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| 1551 | Die Herren von Landenberg sind ein mittelalterliches Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf Burg Alt-Landenberg im Schweizer Kanton Zürich und seit dem späteren 13. Jahrhundert mit Nebensitzen auf Burg Breitenlandenberg, Burg Hohenlandenberg, auf Schloss Greifensee und in Rapperswil. Als letzter männlicher Vertreter der Familien in der Schweiz starb 1885 Hartmann Friedrich von Breitenlandenberg; in der Bundesrepublik Deutschland leben noch heute Angehörige des Geschlechts. Die Landenberger spielten eine wichtige Rolle in der Geschichte des Kantons Zürich sowie von Teilen der heutigen Kantone Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen im 14. und 15. Jahrhundert. Mit der Erstarkung der Eidgenossenschaft verloren sie viele ihrer angestammten Besitztümer, konnten aber im Thurgau und am Bodensee einigen Einfluss bewahren. Sie stellten in dieser Zeit auch zwei Bischöfe von Konstanz, Hermann von Breitenlandenberg (1466–1474) und Hugo von Hohenlandenberg (1496–1529). Nach der Reformation erwarben einige Landenberger Besitz im Elsass und in Südbaden, aber mit der Landenbergischen Fehde verloren sie bereits 1542 wieder die 1526 erworbene Herrschaft Schramberg. In der Schweiz erhielten sie bis 1551 die Herrschaft Altenklingen bis zum Franzoseneinfall 1798 einzelne Schlösser und regionale Gerichtsbarkeit. Im Elsass verloren die Landenberger ihre verbleibenden Besitztümer in der Französischen Revolution... | VON HOHENLANDENBERG, Beata (I5775)
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| 1552 | Die Herren von Landenberg sind ein mittelalterliches Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf Burg Alt-Landenberg im Schweizer Kanton Zürich und seit dem späteren 13. Jahrhundert mit Nebensitzen auf Burg Breitenlandenberg, Burg Hohenlandenberg, auf Schloss Greifensee und in Rapperswil. Als letzter männlicher Vertreter der Familien in der Schweiz starb 1885 Hartmann Friedrich von Breitenlandenberg; in der Bundesrepublik Deutschland leben noch heute Angehörige des Geschlechts.[1][2] Die Landenberger spielten eine wichtige Rolle in der Geschichte des Kantons Zürich sowie von Teilen der heutigen Kantone Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen im 14. und 15. Jahrhundert. Mit der Erstarkung der Eidgenossenschaft verloren sie viele ihrer angestammten Besitztümer, konnten aber im Thurgau und am Bodensee einigen Einfluss bewahren. Sie stellten in dieser Zeit auch zwei Bischöfe von Konstanz, Hermann von Breitenlandenberg (1466–1474) und Hugo von Hohenlandenberg (1496–1529). Nach der Reformation erwarben einige Landenberger Besitz im Elsass und in Südbaden, aber mit der Landenbergischen Fehde verloren sie bereits 1542 wieder die 1526 erworbene Herrschaft Schramberg. In der Schweiz erhielten sie bis 1551 die Herrschaft Altenklingen bis zum Franzoseneinfall 1798 einzelne Schlösser und regionale Gerichtsbarkeit. Im Elsass verloren die Landenberger ihre verbleibenden Besitztümer in der Französischen Revolution. Der Name Landenberg ist von Berg des Lando abgeleitet und geht damit auf die Kurzform eines althochdeutschen Personennamens wie Landwalt/Landolt oder Landbert zurück. Die Landenberg waren ein Rittergeschlecht, das sich wie im 13. Jahrhundert üblich nach ihrem Stammsitz, der Burg (Alt-)Landenberg, nannte. Zur Burg Landenberg in Sarnen, Obwalden, ist kein Bezug nachweisbar. Die Bezeichnung Alt-Landenberg taucht erstmals 1298 auf, zur Zeit der Gründung der Landenberger Nebenburgen Hohenlandenberg und Breitenlandenberg. Der erste bekannte Träger des Namens, Beringer, ist 1209 erwähnt. Die frühere historische Forschung (Hans Kläui) wollte diesen Beringer auf die zwischen 1177 und 1193 belegten Meier von Turbenthal zurückführen, spätere Autoren (Roger Sablonier) vermuteten stattdessen einen Zusammenhang mit den von Bichelsee oder den Ministerialen von Liebenberg. Vor 1300 sind kaum genealogische Daten fassbar. Leonhard (2007) spricht von einem «über den gemeinsamen Besitz bzw. die Funktion innerhalb des sankt-gallischen Hofverbands von Turbenthal gebildeten Adelsverband». Urkundlich belegt sind die Landenberger seit 1229 als Gefolgsleute der Rapperswiler (Herrschaft Rapperswil): In einer Schenkungsurkunde an das Kloster Rüti werden cives de Rathprehtswiler («Bürger von Rapperswil») als Zeugen genannt, darunter ein Ulrich von Landenberg.[3] Im späteren 13. Jahrhundert breitet sich der Landenberger Besitz rasch aus, u. a. durch geschickte Heiratspolitik mit kleinen Adelsgeschlechtern in der Region. Hermann II. von Landenberg war bis 1306 Marschall von Herzog Albrecht von Habsburg. Nach 1300 erwarb er die Herrschaft Greifensee. Von dieser Zeit an teilen sich die Landenberger in die Nebenzweige Landenberg-Greifensee, Breitenlandenberg und Hohenlandenberg (neben der nur noch kurzfristig weiterbestehenden Hauptlinie Alt-Landenberg). Nach dem Aussterben der Hauptlinie Alt-Landenberg 1315 (Tod von Rudolf von (Alt-)Landenberg und seinem Sohn Pantaleon bei Morgarten) setzte sich Landenberg-Greifensee als neue Hauptlinie fest, unter Hermann IV. (starb 1361, vermutlich ein Sohn von Hermann II.). Die Burg Alt-Landenberg fiel an das Kloster St. Gallen zurück (gelangte später im 14. Jahrhundert allerdings wieder in den Besitz der Linie Breitenlandenberg). https://de.wikipedia.org/wiki/Landenberg Konrad Wanner: "Freienstein, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 01.11.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010321/2005-11-01/, konsultiert am 11.11.2024. | VON BREITEN-LANDENBERG, Ritter Behringer I. (I7933)
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| 1553 | Die Herren von Neheim zu Sondermühlen und Niederwerries (auch Nehem; die Linie zu Rüdinghausen auch Neheim gen. Dütscher oder Düscher o. ä.) waren ein westfälisches Adelsgeschlecht. Die Familie ist von dem gleichnamigen Adelsgeschlecht derer von Neheim zu Ruhr zu unterscheiden. Die Stammheimat des Geschlechts war die Grafschaft Mark. Die Hauptbesitzungen der Familie waren Gut Sondermühlen (Melle) (1558–1778), Haus Rüdinghausen (Witten) (um 1400) und Niederwerries (Hamm) (15. Jh.–1677). Ferner besaß das Geschlecht um die Mitte des 18. Jahrhunderts Aburg, Horst, Laer und Schmalena (Landkreis Osnabrück), Bruchmühlen und Rollinghof (Bünde) und Burg Vellinghausen (Soest) (1569–1670).[1] Johann von Neheim zu Niederwerries heiratete um 1500 die letzte Erbtochter der Herren von Berstrate, Elske von Berstrate, wodurch Berstrate in die Familie kam. Die Enkel der Eheleute vermehrten ihr Wappen mit dem Wappen der Herren von Berstrate (schon 1575) und nannten sich „von Neheim zu Berstrate“ (siehe vermehrtes Wappen unten).[2][3] Hermann von Neheim unterschrieb 1591 als Domherr die Domkapitulation des Herzogs Philipp Sigismund zu Lüneburg als er Bischof zu Osnabrück wurde. Um 1626 lebten Benedikt von Neheim, Dompropst, und Caspar von Neheim, Domherr und Senior des Hochstifts Osnabrück. Anna von Neheim zu Niederwerries (Stiftsdame im Stift Borghorst) heiratete 1629 Heinrich II. von Droste-Hülshoff.[4] Johann Eberhard von Neheim war 1641 Domherr zu Osnabrück, ebenso wie gegen Ausgang des 17. Jahrhunderts Dietrich Heinrich von Neheim und Matthias Christoph Antonius von Neheim. Heinrich Dietrich von Neheim zu Sondermühlen war 1722 Dompropst zu Minden, ebenso wie 1733 Ferdinand Sigismund Wolff von Neheim zu Eggermühlen, der auch ein Kanonikat im Stift Osnabrück besaß.[5] Die Letzte des Geschlechts, Caroline Elisabeth von Neheim, heiratete am 27. Oktober 1779 Ernst Hugo von Ledebur zu Arenshorst.[6] Persönlichkeiten Johann Neheim († 1596), Domherr in Münster. | VON NEHEIM, Katharina (I45662)
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| 1554 | Die Herren von Reinach nannten sich nach ihrer Stammburg Untere Rinach in Burg bei Reinach im heutigen Kanton Aargau. Eine Basis für die Ausbreitung bildeten zudem ihre Burgen Obere Rinach (auch Neuere Rinach, im luzernischen Herlisberg) und Hintere Rinach im ebenfalls luzernischen Rickenbach. Das Geschlecht ist mit Arnold und Hesso de Rinacho seit 1210 urkundlich nachgewiesen. Es besaß wohl auch Allodialgüter und die Entwicklung zum Ministerialengeschlecht ergab sich später. Der Ritter Henman von Rinach, Herzoglich österreichischer Rat und Statthalter der Landvogtei Elsaß, übersiedelte 1402 in den Sundgau. Als Ministerialen im Dienste der Habsburger im vorderösterreischen Elsass schuf sich das Geschlecht dort im 15. Jahrhundert eine neue Machtbasis und verkaufte bis 1545 alle seine Besitzungen und Rechte in der Schweiz... Mittelalterliche und frühneuzeitliche Adelsfamilie, die im Dienst der Kyburger und Habsburger stand und sich von den drei Stammburgen Untere Rinach (auch Alte Rinach, bei Burg AG), Obere Rinach (auch Neuere Rinach, bei Herlisberg) und Hintere Rinach (bei Rickenbach LU) aus verbreitete. Die Burgen und altes Allod deuten auf ihren ursprünglich freien Stand hin. Die 1210 erwähnten Brüder Arnold und Hesso von Rinach gelten als Stammväter der älteren bzw. jüngeren Linie. Die jüngere Linie auf der Oberen Rinach hatte das Lehen Beromünster inne, besass vor allem in Herlisberg und Retschwil Eigengüter und starb 1386 aus. Die ältere Linie auf der Unteren Rinach teilte sich in den Zweig der hinteren Reinach, aus dem die Linie Auenstein und Wildenstein hervorging, und in den Zweig der unteren Reinach, von dem der Zweig von Trostberg abstammte, der 1423 ausstarb. Nach dem Sempacherkrieg wurden 1386 die Stammburgen und 1389 Auenstein zerstört. Die Reinach waren schon im 13. Jahrhundert im Gütererwerb erfolgreich, wie das Zinsrodel von 1295 von Ulrich I. von Reinach, Hessos Sohn, zeigt. Sie erwarben vor allem im Aargau und in Luzern Besitz, Twinge, Pfänder und Streugüter (Grundherrschaft), so um 1300 die Burgherrschaften Auenstein und Wildenstein, im 14. Jahrhundert Trostburg und Ende des 14. Jahrhunderts durch Heirat Bernau. Die Reinach waren in Zofingen, Bremgarten (AG), Brugg, Bern und Luzern verburgrechtet. Jakob von Rinach war Propst von Beromünster, Wernher III. von Reinach (1338-1383) ebendort Chorherr sowie Chorherr und Propst am Grossmünster in Zürich. 1415 huldigten die Reinach von Auenstein und Wildenstein Bern, mit dem sie bis ins 16. Jahrhundert in Verbindung standen. Gleichzeitig schufen sie sich in vorderösterreichischen Diensten eine Basis im Elsass, was unter anderem 1468 im Waldshuterkrieg zu Konflikten führte. Die Abwanderung dorthin zog sich bis ins 16. Jahrhundert. 1464 verkaufte die Familie die Stammtwinge um Rickenbach, 1465 Auenstein und Wildenstein, 1486 Trostburg mit dem Twing Rupperswil und 1543 Bernau. 1545 erfolgte der letzte Verkauf von Aargauer Rechten. Im Elsass und im Breisgau versahen die Reinach Vogt- und Statthalterstellen, erlangten die vorderösterreichische Ständeschaft und erwarben zahlreiche Vogteien und Herrschaften. Die Reinach bildeten dort sieben Zweige. 1550 wurde ein Reinach in den Freiherrenstand, 1635 die Familie in den Reichsfreiherrenstand erhoben, der 1773 von Ludwig XV. bestätigt wurde. 1718 wurde die Familie Reinach-Foussemagne in den französischen Grafenstand erhoben. Die Linien Steinbrunn und Hirzbach waren ab Ende des 15. Jahrhunderts am Domstift Basel präsent, etwa mit Johann Baptist von Reinach-Hirzbach, und besetzten in der frühen Neuzeit im Fürstbistum Basel wichtige Positionen, unter anderem mit Johann Konrad von Reinach-Hirzbach und Jakob Sigismund von Reinach-Steinbrunn als Fürstbischöfe sowie mit Hans Diebold von Reinach-Hirzbach als Berater. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts bestanden noch die elsässischen Linien Reinach-Hirzbach, die 1849 die Ruine der Oberen Rinach erworben hatte, und Reinach-Werth. | VON REINACH, N. (I23853)
