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| 2851 | Im Jahr 845 richtete der Erzbischof Hinkmar von Reims in einem Schreiben an Fredelo (Frigidolo) ein Gesuch, dass er in den bevorstehenden Auseinandersetzungen die in Aquitanien gelegenen Eigengüter des Erzbistums Reims schonen möge.[1] Der westfränkische König Karl der Kahle befand sich seit einigen Jahren in einem Machtkampf mit seinem Neffen, König Pippin II. von Aquitanien, um die Herrschaft in Aquitanien, der sich zunehmend zu kriegerischen Auseinandersetzungen steigerte. Erzbischof Hinkmar war ein enger Vertrauter und Anhänger Karls des Kahlen. Sein Brief wiederum lässt den Schluss zu, dass Fredelon ein Anhänger Pippins II. war, denn andernfalls wäre sein Gesuch an ihn hinfällig gewesen. Welche genaue Funktion Fredelo im Jahr 845 in Aquitanien wahrgenommen hatte ist aus dem Schreiben Hinkmars nicht zu entnehmen, wahrscheinlich aber dürfte er vor diesem Datum seinem Vater bereits als führender Großer (comes?) des Rouergue nachgefolgt sein. Ob er schon als Graf von Toulouse amtierte ist umstritten. König Karl der Kahle hatte im Frühjahr 844 Toulouse erfolglos belagert, um den rebellischen Grafen Bernhard von Septimanien zu unterwerfen. Dieser wurde dennoch im selben Jahr an den König ausgeliefert und enthauptet; sein Sohn Wilhelm von Septimanien aber führte die Rebellion mit der Unterstützung Pippins II. von Aquitanien fort. Möglicherweise konnte Wilhelm von Septimanien damit auch die Herrschaft in Toulouse als Erbe seines Vaters behalten. Bis zum Jahr 849 hatte Karl der Kahle das westliche Aquitanien unterworfen und konnte in diesem Jahr persönlich in Toulouse einziehen; er ernannte Fredelo (Fridolo) nun zu seinem custos (und wohl auch zum Grafen) für diese Stadt.[2] Diese Handlung ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen war Fredelo offenbar noch rechtzeitig von Pippin II. auf die Seite Karls des Kahlen übergewechselt, so dass er als Lohn die dominierende Stellung in Toulouse erhielt, legitimiert vom westfränkischen König. Damit wurden zugleich die Herrschaftsrechte seiner Familie in Toulouse begründet, die sie mehrere Jahrhunderte innehaben sollte. Zum anderen stellte dies die letzte herrschaftliche Handlung eines fränkischen Königs in Toulouse für die kommenden 300 Jahre dar und markierte damit den Aufstieg von Toulouse zu einem der mächtigen und faktisch unabhängigen Fürstentümer des Hochmittelalters. Erst mit Ludwig VII. im Jahr 1159 sollte wieder ein westfränkischer/französischer König persönliche Präsenz in dieser Stadt zeigen. Fredelo starb an einem unbekannten Datum, sein Bruder Raimund I. folgte ihm nach. | (ROUERGUE), Fredelo (I39778)
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| 2852 | Im Jahr 879, als die Bedrohung der Herrschaft Karls III. durch die Wikinger massiv wurde, war Gottfried einer der Anführer bei den Einfällen in Flandern und Nordfrankreich. 880 schlug er die Sachsen entscheidend. Gottfried war einer der Anführer der Raubzüge der Wikinger in den Rheinlanden. Kaiser Karl III. zog gegen ihn ins Feld, belagerte ihn, hob die Belagerung aber wieder auf und erkannte seine Herrschaft in Friesland an. Als Gottfried sich taufen ließ, bestätigte Kaiser Karl ihn auch als Herrscher an der Rhein- und Maasmündung und gab ihm Gisela (Gisla) (860/865–907), die Tochter des 869 gestorbenen Königs Lothar II. von Lotharingien (Lotharii Regnum), zur Frau. Gottfried wurde jedoch in den folgenden Jahren dem mit seinem Herrschaftsgebiet verbundenen Auftrag, der Abwehr der Wikinger, nicht gerecht und verschwor sich darüber hinaus 885 mit seinem Schwager Hugo, Lothars kirchlich nicht anerkanntem Sohn aus zweiter Ehe, der das Reich seines Vaters wiedergewinnen wollte und dem Wikingerführer für den Fall des Sieges die Hälfte des Landes versprach. Daher wurde Gottfried im Juni 885 vom Babenberger Heinrich von Franken, der selbst ein Jahr später im Kampf gegen die Normannen fiel, bei vorgetäuschten Verhandlungen bei Herwen in der Betuwe erschlagen. Sein Mitverschwörer Hugo wurde wenig später aufgegriffen, geblendet und in die Abtei Prüm gebracht, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Gottfrieds Ehefrau Gisela war vor dem gewaltsamen Tod ihres Mannes in Sicherheit gebracht worden. Sie ging ins Kloster und wurde Äbtissin in Nivelles und Fosses und starb im Jahr 907. Gottfrieds Tod bedeutete gleichzeitig das Ende der Herrschaft der Wikinger in Friesland und für mehrere Jahre auch das Ende der Einfälle der Wikinger ins Rheinland. | (FRIESLAND), Wikingerführer Wikingerführer Gottfried (I18433)
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| 2853 | Im Jahr 931, vor dem 17. Oktober, wurde er von seinem Halbbruder Hugo von Vienne, dem König von Italien und Sohn Berthas aus ihrer ersten Ehe, geblendet und damit regierungsunfähig gemacht. Den Besitz der Familie, Lucca und die Toskana, gab Hugo anschließend seinem eigenen Bruder Boso, womit die Herrschaft der Bosoniden über Tuszien gegründet wurde. | (TUSZIEN), Lambert (I39745)
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| 2854 | Im Jahr 965 (nach älteren Angaben 963) heiratete sie den polnischen Herzog MIESZKI I., der im Rahmen der Hochzeit seinem ALTEN GLAUBEN ABSCHWOR, sich TAUFEN ließ und zum CHRISTIENTUM übertrat. Diese Ehe band die slawischen Herzogtümer Böhmen und Polen politisch enger aneinander. Eine spätere historische Tradition schreibt Dubrawka den Bau einiger Kirchen in Posen und Gnesen zu. Auch an der Gründung des ersten polnischen Bistums in POSEN Jahr 968 soll sie beteiligt gewesen sein. | VON BÖHMEN, Dubrawka (I15283)
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| 2855 | Im Jahre 1146 heiratete sie 16-jährig den ungarischen König Géza II. aus dem Haus der Arpaden. Das Paar hatte sieben Kinder, wovon zwei Söhne ihrem Vater als Könige von Ungarn folgten. Euphrosina hatte gute Kontakte zu den deutschen Fürstenhäusern und arrangierte die Eheverbindung ihres ältesten Sohnes Stephan mit der Tochter des Babenberger-Herzogs Heinrich II. Jasomirgott von Österreich. Géza II. starb 1162; seine Gemahlin überlebte ihn um 24 Jahre. | VON KIEW, Euphrosina (I36322)
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| 2856 | Im Jahre 1221 nahm er mit Herzog Ludwig von Bayern am Fünften Kreuzzug nach Ägypten teil, wo die Kreuzfahrer im Nildelta bei al-Mansura geschlagen wurden. Die 1219 von Kreuzfahrern eroberte Hafenstadt Damiette musste aufgegeben werden und Hermann kehrte heim. Sein Bruder und Mitregent Friedrich hatte ebenfalls am Kreuzzug teilgenommen und war vor Damiette getötet worden, so dass Hermann in seinem Territorium als alleiniger Regent verblieb. 1241 folgte er König Wenzel von Böhmen der Herzog Heinrich von Schlesien gegen die eingefallenen Mongolen zu Hilfe eilte. Diese Hilfstruppen kamen aber zu spät um Heinrichs Niederlage und Tod in der Abwehrschlacht von Liegnitz zu verhindern. | VON BADEN, Hermann V. (I1623)
