Strauss Genealogie


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3701 Schiffer
evangelisch-reformiert 
VAN MANEN, Adrian (I47501)
 
3702 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7136)
 
3703 SchlatterSG
Version vom: 09.08.2011
Autorin/Autor: Marcel Mayer
Fam. der Stadt St. Gallen, deren ursprüngl. Herkunft unbekannt ist. Als erster in St. Gallen nachgewiesener S. erscheint Starch-Hans ab 1446 in den Steuerbüchern. Vom 15. bis ins 18. Jh. gehörten die S. grösstenteils der einflussreichen Weberzunft an und waren zuerst als Bleichermeister, dann als Weber oft im Leinwandgewerbe tätig. Obwohl sie vom 15. Jh. bis 1798 als Zunftmeister oder Elfer mehrfach in den Räten sassen und zwei Unterbürgermeister stellten, stiegen sie nie in die höchsten Ämter der Stadtrepublik auf. Seit dem 18. Jh. gingen die Familienmitglieder zunehmend versch. Berufen nach, wobei sich viele als Kaufleute, u.a. in Italien, betätigten. Im 19. und frühen 20. Jh. gewannen mehrere S. in der Theologie, v.a. aber in der prakt. Volksfrömmigkeit und im Missionswesen erhebl. Einfluss wie Adolf (->), Anna (->), Daniel (->), Stephan (->) und Wilhelm (->). Die Nähe zum Pietismus bzw. zum positiven (orthodoxen) Protestantismus war in der Fam. als Reaktion auf die rationalistisch und später mehrheitlich liberal geprägte offizielle ref. Kirche der Stadt verbreitet. Verdient machten sich die S. im 19. und 20. Jh. zudem im Bauwesen. Nach der Übernahme des grossen Zimmereigeschäfts Wartmann durch Kaspar Theodor (1830-1911) erbaute dessen Sohn Hektor (1863-1931) in den 1920er Jahren stilistisch im Sinne seines Bruders Salomon (->) innovative, an die Ostschweizer Holzbautradition anknüpfende Häuser am östl. Rosenberg in St. Gallen, die trotz der damaligen Stickereikrise erschwingl. Eigenheime darstellten. Theodor (1847-1918) arbeitete als St. Galler Gemeinderat an der Verbesserung der im 19. Jh. desolaten Wasserversorgung der Stadt mit. Zur Erhaltung des Vermögens bzw. zur Unterstützung von Familienmitgliedern stifteten Paulus (1675-1762) ein Fideikommiss und Caspar (1700-61) ein Familienlegat. 
SCHLATTER, N. (I46164)
 
3704 Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas. SCHLEICHER, Leonhard (I47585)
 
3705 Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas. SCHLEICHER, Sara (I47592)
 
3706 Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas. SCHLEICHER, Leonhard (I48746)
 
3707 Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas.

Ursprünge
Nachdem ab Mitte des 16. Jahrhunderts sich allmählich auch in Aachen die Lutheraner vorübergehend durchgesetzt hatten, schlossen sich viele Familien dieser neuen Religionsrichtung an, so unter anderem auch die ehemals Aachener Familie Schleicher. Aber auf Grund der hiermit verbundenen Benachteiligungen und Nachstellungen sah sie sich in der Zeit der Aachener Religionsunruhen (ca. 1530 - 1614) dazu gezwungen, unter dem Aspekt der Religions- und Arbeitsfreiheit frühzeitig ihre Zukunft in anderen Regionen aufzubauen, erst recht nach der erfolgten Reichsacht gegen reformierte Bürger und Amtsinhaber im Jahre 1598.

In diesem Zusammenhang wanderte ein gewisser „Anthoin Slicher“ nach Den Haag aus, wo er Stammvater eines erfolgreichen und später geadelten Familienzweiges wurde, der unter dem Namen Slicher bekannt wurde. Um 1571 zog ebenso der Aachener Kupfermeister und Gerichtsschöffe Leonhard Schleicher (ca. 1535–1606), Sohn des zum evangelischen Glauben übergetretenen Kupfermeisters Leonhard Schleicher (1495–1560) und einer Tochter des Kaufmanns Servatius von Cölln, rechtzeitig nach Stolberg, ebenso wie nach ihm im Jahr 1785 die Angehörigen der Familie Peltzer. Damit wurde er zum Begründer der bis zum heutigen Tage weit verzweigten und über viele Jahrhunderte hinweg überaus erfolgreichen Unternehmerfamilie.

Kupferhöfe in Familienbesitz
Den ersten Schritt zur Unternehmensgründung unternahm Leonhard Schleicher im Jahr 1571, indem er ein Grundstück an der heutigen Burgstraße erwarb und 1575 dort den ersten Kupferhof, die heutige Adler-Apotheke, baute. Gemeinsam mit seinen Söhnen und Enkeln errichtete die Familie später die Kupferhöfe Schart, Knautzenhof, Rose, Vogelsang und im Jahre 1724 der Kupferhof Rosenthal, wo Johannes Schleicher (1676–1750) eine repräsentative barocke Hofanlage erbauen ließ. Darüber hinaus hielten Mitglieder der Familie durch Erbfolgen oder Ankäufe – sogar zum Teil alleinige – Anteile an einer Vielzahl weiterer Kupferhöfe wie beispielsweise die Ellermühle oder die Krautlade. Ein Teil der erworbenen Kupferhöfe und Produkte wurden dabei branchenüblich mit einem Mirck gekennzeichnet.

Von besonderem wirtschaftlichem Erfolg gekrönt war im Jahr 1617 der Erwerb des Kupferhofs Bernardshammer von den Brüdern Mondenschein durch Leonhard Schleicher (1561–1617), Sohn des nach Stolberg ausgewanderten Leonhards, sowie im Jahre 1718 des Kupferhofs Unterster Hof durch Guillaume Schleicher (1673–1731) von der Familie Peltzer. Der Bernardshammer wurde erst sieben Generationen später von Johann Adam Schleicher (1776–1854), der 1794 auch zum Maire von Stolberg ernannt worden war, um 1830 verkauft, nach dem Tod seiner zweiten Frau Maria Gertrud Lynen, die ebenfalls aus altem Aachener und Stolberger Patriziergeschlecht stammte.[2] Dagegen überstand der Unterste Hof alle wirtschaftlichen Beeinträchtigungen und acht Generationen später, erst zwischen den Weltkriegen, erfolgte durch den Kommerzienrat Emil Schleicher (1850–1933) die Zusammenlegung dieses Hofes mit anderen Erbengemeinschaften zu einer Kommanditgesellschaft und nach dessen Tod die Verpachtung an die Stolberger Metallwerke. Dieser Standorttreue wegen benannte Emil Schleicher diesen Hof seit jener Zeit „Hof Bleibtreu“.

Die Familie Schleicher bewohnt derzeit immer noch den Hof Bleibtreu an der Eisenbahnstraße in Stolberg, in dessen Nähe sich auch der dazugehörende „Schleicherpark“ befindet. 
SCHLEICHER, Leonhard (I48750)
 
3708 Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas.

