Treffer 301 bis 350 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 301 | 1471 Herr zu Wyl 1474 Herr zu Bümpliz 1479 Herr zu Jegenstorf Mitherr von Reichenbach, Kastvogt von Rüeggisberg und Hettiswil 1471 letzter Vogt zu Eralch unter den Grafen von Chalon 1474 erster Vogt zu Erlach 1 unter Bern 1468 den Bürgern 1471 Ratsherr 1474 Schultheiss zu Burgdorf 1499 Befehlshaber der Berner im Zuge nach Dornach 1474 Schultheiss zu Burgdorf 1475 bei Grandson 1475 1479 - 81 Schultheiss der Stadt Bern 1492 - 95 Schultheiss der Stadt Bern 1501 - 05 Schultheiss der Stadt Bern 1508 - 08 Schultheiss der Stadt Bern (Tod im Amt) Ritter, Mitglied der Gesellschaft zum Distelzwang, Inhaber mehrerer Herrschaften, u.a. Bümpliz, Wil, Jegenstorf sowie derjenigen von Erlach. Letztere war ein - 1467 bestätigtes - Erblehen der Gf. de Chalon; nach ihrer Besetzung durch Bern in den Burgunderkriegen wurde E. 1474 erster bern. Vogt. Als Verwaltungsmann (u.a. 1474 Schultheiss von Burgdorf), militär. Befehlshaber (z.B. 1475 bern. Befehlshaber von Romont) und Politiker (1471 Grossrat, 1476 Kleinrat, 1479-1507 mit Unterbrüchen Schultheiss) war E. gleichermassen erfolgreich, auch wenn ihn seine Zurückhaltung gegenüber Frankreichs Werbungen 1481-91 um das Schultheissenamt brachte, das an den profranz. Wilhelm von Diesbach ging. Als Anhänger Adrians I. von Bubenberg war E. gegen einen Bruch mit Hzg. Karl dem Kühnen, nahm nach der Kriegserklärung aber trotzdem an den Feldzügen teil (1476 Grandson und Murten). Im Schwabenkrieg 1499 führte er die bern. Truppen in den Hegau an und war an der Schlacht bei Dornach beteiligt. E. war mit polit. Missionen betraut, u.a. 1478 als eidg. Gesandter nach Bellinzona und 1506-07 als Vermittler im Streit des Bf. von Sitten mit Savoyen. Als anerkannt tüchtiger Verwalter war er, teilweise im Auftrag Berns, Kastvogt versch. geistlicher Institutionen, u.a. von Rüeggisberg, Hettiswil, Thorberg und des Kollegiatsstifts St. Vinzenz in Bern; er engagierte sich für die vorreformator. Berner Kirchen- und Klosterreform. In E.s Auftrag verfasste Diebold Schilling d.Ä. die "Spiezer Chronik" (1485-86), eine private Fassung der amtl. Chronik. Conrad Türst widmete ihm u.a. seine Schrift "De situ confoederatorum descriptio" (1495-97). | VON ERLACH, Rudolf (I18569)
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| 302 | 1471 in der Gesellschaft zum goldenen Löwen, 1472 Richter, 1477 Ratsherr und Stadtammann, Bürgermeister 1488, Rat beim Schwäbischen Bund, mit seinem Bruder Egloff Stifter der Stöbenhaber Kapelle/Familiengruft St. Martin, durch Erbgang seiner Frau 1497 Besitzer von Boos, von Fürstabt Johannes von Riedesheim-Abtei Kempten 1506 und Fürstabt Johann rudolf von Reitenau 1511 mit der zweiten Hälfte des Burgstalles Reichenau und des dorfes Boos und Gütern bei Überach (Pfarrei Dietmannsried) belehnt | STÖBENHABER, Johann\ Hans (I9675)
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| 303 | 1471 Kaufhausknecht, 1493 Grossrat, 1500 Schultheiss zu Unterseen, 1509 Vogt gen Bipp, 1513 des Kleinen Rats Ereignis Grossrat 1493 in Bern, Bern, BE, CHE Ereignis Schultheiss 1500 in Unterseen, Interlaken, BE, CHE Ereignis Vogt 1509 in Bipp, Wangen, BE, CHE Ereignis gefallen in der Schlacht 1513 in Novarra,, Lombardei, ITA Ereignis Ratsherr 1513 in Bern, Bern, BE, CHE | IM HAAG, Gilg (I37941)
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| 304 | 1472 . Sohn des Heinzmann. Cousin von Niklaus (->) und Kaspar (->). Berner Patrizier. S. wuchs am savoy. Hof auf, dem er auch später sporadisch diente. Auf eine Mitwirkung an der bern. Politik verzichtete er weitgehend, stattdessen unternahm er zwischen 1433 und 1459 vier oder fünf ausgedehnte Reisen, die ihn 1433 ins Hl. Land, 1437-38 an den franz. Hof, 1447-48 auf die Iber. Halbinsel und die Brit. Inseln sowie 1458 ins Reich führten. S. pflegte die Adelsreise als standesgemässen Lebensstil, wobei er Wert darauf legte, dass die einzelnen Stationen jeweils urkundlich dokumentiert wurden. | VON SCHARNACHTHAL, Konrad (I11347)
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| 305 | 1472 als Minderjähriger erw., nach 1523 Schaffhausen, von Schaffhausen. Sohn des Schaffhauser Ratsmitglieds und reichen Kaufmanns Hans. Enkel des Heinrich (->). Elsbeth, aus der Konstanzer Fam. Eglin von Herdern. Ab 1492 im Schaffhauser Rat (Kaufleutenstube), 1500-18 mehrmals Bürgermeister, Inhaber div. anderer Ämter (u.a. Zunftmeister, Fünfergericht, Pfleger). B. investierte sein ererbtes und durch Handel vermehrtes Vermögen in den Kauf von Landgütern um Schaffhausen. | BATRTER, Konrad (I36181)
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| 306 | 1473 Grossrat 1479 Kleiner Rat 1480 Ritterschlag am Heiliger Grab verschiedene Gesandtschaften, u.a. nach Worms, Italien und in die Niederlande Mai 1499 Anführer bernischen Truppen im Schwabenkrieg Die belasteten ökonom. Verhältnisse zwangen ihn Teile des Familienbesitzes zu verkaufen. Letzter des Geschlechts; der Erbgang nach seinem Tod führte zu Schwierigkeiten. | VON BUBENBERG, Adrian II. (I39995)