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| 1555 | Die Herren von Reinach sind ein seit 1210 im Aargau nachgewiesenes Ministerialengeschlecht, das den Grafen von Lenzburg, den Grafen von Kyburg, den Habsburgern und schließlich auch den Bourbonen diente. Im 18. Jahrhundert erlangten einige Mitglieder des weitverzweigten Hauses über geistliche Fürstentümer den Rang von Reichsfürsten. | VON RINACH \ VON REINACH, Elisabeth (I7915)
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| 1556 | Die Herren von Schellenberg waren ein Adels- und Rittergeschlecht im süddeutschen Raum, das Anfang des 19. Jahrhunderts erlosch. Die Schellenbergs wurden in Quellen aus den Jahren 1137 bis 1157 als Vasallen des Otto von Freising erstmals erwähnt. Sie hatten ihren Stammsitz im oberen Isartal, dienten den Staufern ebenso wie Rudolf von Habsburg und gewannen damit politischen Einfluss und Reichtum. In der Stauferzeit ließen sich die Herren von Schellenberg auf dem Eschnerberg (bei Feldkirch) im heutigen Gebiet Liechtensteins nieder. Hier erbauten sie in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg Neu-Schellenberg und einige Jahrzehnte später die Burg Alt-Schellenberg. Es ist wahrscheinlich, dass die Stauferkönige die Schellenberg hier ansässig machten, um die Reichsstraße nach Italien zu sichern. Diesen Besitz im heutigen Fürstentum Liechtenstein verkauften die Herren von Schellenberg 1317 an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg. Dennoch trägt der Berg bei Eschen bis heute ihren Namen. | VON SCHELLENBERG, Ursula (I46792)
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| 1557 | Die Herren von Schellenberg waren vermutlich stammverwandt mit den Herren von Neuburg; ursprünglich führten sie ein ähnliches Wappen. Das von Schwarz und Gold dreimal geteilte Wappen der Herren von Schellenberg wurde im Jahr 1340 in die Zürcher Wappenrolle eingetragen. | VON SCHELLENBERG, Marquart (I8088)
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| 1558 | Die Herren von Schienen (auch Herren von Schinen, Schynen, Scheinen, Schynau, Schünau, Schinau, Schienau, Schinav, Schinow, Schÿnow, Schenna, Schemen oder ähnlich) waren ein schwäbisches Reichsrittergeschlecht, Ministerialen des Klosters Reichenau und Mitglied bei der Gesellschaft zum Leitbracken. Geschichte Im Jahre 1211 wurde das Geschlecht zuerst urkundlich erwähnt. Mit Georg Rudolf von Schienen erlosch das Geschlecht im Jahre 1638 im Mannesstamm, in weiblicher Linie 1676.[1] „Ein Eintrag im Kirchenbuch besagt: 1638, 19. Dezember ist zu Schrotzburg (auf dem zur Burg gehörigen Hof?) andächtig verschieden Junker Rudolph von Schinen seines Stammes und Namen der letzte.“[1] Der ursprüngliche Stammsitz der Herren von Schienen ist unklar. „Von einer Burg Schienen findet sich nirgends eine Spur mehr, und es läßt sich mit Wahrscheinlichkeit behaupten, daß sie schon früh abging, indem sie im Jahre 1441 nicht unter den Burgen genannt ist, auf denen sich die Edelleute von den Reichsstädtern enthielten.“ – Ottmar Friedrich Heinrich Schönhuth (1851)[2] Ausbreitung und Besitzungen Ruine Schrotzburg (♁Lage) mit Infotafel bei Schienen Die Besitzungen der Herren von Schienen lagen primär im Ritterkanton DonauW-Logo.png. Nach Otto von Alberti waren die Herren von Schienen in folgenden Oberämtern begütert:[3] Oberamt BiberachW-Logo.png (Ingerkingen, Langenschemmen, Altheim) Oberamt EhingenW-Logo.png (Gamerschwang, Griesingen, Moosbeuren, Nasgenstadt, Öpfingen, Ristissen, Rupertshofen, Unter-Stadion) Oberamt RiedlingenW-Logo.png (Braunenweiler) Sie waren „mit dem Meieramt über die Güter des Klosters ReichenauW-Logo.png“ beauftragt und besaßen die Zehntrechte zu Überlingen am RiedW-Logo.png, in Bankholzen, in MoosW-Logo.png und in Weiler.[4] In der Literatur und in regionalen Veröffentlichungen von GeschichtsvereinenW-Logo.png werden unter anderem folgende Lehen, Höfe, Güter, Besitzungen et cetera kolportiert: | VON SCHIENEN, Konrad (I46158)
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| 1559 | Die Herren von Starkenberg waren eine adelige Familie, die ursprünglich mit den Staufern nach Tirol gekommen war. Sie wurden einflussreiche Grundbesitzer im Tiroler Oberland sowie im Etschtal im Bozner und Meraner Raum. Sie erloschen 1452 im Mannesstamm. Eine Ita von Starkenberg heiratete Werner II. von Habsburg († 1167) und gehört so zu den Stammmüttern der Habsburger. Die Starkenberger erscheinen dann 1217 in einer Urkunde, in der König Friedrich II. die Kinder seines getreuen Gebhard de Starchinberg der Kirche von Brixen übertrug. Aus der Ministerialität der Staufer sind die Starkenbergs dann in die der Grafen Eppan-Ulten und des Hochstiftes Brixen übergewechselt. 1252 ist Konrad von Starkenberg als tirolischer Ministeriale erwähnt, zugleich aber auch als Dienstmann des Konradin. Seit Meinhard II., Herzog von Kärnten und Graf von Tirol (Mitte 13. Jahrhundert), sind die Starkenberger endgültig Tiroler Ministerialen. | VON STARKENBERG, Ita (I35464)
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| 1560 | Die Herren von Staufen waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht, das im Breisgau beheimatet und begütert war und das ursprünglich als Ministerialen der Zähringer wirkte. Das Geschlecht ist seit 1120 belegt und starb im Mannesstamm 1602 aus. Das Geschlecht ist nicht verwandt mit dem hochadeligen Geschlecht der Staufer (Hohenstaufen). | VON STAUFEN, Agnes (I35452)
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| 1561 | Die Herren von Stein (auch Herren vom Stein waren ein Ministerialen- und Adelsgeschlecht, das im 13. und 14. Jahrhundert im Südschwarzwald nachgewiesen ist. Es besaß dort die Burgen Altenstein (wahrscheinlich auf der Gemarkung des heutigen Häg-Ehrsberg) und Neuenstein (bei Raitbach) und stand als Meier in Diensten des Stifts Säckingen. Durch Erbschaft kam ihr Besitz an die elsässische Familie der Herren von Schönau und begründete damit deren wichtige Rolle an Ober- und Hochrhein. https://de.wikipedia.org/wiki/Stein_(Schwarzwälder_Adelsgeschlecht) Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F156164?main_person=I431544 | VON STEIN, Margareta (I11402)
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| 1562 | Die Herren von Waldeck waren ein Adelsgeschlecht, das im 12. Jahrhundert im Südschwarzwald nachgewiesen ist. Der umfangreiche Besitz der Familie vor allem im Kleinen Wiesental mit den Burgen Alt-Waldeck und Neu-Waldeck und im Oberen Wiesental geht wahrscheinlich auf ihre Abstammung von einem Zweig der Hessonen zurück. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts schenkten zwei Zweige der Familie den Großteil ihres Besitzes an das Kloster St. Blasien und das Bistum Basel, die mutmaßlich letzte urkundliche Erwähnung eines Familienmitgliedes datiert aus dem Jahr 1166. | VON WALDECK, Juliana (I46096)
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| 1563 | Die Herren von Wildenburg sind ein altes rheinisches Adelsgeschlecht. Ihr Stammsitz ist die Burg W Die Familie ging aus dem Grafengeschlecht der Arenberger hervor, die über Jahrhunderte hinweg das erbliche Burggrafenamt in Köln innehatte. | VON WILDENBURG, Heinrich I. (I2415)
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| 1564 | Die Herzöge von Teck waren eine von etwa 1187 bis 1439 bestehende Seitenlinie der Zähringer. Nach deren Aussterben fiel der Herzogstitel 1495 an das Haus Württemberg. Im 19. Jahrhundert wurde der Titel dann wiederum an eine unebenbürtige Seitenlinie dieses Hauses (die Familie Teck (später Cambridge)) vergeben, die in die britische Königsfamilie einheiratete. Das Wappen ist von Schwarz und Gold schräglinks geweckt („Tecksche Wecken“). Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken eine wie der Schild geweckte wachsende Bracke. | VON TECK, Agnes (I1786)
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| 1565 | Die Heveller (Eigenbezeichnung: Stodorjane) waren ein elbslawischer Stamm, der vom Ende des 9. bis in das 12. Jahrhundert an der mittleren Havel siedelte. Das Fürstentum der Heveller bildete den slawischen Teil des Ursprunges der späteren Markgrafschaft Brandenburg. Erstmals werden Hehfeldi in der Völkerliste des Bayerischen Geographen im 9. Jahrhundert erwähnt. In den 890er Jahren werden sie als Hæfeldan in der geographischen Ergänzung zur angelsächsischen Übersetzung des Orosius genannt.[1] Bis in das 12. Jahrhundert ist der Name etwa 30 Mal in verschiedenen Varianten belegt. So berichtet etwa Widukind von Corvey zu Ereignissen des Winters 928/929 von Hevelli,[2] in Königsurkunden Ottos I. verfügt dieser in einem Gau und einem Land Heveldun[3] Der neuhochdeutsche Name „Heveller“ geht auf die Namensform Hevelli zurück. | HEVELLER, N. (I37244)
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| 1566 | Die Hofapotheke befand sich von 1701 bis 1878 in der Haptstraße 190, das ist an der Ecke Hauptsraße/Apothekergasse in Heidelberg. Ferdinand Henking hatte 1803 in Karsruhe sein Examen bestanden und wurde 1806 mit der Hof-Apotheke belehnt. Ferdinand Henking verbrachte seine Lehrzeit bei dem Apotheker Trommsdorff in Erfurt. Dies geschah auf Vermittlug Goethes, der diesbezüglich schrieb:" Der junge Mann hat anspruch auf meine Fürsorge, teils weil ich seinen seligen Vater in frühreren Zeiten wohl gekannt, teils weil ich mit seinen Verwandten noch in Verhältnis stehe," Im Jahre 1862 wurde die Apotheke dann an den Apotheker Carl Leimbach verkauft... aus Geschichte der Heidelberger Apotheken | HENKING, Ferdinand Christian Joseph (I254)
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| 1567 | Die Hofmeister von Frauenfeld 1. Die Anfänge Da Frauenfeld im Jahre 1946 sein siebenhundertjähriges Bestehen feiern konnte, ist es am Platz, daß sich auch der Historische Verein in seinem Jahresheft mit der Geschichte der Jubilarin befaßt. Nun hat das Thurgauische Urkundenbuch seit dem Erscheinen von Pupikofers Stadtgeschichte eine Menge von neuen Nachrichten über die erste Zeit Frauenfelds ans Licht gefördert; deshalb schien es uns besonders angebracht, einmal die Geschichte der seiner Zeit bedeutendsten Familie des Städtchens, so gut es geht, durch die frühesten Jahrhunderte hindurch zu verfolgen. Leider gibt es keine Chronik, welche über die Schicksale der Stadt Frauenfeld in ihren Anfängen berichtet; es fehlen uns deshalb die anschaulichen Einzelheiten aus jenen Zeiten fast ganz, und wir können nur aus den kurzen Angaben der Urkunden Schlüsse auf das Leben in der jungen Stadt ziehen. Immerhin vermögen wir zu erkennen, daß darin zweihundert Jahre lang eine Ministerialenfamilie die erste Rolle spielte, indem sie die wichtigsten Ämter bekleidete und auch ihr Ver- mögen geraume Zeit auf einer ansehnlichen Höhe zu halten verstand. Es ist das Geschlecht, das sich ursprünglich «von Wiesendangen» nennt, nach einiger Zeit den Namen «Hofmeister» annimmt und gelegentlich auch unter den Namen «von Frauenfeld» oder «Sänger» erscheint. Die Herren von Wiesendangen sind Dienst- mannen der Grafen von Kiburg und ihrer Erben, der Habsburger. Ihre Stammburg in dem Zürcher Dorf, nach dem sie sich benennen, steht zum Teil heute noch, und ihr Wappen, in Silber ein schwarzes Steinbockgehörn (auch etwa in der Form eines Widdergehörns), ist auf zahlreichen Siegeln erhalten. In kiburgischer und habsburgischer Zeit war der oberste Beamte von Frauenfeld ein vom Landgrafen eingesetzter Vogt (advocatus), dem ein aus drei Bürgern zusammengesetzter Rat zur Seite stand. Zum ersten mal wird in den Urkunden am 25. Januar 1255 ein solcher Vogt erwähnt, der offenbar bürgerlichen Standes ist,* und am 20. Juni 1261 erscheint dessen Sohn Werner2 Dazwischen und nachher aber war das Amt in den Händen eines Ritters, der 1256 Rudolf heißt3 und 111 einer Urkunde vom 5. Juni 1270* mit einigen Verwandten zusammen genannt wird. Es handelt sich dort um einen Berchtold von Wiesendangen und zwei Neffen von ihm, Jakob und Walter, die Söhne seines Bruders Rudolf, des ehemaligen Vogtes von Frauenfeld.5 Zitat aus: Die Hofmeister von Frauenfeld Autor: Ernst Leisi Zeitschrift: Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte Band (Jahr): 83 (1947) Heft 83 and (Jahr): 83 (1947) Heft 83 Mehr unter: https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=tbg-001:1947:83::111 | VON WIESENDANGEN, Rudolf (I40507)