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| 2857 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I1989)
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| 2858 | Im Jahre 769 wurde Irene die Gemahlin des erstgeborenen Kaisersohns Leo, der 775 als Leo IV. Kaiser wurde. Ein Jahr nach der Heirat wurde sie Mutter eines Sohnes, des späteren Konstantin VI. Nach dem Tod Leos 780 wurde Konstantin Kindkaiser. Irene übernahm die Regentschaft, die sie zunächst gegen die Usurpatoren Nikephoros (780) und Elpidios (781–782) behaupten musste. Irenes Regierungszeit fiel in die Zeit des Byzantinischen Bilderstreits im 8. und 9. Jahrhundert. Sie gehörte zur Partei der Ikonodulen (Bilderverehrer) und berief 787 das Zweite Konzil von Nicäa ein, das unter anderem entschied, dass Ikonen geehrt, aber nicht angebetet werden dürfen. Im Jahre 787 ging Irene ein Bündnis mit Karl dem Großen ein. Pläne wurden geschmiedet, dessen Tochter Rotrud mit Konstantin zu verheiraten, aber nicht weiter verfolgt, da Irene keine fränkische Delegation nach Nicäa eingeladen hatte. Als sich Irene 790 zur Alleinherrscherin aufschwang, rebellierten armenische Soldaten in der byzantinischen Armee unter Führung des Strategos Alexios Musele. Irene wurde als Regentin abgesetzt, jedoch 792 von ihrem Sohn als Mitkaiserin rehabilitiert. 797 brach eine weitere Rebellion aus, diesmal von Irenes Verbündeten angezettelt und mit ihrer Zustimmung. Konstantin wurde abgesetzt, geblendet und starb später an den ihm zugefügten Wunden. Dies brachte Irene auf den byzantinischen Thron und sie war die erste alleinherrschende Frau im Reich. Auf Münzen und Siegeln nannte sie sich meist Basilissa, was die Ehefrau des Kaisers bezeichnete, oder Augusta, niemals jedoch Basileus. Es war „außer in Edikten für Irene nicht notwendig, die Fiktion eines männlichen Herrschers aufrechtzuerhalten“ (Gerhard Rösch).[1] Als Kaiserin war sie nicht sehr erfolgreich, die Armee unterstützte sie nur halbherzig, und die führenden Minister Staurakios und Aëtios stritten untereinander. Einflussreiche Hofkreise versuchten erneut vergeblich, ihren Schwager Nikephoros zum Kaiser zu erheben. Irene senkte die Steuern, um an Popularität zu gewinnen, bekam aber dadurch finanzielle Schwierigkeiten. Aus ihrer Stellung als Kaiserin entstanden noch andere Probleme mit weitreichenden Folgen: Unter römischem Recht konnte keine Frau das Oberkommando des Heeres führen. Da der Kaiser diese Position von Amtes wegen innehatte, konnte keine Frau legal Kaiser sein. Deshalb, so einige Quellen, sah Papst Leo III. den römischen Kaiserthron als vakant an und konnte Karl den Großen im Jahr 800 zum römischen Kaiser krönen. Man kann diese Handlung aber auch lediglich als Erneuerung des weströmischen Kaisertums ansehen, die eben nur das oströmische Kaisertum für den Westen verwarf. Jedenfalls billigte im Jahr 812 Michael I. schließlich Karl den Kaisertitel zu, jedoch explizit ohne Erbfolge. Laut Theophanes hätte Karl nach der Kaiserkrönung eine Heirat mit Irene beabsichtigt, um sein Kaisertum auch im Osten zu legalisieren. Eine Hochzeit sei jedoch nicht zustande gekommen, weil der mächtige Eunuch Aëtios eine Eheschließung Irenes mit seinem Bruder Leon einzufädeln hoffte. Von Karls Heiratsabsicht ist allerdings in fränkischen oder römischen Quellen nichts zu finden. Irene wurde 802 abgesetzt und durch den Finanzminister Nikephoros ersetzt. Damit endete die syrische Dynastie. Irene wurde verbannt und starb 803 in einem Kloster auf der Insel Lesbos. | VON ATHEN, Irene (I37348)
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| 2859 | Im Jahre 806 wurde er von KAISER KARL zum Nachfolger von WILHELM VON AQUITANIEN ernannt und als Graf von Toulouse (Comes Tolosanus) eingesetzt. Bis 811 blieb BEGGO Graf von Toulouse sowie Markgraf (marchio) von SEPTIMANIEN. Als jedoch im Jahre 811 sein älterer Bruder Graf Stephan von Paris starb, wurde er dessen Nachfolger und hatte bis zu seinem Tod im Jahr 816 die Stellung des Grafen von Paris inne. SEPTIMANIEN ist ein historisches Territorium im Süden Frankreichs. Es erstreckte sich entlang der Mittelmeerküste etwa von der Rhonemündung bis zu den Pyrenäen und entspricht im Wesentlichen dem Gebiet der ehemaligen französischen Region LANGUEDOC-ROUSSILLON. Geschichte Ab 418 siedelte Rom in ganz Aquitanien Westgoten an. Diese begründeten im Südwesten Galliens das Westgotenreich, zu dem Septimanien gehörte; die Hauptstadt war Tolosa (Toulouse), daher spricht man auch vom Tolosanischen Reich. Im Jahr 507 verloren sie aber nach einer Niederlage gegen die nach Süden drängenden Franken fast ihr ganzes gallisches Reichsgebiet und verlagerten daher ihr Machtzentrum auf die Iberische Halbinsel. Nördlich der Pyrenäen behielten sie lediglich Septimanien. Dieser Reichsteil ermöglichte eine wichtige Handelsverbindung zu den Ostgoten, die in Italien siedelten. Von den Westgoten leitet sich die seit Mitte des 9. Jahrhunderts ebenfalls gebräuchliche – wenn auch nicht deckungsgleiche – Bezeichnung Septimaniens als Markgrafschaft Gothien ab. Zwischen 719 und 725 drangen aus Spanien die Mauren ein, konnten aber ab 752 von Pippin III. und Karl dem Großen über die Pyrenäen zurückgedrängt werden. So kam das Gebiet schon im Jahr 759 als Herzogtum an das Fränkische Reich. Als Septimanien wurde zu dieser Zeit wohl nur noch das Gebiet der Provinz Narbonensis I angesehen. Nach Eroberung auch der Gebiete südlich der Pyrenäen ab 800 gliederten die Franken diese Spanische Mark zunächst administrativ Septimanien an. Im Jahr 865 wurde das Gebilde aber wieder in zwei Provinzen getrennt; die Hauptstädte waren Barcelona und Narbonne. Seit Ende des 11. Jahrhunderts unterstand das Land als Herzogtum Narbonne den Grafen von Toulouse. Zusammen mit deren übrigen Besitzungen fiel es infolge der Albigenserkriege zu Beginn des 13. Jahrhunderts an die französische Krone. | VON PARIS, Graf Graf Beggo I. (I2062)
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| 2860 | Im Jahre 808 heiratete sie Rutpert III. (Robert III.), Graf im Oberrheingau und im Wormsgau aus dem Haus der Rupertiner. Sie selbst erbte reichen Besitz in Orléans, der 840 ihrem Sohn Robert dem Tapferen nach dessen Wechsel aus dem Herrschaftsbereich Ludwigs des Deutschen in den von Karl dem Kahlen als Basis seines Aufstiegs im Westfränkischen Reich diente. Ihr Mann Rutpert (* um 781) starb spätestens 834; in diesem Jahr ist eine zu seinem Seelenheil gemachte gemeinsame Schenkung seiner Witwe und seines Sohnes Guntram an die Abtei Lorsch beurkundet. | VON ORLÉANS, Wiltrud (I35643)
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| 2861 | Im Jahre 808 heiratete sie Rutpert III. (Robert III.), Graf im Oberrheingau und im Wormsgau aus dem Haus der Rupertiner. Sie selbst erbte reichen Besitz in Orléans, der 840 ihrem Sohn Robert dem Tapferen nach dessen Wechsel aus dem Herrschaftsbereich Ludwigs des Deutschen in den von Karl dem Kahlen als Basis seines Aufstiegs im Westfränkischen Reich diente. Ihr Mann Rutpert (* um 781) starb spätestens 834; in diesem Jahr ist eine zu seinem Seelenheil gemachte gemeinsame Schenkung seiner Witwe und seines Sohnes Guntram an die Abtei Lorsch beurkundet. | VON ORLÉANS, Wiltrud (I39635)