Ursprünge
Nachdem ab Mitte des 16. Jahrhunderts sich allmählich auch in Aachen die Lutheraner vorübergehend durchgesetzt hatten, schlossen sich viele Familien dieser neuen Religionsrichtung an, so unter anderem auch die ehemals Aachener Familie Schleicher. Aber auf Grund der hiermit verbundenen Benachteiligungen und Nachstellungen sah sie sich in der Zeit der Aachener Religionsunruhen (ca. 1530 - 1614) dazu gezwungen, unter dem Aspekt der Religions- und Arbeitsfreiheit frühzeitig ihre Zukunft in anderen Regionen aufzubauen, erst recht nach der erfolgten Reichsacht gegen reformierte Bürger und Amtsinhaber im Jahre 1598.

In diesem Zusammenhang wanderte ein gewisser „Anthoin Slicher“ nach Den Haag aus, wo er Stammvater eines erfolgreichen und später geadelten Familienzweiges wurde, der unter dem Namen Slicher bekannt wurde. Um 1571 zog ebenso der Aachener Kupfermeister und Gerichtsschöffe Leonhard Schleicher (ca. 1535–1606), Sohn des zum evangelischen Glauben übergetretenen Kupfermeisters Leonhard Schleicher (1495–1560) und einer Tochter des Kaufmanns Servatius von Cölln, rechtzeitig nach Stolberg, ebenso wie nach ihm im Jahr 1785 die Angehörigen der Familie Peltzer. Damit wurde er zum Begründer der bis zum heutigen Tage weit verzweigten und über viele Jahrhunderte hinweg überaus erfolgreichen Unternehmerfamilie. 
SCHLEICHER, Leonhard (I48754)
 
3709 Schlieben ist der Name eines alten deutschen Adelsgeschlechts aus dem Untergau Zlivin (jetzt Amt Schlieben). Der Name wechselte zwischen Sleben, Zlewin, Zliw, Zlivn, Zlywine, Sliwen, Slieben, Schleyben, Slyben, Zlowin und Schlieben.

Älteste Vertreter
Das Geschlecht leitete sich von der Burg Schlieben, damals zur Niederlausitz gehörig, her. Der älteste heute bekannte Angehörige der Familie war ein Otto de Sleben, der 1144 auf dem Kreuzzug ins Heilige Land erwähnt wurde.[1]

Häuser im Mittelalter
Liebschützer Linie
Die älteste heute bekannte Stammreihe beginnt mit Gumprecht von Schlieben auf Dobnoslo (bei Senftenberg, 1269 genannt, † 1279), Burgvogt auf Liebschütz an der Mulde im askanischen Herzogtum Sachsen. Dessen Nachkommen bildeten die Liebschützer Linie des Geschlechts.

Mühlberger Linie
Ein Hans von Schlieben auf Mühlberg und Prettin, Hauptmann in Jüterbog († 1458) war der älteste heute bekannte Vertreter der Mühlberger Linie. Baruth und Stülpe (damals auch Herzogtum Sachsen) gehörten im 15. Jahrhundert ebenfalls Angehörigen der Familie. Zwei Balthasare von Schlieben waren im 15. Jahrhundert kurfürstliche Räte im benachbarten Brandenburg.

Preußische Linie
Georg von Schlieben aus der Liebschützer oder Mühlberger Linie kämpfte seit 1454 in Preußen für den Deutschen Orden und begründete die dortige preußische Linie mit den Burgen Nordenburg und Gerdauen.

Sächsische Linie
Dessen ältester Sohn Georg († 1521) begründete die sächsische Linie, dessen Sohn Eustachius († 1568) war der wichtigste Rat des brandenburgischen Kurfürsten Joachims II. und Vertrauter von Luther.

Adelserhebungen
Haus Birkenfeld: Erhebung in den Reichsgrafenstand mit „Hoch- und Wohlgeboren“ und Wappenvereinigung mit dem der Grafen Truchseß von Wetzhausen am 11. Januar 1660 in Wien für den königlich polnischen Kämmerer und Oberst der Leibgarde Johann Dietrich von Schlieben (1638–1695), Erbhauptmann zu Birkenfeld, Gerdauen, Nordenburg und anderen in Ostpreußen. Die brandenburgische Anerkennung folgte am 20. Dezember 1662. Die Linie ist 1816 mit Friedrich Wilhelm von Schlieben ausgestorben.

Haus Tucheband: Erhebung in den preußischen Grafenstand am 12. Juli 1704 für Adam Georg von Schlieben (1629–1709), Gutsherr auf Alt Tucheband bei Küstrin.


Schloss Sanditten um 1860/61, Sammlung Alexander Duncker
Haus Sanditten: Erhebung in den preußischen Grafenstand am 9. August 1718 in Berlin für den königlich preußischen Landjägermeister Georg Adam von Schlieben (1649–1720), Gutsherr auf Sanditten, Erbhauptmann zu Gerdauen, Nordenburg und Klingbeck im Landkreis Heiligenbeil.

Haus Adamshaide: Erhebung in den preußischen Grafenstand am 19. September 1786 in Berlin mit Diplom vom 10. Januar 1787 für den königlich preußischen Major der Infanterie Gottlieb von Schlieben, Gutsherr auf Kurkenfeld und Erbhauptmann zu Gerdauen und Nordenburg.

Haus Nieder-Friedersdorf: Eintragung in das königlich sächsische Adelsbuch am 30. Juli 1904 für den königlich sächsischen Staats- und Kultusminister Richard von Schlieben (1848–1908), Gutsherr auf Nieder-Taubenheim an der Spree, sowie für dessen Bruder, den königlich sächsischen Oberst Egon von Schlieben, Kommandeur des 2. Grenadier-Regiments Nr. 101.

Wappen
Das Stammwappen zeigt in Gold einen von Blau und Silber geschachten Balken. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken zwei wie der Schild bezeichnete Büffelhörner. 
VON SCHLIEBEN, Gertrud Elisabeth (I45886)
 
3710 Schloss Bernau

Die Bernau sind die Ruinenreste einer Höhenburg im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Leibstadt im Schweizer Kanton Aargau. Nach einem verheerenden Brand im Juli 1844 sind heute nur noch wenige Mauerreste vorhanden

Geschichte
Vermutlich entstand die zuvor an gleicher Stelle stehende Burg Bernau im 11. Jahrhundert als Sitz der Freien von Bernau; die erste urkundliche Erwähnung von „Bernowa“ erfolgte 1157. Die Edlen Ulrich und Berchthold von Bernau sind 1299 urkundlich belegt.[1] Durch Erbschaft gelangte die Burg Bernau Anfang des 14. Jahrhunderts an die Herren von Gutenburg und 1379 an die Herren von Rinach. Die kleine Herrschaft Bernau umfasste die hohe und die niedere Gerichtsbarkeit über Unterleibstadt, Gansingen und Schwaderloch.

Nachdem die Eidgenossen im Jahr 1415 den Aargau erobert hatten, verlief die Grenze zwischen der Grafschaft Baden und Vorderösterreich mitten durch den Burgturm, weshalb die Besitzer der Bernau zwei Herren dienten. 1499 wurde die Burg im Schwabenkrieg zerstört.

