Treffer 3,451 bis 3,500 von 5,028
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 3451 | Nicht Petronella, wie in Faber 128 fälschlich angegeben. Patin 10.8.1574. 2 Kinder bekannt. | N., Petronella (I1249)
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| 3452 | nicht verheiratet | SCHMIEDEL(IN), Maria Barbara (I206)
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| 3453 | Nicolas Jean-de-Dieu Soult (* 29. März 1769 in Saint-Amans-La-Bastide, heute Saint-Amans-Soult, Département Tarn; † 26. November 1851 ebenda) war ein französischer Offizier in der Zeit der Revolutionskriege, der durch Napoleon zum Duc de Dalmatie (Herzog von Dalmatien) erhoben und zum Maréchal d’Empire ernannt wurde. Er war zweimal französischer Kriegsminister sowie siebter und damit letzter Maréchal général des camps et armées du roi (deutsch etwa: Generalmarschall) in der Geschichte Frankreichs. Auf seine Initiative geht die Gründung der Fremdenlegion im Jahr 1831 zurück. Biografie Soult Nicolas Jean-de-Dieu Soult war der Sohn von Jean Soult (1726–1779) und stammte aus einer alteingesessenen Glasmacherfamilie. Er hatte noch sechs Geschwister. 1785 trat er als Infanterist in das Régiment Royal ein. 1787 verließ er kurzzeitig die Armee. Nach der Französischen Revolution von 1789 machte er bald Karriere, da er sich unter General Custine und General Hoche auszeichnete. Ende Januar 1792 wurde Brigadier Soult als officier instructeur (Ausbilder-Offizier) an das 1. Bataillon der Freiwilligen von Haut-Rhin gesandt; diese wurden dem Korps des Generals Kellermann zugeordnet. Im Juli 1792 wurde Soult zum stellvertretenden Bataillonskommandanten ernannt und im November 1793 wurde sein Bataillon der Rheinarmee unter General Jourdan zugeteilt. Im Jahre 1794 wurde er zum Général de brigade befördert und kämpfte am Rhein und am Main. Am 4. Juni 1796 war er der Sieger in der Schlacht bei Altenkirchen. 1799 befehligte er eine Brigade in der Avantgarde unter Lefebvre in der Donau-Armee und verdiente sich die Beförderung zum Général de division in der Schlacht von Stockach am 25. März. Anschließend wurde er in die Schweiz unter General Masséna versetzt, wo er erfolgreich die widerspenstigen Kantone unterwarf, die Österreicher überfiel und die Reste des russischen Heeres verfolgte. 1800 übernahm er unter Massénas Oberkommando den Befehl über den rechten Flügel der italienischen Armee, wurde aber am 13. Mai 1800 bei einem Ausfall aus Genua am Monte Creto schwer verwundet und gefangen. Nach der Schlacht bei Marengo am 14. Juni wieder in Freiheit gesetzt, erhielt er von Napoléon den Auftrag, das Piemont zu beruhigen. 1802 wurde er zum Colonel général der Konsulargarde ernannt und befehligte von 1803 bis 1805 die Truppen im Lager von Boulogne, die für die Invasion Englands bestimmt waren. Bei der Thronbesteigung Napoléons wurde er am 19. Mai 1804 zum Maréchal d’Empire ernannt. Wappen Soults als Herzog von Dalmatien In den folgenden Feldzügen führte er das 4. Armeekorps, nahm an der Schlacht bei Austerlitz am 2. Dezember 1805 teil, ebenso an der Schlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 und bei Preußisch Eylau am 8. Februar 1807. Am 16. Juni 1807 eroberte er Königsberg. Nach dem Tilsiter Frieden wurde er 1808 im napoleonischen Adel (noblesse impériale) zum „Herzog von Dalmatien“ ernannt. 1808 begleitete er Napoléon in den Spanienfeldzug und erhielt dort das Kommando der Zentralarmee. Er siegte in der Schlacht bei La Coruña am 16. Januar 1809 gegen die britischen Truppen unter General John Moore sowie in der Schlacht bei Braga am 20. März 1809 gegen die Portugiesen und trieb das englisch-portugiesische Heer bis nach Porto zurück. Nach der für ihn ebenfalls siegreichen Ersten Schlacht bei Oporto am 28. März 1809 konnte er am folgenden Tag die Stadt Porto besetzen. Am 12. Mai 1809 erlitt er in der Zweiten Schlacht bei Oporto eine Niederlage gegen Wellington. An Jourdans Stelle zum Generalstabschef der Armee in Spanien ernannt, schlug er am 19. November 1809 die spanische Armee in der Schlacht bei Ocaña, nahm dann 1810 Sevilla und trieb die Spanier nach Cádiz zurück. 1810 wurde er auch Gouverneur von Andalusien. Am 11. März 1811 eroberte er Badajoz und lieferte den Engländern und Portugiesen am 16. Mai die Schlacht bei La Albuera. Seine Unstimmigkeit mit König Joseph Bonaparte veranlassten ihn dazu, 1813 seinen Abschied zu verlangen. 1813 übernahm er in der Schlacht bei Großgörschen an Bessières’ Stelle das Kommando über die Gardeinfanterie und trug sehr zum Sieg in der Schlacht bei Bautzen bei. Er wurde aber wieder nach Bayonne zurückgeschickt, um Wellington am weiteren Vorrücken zu hindern. Er drang Ende Juli von neuem in Spanien ein, wurde aber bei Cubiry am 27. Juli unter großen Verlusten zurückgeschlagen. Ein zweiter Versuch des Vordringens Ende August endete in seiner Niederlage bei Irun und in seinem Rückzug nach Bayonne. Obwohl er am 27. Februar 1814 die Schlacht bei Orthez verlor, lieferte er Wellington noch am 10. April mit kaum 20.000 Mann die Schlacht bei Toulouse. Danach räumte er Toulouse und schloss, indem er sich zugleich dem König von Frankreich unterwarf, einen Waffenstillstand. Er wurde von Ludwig XVIII. zum Gouverneur der 13. Militärdivision, am 3. Dezember 1814 anstelle General Duponts zum Kriegsminister ernannt. Als Napoleon am 1. März bei Fréjus landete, nannte er Napoleon „einen Usurpator“ und „Abenteurer“ und zog sich auf ein Landgut bei Saint-Cloud zurück, erschien erst nach mehrmaliger Aufforderung bei Napoleon und übernahm am 11. Mai die Stelle eines Generalstabschefs. Er befand sich in den Schlachten von Ligny und Waterloo an Napoleons Seite, übernahm, als dieser in Laon die Armee verließ, das Oberkommando derselben und leitete den Rückzug bis Soissons. Durch königliches Dekret vom 12. Januar 1816 aus Frankreich verbannt, ging er nach Düsseldorf. 1819 erhielt er die Erlaubnis zur Rückkehr und wurde seit 1821 wieder unter den Marschällen aufgeführt und 1827 zum Pair von Frankreich erhoben. Im Dezember 1831 unterdrückte er den Aufstand der Seidenweber in Lyon. Kriegsminister Soult in einer Karikatur von Honoré Daumier, 1832 Château de Soult-Berg in St.-Amans Von König Louis-Philippe I. am 18. November 1830 zum Kriegsminister ernannt, behauptete er sich beinahe vier Jahre (bis 1834) auf seinem Posten, erhielt auch im Mai 1832 die Präsidentschaft im Kabinett und blieb es mit Unterbrechungen bis 1847. Im Mai 1839 übernahm er nach Molés Sturz von neuem das Präsidium im Kabinett zugleich mit dem Portefeuille des Auswärtigen, doch scheiterte dieses liberale Ministerium schon im Januar 1840 an der Dotationsfrage. Nach Thiers’ Rücktritt ließ sich Soult am 29. Oktober 1840 nochmals zur Übernahme des Portefeuilles des Kriegs und der Präsidentschaft bewegen, legte aber 1846 ersteres und 1847 letztere nieder und wurde zum Maréchal général des camps et armées du roi ernannt. Nicolas Jean-de-Dieu Soult starb am 26. November 1851 auf seinem Schloss in St.-Amans und ruht dort in einer an die Kirche von Saint-Amans-Soult angebauten Kapelle. Seine wertvolle Gemäldesammlung, die er in den spanischen Feldzügen zusammengeraubt hatte, brachte bei der Versteigerung fast 1,5 Millionen Franc ein. Er galt als einer der besten Taktiker unter Napoleons Generalen. Die 1816 geschriebenen Memoiren des Marschalls gab sein Sohn heraus.[1][2] Familie Haus Alleestraße 108 in Düsseldorf, Zeichnung Julius Kost (1872). Hier lebte Marschall Jean-de-Dieu Soult während seines Exils 1816 bis 1818 mit seiner Ehefrau Louise Berg. Soult war seit 1796 mit Louise Johanna Elisabeth Berg aus Solingen verheiratet, der Tochter eines dortigen Kaufmanns. Zwischen 1815 und Juni 1819 lebten sie in Wuppertal-Barmen bei der Schwiegermutter Wilhelmine Berg und in Düsseldorf, konnten danach aber in ihr Pariser Palais zurückkehren. Sein Sohn Hector (Napoléon) de Soult, 2. Herzog von Dalmatien (* 18. September 1802; † 31. Dezember 1857), absolvierte die Reifeprüfung auf dem Königlichen Gymnasium in Düsseldorf (heutiges Görres-Gymnasium), wo er die lateinische Abschiedsrede der Abiturienten halten durfte. Er diente während der Restauration im Generalstab und betrat 1830 die diplomatische Laufbahn. Er war erst französischer Gesandter in den Niederlanden, dann in Turin. Ab 1844 bekleidete er dieselbe Stelle in Berlin. Vor der Februarrevolution Mitglied der Zweiten Kammer, trat er 1850 in die Legislative und verfocht hier die Sache der Orléanisten. Nach dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 zog er sich ins Privatleben zurück und starb am 31. Dezember 1857. Seine Tochter (Joséphine Louise) Hortense (* 31. August 1804) liebte Musik und Tanz. 1822 heiratete sie den Grafen Jules de Mornay, Offizier der königlichen Kavallerie. Seine zweite Tochter (Maria Louise) Caroline Leonie de Soult (* 27. Januar 1817; † 25. September 1817) ruht auf dem Golzheimer Friedhof in Düsseldorf. Sein Bruder Pierre Benoît Soult (* 20. Juli 1770 in Saint-Amans-Soult; † 7. Mai 1843 in Tarbes) erreichte in den Kriegen der Republik und des Kaiserreichs ebenfalls höhere Chargen und starb im Rang eines Generalleutnants. Ehrungen Sein Name findet sich am südlichen Pfeiler (33. Spalte) des Triumphbogens am Place Charles-de-Gaulle (Paris). Die Monitor Marshal Soult, ein Kampfschiff der britischen Royal Navy wurde ihm zu Ehren benannt. Die Avenue Maréchal Soult in Bayonne (Département Pyrénées-Atlantiques) trägt seinen Namen. Die Rue Maréchal Soult in Calais (Département Pas-de-Calais) und in Pontault-Combault (Département Seine-et-Marne) wurden ebenfalls nahm ihm benannt. Das Lycée Polyvalent Maréchal Soult in Mazamet (Département Tarn) wurde ihm zu Ehren benannt. Die Gemeinde, in der er geboren wurde und auch starb, wurde nach seinem Tod 1851 ihm zu Ehren in Saint-Amans-Soult umbenannt. Literatur Karl Bleibtreu: Marschall Soult. Napoleons größter Schüler. Schall-Verlag, Berlin 1902. Karl Bleibtreu: Marschälle, Generale, Soldaten Napoleons I. VRZ, Hamburg 1999, ISBN 3-931482-63-4 (Nachdruck der 1898 in Berlin erschienenen Erstausgabe). Albrecht Finck von Finckenstein, Axel Fuesers: Napoleons Marschall Soult und Louise Berg. Wallstein-Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-897-3. Jürgen Sternberger: Die Marschälle Napoleons. Pro Business, Berlin 2008, ISBN 978-3-86805-172-8. Axel Fuesers: Napoleons Marschall Soult und die Solingerin Louise Berg. In: Romerike Berge 4/2006, S. 14–20, Thales Verlag GmbH, 45239 Essen-Werden, ISSN 0485-4306. Axel Fuesers: Eine Bekanntschaft auf der Treppe – Marschall Soult und Louise Berg. In: Die Heimat 3/1987, S. 5–16, Verlag des Solinger Tageblatts, ISSN 0179-048X | SOULT, Nicolas Jean-de-Dieu (I48312)
