Treffer 1,801 bis 1,850 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 1801 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55212)
|
| 1802 | Die beiden verbleibenden Brüder KONRAD und DIETRICH IV. verwalteten den Röttler Besitz wohl zunächst gemeinsam, erst später scheint es eine Teilung gegeben zu haben: KONRAD behielt die Burg Rötteln, DIETRICH zog auf die Rotenburg bei Wieslet (Wiesental)und begründete die Nebenlinie der ROTENBERGER. Einige Besitztümer wurden jedoch weiterhin gemeinsam verwaltet, so zum Beispiel die Lehensherrlichkeit über die Vasallen. Der Name der Rotenburg und der nach ihr benannten Seitenlinie wurde wahrscheinlich aufgrund der klanglichen Anlehnung an Namen und Burg der Hauptlinie gewählt. DIETRICH IV. starb vor 1248. KONRAD, der mit einer Tochter des Grafen ULRICH VON NEUENBURG verheiratet war, übernahm offenbar die Vormundschaft über DIETRICHS Kinder DIETRICH (V.), KONRAD und WALTER. In KONRADS Zeit fällt wahrscheinlich die Erhebung Schopfheims zur Stadt sowie die Errichtung einer Tiefenburg dort; da KONRAD außerdem in der Schopfheimer Pfarrkirche St. Michael begraben ist. | BARON VON RÖTTELN, Konrad I. (I3199)
|
| 1803 | Die bekanntesten Mitglieder der Familie waren: Wilhelm der Heilige, Graf von Toulouse, der Gründer von Saint-Guilhelm-le-Désert Bernhard von Septimanien Bernard Plantevelue Wilhelm I., Herzog von Aquitanien, der Gründer der Abtei Cluny Es besteht in der Forschung weitgehend Einigkeit darüber, dass die Familie Wilhelm von Gellones mit der Familie Bertradas der Älteren, den Hugobertinern, eng verwandt ist, vermutlich sogar von ihr abstammt, ohne dass eine belastbare Genealogie vorgelegt werden könnte. Ausgangspunkt aller Überlegungen, z. B. bei Hlawitschka und Settipani (siehe Literatur) ist dabei die Stiftung der Abtei Prüm und die Reihe der Unterschriften, die unter die Urkunde gesetzt wurden. Bertrada die Ältere war die Gründerin der Abtei Prüm im Jahr 721, wohl gegen Ende ihres Lebens. Nach ihr unterzeichnete ihr Sohn Heribert von Laon, ihr einziger noch lebender Sohn, wie in der Urkunde erwähnt wird. Bernhar unterzeichnete als Zeuge, nach ihm Chrodelind; in der Forschung geht man davon aus, dass hier ein Ehepaar genannt wird. Chrodelind ist der aus anderen Quellen bereits bekannte Name von Bertradas Schwester, Settipani nimmt jedoch an, dass eine gleichnamige Tochter Bertradas unterzeichnet hat, die bislang quellenmäßig nicht in Erscheinung getreten ist. Theoderich (I) (Theodericus, Dietrich) unterschreibt als nächster, so dass es nahe liegt, ihn als Sohn Bernhards und Chrodelinds zu sehen. Das Auftreten Theoderichs als Zeuge setzt voraus, dass er zu diesem Zeitpunkt erwachsen war. An ihm setzen die weiteren Überlegungen an. In den Jahren 743 und 744 wird in den Annales regni Francorum ein Theodoricus Saxo erwähnt[1]. Es wird davon ausgegangen, dass der Sachse Theodericus nichts mit der Familie Bertradas zu tun hat, die Notiz zeigt aber, dass der Name über die Familie hinaus verbreitet war. Um die Mitte des 8. Jahrhunderts geben Theoderich (II) und Heribert gemeinsamen Besitz in Blittersdorf (Grosbliederstroff, Kleinblittersdorf), Auersmacher und Saargemünd an Abt Fulrad von Saint-Denis ab, von Fulrad in seinem Testament von 777 erwähnt. In Saargemünd urkundeten 706 schon Plektrudis, Bertradas Schwester, und ihr Ehemann Pippin der Mittlere, so dass man diesen Ort zum Besitz von Bertradas Familie rechnen kann. Es liegt nahe, hier die beiden Zeugen aus dem Jahr 721 zu sehen, jetzt 30 Jahre älter und ebenfalls gegen Ende ihres Lebens bestrebt, etwas für ihr Seelenheil zu tun. Diese Sicht ist jedoch nicht zwingend. Etwa zur gleichen Zeit, um 750/755, wird Wilhelm von Gellone geboren. Seine Eltern sind Theoderich (III) und Aldana[2]. Ob der Theoderich von 721 der Vater ist, ist zumindest fraglich, da er zu diesem Zeitpunkt über 50 Jahre alt gewesen sein dürfte. Die Annales regni Francorum berichten zum Jahr 782 von einem Grafen Theoderich (IV), einem comes, propinquus regis, nahen Verwandten des Königs (Karl der Große), in den Jahren 791 erneut, schließlich im Jahr 793 davon, dass seine Truppen in Friesland angegriffen und vernichtet worden seien[3]. Für diesen Königsverwandten kommt Theoderich (I) gar nicht mehr in Frage, selbst Theoderich (III) wird im Jahr 793 schon deutlich über 60 Jahre alt gewesen sein, so dass man ihn als Heerführer kritisch sehen muss. Hinzu kommt, dass Theoderich (III) und Aldana einen Sohn Theoderich (V) hatten, der 804 erwähnt wird (siehe unten). Dabei würde eine Identität zwischen Theoderich (III) und Theoderich (IV) das Problem der nahen Verwandtschaft zum König lösen, wenn man gleichzeitig Aldana als Tochter Karl Martell belegen könnte, wie es schon häufig versucht wurde. Da Theoderich (IV) von der Generation her gut zu Wilhelm von Gellone passt, muss man in Betracht ziehen, dass es sich um einen Vetter handelt[4], wenn er kein Bruder sein kann – vorausgesetzt, die Reichsannalen sind so zu verstehen, dass bei der Katastrophe in Friesland auch der Heerführer ums Leben gekommen ist. Settipani sieht den comes, propinquus regis als Sohn von Theoderich (III) und Aldana und Bruder Wilhelm von Gellones, aber auch als 793 gefallen. | WILHELMIDEN, Stammlinie (I40940)
|
| 1804 | Die Bemühungen seines Vaters, dieser Ehe Anerkennung und damit Hugo die Thronfolge in Lotharingien zu verschaffen, blieben ohne Erfolg. Lothar übertrug seinem Sohn 867 das Herzogtum Elsass (ob als Versuch, dadurch Fakten zu schaffen und die Erbfolge zu erzwingen, oder in der Erkenntnis, dass die Erbfolge nicht mehr durchzusetzen sein werde und sein Sohn nun versorgt werden müsse, bleibt unklar) und unterstellte ihn dem Schutz seines Onkels Ludwig des Deutschen, doch überging dieser Hugos Ansprüche nach dem Tod Lothars (869) und im Vertrag von Mersen (870). 877 unternahm Hugo den ersten Versuch, sich sein Erbe zu erkämpfen, blieb aber – trotz Unterstützung durch den lothringischen Adel – erfolglos: 878 wurde er durch Papst Johannes VII. in Troyes exkommuniziert, 879 zog Ludwig der Jüngere gegen ihn ins Feld, 880 der Westfrankenkönig Ludwig III. und dessen Bruder Karlmann sowie der Ostfrankenkönig Karl der Dicke, letztendlich ohne Erfolg, da sie ihn nicht zu fassen bekamen. Ludwig der Jüngere versuchte ihn zufriedenzustellen, indem er ihn mit Grafschaften und Abteien ausstattete, was Hugo jedoch offensichtlich nicht reichte, da er den Kampf bald wieder aufnahm. Im Mai 882 wurde seine Schwester Gisela als Teil des Friedensvertrages mit den Wikingern, nach deren massivem Winterraubzug im Rheinland, mit deren Anführer Gottfried verheiratet, der zudem den Titel Herzog von Friesland erhielt. Gottfried beanspruchte ebenfalls Lothringen. Im Rahmen dieses Friedensvertrages erhielt Hugo die Einkünfte des Bistums Metz zugesprochen. Aber anstatt diesen Zugewinn lediglich anzunehmen und den Frieden einzuhalten, verbündete sich Hugo 883 mit Gottfried, deren erneuter Aufstand eine weitere Reaktion der Familie erforderte. Im Juni 885 gelang es dem Babenberger Heinrich von Franken Gottfried bei vorgetäuschten Verhandlungen zu erschlagen. Kurz darauf geriet Hugo in Gondreville in einen Hinterhalt; er wurde gefangen genommen und geblendet, dadurch regierungsunfähig gemacht und schließlich in der Abtei Prüm weggesperrt. Mit der Ausschaltung Hugos war der lothringische Stamm der Karolinger ausgeschaltet, das Mittelreich zwischen West- und Ostfrankenreich endgültig Geschichte. | (KAROLINGER), Hugo (I18431)
|
| 1805 | Die Bemühungen seines Vaters, dieser Ehe Anerkennung und damit Hugo die Thronfolge in Lotharingien zu verschaffen, blieben ohne Erfolg. Lothar übertrug seinem Sohn 867 das Herzogtum Elsass (ob als Versuch, dadurch Fakten zu schaffen und die Erbfolge zu erzwingen, oder in der Erkenntnis, dass die Erbfolge nicht mehr durchzusetzen sein werde und sein Sohn nun versorgt werden müsse, bleibt unklar) und unterstellte ihn dem Schutz seines Onkels Ludwig des Deutschen, doch überging dieser Hugos Ansprüche nach dem Tod Lothars (869) und im Vertrag von Mersen (870). 877 unternahm Hugo den ersten Versuch, sich sein Erbe zu erkämpfen, blieb aber – trotz Unterstützung durch den lothringischen Adel – erfolglos: 878 wurde er durch Papst Johannes VII. in Troyes exkommuniziert, 879 zog Ludwig der Jüngere gegen ihn ins Feld, 880 der Westfrankenkönig Ludwig III. und dessen Bruder Karlmann sowie der Ostfrankenkönig Karl der Dicke, letztendlich ohne Erfolg, da sie ihn nicht zu fassen bekamen. Ludwig der Jüngere versuchte ihn zufriedenzustellen, indem er ihn mit Grafschaften und Abteien ausstattete, was Hugo jedoch offensichtlich nicht reichte, da er den Kampf bald wieder aufnahm. Im Mai 882 wurde seine Schwester Gisela als Teil des Friedensvertrages mit den Wikingern, nach deren massivem Winterraubzug im Rheinland, mit deren Anführer Gottfried verheiratet, der zudem den Titel Herzog von Friesland erhielt. Gottfried beanspruchte ebenfalls Lothringen. Im Rahmen dieses Friedensvertrages erhielt Hugo die Einkünfte des Bistums Metz zugesprochen. Aber anstatt diesen Zugewinn lediglich anzunehmen und den Frieden einzuhalten, verbündete sich Hugo 883 mit Gottfried, deren erneuter Aufstand eine weitere Reaktion der Familie erforderte. Im Juni 885 gelang es dem Babenberger Heinrich von Franken Gottfried bei vorgetäuschten Verhandlungen zu erschlagen. Kurz darauf geriet Hugo in Gondreville in einen Hinterhalt; er wurde gefangen genommen und geblendet, dadurch regierungsunfähig gemacht und schließlich in der Abtei Prüm weggesperrt. Mit der Ausschaltung Hugos war der lothringische Stamm der Karolinger ausgeschaltet, das Mittelreich zwischen West- und Ostfrankenreich endgültig Geschichte. | VON LOTHRINGEN, Hugo (I47165)
