Strauss Genealogie


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3651 Rikdag hatte mindestens zwei eheliche Töchter und einen Sohn. Eine Tochter namens Gerburga (* vor 985; † 30. Dezember 1022) war mutmaßlich Äbtissin von Quedlinburg, die andere Tochter unbekannten Namens (* vor 985; † ?) heiratete den polnischen Kronprinzen Bolesław. Diese Ehe wurde aus machtpolitischen Interessen von Bolesław, wohl auf Druck seines Vaters Mieszko I., aufgelöst. Rikdags Verlust der Mark Meißen an den böhmischen Herzog Boleslav II., 984, sowie sein Tod, um 985, machten die Eheverbindung für das polnische Herrscherhaus uninteressant.

Der Sohn Karl (* vor 985; † 28. April 1014) war von 992 bis 1010 Graf im Schwabengau.  
VON MEISSEN, Rikdag (I36254)
 
3652 RINGGENBERG BE
RINGGENBERG ([ˈrɪŋkənˌbɛrɡ]) ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli des Kantons Bern in der Schweiz.
Als im Jahre 1230 der Ritter KUNO VON BRIENZ vom deutschen KAISER FRIEDRICH II. (HRR) zum Reichsvogt des Brienzerseegebietes ernannt wurde, liess er die Burg RINGGENBERG erbauen. Die Adelsfamilie nannte sich fortan VON RINGGENBERG. Johann VON RINGGENBERG war das bedeutendste Glied dieser Adelsfamilie. Als Spruchdichter wurde er als „Ritter, der Schwert und Leier gleich gut führt“ bezeichnet. Seine Lieder sind um 1300 in Zürich in die MANESSISCHE LIEDERSAMMLUNG aufgenommen worden.

In der Zeit von Philipp VON RINGGENBERG (1351–1374) begann der Ruin der Herrschaftshauses. 1351 mussten Teile der Herrschaft an das Kloster Interlaken verpfändet werden. 1380 wurde die Burg RINGGENBERG angezündet und geplündert, der Burgherr Freiherr Petermann gefangen genommen.  
N., Mechthild (I10497)
 
3653 Ritter (nach 1370), Freiherr , Pfandnehmer Unterseen, Unspunnen und Oberhofen, Herr Deitingen, Gutsherr Deitingen, Kirchherr Deitingen, Herr Wolhusen (1364-1370), Herr Gutenburg (1370), Gutsherr Langenthal, Sagenacker
Erscheint 1345 zu erstenmal als selbständig Handelnder (Jufer 1994: 156).
Mit einer Schuld unbekannter Herkunft des Klosters Interlaken in der Höhe von 1'325 Gulden sichert es dem Gläubiger dafür Pfandrechte auf Leute, Gut und die Burgen von Unterseen, Unspunnen und Oberhofen zu (Jufer 1994: 156).
Nennt sich in der Quittung für die Abzahlung der Schuld mit 925 Florentiner Gulden und 123 Bernpfund durch das Kloster Interlaken «Kirchherr in Deitingen», eine Würde, die er vom Onkel Heinrich V. von Grünenberg übernommen hat; da er weltlichen Standes ist, vertraut er das Amt einem Vikar an (Jufer 1994: 156); als Kirchherr zu Deitingen genannt auch bei Stromeyer (Stromeyer 1963: 1074).
Erwirbt später noch weiteren Besitz, Anteile am Kirchensatz und der Vogtei Deitingen (Jufer 1994: 156).
Verkauft seinem Vetter Petermann I. von Grünenberg um 50 Gulden einen Viertel des Kirchensatzes von Burgrain mit dem Pfarrgut und der Vogtei (Jufer 1994: 158 [163]).
Leiht Johann Ruschellin die Vogtei des Sagenackers von Langenthal gegen einen Jahreszins von 18 Pfund (Jufer 1994: 158).
Nach dem Tod von Graf Imer von Strassberg 1364 vertritt er dessen Witwe Margaretha von Wolhusen als Vogt; zum Dank dafür gibt sie ihm die Herrschaft Wolhusen, auf die aber das Haus Österreich wohlbegründete Ansprüche erhebt (Jufer 1994: 158; Käser 1855: 190).
Verzichtet im Vergleich von 1370 zusammen mit dem Miterben Graf Johann II. von Aarberg-Valangin auf Wolhusen zu Gunsten der Herzöge von Österreich, erhält dagegen Gutenburg bei Lotzwil (nach Käser 1383), die eben Habsburg von Peter von Thorberg gekauft haben (Jufer 1994: 158; Käser 1855: 190; Stromeyer 1963: 1074).
1384 als Zeuge letztmals erwähnt bei der Vergabung Burgrains an St. Urban (Jufer 1994: 158).
Abbildung: Siegel 1345, Schild mit umrandetem Sechsberg; «+S Walth[er] d[e] Gruneb[er]g r[ec]toris ecc[lesiae] i[n] Teitige [Deitingen]»; Staatsarchiv, Bern (Jufer 1994: 158).
Quellen: Käser 1855: 190  
VON GRÜNENBERG, Walter IV. (I19216)
 
3654 Ritter Emond (Edmund) von Engelsdorf (* 1330; † 1398) war ab 1384 Erbkämmerer des Herzogtums Luxemburg, unter Wenzel (HRR). Wenzel von Luxemburg aus dem Geschlecht der Luxemburger, Beiname der Faule (auch Wenzeslaus, tschechisch Václav; * 26. Februar 1361 in Nürnberg; † 16. August 1419 auf der Wenzelsburg, tschechisch Nový hrad u Kunratic, heute im Stadtgebiet von Prag), war seit seiner Krönung im Kindesalter 1363 bis zu seinem Tod 1419 als Wenzel IV. König von Böhmen und von 1376 bis zu seiner Absetzung 1400 römisch-deutscher König. Von 1373 bis 1378 war er zudem Markgraf von Brandenburg und von 1383 bis 1388 Herzog seines Stammlandes Luxemburg.

Leben
Emond von Engelsdorf stammte von der gleichnamigen Burg Engelsdorf im heutigen Ortsteil Engelsdorf, der Gemeinde Aldenhoven, Kreis Düren im Rheinland. Noch unmündig erbte er 1348 diese sowie die Burg Gripekoven. Gripekoven wurde als "Raubritterburg" 1354 geschleift.

1361 übergab Herzog Wilhelm von Jülich-Geldern (* 5. März 1364; † 16. Februar 1402 in Arnheim), Graf von Falkenburg-Montjoie, dem Engelsdorfer die als Haus Berge auf der Inde bezeichnete Nothberger Burg mit Vorburgen und anderen Zubehör als Offenhaus mit Vorbehalt aller Herrlichkeit als Lehen.Die Nothberger Burg ist eine historische Donjonburg im Eschweiler Stadtteil Nothberg. König Wenzel von Luxemburg (HRR) (1361-1419) aus dem Geschlecht der Luxemburger, Beiname der Faule (auch Wenzeslaus, tschechisch Václav; * 26. Februar 1361 in Nürnberg; † 16. August 1419 auf der Wenzelsburg, tschechisch Nový hrad u Kunratic, heute im Stadtgebiet von Prag),
verlieh von Engelsdorf 1384 die Erbkämmerwürde und macht ihn zum Herrn über Burg Reuland. Die Buirg Reuland gehört zu den größten Burgruinen der Eifel, im deutschsprachigen Teil Osatbelgiens.
Die Herren von Reuland behielten diese Würde bis zur Auflösung des Ancien Regimes (1795). Dazu erhielt er von Wenzel Hof und Meierei zu Hoffelt sowie die Dörfer Ober- und Niederbesslang.

Herzog Wilhelm von Jülich-Geldern (1364-1402) gab ihm am 1. August 1385 Schloss und Herrschaft Wildenburg (Eifel) zum Lehen. Nach der Verwaltung Wildenburgs durch den Markgrafen von Jülich selber tritt als erster Unterherr Edmund von Engelsdorf in Erscheinung. Er erhält 1380 die Erlaubnis, in der Burgkapelle das Sakrament der Eucharistie aufzubewahren.

Nachkommen
Aus der Ehe mit Gertrud von Binsfeld stammen zwei Kinder:

Dietrich von Engelsdorf († 1415) ⚭ Beatrix von Harzee
Alveradis (Afra) von Engelsdorf (* 1370; † 1429) ⚭ Werner von Pallandt
Da die Ehe von Dietrich kinderlos blieb, erbte Alveradis und damit das Adelsgeschlecht Pallandt den Familienbesitz.

Besitzungen
Burg Engelsdorf
Burg Gripekoven
Nothberger Burg
Burg Reuland
Burg Untermaubach
Burg Wildenburg (Eifel)



Motte Gripekoven
Die Motte Gripekoven ist als Motte Alt-Gripekoven der im Sumpf des Alsbaches beziehungsweise „Mühlenbaches“ gelegene Überrest einer befestigten Holz-Erde-Burg der ritterlichen Herren von Gripekoven/Gripinghoven im Wegberger Ortsteil Beeck im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Keramikfunde und die urkundliche Erwähnung lassen vermuten, dass die (zweiteilige) Motte (Turmhügelburg) – wie andere in dieser Region – um das Jahr 1200 angelegt wurde. Da die Motte und ihr Zugang unmittelbar hinter dem dazu gehörenden Hof „In Gripekoven 9“ liegt, kann sie nur mit Erlaubnis des Eigentümers besichtigt werden.

Neu-Gripekoven
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts versuchte der einflussreiche Ritter Gerhard von Engelsdorf, hier mit dem Bau einer weitläufigen steinernen Wasserburg („Neu-Gripekoven“) und der Gerichtsbarkeit über das nahe gelegene Dalen eine Herrschaft zu etablieren, was schließlich den territorialen Interessen des Markgrafen von Jülich zuwiderlief. Nachdem Neu-Gripekoven kurzzeitig von einem Bündnis unter dem Ritter Goswin von Zievel besetzt worden war und von hier aus „unberechtigte Fehde“ beziehungsweise räuberische Erpressungen gegen durchziehende Kaufleute stattfanden – wobei vermutet wird, dass dies ein abgesprochenes Komplott des Markgrafen gegen den Standort der Burg des von Engelsdorf war – wurde die Anlage unter Aufbietung von 1500 bis 2500 Mann (Ritter, Schanzer, Knechte) im Juni 1354 wochenlang belagert und nach Aufgabe der Belagerten bis auf Grundmauerreste komplett abgetragen, während die vorgeblichen „Raubritter“ nicht etwa abgeurteilt wurden, sondern mit ihrer Habe frei ziehen durften – und Emond von Engelsdorf, der Sohn Gerhards, mit Burg Nothberg bei Eschweiler, sowie ein weiteres Mal mit der Wildenburg in der Eifel für die Zerstörung Gripekovens entschädigt wurde.

Auf den Äckern im Umkreis von 500 Metern fanden sich in den letzten Jahrzehnten rund 30 eindrucksvoll schwere Blidenkugeln, mit denen sich die Belagerten zur Wehr gesetzt hatten. Bis in die frühen 1950er Jahre waren noch Grundmauern der ehemals vorhandenen Türme mit etwa 100 Zentimetern Wandstärke zu sehen. Die Anlage von „Neu-Gripekoven“ ist heute weitläufig überwuchert oder in landwirtschaftlicher Nutzung, aber die Ausmaße ihrer Gräben und Stausysteme sind noch immer beeindruckend. 
VON ENGELSDORF, Edmond (I5043)
 
3655 Ritteradliges Geschlecht (13.-15. Jh.). Vertreter der Fam. traten Mitte des 13. Jh. unter den Namen von F. und von Wiesendangen auf. Die F. gehörten wohl ursprünglich mit den von Adlikon, den von Strass und den von Neuburg zu einer Adelsgruppe im Umfeld des Bf. von Konstanz. Nach dem Aussterben ihrer Dienstherren, den Gf. von Kyburg, machten sie eine glänzende Karriere im Dienste des Hauses Habsburg-Österreich. Sie übernahmen versch. Pfandschaften - etwa die Vogtei über die Freien in Uzwil, jene im oberen Thurgau und über Schwarzenbach - und Ämter, so als Vögte von F. und Kyburg. Jakob (1270-1315) wurde 1301 Hofmeister Hzg. Leopolds. Seine Nachkommen führten den Titel ab 1308 als Familiennamen. Jakobs Sohn Nikolaus (->) wurde 1334 zum Bf. von Konstanz gewählt. Unter wirtschaftl. Druck mussten die F. ihren Besitz ab der 2. Hälfte des 14. Jh. veräussern, u.a. auch ihren Turm in F. Daselbst und im süddt. Raum kann die Fam. noch im 15. Jh. nachgewiesen werden. N., N. (I40525)
 
