Strauss Genealogie


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1401 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7285)
 
1402 Bürgerbuch St. Gallen:
2. Ernst Friedrich und Ehefrau Ida Steiger
Kinder:
1853 Heinrich Nr. 8
1861 Wilhelm Otto Nr. 13
1862 Juliana Emma 
HENKING, Ernst Friedrich (I2013)
 
1403 Bürgerbuch Stadt St. Gallen 1900: Füzier, Maria Aloisia, von Bergamo

Die Familie von Heinzelmann hat Ihre Wurzeln in Kaufbeuren. 
FUZIER, Marie Caroline (I7493)
 
1404 Bürgereid 15.02.1662
Er ist Vorsteher der evangelischen Gemeinde Augsburgischer Konfession in Bochum
„Stammvater“

»Grolman. Evangelisch. - Das Geschlecht besaß im 15. Jahrhundert von der Abtei Essen das zu deren Hof in Huckarde gehörige Gut zum Grole im Kirchspiel Wattenscheid bei Gelsenkirchen zu Lehen, wonach die Inhaber des Hofes der damaligen Sitte gemäß GROLMAN genannt wurden. Jasper vam Schese oder
Grolman wurde 1582 (vergl. Darpe, Gesch. der Stadt Bochum, 1894, S. 201) Bürger von Bochum, während die Stammreihe mit JOHAN GROLMAN, um 1650 Senator in Bochum, beginnt.
Preußischer Adel Berlin 29. September 1786 (für die Vettern Georg Ludolf Adolf, Königl. preuß. geheimen Regierungsrat in Kleve, Heinrich Dietrich, Königl. preuß. Kammergerichts- u. Pupillenrat und Ludwig Adolf Christian Grolman, Landgräfl. hessen-darmstädt. Regierungs- u. Konsistorialdirektor in Gießen).

Wappen (1786): Innerhalb goldenen Schildesrandes in Blau eine silberne Lilie. Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken ein aufgerichtetes, blankes, gold-begrifftes Schwert zwischen 2 silbernen Büffelhörnern.«
(S. 302 & 303, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 22. Jg. 1930)
Literatur: Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil B - 1907, 227 (Stamm-reihe); 1930, 302; 1931, 238 
GROLMANN, Johann Georg (I938)
 
1405 Bürgermeister, Räte und Burger der Stadt St. Gallen erklären, von Christoph Stauder, Jakob Schlapritzi und Mitverwandten der Stadt St. Gallen 40.000 Gulden empfangen zu haben, die mindestens 5 Jahre lang mit 2000 Gulden zu verzinsen sind.“
Anmerkungen:
1604-1623 Obmann der Mangenschauer
09.01.1609-09.01.1623 Sekelmeister
1611 wurden ihm wegen seinem ungemeinen Fleiß im Amt, 100 Dukaten verehrt. 
STAUDER, Christoph (I12740)
 
1406 Bürgerort: Zürich
1638 Zwölfer zum Scharf
1641 Landvogt zu Meienthal
1647 Oberst zu Pfyn

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold schwarzer Steinbock. 
KELLER VOM STEINBOCK, Johann Rudolf (I961)
 
1407 bürgert 1618 im MS ein (STEINBICKER, AL Schücking (1964).82) VON BESTEN, Sybilla (I19019)
 
1408 bürgerte sich 1788 in St.Gallen ein. Er war als Kaufmann aus Saint-Afrique im Département de l'Aveiron in Südfrankreich nach St.Gallen gekommen.
*1803 Emil Dardier, Lithograph und Kaufmann, heiratet M. Montadon. Emil Dardier ist als Lithograph Konkurrenz von Jakob Laurenz Gsell-Schobinger, was in den Briefen von Susanne Schobinger erwähnung findet. Zitat aus "Die Lithographie in der Schweiz", p. 48 : 1835 nahm Tribelhorn die 1831 von dem Franzosen Michael Batholemey Dardier ( 1748 - 1835) gegründete Firma Othmar Hagmann auf. Die Firma Tribelhorn entwickelte sich zu einem bedeutenden Unternehmen ... 
DARDIER, Michael Bartholomé (I1019)
 
1409 Burgstelle Wildberg
Die Burgstelle Wildberg, auch Wilberg,[1] Neu-Wildberg im Gegensatz zu Alt-Wildberg, Hagherrenschloss[1] oder Schloss Wildberg[2] genannt, ist eine abgegangene mittelalterliche Höhenburg bei Russikon im Kanton Zürich in der Schweiz. Es sind noch schwache Mauerresten sichtbar.[ 
VON WILBERG, Hans (I7823)
 
1410 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7173)
 
1411 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7172)
 
1412 Burgundische Krieger hatten gemeinsam mit anderen Barbaren am Silvestertag 406 die inneren Wirren im Römischen Reich genutzt, um bei Mogontiacum (Mainz) den Rhein zu überschreiten, und waren plündernd in Gallien eingefallen (siehe Völkerwanderung). Mutmaßlich wurden sie bereits zu diesem Zeitpunkt von Gundahar angeführt.

Nach den Angaben des zeitgenössischen griechischen Geschichtsschreibers Olympiodoros von Theben, dessen bedeutendes Geschichtswerk ausführlich auf die Ereignisse im Westen einging, uns aber nur in Fragmenten erhalten ist, war Gundahar 411 zusammen mit dem Alanenführer Goar an der Erhebung des Gallorömers Jovinus zum Gegenkaiser beteiligt.[1] Eine Bemerkung des Geschichtsschreibers Renatus Profuturus Frigeridus, die im Werk des Gregor von Tours erhalten ist, legt nahe, dass die Burgunden Jovinus auch nach Südgallien begleitet haben.[2] Nachdem Jovinus aber 413 von loyalen Truppen des Kaisers Honorius besiegt worden war, siedelten sich Gundahars Burgunden als foederati am Rhein an. Gundahar bezog seine Residenz vermutlich am Rhein im Raum von Worms.[3]

Unter Gundahar fand wohl eine gewisse Stärkung der Position des rex statt. Als jedoch die Burgunden – vielleicht aufgrund hunnischen Drucks, vielleicht unter Ausnutzung eines Bürgerkrieges in Italien – versuchten, ihren Machtbereich nach Westen in die Provinz Belgica I auszudehnen, stieß dies auf den Widerstand der Römer unter dem Heermeister Flavius Aëtius. 435 wurde Gundahar von weströmischen Truppen zurückgeschlagen, und 436 wurde das Burgunderreich von hunnischen Hilfstruppen des Aëtius angegriffen und zerstört. Gundahar fiel, die Reste seines Kriegerverbandes wurden von den Römern einige Jahre später an der oberen Rhone neu angesiedelt.

Die Ereignisse um die Zerschlagung des ersten Burgunderreiches und den Tod Gundahars können als der älteste historische Kern der Nibelungensage angesehen werden, in der von der Vernichtung der Burgunden unter Gunther durch hunnische Krieger erzählt wird. 
VON BURGUND, Gundicharius (I22687)
 
1413 Busch war Sohn des Chirurgen Wilhelm Busch. Er studierte ab 1844 Medizin an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und befasste sich mit Zoologie und Anatomie. In der Preußischen Armee diente er 1848 im Schleswig-Holsteinischen Krieg in Schleswiger Lazaretten. Im selben Jahr promovierte er in Berlin mit einer Dissertation bei Johannes Peter Müller zum Dr. med.

