Strauss Genealogie


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3351 Nach dem Familienbuch Drabenderhöhe von Lewer ist Christian Kauert am 6. Oktober 1814 in Forst geboren worden.
Die Taufe erfolgte am 17. Oktober 1814 in Drabenderhöhe. Gestorben ist er am 28. März 1892 in Forst an Lungenentzündung.
Mit der Hochzeit mit Maria Witscher muss er dann nach Obermiebach umgezogen sein.
Seine Brüder in Forst betrieben die Knochenmühle in der Molbach.
Ein weiterer Bruder Friedrich war Hüttenverwalter in Forst (vermutlich Weiershagener Hütte).  
KAUERT, Christian Friedrich Wilhelm (I55)
 
3352 Nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders am 10. Juli 1086 in der Kirche von St. Alban in Odense folgte Olaf diesem auf dem Thron nach, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch in der Verbannung in Flandern lebte. In den Überlieferungen wird er als habgierig und ungerecht beschrieben. Seine Regierungszeit wurde von Missernten überschattet, die Bauernunruhen hervorriefen und ihm den Beinamen „Hunger“ eintrugen.

Er starb im August 1095 unter etwas mysteriösen Umständen. Anhänger seines ermordeten Vorgängers Knut IV. behaupteten, dass die Hungersnot eine Strafe Gottes sei. Olaf und seine Brüder Ubbe, Harald und Niels waren ursprünglich Alliierte gegen König Knut IV. Einige seiner Gegner verwendeten dies gegen ihn und machten den König für die Hungersnot verantwortlich. Es wird spekuliert, dass er sich selbst getötet hat.

Er war verheiratet mit Ingegerd von Norwegen, Tochter des Königs Harald III. Hardråde von Norwegen. 
(DÄNEMARK), Olaf I. (I40845)
 
3353 Nach dem gewaltsamen Tod seines Vaters 524 kam der noch minderjährige Chlodoald mit seinen beiden gleichfalls minderjährigen Brüdern Theodoald und Gunthar zu Chrodechilde, seiner Großmutter. Ihre Onkel Chlothar und Childebert wollten das Erbe ihres Bruders unter sich aufteilen und erstachen deshalb Theodoald und Gunthar. Sie fürchteten offensichtlich deren berechtigten Erbanspruch auf das Teilreich des Vaters. Chlodoald aber wurde gerade noch rechtzeitig von Getreuen seines Vaters befreit, entkam und rettete sein Leben, indem er sich den Auseinandersetzungen entzog und Priester wurde.

Chlodoald rettete sein Leben durch Verzicht auf seinen Herrschaftsanspruch, der dadurch augenfällig gemacht wurde, dass er sich selbst die langen Haare, die ihn als regierungsfähigen Merowingerprinzen auswiesen, abschnitt. Er wurde später zum Gründer des dann nach ihm als Schutzpatron benannten Klosters Saint-Cloud bei Paris. 
VON FRANKEN, Heiliger Heiliger Chlodoald (I36782)
 
3354 Nach dem Schulbesuch in Pforzheim, wo er Freundschaft mit Philipp Melanchthon schloss, studierte er ab 1510 in Köln Theologie, wurde daraufhin Lehrer in Rottweil und um 1513 in Bern, wo er 1520 auch Chorherr und Leutpriester am Münster wurde. 1521 besuchte er Ulrich Zwingli in Zürich, der sein Freund und Berater wurde und seitdem in lebhaftem Briefwechsel mit ihm stand.  HALLER, Berthold \ Berchthold (I6458)
 
3355 Nach dem Tod Chlodomers brachen seine Brüder den burgundischen Feldzug ab. Wohl um den Erbanspruch geltend zu machen, nahm Chlothar, entgegen dem Kirchenrecht, Chlodomers Witwe Guntheuca zur Frau, die drei Söhne Chlodomers kamen in die Obhut ihrer Großmutter Chrodechild, die sich ebenfalls den Erbanspruch sichern wollte. Chlothar I. nahm die Söhne unter dem Vorwand, sie zu Königen erheben zu wollen, in seine Obhut und tötete die beiden älteren, den zehnjährigen Theudoald und den siebenjährigen Gunthar, um ihre Erbansprüche auszuschalten; der jüngste, Chlodoald (Chlodowald), wurde vermöncht. Childebert I. und Clothar I. teilten, vermutlich erst im Frühjahr 532, das Erbe unter sich auf. Childebert I. erhielt Orléans, Chartres, Angers, Nantes und Bourges; Clothar I. Tours, Poitiers und den Königsschatz. An den am Kindermord unbeteiligten Theuderich I. gingen Troyes, Sens und Auxerre. VON FRANKEN, Chlodomer (I22709)
 
3356 Nach dem Tod des Königs Cunincpert im Jahr 700 wurde Ansprand Regent für dessen minderjährigen Sohn und Thronfolger Liutpert.[1] Dagegen erhob sich acht Monate nach dem Tod Cunincperts Raginpert, der Herzog von Turin, der sich gegen Ansprand in der Schlacht von Novara durchsetzen konnte. Zwar starb Raginpert bereits 701, doch wurde daraufhin dessen Sohn Aripert II. König.[2]

In der Schlacht bei Ticinum (Pavia) besiegte Aripert II. das Heer König Liutperts unter Ansprand, Ato, Tatzo, Rotharit und Farao, nahm Liutpert gefangen.[2] Ansprand floh zunächst auf die Isola Comacina, eine Insel im Comersee, wo er sich verschanzte. Als Ariperts Heer anrückte floh Ansprand über Clavenna (Chiavenna), den Splügenpass[3] und Curia (Chur) zu Theudebert[4] an den bairischen Hof.[5] Der junge Liutpert wurde 703 von Aripert als potenzieller Thronrivalen ermordet.[6] Ansprands Familie wurde verstümmelt: Seinem Sohn Sigiprand wurden die Augen ausgestochen, seiner Frau Theodora und seiner Tochter Aurona wurden Nase und Ohren abgeschnitten, lediglich Ansprands kleiner Sohn Liutprand durfte zu seinem Vater ins Exil.[7]

Der bairische Herzog Theudebert, wie die langobardischen Könige ein Agilolfinger, beherbergte Ansprand neun Jahre im Exil und unterstützte ihn nach Kräften. 712 stellte er ihm ein Heer zur Verfügung, mit dem Ansprand über die Alpen zog.[8] Bei Pavia kam es zur Schlacht mit Ariperts Heer. Diese war offenbar noch nicht entschieden, da setzte sich Aripert abends von seinem Heer ab, um die Nacht im Palast zu verbringen. Das Heer fühlte sich verraten und meuterte. Aripert floh aus Pavia und ertrank im Ticinus, den er mit Schätzen beladen durchschwimmen wollte. Ansprand konnte seine Nachfolge unangefochten antreten.[9] Er überlebte seinen Sieg über Aripert aber nur um drei Monate. In einigen Manuscripten der Origo Gentis Langobardorum wurde eine Herrschaftsdauer von drei Jahren überliefert.[10]

Nachfolger wurde sein Sohn Liutprand. 
..., Ansprand (I36755)
 
3357 nach dem Tod des Mannes übernimmt sein Bruder Dietrich die Vormundschaft über die Kinder VON NEUENBURG, Ursula (I3200)
 
3358 Nach dem Tod des Vaters (1284) erfolgte eine Erbteilung, bei der sein jüngerer Bruder Egon die Stadt Haslach im Kinzigtal erhielt und die Seitenlinie Fürstenberg-Haslach begründete.

Durch seine Heirat mit der einzigen Erbin der Herren von Wolfach, Udelhild, konnte Friedrich 1290 seine Besitztümer in das Tal der Wolf und der Kinzig ausdehnen. Die Stadt Wolfach mit der Burg Wolfach und zahlreichen Höfen im Umland blieben dann bis 1806 im Besitz der Fürstenberger.  
VON FÜRSTENBERG, Friedrich (I10308)
 
3359 Nach dem Tod Georgs war wieder einmal die Situation eingetreten, daß der Fortbestand der Familie von vaerst von nur einer Person abhing, nämlich seinem einzigen legitimen Sohn Henrich. Er, der etwa 1628 geboren sein dürfte und 1637 erstmals erwähnt wird, vereinigte den gesamten Vaert`schen Güterbesitz, soweit er nicht damals bereits entfremdet worden war, in seinen Händen: Die rittersitze Callenberg, Göckinghoff und Heve mit ihren Pertinentien und zusätzlich die kleineren Lehngüter, etwa vom Stift Essen oder von der Familie von der Recke.

Haus Göckinghof
Schwelm
Kirchspiel Schwelm
Kreis Hagen (Westfalen)

Vermutlich von den Rittern von Schwelm um 1300 zu einer Burg ausgebaut, gelangte Göckinghof wohl im 14. Jhdt. an die von Wickede, von denen es durch Heirat um 1480 an die von Büren zu Davensberg kam.

Familie von Büren
Balthasar von Bueren zu Davensberg (+ 1518) oo Elisabeth von Wickede (E: Evert v. Wickede 1.oo vor 1450 Irmgard von Kemnade (1453+), 2.oo Elisabeth von der Recke(1451-1462)
Familie von Vaerst
1627 trat als Besitzer Georg von Vaerst auf, der eine Erbtochter von Büren geheiratet hatte. Ihm folgte Konrad von Vaerst zu Heven vor 1642. Dessen Sohn Heinrich von Vaerst war Herr zu Heven und Göckinghof und 1666/67 Besitzer des Schultenhofs zu Herbede.

1747 kaufte Wilhelm Ludolf von Boenen das Gut, das seine Söhne um 1770 an den Barmer Kaufmann Johann Kaspar Sehlhoff veräußerten, dessen Erben das Gut parzellenweise zersplitterten.

Landtagsfähigkeit
Das Haus Göckinghof gehörte um 1855 zu landtagsfähigen Rittergütern im damaligen Kreis Hagen.