3656 Ritteradliges Geschlecht (belegt 1248-1569), dessen Name auf die Burg G. oberhalb der Gem. Dorf im Zürcher Weinland zurückgeführt wird. Indizien weisen jedoch auch auf eine Winterthurer Herkunft hin, nicht zuletzt der früh belegte Besitz zu Töss. Jakob, 1248 mit 86 weiteren Adligen Bürge für Hartmann von Kyburg, ist vermutlich identisch mit dem 1239-48 in kyburg. Gefolge auftretenden Jakob von Winterthur. Nach dem Aussterben der Kyburger 1263 wechselte die Fam. in den österr. Dienst. So sassen im 14. Jh. vermutlich Egbrecht (belegt 1301-23) und sein gleichnamiger Sohn (1328-63) als Vögte zu Kyburg. Im Gegenzug übergab die Landesherrschaft der Fam. Pfandschaften und Lehen v.a. in und um Winterthur, so 1363 das Dorf Ellikon an der Thur mit Twing und Bann an den jüngeren Egbrecht. Dieser erbte im selben Jahr von der Fam. seiner Frau Anna Meier von Mörsberg in Oberwinterthur als österr. Lehen die Burg Mörsberg - fortan Stammsitz der Fam. -, das Meieramt der Bf. von Konstanz daselbst und die Vogtei der Herren von Klingen. Damals beendete die Fam. die Liquidation ihrer wahrscheinlich Anfang des 14. Jh. vom Rittergeschlecht von Altikon ererbten Reichenauer Lehen in der Gegend von Altikon. Egbrecht, der Sohn des oben genannten jüngeren Egbrecht, trat 1407 als Erster ins Winterthurer Burgrecht, was der Fam. zu einer relativen Unabhängigkeit gegenüber Zürich verhalf. Nach der Ewigen Richtung (1474) zwischen Österreich und den Eidgenossen empfing Hans, ein Enkel des letztgenannten Egbrecht, 1478 die Mörsberg neu vom Rat von Zürich. Nach der Reformation blieb dessen Sohn Hans weiterhin beim alten Glauben, was wiederholt zu Spannungen mit Zürich führte. Als Letzte ihres Geschlechts starben 1569 Hans' Söhne Jos und Eglolf. Erben waren deren Schwäger Hans Ulrich Stockar und Marx Blarer von Wartensee. VON GOLDENBERG, Margaretha (I20495)
 
3657 Ritteradliges Geschlecht in den Kt. Luzern und Aargau, von dem bis ins 17. Jh. über hundert Mitglieder der sich in versch. Zweige aufspaltenden Fam. bekannt sind. Die H. waren kyburg. und habsburg. Ministerialen, ab 1245 Reichsministerialen. Als Stammsitz gilt die Burg H., ein Lehensbesitz zwischen dem Lindenberg und Baldeggersee. Erstmals belegt ist das Geschlecht 1185 mit Heinrich I. Im 14. Jh. erwarb Hartmann I. die habsburg. Herrschaften Wagenburg (ZH) und Kienberg. 1351 kaufte die Fam. die Burg Aristau. Nach 1400 ging der luzern. Besitz der Fam. durch Erbgang verloren. Verwandtschaftl. Beziehungen bestanden mit den Frh. von Rüssegg und Bechburg sowie den Ritteradligen von Hünenberg und Landenberg-Greifensee. Ab dem 15. Jh. standen Mitglieder der H. im Dienst Österreichs und verburgrechteten sich mit mehreren Schweizer Städten (u.a. Solothurn). N., N. (I46167)
 
3658 Rittergeschlecht des 13.-16. Jahrhunderts, dessen Stammsitz wahrscheinlich in Steinhof (heute Gemeinde Heinrichswil-Winistorf) in der Herrschaft Aeschi (SO) lag. Als Erster der Familie wird Heinrich de Lapide (vom S.) 1201 als Lehensempfänger von Herzog Berchtold V. von Zähringen erwähnt. In der Folge waren die Stein Vasallen der Grafen von Kyburg. Im 14. Jahrhundert bürgerten sich Angehörige der Familie in den Städten Solothurn, Thun, Burgdorf und Bern ein. Sie verfügten über ausgedehnten Gerichts- und Grundbesitz im Oberaargau sowie im Raum Bern und Thun, z.B. ab 1386 die Twingherrschaft Utzigen, ab 1439 die Herrschaft Blumenstein und ab 1464 die Herrschaft Strättligen. Dazu kam im 15. Jahrhundert auch beachtlicher Besitz in der Stadt Bern. Dieser bildete die Basis des Aufstiegs der Stein zu einer der führenden, am Stadtregiment beteiligten Familien. Die Nachkommen Hartmanns ( 1399), dem Begründer des Berner Zweigs, führten den Junkertitel und gehörten der Adelsgesellschaft zum Narren und Distelzwang an.
Ihre Herrschaftsausübung setzten die Stein ab der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in kommunalen Ämtern sowie in der städtischen und eidgenössischen Territorialverwaltung fort, z.B. als Schultheissen von Bern und Thun, als Landvögte von Nidau und Lenzburg sowie ab dem Ende des 15. Jahrhunderts als Gubernatoren von Aigle und als Landvögte von Echallens und Grandson. Sebastian war 1514 der erste eidgenössiche Landvogt in Locarno. Sie vertraten die Interessen Berns gegenüber Savoyen, Frankreich und Mailand sowie an den eidg. Tagsatzungen. Kaspar ( ca. 1507), Albrecht und Sebastian ( 1551) traten mehrfach als Gesandte in Erscheinung. In den kriegerischen Auseinandersetzungen Berns und seiner Verbündeten waren Angehörige des Berner Zweigs Hauptleute und Söldnerführer. Mit dem Tod von Sebastian 1585 erlosch die Familie. (Info: HLS). 
VOM STEIN, Stammlinie (I21287)
 
3659 Ritterliches Ratsgeschlecht der Stadt Zürich, Dienstleute der Fraumünsterabtei. Als ältester Besitz sind Fraumünster Lehensgüter und Rechte in Stadelhofen und Fällanden sowie verschiedene Reichslehen im stadtnahen Gebiet überliefert. Im 13. Jahrhundert bestanden Lehens- und Gefolgschaftsbeziehungen zu den Grafen von Kyburg, den Freiherren von Eschenbach, Schnabelburg, Regensberg, Klingen, Wädenswil sowie den Grafen von Habsburg-Laufenburg und Habsburg-Österreich. Eine Intensivierung auswärtiger Heiratsbeziehungen lässt sich bereits nach 1250 erkennen, so unter anderem mit den Rittern von Hünenberg, später mit den Herren von Hallwyl; Konnubien bestanden auch mit den Stadtrittern von Schönenwerd, Brun, von Hottingen und Maness-Manegg. Die Konstruktion einer durchgehenden Genealogie ist bis ins 14. Jahrhundert wegen gleich lautender Vornamen unsicher.

Erstmals bezeugt ist die Familie 1159 mit zwei Brüdern gleichen Namens (Rudolf). Jakob, erwähnt 1242 (​nach 1287), Ratsmitglied und 1271 Reichsvogt in Zürich, war eine führende Figur in der Zürcher Politik. Unter seinen Söhnen Rudolf dem Älteren (erwähnt 1259-1317) und Rudolf dem Jüngeren (erwähnt 1270-1323) kam es zu einer Aufspaltung in zwei Linien, die sich sowohl hinsichtlich ihrer ökonomischen Basis als auch aufgrund ihrer politischen Ausrichtung unterschieden. Rudolf der Jüngere und seine Nachkommen konzentrierten sich auf die innerstädtische Politik und waren über vier Generationen fast ausnahmslos im Rat vertreten. Die Brüder Johannes I. und Eberhard I., Söhne Rudolfs des Jüngeren, hatten zwischen 1330 und 1382 mehrmals das Schultheissenamt inne. Das Erbe dieses Zweigs fiel nach dem Tod von Johannes' I. Enkel Eberhard II. an den von Rudolf dem Älteren gegründeten Zweig.

In den Jahren vor der Brun'schen Revolution kam es zu Interessenkonflikten zwischen Gottfried I., Sohn Rudolfs des Älteren, und der Stadt Zürich, die ihre Gerichtsbarkeit auf das Territorium auszudehnen suchte. Gottfried I. wurde wegen diesen Auseinandersetzungen 1321 aus dem Bürgerrecht ausgeschlossen, kehrte aber in die Stadt zurück und ist ab 1325 im Rat bezeugt. Er wird in der Historiografie zu den Anstiftern und Geldgebern des Umsturzes von 1336 gerechnet. Sein Sohn Gottfried II. (erwähnt 1343-1383) verfolgte zunächst ebenfalls eine politische Karriere in der Stadt, wandte sich aber gegen 1360 vermehrt der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft zu, in deren Diensten ihm ein steiler politischer Aufstieg gelang; unter anderem war er zeitweilig Inhaber der Herrschaft Rapperswil, österreichischer Vogt in Glarus, Landvogt im Aargau, Thurgau und Schwarzwald. Mit seinem Sohn Gottfried III., Burggraf im Tirol (1386), und dem bis 1406 erwähnten Johanniter Rudolf starb die Familie aus. Ein in der älteren Historiografie behauptetes Weiterbestehen des Geschlechts in Österreich beruht auf Fehlinterpretationen. 
MÜLNER, Mechtild (I14116)
 
3660 Robert galt als Lieblingssohn seiner Mutter, die ihn deshalb nach dem Tod des Vaters 1031 als Nachfolger auf dem Thron favorisierte. In dem daraus resultierenden Machtkampf gegen den älteren Bruder Heinrich verbündeten sie sich mit dem Grafen Odo II. von Blois. Robert unterlag 1032; als Ausgleich erhielt Robert von Heinrich die Herrschaft über das Herzogtum Burgund.

Robert galt als gewalttätiger Regent, der Fehden gegen Nachbarn und religiöse Einrichtungen führte. Angeblich ließ er seinen ersten Schwiegervater ermorden. Gegen den Schwager Rainald von Nevers kämpfte er um die Herrschaft über Auxerre, das er 1040 eroberte, 1060 wieder an den Grafen von Nevers abtreten musste. 
(BURGUND), Robert I. (I42990)
 
3661 Robert war der Sohn und Nachfolger von Wilhelm I., Graf von Eu, und seiner Frau Lesceline. Es ist umstritten, ob er unmittelbar auf seinen Vater folgte, oder seinem Bruder Wilhelm Busac nach dessen Aufstand gegen Herzog Richard II., der mit Wilhelms Enteignung und Exilierung endete. VON DER NORMANDIE, Robert (I37627)
 
3662 Rodrigo (Kurzform Ruy) wurde als Sohn des kastilischen Kleinadligen (Infanzón) Diego Laínez und der Teresa Rodríguez geboren. Weder Jahr noch Ort der Geburt sind belegt. Die Vermutungen der Historiker zum Geburtsjahr schwanken zwischen 1041 und 1057, als wahrscheinlichste Hypothese gilt heute seine Geburt in der Zeit zwischen 1045 und 1050. Der Name Rodrigo Díaz bedeutet „Rodrigo, Sohn des Diego“, was der damaligen Konvention im Königreich Kastilien entsprach, als Nachnamen das vom Vornamen des Vaters abgeleitete Patronym zu verwenden. Der Zusatz „de Vivar“ und damit die Verknüpfung zu dem traditionell als Geburtsort genannten Dorf Vivar del Cid[1] in der Nähe von Burgos taucht erstmals um 1200 im Cantar de Mio Cid auf. In zeitgenössischen Urkunden ist Vivar als Geburtsort nicht belegt.

Den Beinamen Campeador (bzw. lat. Campidoctor) führte Rodrigo – urkundlich belegt – schon zu Lebzeiten. Dabei handelt es sich um einen von campio (lat. Kämpe, Duellkämpfer) hergeleiteten Titel, der auf das siegreiche Bestehen von Zweikämpfen als Kampfesstellvertreter eines Kriegsherrn oder einer Streitpartei verweist. Im Deutschen wird dieser Beiname meist mit „der Kämpfer“ übersetzt, man könnte auch „Recke“ oder ganz wörtlich „der Champion“ sagen. Die Bezeichnung Rodrigos als mein Cid („Meo Çidi“) taucht hingegen urkundlich erst 50 Jahre nach seinem Tod in einem Gedicht erstmals auf. Sie leitet sich aus dem Arabischen ab und bedeutet so viel wie „mein Herr“. Es handelt sich um eine auch sonst belegte Anrede militärischer Führer oder Herren, die durchaus schon zu der Zeit gebraucht worden sein könnte, in der Rodrigo Díaz als Söldnerführer in der spanischen Levante operierte oder Valencia beherrschte; zeitgenössische Belege dafür gibt es aber nicht.

Rodrigos Vater hatte sich als Soldat im Krieg gegen Navarra Verdienste erworben, und dessen Vater Laín Núñez taucht als Zeuge in Urkunden König Ferdinand des Großen von Kastilien und León auf. Der Legende nach geht seine väterliche Linie bis auf Laín Calvo zurück, einen der sagenhaften „Richter“ Kastiliens.[2] Auch sein Großvater mütterlicherseits, Rodrigo Álvarez, war Anhänger Ferdinands und verwaltete im Auftrag des Königs mehrere Burgen im Grenzgebiet. Nach dem Tod seines Vaters (um das Jahr 1058) kam Rodrigo als Halbwaise an den Hof König Ferdinands und wurde dort zusammen mit dessen Sohn Sancho erzogen.

Nach dem Tod des Königs 1065 und der Aufteilung des Reiches unter seinen drei Söhnen blieb er im Gefolge Sanchos, der als Sancho II. König von Kastilien wurde und die Herrschaft über die anderen beiden Teilreiche Galicien und León anstrebte. Rodrigo bekleidete das Amt eines königlichen Bannerträgers (Alférez Real oder Armiger Regis) und errang in dieser Funktion erste militärische Erfolge als Truppenführer. Bereits in seiner Zeit am kastilischen Hof erhielt er den Beinamen el Campeador.