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| 3454 | Niederadeliges Schaffhauser Bürgergeschlecht, belegt vom 13. bis ins 17. Jh. Erstmals erwähnt wird das Geschlecht 1253 mit Burkhard und Rudolf, Besitzern von Liegenschaften in der Stadt. Im weiteren Verlauf des 13. Jh. treten versch. Familienangehörige als Zeugen in städt. Urkunden in Erscheinung. Unter Johann (II) und seinem gleichnamigen Sohn Johann (III) erwarb die Fam. zahlreiche Güter und Rechte in und um Schaffhausen: 1359 einen Drittel der Vogtei Thayngen, 1370 als österr. Lehen den Zehnten von Gailingen, 1373 die Herrschaft Rüdlingen-Buchberg-Ellikon und 1378 den Zehnten und Güter zu Barzheim. Johann (I), Vater des erstgenannten Johann (II), sass 1291 als Erster im Rat, in welchem die Fam. bis Ende des 15. Jh. regelmässig vertreten war. 1422 stellte sie mit Konrad (erwähnt 1401-30), Sohn des Johann (III), einen Bürgermeister. Konrad erwarb 1422 die am Rheinfall gelegene Burg Wörth mit Zoll, mit der Vogtei Neuhausen und weiteren Rechten. 1444 kaufte dessen Sohn Hans Schloss und Herrschaft Laufen, wodurch die Fam. in eine langjährige Fehde mit Bilgeri von Heudorf verwickelt wurde, der seinerseits Ansprüche auf diese Herrschaft erhob. Mit österr. Hilfe besetzte Bilgeri von Heudorf 1449 vorübergehend das Schloss und erwirkte 1457 eine Ächtung der von F. im Reich, die erst 1473 wieder aufgehoben wurde. Da ihnen Schaffhausen in diesem Konflikt kaum Unterstützung bieten konnte, traten Hans und sein Bruder Konrad 1455 mit Schloss Laufen ins Burgrecht der Stadt Zürich, was zu Spannungen mit ihrer Vaterstadt führte. Diese wurden noch verstärkt, als nach der Reformation mehrere Vertreter der Fam. nach Zürich und Diessenhofen auswanderten. Mehrere Frauen aus der Fam. F. standen im 15. und 16. Jh. einem Kloster vor, so Agnes (->), Anastasia (->) und Anna (->). Johann Jakob Leu zufolge starben die letzten F. im 17. Jh. in Diessenhofen. Der Name von Fulach ist in Schaffhausen in Vergessenheit geraten - was verwunderlich ist: Das Adelsgeschlecht war früher überaus mächtig und beeinflusste die Entwicklung der Stadt massgeblich.Die Geschichte ist durchzogen von Familiennamen, die gleichbedeutend mit Macht, Intrigen, aber auch Korruption und Gewalt sind. Die Familie Medici in Florenz, die Familie Borgia, die zwei Päpste stellte, die Fugger, eines der reichsten Geschlechter des Mittelalters – und die Familie von Fulach, die das Schaffhauser Leben im Mittelalter prägte, wie kaum ein anderes Geschlecht. Sie stellten Äbte, Bürgermeister, Ratsherren und waren mitverantwortlich für einen Krieg. Wie die von Fulachs nach Schaffhausen kamen Die von Fulachs kamen wahrscheinlich aus einem profanen Grund nach Schaffhausen: Hier konnte man schnell im Ansehen aufsteigen. Im Jahr 1080 schenkte Burkhard von Neuenburg die Stadt Schaffhausen dem Kloster Allerheiligen. Dieses vermag aber mit der neu gewonnenen Verantwortung nicht umzugehen. Der Historiker Karl Schib schrieb in seiner Abhandlung «Der Schaffhauser Adel im Mittelalter» dazu: «Das Kloster ist damals Herr der Stadt, ist Eigentümer eines Immunitätsgebietes und hat ausgedehnten Grundbesitz. Wie wir gesehen haben, war das Kloster aber nicht imstande, die Ausübung der damit verbundenen Rechte durch einen Dienstadel besorgen zu lassen; es war gezwungen, den Weg der Erbleihe zu beschreiten, das heisst, es musste die Hoheitsrechte gegen einen Lehenszins veräußern.» Hier kommt die Familie von Fulach ins Spiel. «Die Möglichkeit, in Besitz eines Lehens zu kommen, lockte nun Adlige der ganzen Umgebung in die Stadt», so Karl Schib – unter anderem auch die Familie von Fulach. So wird die Familie einige Jahre später als Besitzer mehrere Liegenschaften in Schaffhausen das erste Mal namentlich erwähnt. Damit ist ihr Aufstieg aber noch nicht vorbei – er geht jetzt erst richtig los. Bürgermeister, Äbte und Vögte – die Familie zementierten ihre Macht Der Autor Johann Jakob Schalch schreibt über die Familie in seinem Buch «Erinnerungen aus der Geschichte der Stadt Schaffhausen» aus dem Jahr 1834 folgendes: «Eines der ausgedehntesten, reichsten und angesehensten Geschlechter waren die Herren von Fulach. […] Über 400 Jahre blühten sie in unserer Stadt.» Die von Fulachs waren jedoch nicht nur material reich, sondern hatten auch politischen Einfluss. Den Anfang machte Johann von Fulach, der 1291 in den Rat gewählt wird. Von dort an sitzt praktisch bis zum Ende des 15. Jahrhunderts immer ein Vertreter der Familie im selbigen. Irgendwann zwischen 1417 und 1422, die Quellen sind dort nicht ganz eindeutig, wurde ein Conrad von Fulach sogar Bürgermeister der Stadt. Seine Tochter, Agnes von Fulach, wurde im Jahr 1444 Priorin des Benediktinerklosters St. Agnes. Dank dem Reichtum ihrer Familie stiftete sie unter anderem einen Altar für das Kloster. Auch ein Abt geht aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Geschlecht hervor: Laut dem historischen Lexikon der Schweiz war Wilhelm von Fulach, geboren am 29. Juni 1517, später Abt von Pfäfers. Ob er sicher zu dem Geschlecht der von Fulachs zählt, ist allerdings umstritten. Die Familie macht sich jedoch nicht nur im geistlichen Bereich einen Namen: Auch mehrere Ritter und ranghohe Soldaten zählte das Geschlecht: So war ein männlicher von Fulach 1530 ein Hauptmann in Frankreich, ein Stelhans von Fulach wurde nach einem Feldzug gegen Tunis und Algier von Kaiser Karl V. zum Ritter geschlagen. Macht und Einfluss hatten die Fulachs aber nicht nur wegen ihrer Ratstätigkeit, sondern auch, weil sie kontinuierlich Ländereien, Gebäude und Rechte kauften. So ging im Jahr 1359 unter anderem einen Drittel der Vogtei Thayngen an die Familie, 1370 erhielten sie das Recht auf den Zehnten von Gailingen, eine Art Steuer. Drei Jahre später bekamen sie die Herrschaft über Rüdlingen-Buchberg-Ellikon und 1378 den Zehnten und Güter «zu Barzheim». Auch das Schloss Laufen beim Rheinfall ging in den Besitz der von Fulachs. Allerdings wussten wohl weder die von Fulachs noch die Stadt Schaffhausen damals was für Konsequenzen dieser Kauf nach sich ziehen würde. Die Fehde zwischen den von Fulachs und Bilgeri von Heudorf Ein weiterer Name, der untrennbar mit der Stadt Schaffhausen und auch dem der von Fulachs verbunden ist, ist derjenige von Bilgeri von Heudorf. Ein Ritter aus einem alten, schwäbischen Geschlecht. Seine Familie war bestens vernetzt in der damaligen Zeit. Sein Schwager war Hermann III. von Breitenlandenberg, Bischof von Konstanz von 1466 bis 1474. Er war zudem eng verbunden mit mehreren Monarchen, wie zum Beispiel dem österreichischen Herzog Sigmund, bei dem er ab 1455 als Rat tätig war.Bilderi von Heudorf war ein mächtiger Mann unter anderem auch Herrscher von Tiengen - und erhob aufgrund seines Titels auch Anspruch auf die Burg Laufen – die allerdings in der Hand der von Fulachs war. Daraus entstand ein handfester Streit zwischen den beiden Parteien, welcher später zur Belagerung und einer spektakulären Flucht der «von Fulachs» von der Burg führte. Die unglaubliche Geschichte der Belagerung des Schloss Laufen Die Burg blieb aber nicht lange im Besitz des Ritters von Heudorf. Einige Jahre später schlichen Männer des Schaffhauser Adelsgeschlechts ins Schloss, töteten dort den Verwalter und dessen Sohn und nahmen so die Burg wieder ein. Ob Bilgeri von Heudorf jemals einen Fuss in das Schloss Laufen setzte, ist nicht klar. Der Historiker David Nüscheler schreibt in seinem Werk «Geschichte des Schweizerlandes 2» jedoch: «Dieser Verlust schmerzte ihn sehr». So soll Bilgeri von Heudorf sich an die Stadt Schaffhausen gewandt haben, mit der Bitte, die Fulachs von der Burg zu vertreiben. Zudem verlangte er eine hohe Summe «Schadensersatz». Schaffhausen lehnte diese Bitte aber ab. Daraufhin klagte Bilgeri von Heudorf vor dem Hofgericht und erwirkte, dass die Stadt in der Zukunft geächtet wurde. Doch mit dieser Ächtung war es noch nicht genug. So überfiel der Ritter auch regelmässig Händler in der Region und entführte im Jahr 1467 sogar Hans am Stad, den damaligen Bürgermeister von Schaffhausen. Dieser kommt, laut Chroniken der damaligen Zeit, nach einer Zahlung von knapp 1800 Gulden - was dem gesamten Vermögen des Bürgermeisters entsprochen haben soll - wieder frei. Danach hatten die Schaffhauser genug: Die Stadt zog zusammen mit weiteren Parteien der Eidgenossenschaft in den Krieg gegen Waldshut. Bilgeri von Heudorf war damals mit der Verteidigung der Stadt betraut worden. 16'000 Mann belagerten die Stadt, die gerade mal 800 Soldaten zu ihrer Verteidigung aufbieten konnte, über einen Monat. Eingenommen wurde sie aber nicht. Überlieferungen zu Folge sollen ungefähr 200 Mann bei dem Versuch die Mauern der Stadt zu durchbrechen gestorben sein. All das geschah unter anderem, weil Bilgeri von Heudorf eine Fehde mit den von Fulachs und somit auch der Stadt Schaffhausen hatte. Die von Fulachs werden Bürger von Zürich Ungefähr zur Zeit des sogenannten «Waldshuterkrieges» trafen die Herren der von Fulachs eine im ersten Moment seltsam wirkende Entscheidung: Was genau sie zu ihrem nächsten Schritt bewegte, ist nicht sicher überliefert, aber die Familie beantragte in der Mitte des 15. Jahrhunderts das Bürgerrecht in Zürich und kehrte Schaffhausen den Rücken. Ob sie das «sinkende Schiff» verlassen wollten, oder ob sie sich hintergangen fühlten, weil die Stadt ihren Anspruch auf das Schloss Laufen nicht entschieden genug durchsetzten wollte, ist nicht ganz klar. So deuten Quellen zwar darauf hin, dass die von Fulach ihr Schloss mit Hilfe der «Herren von Schaffhausen» zurückerobern konnten – wie diese Hilfe aussah, ist jedoch unklar. Sicher ist, dass die von Fulach ungefähr um die Mitte des 15. Jahrhunderts das Bürgerecht der Stadt Zürich bekam. Die Stadt nimmt das reiche Geschlecht, mit ihrem Grundbesitz, gerne auf. Das Schloss Laufen, Ursprung des ganzen Ärgers, blieb bis 1544 im Besitz der Familie von Fulach. 1544 verkaufte Wilhelm von Fulach das Schloss für 7200 Gulden an die Limmatstadt. Der Verkauf schmerzte Schaffhausen nochmals: Nachdem sie bereits das Adelsgeschlecht der von Fulachs verloren hatten, fiel jetzt auch das Schloss, welches ein strategisch wichtiger Punkt am Rhein war, in den Besitz von Zürich. Und was machte Bilgri von Heudorf? Dieser hegte seinen Groll gegen die Stadt Schaffhausen weiter. Die Fehde dauerte ganze 27 Jahre lang und wurde erst 1476 - im selben Jahr verstirbt auch Bilgeri von Heudorf - geschlichtet. Dass die verhassten von Fulachs nicht mehr Herren des Schloss Laufen waren, bekam er gar nicht mehr mit. Das Ende des Geschlechts Die Familie von Fulach überlebte den Ritter, der ohne Nachkommen starb, noch eine ganze Weile. Aber der Name verblasste über die Jahrhunderte immer mehr. Hervorstechen tun noch ein paar einzelne Familienmitglieder wie Anna von Fulach, welche Konventualin im Dominikanerinnenkloster in Diessenhofen war. 1552 wurde sie dann als Äbtissin des Klosters Frauenthal eingesetzt. In dieser Rolle muss sie sehr erfolgreich gewesen sein: So soll sie unter anderem die Klosterfinanzen saniert, offene Streitfragen um Zinsen erledigt und einige Umbauten durchgeführt haben lassen. Sie ist auch die letzte von Fulach, die wirklich von sich reden machte. Laut dem Zürcher Chronisten Johann Jakob Leu stirbt der letzte Nachkomme des mächtigen Geschlechts irgendwann im 17. Jahrhundert in Diessenhofen. Was bleibt sind die hunderten von Erwähnungen in Verkaufsdokumenten, die im Stadtarchiv lagern - und die Erinnerungen an den Waldshuterkrieg, die jedes Jahr während der Chilbi in Waldshut wieder aufgelebt werden. Der Name von Fulach gerät hingegen langsam in Vergessenheit. Dabei hat kaum eine andere Familie das Geschehen in dieser Stadt so gelenkt wie die von Fulachs – wenn auch nicht immer zum Besten. | VON FULACH, N. (I46168)
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| 3455 | Niederadelsfamilie in Brugg, später Patrizierfam. in Bern. Im 14. Jh. erscheint das Geschlecht im Umkreis habsburg.-laufenburg. Ministerialen in Brugg und stellte vom Ende des 14. Jh. an mehrere Schultheissen, z.B. Hans Friedrich). Im 15. Jh. besassen sie einige Twingherrschaften, u.a. Niederzeihen und Spreitenbach. Zu Beginn des 15. Jh. zog eine Linie der E. nach Zürich, wo sie in hohe Ämter gelangte, 1471 einen Wappenbrief erhielt und im 16. Jh. ausstarb. Von diesem Zweig stammen vermutlich die E. in Einsiedeln ab. Nach dem Erwerb von Burg Wildegg mit der zugehörigen Twingherrschaft 1483/84 durch Kaspar blieb diese bis zum Aussterben der E. (1912) Wohnsitz und Zentrum des Familienbesitzes. Jeweils ein Sohn übernahm die Burg und kaufte die Geschwister aus. Um 1770 erreichte der Umfang der Domäne einen Höchststand mit rund 120 Hektaren Acker, Wiesen und Reben sowie einigen Gewerbebetrieben. Mit dem Kauf von Wildegg erwarben die E. das Berner Bürgerrecht (Gesellschaft zum Distelzwang), nahmen vermehrt in Bern Wohnsitz und gehörten ab 1680 zu den regierenden Fam.: Franz Christoph war als erster E. Mitglied des Gr. Rats, Franz Victor gehörte ab 1788 dem Kl. Rat an, 1795 erhielt das Geschlecht sechs Sitze im Gr. Rat. Bernhard, Christoph, Hans Ludwig und Johann Bernhard waren für Bern als Gesandte tätig. Im 19. Jh. vertrat die Fam. konservative Positionen und verlor ihre Ämter und Parlamentssitze, so Ludwig Albrecht 1808 im Kt. Aargau und Rudolf Emanuel 1831 im Kt. Bern. Einzig Friedrich Ludwig prägte als langjähriger Berner Gemeindepräs. das polit. Leben der Bundesstadt. Im 17. Jh. - Hans Thüring und Franz Friedrich - und erneut im 19. Jh. besassen die E. auch Schloss Wildenstein (AG), nach 1778 weitere Landsitze aufgrund der Erbschaften von Sigmund E. und Sophie von Erlach, Kindern aus erster Ehe von Niklaus Albrecht. Von der Mitte des 15. bis gegen Mitte des 17. Jh. stammten die Ehepartner der E. meist aus dem ostschweiz.-süddt. Landadel, nachher fast ausschliesslich aus dem bern. Patriziat. Mit 130 Angehörigen von 1550 an waren die E. zahlenmässig ein kleines Geschlecht. Bis ins 18. Jh. überwogen Mädchengeburten, nach 1780 nahm die Kinderzahl pro Fam. stark ab. Das Prestige der Fam. zeigen Schloss Wildegg, die Kirche von Holderbank (AG) mit Familiengruft, aber auch die sog. Türkenbeute Bernhards und der Becher, den die E. mit der Teilnahme von Kaspar an der Schlacht bei Murten in Verbindung brachten. 1812 wurde eine Familienstiftung errichtet. (Q: HLS) | EFFINGER, Stammlinie (I11343)
