Strauss Genealogie


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1451 Die Familie Gsell - Lutz 1852

Jakob, Laurenz Gsell, "1815 kehrte 1850 als erfolgreicher, vermögender Kaufmann aus Rio de Janreiro in seine Vaterstadt St.Gallen zurück. Es war seine und der Famile Pflicht, dass er nun auf Brautschau auszugehen hatte. Seine lieblings Stiefcousine, deren schmachtenden Briefe er unbeantwortet liess, hatte sich abgewendet und … geheiratet. Mit Wilhelmine Lutz aus Altstätten, deren Mutter eine Naeff war, wurde die adäquate Wahl getroffen.

--> Die Familien Gsell-Lutz und ihr Heim, das Rötheli stehen im Mittelpunkt unserer Familiengeschichte. 
LUTZ, Wilhelmine (I4411)
 
1452 Die Familie Heintzelbäcker erscheint in Weinheim um 1600;
Familienblatt Heintzelbäcker 1/1 
HEINTZELBECKER, Stammlinie (I43775)
 
1453 Die Familie Hoesch, Heusch stammt ursprünglich aus dem Ort Kettenis im Eupener Land mit Stammsitz auf Schloss Libermé, aber auch mit Besitztümern in Walhorn, Dolhain und Baelen. Der älteste nachgewiesene Ahn ist Ende des 14. Jahrhunderts ein Husche de Libermé († vor 1403), dessen Sohn Hein Husche von Kettenis († um 1459) ebenso wie Hein Husches Sohn Mays (Bartholomäus) Hoesch von Libermé und Kettenis († um 1530) als Schöffen zu Walhorn genannt werden. Mays Hoesch wird zugleich auch als Lehnsmann des Aachener Münsters erwähnt, ebenso wie sein Sohn Hein Hoesch von Kettenis (1475–1552), der der gemeinsame Ahnherr aller sich nun verzweigenden und bis heute existierenden Linien der Familien Heusch/Hoesch ist. HUSCHE VON KETENIS (I49119)
 
1454 Die Familie Hoesch, Heusch stammt ursprünglich aus dem Ort Kettenis im Eupener Land mit Stammsitz auf Schloss Libermé, aber auch mit Besitztümern in Walhorn, Dolhain und Baelen. Der älteste nachgewiesene Ahn ist Ende des 14. Jahrhunderts ein Husche de Libermé († vor 1403), dessen Sohn Hein Husche von Kettenis († um 1459) ebenso wie Hein Husches Sohn Mays (Bartholomäus) Hoesch von Libermé und Kettenis († um 1530) als Schöffen zu Walhorn genannt werden. Mays Hoesch wird zugleich auch als Lehnsmann des Aachener Münsters erwähnt, ebenso wie sein Sohn Hein Hoesch von Kettenis (1475–1552), der der gemeinsame Ahnherr aller sich nun verzweigenden und bis heute existierenden Linien der Familien Heusch/Hoesch ist. HUSCHE DE LIBERMÉ, N. (I49120)
 
1455 Die Familie Hoesch, Heusch stammt ursprünglich aus dem Ort Kettenis, eine Ortschaft der Stadt Eupen, im Eupener Land mit Stammsitz auf Schloss Libermé, aber auch mit Besitztümern in Walhorn, Dolhain und Baelen. Der älteste nachgewiesene Ahn ist Ende des 14. Jahrhunderts ein Husche de Libermé († vor 1403), dessen Sohn Hein Husche von Kettenis († um 1459) ebenso wie Hein Husches Sohn Mays (Bartholomäus) Hoesch von Libermé und Kettenis († um 1530) als Schöffen zu Walhorn genannt werden. Mays Hoesch wird zugleich auch als Lehnsmann des Aachener Münsters erwähnt, ebenso wie sein Sohn Hein Hoesch von Kettenis (1475–1552), der der gemeinsame Ahnherr aller sich nun verzweigenden und bis heute existierenden Linien der Familien Heusch/Hoesch ist. HOESCH VON KETTENIS, Hein (I49117)
 
1456 Die Familie Hoesch, in manchen alten Schriften auch Husche, Hoisch oder Huesch genannt, ist eine seit mehreren Jahrhunderten bestehende Unternehmerfamilie. Sie war vorwiegend in der Metallverarbeitung in den Räumen Aachen, Düren und Stolberg/Eschweiler sowie in Dortmund tätig. Ein bedeutender Zweig der Familie wird Heusch geschrieben. Beide Familienzweige gehen auf den gemeinsamen Stammvater Heinrich Hoesch († 1552) zurück[1].

Der Name Heusch/Huesch leitet sich von mittelniederländischen heufsch, heuvesch, hovesch ab und bedeutet etwa höfisch, hübsch oder höflich und bezeichnete zumeist Personen, die dem Hofe angehörten.[2]

Im Kölner und Aachener Dialekt sowie in der holländischen Sprache wird das Adjektiv heusch[3] noch heute angewendet.

Mit seinem Sohn Jeremias II., der Jüngere begann der eigentliche Aufstieg der Familie in der Eisenverarbeitung. Er wurde Reitmeister in Vicht und konzentrierte die Holzkohlenrechte anderer Reitwerke am Junkershammer, den er zum modernsten Betrieb im Herzogtum Jülich ausbaute. Seine Frau Katharina Prym (1610–1681) errichtete für ihre Söhne Jeremias III. (1641–1716) und Wilhelm (1642–1704) im Jahre 1664 den Platenhammer. Dessen anfangs gemeinsame Nutzung führte allerdings in der Folge zu Streit und zu einer Teilung in eine Junkershammer- und Platenhammer-Linie der Hoeschs.

Jeremias Hoesch (zur Unterscheidung vom Vater auch Jeremias der Jüngere oder Jeremias II. genannt) (* etwa 1610 in Aachen (ungesichert); † 1653 in Warschau) war der erste Eisenindustrielle der Familie Hoesch.

Er war Sohn des gleichnamigen Vaters (1568–1643) und der Mutter Agnes Hansen (1579–1653), Tochter eines Kupfermeisters. Dieser war, wie zuvor schon die Kupfermeister-Familien Peltzer, Schleicher, Amya, Prym und andere, gezwungen, auf Grund der Benachteiligungen und Nachstellungen der wieder aufkeimenden Aachener Religionsunruhen auf Dauer aus Aachen ins benachbarte Stolberg auszuwandern, wo er um 1610 zunächst den Kupferhof Alte Krautlade übernahm. Hoesch, jun. arbeitete zunächst im väterlichen Kupfer- und Messinggeschäft, machte sich aber rasch selbständig.

Seit 1637 begann Hoesch, Anteile an Hütten und Eisenhämmern im Vichtal bei Stolberg zu erwerben. Im Jahr 1638 heiratete er Katharina Prym (1610–1681), Tochter von Wilhelm Prym, eines Kürassiers in kaiserlichen Diensten. Aus der Ehe gingen unter anderem die Söhne Jeremias III. (1641–1716), dessen Nachfahren auf Junkershammer blieben, und Wilhelm (1642–1704), dem später der Platenhammer zugesprochen wurde, hervor.

Ab etwa 1645 konnte Hoesch auf die Zweifaller Kirchhütte, Cronenhütte, Vichter Hütte und den Junkershammer erheblichen Einfluss ausüben. Durch die Verlegung zweier vollkommen unter seiner Kontrolle stehender Hütten in die Nähe des Junkershammer erhöhte Hoesch den Grad der Konzentration der Produktion. Daneben errichtete er dort zur Weiterverarbeitung zwei Reckhämmer und eine Eisenschneidemühle. Letztere war die erste ihrer Art in der Region. Die Mühle war in Betrieb, wenn die Wasserkraft für die Hammerwerke nicht benötigt wurde. Das von der Mühle geschnittene Eisen ließ Hoesch von hausindustriellen Nagelschmieden weiterverarbeiten.

Damit entstand dort ein integriertes montanindustrielles Unternehmen. Diese umfasste die Eisenproduktion, die Produktion von Halbfertigwaren und die Herstellung von Fertigwaren. In den folgenden Jahren kam auch die Vichter Hütte gänzlich in den Besitz Hoeschs. 
HOESCH, Jeremias II. ´der Jüngere` (I47469)
 
1457 Die Familie Latsch

von Robert Giesler,
überarbeitet von Matthias Schmidt




Die ersten Latsch lebten in Gosenbach als Hofpächter. In Gosenbach gab es im 15. Jahrhundert zwei Höfe, einer war der des Dietrich von Seelbach. Nach seinem Tod am 18. Januar 1472 schenkte seine Witwe Elsa ihren geerbten Hof mit Zustimmung ihrer Kinder dem Kloster Keppel (heute Hilchenbach). Der Hof sollte verpachtet werden, wobei der Pachtzins an das Kloster gezahlt werden sollte mit der Auflage, dass an jedem Jahrestag seiner Totenmesse für Dietrich eine Seelenmesse gehalten werden solle. Zur Beleuchtung der Kirche an diesem Tag hinterlegte Elsa im Gosenbacher Hof Wachs. Außerdem sollte die Äbtissin in der Advents- oder Fastenzeit den Nonnen zwei Stockfische oder zwei Heringe geben, solange der Hof Pachtzins abwerfe. "Insbesondere ist" in der Schenkungsurkunde "verordnet, daß" die jeweils auf dem Kloster lebenden Nonnen "das genannte Gut nimmer versetzen oder verkaufen, sondern ewiglich bei dem Kloster behalten sollen, auf daß solch Begängnis und Gottesdienst, wie vorgeschrieben, nicht vergänglich werden."

Erbpächter waren über drei Jahrhunderte fast ohne Ausnahme die Latsch, die auch Hofmänner des zweiten Gosenbacher Hofes, dem der Herren von Wildenburg, daher "Wildenburger Hof", waren. Heidrich Latsch war wahrscheinlich gleich von 1472 an, sicher aber erst seit 1482 Hofpächter. Er hatte zusätzlich Anteile an der Hütte "uff der Goßenbach". Als "Heyderich Laitsch von Goißenbach" wird er erstmals mit diesem Familiennamen erwähnt, obwohl er bereits ab 1461 dort lebte und zu den angesehenen Bewohnern Gosenbachs gehörte. Seine Nachfolger als Hofpächter waren Friedrich Latsch (erw. 1486 - 1536), Tilmann Latsch (1530 - 47) und Johann Latsch (+ nach 1599).