Archive
Schwelm/Stadtarchiv, Depositum Familie Bölling: 2 lfm Urkunden und Akten (1438-18. Jhdt.), darin Lehnssachen; Guts Verwaltung.
Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen, Herrschafts- und Familienarchive, Hofesarchive, Bestand Archiv Westerholt-Arenfels, Haus Berge.

Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Tafel der adeligen Familie
Generation X

https://de.wikipedia.org/wiki/Vaerst_(Adelsgeschlecht)

Geschichte der Familie Vaerst - von Vaerst; Die Namensträger der bürgerlichen Linie; S. 111, B 1
 
VON VAERST, Henrich (I45026)
 
3360 Nach dem Tod Hartmanns V. 1263 und Hartmanns IV. 1264 war die einzige Erbtochter, Anna von Kyburg, noch minderjährig. Rudolf I. von Habsburg, dessen Mutter Heilwig von Kyburg eine Tochter Ulrichs III. war, übernahm die Vormundschaft und damit auch die Verwaltung des Herrschaftsgebiets. Bis 1273 konnte Rudolf I. sich sogar gegen die Ansprüche der Savoyer durchsetzen, die über die Witwe Hartmanns V., Margarethe von Sayoyen, über gut begründete Ansprüche verfügten.

Durch die Ehe Annas mit Eberhard I. von Habsburg-Laufenburg entstand 1273 aus einem Teil des Besitzes Hartmanns IV. die neue Dynastie der Grafen von Kyburg-Burgdorf bzw. Neu-Kyburg.

H. erscheint meist in Zusammenwirken mit seinem Oheim Hartmann IV. Er übernahm bei der Güterteilung 1250 die Besitzungen westlich der Reuss (zum Teil zähringisches Erbgut) und in der Innerschweiz. Er versuchte, sich in der Folge im Westen reichsfreie Gebiete anzueignen, wobei es ihm gelang, die Reichsburg Laupen an sich zu bringen. Seine Politik brachte ihn in Gegensatz zu Bern und in Auseinandersetzungen mit den Grafen von Savoyen. Nach seinem Tode gingen seine Besitzungen über die Tochter Anna an das Haus Habsburg-Laufenburg über, von dem die Linie Kyburg-Burgdorf ausging. 
VON KIBURG, Hartmann V. der Jüngere (I23908)
 
3361 Nach dem Tod ihres Ehemannes 640 stiftete Iduberga die Abtei Nivelles, wo sie seitdem als Nonne lebte. Sie ließ Reliquien und Bücher aus Rom und „von jenseits des Meeres“ kommen. Wenig später gründete sie ein zweites Kloster in Fosses (heute: Fosses-la-Ville), das ausschließlich von Iren besiedelt wurde. Nach ihrem Tod wurde ihre Tochter Gertrud von Nivelles Äbtissin in Nivelles und schenkte das Kloster dem Heiligen Foillan.
Der Festtag der Heiligen Iduberga ist der 8. Mai.  
VON NIVELLES, Iduberga oder Itta (I10777)
 
3362 Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie zur Regentin für ihren dreijährigen Sohn Michael III. ernannt. Zusammen mit dem Eunuchen Theoktistos führte sie die Regierung mit fester Hand, sie füllte die Staatskasse wieder auf und hielt die Bulgaren von einer Invasion ab.

Um ihre Macht zu sichern, überließ sie die Erziehung ihres Sohnes ihrem Bruder Bardas. Theodora bemühte sich vergebens, Bardas Autorität zu bekämpfen; 856 wurde sie abgesetzt und in ein Kloster geschickt, als sie in der Folgezeit der Intrigen gegen ihn überführt wurde.

Am 11. Februar 867 starb sie in Konstantinopel. 
..., Heilige der orthodoxen Kirche Heilige der orthodoxen Kirche Theodora II. (I36550)
 
3363 Nach dem Tod Kaiser Heinrichs VII. wurden im römisch-deutschen Reich im Jahre 1314 mit dem Wittelsbacher Ludwig und dem Habsburger Friedrich zwei Könige gewählt und gekrönt. Der Thronstreit dauerte mehrere Jahre an und fand in der Schlacht bei Mühldorf 1322 eine Vorentscheidung für die wittelsbachische Seite. Durch den Münchner Vertrag von 1325 wurde für kurze Zeit ein für das mittelalterliche Reich bislang völlig unbekanntes Doppelkönigtum festgelegt und der Thronstreit beigelegt. Ludwigs Eingreifen in Norditalien entfachte einen Konflikt mit dem Papsttum, der von 1323/24 bis zu seinem Tod 1347, fast seine gesamte Herrschaftszeit, andauerte. Der Wittelsbacher verfiel 1324 der Exkommunikation und blieb bis zu seinem Tod im Kirchenbann. Während des Konfliktes mit der Kurie entwickelte sich die Reichsverfassung in eine säkulare Richtung. Im Jahre 1328 fand eine „papstfreie“ Kaiserkrönung statt, indem Ludwig die Kaiserkrone vom römischen Volk empfing. Ludwig war der erste Wittelsbacher als römisch-deutscher Kaiser. Im 14. Jahrhundert wurde er von kurialen und papstnahen Quellen in gezielter Herabsetzung mit dem Beinamen „der Bayer“ (Bavarus) belegt. Seit den 1330er Jahren verfolgte Ludwig eine intensivere Hausmachtpolitik und erwarb mit Niederbayern und Tirol große Gebiete. Der Herrschaftsausbau gefährdete aber auch die Konsensherrschaft mit den Fürsten als wesentliches Herrschaftsmuster des 14. Jahrhunderts. Diese Spannungen im Gleichgewicht zwischen Fürsten und Kaiser führten 1346 zur Wahl Karls IV. als Gegenkönig. Ludwig starb 1347 im Kirchenbann.  DER BAYER, Kaiser Kaiser Ludwig (I1533)
 
3364 Nach dem Tod seines Cousins Wilhelm III. des Kindes 1127 erhob Rainald einen Anspruch auf die Grafschaft Burgund. Dabei geriet er in einen Krieg mit Herzog Konrad I. von Zähringen, der ebenfalls einen Anspruch geltend machte. Der Zähringer besaß die Unterstützung König Lothars III. von Süpplingenburg, der ihn mit dem Rektorat über Burgund betraut hatte. Rainald konnte sich in Besançon durchsetzen, musste aber seine gesamten Gebiete östlich des Jura an den Zähringer abtreten.  VON BURGUND, Rainald (I15353)
 
3365 Nach dem Tod seines Vaters (er fiel 866 in der Schlacht von Brissarthe) wurden Ramnulf und seine Brüder Gauzbert und Ebalus von Bernhard von Gothien aus dem Poitou verdrängt (868). Sie fanden am Hof des aquitanischen Unterkönigs Ludwig der Stammler Zuflucht, auch noch, als dieser 872 von Karl dem Kahlen unter die Vormundschaft Bernhards und anderer gestellt wurde. Nachdem Karl der Kahle 877 gestorben war und Ludwig der Stammler dessen Nachfolge im Gesamtreich angetreten hatte, wurde Bernhard von Gothien nach einer erfolglosen Revolte vertrieben, worauf Ramnulf sein väterliches Erbe wieder in Besitz nehmen konnte.

Ludwig der Stammler starb 879 und sein im gleichen Jahr geborener Sohn Karl der Einfältige wurde dem Schutz Ramnulfs bzw. dessen Gewalt anvertraut. Nach der Absetzung Kaiser Karls des Dicken (887) verweigerte Ramnulf dem gewählten König Odo die Anerkennung, protegierte hingegen seinen Schützling Karl den Einfältigen. Er regierte fortan im westlichen Aquitanien als eigenständiger Fürst, weswegen ihm in den Annales Fuldenses der Titel König von Aquitanien zugesprochen wurde. Nachdem sich Odo nördlich der Loire weitestgehend durchgesetzt hatte, versöhnte sich Ramnulf mit ihm Anfang 889. Er behielt seine königsgleiche Stellung und wurde in den Annales Vedastini als „dux maximae partis Aquitaniae“ (Herzog des größten Teils von Aquitanien) genannt. Dabei ist zu beachten, dass Ramnulf diese Würde weder verliehen bekam, noch er selbst je usurpiert hatte. Der erste Fürst Aquitaniens war zudem Wilhelm der Fromme, mit dem Ramnulf in Freundschaft verbunden war. Die Titulierung als Dux sollte lediglich Ramnulfs herausragende Machtstellung verdeutlichen.
Ramnulf gründete in seinem Machtbereich Vizegrafschaften, darunter auch die Vizegrafschaft Thouars, um sein Land besser vor den Überfällen der Wikinger zu schützen. Ramunlf galt trotz seines Ausgleichs mit König Odo stets als dessen größte Bedrohung. Als er im Jahre 890 während eines Treffens mit dem König starb, wurde Odo unter anderem von Ademar von Chabannes des Giftmordes verdächtigt.

Ramnulfs Ehefrau hieß Ada; sie ging nach seinem Tod in ein Kloster. Ihr Grabmal befindet sich in Poitiers in einem Museum. Sie hatten einen Sohn, Ramnulf III., der aber wohl im Jahr 901 ohne Nachkommen starb. Daneben hatte Ramnulf II. einen unehelichen Sohn, Ebalus Mancer, der ihm im Poitou folgte. 
(POITOU), Ramnulf II. (I40933)
 
3366 Nach dem Tod seines Vaters 629/630 wurde das Frankenreich nicht wie bisher üblich unter den beiden Söhnen aufgeteilt, sondern Dagobert I., der ältere der beiden, trat die Nachfolge im Gesamtreich an. Charibert erhielt auf Druck des neustrischen Adels und seines Onkels Brodulf ein Unterkönigreich in Aquitanien. Dagobert willigte ein, aber ließ darauf Brodulf umbringen. Im Jahr 631 bekämpfte Charibert in der Gascogne erfolgreich die Basken. Nach Chariberts Tod wurde das Unterkönigreich auch gleich wieder aufgelöst, da sein Sohn Chilperich kurz nach ihm ebenfalls starb. Es wird vermutet, dass sowohl Charibert als auch sein Sohn Chilperich im Auftrag Dagoberts ermordet wurden.