1851 ging er an die Königliche Chirurgische Universitätsklinik Berlin zu Bernhard von Langenbeck, bei dem er sich schon 1852 habilitierte. 1855 wurde er a. o. Professor an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zugleich arbeitete er am St.-Johannes-Hospital in Bonn. 1862/63 amtierte er als Rektor der Universität. 1866 nahm er am Deutschen Krieg teil, nach dem er zum Geh. Medizinalrat ernannt wurde. Inzwischen Direktor der Chirurgischen Klinik vom Universitätsklinikum Bonn, dokumentierte er 1867 die weltweit erste Krebsimmuntherapie. Im Deutsch-Französischen Krieg war er Beratender Chirurg und Generalarzt. Er war Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte.[1]

Buschs Publikationen und Vorträge widmeten sich Themen der Vergleichenden Anatomie, Physiologie und Pathologie sowie der heutigen Fächer Ophthalmologie, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Unfallchirurgie. Er starb mit 55 Jahren an einer perforierten Appendicitis.

Busch war seit dem 20. März 1849 Mitglied der Freimaurerloge Pilgrim in Berlin. Am 6. Dezember 1857 trat er als Gründungsmitglied der seinerzeit in Bonn wiederbegründeten Loge Friedrich Wilhelm zum eisernen Kreuz bei.[2]

Verheiratet war Busch mit Agnes Sophia Friederika (1830–1910), Tochter des Chemikers und Mineraloge Eilhard Mitscherlich. Seine älteste Tochter, Agnes Laura Carolina (* 1854), heiratete den Maler und Autor von Kunst-Lehrbüchern Ernest Preyer, deren Tochter war die Malerin Ada Haseloff-Preyer. Die jüngere Tochter Frida (26. August 1868 – 31. August 1961) war die erste Bonner Medizinstudentin und erhielt 1903 als erste Frau die Doktorwürde der Medizinischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität verliehen[3].

Busch starb an den Folgen einer Blinddarmentzündung. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Alten Friedhof Bonn.[4]

Werke
De selachiorum et ganoideorum encephalo. Berlin 1848 doi:10.5962/bhl.title.5779 (Dissertation)
Beobachtungen über Anatomie und Entwickelung einiger wirbellosen Seethiere. Berlin 1851 doi:10.5962/bhl.title.9438
Chirurgische Beobachtungen gesammelt in der Königl. chirurgischen Universitäts-Klinik zu Berlin. Berlin 1854.
Lehrbuch der Chirurgie, 2 Bände. Berlin 1857–1869. 
BUSCH, Carl David Wilhelm (I48328)
 
1414 Bussenrichter 1649, zeugmeister 1649, äbtischer Lehentrager 1649 - 161660, spitalmeister 1649 - 1657, Schützenbeister 1652 - 1660, erneut Ratsherr, zu den Bäuen 1657 - 1660, Umgelter 1657 - 1661, Seckelmeister 1658 - 1660.

Notensteiner 
SCHLUMPF, Kaspar (I4201)
 
1415 Byzantinische Quellen nennen als Vater Theoderichs fälschlich den bekannteren Valamir, den älteren Bruder Thiudimirs. Der Grund ist wohl, dass dieser relativ lange Herrscher der Greutungen in Pannonien war, während Thiudimir seinem älteren Bruder nur für vier Jahre auf dem Thron folgte und Theoderich zunächst den erbenlosen Valamir in dessen Teilreich beerbte. Richtig ist, dass Thiudimir Theoderichs Vater war. Thiudimir war Arianer, während Theoderichs Mutter Erelieva eine Katholikin war. Sie wird als Thiudimirs „Concubina“ bezeichnet, was möglicherweise den religiösen Unterschied, oder aber auch einen ethnischen Unterschied als Hintergrund haben könnte. Thiudimir übernahm nach dem Tode Valamirs die drei pannonischen Gotenreiche, während Valamirs Teilreich im unteren Slawonien an Theoderich überging.

Im Jahr 473 verließen Thiudimir und sein Sohn Theoderich Pannonien und verlegten ihr Reich nach Makedonien, wo Thiudimir im Jahre 474 starb.

In der Dietrichepik entspricht Thiudimir dem Dietmar, Vater Dietrichs von Bern.

Der Arianismus war eine theologische Position innerhalb des Frühchristentums, die unmittelbar von ihrem namensgebenden Theologen Arius (ca. 260–327 n. Chr.) und dessen Anhängern vertreten wurde. Arius betrachtete die beispielsweise im Bekenntnis von Nicäa (325) behauptete Wesensgleichheit von Gott/Gott-Vater und Sohn als Irrlehre, da sie dem Monotheismus widerspreche, bei welchem der Sohn und der Heilige Geist nur in untergeordneter, nicht Gott gleichkommender Stellung und Würde denkbar waren. Positionen wie die im Nicäno-Konstantinopolitanum (381) zum Dogma erhobene Trinität mit einem Gott gleichrangigen Sohn und Heiligen Geist waren aus seiner theologischen Sicht noch „häretischer“. Umgekehrt wurde und wird aus Sicht der damaligen Vertreter der Trinitätslehre von Nicäa bzw. Konstantinopel und der christlichen Gemeinschaften sowie Kirchen, die diese noch heute anerkennen, der Arianismus als Häresie betrachtet (Arianischer Streit). 
..., Thiudimir (I36786)
 
1416 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7417)
 
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1423 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7477)
 
1424 Cambrai
Aufgrund seiner Neutralität und Grenzlage zwischen Frankreich und dem Habsburgerreich war Cambrai, dessen Grafschaft 1510 zum Herzogtum erhoben wurde, Schauplatz verschiedener internationaler Verhandlungen. So schlossen sich hier 1508 König LUDWIG XII. von Frankreich, Kaiser Maximilian I., König FERDINAND der Katholische von Spanien, König HEINRICH VIII. von England und Papst JULIUS II. zur sogenannten Liga von Cambrai zusammen, einem Bündnis mit dem Ziel der Eroberung des italienischen Festlandbesitzes der Republik Venedig.
Mit der Unterzeichnung des Damenfriedens von Cambrai am 5. August 1529 wurde der Krieg zwischen FRANZ I. von Frankreich und Kaiser KARL V. beendet. Letzterer machte der beschränkten Unabhängigkeit Cambrais 1543 ein Ende, indem er es in seine Besitzungen einverleibte. Auch ließ er hier zum Schutz der Grenze des Heiligen Römischen Reichs gegen Frankreich eine mächtige Zitadelle erbauen.  
MAHIEU, Jean (I1352)
 
1425 Camphausen, geboren an dem Tag, als sein Vater Wilhelm Camphausen starb, absolvierte eine Zeichenausbildung bei Alfred Rethel und trat im Jahr 1834 in die Düsseldorfer Akademie ein. Dort wurde er Schüler von Karl Ferdinand Sohn. Seine Militärzeit, die er bei den rheinischen Husaren absolvierte, prägte sein zukünftiges Leben; er blieb sein ganzes Leben der Militärmalerei verbunden. Nachdem er 1850 die Düsseldorfer Meisterklasse von Friedrich Wilhelm von Schadow absolviert hatte, malte er zunächst historische Schlachtenszenen, die durch ihre realistische Detailausgestaltung auffielen. Große Bekanntheit verdankt er seinen Reiterporträts von Kaiser Wilhelm, Friedrich II. und dem Großen Kurfürsten. 1859 wurde Camphausen zum Professor an der Kunstakademie ernannt.