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| 1568 | Die Identität seines Vaters ist unbekannt. Eine Hypothese, die vom Namen Jedvard ausgeht, besagt, dass er Engländer war. Nach einer literarischen Quelle soll der Name des Vaters Jedvard Bonde gewesen sein, möglicherweise aus Uppland.[1] Diese Vermutung wird aber durch historische Schriften nicht gestützt. Jedenfalls hatte er starke Verbindungen nach Västergötland, möglicherweise über Besitzungen seiner Frau Kristina, der Enkelin von Inge I. Erik hatte einen Bruder Joar Jedvardsson. In einem schwedischen Annal aus der Zeit um 1300 soll seine Mutter Cecilia geheißen haben und Tochter von Blot-Sven sowie Schwester von Ulf Jarl und Kol gewesen sein, sicherlich eine Vermengung mit Kol Sverkersson von Schweden. Es handelt sich offenbar um eine Konstruktion aus isländischem und einheimischem genealogischen Stoff und beinhaltet offensichtliche Widersprüche. Tatsachen lassen sich daraus nicht gewinnen.[2] | (SCHWEDEN), Erik IX. der Heilige (I40885)
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| 1569 | Die Imhoff (auch: Imhof) sind eine der ältesten und bedeutendsten süddeutschen Patrizierfamilien und bauten im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit eines der größten Handelshäuser Europas auf. Ursprünglich wohl dem ritterlichen Ministerialenstand entstammend, zählten sie Mitte des 13. Jahrhunderts zum Patriziat der Stadt Lauingen an der Donau, wo sie ein weitverzweigtes Fernhandelsnetz aufbauten. Ab 1268 ging ein Zweig in die Reichsstadt Nürnberg und wurde um 1350 in das Nürnberger Patriziat aufgenommen. Die Nürnberger Imhoff waren ab 1402, mit kurzen Unterbrechungen, bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit im Jahre 1806 im „Inneren Rat“ vertreten, gehörten nach dem „Tanzstatut“ zu den neuen[1] ratsfähigen Geschlechtern und fanden durch den Erwerb von Landgütern zugleich Aufnahme in die Reichsritterschaft. Sie übten ehrenvolle Ämter aus wie das des Reichsschultheißen sowie des Verwahrers der Reichskleinodien. Die Nürnberger „Imhoffsche Handelsgesellschaft“ und weitere Familienunternehmen waren um 1381 im Handel zwischen Venedig, Nürnberg und Osteuropa tätig. Zweige der Familie ließen sich in anderen oberdeutschen Reichsstädten und Handelszentren wie Augsburg (1396), Ulm (1422), Donauwörth (um 1425) und Memmingen (1441) nieder. Frühe Niederlassungen bestanden in Venedig, Salzburg, Linz, Prag, Brünn und Olmütz. Mitte des 15. Jahrhunderts zählte die „Imhoffsche Handelsgesellschaft“ zu den großen Handelsfirmen Europas und machte erhebliche Gewinne im Handel mit italienischem Safran. Ende des 15. Jahrhunderts bestanden Handelsfilialen in Neapel, Águilas, Messina, Lyon, Saragossa, Lissabon, Antwerpen und Amsterdam. Um 1500 weiteten die Imhoff das Handels- und Tausch- zum Geld- und Bankgeschäft aus und beteiligten sich am Silber- und Goldbergbau in Sachsen und Schlesien. Ab 1540 finanzierten sie europäische Höfe mit Krediten. Um 1520 hatten sie kurzzeitig ein Handelsmonopol für Pfeffer und Ingwer aus der portugiesischen Kolonie Goa in Indien. Um 1565 erreichte die Imhoffsche Handelsgesellschaft ihre größte Ausdehnung. Noch bis ins 17. Jahrhundert konkurrierte sie mit der Tucherschen Handelsgesellschaft im Safranhandel, damit gehörte sie zu den letzten in größerem Umfang aktiven Handelsgesellschaften des Nürnberger Patriziats. Die Familie trat in Nürnberg und anderen Städten mit zahlreichen gestifteten Kunstwerken auch mäzenatisch hervor, darunter Altären, Gemälden und mit dem Sakramentshaus in der Lorenzkirche von Adam Kraft von 1493 einem der Hauptwerke der deutschen Spätgotik. Sie förderte Künstler wie Albrecht Dürer, von dessen Nachlass für die Imhoff'sche Kunstkammer erhebliche Teile erworben wurden. Mehrere Linien der Familie waren von 1395 bis ins 19. Jahrhundert in Augsburg ansässig; 1538 wurden sie in das Augsburger Patriziat aufgenommen. Während die Nürnberger Zweige in der Reformation evangelisch wurden, blieben die Augsburger Imhoff katholisch. Wegen Schloss Untermeitingen (1544 bis 1871 im Besitz der Augsburger Linie) wurden sie als Reichsritter Mitglied im Schwäbischen Ritterkreis. Zweige der Familie gingen später auch nach Österreich sowie nach Sachsen, Braunschweig und Hannover und in die Niederlande. Einige davon bestehen bis heute. Einzelne Linien wurden ab 1679 in den Reichsfreiherrenstand erhoben, die übrigen im 19. Jahrhundert in den bayerischen Freiherrenstand. | IMHOFF, Regina (I46325)
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| 1570 | Die Immedinger waren ein sächsisches Adelsgeschlecht zur Zeit der Liudolfinger, zu deren angeblichen Vorfahren – wenn auch nicht im Mannesstamm – der Sachsenherzog Widukind gehörte. Absicht der Namensgebung Der Historiker Gerd Althoff hält es für möglich, dass die Unterscheidung der IMMENDINGER von den WIDUKINDEN „genealogische Fiktion“ ist und die HEILIGE MATHILDE zu den direkten Nachkommen WIDUKINDS zu rechnen sei. Die Absicht hinter der Abkehr vom Stammvater WIDUKIND hin zu jenem ominösen Spitzenahn IMMED könnte nach Althoff jene gewesen sein: Der Erzbischof UNWAN aus dem Geschlecht der IMMEDINGER hatte ein Interesse an dem Missionar und ersten Bischof von Bremen WILLEHAD und somit genaue Kenntnis von dessen Vita. Dieser wurde durch WIDUKIND verfolgt, woraufhin einige der Gefolgsleute WILLEHADS den Märtyrertod starben – unter anderem ein gewisser ÉMMIGIUS. Die Christenverfolgung WIDUKINDS war ein MAKEL DES AHNHERREN, zumal UNWAN dem geistlichen Stand angehörte. Die fiktive Ansippung an jenen Märtyrer EMMIGUS war aufgrund des Leitnamens IMMAD/EMMAD im Geschlecht Unwans möglich – und nach mittelalterlichen Verständnis fast schon zwingend. | ..., Herzog der Westfalen (Sachsen) Herzog der Westfalen (Sachsen) Widukind (I36420)
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| 1571 | Die isländische Hervarar-Saga berichtet über Stenkil, dass er ein mächtiger Mann aus einem ehrbaren Geschlecht war. Seine Mutter (oder Stiefmutter) soll Astrid Nilsdotter und sein Vater der Jarl von Västergötland Ragnvald der Alte[1] gewesen sein. Stenkil war anfänglich Jarl in Svíþjóð (Svitjod, Land der Svear) und heiratete eine Tochter von Emund dem Alten, deren Name nicht bekannt ist. Nach dem Tode Emunds wählten ihn die Svear zum schwedischen König, da Emund keinen Sohn hinterlassen hatte. So erhielt zum ersten Mal eine Person, die nicht dem Geschlecht der Ynglinger angehörte, die Königsmacht. Stenkil starb an einer Krankheit zu der Zeit, als der norwegische König Harald III. Hardråde in England fiel. So ließ sich mit großer Wahrscheinlichkeit das Todesjahr von Stenkil bestimmen, da man weiß, dass Harald III. 1066 in der Schlacht von Stamford Bridge starb. Bei Adam von Bremen wird Stenkil als Unterstützer der Missionare aus dem Erzbistum Hamburg-Bremen beschrieben. Er vertrieb den orthodoxen Bischof Åsmund und setzte Bischof Adalvard den Älteren († um 1064) und anschließend Adalvard den Jüngeren als Bischöfe in Sigtuna ein, wo sich der erste Bischofssitz im östlichen Schweden entwickelte. Adalvard der Jüngere hat wahrscheinlich den Bau der ersten Steinkirche begonnen. Stenkil soll den Geistlichen, die von Adalbert von Bremen angeführt wurden, beim Aufbau eines Stiftes in Sigtuna geholfen haben. Von seiner Außenpolitik ist nur bekannt, dass er ein Gegner des norwegischen Königs Harald III. Hardråde war und dessen Gegner Håkon Jarl unterstützte. Nach dem Tode Stenkils stritten sich zwei Thronfolger, die beide den Namen Erik trugen, um den Königstitel. Einer der beiden war möglicherweise Stenkils Sohn. In den folgenden Kämpfen starben jedoch beide und so wurde ein anderer Sohn Stenkils, Halsten, schwedischer König. | RAGNVALDSSON, Stenkil (I40848)
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| 1572 | Die Kirche des Merseburger Domkapitels geht auf die von Heinrich I. gestiftete Johanniskirche zurück, die auch als Kirche des ersten Bistums in Merseburg genutzt wurde. Der Grundstein für den Bau einer repräsentativen Kathedrale des Bistums Merseburg wurde am 18. Mai 1015 durch den Bischof Thietmar von Merseburg (Thietmar von Walbeck) gelegt, der sich in seiner umfangreichen Chronik aber nicht ausführlich zum Bau und den dahinter stehenden kirchlichen und künstlerischen Absichten äußerte. Er erwähnte jedoch ein Gelübde Ottos I. vor der Schlacht auf dem Lechfeld 955, im Falle des Sieges in Merseburg ein Bistum zu errichten und die Königspfalz zur Laurentiuskirche auszubauen.[1] Die erste Weihe des viertürmigen Kirchbaus auf das Laurentiuspatrozinium fand am 1. Oktober 1021 in Anwesenheit des Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde statt. Nach zwei Einsturzunglücken und jeweiligen Wiederaufbau erfolgte 1042 eine zweite Weihe. Neben der nach 1036 begonnenen Krypta sind vom ursprünglichen romanischen Baukörper nur noch Teile erhalten, und zwar die runden Chorbegleittürme aus der Mitte des 11. Jahrhunderts, die Untergeschosse der Westtürme und die unteren Wandteile des Querschiffs mit den beiden östlichen Apsiden. | VON MERSEBURG, Hatheburg (I16154)
