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| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 2651 | heiraten in der Altstadtkirche in Weinheim siehe AT Vehmann, Ahn 206 siehe Stammfolge Metz 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html | METZ, Margaretha (I43498)
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| 2652 | heiratete 1779 in erster Ehe: Elisabeth Schlumpf, 1730 - 1781. Elisabeth, zusammen mit einem Töchterchen Elsbeth, starb bei dessen Geburt oder kurz darnach. Für das Sterbedatum ist das Jahr 1781 überliefert. 1784 heiratete Jakob Laurenz in zweiter Ehe, die um 24 Jahre jüngere Johanna Barbara Zollikofer, 1753 - 1820 ( als Sterbedatum wird auch 1827 überliefert. Clara Wild-Gsell nennt ihre Vornamen Barbara Renate). Jakob Laurenz II, 1729-1792, Stadtammann (des Stadtgerichts), Ratsherr, Präsident des Postamtes und des Kaufmännischen Directoriums. | GSELL, Jakob Laurenz II (I4393)
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| 2653 | Heiratseintrag (IGI): „August Winnertz“, Eltern „Peter Winnertz“ und „Anna Margaretha Roß“ | WINNERTZ, August (I2702)
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| 2654 | Heiratseintrag (IGI): „Johann Wilhelm Jacob Gerpott“, Eltern „Abraham Gerpott“ u.Magdalena Gives“(!) H. Gerpott, | GERPOTT, Johann Wilhelm Jakob (I2813)
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| 2655 | Heiratseintrag (IGI): „Louise Catharina Friedricke Kauert“, Eltern „Johann Friedrich Kauert“ und „Catharina von Schelting“ | KAUERT, Louise Catharina Friederica (I2701)
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| 2656 | Heiratseintrag (IGI): „Wilhelm Palland“, Eltern „Dahmen Palland“ und „Ölletgen Schmits“ | PALAND, Wilhelm (I5024)
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| 2657 | heisst hier Jakob der Lamperter kam aus dem Mailändischen fing als Pulverkrämer an 1484 zünftig zum roten Löwen 1457-1481 Grossrat Naturalisiert in Bern, Bern, BE, CHE Ereignis Grossrat von: 1457 an 1481 in Bern, Bern, BE, CHE Ereignis zünftig zum roten Löwen 1574 in Bern, Bern, BE, CHE | SQUATZINI GEN. ´MEY`, Jakob (I38779)
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| 2658 | Hennerke Winkhaus *1530 Ist als Erster seines Stammes genannt | WINKHAUS, Lydia (I5267)
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| 2659 | Herbergier aan de Gosediek in Rheine, Provisor van het oude hospitaal aldaar Erft het ouderlijk huis "am Gosedick" in Rheine | DANKELMANN, Georg (Jürgen) (I2971)
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| 2660 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I48073)
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| 2661 | Herdern, mit rund 400 Einwohnern, hat sich jeher im Dorf und in weitem Umkreis um Kirche und Schloss gesammelt. http://www.herdern.ch/xml_1/internet/de/application/d5/f15.cfm | VON HOHENLANDENBERG, Johann I. (I8099)
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| 2662 | Herdern, mit rund 400 Einwohnern, hat sich jeher im Dorf und in weitem Umkreis um Kirche und Schloss gesammelt. http://www.herdern.ch/xml_1/internet/de/application/d5/f15.cfm | VON HOHENLANDENBERG, Hans (I8103)
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| 2663 | Heribert stammte aus dem Geschlecht der Konradiner und war ein Sohn des Grafen Udo I. von der Wetterau, dem Kaiser Otto der Große das Recht zugestanden hatte, seine Reichslehen unter seinen Söhnen aufzuteilen, als ob sie persönlicher oder allodialer Besitz seien. Beim Tode seines Vaters Udo 949 erhielt Heribert die Burg Gleiberg bei Gießen mit den dazugehörigen Besitz- und Vogteirechten und begründete damit die Grafschaft Gleiberg. 982/83 zog er mit Kaiser Otto II. nach Italien, wo er an der Schlacht am Kap Colonna (Schlacht bei Cotrone) am 13. Juli 982 gegen die Sarazenen unter Emir Abu al-Qasim teilnahm. | VON DER WETTERAU, Graf Graf Heribert (I15319)
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| 2664 | HERIBERT VON LAON Sein Vater ist unbekannt, seine Mutter war BERTRADA DIE ÄLTERE, Tochter des (Pfalzgrafen) HUGOBERT aus der Familie der HUGOBERTINER und der IRMINA VON OEREN; da Bertrada 721 die Stifterin der ABTEI PRÜM war, wurde er für diese Einrichtung zum Mitstifter. Seine Tochter war BERTRADA DIE JÜNGERE, die Ehefrau PIPPINS DES JÜNGEREN; des fränkischen Hausmeiers und späteren Königs. Dadurch war Heribert von Laon der Großvater mütterlicherseits von KARL DEM GROßEN. | VON PRUEM, Bertrada (I18389)
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| 2665 | Heribert, der in den Quellen ab 877 nachweisbar ist, wurde 886/898 Graf von Soissons und Laienabt vom Kloster des heiligen Crispinus in Soissons, 888/889 Graf von Meaux und Madrie, und war in dieser Zeit gemeinsam mit dem Erzbischof Fulco von Reims, einer der Anführer der Adelsopposition gegen den neuen König Odo von Paris, der 888–898 der erste Robertiner auf dem französischen Thron war. Am 28. Januar 893, dem Jahrestag von Karls des Großen Tod, krönten Heribert und Fulco Karl den Einfältigen, den Sohn Ludwigs des Stammlers zum Gegenkönig, eine Maßnahme, die erst nach Odos Tod 898 Erfolg hatte, unter anderem deswegen, weil Odo nach und nach die Parteigänger Karls auf seine Seite zog, darunter schließlich auch Heribert, dem er dafür 896 die wichtige Grafschaft Vermandois übergab. Heribert weitete nach dem Erwerb des Vermandois seine Macht in die Champagne aus, ohne vom König dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Bei Auseinandersetzungen um Vermandois hat er am 28. Juni 896 den Grafen Rodulfus aus dem Haus Flandern getötet. Ebenso wie Fulco von Reims wurde auch Heribert einige Jahre später am 6. November 907 im Auftrag des Grafen Balduin II. von Flandern, eines älteren Bruders des Rodulfus, ermordet. Heriberts Ehefrau ist unbekannt[1]. Er hatte vielleicht einen Sohn und drei Töchter[2], direkte Quellenzeugnisse dazu gibt es jedoch nicht[3]: | (VERMANDOIS), Heribert I. (I11054)
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| 2666 | Herkunft Adam Heinrich entstammte einem alten Adelsgeschlecht und war der Sohn des schwarzburgischen Oberst Adam Heinrich von Wolfframsdorff und dessen Ehefrau Magdalene Sophie. Militärkarriere Wolfframsdorff war zunächst ab 1736 Page am Hof in Rudolstadt in Thüringen. Er wurde dann am 1. Februar 1741 als Gefreiterkorporal im Infanterieregiment No10 (1806) „Dietrich von Anhalt“ der Preußischen Armee angestellt. Mit diesem beteiligte er sich während des Feldzuges 1741/42 an den Schlachten bei Mollwitz und Chotusitz und machte die Belagerungen von Brieg und Neiße mit. Als Fähnrich (seit 24. Dezember 1743) kämpfte er während des Zweiten Schlesischen Krieges bei Kesselsdorf. Am 17. Januar 1746 folgte seine Ernennung zum Sekondeleutnant. Im Siebenjährigen Krieg von 1756n bis 1763, rückte Wolfframsdorff mit seinem Regiment zunächst in Sachsen ein und beteiligte sich an der Belagerung bei Pirna, die mit der Kapitulation der Sächsischen Armee endete. Anschließend wurde er am 7. November 1756 zum Premierleutnant befördert. Im weiteren Kriegsverlauf nahm er dann an der Belagerung von Prag sowie den Schlachten bei Breslau und Leuthen teil, wurde am 21. Januar 1758 Stabskapitän und kurz darauf Kapitän sowie Kompaniechef. Er kämpfte dann bei Torgau und wurde bei Freiberg verwundet. Nach dem Frieden von Hubertusburg verblieb Wolfframsdorff weiterhin in seinem Regiment und wurde in den folgenden Jahren am 1. April 1764 zum Major, am 18. Juli 1773 zum Oberstleutnant sowie am 25. Januar 1777 zum Oberst befördert. Während des Feldzuges 1778/79 nahm das Regiment an keinen nennenswerten Kampfhandlungen teil und Wolfframsdorff wurde am 20. Juli 1779 zum Regimentskommandeur ernannt. Am 5. April 1785 wurde er dann Chef des Füsilierregiments „von Keller“ und als solcher kurz darauf am 20. Mai 1785 zum Generalmajor befördert. Seine langjährigen militärischen Verdienste würdigte Friedrich Wilhelm II. am 19. August 1787 mit der