Während der Belagerung von Zamora wurde Sancho 1072 ermordet. Als sein Bruder und Kontrahent Alfons VI. die Königreiche León und Kastilien wieder vereinigte, soll ihm Rodrigo Díaz als Alférez der Legende nach einen von den kastilischen Ständen (Cortes) angeblich verlangten Reinigungseid abgenommen haben, mit dem Alfons beteuerte, nichts mit dem Tod seines Bruders zu tun zu haben. Die Historizität dieser Eidesleistung wird jedoch heute von der Mehrzahl der Autoren stark angezweifelt oder bestritten.[3] Jedenfalls blieb Rodrigo wie viele andere Gefolgsleute Sanchos im Dienste des neuen Königs, musste das Amt des Bannerträgers jedoch abgeben. Es wurde kurze Zeit darauf von einem zum Grafen von Nájera avancierten kastilischen Ritter namens García Ordóñez bekleidet, der in der Legende eine Rolle als höfischer Widersacher Rodrigos spielt (was vermutlich der Wirklichkeit entspricht). Um 1075 heiratete Rodrigo Díaz die in frühen Quellen als „Verwandte des Königs“ bezeichnete Jimena Díaz, deren tatsächliche Herkunft jedoch ungeklärt ist. Nach traditioneller Auffassung gilt sie als Tochter eines (nicht belegten) Grafen Diego von Oviedo, und es gibt auch Anhaltspunkte dafür, dass sie tatsächlich einer adligen asturischen Familie entstammte. Für den Ritter war mit dieser offenbar vom König arrangierten Heirat jedenfalls ein gesellschaftlicher Aufstieg verbunden, was sich besonders an dem urkundlich belegten großen Landbesitz des Paares zeigt. Auch trat Rodrigo bei mehreren Gelegenheiten als Mitglied von königlichen Schiedsgerichten in Erscheinung, die Streitigkeiten unter Adligen schlichteten. 
DE VIVAR, Rodrigo ´EL CID` (I40313)
 
3663 Rohzuschauer 1570-1572, Weber-Elfer und Eherichter 1571 - 1579, Stadtrichter 1572 - 1579, Bauzahler 1573 - 1578, zu den Bäuen und Hausgeldeinzieher 1576-1580, Vogteiherrenbeisitzer 1578 und 1579, Ratsherr 1580 - 1591 und 1596 - 1598, Bauherr 1581 - 1584 und 1588 - 1591, Bussner 1585und 1598, Leinwandmesser 1586 - 1591, Stockmeister 1586 - 1588, Spitalmeister 1591 - 1596 und 1598-1599, Schulrat 1598,
16. Kinder aus drei Ehen 
GSELL, Columban \ Kolumban (I4433)
 
3664 Rollwagen in Gernsbach WEYLER\WEILER, Anna Maria (I874)
 
3665 Romanos entstammte einer angesehenen anatolischen Adelsfamilie und war Gouverneur von Serdica (heute: Sofia). Seine militärische Laufbahn begann unter Kaiser Konstantin X., wobei er sich im Kampf gegen die Petschenegen auszeichnete. Im Jahre 1067 wurde er angeklagt, an einer Verschwörung gegen Konstantin X. teilgenommen zu haben, nach Konstantinopel berufen und zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde in Verbannung umgewandelt und nach Konstantins Tod am 21. Mai 1067 aufgehoben.

In erster Ehe war er mit Anna, Tochter von Alusian, Zar der Bulgaren aus dem Haus Komitopuli, verheiratet. Mit ihr hatte er einen Sohn, Konstantin Diogenes, der 1074 in einer Schlacht bei Antiochia gegen die Seldschuken fiel. Nach dem Tod Konstantins X. heiratete er 1068 dessen Witwe Eudokia und wurde zum Mit-Kaiser erhoben. Die drei Söhne Konstantins, Michael, Andronikos und Konstantios, wurden formal an der Regierung beteiligt, während die einflussreiche Familie der Dukas mit dem Kaisar Johannes Dukas an der Spitze in Opposition zu ihm stand. Zwei weitere Söhne des Kaiserpaars, Leon und Nikephoros Diogenes, die 1069 und 1070 zur Welt kamen, avancierten ebenfalls zu Mitkaisern.

Romanos kämpfte anfangs siegreich gegen die Seldschuken in Kleinasien, wurde aber 1071 in der Schlacht von Mantzikert von Sultan Alp Arslan besiegt und gefangen genommen (nach Valerian war er der zweite Kaiser der römisch-byzantinischen Geschichte, dem dies widerfuhr).[1] Gegen die Zahlung von Lösegeld und einen Friedensvertrag wurde er freigelassen. Überliefert ist folgender Dialog zwischen beiden Herrschern:
Alp Arslan: „Was würdest du tun, wenn ich als Gefangener zu dir gebracht würde?“
Romanos: „Vielleicht hätte ich dich getötet oder dich in den Straßen Konstantinopels ausgestellt.“
Alp Arslan: „Meine Strafe ist weitaus härter. Ich vergebe dir und lasse dich frei.“
In der Zwischenzeit hatten seine politischen Gegner den Sohn Konstantins X., Michael VII., auf den Thron gehoben. Romanos versuchte, gegen ihn vorzugehen, wurde aber besiegt und gefangen genommen. Er wurde gefoltert und Ende Juni 1072 geblendet; dabei wurde ihm dreimal ein glühendes Eisen in die Augenhöhle gestoßen. Laut einem Bericht von Michael Attaleiates entzündete sich die Wunde und war von Maden befallen, die ihm „vom Gesicht fielen“. Romanos wurde auf die Insel Proti, die viertgrößte der Prinzeninseln vor Konstantinopel/Istanbul, verbannt, wo er wenige Tage später an den Folgen der Verletzung starb.

Der von Romanos abgeschlossene Vertrag wurde nach seinem Sturz von den Seldschuken nicht mehr anerkannt. In der Folge eroberten die Seldschuken unter Sultan Malik Schah I., dem Sohn Alp Arslans, weite Teile des byzantinischen Anatolien. 
DIOGENES, Romanos IV. (I39112)
 
3666 Romanos folgte später seinem Vater Konstantin VII. als byzantinischer Kaiser im Jahr 959 im Alter von 21 Jahren auf den Thron. Er war schon 944 mit Bertha verheiratet, der illegitimen Tochter des Königs von Italien Hugo von Arles und einer Konkubine, und seit 945 Mitkaiser. Nach dem Tod Berthas (die den Namen Eudokia annahm) heiratete Romanos 956 Anastaso, die angeblich aus sehr einfachen Verhältnissen stammte und als Kaiserin den Namen Theophanu trug.

Die früher vertretene These, die byzantinische Prinzessin Theophanu, die Otto II. heiratete, sei die Tochter Romanos’ gewesen, wird heute nicht mehr als haltbar angesehen.

Romanos soll ein genusssüchtiger Herrscher gewesen sein, der sich kaum um die Regierung gekümmert hat, aber bei der Auswahl seiner Berater richtig lag (vor allem Joseph Bringas, dem die Leitung der Staatsgeschäfte faktisch zufiel). Das bedeutendste Ereignis seiner Regierungszeit war die Rückeroberung Kretas im Jahre 960/61 durch den erfolgreichen General Nikephoros Phokas, den Nachfolger des Romanos als Kaiser. Daneben führte Nikephoros auch erfolgreich Feldzüge in Syrien durch. 961 scheiterte Basileios Peteinos mit einem Usurpationsversuch.


Darstellung von Romanos II. auf dem Totenbett
Romanos starb 963, wobei die Todesumstände – durch Vergiftung oder aufgrund übermäßigen Genusses – im Unklaren bleiben. Die wichtigste erzählende Quelle zu seiner Regierungszeit stellen die Historien des Leon Diakonos dar. Daneben ist die Kaisergeschichte des Johannes Skylitzes von Bedeutung. 
VON BYZANZ, Romanos II. (I36028)
 
3667 Romanos hatte in der byzantinischen Flotte Karriere gemacht und war 917 zum Befehlshaber der gesamten Flotte aufgestiegen. Um 919 soll sich der minderjährige Kaiser Konstantin VII. an ihn gewandt und um Beistand gebeten haben, da er eine Machtübernahme durch den Domestikos Leon Phokas befürchtete. Romanos verheiratete seine Tochter Helena Lakapene am 9. Mai 919 mit Konstantin und wurde zum Basileopator („Vater des Kaisers“) ernannt, der Kaisermutter Zoe Karbonopsina wurde die Regentschaft entzogen und ihm übertragen.

Kurz darauf kam es zu einer Rebellion durch Leon Phokas, der Romanos als Usurpator bezeichnete und vorgab, den jungen Kaiser gegen eine Machtübernahme durch diesen unterstützen zu wollen. Romanos gelang es jedoch, die Anhänger von Leon Phokas von seiner Legitimität zu überzeugen, und konnte den Aufstand rasch niederschlagen. 
LAKAPENOS, Romanos I. (I37380)
 
3668 Romanos war der vermutlich älteste Sohn des Christophoros Lakapenos und dessen Frau Sophia.[2] Seine Geschwister waren Michael, Maria-Irene (die spätere Ehefrau des bulgarischen Zaren Peter I.) und eine weitere, früh verstorbene Schwester. Von seinem Großvater Romanos I. Lakapenos wurde der junge Romanos noch als Kleinkind zum Mitkaiser (Symbasileus) erhoben, und zwar entweder gleichzeitig oder kurz nach seinen etwa gleichaltrigen Onkeln Stephanos und Konstantin.[3] Diese waren am 25. Dezember 923 (oder 924) ins Kaiserkollegium aufgerückt, dem zu diesem Zeitpunkt neben ihrem Großvater und Vater auch der 921 als Hauptkaiser zurückgesetzte Konstantin VII. angehörte. Romanos starb bald darauf noch im Kindesalter, denn nach April 927 wird er in keiner kaiserlichen Urkunde oder Akklamationsliste mehr erwähnt LAKAPENOS, Romanos (I37384)
 
3669 Rotberg (Adelsgeschlecht)

Das Geschlecht derer von Rotberg ist ein aus der Schweiz stammendes Adelsgeschlecht, das zum Uradel zählt und vor allem im Raum Basel zwischen dem 13. und dem 18. Jahrhundert bedeutende Persönlichkeiten hervorbrachte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rotberg_(Adelsgeschlecht)
Walter Sick: Die Familie von Rotberg. In: Das Markgräflerland, Heft 1/1963, S. 23–31 Digitalisat der UB Freiburg
Eugen Dietschi-Kunz: Die Freiherren von Rotberg. Ein Beitrag zur solothurnischen Heimatgeschichte. Olten 1951
Fritz Schülin: Die Familie Rotberg. In: Das Markgräflerland, Heft 1/2-1977, S. 128–131 Digitalisat der UB Freiburg
Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XII, Band 125 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2001, S. 50–51, ISSN 0435-2408
Edmund von der Becke-Klüchtzner: Stamm-Tafeln des Adels des Großherzogthums Baden: ein neu bearbeitetes Adelsbuch. Baden-Baden 1886, S. 378, Stammtafel der Freiherren von Rotberg online 
VON ROTBERG, Susanna (I114)
 
3670 Rübel-Blass, Eduard Rübel, (Helene und Cécile Rübel Familienstiftung), Blatt 197.  VON BREITEN-LANDENBERG, Beatrix (I11075)
 
3671 Rudolf besass seine Rechte und Pflichten vor allem auf der linken Seite von Zürichsee und Limmat. Von 1304 bis 1322 sass er im Rat der Stadt Zürich, 1318 war er Schulheiss. In erster Ehe war er mit Anna von Dättnau verheiratet, seine zweite Frau hiess Guta. MÜLNER, Rudolf ´der Jüngere` (I37056)
 
3672 RUDOLF III. folgte gemeinsam mit seinem Bruder ALBRECHT IV. seinem Vater als GRAF VON HABSBURG nach und wurde nach der Teilung Graf zu Laufenburg, Landgraf im südlichen Zürichgau und in der Grafschaft Zug (Zug), Graf in Schwyz, Unterwalden und Sempach, Landgraf im Elsass, zu Ottmarsheim und Willisau und Vogt von Muri und Murbach. Nach dem Regierungssitz hieß diese Linie die Laufenburgische.

