Treffer 3,401 bis 3,450 von 6,111
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| 3401 | Im Jahr 1017 reiste Wilfried mit seinem Vater nach Rom, um dort Papst Benedikt VIII. um die Einrichtung eines Bistums für die Grafschaft Besalú zu ersuchen, das mit Wilfried als seinem ersten Bischof besetzt werden sollte. In der Grafschaft waren einige der bedeutendsten Klöster Kataloniens beheimatet, die mit ihren Pfarreien allerdings innerhalb der Kirchenhierarchie den Diözesen von Vic, Girona und Elne unterstellt waren. Durch die Einrichtung eines eigenen Bistums und seiner Besetzung mit einem seiner Söhne erhoffte sich Graf Bernard I. eine größere kirchenpolitische Unabhängigkeit. Der Papst gab dem Ersuchen statt und genehmigte außerdem die Anfrage Graf Bernards zur Umwandlung des Frauenklosters Sant Joan de les Abadesses, das sich angeblich in einem skandalösen Zustand befand, in ein Chorstift für das neue Bistum, mit dessen Leitung nun ebenfalls Wilfried betraut wurde.[1] Noch im Jahr 1017 bestätigten Graf Bernard und Wilfried in zwei Urkunden die Gründung des Bistums und die Umwandlung des Klosters kraft einer päpstlichen Bulle.[2] Das Bistum Besalú erwies sich letzten Endes als sehr kurzlebig, da die Bischöfe von Vic, Girona und Elne eine Verringerung ihrer Amtssprengel zu seinen Gunsten nicht akzeptieren wollten. Allein die gräfliche Macht Bernards I. konnte ihren Ansprüchen einen Riegel vorschieben, die mit seinem Tod 1020 jedoch wegfiel. Das Bistum Besalú war damit faktisch schon wieder aufgelöst, da die Pfarreien der Grafschaft wieder unter die Autorität ihrer angestammten Diözesen zurückkehrten. Wilfried ist kurz vor dem oder im Jahr 1054 gestorben, da in diesem Jahr ein neuer Abt von Sant Joan de les Abadesses genannt wird. | (BESALÚ), Wilfried (I52379)
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| 3402 | Im Jahr 1142 stiftete Liudbert (Lubbert) von Beveren (Bevern) genannt von Holenbeke Eigengut für eine Niederlassung von Benediktinern. Im selben Jahr hat Bischof Werner von Münster die Kirche St. Maria und St. Georg geweiht. Die ersten Mönche kamen aus dem Kloster St. Nicaise in Reims. Dort war der Bruder des Stifters Konventsangehöriger gewesen, ehe er in Hohenholte Prior wurde. Seit 1188 wurde es in ein Kloster der Augustinerinnen umgewandelt. In derselben Zeit erfolgte der Neubau der Kirche. Im Jahr 1557 wurde das Kloster unter Wilhelm Ketteler (Bischof) wie andere Klöster, in denen sich nach den Reformationsunruhen eine Ordnung nicht mehr herstellen ließ, in ein freiweltliches Damenstift verwandelt. Zwei seiner Äbtissinnen, Elisabeth († 1510), eine Schwester des Münsteraner Bürgermeisters Johann VII. Droste zu Hülshoff in der Klosterzeit, und Maria († 1714) in der Zeit des Damenstifts kamen, wie weitere Stiftsdamen, aus dem Adelsgeschlecht Droste zu Hülshoff[1][2]. Äbtissin zur Zeit der Grundsteinlegung für den barocken Neubau der Kirche 1732 war Ferdinande von Weichs zur Wenne. Neben ihr gab es dort fünfzehn weitere Stiftsdamen aus dem Ministerialadel[3]. Es war das unbedeutendste Stift in Westfalen. Nach der preußischen Besetzung des Hochstift Münster wurde das Stift als Versorgungsanstalt für adelige Damen zunächst beibehalten. Noch 1810 existierte in Hohenholte ein Laientheater, in dem auch die junge Dichterin Annette von Droste-Hülshoff einmal mitwirkte[4]. Zur Zeit der napoleonischen Herrschaft wurde das Stift 1811/12 aufgehoben. | N., N. (I29446)
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| 3403 | Im Jahr 1142 stiftete Liudbert (Lubbert) von Beveren (Bevern) genannt von Holenbeke Eigengut für eine Niederlassung von Benediktinern. Im selben Jahr hat Bischof Werner von Münster die Kirche St. Maria und St. Georg geweiht. Die ersten Mönche kamen aus dem Kloster St. Nicaise in Reims. Dort war der Bruder des Stifters Konventsangehöriger gewesen, ehe er in Hohenholte Prior wurde. Seit 1188 wurde es in ein Kloster der Augustinerinnen umgewandelt. In derselben Zeit erfolgte der Neubau der Kirche. Im Jahr 1557 wurde das Kloster unter Wilhelm Ketteler (Bischof) wie andere Klöster, in denen sich nach den Reformationsunruhen eine Ordnung nicht mehr herstellen ließ, in ein freiweltliches Damenstift verwandelt. Zwei seiner Äbtissinnen, Elisabeth († 1510), eine Schwester des Münsteraner Bürgermeisters Johann VII. Droste zu Hülshoff in der Klosterzeit, und Maria († 1714) in der Zeit des Damenstifts kamen, wie weitere Stiftsdamen, aus dem Adelsgeschlecht Droste zu Hülshoff[1][2]. Äbtissin zur Zeit der Grundsteinlegung für den barocken Neubau der Kirche 1732 war Ferdinande von Weichs zur Wenne. Neben ihr gab es dort fünfzehn weitere Stiftsdamen aus dem Ministerialadel[3]. Es war das unbedeutendste Stift in Westfalen. Nach der preußischen Besetzung des Hochstift Münster wurde das Stift als Versorgungsanstalt für adelige Damen zunächst beibehalten. Noch 1810 existierte in Hohenholte ein Laientheater, in dem auch die junge Dichterin Annette von Droste-Hülshoff einmal mitwirkte[4]. Zur Zeit der napoleonischen Herrschaft wurde das Stift 1811/12 aufgehoben. | N., N. (I29448)
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| 3404 | Im Jahr 1166 war Gertrud Teil einer Schlichtung in den Auseinandersetzungen zwischen den Staufern und den Welfen, die Kaiser Friedrich Barbarossa auf dem Hoftag zu Ulm gelang: die zwölfjährige Tochter Heinrichs des Löwen wurde mit dem etwa zehn Jahre älteren Friedrich IV., seit 1152 Herzog von Schwaben, verheiratet. 1167 zog Friedrich IV. mit dem kaiserlichen Heer unter Führung Barbarossas nach Italien, wo ein Großteil des Heeres im August 1167 an einer Seuche erkrankte. Am 19. August 1167 verstarb Friedrich IV. infolge seiner Erkrankung. Die kurze Ehe zwischen Friedrich und der dreizehnjährigen Gertrud blieb kinderlos. 1171 vereinbarte Heinrich der Löwe im Rahmen seiner Friedensvereinbarung mit König Waldemar I. von Dänemark die Verlobung seiner verwitweten Tochter mit dem damals noch acht oder neun Jahre alten dänischen Thronfolger Knut VI.[1] Die Hochzeit fand 1176 oder 1177 statt.[1] Gertruds zweiter Ehemann war 1170 zum König von Dänemark gekrönt worden, zur Zeit der Heirat Statthalter in Schonen und folgte 1182 seinem Vater als Knut VI. im Amt. Auch diese Ehe blieb kinderlos, da – wie der Chronist Arnold von Lübeck berichtet – das Paar in Keuschheit lebte.[2] Gertrud starb am 1. Juli 1197 und wurde in Vä begraben.[2] Dieser Ort liegt in Schonen, einer historischen Provinz im Süden Schwedens, die bis ins 17. Jahrhundert zu Dänemark gehörte. In Vä wurde um 1160 von Erzbischof Eskil von Lund, der 1170 Gertruds Ehemann Knut VI. in Ringsted zum König krönte, ein Prämonstratenserkloster gegründet. Dieses Kloster wurde 1213 durch einen Brand zerstört, woraufhin die Chorherren in das nahegelegene Bäckaskog wegzogen.[3] Gertruds Grab existiert nicht mehr. Möglicherweise wurde sie in der romanischen Marienkirche bestattet, die aus dem 12. Jahrhundert stammt und den Klosterbrand von 1203 überstand.[3] Auch die Gertrudskapelle, von der nur noch eine Ruine mit einem Westgiebel aus dem 15. Jahrhundert steht, kommt als Grablege in Frage.[3] Gertruds Ehemann Knut VI. starb 1202 und wurde in der St.-Bendts-Kirche in Ringsted bestattet, der damaligen Grablege der Könige von Dänemark. | (BAYERN UND SACHSEN), Gertrud (I40866)
