Strauss Genealogie


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351 1526 zu Armentières geboren, Arzt und Stadtphysicus zu Aachen, vorübergehend Leibarzt bei Christian von Dänemark, † zu Aachen 1569. Aus seiner Ehe mit Agnes von Bourgeois entsproß Peter II. L´ESPINE, Estienne (I18290)
 
352 1526, 1590 Sondrio, kath., ab 1579 ref., von Soglio (heute Gem. Bregaglia) und Chur. Sohn des Dietegen (->). Cousin von Bartholomäus (->) und Friedrich (->). ​1) Anna von S.-Samedan, Tochter des Rudolf, Obersten, 2) 1560 Regina Roth von Schreckenstein, 3) Ludovica von Paravicini, Tochter des Giovanni Antonio. Mit 13 Jahren Eintritt in franz. Dienste, 1542 Fähnrich, Hauptmann in neapolitan. Diensten, kaiserl. Hauptmann in Ungarn im Kampf gegen die Türken, 1555 Oberst eines kaiserl. Kavallerieregiments. 1556-73 österr. Landvogt auf Castels im Prättigau, 1563 kaiserl. Generalwachtmeister, 1563-65 Podestà in Tirano. Generalmajor unter Maximilian II. Gesandter nach Mailand, Wien, Venedig, Rom und an die Tagsatzung. 1565 versuchte S. gewaltsam, seinen Cousin Bartholomäus als Bf. von Chur zu inthronisieren. 1573 kehrte er in die von ihm erbaute Casa Gubert in Soglio zurück. 1560 päpstl. Ritter vom Goldenen Sporn. 1588 Freiherr. VON SALIS, Dietegen (I56524)
 
353 1526, 31.8.1573, katholisch, von Laufenburg und Rheinfelden. Sohn des Hans Otmar, Vogts von Laufenburg, und der Margareta Truchsess von Rheinfelden. ​Maria von Landsberg, Tochter des Sebastian. Studium an den Universitäten Basel und Dole sowie in Orléans und Paris. Offizierslaufbahn, 1546-1547 Teilnahme am Schmalkaldischen Krieg und 1552-1553 am Feldzug gegen die Türken in Ungarn. 1554-1573 in der Nachfolge seines Vaters Obervogt der habsburgischen Ämter Laufenburg und Rheinfelden, Hauptmann der vier Waldstädte am Rhein, 1563 kaiserlicher Rat. VON SCHÖNAU, Melchior (I11410)
 
354 1527-44, kauft 1529 das Bürgli in St. Gallen, kauft 1530 Gut
Hanberg, Ratsherr 1529, Leinwandmesser 1535-44, 1531 Bussner, 1532 Pursner, Bussenrichter
und Steuermeister 1540 und 1544, 
ZOLLIKOFER VON NENGENSBERG, Jakob I. (I4728)
 
355 1528 kauft er sich für 6 Goldgulden in die Gesellschaft zu den Kaufleuten ein PEYER MIT DEM WECKEN, Heinrich (I2283)
 
356 1534, 6.3.1609 Davos, reformiert, von Davos. Sohn des Hans (->) und der Barbara Thöny. Stiefbruder des Johannes (->). ​Barbara Sprecher von Bernegg. Erhielt 1550 mit seinem Bruder Hans von Erzherzog Ferdinand von Österreich den Adelstitel neu verliehen. Seckelmeister und Eherichter in Davos. 1561 Podesta in Traona. 1568, 1571, 1575-1578 und 1585-1588 Davoser Landammann und Bundslandammann des Zehngerichtenbundes. 1568 einer der Gesandten zu Kardinal Karl Borromäus. 1569 vicari im Veltlin. Peter Guler und seine Gattin starben infolge eines Lawinenniedergangs, der ihr Haus zerstörte. GULER VON WYNECK, Peter (I56499)
 
357 1534, von Solothurn. ​Elsbeth May, Tochter des Bartholomäus May. Mitglied der Schmiedezunft, ab 1505 Venner, 1510 Vogt von Kriegstetten. Hans Stölli führte 1512 in französischem Auftrag eine Freischar in die Picardie und war solothurnischer Gesandter in Rom. 1513 vertrat er Solothurn an der Tagsatzung. Während der Unruhen von 1513 wurde Stölli abgesetzt, aber bereits 1514 erneut in den Rat gewählt. 1521 erhielt er das Schloss Alt-Bechburg als Lehen. 1520-1532 wechselte er sich mit seinem Gegenspieler Peter Hebolt im Schultheissenamt ab. Während der Reformationszeit vertrat Stölli eine vermittelnde Position und zeigte Verständnis für reformierte Anliegen. STÖLLI, Hans (I42352)
 
358 1535, Mai 1598 . ​1) Judith von Anwil, Scheidung wegen Aussatzes, 2) 1578 Margaretha Löwenberger. H. ist der Autor einer Neufassung des Haus- und Turnierbuches der Herren von H. mit Bildern zur Ringsaga sowie eines Kräuter- und Arzneibuchs mit zusammengetragenen wie auch eigenen Rezepten. Auf dem Schloss H. richtete H. eine Apotheke und ein Labor ein und liess u.a. die Treppentürme und den Rittersaal restaurieren. Mitglied der Turniergesellschaft Vom Falken und Fisch. VON HALLWIL\HALLWYL, Burghard III. (I27600)
 