Johann Latsch, Hofmann zu Gosenbach, hatte 1563 24 Stück Rindvieh, 150 Schafe, 12 Schweine, 4 Pferde und einen Ernteertrag von 18 Wagen Heu. Der nächste Hofmann, Hans Latsch (+ nach 1614), war ein wohlhabender Mann. Er war ab 1587 Erbpächter, außerdem Gewerke an Gruben und der Gosenbacher Hütte. Ferner war er als Reitmeister (Stahl- bzw. Eisenhändler) tätig und brachte es zu solch einem Vermögen, dass er im November 1613 den Wildenburger Hof kaufte. Damit wurden die beiden Güter, Keppelscher und Wildenburger Hof, gespalten mit der Folge, dass sich bald aus neu hinzutretenden freien Eigentumsgütern langsam der Ort Gosenbach entwickelte. Eine Tochter Hans Latschs, Margaretha (etwa 1615 - 1673), heiratete nach Niederholzklau. Vielleicht war sie aber auch die Tochter des nächsten Hofmanns, Hans Latsch (+ etwa 1638). Er war seit spätestens 1608 Hofmann zu Gosenbach und hatte unter den Folgen des 30jährigen Krieges schwer zu leiden. Zum einen wurde der Hof oft das Opfer von Raubüberfällen, bei denen den Hofleuten Pferde, Schafe und Geld gestohlen wurde, zum anderen wurden Hans Latsch und seine Frau auch "ganz erbärmlich traktieret". Hans Latsch geriet aber schon zuvor, 1608, in finanzielle Bedrängnis, als Magdalene von und zu der Hees, Äbtissin des Klosters Keppel, den Pachtzins von 13 auf 15 Gulden und bei der Neuverpachtung im Jahre 1620 auf 40 Gulden erhöhen wollte. Daraufhin wendet sich Hans 1622 an seinen Landesherrn, Graf Johann VII von Nassau-Siegen, und fordert eindrucksvoll die Rücknahme der Pachtzinserhöhung, da sonst der "Profit", der ihm noch bliebe, "zur Ernährung von Weib, Kind und Gesinde jährlich sehr schmal gefallen sei". Er führt mehrere Argumente an: So habe das Kloster zuvor neue Einkünfte erhalten, hätte er zum Ausbau des Hofes verschiedene Ausgaben gehabt und nicht zuletzt habe sich seine ganze Familie für die Verbesserung des Hofgutes "mit großer vielfältiger Mühe und Arbeit" eingesetzt. Er richtet an den "lieben Grafen" seine "ganz untertänige und hochfleißige Bitte", dass er "die würdige Frau zu Keppel dahin in Gnaden disponieren woll(e)", daß sie Pacht und Zins soweit zurückschrauben solle, dass er "dabei nicht ganz und gar an den Bettelstab geraten möge". Er unterzeichnet mit
"Untertheniger
Hans Latsch ietziger
Hoffmann zu Gosenbach".
Eine Antwort auf dieses Schreiben ist nicht überliefert.

Hans' Tochter Margarethe Latsch heiratete um 1636 den aus Dillhenrichshütten stammenden Johannes Spies (etwa 1599 - 1660) und stellte dadurch die Verbindung zwischen diesen beiden Familien her.

Johannes Spies wurde 1637 zweiter Hofmann, bekam das Keppelsche Hofhaus und die Hälfte der dazugehörigen Ländereien zugesprochen. Nach seinem Tod nahm Hans Wolf Spies (1638 - 1727) seine Stellung ein. Auf der Latsch-Seite folgte nach dem Tod des Friedrich Latsch (1627 - 1696) Henrich Latsch (1657 - 1706). Ab 1679 waren Henrich Latsch und Hans Wolf Spies die beiden Keppelschen Hofpächter. Letzterer gehörte der Hammerschmiede- und Massenbläserzunft an und wird 1677 ihr Zunftmeister. Er war auch als Eisenhändler tätig und erwarb 1666 und 1670 Anteile sowohl an der Gosenbacher Kupferhütte als auch an der obersten Gosenbacher Hütte. 1685 errichtete er einen Anbau an das alte Hofhaus aus dem 15. (?) Jahrhundert, das 1969 abgerissen wurde. Hans Wolf Spies' eigenwillige Wirtschaftspolitik entwickelte in ihm den Wunsch, alleiniger Hofpächter zu werden. Da 1704 mit dem baldigen Tod Henrich Latschs gerechnet wurde und dessen Erbe, sein Sohn Johann Friedrich (1688 - 1772), erst 16 Jahre, also unmündig war, beantragte Hans Wolf Spies die Eintragung seines Sohnes Antonius Spies als künftigen Hofpächter, und zwar erfolgreich, da die Vereinigung der geteilten Pacht den Interessen der Keppelschen Klosterverwaltung entgegenkam. 1706, nach dem Tod Henrich Latschs, wird Hans Wolf Spies tatsächlich alleiniger Hofpächter. Einige Jahre später allerdings meldete der 1704/06 übergangene (nicht unrechtmäßig !) Johann Friedrich Latsch sein Interesse an der halben Pacht an. 1715 heiratet er äußerst zweckmäßig die Tochter des Hans Wolf Spies, Elsbeth (1682 - 1764). Hans Wolf, inzwischen 77 Jahre alt, setzte sich nun im Gegensatz zu seinen früheren Bemühungen von 1704/06 für seinen Schwiegersohn und einstigen "Konkurrenten" ein, erreichte die erneute Pachtteilung und zog in den Haushalt seiner Tochter Elsbeth. Hans Wolf Spies' Sohn Antonius (1670 - 1742) wurde damit zum 2. Hofpächter. Dieser allerdings erinnerte sich 1716, auch schon 46jährig, des Lehnsvertrages von 1704, in dem sein Vater zum alleinigen Hofpächter und er, Antonius, zu seinem Nachfolger bestimmt wird, was für ihn ja jetzt von Vorteil wäre. Das wegen anderer, finanzieller Streitigkeiten schon belastete Verhältnis zu seinem Vater äußerte sich schließlich darin, dass Antonius beim Stift Keppel unter Berufung auf das Lehensprotokoll von 1704 für sich das alleinige Pachtrecht beantragt. Zunächst schien es so, als wenn er sich durchsetzen könnte, zumal das Stift Johann Friedrich Latsch vorher nicht als 2. Hofmann akzeptieren wollte. Jetzt aber trat Hans Wolf, mittlerweile 78jährig, wieder auf und erhob bei der fürstlichen Landesregierung Einspruch gegen das Vorhaben seines Sohnes, da sein Schwiegersohn und seine Tochter "außer einem eigentümlichen Wohnhaus anders keine Güter" hätten. Dem Einspruch wurde stattgegeben, so dass er bis zum seinem Tod im hohen Alter von fast 89 Jahren im Haus seiner Tochter wohnte. Antonius' Tochter Anna Catharina (1706 - 1758) heiratete nach Achenbach in die Familie Holdinghausen, Johann Friedrich Latschs Tochter Anna Catharina (1715 - 1781) in die Familie Achenbach und blieb mit ihrem Mann Johann Henrich Achenbach (1709 - 1768) in Gosenbach. Sie wohnten im "Alten Achenbachs Haus", später als Spies-Haus bezeichnet, das schon Anna Catharinas Vater Johann Friedrich und ihr Großvater Henrich Latsch bewohnten. Dieses erhaltene, 300 Jahre alte Haus steht in Gosenbach in der Friedhofstraße, schräg gegenüber dem Latsch- bzw. Debus-Haus. 
LATSCH, N. (I23392)
 
1458 Die Familie lebte zuerst in St.Gallen, dann in Nizza und anderswo auf der Suche nach einem geregelten Einkommen und liess sich schliesslich in München nieder. Der Vater hatte sich da den Ruf eines Badearztes und Reiseschriftstellers erarbeitet, die Mutter den einer Schriftstellerin von Romanen und Lebensanweisungen für junge Frauen und Mädchen. FELS, Louise (I4413)
 
1459 Die Familie Spillmann war eine Berner Notabelnfamilie, die seit dem 13. Jahrhundert das Burgerrecht der Stadt Bern besass und mit Anton 1553 im Mannesstamm erlosch. Sie zählte, dank ihres Vermögens aus dem Metallhandel, ab Mitte des 14. Jahrhundert zur ökonomischen Führungsgruppe der Stadt Bern. In der Landschaft erworbene Herrschaftsrechte sowie die Zugehörigkeit zur Vennergesellschaft zu Schmieden ebneten ihnen den Weg ins Stadtregiment. Im 15. und 16. Jahrhundert stellten sie einige Venner und besetzten einflussreiche Ratsämter in Stadt und Landschaft. Kostspielige Erb- und Besitzstreitigkeiten sowie die Amtstätigkeit minderten ihr Vermögen im 16. Jahrhundert. (Info: HLS). SPILLMANN, Stammlinie (I38857)
 
1460 Die Familie Sprenger

von Robert Giesler,
überarbeitet von Matthias Schmidt


Die Sprenger gehören zu den alten Hammerschmiede- und damit auch angesehenen Familien.

Der Sohn von Contzgin Sprenger war Gottschalk Sprenger. Ihm gehörte die Müsenershütte, die ab 1490 erwähnt wird. Zu dieser Zeit lebte auch Gottschalk, dessen Sohn Theis (eine Kurzform von Matthias) Mitinhaber dieser Hütte war und 1518 - 54 erwähnt wird. Er ist außerdem 1538 als Bürgermeister von Siegen genannt. In den vorliegenden Tafeln ist er dreimal verzeichnet. Theis war Vater des Dillnhenrichshüttener (= Sieghüttener) Hammerschmieds Johann Sprenger (+ 1605). Dessen Tochter heiratete Anton Spieß (etwa 1565-1607), der als Hammerschmied von Schneppenkauten nach Dillnhenrichshütten kam. Außerdem war er Vater des Hans Sprenger (+ v.1594), der 1552-58 als Hammergewerke und Haingerichtsschöffe zu Dillnhenrichshütten genannt wird. Dort war auch dessen Sohn Franz (+ vor 1600), Hammergewerke, dessen Tochter Catharina (+ nach 1639), in die Eiserfelder Familie Daub heiratete. Ob Theis Sprenger auch der Vater des Dillnhenrichshüttener Hammerschmiedes Hans Sprenger (+ etwa 1590) war, ist unklar. Es wäre aber ungewöhnlich, da ja Theis' unter 2. genannter Sohn schon Hans hieß. Die Tochter des hier aufgeführten Hans (+ vor 1608), heiratete in die Familie Flender (s. o. Familien Busch vor der Hardt und Flender). 
SPRENGER, Elisabeth (I1130)
 
1461 Die Familie stammt vermutlich ursprünglich aus Kirchlindach und daher scheint auch der Lindach herzurühren. Ab 1345 werden erste Mitglieder der Familie unter dem Namen Hetzel von Lindnach urkundlich erwähnt. Ab dem 15. Jahrhundert besetzten Mitglieder der Familie regelmässig öffentliche Ämter der Stadt Bern. (weiterführende Info: HLS) HETZEL VON LINDACH, Stammlinie (I29768)
 
1462 Die Familie trat zuerst unter dem Namen Szmettay im 14. Jahrhundert in Ungarn und Serbien auf. Die sichere Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Georg Smete, urkundlich 1562 bis 1579, Bürger und Züchner in Neisse.[1] Unter Matthias Corvinus verbreitete die Familie sich zunächst in Schlesien, von dort wiederum machten sich einzelne Glieder der Familie in Mecklenburg, Brandenburg und Dänemark sesshaft.

Am 28. September 1668 erfolgte von Kaiser Leopold I. ein Erneuerungdiplom ihres Adels und Wappens, 1701 die Hebung in den Reichsfreiherrenstand. Am 17. Februar 1717 erteilte Kaiser Karl VI. der Familie ein Freiherrendiplom und am 24. Februar 1742 erfolgte durch Kaiser Karl VII. die Erhebung in den Reichsgrafenstand, welche König Friedrich II. am 2. Juli desselben Jahres anerkannte. Im Jahre 1782 stiftete die Gräfin Anna Charlotte Christiane Wilhelmine von Schwerin geb. Gräfin von Schmettau (1712–1796) das Fräuleinstift zu Rietschütz. 1822 erging erneut ein preußisches Adelsdiplom. 
SMETE, N. (I8570)
 
1463 Die Familie von Bevern gingen aus der Familie der Edelherren von von Meinhövel hervor, die bereits im 8. Jahrhundert eine Burg im Münsterland errichtet hatten und mehrfach kriegerische Auseinandersetzungen mit der sich entwickelnden Bischofsstadt Münster und den Bischöfen führten. Um 1115 lag Hermann von Meinhövel (de Dulle) wieder in Fehde mit Münster.