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| 307 | 1474 empfing Ulrich Krumm für sich und seine Nachkommen von Kaiser Friedrich III ein Privilegium m[it] Wappendiplom. Dat. Augsburg Sonntag vocem jucunditatis [27.03.1474]. Anmerkung: 1) Krom, 1474. Ausgestorbenes Geschlecht der Stadt St. Gallen. Ulrich der Krumbe und seine Kinder, Hörige des Heiden von Ems, werden von diesem 1351 dem Abt von St. Gallen zu Lehen aufgegeben. Heini Krumb, sein Sohn, kauft sich frei und wird 1377 Bürger von St. Gallen (HBLS.). Die Krom haben hohe städtische Ämter bekleidet und gelangten z. T. auch im Ausland zu Ehren. Sie gehörten zur „adeligen Genossenschaft zum Notenstein" und wurden Junker genannt. Das Geschlecht ist 1766 ausgestorben. Kaiser Friedrich III. verleiht am Donnerstag vor dem Sonntag Vocem Jucunditatis 1474 in Augsburg einen Wappenbrief an Ulrich Krum 1433-1493 (Ehe 1462 Verena Zollikofer, Stadtrichter 1474, Seelpfleger 1479, Stadtrichter 1488, Fischschauer 1492, Ratsherr 1492. Besitzer des Hauses zur Flasche an der Speisergasse) und dessen eheliche Erben. Wappen: in Schwarz ein gelbes Band, belegt mit einem Igel in natürlichen Farben. Schwarzgelbe Helmdecken. Helmzier: ein schwarzer Hahnenfederbusch. Quelle: St.-Galler Adels- und Wappenbriefe, Sonderdruck aus dem Schweizer Archiv für Heraldik, 1948 2) folgende Urkunde anlässlich des Nachlasses der Sybilla v. Landenberg (ooII Hans v. Breitenlandenberg), gibt Aufschluss über ihre Kinder aus der Ehe mit Ulrichs Kromm: 1517 Februar 9 (uff mentag Sannt Appolonien tag) Stefan Grubel und seine Ehefrau Helena Krom, Hans am Graben und seine Ehefrau Magdalena Krom und Jacob Krom als Vormund der Kinder seines verstorbenen Bruders Gabriel Krom, alle Bürger und Bürgerinnen zu St. Gallen, bekennen, dass die Gebrüder Hermann, Hans und Wolfgang von Landenberg zu Breitenlandenberg, eheliche Söhne und Erben des verstorbenen Hans von Landenberg zu Breitenlandenberg, ihnen, Helena Krom, Magdalena Krom und den Kindern Gabriel Kroms, als ehelichen Töchtern , Enkeln und Erben der verstorbenen Sibilla von Landenberg von Werdegg, der Witwe von Hans von Landenberg, 200 fl an Morgengabe sowie das dieser nach dem Tod ihres Mannes gemäß Heiratsvertrag zugefallene Gut bezahlt bzw. ausgehändigt haben. Die Rechte des Jacob Krom und seiner nicht zu seiner Vormundschaft gehörigen Erben bleiben unberührt. Ausf., Perg. – 3 anh. Sg., Nr. 1 und 2 abg., 3 besch. – K. I, F. IIIa, Nr. 1; K. I, F. IV, Nr. 1 | KROMM, Ulrich (I4268)
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| 308 | 1476 als Expektant von Beromünster belegt, 1551 Zürich, von Zürich. Sohn des Johans, Zürcher Ratsherrn (1478-98). Bruder des Konrad (->). Stud. in Heidelberg und Bologna (1496 Doktor für kanon. Recht). 1480-1521 Chorherr in Beromünster, ab 1496 Leutpriester am Fraumünster, 1513-21 zudem Chorherr am Grossmünster. Sein Wohnhaus liess er im damals modischen humanistisch-antikisierenden Stil ausschmücken, u.a. mit einem Fresko von Hans Leu dem Jüngeren. Als Mitstreiter Zwinglis in der Frühzeit (Fastenstreit, Bilder-, Abendmahlsfrage, Ehegericht) verfasste E. Gutachten und Schriften. 1525-40 Vorsitzender des Ehegerichts. 1531-36 Begleiter Heinrich Bullingers (1504-75) bei dessen "Fürträgen" vor dem Rat. Wegen Altersgebrechen wurde er oft vom Archidiakon am Grossmünster, Kaspar Megander, vertreten. E.s Einfluss auf Humanismus und Reformation in Zürich ist kaum fassbar. Mit seiner Herkunft aus einer Patrizierfam. und seiner Bildung dürfte er aber einer der prägenden Männer gewesen sein. | ENGELHARD, Heinrich (I20427)
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| 309 | 1476-82 und 1485 Bürgermeister; 1483 wurde G. von Hans Waldmann verdrängt. 1461 Vogt von Meilen und Andelfingen, 1463 von Regensberg, 1496 von Sargans. Zusammen mit Felix Schwarzmurer 1476 Anführer der Zürcher in der Schlacht bei Grandson, wo er zum Ritter geschlagen wurde, und 1499 in der Schlacht bei Schwaderloh. Bedeutender Söldnerführer, der eine tragende Rolle beim Sturz Waldmanns spielte. | GÖLDLIN VON TIEFENAU, Heinrich (I41139)
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| 310 | 1477, 1538 (evtl. 1548), von Zürich. Sohn des Peter, Glockengiessers. Bruder des Peter (->). | FÜSSLI, Hans (I34593)
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| 311 | 1479 Student 1484 Zünfter zu Safran testiert 1484 mit seinem Vater 1485 Krämer 1485 Zünfter zum Schlüssel 1486 Zünfter zu Schmieden 1490 Zünfter zu Gartnern 1491 Stubengeselle zu Safran 1494 Sechser zu Safran und Seckelmeister 1497 Zünfter zu Hausgenossen 1501-06 Schultheiss von Kleinbasel 1507-15 Ratsherr zu Hausgenossen 1508 und 1510 Ratskieser von Zubotten 1508-17 Siebner 1509 Salzherr 1509-12, 14-19 Heimlicher 1511 Appellationsherr 1512-16 Ratskieser von Burgern 1515 Leutnant in der Schlacht von Marignano 1516 erneut Schultheiss von Kleinbasel 1517-21 Zunftmeister zu Hausgenossen 1518, 20, 21 Dreier 1520/21 Landvogt auf Ramstein 1521 wegen Empfangs französischer Pensionen amtsentsetzt | HOLZACH, Eucharius (I35806)
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| 312 | 1481 St. Gallen, 10.10.1563 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Franciscus, Leinwandkaufmanns, und der Barbara Endgasser. Neffe des Heinrich (->). 1) 1516 Margaretha Zollikofer, Tochter des Ludwig Zollikofer, 2) 1535 Klara Gaisberg, Tochter des Jakob, Bürgermeisters von Konstanz. Z. erwarb als Leinwandkaufmann ein grosses Vermögen, v.a. mit der ab 1519 mit seinem Schwager Georg Zollikofer geführten Handelsfirma und mit der eigenen 1559 gegr. Handelsgesellschaft. Z. gehörte zur Schneiderzunft, leitete die Gesellschaft zum Notenstein und bekleidete Ämter der Stadt St. Gallen, u.a. war er 1546-50 Stadtammann und ab 1551 Mitglied des Kl. Rats. Er kaufte in zwei Hälften 1542 und 1546 den Landsitz Weinburg (später Marienburg) in Thal. | ZILI, Jakob (I9599)
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| 313 | 1481 von ihrem Bruder Mathys Eberler enterbt (dieser prozessierte 1468 gegen den Ratsherrn Friedrich Tichtler, den zweiten Ehemann seiner Stiefmutter Anna zem Tor, Witwe des Heinrich Eberler) | EBERLER, Margaretha (I19206)
