Strauss Genealogie


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1951 Erbteilung 1628

Als auch Itelecks letzter Bruder gestorben war, gelangten alle schönauischen Güter im Elsass, dem Breisgau und im Allgäu (abgesehen vom Besitz der Laufenburger Linie) in die Hand von Itelecks Witwe Beatrix. Sie verwaltete die zahlreichen Besitzungen, bis die Kinder volljährig waren. Ein Sohn starb früh, so dass das Erbe unter vier Brüdern aufgeteilt wurde.

Die „Brüderliche Abtheyllung“ von 1628 war ein wichtiger Einschnitt in der Familiengeschichte. Sie führte schließlich zur Aufteilung des Erbes und zur Bildung der vier neuen Linien:

- Marx Jakob, Zell, überdauert bis 1845
- Otto Rudolf, Oeschgen, Säckingen, überdauert bis 1799
- Hans Hürus, Wehr, überdauert bis heute
- Heinrich Hürus, Schwörstadt, überdauert bis 1811

Mit der Bildung dieser Linien begann eine Blütezeit der Herren von Schönau. Es gab eheliche Verbindungen zwischen den Linien, so dass deren frühe Angehörige teilweise auch Vorfahren der noch bestehenden Linie Schönau-Wehr sind.

Zitat aus: https://www.wehr.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Stadtinfo/Die_Erbteilung_von_1628.pdf


Vom Schlage getroffen
Nur über Iteleck, verheiratet mit Beatrix von Reischach aus dem Hegau, setzte
sich die Hauptlinie fort, während die Linie Schönau-Laufenburg ausstarb. Von
Iteleck berichtet das Säckinger Totenbuch zum Jahr 1600, dass er „vom
Schlage tödlich getroffen, von seinem Pferd mitgeschleppt wurde, bis er verschied auf dem Felde bei Säckingen“. Er befand sich auf dem Ritt vom Schloss
Schönau in Säckingen zu dem Schlösschen in Oeschgen im Fricktal, wo die
Herren von Schönau 1475 durch Kauf eine eigene Herrschaft erworben hatten.
An seinen Tod erinnern die Schönauer Kreuze in Stein auf der Schweizer Seite
der gedeckten Holzbrücke.

In einer Hand
Als auch Itelecks letzter Bruder gestorben war, gelangten alle schönauischen Güter im Elsass, dem Breisgau und im Allgäu (abgesehen vom Besitz
der Laufenburger Linie) in die Hand von Itelecks Witwe Beatrix. Sie verwaltete die zahlreichen Besitzungen, bis die Kinder volljährig waren. Ein
Sohn starb früh, so dass das Erbe unter vier Brüdern aufgeteilt wurde.
Brüderliche Erbteilung
Die „Brüderliche Abtheyllung“ von 1628 war ein wichtiger Einschnitt in
der Familiengeschichte. Sie führte schließlich zur Aufteilung des Erbes
und zur Bildung der vier neuen Linien:
Gründer Sitze/
Linienname
Dauer
Otto Rudolf Oeschgen, Säckingen bis 1799
Heinrich Hürus Schwörstadt bis 1811
Marx Jacob Zell bis 1845
Hans Hürus Wehr bis heute

Die Blütezeit
Mit der Bildung dieser Linien begann eine Blütezeit der Herren von
Schönau. Es gab eheliche Verbindungen zwischen den Linien, so dass
deren frühe Angehörige teilweise auch Vorfahren der noch bestehenden
Linie Schönau-Wehr sind.

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F113666?main_person=I330705


Iteleck von Schönau und N. Kirchhofer, der Großvater von Franz WErner Kirchhofer werden zusammen als Vormund der Kinder des Franz Konrad Reich von Reichenstein (Rittergeschlecht) genannt. 
VON SCHÖNAU, Iteleck (I46670)
 
1952 Erbtochter von König Alfons VI. (LEÓN), Urraca (I40411)
 
1953 Ereignis Grossrat ‎von: 1331 an 1335 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis anerkennt die neue Verfassung Zürichs ‎1336 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE 
MANESSE, Heinrich II. (I11104)
 
1954 Ereignis Kastlan ‎1410 in Estavayer, La Broye, FR, CHE VON GLANE, Jakob (I39016)
 
1955 Ereignis Vogt ‎von: 1332 an 1335 in ,,VD, CHE VON LA SARRA, Aimo (I40006)
 
1956 Erenst taucht nach 1705 nicht mehr in Lingener Urkunden auf.
(deshalb auch "Dominij Erenst Sluiter", obwohl er kein Pfarrer war) 
SLUYTER, Philipp Ernst (I18990)
 
1957 Erhält mit anderen Mitgliedern der „roten Zollikofer“ am 19.10.1578 von Kaiser Rudolf II. einen Adelsbrief über den erblichen Adelsstand und eine
Wappenverbesserung.

Eine weitere Stiftung dieser Familie wurde von den Brüdern Joachim, Ratsherr, Laurenz, David und Leonhard, den Söhnen von Laurenz dem Älteren sel. wie auch von Georg sen. und seinen Söhnen (Georg, Daniel, Nikolaus, Tobias, Leonhard und Kaspar) im Betrag von 3000 Gulden gemacht.
Dazu öffneten sie den von Leonhard Zollikofer sen., Seckelmeister und des Rats gestifteten Fond für arme Schüler um 500 Gulden Hauptgut (Kapital) und davon einen Zins von 25 Gulden jährlich. 
ZOLLIKOFER VON ALTENKLINGEN, ´Junker` Leonhard (I36987)
 
1958 erhält zusammen mit
Frau & Sohn Friedrich 1352 die Vogtei Oberwil bei Bremgarten geliehen, 
STAGEL \ STAGL, Friedrich (I7963)
 
1959 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 260r: Gestorben 9.10.1679. Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). Studium in Genf 1624 (Matrikel der Akademie Genf im April 1624, "Tig. Heluet."). Amtmann zu Küsnacht ZH. BLARER VOM WARTENSEE, Johann Jakob (I28578)
 
1960 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 260v. Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). BLARER VOM WARTENSEE, Katharina (I28658)
 
1961 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 37r. Amtmann zu Rüti 1641 und Ratsherr in Zürich ZH 1658 sowie Obervogt zu Birmensdorf ZH. Tod lt. David von Moos, Thuricum sepultum .... (Grabschriften .. zum grossen Münster in Zürich ...), 1. Teil, 1778, S. 115, am 19.9.1672 (nicht: 20.9.1662). ESCHER VOM LUCHS, Marx (Johann Markus) (I32235)
 
1962 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 40v. FNB: a für Escher in Zürich ZH. Alter bei Tod: 62 Jahre. ESCHER VOM LUCHS, Dorothea (I28579)
 
1963 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 41r. Henrich Fels (1607 bis 1671), Das Felsische Hausbuch, Teil 7, Blatt 21 (im Stadtarchiv von St. Gallen). FNB: a für Escher in Zürich ZH. Patin in Heidelberg am 5.12.1652 (ließ sich vertreten). Alter bei Tod: 42 Jahre. ESCHER VOM LUCHS, Barbara (I1097)
 
1964 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 3, Teil 2, S. 364r. OFB Stein am Rhein SH (Online-Fassung). FNB: Fehlanzeige für Heidegger in Zürich ZH. Studium in Zürich (Veröffentlichung: Disputatio de syllogismo sophistico, eiusque solutione / quam ... praeside Joh. Henrico Hottingero ... pro consequendo examine philosophico alternatim sequentes ventilabunt candidati Casparus Esslingerus, Georgius Brunnerus, Conradus Heideggerus, Georgius Gloggerus, Conradus Moeslinus, Rodolphus Hofmannus, Rodolphus Balberus, Casparus Hessius, Pelagius Freihoferus, Conradus Meierus, Zürich 1654). Diakon 1657 und Pfarrer 1677 in Stein am Rhein SH. HEIDEGGER, Johann Konrad (I16941)
 
