Strauss Genealogie


Notizen


Treffer 2,701 bis 2,750 von 5,028

      «Zurück «1 ... 51 52 53 54 55 56 57 58 59 ... 101» Vorwärts»

 #   Notizen   Verknüpft mit 
2701 Herr zu Signau (gekauft 1399), Märisried, 1/3 Münsingen und Ligerz
kaufte letzteres von Ulrich von Ligerz 1396 und verkauft dasselbe an die Stadt Biel 1409.
kauft noch die anderen 2/3 von Münsingen, Ratsherr 1396, einer der reichsten Berner
Dieser jüngere Johann erscheint 1381 als Mitglied des Grossen und 1392 als Mitglied des Kleinen Rates und wird 1434 zum letzten Mal erwähnt; mit seinem Sohn Peter erscheint er um 1407 als Stubengeselle zum Roten Löwen. Ein sehr angesehener und reicher Mann, ging er in den letzten Jahrzehnten des XIV. Jahrhunderts öfters mit andern Ratsmitgliedern für die Stadt Bern namhafte Bürgschaften ein; 1396 kaufte er von Bernhard v. Ligerz die halbe Herrschaft Ligerz und 1399 von der Gräfin Anna v. Kyburg und ihrem Sohne Egon die Burg und Herrschaft Signau mit hohen und niederen Gerichten. Ausserdem besass er neben mehreren Grund­stücken in der Stadt von seinem Vater her schon das Dorf und die Herrschaft Mörisried, zu welchem er 1385 durch Kauf An­teil an der Herrschaft Münsingen erwarb; daneben war er end­lich noch Herr zu Balm, Bürglen und Tschingel im Oberhasli, letztere drei Ortschaften längst verschwunden infolge von Natur­ereignissen. Dreimal verheiratet, zuerst mit Nicola Mossü aus Freiburg, gestorben vor 1400, deren Siegelstempel mit den Wappen v. Buren und Mossü (3 Lilien) noch heutzutage im Besitz der Familie ist, dann mit Klara v. Kiental und in dritter Ehe mit Elisabeth Raber, hinterliess er von seiner ersten Ge­mahlin einen Sohn Peter oder Petermann, sowie zwei reiche Erbtöchter, Clara und Anna. Clara vermählte sich sukzessive mit Ulrich Rieder und Loy v. Diesbach, welchem sie die Herrschaft Signau zubrachte; Anna dagegen zuerst um 1393 mit Conrad Byso von Solothurn, dann um 1415 mit Jakob v. Bolligen. Landvogt nach Aarberg und nach Nidau 1419, gest. 1428, und in dritter Ehe mit Ulrich Amsler; sie selber starb um 1441.
--> Grossrat ‎1381 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Stubengeselle zum Roten Löwen ‎1407 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Ratsherr ‎1392 in Bern, Bern, BE, CHE 
VON BÜREN, Johann II. (I21244)
 
2702 Herr zu Spiez
1368 Edelknecht, ab 1398 Herr zu Spiez, 1392 des Kleinen Rats, 1402 bis 1404 Schultheiss von Thun, 1407 Vogt des Klosters Interlaken 
VON BUBENBERG, Heinrich III (I10485)
 
2703 Herr zu Tscherlach  VON HOFSTETTEN, Herr zu Tscherlach Herr zu Tscherlach Gaudenz (I9024)
 
2704 Herr zu Venhaus, Burgmann zu Steinfurt.
Setzt mit seiner Frau 1443 seiner Schwiegermutter Fye eine Leibzucht aus.
Beide leihen 1444 eine Rente von 1 Gulden für 20 Gulden auf ihr Gut ´ton Vorste` in der Brsch. Bentlage, Ksp. Rheine von den Executoren des sel. Joh. v. Merfelde.
Sie verkaufen 1446 eine Rente aus dem Erbe Alerdink im Ksp. Ohne bei Bentlage an Johann den Hotter.
1450 belehnt mit dem Kule`schen Burgmannshof in Rheine und den Burglehen zu Hanikena.
Erklärt sich 1454 mit seinen Verwandten zu Feinden des Hg. Johann von Clewe.
1458 und 1467 zu Rheine, Stepedorf u. Velen belehnt, 1461 Besitzer des Hofes zu Böningen im Ksp. Degkeningen.
1468 Verkauf einer Rente von 6 rhein. Gulden aus dem Windmühlenesch und anderen Gütern zu Steinfurt an Bernd Schedelich.
Verkauft 1477 eine Rente aus Gütern im Ksp. Rheine.
Verkauft 1482 mit Sohn Johann dem Wessele ton Fenhus und seiner Frau Toben, eine Jahresrente von je zwei Molt Roggen, Gerste und Hafer Rheiner Maß, den Kaufpreis haben die Verkäufer für eine neue Brautpfanne und zur Ablösung anderer Verpflichtungen verwandt.
Die Rente muß zwischen Michselis und Martini aus dem Haus Gelekynck zu Landerxcem Ksp. Neuenkirchen geliefert werden, die Ablösung mit 72 rheinischen Gulden bleibt vorbehalten 
VON LANGEN, Bernd II. (I18724)
 
2705 Herr zu Wartenfels, Landreichter in Thurgau,
kämpfte als Ritter im St.Georgenschild 1409 gegen die Appenzeller, nahm am Konstanzer Konzil teil  
VON ROSENEGG, Ritter Ritter Hans (I10606)
 
2706 Herren von Ramstein (Schramberg)
Die Herren von (Obereschach-) Ramstein besaßen im 12. und 13. Jahrhundert eine Herrschaft im Schwarzwald entlang der oberen Schiltach.
Hans Harter: Adel und Burgen im oberen Kinziggebiet. Studien zur Besiedlung und hochmittelalterlichen Herrschaftsbildung im mittelalterlichen Schwarzwald. In: Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte, Band 37, Freiburg, München 1992.
Hans Harter: Adel auf Falkenstein und Schilteck. In: Museums- und Geschichtsverein Schramberg und der Großen Kreisstadt Schramberg (Hrsg.): Schramberg. Herrschaft – Marktflecken – Industriestadt, Schramberg 2004, S. 55–82.
https://de.wikipedia.org/wiki/Herren_von_Ramstein_(Schramberg)
https://de.wikipedia.org/wiki/Ruine_Ramstein_(Schramberg)
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Weiler_(Fischerbach)
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Fischerbach

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F156168?main_person=I431549 
VON RAMSTEIN, Ursula (I46658)
 
2707 Herren von Stühlingen führten einen umgekehrten Stuhl mit Pfauenfedern geschmückt im Wappen. STUELINGER, Brigitta (I3435)
 
2708 HERVILLY (picardische Schreibweise: Hèrvilly) ist eine französische Gemeinde mit 181 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Somme in der Region Hauts-de-France im Norden von Frankreich. Die Gemeinde gehört zum Kanton Péronne.

Die PICARDI [pikaʀˈdi] ist eine ehemalige Region und Provinz im Norden Frankreichs. Sie bestand früher aus den Départements Aisne, Oise und Somme, hatte eine Fläche von 19.399 km² und 1.932.422 Einwohner (Stand 1. Januar 2016). Hauptstadt der Region war Amiens. Die PICARDI, die seit der Teilung des Frankenreichs zum Westfrankenreich und dann zu Frankreich gehörte, war das Zentrum des Bauernaufstandes, der „(Grande) JACQUERIE “; Mitte des 14. Jahrhunderts und fiel während des Hundertjährigen Krieges Frankreichs gegen England und das Haus Burgund ab 1419 bzw. 1435 an Burgund. Erst mit der Burgundischen Teilung fiel es 1477 bzw. endgültig 1493 zusammen mit Burgund an Frankreich

Als HUNDERTJÄHRIGER KRIEG (französisch La guerre de Cent Ans, englisch Hundred Years’ War) wird die Zeit von 1337 bis 1453, bezogen auf den zu dieser Zeit herrschenden bewaffneten anglofranzösischen Konflikt sowie den ebenfalls zu der Zeit stattfindenden französischen Bürgerkrieg der Armagnacs und Bourguignons (1410 bis 1419) bezeichnet.

Den Hintergrund der andauernden Kämpfe bildeten

1. ein lehensrechtlicher Streit um die Besitzungen und die Rolle der englischen Könige als Herzöge von Aquitanien im Königreich Frankreich,
2. der sich daran anschließende Streit um die Thronfolge in Frankreich zwischen dem englischen König Edward III. (Haus Plantagenet) und dem französischen König Philippe VI. (Haus Valois) sowie
3. ein innerfranzösischer Konflikt um Macht und Einfluss zwischen den Parteien der Armagnacs und der Bourguignons.
Der HUNDERTJÄHRIGER KRIEG trug entscheidend zur endgültigen Herausbildung eines eigenen Nationalbewusstseins sowohl bei den Franzosen als auch bei den Engländern bei, wie auch zu einer abschließenden Aufspaltung von Frankreich und England in zwei separate Staatswesen 
VON FROMENTEL, Johanna (I2109)
 
2709 Herzog Garibald II. stammt aus der Dynastie der Agilolfinger. Aufgrund der überaus dürftigen Quellenlage ist nicht wesentlich mehr über seine Regierungszeit bekannt. Unklar ist auch, wie lange Garibald II. herrschte.

Garibald war ein Sohn des Herzogs Tassilo I., dem er im Amt folgte. Wie dieser war auch Garibald in Kämpfe mit seinen slawischen Nachbarn verwickelt. Dabei wurde er bei Aguntum in Osttirol von den Slawen geschlagen und das Gebiet der Bajuwaren geplündert. Anschließend gelang es Baiern jedoch offenbar, die Slawen wieder teilweise zurückzudrängen. Die Bajuwaren [...] sammelten sich wieder, nahmen den Feinden die Beute ab und vertrieben sie aus dem Lande.[1]  
GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Garibald II. auch Garibaldus (I18363)
 
2710 Herzog RUDOLF II. war bestrebt, sein Reich im Nordosten zu erweitern. Dabei nutzte er die unklaren Zustände im Gebiet des schwäbischen Herzogtums. 916 erwarb er schwäbische Gebiete westlich der Linie Huttwil-Aarwangen sowie Basel. Seine Niederlage in der SCHLACHT BEI WINTERTHUR im Jahre 919 gegen Herzog BUCHARD II. kostete RUDOLF den Thur- und den Zürichgau.

Um Frieden einkehren zu lassen, heiratete er – wohl im Jahr 922 – Burchards Tochter BERTA.  
VON BURGUND, Rudolf II. (I15265)
 
2711 Herzog Tassilo I. stammt aus der Dynastie der Agilolfinger. Tassilo war der Sohn des ersten namentlich bekannten bairischen Herzogs Garibald I. und folgte diesem im Amt. Über seine Mutter Walderada, eine Tochter König Wachos, war er mit den Langobarden verwandt.

Im Jahr 591 wurde Tassilo vom Frankenkönig Childebert über Baiern als rex (König) eingesetzt (Paulus Diaconus).

Er führte kurz nach seiner Amtseinsetzung sowie Mitte der 590er Jahre Feldzüge gegen die Slawen, die in diesen Jahren aus ihrer östlichen Heimat westwärts gewandert und Nachbarn der Baiern geworden waren (Karantanen, Tschechen). Paul Diaconus beschreibt den ersten Feldzug mit folgendem Satz: Er (Tassilo I.) zog alsbald mit Herresmacht ins Land der Slawen und kehrte siegreich und mit großer Beute wieder in sein eigenes Land zurück.

Nach seinem siegreichen Feldzug gegen die vordringenden Slawen im Alpenraum machte Tassilo I. um 595 erneut einen Einfall in das Land der Slawen. Dieser Feldzug endete mit einer Niederlage, da den Slawen die Awaren zu Hilfe kamen. Herzog Tassilo I. verlor bei diesem Feldzug etwa 2000 Krieger.

Tassilo I. konnte in rund 20 Jahren seine Herrschaft im Alpenvorland festigen.

Die Berichte über die Slawenkämpfe sind allerdings für längere Zeit die letzten schriftlichen Quellen, die über die Baiern und das bairische Herzogtum berichten.

Nachfolger Tassilos I. wurde sein Sohn Garibald II.  
VON BAIERN, Tassilo I. (I18364)
 
2712 Herzog Theodo I. stammt aus der Dynastie der Agilolfinger. Er regierte in Regensburg, der Hauptstadt der provincia baiuvariorum. Theodo I. regierte als Herzog von Baiern, ohne dass seine genaue genealogische Einordnung in den Stammbaum der Agilolfinger wirklich gesichert wäre, zumal die Quellenlage für Baiern im 7. Jahrhundert so schwach ist, dass sich gesicherte Aussagen schwer treffen lassen. Die Angaben in diesem Artikel beruhen daher weitgehend auf indirekten Schlüssen.

Mit seiner Gattin Gleisnod, Tochter von Herzog Gisulf II. von Friaul, hatte Theodo zwei Kinder: den Sohn und Nachfolger im Herzogsamt, Lantpert, sowie die Tochter Uta. An seinem Hof in Regensburg ließ sich Bischof Emmeram nieder.

