Strauss Genealogie


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1501 Die GRAFEN VON KÜSSENBERG auch Grafen VON KÜSSABERG UND STÜHLINGEN waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit Sitz auf der KÜSSABURG im Klettgau.
Nach einer Vermutung stammten die KÜSSENBERGER ursprünglich aus dem Geschlecht der HERREN VON WITTLISBERG (ehemaliger Herrenhof und Glasmachersiedlung, heute Wüstung bei Häusern, erwähnt um 1087 bis 1124).

Mit HEINRICUS DE CHUSSABERCH wird das Geschlecht der GRAFEN VON KÜSSENBERG 1135 und 1150 in Urkunden des KLOSTERS ALLERHEILIGEN erstmals genannt.

Am 10. April 1141 wird HEINRICH I. als Heinricus de Cussachberc am königlichen Hoflager KONRADS III. in Straßburg als Zeuge anlässlich einer Schlichtung zwischen dem Bistum Basel und dem KLOSTER ST. BLASIEN in einer Urkunde genannt. Anwesend waren unter anderen BISCHOF ORTLIEB und ABT BERTHOLD und der spätere KAISER FRIEDRICH I.

HEINRICH erscheint in weiteren Urkunden bis 1168, er war ein Bruder (oder Vetter) des Abtes WERNER VON KÜSSENBERG.

1177 [nach anderen Angaben 1172 oder 1173] erbten die KÜSSENBERGER die Landgrafschaft Stühlingen mit der BURG STÜHLINGEN, das heutige Schloss Hohenlupfen, und nannten sich GRAFEN VON KÜSSENBERG UND STÜHLINGEN.

Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein GERUNG, Comes de Stulingen und 1131 ein LIUTHOLD VON STÜHLINGEN genannt.

1177 wird dann erstmals ein HEINRICUS genannt als Comes (Graf) de Stuhlingen Henricus de Cussachberch in einer Urkunde von BERTHOLD IV. VON ZÄHRINGEN.

Frühe verwandtschaftliche Beziehungen bestanden offenbar zu den REGENSBERGERN; wohl auch zu den FREIHERREN VON VAZ und mit diesen dann auch zu den HERREN VON KRENKLINGEN. Auffallend ist die Ähnlichkeit der Wappen.

HEINRICH III. VON KÜSSENBERG war der letzte Graf aus dem Geschlecht der KÜSSENBERGER, er war verheiratet mit einer Schwester des RUDOLF VON HABSBURG, KUNIGUNDE VON HABSBURG (*um 1230). Sie war eine der zwei Töchter von ALBRECHT VON HABSBURG und der HEILWIG VON KYBURG und Schwester (die andere Schwester war Nonne im Kloster Adelhausen, ihr Name ist nicht überliefert) von RUDOLF I.
Sie ist nicht zu verwechseln mit KUNIGUNDE VON ÖSTERREICH. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den BISCHOF VON KONSTANZ, HEINRICH VON TANNE. Das Geschlecht der KÜSSENBERGER bestand jedoch weiterhin.
KUNIGUNDE heiratete danach (um 1250) den Ritter OTTO II. VON OCHSENSTEIN aus dem Geschlecht der OCHSENSTEINER.  
N., N. (I23893)
 
1502 Die GRAFEN VON LAUFFEN waren ein hochmittelalterliches Adelsgeschlecht, das vom 11. bis ins frühe 13. Jahrhundert den mittleren und unteren Neckar und Teile seines Hinterlandes beherrschte. Wegen ihres in jeder Generation nachweisbaren Leitnamens POPPO bzw. BOPPO werden sie auch POPPONEN genannt, wobei eine Abstammung von den gleichnamigen älteren BABENBERGERN gemeinhin vermutet wird. Ein zweiter Leitname war HEINRICH.
Der erste dem Geschlecht zuzuordnende Vertreter wurde 1011 erwähnt. Der Sitz befand sich zunächst in LAUFFEN, im Laufe des 12. Jahrhunderts orientierten sich die Grafen zunehmend in den unteren Neckarraum.
Die GRAFEN VON LAUFFEN waren Vertreter des Königs und Vögte für den rechtsrheinischen Besitz des Bistums Worms. Mit ihren Burgen beherrschten sie den unteren Neckar als Handelsweg. Das Hauskloster der Grafen von Lauffen war das KLOSTER ODENHEIM im Kraichgau.
Mit dem Tod des letzten Grafen BOPPO (V.) zu Anfang des 13. Jahrhunderts zerfiel die Herrschaft. Der Allodialbesitz ging in weiten Teilen an die HERREN VON DÜRN über, die Reichslehen zog das staufische Königshaus ein. 
VON LAUFFEN, Uta (I11185)
 
1503 Die Grafen von Lenzburg waren ein Schweizer Adelsgeschlecht, das dem Hochadel zuzurechnen ist. Der Schwerpunkt ihrer Besitzungen lag in der heutigen Ostschweiz sowie im Aargau. Ihr Stammsitz war die Lenzburg im heutigen Kanton Aargau. Die Herkunft des Geschlechts ist weitgehend ungeklärt. Die Familie und ihr Sitz werden 1077 erstmals urkundlich erwähnt. Sie stammt wohl über die Kastvögte des Klosters Schänis von Graf Hunfrid von Rätien ab. 1173 stirbt das Geschlecht mit Ulrich IV. im Mannesstamm aus.

Der Ursprung der Lenzburger liegt in der heutigen Ostschweiz. Die ältesten Besitzungen der Familie lagen in Churrätien, wo sie wohl im Tal des Hinterrheins und im Gasterland über Allod verfügten. Als erster Lenzburger wird ein Vogt Ulrich von Schänis in der Stammtafel geführt († vor 972). Sein Sohn Arnold dehnte seinen Einfluss in den damaligen Zürichgau aus und wird 976 urkundlich als Vogt der Klöster Schänis, Grossmünster und Fraumünster erwähnt. Sein Einfluss erstreckte sich über die Güter dieser Klöster vom Linthgebiet in die heutigen Kantone Aargau, Uri und Zürich. In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erwarben die Lenzburger auch noch die Vogtei über das Chorherrenstift Beromünster, das über umfangreiche Güter und Rechte im Aargau und der Innerschweiz verfügte.

Ulrichs von Lenzburg (der Reiche) († 1017) Kastvogt und Donator des Klosters Schänis Enkel, Ulrich II. von Lenzburg heiratete die Gräfin Richenza von Habsburg Tochter des Radbot, sein Bruder, Arnolf († 1060), auch genannt Arnoldus Comes de Lenzburg war Kastvogt der Klöster Beromünster, Fraumünster Zürich und Säckingen sowie ab 1050 Graf im Aargau.

Nach dem Investiturstreit erhielten die Lenzburger für ihre Unterstützung des deutschen Königs Heinrich IV. die Grafschaft im Zürichgau, dazu kamen später noch die Grafschaft über den Frickgau, die Vogtei über die Klöster Säckingen und Rheinau sowie die Reichsvogtei über Zürich. Die Übertragung der Grafschaft über den Zürichgau durch Heinrich IV. auf dem Fürstentag von Ulm 1077 von den papsttreuen Nellenburgern auf die Lenzburger war wohl die Belohnung dafür, dass Ulrich II. den päpstlichen Legaten, Abt Bernhard von Marseille, während sechs Monaten in der Lenzburg gefangen hielt, da dieser die Wahl von Rudolf von Rheinfelden zum Gegenkönig betrieben hatte. Der Machtbereich der Lenzburger erstreckte sich damit über das östliche Mittelland und die Innerschweiz bis nach Graubünden und ins Wallis. Angehörige der Familie wurden als Bischöfe in Lausanne und Genf eingesetzt.

Nach dem Tod Ulrichs II. nach 1077 teilte sich die Familie der Lenzburger in zwei Linien auf. Die Grafen von Lenzburg, die von Rudolf I. abstammten, übernahmen die Besitzungen im südlichen Aargau und in der Innerschweiz, während die Grafen von Baden, die von Arnold II. abstammten, die Besitzungen im Zürichgau übernahmen. Ihr Hauptsitz war die Burg Stein in Baden. Der Badener Zweig der Familie stand in enger Beziehung zu den Staufern. Im Zuge der Italienpolitik von Kaiser Friedrich I. erhielten sie neben der Grafschaft Zürichgau die Grafschaften über die Täler Blenio und Leventina.

Nachdem die Linie der Grafen von Baden mit Arnold IV. 1172 im Mannesstamm ausgestorben war, gingen die Allodien dieser Seitenlinie an Hartmann III. von Kyburg, den Gatten von Arnolds Tochter Richenza. Die Lehen gingen hingegen an den Lenzburger Familienzweig über, der zu diesem Zeitpunkt allerdings mit dem kinderlosen Ulrich IV. ebenfalls kurz vor dem Erlöschen stand. Ulrich IV. vermachte seinen Besitz testamentarisch an Kaiser Friedrich I., der einen Teil der Reichslehen an Albrecht III. von Habsburg weitergab. So gelangten die Landgrafschaften über den Aargau und den Zürichgau westlich der Limmat sowie die Vogtei über das Kloster Säckingen, Luzern und Unterwalden an die Habsburger. Der restliche Besitz, die Vogtei über das Stift Beromünster und das Kloster Engelberg sowie die Lenzburg und der grösste Teil der Allodien ging auf Pfalzgraf Otto von Burgund über, der sich zeitweise auch als Graf von Lenzburg bezeichnete. 
VON BADEN, Arnold IV: (I47140)
 
1504 Die Grafen von Montfort waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das dem reichsunmittelbar regierenden Hochadel des Heiligen Römischen Reichs angehörte. Das Geschlecht erlosch 1787.

Die einflussreichen und sehr begüterten Grafen trugen ihren Namen nach dem nahe der Schweizer Grenze gelegenen Stammschloss Montfort bei Weiler im heutigen Vorarlberg. Mit ihren Herrschaften Feldkirch (bis 1390), Bregenz (bis 1523) und Tettnang (bis 1779) haben sie die territoriale Entwicklung Oberschwabens, der Ostschweiz und Vorarlbergs entscheidend beeinflusst. 
VON MONTFORT, Magdalena (I11137)
 
1505 Die Grafen von Neu-Kyburg (auch Kyburg-Burgdorf oder Habsburg-Neukyburg genannt) waren ein Schweizer Adelsgeschlecht, das zwischen etwa 1273 und 1417 bestand und vornehmlich im Oberaargau begütert war. Das Haus Neu-Kyburg entstand aus einer Weiterführung des Geschlechts der Grafen von Kyburg in der weiblichen Linie und ist eine Seitenlinie des Adelsgeschlechts der Habsburger.  VON HABSBURG-LAUFENBURG, Graf Graf Eberhard I. (I14128)
 
1506 Die Grafen von Neuenburg waren ein Schweizer Adelsgeschlecht, das im heutigen Kanton Neuenburg begütert war. Nach der Aufteilung in verschiedene Familienzweige kam der Grafentitel Neuenburgs an die Linie der Neuenburg zu Nidau, nach deren Aussterben erbweise an die Grafen von Freiburg. VON NEUENBURG, Katharina (I41505)
 
1507 Die Grafen von Plain (von Pleien, Pleyen, Blainn, Plagen, Plaigen, Pleigin; de Plagio, de Plagin, de Plaie, de Pleige; auch: die Plainer) kamen bereits vor 800 n. Chr. von Frankreich ins Noricum. Dort teilten sie sich in vier Stämme auf, die sich vorwiegend im Salzburger und Reichenhaller Raum verbreiteten. VON PLAIN, Heinrich I. (I37214)
 
1508 Die Grafen von Sulz waren ein süddeutsches Hochadelsgeschlecht, das bis zu seinem Erlöschen 1687 das Hofgericht Rottweil und die Landgrafschaft Klettgau innehatte.
Seit 910 waren die Grafen von Sulz am Neckar Besitzer der dortigen Salzquellen. Im Jahr 1095 trat das Geschlecht als Mitstifter des Klosters Alpirsbach urkundlich in Erscheinung. Bereits damals übten sie Grafenrechte aus. Sie hatten darüber hinaus weitere Besitzungen und Rechte. So waren sie die Obervögte des Klosters Schwarzach. Um 1100 wurden die Herren von Fluorn Ministerialen der Sulzer, sie bezeichneten sich dann nach ihrer Burg Brandeck als Herren von Brandeck und tätigten zahlreiche Schenkungen an das Kloster Alpirsbach. Von der ehemaligen Burganlage sind noch Reste einer Schildmauer erhalten. Ihre ursprüngliche Machtbasis, die Burg Albeck bei Sulz, verlor das Geschlecht um 1252 an die Herren von Geroldseck durch Einheirat.