Verleihung des Ordens Pour le Mérite. Drei Jahre später wurde er Generalleutnant. Während des Feldzuges 1792/93 wurde Wolfframsdorff unter Verleihung Großen Roten Adlerordens am 20. Juli 1793 zum Gouverneur von Mainz ernannt. Krankheitsbedingt wurde er am 15. Januar 1794 von seinem Posten entbunden und am 28. Dezember 1794 mit einer Pension von 1200 Talern aus dem Militärdienst entlassen. Familie Wolfframsdorff war mit Sophie Charlotte Dorothea Hickmann, verwitwete Hermann (* 1728 in Glogau; † 11. Januar 1810) verheiratet. Sie hatten vier gemeinsame Kinder und seine Frau brachte vier Kinder in die Ehe ein, die von Wolfframsdorff am 26. Februar 1787 adoptiert wurden. Johann Heinrich (* 8. August 1755 in Kemnitz, Oberlausitz, Sachsen), Kriegsrat bei der Kriegs- und Domänenkammer Hamm Johann Wilhelm (* 8. Januar 1761 in Kemnitz, Oberlausitz, Sachsen; † 25. Februar 1840 in Torgau), Oberstleutnant und Artillerist Sophie Charlotte Dorothea ⚭ Prediger Wendt, Brockhagen Dorothea Amalie ⚭ Major von Schkopp Sophie (* 1765) ⚭ Kapitän Christian Ferdinand von Vaerst Marie Auguste (* 1766) ⚭ Kapitän August Wilhelm von Leipziger Christine Henriette (* 1767) ⚭ Major Johann Balthasar von Seydlitz Christian Friedrich Heinrich (* 1768; † 25. Dezember 1841 in Oels), Oberstleutnant, Platzmajor in Breslau Literatur Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 2, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1937], DNB 367632772, S. 195–196, Nr. 710. Schlesische Provinzialblätter, Band 19, 1794, Glogauer Bürger feiern Wolfframsdorff Wolfframsdorf. In: Marcelli Janecki, Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Dritter Band. W. T. Bruer’s Verlag, Berlin 1899, S. 833–834 (dlib.rsl.ru). | VON WOLFRAMSDORF, Adam Heinrich (I45787)
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| 2667 | Herkunft Alexander war der Sohn von Karl Nikolaus Alexis von Simolin (* 1756; † 30. Juli 1796) und dessen Ehefrau Sibylle, geborene von Trotta genannt Treyden (* 30. Juni 1758; † 17. Juli 1797). Sein Vater war Herr aus Neuhausen, Weitenfeld und Stirnen in Kurland. Militärkarriere Im Februar 1803 kam Simolin als Junker in das Kürassierregiment „von Borstell“ und avancierte Ende März 1804 zum Kornett. Als solcher nahm er während des Vierten Koalitionskriegs an der Schlacht bei Auerstedt teil und wurde nach der Kapitulation von Magdeburg inaktiv gestellt. Nach dem Frieden von Tilsit wurde Simolin am 4. September 1807 zum Sekondeleutnant und am 12. Dezember 1807 mit Patent vom 7. Oktober 1807 in das Brandenburgische Kürassier-Regiment versetzt. Als die Preußische Armee mit dem Vorbereitungen für den Angriff auf Kurland begannen, nahm er seine Abschied und erhielt am 1. Mai 1812 seine Demission, um in russische Dienste zu wechseln. Auf russischer Seite nahm Simolin 1812 an den Kämpfen gegen Preußen in Kurland teil. Für das Gefecht bei Eckau erhielt er den Orden der Heiligen Anna III. Klasse, ferner kämpfte er bei Dahlenkirchen und Dünaburg. Am 22. April 1814 kam Simolin als Rittmeister und Eskadronchef in das 2. Husaren-Regiment der russisch-deutschen Legion und wurde bereits am 2. Juni 1814 zum Major befördert. Mit der Legion kämpfte Simolin während der Befreiungskriege bei den Belagerungen von Hamburg, Maulbeuge, Givet sowie in der Schlacht bei Belle Alliance. Für die Schlacht an der Göhrde erhielt Simolin den Orden der Heiligen Anna II. Klasse und für Sehestedt den Orden des Heiligen Wladimir II. Klasse. Er kämpfe ferner bei Namur und erwarb bei Fleurus das Eiserne Kreuz II. Klasse. Als die Legion in preußische Dienste übertrat, wurde Simolin am 29. März 1815 als Major mit Patent vom 13. April 1814 angestellt. Er kam daraufhin als Eskadronchef in das 11. Husaren-Regiment und stieg Mitte September 1817 zum etatsmäßigen Stabsoffizier auf. Mit der Beförderung zum Oberstleutnant beauftragte man Simolin am 30. März 1829 mit der Führung des 8. Husaren-Regiments. Ein Jahr später erfolgte seine Ernennung zum Regimentskommandeur. In dieser Eigenschaft wurde er am 30. März 1832 mit Patent vom 2. April 1832 zum Oberst befördert. Daran schloss sich ab dem 30. März 1838 eine Verwendung als Kommandeur der 2. Kavallerie-Brigade in Danzig an sowie am 30. März 1839 die Beförderung zum Generalmajor an. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches und unter Verleihung des Roten Adlerordens II. Klasse mit Eichenlaub wurde Simolin am 10. März 1842 mit Pension verabschiedet. Nach seinem Abschied lebte er ein Jahr in Italien, kehrte aber nach Preußen zurück und starb am 5. Juli 1866 in Düsseldorf. Er war von 1840 bis 1843 Herr auf Berghof und Apussen in Kurland. In seiner Beurteilung aus dem Jahr 1840 schrieb der General von Wrangel: „Sein Charakter und seine Moralität sind von großer Gediegenheit und zeigt er regen Eifer im Dienst, mit dessen Detail er gründlich vertraut ist. Auch ist er als Kommandeur einer Brigade wohl brauchbar, doch als Führer größerer Kavallerieabteilungen würde er dem Staate im Kriege wenig Nutzen bewähren; denn bei den Felddienstübungen, wo sich ihm manche schöne Gelegenheit mit Erfolg zu attackieren darbot, wurde sie nicht benutzt, weil ihm der schnelle Überblick und der Entschluss zum Handeln fehlte. Er ist daher zu höheren Posten durchaus nicht geeignet.“ Familie Simolin heiratete am 26. Mai 1838 in Düsseldorf die Bankierswitwe Wilhelmine Henriette Weiland (* 7. März 1803; † 26. Juni 1874[1]) verwitwete Martini. Aus der Ehe ging die Tochter Elisabeth Karoline Wilhelmine (* 28. Februar 1841; † 5. Dezember 1912) hervor, die sich am 10. Juni 1858 mit dem späteren Major und Kommandeur der Militärreitschule in Hannover[2] Goswin Freiherr von Vaerst (* 6. März 1836; † 24. Juni 1882) verheiratete. | VON SIMOLIN, Alexander Heinrich Alexius (I45803)
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| 2668 | Herkunft Die Colombs Marie-Elisabeth von Humboldt entstammte einer Kaufmanns- und Kunsthandwerkerfamilie teils hugenottischer Herkunft. Ihr Großvater, der Pariser Kaufmann Henri Colomb († 1719), wanderte nach der Aufhebung des Ediktes von Nantes (1685) zunächst nach Kopenhagen aus und wurde dort Posamentenmacher am königlichen Hof. Um 1711 zog er nach Neustadt an der Dosse ins Brandenburgisch-Preußische und bekleidete dort ein Amt im Direktorium der königlichen Spiegelmanufaktur. Bewirkt hatte diesen Umzug sein Schwiegervater, der Goldschmied Jean-Henri de Moor († 1722) aus Wageningen in der Provinz Gelderland, von 1696 bis 1711 selbst Direktor der Manufaktur. Jean-Henri de Moor war der Begründer der französischen Kolonie in Neustadt. Sein Sohn Jean Henri de Moor (Johann Heinrich de Moor) führte zusammen mit Henri Colomb als Teilhaber das Unternehmen weiter.[2] Auch der Vater Marie-Elisabeths, Johann Heinrich Colomb (1695–1759), war von 1733 bis 1741 Direktor der Neustädter Spiegelmanufaktur. Danach ließ er sich als Hausbesitzer mit seiner Familie in Berlin nieder. Sein Grab befindet sich in den Gewölben der Parochialkirche in Berlin. Marie-Elisabeth war eine Cousine[3] von Amalie von Colomb (1772–1850), der jüngsten Tochter des Auricher Kammerpräsidenten Peter von Colomb,[4] Schwester des preußischen Generals Peter von Colomb und ab 1795 zweite Ehefrau des späteren Feldmarschalls Gebhard Leberecht von Blücher. Die Durhams Mütterlicherseits entstammte Marie-Elisabeth der preußischen Beamtenfamilie schottischen Ursprungs Durham of Grange.[5] Sie übersiedelten 1650 von Schottland nach Preußen. Der Urgroßvater Alexanders und Wilhelms von Humboldt war Wilhelm Durham (1658–1735), königlich-preußischer Generalsfiskal, Geheimer Oberappellationsgerichts- und Kirchenrat sowie Ältester und Vorsteher der Parochialkirchengemeinde in Berlin. Er bewohnte mit seiner Familie in Berlin das Haus am Jüdenhof 9. Seine Tochter Justine Susanne (1716–1762) war die Mutter Marie-Elisabeths. Ehen Der junge Alexander, ein Barometer haltend, mit seiner verwitweten Mutter Marie-Elisabeth Colomb heiratete 1760 Friedrich Ernst von Holwede (1723–1765), Baron, Erb- und Gerichtsherr auf Tegel, Ringenwalde und Crummecavel. Dieser Ehe entstammten zwei Kinder, eine Tochter[6], die schon im Kindesalter starb, und der Sohn Heinrich Friedrich Ludwig Ferdinand von Holwede[7] (1762–1817), den die Mutter später im angesehenen Berliner Kürassierregiment „Gens d’armes“ als Rittmeister unterbrachte. Friedrich Ernst von Holwede war Kanonikus des St.