Die Herren von Reinach verkauften die Herrschaft Bernau im 16. Jahrhundert an die Familie von Rotberg. Die Rotberger verkauften sie 1632 an die Familie von Roll aus dem Kanton Uri, was Franz Ludwig von Roll später die Aufnahme in den breisgauischen Ritterstand ermöglichte.[2] Franz Ludwig von Roll[3] errichtete auf dem Burgfelsen von Bernau ein neues viergeschossiges einflügeliges Schlossgebäude mit Treppenturm. Franz Ludwig von Roll heiratete 1642 Maria Agnes von Schönau, die Tochter des Statthalters der vorderösterreichischen Waldstädte.[4] Im Januar 1646 bewirtete Maria Agnes von Roll den durchreisenden Florentiner Geographen Giovanni Battista Nicolosi auf Schloss Bernau:

„Etwas weniger als eine Stunde später mussten wir im Kastell eines Neffen des besagten Kommandeurs bleiben, der eine Schwester meines Duzbruders geheiratet hat: die geistreichste Dame, die ich bis jetzt in Deutschland sah. Und, um keine unverzeihliche Schande zu begehen, war es nötig, auf deutsche Art zu frühstücken: drei Stunden lang.“

1764 verlegte sich der Freiherr Joseph Leopold von Roll von Bernau auf die Produktion von Barchent, konnte sich aber gegen seine Konkurrenten – Kilian aus Waldshut und die Brüder Montfort aus dem Wiesental – nicht behaupten und geriet in die Zahlungsunfähigkeit. Die Klagen der Gläubiger vor dem Waldvogt in Waldshut sollen zunächst dadurch verschleppt worden sein, dass der Waldvogt sich nicht zuständig sah. Er erklärte, das Wohnzimmer des Barons im Schloss Bernau liege auf Schweizer Territorium. Die Gläubiger sollten sich daher an den Landvogt in Baden AG wenden. 1814 wurde Schloss Bernau während der grossen Typhusepidemie als Militärlazarett genutzt. Danach wechselte das Schloss mehrmals in kurzen Abständen den Eigentümer und sollte zuletzt in Wohnungen aufgeteilt werden. Am 15. Juli 1844 brannte das Schloss, dessen Versicherungswert 6000 Franken betrug, vollständig nieder. Erhalten sind lediglich Mauerreste des Hauptturms und des Schlossgebäudes. Die 1672 errichtete Doppelkapelle des Schlosses mit der Familiengruft der von Roll und einem abgetrennten Teil für die Ortsbewohner wird heute als Friedhofskapelle von Leibstadt genutzt. 
VON ROLL, Maria Secunda Theresia Agnes (I46938)
 
3711 Schloss Eptingen
Oberemattstrasse 11 in BASEL

Das Weiherschloss wurde vom Adelsgeschlecht der Herren von Eptingen gleichzeitig mit der Burg Madlen um 1275 erbaut. 1189 wurden die Eptinger erstmals erwähnt und gehörten zum mächtigsten Adelsgeschlecht auf der Landschaft und gehören somit zum Uradel.

Im frühen Mittelalter übte das Kloster Murbach Rechte über Pratteln aus, so gehörte das Dorf später den Habsburgern, die es den Herren von Eptingen zu Erblehen gaben.

Am 18. Oktober 1356 beim Basler Erdbeben, wurde das Weihersschloss zerstört und danach wieder aufgebaut. Nach der Wiederherstellung versuchten die Eptinger, sich eine von der Landgrafschaft Sisgau unabhängige Herrschaft aufzubauen. Der Erwerb der hohen Gerichtsbarkeit gab Anlass zu jahrzehntelang dauernden Rechtsstreitigkeiten. Diese wurden vor allem durch den bedeutendsten Vertreter der Eptinger, Hans Bernhart, ausgefochten. 1460 unternahm dieser eine Pilgerfahrt ins Heilige Land, um nach damaliger Sitte zum Ritter geschlagen zu werden. Nach seiner Rückkehr baute er auf dem "Käppeli" ein Sondersiechenhaus und eine Kapelle. 1464 gelang es ihm, sich durch Kauf der Besitzungen seiner Vettern zum alleinigen Herrn von Pratteln und seiner Herrschaft zu machen.

Zweimal wurden Schloss und Dorf gebrandschatzt, 1384 durch die Basler und 1468 im Sundgauerkrieg durch die Solothurner. 1484 starb der streitbare Ritter, nachdem er kurz vor seinem Tode die grosse Glocke in der Dorfkirche gestiftet hatte. Geldnot und Streitigkeiten der Eptinger führten zum Niedergang ihrer Dynastie. 1521 verkaufte Hans Friedrich das Schloss und das Dorf für 5000 Gulden der Stadt Basel.

Aber erst 1549 verzichtete Österreich endgültig auf die Herrschaft Pratteln, "die der 3000 Gulden nit wol wert sei". Das Schloss wurde Basler Herrensitz und der Landvogtei Münchenstein zugeteilt, der Prattler Schlossherr privater "Landedelmann" ohne hoheitliche Befugnisse. Die Besitzer des Schlosses, die Bürger von Basel sein mussten, wechselten öfters. 1773 kam das Schloss mit seinem grossen Grundbesitz in öffentliche Hand. Die Gemeinde vergantete jedoch schon im folgenden Jahre die Güter parzellenweise an Prattler Einwohner und behielt nur Schloss, Trotten und einiges Mattland. Das Schloss wurde Armenhaus; 1910 ging es durch Schenkung der Bürgergemeinde an die Einwohnergemeinde.

Am 24. Juni 1963 beschloss die Gemeindeversammlung die Totalrenovation und bewilligte einen Kredit von 1`100`000 Franken. - Anlässlich der erfolgreichen Renovation fand vom 17. bis 19. Juni 1966 das erste Dorf- und Jugendfest in Pratteln statt und am 8. September 1968 konnte das Schloss der Öffentlichkeit übergeben werden.

Heute steht das Schloss unter dem Schutz der Eidgenossenschaft.
https://www.baselland.ch/politik-und-behorden/direktionen/bau-und-umweltschutzdirektion/raumplanung/denkmalpflege/inventare/kantonales-inventar-der-geschuetzten-kulturdenkmaeler/pratteln/oberemattstrasse-11


Vom Ende des 12. Jahrhunderts an bezeugtes Basler Rittergeschlecht, das sich nach seinen Burgen bei Eptingen im oberen Baselbiet benannte...
Marcel Clémence: "Eptingen, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 14.11.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019990/2005-11-14/, konsultiert am 11.11.2024.
 
VON EPTINGEN, Hans Thuering (I35789)
 
3712 Schloss Hardenberg (Velbert)

Das Schloss Hardenberg ist ein barockes ehemaliges Wasserschloss im Ortsteil Neviges der Stadt Velbert. Es liegt im Tal des Hardenberger Bachs etwas nördlich des Nevigeser Ortskerns an der engsten Stelle des Bachtals und geht auf eine Neugründung der Familie von Gevertshagen Ende des 15. Jahrhunderts zurück. Es ersetzte die wohl baufällig gewordene Burg Hardenberg, deren Überreste etwa 630 Meter südwestlich des Schlosses zu finden sind.

