Treffer 3,301 bis 3,350 von 5,028
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| 3301 | Mit Hilfe des deutschen Königshofes konnte Gräfin Richilde den Hennegau für ihren zweiten Sohn Balduin sichern. Flandern war an den Onkel ihrer Kinder, Robert, gegangen, nachdem dieser Balduins Bruder, Arnulf III. von Flandern, in der Schlacht bei Cassel 1071 vernichtet hatte. Auf Betreiben seiner Mutter unterstellte sich Balduin II. dem Fürstbischof Theodor von Lüttich. Einerseits gab er damit die Reichsunmittelbarkeit auf, andererseits konnte er sich und sein Territorium besser vor dem Zugriff seiner flandrischen Verwandten schützen. 1076 entließ er seine Mutter als Regentin, um von diesem Zeitpunkt an eigenständig zu herrschen. Nachdem sein Onkel beim französischen König Philipp Unterstützung und Hilfe gefunden hatte, wandte sich Balduin an seinen anderen Onkel Wilhelm I. von England, der ihm Schutz und Beistand versicherte. Balduin hatte seinen Anspruch auf Flandern nie aufgegeben und rüstete seinerseits zum Kampf gegen Robert. In der Schlacht bei Broqueroie unterlag sein Heer dem flandrischen Aufgebot, und Balduin musste 1085 in einem Friedensvertrag mit Robert endgültig auf Flandern verzichten. Nach seiner Regierungsübernahme zeichnete sich Balduin als überaus frommer Herrscher aus, der an zahlreichen Schenkungen zu Gunsten heiliger Stiftungen teilnahm. So gründeten er und seine Mutter Richilde 1081 das Benediktinerkloster von Saint Denis en Broqueroie, schenkten ihm mehrere Dörfer und ließen 1084 eine neue Kirche im Ort Saint Denis erbauen. Durch Stiftungen und Schenkungen dieser Art wurden große Teile seines Landes aus dem Herrschaftsbereich herausgelöst und die Grafschaft verlor mehr und mehr an Territorium. Als 1095 der päpstliche Aufruf zum Kreuzzug erging, beschloss Balduin mitzuziehen. Das dafür benötigte Geld erhielt er von Otbert, dem Fürstbischof von Lüttich, der ihm seine Burg Couin für 50 Mark Silber und 1 Livr. Gold abkaufte. Neben dieser stattlichen Summe verpflichtete sich der Bischof zwei der Söhne Balduins zu Kanonikern von St. Lambert in Lüttich zu ernennen. Nach der erfolgreichen Belagerung von Antiochia wurde Balduin zusammen mit Graf Hugo von Vermandois zum Byzantinischen Kaiser Alexios geschickt, um Verstärkungen von diesem zu erbitten. Unterwegs bei Nicäa starb er, wobei die Umstände seines Todes ungeklärt sind. | (HENNEGAU), Balduin II. (I40924)
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| 3302 | mit ihren Söhnen seit 1594 Höchste | CARLIER, Martina (I5841)
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| 3303 | Mit seinem Bruder Johann II. wurde er um 1353/54 in Italien als Condottiere erwähnt, wo er als Söldnerführer diente. Freitag vor Urbani 1373 wurde er als Hauptmann in Tirol genannt. Im Jahr 1376 nahm er mit seinem Sohn Johann IV. an der Bösen Fasnacht teil, der Niederschlagung eines Aufruhrs in Basel.[1] Gemeint ist damit die Teilnahme an dem von Habsburg traditionell zur Fasnacht veranstalteten Ritterturnier bei dem die Adligen provozierten und dann angegriffen und verjagt wurden. Eine des Aufruhrs fand offenbar nicht statt bzw. erfolgte erst später in Form eines Dekrets. Zur Behandlung seiner (wohl altersbedingten) Zeugungsunfähigkeit ließ er 1378 von dem Geistlichen und seinerzeit renommierten Straßburger Arzt Heinrich von Sachsen eine Therapie mittels Anbringung eines Gewichts von etwa 25 Kilogramm an seinem Glied durchführen, allerdings ohne Erfolg | VON HABSBURG-LAUFENBURG, Rudolf IV. (I35741)
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| 3304 | Mit seinem Bruder Ulrich Gf. von N., auch nach der Burg Fenis benannt, v.a. als Minnesänger bekannt. Von N. sind 27 Strophen in acht (vielleicht neun) Tönen in der Weingartner Liederhandschrift und in der Manessischen Handschrift überliefert (beide Male mit typisierter Abbildung des Poeten mit Wappen), zudem existiert eine anonyme Teilüberlieferung in weiteren Liederhandschriften des 14. und 15. Jh. Dank seiner mutmassl. Zweisprachigkeit gilt N. als Vermittler von formalen und inhaltl. Elementen des rom. Minnesangs (Peire Vidal, Folquet de Marseille, Guiot de Provins) bei gegebener Eigenständigkeit, wobei die auf Klang gestimmte Minnekanzone vorherrscht. Werke – Rudolf von Fenis, hg. von O. Sayce, 1996 Literatur – Die dt. Literatur des MA, hg. von K. Ruh et al., Bd. 8, 1992, 345-351 – L. Bartolini et al., Rodolphe, comte de Neuchâtel et poète, 2006 Autorin/Autor: André Schnyder | GRAF VON NEUENBURG (VON FENIS), Rudolf II. (I3220)
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| 3305 | Mit seinen Brüdern Johannes und Matthäus geadelt von Kaiser Rudolf III am 1.9.1594 Ahnen des Hermann Karl Hesse: 3422. Johann Melchior Sattler * 21 Okt 1542, Sindelfingen, Beruf: Beamter, & um 1565, Margaretha Volz, * 1545, † 6 Feb 1592, Schorndorf. Johann gestorben: 5 Sep 1605, Schorndorf. Mit seinem Bruder Johann am 1.9.1594 in den Adelsstand erhoben worden. Stadtschreiber in Schorndorf, 1571 Geheimer Sekretär ebda. (DFA 58,77 u. u. DGB 71,426; Bernhardt S. 314). Imm. Tübingen 1.11.1562, 1569 Oberratssekretär in Stuttgart. Dinkel/Schweizer "Korrekturen, Ergänzungen und Gedanken zu schwäbischen Spitzenahnen" in VFW 28/2010 S.277: Sattler, Wolfgang Bezug: AL Hölderlin 190; AL Planck/Völter 4254; AL Waiblinger 478; NWDB 2966; Faber 85 § 14. Wolfgang Sattler, 1604-1622 Untervogt in Urach, + Urach 18.7.1622, Epitaph in der Amanduskirche, gehört nicht zu dem bekannten Schorndorfer Sattler-Geschlecht, sondern zu einer Heubacher Leibeigenenfamilie. »Allgemein wird auf Grund der Angaben in der Blumschen Sammlung und in Ferdinand Friedrich Fabers -Familienstiftungen- (Stiftung 85, § 14) Wolfgang Sattler, Ehemann der Anna (oder Agnes) Scholl (* 1560), als Sohn des Stadtschreibers und seit 1571 Geh. Sekretarius Johann Melchior Sattler (1542 -1605) und seiner Frau Margaretha geb. Volz geführt. Dass diese Filiation unrichtig ist, beweist das aus dem Jahre 1592 stammenden Heft über die württembergischen Leibeigenen des Amts Heubach (HStAS, Lagerbuch W 690), usw.« Belege: Kurt Erhard von Marchtaler und Otto Heintzeler: Die wirkliche Herkunft des Uracher Untervogts Wolfgang Sattler (t 1622). Eine Berichtigung für viele Ahnentafeln. In: BWFK, Bd. 9, H. 3, 1942, S. 40. | VON SATTLER, Johann Melchior (I2454)
