Strauss Genealogie


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201 10 Anschlusstafeln
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WILHELMI, Anna Katharina (I25092)
 
202 10. Kind von Johannes Kauert und Elisabeth Heerhaus:, Johannes Heinrich, Eisenhändler, zog 1770 zum Dahl, Demissionale am 16.04.1767, ++24.07.1748 - Stammvater der Krefelder Linie (Quelle: Detlev Kauert, https://gedbas.genealogy.net/person/show/1160739310 KAUERT, Johann Heinrich ´aus dem Dahl` (I218)
 
203 10.5.1803 St. Gallen, 1.11.1883 Burgdorf, ref., von St. Gallen. Sohn des Christian, Mitinhabers der Mousselinefirma Mittelholzer & Züblin, und der Sabina Elsbeth geb. Zollikofer. 1831 seine Cousine Martha Z., Tochter des Christoph. 1821 übernahm Z. für den erkrankten Vater den Warenvertrieb in Nord- und Mittelitalien. 1824 gründete er in Neapel mit David Vonwiller die Handelsfirma Zueblin & Vonwiller, 1830 in Fratte di Salerno die Spinnerei Vonwiller Zueblin & C., die er bis 1837 leitete. 1838 errichtete Z. in St. Gallen die Flachsspinnerei Sittertal. Ab 1850 war er Direktor der Pottendorfer Baumwollspinnerei in Niederösterreich, ab 1854 der Spinnerei St. Georgen ob St. Gallen (damals Gem. Tablat). 1860-74 leitete er die Flachsspinnerei Burgdorf, 1874-83 präsidierte er deren Verwaltung. Seine Autobiografie von 1883 ist eine wichtige Quelle zur frühen Schweizer Textilindustrie in Süditalien. weiterführende Info: HLS ZÜBLIN, Friedrich (I5818)
 
204 10.6.1734 Zürich, 10.4.1810 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Johann (->) und der Dorothea Zoller von Landenberg. Bruder des Johann (->). 1757 Anna Steiner. Volontariate im Zürcher Verwaltungsdienst. 1766 Zürcher Grossrat, 1780 Amtmann in Embrach, 1776-78 provisor. Mitglied des Rechenrats, 1779-98 Kleinrat, 1783-95 als Bauherr des Rats Förderer des Strassenbaus. Mitglied der provisor. Zürcher Regierung (Landeskomm.) von 1798. 1799 wurde S. von der helvet. Zentralregierung zum Statthalter des Kt. Baden gewählt, weil sich kein geeigneter einheim. Politiker für das Amt zur Verfügung gestellt hatte. In der Mediation zog er sich wegen seiner patriot. Gesinnung vorübergehend ins Privatleben zurück. 1807-10 bekleidete er als Stadtrat von Zürich nochmals ein öffentl. Amt. SCHEUCHZER, Hans Jakob (I46367)
 
205 1017 begleitete Wilhelm seinen Vater nach Rom, wo sie Papst Benedikt VIII. um die Gründung eines Bistums in Besalú baten, zu dessen erstem Bischof sein jüngerer Bruder Wilfried ernannt werden sollte. Der Papst gab dem Gesuch statt. Bis auf einige Klosterschenkungen ist von Wilhelm kaum etwas bekannt. Er starb 1052 und wurde in der Abtei Santa Maria de Ripoll bestattet (BESALÚ), Wilhelm I. (I52375)
 
206 1032/33 erkannte er sofort die Oberherrschaft von Kaiser Konrad II. über das Königreich Burgund an, dieser gewährte ihm Rechte in Maurienne und im Chablais (Regionen in der heutigen Haute-Savoie, Frankreich). VON SAVOYEN, Humbert I. (I36048)
 
207 1039, nach dem Tode Kaiser Konrads II., bekamen die Eppensteiner von König Heinrich III. alle 1035 konfiszierten Eigengüter zurück und Markwart IV. war als Graf in Kärnten der eigentliche Kärntner Herrscher. Ca. 1065 gründete er die Burg Treffen etwa 10 km nördlich von Villach. Er wurde 1070 Markgraf von Istrien-Krain, zog 1072 mit König Heinrich IV. gegen Ungarn und wurde nach Absetzung des Zähringer Herzogs Berthold Ende 1072 Herzog von Kärnten. 1074 wurde er Vogt von Aquileia, zwischendurch war er auch Vogt von Brixen (1067). Er gründete das Stift St. Lambrecht, übernahm dessen Vogtei und starb 1076.

Markwart und seine Gemahlin Liutbirg sind laut einer im Stifte St. Lambrecht fortbestehenden Überlieferung in der Kirche zu St. Martin im Greut (Greith), östlich von Neumarkt, begraben. Dort hätte Liutbirg ein Frauenkloster gestiftet. 
VON EPPENSTEIN, Marquart IV. (I39640)
 
208 1043 heiratete er auf Grund einer Übereinkunft seines Vaters mit dem Polenherzog Kasimir I. dessen Schwester Gertrud[1] 1052 wurde er Fürst von Nowgorod.

1054 erhielt er als ältester Sohn nach dem Tod seines Vaters entsprechend dem Senioratsprinzip das wichtigste Teilfürstentum der Kiewer Rus: die Hauptstadt Kiew. Zunächst regierte er anscheinend einvernehmlich zusammen mit seinen Brüdern Swjatoslaw (Fürst von Tschernigow) und Wsewolod (u. a. Fürst von Perejaslaw). Gemeinsam erwehrten sie sich Wseslaws von Polozk, eines entfernter verwandten Rurikiden, der mehrfach versuchte, Nowgorod unter seine Kontrolle zu bringen. Am 3. März 1067 schlugen sie ihn in der Schlacht an der Nemiga vorerst.

1068 wurden die drei Brüder an der Alta von den Polowzern (Kumanen) vernichtend geschlagen. Im gleichen Jahr rief die Kiewer Bevölkerung nach dem Vorbild Nowgorods eine Volksversammlung (Wetsche) ein, die Wseslaw von Polozk zum neuen Großfürsten erhob. Isjaslaw floh nach Polen, wo Herzog Bolesław II., der Neffe seiner Gemahlin Gertrud, herrschte. Gemeinsam zogen sie 1069 in die Rus, worauf Wseslaw schon vor Beginn der Kämpfe floh. In Kiew ließ Isjaslaw zahlreiche Mitglieder des Patriziats hinrichten oder blenden.