Sein 1139 erwähnter Sohn Ludbert von Meinhövel (* um 1075) führte erstmals den Namenszusatz von Bevern, heute Ostbevern. Dieser Ort wird bereits 1088 in einer Urkunde erwähnt, in der von der Übertragung eines in Bevern gelegenen Hofes an das Kloster Iburg berichtet wird. Die durch Ostbevern fließende Bever hat vermutlich sowohl der Ansiedlung wie auch dem Adelssitz Bevern den Namen verliehen. Vom Haus Bevern sind heute noch Reste an der Bever vorhanden. Die Rochuskapelle war ein Teil dieser Besitzung. Es ist anzunehmen, dass Ludbert zur Beendung der jahrhundertelangen Auseinandersetzungen mit dem Hochstift Münster den Ort als Lehen erhalten hat. Das bischöfliche Lehen war erblich und unter anderem mit einer eigenen Gerichtsbarkeit (Patrimonialgericht) ausgestattet. Die Befugnis des Richteramtes reichte weit: der Richter ahndete kleinste Vergehen und war berechtigt, die Todesstrafe zu verhängen. Neben Hamm gab es in weitem Umkreis nur noch in Bevern eine eigene Gerichtsbarkeit dieser Art.

Ludberts Sohn Lubbert war um 1139–1152 das Familienoberhaupt und führte den Familiennamen von Bevern, Herr zu Bevern ein. Er stiftete 1142 das Kloster Hohenholte, heute Ortsteil von Havixbeck. 
VON BEVERN, Lubbert (I29443)
 
1464 Die Familie von Brandis war seit dem 13. Jahrhundert im oberen und mittleren Emmental begütert und hielt die Vogtei über die Klöster Trub und Rüegsau. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war Konrad von Brandis. Seinen Nachkommen gelang im 14. und 15. Jahrhundert durch geschickte Heirats- und Kreditpolitik die Erwerbung von ausgedehnten Besitzungen im heutigen Kanton Bern, in der Ostschweiz, in Liechtenstein und in Vorarlberg.

Thüring von Brandis heiratete Katharina von Weissenburg und erhielt dadurch die Herrschaft Simmenegg. Er begründete die Verbindung der Familie zu Bern, indem er 1337 in ein Burgrecht mit der regional dominierenden Stadt einging. Während das Fürstbistum Konstanz in der Hand von Bischof Thüring von Brandis war, verpfändete dieser die Rechte des Fürstbistums in der Landgrafschaft Burgund sowie die der Burg Bischofszell und die der Herrschaft Küssaberg im Schwarzwald an seine Verwandten. Eberhard von Brandis, Abt des Klosters Reichenau, verkaufte 1367 alle Güter und Rechte seines Klosters an seine Familie.

Durch die Ehe Wolfharts I. mit Agnes von Montfort-Feldkirch, der Witwe von Graf Hartmann von Werdenberg-Sargans, gelangte ein grosser Teil der Güter der Familie Werdenberg-Sargans im Rheintal und in Vorarlberg in die Hand derer von Brandis (Herrschaften Blumenegg mit dem Ansitz Burg Blumenegg, Sonnenberg mit der Burg Sonnenberg und Schellenberg mit der Oberen und Unteren Burg Schellenberg sowie die Grafschaft Vaduz mit Schloss Vaduz). Zuletzt kaufte Wolfhart V. von Brandis 1437 die Herrschaft Maienfeld, wo das von den Toggenburgern erbaute Schloss bis heute unter dem Namen Schloss Brandis bekannt ist, sowie das benachbarte Schloss Marschlins, und veräusserte gleichzeitig seine bernischen Besitzungen schrittweise an die Stadt Bern.

1477 heiratete Graf Alwig X. von Sulz, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Freifrau Verena von Brandis. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn Rudolf V. von Sulz, er wird in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt.

Ende des 15. Jahrhunderts geriet die Familie von Brandis zwischen die Fronten der Habsburger und der Eidgenossen. 1499 besetzten die Eidgenossen während des Schwabenkriegs die Herrschaft Maienfeld und nahmen dort Sigmund und Thüring von Brandis gefangen. Der letzte Spross des Geschlechts, Johannes von Brandis, musste wegen finanzieller Schwierigkeiten 1509 die Herrschaft Maienfeld an die Drei Bünde und 1510 Schellenberg, Vaduz und Blumenegg an Rudolf V. von Sulz verkaufen. Mit ihm erlosch das Geschlecht 1512.

Im Chor der St. Mamerta-Kapelle in Triesen stand ursprünglich ein spätgotischer geschnitzter Flügelaltar, den Ludwig von Brandis 1492 für die Kapelle stiftete. Der Altar befindet sich jetzt in der Triesner Pfarrkirche St. Gallus.

Es existieren bis heute zwei weitere (nicht verwandte) Adelsgeschlechter gleichen Namens, die Grafen zu Brandis in Südtirol und die 1769 geadelten Freiherren von Brandis aus Niedersachsen.

Persönlichkeiten
Eberhard von Brandis (Abt) (vor 1328–1379), Abt des Klosters Reichenau
Mangold von Brandis (vor 1356–1385), Abt von Reichenau und Bischof von Konstanz
Heinrich III. von Brandis (vor 1348–1383), Bischof von Konstanz
Wolfhart I. von Brandis (vor 1341–1371), Freiherr und Herr über alle Gebiete der Brandis
Wolfhart IV. von Brandis (?–1418), Freiherr und Herr über alle Gebiete der Brandis und Bischofszell
Wolfhart V. von Brandis (vor 1408– nach 1456), Freiherr
Ortlieb von Brandis (1430–1491), Bischof von Chur 
N., N. (I40527)
 
1465 Die Familie von der Leithen gehört dem westfälischen Uradel der Grafschaft Mark an. Seit dem 15. Jahrhundert besaß sie Haus Laer als Stammsitz der Familie.

Haus Laer ist eine Wasserburg im Südosten Bochums im Tal des Schattbachs an der Höfestraße 45. Sie zählt zu den ältesten Adelssitzen im Ruhrgebiet. Das Haus ist namensgebend für den Stadtteil Laer.

Geschichte
Bereits 890 wird die „villa Lahari“, wohl ein Weiler oder Meierhof, im Heberegister der Abtei Werden erwähnt. 1243 wird das Anwesen als „domus Lare“ erstmals genannt, als der Graf Adolf I. von der Mark das Rittergut seinem Gefolgsmann Heinrich von Vittinghoven als Lehen übergibt. 1374 wird ein Burghaus erwähnt. Seit 1480 gehört der Rittersitz der Familie von Leithen; 1895 geht die Anlage durch Erbschaft in den Besitz der Familie Frielinghaus über.

Anlage
Das Haupthaus mit Fachwerkmauern ruht auf einer Eichenpfahlgründung aus dem 10. Jahrhundert, die um 940 datiert wird, womit sie der älteste erhaltene Teil eines Profanbaus in Bochum wäre. Das Haus entstand in seiner heutigen Form gegen Ende des 15. Jahrhunderts unter Dietrich von Leithe. Von der früher die ganze Hauptburg umschließenden Gräfte ist ein Teil erhalten. Die nördlich davon liegende Vorburg entstammt im Wesentlichen dem 18. Jahrhundert. Das Haus beherbergt eine stattliche Urkundensammlung, das Ruhrgebietsarchiv von Haus Laer. Zur Anlage gehört ein beachtenswerter historischer Friedhof.

Die Gräfte (Wassergraben) des Hauses Laer wird von dem Erbstollen der Zeche Isabella gespeist, der die Fläche des benachbarten, ehemaligen Opel-Werks I unterquert. Dieser Stollen und seine unterirdischen Zuflüsse werden (Stand 2013) zukünftig möglicherweise im Rahmen der Ertüchtigung des Werksgeländes für eine Folgenutzung verfüllt werden.[1]

Persönlichkeiten
Konrad von der Leithen (1772–1829), Landrat der Kreise Dortmund, Hagen und Bochum 
VON DER LEITHE, Anna (I45684)
 
1466 Die Familie von Pforr war im Mittelalter eine ratsfähige Adelsfamilie der Stadt Breisach am Rhein, die später weiterhin dem dortigen Patriziat angehörte. Sie stellte mehrere Schultheißen.
Erster namentlich bekannter Vertreter war ein W. de Pforre, der 1261 Mitglied des Breisacher Rats war. Ein Wernher von Pforr wurde 1266 genannt. In den Jahren 1290, 1294 und 1296 gehörte Heinrich dem Rat an, ebenso Johannes 1296, der 1301 noch lebte. Im Jahr 1380 war Junker Werner der Ältere Schöffe in Breisach. In den frühen Jahren des Breisacher Klosters Marienau waren die von Pforr auch im Kloster bestimmend gewesen. Katharina von Pforr war in den 1320er/1330er Jahren dort sogar Äbtissin. Da die Pforr von ihren Töchtern immer wieder welche als Nonnen in das Kloster gaben, schenkten sie dem Kloster auch getreulich Güter und Gülten und traten so als dessen Mäzene auf. 
VON PFORR, Ursula (I46790)
 
1467 Die Familie von Seydlitz (auch Seidlitz bzw. Zeidlitz) gehört zum schlesischen Uradel und erscheint erstmals urkundlich 1287 mit Otto de Sidelicz.

Auf Grund ihrer Namensgebung vermutete der Historiker Johann Sinapius einen vandalischen Ursprung des Geschlechts derer von Seidlitz und erwähnt in seinen Schlesischen Curiositäten, dass sie bereits in den wendischen Kriegen um das Jahr 931 rittermäßige Soldaten gewesen sein sollen. Weiter wird berichtet, dass sich 627 ein Robert Seidlitz als Ritter auf dem Heereszug in das Heilige Land befand und dort neben anderen Rittern seinen Geist Gott aufgeopfert haben soll. Mitte des 7. Jahrhunderts soll ein Bernhard Seidlitz († 653 Rom) als Zeremonienmeister von Eugen I. gedient haben, im Jahr 1010 Konrad Seidlitz als Domkantor in Bamberg.

Das Geschlecht erscheint urkundlich erstmals am 12. Juni 1287 mit Otto de Sidelicz[1] und weitere Mitglieder des Geschlechts treten gesichert im 13. Jahrhundert als castellani (Burggesessene) und barones auf, deren Stammhäuser sich in Thüringen und Böhmen sowie in Schlesien befanden. Ein gemeinsamer Ursprung mit dem schlesischen Geschlecht von Kurzbach wird auf Grund der Wappengleichheit vermutet. Das Geschlecht existiert noch in drei Stämmen: von Seydlitz und Gohlau, von Seydlitz-Kurzbach und von Seidlitz und Ludwigsdorf, deren näherer genealogischer Zusammenhang bisher nicht feststeht. Seit dem 25. August 1858 besteht ein Geschlechtsverband.

Wappen
Das Stammwappen zeigt in Silber drei rote Fische übereinander. Auf dem Helm mit rot-weißen Decken sind zwei aufwärts geschrägte Turnierlanzen mit Fähnlein verwechselter Farbe zwischen einem roten und einem silbernen Büffelhorn angebracht und mit diesen verschränkt.