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| 3456 | Nikephoros III. löste die Kaiser aus der Doukasfamilie ab, knüpfte allerdings an sie an, indem er die Gattin des Kaisers Michael VII. heiratete, während der abgesetzte Kaiser zum Eintritt in ein Kloster gezwungen wurde. Während seiner dreijährigen Herrschaft gelang ihm weder, die äußeren Feinde abzuwehren, noch konnte er den inneren Zerfall aufhalten. Erst sein Nachfolger Alexios I. Komnenos war in der Lage, eine neue Dynastie zu etablieren und das Reich zu konsolidieren. | BOTANEIATES, Nikephoros III. (I39117)
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| 3457 | Nikephoros war der zweite gemeinsame Sohn des Kaisers Konstantin V. (741–775) und dessen dritter Frau Eudokia. Er war somit ein Angehöriger der Syrischen Dynastie, die von 717 bis 802 in Byzanz herrschte. Zusammen mit seinem älteren Bruder Christophoros wurde Nikephoros am 2. April 769 zum Kaisar (Caesar) ernannt; sein Halbbruder aus der ersten Ehe seines Vaters, der spätere Kaiser Leo IV., war bereits 751 in den Rang eines Mitkaisers (Symbasileus) erhoben worden. Am 13. April 776 war Nikephoros anwesend bei der Proklamation Konstantins VI. zum Mitkaiser Leos IV. in der Hagia Sophia, ebenso einen Tag später bei der Krönungszeremonie im Hippodrom. Im folgenden Mai wurden Nikephoros und seine Brüder, der Kaisar Christophoros sowie die Nobilissimi Niketas, Anthimos und Eudokimos, wegen angeblicher Verschwörung gegen Leo IV. nach Chersones auf der Krim verbannt, wobei ihnen sehr wahrscheinlich die imperialen Titel entzogen wurden. 40 Tage nach Irenes Regentschaftsantritt am 8. September 780 wollte eine Verschwörergruppe, zu der auch Theophylaktos Rhangabe, der Vater des späteren Kaisers Michael I. gehörte, Nikephoros zum Kaiser erheben. Das Komplott flog jedoch auf; Nikephoros und seine Brüder wurden auf Befehl Irenes zu Klerikern geschoren und mussten zu Weihnachten öffentlich die Kommunion austeilen. Der Strategos von Sizilien Elpidios wurde wohl zu Unrecht beschuldigt, die Usurpation unterstützt zu haben. Nach der schweren Niederlage Konstantins VI. in der Schlacht von Marcellae gegen die Bulgaren 792 unternahmen die Tagmata angeblich einen erneuten Versuch, Nikephoros auf den Thron zu bringen, weshalb Konstantin ihn blenden ließ.[1] Danach wird Nikephoros bei Theophanes nicht mehr namentlich erwähnt, so dass nicht gesichert ist, ob er bei den folgenden Ereignissen noch am Leben war. Die Brüder sollen nach dem Tod Konstantins VI. im Oktober 797 und, daraufhin nach Athen verbannt, im Frühjahr 799 weitere Umsturzversuche gegen Irene und deren mächtigen Minister Staurakios unternommen haben, die jedoch ebenso erfolglos blieben wie eine letzte Verschwörung 812. Angeblich wurden die Brüder in diesem Zusammenhang auf die Insel Aphasia verbannt, wo sich ihre Spur verliert. | (BYZANZ), Nikephoros (I37361)
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| 3458 | Niketas wurde nach der erfolgreichen Usurpation seines Vaters gegen Konstantin V. im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder Nikephoros offenbar nicht in den Rang eines Mitkaisers (Basileus) erhoben,[1] sondern von seinem Vater zum Monostrategos ernannt und/oder als Strategos mit dem Oberkommando der Truppen des Themas Armeniakon beauftragt. In August 742 oder 743 unterlag Niketas bei Modrine den Truppen Konstantins V., doch gelang es ihm, seine geschlagene Armee neu zu formieren und Konstantin bis Chrysopolis zu verfolgen. Er wurde in einer weiteren Schlacht bei Nikomedia erneut besiegt und gefangen genommen. Nach dem 2. November 743, dem Tag der Rückeroberung Konstantinopels, ließ Konstantin V. Niketas zusammen mit Artabasdos und Nikephoros blenden, im Hippodrom vorführen und, laut der legendarisch ausgeschmückten Vita des Michael Synkellos, mit der ganzen Familie ins Chora-Kloster, ein im Istanbuler Stadtteil Fatih gelegener Sakralbau, sperren, wo er auch gestorben und begraben worden sein soll. | SOHN DES ARTHABASTOS, Niketas (I39705)
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| 3459 | Nikolaus Varnbüler (* 12. Dezember 1519 in Lindau (Bodensee); ? 20. August 1604 in Tübingen) war ein württembergischer Rechtswissenschaftlerund Diplomat, Professor an der Eberhard Karls Universität in Tübingen.Varnbüler wurde als Sohn des Lindauer Bürgermeisters Johannes Varnbüler (* 1464 in St. Gallen; ? 1545 in Lindau) und der Augsburger Patriziertochter Agathe Meuting (* 1484 in Augsburg; ? 1562 in Lindau) geboren. Er war ein Enkel des Reichsvogts und Bürgermeisters von St. Gallen,Ulrich Varnbüler (* 1432 - ? 1495). Nikolaus Varnbüler studierte ab 1537 für 3 Jahre an der Akademie in Straßburg, 1541 in Löwen, siehe Geschichte der Universität Löwen, 1542 an der Universität zu Köln und wurde 1544 an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen zum Doctor iuris utriusque promoviert. Varnbüler wirdzunächst als Anwalt tätig. 1554 folgte er einem Ruf an die Eberhard-Karls-Universität und übernahm dort den Lehrstuhl für Römisches Recht,den er bis 1594 innehatte. 1558 und 1578/79 war Nicolaus Varnbüler Rektor der Universität Tübingen. 1567 und 1582 Hofgerichts-Assessor, seit1564 Herzoglich Württembergischer Rat, wurde Nikolaus Varnbüler im Jahre 1573 in den Reichsadelsstand erhoben. Varnbüler stand seit 1548 in Diensten der Herzöge von Württemberg. Nikolaus Varnbüler war unter anderem maßgebend an den Verhandlungen zum Augsburger Religionsfrieden von 1555 beteiligt. Während dieser Zeit warer auch Berater der Markgrafen von Brandenburg. Von 1553?1567 war Nikolaus Varnbüler maßgebend an der Ausarbeitung der Statuten zum württembergischen Landrecht beteiligt. 1547 heiratete Nikolaus Varnbüler Regina geb. Walter, Tochter aus einer alten Augsburger Patrizierfamilie. Aus der Ehe gingen insgesamt 11 Kinder hervor. Der zweite Sohn Nikolaus (* 1549 in Tübingen; ? 1609 inTübingen) wurde ebenfalls Jurist und Hochschullehrer an der Tübinger Universität. Der dritte Sohn Hans Ulrich (* 1551 in Tübingen, ? 1630 inStuttgart) wurde württembergischer Staatsbeamter (Oberrats- und Ehegerichts-Sekretär). Er war der Vater des Diplomaten Johann Konrad Varnbüler (* 1595 - ? 1657). oder gest. 1609 (beides Haemm.); lt. Schirmer gest. 28.8.1604; hzgl. württ. und brandenburg. Rat in Tübingen; ca 1545 bis 1603 in der Lindauer Sünfzen-Ges. | VARNBÜHLER, Prof. Dr. jur. Prof. Dr. jur. Nicolaus (I21030)
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| 3460 | Nobiles, nach der Burg R. beim Weiler R. (Gem. Sins AG) benannt. Die Herrschaft R. umfasste den Twing Sins mit Aettenschwil sowie Auw und muss bis ins frühe 13. Jh. Allodialbesitz der Gf. von Thierstein gewesen sein. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden zu den Frh. von Bonstetten, von Freienstein und von Signau, später u.a. zu den Ritteradligen von Reinach, was in der älteren Forschung als Grund für eine sog. Entfreiung der R. angenommen wurde. Die genealog. Abfolge ist relativ gesichert. Auf Ulrich (erw. 1233-63) folgt sein gleichnamiger Sohn. Letzterer (erw. 1270-98) war Landrichter im Aargau und Zürichgau sowie Reichsvogt in Zürich. Unter ihm wurde das ökonomisch eher schwache Geschlecht zu einem regionalen Machtfaktor. 1429 veräusserte Henmann (erw. 1402-55), Bürger von Luzern und 1435-55 Inhaber der Herrschaft Büron, die Herrschaft R. infolge Verschuldung. Sein Sohn Jakob starb 1483 als Letzter der männl. Linie. | VON RÜSEGG, N. (I13879)
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| 3461 | noch am 14.07.1416 hatte era als Ulmer Bürger geurkundet und wohl bis dahin auch dem Richterkollegium angehört, in diesem Amt nachweibar ist er seit 1409, doch dürfte er spätestens im Oktober 1408 zum Nachfolger des Hans Rem gewählt worden sein, 1409 kaufte er das baierische Lehen Obenhausen und weitere Güter, da er für diesen Besitz 2550 Gulden hinzählen kann, ist er bereits ein erfolgreicher Geschäftsmann, (1375 war er möglicherweise nicht mehr am Leben) | FÄRBER AUCH FERWER, Peter (I9682)
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| 3462 | Noch heute bestehende, ehemals regimentsfähige Fam. der Stadt Bern, deren Stammvater Peter 1538 ins Berner Burgerrecht eintrat Grossratsgeschlecht des Freistaates Bern. Burgerrecht 1538. Grosser Rat 1701. Geschichtliches. Der Name Gruber (Grubarius,Grueber, de Gruben etc.) kommt in Bern schon im XIII. Jahrhundert vor mit Peter Gruber, welcher zuerst um das Jahr 1251 mit seiner Frau Mechtild von Esche als Käufer mehrerer Güter des Frauenklosters Kappelen bei Möriswyl erscheint. In der Folge findet er sich sehr oft als Zeuge, am 18. Februar 1292 wird er als verstorben bezeichnet. Mit seiner Frau vergabte er am 24. August 1275 mehrere Güter zu Möriswyl, Zollikofen, Utzigen, Worb und Sinneringen zur Begehung ihrer Jahrzeit an das Johanniterhaus Buchsee; die betreffende Urkunde ist mit seinem Siegel versehen, welches als Wappen einen storchähnlichen Vogel aufweist. Im XIV. Jahrhundert erscheint der Name häutig in der Gegend von Spiez und in der Stadt Thun, wo mehrere Gruber das Bürgerrecht besassen; ein Heinrich Gruber, der in vielen Thuner Urkunden vorkommt, wurde am 14. Februar 1376 mit andern Thunern in Bern zum Burger angenommen. Ein anderer Heinrich Gruber erscheint indessen schon am 15. April 1356 und auch später als Zeuge und Burger in Bern; Johann Gruber ist am 2. April 1377 Deutschordensbruder und 1387 Leutpriester dieses Ordens in Bern. Von dieser Zeit an tritt der Name immer häufiger auf. Im Tellbuch von 1389 finden sich mehrere Träger desselben; Henzmann Gruber ist um 1397 Gerichtsschreiber und 1402 Stadtschreiber. Ein Heinrich Gruber, von Beruf Zimmermann, Grossweibel, wurde 1407 erster bernischer Landvogt nach Wangen. Sein Sohn(?) Johann, durch seine Frau Margareta von Waberen Mitherr zu Belp, kam 1426 in den Kleinen Rat, wurde Vogt nach Aarberg 1432, Vogt nach Nidau 1436 und bekleidete in der Folge mehrmals das Amt eines Venners zu Metzgern. Bei seinem um 1441 erfolgten Tode hinterliess er zwei Töchter, Ursula und Anna, welche sein grosses Vermögen ihren Ehemännern Jakob vom Stein und Niklaus v. Scharnachtal, Schultheissen zu Bern 1463 und Anführer in den Burgunderkriegen, brachten. Ein verwandtschaftlicher Zusammenhang der vorgenannten mit den heutigen Gruber lässt sich indessen nicht nachweisen. Urkundlicher Stammvater derselben ist Peter Gruber, welcher sich laut Eherodel am 1. November 1543 mit Barbara Träyer vermählte. Der Tellrodel von 1556 führt ihn als an der Ringmauer (beim heutigen Käfiggässchen) wohnhaft an, mit seiner Frau verteilt er 800 ₣. Wahrscheinlich ist er mit einem Peter Schüppach genannt Gruber von Grosshöchstetten identisch, welcher am 17. Mai 1530 zum bernischen