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| 3405 | im Jahr 1533 gebohren, und seinem vatter in officio succedirt, hat sich zum ersten mal mit des eberhard von Polheim, Erb-Herrn deyer im Herzogtum Berg gelegenen Ritter-sitzen, Steinhaus, Henff und Girlinghausen, ehelicher Tochter in den stand der Ehe begeben. Sie starb den 30. Oktober an 1587 und liegt in der Kirche zu Bensberg, auf dem Chor begraben, worauf er den 26. Oktober an 1588 zur zweyten ehe schritt mit Catharina von schwarzbarth von Bruch, des von Johannis von Beris nachgelassener Wittib und endlich den 29. sept. an 1624 in dem 91 jahr seines alters das zeitliche gesegnet, drey söhne Willand, Peter und gothard hinterlassend. | MOTZFELD\MOITZFELD, Johann (I5846)
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| 3406 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I58861)
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| 3407 | Im Jahr 1959 wurde in der Basilika Saint-Denis (in Saint-Denis bei Paris) ein Sarkophag mit der außerordentlich reichen, gut erhaltenen Bestattung einer ungefähr 45 Jahre alten Frau gefunden. Die Tote war mit einem Leinenhemd, einer knielangen Tunika und einem aufwändig verzierten knöchellangen Mantel aus Seide sowie Strümpfen, Schuhen und einem Schleier bekleidet. Über dem Kleid trug sie einen Gürtel mit aufwändiger Schnallengarnitur, den Mantel verschlossen zwei Scheibenfibeln und eine große Nadel auf der Brust. Ein am linken Daumen getragener goldener Ring mit der Inschrift ARNEGUNDIS REGINE ermöglichte die Identifikation der Toten. | VON THÜRINGEN, Arnegunde (I22679)
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| 3408 | Im Jahr 845 richtete der Erzbischof Hinkmar von Reims in einem Schreiben an Fredelo (Frigidolo) ein Gesuch, dass er in den bevorstehenden Auseinandersetzungen die in Aquitanien gelegenen Eigengüter des Erzbistums Reims schonen möge.[1] Der westfränkische König Karl der Kahle befand sich seit einigen Jahren in einem Machtkampf mit seinem Neffen, König Pippin II. von Aquitanien, um die Herrschaft in Aquitanien, der sich zunehmend zu kriegerischen Auseinandersetzungen steigerte. Erzbischof Hinkmar war ein enger Vertrauter und Anhänger Karls des Kahlen. Sein Brief wiederum lässt den Schluss zu, dass Fredelon ein Anhänger Pippins II. war, denn andernfalls wäre sein Gesuch an ihn hinfällig gewesen. Welche genaue Funktion Fredelo im Jahr 845 in Aquitanien wahrgenommen hatte ist aus dem Schreiben Hinkmars nicht zu entnehmen, wahrscheinlich aber dürfte er vor diesem Datum seinem Vater bereits als führender Großer (comes?) des Rouergue nachgefolgt sein. Ob er schon als Graf von Toulouse amtierte ist umstritten. König Karl der Kahle hatte im Frühjahr 844 Toulouse erfolglos belagert, um den rebellischen Grafen Bernhard von Septimanien zu unterwerfen. Dieser wurde dennoch im selben Jahr an den König ausgeliefert und enthauptet; sein Sohn Wilhelm von Septimanien aber führte die Rebellion mit der Unterstützung Pippins II. von Aquitanien fort. Möglicherweise konnte Wilhelm von Septimanien damit auch die Herrschaft in Toulouse als Erbe seines Vaters behalten. Bis zum Jahr 849 hatte Karl der Kahle das westliche Aquitanien unterworfen und konnte in diesem Jahr persönlich in Toulouse einziehen; er ernannte Fredelo (Fridolo) nun zu seinem custos (und wohl auch zum Grafen) für diese Stadt.[2] Diese Handlung ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen war Fredelo offenbar noch rechtzeitig von Pippin II. auf die Seite Karls des Kahlen übergewechselt, so dass er als Lohn die dominierende Stellung in Toulouse erhielt, legitimiert vom westfränkischen König. Damit wurden zugleich die Herrschaftsrechte seiner Familie in Toulouse begründet, die sie mehrere Jahrhunderte innehaben sollte. Zum anderen stellte dies die letzte herrschaftliche Handlung eines fränkischen Königs in Toulouse für die kommenden 300 Jahre dar und markierte damit den Aufstieg von Toulouse zu einem der mächtigen und faktisch unabhängigen Fürstentümer des Hochmittelalters. Erst mit Ludwig VII. im Jahr 1159 sollte wieder ein westfränkischer/französischer König persönliche Präsenz in dieser Stadt zeigen. Fredelo starb an einem unbekannten Datum, sein Bruder Raimund I. folgte ihm nach. | (ROUERGUE), Fredelo (I39778)
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| 3409 | Im Jahr 879, als die Bedrohung der Herrschaft Karls III. durch die Wikinger massiv wurde, war Gottfried einer der Anführer bei den Einfällen in Flandern und Nordfrankreich. 880 schlug er die Sachsen entscheidend. Gottfried war einer der Anführer der Raubzüge der Wikinger in den Rheinlanden. Kaiser Karl III. zog gegen ihn ins Feld, belagerte ihn, hob die Belagerung aber wieder auf und erkannte seine Herrschaft in Friesland an. Als Gottfried sich taufen ließ, bestätigte Kaiser Karl ihn auch als Herrscher an der Rhein- und Maasmündung und gab ihm Gisela (Gisla) (860/865–907), die Tochter des 869 gestorbenen Königs Lothar II. von Lotharingien (Lotharii Regnum), zur Frau. Gottfried wurde jedoch in den folgenden Jahren dem mit seinem Herrschaftsgebiet verbundenen Auftrag, der Abwehr der Wikinger, nicht gerecht und verschwor sich darüber hinaus 885 mit seinem Schwager Hugo, Lothars kirchlich nicht anerkanntem Sohn aus zweiter Ehe, der das Reich seines Vaters wiedergewinnen wollte und dem Wikingerführer für den Fall des Sieges die Hälfte des Landes versprach. Daher wurde Gottfried im Juni 885 vom Babenberger Heinrich von Franken, der selbst ein Jahr später im Kampf gegen die Normannen fiel, bei vorgetäuschten Verhandlungen bei Herwen in der Betuwe erschlagen. Sein Mitverschwörer Hugo wurde wenig später aufgegriffen, geblendet und in die Abtei Prüm gebracht, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Gottfrieds Ehefrau Gisela war vor dem gewaltsamen Tod ihres Mannes in Sicherheit gebracht worden. Sie ging ins Kloster und wurde Äbtissin in Nivelles und Fosses und starb im Jahr 907. Gottfrieds Tod bedeutete gleichzeitig das Ende der Herrschaft der Wikinger in Friesland und für mehrere Jahre auch das Ende der Einfälle der Wikinger ins Rheinland. | (FRIESLAND), Wikingerführer Wikingerführer Gottfried (I18433)
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| 3410 | Im Jahr 931, vor dem 17. Oktober, wurde er von seinem Halbbruder Hugo von Vienne, dem König von Italien und Sohn Berthas aus ihrer ersten Ehe, geblendet und damit regierungsunfähig gemacht. Den Besitz der Familie, Lucca und die Toskana, gab Hugo anschließend seinem eigenen Bruder Boso, womit die Herrschaft der Bosoniden über Tuszien gegründet wurde. | (TUSZIEN), Lambert (I39745)