Zusammen mit Gustav Jacob Canton, Henry Ritter, Rudolf Jordan, Hans Fredrik Gude, Rudolf von Normann und Frederik Nicolai Jensen gründete Camphausen 1844 die demokratisch und akademiekritisch gesinnte Gruppe Crignic, deren Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Mitglieder zusammensetzt.[2] Diese Gruppe gilt als Vorläufer des 1848 gegründeten Künstlervereins Malkasten, dem er ebenfalls angehörte.[3] Im Malkasten beteiligte er sich aktiv, namentlich bei den Theateraufführungen und Festen sowie der Fertigung von Entwürfen für Kostüme und Dekorationen. Eine herausragende Rolle spielte er für die Vorbereitung und Durchführung des Kaiserfests des Malkastens (1877). Im Jahre 1845 veröffentlichte Camphausen zusammen mit Henry Ritter Illustrationen von neunzehn Düsseldorfer Malern in ihrem Atelier in Schattenseiten der Düsseldorfer Maler, nebst verkürzten Ansichten ihrer letzten Leistungen.


Die Erstürmung der Insel Alsen durch die Preußen, 1866, Deutsches Historisches Museum
Camphausen nahm als Armeemaler bzw. als Bildreporter am Deutsch-Dänischen Krieg 1866, am Deutschen Krieg 1866 und am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 teil.[4] Geprägt von der Ereignisdarstellung der Illustrationsgrafik seiner Zeit, entwickelte er sich zum Pionier einer realitätsnahen Schlachtenmalerei,[5] die das Anliegen verfolgte, den Betrachter in die Kriegsszene gleichsam hineinzuversetzen. Einer seiner Schüler war der Schlachtenmaler Hermann de Boor,[6] ein weiterer Emil Hünten, mit dem er auch später kollegial zusammenarbeitete.

1874 gehörte Wilhelm Camphausen zu den Gründern der Aktiengesellschaft Zoologischer Garten zu Düsseldorf[7].

Die Stadtverordneten von Köln hatten 1881 beschlossen, den historischen Festzug zur Stadtgeschichte, welcher zum Ende des Kölner Dombaus im Oktober 1880 stattgefunden hatte und unter anderen von Camphausen und Theodor Rocholl gestaltet worden war, als Wandgemälde mit einer Gesamtlänge von 53 Metern im Gürzenich der Nachwelt zu erhalten. Wilhelm Camphausen, Wilhelm Beckmann, Fritz Roeber und Ernst Roeber, Albert Baur und Adolf Schmitz erstellten die Entwürfe und malten den Gürzenicher Festsaal mit dem 53 Meter langen Fries aus.[8][9] Im Jahre 1882 vollendete Camphausen unter anderen die Ausmalung in der Ruhmeshalle des Berliner Zeughauses als Nationaldenkmal im Auftrag der Preußischen Regierung. 
CAMPHAUSEN, Wilhelm Heinrich Friedrich Karl (I52850)
 
1426 Campinas (IPA: kɐ̃ːˈpinɐs, amtlich portugiesisch Município de Campinas) ist eine Stadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo und liegt etwa 100 km nördlich der Stadt São Paulo. Auf einer Fläche von rund 795 km² lebten im Juli 2021 nach offizieller Schätzung 1.223.237 Einwohner, genannt Campineiros,[1] – etwa 3,2 Millionen im Ballungsraum Metropolregion Campinas. Damit ist Campinas nach der Hauptstadt São Paulo und Guarulhos die in Bezug auf ihre Bevölkerung drittgrößte Gemeinde des Bundesstaats und die erste außerhalb der Metropolregion São Paulo. GOMES, Joaqina Amalia (I7457)
 
1427 Canonier von St. Maria ad gradus zu Köln VON PALAND (PALANT), Karselius III. (I5088)
 
1428 Carl Friedrich Ludwig von Gontard war der Sohn des deutschen Architekten Carl von Gontard. Unter Friedrich dem Großen 1779 in die preußische Armee aufgenommen, wurde er Platzmajor von Berlin. Als solcher diente Gontard Friedrich II. und dessen Nachfolgern Friedrich Wilhelm II. und Friedrich Wilhelm III. 35 Jahre. Nachdem im Jahr 1806 die französische Armee unter Napoléon Bonaparte Berlin eingenommen hatte, bemühte Gontard sich um das Wohlergehen der Stadt. Zum Dank verlieh ihm Berlin zum fünfzigsten Jahrestag seines Armeeeintritts 1829 das Ehrenbürgerrecht.

Gontard schloss sich später den Freimaurern an und wurde als Meisters vom Stuhl Vorsitzender eine Loge. Er war mehrfach verheiratet. Die zweite Ehe schloss er mit Friederike Leopoldine von Troschke (* 22. Juni 1780; † 26. August 1809).[1] Aus der dritten Ehe mit Therese verw. Schegk, geborene von Husarzewska (* 4. März 1786; † 9. Dezember 1858) stammen die Nachfahren, Sohn Friedrich von Gontard (* 15. Mai 1815; † 18. Februar 1862), evangelisch wie seine Mutter, nebst Familie. 1822 ist sein zweiter Sohn Ferdinand geboren, als Major gefallen, er gründete auch eine Familie, mit Agnes von Kracht. Aus dieser Beziehung stammt u. a. wiederum der General d. Inf. Friedrich Ferdinand Hans Erdmann von Gontard, Ritter des Ordens Pour le mérite. Insgesamt hatte Friedrich Carl Ludwig von Gontard sieben Söhne.[2] 
VON GONTARD, Carl Friedrich Ludwig (I57374)
 
1429 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I52779)
 
1430 Carl Otto Gottfried von Scholley war der Sohn des preußischen Premierleutnants Carl Michael Lehmann (* 1787; † 1882) und dessen Frau Gertrude (* 1803; † 1882), Tochter des Weinhändlers Falkenstein. Nach der Scheidung der 1822 geschlossenen Ehe heiratete seine Mutter 1831 in morganatischer Ehe Friedrich Wilhelm I. von Hessen-Kassel, den letzten Kurfürsten von Hessen. Sie erhielt von ihm im gleichen Jahr den Titel einer Gräfin von Schaumburg und wurde 1854 von ihm zur Fürstin von Hanau erhoben. Carl Otto und sein Bruder Eduard (* 1827; † 1896), der ebenfalls aus Gertrudes Ehe mit Carl Michael Lehmann stammte und preußischer Rittmeister im Husarenregiment 4 wurde, blieben bei ihrer Mutter. Noch als Prinzregent erhob Friedrich Wilhelm seine beiden Stiefsöhne 1835 zunächst unter dem Namen von Hertingshausen in den Adelsstand, dies offenbar nach dem erloschenen niederadeligen Geschlecht derer von Hertingshausen. Im Jahre 1837 ernannte er sie zu Herren von Scholley, nach einem 1829 erloschenen Adelsgeschlecht aus Malsfeld.[1] 1846 schließlich erhob er die beiden zu Freiherren von Scholley.[2] VON SCHOLLEY, Otto (I58151)
 
1431 Carl Philipp Christian von Gontard (* 13. Januar 1731 in Mannheim; † 23. September 1791 in Breslau) war ein deutscher Architekt, der vor allem in Potsdam, Berlin und Bayreuth wirkte. Gontards Schaffen steht architekturhistorisch selbständig ohne Nachfolge zwischen dem palladianischen Rokoko Knobelsdorffs und dem Klassizismus des älteren und jüngeren Gilly und ihrer Schüler.