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| 3306 | Mit seiner ersten Frau erheiratete er das adelige gut Göckinghoff in der Stadt Schwelm. Seitdem scheint er seinen woihnsitz vorwiegend dort gehabt zu haben. Nach dem Tod seines Bruders Matthias 1638 trat Georg auch die nachfolge auf dem Callenberg an. Nach dem tod des jüngeren Bruders Konrad 1657 kam auch das Haus heve an Georg. siehe Vaerst-Bürensches Allianz-Wappen neben dem Gutstor Haus Heven ist ein ehemaliges Rittergut am Ufer des Oelbachs im Bochumer Stadtteil Querenburg. Es befindet sich im Gerlach-von-Heven-Weg und wird heute als privat bewirtschafteter Bauernhof genutzt. Im 11. Jahrhundert zum Besitz der Abtei Werden gehörend, wurde der damalige große Hof im Urbar des Klosters als „suyta Hevinne“[1] erstmals urkundlich erwähnt. Später wurde er durch die Werdener Äbte als Lehen an adlige Dienstmannen vergeben. Im Jahr 1344 war der Lehnsnehmer mit Henrici de Lutzelowe ein Angehöriger der Familie von Lüttelnau, deren Stammsitz ein Rittergut im heutigen Essener Stadtteil Kettwig war, an den noch der Essener Kattenturm erinnert. Nach dem nahe gelegenen Dorf nannten sich die Ritter später auch „von der Hevene“ und bauten den Hof zu einer Wasserburg aus. Das Anwesen kam zu Beginn des 15. Jahrhunderts an die Herrn von Vaerst (auch „von dem Vorste“ genannt), zu deren Besitz auch das Rittergut Kallenberg bei Kirchende gehörte. Damals wurde Haus Heven ausdrücklich als Burg erwähnt, zu der eine Mühle gehörte. Nachdem die Ritter von Vifhusen vorübergehend auf dem Gut saßen, gelangte es erst an die „vom Holte“ und ab 1527 an die Ritter von Elverfeld, die das Lehen bis 1627 innehatten. Im Jahr 1629 wurde wieder ein Mitglied der Familie von Vaerst damit belehnt: Conrad von Vaerst zum Callenberg. Sein Nachfahr, der Freiherr Ludolf Bernhard von Vaerst, verkaufte Haus Heven am 25. März 1747 für 46.800 Reichstaler an Wilhelm Ludolf von Boenen zu Berge. Nachdem es kurzzeitig im Besitz der Freiherren von der Recke gewesen war, kam es über Mitglieder der Familie von Boenen an die Grafen von Westerholt-Gysenberg. Ein Verzeichnis der zum Gut gehörigen Pertinenzen aus dem Jahr 1816 beschreibt das Wohnhaus des Anwesens als ein Gebäude, das „mäßig aufgeführt“ war und „kaum noch an den alten Rittersitz erinnern mochte.“[2] Der Wassergraben, der die Gutsgebäude umgab, war zu jener Zeit vollständig verschlammt. Um 2010 wurde das Haus umfassend renoviert. Auf der Rückseite kam eine Mauer hinzu, in fast historistischem Stil. Haus Göckinghof Hierarchie Regional > Historisches Territorium > - Portal:Grafschaft Mark > Grafschaft Mark > Amt Wetter (historisch) > Haus Göckinghof Einleitung Vermutlich von den Rittern von Schwelm um 1300 zu einer Burg ausgebaut, gelangte Göckinghof wohl im 14. Jhdt. an die von Wickede, von denen es durch Heirat um 1480 an die von Büren zu Davensberg kam. Familie von Büren Balthasar von Bueren zu Davensberg (+ 1518) oo Elisabeth von Wickede (E: Evert v. Wickede 1.oo vor 1450 Irmgard von Kemnade (1453+), 2.oo Elisabeth von der Recke(1451-1462) Familie von Vaerst 1627 trat als Besitzer Georg von Vaerst auf, der eine Erbtochter von Büren geheiratet hatte. Ihm folgte Konrad von Vaerst zu Heven vor 1642. Dessen Sohn Heinrich von Vaerst war Herr zu Heven und Göckinghof und 1666/67 Besitzer des Schultenhofs zu Herbede. 1747 kaufte Wilhelm Ludolf von Boenen das Gut, das seine Söhne um 1770 an den Barmer Kaufmann Johann Kaspar Sehlhoff veräußerten, dessen Erben das Gut parzellenweise zersplitterten. Landtagsfähigkeit Das Haus Göckinghof gehörte um 1855 zu landtagsfähigen Rittergütern im damaligen Kreis Hagen. Archive Schwelm/Stadtarchiv, Depositum Familie Bölling: 2 lfm Urkunden und Akten (1438-18. Jhdt.), darin Lehnssachen; Guts Verwaltung. Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen, Herrschafts- und Familienarchive, Hofesarchive, Bestand Archiv Westerholt-Arenfels, Haus Berge. Bibliografie Heibeck, G. - Haus Göckinghof, in: Beiträge zur Heimatkunde der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung NF 21. Heft (1971), S. 5-62. Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie Generation IX https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht) | VON VAERST, Georg (Jürgen) (I45654)
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| 3307 | Mit seiner ersten Heirat stellt er den Kontakt der Familie schlumpf der alten Handeslgesellschaft zwischen St. Gallen u. Nürnberg wieder her und wird Ursache dafür gewesen sein, dass sein Schwiegervater bei der erbteilung unter seinen Geschwistern Barbara, Sabina und Laurenz (auch Lorentz) sich - ohne Rückfragen nach Nürnberg - als Vormund der damals noch minderjährigen Schwester Sabina ´einsetzte`. Das führte zu prozessualen Schritten zwischen den Räten der Städte Nürnberg und St. Gallen, über deren ausgang leider keine Unterlagen mehr vorhanden sind. | SCHLUMPF, Hans (I13362)
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| 3308 | Mit Urteil vom 18.12.1903 Anerkennung, dass Ahn 8 nicht vom ihm erzeugt. | SCHULZE, Johann Gottlob Ernst (I1966)
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| 3309 | Mitbesitzer einer Leinwandgesellschaft Von 1500 bis 1508 war er Zunftmeister in der Weberzunft und in dieser Zeit von 1505 bis 1508 Unterbürgermeister. Von 1510 bis 1524 war er im Wechsel mit Heinrich Hochreutiner (bis 1513), Jacob Krum und Kaspar von Fahnbühl (gewählt 1514) im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. | SCHLUMPF, Caspar\ Kaspar (I2513)
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| 3310 | Mitgenoß der adeligen Gesellschaft "zur Katzen" in Konstanz, Besitzer des Gutes Eichhorn daselbst, Patrizier zu St. Gallen Lebt in Konstanz. Mitglied im Rat 1429-1443. 1428 Zunftmeister der Metzgerzunft. Teilnehmer der Zunftempörung 1429-43. Bürger von St. Gallen 1413. Wohlhabend. Besitzt Güter bei Anthorn neben Peterhausen. Schreibt sich Zollicoven von Constanz Eingebürgert 1413 in St.Gallen, St.Gallen, SG, CHE | ZOLLIKOFER, Conrad (I2916)
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| 3311 | Mitglied der Schobingerschen Handelsgesellschaft 1558 in Wien, 1561-1590 in München; kauft den Edelsitz Bogenhausen, 1576 das Haus Rosental 18, 1587 das Haus Rindermarkt 10 in München; gibt die Handelstätigkeit 1590 auf; 22.4.1599: Maximilian [I.] Herzog von Bayern (voller Titel) belehnt Heinrich Schobinger, Bürger zu München, als Lehensträger seiner Frau Juliana Schobinger mit der Taverne zu Fahrenzhausen mit allem Zubehör. (Staatsarchiv Sigmaringen - Archivalieneinheit Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden / 1303-1836 Haimhausen, Bestellsignatur: Dep. 38 T 1 Nr. 1909) | SCHOBINGER, Dr. Dr. Heinrich III. (I5919)