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| 3411 | Im Jahr 965 (nach älteren Angaben 963) heiratete sie den polnischen Herzog MIESZKI I., der im Rahmen der Hochzeit seinem ALTEN GLAUBEN ABSCHWOR, sich TAUFEN ließ und zum CHRISTIENTUM übertrat. Diese Ehe band die slawischen Herzogtümer Böhmen und Polen politisch enger aneinander. Eine spätere historische Tradition schreibt Dubrawka den Bau einiger Kirchen in Posen und Gnesen zu. Auch an der Gründung des ersten polnischen Bistums in POSEN Jahr 968 soll sie beteiligt gewesen sein. | VON BÖHMEN, Dubrawka (I15283)
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| 3412 | Im Jahre 1146 heiratete sie 16-jährig den ungarischen König Géza II. aus dem Haus der Arpaden. Das Paar hatte sieben Kinder, wovon zwei Söhne ihrem Vater als Könige von Ungarn folgten. Euphrosina hatte gute Kontakte zu den deutschen Fürstenhäusern und arrangierte die Eheverbindung ihres ältesten Sohnes Stephan mit der Tochter des Babenberger-Herzogs Heinrich II. Jasomirgott von Österreich. Géza II. starb 1162; seine Gemahlin überlebte ihn um 24 Jahre. | VON KIEW, Euphrosina (I36322)
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| 3413 | Im Jahre 1158 wurde erstmals ein Ritter Konrad von Steinbüchel erwähnt. Die Steinbücheler Kapelle hingegen wurde urkundlich erstmals 1318 genannt. Seit 1360 gehörte Steinbüchel zum Amt Miselohe im Herzogtum Berg. Während des Truchsessischen Krieges wurde die Kirche in Steinbüchel am 11. August 1583 geplündert. 1732 wurde das Herrenhaus des Rittersitzes Steinbüchel neu aufgebaut und im Jahre 1806 kam das Herzogtum Berg vom Königreich Bayern an Napoleon. Seit 1820 war die Gemeinde Steinbüchel ein Teil der Bürgermeisterei Schlebusch. Diese wurde am 1. April 1930 ein Teil der neuen Stadt Leverkusen. Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Neubaugebiet Meckhofen geplant und errichtet. | STEINBÜCHEL, Helena Gertrud (I454)
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| 3414 | Im Jahre 1221 nahm er mit Herzog Ludwig von Bayern am Fünften Kreuzzug nach Ägypten teil, wo die Kreuzfahrer im Nildelta bei al-Mansura geschlagen wurden. Die 1219 von Kreuzfahrern eroberte Hafenstadt Damiette musste aufgegeben werden und Hermann kehrte heim. Sein Bruder und Mitregent Friedrich hatte ebenfalls am Kreuzzug teilgenommen und war vor Damiette getötet worden, so dass Hermann in seinem Territorium als alleiniger Regent verblieb. 1241 folgte er König Wenzel von Böhmen der Herzog Heinrich von Schlesien gegen die eingefallenen Mongolen zu Hilfe eilte. Diese Hilfstruppen kamen aber zu spät um Heinrichs Niederlage und Tod in der Abwehrschlacht von Liegnitz zu verhindern. | VON BADEN, Hermann V. (I1623)
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| 3415 | Im Jahre 1784 wurde dann Johannes Wilhelm Friedrich Leopold Schoeler nach Drabenderhöhe berufen. Sein Vater stammte ursprünglich aus Romberg bei Waldbröl, seine Mutter war Maria Elisabeth Schmidt, eine Tochter von Christian Schmidt, ein Kaufmann aus Drabenderhöhe und Erbauer des Burghauses in Bielstein. Marias Bruder Friedrich Carl Eberhard Schmidt war mit der Tochter des Pastors Christian Bellingrath verheiratet. Schoeler war mit dem Domizil in Pfaffenscheid nicht zufrieden, da es sehr baufällig war. Er stellte einen Antrag auf Neubau eines Pfarrhauses im Dorf. Der Antrag wurde vom Landesvorstand, ohne dessen Einwilligung keine Gemeindemittel verwendet werden durften, abgelehnt. Für einige hundert Reichstaler wurde das Haus nochmals Instand gesetzt. Aber laut Kirchenchronik blieb Pfaffenscheid immer noch in einem schlechten Zustand. Johannes Schoeler besass aus dem Schmidtschen Erbe noch einige Grundstücke in Drabenderhöhe und erbaute 1790 das jetzt noch vorhandene Pfarrhaus. Der Wiedenhof in Pfaffenscheid wurde dann verpachtet. Johannes Schoeler blieb ebenfalls bis zum seinem Tode in Drabenderhöhe und verwaltete das Pfarramt 51 Jahre lang. Da er in seinen letzten Tagen schon sehr krank war unterstützte ihn sein Sohn Gustav Adolph. Er wurde als erster Pastor “adjunktus” (Kaplan, der einem Pfarrer als Aushilfe zugeordnet war) 1833 vom Presbyterium frei gewählt. Nach dem Tode seines Vaters übernahm er das Amt und begann 1847 mit der Kirchenchronik, die der Kirchengemeinde auch heute noch vorliegt. Er wurde dann 1847 nach Waldbröl und später nach Ründeroth versetzt. | SCHÖLER, Gustav (I48053)
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| 3416 | Im Jahre 1784 wurde dann Johannes Wilhelm Friedrich Leopold Schoeler nach Drabenderhöhe berufen. Sein Vater stammte ursprünglich aus Romberg bei Waldbröl, seine Mutter war Maria Elisabeth Schmidt, eine Tochter von Christian Schmidt, ein Kaufmann aus Drabenderhöhe und Erbauer des Burghauses in Bielstein. Marias Bruder Friedrich Carl Eberhard Schmidt war mit der Tochter des Pastors Christian Bellingrath verheiratet. Schoeler war mit dem Domizil in Pfaffenscheid nicht zufrieden, da es sehr baufällig war. Er stellte einen Antrag auf Neubau eines Pfarrhauses im Dorf. Der Antrag wurde vom Landesvorstand, ohne dessen Einwilligung keine Gemeindemittel verwendet werden durften, abgelehnt. Für einige hundert Reichstaler wurde das Haus nochmals Instand gesetzt. Aber laut Kirchenchronik blieb Pfaffenscheid immer noch in einem schlechten Zustand. Johannes Schoeler besass aus dem Schmidtschen Erbe noch einige Grundstücke in Drabenderhöhe und erbaute 1790 das jetzt noch vorhandene Pfarrhaus. Der Wiedenhof in Pfaffenscheid wurde dann verpachtet. Johannes Schoeler blieb ebenfalls bis zum seinem Tode in Drabenderhöhe und verwaltete das Pfarramt 51 Jahre lang. | SCHOELER, Johann Wilhelm Friedrich Leopold (I48062)
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| 3417 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I1989)
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| 3418 | Im Jahre 769 wurde Irene die Gemahlin des erstgeborenen Kaisersohns Leo, der 775 als Leo IV. Kaiser wurde. Ein Jahr nach der Heirat wurde sie Mutter eines Sohnes, des späteren Konstantin VI. Nach dem Tod Leos 780 wurde Konstantin Kindkaiser. Irene übernahm die Regentschaft, die sie zunächst gegen die Usurpatoren Nikephoros (780) und Elpidios (781–782) behaupten musste. Irenes Regierungszeit fiel in die Zeit des Byzantinischen Bilderstreits im 8. und 9. Jahrhundert. Sie gehörte zur Partei der Ikonodulen (Bilderverehrer) und berief 787 das Zweite Konzil von Nicäa ein, das unter anderem entschied, dass Ikonen geehrt, aber nicht angebetet werden dürfen. Im Jahre 787 ging Irene ein Bündnis mit Karl dem Großen ein. Pläne wurden geschmiedet, dessen Tochter Rotrud mit Konstantin zu verheiraten, aber nicht weiter verfolgt, da Irene keine fränkische Delegation nach Nicäa eingeladen hatte. Als sich Irene 790 zur Alleinherrscherin aufschwang, rebellierten armenische Soldaten in der byzantinischen Armee unter Führung des Strategos Alexios Musele. Irene wurde als Regentin abgesetzt, jedoch 792 von ihrem Sohn als Mitkaiserin rehabilitiert. 797 brach eine weitere Rebellion aus, diesmal von Irenes Verbündeten angezettelt und mit ihrer Zustimmung. Konstantin wurde abgesetzt, geblendet und starb später an den ihm zugefügten Wunden. Dies brachte Irene auf den byzantinischen Thron und sie war die erste alleinherrschende Frau im Reich. Auf Münzen und Siegeln nannte sie sich meist Basilissa, was die Ehefrau des Kaisers bezeichnete, oder Augusta, niemals jedoch Basileus. Es war „außer in Edikten für Irene nicht notwendig, die Fiktion eines männlichen Herrschers aufrechtzuerhalten“ (Gerhard Rösch).