-Sebastian-Stifts in Magdeburg. Er starb im Jahre 1765 und hinterließ seiner Witwe das Erbpachtgut Tegel[8] bei Berlin sowie die Güter Ringenwalde mit dem Vorwerk Crummecavel in der Neumark (Kreis Soldin, heute Polen). Mit diesem Erbe und dem Erbe ihrer Eltern, das unter anderem die Bibliothek mit ca. 300 Buchtiteln und vor allem das Haus Jägerstraße 22 in Berlin umfasste, war Marie-Elisabeth eine hochinteressante Partie. Das Berliner Haus ist heute Sitz der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften[9]. Am 19. Oktober 1766 heiratete Marie-Elisabeth von Holwede zum zweiten Mal.[7] Auf dem Gut Lancke bei Berlin, das dem Bruder ihres ersten Ehemanns gehörte, gab sie dem königlichen Kammerherrn und Obristwachtmeister (Major) der Kavallerie a. D. Alexander Georg von Humboldt (1720–1779) das Jawort. Dieser entstammte einem pommerschen Beamten- und Offiziersgeschlecht, das verschiedenen brandenburgisch-preußischen Fürsten gedient hatte. Erst der Vater, Johann (Hans) Paul von Humboldt (1684–1740), preußischer Hauptmann und Herr auf Zeblin, „erbat und erhielt 1738 die erbliche Adelsverleihung.“ Alexander Georg war als königlich-preußischer Major und Adjutant des Generals Prinz Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel, an allen drei Schlesischen Kriegen beteiligt. 1761 nahm er nach einem Unfall seinen Abschied vom Militär und wurde 1764 von Friedrich II. zum Kammerherrn ernannt. Ab 1765 war er Kammerherr bei Elisabeth Christine von Braunschweig, der Ehefrau des Thronfolgers Friedrich Wilhelm. Im Jahre 1769 schied von Humboldt aus dem Staatsdienst aus und widmete sich mit Hingabe der Landwirtschaft auf dem Gut Tegel. Er starb am 6. Januar 1779 und wurde zunächst auf dem Gut Ringenwalde beigesetzt.[7] Ihr überliefertes Wesen Wird die Mutter der Humboldt-Brüder als zurückhaltende, spröde und sehr ernste Person geschildert, so sind sich die Humboldt-Biographen einig über das muntere, heitere und lebensbejahende Naturell des Vaters. So äußerte sich Frau von Briest, Mutter der Schriftstellerin Caroline de la Motte Fouqué, über Marie-Elisabeth von Humboldt in einem Brief an ihre Schwester im Jahr 1785: „Alles ist bei den Humboldts wie es war. In dem Hause ändert sich nichts, weder die Menschen, noch die Art und Weise. Ihn (gemeint ist Alexander Georg von Humboldt) werde ich zwar immer sehr da vermissen. Seine leichte, muntere Unterhaltung machte einen charmanten Contrast zu der leisen Ruhe und Gemessenheit seiner Frau. Diese, ich versichere Dich, sieht heute so aus, wie sie gestern aussah und morgen aussehen wird. Der Kopfputz wie vor zehn Jahren und länger, immer glatt, fest, bescheiden! Dabei das blasse, feine Gesicht, auf dem nie eine Spur irgendeines Affects sichtbar wird, die sanfte Stimme, die kalte, gerade Begrüssung und die unerschütterliche Treue in allen ihren Verbindungen! Immer duldet sie den Schwager (gemeint ist wahrscheinlich Victor Ludwig Baron von Holwede (gest. 1793), der mit der Schwester Marie-Elisabeths, Wilhelmine Anne Susanne (1743–1784) verheiratet war), seine Tochter, die alte Tante um sich; immer liegt der alte, schnarchende Hund Belcastel auf dem Sofa; ihr Gleichmuth leidet weder durch Widerspruch, noch sonst durch häusliche Störungen. Man kann darauf schwören, wie man sie heute verlässt, so findet man nach Jahr und Tag die Familie im Innern und Aeussern wieder.“[10] Marie-Elisabeth hat durch ihre Klugheit und durch ihren Charakter in der Gesellschaft Eindruck gemacht, so dass Caroline von Dacheroeden aus Erfurt ihrem Verlobten Wilhelm von Humboldt in Berlin schrieb: „Deine Mutter steht hier in großem Ruf und Ansehen. Die Generalin Knorr hat in Frankfurt die Generalin von Lengefeld über meine Heirat gesprochen. Sie hat Mama gewaltig herausgestrichen, ihren Verstand, ihren Charakter, mit einem Wort alles. Der General sprach mir davon und sagte: ‚Von Ihrer künftigen Frau Schwiegermutter hör ich unendlich viel Gutes. Es soll eine würdige, vortreffliche, große Frau sein.‘“[11] Ausbildung der Humboldt-Brüder Eines der größten Verdienste von Marie-Elisabeth von Humboldt war die konsequente Planung und Durchführung der Ausbildung ihrer Söhne zu „geistiger und sittlicher Vollkommenheit“;[12] „statt mütterlicher Wärme, ließ sie ihnen die beste Erziehung angedeihen.“[13] Alexander schrieb darüber: „Meine wissenschaftliche Erziehung war sehr sorgfältig. Mein Vater und vor allem meine Mutter (denn der erstere starb, als ich neun Jahre alt war) brachten jedes Opfer, um uns von den berühmtesten Männern […] zu Hause, ohne Schulbesuch, im Sommer auf dem Lande, im Winter in der Stadt, immer in großer Zurückgezogenheit, unterrichten zu lassen.“ Der Verwalter Gottlob Johann Christian Kunth (1757–1829), „der viele Jahre für den Unterricht verantwortlich war, behandelte [die Brüder] mit einer eigentümlichen Mischung aus Missfallen und Enttäuschung, während er gleichzeitig ein Gefühl der Abhängigkeit in ihnen nährte.“[14] „Für Alexander war es besonders schwer, weil er, obwohl zwei Jahre jünger, dasselbe lernen musste wie sein frühreifer Bruder.“[15] Die (noch unvollständige) Liste der Lehrer, die zum Unterricht der Söhne engagiert wurden, ist beeindruckend: | COLOMB, Maria Elisabeth (I48782)
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| 2669 | Herkunft Er war Sohn des Hauptmanns Hans Paul von Humboldt (1684–1740), der 1738 in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben wurde, und dessen Ehefrau Sophie Dorothea, geborene von Schweder (1688–1749). Leben Humboldt wurde Soldat im Dragonerregiment „von Finckenstein“ der preußischen Armee. Mit diesem Regiment nahm er – zunächst als Premierleutnant – 1756/63 am Siebenjährigen Krieg teil. Er erlangte das Vertrauen des Oberbefehlshabers Herzog Ferdinand von Braunschweig, dem er in der Schlacht bei Krefeld am 28. Juni 1758 das Leben rettete; hierdurch stieg er rasch zum Oberstwachtmeister und Regimentsadjutanten auf. 1761 nahm er aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied. Als Regimentsadjutant für die Verpflegung und Ausrüstung des Regiments hatte Humboldt auch wirtschaftlich durch den Krieg stark profitiert; das half ihm bei seinem Aufstieg innerhalb der Berliner Hofgesellschaft. Friedrich der Große ernannte ihn 1764 für seine Verdienste im Siebenjährigen Krieg zum Kammerherrn. Ab 1765 war er diensttuender Kammerherr bei Elisabeth Christine von Braunschweig, der Ehefrau des Thronfolgers Friedrich Wilhelm. Auch nach der Scheidung dieser Ehe blieb er Friedrich Wilhelm eng verbunden. Familiengrabstätte in Berlin-Falkenberg Sargtafeln von Alexander Georg von Humboldt (links) und Friedrich Ernst von Holwede, dem ersten Ehemann von Marie-Elisabeth von Humboldt (rechts), dazwischen ein Foto der verschollenen Grabplatte Marie-Elisabeths in der evangelischen Kirche Berlin-Wartenberg[1] Sein Vermögen investierte Humboldt unter anderem in Aktien der General-Tabaks-Pachtungs-Gesellschaft von 1765 und in die gleichfalls 1765 gegründete Giro-und-Lehn-Bank, eine Vorläuferin der späteren Reichsbank.[2] Die Ausbeutung der Tabakbauern durch das Generaltabaksblätter-Magazin wurde zwar kritisiert; hinsichtlich des Wirtschaftsgebarens Alexander Georgs von Humboldt später auf Gut Tegel hieß es aber: „Es rührte mich nicht wenig, als ich während des kurzen Aufenthalts im neuen Kruge, die gegenwärtigen einheimischen Leute des Orts, so zärtlich von ihm reden hörte. Ein gemeiner Mann rühmte seine Fürsorge für die Tagelöhner des Orts, denen er zu aller Zeit Arbeit und Brodt verschafft habe.