|
| 1806 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55738)
|
| 1807 | Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). | BLARER VOM WARTENSEE, Anna Maria (I28651)
|
| 1808 | Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). | BLARER VOM WARTENSEE, Susanna (I28654)
|
| 1809 | Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). Patin in Zürich ZH am 19.5.1683. | BLARER VOM WARTENSEE, Anna Elisabeth (I28656)
|
| 1810 | Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741, Bd. 1, 160 | BIELITZER, Mathias (I1252)
|
| 1811 | Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741, Bd. 1, 160 | WILDE, Hedwig (I1253)
|
| 1812 | Die Brüder des Siebengestirns hatten noch zwei weitere Brüder, die jedoch früh verstorben sind, sowie drei Schwestern. Alle wuchsen in der bis 1702 den Oraniern gehörenden Grafschaft Lingen auf. Die Familie des Großvaters Johann Danckelmann (1563–1642) wohnte ursprünglich in Rheine, musste jedoch auf Grund ihres calvinistischen Glaubensbekenntnisses das Hochstift Münster verlassen und fand in den Niederlanden Aufnahme. | DANKELMANN, Johann (I18982)
|
| 1813 | Die Brüder des Siebengestirns hatten noch zwei weitere Brüder, die jedoch früh verstorben sind, sowie drei Schwestern. Alle wuchsen in der bis 1702 den Oraniern gehörenden Grafschaft Lingen auf. Die Familie des Großvaters Johann Danckelmann (1563–1642) wohnte ursprünglich in Rheine, musste jedoch auf Grund ihres calvinistischen Glaubensbekenntnisses das Hochstift Münster verlassen und fand in den Niederlanden Aufnahme. | VON DANCKELMAN, Sylvester ´Vastardus` (I58044)
|
| 1814 | Die Bruns stammen aus einem Rittergeschlecht, das bis um 1200 in der Stadt Zürich sowie der Stadt Basel nachgewiesen werden kann; sie waren Dienstleute oder Ministeriale der Abtei Fraumünster. Als ältester bekannter Vertreter des Geschlechts gilt Heinrich Brun, der noch im 13. Jahrhundert eine Tochter von Jakob Mülner (1240–1287) heiratete, der damals die Zürcher Politik stark beeinflusste. Sein Sohn Jakob war von 1305–1309 Schultheiss und gehörte 1303–1318 dem ‚Sommerrat’ der Stadt an (die Räte wurden unter den einflussreichsten Familien vier Mal jährlich neu ausgehandelt). Von diesem Jakob Brun und seiner Frau Mechthild sind drei Kinder bekannt: Jakob († 1345), Rudolf, der spätere Bürgermeister, und Ita († 1366 (?)). Über Rudolfs frühe Jahre ist wenig bekannt; erstmals erwähnt wird er 1324. Wohnhaft war er am Neumarkt 3 und war verheiratet mit Margaretha, einer Tochter des Ratsherrn Ulrich Fütschi. Zum Ritter geschlagen wurde er erst nach seinem Aufstieg zum Bürgermeister. 1330 geriet er in der Trinkstube ‚Estrich’ der Frau von Lunghof in einen Streit mit Ritter Rudolf Biber, einem seiner späteren Gegner, und wurde vom Rat mit einer hohen Busse von 550 Gulden bestraft. Drei Jahre später wurde er vom Rat gemahnt, die Busse endlich zu bezahlen. 1332–1336 sass er im Fastenrat, dem auch sein Schwiegervater angehörte. Dadurch wurde Brun Mitglied der Ratsoberschicht von Zürich. Der Rat wurde damals von einem halben Dutzend Familien beherrscht, die restlichen Familien, unter ihnen die Brun, waren de facto von der Mitbestimmung ausgeschlossen. Hinweise auf eine politische Aktivität Bruns im Rat gibt es nicht. Über die Rolle, die Brun bei der Vorbereitung des folgenden Umsturzes gespielt hat, herrscht Unklarheit. Es scheint unwahrscheinlich oder zumindest fraglich, dass sich der politisch unerfahrene Brun innert kurzer Zeit die Unterstützung der Handwerker und des Volkes sichern, sich zum Alleinherrscher aufschwingen und eine faktische Diktatur einrichten konnte. | BRUN, Jakob (I37153)
|
| 1815 | Die Bruns stammen aus einem Rittergeschlecht, das bis um 1200 in der Stadt Zürich sowie der Stadt Basel nachgewiesen werden kann; sie waren Dienstleute oder Ministeriale der Abtei Fraumünster. Als ältester bekannter Vertreter des Geschlechts gilt Heinrich Brun, der noch im 13. Jahrhundert eine Tochter von Jakob Mülner (1240–1287) heiratete, der damals die Zürcher Politik stark beeinflusste. Sein Sohn Jakob war von 1305–1309 Schultheiss und gehörte 1303–1318 dem ‚Sommerrat’ der Stadt an (die Räte wurden unter den einflussreichsten Familien vier Mal jährlich neu ausgehandelt). Von diesem Jakob Brun und seiner Frau Mechthild sind drei Kinder bekannt: Jakob († 1345), Rudolf, der spätere Bürgermeister, und Ita († 1366 (?)). Über Rudolfs frühe Jahre ist wenig bekannt; erstmals erwähnt wird er 1324. Wohnhaft war er am Neumarkt 3 und war verheiratet mit Margaretha, einer Tochter des Ratsherrn Ulrich Fütschi. Zum Ritter geschlagen wurde er erst nach seinem Aufstieg zum Bürgermeister. 1330 geriet er in der Trinkstube ‚Estrich’ der Frau von Lunghof in einen Streit mit Ritter Rudolf Biber, einem seiner späteren Gegner, und wurde vom Rat mit einer hohen Busse von 550 Gulden bestraft. Drei Jahre später wurde er vom Rat gemahnt, die Busse endlich zu bezahlen. 1332–1336 sass er im Fastenrat, dem auch sein Schwiegervater angehörte. Dadurch wurde Brun Mitglied der Ratsoberschicht von Zürich. Der Rat wurde damals von einem halben Dutzend Familien beherrscht, die restlichen Familien, unter ihnen die Brun, waren de facto von der Mitbestimmung ausgeschlossen. Hinweise auf eine politische Aktivität Bruns im Rat gibt es nicht. Über die Rolle, die Brun bei der Vorbereitung des folgenden Umsturzes gespielt hat, herrscht Unklarheit. Es scheint unwahrscheinlich oder zumindest fraglich, dass sich der politisch unerfahrene Brun innert kurzer Zeit die Unterstützung der Handwerker und des Volkes sichern, sich zum Alleinherrscher aufschwingen und eine faktische Diktatur einrichten konnte. In der Nacht vom 23. zum 24. Februar 1350 wurde ein Handstreich auf die Stadt vereinbart, die «Mordnacht von Zürich». Die Verbündeten in der Stadt sollten offenbar die «Äusseren» durch die Tore einlassen und dann gemeinsam Brun und seine Anhänger im Schlaf ermorden. Brun erhielt jedoch durch Verrat Nachricht von diesen Plänen. Es gelang den Verschwörern zwar, in die Stadt einzudringen, dort stiessen sie jedoch auf die vorbereiteten Anhänger Bruns. In einem Gefecht blieben 28 Tote von beiden Seiten zurück. Brun nahm etliche der Eindringlinge gefangen, unter anderem Graf Johann II. von Habsburg-Laufenburg. Achtzehn Verschwörer wurden gerädert, siebzehn geköpft. Wenige Tage später zog Brun mit einem Heer vor die Stadt Rapperswil, die sich aus Sorge um den gefangenen Grafen ergab. Die Brüder des Grafen Johann hofften jedoch auf ein Eingreifen der habsburgischen Verwandten und sabotierten einen Friedensschluss. Brun zerstörte deshalb die Festung Alt-Rapperswil in der March und schleifte Mauern und Burg von Rapperswil, so dass dieses nicht mehr verteidigt werden konnte. Um gegen Habsburg bestehen zu können, schloss Brun am 1. Mai 1351 einen Bund mit den vier Waldstätten, die mit Habsburg in einer seit Jahrzehnten andauernden Fehde lagen. Brun starb am 17. September 1360 und wurde zusammen mit seinem Koch im Chor der Kirche St. Peter begraben, deren Pflichten und Rechte er 1345 erworben hatte. Aus der Doppelbestattung wurde geschlossen, Brun sei von seinem Koch vergiftet worden. Anlässlich einer Öffnung des Grabes 1972 wurde gezielt mit nach Spuren von Gift gesucht, die Haar- und Knochenanalyse ergab jedoch keine Beweise für die Vergiftungsthese. Der Grabstein entstand wohl kurz nach Bruns Tod und verschwand im 19. Jahrhundert. Sein Grab liegt heute unter der Gedenktafel vor dem Turmaufgang. Seine Zunftverfassung blieb in Zürich im Wesentlichen bis 1798 in Kraft. | BRUN, Rudolf (I42958)
|