359 1537 wurde der Züllichower Kreis von dem Markgrafen Hans von Küstrin erworben, der ihn in die damals von ihm beherrschte Neumark eingliederte und in deren Städten im selben Jahr die Reformation durchführen ließ. Mit dem Zuzug von Einwanderern aus Franken und Flandern entstand mit dem Weberhandwerk ein neuer und einträglicher Wirtschaftszweig. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts verdoppelte sich die Einwohnerzahl auf 4000. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Züllichau im Jahre 1631 zunächst von schwedischen, dann von kaiserlichen Truppen eingenommen und 1632 von durchziehenden Soldaten wiederum heimgesucht. Weitere Rückschläge hatte Züllichau durch zwei große Stadtbrände in den Jahren 1557 und 1687 zu verkraften.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts, Züllichau war jetzt Bestandteil des preußischen Königreiches, wurde die Stadt angesichts der bevorstehenden Schlesienkriege zu einer Garnisonsstadt entwickelt.
Von 1482 bis 1945 gehörte Züllichau zu Brandenburg und damit zum deutschen Reichsgebiet.

Leszno (deutsch Lissa, früher auch Lissen und Polnisch-Lissa, nicht zu verwechseln mit Deutsch-Lissa) ist eine kreisfreie Stadt in der polnischen Woiwodschaft Großpolen. Sie ist Verwaltungssitz eines Landkreises, des Powiat Leszczyński, dem sie selbst nicht angehört.

Aus dem Feldpost-Brief Dr. Ernst Beyer 17.02.1942 Uerdinger Str. 42 in Düsseldorf an Dr. Walter Kauert
...Du kennst gewiss die alten Asteroth´schen Familienpapiere, jetzt im Besitz der Familie Fritz Meese, die unser Vorfahr, der am 19.08.1720 als Bürgermeister in Züllichau verstorbene Johannes Asteroth hinterlassen hat..... 
ASTEROTH, Johannes \Jean (I562)
 
360 1537 Zünfter zur Meisen
1546 verklagt seine Schwester den Junghans Ziegler auf Herausgabe ihres Anteils am Erbe ihres Vaters Erhart Ziegler
1556 Sattler
1577 Amtmann im Schaffhauserhaus 
ZIEGLER, Rudolf (I19724)
 
361 1541 Basel, 1591 Basel, von Basel. Sohn des Niclaus, Kaufherrn des Basler Rats, Obersten in franz. Diensten und Landvogts auf Farnsburg. ​1) 1562 Anna Wölfflin, Tochter des Peter, 2) um 1587 Gertrud Harscher, Witwe des Jacob Wonlich, Münzmeisters. I. wirkte als Bankier und war Offizier in franz. Diensten. 1574 nahm er trotz des Verbots der Stadt Basel am Auszug der kath. Orte zur Unterstützung des franz. Hofs im Kampf gegen die Hugenotten teil. 1576 kehrte er nach Basel zurück. I. vertrat Basel bei eidg. Gesandtschaften an den franz. Hof. 1587 wurde er zum obersten Hauptmann der eidg. Truppen im Mülhauser Zug ernannt. 1589 veranlasste er den Umbau des Spiesshofs in einen Renaissancepalast. IRMY, Balthasar (I41676)
 
362 1541 Zwölfer zum Kämbel
1546 Zunftmeister und Obervogt zu Männedorf
1548-52 Furier
1550 Obervogt zu Regensberg
1556 Stallherr
1557 Spitalmeister
1558 Obervogt zu den IV Wachten
1560 Bauherr
1560 und 1568 Obervogt im Neuamt
1566 Landvogt zu Kyburg
1566 Testament
1572 Schultheiss am Stadtgericht
1573 des Rats von freier Wahl
1574-90 Seckelmeister
1579 Schildner zum Schneggen
1582 Obervogt zu Stammheim
1582 Rechenherr der Schildner zum Schneggen
1595 Testament 
SCHWERZENBACH, Matthias (I28288)
 
363 1541 Zwölfer zum Kämbel
1546 Zunftmeister und Obervogt zu Männedorf
1548-52 Furier
1550 Obervogt zu Regensberg
1556 Stallherr
1557 Spitalmeister
1558 Obervogt zu den IV Wachten
1560 Bauherr
1560 und 1568 Obervogt im Neuamt
1566 Landvogt zu Kyburg
1566 Testament
1572 Schultheiss am Stadtgericht
1573 des Rats von freier Wahl
1574-90 Seckelmeister
1579 Schildner zum Schneggen
1582 Obervogt zu Stammheim
1582 Rechenherr der Schildner zum Schneggen
1595 Testament 
SCHWERZENBACH, Matthias (I32937)
 
364 1543 wahrscheinlich in Moudon, 1597 Bern, ref., von Bern. Sohn des Wolfgang, Kleinrats und Landvogts, und der Katharina von Diesbach. 1568 Salome Stürler, Tochter des Peter. Herr zu Riggisberg und Vufflens. Erst Hauptmann in franz. Diensten, Oberstleutnant unter Ks. Maximilian II., Oberst in Ungarn, dann 1575 unter dem Pfalzgf. Johann Casimir von Rhein. 1582 Oberst über 2'000 Mann bern. Hilfstruppen an Genf, 1585 mit 5'000 Mann nach Graubünden. 1572 Berner Grossrat, 1578-84 Landvogt von Oron, 1586 Kleinrat. 1587 zeichnete sich E. als Anführer der eidg. Truppen beim Sturm auf Mülhausen aus. 1589 nahm er als Oberst am Zug nach Savoyen teil, 1590 an der Schlacht von Ivry. VON ERLACH, Ludwig (I21677)
 