Ausburger angenommen wurde und im Ausburgerrodel von 1537 kurzweg «Peter Gruber im Gfell (bei Grosshöchstetten)>> genannt wird. Nebst mehreren andern Kindern, über deren Schicksal aber nichts bekannt ist, hinterliess Peter Gruber einen am 8. September 1547 getauften Sohn Anton, welcher 1573 zum Stubengesellen zu Schmieden angenommen und 1599 Büchsenalmosner wurde. Dreimal verheiratet, zuerst am 5. November 1573 mit Sara Rösch, dann am 22. Februar 1578 mit Küngold Glätting und endlich am 25. Februar 1587 mit Anna Holzward, zeugte er ebenfalls mehrere Kinder, von denen sein dritter Sohn Anton und sein fünfter Sohn Hans das Geschlecht in zwei Linien bis auf den heutigen Tag fortführten. Anton, getauft am 80. August 1582, Zollner beim oberen Tor, trat 1615 auf die Gesellschaft zu Zimmerleuten über. Von Katharina Halder, vermählt am 12. August 1611, hatte er drei Söhne, von denen aber nur der jüngste, Samuel, geb. 1617 oder 1618, Deszendenz hinterliess. Ein Geistlicher, wurde er 1641 Helfer zu Thun, 1644 Pfarrer nach Reutigen, 165o Pfarrer nach Aarburg und endlich 1657 nach Mandach, wo er 1668 an der Pest verstarb. Mit seinen beiden Frauen Anna Weck, vermählt 3. Juni 1640, und Elisabeth Schilplin. vermählt 1. Dezember 1652, zeugte er zahlreiche Kinder, worunter Anton 1642 - 1697, Daniel 1648 - 1696, Samuel 1647 - 1720 und Heinrich 1655 - 17... Anton trat wie sein Vater in den geistlichen Stand, war 1669 Helfer zu Unterseen und 1680 Pfarrer zu Kölliken; seine mit Katharina Huber, vermählt 18. August 1679 (II. Ehe), erzeugte Nachkommenschaft erlosch mit seinem Urenkel Emanuel, geb. 1775, welcher 1797 als Leutnant in Piemont ledig verstarb. Daniel, des Pfarrers zu Mandach zweiter Sohn, ein Schuhmacher, Stubenwirt zu Schuhmachern, Einlässermeister 1685 und Welschweinschenk 1693, vermählt mit Katharina Pretelli, ist der nähere Stifter des jetzt noch blühenden Astes dieser Linie. Samuel, der dritte Sohn, ein Chirurg, Schaffner im Frienisberghaus 1697, kam 1701 in den Grossen Rat und wurde 1710 Spitalmeister und XVIer zu Zimmerleuten; seine Deszendenz war auch fortwährend in der Regierung vertreten, erlosch aber mit seinem Urenkel Emanuel, geb. 176B, Hauptmann in Holland, des Grossen Rates 1795, vermählt 1787 mit Anna Susanna v. Mutach, welcher ohne Kinder zu hinterlassen am 5. März 1798 bei Fraubrunnen für das Vaterland den Tod fand. Heinrich endlich, ein Metzger, vermählt 1681 mit Barbara Winiger, zeugte ebenfalls mehrere Kinder, welche aber alle jung starben. Abraham, der dritte Sohn des Welschweinschenks Daniel, geb. 1681, gest. 1761, ein Glaser, kam 1710 in den Grossen Rat, wurde 1713 Iseler, 1715 Zöllner im Kaufhaus, 1723 Landvogt nach Fraubrunnen und 1746 Obervogt nach Biberstein. Anfänglich wie sein Vater auf Schuhmachern zünftig, nahm er 1710 wieder die Gesellschaft zu Zimmerleuten an und wurde zweimal XVIer derselben. Sein ältester Sohn Samuel Ludwig 1706 - 1780, ebenfalls Glaser, war 1745 des Grossen Rates, Zollherr 1747, Vogt nach St.Johannsen 1757 und liess als Vierer-Obmann (Aufseher über die oberen Stadtfelder) die heutigen Anlagen in der Enge und am grossen Aargauerstalden ausführen. Hans, jüngerer Sohn des Stammvaters Anton aus dessen dritten Ehe, getauft am 20. Mai 1594, vermählt am 20. Januar 1617 mit Benedicta Moratel, und am 25. November 1633 mit Euphrosina Herrli, Ueberreuter 1623, ist der Begründer der jüngeren, auf Schmieden verbliebenen Linie der Familie. Während seine Deszendenz nicht in die Regierung kam und meist beim Gewerbe verblieb, gelangten fast alle Angehörigen der älteren Linie im XVIII. Jahrhundert in dieselbe. 12 ihrer Mitglieder kamen vor 1798 in den Grossen Rat, wovon acht Landvögte wurden. Eine kluge Familienpolitik, und der Umstand, dass sie sozusagen als einzig im Grossen Rat vertretene Familie auf der Gesellschaft von Zimmerleuten fast ununterbrochen bei allen Ratsbesatzungen die XVIerstelle daselbst innehatten, ermöglichten es dieser Linie, die Stellung einer faktisch regierenden Familie einzunehmen, wozu auch Allianzen mit den Graffenried, Herport, Jenner, May, Mutach. Stettler, Wagner, Zehender u.a. beitrugen. Um 1768 sassen nicht weniger als fünf Gruber im Grossen Rate. Ab dem XIX. Jahrhundert sind beide Linien im Bankwesen sowie als Techniker, Ärzte, Pfarrer und im Fall von Karl Friedrich (1860 - 1942) als bernische Regierungsstatthalter tätig. In fremde Dienste sind mehrere getreten, und dies namentlich in Frankreich, Holland und Piemont. Albrecht Emanuel 1719 - 1775, des Grossen Rates 1755, Hofmeister nach Königsfelden 1770, war 1756 Hauptmann und 1764 Oberst in Frankreich und seit 1760 Chevalier de l'ordre du merite militaire. Besonders zu erwähnen sind Gottlieb Emanuel 1759 - 1829, Prokurator 1784 und Fürsprecher, Municipalitätspräsident 1799, Gesandter nach Paris 1802, Appellationsrichter und Mitglied des kleinen Stadtrates 1803; sowie Samuel Abraham 1765 - 1835, des Grossen Rates 1795, Grossweibel und Ratsschreiber 1798, im nämlichen Jahre Sekretär des Regierungsrats des Kantons, 1803 Grossrat und Stadtrat, Mitgesandter an die Tagsatzung und Staatsschreiber 1816 - 1827, Mitglied zahlreicher städtischer Kommissionen und Hauptbeförderer der Schullehrerkasse. Das Wappen ist in rot eine geschweifte silberne Spitze, überhöht von einem sechsstrahligen silbernen Stern. Als Helmzier erscheint ein wachsender Mannesrumpf mit Spitzhut, mit Wiederholung der Schildfigur auf der Brust. | GRUBER, Stammlinie (I38991)
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| 3463 | Nomen nominandum (lateinisch für „[noch] zu nennender Name“) ist eine lateinische Redewendung, die heute im Sinne von „Der Name ist hier einzusetzen“ verwendet wird. Sie bezeichnet in Quellenangaben, im Organisationswesen und ähnlichen Kontexten (Veranstaltungen, Positionen usw.) eine noch unbekannte, später zu benennende oder absichtlich nicht genannte Person. | N., N. (I18382)
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| 3464 | Norfolk ist eine Grafschaft in Großbritannien in East Anglia im Osten von England. Norfolk grenzt an die Grafschaften Lincolnshire und Cambridgeshire im Westen und Südwesten und Suffolk im Süden. Das Gebiet wird im Norden und Osten von der Nordsee begrenzt. Daneben besteht zwischen den Grafschaften Norfolk und Lincolnshire ein Gebiet von Salzmarschen, genannt The Wash. Die Angeln, nach denen East Anglia und England selbst benannt wurden, siedelten hier seit dem fünften nachchristlichen Jahrhundert. Die Angeln waren ein nordseegermanisches Volk (genau wie Kimbern und Teutonen), das wohl vor allem aus dem gleichnamigen Landstrich Angeln auf der Kimbrischen Halbinsel im Norden des heutigen Schleswig-Holstein sowie seinen Nachbargebieten bis zur Eider stammte. Von denjenigen Angeln, die im 5. Jahrhundert nach Britannien auswanderten, leiten sich die Bezeichnungen „England“, „Engländer“ und „Englisch“ ab. | RANDOLL\RANDOLT, N. (I8537)
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| 3465 | Notar in Nijmegen, ev., I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel A 20 und B 18b http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=65480 | VAN MANEN, Johann Albert (I47497)
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| 3466 | Nottebohm war Sohn des Arztes und kurmainzerischen Leib-Medicus Johann Dietrich Nottebohm (1685–1758) und besuchte die französische Handelsschule Gardelange in Hanau. Anschließend machte eine kaufmännische Ausbildung beim Bankhaus Metzler in Frankfurt am Main. Danach arbeitete er als Angestellter in den Niederlanden. Mit einem weiteren Teilhaber machte er sich selbstständig und gründete das Handelshaus Jahn Kruse & Co. mit Sitz in Amsterdam. Im Jahr 1773 heiratete er Johanna Eleonore (1754–1823), die Tochter des Kupferindustriellen Johann Theodor Möller (1705–1763). Mit dieser hatte er drei Söhne. Abraham (1783–1866) war Kaufmann in Rotterdam, Wilhelm (1787–1871) war dänischer Generalkonsul und Carl (1798–1870) war Kaufmann in Hamburg. Seine in Brackwede geborene Tochter Juliane Adriana Amalie (1779–1855) heiratete am 26. Juni 1799 in Bielefeld Carl Johann Franz Jacobi (1772–1836), den preußíscheb Kriegsrat und Enkel des Bochumer Bürgermeisters Johann Conrad Jacobi; einer ihrer Söhne war der Berliner Jurist und Schriftsteller Otto Jacobi. Nach dem Tod Möllers übernahm Nottebohm auch die Leitung des Kupferhammers bei Brackwede. Er hatte auch die Mehrheit der Anteile inne. Die Familie lebte allerdings zunächst weiterhin überwiegend in Amsterdam. Der Kupferhammer war wenig rentabel, daher machte der Großhandel den wichtigsten Teil von Nottebohms Geschäftstätigkeit aus. Er handelte mit Waren aller Art aber insbesondere mit Leinen aus Bielefeld. Seine Geschäftsbeziehungen reichten bis Nordamerika und Asien. Außerdem begann Nottebohm seit 1780 Kupfer und raffinierten Zucker aus England einzuführen. In der internationalen Geschäftswelt war Nottebohm hoch angesehen und galt als kreditwürdig. Er begann auch ins Bankgeschäft einzusteigen und vergab Kredite an die Bevölkerung rund um Bielefeld. Seine Anteile am Kupferhammer verkaufte er 1806 an seinen Schwager und Schwiegersohn Theodor Adolf Möller (1762–1847). Er konzentrierte sich auf den Handel mit dem Orient und Österreich. Nottebohm verfügte in der Region um Brackwede über ein hohes Ansehen. Während der Zeit des Königreichs Westphalen war er daher von 1808 bis 1811 Mitglied des Wahlkollegiums des Departements der Weser und als Grundbesitzer zwischen 1808 und 1813 Mitglied der Reichsstände des Königreichs Westphalen. | NOTTEBOHM, Abraham (I44317)
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| 3467 | Nun machte er den Versuch, seinen leiblichen Sohn Bernhard durch den Papst Hadrian III. legitimieren zu lassen. Da Hadrian aber 885 auf dem Weg in das Frankenreich starb und die Haltung dessen Nachfolgers zu dieser Frage keineswegs sicher war, schlug auch dieser Versuch fehl. | FRANKE, Bernhard (I36538)
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| 3468 | Nur wenige Quellen berichten über die Regierungszeit Dagoberts (so die Fredegarchronik), die in der Forschung in der Regel positiv bewertet wird. Allerdings erlaubt die dünne und teils recht tendenziöse Quellenlage nicht, den König als Person genau zu erfassen, zumal es nicht immer möglich ist, ihm zugeschriebene Handlungen konkret auf Dagoberts Politik zurückzuführen. Dagobert wurde 623 von seinem Vater Chlothar als Unterherrscher in Austrasien eingesetzt. Einige Territorien waren von diesem neuen Unterkönigreich abgetrennt worden, doch setzte er 625/26 eine Vergrößerung seines Herrschaftsbereiches durch. 629 wurde Dagobert König des Gesamtreichs. 632 starb nach dem Tod seines Halbbruders Charibert II. auch dessen Sohn Chilperich; angeblich war Dagobert am Tod Chilperichs beteiligt, doch ist dies nicht sicher. Dagobert hatte nun jedenfalls Burgund und Aquitanien unter seiner Herrschaft. Er war der mächtigste der merowingischen Könige und der meistrespektierte westliche Herrscher seiner Zeit. Die merowingischen Herrscher vor Dagobert hatten zuletzt viel von ihrer Macht eingebüßt; Dagobert gelang es noch einmal, diesen Prozess für einige Jahre umzukehren. Als Gesamtherrscher machte er Paris zu seiner Residenz, die Verwaltung orientierte sich noch immer teils am spätantiken römischen Verwaltungsmuster. Seine Berater waren zunächst der Hausmeier Pippin der Ältere, der Stammvater der Pippiniden, und der Bischof Arnulf von Metz, die beide Stammväter der Karolinger waren. Arnulf zog sich jedoch 629 zurück; den Einfluss seines Hausmeiers Pippin reduzierte Dagobert, nachdem er die Herrschaft im Gesamtreich angetreten hatte. Während die Fredegarchronik Dagoberts Königszeit in Austrasien positiv bewertete, werden ihm in der Chronik für die Zeit nach 629 schwere Vorwürfe gemacht: Dagobert habe sich ganz der Fleischeslust (luxuria) hingegeben und sich an der Kirche bereichert.