Im 12. Jahrhundert waren sie wahrscheinlich mit dem Schutz der östlichen Flanke des Machtbereichs der Zähringer beauftragt. Auf seinen Anteil an der Landgrafschaft Baar, die die Sulzer zusammen mit den Fürstenbergern besessen hatten, verzichtete Hermann von Sulz 1282. König Rudolf übertrug die Grafschaft in der Baar am 18. Januar 1283 auf Heinrich von Fürstenberg. Es wird angenommen, dass der ebenfalls habsburgtreue Hermann von Sulz mit anderen Ämtern entschädigt wurde. 1299 amtet er als Hofrichter von König Albrecht im Elsass und in Nürnberg[1] und bereits 1317 wird ein Graf von Sulz als Hofrichter in Rottweil erwähnt.[2]

Walter III. von Geroldseck (genannt von Tübingen; wohl † 1333 bei der Belagerung von Burg Schwanau) hatte fünf Söhne, wovon drei, Georg, Gundolf und Wilhelm, die Herrschaft Sulz und Dornstetten erhielten, sie nannten sich nun nach ihrem neuen Besitz von Geroldseck und Sulz. Nach drei Generationen erlosch mit dem Sohn des Konrad von Geroldseck und seiner Gemahlin Anna von Urslingen (der Schwester Reinolds von Urslingen), Hans († 1451), die Sulzer Linie der Geroldsecker. Sie führten den Zusatztitel Sulz weiterhin, obwohl die Herrschaft Sulz 1473 an das Haus Württemberg verkauft werden musste. Von 1519 bis 1536, als Folge der Vertreibung des Herzogs Christoph von Württemberg durch den Schwäbischen Bund, residierten die Geroldsecker nochmals in der Stadt Sulz, dies endete jedoch mit der Rückkehr des Herzogs.

1340 war Graf Berthold von Sulz verheiratet mit Adelheid von Schwarzenberg.

Ein Neuaufstieg begann 1360 als die Grafen von Sulz das erbliche Richteramt am kaiserlichen Hofgericht in Rottweil erhielten. Zum guten Ansehen dieses Gerichts trugen die Grafen maßgeblich bei. Für den Wiederaufstieg spricht auch, dass die Grafen von Sulz von Herzog Leopold von Österreich 1392 als Pfand für geliehenes Geld mehrere Dörfer erhielten, die sie bis 1462 behielten.

Landgrafen im Klettgau
Den Grafen gelang durch kluge Heiratspolitik ein weiterer Aufstieg. Vermittelt durch seinen Vater Graf Hermann von Sulz, heiratete Rudolf I. die Erbtochter Ursula von Habsburg-Laufenburg des letzten Grafen Johann IV. und seiner Gemahlin Agnes von Landenberg. Dadurch kam 1408 die Landgrafschaft Klettgau am Hochrhein und die Herrschaft Rotenberg im Elsass von Habsburg-Laufenburg an das Haus Sulz. Rudolf I. († 1440) und Agnes hatten drei Söhne: Johannes († 1444), Alwig und Rudolf II.

1477 heiratet Graf Alwig, 60-jährig, die 35 Jahre jüngere Verena von Brandis. Von den Freiherren von Brandis kamen die Herrschaften Vaduz, Schellenberg und Blumenegg in Vorarlberg hinzu. Sie hatten zwei Töchter und einen Sohn, Rudolf V. von Sulz, der in verschiedenen Quellen auch Rudolf III. genannt wird. Alwig und Rudolf II. († 1487) erwarben zusammen 1482 vom Hochstift Konstanz die Stadt und das Schloss Tiengen sowie 1497 die Küssaburg und die Herrschaft Küssaberg als Lehen hinzu. Auch das Obere Schloss Jestetten kauften sie. In Schaffhausen erwarben sie 1474 das Haus „zur Tanne“ und 1506 das Haus „zum roten Bären“. Tiengen wurde Residenz, sie wohnten aber auch auf der Küssaburg und im Schloss Jestetten.

Teile des Gebietes mussten indes ab 1613 wieder verkauft werden. Im Zuge der Entstehung der Schweizer Eidgenossenschaft war das Herrschaftsgebiet der Grafen stark geschrumpft. Aus Geldnot verkaufte Graf Johann Ludwig von Sulz den südlichsten Teil des alten Klettgaus, das Rafzerfeld, 1651 an die Stadt Zürich. Im Jahr 1656 musste auch der nordöstliche Teil der Grafschaft an die Stadt Schaffhausen verkauft werden.

Das Geschlecht stand über Jahrhunderte im Dienst der Habsburger. Karl Ludwig Graf zu Sulz (1572–1617) war kaiserlicher Hofkriegsratspräsident und Feldzeugmeister. Die Familie starb 1687 im Mannesstamm aus. Durch Testament des letzten Grafen von Sulz fiel der bewegliche Besitz des Hauses an die ältere Tochter, die mit einem Fürstenberger verheiratet war; die jüngere Tochter Maria Anna von Sulz erbte den noch aus den Ämtern Tiengen und Jestetten bestehenden Grundbesitz und brachte diesen wie auch das Amt des Erb-Hofrichters zu Rottweil an ihren Ehemann Ferdinand Fürst von Schwarzenberg bzw. die gemeinsame Nachkommenschaft. Damit war die Ära Sulz im Klettgau zu Ende. Die Erinnerung an die Grafen von Sulz besteht unter anderem im Wappen fort. In mehreren Orten ist es Bestandteil des Ortswappens, etwa einiger Stadtteile der Stadt Sulz am Neckar sowie Vöhringen und Dietingen. Im Klettgau ist es noch Teil in den Wappen der Gemeinden Lauchringen, Klettgau, Küssaberg und von Stetten bei Hohentengen.

Ferdinand von Schwarzenberg († 1703) heiratete Gräfin Maria Anna von Sulz († 1698) im Jahre 1674. Die Regierung behielt die einzige Tochter des Grafen Johann Ludwig von Sulz in den ersten Jahren noch selbst, wurde jedoch alsbald in die modernen schwarzenbergischen Verwaltungen von Krumau aus übernommen. 
VON SULZ, Verena (I9027)
 
1509 Die Grafen von Thierstein (oft auch Tierstein geschrieben, auch Grafen von Homberg, Honberg, Hochinberc oder Hochenberg[2] und Hohenberg) waren im Mittelalter ein bedeutendes Adelsgeschlecht in der Nordwestschweiz. Als Hochvögte des Bistums Basel und zeitweilige Grafen im Sisgau gehörten sie zum höheren Reichsadel. VON THIERSTEIN, KATHARINA (I37302)
 
1510 Die Grafen von Thierstein (oft auch Tierstein geschrieben, auch Grafen von Homberg, Honberg[1], Hochinberc oder Hochenberg[2] und Hohenberg) waren im Mittelalter ein bedeutendes Adelsgeschlecht in der Nordwestschweiz. Als Hochvögte des Bistums Basel und zeitweilige Grafen im Sisgau gehörten sie zum höheren Reichsadel.

Der erste urkundlich nachgewiesene Graf von Thierstein war Rudolf de Dierstein 1082. Er hatte seinen Sitz auf der Burg Alt-Tierstein (Gemeinde Gipf-Oberfrick, Aargau), die möglicherweise schon im 10. Jahrhundert errichtet wurde. Um das Jahr 1100 entstand rund 600 Meter weiter südlich (heute im Gemeindegebiet von Wittnau) die Burg Alt-Homberg, weshalb Rudolf sich auch Graf von Homberg nannte.

Die Familie trennte sich 1149 in zwei Linien auf.

Linie Homberg
Die auf Homberg ansässige Linie starb 1223 mit Graf Werner III. im Mannesstamme aus. Darauf erhielten im Jahre 1231 die Habsburger die Landschaft im Frickgau. Die hombergischen Hausgüter gelangten an Hermann IV. von Frohburg, der die Tochter des letzten Hombergers geheiratet hatte. Er erbaute ab 1240 im Baselbieter Jura die Burg Neu-Homberg. Sein Sohn Ludwig nannte sich nach dem mütterlichen Geschlecht Graf von Homberg. 1303 wurde die Burg mit den umliegenden Dörfern an den Bischof von Basel verkauft.

Ruine Neu-Homberg (Homburg)
Ruine Neu-Homberg (Homburg)
Linie Thierstein
Die auf Alt-Thierstein ansässige Linie vermehrte ihren Besitz beträchtlich durch die Mitte des 12. Jahrhunderts erfolgte Heirat mit einer Tochter der Grafen von Saugern (Soyhières im Kanton Jura), wodurch um 1180/1190 deren Güter im Birstal an die Thiersteiner fielen. Sie errichteten anstelle einer älteren Anlage dort um 1294/95 die Burg Neu-Thierstein bei Büsserach (Kanton Solothurn) und verlegten ihren Herrschaftsmittelpunkt dorthin. Für eine Zerstörung der Burg Alt-Thierstein durch das Erdbeben von Basel 1356 gibt es keinen Nachweis, sie wurde ebenfalls noch bis ins 15. Jahrhundert bewohnt. In der Folge baute das Geschlecht im Raum Basel mit den Burgen Farnsburg, Pfeffingen und Dorneck, zunächst als Wohnsitze von thiersteinischen Dienstleuten, eine grosse Grundherrschaft auf.

Um die Mitte des 14. Jahrhunderts teilte sich die Familie der Thiersteiner in zwei Zweige auf. Der eine bewohnte fortan die Farnsburg, der andere Neu-Thierstein und die Mitte des 13. Jahrhunderts umfassend erneuerte Burg Pfeffingen.

Burg Neu-Thierstein
Burg Neu-Thierstein

Farnsburg
Farnsburg

Burg Pfeffingen (1754)
Burg Pfeffingen (1754)
Als Graf Sigmund II. von Thierstein, Graf und Herr zu Frohburg und Landgraf im Sisgau, 1379 vom Freiherrn Henmann von Bechburg gefangen und dem Basler Bischof Johann III. von Vienne ausgehändigt wurde, gelang ihm dank Gott und gut Herr Fridlin die Flucht. Zum Dank für seine Rettung schenkte er am 31. Mai 1379 den Zoll zu Frick dem Frauenstift des heiligen Fridolin in Säckingen und erhielt ihn von der Fürstäbtissin um jährlich zwei Pfund Wachs als Erblehen zurück.[3]

Graf Otto I. von Thierstein († zwischen 1347 und 1352) baute um 1330 die Farnsburg bei Ormalingen.[4] Er war Inhaber der Landgrafschaft Sisgau, einem Lehen des Fürstbistums Basel. Sein Enkel Otto II. von Thierstein (* vor 1383; † 1418) war der letzte des Zweiges Thierstein-Farnsburg. Dessen Erbtochter Claranna brachte Burg und Herrschaft Farnsburg nach dem Tod des Vaters 1418 sowie 1426 auch die Landgrafschaft Sisgau an ihren Ehemann, den Freiherrn Hans Friedrich von Falkenstein († 1426).[5] Die beiden Söhne des Falkensteiners verkauften Burg und Herrschaft Farnsburg 1461 der Stadt Basel.

Die Tochter Walrams II. von Thierstein und Schwester Walrams III., Katharina († 1385), heiratete den Markgrafen Rudolf II. von Hachberg-Sausenberg aus einer Nebenlinie des Hauses Baden. Ihr spätgotisches Figurengrabmal befindet sich, neben dem ihres Bruders, im Basler Münster.

1402 erschlugen Graf Bernhard von Thierstein und sein Diener Johann Ulrich von Pfirt den „Begerhans“, der vermutlich aus Strassburg stammte. Der badische Markgraf Bernhard I., Vetter des Thiersteiners, schaltete sich am 19. Oktober 1402 von Pforzheim aus in die Sache ein und bat in seines und des Herzogs von Österreich Namen Meister und Rat zu Strassburg schriftlich, die Freunde des Erschlagenen zu bitten, die Angelegenheit mit ihm zu besprechen, damit „kein grosser unrate davon kommen moge“. Dieselbe Bitte schrieb gleichzeitig auch Johann von Lupfen, Landgraf zu Stühlingen.[6]

Als die Grafen Bernhard und Johann II. von Thierstein zusammen mit dem Grafen Ulrich von Werdenberg die Räte des Königs Janus von Zypern bei ihrer Reise durch die Lombardei gefangen genommen und ausgeraubt hatten, forderte der deutsche König Ruprecht (1400–1410) am 26. Mai 1404 von Heidelberg aus den Rat und den Bürgermeister von Konstanz auf, sich für die Entlassung der Gefangenen einzusetzen.[7]

1479 gab Kaiser Friedrich III. die Hohkönigsburg im Elsass als Lehnsgut an Oswald von Thierstein († 1488) und dessen Bruder Wilhelm. 1519 starben die Grafen von Thierstein aus. Um ihr Erbe des Grafenhauses entbrannte darauf ein Streit zwischen den Städten Basel und Solothurn, Österreich und dem Bistum Basel.[8] Die Burg fiel an Kaiser Maximilian I. und somit an das Haus Habsburg zurück. 
VON HOMBERG, Vien (I35784)
 
1511 Die Grafen von Urach waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht des 12. und 13. Jahrhunderts, die von ihrem Hauptsitz bei Urach (heute Bad Urach in Baden-Württemberg) wirkten. Die Grafen von Urach waren stammesverwandt mit den Grafen von Achalm. Aus ihrem Geschlecht gingen die Grafen von Freiburg und die Grafen von Fürstenberg hervor, von denen letzteres Adelshaus noch besteht. Die Uracher Linie endete bereits um das Jahr 1261, Urach war fortan Teil der Grafschaft Württemberg.