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| 314 | 1482 Zürich, 1548 Zürich, kath., von Zürich. Sohn des Peter, Glockengiessers. Bruder des Hans (->). 1) Verena Holzhalb, Tochter des Jakob, Metzgers, 2) Margareta Wirz, Tochter des Johannes, Johanniterschaffners. Glocken- und Stückgiesser, 1512-21 Reisläuferhauptmann auf Italienzügen. Ab 1518 Mitglied des Gr. Rats von Zürich, 1519-28 in diversen Ratskommissionen. Obwohl altgläubig gesinnt, befehligte der wegen seiner militär. Erfahrung unentbehrl. F. im 2. Kappelerkrieg 1531 als Artilleriehauptmann die Geschütze der Vorhut und wirkte bei den Friedensverhandlungen mit. F. hinterliess eine etwas trockene Beschreibung seiner Jerusalemfahrt 1523, einen Brief über den Fall von Rhodos 1522 und eine Darstellung des Kappelerkriegs, vermutlich verfasst, um sich vom Verdacht zu reinigen, in der Schlacht seine Pflicht nicht erfüllt zu haben. Bisher kontrovers eingeschätzt, wird die Quelle in der neueren Forschung günstiger beurteilt. Peter Füssli war Sohn des Glockengiessers Peter Füssli und Bruder des Hans Füssli (* 1477; † 1538, evtl. 1548). In erster Ehe war er verheiratet mit Verena Holzhalb, Tochter des Metzgers Jakob Holzhalb, in zweiter Ehe mit Margareta Wirz, Tochter des Johanniterschaffners Johannes Wirz. Er war Glocken- und Kanonengiesser und kämpfte als Söldnerhauptmann in den Mailänderkriegen (1513 Novara, 1515 Marignano). Im Gegensatz zu seinem Bruder Hans, der als Chronist wirkte und ein engagierter Anhänger des Zürcher Reformators Ulrich Zwingli war, blieb Peter Füssli beim alten Glauben. Dennoch befehligte er im zweiten Kappelerkrieg 1531 als Artilleriehauptmann die Geschütze der Vorhut und wirkte bei den Friedensverhandlungen mit. Peter Füssli hinterliess eine Beschreibung seiner Jerusalemfahrt 1523 (er reiste mit dem gleichen Pilgerschiff wie Ignatius von Loyola), einen Brief über den Fall von Rhodos 1522 und eine Darstellung des Kappelerkriegs, die ihn vom Verdacht reinigte, in der Schlacht seine Pflicht nicht erfüllt zu haben. Die Pilgerfahrt zeichnete Peter Füssli gemäss der Familientradition als besonders frommen und ehrbaren Zürcher Bürger aus. Seine Reiseandenken aus dem Heiligen Land, darunter eine Rose von Jericho und Agnus-Dei-Wachsplättchen, wurden von einem gleichnamigen Nachkommen im 17. Jahrhundert in einem Inventar dokumentiert.[1] | FÜSSLI, Peter III. (I20577)
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| 315 | 1483 Zuoz, 22.8.1563 Zuoz, von Zuoz. Sohn des Jacob. Anna Planta, Tochter des Thomas. Seine humanistische und juristische Bildung erwarb Johann Travers an deutschen Universitäten (u.a. Leipzig, 1503) und in Siebenbürgen. Als Führer eines Oberengadiner Fähnleins nahm er 1515 an der Schlacht von Marignano teil. 1517 zum Landeshauptmann des Veltlins ernannt, erhielt Travers 1519 mit seinem Vetter Simon von Kaiser Maximilian I. den Adelsbrief. In seine zweite Amtszeit als Landeshauptmann des Veltlins 1523-1525 fiel der Erste Müsserkrieg (1525-1526), in dem sich Travers wie im Zweiten Müsserkrieg (1531-1532) als Befehlshaber der Bündner und Veltliner bewährte. Als Landammann des Oberengadins – ein Amt, das er dreizehnmal versah – trug Travers wesentlich zum Erstarken des Freistaats der Drei Bünde (Ilanzerartikel 1524) und zur Territorialteilung der Oberengadiner Markgenossenschaft in einzelne Nachbarschaften (1539-1542) bei. Wiederholt vertrat er den bündnerischen Freistaat an der eidgenössischen Tagsatzung und an ausländischen Höfen. Der an religiösen Fragen lebhaft interessierte, von der Devotio moderna beeinflusste Travers nahm 1537 als Abgeordneter von Zuoz an der Disputation von Susch teil, wo er als Verfechter religiöser Toleranz in Erscheinung trat. Mit der Unterbrechung des Konzils von Trient (1552) zerschlug sich seine Hoffnung auf die Überwindung der Kirchenspaltung. Sein Übertritt zur Reformation im gleichen Jahr initiiert den Beginn der zweiten Reformationsepoche in Graubünden und den Abfall des Oberengadins vom alten Glauben. Auf sein Verlangen hin wurde der Prediger Philipp Gallicius nach Zuoz gerufen, welcher der neuen Lehre zum Durchbruch verhalf. Mit Erlaubnis der Synode bestieg Travers als über 70-Jähriger in Zuoz selbst die Kanzel. Später widersetzte er sich erfolgreich der von Prädikanten betriebenen Aufhebung des Bistums Chur, was von seinen reformierten Freunden und auch später kaum verstanden wurde. Für Travers, der früher Hofmeister und Kanzler von Bischof Paul Ziegler gewesen war, repräsentierte das Hochstift die institutionelle Ordnung, für die er sich zeitlebens eingesetzt hatte. Die Aufhebung wäre nach seiner Überzeugung nur einzelnen Familien zugute gekommen und hätte den Fortbestand des Freistaats der Drei Bünde gefährdet. Travers stand mit zahlreichen schweizerischen Gelehrten in regem Briefkontakt und war mit seinem Freund Heinrich Bullinger 1539 massgeblich an der Gründung der Lateinschule im aufgehobenen Nicolaikloster in Chur beteiligt. Seinen heutigen Bekanntheitsgrad verdankt Travers vor allem seinem literarischen Schaffen: Er gilt als Schöpfer der Oberengadiner und der rätoromanischen Schriftsprache. Die Beschreibung seiner Gefangenschaft auf Schloss Musso (Erster Müsserkrieg) in Form einer Reimchronik in 700 Versen ist der früheste Beleg rätoromanischer Literatur («Chanzun da la guerra dalg Chiastè d'Müs» 1527). Von grosser Wirkung waren seine biblischen Dramen, die ersten in Graubünden aufgeführten Werke in rätoromanischer Sprache (ab 1534). | TRAVERS, Johanes (I56574)
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| 316 | 1485 Strubengeselle auf Distelzwang 1486 den Bürgern 1490 Schultheiss zu Thun 1487 Ratsherr 1495 Ratsherr 1496 Venner zu Pfistern 1499 Oberst im Schwabenkrieg 1505 Seckelmeister Förderer der kommenden Reformation 1512-15 Schultheiss der Stadt Bern 1517-19 Schultheiss der Stadt Bern 1521-23 Schultheiss der Stadt Bern 1525-25 Schultheiss der Stadt Bern (Tod im Amt) 1513 Anführer der Vorhut der Eidgenossen im Dijonzug 1515 Führer als Altschultheiss über 5000 Mann nach Domodossola durch seine Heirat Herr zu Bürgistein, Wattenwyl, Kirchdorf, Gerzensee, Blumenstein, Schönegg, Seftigen | VON WATTENWYL, Jakob (I26649)