1073 vertrieben die Kiewer, diesmal mit Unterstützung von Swjatoslaw und Wsewolod, ihren Großfürsten erneut und Swjatoslaw übernahm den Thron. Wieder floh Isjaslaw zu Bolesław II. von Polen, dann zu Kaiser Heinrich IV. Sein Sohn Jaropolk verhandelte gleichzeitig mit Papst Gregor VII., übergab ihm Kiew und erhielt es als apostolisches Lehen zurück. Der Papst beauftragte wiederum Bolesław II., das nun kirchliche Land für Isjaslaw und seinen Sohn zurückzuerobern. Bolesław hatte sich aber bereits mit Isjaslaws Brüdern verbündet und zögerte damit, den Auftrag des Papstes auszuführen. Erst als ein päpstlicher Legat die Erhebung Bolesławs vom Herzog zum König Polens veranlasst hatte, brach er zu einem Feldzug nach Kiew auf.

Swjatoslaw war inzwischen (1076) gestorben und Wsewolod ihm als Großfürst nachgefolgt. Wsewolod zog dem Heer entgegen und erreichte eine Verhandlungslösung, die Isjaslaw die Rückkehr auf den Großfürstenstuhl ermöglichte, während Wsewolod Fürst von Tschernigow wurde, das nach Swjatoslaws Tod ursprünglich dessen Sohn Oleg erhalten hatte. Oleg verband sich daraufhin mit seinem Vetter Boris Vyatscheslawitsch von Tmutorokan und kehrte zusammen mit kumanischen Verbündeten zurück, um Tschernigow für sich zu erobern. Isjaslaw und Wsewolod stellten sich am 3. Oktober 1078 Olegs Heer bei Nezhatyna Nyva (heutiges Nischyn). In dieser Schlacht wurde Oleg geschlagen und Isjaslaw und Boris wurden getötet. Den Nutzen aus der Situation zogen Wsewolod, dem dadurch der Großfürstentitel von Kiew zufiel, und sein Sohn Wladimir Monomach, der neuer Fürst von Tschernigow wurde. Durch Isjaslaws Tod scheiterten auch Papst Gregors Pläne, Kiew für die römische Kirche zu gewinnen. In seinem letzten Regierungsjahr schickte Isjaslaw I. erneut einen Feldzug gegen den alten Feind Polozk aus. 
(KIEW) JAROSLAWITSCH, Isjaslaw I. (I37680)
 
209 1043 kämpfte er an der Seite seiner Brüder Wilhelm und Drogo um die Eroberung Süditaliens. Nach dem Tode Wilhelms 1046 unterstützte er die Kandidatur Drogos als Graf von Apulien. Mit Rainulf von Aversa und Argyros kämpfte er gegen Georg Maniakes, ohne formell in die Dienste Konstantins IX. Monomachos zu treten. Nach der Ermordung Drogos wählten ihn die Normannen zum comes. Gegen die Normannen kam es zu einer Allianz zwischen westlichem und östlichem Kaiser und dem Papst, das Heer unter Führung Leos IX. wurde von Humfred 1053 bei Civitate entscheidend geschlagen. Zu einer päpstlichen Belehnung kam es trotz eines Angebots der Normannen nicht zu Humfreds Lebzeiten. (APULIEN), Humfred (I39134)
 
210 1050 wurden die Herren von Engen-Hewen erstmals in einer Urkunde des Grafen von Nellenburg erwähnt.

Vermutlich Anfang 12. Jahrhundert, spätestens 1170 wurde die Burg auf dem Hewen durch die HERREN VON ENGEN, die sich danach später FREIHERREN VON HEWEN nannten, erbaut. Aus dem Jahr 1152 ist ein WALTER VON HEWEN bekannt, er war einer der einstigen Herren VON ENGEN, der sich erstmals nach dem neuen Wohnsitz benannt hat. Im Jahr 1189 wurde die Burg mit dem Namen Hewin oder Hewen genannt.

Ab dem 13. Jahrhundert war Engen die Residenzstadt der Herren von Hewen, zu deren Herrschaftsgebiet Burg Engen, Burg Neuhewen (Stettener Schlössle), Hewenegg (Junghewen), Burg Boll, Tudoburg und Burg Wildenstein im Donautal gehörten.

Im Jahr 1291 wurde die Burg dem Herzogtum Österreich zu Lehen aufgetragen und kam 1398 von den stark verschuldeten Brüdern Peter und Wölflin VON HEWEN als Pfand an Habsburg.

1404 kam die Herrschaft von den HABSBURGERN als Pfand in den Besitz der Grafen von LUPFEN-STÜHLINGEN und wurde um 1415 zum Reichslehen. Letztlich erhielten sie es ganz gegen Tausch der Herrschaft Tirol. Mit ihnen wurde der HOHENHEWEN zum berüchtigten Raubritternest. 1441 überfielen die Grafen VON LUPFEN-STÜHLINGEN Ulmer Kaufleute. Der Schwäbische Städtebund, ein militärisches Bündnis mehrerer Reichsstädte, sann deshalb auf Rache und es kam im Städtekrieg zur Belagerung der Burg; die Einnahme des Hohenhewen misslang jedoch.

Auch die zweite Belagerung während des Schweizerkriegs 1499 durch die Schweizer blieb erfolglos.  
VON HEWEN, Peter (I35796)
 
211 1081 begab sich der Sohn von Vratislav II. und Swatawa von Polen als Führer des bewaffneten Heeres mit König Heinrich IV. nach Italien, wo er zwei Jahre später erfolgreich an der Eroberung Roms teilnahm. Er kehrte 1084 mit einer Handvoll Mitkämpfer zurück. Den Versuch Břetislavs II., Bořivoj als seinen Nachfolger durchzusetzen, verhinderte das Senioratsprinzip. Nach diesem Gesetz sollte Oldřich Thronfolger werden, der Sohn Konrads I. VON BÖHMEN, Bořivoj II. (I40195)
 
212 1096 schloss er sich gemeinsam mit seinem Bruder Tankred, seinen Onkel Bohemund zum Ersten Kreuzzug an. Im Verlauf des Kreuzzuges wurde er am 1. September 1097 im Kampf getötet. (HAUTEVILLE), Wilhelm (I40644)
 