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| 2862 | Im Jahre 929 entsandte König Heinrich I. eine Delegation nach England, mit der Bitte um eine Braut für Otto, der ungefähr zu diesem Zeitpunkt erstmals als Mitkönig bezeugt ist. Politisches Ziel der Hochzeit war, die Legitimation der noch jungen Königsherrschaft der Liudolfinger durch die eheliche Verbindung mit dem angelsächsischen Königsgeschlecht zu steigern. Auch zog das ostfränkische Königtum mit dem westfränkischen gleich, dessen König Karl bereits zehn Jahre zuvor eine angelsächsische Prinzessin geheiratet hatte. Das angelsächsische Königsgeschlecht von Wessex war mit einer großen Anzahl Prinzessinnen gesegnet, Otto als Thronfolger des Ostfrankenreichs war ein überaus attraktiver Schwiegersohn, da sowohl das Ostfrankenreich als auch Wessex in den Dänen einen gemeinsamen Feind hatten. Æthelstan schickte daher gleich zwei seiner Halbschwestern als mögliche Bräute zur Auswahl nach Sachsen, Edgitha und deren ältere Schwester Edgiva. Otto entschied sich für Edgitha, die Hrotswit von Gandersheim als „von reiner und edler Stirn, anmutigem Wesen und wahrhaft königlicher Gestalt“ beschrieb. Edgiva reiste mit der angelsächsischen Gesandtschaft weiter nach Burgund, wo sie den Bruder des Königs Rudolf II. heiratete, was die engen Bindungen der Liudolfinger zu den Rudolfingern weiter verstärkte. Edgitha erhielt als Morgengabe die Einkünfte aus Gebieten um Magdeburg, die später den wirtschaftlichen Grundstock des Bistums Magdeburg bildeten. Magdeburg war vermutlich der Lieblingsaufenthaltsort des Paares. Nach der Heirat erscheinen Edgitha wie auch Otto bis zum Tod Heinrichs I. nicht in den Quellen. Die Geburten ihrer Kinder Liudolf um 930 und Liutgard um 931 sind geschätzte Zeitangaben. 936 starb Heinrich I., und Edgithas Ehegatte Otto I. wurde in Aachen zum König gekrönt. Der Bericht Widukinds von Corvey erwähnt keine Krönung Edgithas, Thietmar von Merseburg zufolge wurde sie jedoch im Anschluss an die Krönung in einer gesonderten Zeremonie gesalbt. Als Königin erfüllte Edgitha die herkömmlichen Aufgaben als Erste Frau im Reich: Sie intervenierte in Urkunden, meist zugunsten von Reichsklöstern, und kümmerte sich um die Memoria des Geschlechts. In dieser Aufgabe löste sie die Witwe Heinrichs I., Mathilde, ab, die zu Edgithas Lebzeiten nur einmal in einer Königsurkunde erscheint. Vermutlich bestand eine Rivalität zwischen dem Mauritiuskloster in Magdeburg, der von Otto und Edgitha neu gegründeten Memorialstiftung, und dem Stift Quedlinburg, der Memorialstiftung Mathildes und Heinrichs I., der Mathilde vorstand. Edgitha reiste mit Otto, soweit dieser nicht auf Feldzug war; während der Kämpfe 939 befand sie sich im Kloster Lorsch. Edgitha starb 946, anscheinend unerwartet und vergleichsweise jung. Otto soll sehr um sie getrauert haben. Tatsächlich gibt es auch frühere Belege, dass Otto seine Königin sehr schätzte: Als 939 ein Graf für seine Gefolgschaft das Kloster Lorsch forderte, in welchem Edgitha sich aufhielt, antwortete – Liutprand von Cremona zufolge – Otto, indem er Mt. 7,6 zitierte: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen.“ | VON ENGLAND (CERDIC), Edgith (I15266)
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| 2863 | Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau, Leibstadt, Aargau, Schweiz „Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“ | VON SCHÖNAU, Agnes (I46936)
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| 2864 | im Kloster Gevelsberg Das Kloster Gevelsberg in Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wurde um 1230/1236 als Zisterzienserinnenkloster gegründet. Mit der Reformation wurde es um 1577 in ein freiweltliches, adeliges Damenstift umgewandelt. Im Jahr 1812 erfolgte die Aufhebung. Hintergrund der Gründung war die Ermordung des Erzbischofs Engelbert von Köln 1225. Caesarius von Heisterbach berichtete schon kurz darauf, dass an der Mordstelle Wunder geschehen seien. Dort wurden zur Erinnerung zunächst ein Kreuz und eine hölzerne Kapelle errichtet. Der neue Kölner Erzbischof Heinrich von Molenark unterstützte Pläne, an der Mordstelle ein Kloster zu gründen. Der Zeitpunkt der Klostergründung ist nicht ganz klar. Urkundlich erwähnt wurden Zisterzienserinnen 1236. Möglicherweise lag die Gründung aber schon ein paar Jahre zurück. Geweiht war das Kloster Maria und St. Laurentius. Während der Zeit von Erzbischof Konrad von Hochstaden schützte dieser das Kloster, das allerdings dadurch in eine relativ starke Abhängigkeit von Köln geriet. Insbesondere durch Schenkungen von Kölner Bürgern konnte das Kloster seinen Besitz im 13. Jahrhundert erweitern. Teilweise behielt es die Besitzungen in der Stadt, teilweise verkaufte das Kloster sie später wieder. Aus dem 15. Jahrhundert ist ein Stadthaus „cleyne Gevelsberg“ (Kleingevelsberg) in Köln bezeugt, das von Mitgliedern der Gemeinschaft bei Besuchen in der Domstadt als Wohnung diente. Aber auch von Kölner Ministerialen und Adeligen der Umgebung erhielt das Kloster Schenkungen. Die Klosterkirche war eine vierjochige Basilika ohne Querschiff mit einem Westturm. Erbaut wurde sie bereits im 13. Jahrhundert. Im Turm befand sich wahrscheinlich auch eine Empore für die Nonnen, von denen sie den Gottesdiensten beiwohnen konnten. Zur Ausstattung der Kirche gehörte eine lebensgroße, aus Holz gefertigte Statue des ermordeten Erzbischofs. Um das Jahr 1237 waren auch die übrigen Klostergebäude fertiggestellt. Sie hatten keine direkte bauliche Verbindung mit der Klosterkirche. Bald entwickelte sich das Kloster zur Wallfahrtsstätte und wurde Zentrum der Verehrung von Engelbert von Köln. In der Frühzeit der Einrichtung hatte Gevelsberg enge Beziehungen zu Heisterbach. Eine der ersten Äbtissinnen war eine Christina. Diese war stark an der Gründung der Tochterklöster in Benninghausen und in Rees beteiligt. Über die soziale Herkunft der Äbtissinnen gibt es keine Hinweise. Neben der Äbtissin gehörte eine Priorin zur Leitung des Konvents. Über die Herkunft der ersten Nonnen gibt es keine Angaben. Auch über ihre Zahl gibt es keine Überlieferungen. Die Schwestern kamen teilweise aus dem Bürgertum Kölns, teilweise aus dem regionalen Adel. Anfangs folgten die Nonnen dem Gebot der persönlichen Armut. Bereits seit 1263 verfügten sie über persönlichen Besitz. Neben den eigentlichen Mitgliedern des Konvents gab es auch männliche und weibliche Conversi. Das Kloster hatte keine eigenen Pfarrrechte, sondern blieb der Pfarrei in Schwelm unterstellt. Im Jahr 1281 erwarb der Konvent Güter in Wiesdorf (heute bei Leverkusen), die auch die Rechte an einer Pfarrei einschloss. Wegen der Entfernung änderte sich an der Stellung des Konvents insgesamt nichts. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster um 1577 in ein freiweltliches, adeliges Damenstift umgewandelt. Dieses nahm Damen sowohl aus katholischen wie auch protestantischen Familien auf (Simultanstift). Von zwölf Stellen entfielen nach den Statuten von 1657 fünf auf reformierte, drei auf lutherische und drei auf katholische Damen. In der Praxis war der Katholikenanteil allerdings oftmals geringer. So waren 1609 und 1624 keine katholische Damen vorhanden und auch katholische Messen wurden nicht gelesen.[1] Neubauten, so das Äbtissinnenhaus, wurden im 17. und 18. Jahrhundert errichtet. Dieses ältere Gebäude war ein Fachwerkhaus auf einem hohen, massiven Steinsockel. Heute wird es Altes Äbtissinnenhaus genannt. In dieser Zeit fanden auch an der Kirche An- und Umbauten statt. Ein neues Haus für die Vorsteherin entstand noch 1805 kurz vor der Aufhebung 1812. Dieses heute Neue Äbtissinnenhaus genannte Gebäude wurde im einfachen bergischen klassizistischen Stil erbaut und war mit Schiefer verkleidet. Die Klosterkirche wurde wegen Baufälligkeit 1823 zuerst gesperrt und 1826 abgerissen. Im 20. Jahrhundert befanden sich in den Gebäuden des ehemaligen Klosters ein Erholungsheim der Von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation III | VON VAERST, Lyneke (I45815)
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| 2865 | Im Kloster Kentrop, ehemals Zisterzienserinnenkloster Marienhof, Hamm, Westfalen Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation II https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Dendradis (I45809)
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| 2866 | Im Mai /Juni 1651 im Auftrag des Basler Stadtrats in Speyer und Heidelberg (Peter Ochs, Geschichte der Stadt und Landschaft Basel, 7. Band, Basel 1821, S. 15). Advokat am Reichskammergericht in Speyer (1652, 1655). Veröffentlichung: ... dissertationem de privilegiis primae instantiae / ad capessendum doctoratus in utroque iure supremum axioma inaugurali disceptationi submittit Carolus Mieg Basiliensis d. ... Januar. A.R.H. M.DC.LVI., Basel 1656. Pate in Heidelberg am 27.6.1662. Kaufmann und Agent Karl Ludwigs von der Pfalz bei den ev. Schweizer Kantonen, die er umgekehrt im Reich vertrat, zumal Basel, dessen Ehrenbürgerrecht er erhielt. Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 23.1.1670 als "Churpfälz. Resident in der Schweiz". Alter bei Tod: 75 Jahre. Leichenpredigt: Christliche Leichpredigt, von dem Widerhall des göttlichen Worts in dem Hertzen des Gläubigen, wie kräfftig er seye, und was er würcke, gehalten in der Kirchen bey St. Martin zu Basel den 8. Sept. Anno 1677/ Bey Bestattung des ... Carl Mieg, durch Peter Werenfelss, (Basel) 1677. | MIEG, Dr. Jur. utr. Dr. Jur. utr. Karl (I18447)
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| 2867 | Im Mittelalter gehörte das Dorf Pierrefontaine zunächst zur Herrschaft Montfaucon und seit dem frühen 15. Jahrhundert zur Herrschaft Montbéliard, doch hatten auch andere Herren Grundbesitz auf dem Territorium. | HELDEVIER, Michael (I1185)
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| 2868 | im Scheidt, Drabenderhöhe | JOST, Peter (I411)
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| 2869 | im Sommersemester 1851 Geschichte, Philosophie, Literatur, Physik an der Univ. Giessen, DEU 1856/57 war nur die Imatrikulation für das Wintersemester zu finden, in München widmete er sich der Malerei und betätigte sich später als Portraitist und als Landschrieber des Oerengadins | VON PLANTA, Peter Conradin (I16048)
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| 2870 | im Stift St. Maria im Kapitol ist ein frühromanischer katholischer Kirchenbau in Köln und die größte romanische Kirche der Stadt. Sie ist die älteste der für die Romanik des nördlichen Rhein-Maas-Gebietes typischen Dreikonchenanlagen und eine der zwölf romanischen Basiliken in der Altstadt Kölns, deren Erhalt vom Förderverein Romanische Kirchen Köln unterstützt wird. Der Namenszusatz im Kapitol weist auf die zuvor an der Stelle befindliche römische Tempelanlage hin. Dieser Tempel lag in einem 100 × 70 Meter großen Tempelhof.[1] St. Maria im Kapitol hat vom Eingang bis zur Ostkonchenspitze eine Länge von etwa 73 Metern. Von der Spitze der Nord- zur Südkonche beträgt der Wert etwa 63 Meter, das Langhaus ist etwa 24 Meter breit.[2] Geschichte Plektrudis, Grabplatte um 1160 St. Maria im Kapitol spielte in Köln eine herausragende Rolle. Sie war nach dem Dom die Hauptkirche. Der Erzbischof feierte die erste Weihnachtsmesse immer in St. Maria im Kapitol, die zweite in St. Cäcilien, die dritte im Dom. Auch der Rat zog in der Prozession zu Ehren der Heiligen Drei Könige, den Kölner Stadtheiligen, am Dreikönigstag von St. Maria zum Dom. Die offiziellen kirchlichen Feiern des Rates und die Exequien für Erzbischöfe, Kaiser und Bürgermeister fanden oft in ihr statt. Die städtische Glocke für Sturm und Feuer, genannt Bramglocke, wurde hier geläutet.[3] Die Frau Pippin des Mittleren, Plektrudis, setzte nach Pippins Tod Karl Martell, seinen unehelichen Sohn, von 714 bis 716 in Köln gefangen, um ihn von der Nachfolge als Hausmeier fernzuhalten und ihrem etwa sechsjährigen Enkel Theudoald dieses Amt zu geben. Ihre eigenen beiden Söhne waren bereits gestorben. Theudoald konnte sich gegen die Widerstände in Neustrien nicht durchsetzen, so dass 716 Raganfrid mit seinen Truppen vor Köln stand und von Plektrudis die Herausgabe eines Teils des fränkischen Reichsschatzes erzwang. Nachdem Karl Martell um diese Zeit freigekommen war und sich gegen seine Konkurrenten durchgesetzt hatte, verbannte er Plektrudis ins Exil nach Köln, wo sie laut Quellen aus dem 12. Jahrhundert auf den Überresten des Kapitols die Kirche errichten ließ. Im 10. Jahrhundert versetzte der Kölner Erzbischof Brun im angeschlossenen Kloster lebende Kanoniker nach St. Andreas und gründete für St. Maria ein Kloster. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation IV | VON VAERST, Sophie (I45846)
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| 2871 | Im Südosten der Gemeinde Soulznmatt/Sulzmatt findet sich am Ufer des Ohmbachs das Schloss Wagenburg. Es wurde von der Familie Stör erbaut und gelangte später an die Familie von Jakob Körner und Rosina Moyserin. Deren einzige Tochter Ursula († 1604) brachte das Schloss in ihre Ehe mit Johann Christoph von Breiten-Landenberg († 1616), Rat des Fürstbischofs von Straßburg und Obervogt der Herrschaft St. Amarin.[1] Das Schloss blieb bis zur Französischen Revolution im Besitz der Freiherren von Breiten-Landenberg. Heute befindet es sich im Besitz der Familie Ingold und dient als Weingut | VON HOHENLANDENBERG, Hugo Friedrich (I46976)
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| 2872 | Imholz nach Siegel aus dem Jahr 1459 Ulrich Imholz von Konstanz u. wil 1459, in den Bütschwiler Taufbüchern bis 1734 nachweisbar. | IMHOLZ, N. (I37123)