Der Titel Graf bzw. Herzog von Urach wurde im 18. und 19. Jahrhundert vom Haus Württemberg neu vergeben, woraus die morganatische Seitenlinie Haus Urach entstand, die nicht mit dem mittelalterlichen Adelsgeschlecht verwandt ist. 
VON URACH-FREIBURG, Adelheid (I10348)
 
1512 Die Grafschaft Abenberg entstand unter den Ottonen zwischen 1002 und 1024; der Ort Abenberg wurde um 1040 von Wolfram von Abenberg gegründet. Innerhalb der nächsten 150 Jahre stellten die Abenberger als Grafen im Radenzgau und im Rangau Hochstiftsvögte von Bamberg, Vögte verschiedener Klöster (u. a. Banz), einen Bischof von Würzburg, eine Äbtissin zu Kitzingen und andere hohe Würdenträger. Stilla von Abenberg († um 1140) wurde 1927 seliggesprochen.

Um 1040 wurde das Geschlecht der Abenberger erstmals erwähnt. Namensgebend war die Burg Abenberg in Abenberg. Unter Graf Adalbert II. (vor 1040 bis nach 1059) wurde die erste Burg, weitgehend aus Holz, erbaut. Unter Graf Rapoto (1122–1172) wurde diese zwischen 1130 und 1140 durch eine der imposantesten Steinburgen Bayerns (40×40 m) ersetzt. Ein Abenberger, Graf Friedrich I., kam am 26. Juli 1184 beim Erfurter Latrinensturz auf elende Weise ums Leben. Das Abenberger Adelsgeschlecht, dessen letzter männlicher Spross, Friedrich II., noch im 13. Jahrhundert von Tannhäuser wegen seiner Förderung der Dichtkunst gelobt wurde, starb um 1200 aus.[1][2]

Die Güter des Geschlechts fielen 1189 zum Teil an das Hochstift Bamberg. 1236 kamen Stadt und Burg Abenberg sowie die Cadolzburg durch Heirat an die Fränkischen Hohenzollern, die damaligen Burggrafen von Nürnberg (siehe auch Konrad IV.), nachdem die männliche Linie der Abenberger mit Friedrich II. erloschen war.[3] Weiterhin übernahmen die Hohenzollern die Schirmherrschaft über das Abenberger Hauskloster, das Kloster Heilsbronn, in dem über 40 Abenberger bestattet sind und das zwischen 1297 und 1625 auch zur Familiengrablege der fränkischen Hohenzollern wurde. Abenberg ging später (teilweise?) an das Bistum Eichstätt über.[4] 
VON ABENBERG, N. (I40203)
 
1513 Die Grafschaft Blois war im frühen Mittelalter eines der wichtigsten Territorien Frankreichs.

Robert der Tapfere setzte in Blois – wie in den anderen wichtigen Städten an der Loire – einen Vizegrafen ein, vererbte das Land dann aber (als Grafschaft) an seinen Schwiegersohn, den Vizegrafen von Tours, der zum Gründer des Hauses Blois wurde.

Dessen Sohn Theobald I. bemächtigte sich 956/960 der Grafschaft Chartres und der Grafschaft Châteaudun. In der nächsten Generation kamen kurzzeitig die Grafschaft Beauvais und die Grafschaft Dreux dazu, 1019/25 die Grafschaft Troyes und die Grafschaft Meaux, die später dann zur Champagne zusammengefasst wurden, sowie die Grafschaft Sancerre.

1152 fiel bei einer Erbteilung die Champagne an die ältere Linie. Die jüngere Linie mit der Grafschaft Blois starb 1231 aus, die Grafschaft ging indirekt 1241 an das Haus Châtillon, das sie 1391 an den Herzog von Orléans verkaufte. 
VON ORLÉANS, Wilhelm (I39637)
 
1514 Die Grafschaft Dießen war eine mittelalterliche bayerische Grafschaft mit Dießen am Ammersee als Hauptort. Nachdem die Grafen von Dießen dem im frühen 9. Jahrhundert gestifteten und um 1020 neu gegründeten Kloster Dießen 1140 den Ort Dießen übertragen hatten, nannten sie ihren Besitz in Grafschaft Andechs um. VON DIESSEN, Rapoto (I39617)
 
1515 Die Grafschaft Formbach, in der neueren Forschung als Vornbach benannt, war eine mittelalterliche Grafschaft mit dem Hauptort Vornbach (heute Teil von Neuhaus am Inn) bei Passau.
Die Familie der Grafen von Formbach gründete 1094 das Kloster Vornbach (Formbach) und starb 1158 mit Ekbert III. von Neuburg aus. Die Güter erbten vor allem die Grafen von Andechs und die Otakare.

Die Grafen von Formbach waren verwandt und verschwägert mit den Luitpoldingern, den Brunonen und den Wettinern; neben dem Traungau regierten sie zeitweise im Schweinachgau und im Künziggau, sie waren darüber hinaus Vögte des Bistums Regensburg, der Klöster Göttweig und Sankt Nikola bei Passau.  
VON FORMBACH, Kunigunde (I18189)
 
1516 Die Grafschaft Formbach, in der neueren Forschung als Vornbach benannt, war eine mittelalterliche Grafschaft mit dem Hauptort Vornbach (heute Teil von Neuhaus am Inn) bei Passau. VON FORMBACH, Ekbert II. (I35953)
 
1517 Die Grafschaft Loon (manchmal auch Loen oder Looz im frankophonen Sprachraum) ist eine ehemalige Grafschaft, die in etwa der heutigen belgischen Provinz Limburg mit Ausnahme der Städte Tongeren und Sint-Truiden entspricht. Sie umfasste die Orte Beringen, Bilzen, Loon, Bree, Hamont, Hasselt, Herk-de-Stad, Maaseik, Peer und Stokkem. VON LOON, Agnes (I35889)
 
1518 Die Grafschaft Mark (regional auch „die Mark“ genannt) war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Sie gehörte ab dem 17. Jahrhundert zu Brandenburg-Preußen.

Die Grafschaft erstreckte sich zu beiden Seiten der Ruhr entlang von Volme und Lenne, zwischen dem Vest Recklinghausen, der Reichsstadt Dortmund, dem Hochstift Münster, der Grafschaft Limburg, den Herzogtümern Westfalen und Berg, der Grafschaft Gimborn, der Reichsabtei Werden und dem Reichsstift Essen.

Die Grafen von der Mark zählten im Hochmittelalter zu den mächtigsten und einflussreichsten westfälischen Regenten im Heiligen Römischen Reich. Ihr Name geht auf ihre Residenz Burg Mark bei dem heute zur Stadt Hamm gehörenden Dorf Mark zurück. Er lebt heute weiter im Namen des Märkischen Kreises und in der geographischen Bezeichnung Märkisches Sauerland.

Geographie
Die Grafschaft Mark umfasste eine Fläche von ungefähr 3000 km² und erstreckte sich sowohl in Nord-Süd-Richtung zwischen Lippe und Agger wie in West-Ost-Richtung zwischen Gelsenkirchen und Bad Sassendorf über ungefähr 75 km.

Die in Ost-West-Richtung fließende Ruhr trennt das Gebiet der Grafschaft in zwei landschaftlich sehr unterschiedliche Bereiche, die nördliche, fruchtbare Tiefebene der Hellwegbörden und das südliche, raue Mittelgebirge des Sauerlandes.

In Süd-Nord-Richtung wird der südliche Teil der Grafschaft von der Lenne durchquert. Im Bereich der unteren Lenne befand sich bis 1808 die nach 1243 entstandene Grafschaft Limburg, die ein Lehen der Grafen von Berg war.

Stammsitz der Grafen von der Mark war seit den 1220er Jahren die Burg Mark bei Hamm, welche ihnen auch den Namen gab. Zuvor hatten sie als Grafen von Altena ihren Hauptsitz auf der Burg Altena im Sauerland. 
VON VAERST, Tilmann (I5059)
 
1519 Die Grafschaft Metz entstand aus dem fränkischen Metzgau. Schon im 9. Jahrhundert vollzog sich der Übergang von der karolingischen Gaugrafschaft zur erblichen Lehensgrafschaft. Es sind zwei Perioden des Metzer Grafentums zu unterscheiden: es scheint, dass das Adelsgeschlecht der Matfriede einen vom König verliehenen Grafentitel besaß, während die Folmare und Dagsburger Lehnsnehmer des Bischofs von Metz waren.

Die Ernennung des ersten Vertreters aus dem Geschlecht der Matfriede, Adalhard II., zum Grafen von Metz scheint mit der Machtübernahme Ludwigs III. zusammenzuhängen. Bei der Karolingischen Reichsteilung 865 bekam dieser sein Teilreich mit dem ostfränkischen Franken zugewiesen und verlobte sich im gleichen Jahr mit der Schwester Adalhards. Er musste die Verlobung auf Drängen seines Vaters zwar wieder lösen. Nachdem aber 870 mit dem Vertrag von Meerssen auch das östliche Lotharingien mit Metz unter seine Herrschaft gekommen war, erscheint Adalhard als Graf von Metz.

Die Grafschaft Metz blieb für fast zwei Jahrhunderte bei den Matfrieden. Als die Matfriede 1047 von Kaiser Heinrich III. den Titel eines Herzogs von Lothringen erhielten, führten sie den Grafentitel nicht mehr.

Die nächsten Träger des Grafentitels von Metz entstammten jener Linie der Folmare, welche zunächst in Lunéville, später auch in Hüneburg und Hombourg residierten und als Stifter und Vögte der Klöster St. Rémy (Lunéville), Lixheim und Beaupré hervortraten. Es liegt nahe, dass zwischen Folmar V. und Theoger, dem Reformabt von St. Georgen und Bischof von Metz, verwandtschaftliche Beziehungen bestanden.

Nach dem Aussterben der Folmare in männlicher Linie fiel der Titel in weiblicher Linie an die Grafen von Dagsburg. Nach dem Tode von Gertrud von Dagsburg 1225 zog das Bistum Metz nach den ursprünglich an die Grafschaft Dagsburg vergebenen Lehen (Herrenstein, Türkstein, Saarburg und Saaralben) auch die Grafschaft Metz als erloschenes Lehen ein. 
VON METZ, Adalbert I. (I36523)
 
1520 Die Grafschaft Mömpelgard (französisch Comté de Montbéliard) war ein weltliches Territorium am Mittellauf des Doubs im heutigen Frankreich, das ursprünglich zur Freigrafschaft Burgund gehörte und ab dem späten 14. Jahrhundert für rund 400 Jahre Teil von Württemberg war. Der namensgebende Hauptort der Grafschaft war die Stadt Mömpelgard, deren Bezeichnung von der Burg Mons Beliardus (französisch Montbéliard) abgeleitet war. VON MÖMPELGARD, Graf Graf Dietrich III. (I35469)
 
1521 Die Grafschaft Pfirt
mit dem Hauptort Pfirt (französisch Ferrette) im Elsass entstand im 11. Jahrhundert aus der Herrschaft über die Burg Hohenpfirt. Den Grafen von Pfirt unterstand das südliche Oberelsass.
1324 kam die Grafschaft durch die Ehe der Erbin Johanna von Pfirt mit Albrecht II., Herzog von Österreich, an die Habsburger. Die formelle Belehnung durch den Fürstbischof von Basel erfolgte im Jahr darauf (1325). Unter den Habsburgern wurde die Grafschaft als Teil von Vorderösterreich verwaltet. 1469 verpfändete Siegmund von Österreich-Tirol die Grafschaft Pfirt an Herzog Karl den Kühnen von Burgund, durch die Ehe von dessen Tochter mit Maximilian von Österreich fiel sie zurück an die Habsburger. Durch den Westfälischen Frieden 1648 sollte Pfirt als Comté de Ferrette an das Königreichs Frankreich fallen, das die Grafschaft schließlich 1650 in Besitz nahm. König Ludwig XIV. schenkte die Grafschaft 1659 Kardinal Mazarin. 
VON PFIRT, Hilda (I35471)
 
1522 Die Grafschaft Pfirt mit dem Hauptort Pfirt (französisch Ferrette) im Elsass entstand im 11. Jahrhundert aus der Herrschaft über die Burg Hohenpfirt. Den Grafen von Pfirt unterstand das südliche Oberelsass.
1324 kam die Grafschaft durch die Ehe der Erbin Johanna von Pfirt mit Albrecht II., Herzog von Österreich, an die Habsburger. Die formelle Belehnung durch den Fürstbischof von Basel erfolgte im Jahr darauf (1325). Unter den Habsburgern wurde die Grafschaft als Teil von Vorderösterreich verwaltet. 1469 verpfändete Siegmund von Österreich-Tirol die Grafschaft Pfirt an Herzog Karl den Kühnen von Burgund, durch die Ehe von dessen Tochter mit Maximilian von Österreich fiel sie zurück an die Habsburger. Durch den Westfälischen Frieden 1648 sollte Pfirt als Comté de Ferrette an das Königreichs Frankreich fallen, das die Grafschaft schließlich 1650 in Besitz nahm. König Ludwig XIV. schenkte die Grafschaft 1659 Kardinal Mazarin. 
VON PFIRT, Graf von Pfirt Graf von Pfirt Ludwig I. (I35467)
 
1523 Die Grafschaft Pfirt mit dem Hauptort Pfirt (französisch Ferrette) im Elsass entstand im 11. Jahrhundert aus der Herrschaft über die Burg Hohenpfirt. Den Grafen von Pfirt unterstand das südliche Oberelsass.
1324 kam die Grafschaft durch die Ehe der Erbin Johanna von Pfirt mit Albrecht II., Herzog von Österreich, an die Habsburger. Die formelle Belehnung durch den Fürstbischof von Basel erfolgte im Jahr darauf (1325). Unter den Habsburgern wurde die Grafschaft als Teil von Vorderösterreich verwaltet. 1469 verpfändete Siegmund von Österreich-Tirol die Grafschaft Pfirt an Herzog Karl den Kühnen von Burgund, durch die Ehe von dessen Tochter mit Maximilian von Österreich fiel sie zurück an die Habsburger. Durch den Westfälischen Frieden 1648 sollte Pfirt als Comté de Ferrette an das Königreichs Frankreich fallen, das die Grafschaft schließlich 1650 in Besitz nahm. König Ludwig XIV. schenkte die Grafschaft 1659 Kardinal Mazarin.