Charibert II. wurde in der Basilika Saint-Romain in Blaye an der Gironde beerdigt. 
VON FRANKEN, König von Aquitanien König von Aquitanien Charibert II. (I36695)
 
3367 Nach dem Tod seines Vaters Berthold im Jahre 947 wurde nicht Heinrich mit dem Herzogtum belehnt, sondern der Bruder König Ottos I., Heinrich, der 937 Judith, eine Tochter Arnulfs des Bösen, geheiratet hatte.

Erst 976, als Kärnten von Bayern getrennt wurde, erhielt Heinrich von Kaiser Otto II. mit Kärnten ein eigenes Herzogtum und damit verbunden die Markgrafschaft Verona, die er aber beide bereits 978 wieder verlor: Die Gründe hierfür sind nicht ausreichend belegt. Vielleicht hat sich Heinrich der Rebellion des bayerischen Herzogs Heinrich II. angeschlossen und musste deshalb in die Verbannung gehen. 983 jedoch wurde Heinrich als letzter Luitpoldinger mit dem bayerischen Herzogtum belehnt, welchem jetzt auch das Herzogtum Kärnten und die italienischen Marken beigegeben waren. Nachdem sich die Kaiserinnen Theophanu und Adelheid 985 nach dem Thronstreit um die Nachfolge Ottos II. mit Heinrich II. (dem Zänker) wieder versöhnt hatten und diesem sein altes Herzogtum Bayern zurückgaben, behielt Heinrich III. lediglich das Herzogtum Kärnten mit den Marken. Mit seinem Tod am 5. Oktober 989 endet die nachweisbare männliche Linie der Luitpoldinger. 
(BAYERN), Heinrich III. (I39625)
 
3368 Nach dem Tod seines Vaters hatte Alduin mehrere Frauen öffentlich verbrennen lassen, die er der Zauberei bezichtigt hatte.[1] Eine Chronik aus dem 12. Jahrhundert berichtete allerdings, dass seine Frau Alaisia für den Tod des Vaters durch Vergiftung verantwortlich war.[2] Seine Nachfolge als Graf von Angoulême wurde offenbar deshalb sofort von seinem jüngeren Bruder Gottfried bestritten, von dem er von der Burg Blaye aus befehdet wurde. Nach acht Tagen der Belagerung konnte er schließlich die Burg erobern und Gottfried gefangen nehmen. Er vergab ihm die Revolte und gab ihm zwei Burgen in der Saintonge zu Lehen.

Alduin starb vier Jahre nach seinem Vater.[3] Er war verheiratet mit Alaisia, die Erbtochter des Vizegrafen Grimoard von Fronsac und dessen Ehefrau Dea von Montignac.[4] Ihre Kinder konnten nicht die Nachfolge in Angoulême antreten, da Gottfried sie verdrängte. 
TAILLEFER VON ANGOULEME, Alduin (I36649)
 
3369 Nach dem Tod seines Vaters Ulrich I. († 1265) trat Eberhards Halbbruder und Vorgänger Ulrich II. sein Amt im Alter von etwa elf Jahren an und unterstand vorläufig der Vormundschaft des Württemberger Grafen Hartmann II. von Grüningen. Ulrich starb bereits 1279, Eberhards Vormund Hartmann im Oktober 1280, so dass der 14-jährige Eberhard möglicherweise schon ab diesem Zeitpunkt die uneingeschränkte Herrschaft über die Grafschaft Württemberg ausüben konnte.[1]

Seine Regierung war gekennzeichnet durch eine fast ununterbrochene Reihe von Kriegen und Fehden, von ständigem Wechsel der Parteinahme mit dem einen Ziel, jeder Macht entgegenzutreten, die dem werdenden württembergischen Territorium gefährlich werden konnte.[2]

Die Wahl Rudolfs von Habsburg zum König des Heiligen Römischen Reiches 1273 hatte zur Folge, dass die territorialen Erweiterungen Ulrichs I., die durch den Gegenkönig Heinrich Raspe legitimiert worden waren, ans Reich zurückfallen sollten. Rudolf errichtete Reichslandvogteien zur Verwaltung der zurückgeforderten Reichsterritorien. Die Landvogtei Niederschwaben übertrug Rudolf seinem Schwager Albrecht von Hohenberg. Rudolf hatte das Ziel, das nach der Hinrichtung des letzten Staufers Konradin 1268 ohne Herrscher bestehende Herzogtum Schwaben wiedereinzurichten und ernannte seinen minderjährigen Sohn Rudolf zum Herzog. Eberhard leistete gegen diese Maßnahmen Widerstand und es kam zum offenen Krieg mit den Habsburgern. 1286 belagerte Rudolf Stuttgart und schleifte seine Mauern, 1287 übernahm oder zerstörte er alle festen Plätze in der Umgebung von Stuttgart. Eberhard unterlag militärisch, konnte jedoch sein Land behaupten.

Rudolfs Nachfolger Adolf von Nassau verfolgte in Schwaben zwar keine Hausmachtinteressen, stärkte jedoch die schwäbischen Reichsstädte, was Eberhard und anderen Grafen missfiel. Nach Adolfs Sturz 1298 sicherte Eberhard dessen Nachfolger König Albrecht I., dem ältesten Sohn Rudolfs von Habsburg, seine Unterstützung zu. Albrecht übertrug ihm im Gegenzug die Landvogtei Niederschwaben. Eberhard nutzte diese zur Sicherung seiner territorialen Ansprüche.

Auch mit Albrecht, für den er Kriege gegen Pfalzgraf Rudolf und König Wenzel von Böhmen führte, kam es zum Bruch, als sie in ihrer beiderseitigen Erwerbspolitik in Schwaben aufeinanderstießen. Ab 1305 unterstützte Eberhard die böhmischen Stände in ihrem Kampf gegen Albrecht und seinen Nachfolger Kaiser Heinrich VII. 1309 wurde Eberhard wegen seiner eigennützigen Amtsführung als Landvogt angeklagt, später verhängte Heinrich die Reichsacht über ihn. Der Kaiser unterstützte nun die schwäbischen Reichsstädte in ihrer Auseinandersetzung mit dem Grafen Eberhard von Württemberg, unter dessen aggressiver Territorialpolitik sie litten. Heinrich beauftragte den neuen Reichslandvogt, Konrad IV. von Weinsberg, als Heerführer der schwäbischen Reichsstädte und einiger Adliger, zur Kriegsführung gegen Eberhard, um diesen als Hauptgegner seiner böhmischen Hausmachtspolitik auszuschalten.[3]

Im Frühjahr 1311 begann der Reichskrieg. Der Graf verlor sein ganzes Land, Stuttgart und die Mehrzahl seiner anderen Städte gerieten in Abhängigkeit von der Reichsstadt Esslingen. Nur der Tod Heinrichs VII. am 24. August 1313 und die politische Situation nach der Königswahl 1314 mit Ludwig IV. als König und Friedrich dem Schönen als Gegenkönig verhinderten die Niederlage Württembergs. Eberhard taktierte danach geschickt zwischen König und Gegenkönig, so dass er die territorialen Verluste nicht nur ausgleichen, sondern auch weitere Gebiete hinzugewinnen konnte. Seine Beteiligung am Krieg in Böhmen brachte ihm zusätzliche Finanzmittel ein, die er nutzte, um Ländereien und Städte von verarmenden Adelsgeschlechtern (z. B. den Pfalzgrafen von Tübingen) in Schwaben zu erwerben.

Eberhard I. machte Stuttgart zum Herrschaftsmittelpunkt, wo er auch in der Stiftskirche begraben liegt. 
VON WÜRTTEMBERG, Eberhard I. der Erlauchte (I40241)
 
3370 Nach dem Tod seines Vaters wurde er 1125 zum Grafen von Sulzberg ernannt und war daneben u. a. auch noch Graf von Floß sowie von 1146 bis 1149 Markgraf.[2] Er heiratete vermutlich am 24. Oktober 1129 Mathilde († 16. März 1183), eine Tochter des baierischen Herzogs Heinrich IX. (auch: Heinrich der Schwarze), mit der er fünf Kinder hatte.[2]

Nachdem seine Schwester Mathilde 1165 ohne Erben verstarb, einigte sich Gebhard mit ihrem Witwer Engelbert III. von Kraiburg am 22. Dezember 1165 bezüglich ihres umfangreichen Erbes im Chiemgau.[3] Er war nach 1144 auch Erbe der Burg Warberg.[4]

Gebhard III. überlebte alle seine Kinder. Mit seinem Tod im Jahr 1188 starb das Adelsgeschlecht der Grafen von Sulzbach „im Mannesstamm“ aus, da sein einziger Sohn Berengar II. kinderlos geblieben war.[2]

Wirken
Vogt von Berchtesgaden
Bereits in dem zwischen 1125 und 1136 niedergelegten ersten Gründungsbericht des Klosterstifts Berchtesgaden (Fundatio monasterii Berchtesgadensis) wird Gebhard genannt. Danach hat er noch als Jugendlicher um 1121 den „Brüdern des gemeinsamen Lebens an der Kirche der heiligen Apostel Johannes d. Täufer und Petrus in Berchtesgaden“ weitere Güter aus dem Erbe seiner Mutter als durch seinen Vater Berengar übereignete Schenkungen „zu seinem Seelenheil und dem seiner Eltern“ bestätigt.[5]

Später scheint er auch als Zeuge[6] des „Freiheitsbriefes“ (Goldene Bulle) von Kaiser Friedrich Barbarossa auf, der 1156 dem Berchtesgadener Klosterstift und seinem damaligen Propst Heinrich I. (1151–1174) das Recht bestätigte, die für das Stift zuständigen Vögte zu wählen und ggf. auch abzuwählen.[7] Zudem wurde dem Stift darin Bestandsschutz für die Gebietsgröße garantiert und die Forsthoheit gewährt.[7]