[1] Als Kaiserin war sie nicht sehr erfolgreich, die Armee unterstützte sie nur halbherzig, und die führenden Minister Staurakios und Aëtios stritten untereinander. Einflussreiche Hofkreise versuchten erneut vergeblich, ihren Schwager Nikephoros zum Kaiser zu erheben. Irene senkte die Steuern, um an Popularität zu gewinnen, bekam aber dadurch finanzielle Schwierigkeiten. Aus ihrer Stellung als Kaiserin entstanden noch andere Probleme mit weitreichenden Folgen: Unter römischem Recht konnte keine Frau das Oberkommando des Heeres führen. Da der Kaiser diese Position von Amtes wegen innehatte, konnte keine Frau legal Kaiser sein. Deshalb, so einige Quellen, sah Papst Leo III. den römischen Kaiserthron als vakant an und konnte Karl den Großen im Jahr 800 zum römischen Kaiser krönen. Man kann diese Handlung aber auch lediglich als Erneuerung des weströmischen Kaisertums ansehen, die eben nur das oströmische Kaisertum für den Westen verwarf. Jedenfalls billigte im Jahr 812 Michael I. schließlich Karl den Kaisertitel zu, jedoch explizit ohne Erbfolge. Laut Theophanes hätte Karl nach der Kaiserkrönung eine Heirat mit Irene beabsichtigt, um sein Kaisertum auch im Osten zu legalisieren. Eine Hochzeit sei jedoch nicht zustande gekommen, weil der mächtige Eunuch Aëtios eine Eheschließung Irenes mit seinem Bruder Leon einzufädeln hoffte. Von Karls Heiratsabsicht ist allerdings in fränkischen oder römischen Quellen nichts zu finden. Irene wurde 802 abgesetzt und durch den Finanzminister Nikephoros ersetzt. Damit endete die syrische Dynastie. Irene wurde verbannt und starb 803 in einem Kloster auf der Insel Lesbos. | VON ATHEN, Irene (I37348)
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| 3419 | Im Jahre 806 wurde er von KAISER KARL zum Nachfolger von WILHELM VON AQUITANIEN ernannt und als Graf von Toulouse (Comes Tolosanus) eingesetzt. Bis 811 blieb BEGGO Graf von Toulouse sowie Markgraf (marchio) von SEPTIMANIEN. Als jedoch im Jahre 811 sein älterer Bruder Graf Stephan von Paris starb, wurde er dessen Nachfolger und hatte bis zu seinem Tod im Jahr 816 die Stellung des Grafen von Paris inne. SEPTIMANIEN ist ein historisches Territorium im Süden Frankreichs. Es erstreckte sich entlang der Mittelmeerküste etwa von der Rhonemündung bis zu den Pyrenäen und entspricht im Wesentlichen dem Gebiet der ehemaligen französischen Region LANGUEDOC-ROUSSILLON. Geschichte Ab 418 siedelte Rom in ganz Aquitanien Westgoten an. Diese begründeten im Südwesten Galliens das Westgotenreich, zu dem Septimanien gehörte; die Hauptstadt war Tolosa (Toulouse), daher spricht man auch vom Tolosanischen Reich. Im Jahr 507 verloren sie aber nach einer Niederlage gegen die nach Süden drängenden Franken fast ihr ganzes gallisches Reichsgebiet und verlagerten daher ihr Machtzentrum auf die Iberische Halbinsel. Nördlich der Pyrenäen behielten sie lediglich Septimanien. Dieser Reichsteil ermöglichte eine wichtige Handelsverbindung zu den Ostgoten, die in Italien siedelten. Von den Westgoten leitet sich die seit Mitte des 9. Jahrhunderts ebenfalls gebräuchliche – wenn auch nicht deckungsgleiche – Bezeichnung Septimaniens als Markgrafschaft Gothien ab. Zwischen 719 und 725 drangen aus Spanien die Mauren ein, konnten aber ab 752 von Pippin III. und Karl dem Großen über die Pyrenäen zurückgedrängt werden. So kam das Gebiet schon im Jahr 759 als Herzogtum an das Fränkische Reich. Als Septimanien wurde zu dieser Zeit wohl nur noch das Gebiet der Provinz Narbonensis I angesehen. Nach Eroberung auch der Gebiete südlich der Pyrenäen ab 800 gliederten die Franken diese Spanische Mark zunächst administrativ Septimanien an. Im Jahr 865 wurde das Gebilde aber wieder in zwei Provinzen getrennt; die Hauptstädte waren Barcelona und Narbonne. Seit Ende des 11. Jahrhunderts unterstand das Land als Herzogtum Narbonne den Grafen von Toulouse. Zusammen mit deren übrigen Besitzungen fiel es infolge der Albigenserkriege zu Beginn des 13. Jahrhunderts an die französische Krone. | (FÉZENSAC), Beggo I. (I2062)
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| 3420 | Im Jahre 806 wurde er von Kaiser Karl zum Nachfolger von Wilhelm von Aquitanien ernannt und als Graf von Toulouse (Comes Tolosanus) eingesetzt. Bis 811 blieb Beggo Graf von Toulouse sowie Markgraf (marchio) von Septimanien. Als jedoch im Jahre 811 sein älterer Bruder Graf Stephan von Paris starb, wurde er dessen Nachfolger und hatte bis zu seinem Tod im Jahr 816 die Stellung des Grafen von Paris inne. Ehe und Nachkommen Nach einer ersten Ehe mit einer nicht bekannten Frau heiratete er um 806 Alpheidis (* wohl 794, † 23. Juli nach dem 29. Mai 852), eine uneheliche Tochter des späteren Kaisers Ludwigs des Frommen aus der Familie der Karolinger, und war in seinen letzten Lebensjahren einer der Vertrauten des neuen Kaisers, zu dessen Umgebung er schon gehörte, als Ludwig noch König von Aquitanien war. Beggo hatte aus seiner ersten Ehe eine Tochter Susanne, die 825/830 Wulfhard I. heiratete. Deren gemeinsamer Sohn, der Pfalzgraf Adalhard, war von 882 bis 890 ebenfalls Graf von Paris[3]. Aus seiner zweiten Ehe mit Alpheidis hatte Beggo zwei Söhne[4]: Leuthard, (* um 806, † 861/871), Graf von Paris Eberhard, (* um 808, † 861/871), ⚭ NN Hauskloster von Beggo war das Kloster "Fossas"[5], das er wieder herrichten ließ. Nach Beggos Tod im Jahr 816 wurde Alpheidis Äbtissin im Reimser Frauenkloster St. Peter[6], welches sie von ihrem Vater, Kaiser Ludwig, geschenkt bekommen hatte[7]. Einzelnachweise | (FÉZENSAC), Beggo I. (I2062)
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| 3421 | Im Jahre 808 heiratete sie Rutpert III. (Robert III.), Graf im Oberrheingau und im Wormsgau aus dem Haus der Rupertiner. Sie selbst erbte reichen Besitz in Orléans, der 840 ihrem Sohn Robert dem Tapferen nach dessen Wechsel aus dem Herrschaftsbereich Ludwigs des Deutschen in den von Karl dem Kahlen als Basis seines Aufstiegs im Westfränkischen Reich diente. Ihr Mann Rutpert (* um 781) starb spätestens 834; in diesem Jahr ist eine zu seinem Seelenheil gemachte gemeinsame Schenkung seiner Witwe und seines Sohnes Guntram an die Abtei Lorsch beurkundet. | VON ORLÉANS, Wiltrud (I35643)
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| 3422 | Im Jahre 808 heiratete sie Rutpert III. (Robert III.), Graf im Oberrheingau und im Wormsgau aus dem Haus der Rupertiner. Sie selbst erbte reichen Besitz in Orléans, der 840 ihrem Sohn Robert dem Tapferen nach dessen Wechsel aus dem Herrschaftsbereich Ludwigs des Deutschen in den von Karl dem Kahlen als Basis seines Aufstiegs im Westfränkischen Reich diente. Ihr Mann Rutpert (* um 781) starb spätestens 834; in diesem Jahr ist eine zu seinem Seelenheil gemachte gemeinsame Schenkung seiner Witwe und seines Sohnes Guntram an die Abtei Lorsch beurkundet. | VON ORLÉANS, Wiltrud (I39635)