1965 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 3, Teil 2, S. 384r (mit Bildnis S. 379r). (Studium und) Dr. med. in Heidelberg am 10.11.1681. Veröffentlichung: Disputatio Inauguralis Medica. De Pleuritide / Quam ... In Perantiqua Electorali Heidelbergensi Universitate. Praeside ... Dn. Frid. Christ. Winclero ... Pro ... Privilegiis Ac Insignibus Doctoralibus ... Publico Eruditorum Examini Subiicit Philippus Conradus Heideggerus Helvetio-Tigurinus. Ad d. .. Novembr. Anno M.DC.LXXXI, Heidelberg 1681 (VD17 23:268771G). Glückwünsche zur Promotion: Glükkwünschendes Zuruffen/ Welches Denen WohlEdlen und Hochgelahrten Herrn Hn. Johann Philipp Elwert/ Hn. Johann Daniel Geiern/ Hn. Johann Jacob Martini, Hn. Daniel Bscherer/ Hn. Anthon Blommart/ Hn. Philipp Conrad Heideggern/ Als Dieselbe Den 10. Novembr. A. 1681 ... Doctores der Artzeney öffentlich erkläret wurden... in wenigen Zeilen eyligst abfassete Joh. Laurentius Crollius, Philosoph. & G. L. Prof. Ordin., Heidelberg 1681 (VD17 29:727030D). 1682 in NL Leiden (Matrikel der Universität Leiden am 8.6.1682). Stadtarzt in Stein am Rhein SH 1684, Arzt in Brugg AG 1698 und dann in Frankreich. Pate in Erlangen am 28.4.1697. Todesdatum lt. Portrait. Alter bei Tod: 69 Jahre (?). HEIDEGGER, Dr. med Dr. med Philipp Konrad (I28714)
 
1966 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 3, Teil 2, S. 393v. FNB: Fehlanzeige für Heidegger in Zürich ZH. Studium in Zürich ZH (Veröffentlichung bei http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/10438798: Hē d�?rea tou theou : dissertatio theologica ex I. Cor. I. v. 30. secunda, qua demonstratur Christum a Deo credentibus factum esse Iesum / eam, aspirante divina gratiâ, praeside Ioh. Casparo Wolphio ..., pro consequendo examine theologico publicè defendent quorum nomina inversa facies praefert [Jacobus Heideggerus et al.], loco horisque solitis, d. Iun., Zürich 1687). Matrikel der Hohen Schule Herborn am 27.10.1688, "Tigurinus Helvetius, verbi divini minister". Promotion bei Johann Rudolph Ott in Zürich (Miscellaneae positiones philosophicae / quas, una cum epilogo dissertationis historicae, De Helvetia, praeside Joh. Rodolpho Ottio ... ad obtinendum examen philosophicum pro viribus defendent Joh. Jacobus Heidegerus, Joh. Henricus Balberus, Joh. Jacobus Kilchspergerus ..., Zürich 1695). Quartier-Leutnant und Hauptmann in Zürich. Emigration nach England; wurde 1707 in London als Theaterunternehmer (impresario) erwähnt. Von Königin Anna Stuart und den Königen Georg I. und Georg II. begünstigt, war er 1713/38 kaufmänn. Direktor des Queens Theatre in Haymarket und 1719/28 der Royal Academy of Music. Als Regisseur brachte er Opern von Alessandro Scarlatti, Antonio Maria Bononcini und Georg Friedrich Händel, mit dem er freundschaftlich verbunden war, auf die Bühne. Bis in die 1740er Jahre blieb er als Theaterunternehmer tätig. Er war in London auch für Maskenbälle bekannt, die er organisierte. Diese von Adeligen und reichen Bürgern besuchten Bälle wurden von kirchl. Seite als unmoralisch kritisiert. Von Georg II. wurde er zum Master of Revels (Leiter der Hoffeste) ernannt. In England ist er unter dem Namen John James H. bekannt (Historisches Lexikon der Schweiz). Pate in Zürich ZH als V.D.M. am 21.5.1691. Tod verkündet in den Zürcher "Donnstags-Nachrichten" vom 9.10.1749. HEIDEGGER, Prof. theol. Prof. theol. Johann Jacob (I28711)
 
1967 Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 5, S. 66v. DGB 65 (1929), S. 201. Thurgauer Pfarrerbuch, 1863, S. 15. FNB: a für Lavater in Zürich ZH. Pfarrer in Speicher AR 1630/35 und Gachnang TG 1635/77 (nicht: Gächlingen SH!); resignierte zu Gunsten seines älteren Sohnes Hans Heinrich. Keine (weiteren) Kindstaufen in Speicher AR 1632/35. Geburts- und Todesdatum lt. Portrait (http://www.e-rara.ch/zuz/periodical/titleinfo/12104644): "Natus die Martini. 1608. Denatus d. 17 octobr: 1685. aetat 77." LAVATER, Johann Jakob (I12829)
 
1968 erhielt vom Kloster Oetenbach als Lehen die Mühle an der Sihl, später "Werdmühle" genannt. Zeichnet sich im Alten Zürichkrieg beim Sturm der Eidgenossen auf Zürich aus.

Wollishofen ist ein Quartier der Stadt Zürich.
Zwischen Sihl und Zürichsee gelegen, bildet es die südliche Grenze des Stadtgebiets am linken Seeufer. Der See nimmt 28,5 % (1,64 km²) der Gesamtfläche des Quartiers ein. Im Süden grenzt Wollishofen an die Gemeinden Adliswil und Kilchberg.  
BLUNTSCHLI, Johannes (I1699)
 
1969 erhielt Winkelbach vom Vater, reicher Kaufmann MAIER, Ulrich (I9972)
 
1970 Erik hatte zwar seinen ungefähr zwölf Jahre alten außerehelichen Sohn Harald Kesja zum Nachfolger ausersehen, aber die Aristokraten wählten Niels.

1104 heiratete Niels in erster Ehe Margarethe Fredkulla, Witwe des 1103 gefallenen Königs Magnus Berrføt von Norwegen und Tochter des schwedischen Königs Inge Stenkilsson. Mit ihr hatte er die Söhne Magnus der Starke und Ingo sowie die Tochter Ingrid. In zweiter Ehe war Niels mit Ulvhild Håkonsdatter verheiratet.[1] Nach Saxo Grammaticus entführte sie Sverker I. von Schweden und machte sie zu seiner Frau.

Die ersten 25 Jahre seiner Regierungszeit verliefen friedlich. Das Verhältnis des Staates zur Kirche unter dem Erzbischof Asker von Lund entwickelte sich positiv. Niels führte den Kirchenzehnten ein. Als erster dänischer König nannte sich Niels „König von Gottes Gnaden“. Er beschränkte auch die Zahl seines Gefolges, was die Unterbringungskosten des Reisekönigs herabsetzte. Er setzte seine dadurch freigewordenen Gefolgsleute (hirðmenn) überall im Lande als seine Amtsleute ein, die Bußen einzutreiben hatten, Wracks in Beschlag legten und Erbschaften für den König entgegennahmen, wo kein natürlicher Erbe vorhanden war. Auf König Niels geht der Bau der Burg zu Ribe zurück.

Knud, der Sohn seines Bruders Erik, war bei den Schleswigern sehr populär, so dass sie ihn 1119 zum Schutzherrn wählten. Niels’ Sohn Magnus sah in ihm einen gefährlichen Thronkonkurrenten und ermordete ihn am 7. Januar 1131 in der Nähe von Ringsted. Dies löste einen mehrjährigen Bürgerkrieg zwischen Niels und seinem Sohn Magnus auf der einen Seite und Erik Emune, dem Halbbruder Knud Lavards auf der anderen Seite aus.

Als Papst Innozenz II. die Selbständigkeit der dänischen Kirchenprovinz Lund aufhob und sie wieder Hamburg-Bremen unterstellte, wandten sich Erzbischof Asker und das mächtige Häuptlingsgeschlecht „Hvide“ aus Sjælland von Niels und Magnus ab, die sie dafür verantwortlich machten, und schlossen sich Erik Emune an. Am 11. Juni 1134 kam es zur Schlacht bei Fodevig in der Nähe von Lund. Die Schlacht endete mit einer totalen Niederlage von Niels und Magnus, weil eine (wahrscheinlich deutsche) Rittertruppe von 300 Mann das Heer des Königs ganz überraschend angriff und ihm keine Zeit ließ, sich in Schlachtordnung aufzustellen. Magnus und fünf Bischöfe, die die Partei von Niels ergriffen hatten, fielen. Niels floh in einer völligen Überschätzung seiner königlichen Autorität ausgerechnet nach Schleswig. Dort töteten die Schleswiger Bewohner König Niels aus Rache für die Ermordung ihres geliebten Knud Lavard.