[4] Kern dieser Kritik ist anscheinend die energische Innenpolitik Dagoberts, der neue Steuerquellen erschloss und dabei die reiche und einflussreiche Kirche nicht ausnahm. Im Adel formierte sich wohl teils ebenfalls Widerstand gegen Dagobert, doch scheint der König alles in allem innenpolitisch erfolgreich und vor allem selbstständig agiert zu haben. Der sehr religiöse Dagobert war verantwortlich für den Bau der Basilika Saint-Denis beim Benediktinerkloster nördlich von Paris, wo noch lange nach seinem Tod das gute Andenken des Königs gepflegt wurde. Wirtschaftlich waren die Verhältnisse stabil; es sind mehrere neue Goldmünzen erhalten, die in der Zeit Dagoberts geprägt wurden, vor allem aus der Münzstätte in Limoges. Dagobert war außenpolitisch teils durchaus erfolgreich. Der oströmische Kaiser Herakleios hatte Kontakt zu Dagobert aufgenommen, und wohl auf oströmische Initiative hin kam es auch im Merowingerreich zu Zwangstaufen von Juden. Zudem schickte ihm Herakleios um 630 eine kostbare Kreuzreliquie (sie wurde nach 1789 zerstört). Im Südwesten gelang Dagobert 636/37 ein erfolgreicher Feldzug gegen die Basken; auch Judicael, der König der Bretonen, unterwarf sich.[5] Andererseits musste Dagobert auch Niederlagen einstecken, wie gegen die Slawen. Der Slawenfeldzug gegen deren Herrscher Samo scheiterte 631.[6] Die Lage an der Grenze zu den Slawen blieb angespannt, doch Dagobert sicherte den Grenzraum durch Abkommen mit den Sachsen und den Thüringern.[7] Der Fehlschlag gegen Samo sorgte wohl dafür, dass er bei Teilen des fränkischen Adels in die Kritik geriet. Dagobert setzte 633 seinen Sohn Sigibert III., damals noch ein Kleinkind, als Unterkönig in Austrasien ein. Allerdings ist unklar, ob diese Einsetzung als Schwäche Dagoberts gegenüber dem Adel zu interpretieren ist, da die entsprechende Hauptquelle (die Fredegarchronik) generell dazu neigt, Dagoberts Autorität als König abzuschwächen.[8] 634 erklärte Dagobert sich bereit, eine Nachfolgeregelung für den Todesfall zu treffen. Demnach sollte das Reich unter seinen Söhnen geteilt werden. Der Plan sollte auch den Bedenken des neustrischen Adels gegen eine Bevormundung aus Austrasien Rechnung tragen. Dagobert scheint an der Christianisierungspolitik verschiedener Missionare in den Randbereichen des Reiches recht interessiert gewesen zu sein, die indirekt auch den fränkischen Einflussbereich vergrößerte. Ehen und Nachkommen Dagobert I. heiratete viermal. Im Jahre 625 schloss er die Ehe mit Gomatrud, einer Schwester der Sigihild, der dritten Ehefrau seines Vaters. 629 trennte er sich von ihr, da die Ehe kinderlos geblieben war, und heiratete die Sächsin Nantechild, die ihn überlebte und nach seinem Tod die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn übernahm. Als weitere Ehefrauen werden Wulfegundis und Berchildis genannt; der letzteren gehörte wohl ein Ring mit der Aufschrift Berteildis regina. Wann diese Ehen geschlossen wurden und wie lange sie bestanden, ist unbekannt. Von Nantechild hatte er sein einziges eheliches Kind, den späteren König Chlodwig II. (634–657). Mit Ragnetrud, der Nichte Nantechildes, hatte er vier Jahre zuvor außerehelich einen weiteren Sohn, den späteren König Sigibert III. (630–656).[ | VON AUSTRASIEN, Dagobert I. (I18394)
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| 3469 | Nysa, deutsch Neisse (auch in der Schreibweise Neiße), ist eine Stadt in der Woiwodschaft Opole (Oppeln) in Polen. https://de.wikipedia.org/wiki/Nysa | SCHMETTAU (SMETE), Simon (I1177)
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| 3470 | NZ 1766, Nr. 415: Besitzer von 11 Äcker, 5 Weingärten, 1 Haus mit Scheuer im Großviertel. Steuerkapital 130 fl. zahlt 1 fl. 151/4 xr. Bede. siehe Stammfolge Metz 2. Generation Blatt 2/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html Stammfolge Metz 3. Generation Blatt 3/2a, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html siehe Stammfolge Metz 4. Generation - Johann Stephan Metz: Blatt 4/2 Stammfolge Metz 4. Generation - Johann Michael Metz: Blatt 4/3 | METZ, Johann Michael (I43231)
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| 3471 | Ob sie dessen einzige Ehefrau war, ist unbekannt. Beide waren zum Zeitpunkt der Eheschließung noch nicht christianisiert, und die Kirche in Böhmen kämpfte noch im 10. Jahrhundert relativ erfolglos gegen Polygamie in den höheren Schichten. Um 875 wurde der erste Sohn Spytihněv geboren, um 888 Vratislav. Dazwischen bekam das Paar einen weiteren Sohn und drei Töchter, deren Namen nicht überliefert sind. Bořivojs damalige Stellung lässt sich nicht genau bestimmen. Er wird zwar einerseits als Landesherr (dux, princeps) bezeichnet, im 9. Jahrhundert ist aber mehrfach das Auftreten mehrerer böhmischer Herzöge belegt. Ob dieser Titel Herrschern über eigenständige Stämme zustand oder ob es sich um einen Stamm handelte, der sich über mehrere Siedlungskammern verteilte, bleibt unklar. Festzustehen scheint lediglich, dass Böhmen am Ende des 9. Jahrhunderts keinen Alleinherrscher kannte, die Herzöge aber nach außen hin geschlossen als Vertreter eines Landes auftraten und einen oder mehrere Hauptvertreter duldeten. Der Alleinvertretungsanspruch der Přemysliden-Dynastie wurde erst zu Beginn des 10. Jahrhunderts von Bořivoj, Ludmilla und ihren direkten Nachkommen durchgesetzt.... 921 starb Vratislav, vielleicht am 13. Februar. Sein Sohn Václav war zu diesem Zeitpunkt etwa 13 Jahre, Boleslav etwa 7 bis 8 Jahre alt. Die Großen des Landes ernannten Václav trotz dessen Minderjährigkeit zum Nachfolger seines Vaters, betrauten aber Ludmilla mit der Erziehung der Kinder. Drahomíra musste in diesem Schritt eine entscheidende Schwächung ihrer Machtstellung als faktische Regentin befürchtet haben. Spätestens im Sommer 921 kam es zum offenen Konflikt beider Frauen, in dem Ludmilla unterlag. Sie ließ ihrer Schwiegertochter ausrichten: „Ich will nicht über dich herrschen. Nimm deine Söhne, wie es dir beliebt, regiere mit ihnen, gewähre mir aber die Freiheit, dem allmächtigen Christus zu dienen, an einem dir genehmen Ort.“ – Legende Christians[8] Ludmilla übergab die Enkel an deren Mutter und begab sich mit ihrem Gefolge nach Tetín, einer der Přemysliden-Burgen, die auf dem Weg nach Regensburg lag. Sie verließ also die Domäne nicht und stellte damit offenbar weiterhin eine Gefahr für Drahomíra dar. Im September beschloss die Regentin jedenfalls, die Schwiegermutter töten zu lassen, und sandte einen Teil ihres Gefolges unter dem Befehl zweier Männer namens Tunna und Gommon mit einem eindeutigen Auftrag aus. Am 15. September trafen die Krieger in Tetín ein. Nach den Worten Christians wusste Ludmilla, was passieren würde, ließ ihren Priester Pavel eine Messe lesen und legte die Beichte ab. Nach Anbruch der Dunkelheit, nach damaliger Zeitrechnung also bereits am 16. September, brachen die Eindringlinge das Tor auf und einige, darunter Tunna und Gommon, drangen in das Haus ein. Bewaffneten Widerstand gab es nicht, nur die Fürstin versuchte noch, mit ihren Mördern zu reden. Vergeblich: Die Männer rissen sie aus dem Bett, ließen sie ein letztes Gebet sprechen und erwürgten sie mit einem Strick, nach einer anderen Lesart mit einem Schleier. Ludmillas Bitte, mit dem Schwert enthauptet zu werden, wurde verwehrt. Die Todesart galt den Hagiographen als besonders grausam, da sie ohne Blutvergießen stattfand. Dies war aber für einen Märtyrer eine der Voraussetzungen für die Heiligsprechung. Gleichzeitig wird daraus auf die Herkunft Tunna und Gommons geschlossen. Die Erdrosselung und anschließende Verbrennung von Witwen in der Kiewer Rus beschrieb für den genannten Zeitraum Ahmad Ibn Fadlān, und so wird vermutet, die beiden Männer seien Waräger in böhmischen Diensten gewesen.[9] Gegen diese These gibt es ein gravierendes Gegenargument: Zur Vollziehung einer derartigen Opferhandlung hätte Ludmilla ihrem Tod zustimmen müssen, was sie eindeutig nicht getan hatte. Ebenso möglich ist daher, dass Drahomira die Erdrosselung befohlen hatte, um einen Märtyrerkult um ihre Schwiegermutter zu verhindern. Für Tunna und Gommon hatte sich die Tat nicht ausgezahlt. Sie wurden zwar reich belohnt und stiegen in der Folgezeit zu einer fürstengleichen Stellung auf, doch bald ließ Drahomíra die Täter „bestrafen“: Tunna konnte zwar fliehen, aber Gommon und alle Angehörigen beider Krieger wurden auf Geheiß der Fürstin getötet. ... Antonín Dvořák schuf 1886 das Oratorium Die Heilige Ludmilla. | VON BÖHMEN, Ludmilla (I36286)
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| 3472 | OBERÄGERI ist eine politische Gemeinde im Kanton Zug in der Zentralschweiz. Polit. Gem. ZG, im Ostteil des voralpinen Hochtals des Ägerisees (724 m) gelegen, bestehend aus dem gleichnamigen Dorf, den Weilern Morgarten/Hauptsee und Alosen (897 m) sowie zahlreichen Einzelhöfen. Um 1150 Agregia, 1538 erstmals Ober Egere. 1660 789 Einw. (ganze Gem. Ägeri 1'413); 1743 871 (1'519); 1798 1332 (2'238); 1850 1'807; 1900 1'891; 1950 2'453; 2000 4'740. Mesolith. Silexgeräte (Gulm), verschiedene bronzezeitl. und röm. Einzelfunde, alemann. Grab aus dem 7. Jh. Die erste Pfarrkirche soll aus der Zeit um 876 datieren. 1219 wird erstmals ein Leutpriester genannt. Die Kirche und grosse Teile des Ägeritals dürften zum Königshof CHAM gehört haben, der 858 an die Fraumünsterabtei Zürich gekommen war. Noch im 14. Jh. nannten sich die Ägerer Hofleute in ihrem Hofrecht, das von 1407 datiert, aber inhaltlich sicher älter ist, Eigenleute des Fraumünsters. Doch war dessen Besitz kaum mehr bedeutend. Ausdruck dieser Abhängigkeit war der RÖTELZINS, den die Ägerer bis 1838 als Entgelt für die Zollfreiheit nach Zürich lieferten. Im 14. Jh. lagen die Herrschafts- und Vogteirechte bei den Habsburgern, zu deren Amt Zug das Ägerital gehörte. Wichtigster Grund- und Niedergerichtsherr war das KLOSTER EINSIDELN mit seinem Dinghof in Neuheim, zu dem auch die Ägerer Gotteshausleute gehörten. Das Kloster war schon im 10. und 11. Jh. zu Besitz im Ägerital gekommen. Im 13. oder frühen 14. Jh. wurde es Patronatsherr der Ägerer Pfarrkirche. Erste Hinweise auf eine Gem. der Talleute von Ägeri stammen aus der 2. Hälfte des 14. Jh. 1352 schlossen die Ägerer mit den anderen Teilen des Äusseren Amts und der Stadt Zug den Bund mit den EIDGENOSSEN. 1380 setzten sie sich in einem Zehntenstreit gegen den Propst des Grossmünsters Zürich durch, der sie 1370 mit dem Kirchenbann belegt hatte. Weitere Ablösungen gelangen im 15. Jh., so 1421, als Ägeri mit der Stadt Zug den Fischzins im Ägerisee erwarb. 1431 regelte die Gem. mit dem Seebrief die Fischerei. siehe auch Anton Styger, lebt im Ägerital in der Schweiz ´Gebete für die Seele` | SCHARFLI\SCHAFLI, N. (I13882)
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| 3473 | Oberelsäss. Adelsgeschlecht des späten 12. bis 16. Jh., genannt nach der Stadt Masevaux (dt. Masmünster). Als erste Vertreter des Geschlechts werden Nantwich und Burcardus 1161 erwähnt. Die Fam. trug Lehen der Gf. von Pfirt, der Hzg. von Habsburg, der Bf. von Basel und Strassburg, der Äbte von Murbach und der Herren von Hasenburg (Asuel). Ihre wichtigsten Besitzungen waren Staffelfelden und Wittelsheim, als Pfandschaften hielten sie Delle (1361) und die Herrschaft Masevaux (1465-1531). Angehörige der Fam. standen im Dienste Österreichs als Räte, Richter, Gesandte, Mitglieder der Regierung in Ensisheim und kämpften für Österreich (Sempach 1386), andere zeichneten sich im Johanniterorden aus, einzelne unterhielten Beziehungen zu Basel. Das Geschlecht erlosch in männl. Linie 1573 mit Christoph, dem Herrn von Staffelfelden. Quellen und Literatur | VON MASMÜNSTER, Elisabeth (I46661)