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| 2873 | in Amsterdam B. Koerner, Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien (= DGB) 14, Görlitz 1908, S. 353 U. Ernestus, Die Familien der evangelisch-reformierten Gemeinde Barmen-Gemarke (Wuppertal) 1702-1809, 2. Aufl. Wuppertal 1996, S. 109 https://ad-vit.de/getperson.php?personID=I5107&tree=tree1 | DAHL, Robert (I5107)
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| 2874 | in Amsterdam mit Zar Peter dem Grossen bekannt geworden, wurde Hofmaler; Inspektor der vom Kaiser gestifteten Gemäldegalerie und Mitglied der kaiserlich russischen Akademie der Künste in St.Petersburg. Seine besten Gemälde waren für die Kirchen und Paläste in St.Petersburg bestimmt. | GSELL, Georg (I4426)
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| 2875 | In den ersten von Giselbert berichtenden Dokumenten wird er auch noch „Giselbert von Longich“ (wohl Longwy) genannt. Die Dokumente handeln hauptsächlich von seinen Plünderungszügen gegen das Erzstift Trier. Graf Giselbert erweiterte sein Terrain weiter nach Norden. 1036 wird er in einigen Quellen auch noch Graf von Salm („Comes de Salmo“) genannt, in anderen auch „Comes de Salinis“. Diesen Titel könnte er durch Heirat erworben haben. Um 1050 wurde er als Vogt der Reichsabtei Echternach und im Sommer 1056 als Besetzer der Vogtei der Reichsabtei Sankt Maximin erwähnt. Die letzte Erwähnung Giselberts findet sich in einer Urkunde, in der der Kaiser 1056 die Rechte und Pflichten der Vögte neu definiert. | (LUXEMBURG), Giselbert (I37651)
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| 2876 | in der alten Version von family search fand sich eine Anna als Ehefrau des Michel Eblin aus Weil der Stadt Hausen (oo 1556), nun findet sich nur eine Eheschließung 1561 mit einer Margretha Seuffer in Gräfenhausen | EBLIN, Michael (I11895)
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| 2877 | In der ersten Personaufnahme von 1675 durch Pfarrer HAAS hat Dahl („Dall“) 6 Haushaltungen mit 29 Personen:…JOHNAN LUTHER, KUNIGUNDE Eheleute haben Kinder HENRICH, CHRISTG, JOHNA, PETER, JOHANEß, PITTER, ENGELG… | LUTHER, Engel (I552)
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| 2878 | In der Gascogne folgte er Bernard II. Tumapaler, in Aquitanien und Poitou seinem Bruder Wilhelm VII. Guido war der jüngste Sohn des Herzogs Wilhelm V. und dessen dritter Frau Agnes von Burgund. Er war der Schwager des Kaisers Heinrich III., der seine Schwester Agnes von Poitou geheiratet hatte. Er wurde Herzog von Gascogne während der Herrschaft seines Bruders Wilhelm VII. in Aquitanien. Die Gascogne war an die Ramnulfiden durch Wilhelms V. Ehe mit Prisca von Gascogne gekommen, einer Tochter des Herzogs Guillaume Sanche; Guido wurde Herzog, obwohl er kein Nachkommen Priscas war. Wilhelm VIII. war einer der Anführer der Verbündeten, die 1064 Sancho I. Ramirez, König von Aragón, bei der Belagerung von Barbastro zu Hilfe kamen. Dies war der erste vom Papst organisierte Feldzug, hier Papst Alexander III., gegen eine muslimische Stadt – ein Vorgriff auf die späteren Kreuzzüge. Barbastro wurde erobert, die Einwohner wurden getötet, eine immense Beute wurde gemacht; allerdings ging die Stadt nach einigen Jahren wieder verloren. Die Ehen, die Wilhelms Töchter mit Herrschern der iberischen Halbinsel schlossen, deuten auf die Priorität, die Wilhelm der Politik südlich der Pyrenäen gab. Wilhelm VIII. heiratete drei Mal und hatte mindestens fünf Kinder. Nachdem er von seiner ersten (keine Kinder) und seiner zweiten Frau (eine Tochter) geschieden worden war, heiratete er eine wesentlich jüngere, die mit ihm verwandt war. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, und Wilhelm VIII. musste in den frühen 1070er Jahren nach Rom reisen, um den Papst dazu zu bringen, seine Kinder aus dieser dritten Ehe als legitim anzuerkennen. | (AQUITANIEN), Wilhelm VIII. (I37728)
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| 2879 | In der Schlacht bei Pontuvio (Pontedeume) schlug Fruela I. ein maurisches Heer. Im entvölkerten Galicien führte er Wiederbesiedlungsmaßnahmen durch. Er warf einen Aufstand der Basken nieder; unter den Gefangenen war eine aus Álava stammende junge Frau namens Munia, die Fruela heiratete. Bis tief in maurisches Gebiet, in die Gegend von Valencia und Murcia, führte er Plünderungszüge. Auch gründete er die Stadt Oviedo. Die asturischen Quellen (Chronik Alfons' III., Chronicon Albeldense) beschreiben Fruela I. als wild und gewalttätig und berichten, dass er seinen Bruder Vimara eigenhändig tötete. Dem Chronicon Albeldense zufolge verdächtigte er Vimara, nach der Königswürde zu streben. Schließlich wurde Fruela von seinen Höflingen in der damaligen asturischen Hauptstadt Cangas de Onís ermordet. Fruela hinterließ einen minderjährigen Sohn, den späteren König Alfons II. Sein Nachfolger wurde sein Cousin Aurelio. | (ASTURIEN), Fruela I. (I37773)
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| 2880 | In der Schlacht bei Pressburg wurde der von Markgraf Luitpold von Bayern angeführte bayerische Heerbann am 4. Juli 907 vernichtend von den Ungarn unter deren Großfürst Árpád geschlagen. Das Gebiet der später so genannten „Ostmark“ (Marcha orientalis) entglitt als Folge dieser Schlacht wieder der Kontrolle durch das Ostfränkische Reich und die kolonisatorischen Bestrebungen in diesem Raum kamen für rund ein halbes Jahrhundert zum Erliegen. | VON EPPENSTEIN, Hartwig (I39602)
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| 2881 | In der Schlacht von Andernach am 2. Oktober 939 waren es Udo und sein Vetter Konrad Kurzbold, Graf im Niederlahngau, welche die beiden im Aufstand gegen den König und späteren Kaiser Otto I. befindlichen Herzöge Eberhard von Franken und Giselbert von Lothringen besiegten. Obwohl beide Konradiner und Vettern Eberhards waren, standen sie auf Ottos Seite. Sie waren den marodierenden Rebellen mit einer kleinen Streitmacht gefolgt, griffen aber erst an, als der Großteil der Gegner bereits über den Rhein gesetzt hatte, die beiden Anführer aber noch nicht. Eberhard fiel im Kampf, und Giselbert ertrank im Rhein bei dem Versuch, zur anderen Seite zu entkommen. Laut Thietmar von Merseburg soll Udo eigenhändig Eberhard erschlagen haben. Der Aufstand gegen Otto I. brach damit zusammen. Udo erbte die Allodien seines Vetters Eberhard, nicht jedoch dessen Herzogswürde. König Otto dankte ihm außerdem für seine Loyalität, indem er Udo die Erlaubnis erteilte, seine Lehen und Grafschaften unter seine Söhne zu teilen, als ob es erbliche Eigengüter gewesen seien. 949 beerbte Udo auch seinen Vetter Konrad Kurzbold. | VON DER WETTERAU, Herzog Herzog Udo I. (I11032)