Er folgte im Heerbann FRIEDRICH II. in Italien zwischen 1237 und 1245, wandte sich aber nach dem Konzil von Lyon von diesem ab. Er stritt bis zuletzt erbittert mit seinem Neffen, RUDOLF I., der staufer-treu blieb, während er päpstlich gesinnt war. Er förderte die Johanniter durch Zollbefreiungen und Schenkungen, förderte Laufenburg, das durch den Vater als Konkurrenz zu Schaffhausen und Nellenburg zur Stadt erhoben worden war, und führte viele Fehden mit den Eidgenossen.  
VON HABSBURG-LAUFENBURG, Rudolf III. ´der Schweigsame` (I22287)
 
3673 Rudolf III. und Verena hatten vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter.
- Rodolphe IV.
- Jacques, co-seigneur de Nidau,
- Varenne, (? - 1376) elle épouse Simon de Tierstein
- Anne, (? - 1347/1400), elle épouse Hartmann III de Kibourg. 
VON NEUENBURG-NIDAU, Rudolf III. (I11173)
 
3674 Rudolf Mülner der Ältere (1259–1317) und seine Nachkommen
Der Chronist Johannes von Winterthur berichtet, dass Rudolf der Ältere Rudolf von Habsburg in einer Auseinandersetzung während der Regensberger Fehde (Die Regensberger Fehde war ein Krieg zwischen Rudolf von Habsburg und der mit Habsburg verbündeten Stadt Zürich gegen die Freiherren von Regensberg. Ablauf, Gründe und gesicherte historische Fakten des vermutlich 1267/1268 eskalierenden Kleinkriegs sind heute kaum mehr zu eruieren.) das Leben gerettet haben soll. Das Neujahrsblatt der Stadt Zürich von 1776 berichtet darüber und zeigt, wie er von König Rudolf 1275 in Mainz empfangen wurde.

Von 1288 bis 1317 sass er für die Constaffel im Rat, wurde 1276 Ritter und war 1293/94 Reichsvogt. Beim dreijährigen Schutzbündnis von Uri und Schwyz mit Zürich vom 16. Oktober 1291 war er Vertrauensmann der Innerschweizer. Seine Frau Agnes entstammte dem Geschlecht der Hünenberger. Rudolf der Ältere starb am 6. Februar 1317.

Götz I. Mülner (1291–1336)
Der Name Gottfried (Götz) kam durch die Hünenberger in die Familie: Gottfried von Hünenberg war der Pate von Götz I. 1291 wird er erstmals bezeugt als Chorherr am Grossmünster, wo er jedoch austrat, denn 1320 wird er als Herr der Burg Friedberg bei Meilen genannt und verheiratete sich mit Anna von Fridingen. 1321 wurde der streitbare Götz aus dem Zürcher Bürgerrecht ausgeschlossen, schien sich offenbar wieder mit den Zürchern geeinigt zu haben, denn von 1325 bis 1335 sass er im Rat. Nach und nach war er in den Besitz zahlreicher Vogteien gekommen, die zuvor jedoch bereits im Besitz seiner Vorfahren gewesen waren. Einige waren zuvor Lehen der Abtei, andere erschienen jetzt als Reichslehen, die er aus Dankbarkeit für dem Kaiser und dem Reich geleistete Dienste empfangen hatte: zwischen 1320 und 1333 waren dies Wiedikon, Stadelhofen, Witikon, Zumikon mit Waltikon und Gössikon sowie Zollikon und Küsnacht und Goldbach.
Dadurch entstand am unteren Zürichsee ein fast zusammenhängendes Territorium. Zur Verwaltung seiner Güter und zur Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit scheint Götz I. einen Ammann eingesetzt zu haben, in mehreren Urkunden ist von Berchtold des Mülners Ammann die Rede oder wie am 5. April 1322 von Berchtolde, minem ammann, der an miner statt ze gerichte sass. Sitz des Ammanns und Raum für die Abgaben aus der Vogteil war vermutlich das «Höchhus» in Küsnacht. Ob die Mülners das Haus zu diesem Zweck gebaut haben, ist unklar. Es ist aber durchaus denkbar, dass das «Höchhus» an der Stelle der in der Regensberger Fehde zerstörten Burg Wulp errichtet worden ist und die Mülners die Vogteien der Regensberger erhalten haben.[3]
Götz I. Mülner wird auch eine wichtige, wenn nicht gar federführende Rolle in den Vorbereitungen zum Brunschen Umsturz zugeschrieben, den er allerdings nicht mehr erlebte; er starb am 3. August 1336. Verheiratet war er mit Anna von Friedingen. Von seinen sechs Kindern traten Jakob, Rudolf und Heinrich in den geistlichen Stand, zwei Töchter heirateten die Herren von Goldenberg und Tettingen. Über den Nachlass von Götz I. Mülner wurde ein Urbar erstellt.

Götz II. Mülner (1342–1383)
Mit Götz II., seit 1342 verheiratet mit Margareta von Hallwyl, vollzog sich bei den Mülnern der Übergang von Zürich zu den Habsburgern. Zwischen 1364 und 1356 war er noch im Zürcher Rat vertreten. Neben dem mächtigen Rudolf Brun sah er vermutlich keine weiteren Aufstiegsmöglichkeiten; diese sah er vielmehr beim Hause Habsburg. 1359 empfing er vom Herzog von Österreich die Burghut über Rapperswil und wurde Landvogt über Glarus, das wieder an Habsburg gefallen war. 1362 schloss er mit dem Herzog einen Dienstvertrag, 1370 übernahm er Pfäffikon und Wollerau, 1377 erscheint er als österreichischer Vogt im Aargau, Thurgau und im Schwarzwald. Vermutlich erhielt er einige von diesen Aufgaben anstelle einer Bezahlung und ihn deshalb anderweitig entschädigte – oder weil ihm Mülner mit Darlehen aushalf. Das galt am ehesten für die Lehen des Schlosses Andreas bei Cham, den Zoll bei Brugg und das Freiamt. Es scheint, als wolle der Herzog ihm das Gebiet überlassen, welches zwischen Zugersee und Albis einen Keil zwischen die Eidgenossen und Zürich trieb, obwohl Zürich schon seit 1351 zur Eidgenossenschaft gehörte.

1379 wurde er Hofmeister bei Herzog Leopold, gleichzeitig war seine Tochter Anna in Zürich mit Rüdiger Manesse verheiratet. 1377/78 war Götz II. am Hof von Burgund, um in einer geplanten Ehe zwischen Burgund und Habsburg zu vermitteln, die da doch nicht zustande kam.

Götz II. führte ein aufwändiges Leben, für das immer neue Mittel bereitgestellt werden mussten. Davon profitierte auch die Stadt Zürich, der Götz 1357 Zollikon, Trichtenhausen und Stadelhofen verkaufte. Die Rechte an Burg und Stadt Rapperswil verkaufte Götz dem Grafen von Toggenburg. Götz II. starb am 30. November 1383.

Götz III. Mülner (1383–1386)

Götz III. hatte zu Zürich praktisch keine Verbindungen, da er wohl am Hof von Herzog Leopold aufwuchs. Schon kurz nach dem Tod seines Vaters erhielt er von Leopold alle Lehen überschrieben. Am 1. Juni 1384 verkaufte er der Stadt Zürich die 1372 seinem Vater von Kaiser Karl IV. verliehenen und vom römisch-deutschen König Wenzel 1379 bestätigten Reichslehen Küsnacht und Goldbach, womit er Zürich zu dessen Entwicklung zum Territorialstaat einen Beitrag lieferte. Götz III. fiel auf der Seite der Habsburger in der Schlacht von Sempach am 9. Juli 1386. Sein Name und Wappen sind in der Schlachtkapelle abgebildet. Begraben wurde er zusammen mit dem ebenfalls gefallenen Herzog Leopold und anderen Rittern in Königsfelden, wo in der Klosterkirche seine steinerne Grabtafel erhalten geblieben ist; auch ist er unter den an der Kirchenwand gemalten Rittern zu finden. Seine Erbinnen waren seine Tanten Anna Manesse-Mülner, die Witwe des Bürgermeisters Rüdiger Manesse und Verena Schellenberg-Mülner. 
MÜLNER, Ritter Ritter Rudolf ´der Ältere` (I31969)
 
3675 Rudolf war der einzige Sohn von Albrecht III. und Ita von Pfullendorf-Bregenz, der Tochter von Rudolf von Pfullendorf. Nach dem Tod seines Vaters 1199 wurde er Graf von Habsburg. Er war der Großvater Rudolfs I., des ersten habsburgischen Königs des Heiligen Römischen Reiches.

Rudolf war um 1200 zunächst an der Seite von Otto IV. am Deutscher Thronstreit beteiligt, lief aber später ins staufische Lager über und hatte ein persönliches Verhältnis zu Kaiser Friedrich II. Dieser überließ 1218 Rudolf dafür die Reichsvogtei Uri.[1] 
(HABSBURG), Rudolf II. der Gütige (I35451)
 
3676 Rudolf war der einzige Sohn von Albrecht III. und Ita von Pfullendorf-Bregenz, der Tochter von Rudolf von Pfullendorf. Nach dem Tod seines Vaters 1199 wurde er Graf von Habsburg. Er war der Großvater Rudolfs I., des ersten habsburgischen Königs des Heiligen Römischen Reiches.

Rudolf war um 1200 zunächst an der Seite von Otto IV. von Braunschweig (HRR), Welfe, am Deutscher Thronstreit beteiligt, lief aber später ins staufische Lager über und hatte ein persönliches Verhältnis zu Kaiser Friedrich II. (Staufer) Dieser überließ 1218 Rudolf dafür die Reichsvogtei Uri. 
(HABSBURG), Rudolf II. der Gütige (I35451)
 
3677 Rudolf war der Sohn von Gottfried I. Graf Habsburg-Laufenburg und der Adelheid von Freiburg, Tochter des Egino (Egon) V. Graf von Urach zu Freiburg und Schwester des Konrad. Er war noch minderjährig, als der Vater 1271 vom Feldzug Ottokar Přemysls gegen Ungarn heimkehrte und bald darauf seinen Verletzungen erlag. Der jüngere Bruder Gottfried starb kurz nach dem Vater, im selben Jahr. Anfangs waren noch seine beiden Onkel Rudolf II und Eberhard I. seine Vormünder, wobei besonders Rudolf, Propst in Basel und dann 1274 Bischof von Konstanz, sich für sein Mündel starkmachte, während Eberhard sich ab 1273 mehr um seine durch Heirat erworbenen Kyburgischen Besitzungen kümmerte. 1288 trat er seine Regentschaft an.

Rudolf hielt sich mit Vorliebe im Schloss Rapperswil auf, zeigte sich aber öfters in Laufenburg. Im Jahr 1310 wurde ihm die Vogtei im Urserental (Gotthard) übertragen.

Bald danach entglitt ihm die Reichsvogtei über die Waldstätte in der Innerschweiz, über Zürich und Konstanz, auch der Versuch die Vogtherrschaft über das Kloster St. Blasien zu erlangen missriet ihm.

Er war ein Anhänger des Nassauers König Adolf – zu der Zeit waren die Laufenburger meist erbitterte Gegner der österreichischen Habsburgerlinie – und zog im Herbst 1297 nach Frankfurt. In der Schlacht bei Göllheim kämpfte er für König Adolf gegen seinen Cousin Herzog Albrecht, dort geriet er jedoch in Gefangenschaft. Er musste dem neuen König huldigen und wurde in die Heimat entlassen, wo er 1305 den Titel eines Landgrafen im Zürichgau führte. Nach Albrechts Tod schloss er sich König Heinrich VII. an. Dieser ernannte ihn im Frühjahr 1310 zum Reichslandvogt im Thurgau und Zürichgau. Ende 1310 oder Anfang 1311 begab er sich zu dem Heer Heinrichs in der Lombardei,[1] kehrte aber schon im Sommer 1311 wieder in die Heimat zurück und stand nun, wie auch der König selbst, in freundschaftlichem Verhältnisse mit den Herzögen von Österreich. Befand sich Herzog Leopold in den oberen Landen, war er oft in dessen Nähe. Zwei 1313 von Rudolf verfasste und an König Johann von Böhmen und Polen und dessen Rat, den Grafen Bertold von Henneberg gerichtete Briefe[2] gehören zu den ältesten deutschsprachigen Briefen.[3] Nach der Doppelwahl Friedrichs des Schönen und Ludwigs des Bayern im Oktober 1314 war Graf Rudolf dann kaum mehr in seiner Heimat. Zur Genesung von einer Krankheit begab er sich 1314 in das südliche Frankreich. Er starb am 22. Januar 1315 in Montpellier. 
VON HABSBURG-LAUFENBURG, Rudolf III. (I35527)
 
3678 Rudolf war Gefolgsmann des Hauses Habsburg und fiel 1386 im Sempacherkrieg. Seine Nachkommen dienten häufig in der Verwaltung Vorderösterreichs, z.B. als Vögte der vier Waldstädte: Rheinfelden, Säckingen, heute Bad Säckingen, Laufenburg, Waldshut

gen. Hüruß; 1352 Ritter; 1386 Harnischmeister des Herzogs Leopold
von ÖSTERREICH. Als Nachfolger der Ämter und Lehen des Stifts Säckingen
gen., dabei Dinghof und Meieramt in Stetten (DEISLER, 38). Erwirbt 1365
die Grafschaft Wehr und Schwörstadt als österreichisches Pfandlehen. (Der
Landkreis Lörrach, 1993, Bd.II, S.579;- T.KREUTZER in: SCHÖNAU-Chronik,
108).

Peter Kessel: Historisches Familienlexikon der Schweiz
http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F156167?main_person=I21988 
VON SCHÖNAU, Rudolf (Hans Rudolf) ´der Ältere` (I11399)
 
3679 Rudolf war seiner Zeit einer der mächtigsten Fürsten im Norden Frankreichs. Er unterstützte zunächst den Grafen Odo II. von Blois gegen König Heinrich I., wechselte aber 1041 auf die Seite des Königs. Für ihn kämpfte er 1054 in der Schlacht von Mortemer gegen die Normannen, wurde aber von diesen gefangen genommen. Unstimmigkeiten zwischen seinem Kerkermeister Roger de Mortemer und Herzog Wilhelm ermöglichten ihm aber die Flucht. Nach dem Tod des Königs 1060 verfolgte Rudolf eigene Ziele. Er usurpierte die Herrschaft in Montdidier, indem er deren rechtmäßige Erben vertrieb. Der Tod seines Cousins Walter 1063 ermöglichte ihm im Jahr darauf die Übernahme der Grafschaften Vexin und Amiens.

