Strauss Genealogie


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2951 Johann Heinrich Waser war der Sohn des Theologen und Orientalisten Kaspar Waser (* 1565; † 1625) und stammte aus einer prominenten Zürcher Familie. Zu seinen Vorfahren konnte er auch Huldrych Zwingli und weitere Theologen und Gelehrte zählen. Dieser günstigen Ausgangslage verdankte er seine politische Laufbahn. Seine für das Alte Zürich typische Regimentskarriere begann er als Volontär auf der Kanzlei des Stadtschreibers. Danach wurde er Jungrichter, Substitut und Vertreter der Zunft zur Schmieden im Grossen Rat (Zwölfer) und später Stadtschreiber.

Conrad Ferdinand Meyer setzte Johann Heinrich Waser ein literarisches Denkmal in seinem historischen Roman «Jürg Jenatsch. Eine Bündnergeschichte».
Johann Heinrich Wasers umfangreicher Nachlass befindet sich in der Zentralbibliothek Zürich und im Staatsarchiv Zürich. 
WASER, Hans Heinrich (I10197)
 
2952 Johann Hoppe und Anna Catharina Randoll, verh Hoppe wohnen in der Hintergasse zu Weinheim. RANDOLL, Anna Catharina (I634)
 
2953 Johann Kaspar Eller (* 1727 in Elberfeld (heute Stadtteil von Wuppertal); † 17. April 1796 ebenda) war Bürgermeister in Elberfeld.

Eller wurde als Sohn des Kaufmanns Johannes Eller (1691–1765) und dessen Frau Sara Ida Schüll (1697–1747) geboren und am 23. Januar 1727 getauft. Er selbst heiratete am 10. Oktober 1747 in Ronsdorf die aus Düsseldorf stammende Maria Katharina Hoffstadt (1730–1809), mit der er zwei Kinder hatte, darunter den Bürgermeister des Jahres 1780 Johannes Eller (1749–1814). Er gehörte gemeinsam mit seiner Frau, genau wie seine Eltern und seine Großeltern, eine Zeit lang den Zioniten in Ronsdorf an, wo sie während dieser Zeit wohnten. Der Bruder seines Vaters, Elias Eller (1690–1750), hatte diese Sekte gegründet.

Eller selbst begann wie sein Vater ebenfalls als Kaufmann auf der Vikarie in Elberfeld und kam 1761 erstmals in den Rat der Stadt Elberfeld, dem er bis 1762 angehörte. Im Jahr 1763 wurde er zum Bürgermeister gewählt und im Jahr darauf war er Stadtrichter. Danach war er von 1765 bis 1768 erneut Ratsmitglied und anschließend ab dem 30. August 1768 Schöffe am Stadtgericht. 
ELLER, Johann Caspar (I49265)
 
2954 Johann Ludwig war der Sohn des Rudolf V. von Sulz und der Margaretha von Sonnenberg. Er erbaute neben dem im Schweizerkrieg zerstörten, alten Schloss, das neue Schloss Tiengen. Nach dem Bauernkrieg befestigte er mit hohen Kosten die Küssaburg neu. Er heiratete 1530 Elisabeth von Zweibrücken-Lichtenberg[1](† 8. März 1575), eine Tochter des Grafen Reinhard von Zweibrücken und Herr von Bitsch und Lichtenberg und seiner Gemahlin Anna von Dhaun; sie hatten drei Söhne:  VON SULZ, Johann Ludwig I. (I35770)
 
2955 Johann M. empfing d. d. 1555.08.03 vom König Ferdinand I (Saalbuch IV, pag. 107) einen erbländ. Oest. Wappenbrief ohne Lehenartikel. Wappen: getheilt, unten blau, oben weißgolden gespalten und in jeder der drei Feldungen ein Mohrenhaupt sammt Hals mit einem g. Ringe im linken Ohre; Stechhelm: der Rumpf eines Mohren in g. Rocke mit w. Ueberschlage, mit g. Ringe im linken Ohre und w. Stirnbinde mit abfliegenden Enden; Hd.: b. g. (Gef. Mitth. des K. K. Adels-Archivs). Siebmacher V, pag. 270, No. 5. Der Begnadete Hans M. war 1582-1603, von den Kaufleuten, des Raths in Konstanz; er siegelte mit vorigem Wappen 1583 und vergabte 1591 der Raite. Das gleiche Wappen, aber die oberen Mohrenköpfe einander zugekehrt, Hd. fl: g. führte Andreas M„ 1581 Gesell der Stube zum Gauch in Freiburg, wogegen Georg Morell zu Costentz, 1562 Geselle zum Gauch in Freiburg, in einem durch aufsteigende Spitze getheilten Schilde drei rechtsgekehrte Mohrenköpfe mit fliegenden Stirnbändern führte; H. ein g. gekl. Mohrenrumpf mit abfliegender g. Stirnbinde; Hd. Jacob 1583-1590 und Conrad 1591-1599, beide von der Gemeinde, waren des Raths in Konstanz. Conrad vergabte 1602 dem Seelhause in Konstanz 100 fi. Das Wappen 1555. 8. 3. zeigt auch das Portrait eines Johann Georg M., des inneren Rathes und Bürgermeisters (in Ravensburg?). MORELL, Stammlinie (I31628)
 
2956 JOHANN pflanzte ebenfalls sein Geschlecht fort. Seine Ehefrau ANNEN VON EIKEL, aus dem im Herzogthum Cleve und Gryafschafft Marck bekannten ritterbürtig=adeligem Geschelcht (welche am 21. Februarius 1600 geboren und am 25 Mertz 1657 zu Cleve aus dieser Zeitlichkeit in die selige Ewigkeit übergegangen und daselbst nebst ihrem Ehe-Herrn in der Minoriten-Kirche in Ihrer Erb-Gruben begraben liegt) schenkte ihm mehrere Kinder.
Er hat nebst zween Töchtern vier Söhne gezeuget als 1) FRANZ 2) JOHANN, und 3) HENRICH, Zwillinge und endlich 4) FRIEDRICH WILHELM, an welchen allen obermeldter JOHANN VON MOTZFELD weder Mühe noch Geld gesparet, sondern sie ihrem Stande gemäß erziehen lassen, da er denn die Freude genossen, daß sie alle nicht allen gelehrte, geschickte und qualifizierte Männer geworden, sondern auch insgesamt vor seinem Tode mit öffentlichen Ehren-Ämtern bekleidet worden.

aus dem im Herzogthum Cleve und Gryafschafft Marck bekannten ritterbürtig=adeligem Geschelcht (welche am 21. Februarius 1600 geboren und am 25 Mertz 1657 zu Cleve aus dieser Zeitlichkeit in die selige Ewigkeit übergegangen)
´MEHRERE NACHRICHTEN IST DROBEM TOM: v.P."=) UNTER DEM ARTICKUL MOTZFELD (FRANZ VON) ANZUTREFFEN; WIE AUCH BEY DEN HOLLÄNDISCHEN AUTHOREN ´LIEVE VAN AITZMA; FAAKEN VAN STAAT EN ORLOG p.ii.P)
HERSTELDET LEEUW; P. !"!. HISTOIRE DE GUILLAUME ROI D´ANGLETERRE; IMPRIMÉE À LA Haie, chès Pierre samson, in 8. tom. I. p. 170. 
VON EICHEL, Anna (I1072)
 
2957 Johann Theodor Möller, geb. 14.06.1705 sein Vater gab ihn in die Lehre bei dem "ansehnlichen Kaufmann" Abrahamvon Recklinghausen in Cölln, wo unter andern auch der Kupfer-Handel stark betrieben wurde. Die Kenntnisse, die er in dieser Handlung erwarb, veranlaßten, daß er zu Warstein im Cöllnischen auf dem dasigen Kupferhammer 5 Stunde von Lippstadt sich zu etablieren Gelegenheit bekam, nachdem er schon vorhero in Cölln mit andern einen Compagnie-Handel getrieben hatte. Damalen war die Retbergische Familie aus Lippstadt im Besitze dieser Fabrik. Eswohnte daselbst Frantz Anton Diederich Retberg, der sich hernach zu Gütersloh etablierte, auch Frantz Adolph Gaudens Retberg, welcher den 6ten Septbr. 1728 starb, und nach Lippstadt zu Grabe gefahren wurde..... (Qu. 102, S.5ff.) Kupferhammerbesitzer in Warstein, vorher im Kupferhammergeschäft in Cÿýolln Qu.220: Bergwerks- und Hüttenbesitzer in Warstein, Hammerherr Quellen: 203(1), 208(126), 220(217), 102(5/26),447(19) ging in die (Handels-)Lehre bei Abraham von Recklinghausen in Cölln


Johann Theodor Möller (* 14. Juni 1705 in Werdohl; † 30. Januar 1763 in Warstein) war ein deutscher vorindustrieller Unternehmer in Kupferbergbau und Kupferproduktion.

Sein Vater war der reformierte Prediger Antonius Möller (1671–1728) in Werdohl. Möller absolvierte eine kaufmännische Ausbildung in Köln. Als erste Ehefrau heiratete er Clara Catarina Zahn (1699–1732). Durch die Heirat wurde Möller Miteigentümer eines Kupferhammers bei Warstein. Insbesondere auf Basis des durch seine Frau eingebrachten Vermögens beteiligte sich Möller an einer Vielzahl von Unternehmungen. Er besaß unter anderem Kupferwerke in Niedermarsberg, in Niederense, in Hagen, Oberkaldenbach und Olpe. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Möller 1737 Anna Sibylle Gertrud Schmidt (1715–1746). Durch sie kamen der Reckhammer und das Burghaus Bielstein bei Wiehl in den Besitz Möllers.[1] Ein Jahr nach dem Tod seiner zweiten Frau heiratete Möller 1747 Elenore Hovius (1720–1788). Der letzte Erwerb Möllers war die Übernahme des Kupferhammers bei Brackwede im Jahr 1761.

Insgesamt beschäftigte Möller in vorindustrieller Zeit immerhin 250 Arbeiter und sonstige Fachkräfte. Er beherrschte die Kupferherstellung und den -handel vom Westen des Sauerlandes bis in den Nordosten Westfalens.