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| 3474 | Obermarchtal ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis etwa 15 Kilometer südwestlich von Ehingen. Die eigentliche Marchtaler Geschichte beginnt im 8. Jahrhundert. Die im Zuge der Völkerwanderung in Süddeutschland sesshaft gewordenen Germanenstämme unterteilten ihre Gebiete in Gaue, von denen im 7./8. Jahrhundert mehrere im Raum Marchtal aneinandergrenzten und sich teilweise überschnitten. Zu einem dieser Gaue, der Folcholtsbaar, gehörte auch Marchcthala, bzw. Marchotala, Marahtale, Marhtale. Dieser damals erstmals auftauchende Ortsname deutet in allen seinen verschiedenen Schreibweisen auf einen Flurnamen hin, der sich vom alamannischen „marah“ = Pferd, Streitross ableitet. So entstand der Name Marchtal vermutlich aufgrund einer „Siedlung im/beim Pferdetal“, wobei man wohl an das Donautal zu denken hat. Spätestens in dieser Zeit entstand auf einem Felsen über der Donau die „Altenburg“, von der aus Halaholf und seine Gemahlin Hildiberg ein „monasterium in Marhctala“ gründeten: das erste Marchtaler Kloster. Im Jahre 776 n. Chr. übertrug deren Sohn Graf Agylolf das Kloster in Marchtal der mächtigen Benediktinerabtei St. Gallen. Diese Zustiftung ist in den Annalen des Klosters St. Gallen in einer Urkunde erhalten, die damit die erste schriftliche Bestätigung des Ortes Marchtal darstellt. Die von Konrad, Truchseß von Winterstetten, besetzte Alteburg bei Marchthal wurde am 1. September 1269 durch die Grafen von Veringen und Schelklingen, Ulrich und Heinrich, nach elftägiger Belagerung erobert, verbrannt und gänzlich zerstört.[2] An seiner Stelle entstand später – gegenüber der Altenburg – eine neue und größere Burganlage, die im 10. Jahrhundert im Besitz der Herzöge von Schwaben war. Im Burgbezirk errichtete Herzog Hermann II. vor 993 n. Chr. ein den Aposteln Petrus und Paulus geweihtes Kanonikerstift. Außerhalb der Burganlage ließ er eine Pfarrkirche (die heutige „Dorfkirche“) erbauen, die am 11. Februar 998 geweiht wurde. Nachdem das Kanonikerstift aufgrund politischer Zeitläufte und häufigem Wechsel der tragenden Adelsfamilien immer mehr niederging und seine Aufgaben vernachlässigte, erfolgte 1171 durch Pfalzgraf Hugo von Tübingen die dritte Marchtaler Klostergründung. Er gründete mit der Hilfe von zwölf Prämonstratenser-Chorherren und einer Gruppe Chorfrauen aus Rot a. d. Rot das bis 1802 bestehende Prämonstratenserstift Marchtal. Das Frauenkloster wurde 1273 aufgelöst. | VOM ELSASS, Berchtold (I37556)
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| 3475 | Obervogt zu Wettswil und Bonstetten 1574-83 Landvogt von Eglisau 1574-84 der Ratten Zwölfer zum Widder 1552 Zunftmeister 1561-1565 Vogt zu Bonnstetten 1561 und 1574, zu Eglisau 1566 des Rats von freier Wahl 1574 Schildner zum Schneggen 1570 | RAHN, Rudolf (I1311)
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| 3476 | Obwohl in den Quellen als sächsischer Graf beschrieben, war Ekbert vermutlich eher ein Adliger fränkischer Herkunft. Auf Befehl Kaiser Karls des Großen besetzte Ekbert mit sächsischen Grafen den Ort Esesfeld an der Stör und befestigte ihn. Vermutlich rührt daher sein Titel als „Dux“, der einen militärischen Anführer bezeichnet. Allerdings findet sich dieser Titel erst in dem 862–875 in Corvey verfassten Bericht über die Translation von Reliquien der Heiligen Pusinna nach Herford. In den Annales regni Francorum wird Ekbert zum Jahr 809 als Graf bezeichnet. Ekbert besaß eine Reihe von Gütern im südlichen Westfalen, zwischen Rhein und Weser. Der um 980 entstandenen Vita Idae zufolge war er mit der fränkischen Adelstochter Ida von Herzfeld verheiratet. Vermutungen der historischen Forschung zufolge stehen die Ekbertiner mit den Liudolfingern in verwandtschaftlicher Beziehung. Nach dem Grafen ist im nahe der ehemaligen Burg Esesfeld gelegenen Itzehoe die Straße Graf-Egbert-Ring benannt. Nachkommen | VON SACHSEN, Ekbert (I18849)
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| 3477 | Occupation: Handelsherr in Venedig Religion: ev. Note: auch Hans, Jean; Stammvater des erbadeligen Stammes; Kaufmann in Venedig seit 1715, zunächst bei J. Georg Heinzelmann, seit 31.7.1753 (2) Konsul der "Deutschen Nation", wohnte in der Pfarrei St. Marina Grabtafel vom Friedhof S. Cristoforo in der Kirche Scuola St. Angelo Custode (1) Kinder: - Georg Daniel - Johann Konrad - Sigmund Christoph - Johann Georg Jakob - Sohn, * ca 1754, + Anfang Januar 1758 Venedig - Sebastian Wilhelm, * 26.7.1759 Venedig | HEINZELMANN, Johann Ludwig (I46298)
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| 3478 | Oda stammte vermutlich aus dem Adelsgeschlecht der Konradiner. Um 888 heiratete sie den ostfränkischen König Arnolf.[1] Durch diese Verbindung erhoffte sich jener die Unterstützung der Konradiner, die über Lothringen, Rheinfranken, Hessen und Bayern herrschten. Auf einer Versammlung in Forchheim Ende Mai 889 wollte Arnolf von den Großen seine beiden außerehelichen Söhne Zwentibold und Ratold aus zwei Konkubinaten als seine Nachfolger anerkennen. Nach den Annales Fuldenses leisteten einige Franken den Schwur mit dem Vorbehalt, dass er nur gelten sollte, falls dem König kein legitimer Sohn geboren würde.[2] Erst 893 gebar Oda schließlich den gewünschten männlichen Erben Ludwig. Gegen Ende von Arnolfs Regierungszeit trat Oda in historischen Dokumenten mehrmals für den Erhalt der Privilegien der bedeutenden Klöster Kremsmünster und Altötting sowie der Bischofskirchen Worms und Freising ein. Offensichtlich hatte sie ihren Gemahl während seiner Regierungsjahre tatkräftig unterstützt. Dabei schaffte sie sich jedoch auch Feinde; kurz vor dem Tod ihres bereits schwerkranken und regierungsunfähigen Gemahls musste sie sich im Juni 899 in Regensburg gegen die Anklage des Ehebruchs verteidigen, konnte den Vorwurf jedoch durch 72 Eideshelfer erfolgreich abwenden. Es war dies der zweite Prozess dieser Art in der Geschichte des Mittelalters: Erst 12 Jahre zuvor war die Kaiserin Richardis desselben Vergehens angeklagt worden. Oda vermachte die bedeutenden Ländereien Brixen und Föhring aus ihrem Witwengut ihrem Sohn Ludwig zur Ausstattung der Bischofskirchen von Säben und Freising. Sie dürfte nach dem Tod ihres Gemahls in ihre fränkische Heimat zurückgekehrt sein und wurde nach ihrem Tod an der Seite ihres Gemahls im Kloster Sankt Emmeram zu Regensburg beigesetzt. | (KONRADINER), Oda (I36531)
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| 3479 | oder ? d. 7 Sep 1652, St. Didier de Crussol, Ardèche, France | ZOLLIKOFER, Georg Leonhard (I1213)
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| 3480 | oder gest. 6.1.1599 Heerbrugg; Mitglied der Schobingerschen Handelsgesellschaft 1557 in St. Gallen, bis 1576 in Turin | SCHOBINGER, David (I12665)
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| 3481 | oder Stauder; oder geb. 29.3.1509 (Dr. Marx); 10 Kinder | STAUDER, Helena (I1378)
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| 3482 | Oettingen ist der Name eines edelfreien fränkischen und schwäbischen Adelsgeschlechts im Riesgau. Bereits 1147 gehörte es dem Grafenstand an. Die reichsunmittelbare Grafschaft Oettingen hatte im Reichstag bis 1803 Anteil an der Kuriatstimme der Grafenbank des Schwäbischen Reichskreises. Als regierende Grafen zählten die Oettinger zum Hochadel. Im Jahre 1674 wurde das Haus erstmals in den Fürstenstand erhoben. Das Geschlecht der Oettingen leitet seine Abkunft zurück auf den 987 urkundlich erwähnten Fridericus comes und dessen Vater Sieghard V. (Sigehardus comes in pago Riezzin – Sieghard, Graf im Riesgau) aus dem Geschlecht der Sieghardinger, urkundlich 1007. Diese gelten auch als Vorfahren der Staufer. Die Stammreihe als Grafen von Oettingen beginnt (urkundlich 1147) mit Ludovicus comes de Otingen, der in diesem Jahr die alte staufische Gaugrafschaft im Ries als Lehen übertragen bekam, oder (urkundlich 1250) seinem Bruder Chuno comes de Othingen.[1] Die Verwandtschaft der Öttinger mit den Staufern wird auch durch Urkunden belegt, ohne dass der genaue verwandtschaftliche Zusammenhang deutlich wird. Die Öttinger erbauten als Vasallen der Staufer um 1200 die Burg Steinsberg. Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert gewann die Familie das größte weltliche Territorium in Ostschwaben. Die Grafschaft Oettingen lag um die Reichsstadt Nördlingen im heutigen Bayern bzw. Baden-Württemberg. Am Ende des Alten Reiches 1806 umfasste das Gebiet rund 850 km² und hatte rund 60.000 Einwohner. Im Jahr 1418 kam es zur Teilung, der 1442 und 1485 weitere folgten. | VON OETTINGEN, Maria (I35735)
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| 3483 | OFB Heddesheim 1576. "Natif de Heidesheim" (= Heddesheim). FNB: a für Petitjean in Souboz BE. Bei Heirat 1677 noch Petitjean, danach Kleinhans. Kindstaufen in Heddesheim 1678 bis 1699 und Kindstaufen in Mannheim 1686 sowie Weinheim 1688 | KLEINHANS\PETITJEAN, Daniel (I636)
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| 3484 | OFB Ladenburg 2743. Tod verkündet in den Zürcher "Donnstags-Nachrichten" vom 10.1.1743: "Starb zu Heidelberg in der Chur Pfaltz." Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot über goldenem Hauszeichen golden besamte, silberne Rose. | SCHELLER, Anna Christina (I598)
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| 3485 | OFB Neckarsteinach 0399. Ab mindestens 1651 in Heidelberg. Bürger und Lederbereiter/Rotgerber in Heidelberg (vor 1656). Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 29.10.1652. | CATOIR, Jacob (I25844)
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| 3486 | Offizier, Anführer sankt-gall. Sold-Truppen in franz. Diensten und von 1524 an Agent Frankreichs bei der Gesandschaft in Solothurn 1531 - 1533 Robert Durrer: Die Schweizergarde in Rom und Die Schweizer in Päpstlichen Diensten. 1. Teil. BoD – Books on Demand, 2015, ISBN 978-3-7340-0478-0, S. 38, Fussnote 4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 4. Januar 2019]). A. Aigen (eigen) erscheint später (seit 1510) als Werber Frankreichs und brachte es bald zum franz. Oberst. Das Diarium Rütiners sagt von ihm und einem anderen „semper constantissimi in officio regis francie fuerunt; quoties Helvetia ei repugnativ otiarunt“, 1513 wurde er wegen verräterischer Umtriebe für den damals feindlichen König in St. Gallen bestraft, aber die Tagsatzung sprach ihr Bedauern über geringe Härte der Strafe aus, denn um sich reinzuwaschen, habe er eine ganze Menge schweizerischer Staatsmänner fälschlich angeklagt. 1523 ist er wieder Hauptmann der Stadt St. Gallen im Solde Frankreichs. Im zweiten Landfrieden zwischen den V Orten und Zürich, 24.11.1531, erscheint er unter den Vermittlern, in der Gesandschaft des Königs von Frankreich. So weit hat es der Mann gebracht, von dem Rütin berichtet: Ambrosius nullo praeceprore instituts nisi usu, alquid percepit eo facilius. Er starb 1536. | AIGEN, Ambrosius (I1455)
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| 3487 | OO-E: . .1648 in Hilchenbach ?? Huppert, Johann Hupperts zu Hilchenbach nachgel. ehel. Sohn und Margretha, Leonis Steins s. auß dem ?? nachgel. ehel. Tochter. Heiratsregister Hilchenbach 1620-1666 Bild 85. | HUPPERT, Christ(ian) (I831)
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| 3488 | OO-E: 13. p. Trin. 1647 in Hilchenbach Jost Hein, Willibert Heinen und Margretha, Johann Herderlinger zu Schweißfurth n. ehel. Tochter. | HEIN, Jost (I833)
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| 3489 | OO-E: 1587 in Ferndorf IIII. Adventj Leo, Hengen Reusen Sohn von Hilchenbach Feichg, Johann (Schweißfurth) des Fuhrmanns Tochter von der Schweisfurth. | REUS, Leo (I1124)
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| 3490 | OO-E: 1599 in Ferndorf IIII. Adventus Ebert, Hansen des Hofmanns (Herling) s. Sohn von Herlingen Margreth, Klein Hansen (Irle) Tochter vom Irlen Hof zu Ferndorf. | HERLING, Ebert (I1122)
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| 3491 | Ortsfamilienbuch Ferndorf Seite 236. | IRLE, Margaretha (I5386)