Diese Zeugenschaft für den kaiserlichen „Freiheitsbrief“ ist für Weinfurter ein starkes Indiz, dass die Beziehungen von Berchtesgaden zum Kaiser „vor allem über Gebhard gelaufen sind“.[6] Zudem war er ein Parteigänger des Staufers und strebte mit dieser Urkunde nicht zuletzt auch die Wahrung eigener Interessen in Berchtesgaden an.[6]

Seit der Gründung des Berchtesgadener Klosterstifts durch seinen Vater Berengar I. waren die Grafen von Sulzbach auch die Vögte des Stifts und damit weiterhin mittelbare Nutznießer seiner Besitzungen.[6] So auch Gebhard, der damit die eigentlichen weltlichen Herrschaftsrechte für das „Berchtesgadener Land“ innehatte.[6] In der Berchtesgadener Grundherrschaft war er der Gerichtsherr und ihm unterlag die militärische und polizeiliche Gewalt.[6] Nachdem das „Berchtesgadener Land“ zu großen Teilen gerodet und damit auch für weit mehr Menschen bewohnbar war, schöpfte Gebhard aus seinen Funktionen „nicht unerhebliche Einkünfte“.[6] Denn geprägt vom Streben und Denken der Augustiner-Chorherren entstand aus dem einfachen Nutzwald bald ein aufblühender „wirtschaftlicher und herrschaftlicher Wirkverbund von Land und Leuten“.[6] Und das laut Weinfurter Jahrzehnte später im Jahr 1180 unter Propst Friedrich I. die „Goldene Bulle“ um die Schürffreiheit auf Salz und Metall erweitert bzw. verunechtet worden ist, um damit dem Klosterstift neben der Forsthoheit auch noch das Salzregal zu sichern,[7][8][9] geschah vermutlich ebenfalls nicht ohne Billigung Gebhards.

All das weckte spätestens ab 1140 auch die Begehrlichkeiten der Grafen von Plain, in deren Grafschaft Berchtesgaden lag.[6] Aber nachdem mit dem „Freiheitsbrief“ von 1156 die Besitzungen und Rechte durch Kaiser Friedrich I. dem Stift fest zugesichert wurden, war die Stellung des Sulzbacher Vogtes stark genug gefestigt, um den Grafen erfolgreich zu verdrängen.[6] Und auch wenn sich Propst Heinrich in dem „Freiheitsbrief“ die Abwahlmöglichkeit eines Vogtes hatte zusichern lassen, waren er und seine unmittelbaren Vorgänger und Nachfolger mit den Sulzbacher Vögten „freilich zweifellos zufrieden“.[6] Noch wenige Jahre vor seinem Tod stattete Gebhard 1183 das Stift mit einem sehr wertvollen Soleanteil in Reichenhall aus und „erscheint auch sonst als Wohltäter“.[6]

Weitere Ämter
Als Graf von Sulzbach war Gebhard III. im Dienst der Staufer und damit zugleich Rivale der Diepoldinger-Rapotonen im Nordgau, die als Markgrafen von Cham und Nabburg Gefolgsmänner der Salier waren.[10]

Gebhard III. war nicht nur Vogt von Berchtesgaden, sondern auch Regensburger Domvogt, Vogt der Reichsstifte Niedermünster und Niedernburg (Passau). 
VON SULZBACH, Gebhard III. (I51523)
 
3371 Nach dem Tod von Abd ar-Rahman III. (961) führte sein Sohn al-Hakam II. das Kalifat von Córdoba. Dabei konnte der Frieden mit den christlichen Reichen in Nordspanien weitgehend gesichert werden. Die Friedensperiode nutzte al-Hakam II. für die Förderung der Landwirtschaft durch den Ausbau von Bewässerungsanlagen. Auch durch den Bau von Straßen und die Einrichtung von Märkten wurde die wirtschaftliche Entwicklung weiter unterstützt. Große Bedeutung hatte für al-Hakam II. die Förderung von Kunst und Kultur. So wurde unter anderem in Córdoba eine Bibliothek mit angeblich über 100.000 Bänden[1] aufgebaut. Außerdem wurde, neben vielen anderen Bauten, die Hauptmoschee von Córdoba erweitert (962–966). Ebenfalls wurde die Palaststadt Medina Azahara (976) vollendet, die Abd ar-Rahman III. 936 begonnen hatte.

Während die innere Verwaltung weitgehend dem Wesir al-Muschafi überlassen wurde, gewann General Ghalib als Führer des Heeres erheblichen Einfluss. Er war vor allem mit der Abwehr der letzten Normannenangriffe (966, 971) und den Kämpfen mit den Fatimiden beziehungsweise Ziriden in Nordmarokko beschäftigt. Die Fatimiden hatten auch Sympathisanten im Umaiyadenreich selbst. Einer von ihnen namens Abū l-Chair wurde während der Herrschaft von al-Hakam II. wegen Unglaubens und Ketzerei (ilḥād) hingerichtet.[2] Die Ziriden konnten 974 von Ghalib im nördlichen Marokko besiegt werden. Gegenüber den christlichen Reichen Navarra, Kastilien und León konnte al-Hakam II. die Vormachtstellung des Kalifats behaupten.

Die Homosexualität des Kalifen al-Hakam II., der bereits in seiner Jugend ausschließlich gleichgeschlechtliche Liebesbeziehungen geführt hatte, war aufgrund der Erbfolgefrage ein Problem. Er konnte erst Nachkommen zeugen, nachdem einer baskischen Sklavin namens Subh als Konkubine Männerkleidung angezogen worden war und sie den Männernamen Dschafar erhalten hatte.[3] Wie sein Sohn Hischam II. hatte auch Kalif al-Hakam einen männlichen Harem 
AR-RAHMAN, al-Hakam II. (I40374)
 
3372 Nach dem Tod von Papst Gelasius II. wurde er am 2. Februar 1119 zum Papst gewählt und nahm den Namen Calixt II. an. Im April 1121 gelang es ihm, den Gegenpapst Gregor VIII. in Sutri verhaften, absetzen und einkerkern zu lassen.

Am 23. September 1122 legte er auch den Investiturstreit mit Kaiser Heinrich V. durch das Wormser Konkordat bei. Der Kaiser akzeptierte den Anspruch der Kirche auf das Recht, Bischöfe und Äbte selbst auszuwählen und zu ernennen (sog. Investitur). Im Gegenzug akzeptierte der Papst, dass die Wahl der deutschen Bischöfe und Äbte in Anwesenheit kaiserlicher Abgeordneter zu verhandeln sei, und dass der Gewählte seine weltlichen Hoheitsrechte erst durch anschließende Belehnung vom Kaiser erhalten solle.

1120 sprach er David von Menevia und 1123 Konrad von Konstanz heilig. Er starb 1124 in Rom und wurde in der Lateranbasilika beigesetzt. 
(BURGUND), Calixt II. (I40417)
 
3373 Nach dem Tod Vratislavs im Frühjahr 921 übertrug ihr die Stammesversammlung die Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn Wenzel. Die Erziehung des Thronfolgers und des jüngeren Boleslav sollte jedoch deren Großmutter Ludmilla übernehmen. Bald kam es zu einem Konflikt zwischen den beiden Frauen. Wenzel sei von Ludmilla und den christlichen Geistlichen verdorben worden, beschwerte sich Drahomira bei den böhmischen Großen. Er solle zu einem Fürsten erzogen werden und gliche stattdessen immer mehr einem Mönch. Sie beauftragte zwei Waräger aus ihrer Gefolgschaft namens Tunna und Gommon, ihre Schwiegermutter zu ermorden. Am 16. September 921 drangen diese in die Burg Tetín ein und erwürgten Ludmilla mit einem Strick. Anschließend verfügte Drahomíra die Vertreibung bayerischer Missionare aus dem Land...
Nach der Ermordung von Wenzel (929 oder 935) flüchtete sie zu den Charvaten.  
VON STODOR, Drahomíra (I36281)
 
3374 Nach dem Tod Wilhelms III. führte Theobald (belegt 1372-1414) die Herrschaft M. zeitweilig zusammen mit seinem Bruder Aymo (belegt 1371-99), einem Johanniter. 1405 musste er die Herrschaft wegen schlechter Verwaltung und wegen eines von ihm verübten Mordes an einem Cluniazenser von Payerne aufgeben. Er zog sich auf den Besitz seiner Frau im Aostatal zurück.  VON MONTENACH, Theobald (I41510)
 
3375 Nach dem Tode des Markgrafen Ekkehard I. im Jahr 1002 verlieh König Heinrich II. die Mark Meißen Gunzelin, Im Herbst des Jahres 1004 beteiligte sich Gunzelin an der erfolgreichen Belagerung der Burg Budusin (Bautzen), die der Polenherzog Boleslaw Chrobry bei seinem Feldzug gegen die Ekkehardiner besetzt hatte. Budusin wäre in Flammen aufgegangen, wenn dies nicht ein Befehl des Markgrafen Gunzelin verhindert hätte, berichtet der Merseburger Bischof Thietmar von Merseburg in seiner Chronik. Er vereinbarte nach Verhandlungen mit Boleslaw Chrobry den freien Abzug der polnischen Besatzung, die bei ihrem Rückzug weite Gebiete der Mark verwüsteten. Gunzelin residierte während der folgenden Jahre in Budusin, vermutlich in der Wallburg an der Lubasschanze nahe der Spree. Er wurde während dieser Zeit von den Meißener Grafen Hermann und Ekkehard, den Söhnen des vormaligen Markgrafen Ekkehard I, angefeindet und unerlaubter Selbsthilfe und des Verkaufs vieler wohl slawisch-christlicher Familien an jüdische Orienthändler bezichtigt, die diese Menschen als Sklaven im Kalifat von Córdoba an arabische Abnehmer verkauften. Auf einem Fürstentage zu Merseburg im Jahr 1009 wurde Gunzelin auf Geheiß des Königs schließlich als Markgraf abgesetzt und dem Gewahrsam des Bischofs Arnulf von Halberstadt übergeben. Er soll die acht Jahre seiner Gefangenschaft in dem Bauerndorf Ströbeck in der Magdeburger Börde verbracht und hier genug Muße gefunden haben, sich seiner Lieblingsbeschäftigung zu widmen, dem Schachspiel, das er nach den alten Regeln den dortigen Dorfbewohnern beibrachte. Einen Beleg dafür gibt es jedoch nicht. Nach anderen Berichten verbrachte Gunzelin einen Teil seiner Haft in Bamberg. Markgraf Gunzelin erhielt erst 1017 seine Freiheit zurück, nachdem ihn wie durch ein Wunder die Ketten von den Füßen gefallen waren. Seinen Hauptbesitz, den früheren Königshof Frose, erhielt er jedoch nicht mehr zurück. Über seine letzten Lebensjahre liegen keine Informationen vor.  VON MERSEBURG, Gunzelin (I36259)
 
