Strauss Genealogie


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2901 In zweiter Ehe heiratete er 856 die 12-jährige Judith von Franken (* 844; † 870), Tochter des westfränkischen Königs Karls II. des Kahlen und dessen erster Frau Irmentrud von Orléans. Diese Ehe blieb kinderlos.  VON WESSEX, König von Wessex König von Wessex Æthelwulf (I2053)
 
2902 Incertitude :
il y a deux Philipp Hördt nés à Weinheim le premier en environ 1679, le second en environ 1680. 
HÖRDT, Johann Philipp (I20870)
 
2903 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7470)
 
2904 Inge der Jüngere war möglicherweise mit der Heiligen Ragnhild von Södertälje verheiratet, doch diese Information gibt es auch zu seinem Onkel Inge I. Wahrscheinlicher ist, dass er mit Ulvhild Håkonsdatter, der Tochter des norwegischen Stammesoberhauptes Håkon Finnson, vermählt war. Ulvhild war laut verschiedenen Quellen nach Inges Tod zuerst mit dem dänischen König Niels Svensson und später mit dem schwedischen König Sverker I. verheiratet.

Über Inges Regierungszeit ist recht wenig bekannt. Jedenfalls gab es in seiner Zeit sechs Bistümer in Schweden: Sigtuna, Skara, Eskilstuna, Västerås, Linköping und Strängnäs. Möglicherweise verlor er 1111 Jämtland an Norwegen. Nach Inges Tod brach eine chaotische Zeit in Schweden aus, die von Norwegen und Dänemark ausgenutzt wurde. Zum Beispiel unternahm der norwegische König Sigurd I. einen Kreuzzug in die Gegend von Kalmar. Dabei sollen 1.500 Stück Vieh und andere Kostbarkeiten außer Landes geschafft worden sein. Es wird auch berichtet, dass der Feldzug mehrere heidnische Bewohner Smålands zum christlichen Glauben bekehrte.

Inge der Jüngere soll nicht im ganzen Reich beliebt gewesen sein, und so wählten die Volksstämme in Västergötland erst Ragnvald und dann Magnus den Starken zu ihrem Anführer. Es gibt Quellen,[1] die berichten, dass Inge in Östergötland spätestens 1123 vergiftet wurde. Mit ihm starb Erik Segersälls Geschlecht im Mannesstamm aus, wenn nicht Ragnvald Knaphövde, der Mitte der 1120er Jahre starb, zu diesem Geschlecht gehörte. 
(SCHWEDEN), Inge II. der Jüngere (I40852)
 
2905 Ingegerd war eine Tochter des norwegischen Königs Harald III. (1015–1066) und seiner Gemahlin Elisabeth von Kiew, Tochter des Großfürsten Jaroslaw des Weisen. Ihre Tante war die französische Königin Anna von Kiew.

In erster Ehe war Ingegerd mit dem dänischen König Olaf I. (1058–1095) verheiratet. Nachdem ihr Mann unter mysteriösen Umständen gestorben war, ging sie zurück nach Norwegen. Mit dem schwedischen König Philipp I. († 1118) ging sie eine weitere Ehe ein. 
VON NORWEGEN, Ingegerd (I40844)
 
2906 Inhaberin der Hofapotheke zu Heidelberg

"Mein Vater Johann Heinrich, Hofapotheker und Medizinalrat in Heidelberg, war im Jahre 1797 seit 10 Jahren unheilbar erblindet, und seine Inklinationsgattin Christine Walzdorf, beide evangelisch, hatten von 12 Kindern noch 4 am Leben. Die wackere Mutter führte das Geschäft ganz vortrefflich, nach Anleitung ihres Mannes.
Kurfürst KARL THEODOR (1724-1799), gleichzeitig Herr der Bergischen Lande, hatte meinen Vater nach Heidelberg gewählt und ihm die neue, große und schöne, wohlgelegene Apotheke als Familienlehen übertragen.
Sein Freund GEHEIMRAT MAI (Franz Anton 1742 - 1814; war ein deutscher Arzt, Medizinalrat, Professor der Arzneiwissenschaft, Medizin und Geburtshilfe, sowie Rektor der Universität Heidelberg, Sozialreformer und Pionier der Arbeitsmedizin), Leibarzt der Frau Kurfürstin (Maria Leopoldine von Österreich-Este; 1776 - 1848), Erzherzogin von Österreich, wird wohl nicht wenig beigetragen haben mag.
Außer diesem katholischen Freund hatte mein Vater noch einen evangelischen Spezialfreund JOHANN GEORG HETTENBACH, Sohn des Weißgerbers JOHANN ENGELHARD HETTE(N)BACH) und der MARIA KELLER (vom Steinbock) aus dem Siebenmühlental bei Handschuhsheim (Änderung nach Recherche) zu Handschuhsheim. Diese Beiden hatten sich gelobt, ihre Kinder miteinander zu verehelichen, so daß der älteste HENKING die älteste HETTENBACH, der jüngste die jüngste Tochter heimführe, was auch seinerzeit geschehen, aber leider nicht ganz gut ausgefallen ist. Ehen werden im Himmel geschlossen, der Eltern Wunsch schießt oft übers Ziel.
Mein blinder Vater hatte an seiner treuen CHRISTINE die einzige Stütze, die ihn, den an Arbeit gewohnten Mann, vor Verzweiflung bewahrte. Sie war untrennbar bei ihm, sein Auge in der Nacht, die Vermittlerin aller seiner Gedanken.
In dieser Stellung der Pflicht und Liebe finden wir die Mutter im Sommer 1797 im Nebenstübchen der Apotheke, umgeben von ihren Freundinnen und vorsorglichen Ratgeberinnen; doch sollte diesmal ihr Rat das Todesurteil für Vater und Mutter, die Ursache der Verlassenheit von 5 Waisen werden. Das einstimmige Drängen der Frauen war ( unterstützt durch den Wunsch des Vaters, seine Frau nach der Niederkunft bald wieder an seiner Seite zu finden): "Die Frau Medizinalrätin möge, nachdem sie schon 12 Kinder selbst gestillt, das 13. durch eine Amme stillen lassen." Der wohlgemeinte Rat versah es in 2 Punkten; er unterschätzte die Gesundheitsfülle der Mutter und überschätzte die Gesundheit der Amme. Am 09.11.1797 genas die herrliche Frau eines gesunden Knäbleins, zu dessen Taufe die ältesten Brüder KARL und FERDINAND Pate stehen mußten, während der Vater ihm seinen Namen: HEINRICH, als Rufname beilegte. Die Freude des Blinden soll sehr groß gewesen sein, er begrüßte und segnete sein Kind mit Küssen und zärtlichen Betastungen. Die Mutter aber strotzte vor Nahrungsstoff und dessen ungeachtet mußte der gefasste Beschluß vollzogen werden. Kein sachverständiges Einreden widersetzte sich dem flagranten Unsinn. Die arme Mutter litt unaussprechlich an Verhärtungen, gegen welche die Männer der Fakultät kein Mittel wußten. Die stets operationslustigen Herren machten ihre Einschnitte, und - die beste aller Mütter und Frauen starb unter fürchterlichen Schmerzen. Nun jammerten die Ratsfrauen. Vergebens! Der blinde Vater erriet die Todeskunde an den dumpfen Tönen, welche von dem enttragenen Sarge ausgingen. Er schloß ab mit dem Leben, aß nichts mehr und nach wenigen Tagen trug man ihn hinaus nach St. Peter an die Seite seiner Toten.
Das tragische Ende dieses Elternpaaares brachte 5 Waisen unter Vormundschaft. Da diese Familie eingewandert war, lebte außer einer alten Tante DELPH und 2 Basen HARSCHER zu Heidelberg keine Verwandten. Wer ersetzte die Mutter ?! Meine Paten bedurften selbst noch der der Erziehung. KARL, der Älteste, war in der Handelsschule zu Mannheim zeitgemäß wohl aufgehoben; FERDINAND wurde zu TROMMSDORF gegeben, damit er sich für das Apothekergeschäft ausbilde, LOUIS besuchte die Schulen und war zu seinem Unglück sich selbst frei überlassen; Schwester LISETTE, 6 Jahre älter als ich, wurde gleich mir jener Tante übergeben, die als Hermaphrodit die Anliegen ihrer Mündel zu begreifen nicht geeignet war.

aus ´Lebensbilder von Carl Heinrich Ferdinand Henking`

Peter Kessel
Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F126841?main_person=I355416

Generallandesarchiv Karlsruhe 204 Nr. 1522
Nacheinander erfolgte Belehnungen der Familien Schönthal, Virdung, Sprenger, Laurelius, Vorst, Nebel, Hofstatt, Walsdorf und Henking mit dem sogenannten Vicedomischen Haus, spätere Apotheke auf dem Markt / (1403ff) 1541-1686
Darin: Kolorierte Zeichnung über die jeweiligen Lehensinhaber ab 1403 bis Daniel Nebel 1679, mit kolorierter Wappenzeichnung des Conrad Daniel Nebel, 2007 entnommen, jetzt 204 Nr. 1522 K 1
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1487571

Generallandesarchiv Karlsruhe 204 Nr. 1523
Nacheinander erfolgte Belehnungen der Familien Schönthal, Virdung, Sprenger, Laurelius, Vorst, Nebel, Hofstatt, Walsdorf und Henking mit dem sogenannten Vicodemischen Haus, spätere Apotheke auf dem Markt / (1403ff) 1691-1769
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1487573 
WALZDORF, Edle von Edle von Christine Louise (I249)
 
2907 Íñigo Arista war Sohn von Íñigo Jiménez und Oneca. Als sein Vater starb, heiratete seine Mutter in zweiter Ehe Musá ibn Fortún von Tudela, einen der Fürsten des Ebro-Tals aus der Familie der Banu Qasi, mit dessen Hilfe er den Thron besteigen konnte. Die Verbindung seiner Mutter sicherte Íñigo Arista einen beträchtlichen Herrschaftsbereich: von Pamplona über die Pyrenäentäler des Irati (Navarra) bis zum Tal des Hecho in (Aragón). Die Banu Qasi kontrollierten die fruchtbaren Ebroufer von Tafalla bis an die Grenzen Zaragozas.

Man betrachtet Íñigo Arista als Patriarchen des Hauses Íñiga, der ersten königlichen Dynastie von Pamplona. Der Aufstieg zum navarresischen Thron verlief jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Teile der christlichen Minderheitsbevölkerung unterstützten die fränkische Partei, die ihrerseits zunächst von Karl dem Großen und später von Ludwig dem Frommen unterstützt wurde. Die reiche christliche Familie Velasco stand an der Spitze dieser Gruppe.

799 ermordeten prokarolingische Parteigänger den Gouverneur von Pamplona Mutarrif ibn Musa aus der Familie Banu Qasi. 806 kontrollierten die Franken Navarra mittels eines Velasco als Gouverneur. 812, zwei Jahre nach der Thronbesteigung durch Arista, startete Ludwig der Fromme einen Zug gegen Pamplona. Er musste sich ruhmlos zurückziehen und nahm – Karls Schicksal vor Augen – Frauen und Kinder der umliegenden Dörfer als Geiseln, um sich den Übergang über den Pass von Roncesvalles zu sichern.

