsburg musste ihren Besitz inklusive der Hälfte der Stadt Büren an den Bischof von Paderborn verpfänden. Später sah sie sich sogar zum Verkauf genötigt. Seither residierte ein Amtmann des Bischofs in der Stadt Büren. Als es 1291/92 zu einem Pogrom gegen die jüdischen Einwohner der Stadt kam, an dem sowohl Edelherren wie Bürger ihren Anteil hatten, wurden sie vom Bischof von Paderborn als Sühneleistung zum Bau einer Kapelle gezwungen.

Obwohl den Edelherren der Aufbau einer unabhängigen Landesherrschaft nicht gelungen war, gehörten sie im Bistum bzw. Hochstift Paderborn zu den mächtigsten Adelsfamilien. Während der Reformation bekannte sich das Geschlecht zum Calvinismus. Gleichwohl wurden Mitglieder der Familie auch in der Folge zu Statthaltern der Fürstbischöfe. Ein offenbar katholisch gebliebenes, aber verheiratetes, Familienmitglied war z. B. der Domkellner (Cellerar) und Domkantor von Münster, Melchior von Büren (* 1480 in Davensberg, † 1546 in Münster).

Der letzte des Geschlechts, Moritz von Büren, trat in den Jesuitenorden ein. Als er 1661 kinderlos starb, vermachte er die Herrschaft Büren seinem Orden. Dies führte zu langen Erbstreitigkeiten. Erst 1714 konnten die Fürstbischöfe ihren Anspruch mit Hilfe des Jesuiten Vitus Georg Tönnemann durchsetzen.

Wappen
Blasonierung des Stammwappens: Das Wappen zeigt in Silber einen schwarzen, gold gekrönten Löwen. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken der Löwe wachsend zwischen einem silbernen Flug.

Blasonierung des Freiherrenwappens: Geviert mit Herzschild. In letzterem in Rot ein silberner Wechselzinnenbalken (siehe Wappen der Grafschaft Buren; siehe auch Buren (Gelderland)). Felder 1 und 4 in Silber ein nach innen springender schwarzer, goldgekrönter Löwe (siehe Stammwappen der Edelherren). Felder 2 und 3 in Silber ein roter Rautensparren (siehe altes Wappen der Stadt Büren). Zwei gekrönte Helme: Auf Helm 1 der silberne, goldgekrönte Löwe wachsend zwischen einem silbernen, offenen Flug. Auf Helm 2 ein goldener Pfahl mit roter Spitze, obem mit einem blauen Wedel besteckt, zwischen einem offenen rot-silbern geteilten Flug mit wechselnden Farben. Die Helmdecken in schwarz-silbern und rot-silbern.[1]

Fahne führt aus, dass das Geschlecht der Edelherren von Büren nach Scioppius, Pyrach und anderen älteren Genealogen eines Stammes mit dem Grafen von Büren in Holland gewesen sein soll. Die Familie habe deshalb zunächst das Wappen der holländischen Grafschaft Büren geführt. Erst später habe die Linie in Paderborn das Löwen-Wappen angenommen.[2] Vor diesem Hintergrund ist der Mittelschild des Freiherrenwappens als Referenz auf die von der Familie selbst angenommenen Abstammung von den Grafen von Büren zu verstehen.

Familienmitglieder
Adelheid II. von Büren († 1220), deutsche Adlige, Äbtissin von Gernrode und Frose
Hugo von Büren, gründete 1152 das Kloster Sünte Marienrode in Wietmarschen
Hermann von Büren (* 14. Jh.), Domherr in Münster
Bertold von Büren († 1390), Domherr in Münster
Hermann von Büren († 1454), Domherr in Münster
Balthasar von Büren (1458–1517), Gograf und Erbauer der Pfarrkirche St. Anna in Davensberg
Melchior von Büren (1480–1546), Domherr, Domkantor und Domkellner in Münster. Erbauer des Epitaphaltars in der Pfarrkirche St. Anna in Davensberg
Bernhard von Büren (1564–1638), Domvikar in Münster
Joachim von Büren († 1557), Domherr in Münster und Paderborn
Bernhard von Büren († 1580), Vicedominus und Domherr in Münster und Paderborn
Melchior von Büren (1546–1589), Domherr und Domkellner in Münster
Balthasar von Büren († 1583), Domherr in Münster
Wilhelm von Büren († 1618), Domvikar in Münster
Arnold von Büren (1536–1614), Domdechant und Domherr in Münster
Moritz von Büren (1604–1661), Freiherr von Büren und Jurist
Literatur
Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter. 1858, S. 83 ff.
Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S. 103 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Reinhard Oberschelp: Die Edelherren von Büren bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Aschendorff, Münster 1963.
Hans Dieter Tönsmeyer: Gerhao quondam dux. Zur Rolle des fränkischen Reichsadels im hessisch-sächsischen Grenzraum. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (ZHG), Band 122 (2017), S. 1–24 (Digitalisat online).
Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 24; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 56.
Weblinks
Hans-Josef Dören: Aus der Geschichte der Stadt Büren Website des Heimatvereins Büren e.V., abgerufen am 26. September 2017
Reinhard Oberschelp: Die Wewelsburg als Sitz der Edelherren von Büren im 14. Jahrhundert Westfälische Zeitschrift 1963, S. 377–383
Julius Schwieters: Die Familie von Büren zu Davensberg auf davensberg.de, abgerufen am 25. Oktober 2021
Koordinaten: 51° 33′ 21,2″ N, 8° 33′ 30″ O | OSM |
Einzelnachweise
Spießen (1901–1903), S. 24.
Fahne (1858), S. 83 f.
Spießen (1901–1903), S. 24 und Tafel 56.
Spießen (1901–1903), Tafel 56.
J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 1 (Souveräne und Landesfürsten), 4. Abt., T. 2: Städtewappen, Bd. 2, Nürnberg 1885, S. 241 und Tafel 247. 
VON BÜREN, Elisabeth (I45655)
 
1425 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Famileinlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111374?main_person=I322522 
VON BREITEN-LANDENBERG, Verena I. (I372)
 
1426 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111564?main_person=I322536 
VON BREITEN-LANDENBERG, Ritter Behringer I. (I7933)
 
1427 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111567?main_person=I322868 
VON BREITEN-LANDENBERG, Hermann I. (I3192)
 
1428 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111665?main_person=I322867 
VON LANDENBERG, Beringer (I23732)
 
1429 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111724?main_person=I322737 
VON BREITEN-LANDENBERG, Hermann II. (I29137)
 