3376 Nach dem Tode ihrer Eltern im Jahre 1208 kam sie an den Braunschweiger Hof zu ihrer gleichnamigen Schwester, die seit 1209 mit Kaiser Otto IV. verlobt und später kurze Zeit verheiratet war. Nach Ottos Tod (1218) holte ihr Vetter, der römische König (1220 Kaiser) Friedrich II., sie an seinen Hof, meist Hagenau im Elsass. Friedrich vermittelte das Verlöbnis mit König Ferdinand II. von Kastilien, der 1230 nach dem Tode seines Vaters König Ferdinand III. von Kastilien und León wurde.[2]

Am 30. November 1219 heiratete sie im Alter von vierzehn Jahren in Burgos den sechs Jahre älteren Ferdinand. Beatrix wurde in Spanien Elisabeth und Isabella genannt.[1] Aus der Ehe mit Ferdinand gingen zehn Kinder hervor:

Ihr Sohn Alfons X., ab 1252 als Nachfolger seines Vaters König von Kastilien und León, wurde in Deutschland bei der Doppelwahl von 1256/57 mit gleicher Stimmenzahl als Gegenkönig von Richard von Cornwall gewählt. Auch wenn Alfons im Gegensatz zu seinem Konkurrenten Deutschland nie betreten hat und nicht gekrönt wurde, bestand er auf seiner Rolle als deutscher König und wurde erst im Jahre 1273 durch die einstimmige Wahl Rudolfs I. von Habsburg, die das Interregnum beendete, abgesetzt. Diese Episode klingt weniger bizarr, wenn man sich bewusst macht, dass Alfons über seine Mutter ein halber Staufer war und dass sein mütterlicher Großvater Philipp von Schwaben ebenfalls ein deutscher Gegenkönig war.

Beatrix wurde zunächst im Kloster Santa María la Real de Las Huelgas bei Burgos bestattet. Später wurde sie nach Sevilla überführt, wo ihr Gemahl, der 1671 heiliggesprochen wurde, in der Kathedrale eine Ruhestätte erhielt. Ihr repräsentatives Grabmal befindet sich dort in der Capilla Real. 
VON SCHWABEN, Beatrix die Jüngere (I40257)
 
3377 Nach dem Tode König Heinrichs 936, der in Memleben starb und dann auf dem Burgberg in Quedlinburg bestattet wurde, gründete Königin Mathilde dort ein Stift. Die Nonnen sollten des verstorbenen Königs und anderer Verstorbener gedenken und Töchter höheren Adels erziehen. Dieses Stift leitete Mathilde die ersten 30 Jahre und übergab seine Leitung 966 an ihre Enkelin Mathilde, die Tochter Ottos des Großen. Diese war die erste Äbtissin des Stiftes Quedlinburg. Daneben stiftete Mathilde aber auch auf ihren anderen Besitztümern Klöster. In der Frage der Thronfolge bevorzugte sie anscheinend ihren Sohn Heinrich vor Otto, was zu so starken Zerwürfnissen führte, dass sie sich eine Zeit lang auf ihre Güter im Raum Enger/Herford zurückziehen musste. In Enger gründete sie um 947 ein Kanonikerstift.

Mathilde zeichnete sich namentlich als Wohltäterin der Armen und Gründerin von geistlichen Stiftungen aus. Sie führte den Titel einer Äbtissin von Nivelles und starb in dem von ihr zu Quedlinburg gegründeten Stift. Mathilde wurde wie ihr Mann in der dortigen Stiftskirche begraben. Eine Gedenktafel für sie fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg. Ihrem Patrozinium sind die Kirchen St. Mathilde (Laatzen) und St. Mathilde (Quedlinburg) sowie das Mathilden-Hospital unterstellt.  
(IMMEDINGER), Mathilde (Heilige) (I1581)
 
3378 Nach dem Tode seines Vaters 1236 teilte Konrad das Zähringer-Erbe mit seinem jüngsten Bruder Heinrich, während der zweite Sohn Eginos, Gebhard, als päpstlicher Kaplan und Pfarrrektor in Freiburg leer ausging. Heinrich, der sich fortan Graf von Fürstenberg nannte, erhielt die Herrschaft auf dem Schwarzwald und in der Baar. Für die Herren von Freiburg erwies sich die Erbteilung auf lange Sicht als verhängnisvoll, denn der Breisgau und die Ortenau waren als wirtschaftliche Basis allein zu klein, um den steigenden Geldbedarf der Freiburger Grafen zu decken. Zunächst jedoch verfügten sie mit den Silberschürfrechten im Schwarzwald und den Gewinnen aus dem Fernhandel über ein solides Einkommen. VON FREIBURG, Konrad (I10335)
 
3379 Nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches 476 gerieten die an der mittleren Donau siedelnden germanischen Völker in Unruhe. Die Heruler siedelten in dieser Zeit an der March.

Der spätantike Geschichtsschreiber Jordanes berichtet von einem König namens Rodulf, der im hohen Norden über mehrere Völker herrschte, bevor er zum Ostgotenkönig Theoderich nach Italien flüchtete.[1] Ein Herulerkönig namens Rodulf wird auch in anderen spätantiken und frühmittelalterlichen Quellen erwähnt, so von Prokopios von Caesarea[2] und Paulus Diaconus.[3] Vermutlich beziehen sich alle Aussagen auf dieselbe Person, wenngleich der Bericht bei Jordanes nur im Kern historisch ist; eine Herkunft aus Skandinavien ist hingegen unhistorisch.

Zu den Nachbarn der Heruler gehörten Anfang des 6. Jahrhunderts das Ostgotenreich unter Theoderich dem Großen rechts der Donau, die Langobarden in Mähren und Pannonien links der Donau und die Gepiden in Ostungarn an der unteren Donau.[4]

Unter ihrem Anführer Rodulf gerieten die Heruler in Konflikt mit den Langobarden. Diese zerstörten schließlich das Reich der Heruler um 508 und wurden anschließend zur (vorläufig) dominierenden Macht an der mittleren Donau. 
(HERULER), Rodulf (I37007)
 
3380 Nach den Angaben der Udalrichs-Vita hieß Udalrichs Vater Hupald, über dessen Abstammung, Leben und Wirken jedoch weiter nichts bekannt ist. Sollte er mit jenem Hupold identisch sein, der nach Ausweis des St. Gallener Urkundenbuches zwischen 883 und 899 einige Male bei Rechtsgeschäften der Abtei St. Gallen im Thurgau an vornehmer Stelle unter den weltlichen Zeugen erscheint, so würde eine solche (vielleicht vorübergehende) Wirksamkeit im Bereich St. Gallens zumindest mit der Tatsache der späteren Erziehung Udalrichs in der dortigen Klosterschule gut zusammenstimmen. VON DILLINGEN, Hucbald I. (I47158)
 
3381 Nach den Europäischen Stammtafeln kam Theoderata um das Jahr 868 als Tochter des Graf Aleram (Aleran) von Troyes zur Welt.[2] Christian Settipani weist jedoch darauf hin, dass diese Theorie vollkommen unbelegt sei,[3] sodass es keine gesicherten Erkenntnisse über die Herkunft Theoderatas gibt.

Im Alter von 16 Jahren heiratete sie den Grafen Odo von Paris,[1] der sie und ihre gemeinsamen Kinder wegen seiner militärischen Aktivitäten gegen die Normanneneinfälle ins Westfrankenreich oft allein in Paris zurückließ – sogar dann, wenn die Stadt belagert wurde.[1]

Wenige Jahre nach der Hochzeit wurde ihr Mann im Februar 888 zum westfränkischen König gekrönt, indem der legitime Thronerbe Karl, Sohn aus der zweiten Ehe Ludwigs II., gegen dessen Mutter ein Prozess wegen Ehebruchs lief, übergangen wurde. Erst nach dem Tod Odos im Jahr 898 wurde Karl als König Karl III. gekrönt, während Odos Witwe vom Hof verbannt wurde.[1] Sie ging dann eine zweite Ehe mit Otto, einem Angehörigen des lotharingischen Adels, ein und wurde wahrscheinlich dessen zweite Ehefrau.[4][5] Theoderata starb, von ihren Zeitgenossen vergessen, nach dem Jahr 903. 
..., Theoderata (I39229)
 
3382 Nach den Europäischen Stammtafeln war Adelheid mit Guigues I. Comte d'Albon verheiratet. Sie wäre dann Herrin derjenigen Grafschaft gewesen, die als die einzige gilt, die ihre Mutter als Witwe nicht unter ihrer Herrschaft halten konnte. Dies ist aber extrem unwahrscheinlich, da Adelheid zwischen 1060 und 1062, also im Alter von wahrscheinlich nicht mehr als zehn Jahren, Rudolf von Rheinfelden, den Herzog von Schwaben, heiratete. Gänzlich ausgeschlossen ist, dass sie die Mutter von Guigues Söhnen war, da der jüngere der beiden bereits 1025 geboren wurde.  VON TURIN \VON SAVOYEN, Adelaide \ Adelheid (I17781)
 
3383 Nach der Absetzung des Ostfränkischen Königs Karls des Dicken zerfiel dessen Reich, und auf dem Boden seiner burgundischen Landesteile ließ sich Rudolf, der seit 872 hier als Markgraf von Transjuranien regierte, 888 in Saint-Maurice-d'Agaune von den Großen zum König von Burgund ausrufen und wurde auch von Kaiser Arnulf von Kärnten anerkannt. Er starb nach einer friedlichen Regierungszeit.