Er war der letzte der Söhne von Sven Estridsson auf dem dänischen Thron. 
(DÄNEMARK), Niels (I40854)
 
1971 Erlenhof bei Mappersheim (Zweigeschossiges Herrenhaus über Bruchsteinsockel mit Haubenwalmdach und zweiläufiger Freitreppe)
zu Tochter Helena Dorothea:
" In Goethe`s Warheit und Dichtung erscheint diese uns stets rätselhafte MAMSELLE DELPH als DEMOISELLE DELPH vielleicht gewesene Schauspielerin, die GOETHE mit seiner LILLY ohne Zeremonien zusammengab, ihn auch für den badischen Fürstedienst gewinnen wollte, und ihn nach der Belagertung von Mainz als Freund empfing, wobei SCHLOSSER anwesend war. Dieser ihrer heroischen Art blieb sie treu, als sie mich KARL FRIEDRICH vorstellen wollte, al sie brucer FWERDINAND mit fräulein SCHEWE ganz prosaisch verkuppelte, ihn weidlich auslachte, wen er ihr seine täglichen Fortschritte in meiner gegenwart erzählte; ´der Apothekernarr` sagte sie."...
"Ohne ein allzukleinliches Bild jener Tante (Helena Dorothea Delph)zu zeichen, bemerke ich zur Ergötzung der Leser: Sei war, als sie noch ihr Schnitwarengeschäft in Lyoner Seidenstoff betrieb, listig und energisch genug, Diebe zu wittern, zu fangen und einzuliefern. Sie war wissenschaftlich beinahe gelehrt, fromm ohne Muckerei, imponierrend bis zur Lächerlichkeit.
Sie hatte viele Bekantschaften und knüpfte dreist an, wo sie derer begehrte. Standhaft im Haß, kalt in der Zuneigung, lebte sie isoliert mehr bei den Entfernten und Toten, als bei den Anwesend Lebenden. Zuweilen besuchte sie den edlen Schwärmer JUNGSTILLING, um über seine Geistseherei zu spotten; verehrte dagegen LAVATER, KLOPPSTOCK, HALLER, GELLERT und den alten RABNER, betete laut mit Pathos ZOLLIKOFERS (1) Gebete, während PITT, VOLTAIR, ROUSSEAU keine Gnade fanden vor ihrem Urteil. Schwazer Kaffee, feinster Marokko Schnupftabak waren ihre Reizmittel."
aus ´Lebensbilder` von Carl Heinrich Ferdinand Henking
(1) Anmerkung Gisela Strauss: Evtl. dieser Zollikofer und diese Gebete gemeint:
ZOLLIKOFER: Georg Joachim "Andachtsübungen und Gebete zum Privatgebrauch für nachdenkende und gutgesinnte Christen"Leipzig : bey M.G. Weidmanns Erben und Reich ; Leipzig : in der Weidmannschen Buchhandlung, 1785 /1789/1792

Dorothea Delph (* um 1730 in Heidelberg; † 20. Oktober 1808 ebenda) war eine selbständige Kauffrau (in der zeitgenössischen Literatur als „Handelsjungfer“ bezeichnet) in Heidelberg, die als „mütterliche Freundin“ Goethes bekannt wurde. Goethe besuchte sie mehrmals in Heidelberg. Im Herbst 1775 versuchte Dorothea Delph, Goethe durch eine Heirat an den Mannheimer Hof zu binden. In ihrem Haus in Heidelberg erreichte Goethe aber der Bote Herzog Carl Augusts von Sachsen-Weimar-Eisenach. Goethe folgte der Einladung nach Weimar, wodurch sich die Heiratspläne zerschlugen.

Dorothea Delph, von Goethes Mutter in einem Brief an die Herzogin Anna Amalia als „die politica Delphin“ bezeichnet, war in geheime diplomatische Aktivitäten verwickelt. Sie stand mit der preußenfreundlichen Partei am Mannheimer Hof, die den Plan Kurfürst Carl Theodors, Bayern an Österreich abzutreten, verhindern wollte, in Verbindung. So fungierte sie als Mittelsfrau zwischen dem preußischen Hof und der preußenfreundlichen Partei in Mannheim. Zugleich gehörte sie zu den Vertrauten Herzog Carl Augusts. Goethe erwähnt sie mehrfach in Dichtung und Wahrheit.
Aber: Sie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau. 1760 übernimmt sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Sibylle das Geschäft ihres Bruders. Sie handeln mit Lyoner Seidenstof-fen. Von den Schwestern ist Dorothea offensichtlich die aktivere, die treibende Kraft.Um geschäftliche und gesellschaftliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, besucht Dorothea Delph die Messen in Frankfurt. Sie hält den Kontakt zu Banken und Handels-häusern, aus dem sich oft ein über das geschäftliche hinausgehender privater Kontakt entwickelt. Sie zeichnet die Geschäftsvorgänge und natürlich in juristischen Streitfragen. 1782 kann sie das Haus in der Hauptstraße 196 erwerben – so gut prosperiert das Geschäft, das sie erst mit 72 Jahren im Jahre 1800 aufgibt

An Goethes Aufbruch nach Weimar aus ihrem Haus erinnert eine Gedenktafel am Haus Hauptstraße 196 in Heidelberg (am Marktplatz). Allerdings ist diese Zuordnung fehlerhaft, da Dorothea Delph im Jahr 1775 dieses Haus noch nicht bewohnte.
Bekannt ist Dorothea Delph wegen ihrer Freund-schaft zu Goethe. Immer, wenn er in Heidelberg weilt, besucht er seine alte Freundin. Doch die Freundschaft ist weniger durch die Begeisterung für sein Werk geprägt – Doro-thea Delph ist keine „Goe-thepriesterin“. Sie versteht sich eher als Schicksalsma-cherin seines persönlichen Lebensweges. Zweimal bahnt sie eine Verlobung für ihn an, sie unterstützt seine geplante Reise nach Italien, um in der Zwi-schenzeit für seine Karriere am Mannheimer Hof zu sorgen. Wenn sie sich das so ein-fach zutraut, muss sie einen ganz schön weitläufigen und einflussreichen Bekannten-kreis haben. Und in der Tat verkehrt sie mit Dichtern ebenso wie mit HeidelbergerInnen der höheren Gesellschaftsschicht. Es ist anzunehmen, dass ihre Unterhaltungen ein ho-hes Niveau erreichen, denn ihr Großneffe berichtet, dass sie „wissenschaftlich beinahe gelehrt war“.Doch diese scheinbare Wertschätzung ist – zumindest aus heutiger Sicht – mit deutlicher Abwertung gekoppelt. Noch einmal ihr Neffe: „Sie hatte viele Bekanntschaften und knüpfte dreist an, wo sie diese begehrte.“ Goethe charakterisiert sie als eine „Person, die, ohne gerade intrigant zu sein, immer ein Geschäft (hatte), Andere beschäftigte und bald diese bald jene Zwecke durchführen wollte. Eigentlich hatte sie keine egoistischen Zwecke: etwas gethan, etwas vollbracht, besonders eine Heirat gestiftet zu haben, war ihr schon Belohnung.“  
BRINCKMANN, Anna Gertrud (I576)
 
1972 erlernte den Schreinerberuf in Urach (Württemberg), DEU

Stammlinie Auer

Johann Inhelder, Salez
Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 22
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184
ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 
AUWER, Andreas (I17360)
 
1973 Ermengol war von seinem Vater mit der Grafschaft Osona ausgestattet worden, als deren Graf er allerdings nur einmal urkundlich in einer Schenkung seines Vaters an die Kirche Santa María von Moià vom 23. August 939 genannt wird. Da er im Gegensatz zu seinen Brüdern bereits zu Lebzeiten seines Vaters mit einem Lehen ausgestattet wurde, war er vermutlich dessen ältester Sohn. Das Nekrolog der Abtei Santa Maria de Ripoll verzeichnete den Tod Ermengols im Kampf auf einen 21. August ohne die Angabe eines Jahres oder der Umstände seines Todes. Sein Vater hatte am 6. September 943 eine Schenkung an dieselbe Abtei als Ablass für die Sünden Ermengols getätigt, der zu diesem Zeitpunkt schon gefallen sein muss. Die Geschichtsforschung legt seinen Tod in das Jahr 942, im Abwehrkampf gegen eine in Katalonien einfallende Reitertruppe der Ungarn bei dem Ort Baltarga (Comarca Baixa Cerdanya). (OSONA), Ermengol (I39788)
 
1974 Ermesinda hatte mit Alfons einen Sohn Fruela (König Fruela I.), der sein Nachfolger wurde, und eine Tochter Adosinda, die den späteren König Silo heiratete.[1] ..., Erminsinda (I37772)
 