Carl Gontard entstammte der hugenottischen Familie Gontard aus dem Dauphiné. Seine Eltern waren Alexander Ludwig Gontard (1708–1747) und dessen Ehefrau Elisabeth Kurz († 1776). Sein Vater war wahrscheinlich kurpfälzischer Ballettmeister in Mannheim, bevor er 1741 Ballettmeister am markgräflichen Theater in Bayreuth wurde.[1] Auch Carl Gontard war anfänglich als Ballettmeister an der markgräflichen Oper tätig. Im Jahre 1767 erhob Kaiser Joseph II. Carl Gontard zusammen mit seinem Bruder, einem kaiserlichen Offizier, in den erblichen Adelsstand. Carl von Gontard war verheiratet mit Sophia von Erckert (1733–1795) und hatte 16 Kinder, darunter der spätere Berliner Ehrenbürger Carl Friedrich Ludwig von Gontard.

1749 trat er als Kondukteur in das Bayreuther Hofbauamt ein. Nach zwei Studienjahren in Paris bei Blondel und einer längeren Italienreise hatte er sich als Hofbaumeister der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth bereits einen Namen gemacht, als sich nach dem Tod des Markgrafen Friedrich von Brandenburg-Bayreuth 1763 wegen der Sparpolitik des Nachfolgers Friedrich Christian kaum mehr Aufgaben boten. In Bayreuth war er Mitglied der Freimaurerloge Eleusis zur Verschwiegenheit.

Gontard trat 1764 in den Dienst Friedrichs II. von Preußen (Bruder der Wilhelmine von Bayreuth), der ihn sofort zur Gestaltung des Neuen Palais und der dazugehörigen Communs, Gontards erstem Hauptwerk in Potsdam, heranzog. Gontards Hauptwerk in Berlin, die Säulenvorhallen und Türme des Deutschen und des Französischen Doms, gab dem Gendarmenmarkt sein Gesicht. Allerdings übernahm nach dem spektakulären Teileinsturz des Deutschen Domes (damals: Neue Kirche) im Juli 1781 Georg Christian Unger die Fertigstellung der Gebäude. Gontard fiel nicht in Ungnade, sondern behielt die Bauleitung der Königlichen Bibliothek, wo er das Treppenhaus und den großen Saal einrichtete. Weiterhin entwarf und baute er Wohnhäuser in Potsdam, wie den repräsentativen Straßenzug Am Bassin. Er gehört damit zu den bedeutenden Künstlern des Friderizianischen Rokoko.

Unmittelbar nach dem Tod Friedrichs erhielt Gontard vom Thronfolger Friedrich Wilhelm II. den Auftrag, für die Trauerfeierlichkeiten die Paradezimmer im Potsdamer Stadtschloss und die Garnisonkirche zu dekorieren. Es folgten größere königliche Aufträge. 1787 bis 1790 stattete er neun Zimmer der Königskammern im Berliner Stadtschloss aus. Gleichzeitig schuf er das Marmorpalais in Potsdam, eine seiner besten Arbeiten.[1] Sein letztes Werk war das Holländische Etablissement im Potsdamer Neuen Garten. 
GONTARD, Carl Christian Philipp Gontard (I57359)
 
1432 Carl Wigand Maximilian Jacobi war ein Sohn des Philosophen und Schriftstellers Friedrich Heinrich Jacobi und dessen Ehefrau Betty, geborene von Clermont. Seine Brüder waren der Politiker Johann Friedrich Jacobi und der Jurist Georg Arnold Jacobi.

Am 16. Mai 1798 heiratete er Anna Frederike Petrina Claudius (1777–1856), eine Tochter des Dichters Mathias Claudius. Sie hatten vier Kinder. Die älteste Tochter Juliane Clementine Jacobi (1799–1886) heiratete 1826 Christian Friedrich Kling (1800–1862), Professor der Theologie in Bonn und später Pfarrer und Dekan in Marbach. Bernhard August Jacobi (1801–1843) wurde evangelischer Pfarrer und Präses der Westfälischen Provinzialsynode. Tochter Bertha Carolina Franziska Jacobi (1804–1874) heiratete 1823 Karl Heinrich Sack, Professor der Theologie und Pfarrer in Bonn, später Konsistorialrat in Magdeburg. Theodora Anna Rebekka Jacobi (1807–1890) war seit 1831 mit Carl Wilhelm Theodor Voigt (1804–1838), Pfarrer in Siegburg und Thorn, verheiratet. Deren Tochter Clarissa Voigt (* 4. Oktober 1832; † 10. März 1894) war seit 1855 verheiratet mit dem später bekannten Psychiater Bernhard von Gudden, der von 1848 bis 1851 sein Assistenzarzt in Siegburg war. Clarissa Gudden wurde Mutter von neun Kindern, von denen einige bekannte Psychiater wurden.

Studium
Maximilian Jacobi studierte von 1793 bis 1795 in Jena und dann in Göttingen. Nach einem kurzen Praktikum in Edinburgh wurde er am 21. Februar 1797 an der Universität Erfurt zum Doktor der Medizin promoviert.

Wirken
Jacobi arbeitete 1799 in Vaals, dann in Eutin, 1803 bis 1804 in London, wo er 1802 eine chirurgische Ausbildung erhalten hatte, und 1805 bis 1811 in München. In Salzburg arbeitete er von 1812 bis 1815 als Oberarzt. In Düsseldorf war er von 1816 bis 1824 als Regierungs- und Medizinalrat tätig.

Am 1. Januar 1825 übernahm er in Siegburg die Leitung der neu gegründeten Irrenheilanstalt Siegburg. Es war die erste Irrenheilanstalt im Rheinland. Sie war in der 1803 aufgelösten Abtei Michaelsberg untergebracht. 1831 betreute diese Anstalt 384 psychisch Kranke. Jacobi leitete die Anstalt bis zu seinem Tod. Drei Jahre vor seinem Tod wurde er zum Geheimen Medizinalrat ernannt.[1]

Sein Buch Irrenheilanstalten wurde 1841 ins Englische übersetzt.

Privatleben
Jacobi war 1829 beteiligt an der Neuschaffung der evangelischen Kirchengemeinde in Siegburg.[2] Bekannt ist sein Schriftwechsel mit Johann Wolfgang von Goethe, der ein Freund der Familie war. Zudem war er mit Christian Friedrich Nasse befreundet und teilte mit ihm das Interesse an den körperlichen Erscheinungen bei Geisteskrankheiten. 
JACOBI, Karl Wiegand Maximilian (I52867)
 
1433 Carl wurde als Sohn der Schriftstellerin Sophie von La Roche und von Georg Michael Frank von La Roche (1720–1788) in Warthausen geboren. Er war der Bruder von Maximiliane Brentano und somit Onkel von Clemens Brentano und Bettina von Arnim.

Seine Schulausbildung erhielt er in Speyer. In Berlin begann er 1784 eine Ausbildung am Bergdepartement und verkehrte im Salon der Henriette Herz. Die beiden hatten sich zusammen mit Dorothea Veit und Wilhelm von Humboldt zu einem schöngeistigen Tugendbund zusammengeschlossen. In Erfurt hatte sich Carl mit Caroline von Dacheröden verlobt und sie auch für ihren Bund gewonnen. Die Verlobung wurde jedoch von ihr aufgelöst, nachdem sie 1788 Wilhelm von Humboldt persönlich kennengelernt hatte. 1791 heirateten Caroline und Wilhelm, blieben aber zeitlebens mit Carl gut befreundet.