213 1097 war er einer der Teilnehmer am Ersten Kreuzzug, auf dem sein Vetter Bohemund von Tarent das Kontingent der Normannen aus Süditalien anführte. Richard gehörte damals zu den wenigen Kreuzfahrern, die Arabisch sprechen konnten, eine Fähigkeit die er sich wahrscheinlich während der Feldzüge gegen die Sarazenen auf Sizilien angeeignet hatte. Anna Komnena berichtet davon, dass Richard, als er mit einem Schiff die Adria überquerte, von der byzantinischen Flotte gekapert und gefangen genommen wurde, da sie ihn irrtümlich für einen Piraten hielten. Er wurde bald wieder freigelassen und schloss sich wieder dem Hauptheer der Kreuzfahrer an. Die meiste Zeit des Kreuzzugs über reiste er mit dem Teilkontingent von Bohemunds Neffen Tankred von Tarent. Er nahm an der Schlacht von Doryläum, Tankreds Expedition durch Kilikien und der Belagerung von Antiochia teil. Nach der Eroberung von Antiochia errichtete Bohemund sich dort das Fürstentum Antiochia.  VOM PRINZIPAT, Richard (I24284)
 
214 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I1987)
 
215 11.11.1501 St. Gallen, 1556/57 St. Gallen, ref.; Sohn des Hans, Webers und Leinwandkaufmanns, und der Adelheid (Nachname unbekannt). ​Engel Keiser. 1512 Lateinschule in St. Gallen, 1519/20-24 Studien in Basel (1522 Immatrikulation), humanist. Allgemeinbildung. Rückkehr nach St. Gallen, Weber und Leinwandkaufmann. 1534 Mitglied des Gr. Rats (Elfer der Weberzunft), 1549 des Kl. Rats; Leinwandschauer, Eherichter. R. verfasste private Aufzeichnungen über das St. Galler Alltagsleben in eigenwilligem Latein ("Diarium", eigentlich "Commentationes"), kopierte Schriften von Vadian, Johannes Kessler und Johannes Stumpf und katalogisierte St. Galler Privatbibliotheken. Er zählte als Zuhörer zum Gelehrtenkreis um Vadian. REUTINER, Hans (I34303)
 
216 11.5.1542 Schloss Rosenberg (Gem. Berneck), 18.4.1608 Pruntrut, kath., Sohn des Wilhelm, fürstäbt.-sankt-gall. Obervogts auf Rosenberg, und der Helena von Hallwyl. Bruder des Wolfgang Dietrich (->). Neffe des Diethelm (->). 1557-59 Stud. in Freiburg i.Br. beim Humanisten Glarean, Bakkalaureus Artium. 1555 Exspektanz im Domkapitel Konstanz, 1559 Domherr, 1570 Archidiakon. 1561 Exspektanz im Basler Domkapitel. Am 22.6.1575 einstimmige Wahl zum Bf. von Basel, am 4.5.1576 Bestätigung durch Papst Gregor XIII., darauf Priester- und am 10.2.1577 Bischofsweihe, am 15.11.1577 kaiserl. Investitur.

Die Huldigungsreise hatte B. bereits im Aug. 1575 angetreten. Von 1576 an plante er ein Bündnis mit den kath. Eidgenossen, um bei der Wiederherstellung der fürstbischöfl. Macht im eigenen Gebiet ihre polit. Unterstützung zu gewinnen. Nach kostspieligen Verhandlungen und unter Vermittlung Ludwig Pfyffers von Altishofen sowie der Nuntien Feliciano Ninguarda und Giovanni Francesco Bonomi wurde der gegenseitige Beistandspakt am 28.9.1579 in Luzern unterzeichnet und am 11.1.1580 in Pruntrut beschworen. Damit war die Ausgangsbasis für B.s Ziele geschaffen: Rekatholisierung der Untertanen, Verhinderung weiterer und Abschaffung bestehender Burgrechte, Rückgewinnung versetzter Herrschaften inner- und ausserhalb der Stadt Basel sowie Restitution des Kapitelbesitzes. Nach Pruntrut begann B. mit der Rekatholisierung der deutschsprachigen Vogteien, die teils mit Basel verburgrechtet waren. Der dadurch entstandene Konflikt zwischen Basel und B. wurde vor einem eidg. Schiedsgericht ausgetragen und 1585 im Vertrag von Baden beigelegt. Darin wurden die Burgrechtsverträge Basels mit dem Laufen- und dem Delsbergertal sowie den Freibergen de facto aufgelöst. Die Stadt hatte für ehemals bischöfl. Besitzungen eine hohe Entschädigung (200'000 Gulden) zu bezahlen, und in Glaubensangelegenheiten galt fortan der Grundsatz cuius regio, eius religio. Bereits 1590 waren die deutschsprachigen Vogteien wieder katholisch. Ein ähnl. Vertrag kam 1599 mit Bern zustande (Bieler Tauschhandel): Biel sollte an Bern abgetreten werden, dafür wollte Bern u.a. auf das Burgrecht mit der Propstei Moutier-Grandval verzichten. Die Durchführung scheiterte am Widerstand der kath. Orte. Erst im Vertrag von 1606 wurden die Probleme mit Biel beigelegt: Die Stadt leistete den Treueeid, ihr Einfluss in der Herrschaft Erguel wurde auf das Mannschaftsrecht eingeschränkt und der Burgrechtsvertrag mit der Abtei Bellelay aufgehoben. In den südl. Vogteien blieben die Rekatholisierungsversuche B.s erfolglos.

Die gezielte Reform des Klerus begann B. 1581 mit der Verkündigung neuer Diözesanstatuten auf der Synode in Delsberg. Zwei Visitationsreisen (1586-90, 1601-04) hatten die Feststellung und Behebung von Missständen in den Pfarreien der Diözese zum Ziel. Mit neuen liturg. Büchern suchte B. die Bildung des Klerus zu verbessern. Auch die Offizialität in Altkirch (Elsass) wurde einer Reform unterzogen. Zur Rekrutierung und Ausbildung neuer Priester gründete B. in Pruntrut 1591 ein Jesuitenkolleg und 1606 ein Priesterseminar. Letzteres kam allerdings nie richtig zur Blüte und verschwand nach wenigen Jahrzehnten. Von 1595 an unternahmen die Jesuiten des Kollegs mit grossem Erfolg Volksmissionen in der Diözese.