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| 3312 | Mitherr zu Rued, er verkauft seinen Anteil zu Rued an Jakob von Büttikon Willisaun, hatte dort verschiedene Aemter, er zog seiner reformatorischen Gesinnung wegen 1529 nach Bern | HERPORT, Peter (I38797)
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| 3313 | Mitunter wird er auch Theodo V. genannt, um die eher legendären Herzöge Theodon I. bis III. - alle vor dem Jahr 570 - mitzurechnen. Mit Theodo II. dagegen beginnt die Zeit der Herzöge Bayerns deren Herrschaft fast durchgehend gut dokumentiert ist. | GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Herzog Herzog Theodo II. (I18360)
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| 3314 | Mitverkäufer von Steinhausen Mitherr zu Tägeri und Brunegg 1480 Ritter 1483 Mitpfandherr zu Mörsburg 1451 VIII. 19. minderjährig, 1451 VIII. 26. noch unter Vormundschaft des Schultheissen von Mellingen, Hans v. Tegerfeld, verkaufte er mit seiner Mutter und seinen Brüdern Hans Arnold I. und Hans Rudolf I. Steinhausen an die Stadt Zug. 1457 I. 12. volljährig mit der Herrschaft Tägeri belehnt. Seit 1472 VIII. 13. Mitherr zu Brunegg und Burger zu Bern. 1472 VI. 29. Altschultheiss zu Mellingen. 1474 wieder Schultheiss. 1480 VII. 4. Her Hans Ulrich S., somit wohl schon Ritter. 1483 1. 27. Ritter. Seit 1483 V. 1. Mitpfandherr über die Stadt Mörsburg. 1484 VIII. 25. erhalten die Brüder Hans Ulrich II. und Hans Rudolf 1. vom Bischof zu Konstanz für sich und alle Nachkommen das Recht, einen eigenen Beichtvater zu halten. Hans Ulrich II. lebte noch 1488 III. 5. (Rats- und Richtb. Zürich ab anno 1474-1497, fol. 223 B, VI 308). 1489 V. 15. ist er tot. Jahrzeitb. Mell. enthält unter 1488 VI. 26. eine Jahrzeitstiftung, die er für sich, seine Eltern und seine beiden Frauen gemacht. Necrol. Wettingen erwähnt ihn + XII. 26. als bonus fautor monasterii und Schenker einer Glasscheibe beim St. Jakobsaltar. ; Mitverkäufer von Steinhausen Mitherr zu Tägeri und Brunegg 1480 Ritter 1483 Mitpfandherr zu Mörsburg 1451 VIII. 19. minderjährig, 1451 VIII. 26. noch unter Vormundschaft des Schultheissen von Mellingen, Hans v. Tegerfeld, verkaufte er mit seiner Mutter und seinen Brüdern Hans Arnold I. und Hans Rudolf I. Steinhausen an die Stadt Zug. 1457 I. 12. volljährig mit der Herrschaft Tägeri belehnt. Seit 1472 VIII. 13. Mitherr zu Brunegg und Burger zu Bern. 1472 VI. 29. Altschultheiss zu Mellingen. 1474 wieder Schultheiss. 1480 VII. 4. Her Hans Ulrich S., somit wohl schon Ritter. 1483 1. 27. Ritter. Seit 1483 V. 1. Mitpfandherr über die Stadt Mörsburg. 1484 VIII. 25. erhalten die Brüder Hans Ulrich II. und Hans Rudolf 1. vom Bischof zu Konstanz für sich und alle Nachkommen das Recht, einen eigenen Beichtvater zu halten. Hans Ulrich II. lebte noch 1488 III. 5. (Rats- und Richtb. Zürich ab anno 1474-1497, fol. 223 B, VI 308). 1489 V. 15. ist er tot. Jahrzeitb. Mell. enthält unter 1488 VI. 26. eine Jahrzeitstiftung, die er für sich, seine Eltern und seine beiden Frauen gemacht. Necrol. Wettingen erwähnt ihn + XII. 26. als bonus fautor monasterii und Schenker einer Glasscheibe beim St. Jakobsaltar. Eingebürgert in Bern, Bern, BE, CHE --> Altschultheiss 29 Jun 1472 in Mellingen, Bremgarten, AG, CHE --> Ritter 4 Jul 1480 | SEGESSER VON BRUNEGG, Hans Ulrich II. (I11263)
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| 3315 | Mlada war die jüngste Tochter des böhmischen Fürsten Boleslav I. Die Chronica Boemorum schildert sie als eine gebildete Frau; sie hatte Latein gelernt und war für eine geistliche Laufbahn bestimmt. In den Jahren 965 bis 969 entsandte sie ihr Vater nach Rom, um bei Papst Johannes XIII. die Erlaubnis zur Gründung eines eigenständigen Bistums für Böhmen und Mähren zu erbitten. Die Verhandlungen verliefen zäh. Böhmen gehörte zur Diözese Regensburg und Bischof Michael weigerte sich bis zu seinem Tod am 23. September 972, auf die Einnahmen aus den böhmischen Kirchen zu verzichten. Die Zustimmung erteilte erst sein Nachfolger Wolfgang. Mlada konnte im Winter 972 Rom verlassen und nach Prag zurückkehren. Der kirchlichen Erlaubnis folgten weltliche Verhandlungen. Nachdem die Reichsversammlung in Quedlinburg im März 973 die Bistumsgründung beschlossen hatte, dauerte es noch weitere drei Jahre, bis 976 Thietmar zum ersten Prager Bischof geweiht wurde. Als zweites Ergebnis der diplomatischen Mission erhielt Mlada die päpstliche Erlaubnis, ein Kloster gründen zu dürfen. Während ihres Aufenthaltes in Rom war sie in den Benediktinerorden eingetreten, hatte den Ordensnamen Maria angenommen und wurde zur Äbtissin geweiht. So konnte sie die Leitung der neugegründeten Abtei an der St. Georgskirche in der Prager Burg übernehmen, der ersten Ordensgemeinschaft in Böhmen überhaupt. Dieses Amt versah sie bis zu ihrem Tod. Zeitgenössische Quellen überliefern weder das Geburts- noch das Todesdatum Mladas. Die oft angeführte Angabe, sie sei am 9. Februar 994 gestorben, stammt von dem Jesuiten Georgio Crugerio aus dem Jahr 1669 und greift die Überlieferung des Klosters auf. Einen offiziellen Status als Heilige oder Selige erreichten die Benediktinerinnen von St. Georg für die Klostergründerin nicht, sie wird daher als „ehrwürdig“ bezeichnet. Ihr Grab soll sich in der Marienkapelle des ehemaligen Georgsklosters befinden. Die archäologische Untersuchung konnte die Identität der dort bestatteten Person mit Äbtissin Mlada jedoch bisher nicht zweifelsfrei nachweisen. | VON BÖHMEN, Mlada (I36292)
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| 3316 | Mogelsberg ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Neckertal im Wahlkreis Toggenburg des Kantons St. Gallen in der Schweiz. Mogelsberg wird urkundlich erstmals 1152 erwähnt, damals noch unter dem Namen Magoldesberch, was so viel wie Mein goldener Berg bedeutet. 1224 existierte in Mogelsberg bereits ein Heilbad. 1468 kaufte die Abtei St. Gallen das ganze Toggenburg. 1528 trat im Zuge der reformatorischen Bewegung beinahe die gesamte Mogelsberger Bevölkerung zum evangelischen Glauben über. Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Felix (I13523)
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| 3317 | möglicherweise | SCHRIBER, N. (I10003)
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| 3318 | Möglicherweise eine Verbindung zu Hans Valentin Andrae (1586-1654), württembergischer Prälat, "Die chymische Hochzeit Christiani Rosencreuz" Anno 1495 / Rosenkreuzer https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Valentin_Andreae zu Kemel: Der Ort liegt an einer schon in vorgeschichtlicher Zeit benutzten Straße vom Rhein zur Lahn. Im Mittelalter war der Taunusübergang Teil der wichtigen Handelsstraße von Aachen nach Nürnberg | ANDRAE, Anna Philippine (I754)
