Treffer 2,601 bis 2,650 von 5,028
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 2601 | Hartmann war Sohn Rudolfs I. von Werdenberg und Clementias von Kyburg. Er war der Bruder von Hugo I. von Werdenberg. Er war seit 1256 Ehemann von Elisabeth, der einzigen Tochter von Rapoto III. von Ortenburg, des Pfalzgrafen von Bayern und Grafen von Kraiburg und Marquartstein. Nach Rapotos Tod im Jahre 1248 hatte dessen Witwe Gräfin Adelheid die Regierung geführt, jetzt übernahm Hartmann I. von Werdenberg die Besitzungen. Seither nannte sich Hartmann Pfalzgraf von Kraiburg, obwohl er mit dem Amt des Pfalzgrafen nie belehnt wurde. Nachdem sowohl Rudolf (bereits vor 1247) als auch sein jüngerer Bruder Hugo gestorben waren, erfolgte 1258 eine Aufteilung des Familienbesitzes der Werdenberger, den Grafschaften über Churrätien, Tettnang, Bregenz, Feldkirch, Sonnenberg, Werdenberg und Sargans. Dabei erhielt er den südlichen Teil des montfortischen Besitzes; die Familie der Werdenberger verzweigte sich in die Hauptlinien „Werdenberg-Heiligenberg“ und „Werdenberg-Sargans“. Bereits im Jahr 1259 verkaufte Hartmann die Grafschaft Kraiburg und die gesamten Besitzungen des ehemals ortenburgisch-pfalzgräflichen Hauses an den Wittelsbacher Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern. Dieser gliederte die Besitzungen an sein Herzogtum an, was das Ende für die Grafschaft bedeutete. Hartmann führte seit spätestens 1259 den Titel comes de Werdenberch und war Stammvater der Grafen von Werdenberg-Sargans. Sein Nachfolger als Graf von Werdenberg-Sargans war Rudolf II. († 1322/23). Seine anderen beiden Söhne schlugen klerikale Laufbahnen ein. So ist Hartmann II. als Domherr von Bamberg bezeugt und Hugo III. als Johanniterkomtur in Wädenswil und Bubikon. Hartmann I. von Werdenberg starb um das Jahr 1271. | VON WERDENBERG, Hartmann I. (I1810)
|
| 2602 | Hartwig wird im Allgemeinen der Aribonensippe zugeordnet und ist ihr auch verwandtschaftlich sehr nahe verbunden; er entstammt allerdings laut H. Dopsch dem Geschlecht der Hartwig-Engelbert-Gruppe im Salzburggau. Sein Großonkel war der Salzburger Vogt Hartwig († 925/930), ein proximus (sehr naher Verwandter) des Erzbischofs Odalbert. (Dieser Vorfahre Hartwig ist auch der Grund, dass Pfalzgraf Hartwig I. manchmal auch als Hartwig II. gezählt wird.) | VON BAYERN, Hartwig I. (I37432)
|
| 2603 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I16241)
|
| 2604 | hat Besitz in Grimmelfingen, Rot bei Pfaffenhofen, Göttingen bis 1520 und in Erbishofen | KRAFFT, Wilhalm (I9983)
|
| 2605 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I5175)
|
| 2606 | hatte zu Marburg, woselbst er im Jahre 1689 promovierte und sich habilitierte, Rechtswissenschaft studiert und war 1703 als vierter Professor der Rechtswissenschaft nach Gießen berufen worden. Im Jahre 1714 schloß er eine dritte Ehe mit Maria Klara Mollenbeck (1694-1766), der Tochter des Geheimen Rates, Kanzlers und Professors-Primarius der Rechte Bernhard Ludwig Mollenbeck. Ein Jahr später wurde er akademischer Syndikus und nach dem 1720 erfolgten Tode seines Schwiegervaters dessen Nachfolger als erster juristischer Professor und Kanzler der Universität. Er starb am 28. September 1722, nachdem ihm kurz vorher, am 5. Juni, noch ein Stammhalter, Adolf Ludwig, der Vater Karls, geboren worden war. | GROLMANN, Melchior Detmar (I942)
|
| 2607 | HATTUARIEN (auch Hettergau, lat. pagus Attoarii) war ein MEROWINGISCH-KAROLINGISCHES Territorium im Frühmittelalter. Das Gebiet, das in historischen Quellen als Land (terra), (Groß)Gau (pagus) und Grafschaft (comitatus) erscheint, bezeichnete im Laufe der Zeit sehr unterschiedliche landschaftliche Einheiten und politische Bezirke. Ursprünglich war mit Hattuarien ein Gebiet beiderseits des Niederrheins gemeint, später dann eine linksrheinische Grafschaft entlang der Niers. Die Hauptorte waren Geldern, Gennep und Xanten. | N., N. (I29368)
|
| 2608 | Hatzfeld (Adelsgeschlecht) Hatzfeld oder auch Hatzfeldt ist der Name eines alten edelfreien Geschlechts aus dem oberen Lahngau mit gleichnamigem Stammhaus Hatzfeld im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen), das erstmals 1138 urkundlich erwähnt wird. Von 1418 bis 1806 regierte die Familie die reichsunmittelbare Herrschaft Wildenburg, weshalb sie zum Hochadel gezählt wird. 1635 wurden die Linien Hatzfeld-Wildenburg-Weisweiler und Hatzfeld-Wildenburg-Crottorf in den erblichen Reichsgrafen- bzw. Grafenstand erhoben. Die Linie Hatzfeldt-Gleichen-Trachenberg erhielt 1741 den preußischen Fürstenstand, seit 1803 gefolgt von der Linie Hatzfeldt-Werther-Schönstein (noch blühend), die 1900 in Primogenitur zum „Herzog zu Trachenberg“ erhoben wurde; im 19. Jahrhundert wurde auch die Linie Hatzfeld-Wildenburg gefürstet (1941 im Mannesstamm erloschen). | VON HATZFELD, Johann (I17426)
|
| 2609 | Haus Borg (Rinkerode) Haus Borg ist ein Wasserschloss in der Nähe des münsterländischen Rinkerode, einem Stadtteil von Drensteinfurt. Es befindet sich in Privatbesitz und ist nur von den umliegenden Straßen aus zu besichtigen. In Sichtweite befindet sich das nur noch zum Teil erhaltene Haus Bisping. https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Borg_(Rinkerode) Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation ´I` | VON RINKERODE, Lysa (I45674)
|
| 2610 | Haus Broich (von: Bruch = Sumpfgebiet) ist ein ehemaliges Rittergut in Willich zwischen den Stadtteilen Willich und Anrath im Westen des heutigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Das Gut wurde erstmals 1247 als Besitz von Adolf de Broich erwähnt. Die Herren von Broich waren Besitzer bis 1395. Arnold von Honselaer wurde 1395 durch Heirat Besitzer. Nach zahlreichen Besitzwechseln, unter anderem an die Familie von der Brügghen, wurde Haus Broich 1694 als freiadliger, allodialer Rittersitz verkauft. | VON DER LIEPP GENANNT HOHN, Margaretha (I1760)
|
| 2611 | Haus Clyff | VON KÖNIG, Anna Theodora Elisabeth (I45755)
|
| 2612 | Haus Clyff (Winz) Hierarchie Regional > Historisches Territorium > Mark-Wap.jpg - Portal:Grafschaft Mark > Grafschaft Mark > Amt Blankenstein (Grafschaft Mark) > Haus Clyff (Winz) Lage Winz Hattingen (Ruhr) Kreis Bochum Einführung Das Herrenhauses des Adelssitzes Clyff und seine letzten spärlichen Reste sind auf dem Steilufer der Ruhr heute (2006) noch unter Gebüsch und wuchernden Ranken als festgefügtes Mauerwerk zu erkennen, auch wenn der größte Teil des Hofplatzes dem Bahnbau von Dahlhausen nach Blockstelle Henrichshütte in den Jahren 1867/69 zum Opfer fiel. Ein von dem damaligen Besitzer Wennemar von Heiden zu Bruch (Welper) im Jahre 1729 errichtete Torbogen zum weitläufigen Garten mit der Inschrift "Mehr Tadlers als Künstlers" stand noch bis vor wenigen Jahren auf dem Hofe der Stellmacherei Beine an der Bahnhofstraße in Hattingen. Darpe erwähnte, das das castrum Clyff um 1225 als festes Haus von der Abtei Deutz auf dem Ruhrufer erbaut worden sei und zum Sitz des Schultheißen ihres Hofes in Hattingen bestimmt war. Dieser sollte die Einkünfte aus dem Hof Hattingen (Hattneggen) sichern, weil durch die unsicheren Zeiten ein ruhiger Genuß der Hofesabgaben nicht möglich gewesen wäre. Rechte Haus Clyff verfügte über wesentliche Grundherrenrechte im Raum Hattingeh und über das Schultheißamt in Hattingen. Gerichtsbarkeit 1666 Das Haus Kliff wurde mit einer Anzahl zugehöriger Güter und den Hofesgütern des Hofes Hattingen der Jurisdiktion des zeitlichen Schultheißen in Hattingen (damals Joh. Dietrich von Syberg) unterstellt. Doch blieb die Verbindung mit dem Amt Blankenstein erhalten. 