1975 ermordet WORTMANN, Everhard (I1073)
 
1976 Ernst war der Sohn von Ernst und Wartrun.[1] Er ist erstmals für das Jahr 829 belegt und war wohl in dieser Zeit schon Grenzgraf des Nordgaus, Die Landschaftsbezeichnung Nordgau umfasste seit dem 7. Jahrhundert n. Chr. die Gebiete nördlich der Donau zwischen Neuburg an der Donau und Regensburg, die später bis zum oberen Main und seit 1060 in das Egerland ausgedehnt wurden. Nach einer Himmelsrichtung kann der Nordgau nicht benannt sein, denn für die Franken lag der Gau im Osten und nicht im Norden. Wie alle anderen Gaue wurde der Nordgau nach einem Gewässer benannt, wie zum Beispiel Sualafeld nach der Schwalb (Nebenfluss der Wörnitz) und Rangau nach der Rannach (Nebenfluss der Aisch). Der Nordgau war nach Alois Pabst[1] der Siedlungsraum Narkau/Norkau des Volksstammes Narister, denn schon Tacitus (+ um 120 nach Chr.) erwähnt hat. Und die Narister nannten sich nach dem Fluss Naarn (genannt 852: Nardina[2]), der östlich von Linz in die Donau mündet. Der Wechsel von o zu a beweist vorkeltische Herkunft. Nardina ist aus Nordina entstanden.[3]

Das Gebiet stand im Laufe der Zeit unter der Herrschaft der Karolinger, der Luitpoldinger, der Markgrafen von Schweinfurt (939–1003), der Grafen von Sulzbach und der Diepoldinger-Rapotonen. Ende des 12. Jahrhunderts fassten die Grafen von Wittelsbach Fuß, die 1255 als Herzöge von Bayern den größeren Teil des Gebietes erwerben konnten und in ihr Herzogtum eingliederten. Als Folge der wittelsbachischen Zweiteilung des Jahres 1329 veränderte sich der Name in Oberpfalz. Die Bezeichnung Nordgau lässt sich erstmals unter den Karolingern in den Reichsteilungsplänen Karls des Großen aus dem Jahr 806 und Ludwigs des Frommen aus den Jahren 817 und 839 urkundlich nachweisen., und wohl auch oberster Graf Bayerns. Im Jahr 849 wird er dux partium illarum genannt (mit illarum ist offenbar der Nordgau gemeint), als er an führender Stelle bei einem Feldzug gegen die Böhmen beteiligt war, 855 dann bei einem weiteren Feldzug gegen den gleichen Gegner als ductor des bayerischen Heeres. In Beziehung auf Ludwig den Deutschen wurde er als „der erste unter den Freunden des Königs“ bezeichnet.[2]

Ernst hatte einen gleichnamigen Sohn, der 857 erstmals erwähnt wurde, sowie eine Tochter, deren Namen nicht bekannt ist und die im Jahr 861 mit Ludwigs Sohn Karlmann verheiratet war, dem damaligen Dux und späteren König von Bayern. Darüber hinaus war Ernst der Legende zufolge der Vater der heiligen Regiswindis.

In diesem Jahr 861 endete Ernsts Karriere. Er scheint an der Verschwörung Karlmanns gegen seinen Vater beteiligt gewesen zu sein, woraufhin ihm in diesem Jahr auf einem Hoftag in Regensburg der Prozess gemacht wurde. Er wurde am 6. April 861 wegen Untreue verurteilt, und seine Lehen wurden ihm entzogen. Ernst zog sich auf seine Eigengüter zurück und starb 865.

Dass er im Kloster Sankt Emmeram beerdigt wurde, wie oftmals zu lesen, ist nicht richtig, da sich der entsprechende Eintrag im Emmeramer Nekrolog auf einen um 1010 gestorbenen Grafen im Sualafeldgau gleichen Namens bezieht.[3] Wahrscheinlicher ist, dass der Nordgaugraf Ernst im Jahr 865 auf der Burg Sulzbach, einem der wichtigsten Herrschaftszentren des Nordgaus im 8. bis 12. Jahrhundert, begraben wurde, wo bei Ausgrabungen 1999 möglicherweise dessen Grablege entdeckt wurde.[4] Er starb offenbar ohne sein Ansehen eingebüßt zu haben, da er noch 863, also nach seiner Verurteilung, als venerabilis vir Ernst bezeichnet wird.

Außer Ernst wurden in jenem Prozess auch seine Neffen (nepotes) Udo, Berengar und Waldo aus der Familie der Konradiner verurteilt, so dass davon ausgegangen wird, dass Ernst durch eine Schwester ein Schwager des Grafen Gebhard im Lahngau war. 
VON EPPENSTEIN, Ernst I. (I39597)
 
1977 Erpho (* vor 1085; † 9. November 1097) war von 1085 bis zu seinem Tode im Jahre 1097 Bischof von Münster.

Vor seiner Weihe zum Bischof von Münster im Jahre 1085 war Erpho zunächst Dompropst am St.-Paulus-Dom, dessen Neubau er im Jahre 1090 weihte. Neben diesem Neubau gehen mehrere Kirchenbauten in Münster auf ihn zurück. Weiterhin überreichte er den örtlichen Kirchen und Stiftungen mehrere Zuwendungen, darunter das nach ihm benannte „Erpho-Kreuz“.

Während der Zeit des Investiturstreits stand Erpho auf der Seite von Kaiser Heinrich IV. Auch nach dessen Niederlage gegen Papst Gregor VII. und dem Gang nach Canossa blieb er Heinrich IV. treu. Einige Jahre später unternahm er 1091/92 eine Wallfahrt ins Heilige Land.

In Münster wird er als Heiliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 9. November. Eine der Kirchen in Münster (Erphokirche) sowie das Erpho-Stadtviertel sind nach ihm benannt. Begraben ist er in der St.-Mauritz-Kirche, deren Bau er vermutlich zum Abschluss brachte und weihte. 
LONGUS, Conradus (I18778)
 
1978 erscheinen auf kirchende und Callenberg bezügl. Quellen

Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie
Generation X

https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht)

Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Die Namensträger der bürgerlichen Linie; S. 111, B 1
 
VON VAERST, Henrich (I45652)
 
1979 erscheint 1508-1529
Sohn Konrad wird Anführer der Täuferbewegung, Tochter Martha heiratet den berühmten Reformator von St. Gallen Joachim von Watt

zu Täufer Anabaptisten

Das Täufertum ist im Rahmen des europaweiten Aufbruchs der frühen Reformation in den 1520er Jahren entstanden. In ihm verbinden sich Elemente aus spätma. Volksfrömmigkeit, humanist. Zeitkritik und latent vorhandenem Antiklerikalismus auf je sehr unterschiedl. Weise mit Impulsen aus der neuen reformator. Predigt und Agitation. Im Umfeld der Niederschlagung der kommunal-revolutionären Bewegung des Bauernkriegs (1525) wurde das Täufertum zum Sammelbecken von Gläubigen, welche sich in ihrem Bemühen um die Wiederherstellung des "wahren Christentums" für eine radikalere Reform einsetzten. Zunehmend gingen diese Menschen auf Distanz zu Luther und Zwingli und sympathisierten vorerst mit Positionen eines Thomas Müntzer oder Andreas Karlstadt. Als T., Wiedertäufer oder Anabaptisten wurden dabei diejenigen Vertreter der Bewegung bezeichnet, deren gemeinsames Kennzeichen die Verweigerung der Kindertaufe und die Praxis der Glaubenstaufe im Erwachsenenalter war. Entscheidend neu gegenüber der traditionellen Volkskirche war dabei nicht primär die Taufform, sondern die damit verbundene Freiwilligkeit der Kirchenmitgliedschaft (Taufe).

Insgesamt können europaweit wenigstens drei grosse Gruppen von T.n unterschieden werden: erstens die sog. Schweizer Brüder v.a. im eidg., elsäss. und süddt. Raum, zweitens die nach der Katastrophe des sog. Wiedertäufer-Reichs von Münster (Westfalen, D) von 1535 durch Menno Simons wieder gefestigten und auf einen freikirchl.-gewaltlosen Kurs verpflichteten niederländ. und norddt. Taufgesinnten oder Mennoniten, drittens die aus tirol., süddt. und schweiz. Flüchtlingen in Mähren entstandenen Hut(t)erer, deren auffälligstes Merkmal das kommunitäre Leben auf sog. Bruderhöfen in Arbeits- und Gütergemeinschaft darstellt.