Bekannte Familienmitglieder

Kavalleriegeneral Friedrich Wilhelm von Seydlitz (1721–1773) in der Schlacht von Zorndorf (1758)
Ernst Julius Sigismund von Seidlitz (1695–1766), Graf auf Peilau, Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine in Gnadenfrei, Onkel der Pflegemutter von Karl von Holtei
Alexander Gottlieb von Seydlitz (1700–1782), preußischer Generalmajor
Friedrich Wilhelm von Seydlitz (1721–1773), preußischer Kavalleriegeneral
Ernst Friedrich von Seydlitz (1768–1829), Ritterschaftsrat, Bildungsmäzen,[2] u. a. in Berlin[3][4][5]
Florian von Seydlitz (1777–1832), preußischer Generalmajor
Ernst von Seydlitz-Kurzbach (1784–1849), Begründer der Seydlitz'schen Geographie
Hermann von Seydlitz-Kurzbach (1810–1895), preußischer Generalleutnant
Rudolf von Seydlitz-Kurzbach (1812–1870), deutscher Rittergutsbesitzer und Hofbeamter
Kurt von Seydlitz-Kurzbach (1849–1913), preußischer Generalmajor
Woldemar von Seidlitz (1850–1922), Kunsthistoriker
Ernst Julius von Seidlitz-Sandreczki (1863–1930), deutscher Majoratsherr und Parlamentarier
Adolf von Seidlitz (1865–1943), Landrat, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses
Wilfried von Seidlitz (1880–1945), deutscher Geologe und Paläontologe
Walther von Seydlitz-Kurzbach (1888–1976), deutscher General des Zweiten Weltkrieges, Vizepräsident des Nationalkomitees Freies Deutschland
Adolf von Seydlitz-Sandreczki (1896–1945), Gutsbesitzer und Mitglied im Landesbruderrat der schlesischen Bekennenden Kirche; Generallandschaftsdirektor
Joachim von Seydlitz-Kurzbach (1911–2005), deutscher Brigadegeneral und Nachrichtendienstler
Friedrich Wilhelm von Seydlitz-Kurzbach (1914–2009), ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Paul Hartmann AG
Werner von Seydlitz (1927–2016), schwedischer Unternehmer, geboren in Ostpreußen. Gründer der Gesellschaft MP-Bolagen in Vetlanda, Schweden.
Schiffe mit dem Namen Seydlitz
Seydlitz des Norddeutschen Lloyd, deutsches Hilfsschiff im Ersten Weltkrieg
Seydlitz, Großer Kreuzer (Schlachtkreuzer) der deutschen Kaiserlichen Marine
Seydlitz, Schwerer Kreuzer der deutschen Kriegsmarine, unvollendet 
VON SEYDLITZ, Johann Balthasar (I45888)
 
1468 Die Familie von Truhendingen ist ein schwäbisch-fränkisches Grafengeschlecht, das seit dem frühen 12. Jahrhundert nachweisbar ist. Der Grafentitel ist erstmals 1264 belegt; vorher zählt die Familie aber bereits zu den Edelfreien. Das Geschlecht erlosch Ende des 15. Jahrhunderts.  VON TRUHENDINGEN, Friedrich (I10314)
 
1469 Die Feste Breitenbend ist eine Burgstelle im westlichsten Teil von Nordrhein-Westfalen. Breitenbend war eine Burg, später Schloss und Gutshof, gelegen in den breiten, feuchten Niederungswiesen (Benden) am rechten Ufer der Rur vor den Toren der Stadt Linnich am gegenüber liegenden Rurufer.

Die exakte Gründung der Breitenbend lässt sich nicht mehr belegen, wird aber auf das 9. Jahrhundert datiert. Erstmals erwähnt wurde sie im 14. Jahrhundert als brabantisches Lehen.

Die Breitenbend war eine der Stammburgen des Geschlechtes derer von Pallandt und wurde im Laufe der Jahrhunderte auch durch kriegerische Einwirkungen mehrfach verändert. Nach Besetzungen im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische und hessische Truppen wurde sie kurz vor Kriegsende durch kaiserliche Soldaten unter Guillaume de Lamboy erobert, der die Burg zerstören ließ. Die übrig gebliebenen Teile der Anlage wurden danach als Hofgut genutzt. Um 1908 wurde das Gut von dem Düsseldorfer Maschinenfabrikanten Joseph Losenhausen (1852–1919) erworben.[1]

Im Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen, wurde zunächst im Jahr 1950 der letzte erhaltene Turm der Vorburg niedergelegt. Im Jahr 1973 erfolgte das Ende der Breitenbend, die letzten Ruinen wurden völlig abgebrochen und das Gelände eingeebnet. 
VON PALAND, Karsilius I. (I5061)
 
1470 Die französische Prinzessin Blanca Margarete war die jüngste Tochter des Grafen Karl I. von Valois und seiner dritten Frau Mahaut von Châtillon. Sie wuchs am französischen Hof auf. Einen entscheidenden Einfluss auf ihr künftiges Leben hatte Königin Maria, zweite Frau Karls IV. und jüngere Schwester Johanns von Böhmen. Dieser ließ seinen erstgeborenen Sohn ab 1323 ebenfalls am französischen Hof aufziehen. Als Erbe der böhmischen Krone war er eine willkommene Partie. Noch 1323 kam es in Paris zur Vermählung der beiden sieben Jahre alten Kinder. Nach der Zeremonie wurden sie wieder getrennt und verblieben unter der Obhut ihrer jeweiligen Erzieher.

1328 bestieg Blancas älterer Bruder als Philipp VI. den französischen Thron. Philipp und Karl vertrugen sich nicht, und so verließ das jugendliche Ehepaar bald den Pariser Hof und ließ sich in Luxemburg nieder. Karl musste jedoch umgehend seinem Vater nach Italien folgen, wo er die Funktion des Statthalters in der Lombardei übernehmen sollte. Ab 1333 hielt er sich als Markgraf von Mähren in den Ländern der böhmischen Krone auf. Erst 1334 ließ er Blanca aus Luxemburg nachkommen. Am 12. Juni zog sie mit ihrem Gefolge feierlich in Prag ein.

Obwohl der böhmische Adel und die Bevölkerung die Franzosen zunächst begeistert empfangen hatten, schickte Karl die Ritter seiner Frau nach einem Monat wieder fort. Sein Vater hatte die königlichen Güter zu einem beträchtlichen Teil verpfändet, und zum Unterhalt von Blancas Gefolge fehlte dem jungen Markgrafen das Geld. Auch kam unter dem Adel die Befürchtung auf, die Fremden würden einen zu großen Einfluss auf den Thronfolger ausüben. Blanca lernte bald deutsch und tschechisch, was positiv bewertet wurde und zu ihrer Beliebtheit beitrug. Durch ihren Einfluss gelangten Elemente der französischen Mode nach Böhmen; so sollen die spitzen Schnabelschuhe mit der Prinzessin nach Prag gekommen sein.[1] Einen goldenen, edelsteinbesetzten Gürtel, den sie als Hochzeitsgeschenk erhielt, ließ Karl später umarbeiten. Aus ihm entstanden die Bügel der Wenzelskrone.[2] Zu ihrem Gepäck gehörten ferner illuminierte französische Handschriften, die als Vorbild der Velislaus Bibel gedient haben sollen.[3] 
(VALOIS), Blanka (Margarete) (I39075)
 
1471 Die französischen Burchardinger (frz. Bourchardides) stammen von Burchard Ratepilate ab. Seine Nachkommen sind die Grafen von Vendôme, Melun und Paris.
Aktuelle Arbeiten zur Herkunft der französischen Burchardinger postulieren eine Abstammung in weiblicher Linie von den Agilolfingern. Burchard Ratepilate war in der Tat ein Urenkel von Aubry von Sens und Engeltrude, der Tochter des Grafen Odo von Orléans.

Ein erster Burchard wird 891 und 905 in den Schriften der Abtei Saint-Martin de Tours erwähnt, wird aber nicht ausdrücklich als Graf von Vendôme bezeichnet.

Bouchard Ratepilate, sein Sohn, ist der erste, bei dem man sicher sein kann, dass er Graf von Vendôme war. Er und seine Nachfolger profitierten als Vertraute der Robertiner von deren Aufstieg. 
..., Bouchard (I37723)
 
1472 Die freiburgische Patrizierfamilie Praroman (deutsch Perroman) stammt aus dem gleichnamigen Ort in Freiburg. Dem Geschlecht gehörten mehrere Junker und Ritter an. Einzelpersonen werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, die Familie ab Mitte des 13. Jahrhunderts. Die zwei Freiburger Äste sind auf Pierre (+ vor 1365) und Jacques (+ vor 1356), vermutlich Brüder, zurückzuführen. Der erste Ast starb 1862 mit Philipp, einem reichen und wohltätigen Gutsbesitzer, im Mannesstamm aus. Der zweite teilte sich 1408 mit Nicolas' Niederlassung in Lausanne in zwei Zweige. Der in Freiburg verbliebene Zweig verschwand in der 2. Hälfte des 16. Jh. Der später reformierte Lausanner Zweig erlosch mit Rodolphe Samuel bzw. mit Louis Samuel (gestorben 1750), Oberstleutnant in holländischen Diensten.
weiterführende Info: HLS 
VON PRAROMAN, Stammlinie (I21778)
 
1473 Die Freiherren von Bussnang waren vom 12. bis zum 15. Jahrhundert ein Adelsgeschlecht in der heutigen Ostschweiz mit Besitzschwerpunkt um Bussnang und Weinfelden. Ihr Wohnsitz war bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts die Burg Bussnang Welt-Icon[1]. Die Familie unterhielt enge Beziehungen zum Bistum Konstanz und zur Fürstabtei St. Gallen, von denen sie Lehen und Pfandschaften innehatte und in welchen sie wiederholt wichtige Positionen belegte. Im 14. Jahrhundert lehnten sich die Bussnang vermehrt auch an Habsburg-Österreich an. VON BUSSNANG, Klara (I46896)
 
1474 Die Freiherren von Gösgen waren eine Hochadelsfamilie, die im Spätmittelalter in der Gegend von Obergösgen und Niedergösgen belegt sind. Sie wurden vom Bischof von Strassburg mit der Kastvogtei über das Stift Werd belehnt. Ihr Erbe fiel an die Familie von Falkenstein.
Als erster Sitz der Adelsfamilie wird eine Erdburg in Obergösgen vermutet, die ins 10./11. Jahrhundert datiert wird. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war 1161 Bernerus de Cozequovon.

Gerhard I. von Gösgen wird zwischen 1224 und 1267 erwähnt. Er erhielt vom Stift Werd (am 15. März 778 als Werith erstmals erwähnt; Werd bedeutet «Flussinsel») die Erlaubnis zum Burgenbau auf stiftseigenem Gebiet. Die so entstandene Anlage über Bözach erhielt den Namen Niedergösgen, der bald für die ganze Gegend stand. Gerhard I. verstand es, die umliegenden Dörfer auf beiden Seiten der Aare unter seinen Einfluss zu bringen. Vom Bischof von Strassburg wurden sie mit der Kastvogtei über das Stift Werd (späterer Name Schönenwerd) belehnt.

Gerhard I. hatte zusammen mit seiner Ehefrau, der Freiin Amalia von Hinwil, zwei Söhne, Gerhard II. (erwähnt von 1256 bis 1311) und Konrad. Sie lagen im Streit mit dem Stift Schönenwerd, da sie danach strebten, aus der Kastvogtei eine Familienherrschaft zu machen. Dem Stift stand Konrad ab 1282 als Propst vor. Von 1305 bis 1323 war er in Basel Domherr. Die Herren von Gösgen zeigen sich als treue Parteigänger von Rudolf von Habsburg. Gerhard von Gösgen begleitete diesen in seinem Feldzug gegen Ottokar II. von Böhmen.[1]

Johann I. von Gösgen hatte einen gleichnamigen Sohn Johann II. (erw. von 1359 bis 1382; gest. 1383). Da seine Mutter, von der nichts weiter bekannt ist, nicht dem Freiherrenstand angehörte, verlor Johann II. die Kastvogtei, konnte jedoch die Burg Niedergösgen behalten.

Die Tochter von Johann II., Amalia,[2] war mit dem Freiherrn Wernher von Falkenstein (erw. ab 1318; gest. 1382) verheiratet. Sie hatten zwei Söhne, Rudolf IV. (gest. 1399) und Hans II. von Falkenstein (gest. 1429). Als Wernher 1382 starb, übertrug Johann II. von Gösgen die Burg Niedergösgen an seine beiden Enkel. Mit dem Tode Johanns II. von Gösgen starb das Geschlecht im Mannesstamm aus.