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| 3423 | Im Jahre 929 entsandte König Heinrich I. eine Delegation nach England, mit der Bitte um eine Braut für Otto, der ungefähr zu diesem Zeitpunkt erstmals als Mitkönig bezeugt ist. Politisches Ziel der Hochzeit war, die Legitimation der noch jungen Königsherrschaft der Liudolfinger durch die eheliche Verbindung mit dem angelsächsischen Königsgeschlecht zu steigern. Auch zog das ostfränkische Königtum mit dem westfränkischen gleich, dessen König Karl bereits zehn Jahre zuvor eine angelsächsische Prinzessin geheiratet hatte. Das angelsächsische Königsgeschlecht von Wessex war mit einer großen Anzahl Prinzessinnen gesegnet, Otto als Thronfolger des Ostfrankenreichs war ein überaus attraktiver Schwiegersohn, da sowohl das Ostfrankenreich als auch Wessex in den Dänen einen gemeinsamen Feind hatten. Æthelstan schickte daher gleich zwei seiner Halbschwestern als mögliche Bräute zur Auswahl nach Sachsen, Edgitha und deren ältere Schwester Edgiva. Otto entschied sich für Edgitha, die Hrotswit von Gandersheim als „von reiner und edler Stirn, anmutigem Wesen und wahrhaft königlicher Gestalt“ beschrieb. Edgiva reiste mit der angelsächsischen Gesandtschaft weiter nach Burgund, wo sie den Bruder des Königs Rudolf II. heiratete, was die engen Bindungen der Liudolfinger zu den Rudolfingern weiter verstärkte. Edgitha erhielt als Morgengabe die Einkünfte aus Gebieten um Magdeburg, die später den wirtschaftlichen Grundstock des Bistums Magdeburg bildeten. Magdeburg war vermutlich der Lieblingsaufenthaltsort des Paares. Nach der Heirat erscheinen Edgitha wie auch Otto bis zum Tod Heinrichs I. nicht in den Quellen. Die Geburten ihrer Kinder Liudolf um 930 und Liutgard um 931 sind geschätzte Zeitangaben. 936 starb Heinrich I., und Edgithas Ehegatte Otto I. wurde in Aachen zum König gekrönt. Der Bericht Widukinds von Corvey erwähnt keine Krönung Edgithas, Thietmar von Merseburg zufolge wurde sie jedoch im Anschluss an die Krönung in einer gesonderten Zeremonie gesalbt. Als Königin erfüllte Edgitha die herkömmlichen Aufgaben als Erste Frau im Reich: Sie intervenierte in Urkunden, meist zugunsten von Reichsklöstern, und kümmerte sich um die Memoria des Geschlechts. In dieser Aufgabe löste sie die Witwe Heinrichs I., Mathilde, ab, die zu Edgithas Lebzeiten nur einmal in einer Königsurkunde erscheint. Vermutlich bestand eine Rivalität zwischen dem Mauritiuskloster in Magdeburg, der von Otto und Edgitha neu gegründeten Memorialstiftung, und dem Stift Quedlinburg, der Memorialstiftung Mathildes und Heinrichs I., der Mathilde vorstand. Edgitha reiste mit Otto, soweit dieser nicht auf Feldzug war; während der Kämpfe 939 befand sie sich im Kloster Lorsch. Edgitha starb 946, anscheinend unerwartet und vergleichsweise jung. Otto soll sehr um sie getrauert haben. Tatsächlich gibt es auch frühere Belege, dass Otto seine Königin sehr schätzte: Als 939 ein Graf für seine Gefolgschaft das Kloster Lorsch forderte, in welchem Edgitha sich aufhielt, antwortete – Liutprand von Cremona zufolge – Otto, indem er Mt. 7,6 zitierte: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen.“ | VON ENGLAND (CERDIC), Edgith (I15266)
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| 3424 | Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau, Leibstadt, Aargau, Schweiz „Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“ | VON SCHÖNAU, Agnes (I46936)
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| 3425 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2873)
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| 3426 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2879)
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| 3427 | Im Mai /Juni 1651 im Auftrag des Basler Stadtrats in Speyer und Heidelberg (Peter Ochs, Geschichte der Stadt und Landschaft Basel, 7. Band, Basel 1821, S. 15). Advokat am Reichskammergericht in Speyer (1652, 1655). Veröffentlichung: ... dissertationem de privilegiis primae instantiae / ad capessendum doctoratus in utroque iure supremum axioma inaugurali disceptationi submittit Carolus Mieg Basiliensis d. ... Januar. A.R.H. M.DC.LVI., Basel 1656. Pate in Heidelberg am 27.6.1662. Kaufmann und Agent Karl Ludwigs von der Pfalz bei den ev. Schweizer Kantonen, die er umgekehrt im Reich vertrat, zumal Basel, dessen Ehrenbürgerrecht er erhielt. Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 23.1.1670 als "Churpfälz. Resident in der Schweiz". Alter bei Tod: 75 Jahre. Leichenpredigt: Christliche Leichpredigt, von dem Widerhall des göttlichen Worts in dem Hertzen des Gläubigen, wie kräfftig er seye, und was er würcke, gehalten in der Kirchen bey St. Martin zu Basel den 8. Sept. Anno 1677/ Bey Bestattung des ... Carl Mieg, durch Peter Werenfelss, (Basel) 1677. | MIEG, Dr. Jur. utr. Dr. Jur. utr. Karl (I18447)
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| 3428 | Im Mittelalter gehörte das Dorf Pierrefontaine zunächst zur Herrschaft Montfaucon und seit dem frühen 15. Jahrhundert zur Herrschaft Montbéliard, doch hatten auch andere Herren Grundbesitz auf dem Territorium. | HELDEVIER, Michael (I1185)
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| 3429 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7468)
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| 3430 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I7080)
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| 3431 | im Scheidt, Drabenderhöhe | JOST, Peter (I411)
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| 3432 | Im Sommer 1753 stellte Veitel Ephraim[2] (1703–1775) beim König Friedrich II. das Gesuch, das Privileg für seinen zweiten Sohn Joseph Ephraim auf Mendel Joseph übertragen zu lassen, im Dezember 1755 erteilte Friedrich II. dem Handelsmann Mendel Joseph (* um 1720; † um 1758 in Königsberg)[3] aus Schoten[4] an der Memel, Kurland, der ein Vermögen von 12.000 Talern nachweisen konnte, ein Schutzprivilegium für Königsberg (Preußen), gegen eine Zahlung von 1000 Talern an die Chargenkasse.[5] Mendel Joseph ehelichte Rahel (* um 1734–1790), sie heiratete in zweiter Ehe Isaac David, in dritter Ehe Süßkind Oppenheim (* um 1732 in Hamburg; † 9. September 1809 in Königsberg), Kaufmann, Gemeindevorsteher und Schutzjude mit Generalprivileg in Königsberg vom 28. Oktober 1779.[6] Aus der dritten Ehe ging Marianne „Mirjam“ Oppenheim (um 1767 bis 1836) hervor, verehelicht mit Salomon Joseph Wertheim (1757–1834), der gemeinsame Sohn war Josef von Wertheimer (1800–1887), Philanthrop, Humorist, Autor und Vorkämpfer der Judenemanzipation in Österreich.[7] Die erste Ehe von Rahel mit Mendel Joseph begründete die Königsberger Linie der Oppenheim, die später die Oppenfeld hervorbrachte. Die gemeinsamen Söhne waren Wolff Mendel Oppenheim (13. März 1753 in Königsberg; † 17. Januar 1828 ebenda) → weiter bei Oppenheim Berlin und: Mendel Oppenheim | MENDEL, Joseph (I61049)
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| 3433 | im Sommersemester 1851 Geschichte, Philosophie, Literatur, Physik an der Univ. Giessen, DEU 1856/57 war nur die Imatrikulation für das Wintersemester zu finden, in München widmete er sich der Malerei und betätigte sich später als Portraitist und als Landschrieber des Oerengadins | VON PLANTA, Peter Conradin (I16048)