Grundlegend für das schweiz. Täufertum war die am 21.1.1525 erstmals praktizierte Glaubenstaufe im Kreise ehem. Schüler und Freunde Zwinglis in Zürich. Ausgehend vom Zürcher Täuferkreis um Konrad Grebel, Felix Manz, Jörg Blaurock, Johannes Brötli, Simon Stumpf und Wilhelm Reublin verbreitete sich dieser Zweig der täufer. Bewegung bald in die Ostschweiz und in den süddt. Raum, via Graubünden nach Südtirol, über Basel ins Elsass und nach Bern. Manchenorts vermischten sich diese Impulse mit Anschauungen aus anderen radikalen und täufer. Tendenzen. Dabei bildeten sich je nach örtl. Verhältnissen unterschiedl. Akzente heraus, etwa um die bedeutenden täufer. Theologen Balthasar Hubmaier in Waldshut (D) oder Hans Denck und Pilgram Marpeck im süddt. und ostschweiz. Raum.
Die Zweite Zürcher Disputation vom 20. März 1525. Zeichnung um 1605 von Heinrich Thomann aus der Kopie von Heinrich Bullingers Reformationsgeschichte (Zentralbibliothek Zürich, Ms. B 316, Fol. 182v).
Die Zweite Zürcher Disputation vom 20. März 1525. Zeichnung um 1605 von Heinrich Thomann aus der Kopie von Heinrich Bullingers Reformationsgeschichte (Zentralbibliothek Zürich, Ms. B 316, Fol. 182v). […]

Für die T. auf eidg. Territorium kommt der in Schleitheim verabschiedeten Brüderl. Vereinigung von 1527, den sog. Schleitheimer Artikeln, besondere Bedeutung zu. Mit diesem wohl von Michael Sattler formulierten Bekenntnis grenzte sich eine fortan als Schweizer Brüder bezeichnete grössere Gruppe sowohl innertäufer. als auch gegenüber den Volkskirchen ab und konstituierte sich als erste Freikirche (Freikirchen und Sekten). Charakterist. Merkmal der Schweizer Brüder war ihr theol. Dualismus, ihr Konzept einer dem Schriftprinzip streng verpflichteten und in ihrem Streben nach sichtbarer "Besserung des Lebens" von der Welt abgesonderten, gewaltlosen und leidensbereiten Gemeinde. Ihr Nonkonformismus wurde v.a. spürbar in der Verweigerung des offiziellen Kirchgangs, des Eids und des Kriegsdienstes. Durch die radikale Kritik der T. an der religiös-sozialen Situation ihrer Zeit sowie v.a. an der in ihren Augen unheilvollen Allianz von Kirche und Obrigkeit zogen sie rasch den Zorn der Mächtigen auf sich. Wohl versuchten diese bis ins 17. Jh. hinein immer wieder, die T. in teils öffentl. Disputationen von ihren Positionen abzubringen. Die Erfolglosigkeit der meisten dieser Gespräche (z.B. Zürich 1525, Zofingen 1532, Bern 1538) heizte die obrigkeitl. Repression aber stets neu an. Trotz (bzw. auch infolge) der rasch einsetzenden Verfolgung verbreitete sich die Bewegung bald nicht nur in der Schweiz, sondern auch quer durch Europa bis nach Russland, später auch nach Nord- und Südamerika.
"Heinrich Sumer und Jacob Mandel, zu Baden ertränkt Anno 1582". Radierung aus dem Werk von Thieleman Janszoon van Braght Der Blutige Schau-Platz [...] der Taufs-Gesinnten [...], 1780 (Schweizerische Nationalbibliothek).
"Heinrich Sumer und Jacob Mandel, zu Baden ertränkt Anno 1582". Radierung aus dem Werk von Thieleman Janszoon van Braght Der Blutige Schau-Platz [...] der Taufs-Gesinnten [...], 1780 (Schweizerische Nationalbibliothek).

In der Eidgenossenschaft befanden sich im 16. Jh. die meisten T. in den ref. eidg. Orten Bern und Zürich, ferner in Solothurn, Basel, Schaffhausen, St. Gallen und Graubünden. Gefängnis, Folter, Güterkonfiskation, Verbannung und Hinrichtung (in Bern bis 1571, in Zürich bis 1614, in Rheinfelden noch 1626) trieben aber die schweiz. T. immer mehr in die geogr. und soziale Isolation und in eine bisweilen auch theol. Enge. Interne Konflikte führten 1693 zur Entstehung der Gemeinschaft der Amischen durch Jakob Ammann. Ein period. Nachlassen der Verfolgungen sowie Einflüsse aus Pietismus und Erweckungsbewegung liessen die Gem. später wieder anwachsen, führten teilweise aber auch zum Rückzug als "Stille im Lande". Nachdem sich bis ins 18. Jh. v.a. die niederländ. Mennoniten vehement für ihre verfolgten Glaubensgeschwister in der Schweiz eingesetzt hatten, brachten erst die Aufklärung und die Franz. Revolution den schweiz. T.n einige Erleichterung. Eine kontinuierl. Präsenz täufer.-mennonit. Gem. von den Anfängen bis in die Gegenwart gibt es in der Schweiz nur im Kt. Bern (v.a. im Emmental), obwohl sich gerade dieser Kanton mehr als zwei Jahrhunderte lang durch eine beispiellos harte Linie hervorgetan und hunderte von T. ausgewiesen hatte. Die zeitweise recht zahlreiche täufer. Bevölkerung auf Zürcher Territorium war hingegen bis zur Mitte des 17. Jh. fast vollständig ausgeschafft worden. Auch den anderen eidg. Ständen gelang es im Verlauf des 17. Jh., die Zahl ihrer täufer. Untertanen entscheidend zu reduzieren (z.B. Kt. Solothurn, Basel, Schaffhausen).

Wichtigste Fluchtorte für verfolgte schweiz. T. waren bis zu Beginn des 17. Jh. Mähren, später das Elsass und die Pfalz, ab dem 18. Jh. zudem das Fürstbistum Basel, der Neuenburger Jura, die Region Montbéliard (F), die Niederlande und Nordamerika. In den meisten dieser Regionen und Länder finden sich auch zu Beginn des 21. Jh. noch Nachkommen dieser schweiz. T. (vgl. die v.a. von nordamerikan. Mennoniten betriebene genealog. Forschung). Viele von ihnen wissen sich noch immer ihrem täufer. Erbe verbunden und gehören zur mittlerweile weltweit als Mennoniten bezeichneten Freikirche, die 2009 1,6 Mio. Mitglieder zählte. In der Schweiz gab es 2012 14 Gem. in den Kt. Bern, den beiden Basel, Neuenburg und Jura mit ca. 2'500 Mitgliedern. Anlass zu Konflikten mit den Behörden hat bis in die Gegenwart der täufer. Grundsatz des Gewaltverzichts gegeben, auch wenn diese Position lange nicht mehr so konsequent durchgehalten wird wie in früheren Zeiten. Als sog. Hist. Friedenskirche haben sich die schweiz. Mennoniten in neuester Zeit jedoch intensiv um die Einführung eines Zivildienstes bemüht. Neben den Mennoniten oder Alttäufern zählen sich auch die Baptisten und die von Samuel Heinrich Fröhlich begr. Evang. Täufergemeinde oder Neutäufer zur täufer. Tradition, haben aber jüngere Wurzeln. Trotz einer Reihe ausgezeichneter Quelleneditionen und umfangreicher Quellenbestände in Archiven ist mit Ausnahme der Entstehungszeit die Geschichte der schweiz. T. noch unzureichend erforscht. Die meisten Monografien zum Täufertum in einzelnen Regionen sind älteren Datums und mittlerweile ergänzungsbedürftig. Eine umfassende neuere Gesamtdarstellung fehlt. 
FRIES, Dorothea (I20422)
 
1980 Erst 584, als Italien durch ein fränkisch-byzantinisches Bündnis bedroht war, einigte man sich auf die Wahl Autharis zum König der Langobarden. Dem Königtum fehlte jedoch die materielle Grundlage, sodass die Herzöge die Hälfte ihres Grundbesitzes an Authari abtraten, damit dieser die „Staatsgeschäfte“ finanzieren konnte. Um seine Herrschaft über Italien zu legitimieren, nahm Authari den römischen Gentilnamen Flavius an; dieser war in der Spätantike faktisch zu einem Titel geworden, der die Zugehörigkeit seines Trägers zur Reichselite demonstrierte.