365 1548 einsetzung als geheimer Rat, 1555 Abgesandter zum Augsburger reichstag, 1556 Oberrichter, 1557, Bürgermeister, 1570 Ratsältester, er unterhielt enge beziehungen mit dem St. Galler Kaufherrn Leonhard Zollikofer 1529-1587, der 1580 die Tochter BENIGNA KRAFFT (1552-16269 als zweite Frau aus Ulm nach St. gallen führte und 1585 schloss und herrschaft Altenklingen bei Märstetten erwarb. KRAFFT, Hans (I3307)
 
366 1550 - 1565 des Kleinen Rats und Seckelmeister, 1566-1587 Bürgermeister und Stadtvogt von Konstanz
"Für seinen Stiefsohn Hans Jacob Atzenholz erhielt Ulrich Leiner vom Abt von St. Gallen den grossen und den kleinen Kehlhof zu Engishofen als Lehen."
Hans Jakob Atzenholz war von 1566-1587 Bürgermeister in Konstanz. Seine drei Söhne erwarben das St. Galler Bürgerrecht und erhielten 1590 von Erzherzog Ferdinand einen Adelsbrief

Atzenholz genannt Wechsler. Heinrich Wechsler, Bürger in Konstanz, 1420. Heinrich und Konrad die Wechsler 1433, 1434. Heinrieh A. gen. W., Bürger in Konstanz, 1433, 1434, führte auf seinem Siegel einen Schild mit Adler; seine Gattin Anna 1434. Hans Jacob A., Bürgermeister in Konstanz 1575 führte im Schilde einen Adler und auf gekröntem Stechhelme einen Schwanenhals. Erzherzog Ferdinand von Oesterreich verlieh d. d. Innsbruck 1590. 12. 5. den Gebrüdern Conrad Hanß und Rudolf Atzenholtz gen. Wechsler, deren Vater selig Hans Jacob, Stadtvogt von Konstanz gewesen, die Adelsfreiheit und Besserung des der Familie A. von Kaiser Maximilian I. verliehenen Wappens, welche darin bestand, daß statt des Stechhelms ein offener Helm verliehen wurde. Jkr. Rudolf A., Rathsherr in Konstanz, vergabte 1612 an die Raite daselbst 1400 fior. zu einer Brodspende und einer Jahrzeit in St. Stephan. Johann Jacob Atzenholz von Neuenhorn in Wasserburg etc., vermählt mit Anna Barbara, Tochter des Lucas Dietrich von Reischaeh in Maegdberg und Wasserburg . Jkr. Johann Atzenholz von Tattweiler zu Neuenhorn im Thurgau, wurde 1624 Bürger in Zürich und starb 1627. (Egli, der ausgestorb. Adel von Stadt und Landschaft Zürich.) Elisabeth, Tochter des Johann Atzenholtz und der Margaretha Zollikoffer, Gattin des Johann Melchior Oschwaldt. Wappen: Von Schwarz und Silber gespalten mit einem goldgeschnäbelten Adler wechselnder Farbe. Auf gekr. Helme mit ^ w- Decken ein von Silber und Schwarz längs getheilter Schwanenhals mit goldenem Schnabel.
SUCHE:
Vater: evtl .Jakob Wechsler: 1503 Zunftmeister der Metzger und Krämer, 1504 - 1510 des Kleinen Rats; 1511 - 1513 des Grossen Rats, 1516 - 1619 des Kleinen Rats (Q: Otto Leiner)
--> Ratsherr ‎von: 1550 an 1565 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU
--> Bürgermeister und Stadtvogt ‎von: 1566 an 1587 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU  
ATZENHOLZ, Hans Jakob (I31617)
 
367 1550 St. Gallen, 1601 Konstanz, ref., später kath., von St. Gallen. Sohn des Jakob, Goldschmieds und Stadtammanns, und der Veronika Widenhuber. 1574 Anna Schlumpf. Ausbildung zum Buchdrucker in der Offizin Froschauer in Zürich, Geselle in der Druckerei Froben in Basel. 1578 Gründung der ersten Druckerei in St. Gallen, ab 1582 Produktion von eigenem Papier in Aach bei Tübach. Nach der Ausweisung aus St. Gallen 1584 Niederlassung in Tübach und vermutlich 1585 Konversion zum kath. Glauben. Ab 1586 war S. auch in Konstanz als Drucker tätig, wo er sich 1598 definitiv niederliess. Von ihm sind 106 Drucke (u.a. diverse Kalender und das Churer Missale von 1589) bekannt. 1597 begann S. mit dem Druck der ältesten bekannten period. Zeitschrift, der Monatszeitschrift "Annus Christi" des Augsburgers Samuel Dilbaum. STRAUB, Leonhard (I29322)
 