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| 1573 | Die Landgrafschaft Stühlingen war neben der Landgrafschaft Klettgau, zu der sie 1112–1250 gehörte, Bestandteil des Herzogtums Schwaben. Das nur etwa 200 km² große Gebiet liegt in Süddeutschland zwischen dem Südschwarzwald und der Schweizer Grenze bei Schaffhausen, wobei die Wutach ein Teil der Grenzlinie bildet. 1614 wurde die Reichsherrschaft Bonndorf von der Stühlinger Landgrafschaft getrennt und zu einer eigenen reichsunmittelbaren Grafschaft, die vom Kloster St. Blasien regiert wurde Vermutlich auf römischen Grundmauern entstand um 760 die erste Burg Grafenstuhl, woher auch der Name des ehemals mit Stadtrechten ausgestatteten Ortes Stühlingen stammt. Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein „Gerung, Comes de Stulingen“ und 1131 ein „Liutold von Stüelingen“ genannt. Die Herren von Stühlingen führten einen umgekehrten Stuhl mit Pfauenfedern geschmückt im Wappen. Erster Graf der Landgrafschaft Stühlingen war Rudolf von Lenzburg. Die Grafen von Küssenberg auch Grafen von Küssaberg und Stühlingen waren ein süddeutsches Adelsgeschlecht mit Sitz auf der Küssaburg im Klettgau. Nach einer Vermutung stammten die Küssenberger ursprünglich aus dem Geschlecht der Herren von Wittlisberg (ehemaliger Herrenhof und Glasmachersiedlung, heute Wüstung bei Häusern, erwähnt um 1087 bis 1124). Mit Heinricus de Chussaberch wird das Geschlecht der Grafen von Küssenberg 1135 und 1150 in Urkunden des Klosters Allerheiligen erstmals genannt.[1] Am 10. April 1141 wird Heinrich I. als Heinricus de Cussachberc am königlichen Hoflager Konrads III. in Straßburg als Zeuge anlässlich einer Schlichtung zwischen dem Bistum Basel und dem Kloster St. Blasien in einer Urkunde genannt. Anwesend waren unter anderen Bischof Ortlieb und Abt Berthold und der spätere Kaiser Friedrich I. Heinrich erscheint in weiteren Urkunden bis 1168, er war ein Bruder (oder Vetter) des Abtes Werner von Küssenberg. 1177 [nach anderen Angaben 1172 oder 1173] erbten die Küssenberger die Landgrafschaft Stühlingen mit der Burg Stühlingen, das heutige Schloss Hohenlupfen, und nannten sich Grafen von Küssenberg und Stühlingen.[2] Als Stühlingen noch Teil des alten Albgaus war, wurde ab 1084 ein Gerung, Comes de Stulingen und 1131 ein Liutold von Stüelingen genannt. | STUELINGER, N. (I23641)
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| 1574 | Die Langobarden (lateinisch Langobardi, auch Winniler) waren ein Teilstamm der Stammesgruppe der Sueben, eng mit den Semnonen verwandt, und damit ein elbgermanischer Stamm, der ursprünglich an der unteren Elbe siedelte. | N., Menia (I22712)
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| 1575 | Die Langobarden (lateinisch Langobardi, griechisch οἱ Λαγγοβάρδοι, auch Winniler) waren ein Teilstamm der Stammesgruppe der Sueben, eng mit den Semnonen verwandt, und damit ein elbgermanischer Stamm, der ursprünglich an der unteren Elbe siedelte. Woher der Name der Langobarden stammt, ist unklar. Die „Langobardi“ bei Strabon (Die Geographie VII,1,3) werden als Ersterwähnung betrachtet.[2] Der langobardische Chronist Paulus Diaconus berichtet im 8. Jahrhundert von einer alten Sage (siehe Origo gentis). Demnach hießen die Langobarden einstmals Winniler. Diese wurden von den Vandalen bedroht, und beide Völker rüsteten zum Kampfe. Die Vandalen beteten zu Wodan, und er sagte ihnen, dass jene den Sieg erhielten, die er frühmorgens als erste erspähe. Gambara, die Mutter der winnilischen Herzöge Ibor und Agio, riet aber, zur Göttin Frea, der Frau Wodans, zu beten. Frea gab die Anweisung, dass die Frauen der Winniler frühmorgens sich im Osten aufstellen und ihre langen Haare wie Bärte vor das Gesicht binden sollten. Frühmorgens stand Frea zeitig auf und wendete das Bett Wodans nach Osten, und als er erwachte, sah er die Winnilerinnen und fragte erstaunt: „Wer sind diese Langbärte?“ Da entgegnete Frea: „Du hast ihnen den Namen gegeben, nun gib ihnen den Sieg!“ So siegten die Winniler über die Vandalen, und seither nennen sie sich Langobarden. Auch in der Forschung ist die Herleitung des Namens umstritten. Klar ist, dass die Schilderung des Paulus Diaconus topische Elemente enthält, zumal lange Barttracht kein besonderes Kennzeichen nur der Langobarden war. Dennoch wird auch in der neueren Forschung die Herleitung Langobarden von Langbärte aus philologischen Gründen für durchaus wahrscheinlich gehalten, wobei von einer ursprünglichen Fremdbezeichnung ausgegangen wird. Eine in der Forschung erwogene alternative Bezeichnung nach einer stammestypischen Streitaxt wird hingegen als problematischer angesehen. Seit Juni 2011 ist eine Gruppe von wichtigen Gebäuden unter dem Titel Die Langobarden in Italien, Orte der Macht (568 bis 774 n. Chr.) in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden. Die Gebäude umfassen die wichtigsten monumentalen Zeugnisse der Langobarden, die auf italienischem Boden an sieben verschiedenen Orten zu finden sind. Diese sind Cividale del Friuli, Brescia, Castelseprio Torba, Spoleto, Campello sul Clitunno, Benevento, Monte Sant’Angelo. Sie erstrecken sich vom Norden der Halbinsel bis in den Süden, wo die Herrschaftsgebiete der wichtigsten langobardischen Herzogtümer waren. | GESCHLECHT DER LANGOBARDEN, Lethuc (I24219)
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| 1576 | Die Linie beginnt mit Johann Jakob Heinzelmann, Schneidermeister und Tuchhändler in Kaufbeuren, Wappenbrief 10.4.1615; In Kaufbeuren existiert eine Heinzelmannstraße, ein Heinzelmannstift und ein Familienverbund Heinzelmann | HEINZELMANN, Johann Jakob (I51425)
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| 1577 | Die Linie der Grafen von Eppan wurde durch Ulrich, den jüngsten Sohn des Grafen Friedrich von Bozen, begründet. Sie werden aufgrund eines Ablassbriefes Egnos von Eppan aus dem Jahr 1270, welcher eine Verwandtschaft mit den älteren Welfen vermuten lässt, als illegitime Abkömmlinge derselben angesehen. Die Grafschaft Eppan erstreckte sich über das von Friedrich von Bozen 1110 vererbte Gebiet rechts der Etsch, welches die Pfarren Eppan und Tisens umfasste. Zentrum der Herrschaft war die Altenburg, deren Burgkapelle aus Platzmangel neben der Pfarrkirche im Pfarrdorf errichtet wurde. Graf Ulrich begründete zusammen mit Bischof Altmann von Trient das Regularkanonikerstift St. Michael an der Etsch, welches am 29. September 1144/45, dem Michaelstag, geweiht wurde. Es wird vermutet, dass das Stift als Memorialkirche und Grablege der Grafen von Eppan geplant war. | VON EBERSBERG, Ulrich (I36848)
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| 1578 | Die Mamikonian (armenisch Մամիկոնյան) oder Mamikonean (klassisch Մամիկոնեան) war eine Adelsfamilie, die die armenische Politik zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert dominierte. Sie herrschten über die armenischen Regionen Taron, Sasun, Bagrevand und andere. Legendärer Ursprung Der Ursprung der Mamikonian ist unklar. Im 5. Jahrhundert behauptete der Geschichtsschreiber Moses von Choren in seiner Geschichte Armeniens, dass drei Jahrhunderte früher zwei chinesische Adelsmänner namens Mamik und Konak sich gegen ihren Halbbruder Chenbakur, den Herrscher des Landes Chenk, auflehnten. Sie wurden besiegt und flohen zum König Parthiens, der sich dem Auslieferungswunsch des Herrschers widersetzte und beide nach Armenien schickte, wo Mamik der Vorfahre der Mamikonian wurde. Ein anderer armenischer Historiker des 5. Jahrhunderts, Pawstos Buzand unterstützte die Herkunftsgeschichte. In seiner Geschichte Armeniens erwähnt er zweimal, dass die Mamikonian Nachfahren der Chenk sind und als solche nicht unter den arsakidischen Herrschern Armeniens standen. Der Name Chenk der historischen Quellen wurde von einigen Historikern mit China und der Han-Dynastie in Verbindung gebracht. Die Abstammungslegende mag wohl ein Teil der Politik der Mamikonian gewesen sein und diente dazu, ihrem Namen mehr Ansehen zu verschaffen. Obwohl die Legende an die Ansprüche der Bagratiden, die sich als Nachfahren Davids ansahen, und der Artsruni, die sich als Nachfahren Assyrischer Könige sahen, ähnelt, tendieren einige armenische Historiker dazu, darin mehr zu sehen als nur Mythologie.[1] Eine Theorie aus den 1920ern postulierte, dass die Chenk aus den armenischen Quellen nicht die Chinesen, sondern eine ethnische Gruppe aus Transoxanien wie zum Beispiel die Tocharer waren.[2] Edward Gibbon nahm in seinem Buch The History of the Decline and Fall of the Roman Empire an, dass der Gründer der Mamikonian nicht ein Chinese, sondern nur aus dem Chinesischen Reich kam und dass Mamgon skythischen Ursprungs ist, da das Chinesische Reich im Westen bis nach Sogdien reichte.[3] Heute sind einige Historiker der Meinung, dass die Mamikonian Nachfahren der Häuptlinge der Tzans (im mittelalterlichen Armenisch: Chanik - Ճանիք/Ճենիք; Im mittelalterlichen Griechisch: Tzannoi) waren. Die Tzans waren ein Stamm, der einst die bergischen Regionen im Süden Trabzons bewohnten.[4] Die Historiker behaupten, dass die Tradition des chinesischen Ursprungs aus der Ähnlichkeit der Wörter Chanik und Chen-k (armenisch für China) erwuch | MAMIKONIAN, Bardanes (I36430)
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| 1579 | Die Manesse waren eine Adels- und Patrizierfamilie in Zürich, die vor allem durch die nach ihr benannte „Manessische Liederhandschrift“ noch heute bekannt ist. Das Geschlecht der Manesse war vom 13. bis 15. Jahrhundert ununterbrochen im Rat von Zürich vertreten. Zweimal stellten sie den Bürgermeister und förderten tatkräftig das städtische Kulturleben. Sie gehörten zum Patriziat der Stadt. Ihr Wappen zeigt auf rotem Grund zwei kämpfende weisse Ritter, von denen der eine siegt; es ist ein sprechendes Wappen, der Name kommt von Manesser, Manntöter. Einen ersten Höhepunkt erreichte das Geschlecht zwischen 1250 und 1310. Es waren Manesse, die als Pröpste am Grossmünster dem Karlskult zum Durchbruch verhalfen und Konrad von Mure als Kantor anstellten. Um 1300 gab es nicht weniger als vier Mananesse als Chorherren im Grossmünster, von denen einer dieses Amt gleichzeitig auch im Fraumünster ausübte. Zudem gab es vier Ratsherren, unter ihnen den von Hadlaub gerühmten Rüedge Maness (II.). Über vierzig Jahre war Rüedge Ratsherr und nahm so an allen wichtigen Geschäften der Stadt teil. In seinem Haus, dem Manessehof, wurden Urkunden ausgestellt. Propst Heinrich Maness liess sich 1271 im Grossmünster genau gegenüber den Gräbern der Stadtheiligen Felix und Regula, am Platz mit dem höchsten Prestige, bestatten. 35 Jahre später investierte Heinrich Manesse im Hard ein Vermögen, um sich und seiner Frau den Platz hinter den Heiligengräbern als letzte Ruhestätte zu kaufen. Es gibt verschiedene Linien der Familie Manesse: Die ritterliche Linie auf Burg Manegg, der Zweig im Hard, der seit 1224 erwähnt wird als Lehenträger der Fraumünsterabtei, des Klosters Einsiedeln und des Reichs, sowie die Linie auf Dorf. Stammvater der ritterlichen Linie auf Manegg war Rüdiger I. (erstmals erwähnt 1224, gestorben 1253), Ritter und Reichsvogt. Berühmt wurde sein Sohn Rüdiger II., Rechtskundiger,Freund und Förderer der Dichtkunst sowie Liedersammler (1234–1304); zudem wurde er von der Stadt und vom Fraumünsterstift mit verschiedenen wichtigen Ämtern betraut. Zusammen mit seinen Geschwistern war er bis 1252 Besitzer eines steinernen Hauses im Bereich der heutigen Wettingerhäuser. Er besass wohl auch den Manesseturm oben an der Schoffelgasse/Münstergasse, von dem das Hinterhaus an der Napfgasse 4 noch heute als denkmalgeschütztes Gebäude „Conditorei Schober“ steht. Um 1300 gehörte ihm zudem die Burg Manegg. Sein Sohn Rüdiger III. (gestorben kurz nach seinem Vater 1304) war Anwärter für eine Chorherrenpfründe der Propstei 1272, Chorherr 1282, Schulherr des Grossmünsterstiftes seit 1296 und damit eigentlicher Bildungsvorstand der Stadt. Er hatte einen jüngeren Bruder gleichen Namens (Rüdiger IV., gestorben 1309). Auch sein Bruder Johannes I. (gestorben 1297) war Anwärter auf eine Chorherrenpfründe der Propstei seit 1273, Chorherr 1281, Kustos oder Schatzmeister seit 1296. Als solcher kontrollierte er das Finanzwesen der grössten geistlichen Institution von Zürich. Laut Hadlaub war er zusammen mit seinem Vater Sammler von Minneliedern. Die Familie der ritterlichen Linie muss reich gewesen sein. 1328 stiftete Rüedger