Durch seine erste Ehe mit der dreifach verwitweten Adele († 1053), Tochter des Grafen Nocher III. von Bar, konnte er die Grafschaft Bar-sur-Aube seinem Besitz hinzufügen. Adele ist die Mutter seiner Kinder. In zweiter Ehe heiratete er Eleonore (Aliénore), die er nach 1061 verstieß, um eine dritte Ehe eingehen zu können.

Bekannt ist Rudolf vor allem für diese dritte Ehe: Die Ehefrau war Anna von Kiew, Tochter des Großfürsten Jaroslaw dem Weisen von Kiew und Witwe des Königs Heinrich I. von Frankreich. Seit dem Tod des Königs 1060 führte Anna die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn, König Philipp I. Als Rudolf und Anna heirateten, sorgte dies am Hof für einen Skandal und zum Bruch zwischen dem König und seiner Mutter. Um Anna ehelichen zu können, hatte Rudolf IV. seine zweite Ehefrau des Ehebruchs bezichtigt und verstoßen. Doch diese wandte sich mit Bitte um Intervention an Papst Alexander II. Nach einer offiziellen Untersuchung wurde die Ehe zwischen Rudolf und Anna für ungültig erklärt und die Trennung befohlen. Die Eheleute zeigten sich aber unbeeindruckt vom kirchlichen Entscheid und lebten weiterhin zusammen, was die Exkommunizierung Rudolfs zur Folge hatte.

Zwischen 1071 und 1072 belagerte Rudolf die Stadt Péronne, die er schließlich einnahm. Er starb noch immer im Bann stehend 1074, dennoch wurde er in der Kirche Saint-Pierre in Montdidier bestattet. Nachdem sein Sohn Simon die Stadt an ihre rechtmäßigen Erben zurückgegeben hatte, ließ er am 22. März 1076 die Leiche seines Vaters in die Abtei Saint-Arnoul bei Crépy überführen. Der Anblick des Leichnams soll Simon so sehr schockiert haben, dass er den Entschluss gefasst habe, ein geistlichen Leben zu beginnen. 
(VEXIN), Rudolf IV. (I37694)
 
3680 Rudolfs Schwiegervater, Gegenkönig Robert I., ein Bruder des Königs Odo von Paris, war am 15. Juni 923 in der Schlacht von Soissons gegen seinen Rivalen, den Karolinger Karl III. den Einfältigen, gefallen. Die Truppen Roberts besiegten jedoch das Heer Karls; daher konnten seine Anhänger nach seinem Tod sogleich einen Nachfolger wählen. Nachdem Roberts Sohn Hugo der Große den Thron abgelehnt hatte, wurde Rudolf zum König von Frankreich erhoben. Am 13. Juli 923 wurde er in Soissons gekrönt.

Bald danach wurde Karl III. vom Grafen Heribert II. von Vermandois, einem Karolinger und gleichzeitig angeheirateten Verwandten und Parteigänger Rudolfs, in eine Falle gelockt. Heribert lud Karl zu Verhandlungen ein und nahm ihn dann gefangen. Karl blieb bis zu seinem Tode 929 in Haft. Damit war Rudolf fortan alleiniger König, aber Heribert lieferte ihm den gefangenen Karl nicht aus, sondern behielt den Karolinger in seinem Gewahrsam, um über ein Druckmittel gegen Rudolf zu verfügen. Als Heribert 927 mit Rudolf in Streit geriet, holte er Karl hervor und erkannte ihn als rechtmäßigen König an, behielt ihn aber zugleich weiterhin in Gefangenschaft, bis Karl 929 starb.

Nach Karls Gefangennahme sah sich der ostfränkische König Heinrich I. nicht mehr an eine Vereinbarung gebunden, in der er Karl Lothringen zugestanden hatte. 925 unterwarf sich Herzog Giselbert dem Ostfrankenkönig, der sich damit in Lothringen durchsetzen konnte. Rudolf konnte den Verlust Lothringens nicht verhindern. Damit fiel eine folgenreiche Entscheidung über den künftigen Verlauf der französischen Ostgrenze.

Rudolf von Burgund wurde in der Abtei Sainte-Colombe in Sens begraben.

Er war seit 910/914 mit Emma († 935), einer Tochter Roberts I., verheiratet, mit der er einen Sohn hatte, der wohl 934 starb. Da Rudolf somit keinen männlichen Erben hatte, wurde nach seinem Tod Ludwig IV., ein Sohn Karls des Einfältigen, sein Nachfolger. 
VON BURGUND, Rudolf (I39631)
 
3681 Rufname Louis

siehe Lebensbilder von Carl Heinrich Ferdinand Henking mit einem Vorwort von seiner Enkelin Malvina Steingraber (* 08.10.1876 Wien, Österreich), Tochter von Anna "Channa" Henking (1854-1879) und Simon Steingraber (1845-1923), von Troppau, Schlesien (Opava, Tschechien); Prokurist bei den Gebrüdern Gutmann (David und Wilhelm); maßgebliche Persönlichkeit der bedeutenden Wiener Wohltätigkeitsorganisation Philanthropischer Verein (1879–1938); 
HENKING, Ludwig Louis (I2015)
 
3682 Rupert (Hruodpert), der „Apostel der Baiern“, war von hochadeliger Herkunft und stand in enger Verwandtschaft zum merowingischen Königshaus; möglicherweise stammt er aus der Familie der Robertiner.

Er wirkte Ende des 7. Jahrhunderts auf Ersuchen von Herzog Theodo II. als Bischof von Worms zuerst in der damaligen bairischen Hauptstadt Regensburg und unterwies den Herzog und seine Gefolgschaft im christlichen Glauben.

Rupert erhielt vom Bayernherzog Theodo in Regensburg dann die Erlaubnis, nach Gutdünken einen geeigneten Ort zu suchen, wo er Kirchen samt den für seine Arbeit notwendigen kirchlichen Bauten wiederherstellen sollte.

Rupert verließ Regensburg und fuhr mit dem Schiff donauabwärts bis an die Grenze des Herrschaftsgebietes der Awaren, nämlich Lorch (Lauriacum). Hier war eine erstaunlich starke frühchristliche Siedlung vorhanden. Die dortige Laurentiuskirche geht in ihren Wurzeln sogar auf römisch-heidnische Vorgängerbauten zurück. Seinen ursprünglichen Plan, die Awarenmission – sowie die der Slawen – musste er dabei angesichts der Kriege und der vielen Zerstörungen an der Landesgrenze offensichtlich aufgeben.

Danach zog er weiter, vermutlich auf der alten Römerstraße durch den Traungau und den Attergau in Richtung Salzburg, nach einem kurzen Zwischenhalt in Seekirchen ließ er sich an dem für seine Aufgaben günstigsten Ort, Salzburg, nieder, wo er noch eine romanische Restbevölkerung und vermutlich auch eine seit der Spätantike bestehende Mönchsgemeinschaft antraf. Die stattliche Kirche, die Rupert zu Ehren des heiligen Petrus errichtete, lag auf dem Platz des heutigen Domes. Mit der Errichtung der Peterskirche und des ersten Klosters erneuerte Rupert so das heute zumindest im deutschen Sprachraum älteste erhaltene Kloster, das nach der benediktinischen Regel lebt. Er verehrte seinen als Heiligen geltenden Wormser Vorgänger, Amandus von Worms, sehr und überführte den Großteil von dessen Reliquien nach Salzburg, wo er auch seinen Kult begründete.[2] Die Gebeine befinden sich hier noch heute in der Stiftskirche St. Peter, unter dem Amandusaltar;[3] der auf Rupert zurückgehende, originale Beisetzungs- und Verehrungsort wurde auf dem nahen Petersfriedhof, unter der jetzigen Margarethenkapelle lokalisiert.[4]

Im Schutz der „Oberen Burg“ (castrum/castellum superius, heute Festung Hohensalzburg) gründete der heilige Rupert 711/12 das Kloster Nonnberg, heute das weltweit älteste ununterbrochen bestehende christliche Frauenkloster.

Erste Schenkungen erfolgten unter Herzog Theodo (Weiler und Güter Maxglan und Piding). Im Bereich der Quellsalinen in Reichenhall erhält Rupert für das Stift St. Peter 20 Salzpfannen, ein Drittel des Salzbrunnens sowie den üblichen Herrenzins. Aber erst die späteren Schenkungen unter Herzog Theotpert ermöglichten ein auf längere Sicht überlebensfähiges Bistum. Die Maximilianszelle wurde ebenfalls von Rupert gegründet (ebenfalls 711/12).

Rupert kehrte 714 kurzzeitig in seine Heimat zurück, um seine Nichte Erentrud und einige männliche Helfer zu holen.

Rupert starb vermutlich am 27. März 718, wahrscheinlich in Worms. Seine Gebeine wurden vom heiligen Bischof Virgil anlässlich der Einweihung des Neubaus des Salzburger Doms am 24. September 774 nach Salzburg überführt. 
VON SALZBURG, Rupert (I39259)
 
3683 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I7292)
 
3684 rwiesener Stammvater der Churer und Berner Linie
er verliess nach dem Tode seiner Frau Chur als Anhänger der Reformation nach Bern
1529 ist Ratsherr in Chur, 1530 Rechenherr und Seckelmeister daselbst
Bürger zu Bern 1530 und erwirbt 1530 die Herrschaft Reichenbach um 10130 Pfund von Anton von Eulach, der als Gegner der Reformation sein Besitztum in Bern verkauft und nach Luzern zieht,
verkauft Reichenbach
Die urkundliche, zusammenhängende Stammreihe beginnt mit Lucius, geb. 1481, der vermutlich ein Sohn des obgenannten Simon ist. Im Jahre 1529 erscheint er als Ratsherr, und 1530 als Seckelmeister und Rechenherr zu Chur. Diese Aemter hätte er kaum erlangt, wenn er nicht ein geborener Burger gewesen wäre. Wie aus dem Briefwechsel Bullingers mit der Churer Geistlichkeit hervorgeht, war er eifriger Anhänger und Förderer der neuen Lehre. Durch Zwinglis Vermittlung lernte er auch seine zweite Gemahlin, Margaretha v. Wattenwyl, kennen. Diese zweite Ehe war es, welche ihn mit Bern in nähere Verbindung brachte und wo er sich schliesslich um das Jahr 1535 dauernd niederliess. Schon 1530 hatte er das dortige Burgerrecht erworben. Lucius Tscharner starb um 1562 in Bern.
Gleichzeitig mit ihm lebte in Chur ein anderer "Lutzi" Tscharner, der in mehreren Urkunden von 1538-1550 vorkommt. Es ist dies der schon früher angeführte, welcher am 7. Februar 1538 in Chur das Burgerrecht erwarb und ausdrücklich als von Feldis und "sesshaft zu Trimons (Trimmis)" bezeichnet wird. Seine Frau hiess laut Urkunde vom 1. März 1550 Salome Schüchi.
Luzius Tscharner, Ratsherr zu Chur, zog nach dem Tode seiner ersten Frau um's Jahr 1522 zum ersten Mal nach Bern, definitv 1530, wo ihm, mit Margaretha v. Wattenwyl, sein jüngerer Sohn David und fünf Töchter geboren wurden, siehe Berner-Linie. Der ältere Sohn Johann, aus erster Ehe mit Emeritha v. Salis, und die Töchter blieben in Chur zurück und von ihnen geht die Churer-Linie weiter.
Luz Scharlat von Chur verlangt am 16.08.1512 Schuldexekution gegen Margaretha Hütschi, Witwe des Klaus Riechers zum Stadthof; er musste in der Folge den Stadthof übernehmen. Luzi Tscahrner ist seit 1513 der LX und wird 1525 gestrichen, am 09.06.1514 wird er, was überhaupt bei den Badwirten oft vorkommt, gebüsst. Er besitzt am 27.11.11514 Gülten ab Haus und Hof zu Oberems und Wiesn zu Chur vor demunteren Tor genannt Jkr. Stoffel Rinckenbergs von Malannd wissen, seine Frau heisst Emorata Ruptin.
--> Verlangen von Schuldexecution gegen Margaretha Hütschi ‎16 Aug 1512 in Baden, Baden, AG, CHE 
TSCHARNER, Luzius (I32733)
 