1732 fiel die Jurisdiktion heim und wurde 1733 dem Gericht Hattingen wieder einverleibt. Besitzer Im Laufe seiner langen Geschichte hat Haus Clyff viele Besitzer gehabt. 1270 Friedrich van Clive (op den Clive) Schultheiß des Hofes Kliff Im 13. Jahrhundert wohnte hier die Familie Weite, die auch die Schultheißenrechte erwarb. Johannis Weyten op den Cleve war nach 1326 Mitglied der Kalandsbruderschaft zu Essen / Wattenscheid. Graf Engelbert von der Mark ließ im Jahre 1386 einen Betrag von 60 Mark durch Johann Weite vanrne Cleve (Clyff) von der Stadt Dortmund erheben. Besitzwechsel Am Ende des 14. Jahrhunderts kam der Erbsitz an die Herren Overhus, gt. Lebbing. Mit Cord Overhus wurde am 2. 7.1396 von Dietrich von der Mark im Beisein der Ratsherrn von Hattneggen der denkwürdige Vertrag geschlossen, der mit der Befestigung des Kirchdorfes Hattneggen die Stadtwerdung dieses Ortes rechtskräftig werden ließ. Besitzwechsel Der Familie Overhus folgten von 1497 bis 1513 die von Krickenbeck gt. Spor. Besitzwechsel Von den Overhues kam das Haus Clyff an die von Lützenrod / Lützenrath. Diese besaßen neben Clyff (bei Hattingen) auch Forst bei Frechen, Hardenberg bei Bochum, Klarenbeck (heute Lennep), Kulseck und Weilerswist (heute Lechenich), Mehrum und Roth (heute Mühlheim) auch noch Wensberg. Neben dem angekauften Schultheißenamt stellten die Herren von Clyff zeiweise den märkischen Drosten im Amt Blankenstein. Besitzwechsel 1695 Bestätigung der Landtagsfähigkeit des Hauses Clyff als Sitz der Familie von der Recke zu Stiepel. Zwei Besitzer Joh. Georg von Syberg zu Wischlingen und sein Bruder Joh. Dietrich von Syberg zu Clyff, Drosten zu Blankenstein und Bochum, klagten 1639 vor dem Richter zu Hattingen, 1647 vor dem Hofgericht Kleve und 1657 vor dem Reichskammergericht zu Wetzlar gegen Arnold von Elverfeldt zu Sinzig (oo Magd. Kath. Landschade, geb. 06.01.1604 und seit dem 22.02.1634 Wwe. des Joh. Wilh. von Lützenrath zu Clyff). Es ging dabei um eine Forderung über 2.000 Talern aus rückständigen Rentenverschreibungen, insbesondere aber um eine Mitgiftverschreibung anlässlich der Heirat des Joh. Georg von Syberg mit Sybilla Arnolda von der Recke zu Stiepel vom 13.06.1639 und deswegen Zwangsvollstreckung in die Güter des beklagten Ehepaares. In den Akten des RKG Protololl der Augenscheinbesichtigung des verwüsteten Hauses Clyff im Jahre 1647 durch das Hofgericht Kleve und Vorurkunden seit 1554. Besitzwechsel 1654-74 Johann Dietrich von Syberg zu Clyff und Rauschenburg, Obristenwachtmeister, Amtmann zu Bochum oo Ursula Josine von der Mark (1680) Besitzwechsel Das freiadelige Gut Haus Clyff war 1681 im Besitz des Jürgen (Georg) von Syberg zu Vörde, Amtmann zu Blankenstein und kam schließlich an Johann Dietrich von Syberg. Die Witwe seines Sohnes brachte es durch ihre zweite Heirat an Johann von der Reck, von dem es an die Freiherren von Heyden zu Haus Hovestadt kam. 1695 Bestätigung der Landtagsfähigkeit des Hauses Clyff als Sitz der von der Recke. Besitzwechsel 1711 Ferdinand Sigismund von Heyden zum Clyff war 1711 Amtsverwalter zu Blankenstein für seinen älteren Bruder Friedrich Adolph von Heyden, 1714 wurde er Amtmann. Besitzansprüche 1752 machte Sophia Margarethe Schumacher geb. von Mumm zu Aldendorf auf das Haus Clyff bei Hattingen Erbansprüche geltend, welches von der Abtei Deutz her lehnrührig sei. Verkauf Nach der Veräußerung des umfangreichen Heidener Besitzes zu Anfang des 18. Jahrhunderts kam das alte Lehngut der Abtei Deutz an die Familie von Aussen. 1760 Ankauf des Besitzes durch den Freiherrn von König vom Geheimrat von Aussen [1] Schon in der von Aussenschen Zeit, besonders aber unter dem Freiherrn von König verarmten die Besitzer mehr und mehr, so daß am Ende des 18. Jahrhunderts die zugehörigen Flächen stückweise in öffentlichen Verkaufsterminen auf Walbaum, dem Sitz der Verwalter des Hauses Clyff, verkauft wurden. 14.11.1785, Wetter, Bergrichter Maehler gibt bekannt, daß der Frhr. v. König seinen Rittersitz Clyff in der Gfsch. Mark vor der Stadt Hattingen am schiffbaren Ruhrstrom mit einem massiven u. modernen herrschaftlichen Wohnhause u. großem Garten, Weiden, Wiesen. Ländereien, Holzungen, Fischereien, Mühlen, Bauerngütern, sonstigen Geldnaturalienpächten u. Leistungen (Prästationen) nebst Rechten, besonders Jagden, Schafshuden. Kirchensitzen in der luth.-reformierten Kirche zu Hattingen, Begräbnissen u. Gewölben, als auch seine sonstige adelige als bürgerliche immobiliar Besitzungen in der Gfsch. Mark zwar aus freier Hand, jedoch unter seiner [Maehlers] Leitung — wozu er am 11. l. Mts. landesherrlich beauftragt sei —. am 13. März, dem einzigen hierzu festgesetzten Termin, im Gasthofe bei Walbaxim an der Hattingschen Ruhrbrücke öffentlich u. freiwillig verkaufen will. Ein Teil der Kaufgelder kann gegen Sicherheit u. landesübliche Zinsen beim Ankäufer stehen bleiben. Anschlag, Taxe u. Kaufsbedingungen sind beim Verkäufer, Hoffiskal Striebeck in Hattingen, u. bei ihm als Kommissar einzusehen. gez. Maehler. Abdruck zur Freitagszeitung des Duisburger Intelligenzzettels, vom 2. Dezember 1785, Nr. 192. Akte C 16, Bl. 101., Quelle: Symann, ernst: Die Urkunden des Archivs Wanne-Eickel 1600-1800, Wanne-Eickel 1929, Nr. 1205, S. 46-47 Verkaufsanzeige des Hauses Clyff vom 1. März 1787 Haus und Hofraum wanderten ebenfalls von einer Hand in die andere. Nach den Besitzern von König, von Berswordt- Wallrabe und von Düngelen kam das Restgut mit dem Ankauf durch die Familie Bölling in bürgerlichen Besitz. Im Jahre 1864 kaufte die Hattinger Familie Weygand den verbliebenen Rest des Gutes, um es dann schließlich mit dem Gelände des Ruinenplatzes an die Familie Birschel zu veräußern. Landtagsfähigkeit Wegen der Zerstückelung durch Verkäufe wurde Haus Clyff aus den Martrikeln der landtagsfähigen Güter 1877 gelöscht. Archiv Der verbleib des Archivs des Hauses Clyff konnte bisher noch nicht ermittelt werden.. Haus Kliff, in anderen Schreibweisen auch Haus Klyff, Haus Cleef oder Haus Clyff, war ein Rittergut bei Hattingen. Es wachte über die Ruhrquerung (zunächst als Furt, später als Brücke) am kleinen Hellweg (Hilinciweg) von Köln nach Münster. Die Herren von Haus Kliff (Klyft) waren viele Jahrhunderte die Schultheißen des Hofes Hatneggen. Geschichte Bei Bauarbeiten im Jahre 1958 wurden im Bereich von Haus Kliff Spuren einer Mühle wiederentdeckt, die Graf Adolf II. von der Mark im Jahre 1335 an dieser Stelle hatte errichten lassen. Für die Bauern war es Pflicht, ihr Korn dort mahlen zu lassen (Mühlenzwang). Der Müller erhielt ein Zwanzigstel des gemahlenen Kornes als Lohn. Diese Mühle war durch Eisgang auf der Ruhr eines Winters zerstört worden. Daher schloss der Graf mit Johannes Weite als Besitzer von Haus Kliff einen Vertrag über die Zusammenlegung der Mahlpflichtigen, die nun alle zur Weiten Mühlen von Haus Kliff zum Mahlen gehen mussten. Johann Diedrich von Syberg erwarb Mitte des 17. Jahrhunderts Haus Kliff. Später erbten die Freiherren von Heiden zu Bruch den Besitz. Aus späterer Zeit existieren Berichte, wie die Herren für die Kohlentransporte entlang der Straßen Wegezoll erhoben, wer sich diesem entziehen wollte, wurde nicht selten unter Anwendung körperlicher Gewalt dazu gezwungen. Im Jahre 1820 erbaute der Besitzer des Hauses Kliff die Hattinger Schleuse an der Ruhr aus Stein. Sie war 39 Meter lang und 5,50 Meter breit. Die letzten Besitzer verarmten und die Burg verfiel. 