1430 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111767?main_person=I321794 
VON BREITEN-LANDENBERG, Hermann III. (I35783)
 
1431 Die Edlen von Landenberg
http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111794?main_person=I322965 
VON BREITEN-LANDENBERG, Ritter Hugo I (I13881)
 
1432 die Ehe blieb wohl tragischerweise ohne erwachsene Kinder. Da die Kinder (berichtet werden 3 Söhne) früh starben, entschieden die Eheleute ihr Vermögen nun vollständig "zum Lobe und zur Ehre des Namens Gottes und der Gottesgebährrerin Maria und der Heiligen" einzusetzen. VON SACHSEN, Adelheid (I36024)
 
1433 Die Ehe wurde 1145 geschieden. Während Sophia mit ihrer Mutter nach Polen zurückkehrte, blieben ihre Brüder Wladimir (Wolodar) und Wisilko beim Vater zurück. Aus der ersten Ehe ihrer Mutter mit dem dänischen Prinzen und schwedischen König Magnus hatte sie einen Halbbruder, der 1146 als Knut V. König von Dänemark wurde.

1148 starb Ulvhild Håkonsdatter, die Frau von Sverker I. von Schweden, dem früheren Gegner von Rikissas erstem Mann. Mit ihm schloss Rikissa ihre dritte Ehe. Sophia begleitet ihre Mutter nach Schweden und wuchs am Hof ihres Stiefvaters auf. Dieser unterstützte die Thronansprüche von Rikissas ältestem Sohn in Dänemark, nahm ihn in Schweden auf, als er 1150 vor seinem Mitkönig Sven III. fliehen musste, und gab ihm seine Tochter Helena, Sophias Stiefschwester, zur Frau. Als Knut V. 1154 mit Unterstützung seines Cousins Waldemar, des Sohns von Knud Lavard, seinen Thron zurückerlangen konnte, wurde Sophia zur Festigung der Allianz mit Knuts neuem Mitkönig Waldemar I. verlobt.

Die Hochzeit fand erst statt, nachdem Knut V. von Sven III. ermordet worden und Waldemar nach dem Sieg über Sven III. am 23. Oktober 1157 Alleinherrscher von Dänemark geworden war. Der Sage nach ermordete sie Tove, die zuvor Waldemars Geliebte gewesen war, im Bad.

Nach Waldemars Tod warb der zehn Jahre jüngere Landgraf Ludwig III. der Fromme (um 1151–1190) von Thüringen um die dänische Königin. 1184 reiste Sophia mit großem Gefolge und von ihrem Sohn Knut VI. mit einer reichen Mitgift ausgestattet nach Thüringen. Doch Ludwig verstieß sie vor seinem Aufbruch zum Dritten Kreuzzug. Sophia kehrte nach Dänemark zurück, wo sie 1198 starb und in der Marienkirche (heute St. Bendt) in Ringsted neben Waldemar bestattet wurde. 
VON MINSK, Sophia (I40861)
 
1434 Die ehemalige Biberlinsburg
Über diese ehemalige Burganlage gibt es leider sehr wenige Überlieferungen. So soll es sich angeblich auch weniger um eine herkömmliche Burg gehandelt haben als vielmehr um einen erhöht angelegten Landsitz. Von hier aus hatte man einen schönen Rundblick. Im Laufe der Zeit haben allerdings die Bäume den Ausblick stark eingegrenzt.

Der normale Wanderer würde an dieser Stelle bestimmt nie ein solches Gebäude vermutet haben. So deuten auch keine Ruinen mehr auf den ehemaligen Bau hin. Das Fundament des Mauerwerkes muss man vermutlich unter den Wurzeln der Bäume begraben wissen. An dieser Stelle findet man Ruhe und Stille sanft begleitet vom Plätschern des Degenriedbächlis. Nur ab und zu wird diese Ruhe durchbrochen von Kinderrufen die vom nahegelegenen Spielplatz Degenried her stammen.

Über die eigentlichen Erbauer der Burg weiss man zu berichten, dass es sich um das einstige wohlhabende Geschlecht der Biberli gehandelt hat. Sie nutzten die Biberlinsburg als ihren Stammsitz. Zugleich besass aber diese Familie auch in der Altstadt um das Jahr 1300 den Glentnerturm (bei der Rosengasse) und ein zusätzliches Wohnhaus. Der Familienname der Biberli ist im 14. Jahrhundert ausgestorben.

Die Familie selber zählte zwar zu den Zürcher Ratsherrengeschlechtern nicht aber zu den eigentlichen ritterbürtigen Familien dieser Zeit. Seit dem 18. Jahrhundert taucht dann der Name Biberlinsburg in den alten Dokumenten auf. Doch gleichzeitig scheiden sich auch die Meinungen ob es sich hierbei wirklich um diese gemeinte Burganlage handelt. So wurden auch schon Stimmen laut, dass es sich hierbei um einen alten Wachtturm ausserhalb der Stadtmauern von Zürich gehandelt haben muss. 
BIBERLI, Werner (I40516)
 
1435 Die einzelnen Linien in der Genealogie der Etichonen werden bezeichnet als

Etichonen, (im engeren Sinne) mit dem Titel eines Herzogs im Elsass
Liutfriden, mit dem Titel eines Grafen im Sundgau, bzw
Eberharde, mit dem Titel eines Grafen im Nordgau bzw. Grafen von Egisheim, Dagsburg und Metz. Das bekannteste Familienmitglied ist Bruno von Egisheim, der 1049 als Leo IX. Papst wurde.
Leo IX., zuvor Bruno von Toul, ursprünglich Bruno von Egisheim-Dagsburg (* 21. Juni 1002; † 19. April 1054 in Rom), amtierte vom 12. Februar 1049 bis zum 19. April 1054 als Papst. Er gehörte zum Kreis der Reformbefürworter in der Umgebung der Salier und wird zum frühen Reformpapsttum gerechnet. Wegen seiner Herkunft und seiner Nähe zum salischen Kaiser gilt er als „deutscher“ Papst. 
N., Ava (I35631)
 
1436 Die einzige Tochter Ayomos, Henriette, heiratete 1269 Humbert von Montferrand. Dadurch gelangte die Familie Montferrand in den Besitz von La Sarra , welche das Wappen und den Namen weiter nutzten. VON LA SARRA, Henriette (I39037)
 
1437 Die Eltern und deren Herkunft
Die Eltern von Adolf von der Leyen kamen aus Radevormwald, wo es bis heute den Ortsteil Leye gibt und wo sie als Posamentwirker und Posamenthändler tätig waren. Sein Vater wurde zwischen 1590 und″ 1595 geboren und verstarb 1624 oder 1625. Noch kurz vorher war er 1623 und 1624 auf einer Frankfurter Messe als Bandhändler nachweisbar. Seine Mutter, „Entgen“ (Anna), führte nach dem Tod ihres Mannes das Geschäft in Radevormwald zunächst fort. In einem Radevormwalder Taufverzeichnis wurde sie 1638 als „ziemlich verschuldet“ vermerkt. Es hieß dort weiter, dass sie zwei Häuser und Ländereien geerbt hatte.