Mit den Angelegenheiten des Frankenreiches in dieser Zeit scheint er nicht viel zu tun gehabt zu haben, da er von dieser Seite aus praktisch nicht erwähnt wird. Sein direkter Nachfolger wurde sein Sohn Landfried/Lantpert, der Mörder des heiligen Emmeram. Nach Lantperts offenbar kurzer Regierungszeit folgte Theodo II.  
VON BAYERN, Theodo I. (I24203)
 
2713 Herzog Theodo I. stammt aus der Dynastie der Agilolfinger. Er regierte in Regensburg, der Hauptstadt der provincia baiuvariorum. Theodo I. regierte als Herzog von Baiern, ohne dass seine genaue genealogische Einordnung in den Stammbaum der Agilolfinger wirklich gesichert wäre, zumal die Quellenlage für Baiern im 7. Jahrhundert so schwach ist, dass sich gesicherte Aussagen schwer treffen lassen. Die Angaben in diesem Artikel beruhen daher weitgehend auf indirekten Schlüssen.

Mit seiner Gattin Gleisnod, Tochter von Herzog Gisulf II. von Friaul, hatte Theodo zwei Kinder: den Sohn und Nachfolger im Herzogsamt, Lantpert, sowie die Tochter Uta. An seinem Hof in Regensburg ließ sich Bischof Emmeram nieder.

Mit den Angelegenheiten des Frankenreiches in dieser Zeit scheint er nicht viel zu tun gehabt zu haben, da er von dieser Seite aus praktisch nicht erwähnt wird. Sein direkter Nachfolger wurde sein Sohn Landfried/Lantpert, der Mörder des heiligen Emmeram. Nach Lantperts offenbar kurzer Regierungszeit folgte Theodo II.  
VON BAYERN, Theodo I. (I47183)
 
2714 Herzogin von Baiern, stammte aus karolingischem Geschlecht (als Tochter Chrotruds und dem fränkischen Hausmeier Karl Martell) und regierte ab 741 als bairische Herzogin an der Seite ihres Mannes Odilo von Baiern und ab dessen Tod 748 als Alleinregentin für ihren Sohn Tassilo III.

Am Hof ihres Vaters entwickelte sie eine intensive Beziehung zu Herzog ODILO VON BAYERN, was zu einem Skandal geführt hat. Nach dem Tod ihres Vaters (741) floh sie auf Rat ihrer Stiefmutter SWANAHILD, der Tochter Theodos II., nach Regensburg, wo sie noch im selben Jahr ODILO heiratete.
Mit ihm hatte sie einen Sohn, den späteren Herzog TASSILO III.

Vermutlich ab 748, dem Tod von ODILO, übte sie die Vormundschaft über den noch unmündigen Sohn aus. Als ihr Aufenthaltsort wird Salzburg, eine der Residenzstädte der AGILULFINGER, vermutet.
Hier war sie auch die dritte Äbtissin von Kloster Nonnberg; DEM WELTWEIT ÄLTESTEN CHRISTLICHEN FRAUENKLOSTER MIT UNUNTERBROCHENER TRADITION.
Die Johanneskapelle ist nur mit Erlaubnis des Klosters zugänglich.
Das Kloster beherbergt eine bedeutende Sammlung mittelalterlicher Handschriften, gotischer Figuren und Malerei (vor allem spätgotische Altäre). Besonders bemerkenswert ist das „Faldistorium“, ein Faltstuhl für die Äbtissin, nach 1100 entstanden mit figürlichen Reliefs und Figuren aus Walrossbein, und das Elfenbeinpastorale, ein Krummstock der Äbtissin von 1242.

Benediktinerinnenabtei Nonnberg
Nonnberggasse 2
5020 Salzburg
0043 662 841607
Fax: +43 (0662) 849800
E-Mail: stift.nonnberg@aon.at
http://www.nonnberg.at

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Bayerns#Das_%C3%A4ltere_bairische_Stammesherzogtum,_Christianisierung
https://de.wikipedia.org/wiki/Odilo_(Bayern)
https://de.wikipedia.org/wiki/Tassilo_III.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hiltrud_(Bayern)
https://de.wikipedia.org/wiki/Benediktinerinnenabtei_Nonnberg 
MARTELL, Herzogin Herzogin Hiltrud (I10761)
 
2715 Herzogin von Baiern, war die Tochter des Langobardenkönigs Desiderius und dessen Ehefrau Ansa.

Sie heiratete wohl 763 aus politischen Gründen Tassilo III., der Herzog der Baiern aus dem Geschlecht der Agilolfinger, um das bairisch-langobardische Bündnis zu festigen. Neben diesem wichtigen politischen Bündnis brachte Liutberga wohl auch Gebiete um Bozen und Meran (etwa die Burg Mais, welche ehemals im bairischen Besitz waren) und wichtige Reliquien (kurz nach der Heirat wurden die Gebeide des heiligen Valentins aus Trient nach Baiern gebracht) mit in die Ehe ein.

Liutberga hatte wohl vier Kinder mit Tassilo: zwei Söhne, Theodo III. und Theodebert, sowie die beiden Töchter Cotani und Hrodrud.

Herzogin Liutberga gilt als politisch aktive Herzogin.

Liutberga und Tassilo regierten das Herzogtum Baiern weitestgehend unabhängig vom fränkischen Reich und richteten ihre Bündnispolitik in südliche Richtung (unter anderem Liutbergas Heimat, das Langobardenreich). Liutberga wurde daher von zeitgenössischen Chronisten der Karolinger, also den zeitlebenden Kontrahenten des bairischen Stammesherzogtums, als „böses, gottverhasstes Weib“ bezeichnet und für den Untergang ihres Mannes mitverantwortlich gemacht, da sie Tassilo III. gegen die Franken aufgehetzt haben soll.

Nachdem Tassilo III. 788 von Karl dem Großen abgesetzt worden war, wurden er, Liutberga und ihre Kinder in verschiedene Reichsklöster verbannt. Vielleicht wurde Liutberga zusammen mit ihren Töchtern in das Kloster Corbie entsandt, vielleicht wurden sie aber auch voneinander getrennt (ihre Tochter Cotania in das Kloster Chelles und Hrodrud in das Kloster der heiligen Sadalberga in Laon).

Liutberga starb vermutlich vor 794, da auf der Frankfurter Synode, vor der sich Tassilo nochmals verantworten musste, von ihr nichts erwähnt wurde.

Liutberga ist weithin bekannt für ihre zahlreichen Klosterstiftungen, die sie zusammen mit ihrem Mann unternahm. Dazu zählen – vermutlich unter Anderen:

Die Inselklöster im Chiemsee: Herrenchiemsee[6] und Frauenwörth[7]
Wahrscheinlich im Jahr 777 stifteten Liutberga und Tassilo dem Stift Kremsmünster den sogenannten Tassilokelch der die Inschrift trägt: „TASSILO DVX FORTIS + LIVTPIRC VIRGA REGALIS“, übersetzt: „Tassilo, tapferer Herzog + Liutpirg, königlicher Spross“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liutberga
 
VON ITALIEN, Liutberga (I22571)
 
2716 Heute noch ist nicht eindeutig geklärt ob Chalpaida, die zweite Frau von Pippin, neben Karl Martell auch die Mutter von Childebrand ist. In der Fredegar-Chronik wird Childebrand als germanus von Karl [also Bruder väterlicherseits, möglicherweise auch mütterlicherseits (Halbbruder oder Vollbruder)] oder auch als avunculus (Onkel) von Pippin dem Jüngeren bezeichnet. Er hatte ein Grafenamt in Burgund inne und erhielt von Karl Martell Besitz im Gau von Belun.

Bei den Schlachten in Avignon und in Narbonne (737), gegen die eingefallenen Sarazenen diente er als Feldherr unter Karl Martell. 739/740, bei Burgund diente er als Feldherr unter Pippin dem Jüngeren.

Childebrand betreute außerdem die zweite Fortsetzung der Fredegar-Chronik bis zu seinem Tod (751). 
VON HERISTAL, Childebrand /VON FRANKEN (I36766)
 
2717 Heute noch ist nicht eindeutig geklärt ob Chalpaida, die zweite Frau von Pippin, neben Karl Martell auch die Mutter von Childebrand ist. In der Fredegar-Chronik wird Childebrand als germanus von Karl [also Bruder väterlicherseits, möglicherweise auch mütterlicherseits (Halbbruder oder Vollbruder)] oder auch als avunculus (Onkel) von Pippin dem Jüngeren bezeichnet. Er hatte ein Grafenamt in Burgund inne und erhielt von Karl Martell Besitz im Gau von Belun.

Bei den Schlachten in Avignon und in Narbonne (737), gegen die eingefallenen Sarazenen diente er als Feldherr unter Karl Martell. 739/740, bei Burgund diente er als Feldherr unter Pippin dem Jüngeren.

Childebrand betreute außerdem die zweite Fortsetzung der Fredegar-Chronik bis zu seinem Tod (751).

Nachkommen
Childebrand war verheiratet; über seine Gattin ist nichts bekannt. Aus dieser Ehe ging Nibelung I. (* 725; † 786), Graf von Vexin hervor. Dieser übernahm ab 751 die Historiografie über das Frankenreich (Fredegarische Chronik).[1] Die Nibelung-Familie in Frankreich nennt man dort auch Nivelon, Névelon, Nébelon. 
(ARNULFINGER), Childebrand (I47259)
 
2718 HIDI
Als Anhänger Karls des Großen hatte er sein Land verlassen müssen und war von Kaiser Karl vermutlich bei Wolfsanger im Kaufunger Wald (bei Kassel) als Graf in dem an der mittleren Diemel entstandenen sächsischen Hessengau eingesetzt worden. Hiddi hatte drei Söhne: Folkbold, Adalbald und Esiko (auch Asig, Kurzform von Adalrich).
Nach Esiko, der aufgrund seiner Ehe mit Ida der Jüngeren der Schwiegersohn der Heiligen Ida von Herzfeld war, wurde das Geschlecht benannt, aus dem u. a. die Edelherren von Itter hervorgingen. Über Ida von Herzfeld waren die Nachkommen Esikos daher mit den Karolingern verwandt. 
N., Schwanhild (I18852)
 
2719 Hij volgde in 481/82 als Clovis I Koning der Franken., Koning Der Franken In Bourgondië (DE GROTE) DER MEROVINGEN, Clovis VII. (I8889)
 
2720 Hildegard gründete 1028 die Abtei Saint-Marie de Ronceray, in welche sie nach dem Tod ihres Mannes als Nonne eintrat. ..., Hildegard (I37725)
 
2721 Hildegard von Egisheim, auch Hildegard von Schlettstadt, (* um 1024/1025/1028/1035; † Herbst 1094/vor dem 4. Februar 1095 in Schlettstadt) aus dem Adelsgeschlecht der Grafen von Egisheim war Pfalzgräfin im Breisgau und Gräfin im Riesgau.

Als Gemahlin Friedrichs von Büren gilt sie als Stammmutter der Staufer.

Hildegards Abstammung ist nicht eindeutig überliefert: Nach neueren Forschungen wird sie als „Hildegard von Egisheim“ (* um 1028, † Herbst 1094), Tochter des Grafen Gerhard I. von Egisheim-Dagsburg, bezeichnet. In der älteren Literatur wird sie auch „Hildegard von Schlettstadt“ genannt oder den Grafen von Mömpelgard, Bar und Mousson zugeordnet. Die Benennung nach Schlettstadt ergibt sich aus dem von ihr um 1087 bis um 1094 in Schlettstadt gestifteten Kloster St. Fides, der ältesten Grablege der Staufer im Elsass, in dem sie auch begraben liegt. Die Linie Mousson-Bar war die Linie ihres Vetters Ludwig von Mousson, der Sophia von Bar heiratete. Deren Sohn Dietrich I. vermählte sich mit Irmintrud, Tochter von Graf Wilhelm I. von Burgund und Erbin von Mömpelgard.

Jedenfalls gehörte Hildegard einer der vornehmsten Familien im Elsass an; ihr Onkel väterlicherseits war Bischof Bruno von Toul, der spätere Papst Leo IX. Neuen Forschungen von Eduard Hlawitschka zufolge war Hildegard über ihre Mutter Bertha auch eine Urenkelin Königs Konrad III. von Burgund.

Legendenhaft wird erzählt, dass anlässlich ihrer Hochzeit mit Friedrich von Büren (1042/1044/1049/1050) die Wäscherburg bei Wäschenbeuren erbaut wurde, in der sie mit ihrem Gatten gelebt haben soll. Dass sich der Beiname ihres Gatten „von Büren“ auf die Wäscherburg bezieht, wird von vielen Historikern angenommen, ist jedoch nicht nachgewiesen.