Hatte der Vertrag von Baden zur Sanierung der zerrütteten wirtschaftl. Lage des Fürstbistums beigetragen, so suchte B. nun mit straffer Nutzung seiner Regalien einer erneuten Verschuldung vorzubeugen. Mit der Wiederinbetriebnahme und dem Ausbau der Bergwerke und Eisenschmieden in Courrendlin, Undervelier und Bellefontaine (Saint-Ursanne) schuf er neue Einnahmequellen. Von 1589 an liess er eigenes Geld prägen. Mit allen Mitteln, so auch mit der Eröffnung einer Druckerei und der Erweiterung seiner Residenz in Pruntrut, baute er seine landesherrl. Macht aus. B. gilt als der Restaurator des darniederliegenden Basler Fürstbistums und als einer der profiliertesten Vertreter der kath. Reform in der Schweiz. 
BLARER, Jakob Christoph (I21207)
 
217 11.6.1655 Zürich, 1.9.1712 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Conrad (->). Neffe des Rudolf (->). 1684 Elisabeth Wolf. Schüler im Radieratelier seines Vaters. 1683 wurde seine Mitgliedschaft in der Meisenzunft erneuert. M. stach militär. und bibl. Szenen, Veduten, Neujahrsblätter und Monatsdarstellungen. Er schuf u.a. Bildnisse des Zürcher Bürgermeisters und anderer bedeutender Persönlichkeiten. Für Joachim von Sandrarts "Teutsche Academie [...]" (2 Bde., 1675-79) lieferte er Kupferstiche. Eines seiner Hauptwerke ist Hans Conrad Gygers Landkarte des Kt. Zürich. M. war auch als Maler tätig. MEYER VOM WEGGEN, Johannes (I52030)
 
218 11.8.1564 Zürich, 28.1.1627 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Johannes (->). Bruder des Hans Ulrich (->). Verheiratet. 1592 Zwölfer, 1607 Zunftmeister zu Schiffleuten. Johannes Wolf, ursprünglich Glasmaler und dann in Basel zum Drucker ausgebildet, erwarb 1591 das Druckerzeug der ehemaligen Offizin Froschauer und eröffnete eine Druckerei mit Verlag und Buchhandel. 1595 erhielt er für zwölf Jahre das Druckprivileg für Zürich. Wolf druckte Schriften zürcherischer Theologen, Bibeln und einige wenige wissenschaftliche Werke. 1611-1624 führte sein Sohn Johann Rudolf (1587-1624) die Offizin und gab wahrscheinlich um 1621 die erste Zeitung Zürichs heraus. Zu den bedeutendsten Druckwerken der Offizin, die nach dem Tod des Sohns wieder vom Vater übernommen und 1626 an Johann Jakob Bodmer verkauft worden war, zählen Johannes Gulers von Wyneck "Raetia", Jakob Zieglers Abhandlung über den "Tabac" und Christoph Murers "XL Emblemata miscella nova". WOLF, Hans (I9207)
 
219 1105 machte Friedrich umfangreiche Schenkungen für das Kloster Cluny. 1125 wurde er erstmals als comes de Ferretes (Graf von Pfirt) genannt. 1143 oder 1144 gründete er das Frauenkloster Feldbach[1] und unterstellte dieses 1144 gemeinsam mit dem Kloster St-Morand in Altkirch der Abtei Cluny als Priorate.  VON PFIRT, Friedrich I. (I36062)
 
220 1113 ließ König Koloman seinen Bruder Álmos und dessen Sohn, den späteren Béla II., blenden. Grund war die fortgesetzte Opposition Álmos gegen den König. Die Geblendeten flohen darauf nach Konstantinopel. Von dort holte Kolomans Sohn und Nachfolger Stephan II. seinen Vetter Béla zurück und setzte ihn zum Nachfolger ein, weil er selbst ohne Erben geblieben war.
Bélas Herrschaft begann 1131 mit der Versammlung bei Arad, bei der er alle Adligen umbringen ließ, die vermutlich bei seiner Blendung mitgewirkt hatten. Nach den Quellen sind dabei 68 Adelige ums Leben gekommen. Bei dem Racheakt spielte vermutlich Königin Ilona eine wichtige Rolle.  
VON UNGARN, Béla II. (I36313)
 
221 1115 folgte er seinem Vater als Herzog. 1122 begleitete er Kaiser Heinrich V. beim Wormser Konkordat, das dem Investiturstreit ein Ende setzte. Innerhalb des Herzogtums geriet er in Konflikt mit Stephan von Bar, Bischof von Metz ab 1120, und Albero von Montreuil, Erzbischof von Trier ab 1131, zwei Verbündeten des Grafen von Bar. Der Erzbischof exkommunizierte ihn 1132, was 1133/34 aufgehoben wurde.

Herzog Simon I. stand in Briefkontakt mit Bernhard von Clairvaux. Dem jungen Zisterzienserorden gewährte er Zollfreiheit. Gegenüber mehreren Klöstern trat er als Wohltäter auf. Er gründete bzw. dotierte die Abtei Stürzelbronn.

Wegen Bedrückungen der Abtei Remiremont exkommunizierte ihn Papst Innozenz II. 1138 und verhängte das Interdikt über sein Herzogtum, so dass Simon, der kurz darauf starb, in der Abtei Saint-Dié nur aufgebahrt, aber nicht kirchlich bestattet werden durfte.

Er heiratete Adelheid († 1158), deren Abstammung unbekannt ist. Einige sehen sie als Tochter von Heinrich III., Graf von Löwen, und Gertrud von Flandern (die sich in zweiter Ehe mit Simons Vater Dietrich II. verheiratete), andere als Tochter von Gerhard von Süpplingenburg, Graf von Querfurt, und Hedwig von Formbach, was aber wiederum bedeutet, dass sie die Tante ihres Ehemanns gewesen wäre. Ihre Kinder waren: 
(LOTHRINGEN), Simon I. (I52194)
 
222 1118 verbündete er sich mit Balduin II., dem neuen König von Jerusalem. 1119 marschierten beide nordwärts, um Roger von Salerno gegen die Invasion Ilghazis zu helfen. Roger wartete jedoch nicht auf sie und erlitt in der Schlacht von Ager Sanguinis eine deutliche Niederlage. Balduin II. selbst wurde später gefangen genommen.

1124, nach Balduins Freilassung, half er ihm bei der Eroberung von Tyrus, einer der letzten Küstenstädte, die in der Hand der Muslime verblieben waren. 1125 war er bei dem Sieg der Kreuzritter in der Schlacht von Azaz dabei. 1131 geriet er in eine Auseinandersetzung mit König Fulko, der im gleichen Jahr den Thron bestiegen hatte, und unterlag in der Schlacht von Rugia.