Sein Leben und Nachkommen
Er war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe führte er mit Sibilla Wienenberg († 1689), deren Vater ebenfalls Posamentwirker in Radevormwald war. Sie hatten zusammen zwei Söhne: Wilhelm von der Leyen (1650–1722) und Friedrich von der Leyen (1656–1724). Die zweite Ehe erfolgte mit Margaretha von Harting († 1698).[1]

Zum ersten Mal wurde er zusammen mit seiner Mutter und anderen Mennoniten 1638 vertrieben. Peter Kriedte vermutet in seinem Buch, dass er kurz danach wieder nach Radevormwald zurückkehrte, das er aber 1656 endgültig verlassen musste.

Jedenfalls stellte er in Radevormwald Posamente her und führte dort einen Handel. Auf Grund seines mennonitischen Glaubens wurde er jedoch 1656 von Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg, dem damaligen Herzog von Berg, endgültig vertrieben, indem er allen noch verbliebenen Angehörigen dieser Glaubensrichtung androhte, ein Viertel ihres Vermögens zu beschlagnahmen. Er floh nach Krefeld und erhielt dort 1679 die Bürgerrechte. Sein Geschäft führte er in Krefeld weiter. In der dortigen Mennonitengemeinde stieg er im Ansehen und übernahm später auch eine Leitungsfunktion.

In späterer Folge gelangten die Nachkommen der Familie von der Leyen in Krefeld zu großem Wohlstand, Ansehen und Reichtum. Die Enkel von Adolf von der Leyen, Friedrich und dessen Halbbruder Johann, gründeten 1721 eine Firma für die Herstellung von Seidenbändern und Samtwaren und begannen 1724 zusätzlich mit der Färbung von Seidenwaren. Diese Firma wurde damit unabhängig von den bisherigen Seidenfärbern in Köln und ein überregionaler Hersteller und Lieferant für Seiden- und Samtwaren.[1]

Friedrich Heinrich von Friedrich von der Leyen, ein Urenkel von Adolf von der Leyen, wurde in der Franzosenzeit 1813 zum baron de l’Empire in der Noblesse impériale erhoben und erhielt 1816 vom König von Preußen als Baron (Freiherr) einen weiteren Adelstitel.[2] Gegenwärtig werden die Besitztümer und Ländereien von der Freiherr-von-der-Leyen’schen Verwaltung durch Friedrich Freiherr von der Leyen in Neukirchen-Vluyn verwaltet. Neben Schloss Bloemersheim gehören dazu auch die Pachtbetriebe Schloss Dyck und Haus Meer.

Literatur
Peter Kriedte: Vom Leinen zur Seide …, in: Krefeld. Die Geschichte der Stadt, Band 2, 2000, S. 287–290. 
VON DER LEYEN, Baron Baron Adolf (I47343)
 
1438 Die Eltern von Ezzo waren Pfalzgraf Hermann I. von Lothringen († 996) und Heylwig/Heilwig von Dillingen. Ezzo heiratete Mathilde (um 979–1025), die Tochter des Kaisers Otto II. und der Mitkaiserin Theophanu.

Um eine standesgemäße Versorgung der Kaisertochter zu sichern, erhielt Ezzo zahlreiche Grafschaften und Vogteien, unter anderem den Auelgau und die Waldenburg im Sauerland, aber auch die Reichsdomäne Saalfeld mit dem Königshof und der Saalfelder Höhe, den südlichen Orlagau mit den Gebieten südwestlich von Saalfeld bis zum Gebirgskamm und das weiter südlich gelegene Gebiet um den Berg Coburg entlang einem wichtigen Heer- und Handelsweg von der Saale zum Main.

Er kontrollierte die großen Fernwege, z. B. mit Hilfe der Tomburg bei Rheinbach (ab 1000) und des Siegburger Michaelsberges. Damit begann ein Machtkampf mit dem Erzbistum Köln. Ezzos Tochter Richeza vererbte einen Teil ihres Landes, u. a. Saalfeld, den südlichen Orlagau und das Coburger Land 1063 an ebendieses Bistum, woraus die Benediktinerabtei Saalfeld entstand.

1024 gründeten die Eheleute das Benediktinerkloster Brauweiler, in dem beide auch beigesetzt wurden. 
(LOTHRINGEN), Ezzo (I23875)
 
1439 Die Ernste
waren eine Familie des fränkischen Adels, die insbesondere im 9. Jahrhundert in Bayern hervortrat[1]. Bekanntester Familienangehöriger ist der Grenzgraf Ernst († 865), der nach dem König der wichtigste Adelige in Bayern war. Sein Sturz nach einer Verschwörung ließ die Familie zurücktreten. Ihren Besitz im Sualafeldgau konnten sie jedoch behalten. Anfang des 11. Jahrhunderts sind die Ernste letztmals bezeugt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernste 
..., Wartrun (I39599)
 
1440 Die Ernste waren eine Familie des fränkischen Adels, die insbesondere im 9. Jahrhundert in Bayern hervortrat[1]. Bekanntester Familienangehöriger ist der Grenzgraf Ernst († 865), der nach dem König der wichtigste Adelige in Bayern war. Sein Sturz nach einer Verschwörung ließ die Familie zurücktreten. Ihren Besitz im Sualafeldgau konnten sie jedoch behalten. Anfang des 11. Jahrhunderts sind die Ernste letztmals bezeugt. VON EPPENSTEIN, Ernst (I39598)
 
1441 Die erste Erwähnung Gottfrieds stammt aus den Gesta Normannorum Ducum: „Gottfried, Graf der Angeviner, genannt Martel, ein heimtückischer Mann in jeder Beziehung, der seinen Nachbarn oft Übergriffe und unerträglichen Druck zufügte.“

Ebenso wie sein Vater war Gottfried von kriegerischer Natur und war zeit seines Lebens mit all seinen Nachbarn, darunter besonders Graf Theobald III. von Blois und Herzog Wilhelm II. von der Normandie, in militärische Konflikte verwickelt. 
VON ANJOU, Gottfried II. ´Martel` (I37727)
 
1442 Die erste schulische Ausbildung erhielt der junge Grolman im elterlichen Hause. Zur Vorbereitung seines weiteren Lebensweges besuchte er in Gießen das sogenannte Pädagogium. Schon zu dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zu Horaz. Dessen Werke ihm auch auf seinen Feldzügen in Spanien und Russland ein treuer Begleiter waren.