“[3] Humboldt war auch an der Gründung der preußischen Zahlenlotterie beteiligt. Dadurch entstand der Kontakt mit Karl Friedrich von Dacheröden d. J. (1732–1809), dem späteren Schwiegervater seines Sohnes Wilhelm. 1766 heiratete Humboldt auf deren Gut Lanke bei Berlin die verwitwete Freifrau Marie-Elisabeth von Holwede, geborene Colomb. Aus dieser Ehe gingen seine beiden Söhne Wilhelm und Alexander von Humboldt hervor. Durch seine Eheschließung kam 1766 das Jagdschloss in Tegel in seinen Besitz, in dem die Familie im Sommer lebte, und wo er sich mit Hingabe der Landwirtschaft widmete. Eine Auflage der Domänenkammer, auf dem Gut Maulbeerbäume für die Seidenzucht zu züchten, konnte aber wegen ungeeigneter Bodenbeschaffenheit nicht erfüllt werden und musste 1770 eingestellt werden. Die von Humboldt als Erstem in Tegel eingeführte Stallfütterung ermöglichte eine gesteigerte Milchleistung, was zu einer Erhöhung des Ertrags pro Kuh auf 50 bis 60 Taler führte. Dazu erkannte er den Nutzen des Anbaus von Klee als Futterpflanze, noch bevor dieser von Johann Christian Schubart (1734–1787) propagiert wurde. Der Betrieb wurde damit zum ersten Frischmilchlieferanten der königlichen und prinzlichen Höfe. Das ebenfalls zum Besitz gehörende Gut Ringenwalde entstammte der Erbmasse der Brüder Friedrich Ernst (* 12. März 1723; † 26. Januar 1765) und Victor Ludwig (* 8. März 1737; † 2. Februar 1793) von Holwede, die die Schwestern Marie-Elisabeth und Wilhelmine Anne Susanne Colomb (1743–1784) geheiratet hatten. Nach seinem frühen Tod Anfang 1779 mit 58 Jahren übernahm Gottlob Johann Christian Kunth, ein Vertrauter der Familie und Hauslehrer der elf und neun Jahre alten Söhne Wilhelm und Alexander die Vermögensverwaltung.[4] | VON HUMBOLDT, Alexander Georg (I48784)
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| 2670 | Herkunft Heinrich Ernst entstammte dem alten meißnischen Adelsgeschlecht von Leipzig und war der Sohn von Hans Dietrich von Leipziger (* 1693; † 18. September 1741), Herr auf Wildenau und dessen Ehefrau Gertrude Elisabeth, geborene von Schlieben. Militärkarriere Leipziger war ab 1733 Kadett im kursächsischen Kadettenkorps in Dresden. 1740 dimittierte er und trat im Jahr darauf am 16. Februar 1741 als Sekondeleutnant im Infanterieregiment „Camas“ Nr. 37 in preußische Dienste. Mit dem Regiment nahm Leipziger am Feldzug 1744/45 teil, machte die Belagerung von Prag mit und kämpfte bei Hohenfriedberg und Soor. Am 27. Juli 1747 wurde er Premierleutnant sowie am 12. September 1755 Kapitän und Kompaniechef. Während des Siebenjährigen Krieges stand er wieder vor Prag und focht bei Kolin, Zorndorf und Torgau. Als Major wurde Leipziger am 5. Juni 1771 Kommandeur des Infanterieregiments „von Keller“ Nr. 37. In dieser Stellung folgten am 4. Juli 1772 die Beförderungen zum Oberstleutnant sowie am 20. Mai 1776 zum Oberst. Während des Bayerischen Erbfolgekriegs kämpfte er bei Schatzlar und erhielt dafür den Orden Pour le Mérite. Außerdem wurde Leipziger am 19. August 1779 Domherr von Minden. 1784 bekam er das Infanterieregiment „Anhalt-Bernburg“ Nr. 3 und am 20. Mai 1784 wurde er zum Generalmajor ernannt. 1786 war Leipziger wenige Monate außer Dienst, wurde dann aber durch König Friedrich Wilhelm II. wieder angestellt. Am 23. Mai 1788 dimittierte er schließlich mit einer jährlichen Pension von 1200 Talern. Er zog sich darauf nach Glogau zurück, wo er starb. Familie Leipziger war seit 26. November 1751 mit Johanna Klara Hartmann († 15. Juli 1788 in Glogau) verheiratet. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor: Ernst († 27. September 1833), preußischer Offizier Christiane August Elisabeth (* 18. März 1752 in Glogau) August Wilhelm (* 30. Oktober 1764 in Glogau; † 29. April 1829), Hauptmann a. D., zuletzt im Regiment von Wolfframsdorff, seit 1794 Generaladjutant des Generalfeldmarschalls von Möllendorf, 1797–1801 Staatsgefangener in der Festung Graudenz, war zuletzt Regierungsdirektor zu Bromberg und Schriftsteller. Er schrieb u. a. „vom Geist der National-Oekonomie und Staatswirthschaft, für National-Repräsentanten, Geschäftsmänner, und die, die es werden wollen“ (1813), „Ideal einer stehenden Armee im Geiste der Zeit“ (1808), „Dumourier im Jahre 1792: Ueberblick der politischen und militairischen Ereignisse dieser Zeit“ (1796) und einige Theaterstücke. Er war mit Marie Auguste von Wolfframsdorff verheiratet, der Tochter des Generalmajors Adam Heinrich von Wolfframsdorff, Kommandeur des Füselierregimentes Nr. 37. Nach ihrem Tod heiratete er Wilhelmine Friederike Sophie von Steinwehr. | VON LEIPZIGER, Heinrich Ernst (I45883)
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| 2671 | Herkunft Seine Eltern waren der Seidenhändler Friedrich von der Leyen (1732–1787) und dessen Ehefrau Maria ten Kate (1741–1772) aus Haarlen. Leben 1800 wird Friedrich Heinrich von der Leyen Bürgermeister von Krefeld. 1802 kauft er das kriegsgeschädigte Gut und Schloss Bloemersheim bei Neukirchen-Vluyn auf. Eigentümer ist heute Friedrich Freiherr von der Leyen, welcher mit seiner Familie das Schloss bewohnt und von dort aus den Grundbesitz bewirtschaftet. 1804 kauft Friedrich Heinrich von der Leyen das säkularisierte und zerstörte Klostergut Haus Meer in Meerbusch. Im selben Jahr besucht Napoléon Bonaparte Krefeld und wohnt beim „Seidenbaron“ von der Leyen. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Krefeld wird Friedrich Heinrich von der Leyen zum ersten Vorsitzenden der Chambre consultative de manufactures, fabriques, arts et métiers, einem Vorläufer der heutigen Industrie- und Handelskammer (IHK), gewählt. Die Kammer hatte sich 1804 gegründet; von der Leyen war eines ihrer Gründungsmitglieder. 1805 wurde er Deputierter der gesetzgebenden Versammlung in Paris. Von der Leyen war mit seinem gleichnamigen Vetter in 3. Generation auch Geschäftsführer und Eigentümer der Seidenwebereien Friedrich & Heinrich von der Leyen seines Vaters und einer der reichsten Fabrikanten des Departements. 1813 wurde er mit dem Titel eines baron de l’Empire in der Noblesse impériale geadelt und 1816 in den preußischen Freiherrenstand erhoben. Dazu war er Träger hoher französischer und preußischer Auszeichnungen. Unter anderem wurde er mit dem Pour le Mérite geehrt. 1823 gründete er mit Peter von Loewenich die Seidenweberfirma „F. H. von der Leyen & P. von Loewenich“, nachdem der Gesellschaftervertrag der Seidenwebereien durch Ausscheiden seines Vetters aufgehoben worden war. Da von der Leyen bereits 1825 starb, konnte er den Werdegang dieser neuen Firma nur noch wenig beeinflussen. Familie Von der Leyen war verheiratet mit seiner Cousine Henriette von der Leyen (* 4. August 1774 in Krefeld; † 3. Januar 1850 ebenda). 1800 wurde Friedrich Heinrich von Friedrich (Name des Vaters) von der Leyen zum Bürgermeister von Krefeld. 1801 wurde Krefeld von Frankreich erobert und zum Hauptort des gleichnamigen Arrondissements im Département de la Roer gemacht. 1802 wurde die Gewerbefreiheit nach französischem Recht in Krefeld eingeführt. 1803 kaufte Friedrich Heinrich das Schloss Bloemersheim bei Neukirchen-Vluyn mit seinem kriegsgeschädigten Gutsbetrieb auf und nur ein Jahr später zudem das säkularisierte und zerstörte Klostergut Haus Meer in Meerbusch; beide sind bis heute im Besitz der Familie. Zeitgleich besuchte Napoléon Bonaparte Krefeld und wohnte beim Seidenbaron. Unter seinem Vorsitz als Bürgermeister wurde die Chambre consultative de manufactures, fabriques, arts et métiers, die heutige Industrie- und Handelskammer in Krefeld gegründet. 1805 wurde er Deputierter der gesetzgebenden Versammlung in Paris, 1813 zum baron de l’Empire in der Noblesse impériale erhoben und 1816 auch in den preußischen Freiherrenstand mit dem Namen von der Leyen zu Bloemersheim. Nach dem Ende der Franzosenzeit und der Kontinentalsperre 1815 konnten die Firmen aber nicht mehr zu ihrer alten Blüte heranwachsen. 1825 starb Friedrich Heinrich. | VON DER LEYEN, Friedrich Heinrich (I47935)