Bei der Restaurierung der Kirche des ehemaligen Klosters St. Fides in Schlettstadt im Jahre 1892 wurde die Krypta wiederentdeckt und untersucht. In einem gemauerten Grab vor dem Altar wurden die Überreste einer Frau gefunden, welche mit einer dicken Kalkschicht bedeckt war, woraus man schloss, dass sie ein Opfer der Pest wurde. Ihre Gesichtszüge hatten sich in dem Kalk abgedrückt, so dass Abgüsse ihrer Büste hergestellt werden konnten. Aufgrund der bevorzugten Lage des Grabes wird vermutet, es handle sich um Hildegard. Allerdings starb diese im Alter von etwa siebzig Jahren, während die Büste eher auf eine vierzigjährige Frau hindeutet. Es wird daher auch vermutet, dass es sich um ihre kurz vor ihr verstorbene Tochter Adelheid handelt.[2] Die auf diese Weise entstandene Totenmaske wäre somit das einzige lebensecht erhaltene Porträt eines namentlich bekannten Menschen aus dem Mittelalter. Ein Abguss der Büste ist in der Krypta ausgestellt. Weitere Exemplare befinden sich u. a. im Staufer-Dokumentationszentrum am Hohenstaufen, im Steinhausmuseum in Bad Wimpfen[3] und im Museum der Wäscherburg bei Wäschenbeuren. 
VON EGISHEIM, Hildegard (I15372)
 
2722 Hildegard wurde ein Jahr nach der Heirat ihres Vaters mit der Grafentochter Hemma als sein erstes Kind geboren. Nach 844 wurde sie Äbtissin des Klosters Münsterschwarzach, das 780 als Eigenkloster des karolingischen Herrscherhauses gegründet worden war.

Am 21. Juli 853 gründete Ludwig der Deutsche das Kloster FRAUENMÜNSTER IN ZÜRICH, das Hildegard als Äbtissin übernahm; Nachfolgerin in Münsterschwarzach wurde ihre jüngere Schwester Bertha.
Von der Gründung des neuen Klosters berichtet eine Legende, dass die beiden Schwestern die BURG BALDERN auf dem Albis bezogen hätten, um dort ein zurückgezogenes, gottgefälliges Leben zu führen. Bei einer ihrer Wanderungen nach Zürich, wo sie in der Felix und Regula geweihten Kapelle beten wollten, habe die beiden ein Hirsch mit leuchtendem Geweih den Weg durch den Wald geführt und ihnen schließlich eine Stelle gezeigt, an der sie eine Kirche errichten sollten.
LUDWIG DER DEUTSCHE sei dieser göttlichen Aufforderung gefolgt.

Historisch gesichert ist lediglich, dass er ein an dieser Stelle bereits bestehendes Kloster neu gründete, ihm bei dieser Gelegenheit beträchtlichen Landbesitz sowie das Recht zu einer eigenen Gerichtsbarkeit verlieh und es an Hildegard überschrieb.

Als Äbtissin von Fraumünster verstarb Hildegard am 23. Dezember 856 (nach anderen Angaben 859); auch hier folgte ihr Bertha nach.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_(Tochter_Ludwigs_des_Deutschen) 
(TOCHTER LUDWIGS DES DEUTSCHEN9, Hildegard (I24110)
 
2723 Hillnhütten ist ein Teil des der nordrhein-westfälischen Stadt Hilchenbach zugehörigen Stadtteils Dahlbruch und eine ehemals eigenständige Gemeinde.
Namensgebend für Hillnhütten war vermutlich eine im 15. Jahrhundert durch ein Gewerke Hilln errichtete Hütte. Ein Hillnhüttener Hammer wurde 1494 erwähnt.[1] Im 18. Jahrhundert war Hillnhütten der Kirchengemeinde Netphen zugeordnet. Dies änderte sich 1859, als der Ort zum Kirchspiel Müsen wechselte.[2] 1824 schloss sich der Ort der Schulgemeinde Dahlbruch an. Für das Jahr 1828 ist die Existenz einer ersten, den Familien Loos und Böcking gehörenden Gerberei verzeichnet. Vier Jahre später gab es bereits drei Gerbereien. Die weiteren Besitzer waren die Familie Sapp und August Klein. Die Gerbereien und der vor Ort vorhandene Reck- und Stahlhammer trugen dazu bei, dass der Ort Mitte des 19. Jahrhunderts zu den reichsten des Siegerlandes gehörte. Die Einwohnerzahl Hillnhüttens, das 1840 aus neun von 15 Familien bewohnten Häusern bestand, betrug zu diesem Zeitpunkt 130. Im Jahr 1895 zählte man 121 Einwohner[3], 1900 waren es 127.

Die ehemals selbständige Gemeinde Hillnhütten wurde aufgrund eines auf wirtschaftlichen Erwägungen beruhenden Beschlusses der Gemeindevertretung vom 18. Dezember 1900 mit Wirkung vom 27. August 1901[3] antragsgemäß mit ihren Gemeindeteilen Schweisfurth und Winterbach nach Dahlbruch eingemeindet.[4] 
KOLB, Catharina (I994)
 
2724 Himiltrud (auch Himiltrude, Hemeldrud oder Himeltrud) war seit etwa 767 die erste Ehefrau oder die Konkubine Karls des Großen. Weder ihre Lebensdaten noch ihre Herkunft sind genauer überliefert, laut Paulus Diaconus war sie adliger Herkunft.[1] Himiltrud hatte mit Karl den Sohn Pippin den Buckligen. Nach dem Tode ihres Schwiegervaters Pipin am 24. September 768 war Himiltrud wohl für gut ein Jahr fränkische Königin oder auch nur die Frau an der Seite des Königs, bis sie Ende 769, auf Betreiben ihrer Schwiegermutter Bertrada, verstoßen wurde und Karl auf Bitten seiner Mutter die langobardische Königstochter Desiderata heiratete. Papst Stephan III. – der ein Bündnis zwischen Franken und Langobarden verhindern wollte – wandte ein, der fränkische König sei bereits rechtmäßig verheiratet und somit eine Neuvermählung ausgeschlossen. Doch blieb er damit erfolglos und fügte sich letztlich ohne weiteren Widerspruch dem Umstand.[2]

Demgegenüber erwähnt Karls Biograph Einhard Himiltrud in seiner vita Karoli Magni namentlich nicht, sondern nur eine Konkubine, die Karl den Sohn Pippin den Buckligen geboren habe, der sich während eines Krieges gegen die Hunnen gegen Karl verschwor und zur Strafe in ein Kloster verbannt wurde.[3] Paulus Diaconus nennt sie hingegen namentlich als Konkubine Karls des Großen und Mutter Pippins.[4]

Anfang der 1970er Jahre wurde im belgischen Kloster Nivelles ein Grab ausgegraben. Es handelte sich um eine Kircheninnenbestattung, die das Skelett[5] einer 35–40-jährigen Frau[6] und zwei beschriftete Ziegelplatten enthielt. Auf der einen, in Minuskeln beschriebenen Platte stand Hemeldrudis sepul. („Grab der Hemeldrudis“), die andere Platte trug die Inschrift III KL IUL OB(iit) HILMELDRUDIS IN XRO („am 3. Tag vor den Kalenden des Juli starb Hilmeldrudis in Christo“).[7] Die genannte Hilmeldrudis wird von vielen Wissenschaftlern mit Himiltrud identifiziert.[8]

https://de.wikipedia.org/wiki/Himiltrud 
Himiltrud (I10450)
 
2725 hinger. wegen Ehebruch, Verkuppelung und Unzucht. Besas als Witwe Wohnhäuser an der Schmiedgasse und am alten Milchmarkt in Nürnberg VON GERA, Barbara (I4174)
 
2726 Hintergrund
Vorausgegangen war dem Interregnum (1250–1273) ein beispielloser Konflikt zwischen Papst und Kaiser, der auch im Reich zu einer Vielzahl von Frontbildungen zwischen den Staufern unter Friedrich II. und der Kirche führte. Mit dem Tod des Kaisers 1250 kam es zu Machtkämpfen aller gegen alle – Bischöfe, Fürsten und auch das Bürgertum der noch neu entstandenen Städte versuchten, Territorien und Einflussbereiche zu vergrößern. Der niedere Adel stand den Großen in nichts nach, nur waren seine Methoden weniger subtil, das Raubrittertum entstand. Das Interregnum kann aber auch als eine Übergangsphase betrachtet werden: Die alte Ordnung zerbrach und schuf eine Entwicklung, in der die Landesfürsten zu den neuen Trägern der staatlichen Ordnung aufstiegen, und auch die Städte emanzipierten sich durch das an Reichtum gewinnende Bürgertum und traten somit selbstbewusster gegenüber den Fürsten auf. Zahlreiche Bünde entstanden und schließlich einigten sich geistliche Kurfürsten, Herzöge und Grafen auf die Wahl und Anerkennung eines neuen Königs: Graf Rudolf IV. von Habsburg.

Urkunden von 1260
In einer auf März 1260 datierten Urkunde wird als erster „brůder Hans von Blůmberg“ als Zeuge in einer „Urkunde des Ritters Volker von Kemnat und dessen Sohn Marquard“ genannt, die „im Kloster Paradies“ (bei Konstanz) ausgestellt wurde.[4] „brůder“ kann ihn als Mitglied einer Ordensgemeinschaft bezeichnen. Beim Kloster Paradies handelte es sich um ein Frauenkloster der Klarissen.

Johannes von Blumberg
Nach Hans von Blumberg wird noch im selben Jahr, im Juli 1260, ein „Iohannes de Blobinberch“ urkundlich genannt und dabei als „milites“ bezeichnet.[Anm 4]

„In einer weiteren Urkunde befindet sich unter den 26 namentlich aufgeführten Zeugen, zu denen auch der spätere König Rudolf von Habsburg und die Grafen Heinrich von Fürstenberg und Friedrich von Zollern gehörten, in der Reihe der milites der Namen Iohannes de Blobinberch. (UB [Urkundenbuch] Zürich 3, Nr. 1108, S. 206 f.)“

– A. Bechthold: Mittelalter. In: J.Sturm: Blumberg. 1995, S. 25.

Mit Johannes von Blumberg tritt nicht nur der Name des Ortes, sondern zugleich die Stellung des nun binnen wenigen Jahren zwölfmal in Urkunden benannten Ritters (miles) auf – in einem Dokument 1264 wird er zudem als nobilis vir ... dominus Johannes de Blůmenberch bezeichnet, der hier somit unter „den ‚adligen Männern‘ aufgeführt wird. […] Man (kann) annehmen, daß der Blumberger zumindest dem sogenannten Niederadel zuzurechnen ist.“ Der Besitz einer Burg war dabei verpflichtend. Als Ritter wird er generell benannt, zumeist in den Urkunden an vorderster Stelle. Und es lässt sich über die Urkunden „das Personenfeld beschreiben, in dem sich der Blumberger bewegte: Es sind Graf Heinrich I. von Fürstenberg, die Grafen von Freiburg, die Herren von Klingen, Konstanzer Kleriker, Heinrich von Krenkingen, der Abt Albrecht von Reichenau, die Herren von Tengen und vor allem an erster Stelle Graf Rudolf von Habsburg.“

Johannes war dabei nicht nur in Eigentumsübertragungen einbezogen, die immer auch politische Entscheidungen bedeuteten – es ist dokumentiert, „daß er zusammen mit Rudolf von Habsburg und den Freiburger Grafen Fehden bzw. Kriege bestritt, demnach also mit einer eigenen Gefolgschaft, Rüstung, Pferden etc. ausgestattet war. Ebenso kann man davon ausgehen, daß er eine Familie besaß.“

Bei einer Beurkundung am 14. August 1272 war Johannes von Blumberg nicht anwesend, sondern – vermutlich stellvertretend – sein Sohn Johannesin von Blůminberc den jungen.[5] 
VON BLUMBERG, Albrecht Johann (I3194)
 
2727 Hinweis prüfe Wappenzugehörigkeit! JUNG, Fida (I13170)
 
2728 Hinweis: aus Traueintrag seiner Tochter SCHICKH, Matthäus (I1163)
 
2729 Hinweis: Die Verwandschaft zu hans Krüsi ist nicht geklärt
Hans Krüsi, auch Hans Nagel und Hans Kern genannt (* in Sankt Georgen; † 27. Juli 1525 in Luzern), war ein Schweizer Täuferprediger, der in der Gegend von St. Gallen aktiv war. Er starb als Märtyrer der Täuferbewegung.