V. (1305–1331), Sohn von Rüediger IV., dem Grossmünster 20 Mark Silber für seine Jahrzeit (Messe zu seinem Andenken) – diese Summe entspricht den Jahreseinkünften der Freiherren von Regensberg um 1310 – und kurz nach seinem Tode versprach sein Bruder dem Grossmünster die Bezahlung der 60 Mark Silber, die Rüedger für einen Marienaltar gespendet hatte. Die Nachkommen sympathisierten mit der Brunschen Umwälzung von 1336, Rüdiger VII. löste Rudolf Brun als Bürgermeister ab. Nach seinem Tode (1380 oder 1383) wurde die Lebenslänglichkeit des Amtes abgeschafft, fortan wurden jährlich zwei Bürgermeister gewählt. Bald darauf ging es mit dem Familienzweig auf Manegg bergab, er erlosch wohl um 1415. Heute finden wir am Fuss des Burghügels den Manessebrunnen, der an Rüdiger von Manegg und seinen Enkel erinnert, der sich in der Schlacht der Zürcher gegen die Oesterreicher, 1351 in Dättwil, hervortat. Die Inschrift auf der Bronzeplatte lautet: Dem Andenken Ritters Rüdiger Manesse, dem Freunde der Minnesänger, dem Horte des Rechts in Rath und That. Er starb MCCCIV. Sein Enkel siegte bei Dättwil. Der Zweig im Hard begann mit Johannes I., welcher die Güter im Hard samt Hardturm erbte. Die Nachkommen waren vom 13. bis zum 15. Jahrhundert politisch und wirtschaftlich sehr erfolgreich. Die Linie auf Dorf war bürgerlich. Der Stammvater Conrad lebte von 1240 bis vor 1274. Sie waren aktiv im Rat und stellten auch einen Chorherrn. Das Steinhaus an der Kirchgasse 33 gehörte ab 1278 dem bürgerlichen Zweig der Manesse. Seit 1219 gab es die Otto Manesse als Chorherren und Vertreter im Rat; seit 1305 die Manesse am Stad, an der Limmat; diese waren ebenfalls mit dem Chorherrenstift verbunden. Es gibt verschiedene Hinweise auf einzelne Mitglieder der Familie Manesse in Urkunden und Dokumentationen, teilweise im Zusammenhang mit dem Grossmünster. Urkunden, die die Manesse nennen, sind u. a. im Stadtarchiv Zürich aufbewahrt (hauptsächlich aus dem Fraumünsterarchiv). 1240 war Rudolf Manesse Subdiakon (Untergeistlicher) der Fraumünsterabtei. 1245 werden in einer Einsiedler Urkunde die Chorherren Otto und Rudolf Manesse erwähnt. 1250 war Heinrich Manesse II. Chorherr und folgte 1259 seinem Bruder als Propst nach. Er starb 1271, das Grab ist im westlichen Joch der Zwölfbotenkapelle bei den Heiligen, wo sich heute der Eingang vom Seitenschiff ins Treppenhaus befindet. 1251 wird in einer Einsiedler Urkunde eine Schenkung von Rüdiger Manesse an die Fraumünsterabtei erwähnt. Im Landesmuseum ist der Gipsabguss eines Siegelabdrucks von Propst Heinrich Manesse II. von 1261 vorhanden. In der oberen Hälfte zeigt er Karl den Grossen mit dem Richtschwert auf den Knien, ohne Heiligenschein. Auf dem Mittelstreifen steht CAROLUS, in der unteren Hälfte sieht man die Grossmünsterpatrone Felix und Regula. Am linken Rand, auf deutsch übersetzt: ... von Zürich, rechts: Heinrich, Probst. Vermutlich war Heinrich Manesse II. der erste Propst, der das Bild des thronenden Kaisesers in sein Siegel aufnahm. Der Siegelabdruck von Propst Johannes von Wildegg von 1289 zeigt Karl den Grossen allein, mit Heiligenschein. Beweis für den zunehmenden Heiligenkult um Karl den Grossen. Wildegg starb 1301, vor der Errichtung des von ihm mitdotierten Apostelaltars. 1269 wird Ulrich Manesse genannt. 1274 ist ein Heinrich Manesse Geistlicher, vielleicht der gleiche, der zwischen 1284 und 1295 als Magister Heinrich, Chorherr von Zürich, genannt wird. 1283 wird Ritter Rüdiger Manesse der Ältere genannt. Ruodger (Rüdiger) III. dotierte 1302/1304 zusammen mit anderen den Apostelaltar Peter und Paul in der Apsis der Zwölfbotenkapelle. Erwähnt wird er auf einer Inschrift im Grossmünster an der Südwand der Zwölfbotenkapelle über dem schlecht erhaltenltenen Fresko mit Christus und den Aposteln: NICOLAUS.MARTINI.SAC(ER)DOS.DOTATOR.HUI(US).ALTARIS.ET.CANO(N)IC(US). IOHAN(N)ES.DE.WILDEGGE.P(RAE)PO(S)IT(US)HUI(US).ECC(L)E(SIEAE).ET.CANO(N)IC(US). RUDGERUS.MA(N)ESSE.SCOLASTIC(US).ET CANO(N)IC(US). - (Diesen Altar stifteten Nicolaus Martini, Priester und Chorherr; Johannes von Wildegg, Propst dieser Kirche und Chorherr; Rüdiger Manesse, Schulherr und Chorherr.) Hierbei handelt es sich um die älteste vorhandene zusammenhängende Bauinschrift im Grossmünster - Der gleiche Rüdiger III. dotierte 1303 den Gallusaltar in der Nordostecke des Vorchors. Um 1300 entstand die Minneliedersammlung, die Manessische Liederhandschrift, unter Leitung von Rüdiger II. (der Ältere), Ratsherr (1252–1304) und seinem Sohn Johannes, Vater und Bruder von Chor- und Schulherr Rüdiger III.! Heinrich Manesse am Stad und seine Frau dotierten 1312 den Marienaltar in der Südostecke des Vorchors und erhielten dafür die Erlaubnis zu ihrer Grablege im mittleren Jochs der Zwölfbotenkapelle. 1315 werden Rüdiger Manesse und ein Ulrich Manesse genannt. 1315 übernahmen die Manesse das Patronat der Kapelle St. Gilgen in Unterleimbach. Die Stammburg Manegg befindet sich rund hundert Meter oberhalb Unterleimbach. 1331 dotierte Ritter Ruodger (Rüdiger) Manesse, ehemaliger Chorherr, den in jenem Jahr errichteten Elftausend-Jungfrauen-Altar im südöstlichen Teil des mittleren Jochs der Zwölfbotenkapelle mit einer Kaplanei. Gerold Edlibach nennt den Altar St. Urslen-Altar, geweiht wurde er 1332. 1343 war Rudolf Manesse Schulherr der Propstei. 1360 bis 1383 war Rüdiger Manesse Bürgermeister der Stadt. 1383 wird Rüdiger Manesse im Hard genannt, 1387 seine Witwe Anna. Der Hardturm wurde im 13./14. Jahrhundert von den Manesse erbaut und überwachte den einzigen Limmatübergang zwischen Zürich und Baden. 1375 werden Ritter Rüdiger und sein Bruder Ulrich, Söhne von Ritter Rüdiger selig, genannt. 1390 tritt ein Hermann Manesse auf. 1391 werden Heinrich und Agnes, Ulrichs Witwe genannt. 1420 wird Felix Manesse genannt. Der Codex Manesse, auch Manessische Liederhandschrift, Grosse Heidelberger Liederhandschrift oder Pariser Handschrift genannt, ist die bedeutendste deutsche Liederhandschrift des Hochmittelalters; sie ist heute im Besitz der Universitätsbiblioththek Heidelberg. Der Codex wurde mit grosser Wahrscheinlichkeit von Rüdiger II. von Manesse und seinem Sohn Johannes als Sammlung höfischer Lyrik im Zürich des frühen 14. Jahrhunderts in Auftrag gegeben. Bedeutend für den Codex war auch Ulrich von Liechtenstein (auch: Lichtenstein, um 1200–1275). Gottfried Kellers Novelle Hadlaub beschreibt phantasievoll die Entstehung der Manessischen Liederhandschrift, wobei Keller die Gestalt des Sängers Hadlaub, von dem man eigentlich nicht viel weiss, reizvoll erweitert, sich aber im übrigen auf gute Unterlagen stützt. Gottfried Kellers kürzere Novelle Der Narr auf Manegg (1877) schildert – ebenfalls weitgehend auf vorhandenen Urkunden basierend – den Niedergang der Burg und des Geschlechts des Familienzweigs auf Manegg. Zu Ehren vor allem des Ritters Rüdiger von Manesse des Älteren († 1304) wurde in Zürich im Jahre 1935 der Manesseplatz nach dem Adelsgeschlecht benannt. Es gab in der Stadt auch einen Manesseturm (später Schwenden- und Grebelturm genannt), der auf das 13. Jahrhundert zurückging und nach 1834 abgebrochen wurde. | MANESSE, Rüdiger I. (I7887)
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| 1580 | Die MATFRIEDE sind eine der ältesten durchgängig bezeugten europäischen Adelsfamilien. Ihr Ursprung reicht zurück bis ins 8. Jahrhundert, die Namen, die der Dynastie beigegeben wurden, wechseln jedoch im Lauf der Zeit mehrfach. Die ersten Generationen werden auch als GERHARDINER (nach dem Grafen Gerhard, dem Stammvater der Familie) oder Adalharde (nach dem Seneschall Adalhard des Kaisers Ludwig des Frommen) bezeichnet; hier handelt es sich um die Grafen von Paris und Metz, die vor allem durch ihre mehrfachen ehelichen Verbindungen zu den Karolingern auffallen. Mitte des 11. Jahrhunderts erhielten die MATFRIEDE als GRAFEN VON METZ die Herzogswürde von Lothringen, und sie werden seitdem als Haus Châtenois bezeichnet. Seit der Heirat von Herzog Franz III. Stephan mit der Habsburgerin Maria Theresia heißen die Matfriede und das Haus Châtenois HABSBURG-LOTHRINGEN. | VON TOURS, Bertha (I35633)
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| 1581 | Die Matfriede sind eine der ältesten durchgängig bezeugten europäischen Adelsfamilien. Ihr Ursprung reicht zurück bis ins 8. Jahrhundert, die Namen, die der Dynastie beigegeben wurden, wechseln jedoch im Lauf der Zeit mehrfach. | VON PARIS, Gerhard I. (I2063)
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| 1582 | Die Matfriede sind eine der ältesten durchgängig bezeugten europäischen Adelsfamilien. Ihr Ursprung reicht zurück bis ins 8. Jahrhundert, die Namen, die der Dynastie beigegeben wurden, wechseln jedoch im Lauf der Zeit mehrfach. | VON METZ, Uda (I39314)
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| 1583 | Die Mörsburg liegt nordöstlich von Winterthur im schweizerischen Kanton Zürich. Sie ist im Besitz der Stadt Winterthur und als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft. Über die Erbauer der Mörsburg ist nichts bekannt. Denkbar ist, dass an der Stelle des heutigen Wohnturmes bereits im frühen 11. Jahrhundert eine Holzburg stand. Aufgrund von Abklärungen mit Hilfe der Radiokarbonmethode[2] ist es denkbar, dass der Wohnturm im ausgehenden 11. Jahrhundert durch die Herren von Winterthur an Stelle einer älteren Anlage errichtet wurde. Vermutlich gelangte die Burg um 1030 im Rahmen einer von Kaiser Konrad veranlassten Konfiskation an die Grafen von Nellenburg. 1111 ist als Besitzer Adelbertus comes de Morisberk, ein Angehöriger der Nellenburger, bezeugt. Nachdem diese Familie nicht nur im Raum Winterthur, sondern auch im Thurgau über Besitz verfügte, muss davon ausgegangen werden, dass mit diesem «Morisberk» unsere Mörsburg bezeichnet wurde. Nach Adalberts Tod im Jahr 1125 dürfte die Burg in den Besitz der Grafen von Dillingen-Kyburg gelangt sein. Hartmann IV. von Kyburg baute sie um 1250 bedeutend aus. Er war der letzte männliche Vertreter der Kyburger und verstarb am 27. November 1264, nachdem er während mehrerer Jahre oft auf der Mörsburg residiert hatte. Seine Gattin war Margaretha von Savoyen. Ihr hatte Hartmann IV. im Jahr 1241 die Mörsburg überschrieben. Nach ihrem Tod gelangte die Burg 1273 an Rudolf von Habsburg, Sohn von Hedwig[3], der Schwester Hartmanns IV., der das Anwesen als Lehen an die Meier von Oberwinterthur weitergab, die sich fortan Meyer von Mörsberg nannten. Die Tochter des letzten Meyers heiratete um 1360 Egbrecht IV. von Goldenberg, dessen Vater österreichischer Vogt auf der Kyburg war. Bis 1569 residierten die Goldenberger als habsburgische, später als stadtzürcherische Lehensnehmer auf der Mörsburg. Nach dem Tod von Jost von Goldenberg und dessen kinderlosen Bruder Egli gelangte die Anlage an deren Schwager Hans Ulrich Stockar zu Schwandegg und Marx Blarer von Wartensee-Kempten. Am 12. Dezember 1598 wurde die Mörsburg für 21'700 Gulden durch die Familie an die Stadt Winterthur verkauft, die deren Räumlichkeiten bis 1798 als Sitz für den Amtmann des durch die Stadt eigens errichteten Mörsburgeramtes nutzte. 1799 fanden in der Umgebung der Burg Kämpfe zwischen Franzosen und Österreichern statt, die an der Burg schwere Schäden hinterliessen. Nach 1841 stand die Mörsburg während sechzig Jahren leer. Nach 1900 richtete sich im Auftrag der Stadt der Historisch-Antiquarische Verein Winterthur (heute: Historischer Verein Winterthur; Namensänderung 26. April 1974)[4] darin ein und nutzt sie seither als Museum. Bis 2000 lebte im 3. Geschoss der Burg ein Schlosswart. Seit Juni 2016 wird die Mörsburg durch das benachbarte Gasthaus und Restaurant Schlosshalde in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Winterthur betreut. | VON MÖRSBERG, Mechtild (I47143)