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| 3319 | Moitzfeld (gesprochen [ˈmoːtsfɛlt] mit Dehnungs-i) ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach. Dabei handelt es sich um die mundartliche Bezeichnung des Hartriegels, der als Ziegenfutter besonders geschätzt wurde. Die früheste nachweisbare Besiedlung in der näheren Umgebung von Moitzfeld ist die Erdenburg, die auf 310 ± 80 v. Chr. datiert wird. Der heutige Ort Moitzfeld hat sich aus drei getrennten Siedlungskernen entwickelt, die das Urkataster als „Am untersten Moitzfeld“, „Am mittelsten Moitzfeld“ und „Am obersten Moitzfeld“ entlang des „Weges von Bensberg nach Herkenrath und nach Immekeppel“ verzeichnet. Wahrscheinlich haben bereits Römer in der Umgebung von Moitzfeld Bergbau betrieben. Sichere Spuren deuten an vielen Stellen auf mittelalterlichen Bergbau hin. Siedlungsgründung Moitzfeld ist vermutlich auf das Hochmittelalter um 1100 zu datieren und für das Jahr 1550 in der Form „Moisfeld“ Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts galt Moitzfeld als ein Zentrum für den industriellen Bergbau. Rings um den Ort herum gab es mehrere größere Bergwerke, die vielen hundert Bergleuten Arbeit gaben. Besonders zu erwähnen sind die Gruben Weiß, Leopold von Buch, Jungfrau, Blücher, Georg Forster, Berzelius und Apfel belegt. Kuckelsberg ist eine Ortslage im Norden der bergischen Großstadt Wuppertal. Die Ortslage ist aus einem Hof hervorgegangen, der bereits 1565 urkundlich erwähnt wurde. Der Hof gehörte in dieser Zeit zum Höfeverband Elberfeld, der ein Allod des Kölner Erzstifts war und sich im Amt und Kirchspiel Elberfeld befand.[1] Der Hof ist als Cuculberg auf der Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies aus dem Jahre 1715 verzeichnet. 1815/16 lebten 81 Menschen in Kuckelsberg.[2] 1832 gehörte Kuckelsberg zur Katernberger Rotte des ländlichen Außenbezirks des Kirchspiels und der Stadt Elberfeld. Der laut der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Ackergut kategorisierte Ort wurde als afm Kuckelsberg bezeichnet und besaß zu dieser Zeit vier Wohnhäuser und sieben landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 76 Einwohner im Ort, davon neun katholischen und 67 evangelischen Glaubens.[2] In den Jahren 1835 bis 1835 wurde direkt am Ort vorbei die heutige Nevigeser Straße (Landesstraße 427) zwischen Elberfeld und Neviges als mautpflichtige Kommunal-Chaussee neu gebaut. Im Ort zweigte von dieser eine Straße nach Acker (heute Katernberger Schulweg) und eine Straße nach Dreckloch ab (heute ein nur teilweise durchgängiger Fahrweg auf dem Gelände des Bethesda Krankenhauses). | KUCKELBERGS, Sibilla Catharina (I290)
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| 3320 | Monceaux war eine Adelsdynastie im französischen Mittelalter; Ahnherr der Familie ist Bodon von Monceaux. Die Familie erwarb die Grafschaften Nevers, Auxerre und Vendôme. | VON NEVERS, Bodo (I37726)
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| 3321 | Mons (niederländisch und deutsch: Bergen) ist die Hauptstadt der wallonischen Provinz Hennegau in Belgien Die Provinz Hennegau (französisch Province de Hainaut, niederländisch Provincie Henegouwen, wallonisch Hinnot, westfl. Enegouwn) ist eine belgische Provinz. Sie gehört zur Wallonischen Region und zur Französischen Gemeinschaft Belgiens. Der Name knüpft an die historische Grafschaft Hennegau an und leitet sich von dem Fluss Haine (deutsch Henne, niederl. Hene) ab. | HELDEVIER, Johann (I1344)
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| 3322 | Montfaucon, de Sebastian von Montfaucon, Bischof von Lausanne, verkauft an Martha Köchlin, Gattin von Franz Armbruster, Burger zu Bern, für 1'000 Rhein. Gulden einen jährlichen Zins von 50 Gulden ab der Herrschaft Saundres in der Grafschaft Bresse, wofür er Sebastian von Diesbach und Bartlome (Bartholomäus) May, beide des Rats zu Bern, als Bürgen stellt. | VON MONTFAUCON, Sebastian (I41599)
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| 3323 | Morphia war die Tochter des armenischen Adligen Gabriel (armenisch Khoril) von Melitene. Obwohl sie Armenier waren, praktizierte die Familie den griechisch-orthodoxen Glauben. Melitene (heute Malatya) grenzte an die Grafschaft Edessa, und bald wurde Gabriel ein Vasall dieses Landes. Der zukünftige König von Jerusalem, Balduin II., war nach 1100 auch Graf von Edessa und festigte seine Position im Land durch die Heirat mit Morphia um etwa 1101. Morphia bekam von ihrem Vater, der sehr reich war, eine Mitgift in Höhe von 50.000 Goldmünzen. Balduin und Morphia hatten vier Töchter: Melisende, Alice, Hodierna und Ioveta. Als Balduin 1118 König von Jerusalem wurde, blieben Morphia und die Kinder in Edessa. Nachdem die Muslime bei der Schlacht von Ager Sanguinis 1119 gesiegt hatten, kehrte Balduin in den Norden zurück, um sich ihnen entgegenzustellen. Nachdem er seine Ländereien gesichert hatte, bezog er Jerusalem 1120 mit seiner Familie und Morphia wurde gekrönt. Balduin wurde am 18. April 1123 während einer Patrouille an Edessas Grenzen gefangen genommen. Morphia kehrte in den Norden zurück und sicherte im Juni 1124 seine Freilassung, indem sie ihre Tochter, die vierjährige Ioveta, als Geisel anbot. Ioveta wurde 1125 gegen Kaution freigelassen. Nach dem Melisende-Psalter starb Morphia am 1. Oktober, das Jahr ist jedoch unbekannt. Es war entweder 1126 oder 1127, wobei 1126 wahrscheinlicher ist. Ohne einen männlichen Erben war Balduin II. gezwungen, seine älteste Tochter Melisende als Erbin einzusetzen, und verheiratete sie mit Fulko V. von Anjou. Auch zwei andere seiner Töchter heirateten einflussreiche Adelige der Kreuzzüge: Alice heiratete Bohemund II. von Antiochia und Hodernia Raimund von Tripolis. Ioveta wurde Nonne in Bethanien. Morphia ist möglicherweise teilweise für den griechischen und armenischen Einfluss auf das Lateinische Königreich verantwortlich. Die Kunst des Königreiches, wie der Melisende-Psalter, zeigen oft eine Mischung aus westlichen und östlichen Stilen, genauso wie die Kreuzfahrer auch begannen, östliche Elemente in ihre Kultur aufzunehmen. Morphia wurde in der Abtei zu St. Maria Josaphat, im Tal von Josaphat außerhalb von Jerusalem, begraben,[1] die angebliche Grablege der Jungfrau Maria, wo später auch ihre Tochter Melisende ihre letzte Ruhestätte finden sollte.[2] | VON MELITENE, Morphia (I36456)