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| 2672 | Herkunft Zu Glismuts Herkunft liegen keine Quellen vor, in der Forschung ist die Frage umstritten. Die Behauptung, Glismut sei eine uneheliche Tochter des Kaisers Arnulf gewesen (und König Konrad I. stamme folglich von den letzten Karolingern ab), wurde bereits 1779 von Johann Martin Kremer „hinlänglich widerlegt“[1], wird aber immer noch kolportiert[2]. Einem Eintrag in einem Nekrolog der Abtei Remiremont zufolge ist der Name von Glismuts Mutter „Amulred“. Diese könnte somit eine Tochter (dux) Ekberts von Sachsen sein. Die Nachkommenschaft Glismuts mutterseits, aus dem Geschlecht der Cobbonnen, konnte von Jackman (2006) nachgewiesen werden. Stein hatte 1872 gezeigt, dass Oda, die Ehefrau des Kaisers Arnulf, keine Schwester Konrads des Älteren war, und angenommen, dass ihr Vater Berengar oder Berthold war, zwei Brüder und Onkel Konrads aus der Familie der Konradiner. Diese Auffassung wird auch heute noch weitgehend akzeptiert. Hintergrund der Vermutungen in Richtung der Konradiner sind die Bezeichnungen propinquus Ludovici und nepos amabilis, die den Söhnen Konrads des Älteren in Bezug auf König Ludwig das Kind gegeben werden. Jackman sieht diese Bezeichnungen, insbesondere mit dem Zusatz amabilis, als Hinweis auf eine wesentlich engere Verwandtschaft, als von Stein und Hlawitschka aufgezeigt, allerdings nicht auf der väterlichen, sondern auf der mütterlichen Seite: Er kommt zu dem Schluss, dass Königin Oda als Mutter König Ludwigs und Glismut als Mutter König Konrads Schwestern gewesen seien. Daraus schließt er insbesondere, dass weder Berengar noch Berthold Odas Vater waren sowie dass Oda nicht zur Familie der Konradiner gehören kann. Eine Folge seiner Annahme ist, dass König Konrad I. als Vetter ersten Grades der nächste Blutsverwandte Ludwig war, was – nach Jackman – bei der Königswahl im Jahr 911 eine entscheidende Rolle spielte. | Glismut (I47242)
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| 2673 | Herkunft und Familie Hans Reinicke war der Sohn des vornehmen Hüttenmeisters und Bergvogts Peter Reinicke und Enkel von Claus Reinicke aus Thal-Mansfeld. Die Schächte der Familie lagen bei Möllendorf und in der Nachbarschaft derer von Hans Luder, dem Vater von Martin Luther. Eine Walpurgis Reinicke (* 23. April 1512 in Mansfeld; † 11./12. Januar 1548), möglicherweise eine Tochter von Hans Reinicke, heiratete 1531 den Wittenberger Bürgermeister Ambrosius Reuter. Eine andere Tochter (Ursula?) heiratete 1528 Philipp Glüenspieß, einen sehr angesehenen Mansfelder Bürger, der freundschaftliche Beziehungen zu den Reformatoren (ganz besonders zu Philipp Melanchthon) unterhielt und selbst eine Zeit lang den Rhetorik-Lehrstuhl an der Wittenberger Universität innegehabt hatte.[1] Die Tochter Anna Reinicke wurde mit dem Bürgermeister der Freien Reichsstadt Nordhausen Michael Meyenburg verheiratet. Der Sohn Martin Reinicke (ca. 1505–1551) ebenfalls Hüttenbesitzer und Bergvogt, heiratete Margarethe Lutterodt (1512–1569) aus Wernigerode. Eine Schwester des Hans Reinicke heiratete den Reformationsförderer Nicolaus Oemler, deren Sohn Georg (gen. Aemilius) wurde von Philipp Schwarzerdt gen. Melanchthon protegiert. Ein enger Freund Luthers Reinicke war ein guter Freund von Martin Luther, 1497 besucht er mit ihm zusammen die höhere Schule, der Magdeburger Domschule in der Stadt Magdeburg, die von den Brüdern vom gemeinsamen Leben geführt wurde. Etwa Ende 1511 heiratete der zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich 28-jährige Reinicke die erst 15-jährige Ursula Zöberitz aus Halle (ca. 1496–1536). Ein der Eheschließung vorangegangener Versuch, diese zu verhindern, scheiterte. Hans Reinicke wandte sich dem Bergwerkswesen zu und trat nach dem Studium die Nachfolge in der Leitung der väterlichen Hütte an. Die Hüttenfamilien waren im Mansfeldischen die ersten, die sich zu Luther bekannten. In einem Brief vom 25. März 1520 trug Luther dem Mansfelder Prediger Martin Seligmann Grüße an Johann und Wilhelm Reinick auf. Wilhelm Reinicke, vielleicht ein Bruder von Hans, wurde bereits in den Bergwerksakten von 1511 erwähnt. Auch begleitete Hans Reinicke seinen Freund Luther angeblich auf dem Weg zum Reichstag zu Worms 1521. Als reicher Hüttenmeister erhielt Hans Reinicke als Gläubiger des Grafen Hoyer VI. von Mansfeld († 1540) „fast alle zwischen dem Vorwerk Möllendorf und der Stadt Tal-Mansfeld gelegenen Grundstücke, dazu das Lehen Gut Meisberg bei Hettstedt (1522)“. Der Graf stellte „erst aus einer Reihe Ländereien ein kleines Erbgut zusammen […] und [überließ] es seinem Gläubiger […] zur Begleichung der Schulden.“[2] Reinickes Stellung im Bauernkrieg ist nie betrachtet worden. Über seine Haltung kann jedoch kein Zweifel bestehen. Als Thomas Müntzer 1525 das aufrührerische Manifest an die Mansfeldischen Berggesellen (also Reinickes Untergebene) schreibt, geht es um Sein oder Nichtsein. Luther schlägt sich bekanntlich ganz auf die Seite der Besitzenden. 1529 beherrscht Reinicke den ganzen Saigerhandel bei der Silberhütte in Thal-Mansfeld. Am 1. Juni 1530 besucht Reinicke Luther auf der Veste Coburg, von wo aus dieser den Reichstag zu Augsburg beobachtet.[3] Hans Reinicke berichtet dem Freund kurz darauf in einem (nicht mehr erhaltenen) Brief vom Tod seines Vaters Hans Luther am 31. Mai 1530. Kündigung der Pachtverträge In der Feuer- und Erbteilung von 1536 wurde das gesamte Bergwerkseigentum (45 Erbfeuer und 50 Herrenfeuer des Mansfelder und des Eislebener Berges) unter die fünf gräflichen Linien aufgeteilt. Die Grafen erneuerten die 1535 abgelaufenen Pachtverträge über die Herrenfeuer nicht mehr, nahmen die Feuer in eigene Regie. An die Stelle der Hüttenmeister traten mindestens seit 1536, oder schon früher, vom Grafen eingesetzte Faktoren (beamtete Betriebsleiter). Bis 1560 hatten die Grafen alle Herren- und Erbfeuer mit Zwang und Entrechtung erworben. Der Wortführer gegen diese Kündigung der Herrenfeuer war Hans Reinicke.[4] Genau in diese Zeit fiel der Tod seiner Ehefrau Ursula. Alter und Tod Nach dem Tod seiner Frau lebte Hans in Nordhausen, im Hause seines Schwiegersohnes Michael Meyenburg, wo er auch den Arzt und Philologen Janus Cornarius kennenlernte, der ihm im März 1536 in Basel sein medizinisches Werk Marcelli Viri Illustris, De medicamentis empiricis, physicis ac rationabilibus liber widmete[5]. Hans Reinicke starb am 15. Juli 1538 im Hause seines Schwiegersohnes und wurde in einer Gruft der Nordhäuser Stadtpfarrkirche St. Blasii bestattet. An der Südfassade der Kirche erinnert eine Bronzetafel an Reinicke. Neben Töchtern hinterließ er die drei Söhne Hieronymus, Christoph und Albertus. | REINEKE, Hans (I48632)
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| 2674 | Herkunft und Jugend Eadgifu wurde als Tochter des englischen Königs Eduard I. (899–924) aus dem Haus Wessex und dessen zweiter Gemahlin Ælfflæd in Wessex geboren. Sie wird in angelsächsischen Quellen kaum erwähnt. In fränkischen Texten ist ihr Leben hingegen recht gut dokumentiert.[2] Erste Ehe Zwischen 917 und 919 wurde sie mit dem verwitweten westfränkischen König Karl III. (893/898–922) verheiratet.[3] Als Wittum erhielt sie von Karl das königliche Gut Tusey an der Maas in Lotharingia. Karl hatte aus seiner ersten Ehe sechs Töchter. Zwischen April und September 921 brachte Eadgifu mit Ludwig, dem späteren König Ludwig IV. Transmarinus (d'Outremer, „der Überseeische“; 936–954), den ersehnten männlichen Erben zur Welt. Ab 920 hatte Karl mit einem starken Widerstand des Adels zu kämpfen. Dies gipfelte darin, dass Robert I. (922–936) zum König proklamiert wurde und Karl 923 in die Gefangenschaft von Graf Heribert II. von Vermandois geriet, in dessen Kerker er am 7. Oktober 929 verstarb.[2] | VON WESSEX, Eadgifu (I1961)