824 führten die fränkischen Grafen Elbe und Aznar einen weiteren Feldzug gegen Pamplona, wurden aber durch Truppen Íñigos und seiner Schwiegersöhne, Musá ibn Fortún und García Galíndez von Jaca, geschlagen.

Es ist dies die Zeit, ab der Íñigo Arista als König von Pamplona erwähnt wird. Eulogius von Córdoba nennt ihn in einer Schrift „Christicola princeps“ (christlicher Fürst).

Das Königreich von Pamplona (später von Navarra) entwickelte sich also auf Grundlage eines festen Bündnisses zwischen Christen und Mauren. Frucht dieses Bündnisses war das Eingreifen in die Kämpfe zwischen den Banu Quasi und den Omayaden von Córdoba, das in den Repressalien Abd ar-Rahmans II. gegen Pamplona seine Antwort fand.

Arista erkrankte 841 ernsthaft und blieb danach gelähmt. Sein Sohn García Íñiguez übernahm die Regierungsgeschäfte und leitete die Feldzüge. Desgleichen führte er die Bündnispolitik fort und verheiratete seine Tochter mit Musa ibn Musa ibn Fortún. 
ARISTA, Íñigo (I40340)
 
2908 insges. 15 Kinder, von denen 7 im Jugendalter starben

Tafelindex: 1 „Auw“ auf Tafel Eller–Hoesch (PDF/JPG) 
VON AUW, von von Anna Gertrude (I271)
 
2909 insges. 15 Kinder, von denen 7 im Jugendalter starben
Die Insel Ceylon war seit 1640 eine Kolonie der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

Tafelindex: 2 „Dahl“ auf Tafel Diergardt–Lindlar (PDF/JPG) 
DAHL, Wilhelmus Jacobus (I270)
 
2910 Iovetas Schwestern wurden gut verheiratet. Die älteste, Melisende, heiratete Fulko V. von Anjou, der Balduin auf den Thron des Königreiches von Jerusalem folgte. Alice heiratete Bohemund II. von Antiochia und Hodierna heiratete Raimund II. von Tripolis. Ioveta ging jedoch in das Kloster St. Anna in Jerusalem. 1143 ließ Melisende in Bethanien (heute al-Eizariya) ein Kloster bauen, das dem heiligen Lazarus gewidmet war, auf Ländereien, die sie von der „Kirche des Heiligen Grabes“, also aus dem Besitz des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, erhalten hatte. Nach dem Tod der ersten Äbtissin im Jahr 1144 wurde Ioveta als deren Nachfolgerin gewählt. Obwohl sie nicht so viel Einfluss wie ihre Schwestern hatte, so hatte sie in ihrer Stellung als Äbtissin doch eine gewisse Machtposition: In einem Vertrag von 1157 wird erwähnt, dass sie dem Johanniterorden Land stiftete.

Ioveta war für die Erziehung ihrer Großnichte Sibylla verantwortlich, sie war die Tochter des Sohnes ihrer Schwester Melisende, Amalrich, und Agnes von Courtenay.

Ioveta stand ihren Schwestern sehr nahe. Als Melisende 1161 im Sterben lag, waren Ioveta und Hodierna an ihrer Seite (Alice starb wahrscheinlich schon früher). Danach verschwindet Ioveta aus der Geschichte; ihr Todesdatum ist unbekannt. Sie war aber 1178 bereits tot, da zu diesem Zeitpunkt bereits eine andere Äbtissin im Kloster von St. Lazarus erwähnt wird. 
VON JERUSALEM, Ioveta (I36461)
 
2911 Irene Dukaina (mittelgriechisch Ειρήνη Δούκαινα, bulgarisch Ирина Дукина Irina Dukina, * 2. Dezember 1066 in Konstantinopel; † 19. Februar 1123 oder 1133) war als Ehefrau des Kaisers Alexios I. Komnenos byzantinische Kaiserin. Beide hatten sieben Kinder, darunter Johannes II., Anna Komnena, Andronikos und Isaak Komnenos.

Irene Dukaina ist die Tochter von Marija von Bulgarien und Andronikos Dukas. Mütterlicherseits ist sie Nachkommin des bulgarischen Zaren Iwan Wladislaw. Ihr Vater war ein Neffe des Kaisers Konstantin X. 
DUKAINA, Kaiserin von Byzanz Kaiserin von Byzanz Irene (I36436)
 
2912 Irgendwann zwischen 1417 und 1422, die Quellen sind dort nicht ganz eindeutig, wurde ein Conrad von Fulach sogar Bürgermeister der Stadt. Seine Tochter, Agnes von Fulach, wurde im Jahr 1444 Priorin des Benediktinerklosters St. Agnes. Dank dem Reichtum ihrer Familie stiftete sie unter anderem einen Altar für das Kloster.  VON FULACH, Konrad (I25389)
 
2913 Irmina von Oeren, auch Irmina von Trier († 704/710) war die Ehefrau des Hugobert aus der Familie der Hugobertiner, der vermutlich den Titel eines Seneschalls und Pfalzgrafen trug. Ihre Eltern sind nicht bekannt, auch wenn sie in der Trierer Tradition irrtümlich mindestens seit dem 11. Jahrhundert als Tochter des Merowingerkönigs Dagobert II. geführt wurde. Sicher ist lediglich, dass sie zu einer der mächtigen Familien AUSTRIENS gehörte, die eng mit den Karolingern verbunden war, und dass sie eine der Vorfahren KARLS DES GROßEN ist.
Sie war die Mutter von
-Plektrudis, 691/717 bezeugt, der ersten Ehefrau Pippins des Mittleren und Gründerin des Kloster St. Maria im Kapitol in Köln
-Adela von Pfalzel (* um 660, † um 735) Gründerin des Frauenklosters Pfalzel
-Reginlind, die in zweiter Ehe nach dem Tod ihres ersten Ehemanns den Herzog Theodbert von Bayern heiratete
-Chrodelind
-Bertrada die Ältere (* um 670, † nach 721), die Gründerin der Abtei Prüm und Mutter des Grafen Heribert von Laon, der der Vater Bertradas der Jüngeren wurde, die wiederum die Mutter Karls des Großen ist.
Irmina von Oeren war – nach dem Tod Hugoberts - die Mitbegründerin des Klosters Echternach, dessen Grundlagen sie 697/698 durch eine Schenkung gemeinsam mit Basin, dem Bischof von Trier und dessen Neffen Liutwin legte, und das sie Willibrord anvertraute.

Sie war die zweite Äbtissin des um 650 gegründeten Klosters St. Maria in Oeren bei Trier, das später in St. Irmina umbenannt wurde. Die Trierer Tradition nennt sie irrig als Gründerin auch dieses Klosters.

Irmina starb zwischen 704 und 710, vermutlich Ende 705 oder Anfang 706, da am 13. Mai 706 Willibrord Echternach der Herrschaft und dem Schutz Pippins des Mittleren unterstellte. Andererseits soll sie am 24. Dezember 708 in Weißenburg im Elsass beerdigt worden sein, wo noch im 15. Jahrhundert der corpus integrum sce. Yrmene virginis, filie Dagoberti regis zu den Reliquien gezählt wurde. 
VON OEREN, Irmingard (I18413)
 
2914 Irmingard war die Tochter eines Grafen INGRAM, über dessen Leben nichts bekannt ist. 794 wurde sie mit Ludwig verlobt, dem vierten Sohn Kaiser KARLS DES GROßEN, den sie 798 schließlich heiratete. PAPST HADRIAN I. hatte Ludwig 781 zum König von Aquitanien gesalbt. Da seine drei älteren Brüder Pippin, Karl und Pippin 810 bzw. 811 starben, war Irmingard nunmehr die Frau des Erben der Kaiserkrone. 814 starb ihr Schwiegervater Karl der Große und Ludwig trat die Nachfolge an. 816 wurde Irmingard von PAPST STEPHAN IV. in Reims zur Kaiserin gekrönt. Sie starb zwei Jahre später.

Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter Kaiser Lothar I., Pippin I., König von Aquitanien, und Ludwig II., König des ostfränkischen Reiches.  
VON HESPENGAU, Irmingard (I10446)
 
2915 Irmingard war die Tochter eines Grafen INGRAM, über dessen Leben nichts bekannt ist. 794 wurde sie mit Ludwig verlobt, dem vierten Sohn Kaiser KARLS DES GROßEN, den sie 798 schließlich heiratete. PAPST HADRIAN I. hatte Ludwig 781 zum König von Aquitanien gesalbt. Da seine drei älteren Brüder Pippin, Karl und Pippin 810 bzw. 811 starben, war Irmingard nunmehr die Frau des Erben der Kaiserkrone. 814 starb ihr Schwiegervater Karl der Große und Ludwig trat die Nachfolge an. 816 wurde Irmingard von PAPST STEPHAN IV. in Reims zur Kaiserin gekrönt. Sie starb zwei Jahre später.

Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter Kaiser Lothar I., Pippin I., König von Aquitanien, und Ludwig II., König des ostfränkischen Reiches.  
VON HESPENGAU, Irmingard (I47255)
 
2916 Irmingard, auch Irmgard von Erstein oder Hermengard,

war eine Tochter des Grafen Hugo von Tours aus dem Haus der Etichonen, einem elsässischem Herzogsgeschlecht, benannt nach Herzog Eticho. Sie war Kaiserin und Klosterstifterin und wird in der römisch-katholischen Kirche als Heilige verehrt.