Über die Herkunft und Jugend Hans Krüsis ist wenig bekannt. Der St. Galler Chronist Johannes Kessler (um 1502–1574) beschreibt Krüsi als „von Sant Georgen bürtig“. Dort sei auch „sin ufenthalt und niderlass“ gewesen.[1] St. Georgen lag südöstlich von St. Gallen und gehörte politisch zur Kommunalgemeinde Tablat. Kirchlich war es über eine Kaplanstelle mit der St.Galler Laurenzen-Kirche verbunden. 
KRÜSI, Anna\Barbara (I9953)
 
2730 Hinweis: Wappen - Zugehörigkeit zu Genoveva Ott prüfen!
Der loblichen Statt Solothurn Burgerbuch - bekannt unter dem Namen "Wagner'sches Wappenbuch" aus dem XVII Jh.
https://chgh.ch/8565-o/ogg-owlig/ott 
OTT, Genoveva (I12436)
 
2731 Hinweis: Wappenzugehörigkeit prüfen! KELLER, Salome (I22168)
 
2732 Hinweis: Wappenzugehörigkeit prüfen! KELLER, N. (I22947)
 
2733 Hinweis: Wappenzugehörigkeit zu prüfen! SPIESS, Anna (I13907)
 
2734 Hinweise zur Person: Aus dem Strafakten der Pfarrei: "Wegen Einigen Fluchens Susannae, breiteren Mann Louis Galloi, hat obannann Susanna gutwillig für die Armen geben 15 Albus, ut supra."
aus: Wilhelm Schuster ´Chronik von Heddesheim` 
B., Susanna (I859)
 
2735 HINWIL ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks des Kantons Zürich in der Schweiz.
Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 1968 wurden im Innern der reformierten Kirche Mauerreste aus römischer Zeit gefunden.
Der erste schriftlich erwähnte Name von HINWIL lautet Hunichinwilare und stammt aus dem Jahr 745. Es handelt sich um eine Schenkungsurkunde eines Landbert an das Kloster St.Gallen. Wahrscheinlich stand damals in der Gegend vom heutigen Dorfhügel ein kleiner alamannischer Weiler.  
VON BLUMENBERG, Brigitta (I7938)
 
2736 Hinwil, Hans von
geboren 20.1.1498 Elgg, gestorben 20.6.1544 St. Gallen, von Zürich, ab 1516 von Winterthur (Aufgabe des Zürcher Bürgerrechts). Sohn des Georg, Söldnerführers, und der Magdalena von Rotenstein. ∞ 1523 Beatrix von Hohenlandenberg, Tochter des Ulrich. Schulen bei Vadian in Wien und bei Glarean in Basel. Herr zu Elgg. Vogt des Bf. von Konstanz 1527 in Güttingen und 1530 in Meersburg. 1543 Landshofmeister der Abtei St. Gallen und oberster Forstmeister des Stifts in Konstanz. H., der beim alten Glauben blieb, nahm mit den Winterthurer Truppen auf der Seite Zürichs am Kappelerkrieg teil. Er war ein bedeutender Mittelsmann zwischen der Eigenossenschaft und Ks. Karl V.
Werke
– «Ber. über den Kappelerkrieg», in ZSK 1, 1907, 161-182
Autorin/Autor: Martin Lassner

Zitat aus: https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=mit-003:2014:19::143

Im Zeichen adliger Identitätsfindung?

Das Familienbuch des Hans von Hinwil von 1541
von Peter Niederhäuser

«Und damit unnser Kind ire Anen und der Schild und Helm, wie die sein sollen, hinach ain Wissen haben, hab ich wie sy nachainandr gand, gemalt im Martzen im 1541 Jar» - damit seine Kinder ihre Vorfahren und Wappen kennen, habe er im März 1541 dieses Buch verfasst. Mehr beiläufig und zwischen den Zeilen rechtfertigte Hans von Hinwil, Schlossherr zu Elgg, seine Tätigkeit, die künstlerisch, wappenkundlich, genealogisch und historisch gleichermassen von Bedeutung ist. Sein knapp 60-seitiges Werk auf Pergament umfasst eine allgemeine familiengeschichtliche Einleitung und eine mit ergänzenden Bemerkungen versehene Darstellung der Wappen von Familienangehörigen. Das «Familienbuch», wie es mehr oder weniger zutreffend bezeichnet wird, enthält zwar Wappen und Familiengeschichte, ohne sich jedoch unbedingt in das Genre der Haus- und Familienbücher einzureihen, die sich ab dem Spätmittelalter von städtischen Führungsgruppen ausgehend immer stärker zu verbreiten begannen und kaufmännische, politische und lebensgeschichtliche Informationen versammelten. Das Hinwiler Familienbuch erzählt keine autobiografisch angelegte Familiengeschichte, sondern verknüpft das fragmentarische «Wissen» um die Familie mit den weitgehend chronologisch gruppierten Wappen der Vorfahren und nähert sich so den spätmittelalterlichen Wappen- und Turnierbüchern an. Das ungewöhnliche, bis heute im Besitz der Nachkommen der Herren von Hinwil befindliche Schriftstück kann mit dem weit bekannteren Familienbuch der Herren von Eptingen oder dem Hausbuch der Herren von Hallwyl, ein Werk des Neffen der Frau von Hans von Hinwil, verglichen werden, steht aber in seiner Art innerhalb der Ostschweiz weitgehend alleine als Beispiel für adlige Traditionsbildung in Wort und Bild. Es lohnt sich deshalb, diese besondere, bisher kaum ausgewertete Quelle zur Adelsgeschichte mit Blick auf die Selbstdarstellung eines Geschlechtes etwas genauer anzuschauen, nach dem Umfeld und den Hintergründen dieses Werkes zu suchen und nach seinem Stellenwert für die Ostschweizer Adelsgeschichte zu fragen.

Ein adliger Gelehrter? Hans von Hinwil

«Das Buoch hat Hanns von Hynweil gemacht im Merzen von Christi Geburt gezelt 1541 jar», beginnt in Grossbuchstaben das Familienbuch. Die Angaben von Autor und Zeitpunkt der Niederschrift sind allerdings mit Vorsicht zu gemessen, verweisen doch einzelne Einträge auf spätere Ereignisse, etwa auf die Geburt des Sohnes Stoffel an Allerheiligen 1541 oder auf den Tod des Vaters von Hans 1545, und listen die Wappen auch von Eheverbindungen auf (Westerstetten, Bernhausen), die lange nach dem vergleichsweise frühen Tod von Hans von Hinwil 1544 erfolgt sein müssen. Ob Hans von Hinwil tatsächlich Autor des Familienbuches war oder ob nicht ein Nachkomme auf der Grundlage seiner Notizen oder einer Vorlage dieses Werk geschaffen hat, muss offenbleiben. Unbestritten sind jedoch Gewicht und Einfluss eines Junkers, der zu den ungewöhnlichsten Adligen der damaligen Ostschweiz zählte.
1498 geboren als Sohn von Jörg von Hinwil und Magdalena von Rotenstein, wuchs Hans mit zahlreichen Geschwistern auf dem väterlichen Schloss in Elgg auf. Die aus dem Zürcher Oberland stammenden Herren von Hinwil hatten 1442 für die ansehnliche Summe von 2105 Gulden die Herrschaft Elgg als habsburgisches Pfand übernehmen können. Die stattliche Herrschaft umfasste neben dem Schloss und dem Städtchen ein hügliges Hinterland mit zahlreichen kleineren Siedlungen und lag in der Grafschaft Kyburg, unmittelbar an der Grenze zum Thurgau. Diese Randlage brachte Elgg einen vergleichsweise grossen Spielraum, denn trotz der Intensivierung seiner Hoheitsrechte musste Zürich die Autonomie der adligen Herrschaft anerkennen. Kamen die Herren von Hinwil in ihrem «Stammgebiet» im Zürcher Oberland gegen 1500 unter solchen wirtschaftlichen Druck, dass sie schliesslich ihren dortigen Besitz um die Burg Greifenberg ob Bäretswil liquidierten, gelang ihnen in Elgg die Konsolidierung. Wie andere Ostschweizer Adlige auch fanden sie mit der Verwaltung ihrer Gerichtsherrschaft, mit Sold- sowie mit dem Dienst vor allem bei geistlichen Herren ein Auskommen, das sowohl den adligen Status wahrte wie den Kontakt zu süddeutschen Geschlechtern gewährleistete. Die Heirat von Jörg mit der oberschwäbischen Adligen Magdalena von Rotenstein verweist auf das Beziehungsnetz der Familie, das den Hinwilern 1528 die Herrschaft Humprechtsried bei Ravensburg als mütterliches Erbe einbrachte.
Dieses neue sozialgesellschaftliche Umfeld prägte Hans von Hinwil: Er besuchte die Universitäten in Wien und Basel, wo er sich zweifellos eine solide Grundausbildung erwarb und Gelehrte wie Vadian oder Glarean kennen und schätzen lernte. Rund 25-jährig heiratete er 1523 mit Beatrix von Hohenlandenberg die Tochter des verstorbenen Schlossherrn zu Hegi bei Winterthur, Schwägerin des bedeutenden Adligen Kaspar von Hallwyl wie Nichte des Konstanzer Bischofs Hugo von Hohenlandenberg. Gestützt wohl gleichermassen auf seine Fachkenntnisse wie auf seine Verwandtschaft, trat Hans von Hinwil in die Dienste des Kirchenfürsten und übernahm bis zum Tod seines Gönners Anfang 1532 verschiedene Verwaltungsaufgaben - eine «persönliche» Dimension adliger Herrschaft, die interessanterweise im Familienbuch keine Erwähnung fand. Diese Karriere brachte ihn in Kontakt mit massgeblichen Leuten und mit einer bischöflichen Hofkultur, die der repräsentativen, auf den Fürsten und seine Wohltaten bezogenen «Erinnerung» sowie der Wertschätzung von Dynastie und Familie grosses Gewicht beimass. Mit der Teilung der Herrschaft 1531 durch den Vater Jörg kam Hans von Hinwil in den Besitz von Elgg, während sein Bruder Veit-Anton Humprechtsried übernahm. Bevor Hans 1542 in den Dienst des Abtes von St. Gallen trat und am 10. April 1544 in St. Gallen starb, stellte er auf der Grundlage seiner administrativen Erfahrungen die Strukturen der Gerichtsherrschaft Elgg auf ein neues, zeitgemässes Fundament. Ihm verdanken wir aus dieser Zeit eine Öffnung, ein Gesetzbuch und die Anfänge eines Einkünfteverzeichnisses, auf ihn gehen auch die Beilegung von Grenzstreitigkeiten oder die Förderung des kleinstädtischen Marktes zurück. Das Verzeichnis der rechtlichen Grundlagen der Herrschaft Elgg von 1535 beginnt darüber hinaus mit einem historischen Abriss der Geschichte von Elgg, der bis zum St. Galler Mönch Notker zurückführt und zahlreiche Informationen zur Familie von Hinwil enthält, die dann auch im Familienbuch Eingang fanden. Das Interesse an der Historie ging Hand in Hand mit einer soliden Ausbildung, humanistischen Kontakten und der Laufbahn als «Beamter» mit grosser Erfahrung in der Verwaltung. Gleichzeitig sorgte die standesgemässe Verwandtschaft für ein breit abgestütztes Beziehungsnetz bis weit in den süddeutschen Raum hinein. So brachte Hans von Hinwil 1541 stellvertretend für die mit ihm verwandte Äbtissin der schwäbischen Zisterze Wald am Reichstag in Regensburg eine Supplik vor und hielt seine Erinnerungen an diese Reise als Tagebuch fest. Schriftstücke in Form von Verwaltungsbüchern, Chroniken und Familienerinnerungen prägten und begleiteten das Leben des gebildeten Adligen, dessen Vorlieben innerhalb des traditionellen Adels eher ungewöhnlich, aber auf keinen Fall einzigartig waren und für die Niederschrift des Familienbuches mitverantwortlich sind.

Familiengeschichte oder Familiengeschichten?