Um 585 war der langobardische dux Droctulft zu den Byzantinern übergelaufen und hatte sich in der Stadt Brexillus (Brescello) verschanzt. Authari eroberte die Stadt und ließ die Mauern schleifen. Droctulft floh zum Exarchen Smaragdus nach Ravenna und befreite in dessen Diensten den Hafen Classis von den Langobarden. Darauf schloss Authari mit Smaragdus einen dreijährigen Frieden.

König Authari schickte dux Ewin von Trient im Jahr 587 mit einem Heer ins byzantinische Istrien. Ewin plünderte und brandschatzte die Region, bevor er einen einjährigen Frieden schloss und mit einer großen Tributzahlung zu Authari zurückkehrte. Auch die Insel Comacina im Comersee wurde von den Langobarden nach 6-monatiger Belagerung eingenommen. Dem byzantinischen magister militum (Heermeister) Francio wurde ein ehrenvoller Rückzug nach Ravenna gestattet.

Autharis Brautfahrt

Der Sage nach ging Authari inkognito auf Brautschau an den bayerischen Hof. Erst beim Heimritt …

richtete sich Authari, so sehr er konnte, auf dem Pferde auf und stieß mit aller Macht die Streitaxt, die er in der Hand trug, in einen nahestehenden Baum und ließ sie darin stecken, und sprach: „Solche Hiebe führt Authari!“ Wie er das gesprochen hatte, erkannten die Bayern, die ihm das Geleit gaben, dass er der König Authari selber sei.

Die Sage wurde von den Brüdern Grimm in Deutsche Sagen 1816 veröffentlicht.[19] Der Dichter und Germanist Wilhelm Hertz schrieb 1859 das Gedicht König Authari’s Brautschau. Friedrich von Bodenstedt schrieb 1860 ein Lustspiel gleichen Namens.

Autharis Landnahme

Authari soll die Regionen Spoleto und Benevento in Besitz genommen und bis Reggio an der Südspitze Italiens geritten sein. Dort berührte er mit seiner Lanze eine Säule in der Brandung und soll dabei gerufen haben: „Bis hierher sollen die Grenzen der Langobarden reichen“.

Die Sage wurde von den Brüdern Grimm in Deutsche Sagen 1816 veröffentlicht. 
N., Authari (I24222)
 
1981 Erste biographische Nachricht 1504. Ihr Bruder, der Täuferführer Konrad Grebel, stellt sein Freund und Lehrer Vadian im Sommer 1518 seine Schwester vor, als beide auf der Durchreise von Wien nach Paris in St. Gallen Halt machen. Im selben Jahr entschließt sich Vadian, sein Amt als Rektor und Prof. an der Uni Wien aufzugeben, um Stadtarzt in St. Gallen zu werden.
Konrad Grebel vermittelt, bis Vadian im Sommer 1519 ernsthaft um Marthas Hand anhält. 1519 erkrankt Vadian an der Pest, überlebt aber. Am 5.7.1519 wird der Ehevertrag abgeschlossen. Wegen der Pest in Zürich flieht das Paar nach Wädenswil zu einem Onkel-in dessen Burgkapelle findet die Trauung am 18.8.1519 statt.
Als Vadian und seine Frau ihr Haus in St. Gallen beziehen sollen, bricht auch dort die Pest aus. Martha flieht deshalb im Auguster 1520 zu ihren Eltern in Zürich und bleibt dort bis Februar 1521.
Der Ehevertag wurde am 11. Juli 1519 durch, auf Vadians Seite seinen Vater, Bürgermeister Jakob Krom, Stadtschreiber Augustin Fechter, und Leutepriester Kaspar Ransberg und auf der Seite der Braut, der Brautvater Hans Jakob Grebel, der Leutepriester des Frauenmünsters, der Vogt von Kyburg, der Schaffner von Wädenswil und anderen bezeugt.
Im Ehevertrag wurde eine beträchtliche Mitgift vereinbart. Bestandteil des Heiratsgutes war ein Sechstel des zehnten in Kloten, den Marthas Urgrossvater und seine Nachkommen im Laufe des 13. Jahrhunderts erworben hatten. Daraus erhielt Vadian nicht nur regelmässige Einkünfte, sondern 1537 auch über fünfzig römische Münzen, die dort zum Vorschein gekommen waren.
"Sie ist schlicht, weil sie jung ist, in dich verliebt, weil du so bist wie du bist, sittsam weil sie so erzogen wurde." Diese konventionelle Charakterisierung von Konrad Grebel, ihrem Bruder, einem Schüler Vadians, ist die einzige, die überliefert ist.
Sie und Ihr Mann wohnten im Haus zum tiefen Keller in den Hinterlauben
Nach der Hochzeit im August 1519 blieb Vadian mit Martha bis zum Februar 1520 in Wädenswil bei Verwandten seiner Frau, bis er in sein eigenes Haus in St. Gallen einziehen konnte und der Schrecken der Pest längst vorüber war. 
GREBEL, Martha (I2890)
 
1982 Erste Ehe mit Prinz Magnus von Dänemark
Rikissa war die älteste Tochter von Bolesław III. Schiefmund mit seiner zweiten Frau Salome von Berg. Ihr Vater suchte eine Allianz mit dem dänischen König Niels und verheiratete sie bereits 1127/28 mit dem zum König von Schweden gewählten dänischen Prinzen Magnus. Um 1130 gebar sie den Sohn Knut. Magnus konnte sich jedoch nicht gegen Sverker I. behaupten und musste Schweden 1130 verlassen. 1131 ermordete er Knud Lavard, einen Konkurrenten um den dänischen Thron. Er fiel 1134 in der Schlacht bei Fodevig gegen Knud Lavards Halbbruder Erik Emune, der nach der Ermordung König Niels in Schleswig König von Dänemark wurde.

Zweite Ehe mit Volodar Gļebovič
Rikissa kehrte als Witwe nach Polen zurück, wo ihr Vater sie 1135/36 mit Volodar Gļebovič (um 1090–nach 1167), dem Fürsten von Minsk und Grodno aus dem Geschlecht der Rurikiden verheiratete, der aufgrund von Thronstreitigkeiten in seiner Heimat im Exil in Polen weilte. Diese Ehe diente der Festigung einer Allianz zwischen Polen und Minsk gegen Dänemark und die Kiewer Rus. Ihr entsprossen die Söhne Wladimir (der seinem Vater als Fürst nachfolgte) und Wasilko sowie die Tochter Sophia von Minsk. 1145 wurde diese Ehe geschieden und Rikissa kehrte mit ihrer Tochter nach Polen zurück, wo inzwischen ihr Bruder Władysław II. herrschte. Diese Scheidung hing möglicherweise damit zusammen, dass die Allianz mit der Kiewer Rus, deren Macht bereits mit dem Tod von Wladimir Wsewolodowitsch Monomach 1125 am Schwinden war, nicht länger notwendig erschien.

Dritte Ehe mit Sverker I. von Schweden
1148 starb Ulvhild Håkonsdatter, die Ehefrau von Sverker I., der Rikissas ersten Mann aus Schweden vertrieben hatte. Wenig später heiratete Sverker Rikissa, möglicherweise um damit seine Ansprüche auf den schwedischen Thron zu legitimieren. Für Rikissa ermöglichte diese Ehe, dass sie als schwedische Königin ihren Sohn aus erster Ehe, der 1146 als Knut V. König von Dänemark geworden war, unterstützen konnte. Denn Knut war nach der Abdankung von Erik III. nicht der einzige Anwärter auf die Nachfolge, sondern regierte zunächst zusammen mit seinem Vetter Sven III. Doch nach dem gemeinsamen Wendenkreuzzug waren 1148 Streitigkeiten ausgebrochen. Knut floh 1150 nach Schweden und heiratete seine Stiefschwester Helena Sverkersdotter.

1154 wurde Rikissas Tochter Sophia mit Waldemar, dem Sohn von Knud Lavard, verlobt. Dieser hatte sich im Jahr mit Sven III. überworfen und unterstützte nun Knut. Gemeinsam wurden Knut und Waldemar zu Königen gewählt. Sven wurde ins Exil geschickt. 1157 wurde Knut von seinem aus dem Exil zurückgekehrten Konkurrenten Sven ermordet, der jedoch im selben Jahr von Waldemar vernichtend geschlagen wurde. Waldemar I., der nun Alleinherrscher war, heiratete seine Braut. Unter Rikissas Enkeln aus dieser Ehe waren zwei dänische Könige, eine schwedische und eine französische Königin.