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| 317 | 1486 Schultheiss zu Thun 1476 Teilnahme an der Schlacht bei Murten Hauptmann der Berner bei Novarra Er kauft den Diamanten Karls des Kühnen 1492 um 5000 Florin und verkauft denselben um 7000 Florin an die Stadt Genua Nach Studien in Pavia trat er in das von seinem Vater gegründete Handles- und Geldgeschäft ein, wurde durch Handel mit Rohstoffen, Konsum- und Tauschgütern reich und erwarb Bergwerksbeteiligungen. Er war Berner Münzmeister und erhielt das Salzmonopol der Regierung. 1499 führte er in den Schwaben- bzw. den Schweizerkriegen gegen den schwäbischen Bund und in den Mailänderkriegen gegen Frankreich ein bernisches Aufgebot und brachte aus der Schlacht von Novara 1513 einen jungen Bären mit, der das berner Wappentier wurde. Er gilt als der erste Bankier der Schweiz. Durch seinen Handel u.a. mit Salz wurde M. zum bedeutendsten Kaufmann Berns. Seine internat. Handelsbeziehungen prädestinierten ihn für diplomat. Missionen nach Mailand, Frankreich und Savoyen und eröffneten ihm eine polit. und militär. Karriere: 1474 wurde er Grossrat, 1485 Schultheiss von Thun und 1494 Kleinrat. Als militär. Führer beteiligte er sich 1499 an den Kriegszügen gegen den Schwäb. Bund und 1513 gegen die Franzosen nach Novara. Sein sozialer Aufstieg zeigt sich im Ritterschlag, den er 1476 bei Murten erhielt, und im Erwerb der Herrschaften Strättligen, Thierachern, Wattenwil und Toffen zwischen 1496 und 1516. Zusammen mit Schultheiss Jakob von Wattenwyl begünstigte M. schon früh die reformator. Tendenzen in Bern. Wohl der grösste Handelsherr, handelt mit Spezereien, Bankier wird der reichste Handelsmann in Bern, er versteuert 1494 28000 Pfund 1513 Haus mit dem Erker an der Kirchgasse erstellt den Bürgern 1467, Grossrat 1474, Schultheiss zu Thun 1486, Ratsherr 1494 Hauptmann der Berner bei Novarra, bringt einen Bären heim oft auch Gesandter Erwirbt 1499 von Adrian von Bubenberg die halbe Herrschaft Strattigen und Wattenwyl um 1150 Pfund und 1516 die andere Hälfte um 3100 Pfund von Agathe von Bonstetten. 1507 kauft er die Herrschaft Totten von der Witwe Diebold Glasers um 5000 Pfund und 1496 den Aschingersee vom Stift Bern um 1000 Pfund Sohn des Jakob, Grossrats. ∞ 1) Katharina von Gasel, Tochter des Hans, Kleinrats, 2) Barbara Schindler, Witwe eines Müllers. Durch seinen Handel u.a. mit Salz wurde M. zum bedeutendsten Kaufmann Berns. Seine internat. Handelsbeziehungen prädestinierten ihn für diplomat. Missionen nach Mailand, Frankreich und Savoyen und eröffneten ihm eine polit. und militär. Karriere: 1474 wurde er Grossrat, 1485 Schultheiss von Thun und 1494 Kleinrat. Als militär. Führer beteiligte er sich 1499 an den Kriegszügen gegen den Schwäb. Bund und 1513 gegen die Franzosen nach Novara. Sein sozialer Aufstieg zeigt sich im Ritterschlag, den er 1476 bei Murten erhielt, und im Erwerb der Herrschaften Strättligen, Thierachern, Wattenwil und Toffen zwischen 1496 und 1516. Zusammen mit Schultheiss Jakob von Wattenwyl begünstigte M. schon früh die reformator. Tendenzen in Bern. | MAY, Bartholome (I38775)
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| 318 | 1487 Wil (SG), 11.10.1531 Kappel am Albis, von Wil. Sohn des Hans, Kupferschmieds, und der Appolonia Rösch. 1521 Verena Zerer, Tochter des Josua, Tuchmanns, von Zürich. Während des Stud. in Erfurt lernte H. Martin Luther kennen. 1509 kehrte er in die Schweiz zurück und wurde zum Priester geweiht. 1510 Helfer in Schwyz, anschliessend Lesemeister im Kloster Interlaken, Helfer in Zweisimmen, Pfarrer in Scherzligen und 1520 in Amsoldingen. Wegen seiner Neigung zur Reformation wurde er vertrieben, worauf er 1527 Helfer in Zollikon und 1528 Pfarrer in Bülach war. Als engagierter Vertreter der zwinglian. Reformation verhandelte H. erfolgreich mit den Täufern in Bülach, nahm an den Disputationen mit Balthasar Hubmaier in Zürich und 1528 an der Berner Disputation teil. H. fiel in der Schlacht von Kappel. Quellen und Literatur | HALLER, Johannes ´der Alte` (I6414)
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| 319 | 1487, von Basel. Sohn des Hans, Kaufmanns. Bruder des Stephan (->). 1) 1452 Margret Stutzenberg, Witwe des Arnold von Bärenfels, 2) Regula von Lupfen, Witwe des Andreas Keller, von Zürich. 1473-87 war I. Ratsherr in Basel und wirkte als Ratsgesandter bei den Unterhandlungen mit den benachbarten Adeligen mit. 1474 verteidigte er den burgund. Landvogt Peter von Hagenbach gegen Basel. 1476 gehörte er der eidg. Kommission zur Schätzung der Beute von Grandson an, ab 1477 nahm er regelmässig als Gesandter von Basel an der Tagsatzung teil und 1482 war er Mitglied der Delegation nach Rom, die sich u.a. bei Papst Sixtus IV. um die Aufhebung des 1482 erlassenen Interdiktes über die Stadt Basel bemühte. I. hielt mit dem Haus Medici Geschäftsverbindungen. Mitglied der Safran- und Schlüsselzunft. | IRMY, Hans (I3179)
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| 320 | 1488 Basel, 4.10.1558 Basel. Chrischona Koesy. Scherer und Wundarzt. Mitglied der Zunft zum Goldenen Stern. B. nahm an den Schlachten von Novara (1513), Marignano (1515) und Bicocca (1522) teil. 1520-32 war er Basler Ratsherr, ab 1525 Tagsatzungsgesandter. Bei Reformationsstreitigkeiten betätigte sich B. vielfach als Vermittler. 1533-44 amtierte er als Oberstzunftmeister, 1544-58 als Bürgermeister. | BRAND, Theodor (I41307)
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| 321 | 1489 wird die Witwe erwähnt | NOSTLER \ N., Elisabeth (Else) (I3025)
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| 322 | 1490 - 1517 Grossrat, 1512 Schultheiss zu Büren, Herr zu Seftigen er soll 1530 (also mindestens 72-jährig) noch einen Sohn bekommen haben. Die Selsach war nach Stettler schon 1486 mit ihm verheiratet, 1516 also mindestens 45-jährig. Vielleicht fehlt aber ein Glied zwischen den beiden Petern. Aeltere Stammtafeln schieben auch tatsächlich einen Dominikus ein. Ereignis Grossrat von: 1490 an 1517 in Bern, Bern, BE, CHE Ereignis Schultheiss 1512 in Büren, Büren, BE, CHE | VON BÜREN, Peter (I38822)