Das Interesse an der Vergangenheit und insbesondere an der eigenen Geschichte scheint Hans von Hinwil motiviert zu haben, sein Wissen in einem Buch zu versammeln. Weil die Menschen aus der alten Geschichte und der Historie, aber auch aus der Erfahrung lernen würden und damit seinen Nachkommen «etwas von iren Altfordern in Wüssen bleibe», so der Junker, habe er diese Informationen zusammengetragen. Seine humanistische Ausbildung bestimmte sein Vorgehen, stützte er sich doch, wie er eingangs ausdrücklich festhält, auf schriftliche Quellen wie Heiratsverträge und Jahrzeitbücher sowie auf die mündlichen Erinnerungen seines 78-jährigen Vaters Jörg von Hinwil. Als zusätzlichen Beleg hielt er verschiedene Briefe und Urkunden im Wortlaut fest. Der legitimatorische Verweis auf das Vorgehen soll allerdings nicht zum Nennwert genommen werden. Trotz der Betonung der «beweisslichen» Ahnenkunde reicht das gesicherte Wissen des adligen Forschers nicht mehr als drei Generationen zurück, nämlich bis zum Urgross- vater Herdegen, der 1442 die Herrschaft Elgg erwarb. Vor diesem Zeitpunkt vermischen sich die genaueren Zuordnungen zu einzelnen Personen und fehlen einzelne Familienangehörige völlig, was angesichts der lückenhaften Überlieferung ausserhalb des Stammsitzes Elgg und angesichts des Aussterbens eines Zweiges des Geschlechts nicht ganz überrascht. So verwechselt Hans von Hinwil etwa zwei gleichnamige Vorfahren und «überspringt» aus diesem Grund zwei Generationen: Gemäss dem Familienbuch heiratete der vor 1387 verstorbene Friedrich in zweiter Ehe Beatrix von Wilberg; diese war jedoch in Tat und Wahrheit die Ehefrau eines Friedrich von Hinwil, der als Urenkel des ersten Friedrich vor 1448 starb.
Dass es im Familienbuch nicht allein um eine Rekonstruktion des - genealogischen - Herkommens der Herren von Hinwil geht, macht zudem die bereits erwähnte Zweiteilung deutlich. Der erzählende einleitende Teil betont die Bedeutung der Familie, während der zweite, heraldische Teil die einzelnen Vorfahren mit ihren Ehepartnern auflistet, bis hin zu den Kindern von Hans von Hinwil. Unter die Wappen eingefügte Notizen, die möglicherweise nicht zum ursprünglichen Konzept des Buches gehören, verweisen selektiv auf die wichtigsten «Taten», auf Heiratsbeziehungen, auf Kinder sowie auf Grablege und Jahrzeitstiftungen. Die Abfolge der Wappen ist nicht durchgehend chronologisch, sondern folgt den beiden Hauptzweigen der Familie. Beide Abschnitte haben vordergründig nichts miteinander zu tun und erzählen auch keine kohärente, autobiografisch motivierte Familiengeschichte wie bei städtischen Hausbüchern. Sie bilden aber insofern eine Einheit, als sie sowohl über familiäre Allianzen wie über historische Notizen den adligen Rang der Familie in die Vergangenheit zurückführen und damit eine besondere Tradition schaffen, wenn auch deutlich zurückhaltender als zum Beispiel das Familienbuch der Herren von Eptingen, welches das Geschlecht in der Römerzeit wurzeln lässt.
Von besonderem Interesse ist die Einleitung, die nicht nur das Buch an sich rechtfertigt, sondern ausführlicher auf die Geschichte im allgemeinen und auf das Herkommen der Familie eingeht und dabei die Hintergründe des Werkes verständlicher macht. Zwei Leitthemen bestimmen die Ausführungen, einerseits die Sorge um Rang und Ansehen der Familie vor dem Hintergrund eines Bedeutungsverlustes der «guetten alten Adelsgeschlecht», andererseits die angeblich verheerenden Auswirkungen einer allzu engen Anlehnung der Hinwiler an das Haus Habsburg-Österreich. So erinnert Hans von Hinwil ausdrücklich an den Pfandcharakter seiner Herrschaft Elgg, die angeblich bereits 1336 von den Fürsten von Österreich an die Herren von Hinwil verpfändet worden sei. Nach den generellen Ausführungen über Adel und Sinn und Zweck des Familienbuches kommt Hans von Hinwil rasch auf das adlige Beziehungsnetz zu sprechen und fügt dabei jeweils Urkunden in Wortlaut ein. Die Grafen von Toggenburg hätten ihre «Nachbarn» zu Hinwil als «guot Edelleut geachtet», später standen die Herren von Hinwil im Dienste der Grafen von Habs- burg-Faufenburg, ehe sie dem Haus Habsburg-Öster- reich «treüwlich und wol gedient haben». Sie besassen habsburgische Pfänder, waren Burgmannen und Burgvögte in Rapperswil sowie Fandeshauptleute in Glarus, hätten als treue Diener ihres Herren verschiedene Burgen und Herrschaftsrechte verloren und seien «umb viel Feib, Fand und Feüth khommen». Angeblich mit anderen Adligen Garanten eines nicht ratifizierten habsburgischen Friedensvertrages mit den «Schweitzern», hätten sie schliesslich die nicht nur für niederadlige Verhältnisse horrende Summe von 60'000 Gulden einschiessen müssen, ohne dafür je von Habsburg entschädigt worden zu sein. Dieses Geld «statt noch heüt bei Tag onvergolten auß», fügt Hans von Hinwil ausdrücklich an.
Diesen Aussagen muss allerdings mit Vorsicht begegnet werden: Um 1540 lebte Hans von Hinwil als nicht ganz unbedeutender Gerichtsherr von Elgg sicher nicht als «Verlierer der Geschichte» in armseligen Verhältnissen. Seine Familie kann zudem im 14. Jahrhundert kaum - wie die Fandenberg oder Hallwyl - zum glanzvollen Ritteradel gezählt werden. Schliesslich ist auch von einem habsburgischen Friedensvertrag nichts bekannt, der dann gemäss Hans von Hinwil beim Brand von Schloss Uster spurlos verschwunden sein soll. Auch die Erwähnung, dass der alte Herdegen von Hinwil 1388 in der Schlacht von Näfels als Fandeshauptmann mitsamt sieben weiteren Familienangehörigen ums Feben kann, scheint eine Behauptung. Als habsburgische Amtleute sind die Herren von Hinwil nie belegt; überliefert ist allein für die Zeit vor 1360 die mit einem Zins aus Glarus verbundene Stellung Friedrichs als Burgmann in Rapperswil. Einzig in Zusammenhang mit dem Nachlass von Hermann von Fandenberg-Greifensee taucht Friedrich von Hinwil um 1370 als Mitglied eines Adelskonsortiums auf, welches das überschuldete Erbe mit grösseren Summen Geld zuhanden der habsburgischen Fandesherrschaft ablöst - ohne dass sich dabei aber die habsburgische Fandesherrschaft als säumige Schuldnerin festmachen lassen würde. Die Argumentation des adligen Schreibers darf deshalb nicht zum Nennwert genommen werden. Im Unterschied zu anderen regionalen Adelsfamilien finden sich kaum Belege für einen «Niedergang» der Herren von Hinwil und auf eine entsprechende Verantwortung der habsburgischen Fandesherrschaft. Griff Hans von Hinwil auf ihm bekannte Chroniken wie zum Beispiel jene von Heinrich Brennwald zurück, der einleitend und mit Blick auf die antihabsburgische eidgenössische «Freiheitsgeschichte» das Verschwinden des Adels thematisierte?

Warum ein Familienbuch?

Bemerkenswert ist nicht allein die (Über-)Betonung Habsburgs, bemerkenswert sind überhaupt die Gewichtungen im Familienbuch, das der Person des Autors kaum ein eigenes Profil zuweist, das die mit der Glaubensspaltung und dem eidgenössischen Einfluss nicht ganz unproblematische Gegenwart der Adelsfamilie grosszügig ausklammert und das auch den einzelnen Familienangehörigen
letztlich wenig Platz einräumt. Kann die Klage über Habsburg-Österreich aus heutiger Sicht kaum nachvollzogen werden, so bleibt auch unklar, welches denn die Verdienste des Geschlechts sind und was den (gemeinschaftlichen?) Charakter der Familie ausmacht.
Das Aneinanderreihen von (Allianz-)Wappen demonstriert zweifellos das Alter und die breite Abstützung des Geschlechts - und hier muss wohl der Grund für die genealogische Arbeit des adligen Gelehrten gesucht werden. Dieser begründete sein Vorgehen mit dem Weitergeben von Wissen an die Nachkommen und unterlegte dieses Ziel mit einer ständischen Argumentation: Adlige würden «in grosser Würde und hocher Eer gehalten», mittlerweile seien aber zahlreiche traditionsreiche Geschlechter verschwunden oder würden sich durch «ungemässe Heyrath unverdunklend, ia schier zue Burgern verclainern und vermindern». Die Wahrung des Standes und die Angst vor der Verbürgerlichung des Adels scheinen Hans von Hinwil gleichermassen vor Augen gestanden sein, als er sein Buch schrieb. Was er genau unter unstandesgemässer Heirat verstand, ist allerdings eine andere Frage, waren doch die Herren von Hinwil seit dem 15. Jahrhundert mit der städtische Elite in Zürich (Stagel, Meiss, Meyer von Knonau, Schwarzmurer, Rohrdorf) und Luzern (Hertenstein, Segesser von Brunegg) verschwägert und wählten auch einige Kinder von Hans städtische Ehepartner. Die Schwester von Hans, Appolonia, war mit Leodegar von Hertenstein, Sohn des einflussreichen Luzerner Schultheissen, verheiratet.
Die Grenzen zwischen «altem» und «neuem» Adel verliefen in der Ostschweiz fliessend und trafen vielleicht gerade deshalb Hans von Hinwil an einem wunden Punkt. Wohl in Zusammenhang mit dem Familienbuch entstand eine Art Ahnenprobe, welche die 16 adligen Vorfahren von Hans und von seiner Frau Beatrix von Hohenlandenberg aufzeigt und dabei die heiklen städtischen Eheverbindungen sorgfältig auszuklammern scheint. Wie im Familienbuch fehlen hier Zwischenglieder und werden einzelne Generationen übergangen, ob mit Absicht oder aus Unkenntnis, sei dahingestellt. Zu diesem «Stammbaum» passen die ersten, prestigeträchtigen Wappen im Familienbuch, welche Heinrich und Johann repräsentieren, die als Ordensmeister in Rhodos und als Abt der Reichenau in der Mitte des 15. Jh. eine für die Familie ungewöhnliche Karriere machten. In das ständische Umfeld passt aber auch ein Eintrag zum Vater von Hans, Jörg von Hinwil, bezeichnenderweise eingefügt beim Wappen von Hans, der anmerkt, er schreibe hier einen Brief ab, damit seine Kinder «ire Eltern und Anen wissenn ...». Angeblich forderte Herdegen von Hinwil seinen Sohn Jörg auf, an einem Turnier in Ansbach (wohl 1485) teilzunehmen, und schickte ihm neben einem Hengst auch die stattliche Summe von 100 Gulden. Gleichzeitig soll er ihm eine Ahnenprobe mit den jeweils vier adligen Vorfahren von Vater und Mutter beigelegt haben. Dieses Dokument hielt Hans von Hinwil für so überlieferungswürdig, dass er den Brief säuberlich in das Familienbuch übertrug, was uns zur Frage zurückführt, welche Ziele Hans von Hinwil mit seiner Arbeit verfolgte.
Im Hinwiler Familienbuch und in der Ahnenprobe überlagern sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und es wird die Absicht des Junkers Hans von Hinwil deutlich, in einer Zeit des Umbruchs Rang und Namen seines Geschlechts festzuhalten. Damit reiht er sich ein in die Politik von Adligen, gegenüber fürstlichen Territorialherren wie auch gegenüber städtischen Patriziern ihre Stellung zu verteidigen und gezielt die Familiengeschichte als Instrument der Traditionsbildung herbeizuziehen. Wie die spätmittelalterlichen Turnierbücher dienten solche Werke einer «ritterlichen Vergangenheitskonstruktion», und wie bei den mit Namensauflistungen verbundenen Darstellungen von Turnieren ging es bei Familienbüchern wie jenem der Hinwiler letztlich um den Nachweis, einem alten - und damit «echten» - Adel anzugehören.
Die genossenschaftlich organisierten, von Turniergesellschaften getragenen Adelsturniere, wie sie durch die Turniere der Vier Lande im ausgehenden 15. Jh. repräsentiert wurden, charakterisierten sich nicht nur durch sportlichen Wettkampf und die festliche Gemeinschaft, sondern definierten und legitimierten auch Identität und Standesqualität adliger Familien. Die Turnierordnungen und beschreibungen messen der Frage der Turnierfähigkeit grosses Gewicht bei: Unstandesgemässe Heirat oder unritterliches Verhalten wurden bestraft, Teilnehmer ohne korrekten Ahnennachweis ausgeschlossen. Verlangte die Ahnenprobe bis um 1500 vier adlige Vorfahren, so weiteten sich die Anforderungen im Laufe des 16. Jh. auf 16 adlige Ahnen aus - und genau dieser Sprung lässt sich beim Hinwiler Familienbuch und der Ahnenprobe von 1541 ablesen.
Die Herren von Hinwil waren zweifellos mit dieser Form von exklusiver Adelskultur vertraut, allerdings fehlen Belege für eine Mitgliedschaft in einer dieser spätmittelalterlichen Turnier- und Adelsgesellschaften. Ist es denkbar, dass die Familie aufgrund ihrer «bürgerlichen» Heiraten im 15. Jh. von solchen ständischen Gruppierungen ausgeschlossen blieb? Oder ist es denkbar, dass vielmehr die - aus welchen Gründen auch immer - fehlende Zugehörigkeit zum Turnieradel Hans von Hinwil zum «Familienbuch» motiviert hatte, das (geschönten) Ahnennachweis und «historische» Erläuterungen verbindet und so eine neu-alte Familientradition begründen sollte? Die einleitenden Ausführungen zum Adel, zur Bedeutung des Geschlechts und zu den Beziehungen zum Haus Habsburg sowie die ungewöhnliche Abschrift der Ahnenprobe für das Ansbacher Turnier verweisen auf jeden Fall auf das Ziel, anerkannter Teil der adligen Welt zu sein. Bereits eine Generation später allerdings starb die Familie 1588 mit dem 1540 geborenen Sohn Hans-Ulrich im Mannesstamme aus. Waren damit die Bemühungen von Hans von Hinwil um Stand und Wissen seiner Nachfahren umsonst gewesen? 
VON HINWIL, Hans (I3840)
 
2737 Hischam II. wurde 976, im Alter von 10 Jahren, Nachfolger seines Vaters al-Hakam II. im Kalifat von Córdoba. Für ihn übten seine Mutter Subh und Dschafar al-Mushafi, der erste Minister, die Regentschaft aus. Mit General Ghalib und Almansor (Abi Amir al-Mansur) wurde verhindert, dass die Eunuchen einen Bruder von al-Hakam II. auf den Thron setzten. Subh förderte Almansor und bestimmte ihn zum Kämmerer des Kalifats. Bis 978 hatte Almansor sich auch gegenüber General Ghalib durchgesetzt und die absolute Macht errungen. Hischam II. wurde von der Regierung verdrängt und hatte keinen Einfluss auf die Politik. 997 musste er Almansor sogar offiziell die alleinige Regierung übertragen. Unter Almansor erreichte das Kalifat seine größte Ausdehnung und seine größten Erfolge über die christlichen Reiche.