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| 3492 | österreichischer Rat 1378, 27.11.1382 Oheim und nächster Erbe des Ekn Hug von Walterswilr (dessen Vater ist Rudolf, die MutterKatharina), im St.Georgenschild 1392 --> österreichischer Rat 27 Nov 1378 2) --> im St.Georgenschild 24 Dez 1392 | VON BUBENDORF, Johann II. (I26031)
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| 3493 | Othmar in St. Gallen, Kaspar in Kassel (Hessen) und Melchior in Cachau (Ungarn) | SCHIRMER, Magdalena (I2562)
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| 3494 | Otto (Bischof) von Straßburg († 3. August 1100) war ein Graf im Riesgau aus dem Haus der Staufer und wurde 1082 zum Bischof und Reichsfürsten von Straßburg erhoben. Er amtierte bis zu seinem Tod unter der Herrschaft von Kaiser Heinrich IV. (der ihn 1084 investierte) und unter den Päpsten Clemens (III.) (der ihn weihte), Urban II. (dem er sich 1096 unterwarf) und Paschalis II. Otto war maßgeblich an der Gründung und Ausstattung des staufischen Familienklosters St. Fides in Schlettstadt beteiligt. Nach seiner Unterwerfung nahm er am Ersten Kreuzzug teil. Otto wird in der Literatur auch Otto von Hohenstaufen oder Otto von Staufen genannt. Otto war der zweite Sohn des Grafen Friedrich von Büren, der als Stammvater der Staufer gilt. Seine Mutter war Hildegard von Egisheim (auch Hildegard von Hohenlohe); sie war Pfalzgräfin im Breisgau und Gräfin im Riesgau und starb 1094 an der Pest. Ottos älterer Bruder war Friedrich, ab 1079 Herzog von Schwaben und der erste staufische Herzog, der neben Schwaben auch das Elsass regierte. Ottos jüngere Geschwister waren: Graf Ludwig, ohne Nachkommen gestorben; Graf Walter, ohne Nachkommen gestorben; Konrad, 1094 an der Pest gestorben; Adelheid, 1094 an der Pest gestorben. Konrad, der jüngste Bruder des Bischofs Otto, äußerte auf dem Todesbett den Wunsch, man möge aus seinem Vermögen eine Kirche und einen Konvent bauen. So wurde in Schlettstadt die Kirche Sankt-Fides nach dem Vorbild der Grabeskirche errichtet und daneben ein Kloster für Benediktinermönche gebaut, die man aus der Abtei Sainte-Foy in Conques holte, wo noch heute der Reliquienschrein der Heiligen Fides liegt. Ottos später als Heilige verehrte Mutter Hildegard beteiligte sich besonders an dieser Stiftung, der sie in ihrem Todesjahr 1094 mehrere Güter in den Bännen von Wittisheim und Orschweiler schenkte. Ihre vier Söhne schenkten dem Kloster alle Güter, die sie in Schlettstadt besaßen. Das Kloster stand unter der Leitung der Abtei Conques; Herzog Friedrich besaß die Vogteirechte. Der Schenkungsakt der vier Brüder datiert vom 23. Juli 1095. Daneben schenkte Otto dem Priorat Sankt-Fides auch die Kirche und den Zehnten von Fouchy. Vorgeschichte, Werdegang Vor seiner Bischofskarriere war Otto in die Politik seines Hauses eingebunden, das eines der maßgeblichen Grafengeschlechter im Herzogtum Schwaben stellte. Als Parteigänger des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden, der die nominelle Herrschaft in Schwaben ausübte, wurde Bertold dem Bärtigen im Jahre 1077 die Herrschaft über die Gaugrafschaft Breisgau entzogen, die er seit dem Klostereintritt seines Sohnes Hermann wieder persönlich übernommen hatte, und Otto übertragen. Als der Gegenkönig Rudolf auf einer Fürstenversammlung in Ulm seinen Schwiegersohn Berthold II. zum Herzog von Schwaben wählen ließ, setzte König Heinrich IV. Rudolf als legitimen Schwabenherzog ab und übertrug das Herzogtum Schwaben seinem Schwiegersohn Friedrich, Ottos älterem Bruder, der sich nach der von ihm erbauten Burg auf dem Staufenberg „von Staufen“ nannte. Damit waren gleichzeitig ein Staufer und ein Bertoldinger (späterer Zähringer) mit diesem Herzogtum belehnt.[1] Otto wurde nach dem Tod seines Vorgängers Theobald im August 1082 auf Betreiben seines Bruders Friedrich von Schwaben zum Bischof von Straßburg erhoben, im Frühjahr 1084 von Kaiser Heinrich IV. investiert und anschließend von Papst Clemens (möglicherweise in Rom) geweiht. Parteigänger des Kaisers im Investiturstreit Wie sein Bruder Friedrich stand Otto auf der Seite Kaiser Heinrichs IV. im Kampf gegen Papst Gregor. Er hatte denselben gegen eine starke päpstliche Partei am Oberrhein zu führen, an deren Spitze im Elsass Graf Hugo von Egisheim[2][A 1] stand und deren geistige Führer die Mönche von Hirsau waren. Mit seinem Bruder mag er dabei wohl oft gleiche Ziele und gleiche Wege verfolgt haben. Bei den großen Fragen der Reichspolitik scheint er weniger beteiligt gewesen zu sein, da sein Name nur selten begegnet. An den Verhandlungen der Mainzer Synode im Mai 1085, die eine Einheit der deutschen Kirche herstellen wollte, indem sie den Papst und alle gregorianischen Bischöfe für abgesetzt erklärte und den päpstlichen Gegenkönig Hermann bannte, nahm er wenigstens durch Gesandte teil, ebenso am Reichstag und an der Synode zu Mainz in der Fastenzeit des folgenden Jahres. Er ist auch 1091 in Verona im Gefolge des Kaisers nachzuweisen. Seinen Hauptgegner, den Grafen Hugo, hatte er kurz vorher im September 1089 töten lassen.[A 2] Wie weit Otto für die Ermordung Hugos verantwortlich ist, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die Überlieferung berichtet, der Graf sei in seinem Schlafgemach im Beisein des Bischofs von dessen Leuten erschlagen worden. Die Parteikämpfe in Schwaben und im Elsass fanden dann jedoch 1089 durch die Unterwerfung Bertholds von Zähringen ein Ende. Der Mord an Hugo war vielleicht auch Anlass für die Bußwallfahrt Ottos nach Conques im Jahr 1090, welcher der Ausbau der von seiner Mutter gestifteten Kirche und Familiengrablege folgte. Unterwerfung, Kreuzzug und Tod Wenige Jahre später geriet das Gebiet unter den Einfluss der Begeisterung für den von Papst Urban II. auf seiner Reise durch Italien und Frankreich ausgerufenen Kreuzzug ins Heilige Land. Der neuartigen religiösen Bewegung konnte sich auch Otto nicht entziehen, der bis dahin in der Obödienz des kaiserlichen Gegenpapstes Clemens III. geblieben war. Auf der Fastensynode in Tours erschien er 1096 vor Papst Urban, um dessen Gnade zu gewinnen und in die Gemeinschaft der gregorianischen Bischöfe aufgenommen zu werden. Der Papst nahm Ottos Unterwerfung an und verpflichtete ihn, zur Sühne für seine Verfehlungen am Kreuzzug teilzunehmen. Otto schloss sich der Gruppe der Lothringer an, die unter der Führung des Grafen Gottfried von Bouillon nach Palästina zogen. Sehr bald nach der Eroberung Jerusalems scheint er heimgekehrt zu sein, denn bereits gegen Ende des Jahres 1099 ist er urkundlich wieder nachzuweisen.[A 3] Otto erhielt die Würde eines Reichsfürsten, die seine Nachfolger bis zur Französischen Revolution beibehielten. Mit diesem Titel unterzeichnete er den Stiftungsakt der Abtei Zinsheim am 6. Januar 1100. Er starb einige Monate später am 3. August 1100. Der Burgenbau im Elsass Hohkönigsburg Friedrich der Einäugige wurde im Rahmen des Zweikampfs zwischen Kaiser und Papst von seinem Vater, Friedrich von Büren, beauftragt, seine Feinde im Rheinland zu überwachen, insbesondere den Erzbischof von Mainz. Zu diesem Zweck ließ er die Burg von Haguenau und die Hohkönigsburg errichten.[3] Erstere wurde die Hauptresidenz von Friedrich Barbarossa und Letztere bleibt heute das am meisten besuchte Monument im Elsass, wenn auch in der Form, die der Kaiser Wilhelm II. 1865 im neogotischen wilhelminischen Stil zwecks seiner kaum vertuschten Regermanisierungspolitik rekonstruieren ließ und wohl oder übel zu einem der Wahrzeichen des heutigen Elsass gemacht hat. Die politischen Verhältnisse des 11. und 12. Jahrhunderts veranlassten die meisten Herrscher der elsässischen Kleinstaaterei zu einer verstärkten Befestigung ihrer Städte und zur Errichtung von Burgen auf den Anhöhen der Region.[4] Da die Verfechter und Anhänger des Papstes auch im Westen residierten, fingen die Grafen, Fürstbischöfe und Fürsten an, am Rande ihres Territoriums, meistens da, wo das Tal sich verengt und als Tor zum Land gesperrt werden soll, neue Burgen aus dem heimischen Buntsandstein zu bauen, die jenen Burgen der ebenso im Raum präsenten Gegnern misstrauisch wie Katze und Maus gegenüberstanden. Inzwischen prägt diese Befestigungsperiode die Kulturlandschaft des modernen Elsass immer noch. Der Überlieferung nach soll Otto die Burg Staufenberg errichtet haben, wo im Märchen der Melusine die Szene mit Peter von Staufenberg spielt.[5] Gesetzgebung und Münzprägungen In einer Urkunde Kaiser Heinrichs V. von 1119 wird bemerkt, Otto habe der Stadt Straßburg das Servitut des Bannweins erleichtert. Dass seiner gesetzgeberischen Tätigkeit das zweite Straßburger Stadtrecht zu verdanken sei, ist dagegen ein Produkt der Phantasie späterer Chronisten, denn diese Kodifikation entstand erst ein Jahrhundert später. Ende des 11. Jahrhunderts wuchs die Unzufriedenheit einiger wirtschaftlich starker Städte bzw. Hochstifte mit der Herrschaft der Bischöfe, so gab es zum Beispiel in Metz, Straßburg, Colmar oder Verdun erste Aufstände. Die Kanoniker der Bischofskirchen wurden aus dem lokalen oder regionalen Adel rekrutiert und standen dem städtischen Führungskreisen fern. Zünfte und Stadtbevölkerung ertrugen die Herrschaft der Prälaten mit zunehmendem Missbehagen. Man sagt Bischof Otto nach, im Zusammenhang mit der Beendigung seines Streits mit dem Domkapitel und anderer Fehden im Rahmen des Investiturstreits im oberrheinischen Raum habe er als erster Straßburger Bischof den Bürgern der Stadt das Recht gewährt, eigene Stadträte für die Verwaltung der Stadt zu wählen.[A 4] In der Regierungszeit Ottos von Hohenstaufen tauchten wieder doppelseitig geprägte Münzen in Straßburg auf.[6] Der alte Straßburger Denar von Werner I. von Habsburg unterschied sich schon von den Brakteaten, die ab der Mitte des 12. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich sehr verbreitet waren. Werners Münze zeigte auf dem Avers den Prälaten mit einem bloßen Haupt des Bischofs oder mit dem Scheitelkäppchen und auf dem Revers nur dem Namen des Prälaten; sie wurde in der Amtszeit des Bischofs Otto durch eine Münze ersetzt, die die Herrschaftsattribute deutlicher darstellte als früher. Auf dem Avers ist der Bischof mit Bischofsstab, Mitra und Pallium abgebildet. Auf dem Revers ist der Kaiser zu sehen. Otto war wie seine Vorgänger und teilweise auch seine Nachfolger ein kriegerischer Bischof, der als Bruder des Herzogs mehr wie ein Ritter als wie ein Priester auftrat. Er engagierte sich auf der Seite des Kaisers und hielt im Schisma zunächst zum kaiserlichen Gegenpapst Clemens. Seine Treue zum Kaiser erklärt, warum die Straßburger Münzen seiner Amtszeit oft gemischt waren: das Avers zeigt den Bischof mit Pileolus, das Revers den Kaiser. Sonst waren Münzen von Städten und Herrschaften gewöhnlich nur dem Stadt- oder Landesherrn allein gewidmet. Die von Otto geprägte Münze zeigt vorne eine zweispitzige Mitra, ein Zepter, hinter dem Kopf ist der Bischofsstab zu erkennen. Die Devise lautet ODOICPP (=Odo Episcopus). Auf dem Revers wurde der Kaiser porträtiert. Durch die Münzprägung wird der Zusammenhalt zwischen Kaiser und Bischof veranschaulicht. | VON STRASSBURG, Otto (I40707)