3685 S. verfolgte anfänglich eine geistl. Laufbahn und besass bereits Benefizien in England, als er 1270-71 vermutlich am Kreuzzug Ludwigs IX. teilnahm. Ab 1282 bereitete er sich auf die Nachfolge seines Onkels Philipp I. ( -> 20) vor, nahm in der Waadt zahlreiche Huldigungseide entgegen und sicherte sich die Unterstützung Rudolfs I. von Habsburg, obwohl dieser ein Gegner der Savoyer war. Er festigte die savoy. Stellung im westl. Genferseegebiet mit der Gründung von Morges (1286) und dem Sieg über die Cossonay-Prangins, deren Kastlaneien Prangins und Nyon er beschlagnahmte. Der Streit mit seinem Bruder Amadeus V. ( -> 1) um das savoy. Erbe wurde durch mehrere Schiedssprüche beigelegt, die S. die Waadt, Bugey und Valromey zuteilten. Dadurch begründete er die Linie der Herren der Waadt, eines jüngeren Zweigs der S.-Waadt, gab sich aber mit seinem niederen Rang nicht zufrieden. Er unterhielt persönl. Beziehungen zur Freigrafschaft Burgund und zu Alemannien, empfing Huldigungseide und erwarb 1297 das Burgrecht von Bern. Da S. nach der Fürstenwürde strebte, trug er wiederholt den Grafentitel und liess trotz Protesten der Bf. von Genf und Lausanne Münzen prägen. 1295-96 gründete er in Nyon ein Franziskanerkloster, wohin er sich im Fall einer Erkrankung zurückziehen wollte. S. starb aber auf einer Militärexpedition am Hof Karls II. von Anjou.  VON SAVOYEN (WAADT), Ludwig I. (I3253)
 
3686 S.H.Freiherr von Pallandt zu Wildenburg von Withem
Eine Nachkommenverbindung von Kaiser Karl dem Großen,
800 Kaiserkrönung in Rom, bis in die Gegenwart 2013 am Beispiel der Familie Werndl von Lehenstein, Familie von Pallandt etc.,

erschienen In: MITTEILUNGEN DER WESTDEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR FAMILIENKUNDE, Köln, Heft 2, April/Juni 2003

Zusammengestell in Kurzform mit Quellenangaben von Erhard Werndl von Lehenstein., Leipzig Neue Fassung 2004

www.werndl-von-lehenstein.de

Die Wurzel und Stammbaum derer von Pallandt


































Freiherren von Pallandt (Siebmachers Wappenbuch) 1605
Floris Carsilius Anne van Pallandt, Baron 1903


Genealogy Richard Remmé, The Hague, Netherlands
Werner II van Pallant


Persönliche Daten Werner II van Pallant
Er wurde geboren rund 1375.
Er ist verstorben am 18. März 1456.

Vorfahren (und Nachkommen) von Werner II van Pallant

Carsil I Von Pallant
± 1310-1382
Agnes Von Bachem
????-> 1384
Miles (Mules) Von Bergerhausen
????-1358
Margaretha Von Der Vorst
????-

Carsil II van Pallant
????-1400
Margareta Von Bergerhausen
????-

Werner II van Pallant
± 1375-1456

x
± 1400
Alveradis Von Engelsdorf
± 1380-????

Daem van Pallant
± 1400-1440

Karsil III (Carsilius) van Pallant
± 1400-1475

Johann 'der Ältere' Von Palant
± 1400-1444

Emond van Pallant
± 1410-± 1456
Johann I Von Pallant
± 1410-± 1476

Dietrich Von Pallant
± 1420-± 1481

Margareta Von Palant
????-> 1460

Alveradis Von Palant
????-1479

Familie von Werner II van Pallant
Er ist verheiratet mit Alveradis Von Engelsdorf rund 1400.
Kind(er):
Daem van Pallant ± 1400-1440
Karsil III (Carsilius) van Pallant ± 1400-1475
Johann 'der Ältere' Von Palant ± 1400-1444
Emond van Pallant ± 1410-± 1456
Johann I Von Pallant ± 1410-± 1476
Dietrich Von Pallant ± 1420-± 1481
Margareta Von Palant ????-> 1460
Alveradis Von Palant ????-1479

Notizen bei Werner II van Pallant
http://de.wikipedia.org/wiki/Nothberger_Burg

Die Nothberger Burg ist eine historische Donjonburg im Eschweiler Stadtteil Nothberg , Deutschland. Sie besitzt vier runde Ecktürme, einen Erker und eine heute landwirtschaftlich genutzte Vorburg . Der früheste urkundlich bekannte Besitzer der Burg Nothberg war Edmund von Engelsdorf, der im Jahre 1361 vom Jülicher Herzog Wilhelm II. mit der Burg belehnt wurde.

1398 Die Nothberger Burg wird mit allem Zubehör für 1500 schwere rheinische Gulden von Gerhard von Engelsdorf an Werner von Palant verpfändet. Zu diesem Zeitpunkt ist sie stark sanierungsbedürftig, was aus den Modalitäten des Pfandvertrages deutlich hervorgeht.

Das Geschlecht derer von Palant (auch von Pallant, von Pallandt, von Palland und von Paland) ist ein vom Niederrhein stammendes Adelsgeschlecht , dessen Namen von seinem ehemaligen Besitz Haus Palant in Eschweiler -Weisweiler herrührt.
Als Reichsfreiherren gebührte den Familienmitgliedern früher die Anrede Hoheit . Der vollständige Name des Hauses lautet heute Reichsfreiherrliches Haus von Pallandt zu Wildenburg von Withem, ehemals Baron und Reichsfreiherr von Palant, Grafen von Culemborg (Gomiti de Culenborch Baroni de Pallant etc.).
Die Familie gehörte aufgrund ihrer zahlreichen Besitzungen und des damit verbundenen Reichtums sowie ihrer ausgedehnten Familienbeziehungen zu den einflussreichsten Geschlechtern des Herzogtums Jülich . Die Genealogie weist z. B. Jülich'sche, Kölnische und Klevische Marschälle auf.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen ] 1 Wappen 2 Geschichte 2.1 Die Familie von Palant in Eschweiler 3 Bedeutende Familienmitglieder 4 Wichtige Besitzungen des Familie 5 Literatur 6 Weblinks

Wappen
Das Wappenmotiv derer von Palant ist fünfmal schwarz-golden geteilt. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken ist der Wappenschild zwischen einem schwarzen Pflug wiederholt.

Geschichte
Eine Herleitung des Geschlechts aus einem Diplom von Kaiser Friedrich III. , das den von Palant eine königlich polnische Abstammung bescheinigte und die ordentliche Stammreihe mit einem Wilprand Germinitzki begann, stellte sich als eine Fälschung heraus (Lit.: Oidtman, 1894). Tatsächlich ist erst 1323 mit dem Ritter Reinhard von Palant ein erster Namensträger als Lehnsmann derer von Cuyak urkundlich verbürgt. In welcher verwandtschaftlichen Beziehung er zu späteren Mitgliedern der Familie steht, konnte aber bisher nicht geklärt werden.
Als Stammvater derer von Palant wird heute Arnoldus Parvus angesehen, der von 1312 bis 1318 u. a. das Amt des Vogtes und des Meiers von Aachen inne hatte. Ab 1327 wird Arnoldus von Breitenbend genannt, was u. a. beweist, dass der älteste urkundlich nachweisbare Besitz der Familie ist nicht das Haus Palant, sondern das Gut Breitenbend bei Linnich war. Arnolds Sohn Karsilius ist der erste seiner Familie, der sich von Palant nennt.
Durch Kauf, Erbschaft, Heirat und Pfandschaft gelangten zahlreiche Besitzungen an das Geschlecht, von denen nachfolgend nur einige Jülich'sche und Kölnische Güter und Herrschaften genannt werden: Bachem, Frechen, Weisweiler, Engelsdorf, Wildenburg, Reuland , Kinzweiler, Nothberg , Laurenzberg , Gladbach, Borschenich, Vettelhoven und Wachendorf. Detaillierte Auskunft über den großen Besitz gibt eine Teilungsurkunde der Familie aus dem Jahr 1456.
Eine Linie, die durch Heirat in den Besitz der Herrschaft Alpen gekommen war, starb später aus. Auch ein mit dem Deutschen Orden nach Livland gekommener Zweig, dem Dietrich von Pallandt, Ritter des Deutschen Ordens, und Hans von Pallandt, Kommandant zu Reval , angehörten, erlosch im Laufe der Zeit.
Im Heimatland aber hatte das Geschlecht Bestand, und die Aussage des Neuen Preußischen Adelslexikons, die von Palant seien im Rheinland ausgestorben und es bestünde nur noch eine Linie in den Niederlanden, ist unrichtig. Die Familie war noch 1829 in Bleialf und in Wildenburg ansässig, denn Franz Anton von Pallandt, Wilhelm Joseph, Christoph Reinhard und Marianne, Witwe des Wilhelm Ludwig von Pallandt, wurden nach entsprechenden Eingaben am 8. August 1829 in die Freiherrenklasse der Adelsmatrikel der preußischen Rheinprovinz unter Nr. 22, 61, 57 und 56 eingetragen.

Mitglieder der Familie von Palant leben heute u. a. in Augsburg, Aindling im Wittelsbacher-Land, Starnberg, Schliersee, Baden-Baden, Zürich, Graubünden, Klosters, Wallau/Taunus,Frankfurt am Main, Wiesbaden,Clausthal- Zellerfeld, Am Ohmberg Haus Pallandt in den USA, Nederlands, Frankreich, Östereich, Vereinigtes Königreich Großbritannien,Luxembourg, Belgien, Dänemark, Spanien.

Die Familie von Palant in Eschweiler
Die Familie von Palant war bis 1509 Besitzerin der Nothberger Burg , der Burg Holzheim in Langerwehe , des aufgelassenen Hauses Bongard im Bovenberger Wald, dem Gut Bovenberg zwischen Eschweiler-Nothberg und Hücheln , dem Dadenbergshof, dem Nothberger Hof alias Meuthenshof, dem Haus Palant in Eschweiler-Weisweiler, der Burg Weisweiler und anderen Rittersitzen in und um Eschweiler. Nach ihr ist die von-Palant-Straße in Nothberg benannt.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts baute Dietrich von Palant die erste Anlage der Burg Kinzweiler . Mehrere Jahrhunderte lang war die 1972 wegen des Braunkohletagebaus abgerissene Burg Laurenzberg im Besitz der Herren von Palant. Nach dem ersten Besitzer Jakob von Broich erhielt Gerhard von Palant 1563 die Belehnung von Haus Kambach in Eschweiler-Kinzweiler .
Aus der Burgherrschaft der Familie von Palant stammt ferner die zweiseitig umbaute Burganlage in Nothberg aus dem 16. Jahrhundert (Jahreszahl über der Tür im südwestlichen Eckturm: 1555). Als die Burg 1398 mit allem Zubehör für 1500 schwere rheinische Gulden von Gerhard von Engelsdorf an Werner von Palant verpfändet wurde, war sie schon stark sanierungsbedürftig. Dies geht aus den Modalitäten des Pfandvertrages deutlich hervor. 1433 erhielt Johann von Palant die Burg von seinem Vater Werner als Mitgift . Im Gegenzug verpflichtete er sich zur Aussetzung der Zehnten zu Bützdorf und Metzen und musste sich des weiteren dazu verpflichten, die Anlage wieder instand zu setzen. Johann von Palant gab aus diesem Grund den Auftrag zu umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Für seine Pläne zur Neugestaltung der Burg konnte er den herzoglichen Landesbaumeister Alessandro Pasqualini gewinnen. Aus einer nicht mehr zeitgemäßen spätmittelalterlichen , zur Verteidigung gegen moderne Feuerwaffen ungeeigneten Burg wurde ein dem Stand des Besitzers angemessenes schlossähnliches Repräsentationsgebäude, das einen gewissen Komfort bot.
Nachdem 1591 mit Johann der letzte von Palant starb, brachen lang anhaltende Erbstreitigkeiten aus, in deren Folge und durch den Dreißigjährigen Krieg Verfall und Zerstörung der Anlage in Nothberg einsetzten.

Bedeutende Familienmitglieder

Thonis von Palant, im 15. Jahrhundert Herr von Reuland, Monschau und Neersen
Elbert von Palandt, Anfang des 16. Jahrhunderts Erbmarschall des Herzogtums Kleve
Anna von Palant, deutsche Humanistin und neulateinische Dichterin
Anna von Palandt, Mitbauherrin von Schloss Horst
Hieronymus Pallandt, 1519 Bischof zu Bisantz.
Floris van Pallandt, 1555 Graf zu Culemborg im Herzogtum Geldern
Adolph Werner van Pallandt, 1651 kurbrandenburgischer Staatsminister
Carl Ebert von Pallandt, Domherr zu Osnabrück
Nina van Pallandt sowie ihr Ehemann und Gesangspartner Frederik van Pallandt Hans von Pallandt und Joachim von Pallandt

Elbert von Palant brachte zu Anfang des 16. Jahrhunderts das Erbmarschallamt des Herzogtums Kleve an seine Familie.
Floris van Pallandt wurde 1555 Graf zu Culemborg im Herzogtum Geldern . Durch seine Tochter Elisabeth kam die Herrschaft Palant nebst anderen Gütern an die Grafen von Waldeck .
Adolph Werner van Pallandt war 1651 kurbrandenburgischer Staatsminister.
Carl Ebert von Pallandt war Domherr zu Osnabrück.