Irmingard heiratete Mitte Oktober 821 in Diedenhofen, in der Region Grand Est, den karolingischen Mitkaiser Lothar I. (Frankenreich) (795–855). 834 erhielt sie die Abtei San Salvatore in Brescia. Zwei Jahre vor ihrem Tod, im Jahre 849, stiftete sie bei der Pfalz Erstein im Elsass eine Frauenabtei mit dem Patrozinium der Heiligen Maria und Cäcilia, als Geschenk hierzu erhielt sie aus Rom mehrere große Reliquienschätze. Ihre Tochter Rotrud wurde als erste Äbtissin eingesetzt. Nach ihrem Tode wurde Irmingard in der Abteikirche zu Erstein begraben; den Text zu ihrem Epitaph verfasste der Benediktinermönch und Universalgelehrte Hrabanus Maurus (780 - 856).

https://de.wikipedia.org/wiki/Thionville
https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_I._(Frankenreich)
https://de.wikipedia.org/wiki/Hrabanus_Maurus
https://de.wikipedia.org/wiki/Irmingard_von_Tours 
VON TOURS, Irmingard (I11442)
 
2917 Irmintrud (auch Irmintrud von Geldern, Irmtrud oder Irmentrud) wurde etwa 956[1] als eine von fünf Kindern in Avalgau geboren. Ihre Eltern waren Megingoz von Geldern und seine Frau Gerberga von Geldern, eine Tochter des lothringischen Pfalzgrafen Gottfried und Enkelin des westfränkischen Karl III. Irmintrud hatte vier weitere Geschwister, drei Schwestern und einen Bruder. Ihre Familie galt als berühmt und einflussreich. Während sich Irmintruds Schwestern Adelheid und Betrada sich in Köln in den Dienst Gottes stellten, wurden Alvera und Irmintrud von ihren Eltern verheiratet. Irmintrud heiratete den Pfalzgrafen Heribert von der Wetterau. Insgesamt bekam Irmintrud vier Kinder. Im Jahr 1020 starb sie im Alter von ca. 64 Jahren. Laut der Vita von Adelheid hat Irmintrud von Avalgau ihre Berühmtheit vor allem durch ihre Enkel bzw. Nachfahren, wie z. B. Heinrich VII. von Bayern oder Adalbero III. Bischof von Metz erhalten. VON AVALGAU, Irmtrud (Irmgard Ermentrud) (I15320)
 
2918 Iselin (jüngeres Geschlecht)
Die Basler Familie Iselin – die mit dem älteren Achtburgergeschlecht Iselin in keiner verwandtschaftlichen Beziehung steht – wurde von Heinrich (1404) begründet. Von Rosenfeld (Württemberg), wo das Geschlecht 1266 erstmals erwähnt wird, zog Heinrich 1364 nach Basel. Erster nachweisbarer Bürger von Basel wurde 1403 dessen Sohn Konrad (1377-1436), der als Kornschreiber tätig war. Johann Lukas (1486-1560), Würzkrämer und Meister zu Safran, behielt nach der Reformation in Basel den katholischen Glauben bei, weshalb er 1529 aus der Regierung ausgeschlossen, aufgrund seines politischen Geschicks aber 1542 wieder in den Rat berufen wurde. Johann Lukas' Söhne waren die Begründer der vier Hauptlinien der Iselin

Jakob (1512-1587) begründete die erste Hauptlinie, die 1853 ausstarb. Unter seinen Nachkommen befinden sich Johann Lukas (1567-1626), Meister und Ratsherr der Zunft zu Schmieden, Diplomat und Leiter diverser Basler Gesandtschaften; Reinhard (1608-1668), 1651 Professor der Ethik an der Universität Basel sowie Andreas (1654-1732), Geometer und Kartograf.

Von Johann Ulrich (1520-1564), dem Professor der Rechte an der Universität Basel (ab 1548), ging die zweite, noch bestehende Linie aus. Sie umfasst unter anderem Ludwig (->), der 1591 die Amerbach'schen Sammlungen erbte und 1599 Professor der Rechte an der Universität Basel wurde; den Posamenter Johannes (1563-1622), der 1591 nach Biel zog, wo er die Basis für einen bis um 1900 bestehenden Zweig legte; Alfred (1826-1904), der in Niederschönthal eine Schappespinnerei gründete, sowie Hans (1878-1953), der 1937 zum ordentlichen Professor für Chirurgie an der Universität Basel berufen wurde. Die Iselin der zweiten Linie waren meist als Kaufleute, Pfarrer und Offiziere tätig. Ihre Verschwägerungen mit bedeutenden Basler Geschlechtern (u.a. Alioth, Bernoulli, Forcart, Merian, Vischer) beweisen ihre hohe gesellschaftliche Stellung. Die dritte Linie, die Hieronymus (1522-1584) begründet hatte, starb bereits im 17. Jahrhundert aus.

Der Begründer der vierten, heute noch existierenden und umfangreichsten Linie der Iselin war Johann Lukas (1526-1557). Er erwarb 1557 den Rosshof in Basel, der bis 1781 in Familienbesitz verblieb. Auf ihn folgte unter anderem Jakob Christoph (1645-1719), der zusammen mit seinem Bruder Johann Lukas (1649-1707) und Franz Fatio in Basel die Seidenfabrik Fatio & Iselin gründete. Die Seidenbandfabrikation blieb bis ins 20. Jahrhundert für die Familie von Bedeutung. Auch der Schriftsteller und Philosoph Isaak (->) entstammte dieser Linie; ansonsten waren aber die meisten Mitglieder vom 16. bis 20. Jahrhundert Kaufleute, Juristen und Offiziere. Angehörige dieser Linie verschwägerten sich mit angesehenen Basler Geschlechtern (u.a. Forcart, His, La Roche, Merian, Sarasin, Wettstein). Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten einige Iselin aus. Johann Lukas (1681-1747), Salzinspektor im badischen Müllheim, begründete einen deutschen, Johann Jakob (1768-1828), Kaufmann in London, einen englischen und Isaak (->), Bankier in New York, einen amerikanischen Zweig. 
ISELIN, Heinrich (I41338)
 
2919 Issak II. war ein Sohn des kaiserlichen Generals Andronikos Dukas Angelos († Dezember 1185), ein Sohn des Admirals Konstantin Angelos und Schwiegersohn Kaiser Alexios I., seine Mutter war Euphrosyne († 1195), Tochter oder Nichte des Theodoros Kastamonnites.

Isaak II. begann seine Herrschaft nach der Ermordung Andronikos I. 1185 nach einem entscheidenden Sieg über die ins Byzantinische Reich eingefallenen sizilischen Normannen, war aber ansonsten weniger erfolgreich. Der Versuch, Zypern von dem rebellischen Adligen Isaak Komnenos zurückzuerobern, misslang aufgrund der Einmischung der Normannen. Gleichzeitig erhoben sich die Bulgaren und Walachen und gründeten 1186 das Zweite Bulgarische Reich. 1187 wandte sich der General Alexios Branas, der nach der Ablösung des Johannes Kantakuzenos gegen die Rebellen gesandt worden war, gegen den Kaiser und versuchte, Konstantinopel zu besetzen, wurde aber geschlagen und getötet. Als Nächstes verlangte der Osten die Aufmerksamkeit des Kaisers, wo verschiedene Thronprätendenten sich erhoben und wieder fielen. 1189 versuchte Friedrich Barbarossa auf dem Dritten Kreuzzug seine Truppen durch das byzantinische Reich zu führen, und erhielt die Erlaubnis. Er hatte die Grenze bereits überschritten, als Isaak, der sich mittlerweile mit Saladin verständigt hatte, begann, ihm Hindernisse in den Weg zu legen, und nur durch Waffengewalt zur Erfüllung der Zusage gezwungen werden konnte. Seine Tochter Irene wurde dabei dem in Deutschland befindlichen Philipp von Schwaben versprochen.

Die nächsten fünf Jahre war Isaak mit neuen Aufständen der Walachen befasst, gegen die er mehrere Feldzüge führte. Während eines dieser Feldzüge rief sich sein Cousin Konstantin 1193 in Philippopel zum Gegenkaiser aus, wurde aber von seinen eigenen Leuten gefangen genommen; Isaak II. ließ ihn blenden. 1195 nutzte sein Bruder Alexios einen Jagdausflug des Kaisers und dessen Abwesenheit vom Feldlager, um sich selbst zum Kaiser zu proklamieren, und wurde auch von den Soldaten anerkannt. Isaak wurde geblendet und im Gefängnis des Anemas inhaftiert.

Acht Jahre später, am 18. Juli 1203, wurde er für sechs Monate aus seinem Kerker geholt und erneut auf den Thron gehoben, nachdem der Vierte Kreuzzug die Stadt erreicht hatte. Da er jedoch sowohl körperlich als auch geistig durch die Gefangenschaft geschwächt war, übernahm sein Sohn Alexios IV. die tatsächliche Regierung. Isaak und Alexios wurden am 25. Januar 1204 wegen ihres Nachgebens gegenüber den Kreuzfahrern durch einen Aufstand des Generals Alexios Murtzouphlos gestürzt, der wenige Tage später selbst den Thron bestieg. Isaak starb am 28. Januar unter ungeklärten Umständen, wahrscheinlich wurde er vergiftet.

Isaak II. war einer der schwächsten und brutalsten Fürsten auf dem byzantinischen Thron. Umgeben von Sklaven, Mätressen und Schmeichlern ließ er es zu, dass das Reich von Günstlingen regiert wurde, während er das Geld, das den Provinzen abgepresst wurde, für Bauwerke und Geschenke an die Kirche ausgab. Die Folge davon war der fortschreitende Verfall des Reiches durch Ämterkauf und Steuerwucher. 
ANGELOS, Isaak II. (I40246)
 
2920 ist wohl identisch mit dem Grafen Udo dem Älteren im Lahngau (nicht zu verwechseln mit Udo (dem Jüngeren) im Lahngau). Udo/Odo war zunächst Graf im Rheinland/Lahngau, wo er von 821 bis 826 bezeugt ist, und von 828 bis 834 Graf von Orléans.  VON ORLÉANS, Graf Graf Odo (I35646)
 
2921 J. Broering, Die Düsseldorfer Apotheken, Düsseldorfer Jahrbuch 42, 1940, S. 77 f., 128 f.
A. Blömer, Die reformierte Familie Wiedenfeld aus Inden und Altdorf, Mönchengladbach 1984, S. 28
A. Blömer, Die Abstammung des Hofapothekers Arnold Wiedenfeld zu Düsseldorf, Mönchengladbach 2001, S. 7, 16 
WALTMANN, Susanna (I49182)
 
2922 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland IV, Bonn 2020, Nr. 14545

Das Arrondissement Elberfeld war eine Verwaltungseinheit im Großherzogtum Berg unter französischer Herrschaft zwischen den Jahren 1808 und 1813. Es umfasste das Gebiet der bergischen Ämter Elberfeld, Barmen, Beyenburg, Solingen und Bornefeld, sowie Teile der Ämter Steinbach und Miselohe.

Gründung der Stadt Barmen
Am 3. Februar 1808 wurden unter französischer Herrschaft Barmen schließlich die Stadtrechte verliehen, wohlhabende Kaufleute und Fabrikanten bildeten ehrenamtlich den ersten Munizipalrat. Erster Maire unter französischer Oberaufsicht war Carl Bredt bis Juli 1808, gefolgt von Peter Keuchen bis April 1810, Carl Wilhelm Eller bis Oktober 1810 und Johann Wilhelm Wilkhaus bis Februar 1814. Der Code civil setzte am 1. Januar 1810 alle bisherigen Gesetze und Verordnungen, die teilweise noch auf traditionellen lokalen Gewohnheitsrechten aus dem Mittelalter bestanden, außer Kraft.  
JONGHAUS, Wilhelmine (a) (I60)
 
2923 J.H.C. Scheibler, Geschichte und Geschlechts-Register der Familie Scheibler, Köln 1895, S. 66
H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 459
J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland IV, Bonn 2020, Nr. 11250 
SCHOELER, Friedrich Johann Wilhelm (I47831)
 
2924 J.H.C. Scheibler, Geschichte und Geschlechts-Register der Familie Scheibler, Köln 1895, S. 66 („Sauers“)
H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 459
J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland IV, Bonn 2020, Nr. 11250 
SAUER, Anna Gertrud (I25090)
 
2925 Jacob Schröter der Ältere (geb. um 1529 in Weimar; gest. 1. Mai 1613) war ein deutscher Handelsmann und Bürgermeister in Weimar.