Das von ihm begründete Hochburgund umfasste die spätere Freigrafschaft Burgund, die Westschweiz, Basel, das Wallis, Aosta und Teile der Zentralschweiz.

Er war verheiratet mit Willa von Burgund, wohl einer Tochter des Boso von Vienne, des Königs von Niederburgund (Cisjuranien), mit der er vier Kinder hatte: 
VON BURGUND, Rudolf I. (I37545)
 
3384 Nach der Absetzung und Verbannung seines Vaters als Parteigänger des Königs Lothar I. blieben Lambert II. und sein Bruder Warnarius (Garnier) 834 in der Grafschaft Nantes.

Lambert kämpfte am 25. Juni 841 in der Schlacht von Fontenoy-en-Puisaye auf der Seite Karls des Kahlen gegen Graf Richwin von Nantes, den Nachfolger seines Vaters. Richwin fiel, aber die Grafschaft Nantes, die Lambert als sein legitimes Erbe betrachtete, wurde Graf Renaud von Herbauges gegeben, woraufhin Lambert die Dienste Karls verließ und sich dem Bretonen Nominoë anschloss.

Renaud schlug 843 Lambert und seine Verbündeten, den Bretonen Nominoë und den Wikinger Hasting in der Schlacht von Messac[1], unterlag jedoch kurz darauf, am 24. Mai 843 (IX Kalendas junii der Chronik von Aquitanien) in der Schlacht von Blain, in der er auch getötet wurde[2]. Die Einwohner von Nantes weigerten sich, Lambert als Graf anzuerkennen, zumal er verdächtigt wurde, die Loire-Normannen in die Stadt geführt zu haben, die sie am 24. Juni plünderten, wobei sie den Bischof in der Kathedrale töteten. Nachdem seine Verbündeten abgezogen waren, konnte Lambert sich schließlich in den Besitz der Stadt bringen.

Lambert tötete 844 den Grafen Bernhard von Poitiers und den Sohn und Nachfolger Renauds, Hervé von Herbauges[3]. Ende Oktober oder Anfang November 845 löste Lambert das Bündnis mit Nominoe und unterwarf sich dem König, der ihn in seiner Funktion als Graf von Nantes beließ und ihm zudem die Grafschaft Angers und die Bretonische Mark übertrug.

Im Dezember 846 wurde Lambert vom König aus dem Nantais verjagt. Karl der Kahle versuchte von 846 bis 849 einen seiner Männer, Amaury, als Graf von Nantes durchzusetzen. Karl der Kahle rief Lambert 849 zurück und vertraute ihm das Nantais, die Grafschaft Rennes und das Land südlich der Loire (wohl Herbauges) an.

Nach dem 15. August 850 besetzten Nominoe und der wieder mit ihm verbündete Lambert, der von Karl erneut abgesetzt worden war, Rennes und Nantes und ließen die Stadtmauern abreißen, um eine Rückkehr der königlichen Truppen zu verhindern. Lambert begleitete Nominoë 851 bei dessen Feldzug gegen Neustrien. Nach dem plötzlichen Tod des Bretonen in Vendôme am 7. März 851, übernahm Lambert das Kommando und leitete den Rückzug der Bretonen. Anschließend kämpfte er am 22. August in der Schlacht von Jengland bei Grand-Fougeray, in der die Franzosen vernichtend geschlagen wurden, an der Seite Erispoës, Nominoës Sohn und Nachfolger. Der vor Jahresende geschlossene Vertrag zwischen Karl und Erispoë, in dem Letzterem der Königstitel zuerkannt und die Bretonische Mark mit Rennes und Nantes abgetreten wurde, vernichtete Lamberts Hoffnung, sich in der Region dauerhaft festsetzen zu können.

Beim Versuch, sich zwischen Maine und Anjou ein neues Herrschaftsgebiet aufzubauen, wurde Lambert am 1. Mai 852 in einem Gefecht mit den Rorgoniden getötet[4]. Lambert wurde in „Saponarias“[5] beigesetzt.

Um 850/851 hatte Lambert Rotrud geheiratet, die Tochter des ehemaligen Kaisers Lothar. Mit ihr hatte er einen Sohn, Witbert (Wicbert), für den Lothars Sohn Lothar II. die Vormundschaft übernahm, und der 869, nach dem Tod Lothars II., im Gegenzug Vormund von dessen Sohn Hugo, Herzog im Elsass wurde. Witbert trug zwar den Grafentitel, hatte aber in Nantes offenbar keine Befugnis mehr. 
VON DER BRETAGNE, Lambert II. (I18421)
 
3385 Nach der Erbteilung erhielt er den Freisitz Uster. Er willigt 1615 ein für 10.000Gulden die Herrschaft Sax-Forstegg an die Stadt Zürich zu verkaufen FREIHERR VON HOHENSAX, Johann Christoph Friedrich (I28097)
 
3386 Nach der Ermordung des auswärtigen Trierer Erzbischofs Kuno I. von Pfullingen 1066 wählte das Trierer Domkapitel mit Udo von Nellenburg eines seiner eigenen Mitglieder zum neuen Erzbischof von Trier.
Udo von Nellenburg stammte aus einem oberschwäbischen Grafengeschlecht der Grafen von Nellenburg und ist der älteste Sohn des Grafen Eberhard VI. von Nellenburg. Er empfing um 1067 die Bischofsweihe. Den Vorwurf simonistischer Machenschaften anlässlich seiner Wahl konnte er gegenüber Alexander II. bei einem Rombesuch im Folgejahr erfolgreich entkräften.

Ab 1075 erlebte er den Investiturstreit zwischen Papst Gregor VII. und König Heinrich IV. aus nächster Nähe und war zwischen allen Fronten stets ein gesuchter Vermittler. Udo erlebte allerdings den Frieden zwischen Papsttum und Reich nicht mehr. Im August 1077 verhandelte er noch mit den Anhängern des Gegenkönigs Rudolf um einen fairen Ausgleich, er blieb auch mit dem römischen Papst und dessen Legaten in Verbindung und empfing im März 1078 vom Papst einen Brief mit der Bitte, weiterhin für die Wiederherstellung des Friedens zu wirken. Erzbischof Udo ist daraufhin im Heer König Heinrichs IV. bei der Belagerung von Tübingen gestorben. Seine letzte Ruhestätte fand er im inzwischen vollendeten Trierer Dom. 
VON NELLENBURG, Udo (I36576)
 
3387 Nach der Grundschule in Zürich absolvierte R. seine weitere Ausbildung, die auf Staatsdienst oder eine polit. Karriere ausgerichtet war, in Frankreich (fünf Jahre) und Italien (vier Jahre), wo er neben dem Erlernen der Sprache v.a. Rechtsstudien betrieb. 1586 trat er in Zürich als geschworener Schreiber in den Staatsdienst und erhielt gleichzeitig als Vertreter der Widderzunft Einsitz im Gr. Rat. Nur zwei Jahre später gelangte er in den Kl. Rat und diente 1587-1608 als Zensor, 1588-1606 als Obervogt von Wiedikon, 1590 als eidg. Landvogt in den Freien Ämtern sowie 1594-1606 als Obmann gemeiner Klöster. Als Reformfreund sass er 1601 an der Spitze der obrigkeitl. Kommission für eine neue Schulordnung, die den Schülern eine genügende Grundausbildung für höhere Studien verschaffen sollte. 1607 zum Bürgermeister erkoren, bestimmte R. von Beginn weg die Politik. Zusammen mit Leonhard Holzhalb gelang ihm ab 1609 eine erfolgreiche Bündnispolitik. Mit Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick half er nach dem Gachnangerhandel von 1610 mit, einen Krieg mit den kath. Orten zu verhindern, sowie neue Bündnisse mit dem Markgf. von Baden-Durlach (1612), mit Frankreich (1614) und Venedig (1615) abzuschliessen. R. wurde zu einer bestimmenden Persönlichkeit in der eidg. Politik, ohne dessen Einverständnis in Verhandlungen mit den 13 Orten kaum etwas möglich war. Innenpolitisch setzte R. eine Konsenslösung in der von Antistes Johann Jakob Breitinger geforderten Staatsreform (die Zürcher Wahlpraktiken betreffend) von 1622 durch. RAHN, Hans Rudolf (I5862)
 
3388 Nach der Krönung Rogers II. zum König von Sizilien wurde sein Sohn Roger 1130 als Roger III. zum Herzog von Apulien ernannt. Er half seinem Vater bei der Eroberung weiterer Gebiete in Unteritalien und beim Niederschlagen eines Aufstands unteritalienischer Barone und Städte 1139.

1139/40 heiratete Roger III. Elisabeth von Blois, eine Tochter des Grafen von Blois Theobald IV. Diese Ehe blieb kinderlos. Roger III. hatte jedoch bereits vor seiner Hochzeit zwei uneheliche Söhne von einer Tochter des Grafen Accardus von Lecce, deren Name nicht überliefert ist. Der älteste dieser Söhne, Tankred von Lecce, wurde 1190 als Gegenkönig zu Konstanze von Sizilien, einer Tochter Rogers II. aus dessen dritter Ehe und somit Halbschwester Rogers III., gewählt.