| 1816 | Die Bündner Adelsfamilie Ringg von Baldenstein (auch in den Schreibweisen Rink, Rinck, Ringk, Ring, Rhynck, Ringt, Ryngk, Ringkh, Rinckh, fälschlich auch manchmal als »von Balderstein« wiedergegeben) stammt aus Sils im Domleschg in der Region Viamala des Kantons Graubünden in der Schweiz. Burgen Schloss Baldenstein in Graubünden Grabplatte der von Rink aus dem 14. Jahrhundert aus der Burg Wildenberg, heute in der Kirche St. Remigius in Falera Grabstein Fidel Die Familie Ringg stammt aus dem Oberland, bei Fellers/Fallera und hiess ursprünglich PASSEL (< lat. paxillus = Wagenlünse). Sie kaufte um 1408 die Ruine der Burg Wildenberg, die von den Herren von Sagogn gegründet worden war, und hiess sich von Wildenberg. Simon RINGG von Wildenberg kam durch Heirat mit Margaretha von STAIN Erbin von Baldenstein im Besitz der Burg Baldenstain. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war sie auch im Besitz der Burg Campell. Um 1408 war die Familie auch im Besitz der Ruine Wildenberg bei Falera. Das Schloss Untertagstein wie auch die Burg Rietberg waren ebenfalls im Besitz der Familie. Im 16. Jahrhundert verkaufte Lutz von Baldenstein seine Burg und verliess Graubünden. Die Rink von Wildenberg besassen 1636 die Gerichtsbarkeit der Herrschaft Flaach-Volken. Gegen den Willen des Klosters verkauften die Rink 1694 das Niedergericht für 30'000 Gulden an Zürich. Die rätische Hochadelsfamilie stand im Spätmittelalter überwiegend im Dienst der Bischöfe von Chur.[1] Die Familie Ringg nannte sich nach 1453 Ringg von Baldenstein (Baltennstain, Baltennstain, Baldensteyn, Baldinstain). Nach Übernahme der Herrschaft Wildenberg nannte sich ein Zweig Ringk von Wildenberg. Das vom Herrenacker in die Frauengasse führende Ringkengässchen in Schaffhausen leitet seinen Namen vom adeligen Geschlecht der Ringk von Wildenberg ab. | RINCK VON BALDENSTEIN, Dorothea (I56527)
|
| 1817 | Die Bündner Adelsfamilie Travers stammt aus Zuoz, Kanton Graubünden, wo ihr Stammhaus war. Sie ist urkundlich erstmals 1431 erwähnt. Am 4. April 1528 kaufte Jacob von Travers für 10.000 Florint das Schloss Ortenstein bei Tumegl/Tomils. Die Travers nannten sich nach diesem Kauf Travers von Ortenstein. 1530 verkaufte der Bischof das Schloss Rietberg an Anton von Travers aus Zuoz. Das Schloss Paspels wurde um das Jahr 1695 von Johann Viktor Travers von Ortenstein erbaut. Im Jahr 1697 kaufte Johann Viktor von Travers das Schloss Amberg bei Feldkirch für 8.000 Florint für seinen Sohn. Das Schloss Amberg wurde von einem Grafen Travers von Horn (wegen eines Besitzes bei Rorschach) um 1793 verkauft. | TRAVERS, Ursina (I56568)
|
| 1818 | Die Buol sind ein ursprünglich böhmisches Uradelsgeschlecht, das seit 1340 in Graubünden erscheint und dort zu den einflussreichsten Familien aufstieg. Sie verzweigten sich in mehrere Linien, die in den Freiherren- und teils Grafenstand aufstiegen; einige bestehen bis heute. Der aus Böhmen stammende Hauptmann Ulrich von Bulen wird 1340 in Davos urkundlich erwähnt und auch Bul genannt. Von der Genealogie wird er als Stammvater der späteren Adelsfamilien mit dem Namen „Buol“ bezeichnet.[1] Ulrich Bul zog 1298 für König Albrecht von Habsburg in die Schlacht bei Göllheim gegen Adolf von Nassau. Sein Sohn Hanns Friedrich Buol, um 1280 noch in Böhmen geboren, der ebenfalls unter Albrecht diente, heiratete 1304 die um 1285 geborene Elisabeth von Engelsberg aus Mähren. Er starb 1327 in Davos. Weshalb die Familie nach Davos kam, ist unbekannt, ebenso ob dies mit der Ermordung König Albrechts 1308 zu tun hatte. Das Bergdorf war um 1280 als Walserkolonie durch die Freiherren von Vaz gegründet worden, die bis 1299 Pfandinhaber der Reichsvogtei über das Hochstift Chur waren. Donat von Vaz, seit 1300 Besitzer der Freiherrschaft, galt als Freiheitskämpfer gegen die Churer Oberherrschaft und Volksheld; er lehnte sich politisch an die Habsburger an. Offenbar traten die Buols als Ministerialen in seinen Dienst. Die Buol wurden in der Folge Landammänner in den Drei Bünden und traten als Soldaten und Gesandte auch in den Dienst der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und anderer Herrscher. | BUOL, Hans (I56486)
|
| 1819 | Die Buol sind ein ursprünglich böhmisches Uradelsgeschlecht, das seit 1340 in Graubünden erscheint und dort zu den einflussreichsten Familien aufstieg. Sie verzweigten sich in mehrere Linien, die in den Freiherren- und teils Grafenstand aufstiegen; einige bestehen bis heute. | BUOL, Anna (I56462)
|
| 1820 | Die Burg Bachem, auch Schloss Bachem genannt, ist eine ehemalige Wasserburg im Frechener Stadtteil Bachem (Schloßstraße 8) im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Frechen ist eine Mittelstadt des Rheinischen Braunkohlereviers im Rhein-Erft-Kreis und grenzt westlich an die Stadt Köln in Nordrhein-Westfalen. aus der Geschichte von Frechen In dem von König Otto IV. an Erzbischof Adolph erteilten Privilegium wurde im Jahr 1204 der Zoll zu Frechen, der einige Zeit vorher zu Unrecht dorthin verlegt worden war, zum Vorteil der kölnischen Kirche wieder aufgehoben. 1217 bestätigte der Erzbischof Engelbert I. von Köln die Übertragung von Gütern zu Frechen durch Gerberga, die Äbtissin zu St. Maria im Kapitol, an die Zisterzienser im Kloster Kamp. 1230 wurde die Vogtei zu Frechen Graf Wilhelm von Jülich als Lehen übergeben. Bei einer Auseinandersetzung zwischen Erzbischof Konrad I. und der Stadt Köln im Jahr 1256 legten Kölner das Dorf Frechen in Asche. 1435 war Heynrich Huyn von Merckelbach Schultheiß und Amtmann der Herrlichkeit Frechen. 1461 übernahm Leenhart von Merckelbach beide Ämter nach dem Tod des Vaters. | VON PALAND (PALANT), Werner (I5036)
|
| 1821 | Die Burg Berge beim heutigen Odenthal-Altenberg war der erste befestigte Stammsitz des Adelsgeschlechts der Grafen (später Herzöge) von Berg. Die Überreste der Höhenburganlage befinden sich auf einem steil abfallenden Berghügel am Dhünnufer und sind heute als Bodendenkmal geschützt. Entstehungsgeschichte Der Burgplatz lag im Deutzgau im Westen des Rheinisch-Bergischen Kreises im Bereich der heutigen Gemeinde Odenthal. Der von älteren Historikern angegebene Keldachgau als Lage der Burg trifft nach aktueller Ansicht nicht zu, da dieser Gau nur linksrheinische Gebiete umfasste.[1] Die Burg Berge, von der heute nur noch Reste erkennbar sind, wurde vermutlich um das Jahr 1060 errichtet. Sie wurde vom Vater des später zum Grafen ernannten Adolf von Berg errichtet, Das Geschlecht führte ab 1080 den Beinamen „de Berge“ (latinisiert „de monte“). 1133 zogen die Grafen von Berg auf ihre ab 1118 neu angelegte Burg Neuenberge (später dann Schloss Burg genannt) in Burg an der Wupper. Graf Adolf II. begann 1133 am Ort der zuvor teilweise abgebrochenen Burg in Übereinstimmung mit seinem frommen Bruder Eberhard schon im gleichen Jahr mit dem Bau des „Klosters zum alten Berge“ (in anderen Quellen: „Monasterium Sanctae Mariae de Berge“) für eine Delegation von zwölf Mönchen aus dem Zisterzienserkloster Morimond in Brabant-Burgund. Bis zur geplanten Fertigstellung residierten diese unter Führung des Abtes Berno in den Resten der alten Stammburg. Im Zuge ihrer Umbaumaßnahmen erweiterten sie das Plateau auf die doppelte Fläche durch Aufschüttung am südlichen Hang. Kurze Zeit darauf wurde aber der Klosterbau gestoppt und in das Tal verlegt. Der Grund waren die besseren Voraussetzungen am Fluss Dhünn für die Einhaltung der zisterziensischen Bau- und Lebensvorschriften. 1145 wurde das neue Kloster Altenberg, für das Material aus der alten Feste gebrochen wurde, schließlich insoweit fertiggestellt, als in diesem Jahr die erste Klosterkirche geweiht wurde. Von der alten Burganlage blieben die beiden Felshügel, auf welchen jeweils ein Gebäude stand, und einige wenige Mauerreste. | (BERG), Stammlinie (I52306)
|
| 1822 | Die Burg Bergerhausen ist eine Burganlage in Bergerhausen, das zu Blatzheim, einem Stadtteil von Kerpen im Rhein-Erft-Kreis gehört. Der Burganlage angeschlossen ist ein öffentlicher Park, der mit seinem alten Baumbestand und dem Blick auf die Burg als Naherholungsgebiet vor allem an Wochenenden viele Besucher anlockt. Geschichte Sie ist als eine von ehemals drei Burgen in Bergerhausen heute noch erhalten. Die Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war der Stammsitz der Ritter von Bergerhausen. Um 1320 verkauften die Brüder von Bergerhausen einen Teil des Besitzes an das Kölner Mariengradenstift. Die Erzbischöfe von Köln erwarben die Herrschaft zur Verteidigung ihres Hoheitsgebiets. 1334 gab Erzbischof Walram Burg Bergerhausen für geleistete Dienste an den Ritter Hans-Ulrich von Bergerhausen. Um 1430 versahen die Nachfahren die Burg mit starken Befestigungsanlagen. Nella († 1442), Erbtochter des Wilhelm von Bergerhausen, brachte den Besitz 1424 in ihre Ehe mit Statz von dem Bongart ein.[1] Der Ausbau zur heutigen Burg erfolgte im 16. Jahrhundert. 1291: Die Burg Bergerhausen wird erstmalig als Rittersitz der Ritter von Bergerhausen erwähnt. Die Erzbischöfe von Köln erwerben die Burg, um den Grenzraum Blatzheim im Hoheitsgebiet Köln zu sichern. 1334: Ritter Hermann von dem Bongart erhält die Burg für seine dem Erzstift und Erzbischof geleisteten treuen Dienste. 