1877 wurde Haus Kliff aus der Reihe der Rittersitze gestrichen. Das dazugehörige Gut ging Ende des 19. Jahrhunderts in Konkurs und wurde versteigert. Das Burggelände ging 1880 an die Familie Birschel, die dort eine industrielle Mühle mit einer Fassade im Burgenstil errichtete. Mittlerweile wurde die Birschel-Mühle renoviert und zum Seniorenwohnheim umgebaut. Von der alten Burg sind bis heute nur einzelne Mauerreste erhalten geblieben; ein Giebelbalken des Hauses mit Inschriften befindet sich im Hattinger Heimatmuseum. Bei Aushubarbeiten im August 2006 wurden Mauerreste freigelegt, die belegen, dass es neben dem eigentlichen bekannten Burggebäude auch eine so genannte Vorburg gegeben haben muss, die wahrscheinlich schon zum Ende des Hochmittelalters an Bedeutung verloren hat. Über das mittelalterliche Rittergut gab und gibt es im Hattinger Raum zahlreiche Sagen. Eine besagt, dass der Niedergang des Hauses auf den Übermut einer Herrin zu Kliff zurückzuführen ist; eine andere berichtet von gespenstischen Vorgängen in der alten Mühle. | VON KÖNIG, Karl Simon (I45766)
|
| 2613 | Haus Crengeldanz ist ein Herrenhaus im Wittener Stadtteilbezirk Crengeldanz, Otto-Seeling-Straße 6. Das Gebäude gehörte früher zu dem freien, adeligen Rittergut Crengeldanz und steht seit dem 20. August 1984 unter Denkmalschutz. Im Jahr 1341 erstmals urkundlich erwähnt,[2] war das Anwesen im 14. Jahrhundert im Besitz der Ministerialenfamilie von Dücker. In diese Familie heiratete Hermann von Witten-Steinhausen (1374–1435) ein, wodurch sich die Linie Witten-Crengeldanz bildete. In der Folgezeit wechselte das Haus durch Heirat von Erbtöchtern mehrere Male den Eigentümer. Es gehörte nacheinander den Familien von Hoete (ab 1532), von Stammheim und von Sydow (1743 bis 1825)[3] 1825 erwarben die Brüder Gustav und Theodor Müllensiefen das Haus für 4.400 Taler[2] und gründeten auf dem Gelände eine Glashütte, die später von der Flachglas AG übernommen wurde und nun zum Unternehmen Pilkington gehört. Sie ließen zusätzlich vom Regierungsbaumeister Heinrich Klutmann die Villa Müllensiefen als Wohnsitz errichten.[4] In unmittelbarer Nähe liegt auch die Gartenstadt Crengeldanz. Das Haus Krawinkel war ein Rittergut mit Burganlage im Stadtquartier Stahlhausen der Stadt Bochum im Ruhrgebiet in Nordrhein-Westfalen. Der Adelssitz hat sich aus dem seit dem 12. Jahrhundert belegten Schulzenhof Crawinkel der Abtei Werden in Essen entwickelt. Zwischen 1243 und 1478 ist neben den Schulzen auch ein Rittergeschlecht von Krawinkel belegt. Um 1300 waren diese Ministeriale der Grafen von Kleve, sind aber um 1320 dem Abt von Werden übertragen worden. Nach deren Aussterben besaßen die Herren von der Leiten, von Schele, von Eickel zu Vörde, von Rump zu Crange und von Essellen Hof und Burg zu Lehen. Der Burgplatz ist heute durch ein Stahlwerk überbaut. | VON ESSELEN, Friedrich Heinrich Dietrich (I44372)
|
| 2614 | Haus Heven ist ein ehemaliges Rittergut am Ufer des Oelbachs im Bochumer Stadtteil Querenburg. Es befindet sich im Gerlach-von-Heven-Weg und wird heute als privat bewirtschafteter Bauernhof genutzt. Im 11. Jahrhundert zum Besitz der Abtei Werden gehörend, wurde der damalige große Hof im Urbar des Klosters als „suyta Hevinne“[1] erstmals urkundlich erwähnt. Später wurde er durch die Werdener Äbte als Lehen an adlige Dienstmannen vergeben. Im Jahr 1344 war der Lehnsnehmer mit Henrici de Lutzelowe ein Angehöriger der Familie von Lüttelnau, deren Stammsitz ein Rittergut im heutigen Essener Stadtteil Kettwig war, an den noch der Essener Kattenturm erinnert. Nach dem nahe gelegenen Dorf nannten sich die Ritter später auch „von der Hevene“ und bauten den Hof zu einer Wasserburg aus. Das Anwesen kam zu Beginn des 15. Jahrhunderts an die Herrn von Vaerst (auch „von dem Vorste“ genannt), zu deren Besitz auch das Rittergut Kallenberg bei Kirchende gehörte. Damals wurde Haus Heven ausdrücklich als Burg erwähnt, zu der eine Mühle gehörte. Nachdem die Ritter von Vifhusen vorübergehend auf dem Gut saßen, gelangte es erst an die „vom Holte“ und ab 1527 an die Ritter von Elverfeld, die das Lehen bis 1627 innehatten. Im Jahr 1629 wurde wieder ein Mitglied der Familie von Vaerst damit belehnt: Conrad von Vaerst zum Callenberg. Sein Nachfahr, der Freiherr Ludolf Bernhard von Vaerst, verkaufte Haus Heven am 25. März 1747 für 46.800 Reichstaler an Wilhelm Ludolf von Boenen zu Berge. Nachdem es kurzzeitig im Besitz der Freiherren von der Recke gewesen war, kam es über Mitglieder der Familie von Boenen an die Grafen von Westerholt-Gysenberg. Ein Verzeichnis der zum Gut gehörigen Pertinenzen aus dem Jahr 1816 beschreibt das Wohnhaus des Anwesens als ein Gebäude, das „mäßig aufgeführt“ war und „kaum noch an den alten Rittersitz erinnern mochte.“[2] Der Wassergraben, der die Gutsgebäude umgab, war zu jener Zeit vollständig verschlammt. Um 2010 wurde das Haus umfassend renoviert. Auf der Rückseite kam eine Mauer hinzu, in fast historistischem Stil. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation XII https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Adolf Heinrich Bernd (I45724)
|
| 2615 | Haus Kallenberg ist ein ehemaliges Herrenhaus und heutiger Bauernhof am Kallenberger Weg im Stadtteil Kirchende von Herdecke. Weiter östlich liegen eine Erbbegräbnisstätte und ein Friedhof. Südlich fließt der Ender Mühlenbach. Auf der ehemals zum Hof gehörenden Weidefläche nördlich der bewaldeten gleichnamigen Anhöhe Kallenberg (198 m ü. NN.) wurde im Jahr 2005 ein Einkaufszentrum errichtet. Die Herren von der Vaerst zu Callenberg saßen schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf diesem Rittersitz. Ihr Wappen zeigt einen zwölfmal rot und gold geständerten Schild, einen blauen Mittelschild und auf dem Helm einen goldenen und einen roten Palmzweig oder zwei grüne Zweige mit Beeren. Um 1400 wurde Hermann von dem Vorste als Lehnsnehmer von Haus Heven in Bochum angeführt. In der evangelischen Kirche von Kirchende befindet sich die Grabplatte von Hermann von dem Varst aus dem Jahre 1549. Sie steht heute im Turmraum der Kirche. Um 1774 kaufte sich die Familie aus der Lehnsherrschaft der Abtei Werden frei. Friedrich Goswin Freiherr von Vaerst zum Callenberg erwarb 1774 Haus Weitmar und Haus Bärendorf auf dem heutigen Bochumer Stadtgebiet. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation VIII https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Kallenberg https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Weitmar https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Bärendorf https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Dorfkirche_Kirchende https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Heven https://de.wikipedia.org/wiki/Heven_(märkisches_Adelsgeschlecht) https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Heinrich (I45661)
|