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| 1584 | Die Moula-Guercy-Höhle ist eine paläontologische Stätte, die sich 80 Meter über der Rhone in Frankreich befindet . Es wurde vor ungefähr 100.000 Jahren von Neandertalern besetzt. Es wurde seit 1991 an der Stelle ausgegraben, an der reichlich Überreste von Fauna, Archäologie und Paläobotanik erhalten wurden. Einschließlich der Skelettreste von sechs Individuen der Homo neanderthalensis- Spezies. An dieser Stelle wurden Hinweise auf Kannibalismus durch Neandertaler gefunden. Die Knochen zeigten Schnittspuren und sind sehr gut erhalten. | VON LOUPPY, Alix (I26125)
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| 1585 | Die Mutter Leos war Eudokia Ingerina, die ehemalige Geliebte Kaiser Michaels III., bevor sie noch zu Lebzeiten Michaels den späteren Kaiser Basileios I. heiratete. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn war allerdings sehr angespannt. Es wird bisweilen sogar angenommen, dass Leo tatsächlich der Sohn Michaels III. war, was aber umstritten bleiben muss.[1] Zwar wurde auch Leo 870 zum Mitkaiser erhoben, doch galt sein älterer Halbbruder Konstantin bis zu seinem frühen Tod 879 als erster Anwärter auf die Thronfolge. 883 war Leo in eine Verschwörung gegen Basileios verwickelt und wurde deshalb bis 886 inhaftiert. Basileios hatte Leo zur Ausbildung dem Patriarchen Photios anvertraut. Nach dem Tod des Kaisers bestieg Leo im Jahre 886 den Thron und regierte zusammen mit seinem Bruder Alexander, wenngleich die tatsächliche Macht bei Leo lag. Außenpolitisch musste Leo, der einen Krieg gegen die Bulgaren unnötigerweise provozierte, einige militärische Niederlagen hinnehmen.[2] 896 wurden die Byzantiner entscheidend geschlagen. Daraufhin schloss Leo Frieden mit den Bulgaren; es ist auch möglich, dass er Tributzahlungen leisten musste.[3] 907 wurde Konstantinopel von der Kiewer Rus angegriffen, die sich vorteilhafte Handelsrechte mit dem Kaiserreich verschaffen wollte. 911 wurde wohl ein Handelsvertrag abgeschlossen, doch sind beide Vorgänge, der Angriff und der Vertragsabschluss, in der Forschung nicht unumstritten, da die Quelle ein altrussischer Text aus dem 12. Jahrhundert ist.[4] Auch gegen die Araber musste er Verluste hinnehmen:[5] 902 ging Taormina auf Sizilien verloren, was Folgen hatte für die Kontrolle der byzantinischen Gewässer durch die eigene Flotte. Auch mehrere byzantinische Städte wurden angegriffen. 911 unternahmen die Byzantiner eine großangelegte Invasion Kretas, die aber fehlschlug.[6] Kurz nach dieser Niederlage erkrankte Leo und starb. Da sein Sohn Konstantin noch ein Kind war, wurde Leos Bruder und nomineller Mitregent Alexander tatsächlicher Kaiser. Leo verdankt seinen Beinamen seiner Bildung und seiner Förderung der Künste (siehe auch Makedonische Renaissance).[7] Er vervollständigte die Arbeit an der Basiliká, der griechischen Übersetzung und Aktualisierung der Gesetze des Kaisers Justinian I., die Basileios in seiner Regierungszeit begonnen hatte. Um 900 verfasste er die erste, heute bekannte Definition der (militärischen) Logistik im Rahmen seines Werkes Summarische Auseinandersetzung der Kriegskunst, das unter der Bezeichnung Leoninische militärische Institute bekannt geworden ist. Mit seinen vielen Ehen verursachte Leo einen kleinen Skandal,[8] der zum sogenannten Tetragamiestreit führte. Seine erste Frau, die Leo heiraten musste, starb 897; er heiratete danach Zoë Zautzina, Tochter seines Beraters Stylianos Zautzes, die 899 ebenfalls starb. Nach der zweiten Hochzeit schuf Leo den Titel Basilopator (Vater des Kaisers, siehe Ämter und Titel im byzantinischen Reich) für seinen Schwiegervater. Nach Zoes Tod war ihm eine dritte Heirat verboten, dennoch heiratete er erneut. Diese Ehefrau starb jedoch bereits im Jahr 901. Statt einer vierten Ehe, die dem Patriarchen Nikolaus zufolge noch eine größere Sünde als die dritte gewesen wäre, zog Leo es vor, Zoe Karbonopsina zur Geliebten zu nehmen. Er durfte diese dann heiraten, als sie ihm 904 einen Sohn gebar, allerdings unter der Auflage, dass er sie nicht als Kaiserin legitimierte. | (BYZANZ), Leo VI. ´der Weise` (I37341)
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| 1586 | Die Mutter starb, als er knapp drei Jahre alt war. Der Vater heiratet im Oktober 1714 ein zweites Mal. Keine Geschwister bekannt, jedoch 5 Halbgeschwister von Stiefmutter Anna Rosina Weissbrod aus Hockenheim. J.E. Hette(n)bach war Vorstand einer angesehenen Heidelberger Handwerkerfamilie, Weißgerber und Stadtverordneter. Das Elternhaus stand in der Stadt, die Gerberei aber im Siebenmühlental bei Handschuhsheim. In den städtischen Sammlungen des kurpfälzischen Museums (im Lapidarium)hängt heute noch ein Stein an der Wand, der die Inschrift trägt: … HAD … ERBAVT GEORG /HIERONIMUS HETTEBACH 1719 /RENNOFYRT 1749 /JOHANN ENGELHART HETTEBACH /MARIA BARBARA HETTEBACHIN Außerdem ist das historische Weißgerberzeichen auf dem Stein zu sehen, der vom Siebenmühlental bei Handschuhsheim bei Abbruch des Hauses hierhergebracht (Kurpfälzisches Museum) worden sein soll. Generallandesarchiv Karlsruhe: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/suche/ergebnis1.php 13.04.1740:„Johann Glasheim verkauft an Johann Engelhard Hettenbach Hausplatz und Garten im Jägergässlein zu Heidelberg“ 02.09.1748:“ Johann Georg Weber verkauft an Engelhard Hettenbach einen Wasserablauf aus Daniel Schmitts Haus auf dem Berg zu Heidelberg. 30.06.1752:„Johann Engelhard Hettenbach verkauft an das Jesuiten-Kolleg zu Heidelberg seine Behausung im Jägergässlein daselbst um 3100 Gulden“ Vater von 9 Kindern, darunter Legatsstifter JOHANN GEORG HETTENBACH, der nach St. Gallen wandert, sowie von Maria Christina (geb. 1738) sowie Katharina Elisabeth (geb. 1753), die beide Prof. Daniel Wilhelm Nebel aus Heidelberg heiraten. Daniel Wilhelm Nebel war in erster Ehe verheiratet mit Maria Christina Hettenbach (1738–1784) und vermählte sich nach ihrem Tod mit deren jüngerer Schwester Catharina Elisabeth Hettenbach (1753–1788). Nachdem die erste Ehe kinderlos geblieben war, bekam er mit Catharina Elisabeth den Sohn Johann Daniel Nebel (1785–1841), der ebenfalls Medizin studierte und später Großherzoglicher badischer Medizinalrat wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Wilhelm_Nebel 1780 Christian Heddäus, kurfürstlicher Beamter, Geistl. Administrationsrat, kauft Mühle | HETTE(N)BACH, Johann Engelhard \ Engelbert (I435)
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| 1587 | Die nicht standesgemäße Ehe wurde gegen den entschiedenen Widerstand der adeligen Familie[5] vollzogen. Marias Stiefbruder Franz Rudolf von Schönau-Oeschgen und ihr Bruder Otto Heinrich machten ihr das Erbe streitig und versuchten das Paar aus Säckingen zu vertreiben, wo schon die Hochzeit nicht stattfinden konnte. Die Ambitionen auf den Freiherrenstand, in den die beiden 11 Jahre später auch aufstiegen, führten wohl trotz der langjährigen Beziehungen der Familien und der gutbürgerlichen Herkunft des Bräutigams zur Ablehnung. Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F168665?main_person=I463027 | VON SCHÖNAU, Maria Ursula (I46682)
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| 1588 | Die Nichte von Papst Innozenz IV. Will mit dem Haus Savoyen eine Allianz eingehen, indem sie sie mit einem dieser Fürsten heiratet 1 4 . Der zukünftige Ehemann ist Thomas , seit 1235 im Piemont verpfändet, Witwer, Sohn des Grafen Thomas I. von Savoyen 1 . Thomas war ebenso wie sein Bruder Graf Amedee IV wegen seiner für Kaiser Friedrich II. Günstigen Ghibellinenpolitik exkommuniziert worden . 1 , 5 , 6 . Der Papst befreit Thomas daher im Juni 1251 1 . Sein Bruder wird später im nächsten Jahr 1 , 6 . Der Zeitpunkt der Hochzeit ist nicht bekannt, aber der Verlobungsvertrag scheint vor Ende des Sommers 1251 unterzeichnet worden zu sein 2 . Das Ehepaar hat fünf Kinder, darunter Amédée , der spätere Amédée V, Graf von Savoyen, bekannt als "Le grand" , aber auch Louis , der erste der Barone von Waadt . Der Papst gab ihr den Spitznamen in einem Brief "Fleskyna" 7 . Einige Chartas erwähnen es in Form von Lady Bourget 8 , manchmal sogar der Gräfin Bourget oder Borghetto 9 . Auf den Tod ihres Mannes, der 7. Februar 1259 Sie muss die Situation bewältigen, die ihr Ehemann seit ihrer Burg Bourget hinterlassen hat, die sie geerbt hat | FIESCHI, Beatrice (I3255)
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| 1589 | Die oberrätische Hochadelsfamilie des 13. und frühen 14. Jahrhunderts gehört zur Verwandtschaftsgruppe der Herren von Sagogn und von Greifenstein. Neben der namensgebenden Burg Wildenberg (Gemeinde Falera), später den Burgen Greifenstein, Freudenberg und Wartenstein, verfügte die Familie der Wildenberg über breit gestreuten Besitz mit Schwerpunkten in der Surselva (Gericht und Herrschaft Gruob, Flims), im Lugnez (Cumbel, Vella), im Albulatal (Bergün/Bravuogn) sowie im Unterengadin (Zernez). 1252 erscheint in Zusammenhang mit einem Streit zwischen dem Bischof von Chur und den Vögten von Matsch urkundlich erstmals Heinrich, der explizit als Sohn Alberts von Greifenstein bezeichnet wird und wohl mit dem 1243 in einer Vazer Urkunde zeugenden Heinrich von Greifenstein identisch ist. Seit den 1260er Jahren erweiterte die Familie ihren Handlungsraum in Richtung Gaster und Sargans, wo sie 1261 mit der Schirmvogtei über das Kloster Pfäfers auch die zugehörige Burg Freudenberg übernahm. Der 1283-1302 erwähnte Heinrich pflegte wie sein gleichnamiger Vater enge Beziehungen in den süddeutschen Raum, besonders zu dem von seinen Vorfahren von Sagogn im 12. Jahrhundert gegründeten Prämonstratenserkloster Rot an der Rot bei Biberach, das er bis Anfang des 14. Jahrhunderts wiederholt mit Stiftungen bedachte. Das Erbe Heinrichs (vor 1319), des letzten männlichen Vertreters der Familie, gelangte über dessen Tochter Anna (erwähnt 1320, vor 1334) an die Familie ihres Ehemanns Grafen Hugo von Werdenberg-Heiligenberg. Die letzte Trägerin des Namens Wildenberg war Agnes, Äbtissin des Stifts Schänis (1362-1400). | VON WILBERG, N. (I23767)
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| 1590 | Die Obertenghi (auch Otbertiner genannt) waren eine der mächtigsten Familien des norditalienischen Adels gegen Ende des Frühmittelalters um die Jahrtausendwende. Ihr namengebender Stammvater ist Oberto I. Graf von Mailand und Luni, der erste Markgraf von Ostligurien, der „marca Januensis“ oder Mark von Genua. | VON OBERTENGHI, Bertha (I18303)