1137 wurde die Grafschaft Tripolis vom Sultan von Damaskus überfallen. Pons unterlag in einer Schlacht nahe seiner Burg Mons Peregrinus und wurde auf der Flucht getötet. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Raimund II. 
VON TRIPOLIS, Pons (I40615)
 
223 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7740)
 
224 1136 wurde seine Ehefrau Ermesinde von König Konrad III. als Erbin der Grafschaft Luxemburg angesehen, als er die Grafschaft Heinrich dem Blinden, dem ältesten Sohn des Gottfrieds und Ermesindes, übertrug.  VON NAMUR, Graf Graf Gottfried (I10383)
 
225 1139-1458: Die Freiherren von Rhäzüns starben nach 319 Jahren als Mannesstamm aus.  RHÄZÜNS, von von Georg Brun \ Heinrich (I1593)
 
226 1147 ist Adelheid als Äbtissin von Niedernburg verzeichnet. Sie erscheint in einer Urkunde über den Tausch von Gütern mit dem Freisinger Bischof.[2]

Die Familie der Sulzbacher war dem Stift Niedernburg bereits seit 1100 verbunden. Adelheids Vater, Graf Berengar von Sulzbach hatte seitdem die Vogteirechte über das Stift inne und vererbte diese an seinen Sohn Gebhard.

Das Ende ihres Abbatiats ist ungewöhnlich, da sie nicht wie üblich mit ihrem Tod aus dem Amt ausschied. Nachdem es 1661 zu einer ersten Unterstellung des Stiftes Niedernburg unter das Bistum Passau kam, ist anzunehmen, dass Adelheids Ausscheiden aus dem Amt mit der politischen Situation im Reich und der Politik Kaiser Friedrichs I. zu tun hatte. Das Geschlecht der Sulzbacher hatte unter König Konrad III. und seiner Frau Gertrud von Sulzbach noch großen Einfluss, welcher von Kaiser Friedrich erheblich eingeschränkt wurde. Allerdings konnte erst 1188, als Adelheids Bruder, Graf Gebhard ohne männliche Nachkommen starb, das Erbe der Sulzbacher an die Söhne Kaiser Friedrichs I. gehen[3] und das Vogteirecht des Reichsstift Niedernburg 1193 letztendlich auch an den Bischof von Passau übertragen werden.[4]

Über Adelheid ist indes bekannt, dass sie mit Unterstützung Heinrichs II. Jasomirgott nach Byzanz reiste. Somit spielte die Äbtissin Adelheid von Passau-Niedernburg eine entscheidende Rolle in der Vermittlung zwischen den beiden Kaiserreichen während des Schismas von 1159.[5] Außerdem bietet diese Reise "Einblick in die Familienbeziehungen des 12. Jahrhunderts, in die Diplomatie, aber auch in Reiselust und Bewegungsfreiheit einer adligen Dame des Hochmittelalters"[6].

Um 1158/60 erhält Adelheid vom Kaiserpaar, also ihrer Schwester, Basileia von Byzanz und Manuel Komnenos eine große Geldsumme.[7] Geplant war wohl, dass Adelheid sich anschließend in dem von Markgräfin Agnes und Markgraf Leopold III. gegründeten Klosterneuburg niederläße,[8] ob es dazu kam, ist historisch nicht bekannt. 
VON SULZBACH, Adelheid (I35985)
 
227 1147 wurde er unter dem Einfluss des Bernhard von Clairvaux Mönch in dessen Kloster. 1151 ging er ins Heilige Land, um dort als Einsiedler zu leben, wurde jedoch 1153 wegen einer Erkrankung Bernhards nach Europa zurückgerufen. In Apulien hielt er sich im Kloster Modugno auf, wo er starb. Seine Reliquien werden in Molfetta aufbewahrt, der lokale Kult wurde am 7. April 1832[1] durch seine Seligsprechung durch Papst Gregor XVI. bestätigt[2]. Im Orden wird sein Fest am 9. Februar[3] gefeiert. (BAYERN), Konrad (I51525)
 
228 1148 der Bürgern
1452 Ratsherr
1465 Vogt zu Lenzburg
1459 Venner zu Pfistern
1476 erster Schultheiss zu Murten
Er sehr reich und angesehen
Besitzer der halben Herrschaft Ligerz, die er aus Verdruss an Biel verkaufte, Mitherr von Burgistein und Wattenwyl

weiterführende Info: HLS
--> Grossrat ‎1448 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Vogt ‎1465 in Lenzburg, Lenzburg, AG, CHE
--> Ratsherr ‎1452 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Schultheiss ‎1476 in Murten, Seeland, FR, CHE
--> Venner zu Pfistern ‎1459 in Bern, Bern, BE, CHE
Eingebürgert ‎ 
VON MUHLERN, Urban (I29760)
 
229 1153 Pfalzgraf von Tübingen, 1171 Gründer von Kloster Marchthal
durch seine Frau erhielt er den Großteil der bregenzischen Be­sitzungen, darunter die Stamm­güter der spätem Häuser Mont­fort und Werdenberg in Rätien; wegen der Hinrichtung welfischer Straßenräuber und Verschonung der eigenen geriet er in Streit mit den Welfen; auf Hugos Seite standen die Zollern und Württemberger, doch der Welfe hatte weit mehr Freunde und rückte 1164 vor Tübingen, wurde aber in die Flucht geschlagen, nun kam Welfs Vater, Herzog Weif von Spoleto, aus Italien zurück und die Kämpfe des Jahres 1165 verliefen für Hugo ungünstig; da rief er Herzog Friedrich von Schwaben zu Hilfe, der mit Böhmen Welfs Besitzungen ver­wüstete; aber auf Barbarossas Befehl mußte Hugo sich Weif dem Jungen auf Gnade und Un­gnade ergeben, der ihn dann bis zu seinemTode 1167 in Gefangen­schaft hielt, nach seiner Frei­lassung wandelte er Marchtal in eine Prämonstratenserabtei um 
(TÜBINGEN), Hugo II. (I24170)
 
230 1171 vereinbarte Heinrich der Löwe im Rahmen seiner Friedensvereinbarung mit König Waldemar I. von Dänemark die Verlobung seiner verwitweten Tochter mit dem damals noch acht oder neun Jahre alten dänischen Thronfolger Knut VI.[ Familie: (DÄNEMARK), Knut VI. / (BAYERN UND SACHSEN), Gertrud (F17754)
 
231 1176 heiratete er Gertrud, eine Tochter Heinrichs des Löwen († 1195). Gertrud starb bereits 1197, die Ehe war kinderlos geblieben und Knut ging danach keine weitere Ehe ein. Seine Schwester Sophia (* 1159) vermählte sich mit dem Grafen Siegfried III. von Weimar-Orlamünde († 1206), der ein Anhänger der Staufer war und sich die meiste Zeit seines Lebens in Dänemark aufhielt.