| 2616 | Haus Kallenberg ist ein ehemaliges Herrenhaus und heutiger Bauernhof am Kallenberger Weg im Stadtteil Kirchende von Herdecke. Weiter östlich liegen eine Erbbegräbnisstätte und ein Friedhof. Südlich fließt der Ender Mühlenbach. Auf der ehemals zum Hof gehörenden Weidefläche nördlich der bewaldeten gleichnamigen Anhöhe Kallenberg (198 m ü. NN.) wurde im Jahr 2005 ein Einkaufszentrum errichtet. Die Herren von der Vaerst zu Callenberg saßen schon zu Beginn des 15. Jahrhunderts auf diesem Rittersitz. Ihr Wappen zeigt einen zwölfmal rot und gold geständerten Schild, einen blauen Mittelschild und auf dem Helm einen goldenen und einen roten Palmzweig oder zwei grüne Zweige mit Beeren. Um 1400 wurde Hermann von dem Vorste als Lehnsnehmer von Haus Heven in Bochum angeführt. In der evangelischen Kirche von Kirchende befindet sich die Grabplatte von Hermann von dem Varst aus dem Jahre 1549. Sie steht heute im Turmraum der Kirche. Um 1774 kaufte sich die Familie aus der Lehnsherrschaft der Abtei Werden frei. Friedrich Goswin Freiherr von Vaerst zum Callenberg erwarb 1774 Haus Weitmar und Haus Bärendorf auf dem heutigen Bochumer Stadtgebiet. Literatur Gustav von Vaerst: Der Rittersitz Callenberg bei Herdecke. In: Der Märker, 19. Jahrgang 1970, Heft 3, S. 59 f. Bernhard Brecker: Haus Callenberg. In: Ende. Kirchspiel, Gemeinde, Herdecker Ortsteil. Herdecke 2002, S. 58–76. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation XI https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Gisbert Jobst Balduin (I45685)
|
| 2617 | Haus Nesselrath liegt im Tal der Wupper nördlich des Leichlinger Zentrums in der naturräumlichen Einheit Unteres Wuppertal. Der nahe Fluss bildet die Stadtgrenze zu Solingen. Nachbarorte sind Nesselrath, Leysiefen, Kradenpuhl, Diepenbroich, Oberschmitte, Bennert und Hohlenweg auf Leichlinger Stadtgebiet diesseits der Wupper und Haasenmühle, Wipperkotten, Wippe und Wipperaue auf der anderen Flussseite auf Solinger Stadtgebiet. Erstmals urkundlich erwähnt wird Haus Nesselrath im Jahre 1303 als Lehen der Abtei Deutz. In den Urkunden wird die Burg sowohl Nesselrath, als auch Nesselrode genannt. Beide Endsilben sind Toponyme für Rodung. Die ursprünglich zweiteilige Wasserburg wurde um 1300 von der bergischen Ministerialadelsfamilie Nesselrode erbaut und bewohnt. 1511 erwarb die Adelsfamilie Ketteler den Rittersitz und baute die Burg 1536 grundlegend um. Aus dieser Zeit sind ein Teil der Vorburg mit einem zweigeschossigen Torhaus aus Bruchstein, spitzbogiger Durchfahrt, Fachwerk im Giebel und Kreuzstock im Fenster sowie Teile der Ringmauer erhalten. Die Karte Topographia Ducatus Montani aus dem Jahre 1715 zeigt einen Adelssitz unter dem Namen Nesselrodt. Im 18. Jahrhundert gehörte der Wohnplatz zum Kirchspiel Leichlingen im bergischen Amt Miselohe. Die Topographische Aufnahme der Rheinlande von 1824 und die Preußische Uraufnahme von 1844 verzeichnen den Ort als Haus bzw. Schloss Nesselrath. | N., N. (I21968)
|
| 2618 | Hauslehrer in Schleiden (Eifel) Sprachlehrer in Barmen evangelisch-reformiert | DAHL, Johann Ferdinand (I119)
|
| 2619 | Hauszeichen an der haustüre des Rathauses Burgau; Erbauer Peter Moosberger 1632 | MOOSBURG(ER) \ MOOSBURGER, N. (I22984)
|
| 2620 | Haymon war normannischer Abstammung. Er wurde von Hugo dem Großen in Corbeil eingesetzt und war vermutlich auch schon Graf von Mortain. Auf einer Pilgerreise nach Rom starb Haymon. In der damaligen Stiftskirche Saint-Spire in Corbeil-Essonnes, die er ab 950 errichten ließ, wurde er bestattet. Im 14. Jahrhundert wurde zur Erinnerung an den Stifter eine Liegefigur errichtet, die ihn mit Kampfrock, Schild und einem Drachen zu seinen Füßen darstellt. Nach Haymons Tod übernahm der zweite Ehemann seiner Frau Elisabeth, Burchard I., die Grafschaft. | DE CORBEIL, Haymon (I37721)
|
| 2621 | Hazecha (Hacecha) von Ballenstedt war mindestens von 1044 bis 1046 die 3. Äbtissin des freien weltlichen Stiftes Gernrode und Frose. Sie war die Nachfolgerin von Äbtissin Adelheid I. Unter ihrer Herrschaft konnte das Stift seinen Besitz durch Schenkungen enorm vergrößern. Hazecha war die Tochter von Adalbert I. von Ballenstedt und Hidda von der sächsischen Ostmark. Sie hatte noch 4 Geschwister: Esico von Ballenstedt, Uta von Ballenstedt, welche mit Ekkehard II. von Meißen verheiratet war, sowie Dietrich Propst zu Ballenstedt und Ludolf Mönch zu Corvey. Ihr Bruder Esico gilt als Stammvater der Askanier. Sein Urenkel war Albrecht der Bär und ist der erste urkundlich nachweisbare Schutzvogt des Stiftes Gernrode. Von diesem Zeitpunkt an bis zur Auflösung des Stiftes hatten die Askanier die Schutzvogtei inne. Nach den Annales Gernrodensis des Chronisten Andreas Popperodt aus dem 16. Jahrhundert hat sie das Amt der Äbtissin 19 Jahre innegehabt. Allerdings ist Hazecha nur aus zwei Kaiserurkunden von 1044[1] und 1046 bekannt. Im Jahr 1044 scheint sie die Zustimmung des Königs Heinrich III. zu ihrer Wahl eingeholt zu haben, da er im selben Jahr dem Stift ein weitreichendes Privileg in Goslar erteilte in dem ihr Name als Äbtissin genannt wird. Das Stift Gernrode erhielt von ihrem Schwager, dem Markgrafen Ekkehard II. von Meißen, vor seinem Tod eine beträchtliche Schenkung, da seine Ehe mit ihrer Schwester Uta kinderlos geblieben war. Diese Schenkung wurde durch Kaiser Heinrich III. am 19. Februar 1046 bestätigt. Die Schenkung umfasste Güter in Gundersleve, einer Wüstung bei Wegeleben, Westerhausen, wo das Stift bereits einige Güter besaß, in Mordorf sowie in Richbrechtigerode, beides Wüstungen bei Blankenburg, Wendhusen, heute ein Ortsteil von Thale, und Egihardingerode sowie in Dorbonrod, Wüstungen, deren Lage unbekannt ist. | VON BALLENSTEDT, Hazecha (I36272)
|
| 2622 | Hebamme: Ww. Klein, Verr | KAUERT, Johannes Friederich (I44916)
|
| 2623 | Heeckeren (auch Heekeren oder Hekeren) ist der Name eines Adelsgeschlechts aus dem Herzogtum Geldern. Der bekannteste der Herren van Heeckeren war Friedrich (circa 1295–1357), Herr von der Ehze, einem Landgut, das rund zehn Kilometer östlich von Zutphen in der heutigen Gemeinde Gorssel liegt. Friedrich war Ratsherr von Herzog Rainald II. Im Jahre 1348 geriet er auf Kriegsfuß mit Gysbrecht van Bronkhorst wegen bestimmter Jagd- und anderer Rechte. Er schloss ein Bündnis mit Johann von Arkel, Bischof von Utrecht. Gysbrecht van Bronkhorst hingegen verbündete sich mit dem Herzog Rainald. Da dessen Nachfolger, Rainald III., eine Hegemonie der Bronkhorster fürchtete, schlug er sich auf die Seite Heeckerens. Dies war der Beginn eines sich jahrzehntelang hinschleppenden Konflikts. Die niederländischen Adelsgeschlechter van Voorst und die Grafen von Rechteren-Limpurg stammen von ihm ab. Das heutige Adelsgeschlecht mit dem Namen van Heeckeren stammt ab von Jacob van Heker, Herr van Roderlo, der 1440 starb. Wahrscheinlich stammte dieser Ahnherr von älteren Namensträgern van Heeckeren ab, jedoch konnte die Abstammung bisher noch nicht bewiesen werden. Zu diesem jüngeren Geschlecht gehörte Willem van Heeckeren van Kell (1815–1914), der von 1858 bis 1860 niederländischer Außenminister war. Von der Familie Van Wassenaer ging das Schloss Twickel bei Delden an die Van Heeckeren van Kell über, die es 1953 in eine Stiftung überführten; die Stiftung wird heute von den Grafen zu Castell-Rüdenhausen administriert. | VON HEECKEREN, Gottfried (I18736)
|
| 2624 | Heer van Geich, Obergeich, Konzendorf, Schlich und Horn - Koninklijk Minister, Heer van Echts, van (der) Merode (Merovingen) van den Bergh, Geich, Konzendof, Schlich und Horn | AUS RHODE VAN DER MERODE (MEROVINGEN) VAN DEN BERGH, Werner II. (I8851)