Ende des 17. Jahrhunderts zu seiner heutigen Form umgebaut, musste es aus Sicherheitsgründen 2003 vorläufig geräumt und für die Öffentlichkeit geschlossen werden. Sanierungsarbeiten, die 2005 begannen, dauern zurzeit (Stand: 2016) noch an. Die Vorburggebäude werden zu kulturellen Zwecken genutzt.

Das Schloss wurde von der Familie von Gevertshagen (auch Gevertshain und Gebhardtshain geschrieben) als Wehrbau mit zugleich repräsentativen Aufgaben errichtet. Lange Zeit wurde dieses spätmittelalterliche Burghaus mit dem im Dezember 1354 urkundlich erwähnten „huis ind wohnunghe zue Hardenberg“[1] der Herren von Hardenberg gleichgesetzt, das Heinrich von Hardenberg samt seiner unabhängigen Herrschaft für 6000 Mark in brabantischer Währung[2] an Gerhard I. Berg verkaufte, sodass Hardenberg fortan ein bergisches Amt war. Ab 2005 erfolgte Bauforschungen zeigten jedoch, dass der Kern des heutige Schlossbaus erst vom Ende des 15. Jahrhunderts stammt und mit der 1354 erwähnten Anlage somit nur der Stammsitz der Herren von Hardenberg, die südwestlich gelegene Höhenburg Hardenberg, gemeint gewesen sein kann.[3]

In der Folgezeit wurde das Amt Hardenberg häufig verpfändet und besaß deshalb viele wechselnde Besitzer. Seit 1491 war Bertram von Gevertshagen, genannt Lützenrade (auch Lutzenrode), Amtmann und besaß Burg und Herrschaft für 4000 Schilling als Pfand.[4][5] Er war zugleich Rat und Stallmeister des bergischen Herzogs Wilhelm von Jülich-Berg und erhielt den Besitz von diesem am 24. Juni 1496 im Austausch für die Burg und Herrschaft Stolberg als erbliches Lehen.[6] Hardenberg wurde damit zur Unterherrschaft im Herzogtum Berg. Schon zuvor hatte Bertram von Gevertshagen dort eine zweiteilige Wasserburganlage erbaut, für die er die stattliche Summe von 800 Gulden ausgegeben hatte.[3] Sie ersetzte die offenbar baufällige Höhenburg.[3] Die neue Anlage bestand aus einem dreigeschossigen gotischen Burggebäude und einer fast zeitgleich entstandenen turmbewehrten Artilleriebefestigung, die das Burghaus samt einem Wassergraben allseitig umgab. Dieses besaß wohl ein steiles Satteldach und Querstockfenster.[7][8] Eine geschossübergreifende Abortanlage und zahlreiche Kamine zeugen davon, dass dieses neue Gebäude nicht nur wehrhaft, sondern auch komfortabel war. An der Ostseite erschloss ein runder Treppenturm mit steinerner Wendeltreppe die verschiedenen Stockwerke, wurde aber wohl im Zuge späterer Ausbauten abgebrochen.[9] Ebenfalls an der Ostfassade stand ein Vierecksturm mit ein Meter dicken Mauern, die außen sechs und fünf Meter lang waren.[9] Sein Unterbau ist heute noch erhalten, welche Funktion der Turm erfüllte, ist bisher aber nicht geklärt.

Nach dem Tod Betrams von Gevertshagen im Jahr 1525, dem der seines unmündigen Sohnes rasch folgte, kam die Burg durch Erbschaft 1529 an die Familie von Bernsau. Bis zu jenem Jahr war die Kernburg zu einer Zweiflügelanlage ausgebaut und der dadurch entstandene Burghof mit traufhohen zwei Meter[10] dicken Mauern eingefasst worden. Der Grundriss maß nach dem Ausbau 19 × 23 Meter.[11] Die Familie von Bernsau ließ Teile der Hofmauern im zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts abtragen, um Platz für den Neubau eines dritten Gebäudeflügels zu machen. Mit der 9 × 9 Meter messenden Erweiterung erfolgte der Ausbau zu einem fast gleichschenkligen, barocken Schloss. Die Umgestaltung ist nicht genau datierbar, geschah aber vermutlich unter Wilhelm V. von Bernsau (1514–1572).[10] Sie wurde mit relativ geringem Aufwand betrieben, denn das Baumaterial gewann der Bauherr mehrheitlich durch den Abriss der Hofmauern. Aus einem Inventar des Jahres 1634 ist überliefert, wie das Schloss nach den Veränderungen im Inneren ausgesehen hat: In den beiden Obergeschossen des Hauptgebäudes sind ein Saal, acht Kammern, ein Schulzimmer und eine Kapelle verbürgt. Im Dachgeschoss befanden sich die Räume für die Dienerschaft, eine Rüstkammer und das Getreidelager. Zum Wirtschaftshof gehörten ein Kuh- und Pferdestall, ein Kuhhaus sowie ein Back- und Brauhaus. Eine Zugbrücke, die von einem Torbau bewacht wurde, verband das Hauptgebäude und den Wirtschaftshof. Vermutlich war es auch Wilhelm V. von Bernsau, der die bisherige Artilleriebefestigung zu einer Kleinfestung umbauen ließ.[10] Danach besaß Schloss Hardenberg einen inneren und einen äußeren Wassergraben, sodass der Erdwall der Artilleriebefestigung mit seinen darin liegenden Wehrgängen komplett im Wasser stand.


Schloss Hardenberg auf einer Lithografie von etwa 1883
Die Erbtochter Isabella Margaretha von Bernsau heiratete 1655 den Freiherrn Friedrich Arnold von Schaesberg und brachte den Besitz vorübergehend an die Familie ihres Mannes. In der Zeit von 1682 bis 1696[12] ließ die seit 1667 verwitwete Frau das Schloss noch einmal grundlegend umgestalten, indem der bisherige Schlossbau zu einem geschlossenen verputzten Kubus erweitert wurde. Dazu wurden Teile des Ostflügels, der möglicherweise 1680 durch Brand beschädigt worden war,[13] niedergelegt und der bis dahin bestehende Schlosshof vollständig überbaut. Dieser wurde dadurch zum Vestibül. Nach Isabella Margarethas Tod gab ihr Sohn Friedrich Sigismund Theodor von Schaesberg das Haus am 17. Dezember 1697[14] gegen eine Rente an seinen Onkel mütterlicherseits, den Freiherrn Jobst Dietrich von Wendt. Dessen Familie blieb fast 200 Jahre lang Besitzerin. Nach einem Brand am 13. Mai 1785[13] musste sie 11.000 Taler[13] aufwenden, um das Haupthaus wiederaufzubauen. Die Arbeiten, bei dem das Gebäude mit dem abgewalmten Dach seine heutige Gestalt erhielt, benötigten das gesamte Jahr.