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| 3434 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I6972)
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| 3435 | Im Südosten der Gemeinde Soulznmatt/Sulzmatt findet sich am Ufer des Ohmbachs das Schloss Wagenburg. Es wurde von der Familie Stör erbaut und gelangte später an die Familie von Jakob Körner und Rosina Moyserin. Deren einzige Tochter Ursula († 1604) brachte das Schloss in ihre Ehe mit Johann Christoph von Breiten-Landenberg († 1616), Rat des Fürstbischofs von Straßburg und Obervogt der Herrschaft St. Amarin.[1] Das Schloss blieb bis zur Französischen Revolution im Besitz der Freiherren von Breiten-Landenberg. Heute befindet es sich im Besitz der Familie Ingold und dient als Weingut | VON HOHENLANDENBERG, Hugo Friedrich (I46976)
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| 3436 | Im Zuge der Werdenbergfehde ab 1487 verlor sein Vater Johannes Werner von Zimmern der Ältere wegen der gegen ihn verhängten Reichsacht seine Besitzungen. Vor dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil übertrug er am 8. September 1487 seine beiden Herrschaften Meßkirch und Oberndorf an seine vier Söhne und vier Töchter. Da diese noch nicht mündig waren, konnten sie ihre Rechte aber nicht durchsetzen. Die beiden ältesten Söhne, Johannes und Veit, wurden an den Hof von Kurfürst Philipp (Pfalz) (1448-1508) Wittelsbacher, Pfalzgraf bei Rhein nach Heidelberg geschickt. Nach dem Tod seines Bruders Veit Werner 1499 setzte Johannes den Kampf um das väterliche Erbe fort. Nach den überstürzten und unüberlegten Handlungen seines Bruders setzte der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. auf eine rasche Lösung des Streites im Sinne der Werdenberger. Es war nun Berthold von Henneberg der die Verhandlungen in die Länge zog, da er bei seiner Auseinandersetzung mit Kaiser Maximilian I. um die Ausgestaltung der Reichsreform die Unterstützung der zimmernfreundlichen süddeutschen Stände benötigte. Nach langwierigen Verhandlungen ließ Maximilian I. durchblicken, dass ihm zwar durch Zusagen gegenüber den Werdenbergern die Hände gebunden seien, er aber, wenn entsprechende Fakten geschaffen würden, die dann gegebene Situation bestätigen könne. Johannes Werner holte die Unterstützung seiner pfalzgräflichen Gönner sowie Bayerns und Württembergs ein und eroberte am 17. September 1503 Meßkirch zurück. Am 9. März 1504 wurden auf dem Reichstag in Augsburg die Herren von Zimmern wieder in ihre alten Rechte eingesetzt. Herr von Meßkirch Johannes Werner nahm Abschied vom kurpfälzer Hof, begab sich nach wenigen Jahren nochmals an den Hof von Markgraf Christoph von Baden. Dieser versuchte, ihn mit einer reichen Straßburger Patrizierwitwe zu verheiraten, die aber darauf bestand, dass er den Titel eines Grafen von Rordorf annehme und den Namen Zimmern aufgebe. Darauf verzichtete er auf die Heirat und zog damit den Zorn seines Gönners auf sich. Er zog an den Hof des Erzbischofs Jakob von Trier. Nach dem Tod seines Onkels Gottfried am 10. Mai 1508 kehrte er zurück und nahm auch die Erbhuldigung der Herrschaft vor Wald entgegen. Es erfolgte dann die Erbteilung unter den drei Brüdern: Johannes Werner erhielt die Herrschaft Meßkirch. Der Erlös der Weinberge in Überlingen und in Hilzingen wurde zwischen den beiden älteren Brüdern geteilt. Bezüglich des Wildenstein wurde vereinbart, dass sie beide die Verwaltung in alternierenden Jahren innehaben und in solchen Jahren sowohl die Erlöse aus den dazugehörigen Äckern und Wiesen ziehen sollten, aber auch für den Unterhalt aufzukommen hatten. Die Schulden, die in der Zeit der Verbannung aufgelaufen waren, wurden ebenfalls geteilt: 335 Gulden bei Johannes Werner und 475 Gulden bei Gottfried Werner. Beide Brüder gaben sich noch das gegenseitige Vorkaufsrecht, und Johannes Werner, als der älteste, verpflichtete sich, binnen Jahresfrist zu heiraten. Ludwig von Löwenstein, der den jungen Zimmern am kurpfälzischen Hof ein guter Rat und Beistand gewesen war, bot Johannes Werner die Hand seiner Tochter Elisabeth, und dieser gab zu verstehen, dass er nicht abgeneigt sei.[2] Man verabredete sich zu einem Treffen auf Burg Neuscharfeneck bei Landau. Gleichzeitig wollten aber die Werdenberger das Haus Zimmern auch dynastisch an sich binden. Sie schlugen deshalb eine Ehe mit einer ihrer Nichten vor. Die beiden erbberechtigten Töchter (da keine Brüder) von Erasmus Schenk von Erbach und Bickenbach und Elisabeth von Werdenberg weilten in Sigmaringen als Hoffräulein der Markgräfin Eleonore von Mantua, der Frau von Christoph von Werdenberg (der von Veit Werner von Zimmern fast erschlagen worden wäre). Aus der unmittelbaren schwäbischen Nachbarschaft wurde Johannes Werner unbedingt zu letzter Heirat geraten. Zwischen zwei Stühlen sitzend, entschloss er sich zur Heirat mit Katharina von Erbach, die dann 1510 vollzogen wurde. Dies war sehr zum Missfallen seiner Mutter, der Gräfin von Oettingen, und seines Bruders Gottfried Werner, denen die durch die Werdenberger erlittene Schmach noch sehr bewusst war. Das bickenbachische Erbe brachte nur Ärger und lange Rechtsstreite. Auf dem Reichstag zu Worms 1521 konnte ein Vergleich getroffen werden, der Katharina von Erbach und ihrer Schwester 1500 Gulden und Silbergeschirr zusprach. Johannes Werner wurde noch in den Mord an Andreas von Sonnenberg verwickelt, da er dem Mörder, Felix von Werdenberg, in der Nacht vor dem Mord Unterschlupf auf dem Wildenstein gewährt hatte. Herrschaft vor Wald Nach der Hochzeit Gottfried Werners mit Apolonia von Henneberg gelang es diesem, Johannes Werner – allein mit dem Hinweis auf die hohe Geburt seiner Gattin – zu einem Tausch der Herrschaften zu bewegen. Johannes Werner übernahm die Herrschaft vor Wald, Gottfried Werner übernahm Meßkirch. Johannes Werner zog mehrmals in diverse Häuser innerhalb Meßkirchs um, wobei er jeweils die neuen Fenster, sowie die Türschlösser und Beschläge ausreißen und wieder einbauen ließ, die er zuvor für das Schloss Meßkirch besorgt hatte. Deren Mitnahme hatte ihm Gottfried Werner großzügiger Weise genehmigt. Gottfried Werner gelang es auch noch im Jahre 1514, seinem Bruder den Wildenstein abzuschwatzen. Johannes Werner der Jüngere zog endlich in die Herrschaft vor Wald nach Seedorf. Als nun Wilhelm Werner die Burg Herrenzimmern von Heinrich Zimmerer erwarb, verkaufte Johannes Werner aus Wut und Trotz die Dörfer Herrenzimmern, Villingen (-dorf), sowie Talhausen (heute Gemeinde Epfendorf) an die Stadt Rottweil. Gottfried Werner griff nicht ein und machte von seinem Vorkaufsrecht nicht Gebrauch, da zu diesem Zeitpunkt die Brüder nicht mehr miteinander sprachen und deshalb auch den jeweils anderen gewähren ließen. Der Verkauf Oberndorfs an Rottweil konnte nur durch den Einspruch Kaiser Maximilians I. verhindert werden, da es sich um eine habsburgische Pfandschaft handelte. Rottweil suchte Anschluss an die Eidgenossenschaft, und Maximilian musste dies verhindern. Oberndorf kam an Wilhelm Werner von Zimmern. Auch günstige Kaufgelegenheiten, wie Werenwag und Hohenfels wurden nicht realisiert. Was in den Jahren des Kampfes um ihr Erbe der gemeinsame Fokus aller Zimmern war, für den Vater und Bruder ihr Leben ließen, wurde jetzt durch Johannes Werners Verhalten leichtfertig vertändelt. Möglicherweise stellte sich bei ihm eine gewisse Resignation ein, als er nach einer Serie von folgenschweren Fehlentscheidungen von seinen Brüdern und seiner Mutter zur Rechenschaft gezogen wurde. Eine andere Erklärung könnte sein, dass er, der letztendlich die Rückeroberung der zimmerischen Besitzungen bewerkstelligte, dieses Erbe mit den unbeteiligten Brüdern teilen musste. Es fehlte ihm jedenfalls jeglicher dynastischer Ehrgeiz, wie sein Verhalten beim Erwerb der Grafenwürde zeigt. 