1789 wurde La Roche Assessor beim Bergamt in Halle (Saale). 1792 wurde er zum preußischen Bergrat bei der Saline in Schönebeck befördert. Seine Mutter schildert in dem Buch Reise von Offenbach nach Weimar und Schönebeck im Jahr 1799[1] ihren Besuch bei ihm. 1803 ging Carl zur General-Salz-Administration nach Berlin und wurde 1805 Geheimer Oberbergrat. 1810 wurde er Direktor des Oberbergamtes und im gleichen Jahr auch Mitglied bei der Gesetzlosen Gesellschaft zu Berlin.

Bis zu seiner Pensionierung zwei Jahre vor seinem Tod hatte er die Stelle im Oberbergamt inne. 
VON LA ROCHE, Carl Georg (I59596)
 
1434 Carnap ist der Name einer Kaufmanns- und Ratsfamilie in Barmen und Elberfeld.

Die Stammreihe beginnt mit Johann Staelgen († nach März 1614), dem Besitzer der erstmals 1466 urkundlich erwähnten Höfe Leimbach und Carnap bei Barmen und Bleichereibesitzer in Barmen. Er heiratete um 1570 Catharina von Carnap. Beider Nachkommen trugen nach dem Familiengut Carnap ab sofort den Familiennamen „von Carnap“. Bereits in der Beyenburger Amtsrechnung von 1466 ist von den abgabepflichtigen Heyne zu Carnap und Goddert zu Carnap die Rede. Die Bezeichnung Carnap stammt aus dem mittelniederdeutschen Wort für Erker bzw. Ausbau.

Die Familie teilt sich in vier Linien:

Carnap (Haus Bornheim): Preußischer Adels- und Freiherrnstand am 13. September 1825 in Berlin für Gerhard von Carnap-Bornheim, Gutsherr auf Schloss Bornheim. Am 11. Oktober 1845 (ausgestellt in Sanssouci) erfolgte für ihn eine Wappenmehrung.
Carnap (Elberfeld): Preußische Adelsanerkennung am 9. Februar 1830 für die Nachkommen des 1793 verstorbenen Kaufmanns und Ratsherrn Johann von Carnap. Dies waren der Kaufmann und Gutsbesitzer Karl Friedrich von Carnap und die beiden Brüder Wilhelm von Carnap, Fabrikbesitzer, und Johann Bernhard von Carnap (1799–1836), Kaufmann in Elberfeld und Vater des Peter von Carnap.
Carnap (Haus Marschwitz): Preußischer Adelsstand am 9. Februar 1898 in Berlin mit Diplom vom 28. April 1898 in Berlin für den königlich preußischen Hauptmann Eugen von Carnap.
Carnap-Quernheimb: Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denen von Quernheimb am 10. April 1864 in Berlin für den königlich preußischen Hauptmann Georg Karl Hans Werner von Carnap.
Über zwei Generationen[2] konnten zuletzt mit Ober-Steinkirch im Kreis Lauban, hier im Grundbesitz[3] des Oberstleutnants d. R. a. D. Peter von Carnap (1892–1964), und kurzzeitig mit Leschwitz im Kreis Liegnitz Besitzungen in Schlesien gehalten werden. 
VON CARNAP, Peter (I53924)
 
1435 Carnap wurde als Sohn des Elberfelder Kaufmanns Peter von Carnap (1716–1758) und seiner Frau Johanna Maria Meyer (1724–1788) geboren. Sein Bruder war der zweifache Bürgermeister Peter Wilhelm von Carnap. Er selbst wurde zunächst ebenfalls Kaufmann. In den Jahren 1785, 1790 und 1792 war Carnap Gemeinsmann. In 1788 und 1793 war er Ratsverwandter. Zum Bürgermeister wurde er in den Jahren 1789 und 1792 vorgeschlagen. Bei der Wahl 1794 wurde er schließlich zum Bürgermeister von Elberfeld gewählt. Im Jahr darauf wurde er für ein Jahr Stadtrichter. Von 1796 bis 1800 und nochmal 1802 war er erneut Ratsverwandter.

Carnap heiratete 1784 Katharina Elisabeth von Carnap (1764–1831), mit der er sechs Kinder hatte. 
VON CARNAP, Kaspar (I53958)
 
1436 Caroline von Humboldt stammte aus einer alten Thüringer Adelsfamilie. Sie war die Tochter des preußischen Kammerpräsidenten Karl Friedrich von Dacheröden (1732–1809) und seiner Frau Ernestine Friderike von Hopfgarten († 1. Mai 1774). Ihr einziger Bruder Ernst Ludwig Wilhelm von Dacheröden starb 1806 kinderlos.[1] Sie selbst wuchs in Erfurt und auf den elterlichen Gütern in Burgörner und Auleben auf. Jugendfreundinnen waren Caroline von Wolzogen, die zeitlebens eine ihrer besten Freundinnen war, und deren Schwester Charlotte von Lengefeld, die spätere Ehefrau Friedrich Schillers.

Am 29. Juni 1791 heiratete sie Wilhelm von Humboldt in Erfurt.[2]

Sie führten eine unkonventionelle Ehe mit beiderseitigen Freiheiten. Mehrmals lebten sie einige Jahre getrennt, aber ab 1819 wieder gemeinsam auf dem Humboldt’schen Familiengut Schloss Tegel.

Zu Beginn ihrer Ehe (1794–1797) wohnten sie in Jena in unmittelbarer Nähe zu den Schillers.

Bedingt durch die beruflichen Tätigkeiten ihres Mannes, teils aber auch aus eigenem Antrieb, lebte sie mehrere Jahre in Paris (1797–1801, 1804), Rom (1802–1803, 1805–1810, 1817–1819) und Wien (1810–1814), wo ihr Haus immer bald zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt wurde. Von Paris aus unternahm sie (mit drei Kindern) eine siebenmonatige Spanienreise, auf der sie spanische Kunstwerke katalogisierte und beschrieb. Johann Wolfgang von Goethe schätzte diese Arbeiten sehr und veröffentlichte sie teilweise, allerdings ohne Nennung ihres Namens.

Ihre Lieblingsstadt war Rom, wo sie besonderen Kontakt zu den dort lebenden deutschen Künstlern pflegte (Gottlieb Schick, Christian Friedrich Tieck, Bertel Thorvaldsen, Wilhelm von Schadow, Karl Wilhelm Wach), die sie förderte und von denen sie Werke erwarb. Eine intensive Freundschaft verband sie mit dem Bildhauer Christian Daniel Rauch.[3]

Bei ihrer ersten Ankunft 1802 in Rom bezogen sie zunächst Quartier in der Villa Malta, in der auch Friederike Brun mit Tochter Ida und Freund Karl Viktor von Bonstetten wohnten. Mit Friederike Brun pflegte Caroline von Humboldt eine lebenslange Freundschaft und Korrespondenz.[4]

Auch in Berlin führte Caroline von Humboldt eine Art Literarischen Salon, in dem sich die Größen ihrer Zeit, Staatsmänner, Wissenschaftler und Literaten trafen. Durch ihre umfangreiche Korrespondenz mit bedeutenden Persönlichkeiten beteiligte sie sich an den aktuellen Diskussionen und nahm maßgeblichen Einfluss auf die Schriften ihres Mannes.

Nach ihrem Tod wurde Caroline von Humboldt zunächst provisorisch auf dem Kirchhof in Dorf Tegel beigesetzt und nach Fertigstellung der von Karl Friedrich Schinkel eigens für sie gestalteten Grabstätte im Schlosspark Tegel dort endgültig beerdigt. Die Grabstätte gilt seitdem als Familiengrabstätte der Familie von Humboldt.