Das Anwesen ging schließlich in das Eigentum der Familie Wendt über, nachdem Hardenberg − seit 1806 dem französisch regierten Großherzogtum Berg zugehörig − nach dem Wiener Kongress 1815 Preußen zugeschlagen worden war. Doch schon seit 1811 wurde das Schloss nur noch sporadisch genutzt, denn Friedrich Wilhelm von Wendt hatte in jenem Jahr den ständigen Wohnsitz der Familie nach Schloss Crassenstein im Münsterland verlegt. Einzelnen Mitgliedern der Familie diente Hardenberg aber noch bis 1877 ab und zu als Wohnsitz. 1818 mietete der in Barmen im Exil lebende französische Marschall Nicolas Jean-de-Dieu Soult das Schloss an und verbrachte dort einen Sommer mit seiner Familie. Er hatte den Hinweis auf das leerstehende Haus von seiner Schwägerin Diergardt erhalten.[15] Mit dem Tod Oswald von Wendts 1877 erbte seine Schwester Leonie den Besitz und brachte ihn an die Familie ihres Mannes, den niederländischen Grafen Wladimir von Marchant-Ansembourg. Bereits 1842 war die Kurtine im Süden niedergelegt worden, um Baumaterial für den Umbau der Schlossmühle zu erhalten. Bis 1848 folgte ein sukzessiver Abbruch weiterer Teile der Umwehrung, darunter der Torbau zur Vorburg samt Zugbrücke. Stattdessen bot seitdem eine feste Brücke Zugang zum Portal des Hauptschlosses. Mit dem gewonnenen Abbruchmaterial wurde die äußere sowie ein Teil der inneren Gräfte verfüllt. 1849/1857 folgten erste Sanierungen an den Rundtürmen der Artilleriebefestigung.

Ab 1908 war das Hauptgebäude an einen Wirt verpachtet, der dort bis etwa 1945 eine Gastwirtschaft mit Biergarten und Bootsverleih betrieb.[2] Die damalige Stadt Neviges erwarb das Schlossareal 1939 von den Grafen von Marchant-Ansembourg, sodass sich die Gebäude seit der kommunalen Neugliederung, bei der Neviges ein Teil der Stadt Velbert wurde, im städtischen Besitz Velberts befinden. Nachdem das Hauptschloss ab 1949 als Wohnheim für vertriebene Jugendliche und ab 1957 für Lehrlinge gedient hatte, wurde es von 1965 bis 1975[16] restauriert und anschließend als Museum und Kulturzentrum genutzt. Neben der Dauerausstellung der Steinschen Gemäldesammlung wurden regelmäßig Werke zeitgenössischer Künstler ausgestellt. Daneben waren Räume wechselnden Aspekten der Velberter Stadtgeschichte, unter anderem auch der Nevigeser Wallfahrt, gewidmet. Im Rittersaal fanden regelmäßig Konzerte und Theateraufführungen statt. Außerdem war im Hauptgebäude von 1977 bis 2001 das Archiv von Velbert, Neviges und Langenberg untergebracht.[7]

Die Vorburg wurde noch bis 1958 landwirtschaftlich genutzt.[2] 1973 brannten die Wirtschaftsgebäude teilweise ab und wurden ab den 1980er Jahren restauriert.[16] Die Arbeiten dazu sind seit dem Jahr 2006 abgeschlossen. 
VON BERNSAU ZU HARDENBERG, Darlipe Wilhelm (I45897)
 
3713 SCHLOSS HEIDEGG
Das SCHLOSS HEIDEGG liegt in Gelfingen im Luzerner Seetal in der Schweiz, hoch über dem Baldeggersee, inmitten einer weitgehend erhaltenen Park- und Kulturlandschaft von nationaler Bedeutung.
Die erste erhaltene Urkunde, die das Geschlecht der HERREN VON HEIDEGG erwähnt, datiert von 1185. Als Ministerialen standen die HEIDEGGER im Dienst der Landesherren im Seetal, wohl anfänglich der GRAFEN VON LENZBURG, dann der KYBURGER und der HABSBURGER.
Burg und Herrschaft entstanden im Sog der Städte- und Burgengründungswelle des 12./13. Jahrhunderts. Diese erfasste auch das Seetal, das im 13. Jahrhundert für kurze Zeit zur besten überregionalen Landverbindung zwischen Gotthard, Luzern und Basel aufstieg. Die HERRSCHAFT HEIDEGG umfasste grundherrliche Rechte, die niedere Gerichtsbarkeit über Gelfingen und Altwis, die Vogtei über den grössten Teil des Baldeggersees, Reben und Waldungen. 1431/37 erwarb die neue Besitzerfamilie BÜSINGER durch Kauf die Herrschaft Lieli mit den Twingen Lieli, Sulz und Mosen hinzu.
SCHLOSS HEIDEGG inmitten von Wald und Weinberg
Ab 1482/83 lösten einflussreiche Stadtluzerner Ratsfamilien die adligen Besitzer ab. JOHANN HEINRICH FRANZ PFYFFER VON ALTISHOFEN baute ab 1678 den im Wesentlichen noch mittelalterlichen Wohnturm zum barocken Schloss aus. Der Familienzweig nannte sich nun PFYFFER VON HEIDEGG.
1700 erwarb die Stadt Luzern Schloss und Herrschaft und vollendete den Innenausbau. 1798 endete die Gerichtsherrschaft. HEIDEGG wurde zu einer Staatsdomäne des Kantons Baden und 1803 bis 1848 des Kantons Luzern, der sie nach dem verlorenen Sonderbundskrieg an den liberalen Gelfinger Bauern JOSEPH HEGGLI versteigerte.
LOUIS und CAROLINE PFYFFER VON HEIDEGG-SLIDELL, Besitzer von SCHLOSS HEIDEGG ab 1875
1875 erwarb das vermögende luzernisch-amerikanische Paar LUDWIG und CAROLINE PFYFFER VON HEIDEG-SLIDELL das Schloss zurück, versah das Äussere der Anlage im burgenromantischen Sinne mit Zinnen und Portalen, legte einen Schlosspark mit einer Kastanienallee an und machte 1912 den Schlossturm wieder bewohnbar. 1950 schenkten die letzten Nachfahren, die kinderlosen Witwen MATHILDE VON GLUTZ und MARIE-LOUISE DE CHAMBRIER, das Schloss dem Kanton Luzern, der es öffentlich zugänglich machte. Den Betrieb samt Museum führt seither die Vereinigung PRO HEIDEGG.

Anfangs der 1950er Jahre verhalfen der von GOTTFRIED BOESCH auf Anregung des DEUTSCHEN BUNDESKANZLER KONRAD ADENAUER ( 1876 - 1967) angelegte Rosengarten, der wieder mit Reben bepflanzte Burghügel, an dem der LUZERNER STAATSWEIN wuchs, und das neu gegründete Schweizerische Jagdmuseum SCHLOSS HEIDEGG zu überregionaler Ausstrahlung. Von 1995 bis 1998 unterzog der Kanton Luzern das Schloss einer Gesamtrenovation.