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| 2675 | Herleva war die Tochter eines normannischen Lohgerbers namens Fulbert de Crey[1] und dessen Frau Doda aus Falaise. Aus einer Friedelehe mit dem normannischen Herzog Robert I. gingen zwei Kinder hervor, Wilhelm und Adelheid. Herleva und ihre Familie gelangten durch die Verbindung mit Robert zu Ansehen und Reichtum. Kurz nach der Geburt des zweiten Kindes wurde sie 1031 mit Roberts Freund und Lehensmann, Graf Herluin von Conteville, verheiratet. Ihm gebar sie vier Töchter und zwei Söhne. Nach Roberts Tod 1035 in Nicäa während einer Pilgerreise übernahm deren gemeinsamer, unehelicher Sohn als Wilhelm II. die Thronfolge und damit die Regentschaft über die Normandie. Wilhelm beendete 1066 die angelsächsische Herrschaft in England und wurde erster normannischer König von England. | ..., Herleva (I39213)
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| 2676 | Hermann führte wie schon sein Vater den Titel eines Herzogs im Elsass. Er zählte nicht zum engeren Umfeld des Kaisers Otto III., doch begleitete er Otto auf dessen zweitem Italienzug 997. Nach dem Tod Ottos III. im Jahre 1002 war Hermann – neben dem Bayernherzog Heinrich, dem Sohn Heinrich des Zänkers, und Ekkehard von Meißen – einer der Bewerber um die Königsnachfolge. Die Mehrzahl der Großen, darunter auch der einflussreiche Erzbischof Heribert von Köln, hatte beim Begräbnis Ottos III. in Aachen Hermann II. von Schwaben bevorzugt. Ihn, so erzählt Thietmar von Merseburg, hätten sie geschätzt, da er die Eigenschaften der Milde besessen habe. Als weitere lobenswerte Eigenschaften des Thronkandidaten Hermann nennt Thietmar von Merseburg seine DEMUT und seine GOTTESFURCHT. Bei seinem Streben nach der Königswürde versuchte Hermann dem Mitbewerber HEINRICH den Rheinübergang nach Mainz zu versperren, was jedoch misslang. Heinrich konnte sich letztlich als Nachfolger Ottos III. durchsetzen. Den Erfolg seines Konkurrenten akzeptierte Hermann zunächst nicht, so dass es zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam, u. a. auch in Straßburg, wo die Bischofskirche von Hermanns Leuten geplündert wurde. Am 1. Oktober 1002 unterwarf er sich jedoch. Nach Thietmar von Merseburg musste Hermann bei der in Bruchsal vollzogenen deditio (Unterwerfung) gegenüber dem neuen König Heinrich II. Verzicht auf das Straßburger Kloster leisten und Wiedergutmachung des der Bischofskirche zugefügten Schadens versprechen. Die deditio war häufig mit der Einbuße von Gütern und Herrschaftspositionen verbunden, stellte aber trotzdem die schonendste Form der Sanktion für den Unterlegenen dar. Schon am Weihnachtsfest 1002 suchte Hermann den Hof des Königs in Frankfurt auf und wurde von diesem huldvoll aufgenommen. Den Schlusspunkt des Konflikts um die Herrschaftsnachfolge bildete die DIEDENHOFENER URKUNDE. Nach ihr musste das bislang dem Schwabenherzog Hermann II. gehörende Nonnenkloster in Straßburg an Bischof Werner übertragen werden, dem damit der Schaden vergolten werden sollte, den Hermanns Leute seiner Straßburger Bischofskirche zugefügt hatten. Die Plünderung der Bischofskirche war ein Sakrileg und hatte im Reich für große Empörung gesorgt. Mit der Abtretung des Klosters verlor Hermann den wichtigsten Stützpunkt in seinem Vorort Straßburg. Hermann starb bald darauf, und die Vorgänge wurden weithin als Gottesgericht betrachtet. Die ANNALES SANGALLENSES MAJORES suggerieren einen direkten Zusammenhang zwischen dem Sakrileg der Kirchenschändung und dem baldigen Tod des Herzogs. Die Quedlinburger Annalen, die ebenfalls Brandschatzung und Verwüstung von Kirchen als Hermanns wesentliche Aktionen nennen, konstatieren, dass Gott selbst die Rebellen schnellstmöglich gedemütigt habe. Nach Hermanns Tod übernahm Heinrich II. die Vormundschaft für seinen Sohn und Nachfolger Hermann III. | VON SCHWABEN, Hermann II. oder Udo? (I1955)
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| 2677 | Hermann Hans von Vaerst aus dem Adelsgeschlecht Vaerst wurde in der Herrnhuter-Anstalt Gnadenfeld ausgebildet, wurde mit 14 Jahren Soldat und nahm als Freiwilliger in einem preußischen Ulanen-Regiment an den Befreiungskriegen von 1813 bis 1815 teil. Er erhielt das Eiserne Kreuz und wurde 1840 als Major verabschiedet. Danach war er Rittergutsbesitzer in Herrendorf bei Soldin in Westpommern, wo er seinen an vieljähriger Krankheit leidenden Bruder, den Schriftsteller Eugen von Vaerst aufnahm. Nach dem Verkauf des Guts lebte er als Rentner in Berlin. 1848 war er Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung. Ab 1862 war er für die Deutsche Fortschrittspartei Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und von 1862 bis 1866 Referent des Militär-Etats. 1866 gehörte er zu den Mitgründern der Nationalliberalen Partei.[2] Als Nationalliberaler war er 1867 Mitglied des Konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Frankfurt 2 (Landsberg/Warthe, Soldin).[3] Familie Anfang November 1840 ehelichte von Vaerst die zweifach verwitwete Auguste von Lützow,[4] geb. von Uebel (* 30. Juni 1801; † 4. April 1888),[5] die in erster Ehe am 5. Juni 1811 Wilhelm von Lützow (1795–1827), in zweiter am 10. April 1829 dessen Bruder Adolf von Lützow (1782–1834) geheiratet hatte.[6] Ehrungen Hermann Hans von Vaerst war Senior des Eisernen Kreuzes. https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Hans_von_Vaerst https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) https://de.wikipedia.org/wiki/Chłpowo_(Myślibórz) https://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_Vaerst | VON VAERST, Hermann Hans (I45784)
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| 2678 | Hermann heiratete am 17. April 1845 in Krefeld seine erste Frau Maria Friederike von der Leyen (* 31. Dezember 1826; † 19. Juli 1855). Seine zweite Frau, Emilie Auguste de Greiff (26. November 1823; † 22. März 1893), heiratete er in Krefeld am 4. März 1858. Kinder aus erster Ehe: Sophie (* 1846) Karl (1847–1848) Alexander (* 1848) Max (1850–1851) Gustav (1852–1913), Dipl. phil., Fabrikant Kinder aus zweiter Ehe: Julie (* 1859) Klara (* 1860) Hermann (* 1867) Leben Hermann vom Rath war Besitzer des Ritterguts Lauersfort bei Moers. 1867 war er Mitglied des Konstituierenden Reichstags des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Düsseldorf 7 (Moers, Rees) und das Altliberale Zentrum. 1872 berief König Wilhelm I. ihn aus Allerhöchstem Vertrauen in das preußische Herrenhaus. Er war Mitglied der Krefelder Freimaurerloge Eos. | VON RATH, Hermann Caspar (I47278)
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| 2679 | Hermann heiratete Burchards Witwe Regelinda und trat damit der wegen der Vorgehensweise des Königs aufkommenden Front der schwäbischen Adligen entgegen. | VON SCHWABEN, Herzog Herzog Hermann I. (I11063)
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| 2680 | Hermann I. war wahrscheinlich Sohn von Werner I. von Winterthur, Graf von Winterthur. Die Familie Hermanns schenkte dem Kloster einige Güter. Durch Hermanns Mutter Irmingard war Abt Hermann I. mit Papst Leo IX. verwandt, welcher Hermann das Recht auf Pontifikalien verlieh. Über die Aktivitäten des Abtes ist wenig bekannt. Seine Epitaphien bezeichnen ihn als erhabenen Mann mit reiner Sitte. | VON WINTERTHUR, Hermann (I36574)
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| 2681 | Hermann II. ist Sohn von Hermann I. von Verona und dessen Gemahlin Judith. Sein Vater hatte innerhalb der zähringischen Familie und des von dessen Großvater Berthold I. geführten (Titular-)Herzogtums Kärnten den Titel eines Markgrafen von Verona inne. Aus dieser Tradition heraus führte Hermann zunächst neben dem Titel eines Grafen im Breisgau (1087) den Titel eines Markgrafen von Limburg (um 1100) und benannte sich erstmals 1112 nach dem neuen Zentrum Baden. Die Ausbildung dieses neuen Zentrums geht auf den Ausgleich zwischen Staufern und Zähringern um das Herzogtum Schwaben zurück, in dessen Zug Hermann II. 1098 vom Kaiser Baden-Baden und die Vogtei über das Kloster Selz erhielt. Unmittelbar darauf dürfte er mit dem Bau der Burg Hohenbaden auf den Grundmauern eines alten keltischen Ringwalls begonnen haben. Für die Übertragung des Titels auf Baden dürfte eine wichtige Rolle gespielt haben, dass er damit den herzoglichen Rang seines Onkels Berthold II. und seines Vetters Konrad erhöhte. Daraufhin führte Hermann den Titel Dominus in Baden, comes Brisgaviae, marchio de Verona (Herr in Baden, Graf des Breisgau, Markgraf von Verona). | VON BADEN, Markgraf Markgraf Hermann II. (I1632)