368 1552 Zwölfer zum Weggen
1571 Wappenbrief von Kurfürst Friedrich von der Pfalz
1573 Zunftmeister
1573 Statthalter
1573 Bauherr
1576 Anführer der „Hirsebreifahrt“
vor 1577 Schildner zum Schneggen
1578 Landvogt zu Kyburg
1584 Bürgermeister von Zürich
1594 Testament 
THOMANN, Kaspar (I41933)
 
369 1556 setzte sich nach heftigen Kämpfen die Reformation in Antwerpen – wie auch in den gesamten Spanischen Niederlanden – durch. Im 16. Jahrhundert war die Stadt reichste Handelsstadt Europas. Durch die darauffolgenden Konflikte zwischen den Habsburgern und den vom Reich losgelösten Niederlanden folgte der Niedergang. Im November 1576 kam es zu Brand und Plünderung in der sogen. Spanischen Furie. 1585 eroberte der spanische Statthalter Alessandro Farnese Antwerpen. Alle protestantisch bleibenden Einwohner mussten die Stadt verlassen. Antwerpens nördliches Nachbargebiet, die Republik der Sieben Vereinigten Provinzen ( Republik der Vereinigten Niederlande) , erkämpfte im Achtzigjährigen Krieg, auch Spanisch-Niederländischer Krieg von 1568–1648) ihre Unabhängigkeit von der spanischen Krone, und damit vom Haus Habsburg. Mit seinem Ende schieden die nördlichen Niederlande aus dem Verband des Heiligen Römischen Reichs aus. Der südliche Teil der Niederlande blieb dagegen bei Spanien; im 19. Jahrhundert ging daraus Belgien hervor. Die Niederlande wurden damit dauerhaft geteilt.

Ein weiterer Grund für den Niedergang in Antwerpen war eine Bestimmung des Westfälischen Friedens von 1648, dass die Schelde nicht mehr als Schifffahrtsweg genutzt werden durfte, was für den Handel der Stadt schwerwiegende Beeinträchtigungen brachte. https://de.wikipedia.org/wiki/Antwerpen 
DES ENFANTS, Jeanne (Johanna) (I1260)
 
370 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7006)
 
371 1563 Zürich, nach 1611 Wien, reformiert, von Zürich. Sohn des Caspar, Tüchlifabrikanten, und der Dorothea Locher. Neffe des Hans Conrad Locher. Enkel der Ursula Sutter. ​1) 1582 Barbara Steiger, 2) 1590 Gertrud Renner. 1596 Grossrat der Zunft zur Meisen. Als einer der ersten Barchent- und Bombasinfabrikanten Zürichs war Caspar Wüst Teilhaber der Firma Caspar Wüst und Gorius Locher, aus deren Liquidation 1598 der grösste Teil an seinen Onkel sowie an die Brüder David und Heinrich Werdmüller ging. Danach betätigte sich Wüst im sogenannten Tüchlihandel nach Deutschland. Nachdem er als Obmann des Almosenamts Geld hinterzogen hatte, floh er 1611 nach Wien. WÜST, Hans Kaspar (I59965)
 
372 1565 Fehraltorf, August 1639 Zürich, ref., 1592 Erhalt des Zürcher Bürgerrechts wegen Verdiensten um die Schule. Sohn des Leonhard, Pfarrers. 1591 Magdalena Lavater, Tochter des Ludwig Lavater. Theologiestud. in Heidelberg. 1590 examiniert, 1591 Pfarrer auf dem Hirzel. 1596 Pfarrer in Albisrieden. 1601 Philologieprof. am Collegium humanitatis, 1611 Prof. der Logik am Carolinum, 1612 Theologieprof. und Chorherr. 1612-32 wurden zahlreiche, unter seinem Vorsitz verteidigte theol. Dissertationen publiziert. ERNI, Heinrich (I41812)
 
373 1565 Schaffhausen, ​nach 1627, ref., von Schaffhausen. Sohn des Alexander, Leibarztes des Gf. von Mömpelgard Georg von Württemberg, und der Helena von Wendelstorff. Enkel des Alexander (->), Cousin des Hans Conrad (->). ​1) 1587 Esther Hagenbach, 2) 1612 Margaretha Mäder, Witwe des Leonhard Huber. 1605 Urteilssprecher, 1606 Schaffhauser Grossrat, 1609-27 Zunftmeister zun Schmieden, 1616 Eherichter und Abzugsherr, 1623 Obervogt in Rüdlingen und Buchberg, Stallherr des Marstalles, Holzherr, 1624 Scholarch (Schuloberhaupt) und Visitator scholarum. P. war Mitinhaber des Peyer-Huber'schen Handelsgeschäfts, das nicht nur als Handelshaus, sondern auch als Speditionsgeschäft zwischen der Ostschweiz und Lyon fungierte. Durch nicht geklärte Umstände geriet das Handelshaus 1627 in Konkurs. Auf Fürbitte der "teutschen Nation" entgingen P. und sein Bruder Friedrich in Lyon dem Galgen. Durch den Konkurs wurde P. vollkommen ruiniert und musste ohne Zweifel die Stadt verlassen. ; Mitinhaber des Peyer-Huber´schen Handelsgeschäfts, das nicht nur als Handelshaus, sondern auch als Speditionsgeschäft zwischen der Ostschweiz und Lyon fungiert. Durch nicht geklärte Umstände gerät das Handelshaus 1627 in Konkurs. Auf fürbitten der "teutschen Nation" entgehen er und sein Bruder Friedrich in Lyon dem Galgen; durch den Konkurs wird er vollständig ruiniert und muss die Stadt verlassen
weiterführende Info: HLS 
PEYER MIT DEM WECKEN \ WEGGEN, Jeremias (I28375)
 