Schloss Heidegg 1
6284 Gelfingen
Tel.: 041 917 13 25 
N., Elisabeth (I7870)
 
3714 Schloss Hugenpoet (sprich: „Hugenpoot“ – siehe Dehnungs-e) ist ein dreiteiliges, von Gräften umgebenes Wasserschloss im Essener Stadtteil Kettwig in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss Landsberg. Sein Name kann als „Krötenpfuhl“ gedeutet werden, was einen Hinweis auf die dortigen sumpfigen Auenlandschaften im Ruhrtal gibt. Seit Februar 1985[1] steht die Anlage unter Denkmalschutz und dient heute als Hotel-Restaurant.


Ein weiterer Johann von Nesselrode wurde 1508 mit Hugenpoet belehnt. Seine Nachkommen Johann und Wilhelm begründeten die Linie Nesselrode-Hugenpoēt, die noch heute in Bayern und den Niederlanden besteht. Aus der Linie kamen u. a. eine Ur-Ur-Urgroßmutter der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, Johanna, die 1670 Bernhard III. von Droste-Hülshoff (1634–1700) heiratete[6]. Deren Enkelin wiederum, Richmod von Droste zu Hülshoff (1704–1750), heiratete Christian von Nesselrode-Hugenpoet, General in österreichischen Diensten[7]. Ebenfalls aus diesem Zweig kam unter anderen Johann Leopold Freiherr von Nesselrode-Hugenpoēt († 1768), Generalvikar zu Speyer und der bayerische General Maximilian Freiherr von Nesselrode-Hugenpoēt (* 1804; † 1886). 
VON HUGENPOET, Elisabeth Wilhelmine Marie (I45686)
 
3715 Schloss Landsberg (Ratingen) aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Zur Navigation springenZur Suche springen Schloss Landsberg von Südosten, 1904/1905 Das Schloss auf einer Lithografie 1860/1861 Bergfried und Herrenhaus des Schlosses (2002) Das Schloss Landsberg ist eine Schlossanlage im Ruhrtal auf dem Stadtgebiet von Ratingen in unmittelbarer Nähe des Schlosses Hugenpoet. Es steht nahe dem Kettwiger Ortsteil Vor der Brücke etwa einen Kilometer südwestlich des Zentrums von Kettwig an der Straße nach Mülheim an der Ruhr-Mintard inmitten eines englischen Landschaftsparks mit ausgedehntem Waldgebiet. Die Anlage geht auf eine mittelalterliche Höhenburg vom Ende des 13. Jahrhunderts zurück, die durch den Grafen Adolf V. von Berg erbaut wurde. Sie diente in jener Zeit vornehmlich zur Sicherung der nahe gelegenen wichtigen Brücke über die Ruhr, die Kettwig mit Ratingen verband. Seit spätestens1288 gehörte die Burg den Herren von Landsberg, die ihren Stammsitz – mit einer Unterbrechung von 120 Jahren – bis 1903 besaßen. (...) Herren von Landsberg[Bearbeiten VON LANDSBERG, Reinhard (I17419)
 
3716 Schloss Schwandegg
liegt auf einem 30 Meter hohen Hügel nordwestlich des Dorfes Waltalingen im Kanton Zürich.

Das Geschlecht derer von Schwandegg baute die Burg. Die Burg kam nach deren Aussterben an Hans von Münchwil, 1470 an die Familie von Schönau, 1502 an Gregorius von Roggwil, Obervogt zu Konstanz, 1537 an den Bauern Anton Hermann, unter dem die Anlage mehr und mehr verfiel.

1553 kaufte sie der Konstanzer Bürgermeister Thomas Blarer. Danach wechselte die Burg mehrfach ihren Besitzer. 1677 gehörte sie Hans Caspar Escher, 1770 dem Zürcher Rittmeister Hans Konrad Bürkli. Wiederum folgten einige Besitzerwechsel.

1933 brannte der Nordwestflügel nieder. 1974 kaufte der Kanton Zürich Schwandegg und restaurierte das Schloss. Heute befindet sich darin ein Restaurant mit einigen Zimmern zum Übernachten sowie ein Rittersaal, der gemietet werden kann.

Das Geschlecht derer von Schwandegg wird 1288 erstmals erwähnt. Ritter Heinrich von Schwandegg wird als Gefolgsmann des Hauses Habsburg bezeugt. 1413 starb die Familie im Mannesstamm aus.

Adelheid IV. von Schwandegg war 1402–1420 Äbtissin des adligen Damenstifts Schänis und damit Fürstin des Heiligen Römischen Reiches

Hotel & Restaurant
Schloss Schwandegg
8468 Waltalingen
+41 71 671 17 71
restaurant@schloss-schwandegg.ch 
VON SCHWANDEGG, N. (I37149)
 
3717 Schlossbesitzer von Heidegg
1185 Herren von Heidegg, 1421/29 Büsinger, 1482/83 Hasfurter, 1522/28 Tammann, 1561 Kündig, 1618 Fleckenstein, 1664/65 Pfyffer von Heidegg, 1700 Luzern, 1798 Kanton Baden, 1803 Kanton Luzern, 1849 Heggli, 1875 Pfyffer von Heidegg, 1950 Kanton Luzern 
VON BÜSINGEN, Lüpold (I37158)
 
3718 Schlosser

http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F124548?main_person=I351663 
HAUSKNECHT, Heinrich (I23027)
 
3719 Schmettau (Adelsgeschlecht)
Schmettau, auch Schmettow, ist der Name eines alten schlesischen Adelsgeschlechts.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmettau_(Adelsgeschlecht) 
VON SCHMETTAU, Georg Ernst (I740)
 
3720 Schmettau (Adelsgeschlecht)
Schmettau, auch Schmettow, ist der Name eines alten schlesischen Adelsgeschlechts.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmettau_(Adelsgeschlecht) 
SCHMETTAU, VON Georg (I931)
 
3721 Schmettau (Adelsgeschlecht)
Schmettau, auch Schmettow, ist der Name eines alten schlesischen Adelsgeschlechts.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmettau_(Adelsgeschlecht) 
SCHMETTAU (SMETE), Simon (I1177)
 
3722 Schm[iedezunft]
Erstmals erwähnt 1319, Speisetor: Sehr bedeutendes Tor vor der Stadterweiterung im 15. Jahrhundert, zumindest zeitweise mit einem Zwinger versehen. Diente lange als Kaserne.
gemäss SEHUM oo am 27.04.1652 in Heidelberg, wo auch die Kinder geboren sind (mindestens bis 1663)]

EM 114. Wolf Seelentag in www.geneal-forum.com zu "Billwiller von St.Gallen SG". FNB: a für Billwiller in St. Gallen SG. Bürger (1655) und Kupferschmied/Kupferschläger (1652, 1660) in Heidelberg. Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 17.8.1655 und Eberbach am 14.3.1658. Nach 1663 Rückkehr nach St. Gallen SG. 
BILLWILER, Jacob (I3725)
 
3723 Schneider, war frei

Stammlinie Auer

Johann Inhelder, Salez
Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 22
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184
ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 
AUWER, Hans Jacob (I17358)
 