Vom wirtschaftlichen Erfolg zeugt sein Wohnsitz in Warstein, das „Haus Kupferhammer“. Durch seine Baumaßnahmen erhielt das heutige Stadtmuseum seinen schlossähnlichen Charakter.[2]

Teilhaber in Brackwede war Adolf Nottebohm, der den Hammer nach Möllers Tod übernahm. Dessen Erbe wurde Abraham Nottebohm, der eine Tochter Möllers geheiratet hatte. Weitere Kinder waren Johann Anton Arnold Möller (1732–1806), Bürgermeister in Lippstadt. Theodor Adolf Möller (1762–1847) war Unternehmer und Großkaufmann und an der Gründung der Gothaer Versicherung beteiligt. Friedrich Carl Hermann Möller (* 1743) übernahm den Besitz Bielstein. 
MÖLLER, Johann Theodor (I25166)
 
2958 Johann Truringer, ein Schuhmacher, kam mit Ehefrau Anna Maria und 3 Kindern von Hosenruck, Bezirk Weinfelden, Kanton Thurgau, Schweiz, nach Weinheim und wird am 23.05.1698 in die Bürgschaft aufgenommen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hosenruck

siehe
Stammfolge RANDOLL 4. Generation Blatt 4/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html 
TRURINGER, Johann (I43154)
 
2959 Johann von Hinwil († zwischen 1470 und 1481) war ein Benediktiner und Abt des Klosters Reichenau (1454–1464).

Johann von Hinwil war das vierte von fünf Geschwistern aus der Ehe von Hermann III. von Hinwil (1375–1454) und Margaretha von Breitenlandenberg (1375–1445), wohnhaft im Zürcher Oberland. Er trat vermutlich zwischen 1433 und 1436 in das Reichenauer Kloster ein und wurde ab 1436 oder 1452/53 Konventuale. Vor 1454 hat er die Priesterweihe empfangen und war vermutlich Dekan. Zu seinen Pfründen zählte die Propstei Schienen (1452–1453) und die Kapelle Mannenbach (1470).[1]

Nach dem plötzlichen Tode von Abt Friedrich von Wartenberg 1454 wurde er unmittelbar danach zu seinem Nachfolger als Abt der Reichenau gewählt. 
VON HINWIL, Johannes (I47119)
 
2960 Johann von Motzfeld hatte Catharina von Hatzfeld zur Ehe, aus welcher Johann Bertram, gleichfalls ein schwedischer Offizier, entsprossen. VON MOTZFELD, Johann (I1771)
 
2961 Johann war der Sohn von Burggraf Friedrich IV. und Margarethe von Kärnten. Den Vater beerbte er im Jahr 1332. Seinen Namen erlangte er durch die Mehrung des fränkischen Hausbesitzes der Hohenzollern. Von entscheidender Bedeutung war die Erwerbung der Kulmbacher Plassenburg mit der Grafschaft Kulmbach aus dem Erbe der Grafen von Andechs-Meranien durch Erbvertrag, der mit dem Aussterben der bisherigen Besitzer, der Grafen von Orlamünde, 1340 wirksam wurde. Im Jahre 1345 wurde Burggraf Johann II. für kurze Zeit zum Pfleger und Hauptmann in der Mark Brandenburg bzw. zum Statthalter für den wittelsbachischen Markgrafen von Brandenburg, Ludwig I.; mit ihm beginnt die Reihe der in Brandenburg und Preußen aktiven Hohenzollern. In die Zeit der Regierung Johanns II. fiel der Ausbruch der Pest, die auch in Nürnberg zahlreiche Opfer forderte. Da die Bevölkerung die Juden für die Epidemie verantwortlich machte, wurden zahlreiche Nürnberger Juden ermordet, ohne dass der Burggraf dagegen einschritt.

Nach Johanns Tod wurde sein einziger Sohn Friedrich V. Nachfolger im Burggrafenamt. 
VON NÜRNBERG, von von Johann II. ´der Erwerber` ´der Erwerber`/ Conquæstor (I1534)
 
2962 Johann war wenig erfolgreich, und zu seinem Unglück trug vor allem seine Unterstützung der unterlegenen Partei bei der »Revolution in Zürich« bei, die ausgelöst wurde durch den Ritter und Bürgermeister von Zürich Rudolf Brun und dessen Brunsche Zunftverfassung, der er auf seinem Schloss Rapperswil Asyl gewährte, im weiteren Verlauf dieser Geschehnisse, die als Schlacht bei Grynau bekannt ist, wurde er als Anführer zusammen mit dem Toggenburger Graf Diethelm II. bei Grynau erschlagen. VON HABSBURG-LAUFENBURG, Johann I. (I37169)
 
2963 Johann Wilhelm Zanders (* 12. Januar 1795 in Düsseldorf; † 4. September 1831[1] in Bergisch Gladbach) war ein deutscher Unternehmer und Papierfabrikant. Er war der Gründer der Firma J. W. Zanders.[2]

Leben
Johann Wilhelm Zanders stammte aus der evangelischen Düsseldorfer Unternehmerfamilie Zanders, deren männliche Mitglieder seit langem akademischen Berufen angehörten. Sein Vater Johann Wilhelm Gottfried Zanders war Erster Stadtmedikus und Medizinalrat in der bergischen Residenzstadt. Er bestimmte, dass Zanders nach dem Abitur zunächst eine praktische Vorbereitung in der Forstwirtschaft bei dem Forstrat Andreae in Köln antrat. Es folgte ab 12. Mai 1816 ein Studium der Staatswissenschaften in Göttingen für drei Semester. Zum Wintersemester 1817 siedelte er für ein Studium der Forstwissenschaften nach Marburg um. Nach dessen Abschluss begann er seine praktische Tätigkeit bei der Oberförsterei Königsforst in Bensberg (zu dieser Zeit noch selbständige Gemeinde). Später heiratete er Julie Müller, die Tochter des Papierfabrikanten Gustav Müller aus der Dombacher Mühle, das heutige Papiermuseum Alte Dombach, in Bergisch Gladbach (zu dieser Zeit noch nicht mit Bensberg verbunden).[2]

Der Kunstsammler und Unternehmer
Schon während seines Studiums zeigte sich sein großes Interesse an Buchauktionen und dem Erwerb von teuren Kupferdruckwerken. Bereits in seiner Bensberger Zeit kaufte er Grundstücke und Häuser in Bergisch Gladbach an, die sein Onkel Hofrat Fauth veräußerte, um den Niedergang seiner Papiermühle zu steuern. 1822 siedelte er als freier Gewerbetreibender nach Bergisch Gladbach um, nachdem er dort zwei weitere Gütchen gekauft hatte. Am 16. Juli 1824 gründete er mit dem Sohn seines Onkels, Gottfried Fauth, die neue Firma Fauth & Zanders in der Schnabelsmühle. Seine erste Betätigung bestand darin, ein Laboratorium und ein hohes Trockenhaus nach russischem Muster zu bauen. Die Einführung einer doppelten Buchführung, eine jährliche Bestandsaufnahme und Legung der Abschlussrechnungen zeigte auch den Kaufmann in ihm. Mit dem Tod von Gottfried Fauth am 11. Februar 1829 löste sich das Unternehmen wieder auf. Rasch entschlossen übernahm Zanders den Anteil von Fauth und gründete am 28. Juli 1829 die Papierfabrik J.W. Zanders.[2] 
ZANDERS, Johann Wilhelm Adolf (I49371)
 
2964 Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; † 22. März 1832 in Weimar), war ein deutscher Dichter, Politiker und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.

Goethe stammte aus einer wohlhabenden und angesehenen bürgerlichen Familie; sein Großvater mütterlicherseits war als Stadtschultheiß höchster Justizbeamter der Stadt Frankfurt am Main, sein Vater Doktor der Rechte und Kaiserlicher Rat. Er und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Dem Wunsch seines Vaters folgend, studierte Goethe in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaft und war danach als Advokat in Wetzlar und Frankfurt tätig. Gleichzeitig folgte er seiner Neigung zur Dichtkunst. Die ersten Anerkennungen in der Welt der Literatur erzielte er 1773 mit dem Drama Götz von Berlichingen, das ihm nationalen Erfolg eintrug, und 1774 mit dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers, mit dem er sogar europäischen Erfolg erreichte. Beide Werke sind der literarischen Strömung des Sturm und Drang (1765 bis 1785) zuzuordnen.

Der jugendliche Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach berief den 26-jährigen Goethe 1775 an seinen Hof in Weimar, wo er schließlich für den Rest seines Lebens blieb. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Weimarer Hoftheater. Die aus seiner amtlichen Tätigkeit resultierende Vernachlässigung seiner schöpferischen Fähigkeiten löste nach dem ersten Weimarer Jahrzehnt eine persönliche Krise aus, der sich Goethe durch die Flucht nach Italien entzog. Die Italienreise von September 1786 bis Mai 1788 empfand er als eine „Wiedergeburt“. Ihr verdankte er die Vollendung wichtiger Werke wie Iphigenie auf Tauris (1787), Egmont (1788) und Torquato Tasso (1790).

Nach seiner Rückkehr wurden seine Amtspflichten weitgehend auf repräsentative Aufgaben beschränkt. Der in Italien erlebte Reichtum an kulturellem Erbe stimulierte seine dichterische Produktion, und die erotischen Erlebnisse mit einer jungen Römerin ließen ihn unmittelbar nach seiner Rückkehr eine dauerhafte, „unstandesgemäße“ Liebesbeziehung zu Christiane Vulpius aufnehmen, die er erst achtzehn Jahre später mit einer Eheschließung legalisierte.

Goethes literarisches Werk umfasst Lyrik, Dramen, Epik, autobiografische, kunst- und literaturtheoretische sowie naturwissenschaftliche Schriften. Daneben ist sein umfangreicher Briefwechsel von literarischer Bedeutung. Selbst Napoleon bat ihn zu einer Audienz anlässlich des Erfurter Fürstenkongresses. Im Bunde mit Schiller und gemeinsam mit Herder und Wieland verkörperte er die Weimarer Klassik. Die Wilhelm-Meister-Romane wurden zu beispielgebenden Vorläufern deutschsprachiger Künstler- und Bildungsromane. Sein Drama Faust (1808) errang den Ruf als die bedeutendste Schöpfung der deutschsprachigen Literatur. Im Alter wurde er auch im Ausland als Repräsentant des geistigen Deutschlands angesehen.

Im Deutschen Kaiserreich wurde er zum deutschen Nationaldichter und Künder des „deutschen Wesens“ verklärt und als solcher für den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Es setzte damit eine Verehrung nicht nur des Werkes, sondern auch der Persönlichkeit des Dichters ein, dessen Lebensführung als vorbildlich empfunden wurde. Goethes Lyrik, der Faust und der Roman Die Leiden des jungen Werthers gehören zur Weltliteratur. 
GOETHE, Johann Wolfgang (I23423)
 
2965 Johanna Henriette Louise ist das 17. Kind aus 1. Ehe von Carl Heinrich Ferdinand Henking mit Adriane Wilhelmine Hettenbach. Sie war um die drei Jahre alt, als die Scheidung ihrer Eltern im Oktober 1840 erfolgte. Sie ist eine Enkelin des Familienlegatstifters Johann Georg Hettenbach / St. Gallen / Schweiz und heiratete in der reformierten Kirche Linsebühl in St. Gallen / Schweiz den aus Düsseldorf stammenden Dr. med Carl Wilhelm Emil Asteroth. Sie lebten mit ihrem Mann in der Königstraße 1 in Düsseldorf und bekamen zwei Kinder, Wilhelmine Helene Elisabeth Asteroth und Friedrich Emil Oscar Asteroth.