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| 3324 | Mstislaw Wladimirowitsch (* um 983; † 1034/36) war Fürst von Tmutarakan (um 988–1034/36) und Tschernigow (1024–1034/36). Mstislaw war ein Sohn von Wladimir dem Großen. Seine Mutter war wahrscheinlich Tschechin. Das Geburtsjahr ist unbekannt, wahrscheinlich um 983. Um 988 wurde er als Fürst von Tmutarakan von seinem Vater eingesetzt. 1024 griff er Kiew an, konnte es aber nicht erobern. Er machte sich die Gebiete östlich des Dnepr untertan und errichtete seinen Sitz in Tschernigow. Seinen Bruder Jaroslaw der Weise von Kiew besiegte er in der Schlacht bei Sern und regierte danach als unabhängiger Fürst von Tschernigow und Tmutarakan. Zwischen 1034 und 1036 starb er auf der Jagd. Sein Fürstentum fiel an Jaroslaw den Weisen. | SWJATOSLAWITSCH, Mstislaw (I39695)
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| 3325 | Müller http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F118497?main_person=I342581 | HAUSKNECHT, Tobias (I13494)
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| 3326 | Müller, U&H_Mail 4.6.2011: Von Karl Schmidt zu Karl dem Großen;. | VON ARAGON, König König Peter III. (I15390)
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| 3327 | Munia war die älteste Tochter von Sancho García, Graf von Kastilien und seiner Gattin Urraca. Sie heiratete Sancho III. den Großen, König von Navarra. Im Jahr 1024 nahm sie den Namen Mayor an. Nach der Ermordung ihres Bruders García Sánchez, des Grafen von Kastilien, folgte sie 1029 in Kastilien. Ihr Gatte Sancho besetzte die Grafschaft Kastilien und die angrenzenden Gebiete um Cea und Pisuerga in León. Nach dem Tode Sanchos wurde sein Besitz geteilt, der älteste illegitime Sohn Ramiro wurde König von Aragón. Von Munias überlebenden Söhnen erhielt García Navarra, Ferdinand Kastilien, das Königreich wurde und Gonzalo das neu geschaffene Königreich Sobrarbe-Ribagorza. Nach dem Tod ihres Gatten zog sich Munia ins Kloster zurück. Letztmals erwähnt wurde sie am 13. Juni 1066 in einer Urkunde, in der sie ein Begräbnis im von ihr gegründeten Kloster San Martín de Frómista wünschte. | MAYOR DE LUTRY, Munia (I39191)
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| 3328 | Münkershütte, eine von sieben Hüttensiedlungen Weidenaus und später Teil dieser Gemeinde[1] im nördlichen Siegener Stadtgebiet im Kreis Siegen. | MÜNKER, Tillmann ´der Jüngere` (I1127)
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| 3329 | Münster, auch Mönster oder Monster, ist ein altes hochfreies westfälisches Adelsgeschlecht. Die von bzw. zu Münster gehören zu den ältesten noch blühenden deutschen Adelsfamilien. Keine Stammesverwandtschaft besteht zu dem gleichnamigen fränkischen reichsritterschaftlichen Adelsgeschlecht von Münster, das auch ein anderes Wappen führt, in Blau ein offener von Rot und Silber über Eck geteilter Flug, sowie einer weiteren westfälischen Adelsfamilie von Münster, deren Wappen zwei blaue Balken auf silbernem Feld zeigt. Das gelegentlich auch Blaue Münster genannte Geschlecht erlosch um 1820 in Litauen. Ebenfalls besteht keine Verwandtschaft zu der briefadeligen Familie Münster, die mit Christoph Münsterer, kaiserlicher Offizier, am 12. März 1660 in den Reichsadelsstand erhoben wurde. Herkunft Der Name leitet sich wahrscheinlich vom in Münster gelegenen Brockhof und dem damit verbundenen Schultheißamt ab, der zum münsterischen Domkapitel gehörte und dessen Ursprung in spät karolingischer Zeit angenommen wird. Als frühe Leitnamen wurden Hermann und Rolof an Angehörige der Familie vergeben. Wahrscheinlich bestand eine Stammesverwandtschaft mit denen von Bevern, von Steinfurt und den Edelherren von Meinhövel (die ein ähnliches Wappen führen) und weiteren westfälischen Dynastengeschlechtern.[1], z. B. mit den Deckenbrock /Droste zu Hülshoff. Nach Kneschke werden bereits im 10. Jahrhundert die von Münster als angesehene Ritter genannt. In älterer Literatur wird als Stammvater der vermutete Erbauer von Burg Meinhövel unweit von Nordkirchen, Hermann I., Sohn von Ethelhard und Bruder von Albion, genannt. Er soll als Heerführer der Sachsen gegen Karl den Großen 789 bei Harstatt gefallen und mit Asta, der Schwester des norwegischen Königs, verheiratet gewesen sein.[2] Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahr 1170 mit Ernestus de Monasterio.[3] Die Stammgüter lagen in Westfalen, vor allem im Hochstift Münster. Im Familienbesitz waren neben Lehn- auch Allodialgüter. Die Bischofskirche zu Münster wurde auf den Besitzungen des Geschlechts errichtet, weshalb sie auch bis 1268 das Patronatsrecht ausübten. Im selben Jahr mussten sie nach langen Streitigkeiten dieses Recht an das Bistum Münster für 800 Mark abtreten.[2] Frühe Lehnsverhältnisse bestanden auch zur Abtei Werden. Mitglieder der Familie zählten zu den Förderern des 1142 gegründeten Klosters St. Martin und Georg in Hohenholte und traten als Ministeriale, Burgmannen und Drosten der Bischöfe von Münster, Osnabrück und der Grafen von Bentheim auf. | VON MÜNSTER, N. (I37412)
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| 3330 | Murgschifferschaft Die Murgschifferschaft ist eine seit dem späten Mittelalter bestehende Holzhandelsgesellschaft im Nordschwarzwald auf genossenschaftlicher Basis. Sie hat ihren Sitz in Forbach (ursprünglich in Gernsbach) und bewirtschaftet Wälder im Einzugsbereich der oberen Murg. Ihre erste überlieferte Ordnung stammt aus dem Jahr 1488. Der Namensbestandteil Schiffer verweist auf die ehemals wichtigste Transportart des Holzes, die Flößerei. Aufgrund des Bestrebens der Obrigkeit, ihren Einfluss auf das Wirtschaftsleben auszuweiten, wurde ab Mitte des 16. Jahrhunderts die Murgschifferschaft nicht mehr durch vier, sondern nur noch durch einen einzigen Hauptschiffer vertreten. Von 1587 bis zu seinem Tod 1615 hatte Jakob Kast dieses Amt inne. Er übte über Jahrzehnte ein staatliches Handelsmonopol aus, den Reingewinn teilte er zur Hälfte mit den Markgrafen. Er ließ bis nach Holland flößen. Die Erlöse aus diesem Geschäft machten ihn sehr reich. Seine Zeitgenossen warfen ihm vor, er würde die anderen Murgschiffer ausbeuten. Durch Kreditgeschäfte vermehrte er sein Vermögen weiter, er hinterließ ca. 500.000 Gulden. Sein ältester Sohn Johann Jakob Kast ließ das Alte Rathaus 1617-18 in Gernsbach bauen, sein zweitältester Sohn Philip Kast wurde Jakobs Nachfolger als Hauptschiffer. In seiner Amtszeit beschlossen die Murgschiffer 1626 eine neue Schifferordnung, die unter anderem Lohnerhöhungen für die Waldarbeiter mit sich brachte. | WEYLER, Hans Bechthold (I1141)