|
| 2625 | HEGI ist ein Quartier der Stadt Winterthur. Zusammen mit den Quartieren Guggenbühl, Grüze, Hegmatten, Talacker, Zinzikon, Reutlingen, Stadel und Ricketwil bildet es den Kreis 2 (Oberwinterthur). Das historische Dorf Hegi lag südlich von SCHLOSS HEGI. SCHLOSS HEGI wurde vermutlich 1200 gebaut und wird 1225 erstmals urkundlich erwähnt. Besitzer des Schlosses war die Ministerialenfamilie «VON HEGI» aus Konstanz, deren Vertreter Hugo VON HEGI war 1342/43 Schultheiss der Stadt Winterthur. Während des Mittelalters stand die Dorfbevölkerung HEGIS, nicht wie anzunehmen, unter dem Einfluss der Herrscher von SCHLOSS HEGI, vielmehr gehörte ab 1400 ein Grossteil der Wirtschaft Hegis zum ST. PETER und PAUL-STIFT aus EMBRACH, für die sie auch Abgaben zu leisten hatten. Der Einfluss des Klosters war jedoch auch durch die räumliche Distanz und anderer Grundbesitzer (u. a. das KLOSTER PETERHAUSEN, deren Verwalter seinen Sitz im Hohlandhaus in Oberwinterthur hatte) im Dorf eingeschränkt, auch kirchenrechtlich gehörte das Dorf zu Oberwinterthur, die hohe Gerichtsbarkeit lag bei den Herrschern der KYBURG, die Vogtei gehörte den HERREN VON BREITENLANDENBERG und den Zehnten lieferte es zuerst dem BISCHOF VON KONSTANZ und später dem KLOSTER TÖSS ab. Bedeutend für die Entwicklungs HEGI war auch die Eulach, deren Wasserkraft zum Antrieb von zahlreichen MÜHLEN diente – die Älteste wurde bereits um 1379 urkundlich erwähnt. Der letzte Vertreter der Familie von Hegi, Hugo VON HEGI (um 1410–1493), vermachte das SCHLOSS HEGI seiner Tochter BARBARA , Frau des JAKOB VON HOHENLANDENBERG. Damit gingen um das Jahr 1460 das Schloss und die zugehörigen Herrschaftsgebiete an die Familie HOHENLANDENBERG über – der 1457 auf dem Schloss geborene HUGO VON HOHENLANDENBERG wurde im Jahr 1496 BISCHOF VON KONSTANZ. Die Besitzer des Schlosses verwalteten zu dieser Zeit Lehen in Wiesendangen, Gundetswil, Zünikon, Hegi und Oberwinterthur. Das Schloss war ursprünglich eine Wasserburg mit Wehrturm, Wohnturm und Wassergraben. Mehrmalige Umbauten gaben ihm die heutige Form. Zu mehr Einfluss auf das Dorf kam das naheliegende SCHLOSS HEGI erst 1531, als der Schlossherr KASPAR VON HALLWIL die Vogtei HEGI erwerben konnte und damit diese beiden Gebiete erstmals vereinigte, das Dorf Hegi umfasste damals etwa neun Bauernhöfe, die Acker- und Rebbau betrieben. Da die Klöster und damit auch der ST. PETER und PAUL-STIFT aus EMBRACH zur gleichen Zeit durch die REFORMATION ihren Einfluss verloren und deren Besitz und Rechte bei der Stadt Zürich landeten, stand HEGI nun bis zum Ende des ANCIEN RÉGIME im Machtbereich des SCHLOSSHERRN ZU HEGI und dem Landvogt von KYBURG, deren Ansprüche sich auch öfters gegensätzlicher Natur waren. Bis zum Ende der ALTEN HERRSCHAFT ist auch ein Anstieg der Bevölkerung des Dorfes zu verzeichnen: 1670 sind 160 Einwohner vermerkt und 1771 sind es bereits deren 239, die sich auf damals 47 Haushalte verteilten. | N., N. (I22278)
|
| 2626 | Heidermanns Anschlusstafeln: Claudius–Goethe (PDF/JPG), Jacobi–Goethe (PDF/JPG), Jacobi–Hoffmann2 (PDF/JPG), Jacobi–Krafft (PDF/JPG), Jacobi–Schelling (PDF/JPG), Mallinckrodt–Goethe (PDF/JPG), Marx–Engels (PDF/JPG), Perthes–Goethe (PDF/JPG), Rückert–Goethe (PDF/JPG) Tafelindex: 5 „Clermont“ auf 12 Anschlusstafeln | CLERMONT, Helena Elisabeth (I48399)
|
| 2627 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I48481)
|
| 2628 | Heinrich der Löwe hatte 1152 als Herzog von Sachsen entscheidenden Anteil an der Königskrönung seines Vetters Friedrich Barbarossa. Dafür wurde er von Barbarossa in den folgenden Jahren intensiv gefördert. So erhielt er im Jahr 1156 auch das bayerische Herzogtum. In Norddeutschland konnte Heinrich eine königsgleiche Stellung aufbauen. Braunschweig machte er durch den Neubau der Stiftskirche St. Blasius und der benachbarten Burg Dankwarderode mit dem Standbild eines Löwen zu einem fürstlichen Repräsentationszentrum. Der aggressive Herrschaftsausbau des Herzogs in Sachsen und nördlich der Elbe rief allerdings den Widerstand der anderen sächsischen Großen hervor. Für die Unterstützung durch Barbarossa revanchierte sich Heinrich zunächst durch große Anstrengungen im Reichsdienst während der ersten Italienzüge. Im Jahr 1176 wurde das Verhältnis jedoch schwer belastet, als sich der Herzog weigerte, angesichts eines bevorstehenden Kriegs mit den lombardischen Städten den Kaiser in einer bedrohlichen Situation militärisch zu unterstützen. Nach der Niederlage Barbarossas, dem Scheitern der Oberitalienpolitik und dem Friedensschluss von 1177 mit dem lange bekämpften Papst Alexander III. wurde Heinrich der Löwe auf Bestreben mehrerer Fürsten gestürzt und musste ins Exil nach Südengland gehen, aus dem er erst Jahre später zurückkehren konnte. Neben Friedrich Barbarossa galt er lange Zeit als wichtigster Protagonist des staufisch-welfischen Gegensatzes, der die Reichspolitik im 12. Jahrhundert dominiert habe. Erst in jüngster Zeit wurde diese Einschätzung stark relativiert. | DER LÖWE, Herzog Herzog Heinrich ´der Löwe` (I1626)
|
| 2629 | Heinrich entstammt dem Schweizer Adelsgeschlecht der Freiherren von Brandis, das seinen Stammsitz auf Burg Brandis bei Lützelflüh im Emmental hatte. Seine Eltern waren Mangold von Brandis und Margareta von Nellenburg. Sein Bruder Eberhard war Abt des Klosters Reichenau, seine Schwester Agnes Äbtissin des Klosters Säckingen. Heinrich wurde im Kloster Einsiedeln erzogen und 1348 zu dessen Abt ernannt. Nach der Ermordung von Bischof Johann Windlock im Jahre 1356 kam es zu einer Doppelwahl durch das Domkapitel. Die Mehrheit des Kapitels wählte den Konstanzer Domherrn Ulrich von Friedingen, während sich eine Minderheit für den Bischof von Freising, Albert II. von Hohenberg entschied. Anfang 1357 einigten sich Kaiser und Papst auf den Bamberger Bischof Lupold von Bebenburg, der die Wahl jedoch ablehnte. So ernannte der Papst am 15. Mai 1357 Heinrich von Brandis zum Bischof von Konstanz. Er reiste nach Avignon, wo er am 25. Mai die Bischofsweihe erhielt. Dort ging er auch beträchtliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem Papst ein. Am 21. Dezember 1360 weihte er einen Vorgängerbau des Fridolinsmünster in Säckingen. 1358 ernannte er seinen Bruder Wolfram zum weltlichen Verwalter des Bistums, der jedoch mehr das Wohl seiner Familie im Auge hatte. Nachdem das Bistum mit seinen Zahlungen beim Papst in Rückstand geriet, beauftragte dieser den Dompropst Felix Stucki und den Rat der Stadt Konstanz gegen Heinrich Stellung zu nehmen. Am 6./7. August 1363 wurde Stucki in Zürich ermordet. Zu den Tätern zählten Heinrichs Brüder Thüring und Wolfram. Als 1368 Heinrichs Neffe Wölfle auf dem Weg zu einem Turnier in Zürich von Konstanzer Bürgern erschlagen wurde, entbrannte ein Konflikt mit der Stadt Konstanz (1368–1372). Heinrich musste nach Grenoble fliehen und belegte die Stadt mit dem Interdikt. Die Stadt beschuldigte Heinrich daraufhin der Mitwisserschaft an der Ermordung seines Vorgängers und der Anstiftung zum Mord Stuckis. Daraufhin wurde Heinrich im April vom Papst seines Amtes enthoben und Johann Schadland als Administrator eingesetzt. Nachdem sich Heinrich und die Stadt Konstanz einigten, wurde er 1372 wieder eingesetzt. In der Zeit des Schismas stand Heinrich zuerst auf der Seite Urbans VI., wechselte dann aber 1380 auf die Seite von Gregor XI. Kurz vor seinem Tode setzte ihn Urban VI. ab und ernannte Nikolaus von Riesenburg zu seinem Nachfolger. Heinrich starb am 22. November 1383 in Klingnau. Das Domkapitel wählte am 27. Januar 1384 Heinrichs Neffen Mangold von Brandis zum Nachfolger. Autorin/Autor: Veronika Feller-Vest Erstmals erw. 1348, 22.11.1383 Klingnau, Konstanz. Sohn des Frh. Mangold I. und der Margarethe von Nellenburg. Bruder des Eberhard (->), Neffe des Mangold (->). Mönch, 1348-57 Abt von Einsiedeln, 1350 an der Beilegung des Marchenstreits mit Schwyz beteiligt. 