Leben
Schröter war Tuch-, Woll- und Waidhändler. Als Sohn[1] des Weimarer Bürgermeisters und Tuchhändlers Peter Schröter und dessen Frau Gertrud Dietz wurde er in Weimar geboren. Sein älterer Bruder war Johannes von Schröter. Seine Schwester Gertrud († 1566 in Jena) heiratete 1561 den Mediziner Lorenz Hiel. Schröter erbaute am Markt 4 sein Wohnhaus und zugleich die erste Apotheke in der Stadt. Die Hof-Apotheke gibt es noch heute. So initiierte er um 1590 den Bau eines Brunnens am Markt, der später durch den Neptunbrunnen von Martin Gottlieb Klauer ersetzt werden sollte. Als Bürgermeister leitete Schröter 41 Jahre die Geschicke der Stadt. Außerdem war er Beisitzer der fürstl. sächsischen Land- und Tranksteuer-Obereinnahme. Er galt zu seinen Lebzeiten als der „vornehmste Bürger“ Weimars. Er war sehr vermögend und besaß mehrere Häuser und anderen Grundbesitz. Schröter wurde 1569 in den Rat gewählt und gehörte ihm bis 1602 an.

In der Sakristei der Herderkirche befindet sich ein Ölporträt Schröters. 
SCHRÖTER, Jacob ´der Ältere` (I34754)
 
2926 Jacob Schröter der Jüngere (geb. 15. September 1570 in Weimar; gest. 11. Juni 1645 in Meiningen) war sachsen-meiningischer Kanzler und Professor für Rechtswissenschaften in Jena.

Sein Vater Jacob Schröter der Ältere (1529–1612) war 41 Jahre lang Bürgermeister in Weimar. Seine Mutter war Barbara Brück. Sein Großvater war der sächsische Kanzler Christian Brück.[1] Er selbst war ab 1604 Rat in Meiningen. Zuvor wurde er 1599 zum Dr. jur. in Jena promoviert. Extraordinarius für Rechtswissenschaft in Jena wurde er 1601.[2] Auch trug er den Titel eines Geheimrates und stand im Dienste verschiedener Fürsten. 
SCHRÖTER, Jacob ´der Jüngere` (I23494)
 
2927 Jacob Züblin war der Sohn des Ambrosius Züblin, Leinwandschauer und Ratsherr und dessen Ehefrau Judith, geb. Eggmann.

Er war Wollweber und wurde 1713 sowohl Zunftmeister der Weberzunft als auch Unterbürgermeister in St. Gallen.

1720 gelangte er in Direktwahl in das aus Reichsvogt, Amts- und Altbürgermeister bestehende Spitzengremium, das bis 1729 mit Georg Wartmann, Christoph Hochreutiner und David Stähelin besetzt war, und führte 1725 und 1728 die Stadtrepublik St. Gallen.

Jacob Züblin war seit 1679 mit Barbara, Tochter des Georg Meyer, Stubendiener der Weberzunft verheiratet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Züblin
Markus Kaiser: "Züblin, Jacob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.02.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/021820/2014-02-25/, konsultiert am 06.11.2024.
https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wartmann
https://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Hochreutiner
https://de.wikipedia.org/wiki/David_Stähelin 
ZÜBLIN, Jakob (I19101)
 
2928 Jacobi erhielt 1730 das Bochumer Bürgerrecht und war als Kauf- und Handelsherr tätig.

Er heiratete am 3. Juli 1735 Gertrude Christine Severin, die Tochter von Georg Heinrich Severin (Severin ist der Name einer Familie, welche mehrere Beamte, Baumeister, Parlamentarier, Ärzte, Kaufleute, Ingenieure, Erfinder und Hochschullehrer hervorbrachte. Einzelne Glieder stiegen in den russischen Adel auf.)
und Sibilla Margarethe Krupp sowie Witwe des „großen Kaufmanns“ Johann Hermann Mallinckrodt war. Gertrude starb am 25. März 1795 im Alter von 93 Jahren in Bochum. Gemeinsam hatten sie drei Kinder: Georg Friedrich Jacobi, Margaretha Dorothea Jacobi und Johann Ludwig Jacobi.

Nach seiner Verehelichung – die ihm Wohlstand und Ansehen brachte – wohnte er im Haus Nr. 130 (Bongardstraße 43, früher Obere Marktstraße 37) in Bochum.

Die preußische Landesregierung ernannte ihn 1745 zum zweiten Bürgermeister. Das Amt bekleidete er bis zum Fortzug des ersten Bürgermeisters Gerhard Wilbrand Lennich (* vor 1725; † nach 1804) war Bürgermeister von Bochum, im Jahre 1772.

Der Stadtrat und die Gemeindevorsteher trugen dann einstimmig dem Jacobi „in Anbetracht der besonders im Kriege und sonsten der Stadt geleisteten Dienste und Bemühungen“ die erledigte Stelle an; dieser bat jedoch, da seine Gesundheit seit dem Kriege geschwächt sei, ihm seinen Sohn, den Advokaten am Landgericht Dr. jur. Georg Friedrich Jacobi zur Seite zu stellen. Bald darauf trat der alte Jacobi ganz zurück und am 23. Dezember 1772 wurde sein Sohn gewählt.

Jacobi erwarb 1750 vom Kloster Herdecke das Lehngut Weilbrinkshof, welches sich von dem heutigen katholischen Vikariat an der Bleichstraße bis zur Arndtstraße und Stühmeyerstraße hinzog. Der neue Besitz wurde später mit der zunehmenden Entwicklung der Stadt für seine Erben ein wertvolles Vermögensstück. Ebenso erbaute er das Haus Wittener Str. 9 in Bochum, das er 1775 seinem Sohn Johann Ludwig vererbte. 
JACOBI, Johann Konrad (I44366)
 
2929 Jacobi war ein Sohn von Andreas Ludolf Jacobi (1746–1825) und dessen zweiten Ehefrau Wilhelmine Thaer, einer Schwester von Albrecht Thaer. Er wuchs in Celle und Hannover auf. Ab 1808 studierte er an der Universität Göttingen Rechtswissenschaften[3] und war dort Mitstifter und Mitglied im Corps Hannovera.[4] Seine Studien setzte er 1809 nach der Göttinger Gendarmen-Affäre in Heidelberg fort und gehörte hier zum Kreis der Stifter des Corps Hannovera Heidelberg. Nach Beendigung seines Studiums wurde er 1811 Anwalt, zunächst in Celle, dann in Hannover.

In den Befreiungskriegen entdeckte er seine Vorliebe für das Militär und trat am 13. April 1813 als Sergeant in das Leichte Bataillon „Lüneburg“ der Hannoverschen Armee ein. Nach dreiwöchiger Dienstzeit wurde er, ohne jemals Fähnrich gewesen zu sein, zum Leutnant befördert. Bereits fünf Wochen später übernahm er das Kommando über eine Kompanie und noch einen Monat später, am 27. Juli 1813, war er Kapitän[5]. Er nahm an den Schlachten von Quatre-Bras und Waterloo teil. Dabei wurde seine Kompanie das Opfer eines französischen Kavallerieangriffes. Die Kompanie wurde kurz nach 14.00 Uhr von ihrer Stellung, ca. 600 Meter nordwestlich von La Haye Sainte, aus in den Obstgarten des Hofes geschickt, während die anderen Kompanien um das Haus herum verteilt waren, um gegen die französischen Plänkler zu kämpfen. Bei einem unerwarteten Kavallerieangriff gelang es, durch die Verteilung der einzelnen Kompanien bedingt, nicht mehr, ein Karree zu formieren. Die Männer wurden einzeln und ohne eine Chance sich zu wehren niedergemacht. 20 wurden getötet, 37 verwundet. Damit hatte das Bataillon mehr als ein Drittel seiner ursprünglichen Stärke eingebüßt; als Einheit existierte es nicht mehr.[6] Für seinen Einsatz in den beiden Schlachten erhielt Jacobi nach dem Krieg den Guelfenorden.

Nach dem Krieg gehörte Jacobi bis 1850 dem Generalstab an und wirkte von 1839 bis 1848 als außerordentliches Mitglied des Hannoverschen Staatsrats. Als Leiter der Generaladjutantur gewann er direkten Kontakt zu König Ernst August und wurde 1850 als Generalmajor Kriegsminister des Königreichs. Nach dem Tod von König Ernst August (1851) trat er wegen divergierender Auffassungen mit dessen Nachfolger König Georg V. zurück, wurde Mitglied des Hannoverschen Staatsrats, von 1852 bis 1855 berufenes Mitglied von 1856 bis 1866 erneut außerordentliches Mitglied des Hannoverschen Staatsrats. Ab 1854 war er zudem Bundestagsgesandter für das Königreich Hannover bei der deutschen Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Frankfurt am Main.

Ende Mai 1854 trat Jacobi mit der Ernennung zum Kommandeur der 2. Infanterie-Division in den Truppendienst zurück, avancierte ein Jahr später zum Generalleutnant und erhielt am 18. Mai 1859 das Kommando über die 1. Infanterie-Division. In dieser Eigenschaft stieg er am 3. Dezember 1860 zum General der Infanterie auf. 1862 trat er in den Ruhestand und wurde am 17. Mai 1866 in den erblichen Adelsstand erhoben. Den Aufmarsch der Hannoverschen Truppen zur Schlacht bei Langensalza kommentierte er als Freund und Kenner Preußens vorausschauend mit „Finis Hannoverae“.

Der hannoversche Generalstabsoffizier Bernhard von Jacobi war einer seiner Söhne. 
VON JACOBI, Karl (I49867)
 
2930 Jakob Fugger (* 1398 in Augsburg; † 23. März[1] 1469 in Augsburg; später genannt Jakob Fugger der Ältere) war Webermeister, Ratsherr und Kaufmann. Als solcher ist er der Stammvater des Geschlechts der Fugger von der Lilie. Er war der Vater Jakob Fuggers des Reichen.

Sein Vater war Hans Fugger († 1408/09), der im Jahre 1367 als Landweber aus Graben in die freie Stadt Augsburg gekommen war. Hans Fugger konnte, durch einigen Fleiß, viel Glück und vor allem zwei sehr vorteilhafte Vermählungen (1. Clara Widolf, 2. Elisabeth Gfattermann[2]), seiner Familie bei seinem Tod im Jahre 1408 ein nicht unerhebliches Vermögen hinterlassen.

Die Witwe Elisabeth Fugger-Gfattermann († 1436) führte die Weberei und den Textilhandel bis zu ihrem Tod im Jahre 1436 weiter. Ihre Söhne Andreas und Jakob ließ sie als Lehrlinge das Goldschmiedehandwerk erlernen und selbst brachte sie ihnen das Weberhandwerk und den Tuchhandel bei.