Nach dem Tod von Almansor (1002) kam dessen Sohn Abd al-Malik (1002–1008) an die Macht, der mit erfolgreichen Feldzügen gegen Navarra und Barcelona seine Stellung im Reich festigte, aber durch Abd ar-Rahman Sanchuelo (1008–1009) ermordet wurde. Als dieser 1009 durch einen Volksaufstand unter Muhammad II. al-Mahdi gestürzt wurde, setzten die Aufständischen auch Hischam II. ab. Unter Muhammad II. al-Mahdi und Sulaiman al-Mustain wurde Hischam II. in Córdoba eingekerkert.

Nachdem sich die umayyadischen Kalifen Muhammad II. al-Mahdi (1009) und Sulaiman al-Mustain (1009–1010) sowie erneut Muhammad II. (1010) bei den Kämpfen zwischen Truppen der Berber und Araber sowie christlicher Söldnertruppen schnell abgewechselt hatten, setzten die Sklaventruppen unter al-Wahdid Hischam II. erneut als Kalifen ein (1010–1013).

Hischam II. stand nun aber unter dem beherrschenden Einfluss von al-Wahdid. Al-Wahdid gelang es aber nicht, die Berbertruppen unter seine Kontrolle zu bekommen. Da diese weiter Sulaiman als Kalifen unterstützten, dauerten die Kämpfe um Córdoba an. Als den Berbern 1013 erneut die Eroberung der Stadt gelang, kam es erneut zu schweren Plünderungen und Zerstörungen. Das weitere Schicksal von Hischam II. ist unsicher. Er soll am 19. April 1013 von den Berbern getötet worden sein. Als Kalif setzte sich erneut Sulaiman al-Mustain (1013–1016) durch.

Wie sein Vater al-Hakam II. hatte auch Hischam einen männlichen Harem. 
AR-RAHMAN, Hischam II. (I40376)
 
2738 Hnabi (oder Nebi) spielte eine Rolle bei der Gründung des Klosters Reichenau, er ist Stammvater der Ahalolfinger; Im Reichenauer Verbrüderungsbuch trägt er den Titel comes (»Graf«).
Thegan von Trier: Vita Hludovici S. 590 f c. 2 (Ausgabe:Ernst Tremp (Hrsg.): Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi 64: Thegan, Die Taten Kaiser Ludwigs (Gesta Hludowici imperatoris). Astronomus, Das Leben Kaiser Ludwigs (Vita Hludowici imperatoris). Hannover 1995 (Monumenta Germaniae Historica, Digitalisat))

Die Fürstabtei St. Gallen (gegründet 719, aufgehoben 1805), war eine Benediktinerabtei in der heutigen Ostschweiz und die Bezeichnung für ein Gebiet, das der weltlichen Herrschaft des Abts des Klosters in St. Gallen unterstand. Das Kloster St. Gallen war nach dem KLOSTER SÄCKINGEN das zweitälteste Kloster auf dem Gebiet der Alamannen. Der Abt von St. Gallen war bis 1798 Reichsfürst mit Sitz und Stimme im Reichstag des HEILIGEN RÖMISCHEN REICHES; St. Gallen war gleichzeitig erster Zugewandter Ort der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Bis zur Aufhebung der Abtei 1805 diente die Stiftskirche St. Gallen als Klosterkirche.

Gründung und «Goldenes Zeitalter»

Der karolingische Klosterplan St. Gallens ist die älteste überlieferte Architekturzeichnung des Abendlandes.[1] Reichenau, 819 oder um 827/830, St. Gallen, Stiftsbibliothek, Sign. Cod. Sang. 1092.

Rekonstruktionszeichnung des Klosters nach dem Klosterplan von Johann Rudolf Rahn, 1876

Eine Urkunde König Ludwigs des Deutschen von 856 für die Abtei St. Gallen. Stiftsarchiv St. Gallen, Urkunden FF.1.H.106
Im Jahr 612 liess sich der irische Mönch Gallus, ein Gefährte des Columban von Luxeuil, an der Steinach nieder und gründete eine Einsiedlerzelle. Der eigentliche Gründer des Klosters St. Gallen war jedoch Otmar, der am rätischen Bischofssitz in Chur ausgebildet und geweiht worden war. Um 719 wurde er vom Arboner Tribun Waltram von Thurgau zum Vorsteher der Gallus-Zelle eingesetzt und mit der Einführung eines regulären Klosterlebens beauftragt. Die ersten Mönche waren zunächst Räter, später stammten sie immer häufiger aus alemannischen Adelsfamilien der Umgebung. Die zahlreichen Schenkungen begüterter Adliger an das Kloster Otmars scheinen zum Ziel gehabt zu haben, einheimischen Grundbesitz dem Zugriff der in der Region immer stärker werdenden Karolinger zu entziehen. Von der Auslöschung der alemannischen Führungsschicht 746 beim Blutgericht zu Cannstatt wurde auch das Kloster betroffen, dem im folgenden Jahr vom fränkischen König Pippin dem Jüngeren die Benediktinerregel aufgedrängt wurde. Auch das Klostergut wurde von fränkischen Kommissaren in Mitleidenschaft gezogen. Als Otmar 759 vor dem König klagen wollte, wurde er verhaftet und auf eine Rheininsel bei Eschenz verbannt. Nunmehr dem Bistum Konstanz unterstellt, wurde es faktisch zum bischöflichen Eigenkloster. Das änderte sich erst unter Abt Gozbert, der 818 von Ludwig dem Frommen ein Immunitätsprivileg und damit die Erhebung zum reichsunmittelbaren Kloster zu erreichen vermochte. Das bisher eher königsferne Kloster wurde nunmehr zu einer Stütze der fränkischen Herrschaft in Alemannien. Ein Skriptorium wurde eingerichtet, wo biblische und wissenschaftliche Texte von hohem Rang angefertigt wurden. Hier entstanden 883 die GESTA CAROLI MAGNI des NOTKER von St. Gallen. Während des «Goldenen» Zeitalters von 816 bis zum Ungarneinfall 926 war eine enge Zusammenarbeit mit kaiserlichem resp. königlichem Hof sowie eine neue Blüte des Skriptoriums dominierend.

Die STIFTSBIBLIOTHEK St. Gallen ist seit 820 indirekt über den St. Galler Klosterplan nachgewiesen. Dort entstanden herausragende Werke der Buchmalerei wie der Folchart-Psalter, der St. Galler Psalter, das Psalterium Aureum und das Evangelium Longum. St. Gallen war während des Frühmittelalters eines der BEDEUTENDSTEN ZENTREN ABENDLÄNDISCHER KULTUR.

Ungarneinfall 926

Martyrium der Wiborada
Das «Goldenes Zeitalter» endete abrupt am 1. Mai 926, nachdem bereits im Frühjahr Reisende berichtet hatten, die Ungarn würden auf ihren Feldzügen bereits bis zum Bodensee vorstossen. Da die Herzöge im zerstrittenen Ostfrankenreich keine gemeinsame Abwehr aufbauen konnten, hatten sie den plündernden und brandschatzenden Banden nichts entgegenzusetzen. Abt Engilbert beschloss, die Schüler sowie Alte und Kranke in der dem Kloster gehörenden Wasserburg bei Lindau in Sicherheit zu bringen. Viele der Schriften wurden im befreundeten Kloster Reichenau versteckt. Die Mönche brachten sich und die wertvollen Kultgegenstände in einer Fluchtburg im Sitterwald in Sicherheit. Die Einsiedlerin Wiborada blieb auf ihren ausdrücklichen Wunsch als einzige in der zugemauerten Kirche St. Mangen in der verlassenen Stadt zurück.

Als die Ungarn die Stadt überfielen, fanden sie nichts von Wert. Sie beschädigten Gebäude und Altäre und brannten die Holzhäuser des Dorfes nieder. Die Angreifer fanden auch Wiborada (+01.05.926 in St. Gallen), allerdings keinen Eingang zu ihrer zugemauerten Klause. Feuer konnte ihr und der Kirche nichts anhaben, also deckten die Ungarn das Dach ab und töteten sie. Einen Angriff auf die Fluchtburg der Mönche wagten die Ungarn aufgrund ihrer schwer zugänglichen Lage nicht. Sie wurden von den Mönchen beim Rückzug sogar angegriffen. Nach dem Abzug der Ungarn kehrten die Mönche mit den Einwohnern zurück und bauten die beschädigten und niedergebrannten Häuser wieder auf. 
VON ALEMANNIEN, Graf Graf Nebi \ Hnabi (I18671)
 
2739 Hochadelsfam. mit Sitz in M.-les-Monts, aus den Herren von Belp-Montenach hervorgegangen, deren Geschichte sie bis zur Trennung der Herrschaft 1277 teilte. Ihr erster Vertreter, Wilhelm I. (1311), baute sich im savoy. Raum eine angesehene Stellung auf und wurde 1299 Landvogt der Waadt.  VON BELP-MONTENACH, Wilhelm I. (I41492)
 
2740 Hochzeitsgedicht von Josua Maler: Conjugium A Romano Pontififice Exulans Magnificentissimis Nuptiis Antiquo stemmate, virtute, dignitate Sponsorum Nobiliss. Dn. Renhardi-Casimiri Wamboldi Ab Umstadt .... / Gratulante Iosua Pictorio Tig., Zürich 1607 (http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/2957764). VON BODECK, Anna Konstantina (I16917)
 
2741 Hochzeitspredigt: Geistlicher hochzeitlicher Ehrenkrantz, von etlichen Geistlichen und schönen Jugend- und Glaubens-Blümelein zusamen gesetzt und in einer Hochzeitpredig auss den weysen Sprüchen Salomons ... bey dem hochzeitlichen Ehrentag des edlen, besten, ehrenvesten Junckern, J. Ulrich Hochrütiners, Burgers zu S. Gallen und der edlen, vil ehren- und tugendreichen Frawen, Fr. Adriana-Francisca Thomasinin, Herren Hans Anthoni Lochers sel., auch Burgers und Kaufherren zu S. Gallen, ... jn der evangelischen Gmeind und Pfarrkirch Marpach im Rhyntal, den 21. Maji, a. 1650 aussgelegt und erklärt / durch Johann Jacob Rügggen von Zürich, diser Zeit Predigern am Wort Gottes daselbst, Zürich 1650 (http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/2940263). TOMASI, Adriana Francisca (I16911)
 
2742 Höffgen (Bergisch Gladbach)
Höffgen ist ein Ortsteil im Stadtteil Refrath von Bergisch Gladbach.
Der Siedlungsname Höffgen greift in einer mundartlichen Nebenform die alte Gewannenbezeichnung Auf den Höfen auf. Diese verzeichnet das Urkataster östlich von Vürfels. Der Flurname bezog sich auf das hochmittelalterliche Weidenpescher Gut, das im Bereich des Gewannes als Köttersgut des Vürfelser Hofes angelegt war. Höffgen/Höfchen leitet sich al Diminutiv von Höfen aus dem mittelhochdeutschen „hof“ (= Hof, Wohnstätte, Besitz) her. Es bezeichnet ein kleines landwirtschaftliches Anwesen. 
KLEY, Johannes (I291)
 
2743 Hofmeister (von Frauenfeld)
Zweig der ritteradligen Fam. von Frauenfeld-Wiesendangen. Namengebend für seine Nachfahren war der ab 1270 belegte Jakob von Frauenfeld, der ab 1301 Hofmeister des Hzg. Leopold von Österreich war. Sein Sohn Nikolaus war ab 1331 Bf. von Augsburg, ab 1334 von Konstanz. Dessen Bruder Hans erwarb neben der Vogtei Reichenau und dem Meieramt von Langdorf verschiedene österr. Pfandschaften, so die Burg zu Frauenfeld und die Vogtei Schwarzenbach. 1347 war er wie sein Vater Vogt zu Kyburg. In der 2. Hälfte des 14. Jh. begannen seine Söhne Johannes der Sänger und Jakob mit der Liquidation ihrer Güter und Rechte und die Fam. verbürgerlichte zunehmend.


Literatur
– E. Leisi, «Die H. von Frauenfeld», in ThBeitr. 83, 1947, 1-12
– K. Burkhardt, Stadt und Adel in F. 1250-1400, 1977, 38-48
– Sablonier, Adel

Autorin/Autor: Martin Leonhard

Die Hofmeister von Frauenfeld

2. Ritter Jalob I.

Während sich über Ritter Rudolf von Wiesendangen und seinen Sohn Walter, der offenbar früh starb, noch kaum etwas Wichtiges in den Pergamenten erkennen läßt, erscheint der andere Sohn Jakob schon früh als bedeutende Persönlichkeit, die nicht nur bei ihren Mitbürgern, sondern auch bei den Herzogen von Oster- reich in Ansehen steht. Als im Jahr 1286 durch den Abt von Reichenau, Albrecht von Ramstein, im Verein mit den Herzogen Albrecht und Rudolf von Österreich eine Ordnung für den Gottesdienst in der neu erbauten Stadtkirche zu Frauenfeld aufgestellt wurde, und zwar auf der reichenauischen Burg Sandegg, bestimmten die Bürger fünf Männer von Frauenfeld, die in Zukunft den Priester für das neue Gotteshaus wählen und dem Abt vorschlagen sollten. Als erster der fünf Wähler wurde Herr Jacob ime Turne, das heißt Jakob von Wiesendangen, ernannt, und es wurde gleich hinzugefügt, daß nach seinem Tode oder nach seinem allfälligen Eintritt in ein Kloster sein ältester Sohn dieselbe Auszeichnung erhalten solle und nach ihm wieder dessen Erstgeborner. Wäre der Berechtigte noch nicht volljährig, so dürfte er die Kur einem Freunde aus der Bürgerschaft übertragen. Die Benennung «Jacob ime Turne» läßt erkennen, daß das Geschlecht damals schon im Schloß saß; jedoch wird damals erst eine kleine Behausung hinter dem Turm bestanden haben. Die stattliche Wohnung gegen die heutige Post zu dürfte Jakob
von Wiesendangen später gebaut haben, als sein Vermögen sichtlich zunahm, wenn nicht etwa erst die Landenberger sich so herrschaftlich eingerichtet haben.