Als Grablege diente ihnen unter anderem die Stiftskirche Schönenwerd. Hier befinden sich Grabplatten von Marquard (gest. 1343) sowie von Johann II.[3] 
VON GÖSGEN, Elisabeth (I7948)
 
1475 Die Freiherren von Grandson waren ein begütertes Hochadelsgeschlecht in der Waadt. Sie nannten sich nach der Burg Grandson südwestlich des Neuenburgersees. Sie waren das vorherrschende Geschlecht im nordwestlichen Waadtland und erbauten neben Grandson die Burgen von Belmont, Champvent, La Sarraz und Montricher. Die Seitenlinie Grandson-Belmont spaltete sich 1185 ab. Nach dem Tode Ebals IV. begründeten seine Söhne die Linien La Sarraz (Gerhard), Champvent (Heinrich) und Grandson (Peter I.). Peters Sohn Othon bekleidete eine wichtige Stellung am Hof des englischen Königs Eduard I., er erbte die Güter der erloschenen Seitenzweige Champvent und La Sarraz. Von Othons jüngeren Brüdern war Wilhelm Mitglied des englischen Parlaments und führte den Titel eines Lord Grandisson, Gerhard (1275–1278) und Heinrich (1278–1286) waren Bischöfe von Verdun. Durch die Heirat von Othons Neffen Peter II. mit Blanche, einer Enkelin von Graf Thomas II. von Savoyen, wurden die Herren von Grandson zu Gefolgsleuten der Grafen von Savoyen. Mit dem Tode Ottos III. († 1397) im Duell starben die Herren von Grandson aus und ihr Besitz fiel an Savoyen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Grandson_(Adelsgeschlecht) 
VON GRANDSON-BELMONT, Agnes (I41500)
 
1476 Die Freiherren von Grünenberg waren eine weit verzweigte Adelsfamilie, deren Vertreter von der Mitte des 12. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts im schweizerischen Mittelland, vor allem im heutigen Bernischen Oberaargau, sowie im Elsass und im Südbadischen, vor allem im heutigen Markgräflerland und im Breisgau, in Erscheinung traten. Für diese Zeit des ausgehenden Mittelalters sind rund einhundert Personen bekannt, die mit grosser Sicherheit der Familie zugeordnet werden können. VON GRÜNENBERG, Elisabeth Isabella (I26114)
 
1477 Die Freiherren von Grünenberg waren eine weit verzweigte Adelsfamilie, deren Vertreter von der Mitte des 12. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts im schweizerischen Mittelland, vor allem im heutigen Bernischen Oberaargau, sowie im Elsass und im Südbadischen, vor allem im heutigen Markgräflerland und im Breisgau, in Erscheinung traten. Für diese Zeit des ausgehenden Mittelalters sind rund einhundert Personen bekannt, die mit grosser Sicherheit der Familie zugeordnet werden können.

Geschichte
Mutmassliche Ahnen und Vorfahren der Freiherren von Grünenberg
Im Jahr 1192 traten drei Brüder als Ministerialen der Kirche von Konstanz in Erscheinung. Hugo von Grünenberg, 1176 erstmals erwähnt, übertrug vor dem 25. März 1192 zusammen mit seinem Bruder Conrad ein Gut in Bankholzen und ein Gut in Bohlingen an das Domkapitel von Konstanz. Die beiden Güter waren Leibgedinge ihres Bruders, des Schenken Arnold II., für dessen Ehefrau. Hugo war zuvor in die Konfraternität aufgenommen und mit einer Pfründe ausgestattet worden. Er erhielt eine Wohnstätte (curia canonicalis). Der damalige Bischof Diethelm von Krenkingen überliess die beiden Güter durch die Hand des Dompropstes Ulrich dem Hugo von Grünenberg als Lehen (feodum claustralis). Der Vater der drei Brüder, Arnold I., wurde 1162 als Ministeriale der Kirche von Konstanz erwähnt. Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lassen sich am Hofe des Konstanzer Bischofs die klassischen vier Hofämter des Marschalls, des Truchsessen, des Kämmerers und des Schenken nachweisen. Diese Ämter waren überwiegend mit Hochstiftsministerialen besetzt. Sie trugen den Titel "ministerialis ecclesiae Constantiensis". Arnold II. war als Schenk einer der Träger dieser vier Hofämter. Es wird vermutet, dass er der Vater von Heinrich I. von Grünenberg gewesen sein könnte, der 1224 im oberen Aargau in Erscheinung trat. Die Familie hatte ihren Sitz auf der Burg Grünenberg, dem späteren Kloster Grünenberg in Bankholzen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Moos (am Bodensee). Die Familie nannte sich auch "von Bankholzen".

Die Freiherren von Langenstein, von denen sehr wenig bekannt ist, gehörten vermutlich zum alteingesessenen Adel in der Gegend des heutigen Bernischen Oberaargaus und des Luzerner Hinterlandes. Sie traten 1194 in Erscheinung, indem sie das Zisterzienserkloster Sankt Urban gründeten und mit reichlich Grundbesitz aus ihrem Eigentum ausstatteten. Wenig später starben sie aus. Vermutlich über eine Erbtochter fiel der allergrösste Teil der langensteinischen Herrschaft an die Freiherren von Grünenberg. Ein kleinerer Teil aus dem Besitz der Langenstein gelangte über frühere Mitgiften in die Hände der Ritter von Luternau und der Freiherren von Balm. 
VON GRÜNENBERG, Johann Grimm II. (I32011)
 
1478 Die Freiherren von Hornstein gehören zum schwäbischen Uradel mit den Stammhäusern Hornstain (Horenstain) und Hertenstain bei Sigmaringen.

Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1243 mit Manegold von Hertenstain und 1247 mit seinem Bruder Heinrich von Hornstain. Nach dem Erlöschen der verschiedenen Linien Hornstein nimmt die Linie Hertenstein etwa 1486 den Namen Hornstein an. Die Stammreihe beginnt Burkhard von Hertenstein, urkundlich 1303.

In den Jahren 1579, 1586 und 1623 erlangten sie den Besitz des Reichslehens Hohenstoffeln mit den Orten Weiterdingen, Binningen mit Burg Binningen, Bietingen, und dem Burgstall Homboll. Die drei Burgen auf dem Hohenstoffeln (Vorder-, Mittel- und Hinterstoffeln) wurden im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die Familie erbaute sich neue Sitze in den umliegenden Ortschaften.

Das Geschlecht gehörte zur schwäbischen Reichsritterschaft (dem Schwäbischen Ritterkreis). Balthasar Ferdinand von Hornstein (1614–1685) war Direktor der Reichsritterschaft des Kantons Hegau, Allgäu und Bodensee.[1]

Schloss Grüningen ist seit 1311 bis heute im Besitz der Familie.[2] Auch Schloss Binningen und Schloss Weiterdingen (beide in der Gemeinde Hilzingen gelegen) gehören bis heute dem Familienzweig der Freiherren von Hornstein zu den drei Hohenstoffeln-Binningen.

Personen
Rudolf von Hornstein (erwähnt 1338–1349) war auch in Burgau und Beizkofen begütert.[3]
Mantz von Hornstein (1349–1413), Sohn des Rudolf von Hornstein, erbte das Reichenauische Lehen Heudorf und hatte von Graf Eberhard dem Greiner auch das Dorf Betzenweiler zu Lehen. 1355 verkaufte er den Zehnten zu Beizkofen an die Heiligkreuztaler Äbtissin Anna von Hornstein und dem Konvent als Lehen, 1356 einen Hof in Burgau, der Lehen des Freiherrn Albrecht von Stoffeln war, und eignete 1386 den 6. Teil des Beizkofer Zehnten dem Kloster Heiligkreuztal. 1412 erhielt er das Lehen der Vogtei Betzenweiler.[3]
Anna von Hornstein Schwester des Mantz von Hornstein war an der Burg Heudorf mitbelehnt.[3]
Herman und Hugo von Hornstein waren Söhne des Mantz von Hornstein.[3]

Drei Hornstein-Äbtissinnen im Zisterzienserkloster Heiligkreuztal
Anna von Hornstein-Göffingen 1354–1357 Äbtissin vom Kloster Heiligkreuztal.[3]
Hans Christoph von Hornstein (1551–1606), 1587 Reichshofrat, 1591 Geheimrat des Kaisers Rudolf II.[1]
Hermann von Hornstein (Hermann Freiherr von Hornstein-Hohenstoffeln-Binningen; 1843–1893), Mitglied des Deutschen Reichstags
Karl Heinrich von Hornstein (1668–1745), Ritter des Deutschen Ordens

Wappen des Landkomturs Karl Heinrich von Hornstein in Absberg
Marianna Franziska von Hornstein (1723–1809), Äbtissin des Damenstifts Säckingen
Leopold von Hornstein (1641–1718), Kanzler des Fürstbischofs von Augsburg und Bürgermeister von Dillingen[1]
Robert von Hornstein (1833–1890), Komponist
Wilhelm von Hornstein (1813–1890), K.u.K. Feldmarschallleutnant[4]
Wolf Freiherr von Hornstein (1918–2008), deutscher Verleger, Herausgeber und Koch
Erika von Hornstein (1913–2005), Malerin, Schriftstellerin und Filmregisseurin (verheiratet Erika Bausch)
Schlösser der Familie
Schloss Weiterdingen
Schloss Binningen im Hegau bei Hilzingen
Oberes Schloss Grüningen in Riedlingen
Schloss Bietingen
Siehe auch 
VON HORNSTEIN, Balthasar (I46847)
 
1479 Die Freiherren von Klingen (auch Hohenklingen, Alten-Klingen und Klingnau) waren ein im Mittelalter bedeutendes Adelsgeschlecht aus dem Thurgau.

Herkunft
Die erste urkundliche Erwähnung eines Geschlechts von Klingen geht angeblich zurück auf das Jahr 925, wo beim Einfall der Ungarn in das Gebiet am Hochrhein die heilige Wiborada, Klausnerin bei St. Gallen erschlagen wurde, die sich angeblich von Klingen nannte.

Stammsitz
Das Stammhaus der Herren von Klingen war die Burg Altenklingen bei Wigoltingen im Thurgau, welche um 1200 zum Schloss umgebaut wurde. Neben Schloss Altenklingen zählt auch die von den Freiherren von Klingen um das Jahr 1225 umgebaute Burg Hohenklingen sowie das 1239 errichtete Schloss Klingnau in der gleichnamigen Ortschaft, als Sitze der Herren von Klingen. All diese Burgen sind, wenn auch zu späteren Zeit umgebaut, heute noch erhalten.

Wappen
Das Stammwappen zeigt in einem schwarzen, mit silbernen Schindeln bestreuten Schild einen gold gekrönten und rot gezungten aufrechten silbernen Löwen. Auf dem Helm mit silbern-schwarzen Decken ein wachsender, gold gekrönter und rot gezungter silberner Löwe, hinten mit einem ausgekerbten roten Schirmbrett besteckt, dessen Spitzen mit Pfauenfedern bestückt sind.

Das Wappen der Klingen im Codex Manesse zeigt ebenfalls auf Schwarz den silbernen Löwen, die Schindeln sind jedoch golden. Auf dem Helm mit roten Helmdecken zwei auswärts gekehrte silberne (eiserne) Beile; die Schneiden der Beilklingen sind mit Pfauenfedern bestückt.

Nach der Teilung des Geschlechts um 1225 wählten der Zweig derer von Hohenklingen ein eigenes Wappen. Es zeigt einen fünfblättrigen Eichenzweig auf goldenem Grund und einer roten mit weissen Schuppen eingerahmten Scheibe als Helmzier.