3724 Schneider-Zünfter, ab 1492 Notensteiner, Ratsherr 1521 - 1527, Bürgermeistetr 1527 - 1530, rücktritt wegen Konkurses, vermöglicher Kaufmann, von 1482 bis 1519 Vermögenszunahme von 963 auf 6538 Pfund, kaufte als äbtisches Lehen das Schlösschen Winkelbach und 1529 einen Weingarten in Haslach, wohnte 1482 in St. Mangen, 11484-1486 im Brühl, 1488-1493 und 1524 an der Spiesergass, 1494-1523 und 1535-1530an der Multergass, wurde 1512 vom Götz von Berlichingen überfallen, 1530 vollständiger finanzieller Zusammenbruch da ihn sein Bruder Jakob in Nürnberg um eine große Summe Geld betrog und Rechnungen fälschte. MAIER \ MEYER\MAIER, Konrad Jakob (I9969)
 
3725 Schneiderzunft, 1541-42 Elfer
Andreas Hör war ein Glaskünstler in St. Gallen 
STAUDER, Jakob (I1373)
 
3726 Schnellenberg ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechtes des Ritterstandes, das im Sauerland begütert war. Ihr Stammsitz war die Burg Schnellenberg nahe Olpe im Sauerland. SCHNELLENBERG, N. (I37438)
 
3727 Schobinger Interesse galt dem Werk Vadians, außerdem gelang es Ihm durch seine besondere Verbindung mit Johann Philipp von Hohensax, den Codex Manesse in seine Privatbibliothek aufzunehmen.
Zur Unterstützung seiner wissenschaftlichen Arbeiten stellte er im Frührahr 1599 den jungen Schweizer Juristen Melchior Goldast von Haminsfeld (1578-11.08.1635 in Gießen) als Assistenten ein. Wahrscheinlich hat er vier Blätter aus der handschrift herausgenommen. Gosdast hat sich gegenüber dem Rektor des Gymansiums, Jakob Lorhard geäußert:" zu Genf und in Frankreich wann er in einer liberei in einem buch ein blat, zwei oder mehr befunden" die für ihn von Interesse waren "habe er dieselben flugks herauß gerissen und in seine hossen (Strümpfe) gestossen"

Goldast hatte eine sehr starke Leidenschaft für Bücher und Handschriften. In seiner Bibliothek befanden sich viele Schriften aus der Bibliothek in St. Gallen, die er unter anderem dort auch entwendet hatte. Der Büchernarr versuchte seine Bibliothek 1624 in Bremen zu sichern. Sie wurde im Katharinenkloster von Bremen eingelagert. Nach Goldast Tod verhandelte der Rat der Stadt Bremen mit den Erben über den Verbleib und den Ankauf der Bücher für Bremen. 1646 kamen die Verhandlungen zum Abschluss und Bremen hatte den Grundstock für seine 1660 eröffnete öffentliche Stadtbibliothek, die Bibliotheka Bremensis, bestehend aus heute wertvollen Handschriften, Urkunden und Inkunabeln aus der Frühzeit des Buchdrucks. Eines der bedeutendsten Bücher ist das erhaltene im Kloster Echternach geschaffene Perikopenbuch Heinrichs III., welches sich heute in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen befindet. Einige wertvolle Bücher, unter anderem von antiken Autoren, erbat und erhielt 1650 – vermittelt durch ihren Rat Isaac Vossius (1618–1689) – Königin Christine von Schweden. Ein kleiner Teil des Nachlasses, darunter 41 Pergamenturkunden sowie 98 Humanistenbriefe, kehrte 1948 nach St. Gallen zurück.  
SCHOBINGER, Dr. Dr. Bartholome (I4641)
 
3728 Schöffe des Oberamts Mettmann
I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel B 22 
METZGES, Adolf (I47521)
 
3729 Schöffe des Oberamts Mettmann
I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel B 22 („Jürgen Metzgeshausen“)
J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland I, Bonn 2011, Nr. 1295 („Jürgen zu Metzgeshaus“) 
METZGES, Georg (Jürgen) (I47529)
 
3730 Schon 1325 übergab ihm sein Vater die Burg Champvent und das Schloss N. Von da an stand N. mit den de Montfaucon im Konflikt um seine Güter in der Freigrafschaft Burgund. In Morteau errang er die Kastvogtei über das Priorat. Nachdem er 1343 Gf. von N. geworden war, erwarb er 1344 die Herrschaft Gorgier. Die wirtschaftl. Verwaltung der Grafschaft organisierte er wohl nach savoy. Vorbild. Um seine Herrschaft zu verdichten, gestand N. 1343 Boudry und 1349 bzw. 1353 Le Landeron das Stadtrecht zu. Als Militärunternehmer trat N. zu Beginn des Hundertjährigen Kriegs in den Dienst des franz. Königs und, zusammen mit seinem Sohn Johann, in jenen des Herrn von Mailand, Giovanni Visconti (1350-51), was zu grosser Verschuldung führte. N. musste Rechte abtreten, die nicht selten zum Grundstein neuer Gemeindevermögen wurden, um das Lösegeld für Johann aufzubringen. Dieser starb jedoch 1369 in Gefangenschaft. 1372 stiftete N. die Grabstätte der Grafen in der Stiftskirche von N. Da er keinen legitimen männl. Erben hatte, setzte er seine Töchter Varenne (oder Verena) und Isabella ( -> 9) als Erbinnen der Grafschaft ein, doch es war Letztere, die sich durchsetzte.


Literatur
– Hist.NE 1, 286-294
– Biogr.NE 1, 193-195

Autorin/Autor: Germain Hausmann / AHB 
VON NEUENBURG, Ludwig (I3241)
 
3731 Schon als Kind wurde Jolante 1181 mit Graf Heinrich II. von Champagne verlobt, der zuvor mit ihrer Schwester Isabella verlobt gewesen war, wobei beide Ehen letztlich nicht geschlossen wurden.[1] Im Juli 1193 wurde sie schließlich in Soissons mit Peter von Courtenay, Graf von Auxerre, als dessen zweite Ehefrau verheiratet.[2] 1212 beerbte sie den letzten ihrer vier Brüder, Philipp, als Gräfin von Namur.