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| 2882 | In der Schlacht von Andernach am 2. Oktober 939 waren es Udo und sein Vetter Konrad Kurzbold, Graf im Niederlahngau, welche die beiden im Aufstand gegen den König und späteren Kaiser Otto I. befindlichen Herzöge Eberhard von Franken und Giselbert von Lothringen besiegten. Obwohl beide Konradiner und Vettern Eberhards waren, standen sie auf Ottos Seite. Sie waren den marodierenden Rebellen mit einer kleinen Streitmacht gefolgt, griffen aber erst an, als der Großteil der Gegner bereits über den Rhein gesetzt hatte, die beiden Anführer aber noch nicht. Eberhard fiel im Kampf, und Giselbert ertrank im Rhein bei dem Versuch, zur anderen Seite zu entkommen. Laut Thietmar von Merseburg soll Udo eigenhändig Eberhard erschlagen haben. Der Aufstand gegen Otto I. brach damit zusammen. Udo erbte die Allodien seines Vetters Eberhard, nicht jedoch dessen Herzogswürde. König Otto dankte ihm außerdem für seine Loyalität, indem er Udo die Erlaubnis erteilte, seine Lehen und Grafschaften unter seine Söhne zu teilen, als ob es erbliche Eigengüter gewesen seien. 949 beerbte Udo auch seinen Vetter Konrad Kurzbold. | IN DER WETTERAU, Graf Graf Udo I. (I11061)
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| 2883 | In der Schlacht von Civitate am 18. Juni 1053 besiegte eine normannische Armee das päpstliche Heer von Papst Leo IX. Hintergründe Die Normannen zogen ins südliche Italien ein und folgten somit der Schenkung von Aversa aus dem Jahr 1030. Das alarmierte den Papst. Im Jahr 1052 traf sich Leo IX., gebürtiger Graf Bruno von Egisheim im Elsass, mit seinem Vetter 2. Grades Kaiser Heinrich III. in Sachsen, um die „Normannenplage“ zu besprechen und um Heinrich um Hilfe zu bitten. Hilfe wurde ihm jedoch lediglich in Form eines kleinen Heeres gewährt, welches aber bald wieder zurückgerufen wurde, was in weiterer Folge einen Keil zwischen die deutschen Kaiser und das Papsttum trieb, und so kehrte Leo im März 1053 nach Rom zurück. Mit ihm zogen lediglich 700 Schwaben unter Führung des Grafen Adalbert II. von Winterthur und dessen Bruders, des Reichssturmfähnrichs Graf Werner II. von Grüningen,[1] sowie ca. 2.000 Mann aus der Bevölkerung von Italien und der Lombardei. Er bemühte sich daher um eine Allianz mit dem Kaiser von Byzanz, welche auch zustande kam, und so zog er zuversichtlich gegen die Normannen nach Süden Richtung Siponto. Die Normannen versperrten ihm aber den Weg zu den Byzantinern, und so trafen sich die Heere am Fluss Fortore bei Civitate[2] nordwestlich von Foggia. Die Schlacht Da die normannische Armee dem Heer des Papstes zahlenmäßig unterlegen war, suchten ihre Anführer ihr Heil erst einmal in Verhandlungen. In großer Zuversicht auf das baldige Erscheinen der Byzantiner unter Herzog Argyros ließ der Papst diese jedoch abbrechen. Darauf griffen die Normannen am 18. Juni 1053 das päpstliche Heer an, das zwar inzwischen auf rund 6.000 Mann angewachsen war, aber großteils aus Fußtruppen bestand. Die Normannen brachten es lediglich auf rund 3.500 Mann, die meisten waren jedoch zu Pferd und schwer bewaffnet. Die Normannen teilten sich in drei Blöcke. Jeder Block wurde von einem der normannischen Grafen kommandiert, das Zentrum von Richard von Aversa, der rechte Flügel von Humfred von Hauteville und der linke von Robert Guiscard, dem Bruder Humfreds. Die päpstliche Armee wurde von Herzog Gottfried von Lothringen und Rudolf von Benevent kommandiert, während Graf Adalbert die Schwaben befehligte und seinem Bruder Werner als „primicerius et signifer regis“[3] wohl der Vorstreit zukam. Der Papst selbst beobachtete die Schlacht von Civitate aus. Die normannische Kavallerie preschte den Hügel hinunter auf die Ebene vor der Stadt, um einen gemeinsamen Ansturm der schweren Reiter auf die Hauptstreitmacht des Papstes durchzuführen. Robert Guiscard tat sich hierbei als großer Kämpfer hervor, wurde er doch der Legende nach sogar dreimal vom Pferd gezogen und kämpfte sich immer wieder zurück. Dieser gelungene Schachzug führte zu Auflösungserscheinungen im päpstlichen Heer, so dass dem Papst fast nur noch die schwäbischen Grafen und ihre Fußtruppen verblieben. Diese waren nun hoffnungslos unterlegen und wurden ausnahmslos – also auch ihre Anführer Adalbert und Werner – niedergestreckt. Auswirkungen Der Papst selbst wurde gefangen genommen und musste während seiner neunmonatigen Gefangenschaft in Benevent die normannischen Grafen als rechtmäßige Herren über die von ihnen eroberten Gebiete anerkennen. Alle Grafen erhielten ihre Gebiete vom Papst als Lehen. Wie die Gefangennahme vonstattenging, ist nicht ganz klar. Einerseits wurde berichtet, dass sich der Papst selbst ergab, um dem Tod zu entgehen, während andere Seiten berichten, dass ihn die Stadt auslieferte, um nicht geschleift zu werden. Schwerkrank freigelassen, starb Leo IX. am 19. April 1054 in Rom. | VON WINTERTHUR, Adalbert II. (I36572)
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| 2884 | In Deutschland ist Wilhelm V. in erster Linie als Vater der Kaiserin und Regentin Agnes von Poitou bekannt. Er war ein kultivierter und frommer Herrscher, befreundet mit Fulcher von Chartres, der aus dem wohlhabenden aquitanischen Hof ein intellektuelles Zentrum in Südfrankreich machte, aufgrund seines Mangels an militärischen Fähigkeiten aber auch eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen musste. So bat er König Robert II. (regierte 996–1031) um Hilfe, um seinen Vasallen, den Grafen von La Marche, in den Griff zu bekommen, der gemeinsame Feldzug endete jedoch mit einem Misserfolg. Von Fulko III., Graf von Anjou wurde er geschlagen, dem er daraufhin die Gegend um Loudun und Mirebeau überlassen musste. Die Wikinger fügten ihm 1006 eine weitere Niederlage zu. Schließlich verkleinerte er sein Gebiet um Confolens, Ruffec und Chabanais, um seinen Vasallen, den Grafen von Angoulême, zu belohnen. Als Italiener 1024/1025 nach Frankreich kamen, um einen König für ihr Land zu suchen, und dabei mit dem König von Frankreich aneinandergerieten, als sie dessen Sohn Hugo ansprachen, wandten sie sich anschließend an Wilhelm, der auch nach Italien reiste, um den Vorschlag zu prüfen, dann aber wegen der unübersichtlichen politischen Lage in Italien für sich und seinen Sohn verzichtete. Der Chronist Adémar de Chabannes schrieb einen Lobgesang auf Wilhelm, der dennoch eine der wichtigsten Quellen für seine Regierung ist. | (AQUITANIEN), Wilhelm V. (I37634)