Humboldt-Dachroeden
Da ihr einziger Bruder Ernst 1806 kinderlos gestorben war, war ihre Linie der Familie Dacheröden mit dem Tod ihres Vaters 1809 im Mannesstamm ausgestorben. Der Sohn von Wilhelm und Caroline von Humboldt, (Eduard Emil) Theodor von Humboldt (1797–1871), erhielt am 31. Oktober 1809 die Erlaubnis, den Namen und das Wappen der Familie von Dacheröden dem seinigen beifügen zu dürfen.

1875 erfolgte die Erhebung in den Freiherrnstand. 
VON DACHERÖDEN, Carolina Friederica (I48803)
 
1437 CARTAGENA
ist eine Stadt mit Seehafen im Südosten Spaniens.
An der Stelle des heutigen Cartagena lag die wohl von Iberern erbaute Stadt MASSIA oder Mastia, die aufgrund ihrer Silberbergwerke bedeutenden Handel treiben konnte. Diese iberische Vorgängersiedlung Cartagenas wurde 227 v. Chr. von Hasdrubal als Qart-ḥadašt, was im Phönizisch-Punischen „Neustadt“ bedeutet, also unter gleichem Namen wie Karthago, neu gegründet und war Flotten- und Militärstützpunkt, faktisch die Hauptstadt der Karthager auf der Iberischen Halbinsel. Von hier brach HANNIBAL am Beginn des Zweiten Punischen Krieges (218 v. Chr.) nach Italien auf.
Für die Römer war die Eroberung der Silberlagerstätten ein wichtiges Kriegsziel. Sie eroberten die Stadt unter PUBLIUS CORNELIUS SCIPIO AFRICANUS 209 v. Chr. und nannten sie CARTHARGO NOVA. Bis zum 6. Jh. n. Chr. blieb Carthago Nova die wichtigste Silberabbauregion des römischen Reiches. Nach POLYBIUS arbeiteten hier 40.000 Menschen in den Silberbergwerken.

Anfangs zur römischen Provinz Hispania citerior gehörig, wurde sie später zur PROVINZ TARRACONENSIS gerechnet. GAIUS JULIUS CAESAR erhob die Stadt 45 v. Chr. zur colonia, die seither den Namen Colonia Urbs Iulia Nova Carthago oder Colonia Victrix Iulia Nova Carthago trug.
Unter DIOKLETIAN wurde sie 297 Hauptstadt der nach ihr benannten Provinz Carthaginensis. 425 wurde sie durch die VANDALEN zerstört, wohl 475 westgotisch, 554 erneut (ost)römisch.
Unter dem Namen CARTHAGO SPARTARIA war sie Hauptstadt der oströmischen Provinz Spania, ehe sie 625 wiederum westgotisch wurde.
Ab 711 kam sie nach dem Untergang des Westgotenreichs zum Reich TODMIRS, und 756 wurde sie, wie fast die gesamte Iberische Halbinsel, Teil des EMIRATS von Córdoba.
1269 von KÖNIG JAKOB I. erobert, kam sie, nunmehr Cartagena genannt, im Zuge der christlichen Reconquista zu Aragón. 
N., N. (I36678)
 
1438 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I6981)
 
1439 Caspar Bernet wurde als Sohn seines gleichnamigen Vaters Caspar Bernet (* 20. November 1668; † 6. November 1742), Weber und Unterbürgermeister in St. Gallen, und dessen Ehefrau Elisabeth (* 7. Dezember 1666; † 14. September 1711), einer Tochter des Christian Huber, geboren. Sein Halbbruder war Hans Joachim Bernet, Bürgermeister von St. Gallen.

Er war Leinwandweber und stieg über verschiedene Zunftämter bis in das Bürgermeisteramt auf, das er von 1754 bis 1759 im jährlichen Wechsel mit Hans Jacob Rietmann (1677–1756) im Jahr 1755, Daniel Högger 1756 und Christoph Wegelin (1688–1774) im Jahr 1758 ausübte; zuvor kam er 1734 in das öffentliche Amt des Rohzuschauers (Qualitätskontrolleur), 1737 das des Rohschauers, wurde 1743 in den Grossen Rat sowie 1745 als Zunftmeister und Unterbürgermeister gewählt; 1748 war er Lehensträger von St. Catharina. In seiner Eigenschaft als Bürgermeister nahm er an mehreren Tagsatzungen teil.

Militärisch stieg er von 1739 vom Wachtmeister bis zum Hauptmann im Jahr 1744 auf.

1757 begründete er das Familienlegat.

Caspar Bernet war in erster Ehe mit Helena (* 16. November 1700; † 23. Mai 1743), Tochter des Peter Stähelin, Weber und Unterbürgermeister, und in zweiter Ehe mit Anna Barbara (* 1702; † 1762), Tochter des Daniel Girtanner, Färber und Stadtrichter, verheiratet. Von seinen Kindern sind namentlich bekannt:

Johann Joachim Bernet (* 1725; † unbekannt), Stadtrichter, Mitglied des Grossen Rates, Zunftmeister, Ratsherr und Lehensträger der Hofgüter sowie 1778 Steuerherr und 1778 Schaffner im Rheintal und 1783 Stadtkassierer
Kaspar Bernet (* 7. Oktober 1735; † unbekannt), 1772 Stadtrichter und Mitglied des Grossen Rates, 1777 Zunftmeister, 1781 Ratsherr und anschliessend Postamtsverwalter und Pfleger von Linsenbühl. 
BERNET, Kaspar (I15495)
 
1440 Caspar Kersten übernahm 1754 mit seinem Bruder Abraham Kersten die Handels- und Geldgeschäfte seines Vaters Conrad Kersten; sie firmierten unter dem Namen Gebrüder Kersten. Conrad Kersten selbst zog sich früh aus dem Geschäft zurück und starb wenige Jahre später. Caspar zog sich nach wenigen Jahren von der Leitung zurück, blieb aber bis 1807 Teilhaber.[1]

Caspar Kersten gehörte zusammen mit seinem Bruder zu den Gründungsmitgliedern der 1775 entstandenen „Ersten Lesegesellschaft“ in Elberfeld, einer der ersten aufklärerischen Vereinigungen im Rheinland. Er war ihr aktiver Förderer und hielt dort verschiedene Vorträge. 
KERSTEN, Caspar (I53409)
 
1441 Certitude concernant les parents
Incertitude concernant les parents pour Hans Peter et Hans Philipp 
HÖRDT, Eva (I20874)
 
1442 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7207)
 
1443 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7176)
 
1444 Charibert war der drittälteste Sohn des Königs Chlothar I. und der Königin Ingund(e). Chlothar, einer der Söhne des Reichsgründers Chlodwig I., hatte das Frankenreich, das er 511 mit drei Brüdern geteilt hatte, zuletzt nach dem Tod seiner Brüder unter seiner Herrschaft wiedervereinigt. Als Chlothar 561 starb, waren die beiden ältesten Söhne aus seiner Ehe mit Ingund bereits gestorben; am Leben waren außer Charibert noch zwei jüngere Söhne Ingunds, Guntram I. (Gunthchramn) und Sigibert I., sowie deren Halbbruder Chilperich I. aus der späteren Ehe Chlothars mit Ingunds Schwester Arnegunde. VON FRANKEN, Charibert I. (I22674)
 
1445 Charles Crocker wurde 1822 in New York geboren. Seine Familie zog in den Westen, als er 14 Jahre alt war. In Indiana erwarben sie eine Farm.

Crocker wurde bald unabhängig, arbeitete in mehreren Betrieben, in einem Sägewerk und in einer Schmiede. Im Alter von 23 Jahren, im Jahr 1845, gründete er eine kleine, unabhängige Eisenschmiede. Als Startkapital verwendete er das Geld aus den Erträgen der Farm seiner Eltern.