Chronik der Kirchgemeinde St. Gallen:
Unsere Kirchgemeinde St. Gallen kann historisch als eine Rechtsnachfolgerin der bis 1798 souveränen Stadtrepublik betrachtet werden. Deren Territorium reichte zwar nur von St. Fiden bis zur Kreuzbleiche. Aber sie hatte es verstanden, sich von der einstigen Oberhoheit des Gallusklosters zu befreien und vollendete diese Loslösung mit der Einführung der Reformation.

Vadianus und die Reformation
Denn vom April 1524 an durfte in St. Laurenzen nur noch auf biblischer Grundlage gepredigt werden und am 21. April 1527 wurde dort erstmals so Abendmahl gefeiert, wie es seit zwei Jahren in Zürich üblich war.
St. Gallen entschied sich also als zweite Stadt der Eidgenossenschaft für die Reformation. Um diese Entscheidung hatte sich hauptsächlich Stadtarzt Dr. med. Joachim von Watt verdient gemacht, als Humanist "Vadianus" genannt. Von seinen Mitbürgern immer wieder als Bürgermeister bestätigt, war er jahrzehntelang die geistig und politisch führende Persönlichkeit seiner Vaterstadt.
Neben ihm sei auf Pfarrer Dominik Zili verwiesen, dem man das erste deutschsprachige Kirchengesangbuch der reformierten Schweiz verdankt, sowie auf den Schulmeister und Chronisten Johannes Kessler. Dieser verwaltete als erster die Bücherei, welche Vadian seiner Stadt hinterlassen hatte, als Grundstock zu einer öffentlichen Bibliothek, die noch heute den Zunamen "Vadiana" führt. aus: https://www.ref-sgc.ch/chronik 
HENKING, Johanna Henriette Louise (I58)
 
2966 Johanna ist eine der wenigen Frauen in der Geschichte, die militärisch eine Rolle spielten. Als ihr Mann im Bretonischen Erbfolgekriegs 1341 bis 1343 in französischer Gefangenschaft war, übernahm sie 1342 die Verteidigung der belagerten Stadt Hennebont. Während der Belagerung trug sie Waffen und Rüstung, kommandierte die Verteidiger der Stadt und forderte die Frauen auf, ihre Röcke abzuschneiden und ihre Sicherheit in die eigenen Hände zu nehmen. Sie führte sogar einen Ausfall der Ritter, bei dem erfolgreich eines der gegnerischen Feldlager zerstört wurde.[1]

Als ihr Ehemann 1345 starb, führte sie seinen Kampf gegen die Partei Karls von Blois und Johannas von Dreux fort, um die Rechte ihres Sohnes Johann V. zu wahren. Sie organisierte den Widerstand und nutzte diplomatische Mittel, um ihre Familie zu schützen. 1364 endete der Bretonische Erbfolgekrieg mit ihrem Sieg, der die Ansprüche ihres Sohnes endgültig bestätigte.

Ab 1347 lebte sie im englischen Exil auf Tickhill Castle in Yorkshire. Dort starb sie im Jahr 1374. 
VON FLANDERN, Johanna (I40584)
 
2967 Johanna wurde als älteste Tochter des Grafen Ulrich III. (1281–1324) von Pfirt und seiner Ehefrau Prinzessin Johanna von Mömpelgard (1284–1349), Tochter des Grafen Reinald von Chalon-sur-Saône und Enkelin Herzog Hugos IV. von Burgund, geboren.

Mit dem Tod des letzten Grafen von Pfirt, Ulrich III., im März 1324 in Basel brach in der Geschichte des Elsass eine wichtige Epoche an. Das Erbe, das er seinen beiden Töchtern, Johanna und Ursula, hinterließ, umfasste den Sundgau, die südlichen Vogesen, die Burgunderpforte und den Nordrand des Juras. Auf seinen Vorteil bedacht, reagierte Leopold I. auf die Nachricht vom Tode Ulrichs III. rasch. Er schickte seinen jüngeren, noch unverheirateten Bruder Albrecht zur Witwe, Johanna von Mömpelgard (Jeannette de Montbéliard), damit er um die Hand der ältesten Tochter Johanna anhalte. Die Witwe entschädigte ihre jüngste Tochter Ursula (1315–1367) mit einer statthaften Summe für den Erbverzicht. Die Verhandlungen verliefen erfolgreich, und am 17. März besiegelte sie in Thann den Vertrag mit Albrecht. So verschaffte er den Habsburgern die einzige kompakte politische Einheit im Elsass.

Am 26. März 1324 fand in Wien die Hochzeit zwischen Erbgräfin Johanna von Pfirt und Herzog Albrecht II. von Habsburg (1298–1358), Sohn des römisch-deutschen Königs Albrecht I. und seiner Ehefrau Elisabeth von Kärnten, Görz und Tirol, statt. Im Jahr 1330 traten bei Herzog Albrecht Lähmungserscheinungen an Armen und Beinen auf (Polyarthritis). Das war auch deshalb ein Unglück, weil trotz sechsjähriger Ehe Johanna noch nicht schwanger geworden war. 1337 begab sich der Herzog deshalb auf eine Wallfahrt zu den Reliquien der rheinischen Heiligen in Köln und Aachen. Das vom Himmel erbetene Wunder trat ein: Ende 1339 brachte die 39-jährige Herzogin ihr erstes Kind Rudolf zur Welt. 
VON PFIRT, Johanna (I28551)
 
2968 Johannes Auer, Enkel des Andreas, 1813—1867,
Seidenhändler in St. Gallen und Wädenswil.
Er wird 1844 Bürger in St. Gallen und 1855 in Zürich,

oo I. 1844 Emma Elisa Henking (aus Heidelberg) von St. Gallen,
oo II. 1861 Agatha Maria Heidenreich aus Schlüsselfeld (Bayern).
Deren Kinder:
Sophia Fanny, 1845 - 1845
Johann Wilhelm, 1847—1906, oo 1871 Maria Henking.
Hermann, * 1848, oo 1872 Eugenie Henking.

Karl, * 1863, oo 1893 Friederika Lohmann.
Mathilde, * 1865, oo 1885 Johannes Schulthess, von Stäfa.
Hermina Katharina, * 1866, oo 1887 Anton Henking, von St. Gallen.
Max Adolf, * 1867, oo 1895 Philippina Malsch, in Waldshut.

Mit seiner zweiten Ehefrau geht er in die Niederlande.

Stammlienie Auer
Johann Inhelder, Salez
Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 22
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184
ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024

Peter Kessel
Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F126842?main_person=I355417

 
AUER, Johannes (I2282)
 
2969 Johannes de Spina war verheiratet mit Anna Maria Metzler (1652– nach 1714), einer Tochter des Rechenrats und Kammermeisteradjunkts Tobias Metzler, und bekam mit ihr zwei Töchter und sechs Söhne. Von seinen Kindern heiratete die Tochter Loysa Sara Catharina de Spina (1678–1742) den Kurfürstlichen Leibarzt und Hofapotheker Daniel Nebel und sein Sohn Friedrich Peter de Spina (1688–1721) wurde ebenfalls Jurist und Professor an der Hohen Landesschule in Hanau.  METZLER, Anna Maria (I2264)
 
2970 Johannes Eller (* 1749 in Ronsdorf (heute Stadtteil von Wuppertal); † 15. März 1814 in Köln) war Bürgermeister in Elberfeld.

Eller wurde 1749 in Ronsdorf geboren und dort am 11. Oktober 1749 getauft. Sein Vater war der Bürgermeister des Jahres 1763 Johann Kaspar Eller (1727–1796) und dessen Frau Maria Katharina Hoffstadt (1730–1809). Er kam nach Elberfeld, wo er am 30. April 1774 das Bürgerrecht erwarb, und wurde Mann auf der Vikarie. Im gleichen Jahr wurde er Gemeinsmann und im Jahr darauf Ratsverwandter, was er zunächst bis 1778 blieb. Im Jahr 1779 wurde Eller erfolglos für das Amt des Bürgermeisters vorgeschlagen. Erst 1780 wurde er gewählt. Nach der einjährigen Amtszeit wurde er 1781 Stadtrichter. Danach war er von 1782 bis 1784 und nochmal 1786 im Rat von Elberfeld.

Eller war seit dem 15. März 1774 mit Isabella Wilhelmina Siebel verheiratet, mit der er drei Kinder hatte. Sie war die Tochter des Bürgermeisters von 1750, Johann Wilhelm Siebel (1709–1776). 
ELLER, Johannes (I49268)
 
2971 Johannes II. war in der fünften Generation ein direkter Nachfahre der Truchsessen von Waldburg und Sohn des Eberhard III. von Tanne-Waldburg und dessen Frau, der Herzogin Agnes von Teck. Als sein Vater starb, war er noch minderjährig. Bis zu seinem Regierungsantritt 1362 verwaltete seine Mutter das Amt. Er erbte von seinem Vater die Schlösser Waldburg, Wolfegg und Zeil sowie die Stadt Wurzach, wobei die beiden letzteren sofort angefochten wurden.

Johannes war viermal verheiratet, daher sein Name Truchsess Hans mit den vier Frauen. Aus diesen Ehen verfügte er über eine hohe Mitgift, die er zum Erwerb österreichischen Besitzes auf Pfandbasis einsetzte. Die österreichischen Herzöge belohnten mit den Verpfändungen seine Verdienste, zum Beispiel im Krieg gegen die Eidgenossen. Johannes trug so wesentlich zur Herrschaft des Hauses Waldburg bei, bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806.[ 
TRUCHSESS VON WALDBURG, Johann II. (I35743)
 
2972 Johannes Komnenos war der jüngere Bruder des späteren Kaisers Isaak I.[1] Nach dem Tod ihres Vaters Manuel Komnenos Erotikos verwaist, wurden die beiden Komnenen auf Anordnung von Basileios II. im Studionkloster in Konstantinopel erzogen. Seit 1044 war Johannes mit Anna Dalassene verheiratet. Das Paar hatte die fünf Söhne Manuel († 1070), Isaak, den späteren Kaiser Alexios, Adrianos und Nikephoros sowie die drei Töchter Maria, Eudokia und Theodora.