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| 1591 | Die Person des Grafen Rainald von Roucy war vermutlich identisch oder verwandt mit dem Anführer eines Normannenheers namens Ragenold (Ragenoldus, princeps Nortmannorum), welcher in den Jahren 923 und 925 plündernd durch das Loiretal gezogen und die Oise überschreitend in Burgund eingefallen war, dort aber eine Niederlage erlitt. Er wurde 926 in seinem Winterlager bei Arras von König Rudolf belagert, verwundete diesen aber während eines erfolgreichen Nachtausfalls und schlug dessen Heer in die Flucht.[1] Die Identität des Grafen mit dem Normannenführer wird in der jüngeren Fachliteratur weitgehend akzeptiert, wobei aber aufgrund des großen zeitlichen Abstandes von zwanzig Jahren auch eine Trennung der beiden Personen in Betracht gezogen wird, wonach der Normanne Ragenold der Vater des Grafen Rainald gewesen wäre. Rainald war aller Wahrscheinlichkeit nach verheiratet mit Alberada, einer Tochter des Herzogs Giselbert von Lothringen und Stieftochter König Ludwigs IV. des Überseeischen. Die Ehe ist nicht urkundlich belegt, wird aber aus der Namensgebung ihrer Kinder und Enkelkinder erschlossen. Außerdem befand sich das Grab von Alberada in der Abtei Saint-Remi direkt neben dem von Rainald. Ihre Kinder waren: | (ROUCY), Rainald (I39147)
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| 1592 | Die Pfinzing (auch: Pfintzing) stammten aus der Reichsministerialität um Nürnberg und wurden mit Sifridus de Nurinberc, genannt Pfincinch, erstmals 1233 in einer Urkunde des Klosters Heilsbronn erwähnt. Das Geschlecht zählte zu den bedeutendsten Nürnberger Patrizierfamilien. Bereits seit 1274 besetzten die Pfinzing mehrfach das Amt des Reichsschultheißen, zuerst mit Markward Merklin Pfinzing (1210–1278). Im 14. Jahrhundert waren sie ein Machtfaktor in der weit gespannten Nürnberger Handelspolitik. Frühzeitig sind auch eigene Handelsaktivitäten in Südosteuropa, in Italien sowie als Teilhaber der Stromerschen Handelsgesellschaft belegt. Bertold Pfinzing († 1405), der Schwiegersohn von Ulrich Stromer, war Ratgeber und Finanzier von König Wenzel. Auch sein Sohn, der Bürgermeister Sebald Pfinzing († 1431), spielte eine große Rolle in der Politik. Er war, mit Peter Volckamer, 1411/31 wichtigster Nürnberger Verbindungsmann zu König Sigismund und damals einer der reichsten Bürger der Stadt. 1413 verpfändete ihm Burggraf Johann III. die Stadt Erlangen; das Pfand wurde 1432 wieder eingelöst. Im 16. Jahrhundert besaßen die Pfinzing ein weit gespanntes Handelsnetz mit Stützpunkten unter anderem in Venedig, Salzburg, Augsburg, Regensburg, Leipzig und Breslau. Sie handelten mit Textilien und Gewürzen, engagierten sich im Schlaggenwalder Zinnhandel und vor allem im Mansfelder Hüttenhandel. Sie machten Geschäfte mit der Eisenerzgewinnung und -verarbeitung in der Oberpfalz und besaßen in Ludwigsstadt (Oberfranken) eine eigene Seigerhütte. Die Pfinzing gehörten, zusammen mit den Imhoff, Tucher und Welser, noch im 17. Jahrhundert zu den letzten aktiven patrizischen Fernhändlern. Seifried III. Pfinzing (1444–1514) war Ratsbaumeister und Mitglied des Inneren Rats. Aus seiner zweiten Ehe mit Barbara Grundherr stammte der Sohn Melchior Pfinzing (1481–1535), Propst zu St. Sebald und Rat Kaiser Maximilians I. Gemeinsam mit dem Kaiser und dessen Schreiber Marx Treitzsaurwein verfasste er die allegorische Verserzählung Theuerdank. 1514 stiftete er das Pfinzing-Chörlein am Sebalder Pfarrhaus und 1515 das Pfinzing-Fenster in der Sebalduskirche, das Albrecht Dürer entwarf. Sein Bruder Martin I. Pfinzing (1490–1552) erwarb 1530 die Burg Henfenfeld. Es existieren Porträtzeichnungen beider Brüder von Dürer. Martin II. Pfinzing (1521–1572) wurde als erster Obermarktsherr, gemeinsam mit Hans Welser, in den Handelsvorstand der Nürnberger Börse gewählt.[2][3] Bekanntester Familienvertreter war Paul Pfinzing (1554–1599), der als Waldherr des Reichwalds zu einem bedeutenden Kartografen des reichsstädtischen Territoriums wurde. Der Reichtum der Pfinzing dokumentierte sich in zahlreichen Besitzungen in und um Nürnberg. 1530 kaufte Martin I. Pfinzing (1490–1552) von den Egloffsteins die Burg Henfenfeld und nannte seine Linie Pfinzing von Henfenfeld; der Namenszusatz wurde später als Adelstitel anerkannt und 1554 durch eine Wappenbesserung bestätigt, wobei die Pfinzing ihr Wappen um einen Herzschild mit dem Wappen der schon im 14. Jahrhundert ausgestorbenen Reichsministerialen von Henfenfeld mehrten. Die Burg wurde im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 niedergebrannt, als markgräfliche Truppen einfielen, deren Parteigänger Hans von Egloffstein sich von den Pfinzings um sein Eigen gebracht sah. Die Pfinzing bauten die Burg wieder auf und brachten sie in eine Familienstiftung ein (im Nürnberger Patriziat Vorschickung genannt), die vom Familienältesten administriert wurde. Sie blieben dort Burgherren bis zum Erlöschen des Hauptzweiges der Familie 1764. Seyfried Pfinzing vermachte 1617 den größten Teil seines beträchtlichen Vermögens, darunter seine Güter zu Wendelstein[4], Günthersbühl und Nuschelberg der nach ihm benannten Wohltätigkeitsstiftung. Die Verwaltung der Stiftung übernahm sein Neffe Sebastian Scheurl. 1664 kaufte Carl Pfinzing von Henfenfeld das Gut Günthersbühl von der Stiftung zurück; die Familie behielt es bis zum Verkauf 1723, hielt aber das Reichslehen noch bis 1760. Die Henfenfelder Hauptlinie des Geschlechts starb mit dem Reichsschultheißen Johann Sigmund Pfinzing von Henfenfeld (1712–1764) aus. Danach fiel die Administration der Stiftung an die Brüder seiner Witwe, einer geborenen Haller von Hallerstein. Schloss Großgründlach Nebenlinien der Familie waren: die Nürnberger Linie († 1598), die Pfinzing von Weigelshof († 1617) und die Pfinzing von Gründlach († 1739). Die Herrschaft Großgründlach, ursprünglich eine Reichsministerialenburg, dann ein Zisterzienserinnenkloster, hatten die Pfinzing 1616 von den Geuder geerbt, was zu jahrzehntelangen Prozessen mit der Familie Welser führte, die ebenfalls Erbansprüche auf Gründlach erhob. 1634 wurden im Dreißigjährigen Krieg Schloss, Dorf und Kirche durch kurbairische Truppen zerstört. Das Gründlacher Schloss blieb 50 Jahre als Ruine liegen. Erst 1685 begann Karl Sebastian Pfinzing mit dem Wiederaufbau als barocken Vierflügelbau, der 1698 vollendet war. 1739, nach Erlöschen der Gründlacher Linie, fiel die Herrschaft an die Henfenfelder Linie und mit deren Erbe 1764 an die Haller von Hallerstein, die Henfenfeld 1817 verkauften und das Gründlacher Schloss bis heute als Familienstiftung besitzen. | PFINZING, Elsa (I51413)
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| 1593 | Die Pfullendorfer Grafen waren eine Nebenlinie der Udalrichinger. Um 1150 heiratete Rudolf eine Schwester von Herzog Welf VII.[1] und Tochter von Herzog Welf VI. namens Elisabeth (* um 1130/35; † 1164/80). Sie war eine Cousine von Herzog Heinrich dem Löwen und von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Der bei der Gründung des Klosters Salem erstmals genannte Graf Rudolf wurde ab 1152 zum Parteigänger des späteren Kaisers Friedrich Barbarossa. Dadurch konnte er die Machtbasis seiner Familie im Linzgau um die Herrschaften von Bregenz und Lindau, die Burg Rheineck im Tal des Alpenrheins, die Vogtei über das Bistum Chur und die Abtei St. Gallen erweitern. Er verlagerte 1155 seinen Sitz von Burg Ramsberg nach Pfullendorf, baute im Gebiet der heutigen Altstadt eine Burg und nannte sich fortan Graf Rudolf von Pfullenberg. Um die Burg auf dem Pfullendorfer Molassefelsen entwickelte sich eine Marktsiedlung von Bauern und Handwerkern. Sein einziger Sohn Berthold (* um 1150) starb 1167 beim Vierten Italienfeldzug von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, als die Malaria dessen Ritterheer dezimierte. Er teilte damit das Schicksal seines Schwiegervaters Welf VI., der dort ebenfalls seinen einzigen Sohn Welf VII. verlor. Damit starben später beide Geschlechter in männlicher Linie aus. Seine Tochter Ita (* um 1151/52; † vor 1191) wird in einer um 1160 im Habsburger Hauskloster in Muri entstandenen Genealogie als filia sororis ducis Welph (Tochter der Schwester des Herzog Welf) genannt.[2] Sie heiratete 1164 den Grafen von Habsburg Albrecht III. und war somit die Urgroßmutter von Rudolf I. von Habsburg, dem ersten römisch-deutschen König aus dem Geschlecht der Habsburger. Als Rudolfs Schwiegervater Welf VI. im Jahre 1178 seinen Besitz im Rahmen eines Erbvertrags an Friedrich I. Barbarossa verkaufte, übertrug auch Rudolf einen großen Teil seines Erbes an die Staufer. 1180 zog Graf Rudolf als Pilger ins Heilige Land, wo er laut St. Galler Nekrolog am 9. Januar 1181 starb.[3] | VON PFULLENDORF, Rudolf (I35457)
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| 1594 | Die politischen Verbindungen der Verwandtschaft seiner Mutter erlaubten ihm, seine Familie in den obersten Rängen Frankreichs zu etablieren. Er heiratete 1126 in erster Ehe Alix, eine uneheliche Tochter des englischen Königs Heinrich I. Beauclerc, in zweiter Ehe 1141 Adelheid von Savoyen, die Witwe des französischen Königs Ludwig VI. der Dicke. Wenige Jahre zuvor, 1138, war er zum Connétable ernannt worden. In dieser Funktion nahm er an der Regierung Frankreichs während der Abwesenheit des Königs Ludwig VII. der Junge wegen des Zweiten Kreuzzugs teil. | DE MONTMORENCY, Mathieu I. (I41535)
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| 1595 | Die Přemysliden oder Przemysliden (tschechisch Přemyslovci) waren ein böhmisches (tschechisches) Herrschergeschlecht. Sie waren vom Ende des 9. Jahrhunderts bis 1306 mit Unterbrechungen um 1000 in Böhmen an der Macht. Anfangs regierten sie nur in Teilen Böhmens. Eine frühere Herrschaft ist historisch nicht belegt. Die Přemysliden herrschten seit dem Ende des 9. Jahrhunderts als Herzöge von Böhmen. Erster König von Böhmen wurde 1158 Vladislav II., mit Ottokar I. wurde das Königtum 1198 erblich. 1212 wurden die Länder der böhmischen Krone zum Königreich innerhalb des Heiligen Römischen Reiches erhoben. Ab dieser Zeit wurde auch die dynastische Thronfolge festgelegt. Zum Machtbereich der Přemysliden gehörten von Anfang an bzw. kamen später hinzu: Das Glatzer Land und weite Teile Schlesiens gehörten bereits im 9. Jahrhundert zum Großmährischen Reich und im 10. Jahrhundert zum Herrschaftsbereich des böhmischen Fürsten Slavnik. Sie verblieben auch nach dem Pfingstfrieden von Glatz bei Böhmen; weitere Teile Schlesiens und Kleinpolens fielen in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts vorübergehend an Böhmen. 1019 bis 1027 Mähren; 1266 Eger und Umgebung; 1289 bis 1292 das Gebiet um Teschen (entspricht dem östlichen Teil des späteren Österreichisch-Schlesien); 1156 bis 1253 das Land Budissin, später Oberlausitz genannt | (VON BÖHMEN), N. (I37243)