Nachdem einige Zeit ein Bürgerlicher namens Ulrich das Amt des Stadtvogtes bekleidet hatte (erwähnt 1282, 1286, 1289)' trat Ritter Jakob 1292 an seine Stelle. In diesem Jahr war er auch Hofmeister des Herzogs Albrecht und wirkte als Schiedsrichter beim Friedensschluß dieses Fürsten mit der Stadt Zürich. Die Bedeutung des Titels «Hofmeister» ist bekannt; er bezeichnet eigentlich den Aufseher über die Hofdienerschaft eines Fürsten, auch den Leiter des Haushaltes in einem Kloster. Es läßt sich zwar nicht erkennen, daß Jakob von Wiesendangen längere Zeit Hofmeister am österreichischen Hofe gewesen ist. Doch der Titel blieb der Familie bis zu ihrem Aussterben als Name. Im Jahr 1298 gehörte dem Ritter Jakob auch die Vogtei auf Kiburg, welche der Stadtvogtei von Frauenfeld übergeordnet ward Dem König Rudolf von Habsburg und seinem Sohn Albrecht lieferte der Ritter Streithengste, welche die Fürsten freilich zumeist nicht bar bezahlen konnten, sondern dem Verkäufer durch ansehnliche Pfänder sicherstellten. Natürlich leistete er auch persönlich Dienst im Krieg.

Im Jahr 1314 widerfuhr Jakob dem Hofmeister die Ehre, daß er dem Herzog Leopold 260 Mark Silber vorstrecken durfte und dafür Sicherheiten erhielt, deren Ertrag an Wert den Darlehenszins weit übertraf. Zu den Pfändern gehörte je ein Dinghof in Eschikofen und in Wellhausen, die Weibelhube in Ötwil samt den darauf sitzenden Leuten, Zinsen von Aawangen und Muzenbrunnen (jetzt Huzenwil, Hof bei Aawangen), ein Hof in Wellnau (Tößtal), Leibeigene in Fischenthal, ein Kelnhof und zwei Huben in Winterthur sowie ein jährlicher Anteil von
10 Pfund Zürcher Pfennig am Zoll zu Winterthur. Obgleich die Einkünfte von den Pfändern ein Mehrfaches des Zinses für die 260 Mark ausmachten, stellte der fürstliche Schuldner seinem Geldgeber erst noch 14 Bürgen, nämlich die Grafen Friedrich von Toggenburg und Eberhart von Nellenburg, die Freiherren Dietheim und Lüthpld von Krenkingen, ferner die Ritter Eberhart von Rosenau, Hans Truchseß von Dießenhofen, Egbrecht von Goldenberg, Eberhart von Eppenstein, Konrad Brümsi, Hans von Münchwil, Heinrich von Wyda, und endlich Stadtbürger Hans zum Thor von Winterthur, Ulrich von Ühlingen und Peter am Ort von Schaffhausen. Diese Garanten sind eigentlich nicht Bürgen, sondern Geiseln, «gisel». Die Rückzahlung sollte am 24. Juni 1317 erfolgen; wenn sie ausblieb, so hatte der Gläubiger das Recht, die Geiseln zu mahnen; dann mußten sie sich nach 14 Tagen in die Stadt Schaffhausen begeben und dort so lange auf Kosten des Schuldners in «offenen» Wirtshäusern leben, bis das Kapital und die aufgelaufenen Kosten bezahlt waren. Das Haus Habsburg war am Fälligkeitstermin tatsächlich nicht in der Lage, die 260 Mark zurückzuerstatten. Allein die Erben des Ritters Jakob hatten von den Pfändern so reichliche Einnahmen, daß es ihnen gar nicht einfiel, die Geiseln aufzubieten. Vielmehr bildete dieses wohlverzinste Guthaben für die Hofmeister viele Jahrzehnte lang den Grundstock ihres Wohlstandes. Die Einrichtung der «Giselschaft» wurde schließlich im Jahr 1577 durch Reichsgesetz aufgehoben und verboten.

Auch sonst gereichten die Geschäfte mit dem Hause Österreich dem Ritter Jakob Hofmeister nicht zum Schaden. Im obern Thurgau hatte König Rudolf seinem Diener freie Leute für 50 Mark verpfändet.* Diese Schuld wuchs unter König Albrecht durch weitere Verpfändungen bis auf zweihundert Mark an.- Ferner gelobte Herzog Leopold I., dem Schloßherrn zu Frauenfeld für geleistete Dienste 35 Mark Silber zu zahlen und gab ihm für diese Schuld einen Weinberg
bei der Stadt, genannt «des Grafen Weingarten», zu Pfand mit den dazugehörigen Ansprüchen auf Dünger, Stecken und Fronarbeiten (Tagwen). Vielleicht handelt es sich dabei um das Gebiet der heutigen «Grafenwiesen» zwischen dem Weiler Osterhalden und der Landstraße Frauenfeld-Schaffhausen, wo früher tatsächlich Reben standen.

Wenn man bedenkt, daß Jakob von Fraucnield auch eigene Güter besaß (bei Wülflingen, bei Frauenfeld und auf der Reichenau), und daß ihm Abt Johannes von Einsiedeln am 1. Oktober 1299 noch das Meieramt in Eschenz übertragen hatte, so darf man annehmen, daß er neben den Freiherren von Bürglen und von Altenklingen, sowie den Herren von Klingenberg, zu den reichsten Adeligen im Thurgau gehörte. Indessen nahm sein Leben unversehens ein Ende: als er 1315 mit Herzog Leopold gegen die Waldstätte zog, fiel er am Morgarten unter den Streichen der Eidgenossen (15. November)." Mit ihm verloren vom thurgauischen Adel die drei Brüder Werner, Eberhard und Rudolf von Bichelsee, Eberhard von Toos, drei Brüder von Weinfelden, der Ammann Rudolf von Wittenwil und dessen Bruder Ulrich am Ägerisee ihr Leben.


Zitat aus: Die Hofmeister von Frauenfeld
Autor: Ernst Leisi
Zeitschrift: Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte
Band (Jahr): 83 (1947) Heft 83

Mehr unter: https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=tbg-001:1947:83::111 
HOFMEISTER VON FRAUENFELD, Jakob (I40506)
 
2744 Hohensax

Burgruine Hohensax

Burg Forstegg (1630)

Die politischen Verhältnisse der Ostschweiz während der Alten Eidgenossenschaft (vor 1798)
Im 13. Jahrhundert waren die Erben Ulrichs II., Ulrich III. (1282–1322), Walter (1282) und Eberhard II. (1309) im Besitz der Dörfer Gams, Sax und eines Teils von Wildhaus sowie der Hälfte der Vogtei Balgach. In diesen Gebieten gehörten ihnen die Burgen Hohensax, Burg Frischenberg, Wildenburg und Burg Forstegg. 1320 verkauften sie die Wildenburg bei Wildhaus an den Grafen von Toggenburg. Unter den Söhnen Ulrich III. kam es zu einer weiteren Erbteilung. Ulrich IV. Stephan (1329–1381) erhielt Burg Forstegg mit den Dörfern und Weilern Büsmig, Frümsen, Haag und Salez. Ulrich Branthoch (1329–1356) zusammen mit Ulrich Eberhard III. (1346–1397) Burg Hohensax, Ulrich Johann I. (1346–1377) Burg Frischenberg. 1347 verkauften die Brüder ihren Anteil an der Vogtei Balgach, 1360 gelangte Ulrich IV. Stephan in den Besitz der halben Herrschaft Bürglen im Thurgau.

Die Söhne von Ulrich IV. Stephan und Ulrich Johann I., Ulrich Eberhard IV. (1348–1413), Ulrich V. (1348–1388), Wilhelm I. und Johann II. gerieten wegen der Besitzansprüche auf Burg Hohensax in eine Fehde mit ihrem Onkel Ulrich Eberhard III., die von Herzog Leopold IV. von Österreich zugunsten Ulrich Eberhards III. geschlichtet wurde. Dieser verkaufte 1393 Burg und Dorf Sax sowie Gams an Leopold IV., der sie 1399 an Ulrich Eberhard IV. zu Lehen gab. 1396 erwarb dieser auch den Hof Sennwald. Er und seine Frau Elisabeth von Werdenberg-Sargans verbündeten sich 1405 mit den Appenzellern, wodurch ihre Burgen in den Appenzellerkriegen nicht zerstört wurden und sie die Vasallität zu Österreich wieder abstreifen konnten.

Albrecht I. von Hohensax (1439–1463) erbte nach dem kinderlosen Tod aller männlicher Verwandten den gesamten Familienbesitz der Linie Hohensax. Er agierte unglücklich zwischen Österreich, Zürich und den Eidgenossen im Alten Zürichkrieg und im Plappartkrieg, so dass er zwischen die Fronten geriet und schliesslich geächtet wurde. Ausserdem heiratete er nicht standesgemäss eine Ursula Mötteli, so dass nach seinem Tod seine Schwester Elisabeth die Burgen Hohensax und Frischenberg mit den dazugehörenden Dörfern Gams und Sax erbte. Elisabeth von Hohensax war mit Kaspar von Bonstetten, einem Bürger von Zürich, verheiratet, weshalb die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg niederbrannten und einen Teil der Herrschaft Hohensax annektierten. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück, Burg Frischenberg mit dem Dorf Sax behielten sie. Dieses Gebiet fiel 1490 nach dem St. Gallerkrieg an die VII östlichen Orte der Eidgenossenschaft.

Der Sohn Albrechts und Ursulas, Ulrich VII. von Hohensax (1463–1538), wurde dem Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann als Mündel übergeben. Ihm verblieb vorerst nur die Herrschaft Bürglen. Während der Burgunderkriege kämpfte er auf Seiten Zürichs und wurde zum Ritter geschlagen. 1481 konnte er die an st.gallische Bürger verpfändete Herrschaft Forstegg wieder auslösen. 1486 wurde er Bürger von Zürich. Wegen seiner Verdienste im Schwabenkrieg erhielt er von der Eidgenossenschaft Burg und Herrschaft Frischenberg sowie die hohe Gerichtsbarkeit über Lienz. Diese Gebiete bildeten nun die Freiherrschaft Sax-Forstegg. 1501 und 1503 amtete er als kaiserlicher Gesandter bei der Eidgenossenschaft. Während der Mailänderkriege war er 1511–13 Oberbefehlshaber des eidgenössischen Heeres und wurde als Gesandter nach Rom und Venedig geschickt. 1521 trat er zur Reformation über, kehrte aber 1531 wieder zum katholischen Glauben zurück. Ulrich galt als hervorragender Diplomat und Söldnerführer.

Sein Sohn Ulrich Philipp (1531–1585) trat ebenfalls zum reformierten Glauben über und führte in seinem Herrschaftsgebiet die Reformation ein. Er verkaufte 1550 Bürglen an die Breitenlandenberg und erwarb dafür 1560 Schloss und Herrschaft Uster. Nach ihm begann der Niedergang der Familie Hohensax. Johann Albrecht II. (1545–1597) tötete in einem Raufhandel den Landvogt Georg Trösch von Sargans[5] und diente darauf 15 Jahre in spanischen Diensten. Johann Philipp (1550–1596) diente in der Kurpfalz und in den Niederlanden, von wo er mit der Manessischen Liederhandschrift zurückkehrte. Er geriet in einen Erbstreit mit seinem Bruder Johann Albrecht, dessen Sohn Georg Ulrich ihn in Salez 1596 tödlich verwundete. Sein Leichnam wurde 1730 in der Familiengruft in Sennwald unverwest vorgefunden und wurde dort bis in die 1970er Jahre als «Mumie von Sennwald» ausgestellt. Friedrich Ludwig (1589–1629), Sohn von Johann Philipp, verkaufte 1615 zwei Drittel der Herrschaft Sax-Forstegg an Zürich. Der letzte des Geschlechts der Hohensax, Christoph Friedrich (1620–1633), verkaufte auch noch den Rest der Herrschaft Sax-Forstegg an Zürich. Er starb 1633 auf Burg Uster.

Das Wappen der Freiherren von Hohensax beziehungsweise das Stammwappen der Sax war ein von Gold und Rot gespaltener Schild.

Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg bezieht sich in seinem Roman Sax (2010) auf die Familiengeschichte der Hohensax. 
VON HOHENSAX, Veronika (I28503)
 
2745 Holwede, auch Holwedel oder Hollwede, ist der Name eines niedersächsisch-westfälischen Adelsgeschlechts. Die Familie, deren Zweige zum Teil bis heute bestehen, stammt ursprünglich aus dem Hochstift Minden

Herkunft
In älterer Literatur wird erwähnt, dass bereits unter König Heinrich I. ein Ritter mit dem Namen Holwede aufgetreten sein soll und 1324 ein Ludwig von Holwede in einer Urkunde der Stadt Stendal erscheint.[1][2]

Das Genealogische Handbuch des Adels beginnt die gesicherte Stammreihe der Familie mit Johann von Hohlewede (Hollwehde), der zwischen 1590 und 1619 in Urkunden genannt wird. Er war bischöflich mindenscher Amtmann zu Rahden. Dessen Nachkommen werden ohne Diplom zum Adel gerechnet. Das Geschlecht leitet seinen Namen von der Ortschaft Hollwede bei Levern ab.[3]

Ausbreitung und Besitzungen
Hilbert von Holwede war 1648 Statthalter im Herzogtum Kleve. Heinrich Christian von Holwede (* 1681) aus dem Haus Grasleben starb 1739 als preußischer Oberküchenmeister und Hofmarschall. Sein Sohn Christian Friedrich Christian Karl von Holwede war preußischer Generalmajor und Regimentschef. Er starb nach 50-jähriger Dienstzeit am 1. Februar 1797 zu Bromberg. Von dessen Brüdern wurde Victor Erbherr auf Danzke und Ferdinand Gottlieb preußischer Generalmajor im Dragoner-Regiment Nr. 9. Seine einzige Tochter Luise (1729–1783) war in erster Ehe mit dem Grafen Wilhelm von Mellin (* 23. April 1719; † 1. Oktober 1760) und nach dessen Tode mit dem preußischen Oberstleutnant und Flügeladjutanten und nachmaligen Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Götzen (1734–1794) verheiratet. Sie ist die Mutter und Großmutter der späteren Grafen von Götzen.[2]

Friedrich von Holwede diente im Dragonerregiment „von Brückner“, später „Graf Herzberg“. Er trat als Major in den Ruhestand und ließ sich auf seinem Gut Kalkhof bei Riesenburg nieder. König Friedrich Wilhelm II. von Preußen legitimierte im April 1791 den natürlichen Sohn des Hauptmanns Ludwig von Holwede im Regiment „von Kalckstein“. Er starb 1827 als preußischer Oberstleutnant a. D.[2]

Mitte des 17. Jahrhunderts waren Angehörige der Familie in Westfalen zu Petershagen und Hiddensen begütert. Ein Zweig gelangte schon früh in die Mark Brandenburg und war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter anderem zu Lancke, Glambeck und Falkenberg besitzlich. Im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg war das Geschlecht 1689 mit Grasleben (bis 1739) und im Bistum Hildesheim 1727 mit Lochtum begütert. Im Erzstift Magdeburg war Dreileben bei Wolmirstedt im Besitz bzw. Teilbesitz der Familie und 1828 Kalkhof bei Riesenburg in Ostpreußen sowie Niederherzogswaldau unweit Lüben in Schlesien.[1] 
VON HOLWEDE, Friedrich Ernst (I48783)
 
2746 Holzgerlingen befindet sich auf der Schönbuchlichtung, fünf Kilometer südlich von Böblingen MAYER, Catharina (I11708)
 
2747 Hombergk entstammte dem hessischen Bürgergeschlecht Hombergk. Einer seiner Vorfahren wurde vom Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel 1596 mit dem Dorf Vach, dem heutigen Kleinvach, belehnt. Seither nannte sich dieser Zweig der Familie Hombergk zu Vach. Diese Linie der Familie erhielt 1718 den Reichsadel, der 1780 bestätigt wurde. Am 18. Juli 1825 wurde Friedrich von Hombergk zu Vach der Adel bestätigt und für das Großherzogtum Hessen erweitert. Die Familie stellte insbesondere Beamte und Gelehrte, aber auch Offiziere.[1][2][3][4]

Hombergk wurde als Sohn des Großherzoglich Hessischen Oberappellationsrats in Darmstadt, Christian Heinrich Wilhelm von Hombergk zu Vach, und seiner Ehefrau Henriette Wilhelmine Friederike, geb. Hinzpeter, geboren.[5] Hombergk heiratete am 20. November 1819 in Darmstadt Johannette Sophie Lehr (1801–1824) und nach deren Tod in zweiter Ehe am 9. August 1825 ebenda Wilhelmine Friederike Henriette Luise Leopoldine Theodore von Grolmann (1802–1875). Aus erster Ehe stammt der Sohn Gustav Wilhelm Georg von Hombergk zu Vach, der später Oberstleutnant im Großherzoglich Hessischen Gendarmeriekorps wurde.[5][6]

Hombergk übernahm den Fideikommiss Kleinvach bei Bad Sooden-Allendorf in sehr schlechtem Zustand, bewirtschaftete ihn aber sehr gut, so dass seine Söhne bei seinem Tod ein gut ausgebautes Rittergut übernehmen konnten.[7]

Juristische Tätigkeit
1808 nahm Hombergk das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Gießen auf.[8] Als Kandidat der Rechte wurde er 1811 zum Sekretariats-Akzessisten am Großherzoglich Hessischen Hofgericht Darmstadt bestellt[9], im Folgejahr dort Assessor[10] und 1817 Hofgerichtsrat.[11] 1818 wurde er einer der ersten Richter am neu geschaffenen Provisorischen Kassations- und Revisionsgerichtshof für die Provinz Rheinhessen[12], dem höchsten Gericht im Großherzogtum für den Teil seines Gebietes, die Provinz Rheinhessen, in der französisches Recht galt. Der Kassationsgerichtshof hatte seinen Sitz allerdings in Darmstadt. 1822 wurde Hombergk zusätzlich Ergänzungsrichter des Großherzoglich Hessischen Oberkriegsgerichts.[13]

Von 1827 bis 1835 war er Obergerichtsrat beim Großherzoglich Hessischen Oberappellationsgericht und anschließend bis 1855 Direktor des Hofgerichts Darmstadt.[14][15][16] Daneben übte er ab 1842 die Tätigkeit eines ordentlichen Mitglieds des Oberkriegsgerichts aus. Von dieser Tätigkeit wurde Hombergk 1855 auf eigenen Wunsch entbunden[17], als er zum Präsidenten des Hofgerichts Darmstadt befördert wurde.[18][19][20]

Politische Ämter
Im Jahr 1844 wurde er von Großherzog Ludwig II. Mitglied der Ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen auf Lebenszeit bestellt[21] und später auch von dessen Nachfolger Ludwig III. im Amt bestätigt.[22][23] Entsprechend war er 1844 bis 1849 und 1856 bis 1858 Mitglied der ersten Kammer (aufgrund der Märzrevolution waren die Mitglieder der ersten Kammer 1849 bis 1856 gewählt).

Zudem übernahm er 1848 die Aufgaben des Zweiten Mitglieds der Direktion der Staatsschulden-Tilgungskasse.[24]

Von 1850 bis zu seinem Tod gehörte Hombergk als außerordentliches Mitglied dem Staatsrat des Großherzogtums an.[25]

Orden und Auszeichnungen
26. Dezember 1842: Kommandeurkreuz II. Klasse des Großherzoglich Hessischen Ludwigsordens[26]
vor 21. Januar 1843: Ritterkreuz des Kaiserlich Österreichischen Leopoldordens[27]
26. Dezember 1845: Charakter eines Geheimrats[28]
25. August 1857: Komturkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen[29] 
VON HOMBERGK ZU VACH, Friedrich Christian Gustav (I44402)
 
2748 Hornberg (Adelsgeschlecht, Schwarzwald)
Die Freiherren von Hornberg sind eine Seitenlinie der Freiherren von Ellerbach. Adalbert von Ellerbach, der Erbauer der Burg Althornberg, nannte sich ab 1111 Freiherr von Hornberg.[1] Das Geschlecht trieb die Erschließung des Gutachtals voran und kontrollierte es bis 1423.
Um 1080 belehnte König Heinrich IV. seinen Gefolgsmann Adalbert von Ellerbach mit dem noch nicht gerodeten Gebiet im und um das Gutachtal. Es wird angenommen, dass Adalbert in dem ihm zugewiesenen Rodungsgebiet (das Gutachtal von der Quelle bei Schönwald bis zur Mündung nördlich von Gutach und seine Seitentäler) nicht nur neues Siedlungsland gewinnen sollte, sondern auch für eine kürzere Verbindung zwischen Villingen und dem Kinzigtal sorgen sollte.[2] Zunächst wurde die Siedlung Gremmelsbach[3] angelegt und um 1100 etwas unterhalb des Rappenfelsens auf 762 Metern Höhe eine Fläche für den Bau einer Burg, der Burg Althornberg, eingeebnet.

Bereits das Wappen derer von Ellerbach hatte zwei Auerhörner als Helmzier und die Form der Felsen, bei denen die Burg errichtet wurde, erinnerte an Hörner. Dies soll zusammen zur Namensbildung Hornbergburg (auch Hornburg oder Hornberg) geführt haben[4] und Adalbert (Adalbertus de Horenberc) leitete daraus auch den Namen für seine neue Seitenlinie ab. Adalbert starb 1127 und wurde im Kloster Sankt Georgen im Schwarzwald beigesetzt, das die vorläufige Grablege des Geschlechts wurde.[5] Nach 1150 wurden in St. Georgen keine Hornberger Freiherren mehr beigesetzt, sondern in den von ihnen errichteten Pfarrkirchen in Gutach und Hornberg.

Die Freiherren setzten sich alsbald auf dem Gebiet der heutigen Stadt Hornberg fest. Zuerst entstand der Hauptwirtschaftshof der Freiherren am Fuß des Burgberges. Auf dem 100 Meter aufragenden Burgfelsen, der von drei Seiten durch steile Felshänge geschützt ist, wurden noch Granitblöcke des ältesten Baus des Schlosses Hornberg gefunden, die ohne Bindemittel aufeinander gefügt wurden, woraus eine Bauzeit in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts abgeleitet wird.  
VON HORNBERG, N. (I23647)
 
2749 Horstwalde ist ein Ortsteil der Stadt Baruth/Mark im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.

Das an der Nordwestseite des Baruther Urstromtals gelegene Horstwalde ist rund 40 Kilometer von der Südgrenze der Stadt Berlin und rund sieben Kilometer nordwestlich von Baruth entfernt. Nachbarorte sind Mückendorf, Paplitz, Schöbendorf, Lynow (Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal) sowie Kummersdorf-Gut (Ortsteil der amtsfreien Gemeinde Am Mellensee). Horstwalde liegt an der Landesstraße 70 zwischen Trebbin und Baruth.

Der Ortsteil Horstwalde wurde von der Herrschaft Baruth 1720 als Koloniedorf mit dem Namen Steilberg gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1768 mit dem Namen Busch-Neuhof. Seit dem 19. Jahrhundert gehörte die Gemeinde Neuhof b. Baruth zum Landkreis Jüterbog-Luckenwalde. Neuhof b. Baruth wurde am 12. April 1939 in Horstwalde umbenannt. Der neue Name leitete sich vom Flurnamen Lange Horst sowie von der waldreichen Umgebung ab.

In ca. 1,5 km Entfernung von Horstwalde befand sich um ca. 1750 ein vom Grafen F. G. Heinrich gegründetes Eisenwerk, die so genannte Schmelze. 1858 wurde eine Eisenschmelze in Betrieb genommen. Auch eine Pottaschebrennerei wurde hier betrieben. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Betrieb dieser Anlagen wegen Unrentabilität eingestellt. Heute sind keine Spuren der Schmelze mehr sichtbar.

Am 31. Dezember 1997 wurde Horstwalde zusammen mit Groß Ziescht, Mückendorf und Radeland in die Stadt Baruth eingemeindet.

Traditionen und Sehenswürdigkeiten

Denkmalgeschütztes Gebäude in Horstwalde
Horstwalde bietet als landschaftliche Besonderheit einen Dünenkomplex mit mehr als 15 ineinander verschachtelten Parabeldünen. Dieser bietet den Standort für eine Verkehrs-Versuchsanlage. Am regelmäßig veranstalteten Tag der offenen Tür kann dort jedermann u. a. die Steigungs- und Verwindungsbahnen mit seinem eigenen Fahrzeug testen.
Horstwalde ist daneben ein Ausgangspunkt für Wanderungen in das Naturschutzgebiet Schöbendorfer Busch.
Die Gebäude in der Straße An der Düne 24/25 und 26 stehen unter Denkmalschutz. 
STRAUSS, Friedrich Wilhelm (I33)
 
2750 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7304)
 

      «Zurück «1 ... 51 52 53 54 55 56 57 58 59 ... 101» Vorwärts»


Diese Website läuft mit The Next Generation of Genealogy Sitebuilding v. 15.0.1, programmiert von Darrin Lythgoe © 2001-2026.

Betreut von Gisela Strauß. | Datenschutzerklärung.