Knut VI. wurde 1182 auch Fürst von Halland. Im Jahre 1185 besiegten seine Gefolgsleute das Heer des Herzogs Bogislaw I. von Pommern († 1187), der danach sein Lehensmann wurde. 1189 setzte Knut den Kastellan von Stettin Wartislaw Swantiboricz († 1196) ab und 1193 nahm er den rebellierenden Bischof von Schleswig und Erzbischof von Bremen Waldemar († 1236) gefangen. Nachdem im Jahr 1200 (oder 1201) seine Vasallen die Schlacht bei Waschow gewannen, beherrschte er auch ein Gebiet norddeutscher und slawischer Völker, so dass man ihn zusätzlich als König der Wenden bezeichnete.

In der Geschichte Estlands wurde um 1196 die Missionierung zum Christentum durch den Dänenkönig vermerkt.

Am 28. Dezember 1200 erließ Knut VI. das Gesetz über Totschlag, in dem Strafmaß und Regress bei Totschlag geregelt wurden. Dieses Gesetz zählt zu den nachweislich frühesten Erlassen der königlichen Gesetzgebung in Dänemark.

1202 starb Knut VI. und wurde in der Ringsteder St.-Bendts-Kirche, die zwischen 1182 und 1341 als Grablege der dänischen Könige diente, bestattet. Sein Grab liegt im Mittelgang vor dem Chor. Nachdem die Königsgräber im Mittelgang der St.-Bendts-Kirche Mitte des 19. Jahrhunderts geöffnet und untersucht worden waren, wurden sie mit trapezförmigen Grabplatten verschlossen. Die lateinische Inschrift der Grabplatte Knuts lautet: Canutus König der Dänen, Sohn Waldemars I.[1]

Sein Bruder Waldemar II. (1170–1241) wurde sein Nachfolger und setzte Knuts Politik fort. 
(DÄNEMARK), Knut VI. (I40865)
 
232 1196 Schatzmeister beim Bf. von Lausanne, 1208/09 Dompropst von Basel, 1209 Propst von Neuenburg, 1212 Wahl zum Bf. von Lausanne. N. nutzte das Episkopat für wirtschaftl. und polit. Veränderungen. So schaffte er nach dem Aussterben der Zähringer die Vogtei des Bistums ab, erweiterte das Netz seiner Ministerialen und liess seine Besitzungen befestigen. Als geistl. Reichsfürst und päpstl. Sous-diacre betrieb er eine Politik der Versöhnung zwischen Papst Innozenz III. und Ks. Friedrich II. 1215 nahm N. am 4. Laterankonzil teil. Er starb, als er als Bewacher des Geldtransports zu einem Kreuzzug aufbrechen wollte.


Literatur
– HS I/4, 117
– J.-D. Morerod, Genèse d'une principauté épiscopale, 2000, 200-202

Autorin/Autor: Lionel Bartolini / AHB 
GRAF VON NEUENBURG, Berthold (I3219)
 
233 1196 wurde er durch Vermittlung seines Onkels, des Erzbischofs Adolf von Köln, Propst des in Westfalen einflussreichen Stiftes in Soest und folgte 1216 dem Vetter seines Vaters, Graf Engelbert von Berg, nach dessen Erhebung auf den erzbischöflichen Stuhl von Köln im Besitz der dortigen Dompropstei.

Wohl durch den Einfluss des Erzbischofs Engelbert erfolgte am 22. Juli 1218 die Wahl Dietrichs zum Bischof von Münster. Seine nur kurze Regierung ist für Münster nicht ohne Bedeutung geblieben. Die bischöfliche Autorität in Friesland wurde neu befestigt und im Stift selbst der Entwicklung des Städtewesens weiterer Aufschwung gegeben, zum Beispiel durch die Verleihung der Stadtrechte an Bocholt. Mit Bernard von der Lippe, Bischof von Selburg, weihte er 1222 die Kirche des von letzterem gegründeten Klosters Marienfeld. 1225 legte er den ersten Stein zum Bau des münsterischen Domes, der, von Bischof Hermann II. begonnen, unter Bischof Otto ins Stocken geraten war.

Dietrichs Beteiligung an der Verschwörung westfälischer Bischöfe und Dynasten gegen Erzbischof Engelbert von Köln, deren Folge dessen Ermordung durch Dietrichs älteren Bruder Graf Friedrich von Isenberg am 7. November 1225 war, führte seinen Sturz herbei. Dietrich, ebenso wie sein jüngerer Bruder Engelbert, erwählter Bischof von Osnabrück, der Mitschuld angeklagt, verlangte von dem gerade am Niederrhein anwesenden päpstlichen Legaten Kardinal Konrad von Porto Verhandlung der Anklage, um sich von derselben reinigen zu können. Die Brüder erschienen auf der zu diesem Zweck vom Kardinal auf den 2. Februar 1226 nach Lüttich berufenen Versammlung, waren aber nach längeren tumultuarischen Verhandlungen nicht im Stande, die Beschuldigungen von sich abzuwälzen. Auf Bischof Dietrich schien die Hauptschuld an dem Frevel zu lasten; seine Ministerialen waren bei der Ausführung des Mordes besonders beteiligt. Der Kardinal verhängte über die Brüder die Suspension und verwies sie zur weiteren Verhandlung nach Rom. Dorthin begaben sich die Bischöfe, begleitet von ihrem Bruder Friedrich, dem Mörder Engelberts, ohne ihr Schicksal mildern zu können. Das Urteil des Papstes lautete auf Absetzung. Dietrichs Tod erfolgte auf der Rückreise von Rom 1226, wahrscheinlich am 18. Juli. 
VON ISENBERG, Dietrich III. (I52330)
 
234 1197 folgte er dem Vater gemeinsam mit seinem Bruder Günther III., teilte mit ihm und wurde Graf von Schwarzburg-Blankenburg. Günther wurde Graf von Käfernburg, Ilmenau und Arnstadt.