Roger III. starb am 2. Mai 1149 noch vor dem Tod seines Vaters. 
(APULIEN), Roger III. (I40574)
 
3389 Nach der Niederlage im Zweiten Kappelerkrieg 1531, wo Zwingli den Tod fand, musste Bremgarten mit dem übrigen Freiamt zum katholischen Glauben zurückkehren. Bullinger und zwei Amtsbrüder mussten die Stadt verlassen, auch wenn die Bevölkerung sie ungern gehen sah. Bullinger kam mit seiner Frau Anna und zwei kleinen Kindern als Flüchtling nach Zürich, wo er schon am Sonntag nach seiner Ankunft auf Zwinglis Kanzel im Grossmünster «eine Predigt herunterdonnerte, dass es vielen vorkam, Zwingli sei nicht tot, sondern gleich dem Phoenix wieder auferstanden» (Oswald Myconius).[8] Im Dezember desselben Jahres wurde er mit 27 Jahren zum Nachfolger Zwinglis als Antistes der Zürcher Kirche gewählt. Er nahm die Wahl erst an, als ihm der Rat ausdrücklich zugesichert hatte, er könne seine Verkündigung «frei, ungebunden und ohne Einschränkung» halten, auch wenn dabei Kritik an der Obrigkeit nötig sei. Er blieb in diesem Amt bis zu seinem Tod 1575.

1536 verfasste er zusammen mit Oswald Myconius und Leo Jud das erste Helvetische Bekenntnis, das von Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen, St. Gallen, Mülhausen und Biel gemeinsam herausgegeben wurde.

Bullingers Gastfreundschaft gab in Zürich ein Beispiel und die Stadt nahm viele protestantische Flüchtlinge auf, beispielsweise 1555 aus Locarno und nach dem Tod von Heinrich VIII. aus England. Als diese Flüchtlinge nach dem Tod von Maria I. Tudor wieder nach England zurückkehrten, nahmen sie Bullingers Schriften mit, die dort starke Verbreitung fanden. Von 1550 bis 1560 gab es in England 77 Auflagen von Bullingers Dekaden und 137 Auflagen seines Hausbuchs (zum Vergleich: die Institutiones von Calvin erlebten in der gleichen Zeit zwei englische Auflagen).

Obwohl Bullinger selbst die Schweiz nie mehr verlassen hat, seitdem er Antistes von Zürich wurde, hatte er Briefwechsel mit ganz Europa und war so ausgezeichnet informiert, dass er sogar eine Art Zeitung über politische Ereignisse herausgab.[9]

Zusammen mit Johannes Calvin erarbeitete er den Consensus Tigurinus von 1549, der eine Einigung in der Abendmahlfrage zwischen Zwinglianern und Calvinisten bedeutete, wodurch in der Schweiz eine Separatentwicklung der verschiedenen reformierten Richtungen verhindert wurde.

Selbst schwer erkrankt und von Conrad Gessner, Stadtphysicus von Zürich, gepflegt, verlor Bullinger im Jahr 1565 durch eine Pestepidemie seine Frau und drei Töchter.

Ethelbert William Bullinger (1837–1913), ein führender Theologe des amerikanischen Protestantismus und Herausgeber der Companion Bible, ist ein direkter Nachfahre.  
BULLINGER, Heinrich (I3565)
 
3390 Nach der Promotion zum Dr. med. an der Universität Marburg im Jahr 1764 arbeitete Busch zunächst in Marburg als Stadt- und Landphysicus, ab 1765 auch als Garnisonsmedicus. Im Oktober 1765 wird er dritter ordentlicher Professor an der Medizinischen Fakultät der Marburger Universität. Ab 1767 war er auch Physicus des Deutschen Ordens in Marburg. Zweiter Ordentlicher Professor der Medizin wird er dann 1878, Professor primarius schließlich im Jahr 1783. Seine Hauptlehrgebiete waren Anatomie, Chirurgie, Physiologie, Pathologie, Entbindungskunst, Frauen- und Augenheilkunde. Zwischen 1770 und 1785 war er mehrfach Dekan der Medizinischen Fakultät.

Sein Sohn ist der Mediziner Johann David Busch, sein Enkel der Chirurg Dietrich Wilhelm Heinrich Busch. Er war wie diese Freimaurer und gehörte den Marburger Logen Zu den drey Löwen und Zum gekrönten Löwen an.

Literatur
Catalogus Professorum Academiae Marburgensis, bearb. v. Franz Gundlach. Marburg: Elwert 1927 S. 190f.
Stefan Redies: Freimaurer, Tempelritter und Rosenkreuzer. Zur Geschichte der Geheimbünde in Marburg im 18. Jahrhundert. Marburg: Tectum 1998. 
BUSCH, Johann Jakob (I48331)
 
3391 Nach der Promotion zum Dr. med. an der Universität Marburg im Jahr 1781 wurde David Busch noch im selben Jahr außerordentlicher Professor für Physiologie, Chirurgie und Pharmakologie an seiner Heimatuniversität und nur ein Jahr später ordentlicher Professor. Ab 1786 war er Stadt- und Landphysicus in Marburg. Als Direktor der Tierarzneischule (Zootomisches Theater) lehrte er auch Vieharzneikunde, und er wurde als Nachfolger von Georg Wilhelm Stein Direktor der Entbindungsanstalt von 1820 bis 1824, nachdem er schon 1789 Hebammenlehrer geworden war. Er war zwischen 1784 und 1830 vielfach Dekan der Medizinischen Fakultät.

David Busch gehörte seit 1789 auch dem von Johann Heinrich Jung-Stilling gegründeten Staatswissenschaftlichen Institut an, als dessen Vorsteher er zwischen 1782 und 1829 mehrfach fungierte. Er erhielt 1815 den Titel Kurfürstlicher Hessischer Hofrat und 1827 Geheimer Hofrat.

Sein Vater war der Marburger Mediziner von Johann Jakob Busch, sein Sohn der Chirurg und Geburtshelfer Dietrich Wilhelm Heinrich Busch. Wie Vater und Sohn war er aktiver Freimaurer, zunächst seit 1778 in der Marburger Loge Zum gekrönten Löwen bis zum Verbot der Freimaurerei in der Landgrafschaft Hessen-Kassel im Jahr 1793, nach Neugründung der Loge Marc Aurel zum flammenden Stern 1812 dann deren Mitglied u. a. als Meister vom Stuhl und als Repräsentant der Großen Mutterloge von Kurhessen bis zum neuerlichen Verbot 1824.

Werke
Rezept-Taschenbuch für angehende Thierärzte und Landwirthe, welches eine kurze Beschreibung der gewöhnlichsten Krankenheiten der Hausthiere, und der bewährtesten Heilmittel derselben enthält : in alphabetischer Ordnung bearbeitet ; mit 3 Kupfertafeln. Marburg : Neue Akad. Buchh., 1801 Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf.
Literatur
Catalogus Professorum Academiae Marburgensis, bearb. v. Franz Gundlach. Elwert, Marburg 1927, S. 190f.
Stefan Redies: Freimaurer, Tempelritter und Rosenkreuzer. Zur Geschichte der Geheimbünde in Marburg im 18. Jahrhundert. Tectum, Marburg 1998. 
BUSCH, Johann David (I48330)
 
3392 Nach der Vertreibung seines Bruders Herzog Bolesław II. durch den polnischen Adel und die Kirche wurde der jüngere Sohn von Herzog Kasimir I. Karl und der Maria Dobroniega auf den polnischen Thron in Krakau gesetzt. Władysław unterstützte die Politik der Verständigung mit dem Reich und Böhmen, indem er dem Letzteren wieder die Tributrechte für den Besitz Schlesiens zugestand. Er war kein aktiver Monarch, die tatsächliche Macht in seinen Händen sammelte der Wojewode Sieciech. Dies brachte Unzufriedenheit des Adels hervor, der schließlich anfing, seine Söhne Zbigniew und Bolesław zu unterstützen. Dies führte im Jahre 1097 zu einem verschärften Konflikt und 1099 zur anschließenden Teilung des Landes. Zbigniew bekam als Herrschaftsbezirk Großpolen mit Kujawien zugesprochen, während der jüngere Bolesław Schlesien und Kleinpolen erhielt. Er selbst, als "Senior", übernahm Masowien und die Oberherrschaft über ganz Polen. Władysław Herman krönte sich nicht zum König, da er sich dem Kaiser unterstellte, den er im Investiturstreit unterstützte. 1091 unterwarf er vorübergehend Pommern durch die Einnahme von Stettin.  HERMAN, Wladyslaw I. (I1553)
 
3393 Nach einer Ausbildung zum Krämer betätigte sich W. im Fernhandel mit Italien. Dank seiner Italienischkenntnisse wurde er in die Aussenpolitik einbezogen, so im Dez. 1512 bei der Einsetzung von Massimiliano Sforza als Hzg. von Mailand. 1513 nahm W. als Fähnrich in der Schlacht bei Novara teil. 1517 gelangte er als Zwölfer der Zunft zur Saffran in den Gr. Rat und 1521 als deren Zunftmeister in den Kl. Rat von Zürich. Im gleichen Jahr führte er mit Jörg Berger die für lange Zeit letzten Zürcher Soldtruppen an, die für den Papst Parma und Piacenza zurückeroberten; ein Soldbündnis mit Frankreich lehnte der Zürcher Rat 1521 ab. Wegen der Weigerung des Papstes, den ausstehenden Sold zu entrichten, liess W. als Seckelmeister 1524 im Zug der Reformation den Einzug der Kirchenschätze zur Sicherstellung des Solds verfügen. Er wurde zum Gegner fremder Dienste und sass der reformator. Pensionen- sowie der Arbeitsbeschaffungskommission für erwerbslose Reisläufer vor. Als er während des 2. Kappelerkriegs als eidg. Landvogt von Locarno amtierte, wurde er von den kath. Orten gefangen genommen. Zurück in Zürich wirkte er 1531 erneut als Kleinrat und Seckelmeister. Er trug massgeblich zur Sanierung der kriegsgeschädigten Stadtkasse bis 1540 bei. W. war ein hartnäckiger Vertreter der ref. Zürcher Politik. Gegen harte Widerstände setzte er mit Heinrich Bullinger 1555 die Aufnahme der Locarneser Reformierten in Zürich durch.
Literatur
– L. Weisz, Die W. 1, 1949, 16-59
– GKZ 2, 186

Autorin/Autor: Martin Lassner 
WERDMÜLLER, Jakob (I2029)
 