1514 wurde der erste Sohn, Christoph Werner geboren, der zweite Johannes Christoph im Jahre 1516. 1517 begab er sich auf eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela. Man reiste in der ersten Fastenwoche ab und kehrte Fronleichnam wieder zurück. In dieser Zeit verstarb sein erster Sohn. Als Süddeutschland im Herbst 1518 von einer Pestepidemie befallen wurde, zog sich Johannes Werner mit einigen anderen Adeligen auf den Hohentwiel zurück. Seine schwangere Frau schickte er zu ihrem Stiefvater nach Mespelbrunn. Dort wurde am 19. Februar 1519 sein dritter Sohn Froben Christoph von Zimmern, der Verfasser der Zimmerischen Chronik, geboren. 1522 zog Johannes Werner mit seinem gesamten Haushalt nach Hochmössingen (heute Stadt Oberndorf). Es handelte sich um ein extrem regenreiches Jahr und man glaubte, eine neue Sintflut stünde bevor. Wer es sich leisten konnte, zog aus den Tälern auf die Höhen. „In solchem dorf zohe er in ain arms, schlechts söldnerheusle, so sein leibaigen man innehatte, der war im gewichen. Das ander gesündt sampt den pferdten wardt in andere nechst umbgelegne heuser losirt. (…) Mitler weil aber herr Johanns Werner also zu Hochmessingen wonete, pflag er vil kurzweil alda anzurichten, fürnemlich aber gab er mehrmals abenteuren auß. Einsmal aber, als er abermal ain solchen schimpf zugerüst und vil volks zu Hochmessingen uß der ganzen landsart zusammen kommen, richt er ain danz an, wie man vermaint, wol an tausendt personnen an dem danz weren…“[3]. Die betroffenen Bauern verklagten Johannes Werner vor ihrem Schutzherren, dem Rat zu Rottweil: Er habe 100 Gulden, die ihren Dörfern (Hochmössingen und Winzeln) zugestanden hätten, für eigene Zwecke gebraucht. Der Futterhafer, den er bei seinem Aufenthalt eingefordert hatte, habe ihm nicht zugestanden. Er habe ihnen das Fischen bei Geldstrafe verboten. Habe er ihnen Wälder und Hölzer, die den Dörfern gehörten genommen. Die von ihm erhobene Salzsteuer sei höher als ihm von alters her zustände. Wolle er die Ämter Schultheiß, Richter und Büttel einsetzen, was doch Aufgabe eines Gerichtes sei. ? (Übersetzung nicht gelungen) Dass die Dörfer über die Aufnahme und das Bleiberecht eines freien Mannes entscheiden dürfen. Dass die Frondienste zu hoch seien. Johannes Werner bestritt all diese Vorwürfe, und auch die städtischen Fürsprecher gaben ihnen nicht Recht. „Und ob gleichwol die sach der zeit also in der güete hingelegt, nochdann hat inen herr Johanns Wernher ire ungehorsame nit vergessen künden; zudem, als bemelte bauren wider sein verhoffen sich hernach in der peurischen ufrur wider im empört, ist er hievon so gar erbittert worden, das er sie auch nit behalten wellen, sondern hat die baide dörfer sampt dem herrlichen weier zu Winzlow seinem brueder, herr Gottfriden Wernhern umb ain schlechts, liderlichs gelt kaufsweis zugestellt“[4]. 1524, am Dienstag nach Pfingsten, wurde sein Sohn Gottfried Christoph geboren. Bauernkrieg 1525 brach der Bauernkrieg aus. Johannes Werner floh mit seiner Familie nach Rottweil, wo auch andere Adelige und die Äbte von Alpirsbach und Sankt Georgen Zuflucht gesucht hatten. „…zudem het es dozumal ain treffenliche guete gesellschaft zu Rotweil, und seitmal es in allen landen krieg und unfriden, und aber sie alda in gueter sicherhait, haben sie alle recreation und guete gesellscheften gesucht und gehalten. Sie brachten der zeit ain manier uf, so man nampt maislen, das sollte ain kurzweil sein. Das war, so man allen hausrath im haus hin und wider warf, verderbt und verwüstet, auch ainandern mit kuchenfetzen warf, mit unsauberm wasser beschütt und dergleichen…“. „Dieweil aber baide ept von Alperspach und Sant Jörgen ire feiertägliche schwarzen kutten angelegt hetten, richt er das maislen unversehenlich nach dem essen an. Sie beschütten ainandern mit karspuelen, darvon kriegten die münch auch iren tail. Indess bringt ainer außer anschiften herr Johannsen Wernhers einen wolbestobnen melsack, der wurt umbher geworfen. Die baid münch warfen auch umb sich und waren vil abenteuriger, dann andere. Ire kutten wurden bestoben und also zugericht, das sie nit vil mehr wert, und muesten dieselb nacht ohne lichter heim schleichen, dann sie in den melbigen, bestobnen kutten sich offentlich nit sehen dörfen lassen[5].“ Nach dem Ende des Bauernkriegs belegte Johannes Werner seine Bauern mit Geldstrafen. Da er ihnen dennoch nicht mehr traute, suchte er einen sicheren Aufenthaltsort. Er kaufte seinem Bruder Gottfried Werner die Burg Falkenstein an der Donau ab, zog aber erst zwei Jahre später dorthin. Mittlerweile wurde 1526 seine Tochter Barbara geboren, die aber noch im selben Jahr verstarb. Johannes Werner hatte auch noch eine uneheliche Tochter, Berbelin (Bärbelin) genannt. | VON ZIMMERN, Johannes Werner ´der Jüngere` (I52090)
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| 3437 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7769)
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| 3438 | Imholz nach Siegel aus dem Jahr 1459 Ulrich Imholz von Konstanz u. wil 1459, in den Bütschwiler Taufbüchern bis 1734 nachweisbar. | IMHOLZ, N. (I37123)
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| 3439 | Imlin war Spross einer Heilbronner Kaufmannsfamilie. Er erwarb 1553 ein Gebäude am Marktplatz zu Heilbronn, das dem Apotheker Johannes Dürr, dem Stiefvater seiner Ehefrau, gehörte. 1561 wurde er Mitglied des „inneren“ beziehungsweise „kleinen Rats“, also des 15-köpfigen Patrizierrats, der aus seiner Mitte den Steuerherren und Bürgermeister stellte. 1565 wurde Imlin als Steuerherr verzeichnet, 1575 wurde er Bürgermeister. In seine Amtszeit fiel die Errichtung der astronomischen Kunstuhr am Rathaus von Heilbronn. In einem Ratsprotokoll von 1580 wird berichtet, dass es dem Rathausbaumeister Hans Kurz erlaubt wurde, für Imlin das Imlin’sche Haus an der Kirchbrunnenstraße Nr. 15 zu bauen. Die ersten drei Geschosse waren massiv aus Sandstein erbaut, die weiteren drei Dachgeschosse waren als alemannisch-fränkischer Fachwerkgiebel ausgebildet. Eine weitere Besonderheit des Hauses war der Erker aus Sandstein. Das Haus soll laut der Chronik auf älteren romanischen Säulen gestanden haben. | IMLIN, Clement (I57490)