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| 2885 | In Deutschland ist Wilhelm V. in erster Linie als Vater der Kaiserin und Regentin Agnes von Poitou bekannt. Er war ein kultivierter und frommer Herrscher, befreundet mit Fulcher von Chartres, der aus dem wohlhabenden aquitanischen Hof ein intellektuelles Zentrum in Südfrankreich machte, aufgrund seines Mangels an militärischen Fähigkeiten aber auch eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen musste. So bat er König Robert II. (regierte 996–1031) um Hilfe, um seinen Vasallen, den Grafen von La Marche, in den Griff zu bekommen, der gemeinsame Feldzug endete jedoch mit einem Misserfolg. Von Fulko III., Graf von Anjou wurde er geschlagen, dem er daraufhin die Gegend um Loudun und Mirebeau überlassen musste. Die Wikinger fügten ihm 1006 eine weitere Niederlage zu. Schließlich verkleinerte er sein Gebiet um Confolens, Ruffec und Chabanais, um seinen Vasallen, den Grafen von Angoulême, zu belohnen. Als Italiener 1024/1025 nach Frankreich kamen, um einen König für ihr Land zu suchen, und dabei mit dem König von Frankreich aneinandergerieten, als sie dessen Sohn Hugo ansprachen, wandten sie sich anschließend an Wilhelm, der auch nach Italien reiste, um den Vorschlag zu prüfen, dann aber wegen der unübersichtlichen politischen Lage in Italien für sich und seinen Sohn verzichtete. Der Chronist Adémar de Chabannes schrieb einen Lobgesang auf Wilhelm, der dennoch eine der wichtigsten Quellen für seine Regierung ist. | VON AQUITANIEN, Wilhelm V. (I41544)
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| 2886 | in die Vaterstadt zurückgekehrt Schulrat, Bürgerrat, Mitglied des Kaufmännischen Directoriums und mehrerer Finanzinstitute; | GSELL, Jakob Laurenz (I4410)
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| 2887 | In diesem Jahr 818 nahm Lambert an einem Feldzug teil, den Ludwig der Fromme gegen Morvan Lez-Breizh führte, der sich zum König der Bretonen ernannt hatte. Nach dem Aufstand des neuen Oberhaupts der Bretonen, Wiomarc'h (Wihomarcus), war er 825 der Anstifter zu dessen Ermordung, nachdem Wiomarc’h sich im Mai desselben Jahres in Aachen unterworfen hatte, aber nach seiner Rückkehr wieder damit begonnen hatte, „seine Nachbarn mit Rauben und Brennen, so viel er nur konnte, heimzusuchen, bis er von den Leuten des Grafen Lantbert in seinem eigenen Hause umzingelt und getötet wurde.“[1] Beim Aufstand Lothars I., des ältesten Sohnes des Kaisers Ludwig der Fromme stellte er sich auf die Seite des Rebellen. Ein von Graf Odo von Orléans im Juni 834 schlecht geführter Heereszug gegen Lambert und Matfried, Odos Vorgänger in Orléans und auch er ein Parteigänger des aufständischen Lothar, zu dem der Heerbann der Gebiete zwischen Seine und Loire bis in das obere Burgund aufgeboten worden war, endete mit einer vernichtenden Niederlage Odos: Sein Heer verwüstete das Land und zog siegesgewiss bis zur bretonischen Grenze. Dort wurde es nach einem überraschenden Angriff von Lambert und Matfried in blutigem Kampf geschlagen. Odo selbst fiel, wie auch sein Bruder, Graf Wilhelm von Blois, Graf Wido von Maine (vielleicht ein Bruder Lamberts), Graf Fulbert und der kaiserliche Kanzler, Abt Theudo (Theoto) von Tours. Lothars Unterwerfung im Juni 834 in Blois bedeutete in der Folge auch für Lambert das Ende seiner Laufbahn im westlichen Teil des Frankenreichs. Er folgte Lothar nach Italien, der ihn noch im selben Jahr zum Herzog von Spoleto ernannte. Lambert von Nantes starb zwischen dem 1. September und 10. November des Jahres 836 oder 837[2] – wie viele andere fränkische Adlige auch – an einer Seuche. | VON NANTES, Lambert I. (I39735)
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| 2888 | In dieser ersten und wichtigsten Position der Ahnenprobe steht er für den Vater, den fürstbischöflich-baselschen Rat Franz Jakob Anton Blarer von Wartensee (-1764), den Großvater väterlicherseits, Johann Konrad Franz Joseph Blarer von Wartensee, dessen Vater, Johann Jacob Ignatius (Christoph) Blarer von Wartensee, Obervogt in Pfeffingen, Sohn von Jacob Christoph Blarer von Wartensee (-1644), Landvogt in Pfeffingen, und dessen am 28.1.1614 geehelichten Frau Eva Reich von Reichenstein. | BLARER VON WARTENSEE, Wilhelm I. (I20338)
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| 2889 | In erster Ehe war Wichburg mit einem Grafen Pilgrim aus dem Geschlecht der Pilgrimiden verheiratet. In zweiter Ehe heiratete sie den bayerischen Pfalzgrafen Hartwig I. († 16. Juni 985). Über die Kinder aus dieser Ehe besteht unter Historikern keine unbedingte Übereinstimmung. | VON BAYERN, Wichburg (I37433)
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| 2890 | In Giorgis Regierungszeit kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit dem Byzantinischen Kaiserreich, das Georgien schon immer als seine Einflusssphäre betrachtete und einen weiteren Machtzuwachs Georgiens seit seiner Vereinigung verhindern wollte. 1020 griff Giorgi aktiv in die Erbfolgestreitigkeiten im armenischen Königreich Ani ein. Dort kämpften seine bagratidischen Vettern, die Söhne König Gagiks I. (989–1020), Sumbat und Aschot erbittert um die Macht. Unter Vermittlung des georgischen Königs einigten sich beide Brüder und teilten das Reich. 1021 beschlossen Giorgi und der armenische König Sumbat III. (1020–1042), das bestehende Tributärverhältnis zu Byzanz abzuschütteln. Sie schickten eine Gesandtschaft Kaiser Basileios II. (976–1025), die den fälligen Tribut eintreiben wollte mit Hohn und Spott nach Konstantinopel zurück. Noch im gleichen Jahr zog der Kaiser persönlich nach Georgien. Am See Balagatsis kam es zur Schlacht, die die Georgier nach lange unentschieden wogendem Kampfe verloren. Der König musste in den Schluchten des Kaukasus Zuflucht suchen. Nachdem die byzantinischen Truppen 1022 das Land verlassen hatten, sammelte Giorgi rasch ein Heer und fiel nun seinerseits in byzantinischem Territorium ein. Nach anfänglichen Erfolgen sah sich der Kaiser genötigt, erneut persönlich gegen Giorgi I. auszurücken. Aus Furcht vor einer erneuten Niederlage und aus Sorge vor den Repressalien, die seinem Lande bevorstehen könnten, bat Giorgi um Frieden. Dieser wurde unter harten Bedingungen gewährt. Giorgi musste seinen vierjährigen Sohn Bagrat als Geisel an den byzantinischen Kaiserhof schicken, der dort drei Jahre blieb. Außerdem musste er auf das Erbe Davids III. Kuropalats († 1000) verzichten. | ..., Giorgis I. (I39120)
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| 2891 | In Jelling, nahe Vejle an der Ostküste Jütlands, finden sich die bedeutendsten archäologischen Zeugnisse des dänischen Frühmittelalters. Sie belegen nicht nur die enge Beziehung Gorms des Alten und Harald Blauzahns zu diesem Ort (die von Gorm begründete Dynastie wird daher auch Jellinge genannt), sondern auch die Christianisierung Dänemarks. Älteste Dokumente sind die Fragmente eines Steinmonumentes in Form einer Schiffssetzung und der sogenannte Kleine Jellingstein, den Gorm zum Gedenken an seine Gattin setzen ließ und dessen Runeninschrift lautet: «König Gorm machte dies Denkmal nach Thyra, seiner Frau, Dänemarks Besserung». Von den beiden großen kegelstumpfförmigen Grabhügeln enthält der nördliche eine aus Holz errichtete große Grabkammer, die nach dendrochronologischen Untersuchungen 958/959 errichtet wurde und möglicherweise zur Aufnahme von Gorms Gebeinen bestimmt war. Der südliche Hügel, ohne Grablege, dürfte in den 1070er Jahren aufgeschüttet worden sein. Zwischen den Hügeln erhebt sich eine um 1100 erbaute Steinkirche, unter der die Reste hölzerner Vorgängerbauten mit den Skelettteilen eines Mannes mittleren Alters festgestellt wurden – möglicherweise die von Gorm, der nach einer Umbettung hierher gebracht wurde. An der Südseite der Kirche ließ Harald Blauzahn einen Gedenkstein für seinen Vater und seine Mutter setzen. Dieser sogenannte große Jellingstein, «Dänemarks steinerne Taufurkunde», ist mit einem Christusbild geschmückt und trägt die Inschrift: «Harald errichtete dieses Denkmal für König Gorm, seinen Vater, und seine Mutter Thyra, jener Harald, der ganz Dänemark und Norwegen gewann und die Dänen zu Christen machte.» Die Runensteine von Jelling gehören zum Weltkulturerbe.[1] | DANEBOD, Thyra (I37248)