1357-83 Bf. von Konstanz: Der Streit mit Konstanz um die Stadtherrschaft und jener um den Nachlass Bf. Johann Windlocks prägten seine Amtszeit. Die Ermordung des päpstl. Sachwalters in der Nachlassaffäre, des Dompropstes Felix Stucki, 1363, und die Fehde seiner Verwandten gegen Konstanz führten 1368 zum Krieg zwischen B. und der Stadt und 1371 zur Amtsenthebung B.', bis dieser 1372 Konstanz als Reichsstadt anerkannte. Im Schisma ernannte Papst Urban VI. 1383 Nikolaus von Riesenburg zum Bischof und enthob B. damit seines Amtes, das dieser finanziell ruiniert hinterliess. | VON BRANDIS, Heinrich III. (I19235)
|
| 2630 | Heinrich gehört zu den am wenigsten bekannten mittelalterlichen Königen Frankreichs, wofür das Fehlen einer ihm gewidmeten Biographie mitverantwortlich sein dürfte. Unter seiner Herrschaft nahm der Zerfall der königlichen Autorität gegenüber dem erstarkenden Lehnsadel zu, gegen den er lange Zeit anzukämpfen versuchte. Dies schlug sich unter anderem in seinem zu Lebzeiten beigegebenen, heute aber kaum bekannten, Beinamen Municeps nieder, der so viel wie „Unterwerfer“ bedeutet. Der Mönch Andreas von Fleury, der diesen Beinamen in den Miracula Sancti Benedicti festgehalten hatte, erklärte ihn wegen des ständigen Eroberns (sprich Unterwerfens) von Burgen, mit dem Heinrich zeit seines Lebens beschäftigt war. | (FRANKREICH), König König Heinrich I. (I35545)
|
| 2631 | Heinrich I. von Wolfratshausen gehörte der Familie der Grafen von Wolfratshausen, einer Seitenlinie von Dießen-Andechs benannt nach Wolfratshausen an. Mit dem Welfen Heinrich dem Stolzen entwickelte sich eine eskalierende Fehde um die Regensburger Domvogtei. In einem Vergleich trat Heinrich I. die Grafschaft des Hochstifts rechts des Inns ab, konnte sich aber in Regensburg behaupten. Heinrich I. unterstützte den Staufer Konrad III. Er nahm 1147 am Zweiten Kreuzzug teil, von dem er vorzeitig wieder zurückkehrte. Für die vorzeitige Rückkehr ist eine Verteidigung Konrads gegenüber Papst Eugen III. gegen den Vorwurf der Untreue bekannt. 1150 unternahm Heinrich I. eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. Er ließ sich als letzter Bischof im Kloster Sankt Emmeram bestatten. | VON WOLFRATSHAUSEN, Heinrich I. (I40720)
|
| 2632 | Heinrich III. von Küssenberg war der letzte Graf aus dem Geschlecht der Küssenberger, er war verheiratet mit einer Schwester des Rudolf von Habsburg, Kunigunde von Habsburg. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den Bischof von Konstanz, Heinrich von Tanne. Das Geschlecht der Küssenberger bestand jedoch weiterhin. Kunigunde heiratete danach (um 1250) den Ritter Otto II. von Ochsenstein aus dem Geschlecht der Ochsensteiner. | VON KÜSSENBERG, Heinrich III. (I35449)
|
| 2633 | Heinrich IV. (* 11. November 1050 vermutlich in Goslar; † 7. August 1106 in Lüttich) aus der Familie der Salier war der älteste Sohn des Kaisers Heinrich III. und der Kaiserin Agnes. Ab 1053 war er Mitkönig, ab 1056 römisch-deutscher König und von 1084 bis zu seiner durch seinen Sohn Heinrich V. erzwungenen Abdankung am 31. Dezember 1105 Kaiser. Heinrich war der letzte König des römisch-deutschen Mittelalters, der als Minderjähriger auf den Thron kam. Die Legitimation seiner Herrschaft sah er, wie sein Vater, vor allem im Gottesgnadentum begründet. Dies erschwerte die Zusammenarbeit mit den Großen des Reichs. Bereits in den letzten Regierungsjahren Heinrichs III. hatten Konflikte um die Teilhabe der Fürsten an der Herrschaft zu einer Krise geführt. Die Zeit der Unmündigkeit Heinrichs, als seine Mutter die Regierungsgeschäfte führte, nutzten die um Macht und Einfluss rivalisierenden Fürsten, um ihre eigenen Herrschaftsbereiche auszubauen. Als Heinrich volljährig geworden war, versuchte er den Einfluss der Fürsten zurückzudrängen und die königlichen Herrschaftsrechte zu stärken. Er stützte sich dabei auch auf die Reichsministerialität, die sich zu einer neuen Funktionselite entwickelte. In Sachsen wollte Heinrich durch den Bau zahlreicher Burgen der königlichen Autorität wieder Geltung verschaffen und löste dadurch den Sachsenkrieg aus. Zeitlich parallel begannen die Auseinandersetzungen mit dem aufstrebenden Reformpapsttum um das Verhältnis zwischen geistlicher (sacerdotium) und weltlicher (regnum) Macht. Sie kulminierten im sogenannten Investiturstreit und führten 1076 zu Absetzung und Exkommunikation des Saliers durch Papst Gregor VII. Der Gang nach Canossa 1077, wo sich der König unterwarf und vom Bann gelöst wurde, gilt als Höhepunkt der Auseinandersetzung mit dem Papsttum. Als Reaktion auf die zunehmende Unzufriedenheit der Großen mit der Herrschaft Heinrichs wurden auf Fürstentagen die Gegenkönige Rudolf von Rheinfelden (1077–1080) und Hermann von Salm (1081–1088) gewählt. Die krisenhaften Wandlungsprozesse in der Zeit Heinrichs IV. schmälerten vor allem die ideellen Grundlagen der Königsherrschaft. Die Vorstellung von einem durch dynastische Kontinuität legitimierten Königtum trat zurück. Das Prinzip der fürstlichen Teilhabe an der Herrschaft im Reich, das durch die Königswahl begründet wurde, und der Idoneitätsgedanke, die Frage nach der Eignung eines Kandidaten, gewannen an Bedeutung. Heinrichs Versuch, die salische Königsgrablege Speyer als Inbegriff des Zusammenhangs von Herrschaftsanspruch und Königsdynastie zu präsentieren, änderte daran letztlich nichts. Die Auseinandersetzung mit dem Reformpapsttum zeigte, dass der König nicht allein Gott verantwortlich war, sondern durchaus bereits auf Erden gerichtet, ja sogar abgesetzt werden konnte. Nur wenige Herrscher des Mittelalters wurden von den Zeitgenossen so unterschiedlich beurteilt. Den Anhängern des salischen Königtums galt Heinrich IV. als Repräsentant des allein von Gott verliehenen Herrscheramtes, seinen Gegnern dagegen als Tyrann und als Verkörperung des Bösen schlechthin. In der Forschung wurde er seit dem 19. Jahrhundert oft als Märtyrer im Kampf des Königtums um eine starke Zentralgewalt gegen die übermächtigen Kräfte der gregorianischen Papstkirche und der deutschen Fürsten dargestellt. Die jüngere Forschung urteilt differenzierter, ohne jedoch einen Konsens gefunden zu haben. Die zahlreichen negativen Urteile der Zeitgenossen über Lebens- und Amtsführung des Königs werden unterschiedlich interpretiert, gelten jedoch grundsätzlich als Indikatoren für das in seiner Zeit herrschende politische Klima, das von Auseinandersetzungen geprägt war, die auf grundsätzliche Konfliktlinien zurückgingen. | (HRR), Heinrich IV. (I39144)
|