374 1565 Universität Wittenberg, 1587 Syndikus in Neustadt, 1595 Ratsherr, zuletzt Bürgermeister. Durch Kaiser Rudolph II. am 03.04.1607 in den erbländ. böhmischen Adelsstand erhoben. BIELITZER VON BIELITZ, Matthias (I1179)
 
375 1565 Zwölfer zum Weggen; von ihm soll der Name ´Beatenrain` stammen;
Schildner zum Schneggen
Werdmüller: Zürcher Bürgerfamilie unklarer Herkunft, die seit dem 14. Jh. in Zürich nachgewiesen und deren gesicherter Stammvater der Müller OTTO ( 1462) ist. Im 15. Jh. gehörten die W. zu den einflussreichsten Handwerkerfamilien der Stadt. Ausgehend von OTTOS Urenkeln OTTO ( -> 17) und BEAT (1517-74) teilte sich die Fam. in zwei Hauptlinien.
OTTOS Nachkommen waren häufig Geistliche oder im Staatsdienst tätig. Der letzte männl. Vertreter dieser Linie, Pfarrer HANS ULRICH, starb 1742.
Personne: SAZ VIII.D.4.:31. Wilhelm Hofmeister: Genealogische Tabellen, Buchstabe W Teil 2 (1780 - 1814) 
WERDMÜLLER, Beat (I1280)
 
376 1568-1584 Mitglied des Stadtgerichts
1573 Zwölfer zur Schneidern
1574-1575 Eherichter von Bürgern
1584 Landvogt zu Greifensee
1591 – 1594 Schultheis
1595 – 1599 des Raths, Obervogt im Neuamt
1595-1596 Eherichter von Räten
Bürgerort Zürich
A. Denzler: Die Sulzer von Winterthur; Buchdruckerei Winterthur, Winterthur, 1933

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold schwarzer Steinbock. 
KELLER VOM STEINBOCK, Felix (I22252)
 
377 1569 erstmals erw., 3.3.1603, von Parpan. Viermal verheiratet. 1569-71 Podestà in Plurs, 1575 Vicari sowie 1581 und 1593 Landeshauptmann im Veltlin. 1584 und 1598 Landammann der Gerichtsgem. Churwalden. Häufiger Fürsprecher, Richter und Gesandter. In franz. Diensten stieg H. zum Obersten auf, führte ein Bündner Regiment (1589) und wurde nobilitiert. H. gehörte zu den angesehensten Bündnern seiner Zeit. Er war einerseits ein treuer Parteigänger Frankreichs, andererseits darum bemüht, die polit. Missstände im Dreibündestaat zu beheben. 1598-99 lehnte er venezian. Bestechungsversuche ab. Er war der Hauptinitiant der - letztlich misslungenen - sog. Reforma von 1603, durch welche die Korruption in Bünden und insbesondere die Praktiken bei der Vergabe der Ämter in den Untertanenlanden bekämpft werden sollten. Erbauer des Schlössli in Parpan. VON HARTMANNIS, Hartmann (I56508)
 
378 1569 Stadtrichter
1572 Zunftmeister zu Schuhmachern
1574 Ratsherr
1578 Schulrat, St. Leonhards Kirchenpfleger, Spitalmeister, Ehe Gerichts Obmann
1580 Bürgermeister
1581 Amtsbürgermeister
1582 Altbürgermeister
1583 Reichsvogt
1588 Panner Hauptmann
1599 Schulrats Obmann.

21.5.1537 St. Gallen, 9.7.1613 St. Gallen, reformiert, von St. Gallen. Sohn des Leonhard, Stadtrichters, und der Barbara Scherrer. 1568 Katharina Donder, Tochter des Jacob. 1564-1571 Elfer der Schusterzunft, 1572-1573 Zunftmeister, 1574-1580 Ratsherr, 1580-1613 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt, 1582-1613 ausserdem Pannerherr bzw. Pannerhauptmann, 1599-1513 Schulratsobmann. 
SPENGLER, Jakob (I9880)
 
379 1569 Stadtrichter
1572 Zunftmeister zu Schuhmachern
1574 Ratsherr
1578 Schulrat, St. Leonhards Kirchenpfleger, Spitalmeister, Ehe Gerichts Obmann
1580 Bürgermeister
1581 Amtsbürgermeister
1582 Altbürgermeister
1583 Reichsvogt
1588 Panner Hauptmann
1599 Schulrats Obmann.  
SPENGLER, Jakob (I26836)
 
380 1570, gerichtsherr zu Teufen, Freienstein, Rorbas, Nürensdorf und Berg, des Rats 1571-1587, Vogt zu Wollishofen, Landvogt zu Grüningen 1584, Statthalter des Johanniterhauses Bubikon 1589, Schildner zum Schneggen (Schild 1(. [1] VON MEISS, Junker Junker Hans Hans ´der Lange` (I9036)
 