3394 Nach einer Urkunde aus dem Jahr 1294 gab es zu dieser Zeit das Gut Eikamp. Der Name bedeutet für sich allein liegende Weide. Hier wohnten Gerhard von Eykamp und sein Sohn Arnold. Um 1700 findet Hermann zu Eycamp Erwähnung, der über 14 Faschinen.und 42 Pfähle verfügte. Die Ortschaft war zu dieser Zeit Teil der Honschaft Scherf. KLEY, Elisabeth Maria (I124)
 
3395 Nach Heddesheim kamen besondere auch 1572 franzoesische reformierte, fliehende Hugenotten, die ja zu Fried-richsfeld beklagen. Daher stammen die Namen Galles und Alles in unse-rer Gemeinde. Ursprünglich hießen sie Gallois und Allois. Der Name Gallois, jetzt Galles, ist in unserer Gemeinde ausgestrahlt, aber frueher hat ein Geschlecht dieses im Namen unseres Großvaters Rolle gespielt in Unserem Ort, der weder Kirchenbücher zu ersehen ist noch ein Gallois Krieg lange Zeit Kirchengemeinderat. Jetzt kommen Galles noch in der Nachbarbar Frühling. Gallois heisst auf deutsch: Gallier, und so viele der Franzosen wurden wiedergeboren, sie gewannen Namen und Namen (S. 12-13).
Der Name wird teils Gallois geschrieben, teilt nur Galloi (ohne s).
Aus dem Strafakten der Pfarrei: "Wegen Einigen Fluchens Susannae, breiteren Mann Louis Galloi, hat obannann Susanna gutwillig für die Armen geben 15 Albus, ut supra." (S. 20)
Aus: Wilhelm Schuster: Chronik von Heddesheim.

1562 Estienne Gallois, Schoeffe in Vassé an der Blaise (Dep. Haute-Marne)
1562 Pierre Gallois
1659 einmal erwaehnt Anton Gallois in Heddesheim
1664 Louis (Ludwig) I. Gallois in Heddesheim als Kirchenältester (Ge-nier) bezeichnet. Desserts Ehefrau Elisabeth ist Patin 11.03.1660

(Huguenot Français serait descendant von Estienne GALLOIS, echevin, reconnu und 1562 à Vassy (Wassy52) aurait immigré in Heddes-heim (RFA) Suite aux Guerres Ca-tholique / Protestant)

Die Familie mit dem Franzosenischen Namen (Gallier?) gehört zu den reformierten Glaubensflüchtlinge, die 1572 aus der Wallonie - Spaniens Niederlande - in der Kurpfalz (Heddesheim und Schönau) angesiedelt wurden. Im Eide- und Ämterbuch v. Ladenburg (ab 1560) ist nicht die Familie oder Cousine zu finden.

GALLOIS. I. PIERRE, RPR, avocat, épousa Anne Morel, nicht il eut:
1. Samuel, 19. Sept. 1612th
2. Olympe, mariée à Philippe de Vigneulles.

METZ Dokumente Genealogies 1561-1792
http://gallica.bnf.fr

Écuyer, RPR, Avocat gegen Metz (06.02.1634) 
GALLOIS, Pierre \ Peter (I1154)
 
3396 Nach Herzog Gotfrids Tod 709 übernahm Theudebald zusammen mit seinem Bruder Lantfrid das Amt des alamannischen Herzogs. Beide Brüder standen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber.

Klosterbischof Pirmin gründete 724 unter dem Schutz des Hausmeiers Karl Martell das Kloster Reichenau inmitten des alamannischen Herzogtums, was von Lantfrid und Theudebald als Provokation aufgefasst wurde. Theudebald vertrieb 727 den Abt Pirmin ob odium Karoli (aus Hass gegen Karl) und 732 den Nachfolger Abt Heddo aus dem Kloster Reichenau.

730 führte Karl Martell einen Feldzug gegen die Herzöge Theudebald und Lantfrid. Lantfrid starb noch im selben Jahr und Theudebald übernahm daraufhin das alleinige Herzogenamt.

742 erhob sich Theudebald zusammen mit den Vaskonen, Bajuwaren und Sachsen im Elsass gegen die Hausmeier Karlmann und Pippin III. 743 erlitten Theudebald und der Bajuwarenherzog Odilo eine Niederlage am Lech gegen beide Hausmeier. Karlmann schlug im Jahre 746 einen Aufstand in Alemannien nieder und setzte sich dort als Herrscher durch. 
(ALAMANNE), Theudebald (I24198)
 
3397 Nach Herzog Gotfrids Tod 709 übernahm Theudebald zusammen mit seinem Bruder Lantfrid das Amt des alamannischen Herzogs. Beide Brüder standen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber.

Klosterbischof Pirmin gründete 724 unter dem Schutz des Hausmeiers Karl Martell das Kloster Reichenau inmitten des alamannischen Herzogtums, was von Lantfrid und Theudebald als Provokation aufgefasst wurde. Theudebald vertrieb 727 den Abt Pirmin ob odium Karoli (aus Hass gegen Karl) und 732 den Nachfolger Abt Heddo aus dem Kloster Reichenau.

730 führte Karl Martell einen Feldzug gegen die Herzöge Theudebald und Lantfrid. Lantfrid starb noch im selben Jahr und Theudebald übernahm daraufhin das alleinige Herzogenamt.

742 erhob sich Theudebald zusammen mit den Vaskonen, Bajuwaren und Sachsen im Elsass gegen die Hausmeier Karlmann und Pippin III. 743 erlitten Theudebald und der Bajuwarenherzog Odilo eine Niederlage am Lech gegen beide Hausmeier. Karlmann schlug im Jahre 746 einen Aufstand in Alemannien nieder und setzte sich dort als Herrscher durch. 
AGILOLFINGER, Theudebald (I36726)
 
3398 Nach Herzog Gotfrids Tod 709 übernahmen Lantfrid und sein Bruder Theudebald das Amt des alamannischen Herzogs. Möglicherweise übte Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus.

Beide Brüder standen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Die zunächst als Hausmeier aufstrebenden Karolinger bemühten sich um eine Konsolidierung des Frankenreiches und gerieten dadurch in Konflikt mit den Alamannenherzögen. 722/723 führte Karl Martell einen Feldzug vor allem gegen Theudebald, der vorübergehend aus seinem Herrschaftsgebiet vertrieben wurde. Lantfrid konnte den Norden des Herzogtums vorerst halten. 724 gründete Klosterbischof Pirmin unter dem Schutz Karl Martells das Kloster Reichenau inmitten des alamannischen Herzogtums, was von Lantfrid und Theudebald als weitere Provokation aufgefasst wurde. Theudebald vertrieb 727 den Abt Pirmin, ob odium Karoli (aus Hass gegen Karl Martell) und 732 den Nachfolger Abt Heddo vom Kloster Reichenau.

Nach dem Eingangsbericht zweier Handschriften soll zu Zeiten des Herzogs Lantfrid das alamannische Stammesrecht als Lex Alamannorum neu gefasst worden sein. Hierbei dürfte es sich allerdings um eine spätere Fälschungsnotiz des Klosters Reichenau (Bodensee) handeln.

730 führte Karl Martell einen Feldzug gegen die Herzöge Theudebald und Lantfrid, der noch im selben Jahr verstarb. Herzog Theudebald übernahm daraufhin das alleinige Herzogenamt in der Alamannia. In den folgenden Jahren wurden die Alemannen geschlagen und schließlich wieder fest in den fränkischen Reichsverband eingegliedert. 
N., Lantfrid (I24197)
 
3399 Nach Herzog Gotfrids Tod 709 übernahmen Lantfrid und sein Bruder Theudebald das Amt des alamannischen Herzogs. Möglicherweise übte Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus.

Beide Brüder standen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Die zunächst als Hausmeier aufstrebenden Karolinger bemühten sich um eine Konsolidierung des Frankenreiches und gerieten dadurch in Konflikt mit den Alamannenherzögen. 722/723 führte Karl Martell einen Feldzug vor allem gegen Theudebald, der vorübergehend aus seinem Herrschaftsgebiet vertrieben wurde. Lantfrid konnte den Norden des Herzogtums vorerst halten. 724 gründete Klosterbischof Pirmin unter dem Schutz Karl Martells das Kloster Reichenau inmitten des alamannischen Herzogtums, was von Lantfrid und Theudebald als weitere Provokation aufgefasst wurde. Theudebald vertrieb 727 den Abt Pirmin, ob odium Karoli (aus Hass gegen Karl Martell) und 732 den Nachfolger Abt Heddo vom Kloster Reichenau.

Nach dem Eingangsbericht zweier Handschriften soll zu Zeiten des Herzogs Lantfrid das alamannische Stammesrecht als Lex Alamannorum neu gefasst worden sein. Hierbei dürfte es sich allerdings um eine spätere Fälschungsnotiz des Klosters Reichenau (Bodensee) handeln.

730 führte Karl Martell einen Feldzug gegen die Herzöge Theudebald und Lantfrid, der noch im selben Jahr verstarb. Herzog Theudebald übernahm daraufhin das alleinige Herzogenamt in der Alamannia. In den folgenden Jahren wurden die Alemannen geschlagen und schließlich wieder fest in den fränkischen Reichsverband eingegliedert. 
AGILOLFINGER, Lantfrid (I36725)
 
3400 nach ihrem vermuteten Vaer herzog Otto II. von Schwaben, wird sie Richenza von Schwaben genant.
diese These ist nach heutigem Forschungsstand kaum noch haltbar, da Richenza ihren Söhnen drei Haupthöfe entlang des linken Ufers der Unterelbe mit ca. 150 Hufen hinterließ, die im Gemengelage mit dem Erbgut des Billungers Wichmann II. liegen, dürfte sie eine Nachfahrin seines Bruders Eckberts des Einäugigen gewesen sein, wahrscheinl. die Erbtochter seines Enkels wichmann IV. 
VON SACHSEN, Richenza (I22768)
 

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