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| 323 | 1490 bei der Belagerung St. Gallens äbtischer Hauptmann, 1506 bis 1521 äbtischer Obervogt des Schlosses Oberberg, der sich 1520 in St. Gallen einbürgerte; begründete die reformierte städt. Linie Beruf: Vogt zu Oberberg Eingebürgert 1520 in St.Gallen, St.Gallen, SG, CHE | SCHOBINGER, Hans IV. (I4649)
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| 324 | 1492 Grossrat 1502 - 1508 Landvogt zu Lenzburg ist ein Vorkämpfer der Reformation besass die Twingherrschaften Strättligen, Wattenwil, Toffen und erwarb 1520 die Herrschaft Rued, er tauscht 1520 Rüed mit Jakob von Büttikon um Güter bei Aarau Befreundet mit Huldrych Zwingli, trieb er die Reformation in Bern voran. Autorin/Autor: Felix Müller (Brugg) um 1470 (Claudius), 1527 Bern, von Bern. Sohn des Bartholomäus (->). 1) Ursula Trüllerey, von Aarau, 2) Lucia Brüggler, von Bern. Ab 1492 Mitglied des Berner Gr. Rats, 1502-08 Landvogt in Lenzburg. M. besass die Twingherrschaften Strättligen, Wattenwil, Toffen und erwarb 1520 die Herrschaft Rued. Befreundet mit Huldrych Zwingli, trieb er die Reformation in Bern voran. | MAY, Glado (I38740)
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| 325 | 1494 der Bürger; 1506 Vogt von Erlach, 1512 zu Aelen entsetzt nach dem Könizer Aufstand, 1517 Venner zu Pfistern, Feldhauptmann der 4000 Mann in den Mailänderkriegen | VON WEINGARTEN, Hans (I38810)
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| 326 | 1497 St. Gallen, 6.9.1566 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Ambrosius, Ratsherrn. 1) 1518 Barbara Kaiser, 2) 1535 Kleophea Hochreutiner, Tochter des Heinrich Hochreutiner. Mitglied der Weberzunft, 1530-32 Zunftmeister, 1532 Unterbürgermeister, 1532-40 und 1548-66 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. 1536 war S. als Vertreter der Stadt St. Gallen an der Einigung auf das 1. Helvet. Bekenntnis beteiligt. | SCHLUMPF, Ambrosius (I13231)
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| 327 | 1498/1499 vermutlich in Aigle, von Saanen und Bern. Sohn des Christian. 1473 als Landschreiber von Saanen, 1474 als Berner Grossrat erwähnt. 1475 Notar. Peter Steiger nahm an den Feldzügen gegen Karl den Kühnen teil und erhielt zusammen mit Jean Espagnod von Freiburg mehrere Gerichte der eroberten Herrschaften Orbe, Grandson, Echallens und Monthey verliehen. Als Gubernator organisierte er die Verwaltung der Landschaft Aigle, übernahm dann die Landvogtei Grandson und kehrte 1495 als Schreiber nach Aigle zurück. 1480 bekam er erstmals eine Konzession für den Eisenerzabbau in Bex, die 1494 auf die Ausbeutung aller Metalle sowie von Salz, Alaun, Schwefel und Salpeter in Aigle, Ollon, Bex, Les Ormonts, Noville und Chessel ausgedehnt wurde. 1490 erhielt er vom Kloster Saint-Maurice eine Konzession für den Silberabbau im Val de Bagnes. Diese wurde ihm aber vom Bischof von Sitten wieder entzogen, was langwierige Prozesse zwischen Bern und dem Wallis auslöste. Steigers sozialer Aufstieg zeigt sich in dem 1478 erworbenen kaiserlichen Adelsbrief und dem ungefähr gleichzeitig vollzogenen Wechsel von der Gesellschaft zu Niedergerbern zu jener zum Narren und Distelzwang. | STEIGER WEISS, Peter (I51906)
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| 328 | 1499 Gundolingen (heute Gemeinde Hildisrieden und Rain), 9.3.1578 Zürich, von Gundolingen und (1526) Zürich. Sohn eines begüterten Bauern. 1) Verena Zimmermann, 2) 1542 Dorothea Mütschli. Schulen in Beromünster, Luzern und Basel. 1517-1519 Student an der Universität Wien, 1520-1522 in Mailand, danach Klosterlehrer in St. Urban. 1524 Umzug nach Zürich, Seilerlehre. 1524 Teilnahme am wilden Auszug nach Waldshut, 1525 am erfolglosen Feldzug Herzog Ulrichs zur Rückeroberung des Herzogtums Württemberg. 1526 von Zwingli zum Professor für Griechisch an die Zürcher Theologenschule berufen. Teilnehmer an der Berner Disputation und am Marburger Gespräch. In diplomatischen Aufträgen unter anderem in Venedig und am französischen Hof. Von 1531 an gänzlich Zuwendung zu Wissenschaft und Lehre: lateinische Übersetzungen von Werken des Euripides und des Demosthenes, Gedichte, Nachrufe (u.a. auf Heinrich Bullinger) und eine Autobiografie. Ambühl war auch unter den latinisierten Namen Collinus und Clivanus bekannt. | AMBÜHL, Rudolf (I46515)
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| 329 | 1499 St. Gallen, 1563 St. Gallen, kath., später ref., aus altem sankt-gall. Geschlecht. Sohn des Jacob (->). 1) 1520 Anna Eigen, 2) 1542 Katharina von Vahnbühl. Verwandt mit Vadian, hielt in der Reformation indes zur Abtei. 1529 und 1532 als fürstäbt.-sankt-gall. Obervogt auf Oberberg bezeugt, 1535-40 bischöfl.-konstanz. Obervogt zu Arbon, 1540-41 Landshofmeister der Fürstabtei St. Gallen. 1542/43 Übertritt zum neuen Glauben und zur Stadt St. Gallen, 1543 Pursner der patriz. Gesellschaft der Notensteiner, Ratsherr, immer wieder in städt. Ämtern und städt. Tagsatzungsgesandter. | KROMM\KRUM, Jakob Christoph (I4250)
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| 330 | 15.2.1593, 8.7.1639 in Italien, katholisch, von Oeschgen. Sohn des Iteleck, Herrn von Oeschgen, und der Beatrix von Reischach. 1) Anna Elisabeth von Rosenbach, Tochter des Adam Hektor, 2) Maria Salome zu Rhein, Tochter des Johann Christoph. Nach einer Erbteilung mit seinen Brüdern wurde Otto Rudolf von Schönau 1628 Herr von Oeschgen, Wegenstetten und Säckingen. 