381 1570, gerichtsherr zu Teufen, Freienstein, Rorbas, Nürensdorf und Berg, des Rats 1571-1587, Vogt zu Wollishofen, Landvogt zu Grüningen 1584, Statthalter des Johanniterhauses Bubikon 1589, Schildner zum Schneggen (Schild 1(. [1] VON MEISS, Hans ´der Lange` (I47079)
 
382 1572 des Grossen Rats, 1573 Einlässermeister, 1574 Vogt nach Landshut, 1584 Grossweibel, 1585 Vogt nach Schwarzenburg, 1593 des Kleinen Rats, 1596 Vogt nach Wangen
Ereignis Grossrat ‎1572 in Bern, Bern, BE, CHE
Ereignis Vogt ‎1574 in Utzenstorf-Landshut, Fraubrunnen, BE, CHE
Ereignis Einlässermeister ‎1573 in Bern, Bern, BE, CHE
Ereignis Grossweibel ‎1584 in Bern, Bern, BE, CHE
Ereignis Vogt ‎1585 in Schwarzenburg, Schwarzenburg, BE, CHE
Ereignis Ratsherr ‎1593 in Bern, Bern, BE, CHE
Ereignis Landvogt ‎1596 in Wangen, Wangen, BE, CHE 
IM HAAG, Gilg (I37922)
 
383 1573 Prediger. Synodalis
1574 Pfarrer. Ehe Richter
1581 Camerarius
1583 Schulrat
1609 Praeses Synodi. Decanus 
HOFMANN, Christian (I12397)
 
384 1577 Zürich, 1629 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Peter, Glockengiessers, und der Magdalena Bürkli. ​1) 1603 Küngold Vögeli, 2) 1606 Susanna Kasthofer, 3) 1613 Anna Kitt. F. goss zwischen 1604 und 1610 mit seinem Vater 24 Glocken, bis 1615 mit seinem Bruder Hans Peter 17 und 1611 mit Meister Abraham Zender eine 195 Zentner schwere Glocke für Bern. 1615-29 goss er zudem Münzwerk und Büchsenzeug. 1619 wurde er in Zürich zum Zunftmeister zur Schmieden gewählt. Vogt von Rieden (ZH) und Wiedikon, Obmann der Schützengesellschaft am Platz und ab 1629 Hardherr (Aufseher über die städt. Allmend Hard).


Peter Füssli (* 1577 in Zürich; † 1629 ebenda) war ein Schweizer Glockengiesser.[1][2]

Seine Eltern waren der Glockengiesser Peter Füssli und Magdalena Bürkli. Er heiratete 1603 Küngold Vögeli, 1606 Susanna Kasthofer und 1613 Anna Kitt.

Zwischen 1604 und 1610 goss er zusammen mit seinem Vater 24 Glocken und weiter bis 1615 mit seinem Bruder Hans Peter 17 Glocken. 1611 hatte er zusammen mit Meister Abraham Zender, dem ehemaligen Diener von Franz Sermond,[3] die 195 Zentner schwere Glocke für das Berner Münster gegossen. Von 1615 bis 1629 goss er Münzwerk und Büchsenzeug. Für das Neue Münster goss er im Auftrag von Abt Caspar II. Thoma eine große Glocke vor Ort.

1619 wurde er zum Zürcher Zunftmeister der Schmiede erwählt. Er war Vogt von Rieden (ZH) und Wiedikon, Obmann der Schützengesellschaft am Platz und ab 1629 Hardherr.[4] 
FÜSSLI, Peter (I33198)
 
385 1577, 29.11.1662 Peseux, reformiert, von Neuenburg und Bern, ab 1658 von La Neuveville. Sohn des David und der Isabelle von Graffenried. Enkel des Jean (->), Neffe von Jean (->) und Guillaume, alle Staatsräte. ​1) 1608 Marie von Bonstetten, Tochter des Johann Rudolf, Herrn von Hindelbank, 2) Marie Tribolet, Tochter des Abram Tribolet, Witwe des Jean Rougemont. 1617 als Maire von Rochefort erwähnt. 1626 wurde David Merveilleux als Staatsrat bestätigt, doch war er vermutlich schon ab 1624 im Amt. 1638 Maire von La Côte. MERVEILLEUX, David (I41583)
 
386 1578 geadelt von Kaiser Rudolf;
1603 Pursner der Notensteiner;
1632 Verwalter von Altenklingen;
1638 Besitzer von Pfauenmoos 
ZOLLIKOFER (VON ALTENKLINGEN), David (I1325)
 
387 1578 geadelt von Kaiser Rudolf; 1583 Pursner zum Notenstein; 1585 Stadtrichter, 1591 Frei Lehntrager; 1595 Ratsherr; 1599 Schulrat;1602 Bischöfl. Lehnträger gegen Bürglen; 1613 Burgermeister, Reichsvogt; 1614 Amtsbürgermeister; 1615 Altbürgermeister
Dessen Daten wir anlässlich der 6. Wappentafel des Donatoranbuches vermerkt haben
; Joachim Zollikofer wurde als Sohn des Laurenz Zollikofer (1519–1577), Kaufmann, und dessen Ehefrau Dorothea Theodosia (1523–1603), Tochter von Joachim Vadian, geboren. Seine Brüder waren:

Laurenz Zollikofer (* 1552; † unbekannt), er besass die Gerichtsherrschaften und Schlösser Oetlishausen und Thurberg, nordwestlich von Weinfelden, im Thurgau, den Edelsitz Greifenstein in Thal als mütterliches Erbe und die Weinburg (heute: Gymnasium Marienburg) bei Rheineck von seiner Ehefrau Ottilia Zili. In St. Gallen bekleidete er die Stellen eines Stadtammanns und später eines General-Stadthauptmanns
David Zollikofer (* 1563; † 1647) war von 1632 bis 1638 Majoratsherr zu Altenklingen und Pfauenmoos, Besitzer des Schlosses Grünenstein in Balgach und war auch Herrschaftsverweser zu Oberaach

Joachim Zollikofer war ein Neffe des Leonhart Zollikofer (1529–1587), Kaufmann und Diplomat.