Gemeinsam bauten die drei Familienmitglieder ein gutgehendes, aber noch mittelmäßiges Handelsunternehmen auf und brachten es in den ersten drei Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts zu einem ansehnlichen Vermögen. Nach dem Tod der Mutter übernahm Andreas die Leitung der Firma und erst 1454 erfolgte die Trennung des Unternehmens. Jakob Fugger nahm seinen Geschäftsanteil aus der Firma und wirtschaftete auf eigene Rechnung weiter. Überaus erfolgreich, wie sich zeigte, denn bereits acht Jahre vor seinem Tode zählte Jakob Fugger d. Ä. zu den zwölf reichsten Augsburger Bürgern.

Jakob Fugger heiratete am 13. April 1441 Barbara Bäsinger, die Tochter des Münzmeisters Franz Bäsinger. Nach dem Tod ihres Gatten führten zunächst Barbara Fugger und danach die Söhne die väterliche Firma weiter und machten sie zu einem der größten und reichsten Handelshäuser Europas. 
FUGGER, Jakob ´der Ältere` (I46315)
 
2931 Jakob I Schlapprizi (keine Lebensdaten oder Ämter bekannt, 1541 wird er im Steuerbuch nicht mehr genannt) heiratet 1539 die Magdalena Haag (sie verstirbt am 13.01.1571), Tochter des Rudolf und der Magdalena Wirth. Die Bezeichnungen Jacob I / II / III sowie Christof I / II entstammen der Dissertation "Bevölkerung und Vermögensstruktur der Stadt Sankt Gallen im 16. und 17. Jahrhundert (Auswertung der Steuerbücher) von Hans-Peter Höhener (Zürich 1974). Zu "Jacob IV" ist die Quellenlage nicht eindeutig (derzeit Gegenstand weiterer Forschung). Die genannten Jacob und Christof sowie Hans Konrad (1581-1613) und Daniel (1599-1642) werden von Höhener ausführlich behandelt. Die Zahlen in Klammern nach dem Vornamen sind die Nummern der Stemmatologia Sangallensis. Felicitas ist in der Graphik aufgeführt, da sie einen Schlapprizi geheiratet hat. Die Graphik enthält alle Haushaltsvorstände bis in die 6. Generation.

Junker Jakob II (1540-1594) besitzt das Schlösschen Wicken am Rorschacherberg samt der Fischenz im See. Bis Christoph "zur Kugel" (1702) bleibt es in den Händen der Nachkommen, die bis 1750 als Mitglieder (6 davon Pursner) der Notensteiner Gesellschaft angehören.

Sein Sohn Christoph I (1576-1639) ist Ratsherr 1617-1639, Steuermeister 1618-1623, Seckelmeister 1623-1639, und sein Enkel Jakob IV (1600-1674) Seckelmeister 1660-1665, Stadtkassier 1665-1674.

Laut Steuerbüchern wohnt die Familie über Generationen in der "Spisergass uf". Anna Stauder (1541-1617) erbaut 1611 als Witwe des Jacob II (1540-1594) das "Haus zur Hechel" als "Sommerhaus" direkt vor den Toren der Stadt beim Spisertor. Es verbleibt bis 1734 im Besitz der Familie. Später wird es "Kleinburg" genannt. Es liegt heute direkt neben der "Kantonsschule am Burggraben": 1960 wird es renoviert und dient als "Kantiheim" den Schülern als Mensa.

Der letzte männliche Spross der Linie, Dr. med. Antoni Schlapprizi (*30.03.1704), heiratet nach Amsterdam 
SCHLAPRITZER \ SCHLAPPRITZI, Jakob I. (I12511)
 
2932 Jakob Omphal, lat. Iacobus Omphalius Andernacus (* 11. Februar 1500 in Andernach; † 25. Oktober 1567 in Wiesdorf) war ein deutscher Jurist und kurkölnischer Kanzler.

Jakob Omphal kam am 11. Februar 1500 als Sohn des Bernd von Omphal und der Hermine von Büren in kurkölnischen Andernach zur Welt. Die Familie des Vaters gehörte zum Patriziat in Andernach. „Omphalius“ als gräko-latinisierte Namensform wurde erst durch Jakob Omphal selbst verwendet, ein Zeichen seiner Zeit und seiner humanistische Bildung; der deutsche Familienname ist nicht bekannt, von der griechischen Wortbedeutung (ὀμφαλός - omphalós) her könnte es „Nabel“, „Nabe“ oder „Nave“ gewesen sein. In den Aufzeichnungen der Stadt aus dem 14. und 15. Jahrhundert wird der Name „Speychnaven“ und „Speychennaefe“ mehrfach erwähnt.

Omphal besuchte die Andernacher Lateinschule, studierte an den Universitäten in Köln und Utrecht Jurisprudenz und setzte seine Studien wahrscheinlich in Löwen fort. 1529 und 1530 promovierte er an der Universität Sorbonne in Paris zum Magister des Jurisprudenz. Im Jahre 1532 vertrat er als Prokurator die Deutsche Nation in Paris und hatte einen regen Briefwechsel zu den Humanisten jener Zeit wie Erasmus von Rotterdam, Joseph Justus Scaliger, Bonifacius Amerbach oder Ulrich Zasius. Drei Jahre später promovierte er in Toulouse.

Nach insgesamt sieben Jahren in Frankreich kehrte er 1537 nach Deutschland zurück, um für Kurköln eine Assessorenstelle am Reichskammergericht in Speyer anzutreten, wo er den späteren Reichsvizekanzler Georg Sigmund Seld kennenlernte. Am 8. Februar 1539 heiratete Jakob Omphal Elisabeth von Bellinghausen in Köln, deren Vater Kölner Stadtsyndikus war und mit der er sechs überlebende Kinder hat. Bereits im nächsten Jahr wurde er mit Hilfe seines Schwiegervaters in den Hofrat von Kurköln aufgenommen.

In dieser Zeit trat er in enge Verbindung mit Hermann Graf von Wied, der gleichzeitig Kurfürst und Erzbischof von Köln war und 1543 reformatorische Neuerungen im Erzbistum Köln erfolglos einführte. Jakob Omphal vertrat Kurköln deshalb auf dem Reichstag 1544 und später seinen Kurfürsten und Erzbischof, als dieser 1546 exkommuniziert und 1547 von Karl V. zur Abdankung gezwungen wurde.


Die Doktorsburg im 19. Jahrhundert
Jakob Omphal war mittlerweile 1545 kurkölnischer Kanzler geworden und trat 1551 in die Dienste des Herzogs Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg. Als dessen Rat nahm er an den Reichs- und Deputationstagen 1556 und 1557/58 teil. Seit 1500 war das Heilige Römische Reich in ursprünglich sechs Reichskreise eingeteilt, später kamen vier weitere dazu, darunter auf Veranlassung seines Herzogs 1559 der Reichskreis Niederrhein-Westfalen, für das Jakob Omphal das Amt des Syndikus innehatte und darum noch im demselben Jahr geadelt (Nobilitierung in den Reichsadel) werden musste, um Etiketten- und Zeremonienstreitigkeiten wegen seiner Person zu vermeiden.

Nach einem Reitunfall im Jahre 1562 zog sich Jakob von Omphal von der Politik nach Haus Büchel in Wiesdorf zurück, das er sich 1540 als Landgut erworben hatte. Dort starb er im Alter von 67 Jahren am 25. Oktober 1567 und wurde in der Wiesdorfer Kirche beigesetzt. Das Anwesen, das nach ihm Doktorsburg genannt wird, blieb über hundert Jahre im Besitz seiner Familie, das Herrenhaus besteht nach Neuaufbau 1682 durch Freiherrn von Merode, Komtur des Deutschen Ordens, heute noch. 1910 ging es an die Gemeinde Wiesdorf. Eine Portraitmedaille von Jakob von Omphal ist im Kölnischen Stadtmuseum zu finden. 
VON OMPHAL, Katharina Sibylle (I45653)
 
2933 Jakob war das einzige überlebende Kind König Peters II. des Katholischen und der Maria von Montpellier. Er wurde am 1. Februar 1208 im Tornamirapalast in Montpellier geboren und noch am selben Tag in der Kathedrale Sainte-Marie des Tables (heute Notre-Dame des Tables) getauft.[1] Zum Zeitpunkt seiner Geburt lebten seine Eltern bereits getrennt und führten einen Ehekrieg, in dem Peter II. vergeblich die Scheidung von Maria zu erwirken suchte. Sein Vater hatte im Februar 1210 seine Verlobung mit Aurembiaix arrangiert, der Erbin der Grafschaft Urgell, einer der letzten großen katalanischen Grafschaften die sich nicht im Besitz des Hauses Barcelona befanden. Nur ein Jahr später änderte Peter II. seine Pläne und verlobte im Januar 1211 auf dem Konzil von Narbonne-Montpellier seinen Sohn mit Amicia de Montfort, der Tochter des Anführers des Albigenserkreuzzugs, Simon de Montfort, mit dem Peter II. einen politischen Ausgleich vereinbart hatte, nachdem Montfort Lehnsgebiete der Krone Aragóns usurpiert hatte. Dazu wurde Jakob als Vertrauensbeweis in die Montfort’sche Familie überstellt, in der er nun von seiner Schwiegermutter in spe Alix de Montmorency aufgezogen wurde. Das Vertrauen hatte sich allerdings nicht als gerechtfertigt erwiesen, nachdem es zwischen Peter II. und Simon de Montfort ob der Expansionspolitik des letzteren 1213 doch zum Bruch gekommen war, der eine gegenseitige Kriegserklärung nach sich zog. Nachdem bereits im Frühjahr 1213 Maria von Montpellier in Rom gestorben war, wurde am 12. September Peter II. in der Schlacht bei Muret von den Kreuzrittern Simons de Montfort getötet und Jakob somit zum Vollwaisen gemacht. VON ARAGÓN, Jakob I. (I39081)
 
2934 Jerusalem war 1099 im Zuge des ersten Kreuzzuges erobert worden. Die Familie ihres Vaters kam ursprünglich aus Rethel, Frankreich. Ihr Vater war ein Kreuzritter und der König des Kreuzritterstaates Edessa. Dort heiratete er aus diplomatischen Gründen Morphia, die Tochter des armenischen Prinzen Gabriel von Melitene. Eine solche Allianz konnte die Region stabilisieren und legitimieren.[1][2] Melisende wuchs in Edessa auf bis sie 13 war, als ihr Vater zum König von Jerusalem gewählt wurde, als Nachfolger seines Cousins Balduin I. Als Balduin II. zum König gewählt wurde hatte er bereits drei Töchter.[1] Sie wurde 1128 von ihrem Vater zur Thronfolgerin ernannt. 1129 heiratete sie – auf sein Arrangement hin – Fulko V. von Anjou. Vor dem Tod ihres Vaters 1131 wurde Melisende zur Mitregentin gekrönt. Mit seinem Tod wurde sie gemeinsam mit Fulko Regentin. Melisende und Fulko hatten zwei Söhne, die späteren Könige Balduin III. und Amalrich I. Ansonsten aber wurde Melisende von ihrem Ehemann ignoriert. Melisende als älteste Tochter, danach Alice und Hodierna. Als neuem König wurde Balduin nahegelegt, dass er sich eine neue Frau suchen sollte, die ihm einen männlichen Nachkommen gebärt. Der armenische Geschichtsschreiber Mathias von Edessa schreibt, dass sich Balduin weigerte, weil er seiner Frau hingegeben war. Als Zeichen seiner Liebe hat Balduin II. auch seine Krönung auf den 25. Dezember 1119 verschoben, damit Morphia und seine Töchter bei der Krönung in Jerusalem dabei sein konnten. Morphia selbst mischte sich nicht in die Tagespolitik Jerusalems ein, aber konnte sich in bestimmte Situation als Strategin heraustuen. So zum Beispiel, als ihr Mann 1123 gefangen genommen wurde und Morphia eine Gruppe armenischer Söldner anheuerte, um herauszufinden, wo ihr Mann festgehalten wurde. Und im folgenden Jahr 1124 hat sie eine führende Rolle bei den Verhandlungen um seine Freilassung übernommen. Unter anderem bedeutete dies, dass sie nach Syrien reiste und ihre jüngste Tochter als Gefangene im Austausch gegen Baldwin II. anbot.[1]