Bei seinem Herrschaftsantritt 1057 verlieh Isaak I. dem Johannes die hohen Hofwürden eines Nobelissimos und Kuropalates und ernannte ihn zum Domestikos (bzw. Dux, d. h. Oberkommandierenden) der byzantinischen Truppen im Westen. Als der schwer erkrankte Kaiser sich am 25. Dezember 1059 zur Abdankung entschloss, trug er zunächst seinem Bruder die Nachfolge an. Johannes verzichtete jedoch auf die Krone, sehr zum Ärger seiner Frau, die ihn dafür heftig tadelte und – letztlich vergeblich – versuchte, ihn umzustimmen. An seiner Stelle bestieg auf Anraten von Michael Psellos der schon betagte Senatsvorsitzende Konstantin Dukas den Thron von Konstantinopel.

Johannes Komnenos starb am 12. Juli 1067 als Mönch im Studionkloster. Seine Witwe Anna Dalassene blieb eine einflussreiche Persönlichkeit in der byzantinischen Politik; 1081 war sie maßgeblich an der erfolgreichen Usurpation ihres Sohnes Alexios gegen Nikephoros III. beteiligt. 
KOMNENOS, Johannes (Domestikos der Scholen) (I39100)
 
2973 Johannes Varnbüler wurde als erster Sohn des St. Galler BürgermeistersUlrich Varnbüler und dessen Ehefrau Agnes (geborene Beeli) geboren und kam mit seinen Eltern 1490 nach Lindau. Dort bekleidete er insgesamtneun mal das Amt des Bürgermeisters. 1504 heiratete Johannes die Augsburger Patriziertochter Agnes Meuting(* 1484 in Augsburg, † 25. Juli 1562 in Lindau). Aus der Ehe gingen 8Kinder hervor: Christoph, Johann Ulrich, Johann Jacob (1510 - 1568), Barbara (1511 - ca. 1535), Nikolaus (1519 - 1604), Georg (* ca. 1520),Johann Ludwig (* 1521) und Amalie (1526 - 1592). VARNBÜHLER, Johann (I21018)
 
2974 Johannes von Ringgenberg, Wirt, Burger zu Unterseen, und sein Sohn Anton verkaufen dem Kloster Interlaken für 44 Pfund Stebler Pfennige ein Gut "in der Kossinen", mit der Hälfte des Obstwachses darauf, den sogenannten "Laienacker" und ein Gut auf dem Bühl, genannt "zer Eych", alles in der Kirchhöre Leissigen, zu freiem Eigen, doch unter Vorbehalt eines Jahrzeitzinses an die Kirche Leissigen. VON RINGGENBERG, Anton (I41547)
 
2975 Johannes war armenischer Abstammung und ein Verwandter des Kaisers Nikephoros II. Unter dessen Oberkommando führte er bereits 959 als führender General des Ostheeres einen Feldzug gegen die Hamdaniden zum oberen Euphrat durch. Zusammen mit General Basileios Lekapenos erstürmte General Tzimiskes die Stadt Samosata und fügte dem Gegner eine schwere Niederlage zu. Nach der Erhebung Nikephoros II. zum Kaiser im August 963 wurde Tzimiskes Strategos (General) des Themas Anatolikon. In erster Ehe war er mit Maria Sklerina verheiratet; er sorgte auch dafür, dass sein Schwager Bardas Skleros mit hohen militärischen Posten bedacht wurde und baute seine eigene Machtstellung beim Ostheer aus. Das anfänglich gute Verhältnis zum neuen Kaiser wurde jedoch bald gestört; vermutlich wollte dieser Johannes abberufen. Daraufhin plante Johannes mit der Kaiserin Theophanu, die ihren Gatten wegen seines Äußeren verabscheute und sich zu dem gutaussehenden Johannes hingezogen fühlte, die Ermordung des Kaisers. Am 11. Dezember 969 gelangte Johannes mit seinen Schergen in den Bukeleon-Palast und tötete den schlafenden Nikephoros auf schändliche Weise. Theophanus Drängen zur raschen Heirat mit Tzimiskes, wurde jedoch bitter enttäuscht. Der greise Patriarch Polyeuktos von Konstantinopel verlangte unerbittlich vor Bewilligung seiner Krönung die Kirchenbuße des selbsternannten Kaisers. Verbittert sah Theophanu jetzt ihre Machtposition schwinden, sie musste zusehen wie Johannes seine Position durch die Heirat mit einem anderen Mitglied des älteren Kaiserhauses legitimierte. Theodora, eine der fünf Schwestern des früheren Kaisers Romanos II. wurde aus dem Nonnenkloster geholt und im November 971 durch den neuen Patriarchen Basileios I. Skamandrenos mit dem Kaiser vermählt. TZIMISKES, Johannes I. (I37340)
 
2976 John FitzAlan entstammte der Familie FitzAlan, die seit Mitte des 12. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Adelsfamilien der Welsh Marches gehörte. Er war ein Sohn von John FitzAlan II und dessen ersten Frau Maud Botiller. Sein Vater war ein bedeutender Marcher Lord, der über seine Mutter 1243 Arundel Castle in Sussex geerbt hatte. Fälschlicherweise werden John FitzAlan und auch sein Vater deshalb als Earl of Arundel bezeichnet, zu Lebzeiten haben sie diesen Titel jedoch nie geführt. FITZ ALAN, John (I17755)
 
2977 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I16239)
 
2978 JUDITH wurde im Februar 819 bei einer BRAUTSCHAU unter fränkischen Adelstöchtern von LUDWIG DEM FROMMEN zu seiner zweiten Ehefrau auserkoren. Sie soll willensstark und sehr schön gewesen sein. Bei ihrer Vermählung erhielt sie das KLOSTER SAN SALVATORE in Brescia als Lehen (beneficium).
JUDITH gewann starken Einfluss auf LUDWIG DER FROMMEN und konnte dadurch dem Geschlecht der WELFEN zu großer Macht verhelfen.
Sie war zunächst im Volk sehr beliebt und wurde wegen ihrer Großzügigkeit verehrt. So war der Winter ins Jahr 822 hinein in Europa extrem streng. Rhein, Donau, Elbe und Seine waren monatelang von Eis überzogen, viele Menschen und Tiere erfroren. Judith half den Menschen, wofür ihr Rabanus Maurus und der Dichtermönch WALAHFRID STRABO mit wunderschönen Versen dankten, die in die Literaturgeschichte eingingen.
Sie war aber auch darauf bedacht, ihrem im Jahre 823 geborenen Sohn KARL DEM KAHLEN einen Anteil am Erbe LUDWIG DES FROMMEN zu sichern, nachdem bereits seit 817 mit der Ordinatio imperii ein Plan für die Aufteilung des Fränkischen Reiches unter LUDWIGS anderen drei Söhnen aus erster Ehe existierte, den Prinzen LOTHAR, PIPPIN VON AQUITANIEN und LUDWIG VON BAYERN.

Dadurch zog JUDITH den Hass ihrer Stiefsöhne und den des Adels auf sich. Sie wurde des Ehebruchs mit BERNHARD VON SEPTIMANIEN bezichtigt und 830 in ein KLOSTER BEI PORTIERS geschickt, von wo Ludwig sie nach der Reichsversammlung von Nimwegen zurückholen konnte. Nach den Geschehnissen auf dem „LÜGENFELD“ zu Colmar wurde sie nach Tortona (Italien) verbannt. Nach der erneuten Machtübernahme LUDWIG DES FROMMEN kehrte sie an seiner Seite nach Aachen zurück.

LUDWIG DER FROMMEN
war König des Fränkischen Reiches (in Aquitanien seit 781, im Gesamtreich seit 814) und Kaiser (813–840). Er war Sohn und Nachfolger KARLS DES GROßEN und führte dessen Reformpolitik zunächst erfolgreich weiter. In Auseinandersetzungen mit seinen eigenen Söhnen zweimal vorübergehend abgesetzt (830, 833/34), gelang es LUDWIG DER FROMMEN jedoch nicht, ein überlebensfähiges fränkisches Großreich zu schaffen – drei Jahre nach seinem Tod wurde das Frankenreich im Vertrag von Verdun (843) aufgeteilt ;  
WELF, Kaiserin Kaiserin Judith (I22744)
 
2979 Jugend und Regierungsantritt
Theudebert war der einzige Sohn von Theuderich I. Seine Mutter war Theuderichs erste Gemahlin Suavegotta, die wohl gotischer Herkunft war.

Theudeberts erste überlieferte Taten waren militärische Aktionen, die er im Auftrag seines Vaters durchführte. Dabei ging es um die Abwehr eines „dänischen“ Flottenangriffs, um Beteiligung an einem Feldzug gegen den Kriegerverband der Thüringer, wobei Theudebert schon eine eigene Streitmacht befehligte, und dann 532 und 533 um die Zurückeroberung von civitates – in der Spätantike waren dies in Gallien teils einfache Siedlungskammern mit einer zentralen Festungsanlage und zugehörigen Siedlungen sowie kleinere Befestigungen, teils aber auch noch römisch geprägte Städte – im Süden Aquitaniens. Diese Siedlungen und ihr Umland hatten die Westgoten nach dem Tod von Theudeberts Großvater Chlodwig I. (511) wieder in ihren Besitz gebracht. An den erfolgreichen Kämpfen gegen die Westgoten war zeitweilig auch Gunthar, ein Sohn von Theuderichs Halbbruder Chlothar I. beteiligt. Theudebert machte bedeutende Eroberungen und brachte damit die fränkische Expansion in Südwestgallien zum Abschluss; fortan blieb die Grenze zum Westgotenreich weitgehend stabil.

Als König Theuderich I. im Jahr 533 im Sterben lag, ließ er Theudebert laut Gregor von Tours eilig kommen und warnte ihn, er werde, falls er den Vater nicht mehr lebend antreffe, von seinen Onkeln vom Erbe ausgeschlossen werden. Die Warnung war berechtigt, denn erst neun Jahre zuvor hatten Theuderichs Halbbrüder Childebert I. und Chlothar I. nach dem Tod ihres Bruders Chlodomer dessen unmündige Söhne in ihre Gewalt gebracht und getötet, um die Erbansprüche der Kinder des Verstorbenen auszuschließen. Um diesmal einen solchen Ausgang zu verhindern, wollte Theuderich seinen Sohn zum Nachfolger designieren. Er starb jedoch, bevor Theudebert eintraf. Wie erwartet versuchten Childebert und Chlothar, Theudebert von der Nachfolge auszuschließen.[1] Diesmal scheiterten sie jedoch, weil Theudebert bereits erwachsen war und bei seinen „Leuten“ (fränkisch leodes) Unterstützung fand (a leodibus suis defensatus est). Diese „Leute“, die Theudeberts regnum sicherten und gegen seine Onkel verteidigten, wurden von der Forschung früher als Adlige betrachtet. Das geht jedoch aus den Angaben bei Gregor von Tours nicht hervor. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die leodes, durch deren Eingreifen die Krise gemeistert wurde, die freien fränkischen Krieger waren.[2]

Regierung

Das Frankenreich am Ende der Regierung Theudeberts, er herrschte allerdings nur über den austrasischen Reichsteil
Da es König Childebert nicht gelungen war, Theudebert auszuschalten, arrangierte er sich mit ihm. Er soll ihn wie einen Sohn behandelt haben, was vielleicht im Sinne einer förmlichen Adoption nach römischem Muster zu verstehen ist. Childebert hatte nämlich keine Söhne und wollte so seine Nachfolge regeln. Das Bündnis der beiden richtete sich gegen Chlothar. Childebert beteiligte Theudebert an der Aufteilung der im Burgundenkrieg eroberten Gebiete.