1633 wurde er Generalkommandant der vier Waldstädte am Rhein und wirkte 1636-1638 als Obervogt von Rheinfelden. Von Schönau stand am Anfang der Nebenlinie von Oeschgen. Schönau-Oeschgen Tafel beim Eingang zur Kirche Oeschgen Die Herrschaft Schönau über das Dorf Öschgen wird 1735 im Ratsprotokoll der Stadt Breisach erwähnt. In der Loskaufurkunde der Hauensteiner aus der Leibeigenschaft vom 21. Februar 1741 tritt ein Baron Franz Otto von Schönau-Oeschgen als Grossmeier des Fridolinsstift in Säckingen in Erscheinung. Die Urkundenregeste beginnt wie folgt: „Die Aebtissin Maria Josefa zu Säckingen mit ihrem Capitel „von Frauen und Herren“, sodann Baron Franz Otto von Schönau, Herr zu Oeschgen, Wegenstetten, Rippolingen und Obersäkingen, als stiftischer Grosmaier …“ Erbteilung 1628 Als auch Itelecks letzter Bruder gestorben war, gelangten alle schönauischen Güter im Elsass, dem Breisgau und im Allgäu (abgesehen vom Besitz der Laufenburger Linie) in die Hand von Itelecks Witwe Beatrix. Sie verwaltete die zahlreichen Besitzungen, bis die Kinder volljährig waren. Ein Sohn starb früh, so dass das Erbe unter vier Brüdern aufgeteilt wurde. Die „Brüderliche Abtheyllung“ von 1628 war ein wichtiger Einschnitt in der Familiengeschichte. Sie führte schließlich zur Aufteilung des Erbes und zur Bildung der vier neuen Linien: - Marx Jakob, Zell, überdauert bis 1845 - Otto Rudolf, Oeschgen, Säckingen, überdauert bis 1799 - Hans Hürus, Wehr, überdauert bis heute - Heinrich Hürus, Schwörstadt, überdauert bis 1811 Mit der Bildung dieser Linien begann eine Blütezeit der Herren von Schönau. Es gab eheliche Verbindungen zwischen den Linien, so dass deren frühe Angehörige teilweise auch Vorfahren der noch bestehenden Linie Schönau-Wehr sind. Zitat aus: https://www.wehr.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Stadtinfo/Die_Erbteilung_von_1628.pdf Schönau-Oeschgen In der Loskaufurkunde der Hauensteiner aus der Leibeigenschaft vom 21. Februar 1741 tritt ein Baron Franz Otto von Schönau-Oeschgen als Grossmeier des Fridolinsstift in Säckingen in Erscheinung. Die Urkundenregeste beginnt wie folgt: „Die Aebtissin Maria Josefa zu Säckingen mit ihrem Capitel „von Frauen und Herren“, sodann Baron Franz Otto von Schönau, Herr zu Oeschgen, Wegenstetten, Rippolingen und Obersäkingen, als stiftischer Grosmaier …“ Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) Otto Rudolf von Schönau Version vom: 30.09.2010 Autorin/Autor: Bruno Meier 15.2.1593, 8.7.1639 in Italien, kath., von Oeschgen. Sohn des Iteleck, Herrn von Oeschgen, und der Beatrix von Reischach. 1) Anna Elisabeth von Rosenbach, Tochter des Adam Hektor, 2) Maria Salome zu Rhein, Tochter des Johann Christoph. Nach einer Erbteilung mit seinen Brüdern wurde S. 1628 Herr von Oeschgen, Wegenstetten und Säckingen. 1633 wurde er Generalkommandant der vier Waldstädte am Rhein und wirkte 1636-38 als Obervogt von Rheinfelden. S. stand am Anfang der Nebenlinie von Oeschgen. Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019711/2010-09-30/ | VON SCHÖNAU, Otto Rudolf (I46676)
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| 331 | 1500, 1.3.1563, reformiert, von Davos. Sohn des Peter. 1) Barbara Thöny (1560), 2) 1562 Anna Buol (1544), Tochter des Paul, Davoser Landammanns. Schwager des Davoser Landammanns Martin Beeli von Belfort. Verlebte seine Jugend meistens im Ausland, vorab im Tirol. Besitzer mehrerer Güter in Davos. Im Ersten Müsserkrieg (1525) Oberst des Zehngerichtenbundes. 1531 Podestà in Traona, 1537 in Tirano. 1535, 1540, 1544, 1557, 1561-1563 als Davoser Landammann und Bundslandammann des Zehngerichtenbundes belegt. Mehrfach Gesandter der Drei Bünde. Förderer der Reformation in Davos. 1550 von einem Strafgericht unter anderem wegen der Annahme französischer Pensionen verurteilt; 1551 rehabilitiert. | GULER VON WYNECK, Hans (I56497)
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| 332 | 1501, 1570 Albosaggia (Veltlin). Sohn des Friedrich, Podestà, und der Anne von Porta. Neffe des Dietegen (->). Cousin von Dietegen (->) und Friedrich (->). 1521 Erzpriester der Kollegiatskirche San Gervasio und San Protasio in Sondrio. 1525 Teilnahme am Ersten Müsserkrieg auf Seiten der Bündner. Vikar des Bischofs von Como im Veltlin, ab 1537 Domherr in Chur. 1541, 1549 und 1565 unterlag Bartholomäus von Salis als Kandidat bei den Bischofswahlen. 1550 klagte er Bischof Thomas Planta (* 21. Dezember 1520 oder 1502[1][2][3] in Zuoz, Engadin; † 28. April 1565 in Bad Fideris, Schweiz), in Rom der Häresie (Nähe zum Protestantismus) an. 1565 wurde er von seinen Anhängern gegen den rechtmässig gewählten Bischof Beatus a Porta in Chur inthronisiert. Erst am 28. Juni 1566 verzichtete er zu Gunsten a Portas, nachdem ihn ein Teil seiner Anhänger im Gotteshausbund fallen gelassen hatte. Ein finanzieller Vergleich mit a Porta erfolgte erst 1569. | VON SALIS, Bartholome (I56546)
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| 333 | 1502 Zwölfer zur Schneidern 1512 - 1515 Natalrat und Vogt zu Dübendorf 1515 Vogt zu Greifensee Kriegsrat und Hauptmann in den Mailänder Feldzügen Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold schwarzer Steinbock. | KELLER VOM STEINBOCK, Nikolaus \ Niklaus (I1273)
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| 334 | 1503 Zürich, 21.3.1561 Zürich, von Zürich. Sohn des Jakob, Stadtschreibers von Solothurn, und der Margaretha von Vorburg. 1) Küngolt Schneeberger, Tochter des Hans, Ratsherrn, 2) 1532 Katharina Locher, von Frauenfeld. 1523 Vertreter der Zunft zur Saffran im Zürcher Grossen Rat, 1531-1538, 1540-1541 und 1560 Zunftmeister. 1542-1559 Bürgermeister, Rücktritt wegen Krankheit. 1532 Obristmeister und Salzhausschreiber. 1538 Vogt im Rheintal und 1541 in Meilen. Über drei Jahrzehnte Tagsatzungspräsident. 1547-1548 Obmann der Schildner zum Schneggen. Aktiver Förderer der Reformation, Mitverfasser der Streitschrift «Das Gyrenrupfen» (1523), Beteiligung am Bildersturm. Johannes Haab gewährte den Locarneser Reformierten Asyl in Zürich. | HAAB, Johannes (I41221)
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| 335 | 1503-1505 Mange-Schauer und Brot-Schauer, 1511 Weiß-Schauer, 1513 Brot-Schauer, 1514 Stadt-Richter; leinwandhändler, er trieb mit seinem Bruder Kaspar Handel mit Nürnberg Wappenbeschreibung / Blasonierung: In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. | SCHLUMPF, Hans (I2511)