Wichtige Besitzungen des Familie
Burg Wildenburg , Hellenthal-Wildenburg
Schloss Wittem , Gulpen-Wittem
Burg Reuland , Burg-Reuland
Schloss Keppel , Laag-Keppel
Gut Breitenbend bei Linnich
Haus Palant , Eschweiler-Weisweiler
Nothberger Burg , Eschweiler-Nothberg

Literatur
Alfred Blömer: Die Bastardlinie Palandt in Linnich. In: Mitteilungen der Westfälischen Gesellschaft für Familienkunde. Bd. 26, 1974, S. 201-206
Alfred Blömer: Die Familie Paland aus Güsten. In: Mitteilungen der Westfälischen Gesellschaft für Familienkunde. Bd. 27, 1976, S.155-156
Gisela Meyer: Die Familie von Palant im Mittelalter. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3525358520
Lothar Müller-Westphal: Wappen und Genealogien Dürener Familien. In: Dürener Geschichtsverein (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes. Bd. 20, Düren 1989, S. 661-664
Ernst von Oidtman : Arnoldus Parvus. Der Stammvater des Geschlechtes von Palant. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. 16/1894, S. 38-85
Heinrich Oidtmann: Eine in der Pfarrkirche zu Linnich aufgedeckte Familiengruft von Palant. In: Mitteilungen der Westfälischen Gesellschaft für Familienkunde. Bd. II Nr. 8, 1920, S. 241-243

Weblinks
Reichsfreiherrliches Haus von Pallandt
Von ""

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E:\E-S009\genealogy\!downloads\Freiherr von Pallandt.mht

2. Werner von PALANDT¤Alveradis v.ENGELSDORF

V.
Werner v.PALANDT[115] (Werner II.), * um 1365 n.Chr., † 22.4.1456 n.Chr.[116] . - Er erbte den gesamten Besitz zu PALANDT und BREITENBEND. 1424 (1426) n.Chr.Amtmann zu RANDERATH, Herr zu BREITENBEND, PALANDT und WILDENBURG, FRECHEN, BACHEM und WEISWEILER; Eheabredung am 25.6.1393 n.Chr.. Erbteilung durch die Söhne am 24.6.1456 n.Chr. Sein Siegel aus dem Jahr 1456 n.Chr. ist erhalten. Es stimmt in höchst erstaunlicher Weise dem Siegel desWerner v.BREITENBENDaus dem Jahr 1335 n.Chr. überein[117] . Neben der eigentlichen Darstellung des gleichen Wappens ist die seltsam geweihartige Struktur der späteren "Flügel" bei beiden Siegeln sehr ausgeprägt. Bei dem großen zeitlichen Abstand zwischen diesen beiden ist es eher unwahrscheinlich, daß es sich bei beiden nur um die Ungenauigkeit oder Unbeholfenheit des jeweiligen Siegelstechers handelt, eher hat sich der spätere Siegelstecher nicht ohne Grund und Auftrag des älteren Vorbildes bedient[118] . Bei beiden ist das eigentliche Wappen zwischen dieser Helmfigur noch einmal wiedergegeben. - Er ¤ am 17.7.1393 n.Chr.. Über den siebten Sohn heißt es[119] "Dirk van PALLANDT was gesproten uit een rijk geslacht, dat uitgestrekte goederen bezat in het Nederrijnse en dat een vorname plaats innam onder de edelen dezer streek." D.i.: Dietrich v.PALANDT entsproß einem reichen Geschlecht, das ausgedehnte Güter im Niederrheinischen besaß und das eine vornehme (vorrangige) Stellung unter den Adeligen dieses Bereichs einnahm. - Dies sagt genügend über Herkunft und Bedeutung: es handelt sich nicht um Emporkömmlinge! Er war u.a. Vogt der halben Abtei BRAUWEILER (Der Vogt besaß damals eine nahezu fürstengleich zu nennende Stellung).
Kinder:
|- 1. Daem (=Adam) I. v.PALANDT¤Maria v.BOURSCHEID, T.v.Ritter Bernart,HERR zu BURSCHEID. Er erhält von
| seinem Vater am 6.5.1414 n.Chr.[120] Schloß RULANDT, jedoch wohl wegen seiner Jugend, noch unter
| Beratungsvorbehalt. Da er dabei Frambachv.BIRGELL seinen Neffen nennt, wird deutlich: Es kann sich nur um
| Winemar Frambach NYT v.BIRGELL handeln, den Enkelsohn des WymarFrambachv.BIRGELL ¤Alveradisv.RODE,
| T.v.Balduinv.RODE zu RODE bei MECHERNICH[121] . Die Verwandtschaft dürfte bei den Großeltern dieser Alveradis
| in Richtung auf die RODE/MERODE/MERÖTGEN-Vorfahren der PALANDT zu suchen sein.
| Kinder:
| |- 1.1. Bernart v.PALANDT, Herr zu PALANDT (Töchter:Eva und Gertrud).
| |- 1.2. Daem v.PALANDTlebte mit Johanna GRYN, derer beiderTochter CatharinaVON (!)PALANDT (sic !) ¤Daem
| | v.HARFF zu LINTZENICH (GotschalcksSohn), dem sie dadurch das Haus WEISWEILER einbrachte.
| |- 1.3. Carselis v.PALANDT.
| |- 1.4. Margarethav.PALANDT¤HeinrichHOENv.d.PESCH b.IMMERATH, Ritter.
| |- 1.5. Cuyne (Kunigunde) v.PALANDT¤Hanzv.GUTTENKOYVEN (GUYKOVEN).
| |- 1.6. Maria v.PALANDT, Nonne, † 31.3.1483 n.Chr., coel.
| |- 1.7. Floris v.PALANDT, 1456 n.Chr. † [122] .
Aus dem Jahre 1429 Altarflügel St. Martinus in Linnich Familie Werner II von Palant



"Auf dem Bild wird im oberen Teil die Erlösung armer Seelen aus dem Fegefeuer dargestellt und im unteren Teil das Fegefeuer, neben dem rechts und links Angehörige der Familie von Pallant , der Stifterfamilie, stehen. Auf der linken Seite sehen wird Werner II und seine Söhne dargestellt, einer von ihnen im geistlichen Gewand [Rynart - der Verfasser] und auf der rechten Seite drei Frauen: Werners Mutter Margareta von Bergerhausen, seine Ehefrau Alveradis von Engelsdorf und seine Tochter Margareta. Als Entsthehungszeit des Marienaltars wird von den Kunsthistorikern allge-mein die Zeit um 1400/1425 angenommen. Es fällt auf, daß hinter dem in Ritterrüstung gekleideten Werner II zwölf Personen stehen, obwohl er nachweislich nur acht Söhne hatte. Eberhard Quadflieg vermuttet, daß es sich bei den vierzusätzlich dargestellten Personen männlichen Geschlechts um verstorbene Söhne Werners handelt. Man könnte aber auch denken, daß Werner seine Vorfahren hat einbe-ziehen wollen, gemeint sind sein Vater Karsilus II und die drei Söhne des Arnold Parvus: Werner von Breitenbend, Karsilius von Palant und Johannes von Trips." 
VON PALAND (PALANT), Margarete (I5094)
 
3687 S52] Rübel-Blass, Eduard Rübel, (Helene und Cécile Rübel Familienstiftung), Blatt 204.  MEISS, Hans (I9019)
 
3688 Sancho Garcés wird erstmals am 7. Dezember 1057 mit seiner Frau Constanza urkundlich genannt.[2] Er war Herr von Uncastillo und Sangüesa. Einer wenig glaubwürdigen Überlieferung aus dem 12. Jahrhundert zufolge habe er seine Halbschwester Alberta vergewaltigt, welche die Ehefrau des Königs Sancho II. von Kastilien war, worauf er an den Hof seines Onkels Ramiro I. von Aragón fliehen musste, der wiederum der Rache des Königs von Kastilien in der Schlacht von Graus zum Opfer fiel.[3] Tatsächlich hatte García III. von Navarra keine Tochter namens Alberta. Mit seiner Frau wird Sancho Garcés letztmals am 29. November 1074 urkundlich genannt, als er von Sancho IV. eine Schenkung erhielt.[4] Ob er bei der Ermordung seines Halbbruders Sancho IV. 1076 noch lebte, ist also unklar. DE NAVARRA, Sancho Garcés (I40310)
 
3689 Sancho war der Sohn von García Fernández, Graf von Kastilien und der Ava von Ribagorza, einer Tochter von Raimundo II., Graf von Ribagorza. Er folgte 995 nach dem Tod seines Vaters als Graf von Kastilien. Zu Beginn seiner Amtszeit herrschte Frieden mit dem Kalifat von Córdoba, Sancho wurde jedoch von Almansor 1000 in der Schlacht von Cervera besiegt. Nach dem Tod Almansors, 1002, war das Kalifat von stetigen Kämpfen um die Herrschaft geprägt, was es Sancho erlaubte, 1009 an der Seite der Sulaiman al-Mustain unterstützenden Berber in den Kampf um Córdoba einzugreifen. Sancho gelang es, die Grenze im Süden entlang des Duero zu stabilisieren. Sancho reorganisierte Kastilien, erließ Stadtrechte (Fueros) und gründete 1011 das Kloster San Salvador de Oña, wo er nach seinem Tod 1017 bestattet wurde. Sein Sohn García folgte ihm als Graf von Kastilien. GARCIA, Sancho (I39192)
 
3690 Sancho war ein Sohn des Königs García II. und der Jimena Fernández. Er folgte seinem um die Jahreswende von 999 auf 1000 gestorbenen Vater nach und stand bis 1004 unter einer Vormundschaftsregentschaft. In seinen frühen und kaum dokumentierten Herrscherjahren hatte er sein Königreich von den Folgen der verheerenden Überfälle der Mauren von Al-Andalus unter Almansor († 1002) zu erholen. Ab dem Jahr 1017 begann Sancho eine drangvolle Expansionspolitik, die ihn und seine Dynastie die Hegemonie über die christlichen Reiche Spaniens verschaffte. Zuerst annektierte er in jenem Jahr die östlich an Navarra angrenzenden Pyrenäengrafschaften Sobrarbe und Ribagorza, nachdem dort das regierende und weitläufig mit ihm verwandte Grafenhaus ausgestorben war.[1] Beide Grafschaften hatten ursprünglich zur Spanischen Mark des Frankenreichs gehört, genauso wie das schon zu einem früheren Zeitpunkt annektierte Aragón. Im selben Jahr starb sein Schwiegervater, Graf Sancho García, worauf er als Vormund seines jungen Schwagers García Sánchez einen dominierenden Einfluss auf das westlich von Navarra gelegene Kastilien ausüben konnte. (NAVARRA), Sancho III. (I37748)
 
3691 Sancho war ein Sohn eines García (II.) Jiménez und dessen zweiter Frau Dadildis von Pallars.[1] Der Vater war vermutlich ein Angehöriger des baskischen Hauses des Íñigo Arista und war vielleicht mit einem gleichnamigen König aus der Mitte des 9. Jahrhunderts identisch. Im Jahr 905 hatte Sancho seinen entfernten Vetter Fortún Garcés entmachtet, ihn in das Kloster San Salvador de Leire verbannt und sich so der Herrschaft über Pamplona bemächtigt.[2]
Sancho beendete die traditionelle Allianz Pamplonas mit den Banu Qasi und begann im Bund mit König Ordoño II. von León eine Expansionspolitik gegen das Kalifat von Córdoba (Al-Andalus). Bis zum Jahr 918 unterwarf er das Umland von Logroño, Nájera und Tudela.[3] Am 26. Juli 920 wurden die Verbündeten in der Schlacht von Valdejunquera von dem Kalif Abd ar-Rahman III. geschlagen, aber Sancho konnte nach dessen Rückzug nach Córdoba im Jahr 921 die Burg Viguera erobern, damit das Tal des Río Iregua sichern und einen Brückenkopf südlich des Ebro gewinnen. Ordoño II. hatte zwar 923 Nájera erobert, provozierte damit allerdings eine erneute Strafexpedition des Kalifen, der 924 Nájera zurückeroberte und anschließend Pamplona brandschatzte. Sancho wartete den Rückzug des Kalifen in den Bergen ab, um im Frühjahr des Jahres 925 nun seinerseits Nájera zu erobern, das er dauerhaft sichern konnte. Das so für Navarra neu gewonnene Land entsprach damit den Gebieten der oberen (Alta) und mittleren (Media) Rioja. In den eroberten Gebieten siedelte er christliche Bevölkerungsgruppen und Mönche an, um dort seine Herrschaft zu stabilisieren. So gründete er am 5. Januar 924 die Abtei San Martín de Albelda.[4]

Am 11. Dezember 925 starb Sancho; bestattet wurde er in der Kapelle der Burg San Estebán bei Villamayor de Monjardín.[5] Weil sein Sohn García zu diesem Zeitpunkt noch unmündig war, folgte ihm zunächst sein Bruder Jimeno in der Herrschaft nach. 
(NAVARRA), Sancho I. (I37757)
 
3692 Sattlermeister im Großviertel

Weinheim.
Die Historie der Weinheimer Altstadt reicht bis zu den alten Römern zurück.

Weinheim war lange Zeit in acht Viertel eingeteilt. Das "Gerberviertel", in dem die Rot- und Weißgerber ihre Felle bearbeiteten, zählt ebenso dazu wie das "Mühlheimerviertel". An dem dort fließenden Grundelbach drehten sich einmal zehn, wie Perlen an einer Schnur aufgereihte Getreidemühlen.