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| 3331 | Müßnershütten (auch Müsnershütten oder Müsenershütten) war eine von sieben Hüttensiedlungen Weidenaus und später Teil dieser Gemeinde im nördlichen Siegener Stadtgebiet im Kreis Siegen. 1444 wurden eine Hütte und ein Hammer in Müßnershütten erstmals erwähnt. Im Jahr 1518 wurde ein Hans Spiess vom Grafen von Nassau mit dem halben Hammer zu Müsenershütten erblich belehnt. Müßnershütten ist überwiegend evangelisch geprägt, zwischen 1711 und 1743 jedoch katholisch.[1] Zum 1. Dezember 1885 hatte Müßnershütten 493 Einwohner. Durch „Allerhöchsten Erlaß“ des deutschen Kaisers Wilhelm II. wurde 1888 festgelegt, „daß die die Gemeinde Weidenau, im Kreis Siegen, bildenden Ortstheile Haardt, Fickenhütten, Schneppenkauten, Münkershütten, Müßnershütten, Meinhardt und Weidenau unter Wegfall der bisherigen Bezeichnung für die einzelnen Ortstheile fortan einheitlich den Namen ‘Weidenau’ führen“ sollten. | N., N. (I37443)
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| 3332 | Muss am 23. Januar 1343 zu Zofingen in Anwesenheit des Abtes von St. Urban, Nikolaus Bischof, als Witwe aus Geldnot die Güter in Madiswil und Ried (vermutlich Buttenried) dem Kloster St. Urban um stolze 276 Pfund alter Pfennige Solothurner Währung veräussern; die Güter in Madiswil umfassen 6 ½Schupposen, einen Acker, eine Hofstatt und eine Matte; Zeugen sind für ihre beiden Söhne Johann I.und Walter IV. von Grünenbergderen Vetter Ulrich VI. Schnabel von Grünenbergund für sie selber ihr Vater Johann von Sumiswald( Jufer1994: 156; Plüss1900: 60). Quellen: Käser 1855: 192. | VON SUMISWALD, Katharina (I25954)
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| 3333 | Mutter evtl Billa von Asbeck? | VON LANGEN, Gräfin Gräfin Gertrud (I1356)
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| 3334 | Mutter von David, Michael, Andreas, Johannes | GLINZ, Kleophea (I23987)
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| 3335 | Mutter von Fritz Wagenseil, Bertha Wagenseil, Ida Wagenseil, Johanna Wagenseil, Anna Wagenseil, Theodor Wagenseil; Tochter aus zweiter Ehe des Carl Heinrich Ferdinand Henking aus Heidelberg, DEU und der Maria Aloisia Mack ´Marien` | HENKING, Bertha (I2023)
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| 3336 | Mutter von Heinrich Alteingesessenes Bürgergeschlecht der Stadt Schaffhausen. Auch Schalgk oder Schalk geschrieben. Die Fam. wird 1475 erstmals erwähnt mit Heinrich, der das Haus zur Kleinen Kante am Fronwagplatz kaufte. 1498 erwarb Hans Schalgk der Jüngere einen Hof und eine Scheune in der oberen Neustadt. 1507 wird Ulrich Schalgk und 1525-30 Hans Schalgk als Ratsherr genannt. Die verwandtschaftl. Beziehungen zu den späteren S. der Stadt Schaffhausen lassen sich nicht belegen. Es können drei Stämme unterschieden werden, die auf Beat, Hans und Ulrich zurückgehen, die alle drei im 16. Jh. lebten. Einige S. bekleideten städt. Ämter. So findet man in der Zunft der Schmiede zwischen 1520 und 1730 elf S. als Zunftmeister, ferner waren Vertreter der Fam. Landvögte. Matthäus (->) und Christoph (->) wurden Bürgermeister. Im 19. Jh. stellte die Fam. mit Franz Adolf (->) einen Nationalrat. Versch. Familienmitglieder zeichneten sich als Militärpersonen aus, wissenschaftl. und künstler. Berufe wurden oft ergriffen. Neben einigen Theologen, so Dekan Johann Georg (->) und Pfarrer Johann Jakob (1797-1837), stellte die Fam. auch Mediziner, Apotheker, Lehrer und Rechtsgelehrte. Als Wissenschaftler am bekanntesten wurde der Geologe Ferdinand (->). Im Kunstgewerbe werden Baumeister, Techniker, Kunstmaler (so Johann Jakob ->), Kupferstecher, Porzellan- und Glasmaler, Wachskünstler (Johann Heinrich ->), Zeichner, Gold- und Silberschmiede (Goldschmied Hans Georg, 1700-84) genannt. Tobias (1661-1738) begründete eine Glocken- und Stückgiesserfamilie, die sieben weitere Glocken- und Stückgiesser hervorbrachte. Der Glockengiesser Andreas (1692-1776), der 1716 die Kanonengiesserei Woolwich in England aufbaute und sie bis 1776 leitete, war allerdings kein Nachkomme von Tobias. | N., N. (I23012)
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| 3337 | Mutter von Louis Steingraber; Wilhelm Steingraber; Samuel Steingraber; Sigmund, Ritter von Steingraber; Katharina Ohrnheim; und Simon Steingraber der Anna " Channa" Henking heiratet; | STEINGRABER, Amalie (I1608)
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| 3338 | Mutter von Malvina Steingraber (1876 in Wien - 19.. in Auschwitz) und Mutter von Sofie Steingraber (1879 in Wien - 1941 in England); Beide Töchter heiraten in die Familie Herrmann ein; | HENKING, Anna ´Channa` (I2026)
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| 3339 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7455)
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| 3340 | N. führte mit seinem Bruder Hartmann, Propst in Solothurn und Basel, das Geschlecht zu hohem Ansehen: 1312 begleitete er Kg. Heinrich VII. nach Rom und erhielt als Pfand Rheinfelden, 1330 scheint ihm Papst Johannes XXII. eine Goldene Rose geschenkt zu haben, 1333 beteiligte er sich am bern.-habsburg. Landfrieden, 1337 nannte ihn Kg. Edward III. von England einen Blutsverwandten. Gleichzeitig erwarb N. u.a. Güter des verwandten Gf. Imer von Strassberg (1317 bzw. 1327 Büren) und 1314 Alt-Falkenstein. Trotz seiner Nähe zu Bern schloss sich N. der gegner. Koalition an und fand in der Schlacht von Laupen den Tod. Literatur – P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 94-151 Autorin/Autor: Peter Niederhäuser | (VON NEUENBURG) NIDAU, Rudolf III. (I3234)
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| 3341 | nach 1200, nach 1281, vielleicht in der ehem. Kirche Rüeggeringen (Gem. Rothenburg). Sohn des Frh. Arnold II. von Rotenburg-W. und der Adelheid. Erbe der Herrschaft W.-Wiggern samt der dortigen äusseren Burg. Im Konflikt zwischen Kaiser und Papst neigte W. zuerst dem Papst zu, nahm dann aber eine neutrale Haltung ein. Wohl deshalb ernannte ihn Ks. Friedrich II. gegen 1249 zum Reichsprokurator im burgundischen Rektorat sowie über die Städte Bern, Murten, Solothurn, Basel, Rheinfelden, Zürich und Schaffhausen. Im Interregnum schloss sich W. Gf. Rudolf von Habsburg an, der 1273 dt. König wurde. Dieser machte W. 1274/75 zum Vizelandgraf bzw. zum Richter im Aargau und im Zürichgau. Letztmals erwähnt wird W. 1281 in Rechtsgeschäften seines Schwiegersohns Hartmann von Frohburg. | VON WOLHUSEN, Marquart (I36099)