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| 336 | 1505 Schlussrechnung seines Vogts - also erst 1505 mündig prozessiert 1504 mit seinen Geschwistern und seinem Schwiegervater gegen ihren ältesten Bruder Felix Rordorf (welcher vielfach als Sohn von Nr. 116 bezeugt ist) Constaffler 1506 Achtzehner zum Rüden 1516-19 Fraumünsteramtmann 1527 und 1529 des Rats von der Constaffel 1527 Seevogt 1528/29 Obervogt zu Meilen | RORDORF, Hartmann (I38216)
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| 337 | 1505 und 1525 mit gut Stuerlo in Kirchenspiel Rheine belehnt das Ehepaar Egbert von Langen und Billa von Asbeck nahm im Jahr 1524 von dem Zwölfmänner-armenhaus in Münster 50 Goldgulden auf und verpfändete dafür in Rheine am Gosedyck sein Haus neben dem Rathaus, ds gut Mencke in darme Ksp. Schepsdorf und das gut Stuerlo im Ksp. rheine, siegelt 1518 mit fünf rechtsschrägen Rauten und einer Rose darüber | VON LANGEN, Egbert (I2033)
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| 338 | 1505, Sohn des Simon und der Elisabeth Rohrbach, von Thun. um 1470 Margarete, Tochter des Hans Fränkli. In Bern 1455 Grossrat, 1462 Kleinrat, 1467 und 1474 Venner. 1465 Landvogt von Bipp, 1473 von Lenzburg. 1481 Berner Seckelmeister. Vogt (1470-72) und Seckelmeister (1477-1503) des Niederen Spitals in Bern. Pannerhauptmann auf dem Waldshuter Zug 1468, in der Schlacht von Héricourt 1474 und auf dem Waadtländer Zug von 1475. | ARCHER, Anton (I42305)
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| 339 | 1507 Basel, 9.2.1571 Basel, ref., von Basel. Sohn des Martin, Wirts, zugewandert aus Ravensburg. 1) Barbara Brand, 2) 1541 Margret Wölfflin, Enkelin des Werner Wölfflin. Etwa 1525-36 Medizinstud. in Basel, Paris, Montpellier und Toulouse. Ab 1536 Arzt in Basel. Noch ehe H. eine Professur innehatte, wurde er 1543-44 erstmals Rektor der Univ. Basel (nochmals 1555-56 und 1567-68). 1544-49 war er Prof. der Physik, ab 1546 als Consiliarius der Medizin. Fakultät auch deren Dozent. Von 1552 bis zu seinem Tod wirkte er als Ordinarius und Stadtarzt. H., der als Arzt und Dozent sehr geschätzt war, stand in der antik-ma. Tradition der Medizin. Allmählich wurde er von seinem jüngeren Kollegen und späteren Nachfolger Felix Platter in den Schatten gestellt. | HUBER, Johannes (I41330)
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| 340 | 1508 Zürich, 25.4.1571 Zürich, von Zürich. Sohn des Jakob, Bäckers und Kornhändlers. Junker. 1) 1528 Agnes Zoller, Tochter des Junkers Hans Wilpert, Herrn zu Bonstetten, 2) 1571 Margareta Meiss, Tochter des Jakob, Landvogts von Eglisau. 1532-41, 1548-50 und 1558-60 Ratsherr der Konstaffel. 1533-49 Zürcher Seckelmeister, 1560-71 Bürgermeister. 1533-39 Reichsvogtei Zürich, 1542-48 Kyburg, 1548-50 Küsnacht, 1550-57 Wädenswil, 1558 Wollishofen. 1558 Obmann der Schildner zum Schneggen. 45-mal Tagsatzungsvorsitzender. Eidg. Gesandter zu Ks. Maximilian II. 1564, zum Hzg. von Savoyen 1566. C. galt als reichster Eidgenosse seiner Zeit: Er veranstaltete eine viertägige Hochzeit für seinen Sohn Jakob und lud 1'100 Gäste zur Feier seiner Bürgermeisterwahl. | VON CHAM, Bernhard (I47088)
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| 341 | 1511 Pfäffikon (ZH), 3.10.1573 Zürich, ab 1540 reformiert, ab 1538 Bürger von Luzern, ab 1540 Bürger von Zürich. Sohn des Hans, Tuchhändlers, und der Anna Erni. 1) Catharina Ling, Tochter des Caspar, Luzerner Tuchhändlers, 2) Brida Weidhas, von Luzern (1542 geschieden), 3) Barbara Stoll, Tochter des Erhard, Landvogts von Andelfingen, 4) Verena Frey. Nach einer Schneiderlehre in Fehraltorf (1523) stieg Peter Hirzel 1532 in Luzern in den Tuchhandel ein. 1541 zog er nach Zürich. Im Ferntuchhandel erwarb er grossen Reichtum. 1563 erschlug er straflos seine Frau Barbara und seinen Geschäftsführer, die er beim Ehebruch überrascht hatte. Die Familie Hirzel war vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ein einflussreiches Bürgergeschlecht in der Stadt Zürich. Deren Mitglieder machten sich vor allem als Politiker, Theologen oder Offiziere einen Namen. Der Name Hirzel wurde erstmals 1318 im Zinsrodel der Benediktinerinnenabtei Fraumünster urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert wurden mehrere Hirzel Bürger von Zürich. Der Tuchhändler Peter Hirzel (1511–1573) aus Pfäffikon ZH gilt als Stammvater der wichtigsten Familienzweige. Er erwarb 1540 das Bürgerrecht der Stadt Zürich. Die Hirzel waren ein bis ins Zürcher Oberland weit verzweigtes Geschlecht. | HIRZEL, Peter (I3616)
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| 342 | 1512 Zwölfer zum Kämbel 1521 des Rats von der Zunft und Obervogt zu Erlenbach 1523 Obervogt zu Wipkingen 1524 Zeugherr und Amtmann zu Rüti 1528-31 Landvogt zu Regensberg 1531 gefallen in der Schlacht bei Kappel | SCHWERZENBACH, Hartmann (I32949)
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| 343 | 1512, 14.6.1570, ref., von Samedan. Sohn des Rudolf, Obersten in franz.-venezian. Diensten, und der Anna Misani, von Samedan. Neffe des Dietegen (->), Cousin von Bartholomäus (->) und Dietegen (->). 1544 Ursina Travers, Tochter des Johann Travers. 1554, 1556, 1557-58 und 1564 bündner. Gesandter nach Venedig, 1559-61 commissari von Chiavenna. Als Anhänger Frankreichs 1565 vom Strafgericht der span. Partei im sog. Speckkrieg verurteilt. Ab 1558 an nicht durchgeführten Plänen zur Säkularisation des Bistums Chur beteiligt, 1566 erfolglose Gesandtschaft nach Augsburg wegen der Kandidatur seines Cousins Bartholomäus für das Churer Bischofsamt. Vergeblich war auch sein Einsatz für ein wirtschaftl.-militär. Bündnis Graubündens mit Venedig. Als Protegé von Johann Travers förderte S. die Reformation in Graubünden. Er war mit Heinrich Bullinger befreundet und unterhielt auch Kontakte zu anderen Reformatoren und Humanisten. Von Soglio nach Samedan Im 16. Jahrhundert liessen sich mehrere Söhne des Rudolf von Salis-Soglio in Samedan nieder, dem Heimatort ihrer Mutter Anna Mysaun. Friedrich heiratete 1544 Ursina Travers, eine Tochter des Reformators Johann Travers, und setzte sich auch selber für die Reformation im Engadin ein – zusammen mit Pietro Paolo Vergerio, der in den Briefen der Bsatta Lodovica in «Bergünerstein II Der Mord» erwähnt wird. | VON SALIS-SAMEDAN, Friedrich (I56567)