Bei den Herren von Pfirt (auch: Herren von Pfirdt und Herren von Ferrette) handelt es sich um ein vorderösterreichisches Ministerialadelsgeschlecht der Grafen von Pfirt des Hauses Scarponnois, mit denen es jedoch nicht zu verwechseln ist. Erstmals genannt werden die Edlen von Pfirt bereits 1135. Sie gehörten zu den bedeutendsten Ministerialen der 1234 ausgestorbenen ersten Grafen von Pfirt und erloschen 1848.

Adelbero und Siegfried de Ferretis (von Pfirt) werden 1135 erstmals urkundlich erwähnt. In einer Urkunde vom 20. Dezember 1187 erließ Graf Ludwig von Pfirt den Klöstern Bellevaux und La Charité den Zoll, den Lufried Ritter von Pfirt von ihm zu Lehen hatte.[1] Dabei scheint Ritter nicht für eine Standesbezeichnung, sondern für einen Familiennamen zu stehen. 1213 wird dessen Sohn des Rudolf von Pfirt (Ferreto) erwähnt.[2] Ein Kuno wird 1225 genannt. „Ulrich von Phirret und Wer Bescheler sin bruder“ werden als Zeugen einer von Grafen Theobald von Pfirt am 21. Mai 1277 ausgestellten Urkunde genannt.

Ulmann von Pfirt erscheint 1342 als Landvogt des Herzogs Albrecht II von Oestreich und der Erbgräfin Johanna von Pfirt im Sundgau. Als Hauptmann und Pfleger zu Elsass, Sund- und Breisgau, erreichte er 1350 ein Bündnis mit den Städten Straßburg, Basel und Freiburg für die Dauer von fünf Jahren.[3][4] Möglicherweise war Else von Pfirt, die mit Hartmann von Tegerfelden verheiratet war, seine Schwester.[5] In einem Mahnbrief des österreichischen Landvogts im Sundgau, Ulrich (auch Ulman), vom 4. April 1353 informierte er über Angriffe eines Johannes von Vy und eines Johannes von Valon. Dabei wurde unter anderen ein "Henmann von Pfirt, vogt ze Rinfelden, ritter" genannt. Aus einem Folgeschreiben vom 18. Mai des gleichen Jahres wird das Verwandtschaftsverhältnis zwischen Ulrich und Henmann ersichtlich: Darin nennt ihn Ulrich "min vetter"[6] 
VON PFIERT, N. (I37534)
 
1524 Die Grafschaft Tengen war eine Grafschaft im Hegau. Als Tengen erstmals in einem Brief als Teingon genannt wurde, gehörte es dem Bischof Salomo II. von Konstanz. Die Herren von Tengen erhielten in der Stauferzeit Stadtrechte und Hohe Gerichtsbarkeit. Tengen war Hauptort der Grafschaft Tengen, die sich in eine vordere und eine hintere Herrschaft aufteilte.

Die vordere Herrschaft verkauften die Herren von Tengen 1275 an die Herren von Klingenberg. 1305 kam sie an Habsburg. 1387 wurde sie an die Klingenberger verpfändet und 1462 kam sie an die Herren von Bodman und von Jungingen. 1488 fiel sie schließlich an die Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund (Deutschordenskommende Mainau). Von dort kam sie 1806 an Baden.

Die hintere Herrschaft Tengen kam mit der Hinterstadt und der Burg Tengen durch Verkauf unter Graf Christoph von Nellenburg-Tengen 1522 an Vorderösterreich. 1534 wurde sie mit der zu Vorderösterreich gehörenden Landgrafschaft Nellenburg vereint. Die Landgrafschaft sowie den Herrschaftssitz Nellenburg hatten die Habsburger 1465 von den Herren von Tengen gekauft, die sie seit 1422 besaßen und ab dann Grafen waren. 1651 wurde sie an die von Auersperg verpfändet, die sie 1653 als Lehen erhielten. Im folgenden Jahr wurde sie gefürstete Grafschaft.

Wegen der Grafschaft Tengen besaßen die Fürsten von Auersperg eine Virilstimme im Fürstenrat des Reichstags sowie Sitz und Stimmrecht beim Schwäbischen Reichskreis. Die ca. 70 km² große Grafschaft wurde 1806 im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbunds Badischer Souveränität standesherrlich untergeordnet und 1811 an das Großherzogtum Baden verkauft.

Als Kuriosum galt lange Zeit der Verenahof, der als sehr kleine Exklave in Schweizer Gebiet lag, aber zum Hoheitsgebiet der Tengener Grafschaft gehörte. Die Stadt Eglisau, eine Gründung derer von Tengen, war bis 1463 in ihrem Besitz. Die Ritter von Bülach waren Dienstmannen der Tengener. 1806 fiel auch der Hof an das Großherzogtum Baden und kam erst im Jahr 1967 durch einen Landtausch zum Schweizer Hoheitsgebiet. 
VON TENGEN, Ritter Ritter Konrad (I8020)
 
1525 Die Grafschaft Tengen war eine Grafschaft im Hegau. Als Tengen erstmals in einem Brief als Teingon genannt wurde, gehörte es dem Bischof Salomo II. von Konstanz. Die Herren von Tengen erhielten in der Stauferzeit Stadtrechte und Hohe Gerichtsbarkeit. Tengen war Hauptort der Grafschaft Tengen, die sich in eine vordere und eine hintere Herrschaft aufteilte.

Die vordere Herrschaft verkauften die Herren von Tengen 1275 an die Herren von Klingenberg. 1305 kam sie an Habsburg. 1387 wurde sie an die Klingenberger verpfändet und 1462 kam sie an die Herren von Bodman und von Jungingen. 1488 fiel sie schließlich an die Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund (Deutschordenskommende Mainau). Von dort kam sie 1806 an Baden.

Die hintere Herrschaft Tengen kam mit der Hinterstadt und der Burg Tengen durch Verkauf unter Graf Christoph von Nellenburg-Tengen 1522 an Vorderösterreich. 1534 wurde sie mit der zu Vorderösterreich gehörenden Landgrafschaft Nellenburg vereint. Die Landgrafschaft sowie den Herrschaftssitz Nellenburg hatten die Habsburger 1465 von den Herren von Tengen gekauft, die sie seit 1422 besaßen und ab dann Grafen waren. 1651 wurde sie an die von Auersperg verpfändet, die sie 1653 als Lehen erhielten. Im folgenden Jahr wurde sie gefürstete Grafschaft.

Wegen der Grafschaft Tengen besaßen die Fürsten von Auersperg eine Virilstimme im Fürstenrat des Reichstags sowie Sitz und Stimmrecht beim Schwäbischen Reichskreis. Die ca. 70 km² große Grafschaft wurde 1806 im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbunds Badischer Souveränität standesherrlich untergeordnet und 1811 an das Großherzogtum Baden verkauft.[1]

Als Kuriosum galt lange Zeit der Verenahof, der als sehr kleine Exklave in Schweizer Gebiet lag, aber zum Hoheitsgebiet der Tengener Grafschaft gehörte. Die Stadt Eglisau, eine Gründung derer von Tengen, war bis 1463 in ihrem Besitz. Die Ritter von Bülach waren Dienstmannen der Tengener. 1806 fiel auch der Hof an das Großherzogtum Baden und kam erst im Jahr 1967 durch einen Landtausch zum Schweizer Hoheitsgebiet.  
VON TENGEN, N. (I18207)
 
1526 Die Grafschaft WALBECK war ein mittelalterliches Herrschaftsgebiet mit dem Hauptort Walbeck nordöstlich von Helmstedt in der heutigen Stadt Oebisfelde-Weferlingen in SACHSEN-ANHALT. Unmittelbar nordwestlich an die Grafschaft Sommerschenburg stieß die Grafschaft Walbeck. Die Besitzungen der GRAFEN VON WALBECK lagen gleich denen der Lehnsgrafen von Sommerschenburg meist im Gaue Nordthüringgau und gehörten in die Diözese von Halberstadt, die eben die Landschaft Nordthüringen umfasste.
Da aber nach Stiftung des Erzbistums Magdeburg das Bistum Halberstadt für diese Gegenden, sowie für die Teile seiner Diözese, die sich in die Nordmark (spätere Altmark) erstreckten, von der Erzdiözese Mainz gelöst und in die Erzdiözese Magdeburg eingeordnet wurde, auch die sächsische (plattdeutsche) Mundart hier vorherrschend war (die sich ja bis an die REFORMATIONSZEIT hier über das ganze nordöstliche Thüringen ausdehnte, so dass sie in dieser früheren Zeit noch bis Halle an der Saale reichte und zwischen Halle und Merseburg ihre Grenze hatte, wie jetzt zwischen Bernburg und Aschersleben), müssen wir Sommerschenburg und Walbeck noch zu Sachsen und also notwendig zu Ostfalen rechnen. Als walbeckische Besitzungen haben wir in älterer Zeit Walbeck selbst (Waldbeke oder Waldbike, nach dem damals in die Aller mündenden Waldbach, jetzt Riola genannten Bach, an dem es liegt), sodann Burg Weferlingen und Zubehör (Die Dörfer Siestedt, Ribensdorf, Klinze, Everingen, Belsdorf, Bensdorf, Eickendorf, Hödingen, Eschenrode, Seggerde und Döhren) zu betrachten; sodann einen Teil von Wolmirstedt, ferner Nord-Germersleben und Tundersleben, Santersleben (Groß-Sandersleben) und Wodenswege (Gutenswegen), Redmersleben (Rottmersleben), und Arneburg (letzteres wohl altmärkisches Lehen).

Die GREFEN VON WALBECK waren in der älteren Linie von 985 bis 1009 MARKGRAAFEN DER NORDMARK. Mit dem Aussterben der jüngeren Linie wohl in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ging die Grafschaft Walbeck an die Grafen von Plötzkau über, die dann auch MARKGRAFEN DER NORDMARK wurden. Bekanntester Angehöriger der Familie ist der Bischof und Geschichtsschreiber THIETMAR VON MERSEBURG (975–1018).  
VON MEISSEN, Liutgard (I36260)
 
1527 Die Grafschaft Werd lag im Elsass südlich von Straßburg. Ihr Zentrum, die Burg Werd, gehört heute zur Gemeinde Matzenheim. Die ersten Grafen von Werd treten 1189 auf, kurze Zeit später, bereits vor 1200, führen sie den Titel eines Landgrafen im Elsass. Sie stammen von den Grafen von Saarbrücken (Saargaugrafen) ab.

Graf Rudolf von Werd nahm nach dem Tod des Königs Rudolf I. Partei für dessen Sohn, woraufhin der gewählte Nachfolger Adolf von Nassau die Burg Werd belagerte und am 27. Oktober 1293 eroberte. Johanns Bruder und Nachfolger Ulrich ruinierte sich im Dienst Ludwigs des Bayern, weswegen er einen Teil seiner Güter dem Bischof von Straßburg verkaufen musste und den Rest – darunter auch die Landvogtei Elsass – an seinen Schwiegersohn Friedrich II. von Oettingen verpfändete.