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| 3495 | Otto Jacobi kam im Jahr 1803 in Bielefeld, in der damaligen Grafschaft Ravensberg zur Welt.[1] Sein Vater war der spätere Wirkliche Geheime Kriegsrat Carl Johann Franz Jacobi (* 16. Juli 1772 in Bochum; † 6. Februar 1836 in Berlin), Sohn des Bochumer Bürgermeisters Georg Friedrich Jacobi und der Ottonetta Johanna Katharina, geb. von Strünckede-Dorneburg, und Enkel von Johann Conrad Jacobi; seine Mutter war Juliane Adriana Amalie Jacobi, geb. Nottebohm (* 3. Februar 1779 in Brackwede; † 16. Oktober 1855 in Berlin), Tochter des Kaufmanns Abraham Nottebohm (1748–1814) und der Johanna Eleonora Möller (1754–1823). Ottos Eltern hatten am 26. Juni 1799 in Bielefeld geheiratet; er hatte mehrere Geschwister. Otto Jacobi besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin.[2] Zu Ostern 1822 bis Ostern 1824 war Otto Jacobi an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin immatrikuliert.[3] Neben seinen juristischen Studien war er auch Mitglied des philologischen Seminars, studierte bei August Boeckh.[4] und wurde 1823 von der Burschenschaft Guestphalia rezipiert.[5] Sein Studium schloss Jacobi in Göttingen bei Gustav Hugo mit einer juristischen Promotion zum Thema Lehnswesen ab.[6] Anschließend wurde Jacobi Referendar. Am 10. Juli 1830 trat er in den Staatsdienst ein[7] und wurde Assessor beim Kammergericht zu Berlin.[8] Schon in seiner Zeit als Referendar beschäftigte sich Jacobi mit literarischen Arbeiten. 1835 trat er erstmals mit Veröffentlichungen unter dem Namen Otto vom Ravensberg hervor, womit er auf seine westfälische Herkunft anspielte. Das Pseudonym wurde aber bereits seit 1842 verschiedentlich aufgedeckt, u. a. im Allgemeinen Theater-Lexikon[9] und im Pierer.[10] Später ließ er es auf Titelblättern eingeklammert hinter seinen bürgerlichen Namen setzen. Karl Rosenkranz, der ihn damals kennenlernte, gründete mit seinen Jugendfreunden Jacob Simon, Wilhelm Volk und August Wilhelm Bohtz ein Lesekränzchen, an dem auch Otto Jacobi teilnahm: „Hatte er seine Geschäfte abgethan, so gehörte alle übrige Zeit dem Betrieb und Genuß der Literatur und Kunst. Ich sage absichtlich, dem Betrieb, denn Jacobi dichtete und componirte. Er war ein durch und durch braver, gemüthlicher, im Innern und Aeußern reinlicher, sauberer Mann. Er wollte nichts weniger, als die ganze deutsche Kaisergeschichte von Karl dem Großen bis zum dreißigjährigen Kriege in einem Cyclus von Tragödien durchführen.“[11] Allerdings war seinen literarischen Bemühungen nach Rosenkranz nur mäßiger Erfolg beschieden: „Er brachte es zu Nichts. Sein edles Bemühen, sein Talent wurde zugestanden, allein seine Leistungen verloren sich, weil sie, mit einem Wort zu sagen, zu kraftlos waren.“[11] Er ließ offenbar die Werke – wenigstens zum großen Teil – auf eigene Kosten drucken und bot seine Dramen vergebens beim Hoftheater in Berlin an. Im Trauerspiel König Hiarne erkannte ein Kritiker „ein achtbares Talent“ und „effectvolle Umschwünge“, allerdings auch Mängel; „es hätte nur der Freihaltung von Fouqué’scher Sentimentalität, die nordischen Göttern und Halbgöttern so ungemein schlecht steht, bedurft, um bei einer Austiefung der Schatten und einiger poetischer Beleuchtung der Lichtstellen ein tüchtiges Werk daraus zu machen“.[12] Karl Rosenkranz urteilte ähnlich, sah sich aber außerstande, die Werke seines Freundes „in öffentlicher Kritik aufzuloben. Schlecht war nicht das Prädikat, das ihnen gebührt hätte; so gut aber waren sie auch nicht, einen höheren und allgemeinen Antheil zu erregen“.[11] Gleichwohl blieb Jacobi von erstaunlicher Produktivität. Neben Dramen schrieb er Prosa und Gedichte. In einer Rezension hieß es: „Der Verfasser ist kein großer, nicht einmal ein bedeutender, aber unbedingt ein echter Dichter, und in unserer dürftigen Gegenwart müssen wir auch schon solch Einen willkommen heißen. Man kann ihn lieb gewinnen, ohne ihn besonders respectiren zu müssen; er ist wahr, innig, warm, und wenn er auch in manchen Richtungen noch auf überwundenem Standpunkte steht, wenn er oft auch recht exclusiv dichtet: so ist es doch immer wirklich gedichtet, wirklich empfunden und jede innerlich gefühlte Wahrheit hat ihre Berechtigung, wenn auch keine künstlerische, so doch persönliche.“[13] Gedichte von Jacobi wurden auch vertont, von Ingeborg von Bronsart, die auch sein Drama König Hiarne zum Vorwurf einer Oper nahm. Ferner wurde Lyrik von Otto Jacobi in die Anthologie Blüthen und Perlen deutscher Dichtung aufgenommen, die bis ins 20. Jahrhundert nachgedruckt wurde. Karriere als Jurist 1835 wurde Otto Jacobi zum Justizrat ernannt[14] und am Stadtgericht zu Berlin beschäftigt.[15] Am 4. März 1839 wurde er Appellations-Gerichtsrat.[16] Seit dem Tod seines Vaters im Februar 1836 lebte der Jurist mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester in Berlin. Er blieb unverheiratet. 1843 kam Otto Jacobi zum Oberlandesgericht in Frankfurt an der Oder.[17] Dem dortigen Appellationsgericht blieb er zugeordnet, wurde aber 1850 als Hilfsarbeiter beim Obertribunal in Berlin beschäftigt,[18] wo er 1853 zum Obertribunalrat avancierte.[19] Im selben Jahr traf Karl Rosenkranz in Zürich seinen Freund wieder, den er seit 1849 nicht gesehen hatte, und nahm auf der Limmat-Brücke Abschied von ihm.[11] Nach einer langwierigen Unterleibs-Erkrankung verstarb Otto Jacobi am 29. Oktober 1855, kaum vierzehn Tage nach dem Tod seiner Mutter,[20] und wurde auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichwerderschen Friedhof I beigesetzt | JACOBI, Otto Theodor Ludwig Carl (I44323)
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| 3496 | Otto ließ gegen den Willen des Bischofs von Maurienne eigene Münzen prägen. Er pflegte die Beziehung zu den Salierfürsten Heinrich III. und Heinrich IV., der später seine Tochter Bertha heiratete.[1] Im Jahr 1045 oder 1046 heiratete Otto Adelheid von Susa, eine Tochter Ulrich-Manfreds Markgraf von Turin aus der Familie der Arduine. Diese war zuvor bereits mit Hermann von Schwaben vermählt, der im Jahr 1038 verstorben war. Zum Zeitpunkt der Vermählung sollen Adelheid etwa 25 und Otto rund 45 Jahre alt gewesen sein.[2] Die Ehe brachte ihm zahlreiche Territorien im Piemont und den Zugang zum Mittelmeer ein. Nach seinem Tode 1060 übernahm seine Frau Adelheid die Regentschaft. Im Investiturstreit war sie eifrige Verfechterin der Ghibellinen. Nach ihrem Tod 1091 verlor Savoyen die Gebiete östlich der Alpen mit Ausnahme von Susa. | (SAVOYEN), Otto I. (I40425)
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| 3497 | Otto VII. war ein Sohn Ottos V. von Scheyern und dessen Gattin Heilika von Lengenfeld. Er war nach der Ernennung seines Bruders Otto zum Herzog von 1180 bis 1189 Pfalzgraf von Bayern. Er war verheiratet mit Benedicta von Donauwörth, der Tochter des Grafen Mangold von (Donau)wörth und Dillingen.[2] Berüchtigt ist sein Sohn Otto VIII. von Wittelsbach wegen dessen Mord am römisch-deutschen König Philipp von Schwaben. Mit diesem starb diese Seitenlinie der Wittelsbacher im Mannesstamm aus. Seine Tochter Agnes heiratete Graf Albert III. von Everstein. | VON BAYERN, Otto VII. (I35885)
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| 3498 | Otto VIII. war der Sohn Ottos VII. (Pfalzgraf von Bayern; † 18. August 1189). Dessen Bruder war Otto I., der 1180 als erster Wittelsbacher Herzog von Bayern wurde. Ein weiterer Bruder des alten Pfalzgrafen war Konrad von Wittelsbach, der als Konrad I. von 1162 bis 1165 und erneut von 1183 bis 1200 Erzbischof von Mainz bzw. als Konrad III. von 1177 bis 1183 Erzbischof von Salzburg war. Der Cousin von Otto VIII. war der bayerische Herzog Ludwig I. der Kelheimer. Otto VIII. wird erstmals 1193 als Nachfolger seines Vaters in der bayerischen Pfalzgrafschaft erwähnt. Er erscheint in den folgenden Jahren jedoch kaum in den Quellen. Weltpolitische Bedeutung erlangte Otto VIII. von Wittelsbach, als er am 21. Juni 1208 in Bamberg den deutschen König Philipp von Schwaben ermordete. An diesem Tag fand die Hochzeit zwischen Philipps Nichte Beatrix (der Erbtochter von Otto I. von Burgund) und Herzog Otto VII. von Andechs-Meranien statt. Getraut wurde das Paar von Bischof Ekbert von Bamberg, der ein Bruder des Bräutigams war. Während Philipp seine Mittagsruhe hielt, suchte Otto VIII. unangemeldet um eine Audienz bei ihm nach. Der König gewährte das Ansinnen, worauf Otto sein Schwert zog und Philipps Halsschlagader aufschlitzte. Nach dem Mord flüchtete Otto. Am 7. März 1209 wurde er als Vogelfreier in Oberndorf bei Kelheim durch den Reichsmarschall Heinrich von Kalden gestellt und getötet. Der Kopf des Toten wurde in die Donau geworfen, der Leichnam jahrelang in einem Fass aufbewahrt. Mönche aus dem Kloster Indersdorf entwendeten schließlich das Fass und bestatteten den Leichnam auf dem Klostergelände. 1203 hatte Philipp seine einjährige Tochter Kunigunde mit Otto VIII. von Wittelsbach verlobt.[1] Philipp hielt sich jedoch nicht an diese Vereinbarung und einigte sich 1207 mit dem böhmischen König Ottokar I. über die Verlobung der inzwischen fünfjährigen Prinzessin mit dessen zweijährigem Sohn und Nachfolger Wenzel I. Es wird angenommen, dass Otto als Vergeltung den König ermordete. Vielleicht erwartete der Wittelsbacher am Tag der Hochzeit zwischen Philipps Nichte Beatrix und Herzog Otto VII. von Andechs-Meranien von Philipp ein Einlenken oder die Zustimmung zu einer Verlobung mit einer der anderen drei Töchter des Königs (Beatrix die Ältere, Maria und Beatrix die Jüngere). Philipps Witwe, die schwangere Königin Irene (* vor 1180, Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Angelos), flüchtete auf die Burg Hohenstaufen und erlitt eine Fehlgeburt. An den Folgen der Fehlgeburt verstarb sie am 27. August 1208. Sie hinterließ vier Töchter im Alter von drei bis zehn Jahren. Mit dem späteren Kaiser Friedrich II. gab es somit nur noch einen männlichen Staufer. Die staufische Partei wandte sich Otto IV. zu, der von 1208 bis 1212 Alleinherrscher im Reich war. Als erster Parteigänger der Staufer wechselte der bayrische Herzog Ludwig I. der Kelheimer in das Lager Ottos IV. – ihm gelang es, Otto IV. davon zu überzeugen, dass sein Cousin Otto VIII. gemeinsam mit dem Bischof Ekbert von Bamberg aus der Familie Andechs-Meranien das Attentat geplant und ausgeführt habe. Ludwig I. konfiszierte die Güter der Familie Andechs-Meranien in Bayern. Die Güter behielt Ludwig I. auch, nachdem seine Behauptung sich eindeutig als falsch erwiesen hatte. Des Weiteren bestätigte Otto IV. Ludwig die Erblichkeit seiner Würde als Herzog von Bayern. Zu Pfingsten 1212 heiratete Ludwigs Sohn Otto II. der Erlauchte die Welfin Agnes von der Pfalz (* 1201; † 1267, Erbtochter des welfischen Grundbesitzes in der Pfalz). Im Herbst 1212 wechselte Ludwig I. wieder in das staufische Lager. 1214 wurde er Pfalzgraf bei Rhein. In Ottos Sterbeort Oberndorf wurden ein Weg und ein kleiner Platz nach ihm benannt. An letzterem erinnert seit 2002 ein Gedenkstein an Ottos Hinrichtung. | VON WITTELSBACH, Otto VIII. (I40729)
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| 3499 | Otto war der Graf auf der Habsburg. Er war vermutlich die erste Person, die sich den Titel von Habsburg gab. Außerdem war er Landgraf im Ober-Elsass und Landvogt zu Muri. Er begleitete 1108 Kaiser Heinrich V. auf dessen Kriegszug gegen Ungarn. Am 8. November 1111 wurde er ermordet. | VON HABSBURG, Otto II. (I35470)
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| 3500 | Otto war Sohn des Grafen Heinrich I. von Geldern und der Agnes von Arnstein. Er heiratete um 1185 Richardis von Scheyern-Wittelsbach (* 1173; † 1231), die Tochter des Herzogs Otto I. von Bayern. Er nahm am Kreuzzug seines Kaisers Friedrich Barbarossa teil und zeichnete sich bei der Eroberung Ikonions besonders aus. Nach dem plötzlichen Tod des Kaisers zerfiel das Kreuzfahrerheer und etliche Kreuzfahrer kehrten in die Heimat zurück. Otto aber reiste mit einer Gruppe nach Syrien und Palästina weiter. Im Heiligen Land schloss er sich Guido von Lusignan, dem König von Jerusalem, an, der gerade die Stadt Akkon belagerte. Als sich die verlustreiche Belagerung von Akkon hinzog, reiste Otto 1190 wieder in die Heimat zurück. Er ist der einzige niederländische Adlige, dessen lebende Rückkehr vom Dritten Kreuzzug bezeugt ist.[1] Otto stritt häufig mit der Grafschaft Holland, und wurde im Bistum Utrecht zurückgedrängt. Oft stand er auch gegen Brabant, verbündete sich mit Limburg und geriet dabei zeitweilig in Gefangenschaft. Er kämpfte gegen die Friesen und hielt weitgehend seine Positionen. Im deutschen Thronkrieg (ab 1198) stand er auf Seite der Staufer. Otto I. von Geldern liegt im Kloster Kamp begraben. | VON GELDERN UND ZÜTPHEN, Otto I. (I37218)
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