Eigentlich sollte Ludwig Grolman, sein Vater lehnte den 1785 durch Friedrich den Großen (1712-1786) angebotenen Adelstitel für diesen Zweig der Familie ab, wie seine anderen Brüder eine geisteswissenschaftliche Ausbildung erhalten. Doch die Neigung des Sohnes richtete sich auf die militärische Laufbahn. So trat er im Jahre 1792 in niederländische Dienste. Der gerade herrschende Krieg bot ihm günstige Aufstiegschancen. So wurde er bereits am 29.09.1793 zum wirklichen Fähnrich (vaandrig effectief) im 1. Bataillon des Regiments des Obersten Thouars ernannt.

Er nahm im holländischen Feldzug von 1793/94 nur an einigen Scharmützeln teil. Im Mai 1795 als die Franzosen die Verwaltung in Holland übernommen hatten, bat er um weitere Verwendung im holländischen Militär. Doch schon am 20. Mai 1795 bat er um Entlassung bzw. Beurlaubung. Es ging darum, dringende Familienangelegenheiten in Kleve zu regeln. Am 29.05.1795 erhielt er sein Entlassungsgesuch unterzeichnet von General Moreau.

Kurz nach seiner Rückkehr nach Gießen trat er Freikoporal in das 1. Bataillon des Regiments Landgraf ein. Am 01.09.1795 erfolgte seine Beförderung zum Fähnrich im 2. Bataillon des Regiments. Insgesamt war aber die Zeit in hessischen Diensten nicht sehr ereignisreich. Im Jahre 1803 trat er in kurbadische Dienste.

Zunächst ist er als Premierleutnant im Regiment »Kurprinz« ein. Dieses wurde gerade aus ehemaligen Stammeinheiten der von Bayern abgetretenen Truppenteile neu gegründet. Bei der Erweiterung des badischen Heeres wurden viele Stellen durch überwiegend ehemalig kurhessische Offiziere besetzt. In dieser Stellung verblieb Grolman jedoch nicht lange, bereits am 19.09.1804 wurde er zum Quartiermeisterleutnant im Generalstab und zugleich zum persönlichen Adjutanten des Kurprinzen Karl von Baden ernannt. Bereits am 08.05.1805 wurde er zum Stabshauptmann ernannt.

Baden stellte ein Feldkorps unter dem Befehl des Generalmajors Valentin von Harrant auf, das aus 5 Bataillonen Infanterie, einen Husarendetachement und 6 Geschützen bestand. Es sammelte sich Anfang Oktober in Pforzheim, um die Stadt gegen einen österreichische Angriff unter General Mack zu verteidigen. Da dieser jedoch am 17.10.1805 bei Ulm kapitulierte und die französische Hauptarmee auf Wien marschierte, zog die badische Brigade über Heilbronn und Nördlingen nach Donauwörth und Augsburg bis zur Festung Braunau. Die Brigade leistet entlang der Festen am Inn Garnisonsdienst.

Grolman nahm im Januar an der Reise von Kurprinz Karl von Baden nach Paris teil, wo am 08.04.1806 die Hochzeit zwischen den Kurprinzen und Stephanie Beauharmais, einer Stieftochter Napoléons, stattfand. Grolman nahm am darauf folgenden Krieg gegen Preußen als Adjutant des Erbgroßherzogs Karl von Baden - das Kurfürstentum Baden war nach der Unterzeichnung der Rheinbundakte am 12.07.1806 zum Großherzogtum erhoben worden - teil. So war er ständige Begleitung des Erbgroßherzogs und General von Harrants im Hauptquartier Kaiser Napoléons.

Am 20.07.1807 wurde Grolman für eine Waffentat bei der Belagerung von Danzig das Ritterkreuz des neugestifteten militärischen Karl-Friedrich-Verdienstordens verliehen. Grolman schrieb in seinem Tagebuch über den Feldzug von 1806/1807 »Tagebuch über den Feldzug Sr. Hoheit des Erbgroßherzogs von Baden, von Anfang Oktober 1806 bis Ende Juni 1807«:

Am 16. April machten die Belagerten einen Ausfall auf die isoliert auf der Nehrung stehende schwache Division Gardanne. Als nach einem dreistündigen hartnäckigen Gefecht worin sich Gardanne behauptet hatte, der Kampf, der sich gelegt zu haben schien, von neuem mit verdoppeltem Eifer entbrannte, schickte der Erbgroßherzog mit Genehmigung des Marschalls Lefebvre zum Zwecke einer Diversion seinen Adjutanten mit fünfzig Schützen auf die linke Flanke der Tranchée um dort den Feind zu beschäftigen und ihn an der Unterstützung seiner gegen Gardanne kämpfenden Truppen zu verhindern. Die kleine badische Abteilung treib durch ihr Feuer die preußischen Arbeiter an Hagelsberge, sowie die feindlichen Schützen, die sich vor dem Olivaer Tor postiert hatten, in den bedeckten Weg zurück, unternahm einen Scheinangriff auf die Kalkschanze und nötigte die Preussen hierdurch, ansehnliche Verstärkungen nach dieser Richtung zu divegieren und ein ansehnliches Feuer dahin zu unterhalten, während Gardanne auf der Nehrung einen vollständigen Sieg errang.

Nach dem Feldzuge von 1806/07 begann für Grolman eine kurze Zeit am badischen Hof, die ihm nicht so ganz behagte. Bereits am 29.12.1807 wurde er zum Infanterieregiment von Harrant nach Freiburg versetzt. Das Regiment wurde 1806 aus Truppen der ehemaligen Fürstentümer Leininigen, Salm und Fürstenberg gebildet. General von Harrant wurde Inhaber des Regiemtns, nachdem der bisherige Inhaber der spätere Markgraf Ludwig auf Befehl Napoléons alle militärischen Funktionen niederlegen musste. Mit dem 4. Linieninfanterieregiment unter Befehl des Obersten Heinrich von Porbeck, zog Grolman im 24.08.1808 nach Spanien. Bei Kehl, das 1808 wegen seiner militärischen Bedeutung an Frankreich abgetreten werden musste, zog man über den Rhein, weiter über Metz, Brienne, Troyes, Orleans, wo Marschall Lefebvre das Regiment besichtigte, ging es weiter über Chateauroux, Perignieus, Mont du Marsan nach Bayonne, wo am 12. Oktober die französisch spanische Grenze überschritten wurde.