Er war ein vermögender Kaufmann und der Verwalter des Landsitzes Pfauenmoos in Berg sowie von Schloss Altenklingen.

1585 übernahm er das Amt des Stadtrichters sowie 1595 und 1611 des Bussenrichters. 1599 wurde er zum Schulrat gewählt und gründete gemeinsam mit seinen Brüdern einen grösseren Schulfonds. Mehrfach war er auch Pannerhauptmann.[1]

In der Zeit von 1613 bis 1625 wirkte er, im Wechsel gemeinsam mit Joachim Reutlinger, Georg Huber und Ambrosius Schlumpf (gewählt 1620), im Dreijahresturnus als Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt von St. Gallen.

Joachim Zollikofer war seit 1572 mit Katharina, Tochter des Mattheus Seutter aus Kempten, verheiratet.  
ZOLLIKOFER (VON ALTENKLINGEN), Joachim (I1382)
 
388 1579 Elfer, 1596 Vogt zu Bürglen, 1601 Ratsherr, 1602-20 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. Mitglied der Notenstein-Gesellschaft. 1612 durch Ks. Matthias geadelt. RÜTLINGER\REUTLINGER, Joachim (I9469)
 
389 1584 Burgdorf, 1648 Dalmatien, ref., von Bern. Sohn des Niklaus, Schultheissen. ​1) 1606 Maria von Büren, Tochter des Hans von Büren, 2) 1617 Anna Däntz (1638 geschieden), Tochter des Jost. Stud. der Rechtswissenschaften in Bern, 1612 Notar. G. wurde 1619 Landschreiber in Interlaken, 1624 Grossrat und 1634 Landvogt in Unterseen. Nach einem Konkurs 1636 verlor er sein Amt und trat in venezian. Kriegsdienste ein. 1619 publizierte G. sein Hauptwerk "Arithmeticae Logisticae Popularis Libri IV". Dieses zeigt, welch präzisen Überblick er sich als Autodidakt über die damalige mathemat. Fachliteratur verschafft und wie kritisch er sie benutzt hatte. Das "Compendium Sciotericorum" (1617), eine Schrift über Sonnenuhren, erschien 1629 in zweiter, stark erweiterter und völlig umgearbeiteter Auflage. VON GRAFFENRIED, Hans Rudolf (I42282)
 
390 1584 Prediger, Helfer, Schulprediger, lat. Praeceptor
1587 Synodalis
1591 Ehe Richter
1609 Decanus
1610 Praeses Synodi. 
SCHEITLIN, Othmar (I28903)
 
391 1586 Zwölfer der Zunft zur Saffran und Mitglied im Gr. Rat. 1587 Gründung einer Gesellschaft mit seinem Bruder David ( -> 5) sowie den Glaubensflüchtlingen Johann Jakob Dunus und Francesco Turrettini zum Aufbau eines protoindustriellen Textilunternehmens. W. war der Unternehmensleiter und für die Buchhaltung zuständig. Das erhaltene Rechnungshauptbuch (1598-1608) ist das älteste Zeugnis einer vollständig durchgeführten doppelten Buchhaltung in Zürich. Nach dem Tod Davids 1612 wurde das gemeinsame Seidenindustrieunternehmen aufgelöst und das Geschäftsvermögen getrennt; W. übernahm den 1606-07 erstellten Neuen Seidenhof mit den dazugehörigen Fabrikgebäuden.


Literatur
– S.G. Schmid, David W. (1548-1612), Heinrich W. (1554-1627), 2001, 15 f., 24 f., 39 f., 42-45
– Kdm ZH 4, 2005, 411 f., 419

Autorin/Autor: Martin Lassner 
WERDMÜLLER, Heinrich (I1305)
 
392 1587 Konstanz, 10.2.1624 Zürich, katholisch, aus Konstanz. Tochter eines reichen Konstanzer Kaufmanns. ​1) Hans Rudolf Werdmüller, Fabrikant, Sohn des David (->) und der Emerentia Rahn, 2) 1618 Hans Caspar Schmid. Nach dem Tod ihres ersten Ehemanns 1617 übernahm die Witwe die Leitung des Unternehmens im Alten Seidenhof. Ihr Vermögen und ihre Geschäftstüchtigkeit ermöglichten Barbara Werdmüller-Wydenmann, sich mit der Zurschaustellung ihres Reichtums über den glaubensbedingten Ausschluss aus der Zürcher Gesellschaft hinwegzusetzen und ihre Söhne für Zürich unüblich fortschrittlich zu erziehen. Nach ihrem Tod führte ihr zweiter Gatte den Seidenhandel weiter. WYDENMANN, Barbara (I15173)
 