1423: Die Burg wird dem Erbkämmerer Statz von dem Bongart übertragen. Dieser baut die verfallene und im Krieg zerstörte Burg wieder auf. Damals war es noch eine Winkelburg, die bis heute im südlichen Hauptflügel, dem Ostflügel und dem dazugehörigen Turm im Winkel noch zu erkennen ist. 1501 Die Burgkapelle im nördl. Teil des Ostflügels wird erstmals benannt. sie war den Heiligen Michael, Antonius, Quirinus, Hubertus und Kornelius geweiht. 15. jhd. Die Burg wird von Ritter Wilhelm von dem Bongart und seinem Sohn weiter ausgebaut u. modernisiert. Aus dieser Zeit stammt der schwere Batterieturm mit seinen 3,25 Meter dicken Mauern. Die Burg wurde somit verteidigungsfähig gegen Geschütze. Er ist einer der imposantesten Batterietürme im Rheinland. 18.Jhd: Die Familie von dem Bongart zu Bergerhausen besaß die Burg fast 300 Jahre. sie wurde dann an die Pfaffendorfer Familie von dem Bongart überlassen, die sich von der Bergerhausener Linie abgespalten Hatte. Heute: Die im Jahre 1984 von den heutigen Besitzern kontinuierlich renovierte und restaurierte Burg bietet ein Stilvolles Ambiente für Empfänge, Firmenfestlichkeiten und private Familienfeste, wie Hochzeiten, Geburtstage und andere Anlässe. Ansprechpartner: Herr Hasenclever Wasserburg 12 50171 Kerpen-Bergerhausen Tel.<: 02421-709221 Mail: kontakt@burg-bergerhausen.de | VON BERGERHAUSEN, N. (I23379)
|
| 1823 | Die Burg Blumberg „entstand auf dem Hügel, der sich unmittelbar über dem Wutachtal am südwestlichen Ausgang des Hochtals erhebt. […] Gegen Südwesten war die Anhöhe durch die steilen Abhänge des Wutachtals geschützt. Vom Norden und Osten her sperrte das moorige, später durch Weiheranlagen gesperrte Hochtal den ungehinderten Zutritt abseits einer leicht bewachbaren Straße. Die Funktion der Burg ging von Anfang an über diejenige einer reinen Ortsburg hinaus. Sie sollte offensichtlich den wichtigen Straßenzug Schaffhausen-Hüfingen decken und reiht sich damit in das Befestigungssystem ein, das die Herzöge von Zähringen begonnen und die Fürstenberger mit ihren Vasallen erweiterten.“ Selbstverständlich war, dass zu einer mittelalterlichen Burg ein Hof gehörte, der als wirtschaftliche Ergänzung „in Friedens- und Kriegszeiten die Ernährung sicherte. […] Aus diesem Bau- und Burghof ging das Dorf Blumberg hervor.“[3] Da im Mittelalter des beginnenden Burgenbaus eine Familie nicht ihren Namen der Burg gab, sondern sich nach dem Ort der Burg benannte, kann davon ausgegangen werden, das die Anhöhe (oder der nah gelegene Berg) zuvor im Volksmund Blumberg (Blumenberg) genannt wurde, und sich die Burgbauer somit als „Herren von Blumberg“ bezeichneten.,[Anm 2] andere Erklärungen in der Literatur wären ungewöhnlich und erscheinen auch nicht plausibel. „Die Inhaber dieser Burg waren die Herren von Blumberg, die im Interregnum dann als Ministeriale (Dienstleute)[Anm 3] der Grafen von Freiburg, der Grafen von Fürstenberg und besonders als Vertraute des Grafen und späteren Königs Rudolf von Habsburg zu finden sind.“ – André Bechthold: Das mittelalterliche Blumberg. In: J. Sturm: Blumberg. 1995, S. 71. | VON BLUMBERG, Albrecht (I7947)
|
| 1824 | Die Burg Dourdan (französisch Château de Dourdan) in der Stadt Dourdan zwischen Paris und Chartres ist eine typische Befestigung vom Beginn des 13. Jahrhunderts. Sie wurde im Auftrag König Philipp II. gebaut, um eine hölzerne Befestigung zu ersetzen. Der Burggraben wurde ähnlich wie beim Louvre angelegt. | MAGNUS, Hugo (I39234)
|
| 1825 | Die Burg Greifenstein, besser bekannt als Sauschloss, ist eine Burgruine hoch über der Terlaner Fraktion Siebeneich und liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Jenesien in Südtirol (Italien). Die Ruine der Spornburg liegt auf einem fast allseitig steil abfallenden Geländesporn am Tschögglberg. | VON MORIT-GREIFENSTEIN, Agnes (I36091)
|
| 1826 | Die Burg HOHENFELS, auch Schloss Hohenfels oder Neu-Hohenfels genannt, ist eine mittelalterliche Spornburg, in der bis Juli 2017 die Unterstufe des Internats Schule Schloss Salem untergebracht war. Die Burg liegt auf der Gemarkung vom gut einen Kilometer nördlich liegenden Dorf Kalkofen, einem Ortsteil der Gemeinde Hohenfels im Landkreis KONSTANZ. Die Burg ist Namensgeberin der 1973 geschaffenen Gemeinde Hohenfels. Die BURG HOHENFELS schaut auf eine über 700-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde sie ursprünglich von den HERREN VON HOHENFELS und war Wohnsitz der Familie von NEU-HOHENFELS, eine Nebenlinie von ALT-HOHENFELS mit ihrem Stammsitz Burg ALT-HOHENFELS bei Bonndorf, (Landkreis Konstanz), die sich im 12. Jahrhundert hier angesiedelt hatte, der Minnesänger BURKHARD VON HOHENFELS stammte wohl von ALT-HOHENFELS. Erstmals erwähnt wurde die Burg HOHENFELS im Jahre 1292 als „Neuhohenfels“. Das Geschlecht Neuhohenfels starb 1352 aus, und die Herrschaft Neuhohenfels samt die Burg ging durch Heirat an die HERREN VON JUNGINGEN über, denen es zu Beginn des 15. Jahrhunderts wiederum durch Heirat gelang, die beiden hohenfelsischen Herrschaften weitgehend zu vereinigen. Nach kurzer Blütezeit und abermaliger Teilung 1441 in Jungingen-Althohenfels und Jungingen-Neuhohenfels verfiel der Besitz immer mehr. Bekannte Mitglieder der Familie waren ULRICH VON JUNGINGEN und KONRAD VON JUNGINGEN. Nach dem Tod des letzten männlichen Angehörigen der Familie Jungingen, ULRICH VON JUNGINGEN, 1501 verkaufte seine Schwester ANNA 1506 die Herrschaft Neuhohenfels an den Deutschen Orden. Die Herrschaft gehörte seitdem zur Landkomturei Altshausen der Deutschordensballei Elsass und Burgund. Genau 300 Jahre, von 1506 bis 1806, beeinflusste die Deutschordenskommende Altshausen die Herrschaft Hohenfels. 1553 und 1642 kam es zu Bränden auf der Burg. Die Deutschordenherrschaft Hohenfels, die von einem Obervogteiamt verwaltet wurde und die BURG HOHENFELS sowie die Ortschaften Deutwang, Kalkofen, Liggersdorf, Mindersdorf und Selgetsweiler umfasste, gelangte 1806 zusammen mit der Deutschordensherrschaft Achberg unter die Landeshoheit des Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen und wurde dort zum Obervogteiamt Hohenfels. Über das Fürstenhaus HOHENZOLLERN-SIGMARINGEN ging die Schlossanlage schließlich an die Schule SCHLOSS SALEM. | N., N. (I23833)
|
| 1827 | Die Burg Manegg ist die Ruine einer Höhenburg bei 623 m ü. M. auf einer Seitenrippe des Albisgrates oberhalb von Leimbach, einem Quartier der Stadt Zürich. Geschichte Über ihre Erbauer ist nichts bekannt. Urkundlich wird die Burg erstmals 1303 erwähnt. Sie war dann über hundert Jahre Stammsitz des Rittergeschlechts Manesse. Ob das Geschlecht den Namen von der Burg herleitet oder die Burg den Namen der Familie trägt, ist nicht klar. Die Manesse sind hauptsächlich durch die Manessische Handschrift bekannt. Diese Sammlung von mittelhochdeutschen Liedern wurde um 1300 von Rüdiger II (urkundlich belegt 1252–1304) und seinem Sohn Johannes, Schatzmeister am Chorherrenstift, der grössten geistlichen Institution Zürichs, in Auftrag gegeben. Die Familie Manesse waren ursprünglich Kaufleute und stiegen durch ihren Reichtum zum Ritterstand auf. Als Lehnsträger der Fraumünsterabtei, des Klosters Einsiedeln und des Deutschen Kaiserreiches sind sie ein bedeutendes Stadtzürcher Geschlecht. Rüdiger I (erwähnt 1224, gestorben 1253) hatte zwei Söhne: Johannes und Rüdiger II, der Begründer der Linie auf Manegg und fast vierzig Jahre Ratsherr in Zürich. 1393 wurde die Burg von Ital Maness an einer öffentlichen Versteigerung dem «Juden Visli oder Vifli» verkauft. Dessen Witwe veräusserte sie 1400 zum Preis von 35 Florener dem Kloster Selnau. Schon zu dieser Zeit scheint die Burg nicht mehr bewohnt gewesen zu sein. 1409 fiel die Burg einem Brand zum Opfer. Nach der Legende geschah dies am Aschermittwoch, als eine Fasnachtsgesellschaft eine spielerische Belagerung durchführte. Nach dem Brand waren noch bis ins 17. Jahrhundert grosse Mauerreste erhalten. Heute sind nur noch einige Grundmauern sichtbar. Gottfried Keller lässt in den Züricher Novellen mehrere Bewohner der Burg auftreten. Die Angehörigen des Manesse-Geschlechts in Hadlaub leben allerdings hauptsächlich in der Stadt. Am Anfang von Der Narr auf Manegg beschreibt Keller, wie die Familie herunterkommt. Der Rest dieser Novelle handelt von Butz Fallätscher, einem Abenteurer, der sich am Ende auf der Burg einnistet. Auch die fahrlässige Brandstiftung durch eine maskierte Fasnachtsgesellschaft wird dort beschrieben. In der Rahmenhandlung der Novellen, die Mitte des 19. Jahrhunderts spielt, wird ein Ausflug auf die Ruine geschildert. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war die Manegg ein beliebter Ausflugsort. Und noch zu Kellers Zeiten hatte man eine schöne Aussicht über See und Stadt. Heute ist der Ausblick durch den Wald versperrt. Ein schlecht ausgeschilderter Fussweg führt vom Sihltal zur Burgruine und von dort steil hinauf zum Albisgrat. Auf der ehemaligen Burgstelle wurde am 19. Juli 1919 zum 100. Geburtstag der Gottfried Keller-Gedenkstein gesetzt. Anlage Der Historiker Heinrich Zeller-Werdmüller beschrieb um 1900 die ursprüngliche Burg als durch einen tiefen Graben, auf den anderen Seiten durch die steilen Hänge geschützt. Die Burgstelle mass 35 × 9 Meter. Sie war wohl gegen den Berg hin durch eine Holzbrücke zugänglich. Diese führte in einen dem Turm vorliegenden, von ihm beherrschten Zwinger von 8 × 5 Meter. Das südliche an den Turm lehnende innere Tor führte in den Burghof von 8 Meter Länge und 9 Meter Breite. Dieser schied den westlich gelegenen Turm vom östlich blickenden Palas. Dieser hatte einen fast quadratischen Grundriss von 12,6 × 10,5 Meter. Der aus Molassequadern erbaute Turm von 7,8 × 7,95 Metern Grundrissfläche und 2,28 Meter Mauerdicke hatte einen hochgelegenen, nur vom Palas aus erreichbaren Hocheingang in der Nordecke der Ostwand. Manessebrunnen Am Fuss des Burghügels steht der Manessebrunnen, der an Rüdiger von Manegg und seinen Enkel erinnert, der sich 1351 in der Schlacht bei Dättwil gegen die Habsburger hervortat. | MANES VON MANEG, Aminda (I31971)