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| 3342 | nach 1460, 12.2.1527 Basel, Basler Münster. Sohn des Walter (->). Neffe des Hans (->), Cousin des Hartmann III. (->). 1476 Wartner, 1484 Domherr, 1504-10 Dompropst von Basel, 1510 durch Tausch der Propstei Domkustos. 1500-27 Propst von Saint-Ursanne. Im Jan. 1527 vom Domkapitel zum Koadjutor von Christoph von Utenheim bestimmt. H. starb, bevor er sein Amt antreten konnte. Johann Rudolf von Hallwyl (* nach 1460; † 12. Februar 1527 in Basel) aus dem Aargauer Adelsgeschlecht Hallwyl gehörte von 1484 bis zu seinem Tode dem Basler Domkapitel an, dem er 1504–1510 als Dompropst vorstand. 1510 vertauschte er dieses Amt mit dem des Domkustos. 1500–1527 war er zudem Propst des Chorherrenstifts Saint-Ursanne. Im Januar 1527 bestimmte ihn das Basler Domkapitel als Koadjutor des Bischofs Christoph von Utenheim (* um 1450; † 16. März 1527 in Pruntrut)doch starb er, bevor er in sein neues Amt eingesetzt wurde. | VON HALLWIL, Johann Rudolf (I31998)
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| 3343 | nach 1482 Basel, 6.6.1548 Basel, ab 1529 ref., von Basel. Sohn des Niclaus, Ratsschreibers. Bruder des Bernhard (->). 1) Catharina Hütschi, Tochter des Melchior, Zunftmeisters, 2) Margret Trutmann, Tochter des Hans, Oberstzunftmeisters, 3) Catharina Bischoff, Tochter des Andres, Ratsherrn. M. war gelernter Tuchhändler und von Ks. Ferdinand I. erblich geadelter Junker. Er amtierte ab 1518 als Stadtwechsler, was sein bedeutendes Vermögen noch vergrösserte. 1504 trat er in die Herrenzünfte Safran und Schlüssel sowie in die Webernzunft ein. Seine polit. Karriere begann M. 1511 als Safran-Zunftvorstand. Ab 1509 Gerichtsherr, wurde er 1514 Ratsherr und bekleidete bis 1548 die Ämter eines Siebners (Finanzen), Neuners (Kriegsausschuss), Fünfers (Gericht), Dreiers (oberste Finanzaufsicht), des Bau- und Kaufhausherrn, eines Ehebruchherrn (Ratsvertreter im Ehegericht) und eines Appellationsherrn (zweite und höchste Gerichtsinstanz). Ausserdem versah er das Pflegamt des Klostergutes Steinen. Ab 1518 lenkte er die Basler Politik als Dreizehner. 1522 wurde er zum Bürgermeister gewählt, was er bis zu seinem Tod blieb. 1524-46 hatte er die militär. Ämter des Zeug- und des Bannerherrn im Rang eines Hauptmanns inne. M. war einer der bedeutendsten Basler Diplomaten der Reformationszeit, sowohl wegen seiner Gesandtschaften in die Eidgenossenschaft als auch an den Oberrhein. Als Führer der Mittelpartei zwischen den konfessionspolit. Positionen Basels der 1520er Jahre machte sich M. innenpolitisch unentbehrlich. Als erster nicht vom Bischof eingesetzter, sondern vom Rat gewählter Bürgermeister des Basler Zunftregiments wurde er einer der mächtigsten Politiker Basels seiner Zeit. | MEYER, Adelbert (I19182)
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| 3344 | nach 1491, 1566 Twann, ref., von Biel, ab 1511 von Freiburg und ab 1548 von Bern. Sohn des Stefan und der Gabellina Guarri oder Gabrielina Carelli aus dem Piemont (oder von Freiburg). 1) 1515 Anna May, Tochter des Glado May, 2) Adelheid Jöuwli (Schneuwly?). 1503 an der Univ. Tübingen immatrikuliert, 1505 an der Univ. Basel. 1518-20 Mitglied des Bieler Gr. Rats, 1520-48 des Kl. Rats, 1523-25 und 1541-48 Venner, 1525 Tagsatzungsgesandter, 1529 Burgermeister von Biel. W. siedelte 1548 nach Bern über, wurde Burger und war 1560-66 Mitglied des Berner Gr. Rats. Danach kehrte er nach Biel zurück. W. förderte die Reformation und stiftete 1559 den Unterhalt für einen dt. Schulmeister in Biel. | WYTTENBACH, Niklaus (I32966)
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| 3345 | Nach 719 wurde er Bischof von Lisieux, Bischof von Avranches, Abt von Fontenelle, Abt von Saint-Denis, nach 720 wurde er Erzbischof von Rouen und leitete gleichzeitig Diözesen von Paris und Bayeux, sowie die Abteien Fontenelle und Jumièges. Im Jahr 715 wird er neben seinen Geschwistern, seinem älteren Bruder, dem dux Arnulf († nach 723), und den beiden jüngeren, Pippin und Gottfried, als sacerdos, Priester, bezeugt. Wenig später ist er Abt von Jumièges am Unterlauf der Seine, und schließlich nach 719 Bischof von Paris, Bischof von Rouen und Bischof von Bayeux. Hugo ist im Zusammenspiel der Machtübernahme der Arnulfinger (der späteren Karolinger) im Frankenreich derjenige, der die kirchliche Seite abdeckt. Er starb am 9. April 730 in der Abtei zu Jumièges mit etwa 40 Jahren als Abt von Jumièges in Jumièges und wurde dort auch beigesetzt. | VON FRANKEN, Hugo (I24336)
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| 3346 | Nach Adalberts II. Tod bemühte sich Dietrich, Herzog von Oberlothringen, seinen noch unmündigen Sohn Adalbert auf den Bischofssitz von Metz zu bringen. Die Vormundschaft wurde Dietrich, dem Sohn des Grafen Siegfried von Luxemburg, einem nahen Verwandten, übertragen. Kaum war Dietrich in Metz eingetroffen, da verjagte er den jungen Adalbert und bemächtigte sich des bischöflichen Stuhles. Dietrichs Bruder Heinrich, Graf von Luxemburg, war 1004 vom König Heinrich mit dem Herzogtum Bayern belehnt worden. Bald jedoch entstanden Mißhelligkeiten zwischen dem Kaiser und den Prinzen des Luxemburger Hauses. Diese sahen nämlich ungern, dass der Kaiser das von ihm gestiftete Bistum Bamberg mit der Mitgift seiner Gemahlin Kunigunde, ihrer Schwester, ausstatten wollte. Die Unzufriedenheit artete bald in Empörung aus. Dietrich, Bischof von Metz, sagte sich vom Kaiser los. Darauf vertrieb der Kaiser den Herzog von Bayern und zog mit einem Heer vor Metz, wo der Herzog bei seinem Bruder eine Zufluchtsstätte gefunden hatte. Trotz der dreijährigen Belagerung wurde Metz nicht genommen. Doch die ganze Moselgegend von Trier bis Metz litt hart an den Folgen dieser Streitigkeiten. Erst nach neun Jahren eines schrecklichen Krieges kam durch die Vermittlung des Erzbischofs von Köln eine Aussöhnung zustande. Graf Heinrich wurde wieder feierlich zu Bamberg in das Herzogtum Bayern eingesetzt. Der Kaiser selbst kam 1023 nach Metz und zeigte sich sehr gnädig gegen Dietrich, der als unumschränkter Gebieter sein Bistum bis zu seinem Tod mit starker Hand verwaltete. Bischof Dietrich hat sich durch die Grundsteinlegung der Kathedrale von Metz ein großartiges Denkmal errichtet. Der Bau wurde 1014 begonnen, aber erst 1546 vollendet. Dietrich verehrte der Kathedrale eine hochgeschätzte Reliquie, den Arm des hl. Stephan, der auch zum Schutzpatron derselben erwählt wurde. Dietrich wurde 1047 in der Kathedrale beigesetzt. Sein Grabmal verschwand im Strudel der französischen Revolution. | VON LUXEMBURG, Dietrich (I36994)