Friedrich II. von Oettingen starb 1357, sein Sohn Ludwig X. verkaufte 1359 den Landgrafentitel und den gesamten Besitz an Johann von Lichtenberg, Bischof von Straßburg, der die Grafschaft Werd seinen Nachfolgern im Amt hinterließ. Den Landgrafentitel übernahmen sie jedoch nicht. 
VON WERD, Agnes (I35737)
 
1528 Die Gründung des Klosters Bergen bei Neuburg an der Donau. Bistum Eichstätt, geht auf Wiltrud von Bergen zurück. Sie war mit Herzog Berthold von Bayern verheiratet, verlor nach dessen Tod ihren ganzen Besitz und gründete nach der Rückgabe ihrer Güter durch Kaiser Otto II. das Kloster, dessen erste Äbtissin sie wurde. An einem 6. Januar um 995 starb Wiltrud von Bergen, die auch „Pia, die Fromme“ genannt wurde.

Ihre Attribute sind die abgelegte Krone, die Taube und die Erscheinung des Kreuzes. 
VON BERGEN, Wiletrud (I39624)
 
1529 Die H. in Basel bestehen einerseits aus der aus Ravensburg stammenden, 1504 in Basel eingebürgerten Familie. Diese war erst der Wissenschaft (Johannes ->), dann der Politik (Hans Rudolf ->) und Kunst (Johann Rudolf, 1770-1844, Maler) zugewandt und betrieb 1692-1888 die Hubersche Apotheke. Johann Wernhard (->) war Dichter und Helvetiker. Die Fam. erlosch 1976. Der andere Teil der Fam. H. stammt aus Aesch (Gem. Neftenbach) und wurde 1621 in Basel eingebürgert. Ihre Mitglieder waren zunächst Goldschmiede, später widmeten sie sich den Naturwissenschaften (Johann Jakob ->, Daniel ->, Jakob, 1867-1914, Botaniker in Paris) sowie der Theologie und Geschichte (Johann Rudolf ->, August, 1868-1936, Staatsarchivar). HUBER, Martin (I41331)
 
1530 Die Hansestadt Wesel liegt am unteren Niederrhein und ist die Kreisstadt des Kreises Wesel. Sie gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf des Landes Nordrhein-Westfalen
https://de.wikipedia.org/wiki/Wesel

R. Rocholl, Geschichte des Geschlechts Rocholl aus Radevormwald, Berlin 1938, S. 60

Frank Heidermanns:
https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Heidermanns
Anschlusstafel: Diergardt–Lindlar (PDF/JPG)
Tafelindex:4 „Asteroth“ auf obiger Tafel
http://www.heidermanns.net/Tafeln/Diergardt-Lindlar.pdf 
ASTEROTH, Friedrich Wilhelm (I244)
 
1531 Die Hauptlinie der Familie starb 1137 im Mannesstamm aus, Erbin von Poitou und Aquitanien war Eleonore von Aquitanien (* 1122; † 1204), die Ehefrau (1137–1152) des französischen Königs Ludwig VII. (* 1120; † 1180) und (1152–1189) des englischen Königs Heinrich II. (* 1133; † 1189), der bereits die Normandie und weite Teile des Loire-Tals besaß und durch diese Ehe den gesamten Südwesten Frankreichs in seine Hand bekam.

Ein weiteres wichtiges Familienmitglied ist Agnes von Poitou, Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Heinrich III. und Regentin des Kaiserreichs von 1056 bis 1062. 
RAMNULFIDEN, Stammlinie (I40937)
 
1532 Die Heggenzer von Wasserstelz (auch: Hegezer, Heggenzi, Heggentz) waren ein Schaffhauser Patriziergeschlecht, das zwischen 1315 und 1587 urkundlich nachgewiesen ist.

Geschichte
1315 kaufte Konrad Heggenzer das Dorf Altdorf von den Truchsessen von Diessenhofen. Das Geschlecht hatte Bürgerrecht in Zürich und Schaffhausen. In der Stadt Schaffhausen besetzten die Heggenzer Ämter als Rat und Schatzmeister. In der Schlacht bei Sempach ließ ein Hans Heggenzi 1386 sein Leben.

1451 kam die Burg Weißwasserstelz als reichenauisches Lehen an Hans Heggenzi. Später fügte das Geschlecht seinem Namen den Zusatz von Wasserstelz hinzu. Das Geschlecht der Hegenzer von Wasserstelz ist aber nicht verwandt mit den Herren von Wasserstelz.

Das Schloss Schwarzwasserstelz verkauften sie 1587 an eine Familie Tschudi.

Persönlichkeiten des Geschlechts
Der Großprior der Johanniter
Johann V. Heggenzer von Wasserstelz war 1505–1512 Großprior des deutschen Johanniterordens. Er verlegte den Sitz des deutschen Großpriorats nach Heitersheim, womit er einen Beschluss des Ordens von 1428 umsetzte. Er legte damit den Grundstein für das spätere Fürstentum Heitersheim. Seit 1506 war Johann auch Komtur des Ritterhauses Bubikon.

Der Waldvogt
Johann Melchior Heggenzer von Wasserstelz war von 1537 bis 1559 Waldvogt der Grafschaft Hauenstein.

Die Äbtissin

Wappen Äbtissin des Damenstifts Säckingen, Agathe Hegenzer von Wasserstelz
Agathe Heggenzer von Wasserstelz war 1550–1571 Äbtissin des Damenstifts Säckingen. Sie übernahm das Stift in einem desolaten Zustand. Nach der Reformation im Markgräflerland versuchte Markgraf Karl II. auch in dem dem Stift zugehörigen Dorf Stetten die Reformation einzuführen. Agathe gelang es jedoch diesen Versuch abzuwehren. Sie konnte auch sonst die Position des Stifts wirtschaftlich und politisch wieder verbessern. 1570 wurde sie von Kaiser Maximilian II. zum Reichstag in Speyer eingeladen. 
HEGENZER VON WASSERSTELZ, Konrad (I47099)
 
1533 Die Heirat mit der Agilolfingerin Swanahild, die der Herzogsfamilie eines der ans Reich grenzenden Dukate angehörte, war singulär in der Geschichte der Karolinger. Bislang hatten die Karolinger eheliche Verbindungen mit solchen Familien vermieden. Karls Schritt verdeutlicht zugleich das hohe Ansehen der Agilolfinger.[74] Seine Ehe bildete die Grundlage für freundschaftliche Beziehungen zwischen Karl und dem Langobardenkönig Liutprand.[75] Swanahild war die Nichte von Liutprands Gemahlin Guntrud. Die Heirat brachte aber nicht nur eine fränkisch-langobardische Annäherung, sondern auch ein fränkisch-bayerisches Bündnis. Außerdem versöhnte Karl damit möglicherweise den Anhang Plektruds, falls es zutrifft, dass Swanahild deren Großnichte war.[76] Die Heirat steigerte zusätzlich Karls Ansehen in der ahnenstolzen Gesellschaft des Frühmittelalters. Swanahild entstammte väterlicherseits dem altehrwürdigen Geschlecht der Agilolfinger, deren Ansehen nur mit dem der Merowinger vergleichbar war, die seit 200 Jahren den fränkischen König stellten.[77] Karl machte durch diese prestigeträchtige Heirat einen wichtigen Schritt an die Spitze der gesamtfränkischen Adelsgesellschaft.

Aus ihrer Ehe mit Karl Martell hatte den Sohn Grifo, der von seinen Halbbrüdern Karlmann und Pippin nach dem Tod des Vaters in seinen Erbansprüchen übergangen wurde.

Von einem Feldzug in Bayern 725, bei dem der Freisinger Herzog Grimoald gestürzt wurde, brachte Karl Martell dessen Ehefrau Pilitrudis sowie deren Nichte Swanahild/Sunnichilde als Gefangene mit ins Frankenreich[1]. Er heiratete sie nach dem Tod seiner Ehefrau Chrotrud[2]; wenig später wurde der gemeinsame Sohn Grifo geboren. Offenbar war die Ehe mit Swanahild (auch) ein Versuch, das bayerische Herzogshaus an die Karolinger zu binden[3].

Im Jahr 736 machte Karl Martell einen weiteren Onkel von Swanahild, den Agilolfinger Odilo[4] zum Herzog von Bayern. Insgesamt wird in den letzten Lebensjahren Karls ein dominanter Einfluss Swanahilds gesehen, der sich auch in dem Versuch äußerte, ihrem Sohn ein Erbe zu sichern[5]. Letztendlich nicht geklärt ist dagegen der Einfluss, den Swanahild bei der Heirat Odilos mit ihrer Stieftochter Hiltrud ausübte – sicher ist lediglich, dass Hiltruds Brüder mit der Ehe nicht einverstanden waren. Einerseits wird berichtet, dass Odilo auf seiner Flucht vor der bayerischen Adelsopposition an den Hof Karl Martells Hiltrud noch zu Lebzeiten des Hausmeiers geheiratet habe[6], andererseits, dass sie nach dem Tod Karl Martells ihrer Stieftochter geraten habe, zu ihrem Onkel Odilo nach Bayern zu fliehen, den Hiltrud dann heiratete[7].

Bei seinem Tod 741 hinterließ Karl Martell wie von Swanahild gewünscht das Reich seinen drei Söhnen, Karlmann, Pippin und Grifo, wobei Karlmann und Pippin allerdings bald übereinkamen (Vieux-Poitiers 742), den Erbanspruch des wesentlich jüngeren Grifo zu ignorieren, und die Macht unter sich aufteilten. Swanahild unterstützte ihren Sohn bei dessen vergeblichem Versuch, sich gegen seine Halbbrüder zu behaupten. Nach Grifos Niederlage wurde sie in die Abtei Chelles verbannt[8], wo sie zu einem unbekannten Zeitpunkt auch starb und bestattet wurde.

Das Verbrüderungsbuch der Abtei Reichenau gibt Swanahild den Titel regina[9], obwohl ihr der Titel einer Königin nicht zustand. Hierzu werden in der Forschung zwei Positionen diskutiert

zum einen, dass die Bezeichnung auf Karls Stellung im Frankenreich zurückzuführen ist[10],
zum anderen, dass die Bezeichnung innerhalb der Familie Swanahilds, der Agilolfinger, für die Töchter der Fürsten üblich war. 
VON BAYERN, Swanahild (I18873)
 
1534 Die Heirat mit Ingeborg sicherte Malcolm den Frieden im Norden und im Westen; er genoss die friedlichen Beziehungen zu seinen Stiefsöhnen, den Grafen Paul und Erlend Thorfinnsson von Orkney. Obwohl das Jahr 1070 als Sterbejahr von Ingeborg genannt wird, ist es möglich, dass sie schon 1058 starb. Die Orkneyinga saga berichtet, dass Malcolm und Ingeborg einen Sohn namens Duncan hatten, der später König wurde. Einige mittelalterliche Chronisten, wie William von Malmesbury, nahmen an, dass Duncan unehelich war, was aber wohl nur Gerüchte waren, die Malcolms Kinder, die er mit seiner späteren Frau Margareta hatte, verbreiteten, um Thronansprüche von Duncans Kindern abzuwehren. Malcolm hatte mit Ingeborg einen weiteren Sohn, Donald, der aber bereits 1085 starb. ARNESON, Ingeborg (I40550)
 
1535 Die Herkunft Brodulfs gab seit dem Hochmittelalter Anlass für Spekulationen – so gingen Gelehrte wie Jacques de Guyse anhand der familiär auffälligen Häufung des Leitnamens Brunulf davon aus, dass Brodulf dem Geschlecht der salfränkischen Ardennengrafen mit Chlodio als Stammvater entstammte; diese Annahme ist jedoch durch die moderne Quellenforschung widerlegt und wird daher nicht weiterverfolgt.

Historisch gesichert ist dagegen die enge verwandtschaftliche Bindung Brodulfs an das merowingische Herrscherhaus – sowohl seine Schwester Sichildis (von Chlothar II.) als auch seine Schwester Gomatrud (von Dagobert I.) waren die Ehefrauen fränkischer Könige und er mithin ihr Schwager.

Die erstmalige Erwähnung Brodulfs findet sich in der Chronik des Fredegar für das Jahr 629; weiterhin erwähnt ihn innerhalb des Liber Historiae Francorum die Gesta Dagoberti I., die Lebensgeschichte Dagoberts I., welche um 835 in der Abtei von Saint-Denis vermutlich von Abt Hilduin und Hinkmar von Reims verfasst wurde.