|
| 1828 | Die Burg Meinhövel ist eine abgegangene Wasserburg wenige hundert Meter nordnordöstlich von Nordkirchen im Kreis Coesfeld in Nordrhein-Westfalen. Die Burg befand sich gut 500 m östlich der von Nordkirchen nach Münster führenden Landstraße am Teufelsbach, der ihre Gräften speiste. Reste von Gräben und Wallanlagen sind im Meinhöveler Forst erkennbar. Unmittelbar nördlich des Teufelsbaches befindet sich eine runde, über die Umgebung erhobene Struktur von 97 Meter Durchmesser, die der ehemaligen Hauptburg zugeordnet wird. Bis auf einen Zugang von Norden ist die Erhebung von einem auch heute noch Wasser führenden Graben umgeben. Eine sich nördlich anschließende, deutlich größere Ringstruktur (Durchmesser 177 Meter) trug vermutlich die Wirtschaftsgebäude der Vorburg. Auch sie wird außen von einem Wassergraben gesäumt. Bis in die 1980er Jahre lagen die Reste der Burg Meinhövel in feuchtem Wiesen- und Weidegelände. Danach wurde der Bereich aufgeforstet, um die Kosten für eine aufwändige Drainage zu sparen. Bei der Aufforstung wurde der kleinere der beiden Ringwälle im Osten abgeflacht, um das Gelände gleichmäßiger zu gestalten. Das Gelände gehört heute dem Land Nordrhein-Westfalen, das es 2004 vom Herzog von Arenberg erwarb. Die Familie von Meinhövel war ein altes edelfreies Adelsgeschlecht, dessen Ursprünge sich im Dunkel der Geschichte verlieren. In älterer Literatur wird als Erbauer der Burg Meinhövel Hermann I., Sohn von Ethelhard und Bruder von Albion, er war ein im späten 8. Jahrhundert lebender Heerführer der Sachsen und Kampfgenosse des Herzogs Widukind zur Zeit Karls des Großen, vermutet. Er soll als Heerführer der Sachsen gegen Karl den Großen 789 bei Harstatt gefallen und mit Asta, der Schwester des norwegischen Königs, verheiratet gewesen sein. Wahrscheinlich bestand eine Stammesverwandtschaft mit denen von Bevern, von Steinfurt und von Münster (die ein ähnliches Wappen führen) und weiteren westfälischen Dynastengeschlechtern. Die Herren von Meinhövel besaßen umfangreiche Güter in Davensberg, Selm und Nordkirchen und stellten die Vizevögte der Grafen von Tecklenburg, die zusammen mit den Grafen von Geldern der Stiftsvogtei von Mimigernaford vorstanden. Während der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gerieten sie mit dem münsterschen Landesherren Ludolf von Holte in Konflikt. Am 27. Juni 1242 unterlagen die Meinhöveler und ihre Verbündeten in der Schlacht bei Ermen bei Lüdinghausen den fürstbischöflichen Truppen. Vermutlich wurde Burg Meinhövel im Anschluss an diese Niederlage zerstört. Geschichte Das ursprünglich edelfreie Geschlecht hatte seinen namensgebenden Stammsitz auf Burg Meinhövel im heutigen Nordkirchen.[1] In älterer Literatur wird ein Hermann I., Sohn von Ethelhard und Bruder von Albion, als Erbauer der Burg Meinhövel vermutet. Dieser Hermann I. soll als Heerführer der Sachsen gegen Karl den Großen 789 bei Harstatt gefallen und mit Asta, der Schwester des norwegischen Königs, verheiratet gewesen sein.[2] Die Herren von Meinhövel besaßen umfangreiche Güter in Davensberg (Burg Davensberg), Selm (Burg Botzlar), Werne (Burg Werne) und Nordkirchen, ihrem Stammsitz. Sie stellten die Vizevögte der Grafen von Tecklenburg, die zusammen mit den Grafen von Geldern der Stiftsvogtei von Mimigernaford vorstanden.[3] Während der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts gerieten sie mit dem münsterschen Landesherrn Ludolf von Holte in Konflikt. Am 27. Juni 1242 unterlagen die Meinhöveler und ihre Verbündeten in der Schlacht bei Ermen bei Lüdinghausen den fürstbischöflichen Truppen.[4] Vermutlich wurde Burg Meinhövel im Anschluss an diese Niederlage zerstört.[5] Bei der Schlacht sollen die Söhne der Witwe von Meinhövel ums Leben gekommen sein.[6] | VON MEINHÖVEL, Ludbert (I29444)
|
| 1829 | Die Burg Raabs ist eine langgezogene Höhenburg auf einem Felsrücken hoch über der Stadt Raabs an der Thaya, Österreich am Zusammenfluss der Deutschen und der Mährischen Thaya. | VON (RAABS) GOSHAM, Gottfried I. (I1615)
|
| 1830 | Die Burg Roggenbach, auch Weißenburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 675 m ü. NN hohen Bergrücken 400 Meter entfernt von der Ruine der Burg Steinegg bei Wittlekofen, einem Stadtteil von Bonndorf, im Landkreis Waldshut in Baden. Die um 1200 von den Grafen von Nellenburg erbaute Burg wurde erstmals 1288 bei einem Verkauf genannt. Die Ruine besteht aus zwei Anlagen, die zwei Türme aufweist, diese gehörten zeitweise verschiedenen Ritterfamilien daher wird der heute besteigbare Turm Grüningen genannt, der andere Turm auch Weissenburg, nach der gleichnamigen Stammburg der Freiherren von Krenkingen im Klettgau bei Weisweil (Weißenburg). Johann von Krenkingen-Weißenburg benutzte die Burg als Basis für Raubzüge in das Gebiet des Klosters St. Blasien und wurde dafür vom Basler Konzil mit dem Kirchenbann belegt. Wolf von Lichtenstein, der wohl nach dem Tod Henmans von Hauenstein und dessen Ehefrau Else Sweininger (von Lichtenstein) an Teile deren einstigen Besitzungen gelangte, kaufte 1436 und 1437 "Schloss und Veste Roggenbach" sowie die Vogtei zu Riedern am Wald. Verheiratet war er mit Küngold von Randeck im Ries, Tochter des Heinrich von Randeck. Letztlich wurde die Burg 1438 durch österreichische Truppen unter Werner von Staufen zerstört, aber 1443 durch den Sohn Johanns wieder teilweise aufgebaut. Bereits 1482 beim Verkauf an die Grafen von Lupfen wurde sie jedoch nur noch als Burgstall benannt. 1525 im Bauernkrieg wurden verbliebene Ökonomiegebäude, wie auch die benachbarte Burg Steinegg, endgültig zerstört. | VON KRENKINGEN, Friedrich (I7921)
|
| 1831 | Die Burg Weißenburg ist eine abgegangene hochmittelalterliche Höhenburg in der Nähe von Weisweil, ein Ortsteil der Gemeinde Klettgau im Landkreis Waldshut in Baden. Die Weißenburg ist eine der ältesten Burgen im Klettgau, erwähnt wird sie erstmals als Wizzinburc predium, () situm in pago Chlegeuwe in comitatu Radebotonis comitis am 29. Oktober 1023 anlässlich einer Schenkung durch Kaiser Heinrich II. an das Kloster Rheinau nach einer Urkunde im Rheinauer Cartular. Vermutlich wurde sie vom Kloster Rheinau um 1023 bis 1092 erbaut. Zunächst waren die Herren von Weißenburg als Klostervögte bestellt, nach diesen wurden um 1173 die Grafen von Lenzburg Herren der Burg, auf diese folgten durch eine Verfügung König Ottos IV. am 9. Februar 1209 die mit den Regensbergern in Beziehung stehenden Krenkinger. Als Diethelm von Krenkingen von 1157 bis 1161 Abt des Klosters Rheinau war, übernahmen diese damit ebenfalls die Schutzvogtei über das Kloster Rheinau, jedoch bereits im Mai 1241 bestätigten in der am 14. April von Friedrich II. eingenommenen Stadt Faenza, Diethelm von Krenkingen und seine Söhne Werner und Diethelm den Verzicht und Verkauf über das Vogtrecht für 1200 Mark Silber an Kaiser Friedrich II. Dieser wiederum bestätigte am 17. August 1241 in einer Urkunde, ausgestellt in castris prope Tibur den Rückkauf einschließlich von umliegenden 34 Ortschaften, darunter auch Wizinburch und Nova-Crenkingen, der Kaiser erinnert darin auch an die alten Rechte der Kaiser Barbarossa und Kaiser Heinrich VI. (sein Großvater und Vater). | VON KRENKINGEN, Diethelm (I7929)
|
| 1832 | Die Burgfreiheit, ein Stadtteil Königsbergs, entstand um 1255, war bevorzugtes Wohngebiet des Adels. Das 1784 erworbene Haus von Immanuel Kant (* 22. April 1724 in Königsberg (Preußen); † 12. Februar 1804 ebenda) lag ebenfalls in diesem Stadtteil. | GÜTERBOCK, Moritz Walter Eduard (I55408)
|