In Sverkers letzten Jahren war seine Stellung als König geschwächt. Zum Weihnachten 1156 wurde er ermordet. Rikissa überlebte seinen Tod, wird aber in den Quellen nicht mehr erwähnt. Aus der Ehe mit Sverker hatte sie einen Sohn Burislev Sverkersson. Möglicherweise war sie auch die Mutter von Sune Sik, dem Vater vom Ingrid Ylva. 
VON POLEN, Rikissa (I40856)
 
1983 Erster Graf war der 930 verstorbene Lothar I. Das Stift Walbeck wurde 942 vom Grafen Lothar II. auf seiner Burg als Hauskloster der Walbecker Grafen gegründet. Die Grafen von Walbeck waren in der älteren Linie von 985 bis 1009 Markgrafen der Nordmark. Mit dem Aussterben der jüngeren Linie wohl in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ging die Grafschaft Walbeck an die Grafen von Plötzkau über, die dann auch Markgrafen der Nordmark wurden. Bekanntester Angehöriger der Familie ist der Bischof und Geschichtsschreiber Thietmar von Merseburg (975–1018). VON WALBECK, Lothar II. ´der Jüngere` (I37199)
 
1984 erstes Kind der Ehe; jung gestorben

siehe Lebensbilder von Carl Heinrich Ferdinand Henking mit einem Vorwort von seiner Enkelin Malvina Steingraber (* 08.10.1876 Wien, Österreich), Tochter von Anna "Channa" Henking (1854-1879) und Simon Steingraber (1845-1923), von Troppau, Schlesien (Opava, Tschechien); Prokurist bei den Gebrüdern Gutmann (David und Wilhelm); maßgebliche Persönlichkeit der bedeutenden Wiener Wohltätigkeitsorganisation Philanthropischer Verein (1879–1938); 
HENKING, N. (I10080)
 
1985 Erstes namentlich bekanntes Mitglied der Familie ist Cono von Waldburg (auch Cuno oder Kuno), Abt des Klosters Weingarten (1108–†1132). Er schrieb den Augustinuskommentar und wahrscheinlich die Genealogia Welforum. Für das Jahr 1123 ist außerdem ein Gebhard von Waldburg genannt worden.[1]

Heinrich (1140–1173) und Friedrich (1147–1183) von Waldburg sind möglicherweise Söhne eines Bruders des Abtes Cono.

Cono von Waldburg, Abt von Weingarten 1108–†1132
Heinrich, 1140–†1173
Friedrich, 1147–†1183
Der 1183 verstorbene Friedrich hatte zwei Söhne:

Heinrich, seit 1183 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess
Friedrich, seit 1192 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess (†1198 bei einem Aufstand in Viterbo erschlagen)[2]
Mit dem Tod der beiden erlosch das ältere Haus Waldburg 1210 im Mannesstamm.[3] 
TRUCHSESS ZU WALDBURG, Waldburga (I11130)
 
1986 Erstmals 1386 erw., letztmals 1433, von Solothurn. Sohn des Rudolf, Rats in Büren an der Aare, und der Belina (Nachname unbekannt). ​1) Alis von Nyeuws, 2) Elisabeth von Bärenfels. W. erwarb mit seiner ersten Ehefrau zahlreiche Güter um Solothurn, darunter die Höfe Balm und Kammersrohr, sowie ausgedehnte Rebgüter um La Neuveville. Spätestens ab 1393 wirkte er als Solothurner Ratsherr, 1411-13 sowie 1417-19 als Schultheiss. Damit war er einer der ersten bürgerl. Vertreter im höchsten Amt der Stadt Solothurn. VON WENGI, Jakob (I31682)
 
1987 Erstmals 1462 in Stans erwähnt, gestorben nach 1491, von Uri. ∞ Margret Der Frauen, Tochter des Werni, Pannerherrn. F. unterhielt enge Bindungen mit den Fam. von Beroldingen in Uri und Grebel in Zürich und besass Güter in Schattdorf und im Schächental. 1462 Landschreiber, 1463-67, 1469-71, 1476-77, 1485-86 Urner Landammann, 1462-88 Tagsatzungsgesandter. 1482 Vogt des Bf. von Konstanz in Arbon. Um 1490 zog F. wahrscheinlich nach Zürich. Er wurde wegen seines Verhandlungsgeschicks geschätzt.
 
FRIES, Johannes \ Hans (I2894)
 
1988 Erstmals 1462 in Stans erwähnt, nach 1491, von Uri. ​Margret Der Frauen, Tochter des Werni, Pannerherrn. Johannes Fries unterhielt enge Bindungen mit den Familien von Beroldingen in Uri und Grebel in Zürich und besass Güter in Schattdorf und im Schächental. 1462 Landschreiber, 1463-1467, 1469-1471, 1476-1477, 1485-1486 Urner Landammann, 1462-1488 Tagsatzungsgesandter. 1482 Vogt des Bischofs von Konstanz in Arbon. Um 1490 zog Johannes Fries wahrscheinlich nach Zürich. Er wurde wegen seines Verhandlungsgeschicks geschätzt. FRIES, Johannes (I47070)
 
1989 Erstmals 1467 erw., nach 1500 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Heinrich, Tuchhändlers. ​1) (Name unbekannt), 2) Barbara Grübel. Z. gehörte als Tuchhändler zur Schneiderzunft, war 1467 Fischschauer, 1473 Elfer, Zunftmeister und Kleinrat, 1475 Vogt von Steinach und 1478-81 von Sax-Forstegg sowie 1485 und 1488 Amtsbürgermeister von St. Gallen. Als einflussreicher Förderer der Politik Ulrich Varnbülers führte er die St. Galler 1489 beim Rorschacher Klosterbruch und verteidigte die Stadt im St. Galler Krieg 1490 als Feldhauptmann. Wegen seiner Sympathien für den Schwäb. Bund und seiner anti-eidg. Haltung verlor Z. seine einflussreiche Stellung, blieb aber Mitglied des Kl. Rats. ZILI, Heinrich (I30682)
 
1990 Erstmals erw. 1201, gestorben um 1258, begraben Gottstatt. Sohn Gf. Ulrichs III. von Neuenburg. Bruder oder Halbbruder Heinrichs von Neuenburg. Neffe Rudolfs II. von Neuenburg. ∞ 1) Bertha von Grenchen, 2) Richenza von (Nachname unbekannt, gestorben nach 1267). N. erhielt bei der Erbteilung mit seinen Brüdern Berthold von Strassberg und Ulrich von Aarberg um 1226 die Burgen N. und Erlach sowie den Titel eines Gf. von Neuenburg. Er besass zusammen mit dem Fürstbf. von Basel Herrschaftsrechte auf dem Tessenberg und in Biel. Fassbar wird er 1255 als Stifter des Prämonstratenserklosters Gottstatt sowie als Förderer der Abteien Erlach, Frienisberg und Hauterive, wo er 1201 erstmals bei einer Güterübertragung seines Vaters erwähnt wurde.


Literatur
– P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 39-66
– HS IV/3, 383-391

Autorin/Autor: Peter Niederhäuser 
(VON NEUENBURG) NIDAU, Rudolf I. (I3228)
 
1991 Erstmals erw. 1241, gestorben 19.5.1316, begraben Basler Münster. Sohn des Conrad I., und der (Vorname unbekannt) von Neuenburg. Enkel des Ulrich III. von Neuenburg. Ab 1241 Basler Domherr, 1256-72 Archidiakon des Frickgaus und 1277-87 des Basler Münsters. 1286-1315 Propst des Kollegiatstifts Moutier-Grandval und 1289-1315 des Basler Münsters, Generalvikar der Diözese Basel. Nachdem seine Wahl zum Bf. von Basel 1296 und 1309 vom Papst nicht bestätigt worden war, musste R. 1311 zurücktreten.