Dagobert I. hatte nach dem Tod seines Vaters Chlothar die Herrschaft im Frankenreich übernommen und seinen Halbbruder Charibert II., der als einfältig (simplex) beschrieben wurde, 629 bei der nach fränkischem Erbrecht üblichen Erbteilung übergangen. Wie Fredegar berichtet, war der König auf Druck einer Minderheit neustrischer Adliger um Brodulf, der die Thronansprüche seines Neffen Charibert offen unterstützte, gezwungen, diesem das Unterkönigreich in Aquitanien abzutreten. Er scheint dann in Aquitanien die Funktion eines Hausmeiers innegehabt zu haben. Um die Durchsetzung neustrischer Partikularinteressen gegenüber der Reichseinheit im Frankenreich für die Zukunft zu verhindern, beschloss Dagobert schließlich, seinen einflussreichen Schwager beseitigen zu lassen. 630 wurde Brodulf, der sich im Gefolge Dagoberts während dessen Reichsumfahrt unterwegs nach Aquitanien befand, auf Betreiben des Frankenkönigs während eines Aufenthaltes im burgundischen Saint-Jean-de-Losne gemeinschaftlich von den Vertrauten des Königs, den Duces Amalgar und Arnebert sowie dem Patricius Willibad, ermordet.

Brodulf hinterließ eine Tochter, Theodetrudis oder Theodila, die 629 anlässlich einer Besitzteilung im Limousin urkundliche Erwähnung findet.[1] 
..., Brodulf (I36778)
 
1536 Die Herkunft der Blumberger, die schon eine längere familiäre Vorgeschichte besessen haben werden, lässt sich nur über Dokumente im Freiburger Urkundenbuch (FUB) bestimmen. Eduard Heyck ermittelte zwei Nennungen. Feststellbar ist dort: Der Ort Blumberg existierte neben den heute zugehörigen Ortschaften[Anm 1] bereits beim Ableben des letzten Zähringers, Berthold V. im Jahr 1218; es handelte sich um eine Burg und deren Besitzer waren Ministeriale vermutlich der Zähringer, gegebenenfalls vorübergehend auch im Besitz der Grafen von Urach.

Die Einschränkung Heycks, dass der Ort auch „anders als aus der zähringischen Herrschaft erworben“ sein könnte, ändert nichts an der Tatsache der Namensnennung Blumberg. Möglicherweise stand die Burg nach dem Ende der Zähringer, von dem die Uracher profitierten, auch unter deren Herrschaft, doch verloren diese mit dem Ende der Staufer um 1250 ihre Positionen und endeten „um 1261“ mit dem Tod Bertholds des Jüngeren.

In diesem Zeitraum treten erstmals in zwei Urkunden (1260) zwei namentlich benannte „Blumberger“ auf: Neben Bruder Hans von Blumberg (vermutlich ein Klosterangehöriger) dann Johannes von Blumberg („Iohannes de Blobinberch“), der in der Folge noch in zahlreichen weiteren Urkunden erwähnt ist. 
VON BLUMBERG, N. (I23676)
 
1537 Die Herkunft der Familie Humpis ist unklar. Das älteste bekannte Mitglied der Familie ist Heinrich Huntpiz, der 1218 in einer Zeugenreihe hinter dem Ravensburger Ammann steht. Dann taucht ein Huntpize als Zeuge erst wieder 1252 auf, 1253 folgt ein Heinrich, der 1258 gemeinsam mit einem nur Huntpizus genannten Verwandten als Bürger von Altdorf bezeichnet wird. Demnach scheint die Familie aus Altdorf (heute in der Stadt Weingarten aufgegangen) zu stammen. HUMPIS (HUNTPIZ), Heinrich (I35444)
 
1538 Die Herkunft der Ortlieb ist unklar. Sie müssen jedoch schon früh zu Reichtum gekommen sein, da sie bereits 1332 im Rat vertreten waren und damit dem Nürnberger Patriziat angehörten.

Ein Ortlieb kommt 1260 als Zeuge in einer Urkunde des Klosters Engelthal vor, Marquard Ortlieb 1327. Ulman Stromer führt Angehörige des Geschlechts als Zeitgenossen auf, Heinrich Ortlieb erscheint in einer Urkunde von 1332 als Rathsherr.[1] Nachdem um 1406/7 die erste Stromersche Handelsgesellschaft der Patrizierfamilie Stromer von Reichenbach aufgrund einer Pestepidemie zugrunde gegangen war, eröffnete in der Folge der überlebende Georg Stromer (1375–1437) zusammen mit seinem Schwiegervater Hans Aislinger aus Lauingen, der 1370 Nürnberger Bürger geworden und zwischen 1380 und 1407 auch Genannter im Größeren Rat der Reichsstadt war, sowie dessen Enkel Hans Ortlieb († 1459) eine eigene Gesellschaft, die Handelsgesellschaft Stromer-Ortlieb, die das Geschäftsfeld der alten Gruber-Podmer-Stromer-Gesellschaft übernahm. Die neue Firma vergab Kredite an König Sigismund.


Wappenfries am Nassauer Haus
1427 erwarb der Kaufmann, Ratsherr und Bürgermeister Ulrich Ortlieb († 1442) den Wohnturm Nassauer Haus in der Lorenzer Altstadt. 1431 lieh er dem König Sigismund 1500 Gulden, wofür dieser ihm seine Krone zum Pfand gab. Wohl aus diesem Anlass ließ Ortlieb die Steinbalustrade des Turms mit dem Wappen des Kaisers, des Papstes, der sieben Kurfürsten und der Reichsstadt Nürnberg schmücken.[2][3]

Die Hussitenkriege, der Wirtschaftskrieg Sigismunds gegen Venedig, Verluste in London und Kopenhagen und die enormen Veruntreuungen Hans Ortliebs führten um 1430 zum Konkurs der zweiten Stromer-Gesellschaft. Hans Ortlieb floh unter Hinterlassung eines Schuldenbergs von 21.000 Gulden aus Nürnberg. Seine Mühle in Doos wurde von seiner Frau Clara, geb. Haller, durch Zahlung von 670 Gulden ausgelöst.[4] Die Geschäftsaktivitäten der zweiten Stromer-Gesellschaft wurden durch die Handelsgesellschaften der Imhoff und der Gruber weitergeführt. 1478 ist das Geschlecht erloschen.

Nach Christoph Scheurl und einem Todtenschild in der Kirche „Unser Lieben Frauen“ ist das Geschlecht mit Hans Ortlieb 1459 erloschen. Dagegen meldet Konrad Haller, Jacob Ortlieb († 1417) habe zwei Söhne hinterlassen, Jacob und Paulus, die beide mannbar und ledig verschieden, und Paulus sei der Letzte gewesen. Im Rathsverzeichniss stehen sie nach Rathsschreiber Müllner bis 1442.[5 
ORTLIEB, Catharina (I51390)
 
1539 Die Herkunft von Sichildis gab seit dem Hochmittelalter Anlass für Spekulationen – so gingen Gelehrte wie Jacques de Guyse davon aus, dass sie dem Geschlecht der salfränkischen Ardennengrafen mit Chlodio als Stammvater entstammte; diese Annahme ist jedoch durch die moderne Quellenforschung widerlegt und wird daher nicht weiterverfolgt.

Sichildis wurde um das Jahr 590 geboren und hatte mit Gomatrud sowie Brodulf noch mindestens zwei Geschwister. Im Alter von 15 Jahren nahm sie der fränkische König Chlothar II. zu einer seiner Konkubinen – vermutlich im Rahmen einer während der merowingischen Herrschaft häufig genutzten Friedelehe.

Um 614 schließlich gebar sie Chlothar II. den Sohn Charibert II. und wurde nach dem Tod Chlothars zweiter Gemahlin, Bertetrud, im Jahr 618 von diesem zu seiner Ehefrau und Königin der Franken erhoben.

Sichildis übte in den folgenden Jahren einen nicht geringen Einfluss auf die königliche Politik aus; so sieht die Forschung in ihr die treibende Kraft hinter Chlothars Anordnung an dessen ältesten Sohn und späteren Nachfolger, Dagobert I., die Schwester seiner Stiefmutter, Gomatrud, zur Frau zu nehmen.

Im Jahr 626 wurde Sichildis von Chlothar des Ehebruchs mit einem jungen Adligen aus dem Pagus Étampes, Boso, bezichtigt. Es lässt sich nicht mehr feststellen, ob sie das Delikt tatsächlich begangen hatte oder nur das Opfer einer rufschädigenden Kampagne ihrer politischer Gegner wurde – letztendlich veranlasste Chlothar II. die Ermordung Bosos durch einen seiner engsten Vertrauten, den Dux von Neustroburgund, Arnebert.

Sichildis selbst verstarb am 28. September 629, aller Wahrscheinlichkeit nach in der königlichen Pfalz in Clichy und fand ihre letzte Ruhestätte in der Abtei Saint-Vincent-Sainte-Croix; ob sie eines natürlichen Todes starb oder auf Geheiß ihres königlichen Gatten ermordet wurde, bleibt anhand der unvollständigen Quellenlage unklar.

Mutter von Charibert II.
Die beiden Hauptquellen für die Historie des fränkischen Reiches des 7. Jahrhunderts machen widersprüchliche Angaben darüber, wer die Mutter Chariberts II., Unterkönig in Aquitanien, war. So gibt die Chronik des Fredegar an, dass Charibert der zweiten Ehe Chlothars mit Bertetrud entstammte – die Autoren der Gesta Dagoberti, der Lebensgeschichte des Dagobert II. im Liber Historiae Francorum, nennen dagegen ausdrücklich Sichildis als Chariberts Mutter.[1] Aufgrund des Umstands, dass Dagobert II. sofort nach dem Tod seines Vaters seine Ehefrau Gomatrud, die Schwester seiner Stiefmutter Sichildis, verstieß und auch deren Bruder Brodulf ermorden ließ, da dieser vehement die Ansprüche Chariberts II. auf den fränkischen Thron vertrat, geht die Forschung beinahe einhellig davon aus, dass es sich bei Charibert tatsächlich um den leiblichen Sohn von Sichildis handelte. 
..., Königin Königin Sighild\Sichildis (I36690)
 
1540 Die Herren und Freiherren von der Lippe sind eine Familie des westfälischen Uradels aus dem Hochstift Paderborn.

Sie sind, trotz Namensähnlichkeit und örtlicher Nähe, nicht zu verwechseln mit den Edelherren, Grafen und Fürsten zur Lippe, insbesondere da einige illegitime Nachkommen des Hauses Lippe auch „von der Lippe“ genannt wurden.

Das Geschlecht erscheint urkundlich erstmals 1180 mit Henricus (I.) de Lippia,[1] mit dem auch die Stammreihe beginnt. Für eine etwaige Abstammung von den Edelherren, Grafen und Fürsten zur Lippe (mit der westfälischen Rose im Wappen) gibt es keine Beweise.

Geographischer Ursprung der Familie ist das Hochstift Paderborn. Die Herren und Freiherren stellten mehrere Jahrhunderte lang Domherren und andere Ministerialen für das Paderborner Domkapitel. Im Paderborner Dom sind heute noch mehrere Grabplatten und Epitaphe zu sehen. Der Domherr Anton Lothar erwarb 1692 die Heiersburg an der Stadtmauer, an der sich noch sein Wappenstein von 1693 befindet.

Im 14. Jahrhundert verlagerte sich der Schwerpunkt der Familie nach Vinsebeck.[2] Die dortige Linie teilte sich in einen älteren Zweig (1767 erloschen) und einen jüngeren auf dem kleinen Hof (erloschen 1697). Der ersten gehörte Reineke von der Lippe (1548–1591) an; das gemeinsame Grab mit seiner Ehefrau Anna von Oeynhausen befindet sich noch in der Kirche von Vinsebeck. Die Jüngere Linie zu Vinsebeck begründete Bernd (1548–1608) mit seiner Frau Anna von der Borch zu Holzhausen.


Schloss Vinsebeck
Der Vinsebecker Gutsherr und Drost Johann Friedrich Ignaz von der Lippe ließ 1720 das prächtige barocke Schloss Vinsebeck vom Hildesheimer Baumeister Justus Wehmer errichten; dabei konnten ihm seine drei Brüder die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, Adolf Franz Friedrich, Ferdinand Ernst Adam und Mauritz Lothar, die allesamt Domherren in Paderborn waren und bei der Paderborner Bischofswahl im März 1719 dem Prinzen Philipp Moritz von Bayern und dann Clemens August von Bayern ihre Stimme gegeben hatten, wofür sie von den Häusern Wittelsbach und Habsburg fürstlich entlohnt wurden.[3] Als Clemens August 1723 auch zum Kölner Kurfürst-Erzbischof gewählt wurde, ernannte er Adolf Franz Friedrich zum Geheimen Rat.

Im Jahre 1767 fiel mit dem Tod von Moritz Anton Johann Victor Freiherr von der Lippe (1714–1767) das Schloss mit den dazugehörigen Besitztümern an die Grafen Wolff-Metternich zur Gracht. Um 1795 klagte die Wintruper Linie der Herren von der Lippe gegen die Grafen Wolff-Metternich um den Besitz Vinsebeck. Sie gingen gegen einen Familienvertrag von 1767 an, der das Schloss den Wolff-Metternich vererbte, was gegen den Status der Herrschaft als paderbornisches Mann- und Stammlehen verstoßen habe. Der erfolglose Prozess zog sich über 40 Jahre hin.