Gründung der Central Pacific Railroad
Im Jahre 1861 hörte er eine faszinierende Präsentation von Theodore Judah. Zusammen mit Mark Hopkins, Collis P. Huntington und Leland Stanford gründete er die Central Pacific Railroad, welche den westlichen Teil der ersten transkontinentalen Eisenbahn in Nordamerika bilden sollte. Seine Position im Unternehmen war die des Bauleiters und Präsidenten der Charles Crocker & Co., einer Tochtergesellschaft der Central Pacific, welche speziell als Baugesellschaft gegründet wurde. Im Jahre 1868, während die Central Pacific Railroad noch im Bau war, übernahmen Crocker und seine drei Mitgesellschafter auch die Kontrolle der Southern Pacific Railroad. Zum Gedenken an die zweite transkontinentale Eisenbahn in den Vereinigten Staaten wurde 1881 in Deming, New Mexico, wo die Southern Pacific Railroad und die Topeka und Santa Fe Railway zusammentreffen, ein silberner Nagel in die Schiene getrieben. Die Stadt Deming wurde nach Crockers Frau, Mary Ann Deming benannt.

Familie
Charles Crocker war mit Mary Ann Deming verheiratet. Aus dieser Ehe stammen die Kinder William Henry Crocker, George Crocker, Harriet Crocker, und Charles Frederick Crocker. Sein älterer Bruder Edwin B. Crocker war Anwalt in der Zeit, als Crocker in Eisenbahnen investiert hatte. Im Jahre 1864 bat Charles seinen Bruder Edwin, als Rechtsberater für ihn in bei der Central Pacific Railroad zu arbeiten.[2]

1886 wurde Crocker bei einem Wagenunfall in New York City schwer verletzt, von welchem er sich nie vollständig erholte. Zwei Jahre später verstarb er. Er wurde in einem Mausoleum an der „Millionaires Row“ auf dem Mountain View Friedhof in Oakland, Kalifornien beigesetzt. Das massive Granitmonument wurde vom New Yorker Architekten A. Page Brown konzipiert, der später das San Francisco Ferry Building entwarf.[3][4] Charles Crockers Vermögen wurde 1888 zwischen 300 und 400 Millionen USD geschätzt. 
CROCKER, Charles (I55087)
 
1446 Charles James Cockerill (* 2. Mai 1787 in Haslingden, Rossendale, Lancashire; † 8. Mai 1837 in Aachen) war ein Unternehmer, der vor allem die Industrialisierung von Stolberg und Büsbach im damaligen Landkreis Aachen (heute Stadt Stolberg (Rhld.) in der Städteregion Aachen) entscheidend vorantrieb. Er war der Sohn des aus England stammenden und in Verviers und Lüttich tätigen Maschinenfabrikanten William Cockerill, Senior und der Elisabeth (Betty) Charles sowie Bruder von William Cockerill, Junior und John Cockerill. COCKERILL, Friederike (I58865)
 
1447 Charles Malapert wurde am 12. Juli 1581 als Sohn von Michel Malapert und seiner Frau Yolande de la Haye, einer adligen Familie, in Mons, einer Stadt der Spanischen Niederlande, die im heutigen Belgien liegt, geboren. Am 17. November 1600 trat er in den Jesuitenorden ein, studierte vier Jahre lang Geisteswissenschaften in Mons, anschließend Philosophie in Valenciennes und Douai und erhielt den Abschluss eines Lizenziaten der freien Künste.[1]

Malapert war schon früh als Lehrer tätig, 1603–1604 unterrichtete er Grammatik, 1604–1605 Syntax und 1605–1606 Poesie, widmete sich dann aber wieder den eigenen Studien, Metaphysik 1606–1607 und Theologie 1607–1609. Am 15. November 1609 wurde er schließlich zum Priester geweiht. Nun folgten drei Dozentenjahre 1609–1612 in Pont-à-Mousson, in denen er nacheinander Logik, Physik und schließlich Metaphysik lehrte. In dieser Zeit traten erste gesundheitliche Probleme auf, die ihn nicht mehr loslassen sollten. Vielleicht aus diesem Grund wurde ihm für das Studienjahr 1612–1613 die Studienpräfektur in Verdun übertragen, das heißt die Aufrechterhaltung von Disziplin und Verwaltung ohne Lehraufgabe. In diese Zeit fällt auch die Verfassung seiner Schrift „De Ventis“ (Über Winde), in der er den verheerenden Wirbelsturm vom Ostermontag 27. April 1606 in der Provinz Hennegau beschrieb und trotz einiger wissenschaftlicher Beobachtungen auf das lasterhafte Leben und die Gleichgültigkeit der Bevölkerung in Bezug auf die Osterfeierlichkeiten zurückführte.[1]

Ende 1613 wurde Malapert ins polnische Posen geschickt. Seine krankheitsbedingte Zwangspause brachte ihn zum Schreiben und er vollendete die Sammlung „Poemata“[2], die neben dem erwähnten „De Ventis“ auch sein literarisches Hauptwerk „Sedecias Tragoedia“ (Die Tragödie Zedekias) enthält. In diesem Jesuitendrama verarbeitet er das biblische Thema des letzten Königs von Juda zu einem erbaulichen Fünfakter, der zur Aufführung durch Studenten gedacht war. Sein literarisches Werk gilt als mittelmäßig[1], nicht frei von Fehlern.[3] Abgesehen von zwei Oden über die Heiligen Ignatius von Antiochien und Franz Xaver 1622 befasste sich Malapert fortan hauptsächlich mit Mathematik, was damals auch die Mechanik, Optik und Astronomie umfasste. Bis 1617 unterrichtete er Mathematik am Kolleg in Kalisz und kehrte dann in seine Heimat zurück.[1]

Hier legte er das sogenannte vierte Gelübde ab und wurde im Oktober 1618 auf den neugeschaffenen Lehrstuhl für Mathematik in Douai berufen. Diese Position hatte er bis 1627 inne, allerdings mit Unterbrechungen, so war er 1623 Oberer des schottischen Priesterseminars in Douai. Anschließend wurde er für drei Jahre zum Direktor des Kollegs von Arras ernannt. In seinem Werk „Oratio habita Duaci dum lectionem mathematicam auspicaretur“[4] lobte er die Erfindung des Teleskops und erkannte, dass der Mond nicht die aristotelische perfekte Kugelform hat, sondern rau und uneben ist. Er fertigte auch eine Mondskizze an, eine der ersten auf Basis von Teleskopbeobachtungen.[5] Anhand des großen Kometen 1618 erklärte er, dass der Schweif immer auf der der Sonne gegenüberliegenden Seite steht, schloss aber göttliche Zeichen nicht gänzlich aus. Er schrieb mathematische Lehrbücher, etwa zur Geometrie.[6][7] Zur Arithmetik beschrieb er neue Methoden zur effizienten Multiplikation und Division, die allerdings heutzutage John Napier, der sie eher veröffentlichte, zugeschrieben werden. Malaperts Schrift[8] ist erst posthum 1633 erschienen.[1]

Malaperts Hauptinteresse galt einem neu entdeckten astronomischen Phänomen. Bereits 1614, auf seinem Weg nach Polen, machte er in Ingolstadt bei Christoph Scheiner halt, der ihm von seiner Entdeckung der Sonnenflecken berichtete. Während Scheiner diese für kleinere Himmelskörper hielt, die die Sonne umrunden, vertrat Malapert die Ansicht, dass sie zur Sonne selbst gehörten und diese aus Schichten bestehe und die Flecken undurchsichtige Körper zwischen diesen Schichten seien, die das Licht des zentralen Feuers abschirmten.[1] In seinem Werk über Sonnenflecken „Austriaca sidera heliocyclia, astronomicis hypothesibus illigata“[9], das ebenfalls erst posthum 1633 erschienen ist, machte Malapert auch Positionsangaben zu den Sonnenflecken, allerdings sind die Skizzen etwas vereinfacht, um die Rotation der Sonne zu demonstrieren.[10]

Schließlich wurde Malapert auf einen Lehrstuhl nach Madrid berufen, doch diesem Ruf konnte er nicht mehr Folge leisten. Malapert begab sich nach Spanien und starb am 5. November 1630 im baskischen Vitoria-Gasteiz im Alter von 49 Jahren.