Als älteste Tochter wuchs Melisende als maßgebliche Erbin auf. Die Lebenserwartung fränkischer Frauen war damals in den Kreuzfahrerstaaten größer als bei den Männern. Unter anderem war dies dadurch geschuldet, dass sich diese Region eigentlich konstant in Krieg verwickelt sah. Wenn Frauen Land erbten oder in einer Machtposition wiederfanden, lag das meistens daran, dass die Männer im Kampf gestorben waren. Dadurch gab es in dem Zeitalter einige Frauen, die an der Macht waren, zum Beispiel Urraca von Kastilien (1080–1129) und Eleonore von Aquitanien (1122–1204). Während der Herrschaft ihres Vaters war sie die Tochter des Königs und Erbin des Königreichs Jerusalem. Somit hatte sie Vorrang vor anderen hochrangigen Adligen und Kirchenträgern in Zeremonien. Immer mehr wurde sie in die Politik ihres Vaters miteinbezogen. Auf Dokumenten, bei der Prägung von Geld, bei der Lehensvergabe und bei diplomatischen Angelegenheiten. So wurde sie zu einer fähigen Herrscherin erzogen, die außerdem dadurch auch von dem Haute Cour eine Art königliches Gremium, bestehend aus Adligen und Kirchenträgern, unterstützt wurde.[1][2]

Nichtsdestotrotz dachte Balduin II., er müsse Melisende an einen mächtigen Verbündeten verheiraten, der Melisende und ihr Erbe beschützen würde. Außerdem mussten zukünftige Erben geboren werden. Deshalb schrieb Balduin an König Ludwig VI. von Frankreich, damit dieser einen fränkischen Vasallen für seine Tochter vorschlagen konnte. Die Franzosen waren wichtige Alliierte für die Kreuzfahrerstaaten, denn diese brachten weitere Ritter ins Land.

Louis VI. suchte Fulko V., Graf von Anjou und Main, ein reicher Kreuzfahrer der immer mehr auch eine Gefahr für Ludwig VI. wurde. Der Sohn von Fulko Geoffrey aus erster Ehe war mit Königin Matilda verheiratet. Matilda wurde von Henry I. von England auserkoren um die nächste Regentin zu werden. Das machte Fulko zu dem potenziellen Großvater eines englischen Thronfolgers und somit zu einer extrem guten Partie. Bei den Verhandlungen bestand Fulko darauf der alleinige Nachfolger und König Jerusalems zu werden. Balduin hatte einige Bedenken. Er sorge sich, dass Fulko V. nach seinem Tod Melisende verstoßen würde und seinen eigenen Sohn aus erster Ehe zum Erben Jerusalems machen würde.

Als Melisende einen Jungen im Jahr 1130 gebar, unternahm Balduin einiges um sicherzustellen, dass seine Tochter nach ihm Königin von Jerusalem wurde. Er hielt eine Krönungszeremonie ab bei der er das Königtum Jerusalems gemeinsam zwischen seiner Tochter, seinem Enkel und Fulko V. teilte. Außerdem beschloss er, dass Melisende der einzige Vormund ihres Sohnes werden sollte. Als Balduin II. im Jahr 1131 starb, bestiegen Melisende und Fulko den Thron gemeinsam. Fulko gelang es aber, mithilfe von Verbündeten schaffte er es Melisende weitergehend von Regierungsgeschäften fernzuhalten. Fulko V. erklärte Melisendes Erbrechte öffentlich für null und nichtig. Balduins Anstrengungen genau dies zu verhindern hatten offenkundig nichts gebracht. Das irritierte auch den Haute Cour, dessen Macht auch massiv beschnitten wurde durch Fulkos autokratische Art zu regieren.[1] 
VON JERUSALEM, Melisende (I40602)
 
2935 Johann (Hans) II. war ein Sohn von Johann I. und dessen Gemahlin Agnes von Werd. Er war verheiratet mit Verena (Varenne) von Neufchatel-Blamont.

Den Tod seines Vaters konnte er nicht verschmerzen, so versuchte er den Bürgermeister Rudolf Brun und seine Anhänger zu vernichten. Doch es misslang gründlich, vermutlich aufgrund Ausspähung, und er wurde gefangen genommen. Zwei Jahre lang wurde er in Wellenbergturm bei Zürich gefangengehalten, seine Brüder Rudolf IV. und Gottfried II. konnten ihm nicht helfen, ihnen fehlten alle Mittel. Die Zürcher zerstörten ihm die Burgen Alt-Rapperswil und Neu-Rapperswil und verheerten die March. Da Rapperswil österreichisches Lehen war, kam es zwischen Zürich und König Albrecht zum Krieg. Zürich, das dem Bund der Eidgenossen beigetreten war, wurde belagert, doch 1352 schloss man ein Friedensabkommen, bei dem Graf Hans II. freikam. Während seiner Gefangenschaft soll er der (erstmals bei Etterlin bezeugten) Überlieferung nach das Lied vom Blauen Blümelein[1] ersonnen haben, er gilt daher auch als Minnesänger.

Ich weiß mir ein Blümli blawe
von himmelklarem Schin;
Es stat in grüner Awe,
Es heißt: Vergiß nit min.
Ich konnt es nirgend finden,
War mir verschwunden gar,
Vor Rifen und kalten Winden
Ist es nimmer da.

Aegidius Tschudis Erzählung über den Grafen und dessen Lied hat den jungen Goethe zu seinem Lied des gefangenen Grafen inspiriert.

Erbteilung
Nach allen diesen Fehden waren die drei Brüder finanziell am Ende, so dass sie am 31. Dezember 1353 eine Erbteilung beschlossen, Rudolf IV. erhielt Stadt und Feste Laufenburg, die Burg zu Herznach und Anteil an der Grafschaft Sisgau. Gottfried II. wurde Herr zu Alt-Rapperswil in der March und im Wägital und behielt die Vogtei über das Kloster Rheinau. Die Grafschaft im Klettgau teilte er sich mit Rudolf IV. Hans II. behielt das Schloss Rapperswil. Da er jedoch keine Mittel hatte das zerstörte Eigentum wiederherzustellen verkaufte er es 1354 an Österreich. Vergeblich war sein Versuch das einträgliche Großmeieramt über das Damenstift Säckingen zu erlangen, die Familie von Schönau gab ihre Ansprüche nicht auf. Auch Rudolf IV. suchte sich an das Stammhaus Österreich anzubinden, er begab sich mit Stadt Laufenburg 1356 in dessen Schutz.

Als Condottiere in Fremden Diensten
Mit seinem Bruder Rudolf IV. wird er um 1353/54 und danach nochmals ab 1364 in Italien als Condottiere erwähnt, er wurde dort Il Conte Menno (Graf ohne Bart) genannt, seine Rückkehr in die Heimat wird im April 1372 vermeldet. Er war zwar in gutem Sold der Stadt Florenz und als Söldnerführer im Kampf der Florentiner gegen Pisa gewesen und hatte diesen zum Sieg verholfen, doch um nichts reicher geworden kehrte er nach Laufenburg zurück. 1375 zog der Ruhelose nochmals für zwei Jahre mit einem Trupp Reisiger nach Italien. Er starb 1380.[2] 
VON HABSBURG-LAUFENBURG, Johann II. (I35738)
 
2936 Johann Andreas Jacobi entstammte einfachen Verhältnissen und wurde von seinen Eltern, nach einer Vorbildung durch den örtlichen Pastor, auf die Schule nach Osterode am Harz geschickt. Von dort wechselte er an die Schulen von Sankt Andreasberg und Nordhausen. Ab Ostern 1701 studierte er Theologie an der Universität Jena. Nach drei Jahren Studium wandte er sich zunächst nach Frömmstedt zu einem verwandten Prediger und nahm dann in Thüringen eine Hauslehrer und Hofmeisterstelle an. 1708 erhielt er den Ruf des Kirchenpatrons von Wollershausen, des Freiherrn von Minnigerode, die freigewordene Predigerstelle an St. Marien in Wollershausen zu besetzen. Diese Berufung wurde, wenn auch unter Schwierigkeiten, durch das Konsistorium bestätigt. Aufgrund seiner Bekanntschaft zu dem in seiner Amtsausübung seit 1707 eingeschränkten Superintendenten der Grafschaft Hohnstein Otto Christian Damius (1654–1728) in Ellrich und um eine Verbesserung der Qualität des Gesangbuches bemüht, was ihm von der kirchlichen Obrigkeit übel genommen wurde, wurde er des Deismus bezichtigt und musste nach einer Untersuchung durch das Kurfürstliche Konsistorium seine Übereinstimmung mit der lutherischen Lehre bekräftigen. Er trat sein Amt 1709 an und behielt es 47 Jahre bis zu seinem Lebensende bei. Die Inschrift seines Grabsteins wurde, weil dieser zu verwittern drohte, von der Kirchengemeinde später auf eine Bleitafel übernommen, die in die Außenfassade der Marienkirche in Wollershausen eingelassen wurde. JACOBI, Johann Andreas (I49864)
 
2937 Johann Arnold von Clermont stammte aus einer traditionsreichen Patrizierfamilie, deren Ursprünge im Bereich des heutigen Belgiens liegen. Sie ließ sich etwa im 15. Jahrhundert in Aachen und Burtscheid nieder, wo sich ihre Angehörigen als Tuch- und Nadelfabrikanten und Tuchhändler betätigten sowie politische Ämter im Stadtrat übernahmen.