Über seinen Einsatz in Spanien berichtet Major Grolman ausführlich in seiner Veröffentlichung »Aus dem Tagebuch eines Deutschen Offiziers über seinen Feldzug in Spanien 1808«.Nach dem Tode des Regimentskommandeurs von Porbeck übernahm er die Führung des badischen Kontingents in Spanien.

Aber auch diesmal gefiel Ludwig von Grolman das Hofleben nicht besser als 1808. Im Februar 1812 wird er zum Generalstabschef des badischen Kontingents nach Russland ernannt. Bereits seit Mai 1811 befanden sich Truppen des Linieninfanterieregiments Erbgroßherzog über Magdeburg und Stettin im November 1811 in Danzig. Am 19.02.1812 zog Grolman mit dem Linieninfanterieregiment Wilhelm von Hochberg Nr. 3 und dem leichten Infanteriebataillon von Lingg von Mannheim aus, während eine weitere Kolonne bestehend aus dem Linieninfanterieregiment Großherzog Nr. 1, dem Husarenregiment von Geusau, sowie einer Fuß- und einer halben reitenden Batterie gebildet. Doch bevor Graf von Hochberg mit seinen Truppen in Danzig eintraf, marschierte Napoléons schon in Russland ein. So sammelte sich ein großer Teil der badischen Truppen im August 1812 unter Marschall Victor in Tilsit. Von Tilsit aus ging es Minsk, Borissow, Orscha nach Smolensk wo sie Ende September eintrafen.

Für die Truppen des Marschall Victor war es bisher ein Feldzug ohne Feindberührungen gewesen. Erst am 31. Oktober kam es zum Gefecht mit den Truppen Wittgensteins bei Czansniki. Bis zum zweiten Gefecht von Czansniki am 14.11.1812 deckte das 9. Korps von Marschall Victor, zu dem die Badener gehörten, den Rückzug der Grande Armee von Moskau aus. Erst nach diesem 2. Gefecht musste sich auch das 9. Armeekorps zurückziehen. Am 24 11.1812 kam es zu einem weiteren Gefecht der stark geschwächten badischen Brigaden bei Baturi. Am darauf folgenden Tag deckte das 9. Korps den Rückzug der Armee auf der Straße von Smolensk nach Wilna.

Am Abend 27.11. überschritt das Korps die Berisina und ging an der östlichen Uferseite in Stellung. Sie nahmen eine defensive Stellung ein, um die heranrückenden russischen Streitkräfte aufzuhalten. Es kam zu schweren Kämpfen, die bei den Badenern schwere Verluste forderten. Allein 28 Offiziere wurden verwundet oder sind gefallen. Zu den verwundeten gehörte auch Grolman. Durch eine Quetschung am Bein, wurde seine Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Am Abend dieses mörderischen Gefechtes erhielten die Truppen den Befehl, sich über die Berisina auf das westliche Ufer zurückzuziehen. Der Rückzug vollzog sich unter schwersten Strapazen unter anderem durch die extremen klimatischen Bedingungen. Grolman schleppte sich anfangs noch zu Fuß weiter ehe Graf Hochberg ihm seinen Wagen überließ. Zusammen mit dem Feldjäger Karl Hubbauer und dem Rittmeister Freiherrn von Collenberg, vom aufgeriebenen badischen Husarenregiment trennte er sich am 07.12.1813 vom Grafen. Da der Weg nach Wilna versperrt war und die Männer sich verirrten fielen sie am 13.12.1812 in russische Gefangenschaft. Sie wurden in einem von einem Kapuziner bewohnten Pfarrhaus im Dorfe Keitowischki untergebracht. Dort wurden sie zunächst freundlich aufgenommen und mit Lebensmitteln versorgt. Am 2. Tag kamen irreguläre russische Soldaten und raubten den wehrlosen Gefangenen auch noch ihre Kleider. Am Morgen des 3. Tages wiederholte sich eine ebensolche Durchsuchung erfolglos. Der Kapuziner wohl unwillig der Durchsuchungen trieb die Gefangenen aus seinem Hause. Ein Bauer nahm die halbnackten badischen Soldaten in einer schlechten Hütte auf, wo sie zwar vor der Kälte nicht aber vor den marodierenden russischen Soldaten sicher waren. Bei dieser Gelegenheit trennte sich Rittmeister von Collenberg und entkam über Wien nach Karlsruhe.

Zwanzig weitere Tage verbrachten Grolman und Hubbauer in dem Verschlag. Sie ernährten sich vom Fleisch gefallener Pferde oder von den Gaben, die Hubbauer von einem polnischen Edelhof bei Wilma erhielt. Sie waren dabei schwersten Misshandlungen ausgesetzt. Bei dieser Gelegenheit wurde Grolman ein derart heftiger Stoß mit einem Gewehrkolben auf die Brust verpasst, dass er die Nacht unter großen Schmerzen verbrachte. Ein russischer Dragoneroffizier namens Albrecht, der auf dem Edelhof bei Wilma vom Schicksale Grolmans und Hubbauers erfahren hatte, überließ den Männern Kleidungsstücke und Pelze und quartierte sie auf dem Edelhofe ein. Auch die Versorgung mit Lebensmitteln war sehr gut. Nachdem sich die beiden einigermaßen erholt hatten, wurden sie mit einer Dragonereskorte nach Schischmori, wo Grolman in der Judenschule ein Quartier fand. Dort trennte sich Albrecht von Grolman. Grolman entschloss sich jedoch nach Wilna zurückzugehen, wo er nach einem fünftägigen Fußmarsch völlig durchnässt eintraf. In Wilma bat er darum den Gouverneur vorgestellt zu werden, doch der russische Offizier verstand ihn nicht.

Nach zwei weiteren harten Nächten fand sie ein Abgesandter des Großfürsten Konstantin - dem Bruder Alexander I. - der Grolman 100 Rubel für eine neue Montur zur Verfügung stellte, damit er vor den Zaren erscheinen könnte, der ihn dann nach Baden entlassen wollte. Doch Grolman war inzwischen durch den erlittenen Kolbenhieb und die Strapazen der letzten Tage zu schwach um noch vor Alexander I. zu erscheinen. Nach einer kleinen Besserung befand sich der Zar jedoch nicht mehr in Wilna. Am 30.01. schrieb er noch Briefe an seine Familie und den Großherzog Karl und bat um finanzielle Unterstützung. Doch am 18.02.1813 starb Oberst Ludwig von Grolman durch die Strapazen seiner Gefangenschaft.