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| 1596 | Die Quellen zu Richlind und vor allem zu ihren familiären Beziehungen sind spärlich: Die 1125/26 entstandene Genealogia Welforum erwähnt sie ohne Nennung des Namens als Mutter der Ita von Öhningen, der Ehefrau Rudolfs von Altdorf, einem Stammvater der Welfen, als Ehefrau des nobilissimus comes Kuno und als Tochter Kaiser Ottos des Großen („filia Ottonis Magni imperatoris“). Die 1167/74 entstandene Historia Welforum übernimmt die Angaben aus der Genealogia und nennt die Ehefrau Kunos (von Öhningen) und Tochter Kaiser Ottos des Großen Richlind (Richlint nomine). Sowohl die Genealogia als auch die Historia berichten, dass von den Töchtern Kunos (von Öhningen) die vierte einen Grafen von Andechs/Dießen heiratete. Die Dießener Überlieferung berichtet, dass diese Tochter, hier Kunizza (Kunigunde) genannt, einen Grafen von Andechs/Dießen heiratete, und dass „Kaiser Otto der Große Kunizzas Großvater“ gewesen sei. In einem Memorialeintrag des Klosters Reichenau aus dem Jahr 983 oder kurz davor werden zehn Personen aufgelistet, die der Familie Kuno von Öhningens zugeordnet werden konnten, darunter auch Richlint. Falls die „Richlind-These“ gültig ist, ergeben sich eine Reihe von Folgerungen: Folgerungen Konrad von Öhningen war der Schwiegersohn des schwäbischen Herzogs Liudolf und der Schwager des 982 kinderlos verstorbenen Herzogs Otto I., als er selbst in diesem Jahr dessen Nachfolger als Herzog von Schwaben wurde.[13] Konrads Sohn Herzog Hermann II. von Schwaben bewarb sich nach dem Tod Ottos III. bei der Königswahl von 1002 um die Nachfolge. Da die Söhne der Schwester Kaiser Ottos III. noch minderjährig waren und der Salier Herzog Otto von Kärnten, ein Vetter des Kaisers, verzichtet hatte, war Hermann unter den Bewerbern derjenige, der mit dem verstorbenen Kaiser am nächsten verwandt war[14], denn Richlind war die leibliche Kusine Ottos III. und Hermann ihr Sohn. Hermann war auch näher mit Otto III. verwandt als der Herzog Heinrich von Bayern, der ein Vetter zweiten Grades war. Heinrich setzte sich am Ende durch, indem er sich bereits vor der allgemeinen Wahlversammlung wählen und krönen ließ. Die Ehe Herzog Hermanns II. mit Gerberga von Burgund war eine in der strengsten Fassung des kanonischen Rechts verbotene 4:3-Verwandtenehe[15]: Hermanns Urgroßvater Otto der Große (4 Generationen) war ein Bruder von Gerbergas gleichnamiger Großmutter (3 Generationen).[16] Hermanns Konkurrent König Heinrich II. thematisierte diese Frage mit Blick auf die Ehe von Hermanns Tochter Mathilde mit Konrad von Kärnten auf einer Synode im Januar 1003[17][18], als er sagte, „dass so nahe Verwandte die Ehe miteinander eingehen, dass sie … sogar eine Verbindung in Blutsverwandtschaft dritten Grades nicht vermeiden“.[19] Die zweite Tochter Hermanns und Gerbergas, Gisela, war mit dem Herzog Konrad von Franken verheiratet, der am 4. September 1024 (als Konrad II.) mit dem Mainzer Erzbischof Aribo als treibender Kraft zum König gewählt wurde. Am 8. September 1024 krönte Aribo Konrad in Mainz zum deutschen König – und verweigerte das gleiche Gisela.[20] Wolf folgert daraus, dass Gisela für Aribo ein Problem darstellte und sieht dies als eine Folge der unkanonischen 4:3-Ehe ihrer Eltern[21], die Aribo auch deswegen nicht dulden konnte, weil er im seit 1018 laufenden Verfahren zur Hammersteiner Ehe zwischen Otto von Hammerstein und Irmingard von Verdun, die ebenfalls eine 4:3-Verwandtenehe war, und zu der er sich im Jahr zuvor sogar gegen Papst Benedikt VIII. gestellt hatte, seine Position durch ein Präjudiz zugunsten Giselas nicht schwächen wollte. Die Krönung Giselas wurde am 21. September 1024 vom Kölner Erzbischof Pilgrim in Köln vorgenommen. Auf der Synode von Frankfurt 1027 schließlich wurde das Verfahren um die Hammersteiner Ehe auf Wunsch Konrads II. eingestellt: Konrad war nicht gewillt, gegen die Ehe vorzugehen, da er erstens mit Otto verwandt war[22] und er zweitens mit seiner Ehefrau in diesem Punkt selbst angreifbar war. | N., Richlind (I11042)
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| 1597 | Die Quellenlage über sein Leben und Wirken ist dürftig, so dass sich viele Aussagen über Radbod nicht schlüssig belegen lassen und in den Bereich der Legende fallen. Mit dem Versuch, gegenüber den rivalisierenden Franken Frieslands Eigenständigkeit zu erhalten und dem damit verbundenen vehementen Widerstand gegen die fränkischen Missionierungs- und Christianisierungsbemühungen hat Radbod einen nachhaltigen Eindruck in der friesischen Bevölkerung hinterlassen. | VON FRIESLAND, Radbod (I37030)
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| 1598 | Die Rapperswiler waren ein Ostschweizer Adelsgeschlecht, das dem reichsunmittelbaren Hochadel zuzurechnen ist. Der Schwerpunkt ihrer Besitzungen lag in der heutigen Ost- und Zentralschweiz. Ihr Stammsitz war die Burg Alt-Rapperswil in der Gemeinde Altendorf. Ihre Genealogie ist in der Forschung umstritten und lässt sich nicht mehr lückenlos rekonstruieren.[1] Um 1200 erbauten sie das Schloss Rapperswil und gründeten anliegend die Stadt Rapperswil. Das Geschlecht der Rapperswiler endete 1283 mit dem Tod des Grafen Rudolf V. von Rapperswil in der männlichen Linie. Gräfin Elisabeth von Rapperswil (* um 1251/61; † 1309), die Schwester von Rudolf V. von Rapperswil, setzte die Linie der Grafen von Rapperswil fort und sicherte der Nebenlinie Habsburg-Laufenburg die umfangreichen Besitzungen der Rapperswiler im Zürichgau. Von ihrer Nachkommenschaft erlosch die hombergische im Jahr 1323[2] oder 1325 mit dem Tod von Wernher von Homberg, die Habsburg-laufenburgische Linie im Jahr 1408, als Johann IV. von Habsburg-Laufenburg ohne erbberechtigte männliche Nachkommen starb. Das Geschlecht der Rapperswiler stammt wahrscheinlich von den Welfen ab – die genaue Genealogie ist umstritten. Weiblicherseits sollen sie auf die Herren von Uster zurückgehen. Die Genealogie der Rapperswiler und der mit ihnen verwandten Geschlechter der Habsburg-Laufenburg und der Homberger ist bislang nicht zweifelsfrei geklärt. Freiherren von Rapperswil (Alt-Rapperswil) Vermutlich bereits um das Jahr 1100 waren die Rapperswiler Schirmvögte des Klosters Einsiedeln[7]. Die wichtige Vogtei über das Kloster Einsiedeln erbten die Rapperswiler wahrscheinlich von den Herren von Uster. Vom gleichen Geschlecht erbten sie um 1044 Besitz im Zürcher Oberland.[8] Die Rapperswiler bauten später die Burg Uster aus, gründeten die Kirche Uster und errichteten die Burg Greifensee. Als Vögte von Einsiedeln spielten die Rapperswiler eine wichtige Rolle im sog. Marchenstreit (ca. 1100–1350)[9] zwischen dem Kloster und den Bewohnern der Talschaft Schwyz. Mehrfach führten die Rapperswiler Krieg gegen Schwyz, besonders als der Grenzkrieg nach 1214 eskalierte. Vorübergehende Ruhe kehrte ein, als von Graf Rudolf II. von Habsburg, Vogt von Schwyz, am 11. Juni 1217 den Schwyzern das hintere Sihltal sowie die Täler der Waag, Minster und das obere Alptal zugesprochen wurde.[10] Um 1180 konnten die Rapperswiler von den Herren von Weisslingen Kirchenrechte in Weisslingen und Streubesitz in Russikon, Erisberg, Luckhausen, Moosburg sowie im Kemptthal erben. Auch die Burg Greifenberg mit Bernegg und die Vogtei Kempten befanden sich im Besitz der Rapperswiler. Der ursprüngliche Sitz der Rapperswiler am linken Ufer des Zürichsees profitierte von der wichtigen Handelsstrasse am linken Ufer des Zürichsees, die Zürich über die Bündner Pässe mit der Lombardei und Venedig verband. Die Erschliessung der Schöllenenschlucht um das Jahr 1200 eröffnete eine direkte Nord-Süd-Handelsroute und dürfte zusammen mit der bedeutenden Pilgerroute, dem Schwabenweg von Konstanz nach Einsiedeln, die Errichtung von Neu-Rapperswil mit beeinflusst haben. Der Marchenstreit schwelte jedoch weiter, spielte eine wichtige Rolle beim Ausbruch des Morgartenkriegs und vermutlich bei der Verlegung des Stammsitzes der Rapperswiler auf die rechte Seite des Zürichsees, die um das Jahr 1220 zum Bau von Burg und Stadt Rapperswil (Neu-Rapperswil) führten. | N., N. (I23667)
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| 1599 | Die rätischen Burchardinger, auch Burcharde, waren eine adlige Familie des 10. Jahrhunderts mit Besitz vor allem in (Chur-)Rätien am Hochrhein. Die Familie leitet sich von Markgraf Hunfried von Rätien ab und stellte mit Burchard I., Burchard II. und Burchard III. als Namensgeber des Geschlechts drei frühe Herzöge von Schwaben. Aufgrund des Leitnamens „Burchard“ wurde von Wissenschaftlern der Vergangenheit fälschlicherweise angenommen, die Hohenzollern würden von den Burchardingern abstammen.[1] Die Stammreihe der Hohenzollern beginnt mit Burchard I. von Zolorin († 1061). | VON SCHWABEN, Hunfried I. (I24237)
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| 1600 | Die Reformationskirche in Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis ist eine evangelische Kirche, die von 1729 bis 1740 von den aus Rhens am Rhein zugewanderten reformierten Christen gebaut wurde. Die Reformationskirche entstand auf Veranlassung des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel, der seit 1685 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem Königreich Frankreich, sogenannte Hugenotten, zur Ansiedlung einlud. Die Rechtsgrundlage dafür bot ihm der Regensburger Vertrag von 1654, der sowohl Lutheranern und Reformierten als auch Katholiken freie Religionsausübung in Bad Schwalbach gewährte. Langenschwalbach, wie Bad Schwalbach damals hieß, stand seit dem Westfälischen Frieden von 1648 unter der Herrschaft der hessen-kasselischen Sekundogenitur Hessen-Rheinfels, in deren Territorium Landgraf Karl so genannte Reservatrechte ausübte, die sich auch auf das Religionswesen erstreckten. So kamen 1685 auch einige reformierte Familien mit ihrem Pfarrer Johann Bernhard Delph in den Vordertaunus, die der Kölner Kurfürst Maximilian Heinrich in Rhens am Rhein ausgewiesen hatte. Ihnen wurde zunächst der benachbarte Ort Kemel als Wohnsitz zugewiesen. Doch schon bald zeigte sich, dass Kemel als Mittelpunkt einer reformierten Gemeinde ungünstig gelegen war, zumal sich immer häufiger auch reformierte Kurgäste in Langenschwalbach aufhielten. Deshalb erwarb Pfarrer Delph 1687 den Langenschwalbacher Erlenhof, den er als reformiertes Pfarramt führte. Für Gottesdienste stellte man der reformierten Gemeinde, wie auch an anderen Orten der Niedergrafschaft Katzenelnbogen, die evangelisch-lutherische Pfarrkirche zur Verfügung. Die gemeinsame Nutzung der Pfarrkirche sorgte immer wieder für Auseinandersetzungen, die 1724 darin mündeten, dass die Lutheraner den Reformierten am 2. Weihnachtsfeiertag das Betreten der Kirche zu einem Abendmahlsgottesdienst schlichtweg verweigerten, so dass mehr als 50 Langenschwalbacher und 250 auswärtige Reformierte kurzerhand auf ein Privathaus ausweichen mussten.[1][2] Nachdem 1723 Johann Heinrich Delph das Pfarramt von seinem Vater übernommen hatte, wurde 1729 der Grundstein der Reformationskirche gelegt. Trotz beträchtlicher Spenden von reformierten Christen aus dem In- und Ausland schritt der Bau jedoch nur langsam voran, so dass die Kirche erst 1740 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Der Dachreiter mit den beiden Glocken kam sogar erst 1749 hinzu. Mit der Idsteiner Union von 1817 wurden die beiden evangelischen Kirchengemeinden zu einer einzigen vereinigt. Der an der Kirche gelegene reformierte Friedhof wurde aufgegeben. In den Jahren 2001 bis 2005 wurde die Kirche saniert und in ein modernes Gemeindezentrum umgebaut.[3] Hier wird auch der aus dem Nachlass von Pfarrer Delph stammende Abendmahlskelch der Rhenser Exulanten präsentiert, den der Mainzer Historiker Alexander Ritter 1999 im Archivschrank des ehemaligen Pfarrhauses wiederaufgefunden hat. 2002 wurde zur Erinnerung an die schweren Konfessionskämpfe in Rhens ein Replikat dieses Kelches angefertigt, das evangelische und katholische Christen aus Rhens in einer mehrtägigen Wanderung symbolisch von Bad Schwalbach zurück nach Rhens trugen. Diese originalgetreue Nachbildung des historischen Kelches dient seither der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Rhens zum gemeinsamen Gebrauch bei der Feier des Abendmahls bzw. der Eucharistie. https://de.wikipedia.org/wiki/Reformationskirche_(Bad_Schwalbach) | DELPH, Johann Bernhard (I753)
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