| 1833 | Die Burgruine Gensberg, auch Gänsberg genannt, ist die Ruine einer Wasserburg im Ortsteil Kleinmehring (Am Gensberg 1) der Gemeinde Großmehring im Landkreis Eichstätt in Bayern. Die Anlage liegt 400 m westlich der Filialkirche St. Michael von Kleinmehring. Von der mittelalterlichen Wasserburganlage vom Typus einer Turmhügelburg (Motte) sind noch Reste der Ringmauer und des Wassergrabens erhalten. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-76-129-19 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Kleinmehring verzeichnet. Ebenso wird sie als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-7235-0179 im Bayernatlas als „mittelalterliche Wasserburg“ geführt. | LEIBLIN, Johann Simon (I26164)
|
| 1834 | Die Buviniden sind die Familie des Grafen Buvinus (oder Bouvin) von Metz, die vom Beginn des 9. bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts in der französischen, burgundischen und italienischen Geschichte eine herausragende Rolle spielte. | VON PROVENCE, Konstanze (I57263)
|
| 1835 | Die Canossa waren eine der mächtigsten Familien im frühmittelalterlichen Italien. Sie zählten zu den führenden Dynastengeschlechtern des italienischen Adels. Ihr Herrschaftsgebiet befand sich seit den ersten Jahrzehnten des 10. Jahrhunderts in den Tälern des Apennin. Die Emilia-Romagna, wo sich die namensgebende Burg Canossa befindet, wurde zum Kerngebiet ihrer Herrschaft, die sich um 1050 vom Gardasee über die Emilia-Romagna, die Markgrafschaft Tuscien bis hinunter ins Herzogtum Spoleto in der Mitte der italienischen Halbinsel erstreckte. Die Bedeutung der Familie Canossa trat besonders während des Investiturstreites hervor. Sie starb mit Mathilde von Canossa, der Erbin der Mathildischen Güter (1046–1115) aus. Eine gleichnamige, nicht verwandte Familie, erhielt in der frühen Neuzeit in Mantua das Adelsprivileg erneut verliehen mit dem gleichen Wappen. Dieses Geschlecht existiert noch. Die früheste Überlieferung zur Geschichte des Hauses Canossa erwähnt einen Langobardenfürsten Sigifredus von Canossa Anfang des 10. Jahrhunderts, der über Lehensbesitz in der Gegend von Lucca und umfangreichen Besitz in der Lombardei verfügte. Sein Sohn Goffredo war von 970 bis 976 Bischof von Brescia und von 976 bis zu seinem Tode 998 Bischof von Luni. Sigifredus Sohn Adalbert Atto von Canossa (* 939, † 13. Februar 988) trat die Nachfolge seines Vaters an und begann den Besitz durch die Anlage zahlreicher Burgen zu sichern, darunter auch 945 bis 950 die Befestigung des Felsens von Canossa. Seit 984 wurde er in den Urkunden als Markgraf bezeichnet und erhielt als Lehen die Grafschaften Parma, Piacenza, Bergamo, Cremona und Brescia.[1] Der Ehe Adalberts mit Hildegard entstammte sein Sohn Thedaldo, der von 988 bis zu seinem Tode am 8. Mai 1012 regierte. Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung um das Jahr 1050 erstreckte sich das Herrschaftsgebiet derer von Canossa vom Gardasee bis zum oberen Latium, darunter die Städte wie Mantua, Modena, Ferrara, Florenz und Perugia. Die heutige Reggio nell’Emilia war das Zentrum der militärischen Macht und somit des politischen Geschehens. Im Laufe von etwas mehr als einem Jahrhundert ließ die Familie die Stützpunkte an den Straßen vom Apennin bis zur Poebene ausbauen, um somit die wichtigsten Handelsstrecken zwischen Italien und Mitteleuropa und der Adria unter ihre Kontrolle zu bringen. Diese Strategie ermöglichte dem Haus, seine Position zu festigen und war eine Quelle seines Reichtums und seiner Macht. Einer der wichtigsten Stützpunkte war die Burg Canossa in Canossa. | VON CANOSSA, Theobald (I37180)
|
| 1836 | Die CHATTUARIER (auch: Hattuarier, Chattwarier, Chasuaren, Hasuarier, Chasuarier, Kasuarier und Attuarier; Lateinisch Attuarii und Atthuarii; griechisch Χαττουάριοι Chattouarioi; Altenglisch Hetware) waren ein Rhein-Weser-germanischer Stamm, der ursprünglich wohl im nördlichen Hessen an Eder und Fulda siedelte, in den ersten Jahrhunderten nach Christus aber in das Gebiet der unteren Ruhr, der Lippe und des Münsterlandes zog. Der Flussname HETTER und einige Stadtnamen wie Hattingen erinnert noch heute an sie. Sie waren Nachbarn der Brukterer und Chamaven und schlossen sich mit diesen und weiteren Stämmen im 4. Jahrhundert zum Stammesbund der Rheinfranken zusammen. Nach ihnen war HATTUARIEEN benannt, eine mittelalterliche Grafschaft im rheinfränkischen und Heiligen Römischen Reich. Amalgars Familie gehörte dem Volk der Burgunden an, wie die Bildung seines Personennamens aus dem ostgermanischen Amal-Stamm nahelegt, und gelangte im Rahmen der burgundischen Herrschaftsausweitung unter König Gundobad in die Region der Saône-Ebene. Die Schlacht von Autun im Jahr 532 beendete zwar die burgundische Selbständigkeit, aber die Familie blieb auch unter fränkischer Herrschaft im Gebiet zwischen Dijon und Besançon begütert und einflussreich. Aufgrund des unter den burgundischen Herzögen selten auftretenden Amal-Stammes vermuten Mediävisten, dass Amalgar Enkel jenes Dux Amalo (530–589) war, der in Band 9 der Zehn Bücher Geschichten (Decem libri historiarum) des Gregor von Tours ausdrücklich benannt wird. Die erstmalige Erwähnung Amalgars als Dux findet sich in der Chronik des Fredegar für das Jahr 629, die Forschung geht aber gemeinhin davon aus, dass er bereits unter der Herrschaft von Chlotar II. die Herzogswürde verliehen bekam. König Dagobert I. hatte nach Chlotars Tod die Herrschaft im Frankenreich übernommen und seinen Halbbruder Charibert II., der als einfältig (simplex) beschrieben wurde, bei der üblichen Erbteilung übergangen. Wie Fredegar berichtet, war der König auf Druck neustrischer Adliger um Chariberts Onkel Brodulf gezwungen, seinem Halbbruder das Unterkönigreich in Aquitanien abzutreten. Um die Durchsetzung neustrischer Partikularinteressen im Frankenreich für die Zukunft zu verhindern, beschloss Dagobert, den einflussreichen Onkel Chariberts beseitigen zu lassen. 630 wurde Brodulf, der sich auf dem Weg nach Aquitanien befand, auf Betreiben des Frankenkönigs während eines Aufenthaltes im burgundischen Saint-Jean-de-Losne gemeinschaftlich von Amalgar, dem Dux Arnebert und dem Patricius Willibad ermordet. | ..., Amalgar (I36621)
|
| 1837 | Die Christianslegende ist eine mittelalterliche Quelle zur Geschichte Böhmens. Sie schildert die Christianisierung des Landes sowie das Leben und den Tod der Heiligen Ludmilla und Wenzel. Die Legende wurde lange für eine spätmittelalterliche Fälschung gehalten. Die Forschung ist sich jedoch mittlerweile weitgehend einig, dass sie am Ende des 10. Jahrhunderts entstand. Das Werk wird nach seinem Anfangssatz auch Vita et passio sancti Wenceslai et sancte Ludmile ave eius (Leben und Tod des heiligen Wenzel und seiner Großmutter, der heiligen Ludmilla) genannt, ist also in erster Linie eine Heiligenlegende. Im Prolog tut der Verfasser seine Absicht kund, die Geschichte vom Leben und Märtyrertod der beiden ersten Heiligen des Landes zu schildern. In den folgenden zehn Kapiteln nimmt das Werk jedoch eher den Charakter einer Chronik an. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Mission der Slawenapostel Kyrill und Methodius in Mähren; das zweite erzählt die Abstammungssage der Přemysliden, die Berufung des Pflügers Přemysl auf den Fürstenthron, und schildert die Taufe des Fürsten Bořivoj in Mähren und den nachfolgenden Aufstand in Böhmen gegen die neue Religion. Erst im dritten und vierten Kapitel kommt der Verfasser auf Ludmilla und ihren Tod in Tetín zu sprechen. Das fünfte bis siebte Kapitel ist dem Leben ihres Enkels Wenzel und dem Brudermord in Stará Boleslav gewidmet, das achte bis zehnte dann den Wundern, die sich nach seinem Tod ereigneten. Die Abstammungssage der Přemysliden taucht bei Christian erstmals in der schriftlichen Überlieferung auf. Doch auch für wesentliche Fakten der frühen böhmischen Geschichte, beispielsweise die Fürstentaufe in Mähren oder die Unruhen und Machtkämpfe, die den Aufstieg der Přemysliden-Dynastie zu Beginn des 10. Jahrhunderts begleiteten, ist die Christianslegende die erste, manchmal sogar die einzige Quelle. Die Frage nach ihrer Echtheit ist daher für die historische Forschung von entscheidender Bedeutung. | N., N. (I36288)
|
| 1838 | Die Christianslegende und die Chronica Boemorum, von dem böhmischen Geschichtsschreiber Cosmas von Prag in den Jahren 1119 - 1125 verfasst, nannten ihn einen Fürst(dux) der PSCHOWANEN; EIN WESTSLAWISCHER STAMM oder ein Herrschaftsgebiet im Böhmischen Becken im heutigen Tschechien. Der Prolog über die heilige Ludmila bezeichnete ihn als einen Fürsten der sorbischen MILZENER. Nach einer lokalen Legende soll Slavibor für seinen Sohn Housek die Burg Houska errichtet haben lassen. Burg Houska (deutsch Hauska) befindet sich in Blatce südlich von Doksy (Hirschberg) in der Daubaer Schweiz in Tschechien. Sie steht auf einer prismenförmigen Säule aus Sandstein. Typisch für Houska ist der Sgraffito-Schmuck an der Fassade. | VON BÖHMEN, Slavibor (I36287)
|