Bedeutende Namensträger
Fides von Klingen († 1358), Fürstäbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich
Walther von Klingen († 1286), Minnesänger

Literatur
Walther von Klingen und Kloster Klingental zu Wehr. Jan Thorbecke Verlag, 2010, ISBN 978-3-7995-0850-6.
Franz Josef Mone: Das ehemalige sanktblasianische Amt Klingenau. In: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrhein. Band 1.
Wilhelm Wackernagel: Walther von Klingen, Stifter des Klingenthals und Minnesänger. Basel 1848.
J. A. Pupikofer: Geschichte der Freiherren zu Alten-Klingen, Klingnau und Hohenklingen. In: Thurgauische Beiträge zur Vaterländischen Geschichte. Band 10. (in der Google Buchsuche)
Weblinks
Commons: Klingen (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Martin Leonhard: Klingen, von. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Klingen. In: Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch. Band 2, Heidelberg 1905, S. 297–299.
Wappen der Zollikofer von Altenklingen (St. Gallen)

Verwandtschaft / Relationship / Parenté
Landenberg-Greifensee, von Regensberg, von Kyburg, von Dillingen..

http://www.stammler-genealogie.ch/relationship.php?altprimarypersonID=&savedpersonID=I1&secondpersonID=&maxrels=1&disallowspouses=0&generations=50&tree=StammlerBaum&primarypersonID=I4831 
VON (ALTEN)KLINGEN, Ulrich der Jüngere (I25980)
 
1480 Die FREIHERREN VON REGENSBERG waren ein bedeutendes Schweizer Adelsgeschlecht im ehemaligen ZÜRICHGAU Zürichgau; die genaue Genealogie, insbesondere der frühen Jahre, ist umstritten. Sie waren verwandt mit den FREIHERREN VON KRENKINGEN, diese führten ein ähnliches Wappen.

Ihre Blütezeit erlebten die REGENSBERGER im Hochmittelalter, und zu ihrem Herrschaftsbereich gehörten weite Teile des heutigen Kantons Zürich. Die Klöster Fahr und Rüti sowie die Städtchen Regensberg, Grüningen, Kaiserstuhl und Glanzenberg zählen zu ihren bekanntesten Gründungen. Hinzu kam Streubesitz im Aargau, Thurgau und nördlich des Rheins bis nach ST. BLASIEN im Schwarzwald sowie einige namhafte Burgen und Kirchen.  
N., N. (I23907)
 
1481 Die Freiherren von Reischach mit ihrer Stammburg Burrach beim Walder Ortsteil Reischach sind ein typisches kleinadeliges Geschlecht, das es nie zu herausragender Berühmtheit an sich, oder an einzelnen Mitgliedern brachte, deren Vertreter aber in der südwestdeutschen Geschichte, vor allem im Umfeld des Hauses Württemberg, bis in die Neuzeit immer wieder in Erscheinung traten. Sie sind seit 1191 („Ulrich von Reischach“) bezeugt.

Die Reischacher konnten sich in ihrem Ursprungsgebiet nicht lange halten. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wurde im Jahre 1212 durch den staufischen Ministerialen Burkhard von Weckenstein ein Kloster gegründet. Das Kloster Wald lag nur knapp zwei Kilometer von der Burg Burrach entfernt. Das neu gegründete Kloster versuchte von Anfang an, das Gebiet in seiner unmittelbaren Nachbarschaft unter seinen Einfluss zu bringen. Tatsächlich gelang es dem Kloster, seinen Besitz und damit auch seine herrschaftliche Stellung auszudehnen, auch durch seine guten Beziehungen zu den Stauferkaisern. Folgerichtig verdrängte es das Geschlecht der Reischacher und brachte es schon im Jahr 1290 fertig, mit diesen einen Vertrag abzuschließen, in dem die Erwerbs- und Ausdehnungsinteressen des Klosters räumlich festgelegt wurden. Seit dem Übergang an das Kloster Wald sind die Reischacher in Reischach nicht mehr ortsansässig, ihre Burg war bereits spätestens 1241 geschleift worden.

Das Geschlecht der Ritter von Reischach ist im Umkreis der staufischen Ministerialenfamilie der Grafen von Pfullendorf 1191 in Urkunden vermerkt. Ulrich von Reischach war wohl ein Dienstmann das Grafen Rudolf von Pfullendorf, der wiederum in sehr enger Beziehung zu Kaiser Friedrich Barbarossa stand und diesem, nachdem Rudolfs einziger Sohn Berthold 1167 gefallen war, seine Herrschaft übereignete.

Vielleicht trug der Tod des Pfullendorfer Dienstherrn 1180 zur Aufgabe der Reischacher Herrschaft bei, ihre Besitzungen vermachten sie im 13. Jahrhundert nach und nach dem Kloster in Wald.

Ende des 14. Jahrhunderts waren vier Brüder als Condottiere in Italien nachgewiesen: Johann, Eberhard, Albrecht und Konrad. Johann Flach von Reischach befand sich bereits 1356 im Dienste des Kirchenstaates. Im Jahr 1364 war er Marschall der Großen Kompagnie, einer Vereinigung, welche sich zumeist aus deutschen Söldner zusammenschloss. 1369 zog er im Auftrag des Papstes gegen Perugia und besiegte die Englische Kompagnie. Doch er wechselte wieder die Fronten und kämpfte mit John Hawkwood gegen den Papst, worauf er von diesem gebannt wurde. 1371 stand Johann Flach von Reischach im Dienste der Visconti, 1373 wieder von Perugia. 1379 gelang es ihm, möglicherweise mit Unterstützung seines Bruders Konrad, welcher nur kurz in Italien Dienst getan hatte und stattdessen in diplomatischen Dienst beim Papst in Avignon getreten war, den päpstlichen Bann zu lösen, wozu er sogar nach Avignon gepilgert war. Zwischenzeitlich hielt er sich auch in Süddeutschland auf, so als er 1367 – mit in Italien verdientem Geld – die Herrschaft Jungnau erwarb. Im Jahr 1382 kehrte er endgültig nach Schwaben zurück, wo er 1383 Vogt von Schelklingen wurde.

Der erwähnte Konrad von Reischach kam in seinem Dienst für den Papst in Avignon auch an den Hof König Wenzels. Er übte großen Einfluss aus und konnte auch große Summen Geld verleihen. Von den Städten Nürnberg und Augsburg wurde er besonders geehrt. Am Hofe von Papst Clemens VII. in Avignon lernte er die verwitwete Isabella, Tochter König Jakobs III. von Mallorca kennen. Dessen Königreich aber war bereits 1343 von König Pedro IV. vernichtet worden. Sie heirateten 1375. Aus der Ehe mit der Königstochter ging ein Sohn, Michael hervor. Etwa 10 Jahre später kehrten Vater und Sohn ohne die Mutter nach Schwaben zurück. 1395 wird Michael als Ritter genannt. Dennoch wird 1409 ein Gutachten bereitgestellt, das seine königliche Abkunft, welche wohl in Schwaben angezweifelt wurde, nochmals bestätigen sollte.

Vater und Sohn erwarben das Schloss Gaienhofen. Im Zusammenhang mit dem Konstanzer Konzil gaben beide im Jahr 1417 auf ihrem Schloss ein Fest. Im Anschluss an dieses Fest wurde Michael von zwei Gästen, einem Herrn von Randegg und einem Herrn von Stuben, aus unbekanntem Grund ermordet. Sein Vater starb ein Jahr später. Wie sehr sich diese mittelalterliche Lebensgeschichte bis in die Neuzeit verwob, zeigt die merkwürdige Bewerbung eines Grafen von Reischach aus Wien, der aufgrund dieser Ereignisse 1870 Ansprüche auf den spanischen Thron erhob.

Eine weitere Tochter Konrads war die Walder Zisterzienserin Anna von Reischach.

Die Familie erwarb vor 1468 durch Kauf und Heirat Güter in Rieth, Nußdorf und Eberdingen (1469) und stellte sich in die Dienste des württembergischen Hauses. Die Grafenfamilie existiert heute noch. Der Familie gehört Schloss Riet, ihr mehrfach umgebautes Schloss Nußdorf befindet sich dagegen nicht mehr in Familienbesitz.

Ende des 16. Jahrhunderts waren die Herren von Reischach sehr begütert: Ihnen gehörten die Burgen Dietfurt, Hornstein, Heudorf, Straßberg, Jungnau und andere. Zweiglinien saßen auf den Burgen Hohenstoffeln, Mägdeberg, Stüßlingen, Wurmlingen, Neuhewen und Immendingen.

Einige herausragende Persönlichkeiten besaß die Familie. So war es Eiteleck von Reischach, der 1529 der türkischen Belagerung Wiens trotzte, Hans Lienhard von Reischach, der 1519 den Hohenasperg verteidigte, Amalia von Reischach, die Äbtissin in Lindau war und Kaiser Maximilian bewirtete.


Eberhard von Reischach auf der Schandtafel im Tübinger Schloss
Eberhard von Reischach unterstützte Herzog Ulrich von Württemberg und wollte dessen Kinder auf dem Tübinger Schloss verteidigen, ergab sich aber mit 70 weiteren Adligen schon kurz nach Beginn der Belagerung des Schlosses durch Georg von Frondsberg am Ostermontag 1519.[2] Er heiratete 1525 die in Meßkirch geborene Katharina von Zimmern, die letzte Äbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich. Eberhard tat sich später als Söldnerwerber für den des Landes vertriebenen Herzog Ulrich von Württemberg hervor, weshalb er in Zürich zunächst in Ungnade fiel, aber 1529 mit seiner Frau zurückkehrte. Er fiel 1531 im Zweiten Kappelerkrieg.

Wappen
Blasonierungen nach Kindler von Knobloch: „Kopf und Hals eines schwarzen Ebers mit goldener Mähne in Silber, das gleiche Bild auf dem Helme. Helmdecken: schwarz-silbern (Siebmacher I, 112, No. 5 und Donaueschinger Wappenbuch, fol. 107). Der Eber mit roter Zunge und Schnauze (Wappenbuch des Abtes Ulrich von St. Gallen). Der Eber mit schwarzer Mähne (Wappenbuch des Grafen von Virmont und Nessen, f. 107). Ebenso nur die Helmdecken: rot–silbern (Wappenbuch des Hans Ingram von 1459). Varianten des Helmschmuckes: silberner Eberkopf und Hals mit goldenen Rückenborsten (Wappenbuch Grünenberg no. 1483: Wappenkodex Verein Herold, f. 240, No. 1); silberner Kopf und Hals des Ebers mit schwarzer Mähne, goldener Schnauze, Hauern und Ohren und roter Zunge; Helmdecken: rot–silbern (Wappenbuch der Stadtbibliothek von Colmar, No. 64, fol. 140). Schwarzer Kopf und Hals eines Ebers in Gold, Mähne sowie Halsband des Ebers golden (Historia Concilii Const. Incunabel von Grafen und Freiherren von Reischach. 1483 in der k. k. Hofbibliothek in Wien). Wie zuletzt beschrieben: nur Zunge rot, Hauer golden. Borsten silbern; auf dem Helme goldener Eberrumpf mit silbernen Hauern und Borsten (Züricher Wappenrolle Nr. 181). Die Linie der Freiherren von Reischach früher zu Immendingen, nun zu Schlatt, führt, nach gütiger Mitteilung des Freiherrn Carl von Hornstein, einen silbernen Eberrumpf als Helmschmuck.“[3] 
VON REISCHACH, Burkhard (I39982)
 
1482 Die Freiherren von Wartenberg waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit den Stammsitzen Burg Wartenberg und Obere Burg Wartenberg auf dem Wartenberg bei Geisingen.
Angenommen wird ihr Abkunft aus einem Ortsadelsgeschlecht des Ortes Geisingen, ein Cuno von Gisingen wird 1085 genannt. Nach dem Bau einer Burg auf dem ehemaligen Vulkan Wartenberg nannten sie sich wohl nach diesem Ort.