Am 22.10.1812 wurde Oberstleutnant Ludwig von Grolman in den preußischen Adel erhoben. Am gleichen Tag erhielten auch seine Brüder Adolf, Karl und Friedrich Grolman. Ihnen wurde, wie bereits 1786 ein Wappen verliehen, dass in einem goldenen Schildrand in blau eine silberne Lilie. Auf den Helm fanden sich blausilberne Decken und ein aufgerichtetes Schwert mit goldenen Griff und blanker Klinge Es wurde von zwei Büffelhörnern umgeben. 
VON GROLMANN, Ludwig Theodor Dietrich Christian (I6312)
 
1443 Die erste urkundliche Erwähnung durch Walter von Wellenberg geht in das Jahr 1204 zurück. Im Zuge der Beendigung des Interregnums durch Rudolf von Habsburg zerstörten und verbrannten die Zürcher im Jahr 1258 die Burg weil von ihr aus Raubzüge in die Umgebung ausgeübt worden waren. Ulrich von Wellenberg und seine beiden Neffen wurden in Zürich gefangengesetzt und mussten letztlich Urfehde schwören. Sie besassen auch das Wohnrecht in Frauenfeld.

1370 kam Burg Wellenberg als Lehen des Klosters Reichenau in die Hand derer von Strass die den Besitz um 1370 an die Herren von Hohenlandenberg übergaben. Die Herrschaft Wellenberg umfasste die Gerichtsbarkeit über Wellhausen, Thundorf mitsamt den umgebenden Höfen sowie den Vogteien Mettendorf, Eschikofen und Lustorf. Die Hohenlandenberger waren Dienstleute der Habsburger und erfolgreich im Vorfeld der Appenzellerkriege. Sie regierten zugleich von dem Schloss Frauenfeld und dem Schloss Sonnenberg aus. Margarethe von Hohenlandenberg stiftete 1450 die Schlosskaplanei, aus der sich später die Pfarrei Felben entwickelte.

Um 1513 erwarb der sagenumwobene Jakob Mötteli von Rappenstein die Burg Wellenberg. 1537 kam die Herrschaft für rund 130 Jahre in den Besitz der Herren von Ulm. Gregor von Ulm verstärkte kurz vor dem Dreissigjährigen Krieg noch die Wehren und Waffen der Burg.

1669 erwarb Johannes Escher im Auftrag der Stadt Zürich die Liegenschaft, welche diese am 17. November 1815 wiederum an Joachim Leonz Eder verkaufte. Am 24. März 1900 verkauften die Geschwister Nikolaus, Verena und Louise Bienz der Familie Schenkel den inzwischen errichteten Gutsbetrieb zusammen mit dem Schloss. Im Jahr 2002 wurde das Schloss unter Bundesschutz gestellt. Zwei Jahre später wurde im Rahmen der Jubiläumsfeier «800 Jahre Schloss Wellenberg» die Stiftung Schloss Wellenberg gegründet. 
VON HOHENLANDENBERG, Siegmund (I46953)
 
1444 Die ersten Besiedelungsspuren in Hettlingen gehen auf die Jungsteinzeit zurück. Aus römischer Zeit wurden in der Nähe der Kirche Reste eines römischen Gutshofes gefunden. Um 700 gab es in Hettlingen eine frühmittelalterliche Kapelle, und es wurden alemannische Gräber aus dieser Zeit gefunden. Im Zuge geophysikalischer Untersuchungen konnten 1995 archäologische Abklärungen ein digitales Geländemodell des Areals der ehemaligen Wasserburg erstellen. So konnten mit Hilfe des Radars die Lage des Grabens, der Umfassungsmauer und des Wohnturms erfasst werden.[9]

1223 werden die Herren von Hettlingen erstmals erwähnt, kyburgische Gefolgsleute, die im 1752 abgebrochenen Wasserschloss Hettlingen residierten. 1434 erwarb die Stadt Winterthur Hettlingen, in dessen Besitz das Dorf bis zum Ende der alten Herrschaft 1798 blieb. 1857 wurde das Dorf durch die Rheinfallbahn erschlossen. Heute ist das Dorf eine Agglomerationsgemeinde der Stadt Winterthur. 
VON HETTLINGEN, Heinrich (I29125)
 
1445 Die Fam. S. gehört zu den ältesten zu Beginn des 21. Jh. noch existierenden Geschlechtern Basels. Ursprünglich stammt sie aus Schwaben (Riedlingen oder Reutlingen). Ihr Stammvater war der Seiler Hans (1555), der 1519 Mitglied der Zunft zu Gartnern und 1520 Basler Bürger wurde. 1542 gelangte er im Zuge der Reformation als Sechser zu Gartnern in den Gr. Rat. Mit seinem Enkel Johannes (1555-1615) schaffte die Fam. den Aufstieg in die Ratsgeschlechter. Bis zum Ende der alten Eidgenossenschaft 1798 stellte sie insgesamt zehn Ratsherren oder Zunftmeister, sechs von ihnen, darunter Johannes (1600-60), Martin (->) und Johann Rudolf (->), gehörten dem Dreizehnerrat (Regierung) an. In Basel verband sich die Fam. mit zahlreichen alten Geschlechtern (Merian, de Bary, Burckhardt, Vonder Mühll, Socin, Christ). Im 19. Jh. wirkte August (->) als Regierungsmitglied. Die meisten Angehörigen des Geschlechts betrieben bis ins frühe 19. Jh. Handelsgeschäfte, oftmals mit Eisenwaren. Seit etwa 1750 finden sich aber auch Eisen- und Stofffabrikanten unter den S. Mehrere Mitglieder der weitverzweigten Fam. wanderten nach Frankreich oder Amerika aus. Einige waren Professoren an der Univ. Basel, so Benedikt (->) oder Johann Rudolf (->). Im 19. und 20. Jh. ergriffen die S. zunehmend akadem. Berufe. Sie brachten mehrere Mediziner hervor, z.B. Alfred (1834-1912), Gründer der ersten Augenklinik in der Deutschschweiz, aber auch ref. Theologen wie Rudolf (->) oder Ernst (->). Wie in anderen Basler Bürgerfamilien finden sich auch unter den S. Wohltäter. Balthasar (1675-1746) gründete z.B. 1739 den Staehelin'schen Armenfonds (heute Staehelin'scher Familienfonds). Sophie Zaeslein geb. S. stiftete zum Gedenken an ihre beim Münchensteiner Eisenbahnunglück ums Leben gekommenen Söhne ihr Landgut Hofmatt als Erholungsheim für Bedürftige. STAEHELIN, Hans (I41793)
 
1446 Die Familie Achenbach

von Robert Giesler,
überarbeitet von Matthias Schmidt

Der heutige Ort Achenbach ist aus dem alten Hof Achenbach hervorgegangen, den die vermutlichen ersten Besitzer (und Bewohner ?), die Familie von Achenbach, 1389 an Johann von Wildenberg, später Wildenburg, verkauften. Die Grafen von Nassau-Siegen eigneten sich im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts den Hof an, der künftig aber noch als "Wildenburger" Hof bezeichnet wurde.