Die Hauptreferenz für die Familiengeschichte ist die dreibändige Familienchronik Die Herren und Freiherren von der Lippe von Viktor Freiherr von der Lippe zu Wintrup (1875–1960) unter Mitwirkung von Friedrich Philippi aus den Jahren 1921 bis 1923.

Wappen
Das Stammwappen zeigt in Silber zwei schwarze Turnierkragen, der obere mit fünf, der untere mit vier Lätzen. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken das Schildbild zwischen offenem silbernem Flug.

Das freiherrliche Wappen ist in der Familienchronik wie folgt beschrieben: „Ein silberner Schild, in welchem übereinander zwei schwarze Turnierkragen, der obere mit fünf, der untere mit vier Lätzen, zu sehen sind. Auf dem Hauptrande des Schildes ruht die goldene Freiherrenkrone mit sieben sichtbaren Perlenzinken, überhöht von einem offenen Turnierhelm mit schwarzsilbernem Wulst und ebensolchen Helmdecken. Als Helmkleinod dient ein offener silberfarbener Adlerflug, dem oben zwei, den im Schilde ersichtlichen ähnliche Turnierkragen eingestellt sind.“

Linien

Gut Wintrup
Folgende Linien sind dokumentiert:

Ältere Linie zu Vinsebeck (erloschen 1767)
Jüngere Linie zu Vinsebeck (erloschen 1697)
Nebenlinie zu Godelsheim (erloschen 1759 [?])
Linie zu Wintrup (bei Sandebeck)
Nebenlinie zu Ottenhausen (erloschen 1736)
Nebenlinie in Dänemark (erloschen 1785)
Nebenlinie zu Sandebeck
Eine direkte Abstammung weiterer Familien von diesem Stamm ist nicht eindeutig gesichert, aber es existieren Hinweise darauf. Dazu gehören die „von der Lippe“ aus Oldenburg, Norwegen und Nordamerika.

Personen
Adolf Franz Friedrich von der Lippe (1672–1752), deutscher Domherr
Adolf von der Lippe (1845–1919), preußischer Generalmajor
Jürgen von der Lippe gehört nicht zu dieser Familie 
VON DER LIPPE, Amalie (I45678)
 
1541 Die Herren von (der) Brüggeney genannt Hasenkamp (auch: Brüggenoye, Brucgenoye, Bruytgenoye o. ä.) waren ein westfälisches Adelsgeschlecht.

Das Geschlecht stammt aus der Grafschaft Mark. Die Familie erscheint urkundlich erstmals mit Winemarus de Bruggenoge im Jahr 1268.[1] 1348 erhielten sie von den Grafen von Limburg-Stirum das nach ihnen benannte Haus Brüggeney im Kirchspiel Stiepel als Lehen. Zu diesem Zeitpunkt war auch das ebenfalls in Stiepel gelegene Gut in der Becke im Besitz der Familie. Ab 1450, nach dem Erwerb von Haus Hasenkamp, ebenfalls in Stiepel, wurde die Familie auch „Hasenkamp“ genannt. 1481 kam Haus Weitmar in die Familie. Zwischenzeitlich waren auch Haus Dorneburg im Herner Stadtteil Eickel, Haus Marck bei Hamm und Haus Stockum in Werne in Familienbesitz.[2]

Unter dem Namen Hasenkamp machte die Familie Karriere im Baltikum und stellte zwei Landmeister des Deutschen Ordens in Livland. 1461 wurde ihr Stammsitz Haus Brüggeney an die Herren von Heiden veräußert.

Mit dem Tod des unverheirateten Johann von Hasenkamp zu Weitmar starb das Geschlecht 1764 aus.

Persönlichkeiten
Wennemar (Waldemar) von Brüggenei († 1402), 1389–1401 Landmeister des Deutschen Ordens in Livland
Wennemar von Hasenkamp (1444–1496), Drost des Amts Bochum
Wessel von der Brüggeney genannt Hasenkamp, 1530 Domherr zu Osnabrück und Hildesheim
Hermann von Brüggenei († 1549), 1535–1549 Landmeister des Deutschen Ordens in Livland

Das Haus Weitmar ist ein ehemaliger Adelssitz im Bochumer Stadtteil Weitmar. Er ging aus einem Schultenhof des Klosters Werden hervor, dessen Wurzeln im 8./9. Jahrhundert zu suchen sind. Im 12. Jahrhundert mit einem Wassergraben umgeben, wurde er in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu einem repräsentativen Sitz ausgebaut. Erweiterungen in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts unter der Familie von Brüggeney genannt Hasenkamp und ein Ausbau im 18. Jahrhundert mündeten in einem klassizistisch aussehenden Herrenhaus mit Vorburg. Nordwestlich davon stand eine dem heiligen Silvester geweihte Kapelle, die jedoch während der Reformation ihre Funktion als Hauskapelle einbüßte. Nach Aussterben der Familie von Hasenkamp war Haus Weitmar kurzzeitig Eigentum der Familie von Vaerst, ehe es 1780 von Andreas Friedrich Wilhelm von Berswordt-Wallrabe gekauft wurde. Seine Familie ist auch heute noch Eigentümerin.

Haus Weitmar wurde im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerbomben zerstört. Die Ruinen des Herrenhauses mit seiner Freitreppe, die Reste der Kapelle inklusive dreier Grabplatten sowie ein Torhaus und eine Toranlage vom Beginn des 20. Jahrhunderts sind seit dem 26. April 1995 als Baudenkmal geschützt.[1]

Hermann von Brüggenei genannt Hasenkamp (auch Bugseney, Brügeney, Brüggenei-Hasenkamp oder Hasenkamp von Brüggeney; Geburtsdatum unbekannt; † 1549) aus dem Adelsgeschlecht derer von Brüggeney genannt Hasenkamp war von 1535 bis 1549 Landmeister in Livland des Deutschen Ordens.

Hermanns Eltern waren Wennemar von Brüggenei und Christine von Oldenbockum. Der Landmeister Wennemar von Brüggenei war mit ihm entfernt verwandt. Hermann kam als Kind nach Livland. Er trat dort in den Deutschen Orden ein. Von 1513 bis 1519 war er Hauskomtur in der Ordensburg Riga und von 1519 bis 1527 Vogt von Bauske. Nach dem Tod des Landmarschalls Johann von dem Broele im Jahre 1529 folgte er diesem in das Amt. 1533 wurde er vom Landmeister Wolter von Plettenberg zum Koadjutor ernannt. Nach Plettenbergs Tod 1535 wurde Hermann von Brüggenei sein Nachfolger als Landmeister in Livland.

Hermann von Brüggenei konnte sich einer ruhigen Regierungszeit erfreuen, da seit 1531 mit den Russen ein 20-jähriger Frieden herrschte. Auch mit dem Erzbischof von Riga gab es keine Probleme. Brüggenei unterstützte die römisch-katholische Kirche gegen die Reformation. 1549 starb Brüggenei, wahrscheinlich an der Pest.

Sein Nachfolger war Johann von der Recke. 
BRÜGGENEY GENANNT HASENKAMP, N. (I45914)
 
1542 Die Herren von (der) Brüggeney genannt Hasenkamp (auch: Brüggenoye, Brucgenoye, Bruytgenoye o. ä.) waren ein westfälisches Adelsgeschlecht.

Das Geschlecht stammt aus der Grafschaft Mark. Die Familie erscheint urkundlich erstmals mit Winemarus de Bruggenoge im Jahr 1268.[1] 1348 erhielten sie von den Grafen von Limburg-Stirum das nach ihnen benannte Haus Brüggeney im Kirchspiel Stiepel als Lehen. Zu diesem Zeitpunkt war auch das ebenfalls in Stiepel gelegene Gut in der Becke im Besitz der Familie. Ab 1450, nach dem Erwerb von Haus Hasenkamp, ebenfalls in Stiepel, wurde die Familie auch „Hasenkamp“ genannt. 1481 kam Haus Weitmar in die Familie. Zwischenzeitlich waren auch Haus Dorneburg im Herner Stadtteil Eickel, Haus Marck bei Hamm und Haus Stockum in Werne in Familienbesitz.[2]

Unter dem Namen Hasenkamp machte die Familie Karriere im Baltikum und stellte zwei Landmeister des Deutschen Ordens in Livland. 1461 wurde ihr Stammsitz Haus Brüggeney an die Herren von Heiden veräußert.

Mit dem Tod des unverheirateten Johann von Hasenkamp zu Weitmar starb das Geschlecht 1764 aus.

Persönlichkeiten
Wennemar (Waldemar) von Brüggenei († 1402), 1389–1401 Landmeister des Deutschen Ordens in Livland
Wennemar von Hasenkamp (1444–1496), Drost des Amts Bochum
Wessel von der Brüggeney genannt Hasenkamp, 1530 Domherr zu Osnabrück und Hildesheim
Hermann von Brüggenei († 1549), 1535–1549 Landmeister des Deutschen Ordens in Livland
Wappen
Blasonierung: In Silber drei rote Balken. Auf dem gekrönten Helm ein offener Flug wie der Schild bezeichnet. Die Helmdecken sind rot-silbern.[3]

In frühen Siegeln sind die drei Balken im Schildhaupt bzw. als Schrägbalken dargestellt.[4]

Literatur
Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter, 1858, S. 80 und 196.
Maximilian Gritzner: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 11. Abt., T. 2: Der Adel der russischen Ostseeprovinzen, Teil 2: Der Nichtimmatrikulierte Adel, Nürnberg 1901, S. 14 f. und 59 f. sowie Tafeln 14 und 41 (Digitalisat der SUB Göttingen).
Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Band 2 (Bozepolski–Ebergassing), Friedrich Voigt’s Buchhandlung, Leipzig 1860, S. 98 f.
Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 1: A–K, Berlin 1855, S. 110 f.
George Adalbert von Mülverstedt, Adolf Matthias Hildebrandt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 1, T. 1: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute A–L, Nürnberg 1878, S. 160 und Tafel 208 (Digitalisat der SUB Göttingen).
Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 22; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 51.
Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte, 3ter Teil. Das XIX. Stück. Historie vom Gericht Stipel und Amt Blanckenstein, Meyer, Lemgo 1757, S. 1130–1135 sowie Tafel 66 Nr. 8 und 10, Tafel 67 Nr. 6.
Einzelnachweise
Sonja Neitmann: Von der Grafschaft Mark nach Livland. Ritterbrüder aus Westfalen im livländischen Deutschen Orden, Köln, Weimar, Wien 1993, S. 210.
Kneschke (1860), S. 98 f.
Spießen (1901–1903), S. 22.
Steinen (1757), Tafel 66, Nr. 8 und Tafel 67, Nr. 6.

https://de.wikipedia.org/wiki/Br%C3%BCggeney_genannt_Hasenkamp 
VON HASENKAMP, Margarethe (I45672)
 
1543 Die Herren von Bernegg werden 1229 erstmals urkundlich genannt; die Burg dürfte um die gleiche Zeit gebaut worden sein. Die Herren von Bernegg standen im Dienst des Klosters St. Gallen und der Grafen von Rapperswil. Gleiche Vornamen und gemeinsames Auftreten in Zeugenlisten deuten auf enge Verbindungen zu den Herren von Landenberg.

Der Ertrag der kleinen Herrschaft reichte nicht aus, um der Ritterfamilie längerfristig eine Existenz zu garantieren. Im letzten Drittel des 13. Jahrhunderts mussten immer mehr Güter verkauft werden. Ein Teil des Besitzes wurde bereits 1277 der Johanniterkomturei Bubikon verkauft und 1283 wurde die Burg selbst verkauft. Im Verkaufsvertrag wurde festgehalten, dass die Anlage durch die Herren von Bernegg innert drei Wochen abgebrochen werden müsse: Unde dar nach in drien wochin die burgmure alle unde den bu dar inne sol uf die erde brechin. Das Fehlen von Fundgegenständen deutet darauf hin, dass die Burg vor der Schleifung systematisch geräumt wurde.

Die Herren von Bernegg sind noch bis 1318 nachweisbar. Danach starben sie entweder aus oder lebten anderswo unter anderem Namen weiter. Um 1900 waren keine Mauerresten mehr sichtbar. 1923 wurde Bernegg erstmals ausgegraben, aber eine archäologische Untersuchung blieb aus. Weitere Sanierungen erfolgten 1935 und 1939. 1974 wurde die Anlage letztmals saniert. 
VON BERNEGG, Rüdiger (I11118)
 
1544 Die Herren von Blumberg (auch Blumenberg) waren ursprünglich Dienstmannen (Ministeriale) der Zähringer und bauten – vermutlich in deren Auftrag – die Burg, nach der (bzw. nach einem Berg im Umfeld) sie sich dann benannten. Da die Zähringer 1218 ausstarben, erlangten sie eine relative Unabhängigkeit und konnten im Interregnum als Parteigänger des anfolgenden Königs Rudolf von Habsburg die Stadt Hüfingen zu ihrem Zentrum machen. Die Familie der Blumberger verzweigte sich im 14. Jahrhundert auf zahlreiche Burgen im Umfeld. Nach dem Verlust Hüfingens 1383 durch eine ungünstig verlaufende Erbschaftsregelung, zogen sie sich wieder auf ihre Stammburg Blumberg zurück. Mitte des 15. Jahrhunderts starben sie in der Hauptlinie aus, der Zweig der Blumegger überlebte sie noch einige Zeit. VON BLUMBERG\BLUMENBERG, Adelheid (I3193)
 
1545 Die Herren von Boenen (auch: Bönen) waren ein westfälisches Adelsgeschlecht. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nahm das Geschlecht den Namen von und zu Westerholt und Gysenberg an (→ Westerholt-Gysenberg).