| 1839 | Die Chronik von Saint-Maixent und Ademar von Chabannes sind die Hauptquellen für seine Herrschaft. Er machte gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder Theobald, der jung starb, vor 1018 Schenkungen an Saint-Cyprien. Er lebte für die Nachfolge seines Onkels in der Gascogne, erhielt sie 1032 aber nur teilweise: Berengar, ein Enkel Sanchos VI., tritt als Graf von Gascogne bis 1036 auf, entweder aus eigenem Recht oder als Odos Regent. Odo folgte 1038 seinem Halbbruder Wilhelm VI. als Herzog von Aquitanien. Um seine Rechte in Poitou musste er gegen seine Stiefmutter Agnes von Burgund und seinen Halbbruder Wilhelm VII. kämpfen. Er starb in einem Gefecht bei Mauzé bei der Verteidigung seines kürzlich erworbenen Titels. Er wurde in der Abtei Saint-Pierre in Maillezais neben seinem Vater und seinem Bruder beerdigt | (AQUITANIEN), Odo (I37643)
|
| 1840 | Die deutsch-jüdische Familie Heine, die seit dem 17. Jahrhundert in Bückeburg nachweisbar ist, brachte eine Vielzahl von Kaufleuten, Bankiers, Unternehmern, Akademikern und Künstlern hervor. Am bekanntesten ist der Dichter Heinrich Heine. Name und Herkunft Der Familienname „Heine“ leitet sich von einem nur namentlich bekannten „Chaim“ ab. Dessen Sohn Jitzchak ben Chajim wurde in nichtjüdischen Quellen mit Isaak Heine wiedergegeben. Mit der Zeit setzte sich das Patronym gegen die innerhalb der jüdischen Gemeinde benutzte Herkunftsbezeichnung „Bückeburg“ durch und wurde so zum Familiennamen. Der Stammvater Isaak (Jitzchak) lebte etwa von 1654 bis 1734 und war Hoffaktor des Grafen Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg. Seine Söhne wurden Hoflieferanten und Hofbankiers in Bückeburg und Hannover. Weitere Zweige der Familie waren in Hamburg, Bordeaux, Berlin, Düsseldorf und Wien ansässig. Gustav Heine, der Bruder Heinrich Heines, wurde am 30. März 1867 in den österreichischen Ritterstand erhoben und trug als österreichischer Freiherr ab dem 24. September 1870 den Namen „von Heine-Geldern“. | HEINE, Isaak (I60451)
|
| 1841 | die die beiden Linien der Familie 1402 wieder zusammenführten. Johann IV. heiratete 1383 Anna von Katzenelnbogen, eine entfernte Cousine aus der älteren Linie des Geschlechts und hatte mit ihr mindestens einen Sohn, Graf Philipp I. (1402–1479) | VON KATZENELBOGEN, Johann IV. (I1671)
|
| 1842 | Die E. vom Glas gehörten seit ihrer Einbürgerung zu den Zürcher Spitzengeschlechtern. Die Söhne des Schultheissen Johannes (geb. 1294) erwarben im 14. Jahrhundert das Bürgerrecht der Stadt Zürich: Heinrich heiratete in erster Ehe Margaretha zum Thor, in zweiter Ehe Regula Manesse von Manegg. Im 16. Jh. bestanden zwei Linien: Die Nachkommen von Bürgermeister Rudolf (->), Herrn zu Dübelstein, dessen Enkel Niclaus 1527 das Zürcher Bürgerrecht aufgab, nach Basel zog und sich nach der Heirat mit Ursula Grieb von und zu Binningen E. von Binningen nannte. Die Nachfahren von Rudolfs Bruder Hans blieben vorerst in Zürich, wo sie als reiche Kaufleute eine bedeutende wirtschaftl. und soziale Stellung innehatten. | ESCHER, Johannes (I3434)
|
| 1843 | Die Ebstorfer Märtyrer fanden am 2. Februar 880 das Martyrium( sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen leiden und dafür den Tod erdulden.) In der Schlacht des sächsischen Heeres gegen die heidnischen Normannen bei Ebekestorpe, dem heutigen Ebstorf in der Lüneburger Heide, wurden mehrere Grafen, Bischöfe, Herzöge und Edle getötet. Die sogenannte Normannenschlacht endete mit einer erheblichen Niederlage für das Sachsenheer. Brun fiel am 2. Februar 880 im Kampf gegen die Normannen (siehe Normannenschlacht 880) in der Lüneburger Heide. Brun wird zu den sogenannten Ebstorfer Märtyrern gezählt. Das Ereignis fand Eingang in die zeitgenössische Geschichtsschreibung der fuldischen Annalen, und der Toten wurde in den Totenannalen desselben Klosters als Graf und Bruder der Königin, comes et fr(ater), gedacht. Sogar in das entfernte Kloster Reichenau sandte man ihre Namen, die dort in das Verbrüderungsbuch eingetragen werden. Bruns Erbe als Haupt der Liudolfinger trat sein Bruder Otto der Erlauchte an. In der älteren Forschung war es unbestritten, dass die Liudolfinger in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts die führende Stellung in Sachsen einnahmen. Bereits der 866 verstorbene Stammvater Liudolf galt als „Stammesherzog“, dem seine Söhne Brun und Otto in seinem Rang folgten. Die jüngere Forschung beurteilt diese Ansicht zurückhaltender. Die Entstehung des „jüngeren Stammesherzogtums“ in Sachsen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts ist heute Gegenstand intensiver Neubewertung. | VON SACHSEN, Erbsdorfer Märtyrer Erbsdorfer Märtyrer Brun (I22555)
|
| 1844 | Die Edelherren von Büren waren ein westfälisches Adelsgeschlecht. Sie waren Inhaber der Herrschaft Büren (Bürener Land). Später waren sie zeitweise eine der mächtigsten Familien im Bistum Paderborn und einflussreich auch in benachbarten Gebieten, etwa im heutigen Sauerland. Ihre Stammburg war vermutlich die abgegangene Burg Büren. Das hier behandelte Geschlecht ist von den Herren von Büren zu Unna, den Herren von Büren zu Marsberg und den Herren von Büren genannt Sybertinch zu unterscheiden. Im 12. Jahrhundert erscheinen die Edelherren von Büren erstmals als Untergebene der Grafen von Schwalenberg in deren Funktion als Vögte der Paderborner Bischöfe. Nach Tönsmeyer ist der Edelherr Dietmar von Padberg, der Bruder von Erpo II. von Padberg, identisch mit dem ersten Edelherrn Dietmar von Büren. Um das Jahr 1150 traten sie in familiäre Beziehung zur Ministerialenfamilie von Vesperde. Am Zusammenfluss von Alme und Afte erbauten sie in dieser Zeit eine Burg. Diese war günstig am Handelsweg zwischen Lippstadt, Marsberg und Warburg gelegen. Sie standen auch in einem engen Verhältnis zu den Grafen von Arnsberg. Nachdem die Schwalenberger die Vogtei über das Bistum Paderborn verloren hatten, orientierten sich auch die Herren von Büren um. Berthold und Dietmar von Büren wurden 1195 Gründer der Stadt Büren. Die Brüder übertrugen ihre Besitzungen dem Bischof von Paderborn und erhielten im Gegenzug die Erlaubnis zur Stadtgründung sowie finanzielle Unterstützung beim Bau der Stadtbefestigung, Münz- und Zollrechte sowie weitere geldwerte Vorteile. Die Stadtgründung hatte für die Paderborner eine wichtige strategische Bedeutung, lag diese doch an der Grenze zu den Besitzungen des Erzbistums Köln. Die Herren von Büren waren zeitweise im Gefolge der Paderborner, zeitweise in dem der Kölner Bischöfe zu finden. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts erreichte der Einfluss der Edelherren von Büren ihren Höhepunkt. Mit Wünnenberg gründeten sie eine weitere Stadt. Ihr Besitz reichte von Altengeseke im Westen, über das Sintfeld bis in die Gegend von Dalheim. Außerdem besaßen sie erheblichen Besitz in der Gegend von Düdinghausen, Deifeld und Grönebach. Hinzu kamen zahlreiche weitere Gerechtsame. Zeitweise schien es, als ob die Edelherren sich auf dem Weg zu einer Landesherrschaft befänden. Sie verfügten über eine Reihe von Ministerialen. Die Entwicklung zu einer Territorialherrschaft scheiterte an innerfamiliären Konflikten, Auseinandersetzungen mit der Bürgerschaft und dem Druck der Paderborner Bischöfe. Eine Linie mit Sitz auf der Wewelsburg musste ihren Besitz inklusive der Hälfte der Stadt Büren an den Bischof von Paderborn verpfänden. Später sah sie sich sogar zum Verkauf genötigt. Seither residierte ein Amtmann des Bischofs in der Stadt Büren. Als es 1291/92 zu einem Pogrom gegen die jüdischen Einwohner der Stadt kam, an dem sowohl Edelherren wie Bürger ihren Anteil hatten, wurden sie vom Bischof von Paderborn als Sühneleistung zum Bau einer Kapelle gezwungen. Obwohl den Edelherren der Aufbau einer unabhängigen Landesherrschaft nicht gelungen war, gehörten sie im Bistum bzw. Hochstift Paderborn zu den mächtigsten Adelsfamilien. Während der Reformation bekannte sich das Geschlecht zum Calvinismus. Gleichwohl wurden Mitglieder der Familie auch in der Folge zu Statthaltern der Fürstbischöfe. Ein offenbar katholisch gebliebenes, aber verheiratetes, Familienmitglied war z. B. der Domkellner (Cellerar) und Domkantor von Münster, Melchior von Büren (* 1480 in Davensberg, † 1546 in Münster). Der letzte des Geschlechts, Moritz von Büren, trat in den Jesuitenorden ein. Als er 1661 kinderlos starb, vermachte er die Herrschaft Büren seinem Orden. Dies führte zu langen Erbstreitigkeiten. Erst 1714 konnten die Fürstbischöfe ihren Anspruch mit Hilfe des Jesuiten Vitus Georg Tönnemann durchsetzen. Wappen Blasonierung des Stammwappens: Das Wappen zeigt in Silber einen schwarzen, gold gekrönten Löwen. Auf dem gekrönten Helm mit schwarz-silbernen Decken der Löwe wachsend zwischen einem silbernen Flug. Blasonierung des Freiherrenwappens: Geviert mit Herzschild. In letzterem in Rot ein silberner Wechselzinnenbalken (siehe Wappen der Grafschaft Buren; siehe auch Buren (Gelderland)). Felder 1 und 4 in Silber ein nach innen springender schwarzer, goldgekrönter Löwe (siehe Stammwappen der Edelherren). Felder 2 und 3 in Silber ein roter Rautensparren (siehe altes Wappen der Stadt Büren). Zwei gekrönte Helme: Auf Helm 1 der silberne, goldgekrönte Löwe wachsend zwischen einem silbernen, offenen Flug. Auf Helm 2 ein goldener Pfahl mit roter Spitze, obem mit einem blauen Wedel besteckt, zwischen einem offenen rot-silbern geteilten Flug mit wechselnden Farben. Die Helmdecken in schwarz-silbern und rot-silbern.