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| 344 | 1515 Statthalter, Kriegsrat auf dem Zug gen Dijon | HOLZHALB, Jakob (I20561)
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| 345 | 1515-1515 Brühlthorbeschliesser; 1533-1549 Eilfer; 1550-1554 Zunftmeister Schumachern | SPINDLER, Sebastian (I13389)
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| 346 | 1521 Zürich, 21.5.1584, ref., von Zürich. 1) 1539 Barbara Rouchli, 2) Verena Rützenstorfer, Tochter des Stefan, Steinmetzen und Werkmeisters. Büchsenschmied, Zeugherr. Ab 1548 Vertreter der Schmidenzunft im Gr. Rat, 1548-67 Zunftmeister, 1556 Statthalter, 1560-66 Oberster Zunftmeister, 1567-84 Bürgermeister von Zürich. 1549-67 Obervogt von Höngg. B. stand in enger Verbindung zu Heinrich Bullinger. Als überzeugter Anhänger der Reformation und der Politik Zwinglis lehnte er Bündnisse mit fremden Mächten, z.B. 1582 mit Frankreich, ab. | BRÄM, Hans (I41184)
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| 347 | 1522 Schaffhausen, 12.1.1599 Schaffhausen, von Schaffhausen. Sohn des Franziskus, Leutnants, und der Anna Weber. Enkel des Hans (->). 1) 1549 Barbara Ifflinger von Granegg, Tochter des Hieronymus, 2) 1574 Anna Öderlin. Ab 1551 Urteilssprecher, ab 1554 Mitglied des Schaffhauser Gr. Rats und Säckelmeister, ab 1565 Obherr der Kaufleute und damit Mitglied des Kl. Rats, spätestens ab 1582 Statthalter, 1590-99 Bürgermeister. Daneben übte Z. weitere Ämter im Dienst der Stadt aus. Nach dem Tod seiner Mutter 1560 gehörte er aufgrund der Erbschaft zu den reichsten Bürgern Schaffhausens. Ab 1582 war er sogar der Vermögendste. Sein Einkommen ist vermutlich auf Erträge aus seinem umfangreichen Grundbesitz und auf Zinseinkünfte von ausgeliehenen Kapitalien zurückzuführen. | ZIEGLER, Hans Jakob (I25426)
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| 348 | 1522 Zürich, 14.8.1588 Zürich, reformiert, von Zürich. 1) 1542 Anna Escher, 2) 1547 Küngolt Ammann, 3) 1566 Cathrin Scheuchzer. Ab 1534 Schüler im ehemaligen Kloster Kappel, ab 1538 am Zürcher Fraumünster, 1540 Studium der Theologie in Tübingen, Marburg und Leipzig, Rückkehr nach Zürich auf Geheiss des Zürcher Studentenamts. 1542 Pfarrer in Witikon, gleichzeitig Provisor an der Fraumünsterschule, 1545 Pfarrer in Egg, 1552 Pfarrer an der Predigerkirche in Zürich, 1557 zweiter Archidiakon und Chorherr am Zürcher Grossmünster. W. hinterliess eine der bedeutendsten Nachrichtensammlungen der 2. Hälfte des 16. Jh. Von 1560 bis zu seinem Tod stellte er 24 Foliobände zusammen, die sog. Wickiana, die neben handschriftl. Aufzeichnungen rund 500 Flugschriften und über 400 Einblattdrucke zu Naturereignissen, Unglück und Verbrechen sowie geschichtl. Vorkommnissen enthalten. W. bezeichnete seine Sammlung als Wunderbücher. Ihre Genese steht im Zusammenhang mit dem Aufkommen der Prodigiensammlungen und einer verstärkten Aufmerksamkeit für die Zeichen und Wunder Gottes um die Mitte des 16. Jh. Am Zustandekommen der Sammlung waren auch Mitglieder des Zürcher Chorherrenstifts und der Schola Tigurina beteiligt. Druckschriften und handschriftl. Mitteilungen aus Gelehrten-Briefwechseln erhielt W. u.a. von Konrad Gessner, Rudolf Gwalther, Ludwig Lavater und Josias Simler. V.a. profitierte er vom umfangreichen Briefwechsel Heinrich Bullingers. | WICK, Johann Jakob (I41214)
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| 349 | 1524 Bürger zu Ebhausen bei Nagold, Kreis Calw. Bruder des Tübinger Profesors und Stifters Balthasar Käufflin. Balthasar Käuflin war auf Geheiß der Regierung von den Lehrverpflichtungen in Tübingen freigestekllt um in Stuttgart für die "kaiserliche Majestät" , wohl in Vorbereitung für den Reichstag in Augsburg, in einem theologischen Gutachten "alle Irrtümer der Lutheraner zusammenzustellen." | KÄUFFLIN, Kaspar (I1419)
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| 350 | 1526 zu Armentières geboren, Arzt und Stadtphysicus zu Aachen, vorübergehend Leibarzt bei Christian von Dänemark, † zu Aachen 1569. Aus seiner Ehe mit Agnes von Bourgeois entsproß Peter de Spina entstammte einer Hugenottenfamilie aus Armentières in den damaligen Spanischen Niederlanden, die sich anfangs de l’Espine nannte. Er war der Sohn von Estienne de l’Espine und der Jeanne de Houpline und ließ sich nach seinem Studium der Medizin aufgrund der in seiner Heimat wütenden katholischen spanischen Truppen unter Herzog Alba als Dr. med. in Aachen nieder. Zwischenzeitlich erhielt er einen Ruf an das dänische Königshaus, wo er zum Leibarzt von König Christian III. von Dänemark (1503 - 01.01.1559 auf Koldinghus) und Norwegen bestellt wurde. Nach dessen Tod kehrte de Spina wieder nach Aachen zurück, wo er seine Praxistätigkeit wieder aufnahm und zum Stadtphysicus ernannt wurde. Peter de Spina war verheiratet mit Agnes de Bourgeois aus Armentières und bekam mit ihr unter anderem den Sohn Peter de Spina II. Dieser studierte ebenfalls Medizin und wurde zunächst niedergelassener Arzt in Aachen, bevor er 1599 die Stadt aufgrund der Aachener Religionsunruhen verließ und eine akademische Laufbahn an der Universität Heidelberg antrat. Er wurde damit der Stammvater des Heidelberger Zweigs der Familie, dessen Angehörige unter anderem mit Peter de Spina III. und Johannes de Spina die Reihe erfolgreicher Hochschullehrer und Rektoren an der Heidelberger Universität weiterführten. | DE SPINA, Peter I. (I2257)
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