Der namensgebende Stammsitz des Geschlechts war bereits 1194 ein Festes Haus in Bönen im heutigen Kreis Unna.[1] Die Familie war ursprünglich ein Dynastengeschlecht, aus dem das ein identischen Wappen führende Rittergeschlecht Altena, die Bögge, Budberg, Bruhnenberg, Neuhoff gen. Northof, Oedendael und Schlippenbach hervorgingen.[2]

Ludolf von Boenen war 1243 Mitglied des Burgmannkollegiums auf Burg Blankenstein (Hattingen). Ab 1521 war Haus Berge im Gelsenkirchener Stadtteil Buer Eigentum der Familie von Boenen. Weitere Güter der Familie waren: Alt-Metler im Kreis Unna, Haus Balken (Gelsenkirchen) (ab 1614), Beeck (Duisburg), Bermen (Essen) (1676, 1719), Bulckeradt (1719), Busche (1780), Kamen (1399, 1503), Haus Darl (1719), Dinkelburg (Ahaus) (1745), Gockinghoff (Bochum) (1747), Hamm (1412), Hartmannsgut in Castrop (1463), Hege (Recklinghausen) (1626, 1694), Hoven (Bochum) (1719), Haus Klostern (Kirchspiel Datteln) (1745), Lintrop, Lipperheide (Essen) (1719), Haus Löringhof (Kirchspiel Datteln) (1745), Marck (Hamm) (1243, 1328), Mönninckhoff bei Aldenzeele in der Twente (1745), Oberfelde (Hamm) (1480, 1626), Osterwyck (Hamm) (1296), Overhauss (ab 1615), Overkamp zu Vislaken (1396), Pöppinghausen (Castrop-Rauxel) (1550), Haus Stockum (Werne) (1817) und Haus Velmede (Hamm) (1425, 1500).[3]

Ludolf Friedrich Adolf von Boenen (1747–1828) heiratete 1769 Wilhelmine Friderike Franziska Anna Freiin von und zu Westerholt und Gysenberg und nahm daraufhin deren Namen an. 1790 wurde er in den Reichsgrafenstand erhoben.[4] Seine Tochter Maria Anna Wilhelmine (1773 bzw. 1774 bzw. 1775 -1852) war eine Geliebte Beethovens.

Ausführliche Stammfolgen zur Familie von Boenen finden sich bei Steinen.[5]

Wappen
Blasonierung: In Silber eine herabhängende rote Kette von fünf Gliedern, das obere und das untere oben bzw. unten offen. Auf dem rot-silber gewulsteten Helm ein rote und eine silberne Straußenfeder. Die Helmdecken sind rot-silber.[6]

Die stammesgleichen Herren von Bögge führten ein sehr ähnliches Wappen und die Stadt Bönen nahm das Wappen der Herren von Boenen an:

Namensträger
Burchard von Boenen († vor November 1444), römisch-katholischer Geistlicher und Domherr im St.-Paulus-Dom (Münster).
Lübbert von Boenen, 1444 Richter im Amt Hamm
Ludolf von Boenen, 1458 Kanoniker im Kloster Wedinghausen
Ludolf von Boenen, Drost und Heerführer des Grafen Adolf I. von der Mark; soll 1226 den Grundstein der Burg Blankenstein an der Ruhr gelegt haben 
VON BOENEN, Johann Gisbert Ludolf (I45730)
 
1546 Die Herren von Ense (später auch genannt Kegeler, Varnhagen und Schneidewind) waren ein niederrheinisch-westfälisches Adelsgeschlecht. Der Hauptstamm starb in der frühen Neuzeit aus. Dagegen bestand die zunächst bürgerliche Linie Varnhagen weiter.

Urkundlich belegbar ist das Geschlecht seit dem Ende des 12. Jahrhunderts. Die Familie war ursprünglich in Waldeck in der Nähe von Korbach ansässig. Dort gibt es die Orte Ober- und Nieder-Ense. In der Mitte des 13. Jahrhunderts wurden die ersten Mitglieder der Familie als Ritter (miles) bezeichnet. Nach der Mitte des 14. Jahrhunderts war die Familie im Waldeckischen erloschen. Wohl ab Anfang des 13. Jahrhunderts waren die Ense in der Grafschaft Werl und der Grafschaft Arnsberg ansässig. Es gibt keine Belege dafür, dass es sich bei den beiden Zweigen um ein und dieselbe Familie handelt. Dies ist aber wahrscheinlich.[1]

Bezüge bestanden zu den dortigen ebenfalls Niederense/Oberense genannten Orten und dem dortigen Ort Bremen. Ein Konrad von Ense übergab seine Güter bei Niederense 1285 dem Kloster Himmelpforten. Sie waren Lehnsleute der Grafen von Werl-Arnsberg und später der Kölner Erzbischöfe als Herzöge von Westfalen. Nach Ausbreitung der Familie dienten sie auch den Grafen von der Mark, den Bischöfen von Paderborn und anderen Landesherren.

Das Geschlecht teilte sich in verschiedene Linien. Die eine von Ense, genannt Varnhagen später Varnhagen von Ense genannt, die andere von Ense, genannt Schneidewind. In der älteren Literatur meist nicht berücksichtigt wurde eine dritte Linie. Diese trug keine weiteren Namenszusätze und war insbesondere in Westernkotten begütert. Zeitweise gab es auch eine Linie Ense, genannt Kegeler.[2]

Zwei der drei Hauptlinien gehen wahrscheinlich auf Kinder des Ritters Konrad von Ense zurück. Anton von Ense bekleidete in den 1290er Jahren das Amt eines Mundschenken der Grafen von Arnsberg. Er war auch Amtmann auf der Burg Arnsberg. Sein Siegel ist die erste Darstellung des Wappens der Familie von Ense. Dessen Sohn Konrad war der Stammvater der von Ense gt. Kegeler. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts begannen Nachkommen der Familie den Namen Varnhagen zu führen. Diese Linie blühte bei Iserlohn bis Anfang des 16. Jahrhunderts. Einer der letzten Angehörigen des Geschlechts war ein Priester namens Konrad von Ense. Dieser hatte Nachkommen und ein Sohn Johann begründete die noch blühende bürgerliche Familie Varnhagen. Diese führt auch das Wappen der Ense gt. Varnhagen weiter.

Linie Ense genannt Schneidewind
Die Linie Ense genannt Schneidewind lässt sich erst ab etwa 1400 durchgängig nachweisen. Der Name Schneidewind taucht allerdings bereits 1285 auf. Es ist möglich, dass auch die Schneidewinds zu den von Ense gehörten, ist aber nicht sicher belegbar. Der im 15. Jahrhundert blühende Zweig der Ense genannt Schneidewind erlosch Mitte des 16. Jahrhunderts.[4]

Herren von Ense zu Anröchte und Westernkotten
Die dritte Hauptlinie führte keinen Beinamen. Sie geht auf Heinrich (II.) von Ense zurück. Dieser wird in den 1290er Jahren als Burgmann der Grafen von Arnsberg genannt. Er wird als Ritter bezeichnet. Bemerkenswerterweise waren er und sein Sohn Wichard mit Frauen aus dem höher gestellten Geschlecht der Rüdenberger verheiratet. Der Familienzweig hatte ab dem 14. Jahrhundert seine Hauptbesitzungen bei Erwitte und Anröchte und besaß Salzrechte in Salzkotten. Stammsitz war Westernkotten. Die Linie starb 1681 aus. Ihr Besitz gelangte über die von Schade an die von Papen. Neben den genannten Hauptlinien gab es weitere Nebenlinien und Abspaltungen.[5]

Diese Linie hatten ihren Schwerpunkt zunächst bei Salzkotten. Das dortige Burghaus empfingen sie von den Bischöfen von Paderborn zu Lehen. Das Burglehnen verpachtete die Familie, nachdem sie in Anröchte und Westernkotten ansässig geworden waren.

Wichard war Domherr in Paderborn (s. u.) und trat später in den weltlichen Stand über. Sein Sohn war Heinrich von Ense.
Gerd verheiratet mit Pernette von Plettenbracht. Er erwarb neben verschiedenen Gütern auch das kölnische Lehen der Burg in Anröchte sowie Rechte an der dortigen Kirche. Er erwarb weitere Besitzungen und Rechte. Darunter die Pacht der Burgmühle in Lippstadt auf Lebenszeit, ihm wurde auch das Amt Erwitte verpfändet.
Heinrich war Amtmann in Brilon, das ihm 1441 verpfändet worden war, auch die Burg und das Amt Anröchte wurden ihm verpfändet.
Godert war um 1470 zusammen mit einem Dietrich von Erwitte Amtmann in Brilon.
Adrian war Drost in Anröchte und wurde 1479 mit dem Burglehen in Salzkotten belehnt.
Adrian war zunächst Domherr in Münster. Später war er Drost von Stromberg. Die Aufforderung, Haus und Amt Anröchte an den Kölner Kurfürsten zurückzugeben, führte zu Problemen und wurde nach einem Prozess vor dem Reichskammergericht durch einen Vergleich 1568 angenommen.
Besitzungen
Im Gebiet des Herzogtum Westfalen hatten sie zwischen 1394 und 1350 Besitz in Ense. Sie besaßen das Gut Oberbergstraße von 1394 bis 1516. Des Weiteren saßen sie in Westbüderich zwischen 1441 und 1511. Westernkotten besaß die Familie zwischen 1425 und 1700. In Niederberge saß sie von 1475 bis 1530 und in Anröchte hatte sie zwischen 1395 und 1529 Besitz.[6]

Das Gut Balkinghof bei Erwitte besaß die Familie bereits um 1333. Im 15. Jahrhundert zählte zu ihren Besitzungen auch Gerkendael und Schermbeck. Im 16. Jahrhundert hatten sie auch Güter in Bredenol, Ense und Erleburg. Auch in Iserlohn gab es einen Zweig der Familie.

Das Wappen der erste Linie zeigt in Gold eine schwarze Rossbremse, das der zweiten Linie das gleiche in Silber. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen (schwarz-silbernen) Decken ein goldener (silberner) offener Flug, je mit der Rossbremse belegt.

 
VON ENSE, Pernette (I45827)
 
1547 Die HERREN VON GIESENSTEIN (auch Geissenstein oder Gyssenstein) benannten sich nach ihrem Herkunftsort GYSENSTEIN (heute Gemeinde Konolfingen), vermutlich Mittelpunkt einer Kleinherrschaft, zu welcher der Twing Trimstein gehörte. Wahrscheinlich war die Familie ab der Stadtgründung mit Bern verburgert. Es bestanden verschiedene Linien. Vertreter sassen im Berner Kleinen Rat.

weiterführende Information: HLS Wiki  
N., N. (I22285)
 
1548 Die Herren von Klingenberg waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht. Im 13. und 14. Jahrhundert spielten sie eine maßgebliche Rolle im Thurgau und Hegau. Die Anpassungsprozesse des späten Mittelalters wurden von dem Geschlecht nicht gemeistert, so dass dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung ein rascher Niedergang folgte, bis das Geschlecht 1583 mit dem Tod des zwölfjährigen Hans Georg von Klingenberg ausstarb. VON KLINGENBERG, N. (I7951)
 
1549 Die Herren von Klingenberg waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht. Im 13. und 14. Jahrhundert spielten sie eine maßgebliche Rolle im Thurgau und Hegau. Die Anpassungsprozesse des späten Mittelalters wurden von dem Geschlecht nicht gemeistert, so dass dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung ein rascher Niedergang folgte, bis das Geschlecht 1583 mit dem Tod des zwölfjährigen Hans Georg von Klingenberg ausstarb. VON KLINGENBERG, Barbara (I10260)
 
1550 Die Herren von Klingenberg waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht. Im 13. und 14. Jahrhundert spielten sie eine maßgebliche Rolle im Thurgau und Hegau. Die Anpassungsprozesse des späten Mittelalters wurden von dem Geschlecht nicht gemeistert, so dass dem Höhepunkt seiner Machtentfaltung ein rascher Niedergang folgte, bis das Geschlecht 1583 mit dem Tod des zwölfjährigen Hans Georg von Klingenberg ausstarb. VON KLINGENBERG, Susanna (I10480)
 

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