Er stand auf Seiten der Staufer.

1204, im deutschen Thronkrieg, zog er gegen den Thüringer Landgrafen Hermann I.  
SCHWARZBURG, Graf von Graf von Heinrich II. (I1542)
 
235 12 Kinder KUSTER, Anna (I9403)
 
236 12.6.1577 (Habakuk) St. Gallen, 3.11.1643 Graz, ref., ab 1597 kath., von St. Gallen (nicht Mels). Sohn des Melchior, Glasers. Bruder des Melchior (->). Nach der Ausbildung zum Goldschmied konvertierte G. in Freising, trat als Laienbruder in den Jesuitenorden ein und nahm den Namen Paul an. 1597-1609 war er in versch. Kollegien der Oberdt. Provinz tätig. 1606 verzichtete er auf das sankt-gall. Bürgerrecht. 1609 wurde er nach Rom geschickt, wo er am Collegium Romanum bei Christoph Clavius Mathematik studierte. Nach der Priesterweihe lehrte G. Mathematik am Jesuitenkolleg in Rom. Anschliessend war er Dozent am Jesuitenkolleg Graz (1617), dann Professor in Wien (1623). Weitere Stationen waren das Jesuitengymnasium in Sagan (1629), Wien und nach 1637 erneut Graz. G. verteidigte die Gregorian. Kalenderreform, war Anhänger Galileo Galileis und bezog für Nikolaus Kopernikus Stellung. G.s mathemat. Hauptwerk ist die vierbändige "Centrobaryca" (1635-41) über die Theorie des Schwerpunktes von Kurven, Flächen und Körpern und die Bestimmung von deren Oberfläche und Rauminhalt. Im 2. Band befindet sich die "Guldin'sche Regel" über das Volumen eines Körpers, der durch die Rotation einer ebenen Fläche um eine in der Ebene liegende Achse entsteht. Da dieser Satz schon bei Pappos aufgetreten ist, wurde in der Literatur der Plagiatsvorwurf diskutiert. G. griff die Indivisibilienmethoden von Johannes Kepler und Bonaventura Cavalieri an. Mit Kepler stand G. im Briefwechsel. GULDIN, Prof. Prof. Paul Habakkuk (I30240)
 
237 12.6.1605 Zürich, 15.8.1638 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Dietrich des Älteren, Malers und Kupferstechers. Bruder des Conrad (->). 1635 Magdalena Erni, Tochter eines Theologen. Lehre beim Vater. 1627-28 schuf M. erste graf. Werke und kaufte sich 1628 in die Zürcher Meisenzunft ein. 1629-30 hielt er sich in Frankfurt am Main bei Matthaeus Merian auf. Hier radierte er die Embleme zu Daniel Cramers "Octaginta Emblemata moralia nova". Ab 1631 lebte er in Nürnberg und kehrte 1633 nach Zürich zurück. Er arbeitete in der väterl. Werkstatt, u.a. als Lehrmeister seines Bruders Conrad. 1634 begann M. sein Hauptwerk, den "Totentanz" (postum vom Bruder fertiggestellt, 1650 als "Sterbespiegel" publiziert). Er schuf zudem Porträtradierungen und Andachtsbilder. 1636 radierte er die Platten zu Heinrich Murers Vitensammlung "Helvetia Sancta". Stilistisch stand M., der lokal ein einflussreicher Künstler war, zwischen Spätmanierismus und Barock MEYER VOM WEGGEN, Rudolf (I33147)
 
238 12.7.1612 Schaffhausen, 20.6.1680 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Christoph, Gerichtsherrn von Marthalen und Grossrats, und der Margaretha Im Thurn. 1634 Agatha Peyer im Hof, Tochter des Hans Ulrich Peyer im Hof. W. erbte von seinen Eltern ein grosses Vermögen und die Gerichtsherrschaft Marthalen. Er gehörte wie sein Vater der Herrenstube an, sass ab 1644 im Schaffhauser Gr. Rat und amtierte ab 1669 als Reichsvogt. Im Haus zum Sittich, das in seinem Auftrag 1659 fertiggestellt wurde, fand 1670 der Empfang für Kurprinz Karl von der Pfalz und 1672 jener für Hzg. Eberhard III. von Württemberg statt. W. gehörte zu den reichsten Männern Schaffhausens und verlieh mehrmals Kapital, u.a. 1657 und 1676 je 1'000 Gulden an die Stadt. VON WALDKIRCH, Hans Christoph (I42367)
 
239 12.8.1587 Zürich, 20.7.1638 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Caspar, Ratsherrn, und der Apollonia Schenk von Castel. Ritter. ​1) Barbara Werdmüller-Wydenmann, 2) Cleophea Meiss, Tochter des Hans, Amtmanns, 3) Elisabeth Blarer von Wartensee, Tochter des Diethelm. Berufsmilitär in französischen Diensten, 1615 Fähnrich, 1620 Hauptmann im Regiment Steiner im Veltlin, 1633 Oberst eines Regiments in Graubünden, 1635-1637 Oberst unter Herzog Henri de Rohan. Ab 1616 Vertreter der Konstaffel im Grossen Rat der Stadt Zürich und 1621-1638 im Kleinen Rat. 1629-1634 Rechenherr der Schildner zum Schneggen. Hans Caspar Schmid war der erste Zürcher, der nach der Reformation Karriere in fremden Diensten machte. SCHMID VON GOLDENBERG, Kaspar (I34366)
 