[1] Fahne führt aus, dass das Geschlecht der Edelherren von Büren nach Scioppius, Pyrach und anderen älteren Genealogen eines Stammes mit dem Grafen von Büren in Holland gewesen sein soll. Die Familie habe deshalb zunächst das Wappen der holländischen Grafschaft Büren geführt. Erst später habe die Linie in Paderborn das Löwen-Wappen angenommen.[2] Vor diesem Hintergrund ist der Mittelschild des Freiherrenwappens als Referenz auf die von der Familie selbst angenommenen Abstammung von den Grafen von Büren zu verstehen. Familienmitglieder Adelheid II. von Büren († 1220), deutsche Adlige, Äbtissin von Gernrode und Frose Hugo von Büren, gründete 1152 das Kloster Sünte Marienrode in Wietmarschen Hermann von Büren (* 14. Jh.), Domherr in Münster Bertold von Büren († 1390), Domherr in Münster Hermann von Büren († 1454), Domherr in Münster Balthasar von Büren (1458–1517), Gograf und Erbauer der Pfarrkirche St. Anna in Davensberg Melchior von Büren (1480–1546), Domherr, Domkantor und Domkellner in Münster. Erbauer des Epitaphaltars in der Pfarrkirche St. Anna in Davensberg Bernhard von Büren (1564–1638), Domvikar in Münster Joachim von Büren († 1557), Domherr in Münster und Paderborn Bernhard von Büren († 1580), Vicedominus und Domherr in Münster und Paderborn Melchior von Büren (1546–1589), Domherr und Domkellner in Münster Balthasar von Büren († 1583), Domherr in Münster Wilhelm von Büren († 1618), Domvikar in Münster Arnold von Büren (1536–1614), Domdechant und Domherr in Münster Moritz von Büren (1604–1661), Freiherr von Büren und Jurist Literatur Anton Fahne: Geschichte der westphälischen Geschlechter. 1858, S. 83 ff. Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 7., vollständig überarbeitete Auflage. C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-54986-1, S. 103 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche). Reinhard Oberschelp: Die Edelherren von Büren bis zum Ende des 14. Jahrhunderts. Aschendorff, Münster 1963. Hans Dieter Tönsmeyer: Gerhao quondam dux. Zur Rolle des fränkischen Reichsadels im hessisch-sächsischen Grenzraum. In: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde (ZHG), Band 122 (2017), S. 1–24 (Digitalisat online). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 24; Band 2, Görlitz 1903, Tafel 56. Weblinks Hans-Josef Dören: Aus der Geschichte der Stadt Büren Website des Heimatvereins Büren e.V., abgerufen am 26. September 2017 Reinhard Oberschelp: Die Wewelsburg als Sitz der Edelherren von Büren im 14. Jahrhundert Westfälische Zeitschrift 1963, S. 377–383 Julius Schwieters: Die Familie von Büren zu Davensberg auf davensberg.de, abgerufen am 25. Oktober 2021 Koordinaten: 51° 33′ 21,2″ N, 8° 33′ 30″ O | OSM | Einzelnachweise Spießen (1901–1903), S. 24. Fahne (1858), S. 83 f. Spießen (1901–1903), S. 24 und Tafel 56. Spießen (1901–1903), Tafel 56. J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 1 (Souveräne und Landesfürsten), 4. Abt., T. 2: Städtewappen, Bd. 2, Nürnberg 1885, S. 241 und Tafel 247. | VON BÜREN, Elisabeth (I45655)
|
| 1845 | Die Edlen von Landenberg http://www.rambow.de/download/die-edeln-von-landenberg.pdf Peter Kessel: Historisches Famileinlexikon der Schweiz http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F111374?main_person=I322522 | VON BREITEN-LANDENBERG, Verena I. (I372)
|
| 1846 | die Ehe blieb wohl tragischerweise ohne erwachsene Kinder. Da die Kinder (berichtet werden 3 Söhne) früh starben, entschieden die Eheleute ihr Vermögen nun vollständig "zum Lobe und zur Ehre des Namens Gottes und der Gottesgebährrerin Maria und der Heiligen" einzusetzen. | VON SACHSEN, Adelheid (I36024)
|
| 1847 | Die Ehe wurde 1145 geschieden. Während Sophia mit ihrer Mutter nach Polen zurückkehrte, blieben ihre Brüder Wladimir (Wolodar) und Wisilko beim Vater zurück. Aus der ersten Ehe ihrer Mutter mit dem dänischen Prinzen und schwedischen König Magnus hatte sie einen Halbbruder, der 1146 als Knut V. König von Dänemark wurde. 1148 starb Ulvhild Håkonsdatter, die Frau von Sverker I. von Schweden, dem früheren Gegner von Rikissas erstem Mann. Mit ihm schloss Rikissa ihre dritte Ehe. Sophia begleitet ihre Mutter nach Schweden und wuchs am Hof ihres Stiefvaters auf. Dieser unterstützte die Thronansprüche von Rikissas ältestem Sohn in Dänemark, nahm ihn in Schweden auf, als er 1150 vor seinem Mitkönig Sven III. fliehen musste, und gab ihm seine Tochter Helena, Sophias Stiefschwester, zur Frau. Als Knut V. 1154 mit Unterstützung seines Cousins Waldemar, des Sohns von Knud Lavard, seinen Thron zurückerlangen konnte, wurde Sophia zur Festigung der Allianz mit Knuts neuem Mitkönig Waldemar I. verlobt. Die Hochzeit fand erst statt, nachdem Knut V. von Sven III. ermordet worden und Waldemar nach dem Sieg über Sven III. am 23. Oktober 1157 Alleinherrscher von Dänemark geworden war. Der Sage nach ermordete sie Tove, die zuvor Waldemars Geliebte gewesen war, im Bad. Nach Waldemars Tod warb der zehn Jahre jüngere Landgraf Ludwig III. der Fromme (um 1151–1190) von Thüringen um die dänische Königin. 1184 reiste Sophia mit großem Gefolge und von ihrem Sohn Knut VI. mit einer reichen Mitgift ausgestattet nach Thüringen. Doch Ludwig verstieß sie vor seinem Aufbruch zum Dritten Kreuzzug. Sophia kehrte nach Dänemark zurück, wo sie 1198 starb und in der Marienkirche (heute St. Bendt) in Ringsted neben Waldemar bestattet wurde. | VON MINSK, Sophia (I40861)
|
| 1848 | Die ehemalige Biberlinsburg Über diese ehemalige Burganlage gibt es leider sehr wenige Überlieferungen. So soll es sich angeblich auch weniger um eine herkömmliche Burg gehandelt haben als vielmehr um einen erhöht angelegten Landsitz. Von hier aus hatte man einen schönen Rundblick. Im Laufe der Zeit haben allerdings die Bäume den Ausblick stark eingegrenzt. Der normale Wanderer würde an dieser Stelle bestimmt nie ein solches Gebäude vermutet haben. So deuten auch keine Ruinen mehr auf den ehemaligen Bau hin. Das Fundament des Mauerwerkes muss man vermutlich unter den Wurzeln der Bäume begraben wissen. An dieser Stelle findet man Ruhe und Stille sanft begleitet vom Plätschern des Degenriedbächlis. Nur ab und zu wird diese Ruhe durchbrochen von Kinderrufen die vom nahegelegenen Spielplatz Degenried her stammen. Über die eigentlichen Erbauer der Burg weiss man zu berichten, dass es sich um das einstige wohlhabende Geschlecht der Biberli gehandelt hat. Sie nutzten die Biberlinsburg als ihren Stammsitz. Zugleich besass aber diese Familie auch in der Altstadt um das Jahr 1300 den Glentnerturm (bei der Rosengasse) und ein zusätzliches Wohnhaus. Der Familienname der Biberli ist im 14. Jahrhundert ausgestorben. Die Familie selber zählte zwar zu den Zürcher Ratsherrengeschlechtern nicht aber zu den eigentlichen ritterbürtigen Familien dieser Zeit. Seit dem 18. Jahrhundert taucht dann der Name Biberlinsburg in den alten Dokumenten auf. Doch gleichzeitig scheiden sich auch die Meinungen ob es sich hierbei wirklich um diese gemeinte Burganlage handelt. So wurden auch schon Stimmen laut, dass es sich hierbei um einen alten Wachtturm ausserhalb der Stadtmauern von Zürich gehandelt haben muss. | BIBERLI, Werner (I40516)
|
| 1849 | Die einzelnen Linien in der Genealogie der Etichonen werden bezeichnet als Etichonen, (im engeren Sinne) mit dem Titel eines Herzogs im Elsass Liutfriden, mit dem Titel eines Grafen im Sundgau, bzw Eberharde, mit dem Titel eines Grafen im Nordgau bzw. Grafen von Egisheim, Dagsburg und Metz. Das bekannteste Familienmitglied ist Bruno von Egisheim, der 1049 als Leo IX. Papst wurde. Leo IX., zuvor Bruno von Toul, ursprünglich Bruno von Egisheim-Dagsburg (* 21. Juni 1002; † 19. April 1054 in Rom), amtierte vom 12. Februar 1049 bis zum 19. April 1054 als Papst. Er gehörte zum Kreis der Reformbefürworter in der Umgebung der Salier und wird zum frühen Reformpapsttum gerechnet. Wegen seiner Herkunft und seiner Nähe zum salischen Kaiser gilt er als „deutscher“ Papst. | N., Ava (I35631)
|
| 1850 | Die einzige Tochter Ayomos, Henriette, heiratete 1269 Humbert von Montferrand. Dadurch gelangte die Familie Montferrand in den Besitz von La Sarra , welche das Wappen und den Namen weiter nutzten. | VON LA SARRA, Henriette (I39037)
|