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| 3347 | Nach Alfons Zettler zog Bezelin von Villingen mit Otto III. in den Jahren 998 bis 1000 nach Italien. Für seine Dienste, zu denen die Gefangennahme des Gegenpapstes Johann XVI. zählen sollen, erhielt er 999 für seine Besitzungen in der Baar um Villingen Markt-, Münz- und Zollrechte.[1] | VON VILLINGEN, Bezelin auch Berthold (I1640)
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| 3348 | Nach Christian Settipani[12] ergibt sich (z. T. ergänzt nach Charles Chawley „Medieval Lands“)folgende Stammreihe, in die auch die wichtigsten Verwandten eingefügt wurden: Phokas (* um 830; † n. 873), byzantinischer Offizier aus Kappadokien, 872 Turmarch (Kommandant einer Turme, Teil einer byzantinischen Militärprovinz), später Strategos (Militärgouverneur) des Themas der Anatoliken Phokas (mittelgriechisch Φωκᾶς, weibliche Form: Phokaina, mittelgriechisch Φώκαινα) ist eine Familie, deren Mitglieder generell als „Phokadai“ bezeichnet werden, die gegen Ende des 9. Jahrhunderts urkundlich auftritt, verfügte über umfangreichen Landbesitz in Kappadokien, war im 10. Jahrhundert die mächtigste Adelsfamilie im Byzantinischen Reich, monopolisierte geradezu die Funktion des Domestikos ton scholon (Oberkommandierender der byzantinischen Truppen) und erreichte mit Nikephoros II. Phokas (* 912; † 969), Kaiser des Byzantinischen Reiches (963–969) den Höhepunkt ihrer Macht. Mit dessen Ableben trat ein Machtverlust ein, dem sich die Familie durch Aufstände und Ausrufung von Mitgliedern zu Gegenkaisern entgegenstemmte, der jedoch durch Enteignungen während der Herrschaft von Kaiser Basileios II. (976–1025) endgültig war. Die Familie verschwand nach 1025 aus den byzantinischen Chroniken. Ihr Prestige war jedoch so groß, dass spätere Herrscher gerne auf ihre Verwandtschaft mit den Phokadai verwiesen. Träger des Namens Phokas treten ab dem 12. Jahrhundert in Kreta und im 13. Jahrhundert im Kaiserreich Nikaia in führenden Positionen auf. Der genealogische Zusammenhang mit dem Stammhaus ist ungeklärt. Nachkommen in weiblicher Linie existieren jedoch bis heute. | PHOKAS, Nikephoros (I24262)
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| 3349 | Nach dem Ableben seines Vaters fiel Rapoto III. die Pfalzgrafenwürde Bayerns zu, welche er von 1231 bis zu seinem Tode innehatte. Unter seiner Regierungszeit stand das Ortenburger Adelsgeschlecht am Gipfel seiner Macht. Nie mehr sollte es so einflussreich und mächtig sein wie zu seinen Lebzeiten. Sein alleiniger Besitz erstreckte sich von der Donau bis hinab ins Brixental in Tirol. Der bevorzugte Sitz der Pfalzgrafschaft war Kraiburg, Hauptsitz der Grafschaft Kraiburg. Die Verwaltung seiner Rottaler Besitzungen lag in Griesbach. Diese profitierte wirtschaftlich enorm und führte zu großem Wohlstand in der Stadt. Zwischen 1234 und 1236 zog er zusammen mit seinem Onkel Graf Heinrich I. von Ortenburg und Herzog Otto II. von Bayern gegen Herzog Friedrich II. von Österreich in den Krieg. Friedrich erhob nach seiner Heirat mit Agnes von Andechs Ansprüche auf Gebiete westlich des Inns, besonders auf Gebiete der bayerischen Herzöge. Der Krieg verlief mit wechselseitigem Erfolg, jedoch konnte sich keine Partei einen entscheidenden Vorteil erkämpfen. Eine Wendung gab es erst durch das Eingreifen Kaiser Friedrichs II. Der Kaiser verhängte die Reichsacht über den österreichischen Herzog, da dieser auf Seiten des abtrünnigen Kaisersohnes kämpfte. Die Ausführung der Reichsacht übertrug der Kaiser Herzog Otto von Bayern und Herzog Bernhard von Kärnten. 1237 zogen die beiden Herzöge, zusammen mit dem Kaiser, mit einer gewaltigen Heeresmacht nach Österreich. Darunter Rapoto III. und sein Onkel Graf Heinrich. Wien wurde Anfang des Jahres 1237 von den kaiserlichen Truppen eingenommen, nachdem Herzog Friedrich in seine starke Festung Wiener Neustadt geflohen war. 1239 kam es zwischen dem Bischof Siegfried von Regensburg und Rapoto zu einer blutigen Fehde. Es ging dabei um Streitigkeiten wegen der pfalzgräflichen Zollstätten an der Donau bei Burg Hilgartsberg und Vilshofen. Ein Jahr später wurde Rapoto III. von Siegfried gefangen genommen. Seine Freiheit kostete Rapoto enorme Gebiete und Einfluss, unter anderem musste er viele seiner Burgen und Gebiete in Tirol und im Ramsauer Land an den Bischof abtreten. Darunter waren auch die Besitzungen im Brixner Tal. Im Jahre 1244 reiste Rapoto nach Salzburg, um dort mit Erzbischof Eberhard II. über seine Rechte im Chiemgau zu verhandeln, welche sein Vater Rapoto II. nach dem Tod des Grafen Bernhard von Lebenau im Jahre 1229 und dem damit verbundenen Aussterben des Spanheimer-Zweiges der Grafen von Lebenau erhalten hatte. Rapoto erhielt diese Besitzungen von Eberhard als unveräußerliches und nicht weiterzugebendes Lehen. Mit seinem Tod im Jahre 1248 erlosch der Ortenburger Zweig der Pfalzgrafen. Rapotos Besitzungen gingen an die Familie der Werdenberger über, da er nur eine Tochter hatte. Die Besitzungen fielen später, durch Verkauf, an die bayrischen Herzöge. Für das Ortenburger Haus stellte dies einen bedeutenden Verlust dar. In Kraiburg am Inn ist heute die Graf-Rapoto-Straße nach ihm, seinem Großvater Rapoto I. und seinem Vater benannt | VON ORTENBURG, Rapoto III. (I1818)
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| 3350 | Nach dem Aussterben der Zähringer 1218 trat Egino IV. von Urach, verheiratet mit der Schwester Bertolds V., Agnes, den rechtsrheinischen Teil des Erbes an, während die zähringischen Besitzungen in der Schweiz und Burgund an seinen Schwager Ulrich von Kyburg fielen. Da schaltete sich der Stauferkönig Friedrich II ein und schmälerte die Uracher und Kyburger Erbansprüche, indem er die Reichslehen der Zähringer einzog. Neben Zürich, Rheinfelden, Bern, Breisach, Neuenburg, Solothurn, Freiburg im Üchtland und Villingen fiel auch die Stammburg Zähringen an das Reich zurück. Der zähringische Herzogtitel fiel nicht an die Grafen von Urach und so nannte sich Egino V. nach dem Tode seines Vaters Egino IV. im Jahre 1230 Egino I. (1230–1236) Graf von Freiburg. | VON URACH, Graf Graf Egino V. der Jüngere (I10312)
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