240 12.8.1704 Oberwetz (Hessen), 27.6.1775 Veltheim (heute Gem. Winterthur), ref., von Zürich. Sohn des Johann Melchior, Pfarrers in Lübeck und Wetzlar. Ledig. Jesuitenkollegium in Wetzlar, 1718-26 Theologiestud. in Zürich. 1725-31 Hauslehrer in Eglisau. Ab 1742 Pfarrer in Veltheim. Kämmerer des Kapitels Winterthur. Die geschäftl. Verbindungen mit der Druckerei und Buchhandlung Orell & Co. begünstigten F.s eigene wissenschaftl. Schriftstellerei. Er publizierte und edierte zahlreiche Schriften zur Kirchen- und Schweizergeschichte, so u.a. 1741-53 die fünfbändigen "Beyträge zur Erläuterung der Kirchen-Reformations-Geschichten des Schweitzer-Lands", 1770-74 die dreibändige "Unpartheyische Kirchen- und Ketzerhistorie der mittlern Zeit" und 1770-72 in vier Bänden die "Staats- und Erdbeschreibung der schweizerischen Eidgenossschaft". Letztere bezieht sich in beissender Polemik durchgängig auf Johann Konrad Fäsis fast gleichnamiges Werk, wobei F. die hist. Aspekte stärker betont. Als engagierter Gelehrter attackierte er den Aufklärer Johann Jakob Breitinger scharf. F. war indes unbestritten ein verdienstvoller Historiker, dazu als Erzieher und Verbesserer der Landwirtschaft selbst von aufklärer. Gedankengut beeinflusst. FÜSSLI, Johann Konrad (I28806)
 
241 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7298)
 
242 1218 sollte er Isabella, die Tochter von König Leo II. von Kilikien heiraten, um dort Thronfolger zu werden. König Leo starb jedoch bald darauf, und die Ehe kam nicht zustande.

1221 heiratete Andreas Maria, die Tochter von Fürst Mstislaw von Halitsch, nachdem dieser mit seinem Vater Andreas II. Frieden geschlossen hatte. 1226 bekam Andreas das Teilfürstentum Peremyschl von Mstislaw, 1227 das ganze Fürstentum Halitsch. Bald darauf plante Mstislaw jedoch, Halitsch mit Unterstützung von Fürst Daniel Romanowitsch von Galizien und den Polowzern zurückzuerobern, er starb jedoch 1228. Andreas hatte die Unterstützung der Bojaren, Daniel die der Bevölkerung.

1229 besiegte Daniel Andreas und wurde Fürst von Halitsch. 1231 konnte Andreas das Fürstentum zurückerobern, wurde jedoch 1233 oder 1234 wieder von Daniel besiegt und starb kurz darauf. 
VON GALIZIEN, Andreas (I39090)
 
243 1222 Herr zu La Serra, Kastvogt der Abtei im Jouxtal.
Zu Beginn des 13.Jh. teilte Ebal IV von Grandson die weitläufige Herrschaft Grandson unter seinen drei Söhnen auf, was zur Abspaltung der Herrschaften Champvent und La Sarra führte. La Sarra kam an Gerhard von Grandson, den ältesten Sohn von Ebal IV, welcher vermutlich die alte Burg (erbaut um 1049) durch den heute noch sichtbaren Turm ersetzen lies. 
LA SARRA, Gerhard (I39033)
 
244 1234 erw., gestorben 13.9.1274, begraben Basler Münster. Sohn des Ulrich III. ( -> 15). Bruder oder Halbbruder des Rudolf I. von Nidau. 1234 Domherr in Basel, 1239-59 Archidiakon und 1247/48-57 Archipresbyter, 1259-62 Dompropst. 1246-58 Propst von Solothurn als Nachfolger seines Bruders Otto. Ab 1247 auch Chorherr und 1249-56 Propst von Moutier-Grandval. N. war ab 1261 Koadjutor und ab 1263 Bf. von Basel. Es gelang ihm, seine Herrschaft in Basel und Kleinbasel zu behaupten, aber er vermochte aufgrund der Feindschaft mit dem späteren Kg. Rudolf I. von Habsburg das fürstbischöfl. Territorium nicht zu erweitern. Mit der Niederlage N.s ging der Krieg zwischen den beiden Fürsten 1273 zu Ende. N. wird in der Chronik des Matthias von Neuenburg als Illiterat bezeichnet.


Literatur
– HS I/l, 180 f.; II/2, 373 f., 509 f.
– A. Gössi, Das Urkundenwesen der Bf. von Basel im 13. Jh. 1216-74, 1974, 31-35
– Gatz, Bischöfe 1198, 60 f.

Autorin/Autor: Romain Jurot / ASCH 
VON NEUENBURG, Graf Graf Heinrich (I3227)
 
245 1255 der Begründer der walramschen Linie des Hauses Nassau. VON NASSAU, Walram II. (I1685)
 
246 1264 Heinrich Humpiß in ponte de Altdorf. Wandte sich danach nach Ravensburg. HUMPIS, Heinrich (I35442)
 
247 1271/1314 Landgraf in Kleinburgund, 1315 Schultheiss zu Solothurn, Kastvogt in Solothurn, Deutschordensritter VON BUCHEGG, Graf Graf Heinrich (I10586)
 
248 1279 Ritter
Ritter (1272), Freiherr (1272), Gutsherr Altishofen-1291 (Heinrich von Grünenberg )
Zeuge und Siegler bei der Übereinkunft 1279 zwischen seinem Bruder Ulrich IV. von Grünenberg und dem Kloster St. Urban um den Marktort Langenthal (Jufer 1994: 136).
Schenk ungefähr 1291 dem Kloster Fraubrunnen Güter in Altishofen, als seine Tochter Ita in den Zisterzienserkonvent eintritt (Jufer 1994: 140; Käser 1855: 189).
Eine Jahrzeit wird für ihn in Fraubrunnen am 23. Januar gefeiert (Jufer 1994: 141).
Abbildung: Siegel von 1279, Schild mit Zehnberg, «+S Heinric[h] de Grun[enberg]»; Staatsarchiv, Luzern (Jufer 1994: 137).
Quellen: Käser 1855: 189 
VON GRÜNENBERG, Ritter Ritter Heinrich III. (I10598)
 
249 1293 Herr von halb Merode, Burgmann zu Königskerpen, 1295 Edelbürger von Köln VON MERODE (SCHLEIFFART), Johann (I5070)
 
250 1294 VIII. 1: Zeuge und Bürger zu Mellingen. 1313 III. 26. ernennt Altschultheiss Hugo v. Schännis seine „öheime hern petern Kilchhern ze Mellingen, Harteman von Vilmeringen, Ru. vnd Johans Segenser gebrüdern" zu Pflegern des von ihm und seiner Frau Hedwig gestifteten Spitals zu Mellingen.
- Letzte Nennung 1315 VI. 13. + II. 1. (1316?) Jahrztb. Fislisbach.
Nach WB 1567, J. S. W-B, und Bucelin war seine Gemahlin eine von Hertenberg (Basel).  
SEGENSER BI OBREN TÜRLIN VON SCHÄNIS, Werner (I18536)
 

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