Gemeinsam gingen die merowingischen Könige dann gegen die Ostgoten vor; diese befanden sich seit 535 im Krieg mit Ostrom und überließen den Merowingern daher freiwillig einige südgallische Gebiete, um nicht an zwei Fronten kämpfen zu müssen. Durch die Annexion der heutigen Provence gewannen die Merowinger erstmals einen direkten Zugang zum Mittelmeer. Doch Theudebert hielt sich nicht an die Vereinbarungen: Im Bündnis mit dem Verband der Langobarden – dazu hatte er Wisigarda geheiratet, die Tochter ihres Anführers – und den Gepiden gewann Theudebert die norischen Provinzen sowie Raetien. Große Teile Venetiens wurden 545 unter Ausnutzung der heftigen Kämpfe zwischen den Ostgoten und dem oströmischen Kaiser Justinian zeitweilig besetzt und geplündert, die Konfrontation mit den Oströmern aber weitgehend vermieden; nur ein einziges größeres Gefecht ist bezeugt. Der oströmische Historiker Prokopios von Caesarea berichtet, dass die fränkischen Truppen zudem bereits 539 barbarisch in Italien gehaust und sogar Menschen dem Flussgott des Po geopfert haben sollen.[3] Die Ostgoten, mit denen die Franken eigentlich verbündet waren, sollten diesen fränkischen Einfall bis zu ihrem Ende nicht vergessen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Merowinger die Oberhoheit des Kaisers akzeptiert und waren formal sogar möglicherweise noch foederati gewesen.[4] Doch nun, als kaiserlicher und fränkischer Machtbereich direkt aneinandergrenzten, änderte sich dies. Theudebert unterstrich sein imperiales Auftreten durch die Annahme kaiserlicher Titel, die Prägung von Goldmünzen mit eigenem Bild (Goldmünzen von Biesenbrow) – ein Privileg, das bislang dem oströmischen Kaiser als dem nominellen Oberherren auch des westlichen Mittelmeerraumes vorbehalten gewesen war – und durch die Ausrichtung von Circusspielen im von ihm eroberten Arles. Damit trat der Frankenkönig selbst wie ein Kaiser auf. Die Bezeichnung dominus noster („Unser Herr“), die er in der Beischrift der Münzen beanspruchte, war in der Tat eigentlich dem Kaiser vorbehalten. Ebenso erklärte er in einem prahlerischen Brief an Justinian, dass er ein Reich beherrsche, welches sich vom Westgotenreich und der Nordsee bis nach Pannonien erstrecke.[5] Inwieweit dies der Realität entsprach, ist strittig. Möglicherweise sollte diese Beschreibung nur die Machtambitionen Theudeberts verdeutlichen, möglicherweise aber ist es ein weiterer Hinweis darauf, dass sich die Sachsen bereits zu dieser Zeit in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Frankenreich befanden. Eine direkte militärische Konfrontation mit Kaiser Justinian vermied Theudebert bis zum Schluss, stellte aber gleichzeitig sein Beharren auf eine von Ostrom unabhängige Machtstellung heraus.[6]

Als höchster Hofbeamter diente Theudebert spätestens seit 544 der vornehme Gallorömer Parthenius, der sich durch seine rigorose Steuerpolitik allerdings sehr unbeliebt machte. Als Theudebert Ende 547 oder Anfang 548 starb, wurde sein Sohn Theudebald sein Nachfolger.

Familie
Theudebert wurde um 531 von seinem Vater mit Wisigarde, einer Tochter des Langobarden Wacho, verlobt. Als er sich jedoch 532 auf dem Feldzug gegen die Westgoten befand, begegnete er Deoteria, einer verheirateten Römerin, die aus einem senatorischen Geschlecht stammte;[7] ihr war die Festung Cabrières anvertraut, die sie Theudebert übergab, nachdem ihr Ehemann nach Béziers geflohen war. Sie wurde Theudeberts Konkubine und Mutter seines einzigen Sohnes Theudebald (Theudowald). Die Verbindung mit Deoteria stieß jedoch auf den Widerstand der Franken, die Theudebert um 537/538 zwangen, Deoteria zu verstoßen und seine Verlobte Wisigard zu heiraten. Bei den Franken, die dem König diese Entscheidung aufzwangen, handelte es sich anscheinend um Krieger, die einen Aufruhr veranstalteten. Unklar ist das Motiv der Franken; möglicherweise handelte es sich um eine ethnisch bedingte Abneigung gegen die Galloromanin.[8] Deoteria hatte aus ihrer ersten Ehe eine erwachsene Tochter, die sie, wie Gregor von Tours berichtet, angeblich ertränkte, weil sie befürchtete, die Tochter könne ihre Rolle als Konkubine Theudeberts übernehmen.[9] Wisigard starb nach kurzer Ehe, und Theudebert schloss eine neue Ehe mit einer unbekannten Frau. Entweder von ihr oder von Wisigard hatte er eine Tochter namens Berthoara. 
(MEROWINGER), Theudebert I. (I47186)
 
2980 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7277)
 
2981 Julius Hieronymus Zollikofer war der Sohn von Heinrich Laurenz Zollikofer von und zu Altenklingen (* 23. Oktober 1686 in St. Gallen; † 1. September 1740 ebenda) und dessen Ehefrau Margaretha, geb. Vautravers.

Er wurde 1752 Richter und 1759 Zunftmeister der Schneider in St. Gallen. In der Zeit von 1764 bis 1783 war er Ratsherr und in dieser Zeit 1766 Eherichter und Schaffner im Rheintal. Von 1766 bis 1783 war er Präsident der Gesellschaft zum Notenstein und wurde 1770 Stuckhauptmann (Hauptmann der Artillerie)[1] sowie 1772 Syndikus der französischen Kirche in St. Gallen und von 1774 bis 1783 städtischer Seckelmeister.

1779 nahm er als Ehren-Gesandter an der Tagsatzung in Frauenfeld sowie 1780 als Ehrengesandter in Baden teil. 1781 war er als Deputierter bei der Tagsatzung in Solothurn, als es um die schweizerischen Privilegien in Frankreich ging[2].

1783 wurde er zum Altbürgermeister, Reichsvogt und Amtsbürgermeister gewählt und übte dieses Amt abwechselnd mit Hans Joachim Bernet und Hans Joachim Steinmann und ab 1793 abwechselnd mit Paulus Züdlin und Caspar Steinlin bis 1795 aus.

1780 eröffnete Johann Martin Reutiner (1758–1816) in St. Gallen einen Buchladen, dem zugleich eine Lese-Bibliothek angegliedert war. Er musste sein Geschäft jedoch aber 1787 wieder aufgeben, weil er wegen seines Übertritts zum katholischen Glauben das Bürgerrecht und seine Handelserlaubnis verlor. Das veranlasste Julius Hieronymus Zollikofer, gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Conrad Fehr, David Gonzenbach (1738–1810), Sebastian Kunkler (1740–1814) und dem Arzt Caspar Wetter (1750–1796) zur Gründung einer neuen Buchhandlung. Sie bildeten ein Konsortium und kauften den Büchervorrat von Martin Reutiner auf. Die Geschäftsführung übernahm der Buchbinder Jakob Huber (1748–1805), die Firma erhielt den Namen Huber und Companie, den sie auch beibehielt, als 1793 Conrad Fehr die Buchhandlung alleine weiter führte. Sein Sohn Johannes Fehr (1779–1838) übernahm die väterliche Buchhandlung, die bis 1975 im Familienbesitz blieb und ab 1886 in Fehr'sche Buchhandlung umbenannt wurde.[3]

Julius Hieronymus Zollikofer war in erster Ehe seit dem 16. Januar 1742 mit Elisabeth (* 2. April 1722 in Bischofszell; † unbekannt), Tochter des Hans Jakob Zwinger (* 24. Mai 1678 in Bischofszell; † 2. April 1730 ebenda), Kaufmann, verheiratet. Gemeinsam hatten sie drei Kinder:

Johannes (* 27. November 1746 in St. Gallen; † 10. Juni 1793 ebenda), verheiratet mit Anna Sabina (* 11. Juni 1759 in Bischofszell-Hauptwil; † 19. April 1834), Tochter von Hans Jakob Gonzenbach (1719–1783)
Elisabeth Katharina (* 8. April 1750 in St. Gallen; † 10. Dezember 1818 ebenda), verheiratet mit Conrad Fehr (* 18. November 1749; † 15. Juni 1815), Buchhändler
Rosina (* 20. Oktober 1751 in St. Gallen; † 14. Juni 1821 ebenda), verheiratet mit Hans Anton Zili (* 24. März 1747 in St. Gallen; † 10. Februar 1811 ebenda), ein Sohn des Caspar Zili (1717–1758)

In zweiter Ehe war er seit 1769 mit Elisabeth, Tochter des Friedrich Girtanner (1664–1753), Kaufmann, verheiratet.  
ZOLLIKOFER, Julius Hieronymus (I3351)
 
2982 Jüngere Schwester von MARIA CHRISTIANE ROTHENGATTER, Maria Salome (I385)
 
2983 Junker
Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F67193?main_person=I202087 
ZU RHEIN, Hans, gen. ´Ross zu Häsingen` (I125)
 
2984 K. Fix, Das Geschlecht Op der Becke aus Altena in Westfalen, Altena 1933, Tafel A (ohne Vornamen)
B. Koerner / E. Strutz, Bergisches Geschlechterbuch 3 (DGB 83), Görlitz 1935, S. 83
F.W. Bauks, Die evangelischen Pfarrer in Westfalen, Bielefeld 1980, Nr. 2009 
GOES, Peter (I46229)
 
2985 Kaiser Heinrich III. schlug 1044 die Ungarn, doch blieben einige bayerische Adelige, darunter Sizo, auf dem Schlachtfeld (Menfő, 5. Juli 1044). Seine Witwe Pilihild von Andechs († 23. Oktober 1075) war nach seinem Tod sehr um das Kloster Michaelbeuern bemüht. Sie war 1072 noch beteiligt an der Einweihung der Abteikirche durch ihren Sohn Sigehard, Patriarch von Aquileia, und weitere Bischöfe und starb als Äbtissin dieses Klosters. Pilihild ist auch in dem Ortsnamen Pillichsdorf (im Weinviertel) verewigt. VOM CHIEMGAU, Sieghard VII. (I37428)
 
2986 Kaiser von Sizilien;
Verlobt vor dem 5. Juli 1202 mit Sancha von Aragon, König Alfons II von Aragon, gestorben 1196 und Sancha von León-Kastilien, gestorben 1208, Tochter König Alfons VII. Verlöbnis aufgelöst Ende 1204

Um 1211/12 Konkubinat mit N (normannisch-sizilianisch Gräfin) geboren um 1190/95, gestorben nach 1213

Nach 1213/14 in Deutschland Konkubinat mit Maria/Mathilde von Antiochia, geboren um 1200, gestorben nach 1222/25

Um 1229/25 Konkubinat mit N (aus dem Hause der Grafen Lancia)

Um 1220/25 Konkubinat mit Manna, Nichte des Erzbischofs Berard von Messina

November 1225 in Brindisi (?) Konkubinat mit N (Verwandte der Iasabell von Brienne, Beatrix?)