Literatur
– HS I/1, 185; II/2, 374 f.
– Gatz, Bischöfe 1198, 61

Autorin/Autor: Romain Jurot / ASCH 
BARON VON RÖTTELN, Lüthold (I3215)
 
1992 Erstmals erw. 1250 Zürich, 1.4.1271 Zürich, von Zürich. Diakon. Ab 1250 Chorherr am Grossmünster, 1259-71 Propst am Grossmünster als Nachfolger seines Bruders Otto, der dem Predigerorden beitrat. Unter seiner Leitung gab sich das Kapitel zwischen 1260 und 1265 Statuten liturg., disziplinar., organisator. und finanziellen Inhalts. Auf ihn geht die Darstellung Karls des Grossen im Siegel der Grossmünsterpröpste zurück. MANESSE, Heinrich I. (I11102)
 
1993 Erstmals erw. 1256 Zürich, 19.6.1297 Zürich, von Zürich. Sohn des Rüdiger II. (->). 1272 Exspektant am Grossmünster zusammen mit seinen Brüdern Rüdiger III. und Manesso, 1281-94 Chorherr am Grossmünster, 1296-97 Kustos oder Thesaurar; kraft dieses nach dem Propst wichtigsten Amtes des Stifts wird M. häufig als Zeuge zu Rechtsgeschäften des Grossmünsters sowie anderer Zürcher Stifte und Klöster beigezogen. Nach dem Zeugnis des zeitgenöss. Minnesängers Johannes Hadlaub machte er sich zusammen mit seinem Vater auch um die Erhaltung höf. Liedkunst verdient. MANESSE, Johannes (I19348)
 
1994 Erstmals erw. 1363 in Zürich, gestorben 10.11.1409 Zürich, von Zürich. Sohn des Johannes, Ratsherrn, und der Catarina von Heidegg. ∞ Anna Stäheli, Tochter des Hermann, Zunftmeisters. 1388-93 und 1409 Mitglied des Kl. Rats, 1393 Ernennung zum Zürcher Bürgermeister als Vertreter der eidg. Partei, 1393 Pannerherr. 1404 kaufte M. zusammen mit seinem Bruder Rudolf die Herrschaft Knonau. Bei der Beilegung der Appenzeller Kriege amtierte M. 1404 als Schiedsrichter. Unter seiner Ägide konsolidierte Zürich seine Position und dehnte seinen Machtbereich mittels Pfandnahmen von Vogteien aus.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Rot silberner Meierhut mit verschlungenen, in Quasten endigenden, silbernen Schnüren. 
MEYER VON KNONAU, Johannes (I3827)
 
1995 Erstmals erw. 1424 in Zürich, letztmals erw. 1481 in Zürich, von Zürich. Sohn des Heinrich (->). ​Elisabeth Grüll, von Elgg. M. war 1428-34 und 1439 Mitglied des Kl. Rats sowie 1435-38 Bürgermeister von Zürich. Als Anführer der eidg. Partei gehörte er zu den Gegnern von Rudolf Stüssi, der 1438 seine Absetzung betrieb. 1444 wurde er in der Folge gefangen gesetzt. M. zog sich daraufhin aus der Politik zurück und lebte mit ständigen finanziellen Schwierigkeiten in Winterthur und auf der Wagenburg (heute Gem. Seegräben). MEISS \ MEISS, Rudolf (I9287)
 
1996 Erstmals erw. 1441, genannt "Rudolf der Ältere", 1482, ab 1441 von Buchhorn (heute Gem. Friedrichshafen), 1448-53 von Ravensburg, 1458-66 von Zürich, 1463-71 von Luzern, ab 1465 von beiden Unterwalden, ab 1475 Hintersasse in Lindau (Bayern). Sohn des Rudolf, Leiters der Ravensburger Handelsgesellschaft. ​Walpurga Muntprat, Patriziertochter aus Konstanz. Lehr- und Wanderjahre im Dienst der Ravensburger Handelsgesellschaft. M. gründete nach 1450 mit seinem Halbbruder Lütfried (->) die Mötteli-Gesellschaft, die v.a. mit Südfrankreich und Spanien erfolgreich Handel betrieb. Als sozialer Aufsteiger suchte M. den Kontakt zu adeligen Kreisen (1458-68 Besitzer von Schloss Alt-Regensberg). Er war stets in Rechtsstreitigkeiten verwickelt und seine Verhaftung kurz vor seinem Tod führte zum sog. Mötteli-Handel (1482-86).
; Erstmals erw. 1441, genannt "Rudolf der Ältere", 1482, ab 1441 von Buchhorn (heute Gem. Friedrichshafen), 1448-53 von Ravensburg, 1458-66 von Zürich, 1463-71 von Luzern, ab 1465 von beiden Unterwalden, ab 1475 Hintersasse in Lindau (Bayern). Sohn des Rudolf, . ​Walpurga Muntprat, Patriziertochter aus Konstanz. Lehr- und Wanderjahre im Dienst der Ravensburger Handelsgesellschaft. M. gründete nach 1450 mit seinem Halbbruder Lütfried (->) die Mötteli-Gesellschaft, die v.a. mit Südfrankreich und Spanien erfolgreich Handel betrieb. Als sozialer Aufsteiger suchte M. den Kontakt zu adeligen Kreisen (1458-68 Besitzer von Schloss Alt-Regensberg). Er war stets in Rechtsstreitigkeiten verwickelt und seine Verhaftung kurz vor seinem Tod führte zum sog. Mötteli-Handel (1482-86). 
MÖTTELI VOM RAPPENSTEIN, Rudolf (I10274)
 
1997 Erstmals erw. 1451 bereits als Volljähriger, nach dem 23.5.1513 . Sohn des Ludwig, Mitherrn von Estavayer, und der Jeanne de Saint-Mauris, aus einer Grafenfamilie. ​1) Françoise Cerjat, von Moudon, 2) Charlotte de Vergy. Herr von Bussy und Mitherr von Mézières (FR). 1477 Edelknecht Jakobs von Savoyen, des Gf. von Romont. In der Picardie 1484 Gouverneur und Hauptmann der Grafschaft Marle, 1486 Hauptmann von Stadt und Schloss Ham. 1489-1513 amtierte S. als Vogt der Waadt. Er war der Vormund und Berater der Herzogin Blanche von Savoyen, der Witwe Karls I., sowie 1504 der Kammerherr von Hzg. Philibert II. von Savoyen. 1506 und 1509 reiste S. anlässlich des Konflikts mit dem Wallis als Tagsatzungsgesandter nach Baden. 1512 entsandte ihn Hzg. Karl III. zur Bündniserneuerung zu den Eidgenossen. Er residierte in Moudon und erhielt von Hzg. Philibert das Recht, einen abgabefreien Ofen zu bauen. VON ESTAVAYER, Johannes (I42049)
 
1998 Erstmals erw. 1477, 30.5.1512, von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). ​Elisabetha Irmin. Goldschmied. 1479 Mitglied des Gr. Rats, 1484 Obherr der Gesellschaft zun Kaufleuten und damit Mitglied des Kl. Rats. 1496-1511 wiederholt Oberpfleger des Spitals. 1490-1502 Bürgermeister der Stadt Schaffhausen. 1487 erhielt W. von Ks. Friedrich III. einen Adels- und Wappenbrief. 1509 kaufte er für 295 Gulden die Gerichtsherrschaft Flaach-Volken.

Ursprünglich hafteten die gerichtsherrlichen Rechte am Schloss Schollenberg. Ulrich von Fulach erwarb sie zwischen 1515 und 1542 von seinem Schwiegervater von Waldkirch. Den Gerichtsplatz bildete der mitten im Dorf liegende Schulhausplatz (Wesenplatz). 
VON WALDKIRCH, Konrad (I11088)
 
1999 Erstmals erw. 1490, 1513 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Heinrich, Ratsherrn. 1490 einer der städt. Gesandten bei den Friedensverhandlungen in Einsiedeln über den Rorschacher Klosterbruch, 1499 oberster Hauptmann der St. Galler im Schwabenkrieg. 1501 kaiserl. Wappenbrief. 1505-13 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt (die drei höchsten Stadtämter). Besitzer - evtl. bereits sein Vater - einer im Fernhandel aktiven Leinwandgesellschaft. Mitglied der Schneiderzunft, ab 1492 Genosse der Notensteiner Gesellschaft. HOCHREUTENER, Kleophea (I13233)
 
2000 Erstmals erw. 1490, 1513 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Heinrich, Ratsherrn. 1490 einer der städt. Gesandten bei den Friedensverhandlungen in Einsiedeln über den Rorschacher Klosterbruch, 1499 oberster Hauptmann der St. Galler im Schwabenkrieg. 1501 kaiserl. Wappenbrief. 1505-13 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt (die drei höchsten Stadtämter). Besitzer - evtl. bereits sein Vater - einer im Fernhandel aktiven Leinwandgesellschaft. Mitglied der Schneiderzunft, ab 1492 Genosse der Notensteiner Gesellschaft. HOCHREUTINER, Heinrich (I39928)
 

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