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| 2682 | Hermann II. starb um 1074, seine Witwe Berta heiratete seinen Bruder Friedrich | VON KASTL, Hermann II. der Jüngere (I18305)
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| 2683 | Hermann II. war mit Berta (Alberada), der Tochter Otto von Schweinfurt, verheiratet. Hermann II. starb um 1074, seine Witwe Berta heiratete seinen Bruder Friedrich. Berta und Friedrich hatten drei Söhne | VON SCHWABEN, Berta (Alberada) (I18304)
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| 2684 | Hermann III. war den Staufern treu ergeben und kam so in Konflikt mit seiner Verwandtschaft, den Zähringer-Schwaben. 1140 war er an der Belagerung der Burg Weibertreu beteiligt und erhielt die Reichsvogtei Selz im Elsass. 1151 wurde die Markgrafschaft Verona, die seit 976, der Schaffung des Herzogtums Kärnten, unter der Verwaltung der Kärntner Herzöge war, von König Konrad III. an den Markgrafen Hermann III. verliehen. Aus dem Jahre 1153 existiert eine Schenkungsurkunde, in der der Staufer König Friedrich I. den Hof Besigheim dem Markgrafen Hermann III. von Baden verkauft, dies ist die erste urkundliche Erwähnung von Besigheim. Im Jahre 1154 kämpfte er in der Lombardei und begleitete den Kaiser im Krieg gegen Mailand. Hermann III. war Teilnehmer des Zweiten Kreuzzuges und war an den ersten Italienfeldzügen Friedrich I. Barbarossas beteiligt.[1] | VON BADEN, ´der Große` ´der Große` Hermann III. (I1630)
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| 2685 | Hermann ist der erste Vertreter des Hauses Werl, zu dem einige gesicherte Daten vorliegen. Unklar ist weiterhin, ob ein bei Meschede lokalisierter Hermann in der Zeit um 913 sein Großvater und ein 947 sowie 955 genannter Heinrich sein Vater war. Möglicherweise war ein Bernhard mit Grafenrechten am Hellweg und in Nordwestfalen sein Bruder. Aber auch für Hermann I. ist die Überlieferung spärlich. Schon zu seiner Zeit dürften die Grafen von Werl Vögte des Klosters Werden gewesen sein. Wie seine Vorgänger war er Vogt des Stifts Meschede. Auch hatte Hermann seinen Sitz bereits bei Werl. Es existiert nur eine Urkunde in der er direkte Erwähnung findet. Dabei handelt es sich um eine Urkunde von Otto II. vom 25. März 978. In den Regesta imperii heißt es: Otto schenkt über Bitten seiner Gemahlin Theophanu der Abtissin Thiezswid von Meschede den Hof Völlinghausen im Gau Engern in der Grafschaft Hermanns samt Zubehör (nos ob dilectissimae contectalis nostrae Theuphanu rogatum atque per eius precativam exhortationem venerandae probitatis abbatissae Thiezsuuid nominatę quandam curtem Folkgeldinghuson nuncupatum in pago Angeron in comitatu Heremanni comitis sitam donasse in proprium …)[1] Er war Parteigänger des Kaisers. Die Schenkung des Hofes in Völlinghausen an das Hauskloster der Werler dürfte eine Belohnung für Hermanns Unterstützung beim Sieg über den Bayernherzog Heinrich der Zänker gewesen sein. Er war wahrscheinlich auf dem Hoftag in Dortmund 978 anwesend, wo es zwischen Kaiser Otto II. und seiner Mutter Adelheid zum Konflikt gekommen war, in deren Verlauf Adelheid den kaiserlichen Hof verließ und an den Hof ihres Bruders Konrad III. von Burgund ging. Etwa in dieser Zeit ist auch Hermann in Kontakt zum burgundischen Hof getreten. Möglicherweise hat er im kaiserlichen Auftrag die Kaisermutter dorthin begleitet. Diese Beziehung führten um 978/79 zur Heirat mit einer Tochter des burgundischen Königs mit Namen Gerberga. Die Heirat ist allerdings nur durch etwas spätere indirekte Quellen insbesondere die Quedlinburger Annalen gesichert. Der etwas später schreibenden Annalista Saxo hat den Text etwas später leicht verfälschend und damit sinnentstellend wiedergegeben. An der Ehe zwischen Hermann und Gerberga hat die heutige Forschung keinen Zweifel. Durch die Ehe wurde Hermann Schwager von Heinrich dem Zänker und trat in familiäre Beziehungen mit dem ottonischen Haus. Aus der Ehe hervorgingen Hermann II., Bernhard von Werl und Rudolf von Werl. Eine Tochter Hitda oder Ida wurde später Äbtissin des Stift Meschede. Möglicherweise war diese es, die dem Stift bei ihrem Amtsantritt kostbare Geschenke, darunter den Hitda-Codex, machte. Hermann wird mit demjenigen Grafen Hermann gleichgesetzt, der 983 mit Otto II. in Italien war. Nach dessen Tod war dieser als Vermittler tätig. Dabei gelang es, den Streit innerhalb der kaiserlichen Familie mit Heinrich dem Zänkerer zu schlichten. Für die Identität Hermanns mit dem gleichnamigen Grafen spricht unter anderem, dass der Kaiserhof im August 985 in Soest, also in der Nähe Werls, weilte. Von dort aus zog der Hof nach Wiedenbrück, wo Otto III. auf Betreiben der Kaiserinwitwe Theophanu dem Stift Meschede die bisherigen Privilegien bestätigte. Dies lässt sich als Dank für Hermanns Leistungen in kaiserlichen Diensten deuten. Weil Hermann in der entsprechenden Urkunde nicht namentlich als Vogt genannt wurde und Vorsorge für eine Vogtswahl getroffen wurde, ist davon auszugehen, dass Hermann kurz vorher verstorben ist. Nach dem Tod Hermanns heiratete Gerberga spätestens 988 Hermann II. von Schwaben. | (WERL), Hermann I. (I39684)
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| 2686 | Hermann ist der erste Vertreter des Hauses Werl, zu dem einige gesicherte Daten vorliegen. Unklar ist weiterhin, ob ein bei Meschede lokalisierter Hermann in der Zeit um 913 sein Großvater und ein 947 sowie 955 genannter Heinrich sein Vater war. Möglicherweise war ein Bernhard mit Grafenrechten am Hellweg und in Nordwestfalen sein Bruder. | (WERL), Hermann I. (I39684)
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| 2687 | Hermann war der älteste Sohn des Grafen Hermann I. von Werl und der Gerberga von Burgund, einer Tochter des burgundischen Königs Konrad III. Seine Brüder waren Bernhard und Rudolf. Außerdem war er Halbbruder der Kaiserin Gisela von Schwaben und der Mathilde, verheiratet mit Konrad I. von Kärnten, darüber hinaus Cousin von König Heinrich II. und Neffe von König Rudolf III. von Burgund. Er selbst war zweimal verheiratet. Der Name der ersten Gattin ist unbekannt. Die zweite, die er 1007 heiratete, hieß Godila von Rothenburg. Diese war die Witwe von Graf Liuthar von Walbeck. Aus seiner ersten Ehe gingen Heinrich I., Konrad (I.), Adalbert Graf im Emegau sowie Bernhard II. von Werl und möglicherweise Hermann I. Bischof von Münster hervor. Aus seiner zweiten Ehe stammten die Kinder Rudolf und Mathilde, über die keine näheren Angaben vorliegen. | (WERL), Hermann II. (I39679)