393 1588, 4.6.1653 Zuoz, ref., von Churwalden, Parpan und Maienfeld. Sohn des Engelhart, commissari und Landammanns. ​1) die Witwe des Hauptmanns Gugelberg, geb. von Menhardt, von Chur, 2) Maria Ursina von Salis-Soglio. Oberst in franz. Diensten, 1624-35 zeitweise in Graubünden gegen Österreich-Spanien und für die Rückeroberung des Veltlins kämpfend. Gesandter der Drei Bünde nach Paris, geadelt 1628. Pächter der Landvogtei Maienfeld 1630-37, Erbauer von Herrenhäusern. Überaus begütert, hervorragender Militär z.Z. der Bündner Wirren. VON BRÜGGER, Andreas (I56554)
 
394 1589/90, 19.10.1625 Malans, reformiert, von Grüsch. Sohn des Hercules (->). Bruder von Carl (->) und Ulysses (->). 1611 Anna von Hartmannis, Tochter des Hartmann von Hartmannis. 1606 Studium in Heidelberg. Ausbildung zum Teil in Frankreich. Führender venezianischer Parteigänger. Im Frühjahr 1622 Anführer im Prättigauer Aufstand gegen die österreichische Besatzungsarmee. Im Juni 1622 General der Drei Bünde. 1623 Oberst in venezianischen und 1624-1625 in französischen Diensten unter Marschall François Annibal d'Estrées. Nach seiner Verheiratung wohnte Rudolf Salis im Haus Zum grünen Turm in Malans.

Quellen und Literatur 
VON SALIS-GRÜSCH, Rudolf (I56463)
 
395 1596 Zwölfer zur Schneidern
1608 Zunftmeister
1609 Eherichter
1609 Vogt zu Schwammendingen
1615 Turmherr zu St. Peter
1618 Landvogt zu Baden
1618 Amtmann zu Rüti und Seevogt

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold schwarzer Steinbock. 
KELLER VOM STEINBOCK, Christoph (I1079)
 
396 1610 Hauptmann über einen Fahnen Söldner
1621-1621 Purstner
1632 Schulrath
1635 Hauptmann über einen Fahnen Bürger
1644 Stadthauptmann 
ZOLLIKOFER (VON ALTENKLINGEN), Gordian (I3279)
 
397 1611 Ratsherr, 1613 Bußner, 6.1.1614 Umgelter, 25.8.1615 Steuermeister,
20.3.1620 Spitalmeister, 1620 Korn- und Waffenschauer, 24.6.1622 Ratsherr  
RAINSPERG, Johannes (I5757)
 
398 1611, Tochter des Junkers Eberhard, des Besitzers der Herrschaft Altenklingen, und der Rosa von Breitenlandenberg. 1587 wurde B. Äbtissin des adeligen Damenstifts Schänis. In ihrer Amtszeit erfolgte der Ausbau der Stiftsgebäude und -kirche, wofür sie Güter verkaufte; die Leute vom Kerenzerberg lösten sich vom Stift. Mit Erfolg widersetzte sie sich der von Nuntius Fabrizio Verallo geforderten Einführung der trident. Reform und erreichte unter Berufung auf alte Privilegien und den Charakter der Stiftung die Bestätigung der alten Statuten. 1598 wurde das Gotteshaus wohl von marodierenden Soldaten gestürmt; 1610 suchte ein verheerender Brand Stift, Kirche und Teile des Dorfes heim. Dank finanzieller Unterstützung v.a durch den süddt. Adel konnte B. rasch mit dem Wiederaufbau des Stifts beginnen. BRÜMSI, Katharina (I46889)
 
399 1614-15 Ausbildung im Veltlin. 1617 Ratssubstitut, 1621 Unterschreiber, 1624 Zürcher Stadtschreiber. 1628-34 Landvogt von Kyburg, 1634-44 Zunftmeister der Widderzunft, Mitglied des Kl. Rats, 1634-44 Obervogt von Dübendorf, Schwamendingen, Dietlikon und Rieden, 1637 Statthalter, 1644-55 Bürgermeister von Zürich. 1637-53 Tagsatzungsgesandter. 1653-55 Obmann der Schildner zum Schneggen. R. musste sich im Dreissigjährigen Krieg mit der Bedrohung der schweiz. Nordgrenze durch die Kriegsparteien befassen. Weitere Herausforderungen seiner Amtszeit waren der Ausbau der Stadtbefestigung, die Steuerrevolte in der Grafschaft Kyburg 1644-45, konfessionelle Streitigkeiten im Thurgau, die Bestrebungen Frankreichs, trotz hoher Schulden und Soldrückstände die 1651 ausgelaufene Soldallianz zu erneuern, sowie der Bauernkrieg von 1653 in Luzern und Bern. RAHN, Hans Rudolf (I9089)
 
400 1616 Amtmann von Töss, 1627-55 Zunftmeister der Widderzunft, 1629-51 Obmann gemeiner Klöster, 1652 Statthalter und ab 1655 Bürgermeister von Zürich. Schildner zum Schneggen. 1657 bot R. aufgrund der Kritik am Ergebnis der Bündnisverhandlungen mit Frankreich seinen Rücktritt an. Dank ihm gelang die schnelle Tilgung der Schulden aus dem 1. Villmergerkrieg von 1656. RAHN, Hans Heinrich (I9088)
 

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