Nachdem sich die Familie im 16. Jahrhundert dem lutherischen Glauben zugewandt hatte und dadurch im Verlauf der Aachener Religionsunruhen Benachteiligungen in Kauf nehmen musste, orientierte sie sich zunehmend in das benachbarte Vaals, welches zu jener Zeit zum Herzogtum Limburg gehörte und wo den Reformierten freie Religionsausübung gestattet war. Hier gründete der Ururgroßvater von Johann Arnold, der Burtscheider Nadel- und Tuchfabrikant Johannes Clermont (1612–1682), im Jahr 1669 eine erste lutherische Gemeinde. Sein Sohn Esaias Clermont (1647–1706) erwarb dort neben seinem elterlichen Betrieb im Jahr 1695 zusätzlich noch eine Kupfermühle und dessen Sohn Johann Adam Clermont (1673–1731) kaufte im Jahr 1716 das Schloss Neuburg, welches seine Witwe 1732 wieder veräußerte. Johann Adams Sohn Esaias Clermont (1698–1751), Erb- und Gerichtsherr zu Neuburg und ebenfalls Tuchfabrikant in Aachen, ließ für die lutherische Gemeinde in Vaals neben seiner Kupfermühle ein Gotteshaus bauen, welches heute als Kulturzentrum „De Kopermolen“ noch existent ist. Dieser Esaias war verheiratet mit Helene Margarethe von Huyssen (1705–1776), Tochter des Essener Bürgermeisters Arnold von Huyssen (1659–1734), als deren drittes von zehn Kindern schließlich Johann Arnold Clermont geboren wurde. Einer seiner Brüder, Theodor Christian Clermont (1730–1788), wurde Kammergerichtsrat in Berlin, 1765 Präsident des kurmärkischen Pupillenkollegiums und Besitzer des Ritterguts Lenzerwische bei Lenzen an der Elbe. Eine von Johann Arnolds Schwestern, Helene Elisabeth (Betty) von Clermont, war mit dem Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi verheiratet. Der Essener Bürgermeister Heinrich Arnold Kopstadt war sein Schwager. 
VON CLERMONT, Johann Arnold (I49878)
 
2938 Johann Bertram von Motzfeld hatte als Gattin Margaretha von Weschpfenning und Sohn Johann, ein Lief- und Churländischer geheimer Rath und Mund-Schenck VON MOTZFELD, Johann Bertram (I1769)
 
2939 Johann Christian Terviran wurde 1742 mit der Hof-Apotheke belehnt. Damit ging die Hof-Apotheke in die Hände eines peinlich genauen Apothekers über, der bald alle Mitbewerber hinter sich ließ. Der Antrag, das Lehen in freies Eigentum zu überführen, wurde jedoch von der Obrigkeit abgelehnt. TREVIRANUS, Johann Christian (I584)
 
2940 Johann Daniel Nebel wird im Testament von Johann Georg Hettenbach, dem Bruder seiner Mutter bedacht:
Johann Georg Hettenbach: Testament mit mehreren Nachträgen
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/107006 
NEBEL, Johann Daniel (I446)
 
2941 Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde 2024 restaurieren ließ.

https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 
HOFSTATT, Johann (Theodor) Dietrich (I765)
 
2942 Johann Fliegen ist seit etwa 1611 in Eschweiler ansässig. 1616/18 wird er als Diakon genannt. Am 13.04.1620 wird er als Ältester der reformierten Gemeinde Eschweiler genannt.
A. Blömer, Die reformierte Familie Staß (Stass) aus Warden / Krs. Aachen, Mönchengladbach 1997, S. 40
A. Blömer, Die reformierte Familie Hupperts aus Himmerich bei Randerath, Mönchengladbach 1998, S. 28
A. Blömer, Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 12  
FLIEGEN, Johann (I24800)
 
2943 Johann Franz von Schönau (* 15. Juli 1619 in Ensisheim; † 30. November 1656 in Pruntrut) war ab 1653 für drei Jahre Fürstbischof von Basel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Johann Franz von Schönau wurde 1619 in der vorderösterreichischen Provinzhauptstadt Ensisheim als Sohn des Marx Jakob von Schönau und der Margaretha von Reinach geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Waldshut am Hochrhein, wo sein Vater das Amt des Waldvogtes und des Schultheissenstatthalters übernommen hatte. Johann Franz wurde als jüngerer Sohn für den geistlichen Stand bestimmt. Nach dem Studium der katholischen Theologie in Pruntrut, Freiburg im Breisgau und Luzern und am Collegium Germanicum in Rom wurde Johann Franz von Schönau 1639 zum Domdekan von Eichstätt ernannt. 1640/1641 folgten die Ernennung zum Domdekan und Domherrn und 1649 zum Dompropst von Basel. Die Priesterweihe erfolgte erst 1648. Basel hatte 1529 die Reformation eingeführt. Der katholische Kultus wurde verboten. Der Fürstbischof Wilhelm Rink von Baldenstein verlegte bereits 1527 den offiziellen Sitz des Fürstbischofs nach Pruntrut, während das Domkapitel im katholischen Freiburg im Breisgau sein Exil fand, bevor es 1679 nach Arlesheim unterhalb der Burg Birseck übersiedelte. Johann Franz von Schönau verrichtete seine Ämter daher in Freiburg im Breisgau. 1651 wurde er zum Fürstbischof von Basel gewählt. Als eine der ersten Amtshandlungen nach der Bischofsweihe von 1653 verlegte Johann Franz von Schönau die Residenz der Basler Fürstbischöfe wieder nach Pruntrut. 1654 reaktivierte er den durch den Dreissigjährigen Krieg darnieder liegenden Eisenbergbau durch Gründung einer Giesserei in Reuchenette[1]. Verteidigungspolitisch suchte er die Nähe zu den Katholischen sieben Orten der Eidgenossenschaft mit denen er Mitte 1655 eine Allianz schloss, die sich gegen Frankreich richtete[2]. Johann Franz von Schönau, der vor der Erhebung in den Kardinalsrang stand, verstarb 1656 nach kurzer Amtszeit in Pruntrut, wo sein Körper in der Jesuitenkirche bestattet wurde. Die testamentarisch verfügte Herzbestattung in einer bleiernen Kapsel erfolgte in der Kapuzinerkirche in Waldshut. Das dortige Epitaph und die Herzkapsel[3] wurden 1825 in die nahe gelegene Gottesackerkapelle transferiert[4]. 
VON SCHÖNAU, Johann Franz (I46939)
 
2944 Johann Friedrich Gerhard Goeters: Ludwig Georg Treviranus, Reformierte Rechtgläubigkeit und landeskirchlicher Pietismus, in Pietismus und Neuzeit, Band 21 (1996), S. 232, 233. Ursprünglich Driemann. Aus der westfälischen Herrschaft Büren. Studium in Herborn 1586 (Matrikel der Hohen Schule Herborn 1586, ohne genaues Datum, "Burensis"). Diakon in Haiger 1590 und Pfarrer in Hirschberg 1594 sowie in Diez/Lahn. TREVIRANUS, Heinrich (I12166)
 
2945 Johann Friedrich Jacobi war Sohn des Predigers Johann Andreas Jacobi (1680–1756) an St. Marien in Wollershausen. Johann Konrad Jacobi war sein jüngerer Bruder. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Göttingen studierte er ab 1730 Philosophie, Theologie und Hebräisch an der Universität Jena und wechselte 1732 an die Universität Helmstedt. 1734 holte ihn Johann Peter Reusch zu seiner Assistenz nach Jena zurück. Eine akademische Karriere an der neu gegründeten Universität Göttingen gelang ihm trotz der Protektion durch Gerlach Adolph von Münchhausen, der ihm die Leseerlaubnis trotz fehlender Promotion verschaffte, nicht. Er wurde 1738 Prediger in Osterode am Harz, 1744 an der Kreuzkirche und 1755 an der Marktkirche in Hannover. Jacobi wurde 1758 Konsistorialrat, Generalsuperintendent der Generaldiözese Lüneburg-Celle und damit erster Prediger an der Stadtkirche in Celle. 1764 gehörte er zu den Gründern der Celler Landwirtschaftsgesellschaft. 1768 wurde er zusätzlich Dechant des Stiftes Bardowick. Beim 50-jährigen Universitätsjubiläum der Göttinger Universität verlieh ihm diese die Ehrendoktorwürde.

Er heiratete Juliane Marie Münter, Tochter des Osteroder Pfarrers Andreas Hermann Münter (1686–1732). Der Jurist Andreas Ludolf Jacobi ist sein Sohn. 
JACOBI, Johann Friedrich (I49865)
 
2946 Johann Georg Hettenbach: Testament mit mehreren Nachträgen
W 177/3
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/107006

Übersicht über die Erbmasse des Johann Georg Hettenbach
W 177/4
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/107007

zu Buch: JOHANN GEORG HETTENBACH (1747 - 1825)
Mit einem Geleitwort von Robert Nef, Publizist und Autor, https://www.robert-nef.ch/ 
HETTENBACH, Henrika (I253)
 
2947 Johann Georg Hettenbach: Testament mit mehreren Nachträgen
W 177/3
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/107006

Übersicht über die Erbmasse des Johann Georg Hettenbach
W 177/4
https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/107007

zu Buch: JOHANN GEORG HETTENBACH (1747 - 1825)
Mit einem Geleitwort von Robert Nef, Publizist und Autor, https://www.robert-nef.ch/ 
HETTENBACH, Louise (I2934)
 
2948 Johann Georg Jacobi wurde als Sohn des wohlhabenden Zuckerkaufmanns Johann Konrad Jacobi auf dem Gut Pempelfort, heute Sitz des Künstlervereins Malkasten, bei Düsseldorf geboren. Entgegen seinen poetischen Neigungen studierte er von 1763 bis 1766 Theologie in Göttingen sowie Rechtswissenschaften und Philologie in Helmstedt, Marburg, Leipzig und Jena. 1766 erhielt er die Professur für Philosophie in Halle, doch als er im selben Jahr die Bekanntschaft Wilhelm Ludwig Gleims (1719–1803) aus Halberstadt machte, brachen seine dichterische Neigungen wieder hervor, besonders, als dieser ihn in seinen poetischen Bemühungen bestärkte. Um das Talent an sich zu binden, besorgte ihm Gleim 1769 die Sinekure eines Kanonikus am Dom zu Halberstadt. In Halberstadt verfasste Jacobi wie sein Gönner Liebes- und Trinklieder im Stil des altgriechischen Lyrikers Anakreon. Diese Werke gaben vermutlich den Ausschlag für den späteren Ruf Jacobis an die Universität Freiburg, aber sie führten nach anfänglicher Freundschaft auch zu Zerwürfnissen mit den schriftstellerischen Größen jener Zeit, die die anakreontische Dichtung als oberflächliches Blendwerk abtaten.

1774 ging Jacobi in seine Heimat Düsseldorf zurück. Er wurde Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „Teutscher Merkur“, dessen Redaktion Christoph Martin Wieland von 1773 bis 1789 führte, und gründete die Damenzeitschrift Iris, eine „Literarische Vierteljahrsschrift für Frauenzimmer“, für deren Redaktion Wilhelm Heinse im April 1774 in Düsseldorf engagiert wurde.