Im Jahr 1215 werden die Brüder Konrad der Ältere und Heinrich der Ältere genannt als deren Söhne 1242 H. et E(igelofus) juniores, filli sui, de Wartenberc anzusehen sind.[1] 1273 nennt sich Konrad von Wartenberg Landgraf in der Baar. Bekanntestes Mitglied der Familie war wohl der Abt von St. Gallen, Heinrich von Wartenberg.

Die Wartenberger waren keine Dienstmannen der Fürstenberger wie manchmal vermutet wurde. Konrad von Wartenberg nannte sich 1273 Landgraf in der Baar. Teil an der Herrschaft hatten auch die Grafen von Sulz. Graf Hermann von Sulz überließ 1282 die Landgrafschaft Baar König Rudolf von Habsburg, welcher sie dem Grafen Heinrich von Fürstenberg verlieh. Ein Fürstenberger heiratete in die Familie derer von Wartenberg ein. Das Geschlecht der Wartenberger erlosch um 1302 in der Stammlinie.  
VON WARTENBERG, Freiherr Freiherr Heinrich (I10346)
 
1483 Die Frey stammen ursprünglich aus Mellingen, wo Mitglieder der Familie ab Ende des 15. Jahrhunderts oftmals urkundlich in der Funktion des Schultheissen erwähnt werden. Begründer der Basler Linie ist Hans Rudolf (ca. 1475-1550), der 1501 nach Basel einwanderte und dort als Tuchherr tätig wurde. Seine Nachkommen werden vom 17. bis zum 19. Jahrhundert mehrfach als Professoren, Offiziere im französischen Dienst, Basler Stadträte und Bürgermeister aktenkundig. In den Wirren von 1833 zwischen Stadt und Landschaft Basel stellte sich der Jurist Emil Remigius (1803-1889) auf die Seite der Landschaft, während sein entfernter Verwandter Johann Rudolf Bürgermeister der Stadt war. Mit Bundesrat Emil erreichte das politische Engagement der Basler Frey ihren Höhepunkt. FREY, Johann Friedrich (I39366)
 
1484 Die genaue Namensform („Hüls“ oder „Hühl“?), sowie die Herkunft sind nicht ganz klar. Blömer (2001) spricht sich dagegen aus, Sibylla ohne Quellenbelege an eine Familie in Süchteln anzuschließen; nach Blömer (2005) spricht allerdings ein Kirchenbucheintrag wieder dafür. HÜLS (HÜHL?), Sibylla (I990)
 
1485 Die Geschichte der Stadt Ladenburg reicht bis in die römische Zeit zurück, während der die Stadt den Namen Lopodunum trug.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1622 durch Peter Ernst II. von Mansfeld zum Teil zerstört und im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1689–1693) von General Mélac geplündert. 1705 einigten sich die Brüder Kurfürst Johann Wilhelm und Bischof Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg auf einen größeren Gebietsaustausch. Ladenburg fiel dabei samt Neckarhausen komplett an die Kurpfalz, die ein Oberamt Ladenburg mit der Stadt als Sitz einrichteten.  
UMBSTETTER, Anna Katharina (I809)
 
1486 Die Grafen von Aarberg waren ein Zweig des Grafengeschlechts von Neuenburg. Um 1220 erfolgte unter Ulrich III. von Neuenburg sowohl die Gründung der Stadt Aarberg als auch die Errichtung der nahegelegenen Burg. Er soll anschließend mit seinem Sohn Ulrich IV. zeitweise in der Burg zu Aarberg gelebt haben. Die Lage der Burg auf der felsbewehrten Kuppe an der Aare machte das Städtchen zu einem wichtigen Brückenkopf und Verkehrspunkt.[1]

Die Linie der Grafen von Aarberg wurde durch Ulrich IV. gegründet, der beim Tod seines Vaters Ulrich III. von Neuenburg die Herrschaften Arconciel, Illens, Strassberg und Aarberg besass. Noch vor 1251 tauschte er mit seinem Bruder Berthold die Herrschaft Strassberg gegen die Herrschaft Valangin. Berthold I. wurde dadurch zum Stammvater der Grafen von Strassberg. Unter den Söhnen von Ulrich IV. wurde die Herrschaft erneut aufgeteilt, was zu den Seitenlinien Aarberg-Aarberg und Aarberg-Valangin führte.[2]

Der Urenkel des Stadtgründers, Graf Peter von Aarberg, verpfändete 1358 die Stadt Aarberg an die Berner, womit die Stadt in den Einflussbereich der bernischen Herrschaft kam und die Linie der Grafen von Aarberg-Aarberg als Herrschergeschlecht erlosch. Wegen Schulden verkaufte er die Stadt 1367 – mitsamt seinen Pfandschulden – an den Grafen von Nidau. Diese Lösung war nur von kurzer Dauer, denn die Stadt ging 1379 endgültig in den Besitz von Bern über 
VON NEUENBURG-VAUMARCUS, Luise (I39997)
 
1487 Die Grafen von Buchegg waren eine Hochadelsfamilie, die über mehrere Generationen das Landgrafenamt über die Landgrafschaft Burgund im schweizerischen Mittelland ausübten. Sie hatten ihren Stammsitz auf einer Burg in der heutigen Gemeinde Buchegg im Kanton Solothurn. Ihre Herrschaft umfasste weite Teile des Bucheggbergs und des angrenzenden Limpachtals. Bemerkenswert sind die drei Brüder in der letzten Generation der Grafenfamilie: Dank Beziehungen von Hugo II. zur Kurie in Avignon kam Berthold an die Spitze des Fürstbistums Strassburg, Matthias wurde Erzbischof und Kurfürst von Mainz. Die Familie starb in der Mitte des 14. Jahrhunderts aus. VON BUCHEGG, Burkhard II. (I37305)
 
1488 Die Grafen von Calw (auch: Grafen von Kalw) waren ein hochmittelalterliches Adelsgeschlecht.

Auf die Grafen von Calw bzw. ihre Vorfahren gehen das Kloster Hirsau (830) und das Stift Sindelfingen (1083) sowie die Städte Calw, Vaihingen an der Enz und Löwenstein zurück.

Im 12. Jahrhundert spalteten sich die Nebenlinien Calw-Löwenstein (Grafschaft Löwenstein) und Calw-Vaihingen ab; dadurch trat der Niedergang infolge Besitzzersplitterung ein. Die drei Linien starben dann schon im 13. bzw. 14. Jahrhundert aus. Besitznachfolger wurden vor allem die Welfen, die Grafen von Württemberg und die Grafen von Tübingen. 
CALW, Verena (I46105)
 
1489 Die GRAFEN VON CASTL waren eine adelige Familie des 11. und 12. Jahrhunderts, die Besitz um Kastl auf dem Nordgau hatte. Insbesondere um 1100 nennen sie sich auch von Kastl-Habsberg nach der Burg Habsberg bei Kastl (heute Wallfahrtsort des Bistums Eichstätt). Es handelt sich hierbei um eine edle Familie, die nur selten als Grafen bezeichnet werden. Eine bestimmte Grafschaft kann der Familie nicht zugeordnet werden.
Eine Verwandtschaft mit den Grafen von Dießen, den Grafen von Sulzbach und den Zähringern ist gesichert.
Erster Vertreter der Familie war Hermann I., der Ältere, der am 27. Januar 1056 starb. Er war verheiratet mit Haziga (Hadegunde) von Diessen, die in zweiter Ehe den Grafen Otto I. von Scheyern († 4. Dezember 1078) ehelichte. Seine Geschwister waren Richwara († um 1070) sowie Gebhard I. (* 1030; † um 1071), Graf von Sulzbach.

Hermann I. hatte zwei Söhne: Hermann II. der Jüngere († nach 1071), Graf von Cham, Markgraf von Banz, und Friedrich I., († 11. November 1103), Graf von Kastl und Habsberg. Hermann II. war mit Berta (Alberada), der Tochter Otto von Schweinfurt, verheiratet. Beide gründeten die Klöster Heidenfeld und Banz.  
VON KASTL, Hermann I. der Ältere (I35948)
 
1490 Die Grafen von Cilli (slow. Celjski grofje) waren Nachkommen des hochfreien Adelsgeschlechts der Herren von Sanneck (slow. Žovneški gospodje). Kluge Heiratspolitik und das klare Erkennen politischer Chancen ermöglichten ihnen einen gewaltigen sozialen Aufstieg. Zunächst waren sie treue Vasallen des Hauses Habsburg, später dessen gefährlichste Konkurrenten. Im Jahre 1341 wurden sie von Kaiser Ludwig dem Bayern in den Grafenstand und im Jahre 1436 von Kaiser Sigismund in den Reichsfürstenstand erhoben. Der letzte Cillier, Ulrich II., wurde 1456 wegen seiner Politik in Belgrad ermordet. Damit folgte dem steilen Aufstieg der jähe Absturz. VON CILLY, Katharina (I11135)
 
1491 Die Grafen von Dillingen waren ein altes schwäbisches Adelsgeschlecht. Es stammte aus dem Geschlecht der Hupaldinger, deren Stammsitz in Wittislingen lag. Diese siedelten im 9./10. Jahrhundert in die von ihnen errichtete Burg in Dillingen an der Donau über und nannten sich Grafen von Dillingen. VON DILLINGEN, Adelbert III. (I37216)
 
1492 Die Grafen von Eberstein waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das von 1085 bis ins 13. Jahrhundert auf der heute als Alt-Eberstein bekannten Burg beim heutigen Baden-Badener Stadtteil Ebersteinburg residierte und anschließend, bis zum Erlöschen der Familie im Mannesstamm im Jahr 1660, auf Neu Eberstein bei Gernsbach. Sie gründeten mehrere Städte und Klöster und machten aus dem vorher kaum besiedelten Murgtal eine blühende Herrschaft. Eingezwängt zwischen den bedeutender werdenden Herrschaften Baden und Württemberg mussten sie jedoch stetig gegen den Niedergang kämpfen. Die Besitztümer fielen an Baden, das Hochstift Speyer und an Württemberg.

https://de.wikipedia.org/wiki/Eberstein_(südwestdeutsches_Adelsgeschlecht) 
VON EBERSTEIN, Otto I. (I10356)
 
1493 Die Grafen von Frohburg (früher manchmal auch Froburg geschrieben) waren im Mittelalter ein bedeutendes Hochadelsgeschlecht in der Nordwestschweiz. Ursprünglich stammten sie aus dem Wiggertal aus der Gegend um Zofingen. Im 10. Jahrhundert liessen sie auf einem Höhenzug oberhalb von Trimbach, nahe der Strasse über den unteren Hauenstein, die Frohburg errichten.

Seit dem späten 11. Jahrhundert erscheint die Familie als Grafen von Frohburg in den Urkunden. Das Geschlecht leitete seinen Namen von der Burg ab. Die Frohburger herrschten über den Buchsgau (die Gegend zwischen Olten und Solothurn) sowie über einen Teil des Aargaus und des Sisgaus, ein Lehen des Fürstbistums Basel.

Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jahrhunderts liessen sie zur Sicherung ihres Machtbereichs zahlreiche weitere Burgen errichten, unter anderen die Birseckburgen. Ausserdem gründeten sie die Städte Aarburg, Liestal, Olten, Waldenburg, Wiedlisbach und Zofingen. Die Stadt Fridau auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Fulenbach wurde 1375 durch die Gugler zerstört, die Stadt Falkenstein ging im Dorf Balsthal auf. In der Nähe von Waldenburg errichteten die Frohburger das Kloster Schönthal. 
VON FROHBURG, Ludwig III. (I35495)
 
1494 Die Grafen von Gammertingen (auch: Gammertinger) waren eine Familie schwäbischer Grafen des 11. und 12. Jahrhunderts mit Stammsitz bei Gammertingen, später auch Hettingen und Achalm im heutigen Baden-Württemberg. Seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1101 sind Mitglieder dieser Familie auch als Grafen von Hettingen und Grafen von Achalm bezeugt.