Um 1226 (?) in Oberitalien Konkubinat mit N (vornehme Schwäbin, Tochter des Berthold von Beilstein?) geboren um 1205, gestorben nach 1235

Konstantin Roger Friedrich, 22.11./9.12.1220-4.10./13/26.12.1250 (17.7.1245 vom Papst für abgesetzt erklärt)

(25.7.1195)1196 Wahl zum König durch dt. Fürsten. Ablehnung der Krönung durch Papst Coelestin III. Seine Mutter, Konstanze v. Sizilien erkannte die päpstliche Lehnshoheit über Sizilien an -> Sicherung der Herrschaft F.s. über Sizilien. Papst Innozenz III. wurde F.s. Vormund. Krönung F.s. am 17.Mai 1198 in Palermo. 27.11.1198 Tod seiner Mutter. Eindringen des Welfenkönigs Otto IV. in Süditalien 1211, Ziel: Eroberung Siziliens. Auf Empfehlung des Papstes Innozenz III. wählten die dt. Herzöge Friedrich II. zum König und Kaiser v. Sizilien. Friedrich leistete dem Papst in Rom erneut den Lehnseid - Verbriefung der Unvereinbarkeit von Reich und Sizilien. 1212 nach Konstanz, Huldigung F.s. durch Fürsten und Städte. Herzog v. Schwaben. Erneuerung des staufisch-kapetingischen Bündnisses mit König Philip August v. Frankreich. 6.12.1212 zweite Königswahl F.s. in Frankfurt/M. Königskrönung in Mainz, da Aachen durch Otto IV. besetzt war. Niederlage Ottos 1214. Feierliche Königskrönung F.s. am 25.7.1215 in Aachen durch Erzbischof von Mainz. Nach Krönung Ablegung eines Kreuzzugsgelöbnisses. Zentrum F.s. Reichsdenkens war Heimat Sizilien. 1220 Königswahl des 8jährigen Sohnes Heinrich in Frankfurt/M. Kaiserkrönung Friedrichs und Konstanzes am 22.11.1220 in Rom. Für 1221 versprach F. den Kreuzzug. Doch zunächst Aufbau einer zentralen Verwaltung in Süditalien und Sizilien. Sieg über Sarazenen.1227 Abschluss der Vorbereitungen für Kreuzzug, Aufbruch nach Palästina, aber Ausbruch von Seuchen -> Umkehr. Bannbelegung F.s. durch Papst Gregor IX. Zweiter Aufbruch F.s. nach Palästina im Juni 1228. Verhandlungen mit Sultan Al-Kamil -> kampflose Abtretung von Jerusalem, Bethlehem u. anderen Städten. 18.3.1229 Selbstkrönung F.s. zum König von Jerusalem. Inzwischen Eroberung Unteritaliens durch päpstliche Truppen. Aber schnelle Zurückeroberung durch F. 1230 Frieden von San Germano. 1225 Zug nach Deutschland, Ziel: Unterwerfung seines rebellischen Sohnes Heinrich. Verurteilung H.s.zu lebenslanger Haft. 1237 Wahl seines Sohnes Konrad zum König in Wien. F. verließ Deutschland für immer. 1237 Sieg F.s. über Lombarden in Oberitalien. 17.6.1245 Verkündung der Absetzung des Kaisers durch Papst Innozenz IV. 1246 Wahl des Landgrafenvon Thüringen, Heinrich Raspe, zum Gegenkönig. Nach dessen Tod -> neuer Gegenkönig: Graf Wilhelm v. Holland. Fehlschlagen zweier Giftmordanschläge des Papstes gegen Friedrich II. Rückzug F.s. nach Apulien. Hilfe von Ludwig IX. von Frankreich. Dieser drohte Papst mit Ausweisung. F. wollte nach Lyon, dem päpstlichen Exil. Er erkrankte jedoch und starb am 13.12.1250 in seinem Schloss Fiorentino bei Lucera. Beigesetzt im Dom zu Palermo. 
(HRR), Friedrich II. (I39164)
 
2987 Kaiserin-Witwe nach Kaiser Romanos II. (aus der Makedonischen Dynastie), Tochter von Krateros, einem Weinhändler. Sie war später die Geliebte des Kaisers Johannes Tzimiskes. VON ARLES, Bertha später Eudokia (I24247)
 
2988 Kaisertuhl im Aargau
Über die Entstehung der Ansiedlung am südlichen Brückenkopf des Rheinübergangs beim Schloss Rötteln (Rotwasserstelz) ist nichts Genaues bekannt. Die erste urkundliche Erwähnung von Keiserstuol ist aus dem Jahr 1227 bekannt. Der Ortsname stammt vom althochdeutschen Keisuresstuol und bedeutet «Stuhl des Kaisers».[3] Die Stadtgründung erfolgte im Jahr 1254, als Freiherr Rudolf von Kaiserstuhl einen grossen Teil seines Streubesitzes an das Kloster Wettingen verkaufte. 1255 musste Lütold VI. von Regensberg das Kloster St. Blasien entschädigen, für zwei Jahre lang zu Unrecht von dessen Häusern bei Kaiserstuhl bezogene Abgaben. Es wird daher angenommen, dass die Regensberger an der Stadtgründung beteiligt waren und die Stadt später ganz übernahmen. Als sie in Geldnöte gerieten, mussten sie ihren Besitz 1294 an das Hochstift Konstanz verkaufen. 
N., N. (I37062)
 
2989 kam als Gefolgsmann und Reichssturmfähnrich der salischen Herrscher Konrad II. und Heinrichs III. zu beträchtlichem Einfluss als Graf im Hessengau. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 1030 auch Graf von Winterthur. Er fiel in der Schlacht bei Biwanka.

Genealogie
Werners Abstammung ist nicht unstrittig, aber er war wohl ein Sohn oder Neffe des Grafen Adalbert I. von Winterthur aus dem Hause der Udalrichinger und wird daher auch als Werner I. von Winterthur bezeichnet.[2] Er heiratete Irmgard von Nellenburg, eine Tochter oder Schwester des benachbarten Grafen Eberhard V. (Eppo) von Nellenburg. Dieser Ehe entstammten vier namentlich bekannte Söhne:

Werner II., Graf im Hessengau und im Neckargau (gefallen am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht bei Civitate)
Adalbert II., Graf von Winterthur (gefallen am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht bei Civitate)
Liutfrid (mit seinem Vater am 22. August 1040 am Neumarker Pass in Böhmen gefallen)
Hermann, 1051–1065 Abt von Einsiedeln († 1065)
Gaugraf in Hessen und Graf von Winterthur
Werner war offenkundig ein getreuer Gefolgsmann von Konrad II., der 1024 in Kamba zum König gewählt worden war und danach seine Parteigänger mit Ämtern, Lehen und Privilegien belohnte.[3] Von 1024 an sind Werner und seine Nachfahren zunächst als Vögte der Reichsabtei Kaufungen und ab 1027 als Inhaber der Gaugrafschaft Maden im fränkischen Hessengau dokumentiert. Werner I. und seine Nachfolger wurden daraufhin auch Grafen von Maden oder, nach ihrem Sitz auf der Obernburg in Gudensberg, Grafen von Gudensberg genannt. Die Grafschaft war seit der Zeit von Kaiser Otto I. ein Lehen der Erzbischöfe von Mainz gewesen.

Bis zu seinem Tod erwarb Werner in Niederhessen, in Oberhessen und im Neckargau weitere ansehnliche Besitztümer und Rechte, die an Bedeutung seinem ererbten Besitz in Schwaben überlegen waren. Damit und mit weiteren Erwerbungen unter seinen Nachkommen wurde sein Geschlecht schließlich fast so mächtig und einflussreich in Hessen, wie es die Konradiner vor ihnen gewesen waren.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1030 wurde er als dessen Erbe und Nachfolger auch Graf von Winterthur.

Tod als Reichsbannerträger
Werner I. fiel am 22. August 1040 als „Vorstreiter und Bannerträger“ (lateinisch primicerius et signifer regis) Heinrichs III. in dessen Feldzug gegen Herzog Břetislav I. von Böhmen. Bei einem Erkundungsritt am Neumarker Pass ließ er sich zu einem Vorstoß verleiten und geriet dabei in einen Hinterhalt, in dem er, sein Sohn Liutfrid (oder Lütfrid) und die meisten der ihm anvertrauten Leute in der Schlacht bei Biwanka den Tod fanden.[4]

Sein Sohn Werner II. folgte dem Vater als Graf im Hessengau und im Neckargau sowie als königlicher Bannerträger, während Adalbert den Vater als Graf Adalbert II. von Winterthur im Thurgau beerbte. Beide fielen zusammen mit ihrem Vetter Burkhard II. von Nellenburg am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht von Civitate, wo sie mit 600 schwäbischen Fußsoldaten das einzige nicht-italienische Kontingent des vernichtend geschlagenen Heeres von Papst Leo IX. stellten, mit dem sie verwandt waren.[5] Der dritte noch lebende Sohn, Hermann, wurde im Jahre 1051 Abt von Einsiedeln und starb 1065. 
VON MADEN, Werner II. (I40753)
 
2990 Kammerregistrator
evangelisch-reformiert 
ADOPHI, Gerhard Jakob (I47505)
 
2991 Kante, Kleine, Fronwagplatz 1, Hausgeschichte (Schaffhauser Nachrichten 1954, 111) Holzbewilligungen für Johann Jacob Oschwald, 25.1./5.5.1697 (Erker datiert 1697!) (Staatsarchiv Schaffhausen, RP 156, S.278, 466)  SCHALCH, Heinrich (I2289)
 
2992 Karl der Große (lateinisch Carolus Magnus oder Karolus Magnus, französisch und englisch Charlemagne; * wahrscheinlich 2. April 747 oder 748;[2] † 28. Januar 814 in Aachen) war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs (bis 771 gemeinsam mit seinem Bruder Karlmann). Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde, die mit ihm erneuert wurde. Der Enkel des Hausmeiers Karl Martell war der bedeutendste Herrscher aus dem Geschlecht der Karolinger. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Machtentfaltung.