Johann Georg Jacobi
Trotz des Toleranzpatents Josephs II. von 1781, das die Tolerierung der Konfessionen innerhalb Österreichs garantierte, galt die durch den Kaiser erfolgte Berufung des Protestanten Jacobi auf den Freiburger Lehrstuhl für schöne Künste und Wissenschaften (1784) vielen Bürgern dieser Stadt als gezielte Provokation – Freiburg und seine Universität waren bis dahin rein katholisch geblieben. Dennoch hatten die Brüder Jacobi Verbindungen zu katholischen Kreisen und wurden Jacobis Vorlesungen bald sehr beliebt, so dass nicht nur Studenten, sondern auch Zuhörer aller Stände und Frauen häufig anwesend waren und die Hörsäle die Interessierten oft nicht mehr fassen konnten. Er wurde mehrmals Dekan seiner Fakultät und 1791 einstimmig zum ersten protestantischen Rektor der Universität gewählt. Nochmals in schwerer Zeit 1803 mit diesem Amt betraut, halfen ihm bei dessen Ausübung besonders seine ausgezeichneten Französischkenntnisse.


Maria Ursula Jacobi
Aufsehen erregte im Jahr 1791 Jacobis sogenannte Treppenheirat, als der protestantische Hochschullehrer die 25 Jahre jüngere katholische Magd Maria Ursula Müller (1764–1840), Tochter des Klostermetzgers von St. Peter ehelichte. Der gemeinsame und einzige Sohn Johann Friedrich Wilhelm (Fritz) Jacobi (1792–1811) mit bildkünstlerischer Begabung starb schon im Alter von 17 Jahren.[1]

Seinen Einstieg in die katholisch geprägte Freiburger Gesellschaft fand Jacobi besonders über das weibliche Publikum. Für die gebildeten Damen richtete er in seiner Wohnung in der Herrenstraße ein literarisches Kränzchen ein. Darüber berichtete die Dichterin Maria Therese von Artner einer Freundin: „Was wir also in unserem Kränzchen thun? Wir versammeln uns um den geselligen Theetopf, schlürfen seinen dampfenden Abguß, plaudern dieß und jenes, sind auch nicht ein bißchen altklug, und ich darf so viel und herzlich lachen, als es Lust und Laune zugiebt, tout comme chez nous … Der beliebteste Stoff sind Züge aus dem Leben vorzüglicher Menschen, wovon denn Jacobi das meiste zu liefern vermag.“ In diesem Kontext ließ Jacobi 1802 auch seine Iris als jährliches „Taschenbuch“ wiedererstehen. Dieses Periodikum diente besonders als Forum für den von ihm gegründeten Oberrheinischen Dichterkreis, zu dem Goethes Schwager Johann Georg Schlosser, Gottlieb Konrad Pfeffel aus Colmar und Johann Peter Hebel zählten.

Jacobi selbst verfasste zahlreiche Gedichte, schrieb Prologe zu Theateraufführungen, dichtete Sing- und Schauspiele und förderte mit einer eigenen Schwarzwalddichtung das regionale Bewusstsein um 1800. Viele dieser Lieder wurden später von Schubert, Haydn und Mendelssohn vertont. 1806 gehörte Jacobi zu den Mitbegründern der von Karl Wilhelm Ludwig Friedrich von Drais von Sauerbronn angeregten Freiburger Lesegesellschaft. Nach der endgültigen Angliederung des Breisgaus an Baden im Zuge der Restauration verfasste er das Leitmotiv der badischen Großherzöge, die mit dem Hinweis auf ihre zähringische Abstammung diesen Machtwechsel popularisieren wollten: „Die seit Jahrhunderten getrennten Schilde / vereinen wieder sich, und eines Fürsten Milde / wird nun der guten Bürger Seelen / getrennten Ländern gleich / vermählen.“

Fotografie eines filigran gearbeiteten Eisernen Grabkreuzes auf einer überwucherten Wiese.
Grabkreuz auf dem Alten Friedhof in Freiburg
Wenig später, im Jahr 1814, starb Jacobi; sein Schüler Karl von Rotteck hielt die Totenrede auf den zärtlichen Dichter und Liebhaber des Schönen. Am Begräbnis auf dem Alten Friedhof nahm die ganze Universität Anteil: „Die Trauer war allgemein, sehr feierlich der Leichenzug. Der Sarg wurde von Studenten zum Friedhof getragen. Auf dem schwarzen Grabtuch lag ein weißes Polster, auf diesem der wohlverdiente Lorbeerkranz. Ein Mädchenchor, der dem Sarge voranschritt, sang des Dichters Aschermittwochlied. Der Zufall fügte es, dass der Zug an dem Hause vorüberkam, wo [der preußische König] Friedrich Wilhelm III. damals abgestiegen war; der König trat auf den Balkon und grüßte teilnahmsvoll“.

Seit 1808 war er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.[2]

Rezeption

Gedenktafel an seinem Freiburger Wohnhaus in der Herrenstraße 43
Klopstock hatte für Jacobi nur Spott übrig, Herder bezeichnete seine Werke als faden Unsinn. Georg Christoph Lichtenberg nannte Jacobi einen „Doctorem Jubilatum, einen Professor, der einige Zeit rühmlichst gedienet hat, und [sich in Halberstadt] endlich bei einem Kanonikat in Ruhe gesetzt hat,“ und parodierte seine Dichtkunst mit den Versen: „Sprach allzeit zärtlich tändelnd so wie / Der Nachtgedankenfeind Jacobi … Schrieb jedem Mägden holde Briefgen / Voll Lieb und mit Diminutivgen, / Nie alles voll, stets nur ein bißgen , / Knosp ward ein Knöspgen, Fuß ein Füßgen, / Und wie Trüppgen von Pygmäen / Stehn da die Marzipan-Ideen. / Oh ruft man aus, das ist gewiß von / Gleim oder gar Anakreon?“

Auch Goethe kritisierte Jacobis Gedichte und schrieb deren Erfolg v. a. seinen weiblichen Verehrern zu, die ein Gedicht schön finden „und denken dabei bloß an die Empfindungen, an die Worte, an die Verse. Dass aber die wahre Kraft und Wirkung eines Gedichts in der Situation, in den Motiven besteht, daran denkt niemand. Und aus diesem Grunde werden denn auch Tausende von Gedichten gemacht, wo das Motiv durchaus null ist, und die bloß durch Empfindungen und klingende Verse eine Art von Existenz vorspiegeln.“

Andererseits zeigen zahlreiche Vertonungen seiner Gedichte durch bekannte Komponisten wie Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Robert Schumann und andere, dass er zu den bedeutenden Dichtern gegen Ende des 18. Jahrhunderts zählte.[3]

An Johann Georg Jacobis 200. Todestag, am 4. Januar 2014, wurde eine Gedenktafel an seinem Wohn- und Sterbehaus in der Herrenstraße 43 enthüllt.[4] 
JACOBI, Johann Georg (I48398)
 
2949 Johann Georg, Sohn des bischöflichen Vogts von Güttingen Dietrich von Hallwyl und Eva von Bernhausen, studierte ab 1571 an der jesuitischen Universität Dillingen. Mit Unterstützung seines Vaters bekam Johann Georg 1579 eine Pfründe am Domstift in Basel.[1] Am 14. Juni 1581 wurde er zum Diakon geweiht; am 14. August 1583 empfing er die Priesterweihe. Am 27. Juni 1588 wurde er zum Mitglied des Domkapitels am Konstanzer Münster gewählt und zum Domdekan bestellt; im selben Jahr wurde er Domkantor in Basel.

Am 2. Januar 1601 wurde Johann Georg von Hallwyl zum Bischof von Konstanz gewählt. Ab 1. Juni 1601 war er residierender Kanoniker.

Mit den Landesherren führte er Verhandlungen über die Abgrenzung ihrer Rechte zu denen der Konstanzer Bischöfe. Zudem ließ er das Messbuch Missale Constantiense neu auflegen. Er ermöglichte dem Jesuitenorden eine Ansiedlung in Konstanz, die bereits sein Amtsvorgänger Andreas von Österreich gefördert hatte, und unterstützte die Gründung eines Kollegs in Rottweil.[2] Johann Georg war bekannt für seinen mönchischen Lebensstil; als Todesursache wurde „übermässig lang anhaltendes Fasten“ angegeben.[3]

Seine kurze Amtszeit wurde für die Mönche der Reichenau als „segensreich“ bezeichnet.[4] Einen Vertrag mit der Stadt Luzern konnte erst sein Nachfolger Jakob Fugger 1605 zum Abschluss bringen.[5]

Johann Georg von Hallwyl starb in der bischöflichen Residenz Meersburg und wurde im Chorraum der katholischen Pfarrkirche von Meersburg beigesetzt. Die Folge-Pfarrkirche wurde 1827 bis 1829 erbaut und die sterblichen Überreste von Johann Georg von Hallwyl sowie Christoph Metzler und Franz Konrad von Rodt wie Maximilian Christoph von Rodt und Hugo von Hohenlandenberg in das Gruftgewölbe in der Nähe des Eingangs umgebettet.[ 
VON HALLWIL, Hans Georg (I31935)
 
2950 Johann Heinrich Colomb entstammte einer hugenottischen Familie aus Blauzac im Departement Gard. Sein Großvater, Jean Colomb (1589–1672), übersiedelte nach Nimes.[1] Dort wurde sein Vater, Henri Colomb (1665–1719), geboren, der sich als Kaufmann in Paris niederließ und 1694 Madelaine de Moor (1672–1751) heiratete. Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes floh er 1695 nach Kopenhagen, wo er bis 1711 als Posamentenmacher tätig war. Dann zog er nach Neustadt/Dosse und wurde Direktor in der von seinem Schwiegervater, Jean Henri de Moor (um 1645–1722), 1695 übernommenen Spiegelfabrik. Als die Fabrik 1720/21 in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, wurden er, sein Schwiegervater und sein Onkel Johann Heinrich de Moor in (Berlin)-Spandau für einige Monate in Schuldhaft gesetzt. Nachdem König Friedrich Wilhelm I. seinem Onkel Johann Heinrich de Moor 1721 die Fabrik überlassen hatte, wurde Johann Heinrich Colomb Gesellschafter. Nach dem Tod seines Onkels blieb er ab 1733 alleiniger Besitzer der Fabrik. 1738 verließ er Neustadt und ging nach Berlin. Dort erwarb er das Haus Jägerstraße (22), das „Colombsche Palais“,[2] in dem später Alexander von Humboldt geboren wurde. Das Haus ist heute Sitz der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Er heiratete am 29. Oktober 1739 Justine Susanne Durham, Tochter des preußischen Generalfiskals Wilhelm Durham. 1741 verkaufte er die Spiegelmanufaktur an die Magdeburgische oder Rothenburgische Erz- und Schiefergesellschaft, vertreten durch den königlichen Geheimrat Krug von Nidda.[3]

Johann Heinrich Colomb hatte neun Geschwister. Der jüngste Bruder, Peter Colomb, wurde preußischer Finanzrat und Präsident der ostfriesischen Kammer in Aurich. Die ältere Tochter Marie-Elisabeth war in erster Ehe mit Friedrich Ernst Freiherr von Holwede verheiratet und nach dessen frühem Tod ab 1766 mit Alexander Georg von Humboldt. Die jüngere Tochter Wilhelmine Anna Susanna (1743–1784) war ab 1763 mit Victor Freiherr von Holwede verheiratet. 
COLOMB, Jean Henri (I48781)
 

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