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| 2688 | Hermann war ein Sohn des lotharingischen Herzogs Gebhard und ein Vetter des ostfränkischen Königs Konrad I. Als im Jahre 926 Herzog Burchard II. von Schwaben in Italien fiel, entbrannte erneut der Kampf um den – bisher nicht erblichen – Titel eines Herzogs von Schwaben; dieser wurde von König Heinrich I. entschieden, indem er das Herzogtum auf dem Reichstag zu Worms im gleichen Jahr an einen außenstehenden Verwandten vergab – und damit endgültig klarstellte, dass für die Investitur der Herzöge von Schwaben der König zuständig war und nicht der Adel des Landes. Heinrich bestimmte den Franken und Konradiner Hermann zum Herzog. Hermann heiratete Burchards Witwe Regelinda und trat damit der wegen der Vorgehensweise des Königs aufkommenden Front der schwäbischen Adligen entgegen. Allerdings musste Hermann weitere Konzessionen machen: St. Gallen wurde endgültig dem Schutz des römisch-deutschen Königs unterstellt, das Bistum Chur erhielt Reichsgut zugesprochen, das der Herzog bislang selbst genutzt hatte. Andererseits avancierte das Land aufgrund der politischen Interessen der Ottonen zum Dreh- und Angelpunkt europäischer Machtpolitik: Die Herrschaft über die Alpenpässe unterstützte die Interessen in Italien, die Herrschaft über die Burgundische Pforte die Interessen in Burgund. Neben seinem Herzogstitel war Hermann 939 Graf im Lahngau und 948 Graf im Auelgau; er wurde 947 Laienabt von Echternach und gründete das Stift St. Florin in Koblenz. Hermann zählte gemeinsam mit seinem Bruder Udo I. von der Wetterau zu den engsten Beratern Ottos. Ottos Sohn Liudolf wurde um die Jahreswende 947/948 mit Hermanns einziger Tochter und Erbin Ida (Ita) († 17. Mai 986) vermählt. Nach Hermanns Tod am 10. Dezember 949 übertrug König Otto der Große auf dem Reichstag zu Worms 950 das Herzogtum seinem eigenen Sohn Liudolf. Hermann wurde in der – heute nicht mehr existenten – Erasmus-Kapelle der Kirche des Klosters Reichenau auf der im Bodensee gelegenen Insel Reichenau beigesetzt. | VON SCHWABEN, Herzog Herzog Hermann I. (I11063)
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| 2689 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I48293)
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| 2690 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7159)
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| 2691 | Hermanns Herkunft ist durch zeitgenössische Quellen nicht überliefert. Spätere Nachrichten,[1] die ihn teils als Sohn armer Leute, teils als edlen Abkömmling eines Billung oder Billing beschreiben, gehören in den Bereich der Sage oder gelten aufgrund des großen zeitlichen Abstandes als zweifelhaft. Zur ersten Gruppe gehören insbesondere die Nachricht Adams von Bremen über eine angeblich „niedere Geburt“[2] und die Erzählung der Lüneburger Chronik über die Herkunft Hermanns von einem Meyerhof in Stübeckshorn bei Soltau.[3] Die Annahme, er sei der Sohn eines Billung, gründet sich auf einen entsprechenden Eintrag in der Hauschronik des Klosters St. Michael in Lüneburg aus der Zeit zwischen 1229 und 1233.[4] Als gesichert gilt heute nur Hermanns Zugehörigkeit zur mit Abstand einflussreichsten und vornehmsten Verwandtengruppe des nördlichen Sachsen, den Nachfahren Widukinds.[5] Als nächste Verwandte aus der Elterngeneration werden die Grafen Ekbert und Bernhard von Borghorst genannt,[6] ohne dass das verwandtschaftliche Verhältnis zu ihnen sicher bestimmt werden könnte.[7] | BILLUNG, Herzog Herzog Hermann (I18823)
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| 2692 | Herr Rudolf von Kappel in Konstanz 1444. Der weise Hans von Cappel, Bürger in Konstanz, des Raths von der Gemeinde 1431—1435 und 1448—1452, war 1436—1460 Bürgermeister und abwechselnd1437—1459 Stadtvogt; er empfing 1455 von der Abtei Reichenau Lehen in Allensbach und f 1460. Sein Sohn Ulrich von Cappel 1460, 1461 des Raths von der Gemeinde, 1462, 1463 Stadtammann, 1487—f 1500 des Raths von den Kaufleuten. Sein Siegel zeigt (die Farben sind dem Reichenauer Lehnscodex entnommen) in einem durch eine aufsteigende g. Spitze geteilten Quadrat Schilde drei (2, 1), Muscheln verwechselter Farbe; Stechhelm: zwei außen mit je drei Muscheln besetzte Büffelhörner. --> Ratsherr von: 1431 an 1435 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU --> Bürgermeister von: 1436 an 1460 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU --> Stadtvogt von: 1437 an 1459 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU --> Ratsherr von: 1448 an 1452 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU | VON KAPPEL, Hans (I32486)
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| 2693 | Herr von Arconciel (Durch seine Gattin geerbt) https://de.wikipedia.org/wiki/Arconciel Gründer des Klosters Hauterive | VON GL´A`NE, Wilhelm (I11140)
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| 2694 | Herr von La Sarra, musste die Oberlehensherrschaft von Savoyen anerkennen. Aymo, der Sohn Gerhards, trat in die Dienste des Hauses Savoyen, und überlies 1231 die Herrschaft La Sarra den Grafen, um sie als Lehen zurück zu empfangen. Nach dem Tode Aymos 1269, starb die Familie Grandson-La Sarra im Mannesstamm aus. Die einzige Tochter Ayomos, Henriette, heiratete 1269 Humbert von Montferrand. Dadurch gelangte die Familie Montferrand in den Besitz von La Sarra , welche das Wappen und den Namen weiter nutzten. | LA SARRA, Aimo (I39035)
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| 2695 | Herr zu Bachem und zu Frechen Frank Heidermanns: http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=61617 A. Blömer, Die reformierte Familie Beecker (Becker) aus Mönchengladbach, Mönchengladbach 1986, S. 23 A. Blömer, Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 27 | VON PALAND (PALANT), Werner (I5036)
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| 2696 | Herr zu Balm, Mitherr zu Bümpliz 1439 den Bürgern 1442 Schultheiss zu Burgdorf 1442 Vogt auf der Grasburg Schwarzenburg 1460 - 1467 Ratsherr | VON ERLACH, Petermann (I18567)
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| 2697 | Herr zu Boswil, Wildegg, Interlaken, Unspunnen, Balm und zu Oberhofen, österrreichischer Landvogt im Sundgau und Breisgau, österrreichischer Marschall und Hauptmann in Schwaben sowie im Aarau, Thurgau und Elsass. 1315 Ritter, ab 1305 Inhaber des österr. Erbmarschallamts, 1331-37 Landvogt im Sundgau, 1337-39 Hauptmann der österr. Vorlande, 1339-41 Hofmeister Hzg. Friedrichs II. Wichtigster habsburg. Beamter in den Vorlanden. H. hinterliess ein Vermögen, das jährl. Einkünfte von ca. 300 Mark Silber abwarf. weiterführende Info: HLS GND VIAF | VON HALLWIL, Johannes I. (I19241)
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| 2698 | Herr zu Märisried, gekauft 1356 von Heinrich von Ringgenberg, Bürger zu Bern, Ulrich von Signum Ratsherr 1346 Als Tochtermann von Walter Isenhut nimmt «Johanns von Burron», Burger zu Bern, am 29. Mai 1342 mit seinem Schwiegervater von Johann Schütz ein Gut zu Niederbottigen zu Lehen; am 17. September 1345 erscheint er als Mitglied des Rates. Laut Urkunde vom 23. Juli 1356 hatte er ein Haus und Hofstatt an der Kirchgasse, gegenüber der Leutkirche; auch sonst besass er verschiedene Güter in der Umgebung der Stadt und auch bei Signau. Am St. Valentinsabend des nämlichen Jahres kaufte er von Heinz v. Ringgenberg um 250 ß das (nun abgegangene) Dorf Mörisried in der Parochie Brienz mit voller Herrschaft, Leuten, Twing und Bann etc. Johann scheint mehrere Male verheiratet gewesen zu sein, und zwar zuerst mit einer Johanna Hetzel von Lindnach, dann mit Anna Isenhut und möglicherweise noch in dritter Ehe mit Elisabeth Gräfli. Von seiner ersten Frau hinterliess er eine an Stephan Watry, Baccalaureus et Artium Magister zu Biel, verheiratete Tochter Margaretha, von der zweiten einen Sohn Johann, und zwei Töchter, Anna, vermählt 1366 mit Arnold Miescher, und Elisabeth, Klosterfrau im Krattiger Schwesternhaus. --> Grossrat 1346 in Bern, Bern, BE, CHE Eingebürgert | VON BÜREN, Johann I. (I29806)
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| 2699 | Herr zu Palant, Bachem, Frechen 1375 Amtmann zu Wilhelmstein; Herr zu Breidenbend; kaufte am 16.07.1376 den halben Forsthof zu Gressenich | VON PALAND, Karsilius II. (I5055)
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| 2700 | Herr zu Riedburg, Meikirch, Twann des Rats 1395, Bauherr 1395, Venner 1395, Schultheiss zu Thun 1396 - 1400 Tagsatzungsbote 1411, Vogt zu Nidau 1415-1416, 1386 wurde er von den Freiburgern gefangen und sein Schloss zerstört Schultheiss zu Thun 1396 - 1400, Tagsatzungsbote 1411 Eingebürgert --> Grossrat, Bauherr, Venner 1395 in Bern, Bern, BE, CHE --> Schultheiss von: 1397 an 1400 in Thun, Thun, BE, CHE --> Tagsatzungsbote 1411 --> Vogt von: 1415 an 1416 in Nidau, Nidau, BE, CHE | VON BOLLIGEN, Iffo (I30897)
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