Die Internationale Astronomische Union hat 1935 den Mondkrater Malapert offiziell nach Charles Malapert benannt.[11] 
DE MALAPERT, Charles (I57641)
 
1448 Charles Stillman (4. November 1810 – 18. Dezember 1875) war der Gründer von Brownsville, Texas, und war Teilhaber einer erfolgreichen Flussschifffahrtsgesellschaft auf dem Rio Grande.

Frühen Lebensjahren
Er wurde in Wethersfield, Connecticut, USA, als Sohn von Captain Francis Stillman und Harriet Stillman (geb. Robbins) geboren. Im Februar 1828 reiste er über New Orleans nach Matamoros und etablierte sich als Unternehmer. Er war neben Silberminen in Nuevo León und Tamaulipas auch in der Baumwollvermittlung und im Immobiliengeschäft tätig.

Texas und Mexiko
Fort Brown
Vor dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg wollte die Regierung der Vereinigten Staaten eine dauerhafte Festung entlang des Rio Grande errichten. Charles Stillman hatte eine Besitzurkunde für das Land und bot an, es der Regierung zu verpachten, um darauf eine Festung zu errichten. Dieses Land war Teil der Landbewilligung von Espiritu Santo, aber aufgrund einer Komplikation, die darin bestand, dass die Eigentümer das Land nicht bei der mexikanischen oder texanischen Regierung registrierten, kam es zu einem Landstreit, der den Obersten Gerichtshof erreichte.

Die Gründung von Brownsville
Charles Stillman gründete Brownsville, Texas, am 13. Januar 1849, ungefähr zur gleichen Zeit wie Fort Brown. Auch das Land, das weniger als eine Meile von der Festung entfernt war, war umstritten. Stillman hatte den Erben von José Narciso Cavazos große Landstücke nördlich und nordöstlich von Matamoros gekauft. Stillman bot der Familie Cavazos 33.000 Dollar für ihr Land an, obwohl es 214.000 Dollar wert war. Die Familie Cavazos nahm das Angebot an, um die Zahlung der Anwaltskosten zu vermeiden. Allerdings zahlte Stillman der Familie Cavazos nie die 33.000 Dollar für das Land.[2] Denn das Land gehörte den Erben aus seiner zweiten Ehe. Dies war einer der Gründe, warum es zu den Cortina-Kriegen kam.[1]

M Kenedy und Co.
Charles Stillman gründete nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg mit Miflin Kenedy (1818–1895) und Richard King ein Transportunternehmen unter dem Namen King, Kenedy and Co. Das Transportunternehmen kaufte die überschüssigen Dampfschiffe der Regierung auf, mit denen US-Streitkräfte und Vorräte vom Seehafen Los Brazos de Santiago, nur 8 Meilen küstenaufwärts von der Mündung des Rio Grande, flussaufwärts befördert wurden. King, Kenedy und Co. erlangten ein Monopol auf den Flusshandel, bis die ehemaligen Geschäftspartner von Stillman, King und Kenedy, José San Román und John Young, ihr eigenes Flussbootunternehmen gründeten. Trotz der Konkurrenz waren die Gewinne für Kenedy, King und Co. immer noch sehr hoch.

In den 1850er Jahren begannen die Cortina-Kriege. Juan Cortina, ein Feind von Stillman, führte einige Angriffe auf die Flotte von King, Kenedy und Co. an, insbesondere einen Angriff in der Nähe von Rio Grande City, Texas, störte ihn jedoch nicht. Kurz vor dem Bürgerkrieg stellte Stillman einen Angestellten namens Francisco Yturria ein, der während des Bürgerkriegs ein wichtiger Teilhaber von King, Kenedy and Co. werden sollte. Yturria, die in Matamoros geboren wurde, konnte Boote unter Mexiko registrieren, was ihnen erlaubte, die mexikanische Flagge zu führen. Da Mexiko ein neutrales Land war, konnten amerikanische Schiffe, die die Küste von Texas blockierten, Stillmans Dampfschiffe nicht entern. Stillman, King und Kenedy sorgten dafür, dass Baumwollballen nach Brownsville geschickt wurden, wo sie über den Rio Grande nach Matamoros transportiert wurden. Der Rio Grande konnte nicht blockiert werden, da es sich um eine internationale Grenze handelte und eine solche Blockade zu einem Zwischenfall mit der mexikanischen Regierung geführt hätte. Obwohl die Unionstruppen 1863 und 1864 Brownsville eroberten, war der Baumwollschmuggel immer noch ein profitables Unterfangen. Nach dem Krieg wurde eine Eisenbahnlinie von Brownsville nach Point Isabel (Port Isabel, Texas war zu dieser Zeit als Point Isabel bekannt) fertiggestellt und der Flussverkehr ging zurück und das Unternehmen verkaufte seine Boote an Kapitän William Kelly.[1]

Persönliches Leben
Am 17. August 1849 heiratete er in Wethersfield, Connecticut, Elizabeth Pamela Goodrich, ebenfalls aus Wethersfield. Goodrich war die Tochter von Deacon Joshua Goodrich und Clarissa Goodrich (geb. Francis). Zusammen hatten sie:

James Stillman (1850–1918), der Sarah Elizabeth Rumrill heiratete und Präsident der First National City Bank war
James Alexander Stillman (1873–1944), der Anne Urquhart Potter heiratete. Er war außerdem Präsident der National City Bank of New York
Elsie Stillman, die William Goodsell Rockefeller heiratete, einen Sohn von William Rockefeller Jr.
Isabel Stillman, die Percy Avery Rockefeller heiratete, einen weiteren Sohn von William Rockefeller Jr.
Charles Chauncey Stillman
Ernest Goodrich Stillman
Nach dem Krieg lebte Stillman in Brownsville und New York, zog aber 1866 endgültig nach New York.[1] Charles Stillman starb am 18. Dezember 1875 und wurde auf dem Woodlawn Cemetery in New York beigesetzt.

Sein Ururenkel ist Regisseur Whit Stillman (geb. 1952).[3]

Vermächtnis
Es wird angenommen, dass Charles Stillman die ersten drei Straßen in Brownsville nach sich selbst, seiner Frau Elizabeth und seinem Vater Francis benannt hat. Diese Straßen heißen St. Charles, Elizabeth St. und St. Francis. Es wird vermutet, dass die Werbetechnikfirma, die die Straßenschilder hergestellt hat, die Anordnung ursprünglich falsch verstanden und die Straße (St.) mit Saint (was auch St. ist) verwechselte.

In Brownsville, Texas, gibt es eine nach ihm benannte Mittelschule.
 
STILLMAN, Charles (I55104)
 
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