Hinzu kommen das "Kesselviertel" rund um den Hutplatz, das zwischen "Unnergass" und Obergasse gelegene "Mittelviertel" sowie das "Reichsviertel" am Marktplatz. Das "Steinwegviertel" befand sich an der heutigen Hauptstraße. Hier florierten bis zu 24 Gastwirtschaften gleichzeitig. Die Häuser des "Großviertels" gruppierten sich rund um Domhof und Peterskirche. Und an der Nördlichen Hauptstraße lag das "Hinnergässer-Viertel" .

Acht Viertel: Das erklärt den "Achterrat" und den ihm vorstehenden "Achter" als eine Art "Viertel-Bürgermeister", der in den genannten Gebieten das Sagen hatte. Den Ausgangspunkt der Führung durch das, "wahre historische Weinheim" bildete als eines der bekanntesten "Monumentalwerke" der Stadt der Rodensteiner Brunnen, der im Jugendstil errichtet worden ist. Denn das, was heute rund um das ehemalige Gerberviertel als "Altstadt" bezeichnet wird, stellt in Wirklichkeit die viel später entstandene Weinheimer "Neustadt" dar.

Bereits zwischen 100 und 160 nach Christus - das belegen Funde rund um die Peterskirche - lebten die Römer in der heutigen Nordstadt. Um 260 nach Christus kamen die Alemannen und Franken.

Weil einer ihrer Anführer Edwin oder Ortwin hieß, müsste das daraus entstandene "Winenheim" analog der Endsilbe "win", also "Freund", statt Weinheim eigentlich "Freund(en)heim" heißen. Am Zusammenfluss von Grundelbach und Weschnitz steht die Peterskirche. Davor befand sich der frühere Marktplatz, nachdem Kaiser Otto III. Weinheim im Jahr 1000 das Marktrecht nebst Zoll und Bann erteilt hatte.

1065 bestätigte Heinrich IV. dem Fürstabt den Markt und schenkte ihm die kaiserliche Münze und das dazugehörende Münzrecht. Weinheim wurde infolgedessen zu einer bedeutenden Münzstätte. Hier wurden Denare aus Silber unter dem Münzzeichen einer Weintraube geprägt. Über den "Nachtwächterpfad" erreichte man den zwischen Domhofgasse und Erbsengasse gelegenen Domhof (Thumbhof). Dieser war mit einer noch heute erkennbaren, ovalen Steinmauer umgeben. Der Domhofhügel, der in der einstigen Altstadt an höchster Stelle liegt, war aus Verteidigungszwecken eingerichtet worden. Dorthin flüchteten sich einst die Bauern mit ihrer Habe vor der Kriegsnot - und das mehr als nur einmal.

Unter der Herrschaft des Fürstabts von Lorsch entstand ein klostereigener Herrenhof (Fronhof), der das damalige Verwaltungszentrum Weinheims repräsentierte. Das heute noch erhaltene Domhofgebäude (Hausnummer 3) stammt aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Dort, wo heute Garagen stehen, befanden sich die Pferdeställe und die Münzstätte.

Der Blick auf das älteste Fachwerkhaus Deutschlands, den "Molitorischen Adelshof" am nördlichen Ende des Marktplatzes, führte in die Neustadt. Ergebnisse dendro-chronologischer Untersuchungen legen die Entstehung des Kernbaus mit seinem Fachwerk aus Eichenholz auf das Jahr 1344 fest.

Dadurch, dass man die Eichenbalken seinerzeit in Jauche legte und damit härtete, kam es im Laufe der Jahrhunderte zu einer Verkieselung der Balken. Heute kann man weder Stahl- noch Eisennägel in das Holz schlagen.

Nicht weniger spannend war der Abschnitt von der Judengasse hinunter ins "Gerberviertel". Rotgerber mussten hier volle 18 Monate an ihrem Leder arbeiten, ehe es verkaufsbereit war.

Besser hatten es die Weißgerber, die ihre Schweine-, Ziegen- und Hasenfelle schon nach einem Drittel der Zeit an den Mann bringen konnten.  
SCHICK, Philipp (I187)
 
3693 Schaffhauser Ritterfam., die vom 13. bis 15. Jh. bestand. Die Fam. wurde erstmals nach 1251 in Zusammenhang mit dem Streit der Gf. von Kyburg und der Herren von Lupfen um das Erbe der Gf. von Küssenberg erwähnt. Sie gehörte zu einer Gruppe von Adligen, welche nach 1241 die Küssenberger Güter im Reiat, in Lohn (SH) und in Schwarzach als Lehen der Herren von Lupfen übernommen hatten. Die R. waren zudem vom Kloster Reichenau mit Gütern und Rechten belehnt, so in Beggingen, Siblingen, Merishausen und Schleitheim, wo die Burg R. stand. Der in Schaffhausen lebende Egbert gab 1253 dem Druck der Kyburger nach und verkaufte seinen Besitz in Lohn dem Kloster Paradies. Nach langem Widerstand verkaufte auch Friedrich 1257 seine Güter in Schwarzach, nachdem sich das Kloster Paradies verpflichtet hatte, dorthin zu ziehen. Die Brüder Egbert und Egbert der Jüngere (1278-96) gründeten in der nächsten Generation die Zweige der Schultheissen von R. und der Rot von R. Egbert, der 1289 erstmals als Schultheiss von Schaffhausen belegt ist, bewegte sich im Umfeld der Habsburger. Von den verwandten Meyer von Schaffhausen erwarb er 1291 das Lindauer Lehen zu Neuhausen (u.a. mit dem Schlösschen Wörth), und begründete 1295 mit der Stiftung einer Altarpfrund die engen Beziehungen der Fam. zum Heiliggeistspital in Schaffhausen. Die Fam. stellte bis 1376 den Schultheissen und verlor ihre einflussreiche Position in der Schaffhauser Politik erst 1415, als Götz als österr. Vogt der Stadt abgesetzt wurde. Die R. starben im 15. Jh. aus. VON RANDENBURG, N. (I23720)
 
3694 Schatzverordnete van de graaf van Tecklenburg, van wie zij het goed
Bringenburg erfde 
METTING, von von Anna Margarethe (I1076)
 
3695 Schauenburg (südwestdeutsches Adelsgeschlecht)
Schauenburg nannte sich ein Burgmannengeschlecht der Grafen von Eberstein, das zum Uradel der Ortenau gehört und seinen Stammsitz auf der Schauenburg bei Oberkirch im Renchtal hat. Die Familie seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar und bis heute im Besitz der 1689 zerstörten Stammburg sowie des unterhalb gelegenen Gaisbacher Schlosses aus dem 17. Jahrhundert.
Der Name des Geschlechts wird mehrfach in Urkunden der Zähringer genannt, woraus sich eine gewisse Bedeutung zu dieser Zeit ablesen lässt. Es erscheint erstmals urkundlich am 26. September 1108 mit Henricus de Scovenburg[1] und beginnt seine ununterbrochene Stammreihe mit Ercenboldus de Scovenburg, der 1274 eine Urkunde siegelt.[2] Die Ritter von Schauenburg stellten als Ministeriale und Burgmannen der Grafen von Eberstein die Besatzung der Schauenburg.

Das Schweizer Adelsgeschlecht "von Schauenburg", in Liestal beheimatet, starb bereits spätestens 1385 aus. ms

Schauenburg, Gaisbach
Die Schauenburg ist die Ruine einer Spornburg auf einer 367 m ü. NN hohen Spornterrasse im Renchtal oberhalb von Gaisbach, einem Ortsteil der Stadt Oberkirch, im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.
Mit Uta von Schauenburg besitzt die Burg eine berühmte Persönlichkeit. Utas Bruder Eberhard von Eberstein war Mitstifter des Klosters Allerheiligen, daher vererbte sie ihm die Schauenburg, wie es die Sindelfinger Chronik berichtet. Eigentümer waren nun die Herren von Eberstein, bis sie Wolf von Eberstein 1386 zusammen mit seiner Hälfte der Grafschaft Eberstein an Rudolf VII. von Baden verkaufen musste.

Bild: Wikipedia; Stefan Karl - Eigenes Werk 
VON SCHAUENBURG, Eva Veronika (I46783)
 
3696 Scheint auf Burg Hohenklingen ob Stein am Rhein gewohnt zu haben, ist an verschiedenen Fehden seiner unruhigen Zeit beteiligt; das kostete viel Geld, so musste er, wie so viele Adlige seiner Zeit, zuerst Geld aufnehmen und später für die Rückzahlung Gut veräussern; die Stadt Stein am Rhein kaufte von ihm und seinen Brudersöhnen die ganze Herrschaft Hohenklingen mit der Burg und Rechtsamen zu Stein; aber von dem Kaufpreis von 24'500 Gulden erhielten die Klingenberger nur etwas 3000 Gulden, das andere ging an Gläubiger; Stein am Rhein aber musste das Geld bei den Juden mit 50 und 60 Prozent Zinsen aufnehmen; Hans war 1445 Vogt zu Frauenfeld, 1452 österreichischer Landvogt im Thurgau. VON KLINGENBERG, Hans (I11129)
 
3697 Schellenberg (auch Herren von Schellenberg) ist der Name eines alten Adelsgeschlechts mit Ursprung in Schellenberg (heutiges Liechtenstein), das in den Ritterstand sowie später in den Freiherrenstand aufgenommen wurde und Anfang des 19. Jahrhunderts erlosch.

Die Schellenbergs wurden in Quellen aus den Jahren 1137 bis 1157 als Vasallen des Otto von Freising, Babenberger (* um 1112 vermutlich in Klosterneuburg bei Wien; † 22. September 1158 im Zisterzienserkloster Morimond in Frankreich; war seit 1138 Bischof von Freising und einer der bedeutendsten Geschichtsschreiber des Mittelalters.) erstmals erwähnt. Sie hatten ihren Stammsitz im oberen Isartal, dienten den Staufern ebenso wie Rudolf von Habsburg und gewannen damit politischen Einfluss und Reichtum.

In der Stauferzeit ließen sich die Herren von Schellenberg auf dem Eschnerberg (bei Feldkirch) im heutigen Gebiet Liechtensteins nieder. Hier erbauten sie in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts die Burg Neu-Schellenberg und einige Jahrzehnte später die Burg Alt-Schellenberg.[1] Es ist wahrscheinlich, dass die Stauferkönige die Schellenberg hier ansässig machten, um die Reichsstraße nach Italien zu sichern. Diesen Besitz im heutigen Fürstentum Liechtenstein verkauften die Herren von Schellenberg 1317 an die Grafen von Werdenberg-Heiligenberg. Dennoch trägt der Berg bei Eschen bis heute ihren Namen.

Im späten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war das Geschlecht vor allem im Allgäu, in der Baar und im Hegau begütert. Einzelne Vertreter des Hauses finden sich in Diensten der Äbte von St. Gallen und Kempten. Weibliche Familienangehörige waren Mitglieder des Klosters Lindau. Als reichsritterliches Geschlecht gehörten die Schellenberg dem Ritterkanton Hegau-Allgäu-Bodensee im Schwäbischen Ritterkreis an. 
VON SCHELLENBERG, N. (I7950)
 
3698 Schellenberg (auch Herren von Schellenberg) ist der Name eines alten Adelsgeschlechts mit Ursprung in Schellenberg (heutiges Liechtenstein), das in den Ritterstand sowie später in den Freiherrenstand aufgenommen wurde und Anfang des 19. Jahrhunderts erlosch.

Es ist nicht zu verwechseln mit einem gleichnamigen sächsischen Uradelsgeschlecht aus Schellenberg (Leubsdorf) mit Stammsitz auf Burg Schellenberg und auch nicht mit den westfälischen Freiherren von Vittinghoff genannt Schell zu Schellenberg. 
VON SCHELLENBERG, N. (I7845)
 
3699 Schellenberg (auch Herren von Schellenberg) ist der Name eines alten Adelsgeschlechts mit Ursprung in Schellenberg (heutiges Liechtenstein), das in den Ritterstand sowie später in den Freiherrenstand aufgenommen wurde und Anfang des 19. Jahrhunderts erlosch.

Es ist nicht zu verwechseln mit einem gleichnamigen sächsischen Uradelsgeschlecht aus Schellenberg (Leubsdorf) mit Stammsitz auf Burg Schellenberg und auch nicht mit den westfälischen Freiherren von Vittinghoff genannt Schell zu Schellenberg. 
VON SCHELLENBERG, Anna (I8075)
 
3700 schenkte 1476/86 mit ihrem Ehemann der Kirche St. Martin in Oberrohrdorf AG eine Kasel aus Damast, 1486 gestorben,
1490 Gotthard von Landenberg, Ritter, bittet seinen Schwager Hartmann Rordorf, Ritter, um Bezeugung des Heiratsbriefs seiner Tochter Ita von Landenberg mit Conrad Heggenzi dem Jüngeren;
1476 Bischof Otto von Konstanz erklärt, dem Gotthard von Landenberg 600 rhein. Gulden zu schulden, herrührend von dessen Schweher (Schwiegervater) Hans Muntprat zu Lommis und aus einem Schuldbrief, den der 1462-66 amtierende Bischof Burkhard II. dessen seligem Vater (Junker) Albrecht von Landenberg gegeben hatte (u. a. hieraus folgt, dass Nr. 234 der Vater der Geschwister von Landenberg war) 
VON BREITEN-LANDENBERG, Magdalena (I29123)
 

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