Karl gelang es, seine Macht im Frankenreich zu sichern und es in einer Reihe von Feldzügen nach außen erheblich zu erweitern. Besonders verlustreich und erbittert geführt waren die mit Unterbrechungen von 772 bis 804 andauernden Sachsenkriege. Deren Ziel war die Unterwerfung und erzwungene Christianisierung der Sachsen. Karl griff auch in Italien ein und eroberte 774 das Langobardenreich. Ein gegen die Mauren in Nordspanien gerichteter Feldzug im Jahr 778 scheiterte dagegen. Im Osten seines Reiches beendete er 788 die Selbstständigkeit des Stammesherzogtums Baiern und eroberte in den 790er Jahren das Restreich der Awaren. Die Grenzen im Osten gegen die Dänen und Slawenstämme sowie im Südwesten gegen die Mauren wurden durch die Einrichtung von Marken gesichert. Das Frankenreich stieg zur neuen Großmacht neben Byzanz und dem Abbasidenkalifat auf. Es umfasste den Kernteil der frühmittelalterlichen lateinischen Christenheit und war das bis dahin bedeutendste staatliche Gebilde im Westen seit dem Fall Westroms.

Karl sorgte für eine effektive Verwaltung und bemühte sich um eine umfassende Bildungsreform, die eine kulturelle Neubelebung des Frankenreichs zur Folge hatte. Politischer Höhepunkt seines Lebens war die Kaiserkrönung durch Papst Leo III. zu Weihnachten des Jahres 800 in Rom. Sie schuf die Grundlage für das westliche mittelalterliche Kaisertum. Sowohl in der Reihe der römisch-deutschen Kaiser als auch der französischen Könige wird er als Karl I. gezählt. Seine Hauptresidenz Aachen blieb bis ins 16. Jahrhundert Krönungsort der römisch-deutschen Könige.

1165 wurde er von Gegenpapst Paschalis III. heiliggesprochen; der Gedenktag in der katholischen und evangelischen Kirche ist der 28. Januar. Karl gilt als einer der bedeutendsten mittelalterlichen Herrscher und als einer der wichtigsten Herrscher im europäischen Geschichtsbewusstsein; bereits zu Lebzeiten wurde er Pater Europae („Vater Europas“) genannt. In Belletristik und Kunst wurde sein Leben wiederholt thematisiert, wobei das jeweils zeitgenössische Geschichtsbild den Ausgangspunkt bildete.

Neben seinen kirchlich legitimen Verbindungen hatte Karl zahlreiche Nebenfrauen. Namentlich bekannt sind etwa
-Madelgard,
-Gerswind,
-Regina und
-Adelind.
Dies war mit kirchlichen Normen nicht vereinbar und passte nicht zu den Erwartungen an einen christlichen Kaiser, doch war ein solches Verhalten nicht ohne Beispiel. Das Konkubinat spielte bereits in merowingischer Zeit eine nicht unwichtige Rolle. Das zeitgenössische weltliche Recht und teils sogar das Kirchenrecht um 800 bot zudem Freiräume hinsichtlich des Ehelebens. Dennoch stand Karls Verhalten grundsätzlich im Gegensatz zu kirchlichen Erwartungen. Mit den Nebenfrauen zeugte Karl mehrere weitere Kinder (so unter anderem Drogo von Metz und Hugo), die aber keine legitimen Erben waren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Große 
DER GROSSE, Karl der Große (I10449)
 
2993 Karl hatte aus zwei Ehen insgesamt drei Söhne. Die Söhne KARRLMANN und PIPPIN sowie die Tochter HILTRUD gingen aus der ersten Ehe mit Chrodtrud, einer Adligen unbekannter Herkunft, hervor. Der Sohn GRIFO entstammte der späteren Verbindung mit der bayerischen Agilolfingerin SWANAHILD. Außerdem hatte Karl drei uneheliche Söhne, BERNHARD, HIERONYMUS und REMIGIUS, deren Mutter wohl die Konkubine RUODHAID war. Ihnen gedachte er nur eine untergeordnete Stellung zu.

Karl konzentrierte nach dem schwer erkämpften Aufstieg die ganze Macht auf seine Person. Anders als sein Vater PIPPIN und sein Enkel KARL DER GROßE hat er seine Söhne weder an der Herrschaft beteiligt noch ihnen ein eigenes Herrschaftsgebiet übertragen. Sie werden auch nicht als Beteiligte an seinen militärischen Unternehmungen genannt.
Selbst Amt und Titel des Hausmeiers beanspruchte er zeit seines Lebens für sich allein.Lediglich KARLS ältester Sohn wird 723 einmal mit seinem Handzeichen in einer Schenkungsurkunde des Vaters für das KLOSTER UTRECHT geführt. Seine erste Gattin trat trotz mindestens zwanzig Jahren Ehe in keiner seiner Urkunden auf; auch keine erzählende Quelle berichtet von ihr. Verschiedene Annalenwerke notieren lediglich ihren Tod im Jahr 725.

Die Heirat mit der Agilolfingerin SWANAHILD, die der Herzogsfamilie eines der ans Reich grenzenden Dukate angehörte, war singulär in der Geschichte der KAROLINGER. Bislang hatten die KAROLINGER eheliche Verbindungen mit solchen Familien vermieden.
Karls Schritt verdeutlicht zugleich das hohe Ansehen der AGILOLFINGER. Seine Ehe bildete die Grundlage für freundschaftliche Beziehungen zwischen KARL und dem Langobardenkönig LIUTPRAND.
SWANAHILD war die Nichte von Liutprands Gemahlin GUNTRUD. Die Heirat brachte aber nicht nur eine fränkisch-langobardische Annäherung, sondern auch ein fränkisch-bayerisches Bündnis.
Außerdem versöhnte KARL damit möglicherweise den Anhang PLEKTRUDS, falls es zutrifft, dass Swanahild deren Großnichte war.
Die Heirat steigerte zusätzlich KARLS ANSEHEN in der ahnenstolzen Gesellschaft des Frühmittelalters. Swanahild entstammte väterlicherseits dem altehrwürdigen Geschlecht der AGILOLFINGER, deren Ansehen nur mit dem der MEROWINGER vergleichbar war, die seit 200 Jahren den fränkischen König stellten. KARL machte durch diese prestigeträchtige Heirat einen wichtigen Schritt an die Spitze der gesamtfränkischen Adelsgesellschaft.

In keiner zeitgenössischen Quelle wird CHOTRUD als Ehefrau Karl Martells genannt, die Zuordnung kann alleine indirekt erfolgen.
Die ANNALES MOSSELANI erwähnen zum Jahr 725 den Tod einer CHROTRUD (725: Chrotrud mortua), und zu dieser Zeit kann diese Meldung bei einer Frau nur bedeuten, dass es sich um eine Königin oder die Ehefrau eines der ersten Würdenträger des Reiches handeln muss.
Die Tatsache, dass zum einen KARL MARTELL im gleichen Jahr 725 die Herzogsnichte SVANAHILDE aus Bayern mitbrachte und dann auch heiratete, gab bereits im 17. Jahrhundert (Adrien de Valois 1638 und Jean Mabillon 1703) Anlass zu der Vermutung, dass Chrodtrud dessen Ehefrau war.
Dass zum anderen der Name ROTRUD unter den Nachkommen Karl Martells mehrfach auftritt (je eine Tochter Karls des Großen, Tassilos III. von Bayern, Ludwigs des Frommen, Lothars I., Karls des Kahlen und Karls des Einfältigen) war ein weiteres Indiz für die Ehe.

Eine Aufzählung im REICHENAUER VERBRÜDERUNGSBUCH gibt schließlich Sicherheit: Dem Namen von acht verstorbenen Männern (Karolus maior domus, Pippin rex, Karlomannus maior domus, Karolus imperator, Karlomannus, Karolus rex, Pippinus rex, Bernardus rex), folgt der von neun Frauen (Ruadtraud, Ruadheid, Suanahil regina, Berhta regina, Hiltikart regina, Fastrat regina, Liutkart regina, Ruadheid [regina], Hirminkar regina), und es ist nicht schwer festzustellen, wenn man beide Gruppen in zwei Kolonnen nebeneinander stellt, dass die Namen in gleicher Reihenfolge zu Karolingern einerseits und karolingischen Ehefrauen andererseits gehören, insbesondere, wenn man die Qualifikation regina, Königin, berücksichtigt, auch wenn sie bei Svanahild regina, der Ehefrau Karl Martells ab 725, nicht zutrifft.
Schließlich können Karolus major domus als erster Mann auf der Liste und seiner Ehefrau Svanahild als dritter Frau nur bedeuten, dass insbesondere die erste, Ruadtrud, ebenfalls ihm zuzurechnen ist. 
N., Chotrud \ Chrodtrud \ Hrottrudis (I18868)
 
2994 Karl heiratete 862 RICHARDIS, Tochter des elsässischen Grafen ERCHANGER aus der Familie der Ahalolfinger, die 877 Äbtissin im DAMENSTIFT SÄCKINGEN und 887 Äbtissin in Andlau wurde. Die Ehe blieb KINDERLOS, allerdings hatte er mit einer Konkubine einen unehelichen Sohn, Bernhard, der wohl 876 geboren und 891/892 getötet wurde.
Richardis selbst verließ aufgrund einer Hofintrige 887 Karl und zog sich in das Kloster Andlau zurück.
https://de.wikipedia.org/wiki/Damenstift_Säckingen 
(OSTFRANKENREICH), Karl III. ´der Dicke` (I39623)
 
2995 Karl heiratete 862 Richardis, Tochter des elsässischen Grafen Erchanger aus der Familie der Ahalolfinger, die 877 Äbtissin im Damenstift Säckingen und 887 Äbtissin in Andlau wurde. Die Ehe blieb kinderlos, allerdings hatte er mit einer Konkubine einen unehelichen Sohn, Bernhard, der wohl 876 geboren und 891/892 getötet wurde. Richardis selbst verließ aufgrund einer Hofintrige 887 Karl und zog sich in das Kloster Andlau zurück.