Die Achenbach waren nicht nur über drei Jahrhunderte Pächter des Wildenburgischen Hofes, sondern auch angesehene Schöffen und Mitglieder der Siegener Hammerschmiede- und Massenbläserzunft (Massenbläser waren Eisengießer oder allgemeiner Eisenhüttenleute).

Als erster Achenbach wird 1461 Konrad (=Cuntze) (von) Achenbach (etwa 1410 - 1462/83) als Hofmann zu Achenbach genannt. Sein Sohn Hans in der Aldestat (etwa 1440/45 - nach 1512) übernahm spä-testens 1467 den Hof. Er nannte sich außerdem Bürger von Siegen. Hans' Sohn Hen(-rich) (etwa 1470/75 - nach 1519) war ebenfalls Hofmann zu Achenbach. Er war auch der erste Schöffe Achenbach am Haingericht Siegen.

Hans Achenbach (etwa 1500 - vor 1560) setzte die Berufstradition fort. Von seinem Sohn und Nachfolger Gerlach (etwa 1530 - vor 1599) wird 1563 ein Besitz von 24 Stück Rindvieh, 150 Schafen, 16 Schweinen und 3 Pferden genannt. Der nächste Hofmann, Johannes Achenbach (etwa 1565/70 - 1633) wurde um 1611/12 in die Siegener Zunft der Massenbläser und Hammerschmiede aufgenommen. Daneben war er Stahlhändler, Gerichtsschöffe und Schultheiß des Haingerichts zu Siegen. Seine Tochter Margarethe (etwa 1595/1600 - nach 1663) heiratete in die bedeutende Familie Flender (s. u. Familien Busch vor der Hardt und Flender).

Sein Sohn Johannes (etwa 1595/1600 - nach 1662) ebenfalls Hofpächter zu Achenbach, wurde 1624/25 auch in die Hammerschmiede- und Massenbläserzunft aufgenommen. Er hatte drei Kinder: zunächst Antonius (1637 - 1698), der den Hof übernahm und sowohl Massenbläser als auch Haingerichtsschöffe war und dessen Tochter Anna Catharina (1663 - 1733) in die Klafelder Familie Holdinghausen heiratete. Als weiteres Thomas (1640 - 1689), der auch Massenbläser war, dessen Sohn Thomas (1684 - 1737) Gerichtsschöffe und dessen Enkel Johann Henrich (1709 - 1768) Bergmann und Kirchenältester war. Außerdem Anna Margaretha (1643-1700), die den Gosenbacher Hofpächter Hans Wolf Spies (1638 - 1727) heiratete (s. u. Die Familie Latsch).

Diese Ausführungen konzentrieren sich auf die Achenbachs in meiner Familienforschung. Ausführlichere Informationen finden sich u. a. in:
Eberhard Tröps: Siegen-Achenbach. Siegen: Eigenverlag, 1989. 
ACHENBACH, Helene Catharina (I8724)
 
1447 Die Familie Auer ist in Sennwald (Bezirk Werdenberg, Kt. St.
Gallen), das bis 1798 zur Freiherrschaft Hohensax gehörte, seit
21
alters her beheimatet. Schon Ende des 15. Jahrhunderts, 1492, wird
ein Joos Ower in einem Kaufbrief über einen Bergwald erwähnt.
Auch weitere Urkunden aus dem 16. Jahrhundert, in denen der
Name Auer vorkommt, weisen eindeutig auf Sennwald hin. Es ist
möglich, dass das Geschlecht aus dem nahen Appenzellerland ins
Rheintal gekommen ist, ähnlich, wie die Inhelder und vielleicht die
Göldi, die beide ebenfalls in Sennwald das Bürgerrecht besitzen.
Die Freiherren von Hohensax hatten manche Beziehungen zu den
Bergleuten in den Appenzellerbergen, besonders wegen der
Alpweiden. Da war es leicht möglich, dass Familien, etwa in der Zeit
der Glaubenswirren, unter den Schirm der Hohensaxer traten.

Johann Inhelder, Salez
Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184
ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 
OWER, Joos (I1379)
 
1448 Die Familie der Mülner war im 13. und 14. Jahrhundert in Zürich ein einflussreiches Rittergeschlecht.

Wie durch das Wappen angedeutet, waren die Mülner ursprünglich als Angestellte der Fraumünster Abtei bei einer der Mühlen Zürichs tätig. Später hatten sie als Beamte der Abtei Kontakt zu Adeligen der Umgebung, kamen zu Ansehen und stiegen rasch empor ins Patriziat der Stadt. Der Zusammenbruch der Macht der Mülners erfolgte hauptsächlich, weil sie sich der Stadt entfremdet und auf Habsburg gesetzt hatten. Während 133 Jahren war in der Stadt Zürich mindestens ein Vertreter der Familie im Rat vertreten.

Rudolf, Hugo und Heinrich (1159–1225)
1159 trat die Familie mit den beiden Brüdern Rudolf Mülner und Rudolf erstmals in Erscheinung. Die Brüder werden bis 1172 in drei Urkunden in Zusammenhang mit dem Kloster St. Martin auf dem Zürichberg genannt. Belegt ist auch Hugo Mülner, unter anderem 1185 anlässlich der Gründung des Klosters von Kappel. Hugo starb am 9. April 1200. Bereits als Ritter wird 1223 Heinrich genannt, ein weiteres Mal 1225 als erster von neun Bürgern, die als der älteste bekannte Rat Zürichs gelten. Die unten erwähnten Jahreszahlen beziehen sich auf die urkundlichen Nennungen.