| 2634 | Heinrich Raspe I. war der dritte Sohn von Graf Ludwig der Springer und dessen Gemahlin Adelheid von Stade und der Bruder Ludwigs I., der 1131 zum Landgrafen von Thüringen erhoben wurde. 1123 heiratete Heinrich Kunigunde von Bilstein, die Witwe des hessischen Gaugrafen Giso IV. von Gudensberg. Dadurch und durch die Nähe seines Hauses zum späteren Kaiser Lothar III., der auch 1131 Heinrichs Bruder Ludwig zum Landgrafen von Thüringen erhob, erlangte er das Amt des Reichssturmfähnrichs (signifer regis), welches zuvor als Erbamt der Grafen Werner von Grüningen mit der Grafschaft Maden/Gudensberg an die Gisonen gekommen war. Raspes unmündiger Stiefsohn Giso V. konnte das Amt noch nicht ausüben. Kunigunde verwaltete als Regentin die hessischen Grafschaften ihres minderjährigen Sohnes Giso V., und Heinrich wurde 1130 erstmals als Graf von Gudensberg genannt. Er wurde im selben Jahr ermordet und im Kloster Reinhardsbrunn bestattet. Auf Grund von Heinrichs Ehe mit Kunigunde und der seines Bruders Ludwig mit Kunigundes Tochter Hedwig von Gudensberg fielen nach dem Tod des letzten Gisonen, Kunigundes Sohn Giso V. (1137), und dem seiner Mutter (1140) die ausgedehnten gisonischen und Bilsteiner Besitzungen und Lehen an die Ludowinger, die damit ihren Herrschaftsbereich auf große Teile Hessens ausweiten konnten. | RASPE, Heinrich I. (I40744)
|
| 2635 | Heinrich stammte aus der Familie der Grafen von Werl und war Bruder der Grafen Ludolf von Werl und Konrad von Werl-Arnsberg. Wegen seiner ansehnlichen Gestalt wurde er auch Hermelin genannt. Als nachgeborener Sohn war Heinrich für die kirchliche Laufbahn vorgesehen. Er wurde Propst des Stifts St. Simon und Judas bei der Kaiserpfalz zu Goslar. Wie seine Familie war er während der Herrschaft von Heinrich IV. Parteigänger des Kaisers. Einen Teil seines Erbes veräußerte Heinrich an seinen Bruder Konrad, um so genügend Mittel für den Erwerb des Bischofsamts in Paderborn zu haben. Vermittelt von seinem Bruder erkannten ihn der Kaiser und der Gegenpapst Clemens III. als Bischof 1084 an, ohne dass das Domkapitel beteiligt gewesen war. Dieses hatte inzwischen bereits Heinrich von Assel gewählt, der auch durch Papst Gregor VII. anerkannt worden war. Gestützt nicht zuletzt auf die militärische Macht seiner Familie gelang es Heinrich sich in gewaltsamen Auseinandersetzen gegen den Konkurrenten durchzusetzen. Auch später wurde er im Zusammenhang mit den politischen Ereignissen im Reich mehrfach zeitweilig abgesetzt. Allerdings konnte er sich letztlich behaupten. Von regionalgeschichtlicher Bedeutung ist, dass unter Heinrich die Vogteirechte über das Bistum Paderborn von seiner Familie auf die Familie von Schwalenberg überging. In den Urkunden wird Heinrich als erster Bischof von Paderborn als Princeps bezeichnet. Heinrich von Werl galt als menschenfreundlich und als eifriger Geistlicher. Er trat besonders als Förderer des Abdinghofklosters und des Klosters Helmarshausen hervor. Für den Paderborner Dom stiftete Heinrich einen Tragaltar und ließ sich selbst zusammen mit dem Vorgänger Meinwerk von Paderborn auf der Deckelplatte abbilden. Der Altar gilt als Schlüsselwerk des Rogerus von Helmarshausen. Mit ihm begann sich die Kunst der Romanik auch im nordwestdeutschen Raum durchzusetzen. Diese Stiftung diente nicht nur frommen Zwecken, sondern der kaiserliche Bischof stellte sich damit in eine Kontinuitätslinie zu Meinwerk und nutzte das Kunstwerk so zur Legitimation. | VON WERL, Heinrich (I39681)
|
| 2636 | Heinrich VI. aus dem Geschlecht der Staufer (* November 1165 in Nimwegen; † 28. September 1197 in Messina) war ab 1169 römisch-deutscher König und ab 1191 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Von 1194 bis zu seinem Tod war er de iure uxoris (aus dem Recht der Ehefrau) zugleich König von Sizilien. Heinrich war der zweite Sohn von insgesamt elf Kindern aus der Verbindung Friedrich Barbarossas mit Beatrix von Burgund. Er heiratete 1186 Konstanze, die als Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien Tante und Erbin des Normannenkönigs Wilhelm II. war. In den letzten Lebensjahren seines Vaters wirkte Heinrich zunehmend eigenständig. Nach dem Tod seines Vaters war er in Konflikte mit dem Welfen Heinrich dem Löwen verwickelt. Erst 1194 gelang ein endgültiger Ausgleich mit den Welfen. In Sizilien wurde nach dem Tod Wilhelms II. unter Missachtung von Konstanzes Thronansprüchen Tankred von Lecce zum König erhoben. Der Versuch der Eroberung Siziliens auf einem Italienzug im Jahr 1191 scheiterte vor Neapel. Einer Fürstenverschwörung, deren Anlass die Streitigkeiten um die Besetzung des Lütticher Bischofsstuhls war, konnte Heinrich erfolgreich mit der Gefangennahme des englischen Königs Richard Löwenherz begegnen. Gestützt auf eine immense Lösegeldzahlung und den Lehnseid Richards glückte Heinrich im Jahr 1194 die Eroberung Siziliens. In den Jahren 1195 und 1196 versuchte Heinrich, das Reich in eine Erbmonarchie umzuwandeln. Er scheiterte jedoch am Widerstand der Reichsfürsten. Auch die endgültige Vereinigung Siziliens mit dem Reich konnte Heinrich wegen der ablehnenden Haltung der Kurie nicht durchsetzen. Heinrich starb während der Vorbereitungen zu einem Kreuzzug, dessen Ziel in Verbindung mit der Eroberung Jerusalems womöglich auch die Eroberung des Byzantinischen Reichs war.[1] Betonte die ältere Forschung noch Heinrichs machtpolitische Erfolge und stellte seine Herrschaft als den Höhepunkt der staufischen Herrschaftsgewalt dar, so gab es in jüngerer Zeit Zweifel, ob diese Sicht gerechtfertigt sei. Neben der Überforderung der machtpolitischen Möglichkeiten eines auf persönliche Präsenz des Herrschers angewiesenen Reisekönigtums, das mit dem Zugewinn Süditaliens und der Sicherung der Reichsrechte in Oberitalien den deutschen Raum nicht mehr vollständig kontrollieren konnte, wird auch auf den Rückzug der Reichsfürsten aus dem direkten Umfeld des Herrschers und ihre Ersetzung durch die Reichsministerialität verwiesen. | (HRR), Heinrich VI. (I39165)
|
| 2637 | Heinrich war der älteste Sohn des Markgrafen Heinrich I. von Baden-Hachberg und der Agnes von Urach, einer Tochter des Grafen Egino IV. von Urach. 1231 folgte er – unter Vormundschaft seiner Mutter stehend – seinem Vater nach und nahm als Erster der Linie den Titel „Markgraf von Hachberg“ an. 1232 gelang es, die Herrschaft Sausenburg vom Kloster Sankt Blasien zu erwerben. Bald nach dem Kauf wurde die Sausenburg errichtet, die bereits 1246 urkundlich bestand.[1] Er stritt mit den geistlichen Gewalten seines Bereiches und den Grafen von Freiburg wegen verschachtelter Rechts- und Besitzverhältnisse und nahm nach 1250 teil am Streit um Staufer- und Reichsgut, um seine Territorialherrschaft zu arrondieren. Er unterstützte jahrelang Graf Rudolf von Habsburg gegen die Bischöfe von Basel und Straßburg und war 1273 auch Stütze für dessen Königtum. Er half ihm unter anderem gegen die Linie Baden und im Krieg gegen Böhmen in der Schlacht bei Dürnkrut. Er war Gönner der Klöster Tennenbach und Adelhausen.[2] Heinrich dankte um 1293[3] ab, um Deutsch-Ordensritter zu werden. | (BADEN-HACHBERG), HEINRICH (I40226)
|