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| 3440 | in Amsterdam B. Koerner, Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien (= DGB) 14, Görlitz 1908, S. 353 U. Ernestus, Die Familien der evangelisch-reformierten Gemeinde Barmen-Gemarke (Wuppertal) 1702-1809, 2. Aufl. Wuppertal 1996, S. 109 https://ad-vit.de/getperson.php?personID=I5107&tree=tree1 | DAHL, Robert (I5107)
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| 3441 | in Amsterdam mit Zar Peter dem Grossen bekannt geworden, wurde Hofmaler; Inspektor der vom Kaiser gestifteten Gemäldegalerie und Mitglied der kaiserlich russischen Akademie der Künste in St.Petersburg. Seine besten Gemälde waren für die Kirchen und Paläste in St.Petersburg bestimmt. | GSELL, Georg (I4426)
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| 3442 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I41103)
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| 3443 | In den ersten von Giselbert berichtenden Dokumenten wird er auch noch „Giselbert von Longich“ (wohl Longwy) genannt. Die Dokumente handeln hauptsächlich von seinen Plünderungszügen gegen das Erzstift Trier. Graf Giselbert erweiterte sein Terrain weiter nach Norden. 1036 wird er in einigen Quellen auch noch Graf von Salm („Comes de Salmo“) genannt, in anderen auch „Comes de Salinis“. Diesen Titel könnte er durch Heirat erworben haben. Um 1050 wurde er als Vogt der Reichsabtei Echternach und im Sommer 1056 als Besetzer der Vogtei der Reichsabtei Sankt Maximin erwähnt. Die letzte Erwähnung Giselberts findet sich in einer Urkunde, in der der Kaiser 1056 die Rechte und Pflichten der Vögte neu definiert. | (LUXEMBURG), Giselbert (I37651)
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| 3444 | in der alten Version von family search fand sich eine Anna als Ehefrau des Michel Eblin aus Weil der Stadt Hausen (oo 1556), nun findet sich nur eine Eheschließung 1561 mit einer Margretha Seuffer in Gräfenhausen | EBLIN, Michael (I11895)
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| 3445 | In der ersten Personaufnahme von 1675 durch Pfarrer HAAS hat Dahl („Dall“) 6 Haushaltungen mit 29 Personen:…JOHNAN LUTHER, KUNIGUNDE Eheleute haben Kinder HENRICH, CHRISTG, JOHNA, PETER, JOHANEß, PITTER, ENGELG… | LUTHER, Engel (I552)
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| 3446 | In der Folgezeit verblieb der Kupferhof Rosenthal bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Lynen, wobei zunächst Richards Sohn Gustav Adolf Lynen (1812–1879), danach dessen Sohn Georg Viktor Lynen (1842–1911) und anschließend Georgs Sohn Arthur William Lynen (1874–1957) den Hof erbten, ohne ihn als Kupferhof zu bewirtschaften. Letzterer sorgte durch geeignete Umbaumaßnahmen für dessen moderne Bewohnbarkeit. Er hinterließ den Kupferhof Rosenthal seinen drei Kindern, die ihn als Erbengemeinschaft erhielten und 1996 an eine Bauherrengemeinschaft verkauften. Nach einigen weiteren Eigentümerwechseln kam Rosenthal in den Besitz der derzeitigen Eigentümerinnen und wird heutzutage als Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare oder Familienfeierlichkeiten genutzt. | LYNEN, Gustav Adolf (I54591)
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| 3447 | In der Folgezeit verblieb der Kupferhof Rosenthal bis zum Ende des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Lynen, wobei zunächst Richards Sohn Gustav Adolf Lynen (1812–1879), danach dessen Sohn Georg Viktor Lynen (1842–1911) und anschließend Georgs Sohn Arthur William Lynen (1874–1957) den Hof erbten, ohne ihn als Kupferhof zu bewirtschaften. Letzterer sorgte durch geeignete Umbaumaßnahmen für dessen moderne Bewohnbarkeit. Er hinterließ den Kupferhof Rosenthal seinen drei Kindern, die ihn als Erbengemeinschaft erhielten und 1996 an eine Bauherrengemeinschaft verkauften. Nach einigen weiteren Eigentümerwechseln kam Rosenthal in den Besitz der derzeitigen Eigentümerinnen und wird heutzutage als Veranstaltungsort für Tagungen, Seminare oder Familienfeierlichkeiten genutzt. | LYNEN, Georg Viktor (I54593)
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| 3448 | In der Gascogne folgte er Bernard II. Tumapaler, in Aquitanien und Poitou seinem Bruder Wilhelm VII. Guido war der jüngste Sohn des Herzogs Wilhelm V. und dessen dritter Frau Agnes von Burgund. Er war der Schwager des Kaisers Heinrich III., der seine Schwester Agnes von Poitou geheiratet hatte. Er wurde Herzog von Gascogne während der Herrschaft seines Bruders Wilhelm VII. in Aquitanien. Die Gascogne war an die Ramnulfiden durch Wilhelms V. Ehe mit Prisca von Gascogne gekommen, einer Tochter des Herzogs Guillaume Sanche; Guido wurde Herzog, obwohl er kein Nachkommen Priscas war. Wilhelm VIII. war einer der Anführer der Verbündeten, die 1064 Sancho I. Ramirez, König von Aragón, bei der Belagerung von Barbastro zu Hilfe kamen. Dies war der erste vom Papst organisierte Feldzug, hier Papst Alexander III., gegen eine muslimische Stadt – ein Vorgriff auf die späteren Kreuzzüge. Barbastro wurde erobert, die Einwohner wurden getötet, eine immense Beute wurde gemacht; allerdings ging die Stadt nach einigen Jahren wieder verloren. Die Ehen, die Wilhelms Töchter mit Herrschern der iberischen Halbinsel schlossen, deuten auf die Priorität, die Wilhelm der Politik südlich der Pyrenäen gab. Wilhelm VIII. heiratete drei Mal und hatte mindestens fünf Kinder. Nachdem er von seiner ersten (keine Kinder) und seiner zweiten Frau (eine Tochter) geschieden worden war, heiratete er eine wesentlich jüngere, die mit ihm verwandt war. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, und Wilhelm VIII. musste in den frühen 1070er Jahren nach Rom reisen, um den Papst dazu zu bringen, seine Kinder aus dieser dritten Ehe als legitim anzuerkennen. | (AQUITANIEN), Wilhelm VIII. (I37728)
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| 3449 | In der jüdischen Tradition gilt die Figur des Aschkenas seit dem Mittelalter als Stammvater der Deutschen, was möglicherweise auf einer früheren Assoziation des Namens seines Vaters, Gomer, mit den Germanen beruht. Eine Gleichsetzung von Aschkenas mit den Germanen findet sich noch im 19. Jahrhundert unter anderem bei August Knobel, der den Namen der Asen aus Aschkenas ableiten wollte.[5] Im frühen 6. Jahrhundert verband der anonyme Verfasser eines Exordiums zu Hieronymus’ Bearbeitung der Chronik des Eusebius von Caesarea etymologisch „Azkenez“ mit Skandia und kam zu dem Schluss: Ascanaci gentes Goticae – „Die Nachkommen des Askenez sind die gotischen Völker“.[6] Ähnliches gilt für die legendhafte Gestalt des Aschanes, die unter anderem von Martin Luther und den Gebrüdern Grimm vor allem mit der Intention zitiert wurde, die geschichtlichen Ursprünge der germanischen Stämme mit antiken Quellen in Einklang zu bringen. | STAUD, Ottilie (I56747)
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| 3450 | In der Königsallee war ein Haus, das einmal meinem Urgroßvater1, später dem Hofschneider der Kaiserin gehört hatte, von uns mit großem Respekt betrachtet. aus ´Erinnerungen aus meinem Leben" Victora Kauert | ASTEROTH, Friedrich Conrad Ludwig (I115)
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