In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts errichteten die Grafen von Gammertingen, deren Herkunft nicht geklärt ist, bei Gammertingen ihren ersten Stammsitz Burg Baldenstein. Im Jahr 1101 wurden sie erstmals in einer Urkunde des Klosters Allerheiligen in Schaffhausen erwähnt. Die Grafen hatten unter anderem mit den Orten Zuoz und Pontresina Besitz im Oberengadin, den sie 1139 an den Bischof von Chur verkauften. Festgehalten ist der Verkauf in den Gamertinger Urkunden.

Um 1120 begannen sie mit dem Bau einer zweiten Burg über dem Dorf Hettingen (Hatingen) und wurden fortan auch Grafen von Gammertingen-Hettingen genannt. 1134 gelangten sie in Besitz und Titel der früheren Grafen von Achalm. 1138 wurden sie als Besitzer Neufras (Nufiron) in Bertholds Zwiefalter Chronik erwähnt. Ihr Stammsitz auf Burg Baldenstein wurde 1150 durch einen Brand zerstört. Bis zu ihrem Erlöschen am Anfang des 13. Jahrhunderts waren sie Grafen von Achalm-Hettingen.

Nach dem Erlöschen der Grafenfamilie Anfang des 13. Jahrhunderts fiel die Herrschaft über Gammertingen und Hettingen an die Grafen von Veringen, 1447 an die Herren von Rechberg, 1467 an Ulrich V. von Württemberg, um 1480 an die Herren von Bubenhofen, die Hettingen zu ihrer Residenzstadt machten, 1524 an die Freiherren von Speth und schließlich 1806 an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen.

Die Herrschaft über die Achalm übernahmen die Herren von Neuffen. 
VON GAMMERTINGEN, Graf Graf Ulrich I. (I28073)
 
1495 Die GRAFEN VON HAMALAND
Die Grafen von Hamaland gehörten im 9. Jahrhundert der Familie der MEGINHARDE an. Als erster Vertreter gilt BRUNHARI VON HAMALAND, der selbst aber nicht als Graf, sondern nur als Vater des WRACHARIS bezeugt ist.
Dieser WACHRARI VON HAMALAND ist 794 als Begünstiger LIUDGERS noch ohne Grafenwürde und dann 800 als Graf bezeugt, und zwar als Grundeigentümer zu WICHMIND im IJsselgau genannt. Es folgt sein Sohn MEGINHARD I. VON HAMALAND, der nicht ausdrücklich als Graf bezeugt ist, aber vermutlich zwischen 841 und 847 Vogt des KLOSTERS WERDEN war.
855 folgt WICHMANN I. von Hamaland als Graf im Hamaland. Seine Verwandtschaft mit WRACHARI und MEGINHARD ist anzunehmen, aber nicht nachgewiesen.

Auf WICHMANN folgte MEGINHARD II. VON HAMALAND, der vor 881 starb; auch dessen Verwandtschaft, diesmal mit Wichmann, ist nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass Meginhards Sohn EVERHARD SAXO VON HAMALAND seinem Vater folgte. Everhard wurde 898 durch den Friesen WALDGER ermordet, Sohn von GERULF VON KENNERNLAND, dem Stammvater der Familie der GERULFINGER, also Ahnherr des holländischen Grafenhauses.
EVERHARD SAXO hinterließ zwei minderjährige Söhne, MEGINHARD IV., und EVERHARD, weswegen sein Bruder MEGINHARD III. die Nachfolge antrat. Später übernahm Saxos Sohn mEGINHARD IV. von Hamaland die Grafschaft seines Vaters.

EVERHARD, der andere Sohn Saxos, heiratete AMALRADA, Schwester der HEILIGEN MATHILDE die 909 den SACHSENHERZOG HEINRICH, den späteren DEUTSCHEN KÖNIG, heiratete.
Mathilde und daher auch Amalrada sind sicherlich den Nachfahren WIDUKINDS zuzurechnen, werden daher auch häufig einer sog. widukind-immedingischen Sippe einverleibt die jedoch bis jetzt nicht richtig fassbar gemacht werden konnte. Aus der Ehe Everhards mit Amalrada stammten zwei Söhne: DIETRICH, 965–984 Bischof von Metz, und EVERHARD, von dem wir nur wissen, dass er einen Sohn hatte, ebenfalls Everhard, der 978 als Zehnjähriger bei seinem Onkel Dietrich in Metz starb

MEGINHARD IV. von Hamaland ist 921 als Graf bezeugt und verwaltete nicht nur Hamaland, sondern auch die Grafschaften Salland, Veluwe, Drenthe, Hunsingo und Fivelgo und wohl auch das Naardingerland südöstlich von Amsterdam. Er beteiligte sich 938/939 am Aufstand gegen KÖNIG OTTO I., der unter der Führung von Ottos Bruder HEINRICH und Ottos Schwager GISELBERT VON LOTHRINGEN stand. Der Aufstand wurde niedergeschlagen, die Rebellen wurden bestraft, was üblicherweise durch Beschlagnahme des Besitzes, Absetzung und Einzug der Reichslehen erfolgte.
So geschah es auch mit MEGINHARD VON HAMERLAND. Er starb um 955 auf dem Elterberg, der Residenz seines Sohnes WICHMANN, die dieser ein Jahrzehnt später zu einem Kanonissenstift umwidmete. Im Sterbebuch des Stifts wird MEGINHARD ohne Grafentitel geführt.  
VON SACHSEN, N. (I18835)
 
1496 Die Grafen von Helfenstein waren ein altes schwäbisches Adelsgeschlecht, das nach der oberhalb von Geislingen an der Steige gelegenen Burg Helfenstein benannt war.

Erste nachweisbare Mitglieder waren Eberhard (um 1100 n. Chr.) und sein gleichnamiger Sohn (1140). Die Helfensteiner hatten umfangreiche Güter im oberen und mittleren Filstal, auf der Schwäbischen Alb, in Ulm, in Heidenheim an der Brenz sowie im Donautal um Sigmaringen. Einige Mitglieder des Hauses nannten sich nach der Burg Spitzenberg bei Kuchen.

Auch rechnen einige (u. a. Oswald Gabelkover und Heinrich Friedrich Kerler) die Herren von der Fils zu den Vorfahren der Familie,[1] aus der angeblich bereits 1060 Gebhard Erzbischof zu Salzburg war. 
VON HELFENSTEIN, Anna (I1790)
 
1497 Die Grafen VON HENEBERG waren ein fränkisches Adelsgeschlecht, das in den reichsunmittelbaren Fürstenstand aufstieg.

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts, zirka 200 Jahre nach der fränkischen Ostkolonialisierung, dehnten sie im Zuge des Zerfalls der fränkischen Grafschaftsverfassung und des Verschwindens des fränkischen Reichsguts im Gebiet zwischen Thüringer Wald und Main ihr Herrschaftsgebiet aus und gründeten die Grafschaft HENNEBERG. Erstmals wurden die vermutlich dem Geschlecht der Popponen entstammenden Grafen im Jahre 1078 chronikalisch und 1096 urkundlich erwähnt. Das Haus erlosch im Mannesstamm 1583.  
N., N. (I23922)
 
1498 Die Grafen von Hohenwart waren ein hochmittelalterliches Adelsgeschlecht, das im heutigen Landkreis Pfaffenhofen auf der Burg Hohenwart ansässig war. Diese Burg wurde im 11. Jahrhundert in das Benediktinerkloster Hohenwart umgewandelt. VON HOHENWART, Beata (I37588)
 
1499 Die Grafen von Kirchberg waren ein schwäbisches Hochadelsgeschlecht, das vor allem südlich von Ulm, rechts und links der Iller begütert war. Sie sind urkundlich schwer zu fassen, dürften aber im ausgehenden Frühmittelalter und im beginnenden Hochmittelalter eine über regionale Macht hinausgehende Bedeutung besessen haben. Das Geschlecht teilte sich schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts in zwei-, etwas später in drei Linien, verarmte zusehends gegen Ende des Mittelalters und erlosch 1510 nach dem Verkauf ihrer Besitzungen und Rechte.

Der Stammsitz der Kirchberger lag wahrscheinlich in Unterkirchberg, in der heutigen Gemeinde Illerkirchberg. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts wurde er illeraufwärts auf den Oberkirchberg verlegt, wo eine Höhenburg entstand, an deren Stelle heute das Fuggerschloss steht. Das nicht befriedigend gedeutete Wappen der Kirchberger zeigt eine Frau (später oft eine Mohrin), die in den Händen einen Helm oder eine Lilie, später eine Mitra hält.[1] 
VON KIRCHBERG, Ita (I36575)
 
1500 Die GRAFEN VON KÜSSENBERG auch Grafen VON KÜSSABERG UND STÜHLINGEN waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit Sitz auf der KÜSSABURG im Klettgau.
Nach einer Vermutung stammten die KÜSSENBERGER ursprünglich aus dem Geschlecht der HERREN VON WITTLISBERG (ehemaliger Herrenhof und Glasmachersiedlung, heute Wüstung bei Häusern, erwähnt um 1087 bis 1124).

Mit HEINRICUS DE CHUSSABERCH wird das Geschlecht der GRAFEN VON KÜSSENBERG 1135 und 1150 in Urkunden des KLOSTERS ALLERHEILIGEN erstmals genannt.

Am 10. April 1141 wird HEINRICH I. als Heinricus de Cussachberc am königlichen Hoflager KONRADS III. in Straßburg als Zeuge anlässlich einer Schlichtung zwischen dem Bistum Basel und dem KLOSTER ST. BLASIEN in einer Urkunde genannt. Anwesend waren unter anderen BISCHOF ORTLIEB und ABT BERTHOLD und der spätere KAISER FRIEDRICH I.

HEINRICH erscheint in weiteren Urkunden bis 1168, er war ein Bruder (oder Vetter) des Abtes WERNER VON KÜSSENBERG.

1177 [nach anderen Angaben 1172 oder 1173] erbten die KÜSSENBERGER die Landgrafschaft Stühlingen mit der BURG STÜHLINGEN, das heutige Schloss Hohenlupfen, und nannten sich GRAFEN VON KÜSSENBERG UND STÜHLINGEN.

Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein GERUNG, Comes de Stulingen und 1131 ein LIUTHOLD VON STÜHLINGEN genannt.

1177 wird dann erstmals ein HEINRICUS genannt als Comes (Graf) de Stuhlingen Henricus de Cussachberch in einer Urkunde von BERTHOLD IV. VON ZÄHRINGEN.

Frühe verwandtschaftliche Beziehungen bestanden offenbar zu den REGENSBERGERN; wohl auch zu den FREIHERREN VON VAZ und mit diesen dann auch zu den HERREN VON KRENKLINGEN. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Wappen.

HEINRICH III. VON KÜSSENBERG war der letzte Graf aus dem Geschlecht der KÜSSENBERGER, er war verheiratet mit einer Schwester des RUDOLF VON HABSBURG, KUNIGUNDE VON HABSBURG (*um 1230). Sie war eine der zwei Töchter von ALBRECHT VON HABSBURG und der HEILWIG VON KYBURG und Schwester (die andere Schwester war Nonne im Kloster Adelhausen, ihr Name ist nicht überliefert) von RUDOLF I.
Sie ist nicht zu verwechseln mit KUNIGUNDE VON ÖSTERREICH. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den BISCHOF VON KONSTANZ, HEINRICH VON TANNE. Das Geschlecht der KÜSSENBERGER bestand jedoch weiterhin.
KUNIGUNDE heiratete danach (um 1250) den Ritter OTTO II. VON OCHSENSTEIN aus dem Geschlecht der OCHSENSTEINER.  
N., N. (I23893)
 

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