| 2638 | Heinrich war der letzte in Kärnten regierende Eppensteiner. Heinrich war der dritte Sohn Markwarts IV. von Eppenstein und der Liutbirg von Plain, Tochter von Graf Liutold II. Als 1090 sein Bruder Liutold kinderlos gestorben war, wurde er von Kaiser Heinrich IV. mit dem Herzogtum Kärnten betraut. Wegen der schleichenden Entfremdung Liutolds gegenüber dem Kaiser in den letzten Jahren musste Heinrich III. aber etliche Dämpfer und Abstriche hinnehmen: Der Kaiser verhinderte es nicht, dass die eher papsttreuen Spanheimer 1091 die Gründung ihres Familienstifts St. Paul im Lavanttal abschließen konnten, wogegen für das Eppensteiner Familienstift St. Lambrecht, das für die Festigung der eppensteinschen Herrschaft als geistiges Zentrum äußerst wichtig war, noch etliche politische Hürden zu nehmen waren – die St. Lambrechter Gründung sollte erst 1103 (Installation des Reform-Abtes Hartmann) bzw. 1109 (päpstliche Bestätigung durch Paschalis II.) und 1114 (kaiserliche Bestätigung durch Heinrich V.) abgeschlossen sein. Außerdem kam die Mark Krain an Aquileia (1093), die Vogtei Aquileia musste Heinrich abtreten (1093, aber eher erst 1101/02) und Istrien bekam einen neuen Markgrafen (1093). 1097 halfen Herzog Heinrich III. und sein Bruder Ulrich, Patriarch von Aquileia, Herzog Welf bei der Sicherstellung seines lombardischen Erbes. 1105 stellte er sich auf die Seite Heinrichs V. und zog mit ihm 1108 gegen die Ungarn und 1110/11 zur Kaiserkrönung nach Italien. 1122, ein Jahr nach dem Tod seines Bruders Ulrich, starb auch Heinrich; mit ihm erlosch das Geschlecht der Eppensteiner, die Besitzungen vom Semmering bis zum Tagliamento ihr Eigen nannten. Er ist im Familienstift St. Lambrecht bestattet. Heinrichs Nachfolger als Kärntner Herzog wurde sein Spanheimer Taufpatenkind Heinrich IV., seine reichen Besitzungen erbten die Traungauer Markgrafen der Kärntner Mark. | (KÄRNTEN), Heinrich III. (I39643)
|
| 2639 | Heinrich war der Sohn des Grafen Siegfried von Luxemburg († 998) vom Moselgau und der Hadwig († 992). Er stand schon mit Kaiser Otto III., den er auf einer Reise nach Venedig begleitete, in engerer Verbindung und verdankte wohl dessen Gunst noch bei Lebzeiten seines Vaters die Verwaltung des großen Ardennengaues. Zwischen 993 und 996 erhielt er die Vogtei der reichen Abtei St. Maximin in Trier, später auch die Vogtei des Klosters Echternach. Heinrichs Schwester Kunigunde war verheiratet mit König Heinrich II. († 1024), durch dessen Gunst er am 21. März 1004 das Herzogtum Bayern erhielt. Im selben Jahr nahm Heinrich an einem Feldzug gegen Boleslaw I. Chrobry teil. Im Jahre 1008 erhob er sich gegen seinen Schwager König Heinrich II. und wurde 1009 abgesetzt. Er wurde im Dezember 1017 nach Fürsprache der Erzbischöfe Heribert von Köln und Poppo von Trier erneut als Herzog von Bayern eingesetzt. Heinrich setzte sich nach dem Tod Kaiser Heinrichs II. für die Wahl des Saliers Konrad II. zum deutschen König ein. Er wurde vermutlich in Osterhofen in Niederbayern beigesetzt. | VON LUXEMBURG, Heinrich I. (I36991)
|
| 2640 | Heinrich war der Sohn Herzog Heinrichs I. von Bayern und dessen Ehefrau Judith sowie Neffe des römisch-deutschen Kaisers Otto I. Unter Vormundschaft seiner Mutter Judith folgte Heinrich vierjährig seinem Vater als Herzog von Bayern. Seine ältere Schwester Hadwig wurde 954 mit Burchard III., Herzog von Schwaben, vermählt. Heinrich vermählte sich 972 mit Gisela von Burgund, einer Nichte von Kaiserin Adelheid. Heinrich hatte also beste Verbindungen mit den gesamten Herrscherfamilien im Süden des Reiches. Bayern, Schwaben und das Königreich Burgund bildeten eine ernst zu nehmende Zentralisierung politischer Macht, der sich Kaiser Otto II. zu erwehren hatte. Als zentrales Jahr seiner Laufbahn sticht das Jahr 973 hervor: Nicht nur Kaiser Otto I. starb, sondern auch Heinrichs Schwager Herzog Burchard III. Die Ehe seiner Schwester Hadwig mit ihm blieb kinderlos und damit war kein legitimer Nachfolger für das Herzogtum Schwaben vorhanden. Als Bruder der Herzogswitwe konnte Heinrich deswegen durchaus begründet Anspruch auf das Herzogtum Schwaben erheben, zumal im selben Jahr sein ältester Sohn Heinrich geboren wurde. Ebenfalls im Jahre 973 überging Heinrich das Recht der Investitur des Kaisers und setzt seinen luitpoldingischen Vetter Heinrich auf den Bischofsstuhl von Augsburg. Kaiser Otto II. wird die weitreichenden Ambitionen seines Vetters erahnt haben und überging jetzt seinerseits die Ansprüche Heinrichs. Darum besetzte er den schwäbischen Dukat im November 973 mit seinem Neffen Otto, dem Sohn Liudolfs. | VON BAYERN, Heinrich II. der Zänker (I36237)
|
| 2641 | HEINRICH wurde 981 Graf an der unteren Naab, 983 Graf an der unteren Altmühl, 994 Markgraf auf dem bayerischen Nordgau und 1002 Graf im Radenzgau. Im Jahr 995 wies EZZILO/HEINRICH darauf hin, dass „Ezzelenkirchen“ (ETZELSKIRCHEN, siehe HÖCHSTADT AN DER AISCH) nach ihm benannt worden ist (Die Grafen von Schweinfurt verfügten auch über Besitz im Riedfeld um Neustadt an der Aisch, etwa in Gutenstetten). Vermutlich hatte er einen weiteren Sohn, HEINRICH, der 1021–1043 als Graf an der Pegnitz und 1043 als Graf an der oberen Naab bezeugt ist, und von dem angenommen wird, dass er der STAMMVATER der Grafen von Lechsgemünd, Horburg und Graisbach war. | VON HENNEBERG, Geberga (I16162)
|
| 2642 | Heinrich, Kascu und Wein FL. 600,00 siehe Lebensbilder Karl Heinrich Ferdinand Henking mit einem Vorwort von seiner Enkelin Malvina Steingraber (* 08.10.1876 Wien, Österreich), Tochter von Anna "Channa" Henking (1854-1879) und Simon Steingraber (1845-1923), von Troppau, Schlesien (Opava, Tschechien); Prokurist bei den Gebrüdern Gutmann (David und Wilhelm); maßgebliche Persönlichkeit der bedeutenden Wiener Wohltätigkeitsorganisation Philanthropischer Verein (1879–1938); Lehre in Kaschau, heute Košice, Ungarn; | HENKING, Heinrich (I2024)
|
| 2643 | Heinrichs ältere Halbbrüder aus der ersten Ehe seiner Mutter waren die Staufer Friedrich II., der Einäugige, Herzog von Schwaben und Vater des späteren Kaisers Friedrich I. Barbarossa, und der römisch-deutsche König Konrad III. Sein jüngerer Bruder Leopold IV. wurde noch vor ihm Markgraf, seine anderen jüngeren Brüder waren der bedeutende Chronist und Bischof von Freising, Otto von Freising, und der Erzbischof von Salzburg und Bischof von Passau, Konrad II. von Babenberg. Der Babenberger Herzog war in erster Ehe vom 1. Mai 1142 bis 18. April 1143 mit Gertrud verheiratet, der einzigen Tochter Kaiser Lothars III. Seine zweite Ehe schloss er 1148 mit Theodora Komnena, einer Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel I. Beide Ehen belegen die damalige Bedeutung des Geschlechts der Babenberger in Mitteleuropa. | DER STOLZE, Heinrich II. (I40479)
|
| 2644 | Heinzelbecker/Heitzelbecker Stammfolge Heintzelbäcker 6. Generation Blatt 6/4, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html Stammfolge Heintzelbäcker 7. Generation Blatt 7/3, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html | HEINZELBECKER, Stephan (I659)
|
| 2645 | Heirat in Heidelberg-Heiliggeistkirche. Auch: Margaretha Agnes. Patin in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 18.5.1681 und 13.10.1681. Tod lt. KB Heiliggeistkirche: alt 69 Jahre | HOFSTATT, Margaretha Agneta (I956)
|
| 2646 | Heirat in Heidelberg-Heiliggeistkirche. | MATHÄUS, Anna Katharina (I2520)
|
| 2647 | Heirat lt. KB Heiliggeistkirche | HOFSTATT, Anna Maria (I771)
|
| 2648 | Heirat lt. Leichenpredigt für Lukretia Elisabeth van Bilderbeck: 2. Juni 1654 (?). | VAN BILDERBECK, Lukretia Elisabeth (I16983)
|
| 2649 | Heirat lt. Zürcher Ehedatenbank | HAAS, Margaretha (I965)
|
| 2650 | Heirat: 12.10.1749 mennonitische Eheschließung (https://familysearch.org/pal:/MM9.1.1/JHCK-DMX) | FLOH, Sibylla (I48086)
|