In den Jahren ab 879, als seine Ehe bereits 17 Jahre kinderlos geblieben war, plante Karl, ein anderes Mitglied des Karolingerhauses als Nachfolger aufzubauen. Gesichert ist in diesem Zusammenhang die Adoption des Westfrankenherrschers Karlmanns 883/884, der allerdings noch 884 starb. Möglicherweise hatte er vorher bereits dessen älteren Bruder Ludwig III. adoptiert, der aber schon 882 gestorben war. Als Karl schließlich Alleinherrscher des Frankenreiches wurde, da zahlreiche Verwandte gestorben waren, fiel diese Möglichkeit weitestgehend weg. Nun machte er den Versuch, seinen leiblichen Sohn Bernhard durch den Papst Hadrian III. legitimieren zu lassen. Da Hadrian aber 885 auf dem Weg in das Frankenreich starb und die Haltung dessen Nachfolgers zu dieser Frage keineswegs sicher war, schlug auch dieser Versuch fehl. 887 adoptierte Karl daher Ludwig Bosonides, der über seine Mutter von dem Karolinger Ludwig II. von Italien abstammte und somit zumindest eine gewisse dynastische Legitimation besaß.

In den Nachfolgekämpfen nach dem Tod Karls III. spielte Bernhard keine bedeutende Rolle. Ludwig Bosonides wurde 901 zum Kaiser gekrönt, hatte allerdings nur noch in Italien eine Machtbasis und wurde 905 von seinem Rivalen Berengar I. vertrieben und geblendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Richardis
https://de.wikipedia.org/wiki/Liutward_von_Vercelli
https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Andlau
https://de.wikipedia.org/wiki/Damenstift_Säckingen
https://de.wikipedia.org/wiki/FraumÜnster
https://en.wikipedia.org/wiki/San_Marino,_Pavia
https://de.wikipedia.org/wiki/VerenamÜnster_(Zurzach)
Frank Legl: Richgard. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 21, Duncker & Humblot, Berlin 2003, ISBN 3-428-11202-4, S. 517 (Digitalisat).
Ekkart Sauser: Richardis. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 17, Bautz, Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8, Sp. 1141–1142.
Judith Steinmann: "Richardis", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.10.2010. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012913/2010-10-20/, konsultiert am 15.11.2024.
Wilhelm Wiegand: Richgard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 28, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 420 f. 
VOM ELSASS, Richardis ´Heilige` (I24114)
 
2996 Karl I. kam weniger nach seinem diplomatischen Vater, sondern mehr nach seinem streitbaren Großvater. Karl I. lag 1462 mit dem Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz, genannt der Siegreiche, in einem Streit, der zum Badisch-Pfälzischen Krieg führte. Nachdem der Markgraf zwischen Kaiser Friedrich III., dem Papst Pius II. und einigen Fürsten, um die Besetzung des Bischofsstuhls von Mainz zuerst versuchte, zwischen den zerstrittenen Lagern zu vermitteln, dann aber doch die Partei seines Bruders, des Bischofs Georg von Metz, ergriff, kam es in der Folge zum Badisch-Pfälzischen Krieg.

In der Folge kam es zu Verwüstungen und Plünderungen auf beiden Seiten und zur Festsetzung des Markgrafen bei der Schlacht bei Seckenheim durch Friedrich I. von der Pfalz. Der Markgraf musste zur Freilassung 25.000 Gulden zahlen, seinen Anteil an der Grafschaft Sponheim als Pfand abgegeben und Pforzheim zum pfälzischen Lehen erklären. Friedrich I. von der Pfalz hatte fortan seinen Anspruch als Kurfürst gesichert. Die Gebeine Karls I. fanden in der Stiftskirche ihre letzte Ruhe. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_I._(Baden) 
BADEN, von von Karl I. (I1487)
 
2997 Karl kam durch einen Unglücksfall ums Leben: Von jugendlichen Leichtsinn getrieben wollte er die Kühnheit und oft gepriesenen Waffenkunst eines gewissen Albuins auf die Probe stellen. Als dieser eines Tages in den Abendstunden von der Jagd heimkehrte, griff ihn Karl ohne sich zu erkennen zu geben an, so als wolle er ihm das Pferd rauben, auf dem dieser saß. Albuin zog sein Schwert und traf Karl mitten an der Stirn und streckte ihn zu Boden, wo er ihn von vielen Wunden bedeckt liegen ließ. Karl, gelähmt und mit zerschrammten Gesicht überlebte nicht lange und starb ohne Nachkommen zu hinterlassen. VON FRANKREICH, Karl (I35618)
 
2998 Karl stammte aus dem westfränkischen Zweig des Geschlechts der Karolinger, das damals im Ostfrankenreich bereits ausgestorben war, im Westfrankenreich aber noch die herrschende Königsdynastie war.

Er war ein Enkel von Karl III. dem Einfältigen, König von Westfranken (898–922) und König von Niederlothringen (911–922), der 922 abgesetzt wurde und 929 verstarb; aus dessen zweiter Ehe mit Edgiva von Wessex († nach 951) einer Tochter von König Eduard I. von Wessex.

Seine Eltern waren der westfränkische König Ludwig IV. genannt der Überseeische († 10. September 954) und dessen Gemahlin Gerberga von Sachsen († 5. Mai 984), eine Schwester von Kaiser Otto I. dem Großen. 
VON NIEDERLOTHRINGEN, Herzog Karl (I10420)
 
2999 Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz (* 2. Oktober 1687 in Niederschlesien; † 23. Mai 1746 auf Gut Netsche, Kr. Oels, Niederschlesien) war Konsistorialpräsident, Landeshauptmann des Herzogtums Oels und Gutsbesitzer.

Prittwitz entstammt einem alten, weit verzweigten schlesischen Adelsgeschlecht und war der Sohn des Landesdeputierten und Gutsbesitzers Leonhard Jaroslaw von Prittwitz, Herr auf den Gütern Dammer, Hammer und Spitze (Kr. Namslau) sowie Schmoltschütz und Schützendorf (Kr. Oels), und der Marie Elisabeth von Prittwitz.

Er heiratete am 28. Oktober 1708 in Allerheiligen (Kr. Oels) Ludowika Sophie Luise von Siegroth (* 26. Februar 1690; † 4. April 1747 auf Gut Netsche oder in Oels), die Tochter des herzoglich Württembergisch-Oelsnischen Rats und Gutsbesitzers Hans Albrecht von Siegroth, Herr auf Gut Grüttenberg (Kr. Oels) und anderen, und der Marie Renate von Salisch (Haus Bankwitz). Seine Ehefrau brachte als ihr Erbe das Gut Netsche in die Ehe ein.

Nach seinem Studium an der Universität Frankfurt (Oder) hatte Prittwitz in seinem weiteren Leben sehr unterschiedliche Ämter: So wird er z. B. als Mannrechts-Beisitzer, Kassen-Direktor der Standesherrschaft Polnisch-Wartenberg, herzoglich Württembergisch-Oelsnischer Regierungsrat, Landeshauptmann des Herzogtums Oels oder Konsistorialpräsident erwähnt.

Nach der Kapitulation Breslaus am 10. August 1741, also noch vor Ende des 1. Schlesischen Krieges zwischen Friedrich dem Großen (Preußen) und Kaiserin Maria Theresia (Österreich-Habsburg), leistete Prittwitz – gemeinsam mit anderen Repräsentanten der schlesischen Stände – am 7. November 1741 zu Breslau (Niederschlesien) in seiner Funktion als Konsistorialpräsident die Erblandeshuldigung der Provinz Schlesien als Erster Beamter des Ersten Standes an den Preußenkönig und dessen Staatsminister Heinrich Graf von Podewils (1695–1760), der die Friedensverhandlungen mit Österreich und Sachsen leitet, die schließlich zu den Friedensverträgen von Breslau und Berlin (1742) sowie Dresden (1745) führen. Eine Zeichnung Adolph Menzels aus dem Jahr 1858 zeigt Prittwitz in einem weißen Überwurf bei dieser Huldigung vor dem Thron.

Prittwitz war Eigentümer der Güter Netsche und Schmoltschütz im Landkreis Oels, Dammer (Kr. Namslau) sowie von Gut Steine im Landkreis Polnisch Wartenberg. 
VON PRITTWITZ, Caspar Eberhard Moritz (I45735)
 
3000 Kaspar von Breitenlandenberg
Kaspar von Breitenlandenberg († 24. April 1463 in Konstanz) war von 1442 bis 1463 Fürstabt von St. Gallen. Er entstammte einer Thurgauer Adelsfamilie, sein Vater war Rudolf V. von Breitenlandenberg (→Herren von Landenberg).

Von Breitenlandenberg war 1439 ins Kloster Reichenau eingetreten, hatte dort die Profess abgelegt und war dann zum Studium der kanonischen Rechte nach Bologna gezogen. Papst Eugen IV. ernannte ihn nach seiner Rückkehr am 18. Juni 1442 zum Abt von St. Gallen. Die Bischofsweihe empfing er am 24. September desselben Jahres. Er galt als sehr gebildeter Mann und war unter dem Adel hoch angesehen. So wurde er zu einem Präsidenten des Provinzkapitels des Benediktinerordens in Mainz und Bamberg. Später hatte er das Amt des Schatzmeisters des Kapitels inne.

Die Stadt St. Gallen, deren Lehnsherr er war, verweigerte ihm jedoch die Huldigung, da er alte Besitzansprüche geltend machen wollte, die ihm die Bürger jedoch nicht mehr gewähren wollten. Kaiser Friedrich III., die Eidgenossen und verschiedene Adlige wurden im darauffolgenden langwierigen Streit um die Unabhängigkeitsrechte der Stadt abwechselnd von beiden Parteien angerufen. Am 17. August des Jahres 1451 schloss der Abt ein ewiges Landrecht mit den eidgenössischen Städten Zürich, Luzern, Schwyz und Glarus. Der Rechtsstreit wurde jedoch erst 1457 durch Vermittlung von Bern beigelegt. Der Abt sollte die meisten seiner Rechte behalten können, die Stadt konnte ihm diese jedoch abkaufen. Am 14. Mai 1457 zahlte die Stadt die Summe von 7000 Gulden und war damit zur freien Reichsstadt geworden. Für Kaspar von Breitenlandenberg war damit allerdings noch nicht alles ausgestanden. Schon seit Längerem warfen ihm die Mönche des Klosters Misswirtschaft und Paktieren mit der Gegenpartei vor. Seine Meinung über die Rechte der Stadt hatten sich im Laufe der Verhandlungen immer weiter zu deren Gunsten verschoben, sodass er ihr zuletzt die gesamten Hoheitsrechte des Klosters für nur 1000 Gulden überlassen wollte, was der Konvent jedoch verhindern konnte. Im November 1457 wurde dem Abt die Verwaltung des Klosters definitiv entzogen, die Finanzverwaltung hatte schon seit längerer Zeit sein späterer Nachfolger Ulrich Rösch inne.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er mehrheitlich auf Reichenau oder in Konstanz. Er starb am 24. April 1463 in Konstanz, wurde jedoch in St. Gallen begraben. Während seiner Amtszeit zählte der Konvent mehr Mitglieder als im gesamten vorangegangenen Jahrhundert zusammen. 
VON BREITEN-LANDENBERG, Kaspar (I28514)
 

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