Eberhard (1220–1226)
Eberhard Mülner, unter Umständen ein Sohn Heinrichs, erscheint 1220 als Ministeriale der Fraumünster Abtei und besass ein eigenes Gut in Ebersol LU. 1225 wird er als Ritter erwähnt, der sich mit dem Propst von Embrach um den Zehnten in der Pfarrei von Rorbas streitet. Er starb am 14. Februar 1226. Wegen der kurzen Zeit, in der er urkundlich genannt wird, könnte er jung verstorben sein.

Hugo II. (1248–1255)
Die folgenden Mülner sind besser dokumentiert, so zum Beispiel der Chorherr am Grossmünster, Hugo II. Mülner. Am 12. November 1248 befahl Papst Innozenz IV., Hugo dürfe in seinen Pfründen nicht benachteiligt werden, da er im Gegensatz zu seinen Verwandten der Kirche stets treu geblieben sei. Wenig später bestätigte ihm der Papst weitere Pfründen. Weiter war er offenbar Vermittler zwischen dem Papst und seinen Verwandten, bestätigte doch am 12. Februar 1255 Papst Alexander IV., er sei mit der vom Bischof von Konstanz zugesicherten Straflosigkeit für den Ritter Jakob Mülner einverstanden. Die Art der Verwandtschaft wird nicht genannt, vermutlich war Jakob ein Bruder von Hugo.

Jakob (1242–1287)

Jacobus Molinarius, wie in lateinischen Urkunden genannt wird, ist seit 1242 als Meier der Abtei in Zürich Stadelhofen bezeugt. Da ihm innerhalb der Spannungen zwischen Kurie und Kaiser seine anfängliche Unterstützung für den Kaiser immer stärker zum Nachteil gereichten, wandte er sich, wohl auch durch Vermittlung seines Bruders Hugo II., wieder der Kirche zu und wurde zu einer führenden Persönlichkeit in der Zürcher Politik. Von den päpstlich eingestellten Freiherren von Eschenbach-Schnabelburg erhielt er die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Albisrieden und Wiedikon zu Lehen. Um den Bau des neuen Klosters Selnau zu ermöglichen, verkaufte er dem neuen Kloster den Talacker, das Gebiet zwischen Bahnhofstrasse und Sihl, obschon das Gebiet zu seinem Lehenshof Wiedikon gehörte. Den Preis setzte er derart niedrig an, dass Rudolf von Habsburg den Verkauf später untersuchen liess und eine Nachzahlung verlangte.

1257 wird Jakob als Gefolgsmann von Hartmann V. dem Jüngeren von Kyburg genannt. Auch nennt er sich Jakob de Vriesenberch, wo er offenbar Burg und Hof von den Eschenbachern zu Lehen erhalten hatte. Auch im Gefolge des Bischofs von Konstanz wird er als Schiedsrichter in einem Streitfall erwähnt. 1272 erscheint er als Reichsvogt in Zürich, dessen Rat er von 1256 bis 1286 angehörte. Jakob starb am 16. Januar 1287.... 
MÜLNER, N. (I37052)
 
1449 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I45330)
 
1450 Die Familie du Fay aus Valenciennes hat am 15. Juli 1560 mit NOE DU FAY das hiesige Bürgerrecht erworben.
Mit ihm ließ sich zugleich seine ganze Verwandtschaft, etwa ein Dutzend Familien, darunter seine drei Schwäger,der Tuchhändler WILHELM CARLIER, der Bierbrauer GUILBERT CARLIER und JOHANN FLAMMIN, mit welchem er in Handelsgesellschaft stand, nieder.
Außerdem seine Vettern : der Posamentier ADAM DU FAY, welcher so wenig wie sein Sohn FRANZ von Glück begünstigt war, JOHANN JOUVENNEAU, WILHELM und PETER FIEVET und andere hier nieder.
NOE DU FAY war das Haupt und der Vertrauensmann aller reformierten Wallonen in Frankfurt. Seit dem Jahre 1566 bewohnte er das von ihm erworbene Haus Heldenbergen hinter dem Römer und 1582 kaufte er das Haus Löwenburg in der Töngesgasse Nr. 46, welches lange Zeit im Besitz der Familie geblieben ist.
Die Geschäfte, welche er mit seinem Gesellschafter FLAMMIN und gelegentlich auch mit anderen, so mit JOHANN SOREAU und JOHANN LE BLON machte, bestanden in der Einfuhr der neuen belgischen Wollzeuge Bursat, Arras, Macheyer aus Valenciennes, Tournai, Lille, welche er hier färben und nadelfertig zubereiten ließ, um sie dann auf den Frankfurter, Strauburger und Leipziger Messen zu verkaufen, und andererseits in der Ausfuhr hessischer und thüringischer Wolle für die südbelgischen Webereien. Es ist zu vermuten, daß er auch als Unternehmer dort für eigene Rechnung arbeiten ließ. Nach dem Tode seines Gesellschafters FLAMMIN im Jahr 1579 trat dessen Schwiegersohn JOHANN DE FARMARS in das Geschäft ein. Hiermit wurde zwischen beiden Familien auf hundert Jahre hinaus eine Verbindung von solcher Innigkeit angeknüpft, wie sie bis auf die Tage der Familie ROTHSCHILD kaum wiedervorgekommen sein dürfte. Denn nicht weniger wie drei Kinder und sechs Enkel des JOHANN DE FARMARS haben sich mit Söhnen und Töchtern der DU FAYSCHEN Familie verheiratet.

NOE DU FAY, welcher ohne nenswerte Mittel hierher gekommen war, hinterließ bei seinem Tode Ende 1585 seinen fünf Kindern ein Vermögen von kaum 10.000 Gulden.
Von seinen drei Söhnen setzten JOHANN als der Älteste und nach seinem Tode im Jahr 1617 seine Erben die Gesellschaftshandlung mit JOHANN DE FARMARS fort;
von den beiden jüngeren begann JACOB DU FAY, welcher in der Gallusgasse eine große Liegenschaft nebst dem dahinter liegenden Hirschgrabengarten besaß, eine gesonderte Handlung in Rohwolle und NOE DU FAY ´der Jüngere` eine eigene Tuchhandlung.
1538: Geburt - Valenciennes, Frankreich
15. Juli 1560: Einbürgerung - Frankfurt am Main, Hessen
1563: Heirat (mit Blanche Carlier) - Frankfurt am Main, Hessen
September 1585: Tod - Frankfurt am Main, Hessen
18. September 1585: Bestattung - Frankfurt am Main, Hessen 
DU FAY, Martin Noë (I1261)
 

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