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| 2892 | In jungen Jahren war Wilhelm ein loyaler Gefolgsmann seines Lehnsherren, Herzog Wilhelm IV. Eisenarm von Aquitanien, von dem er die Burg von Blaye zu Lehen hielt. Später war er ein Verbündeter des Grafen Fulko III. Nerra von Anjou, für den er Taillebourg in der Saintonge belagerte und zerstörte. Bekannt ist Wilhelm vor allem als Anführer einer großen Pilgergesellschaft, bestehend aus ranghohen Adligen, die am 1. Oktober 1026 Angoulême verließ und, über Ungarn und Konstantinopel ziehend, in der ersten Märzwoche 1027 Jerusalem erreichte. Bereits im Juni oder Juli 1027 war Wilhelm wieder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung nach Angoulême zurückgekehrt.[2] Als er wenige Monate später im Winter 1027 schwer erkrankte, ließ sein Sohn Alduin mehrere Frauen wegen des Verdachts auf Zauberei festnehmen und foltern, um sie zu einem Geständnis zu zwingen. Als Wilhelm auf dem Sterbebett liegend davon erfuhr, ordnete er die Freilassung der Frauen an. Nachdem er gestorben und tags darauf in der Abtei Saint-Cybard bestattet worden war, ordnete Alduin dennoch die Verbrennung der Frauen an, weil einige von ihnen unter der Folter gestanden hatten.[3] Eine Chronik aus dem 12. Jahrhundert berichtete, dass Wilhelm tatsächlich von seiner Schwiegertochter Alaisia, der Frau von Alduin, vergiftet worden sei, weil er die Enterbung ihrer Kinder beabsichtigt habe.[4] Möglich, dass diese Behauptung aus propagandistischen Gründen von den Nachkommen Gottfrieds, dem zweiten Sohn Wilhelms, aufgestellt worden war, um dessen Machtübernahme nach dem Tod Alduins unter Verdrängung von dessen Kindern zu rechtfertigen. | TAILLEFER VON ANGOULEME, Wilhelm IV. (I36645)
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| 2893 | In Nürnberg waren keine Heirat und auch keine Kinder festzustellen. Er lebte noch am 16.10.1619, als ihn seine Mutter Barbara Schlumpf - von Gera vor ihrer Verurteilung in Nürnberg zu sehen wünschte, und war bei der Erbteilung am 26.08.1621 anwesend. Im Bericht des Stadtgerichts von Nürnberg an den Rat von St. Gallen vom 16.12.1636 während des Erbverteilungsprozesses wurde er von den aussagenden Zeugen genannt, muss demnach damals noch gelebt haben. | SCHLUMPF, Lorentz (I9593)
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| 2894 | in Remshagen, Gemeinde Rüderoth | WITSCHER, Johannes Peter (I407)
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| 2895 | In seinem Testament vermachte ALFRED seiner Witwe im Jahr 899 drei symbolträchtige Ländereien: Bei EDINGTON (Wiltshire) und LAMBOURN (Berkshire, Schlacht von Ashdown) hatte er bedeutende Siege über die Wikinger errungen. Der dritte Ort, WANTAGE 8SÜDLICH VON (OXFORD), war sein Geburtsort. Bei diesen Gütern handelte es sich um bocland; Grundbesitz, der nach EALHSWITHS Tod an ALFREDS direkte männliche Nachkommen zurückfiel. Vermutlich als Witwe gründete EALHSWITH um 899 den Konvent St Mary's Abbey, auch Nunnaminster genannt, in WINCHESTER, dessen Fertigstellung um 908 sie jedoch nicht mehr erlebte. EALHSWITH starb am 5. Dezember 902 und wurde neben ALFRED im neu erbauten New Minster in WINCHESTER beigesetzt. In einem Vers aus dem frühen 10. Jahrhundert wird ihrer posthum als der „GUTEN UND LIEBE HERRIN DER ENGLÄNDER“ gedacht. | VON WESSEX, Alfrefd ´der Große` (I2051)
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| 2896 | In seiner kurzen Regierungszeit musste er sich dem ostfränkischen König Heinrich I. unterwerfen. Er hatte auch mit Gegnern aus Reihen der übrigen böhmischen Großen zu kämpfen und wurde schließlich von seinem Bruder Boleslav I. getötet. Noch im 10. Jahrhundert setzte seine Verehrung als Heiliger ein. Er war Hauspatron der Přemysliden und Namensgeber für vier weitere böhmische Herrscher dieses Namens. Im Hochmittelalter wurde er zum böhmischen Landespatron. In der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen wird er bis heute verehrt. Tschechien erklärte im Jahr 2000 seinen Todestag am 28. September zum staatlichen Feiertag. Über sein Leben berichten Heiligenlegenden, die als hochrangige Quellen für das frühe 10. Jahrhundert die Aufmerksamkeit der Historiker auf sich ziehen. Diese Schriften finden auch Beachtung in der internationalen Fachwelt, denn sie erlauben es, das „Drama des böhmischen Herzogs Wenzel“[1] in einen breiteren Kontext der Christianisierung und des Streites zwischen geistlicher und weltlicher Macht zu stellen. | VON BÖHMEN, Heiliger Heiliger Wenzel (I36282)
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| 2897 | In Sevilla ließ er einen Palast, den dortigen Alcázar, im „maurischen Stil“ von Baumeistern aus Granada als Residenz erbauen bzw. ausbauen. Der Alcázar gehört heute ebenso wie die zugehörigen Gartenanlagen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten ersten Ranges. Außerdem hatte er die illegitimen Kinder Fernando, Sohn von María González de Hinestrosa, er starb jung María, Tochter von Teresa de Ayala, Nonne Sancho, Sohn von Isabel de Sandoval, er starb jung Diego, Sohn von Isabel de Sandoval, ∞ Isabel de Salazar | DE CASTRO, Juana (I15420)
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| 2898 | in St. Urban besteht eine Jahrzeit am 26. Juni (Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban). Vergabt 1390 mit ihrem Gemahl dem Kloster den Kirchensatz und das Schiedsgericht der Kirche zu Deittingen – als Massnahme gegen die Verarmung St. Urbans – sowie die Hälfte des Patronatsrechts über die Kirche von Madiswil mit Zubehörden (Flatt 1975: 102; Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban). Quellen: Käser 1855: 190 | VON GRÜNENBERG\GRÜNBERG, Anfelisa (I19215)
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| 2899 | in Urdenbach, Reusrath und Solingen F.W. Esch, Geschichte der Familie Esch, Görlitz 1910, S. 60 B. Koerner, Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien (= DGB) 16, Görlitz 1910, S. 505 | ROSS, Peter Wilhelm (I25208)
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| 2900 | in Zürich, im Rennweg, Probsteivogt, Ammann der Abtei, Seckelmeister 1368, Schützenfähnrich 1385, Konstaffler | AMMANN VON WALLISELLEN, Johannes (I3039)
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