Die zwei ältesten Brüder Jolantes, Balduin und Heinrich, gehörten zu den Anführern des vierten Kreuzzuges und amtierten nach der Eroberung Konstantinopels nacheinander als erste Kaiser des neu errichteten lateinischen Kaisertums. Beide starben 1205 bzw. 1216 erbenlos, worauf die lateinischen Barone Peter von Courtenay als den Ehemann deren ältester Schwester zu ihrem neuen Kaiser proklamierten. Unter Zurücklassung ihrer zwei älteren Söhne brachen Peter und Jolante nach Italien auf, wo Peter am 9. April 1217 in Sankt Laurentius vor den Mauern zu Rom von Papst Honorius III. zum Kaiser gesalbt und gekrönt wurde.[3] Peter urkundete zwei Tage darauf erstmals mit kaiserlicher Titulatur, und auch Jolante wurde zu diesem Anlass erstmals als Kaiserin (Yolens, eius vxor, eadem gratia Imperatrix) tituliert.[4] Von da an getrennt weiterreisend nahm die erneut schwangere Jolante mit ihren Töchtern den direkten Seeweg von Italien nach Konstantinopel. Bei einem Zwischenstopp auf Morea verheiratete sie ihre Tochter Agnes mit dem Fürst von Achaia, Gottfried II. von Villehardouin, der zu diesem Anlass die Oberhoheit des Kaisers über sein Fürstentum anerkannte. Zur selben Zeit gelangte ihr Ehemann im Kampf gegen den griechischen Despoten von Epirus in dessen Gefangenschaft, in der er zu einem unbekannten Zeitpunkt verstarb. Nach ihrer Ankunft in Konstantinopel übernahm Jolante deshalb als Kaisergemahlin die stellvertretende Regentschaft über das Kaiserreich. Ebenfalls brachte sie hier ihr letztes Kind zur Welt, den späteren Kaiser Balduin II.[5]

Als Regentin des lateinischen Konstantinopels suchte Jolante einen friedlichen Ausgleich mit dem verfeindeten griechischen Gegenkaiser von Nicäa, Theodor I. Laskaris, und verheiratete 1219 dafür ihre Tochter Maria an diesen. Kurz darauf verstarb sie. 
VON FLANDERN, Jolande (I40677)
 
3732 Schon vor rund 12'000 Jahren wurde das Hochtal von nomadisierenden Jägern besucht. Zahlreiche Funde aus der Steinzeit und aus der Bronzezeit wurden in den vergangenen Jahren aufgefunden. Doch bestanden damals vermutlich keine festen Siedlungen in dieser Gegend.

Der Wallfahrtsort MARIA EINSIEDELN (im Finstern Wald) ist eng mit dem Leben des HEILIGEN MEINRAD verbunden. Im Jahre 835 soll dieser an der Stelle, wo heute die Gnadenkapelle in der Klosterkirche steht, eine Klause und eine Kapelle errichtet haben, um in der Einsiedelei Gott zu dienen (daher der Ortsname Einsiedeln). Der Sage nach wurde MEINRAD 861 von zwei Landstreichern erschlagen. Daraufhin sollen zwei Raben die Mörder verfolgt und vor Gericht geführt haben. Aus diesem Grund sind auf dem Einsiedler Wappen zwei Raben abgebildet.

250 Jahre lang dauerte der MARCHSTREIT mit den Schwyzern, der zur SCHLACHT AM MORGARTEN (1315) führte. Das Kloster verlor rund die Hälfte seiner Gebiete an die Schwyzer. Verschiedene Brände verwüsteten mehrmals Kloster und Dorf. 1798 plünderten die Franzosen das Kloster und zerstörten wertvolle Einrichtungen.

Die Gründung der BENEDIKTINERABTEI geht auf das Jahr 934 zurück. Aus der Anfangszeit der Abtei gibt es eine Vielzahl erhaltener und gut dokumentierter Neumenhandschriften, die eine grosse Bedeutung für die Restitution des GREGORIANISCHEN CHORALS haben (Codex Einsidlensis 121). 1065 begründeten zwölf Mönche aus Einsiedeln ein Filial-Kloster in Hirsau.

Das barocke Kloster entstand von 1674 bis 1735 in drei Etappen nach den Plänen von CASPAR MOOSBRUGGER. Die Fresken und die Stuckarbeit im Inneren sind das Werk der BRÜDER ASAM. Das Deckenfresko ist das grösste der Schweiz.
Persönlichkeiten:
MEINRAD VON EINSIEDELN (um 797–861), Einsiedler und Heiliger der katholischen Kirche (Patron von Einsiedeln)
HUDRYCH ZWINGLI (1484–1531), Reformator, Pfarrer und Pilgerbetreuer in Einsiedeln von 1516 bis 1519
THEOPRAS VON HOHENHEIM (1493–1541), PARACELSUS, Arzt und Alchemist

Das KLOSTER EINSIEDELN (lateinisch Abbatia territorialis Sanctissimae Virginis Mariae Einsiedlensis) mit seiner Abtei- und Kathedralkirche Maria Himmelfahrt und St. Mauritius ist eine exemte BENEDIKTINERABTEI in der Gemeinde Einsiedeln im Kanton Schwyz. Die Abtei ist der grösste Wallfahrtsort der Schweiz und eine bedeutende Station auf dem JAKOBSWEG.

Von der Meinradszelle zur Reichsabtei
Im Jahr 828 zog sich der Benediktiner MEINRAD vom KLOSTER REICHENAU als Einsiedler auf den Etzelpass zurück. An einem abgelegenen Ort baute er sich 835 eine neue Klause mit einer kleinen Kapelle. Dieser Ort lag etwas südlicher, mitten im Finstern Wald. Der Legende nach wurde MEINRAD dort von Menschen aufgesucht, welche seinen Rat und Trost erbaten und ihm dafür Gaben überliessen. Am 21. Januar 861 soll er von Landstreichern überfallen und ermordet worden sein. Seine Leiche wurde auf der REICHENAU bestattet, das Herz auf dem ETZEL begraben.

Über 40 Jahre später wurde die Meinradszelle wieder zum Anziehungspunkt für Einsiedler. Unter ihnen war auch BENNO, der kurze Zeit Bischof von Metz war. Sie liessen sich 906 bei der Zelle nieder und machten die Gegend urbar. 934 wurden die Einsiedler durch EBERHARD, einen Dompropst aus Strassburg, zu einem Benediktinerkloster zusammengefasst. EBERHARD, der erste Abt, verfügte über Eigenleute, welche die erste Bevölkerung des Hochtals bildeten.

Die Gründung des Stifts wurde am 27. Oktober 947 durch KÖNIG OTTO I. bestätigt und ging mit einer üblichen Schenkung von Land einher. Zur Schenkung OTTTOS I. gehörte auch die Insel Ufenau, die zu diesem Zeitpunkt dem DAMENSTIFT SÄCKINGEN gehörte. Das DAMENSTIFT SÄCKINGEN wurde dafür mit anderen Besitzungen entschädigt. Das Stift Einsiedeln erhielt ausserdem die freie Abtwahl und Immunität. Im Jahr 948 wurde die erste Abteikirche zu Ehren Marias und des heiligen Mauritius geweiht.

Einsiedeln Benediktinerabtei
Männerkloster in der polit. Gem. E. SZ. Das 934 gegr. Kloster gehörte ursprünglich zur Diözese Konstanz, kam 1819 provisorisch, 1824 definitiv zur Diözese Chur und ist seit 1907 abbatia nullius (papstunmittelbare Abtei). 947 Mehinratescella, 961 Eberhartescella, 1073 Einsidelen, 1433 monasterium Beatae Mariae loci Heremitarum. Patrone: Maria und Mauritius, Meinrad.

Die wirtschaftl. Grundlagen des Klosters schafften Schenkungen und Stiftungen des schwäb. Herzogshauses und der Ottonen im 10. Jh., in den folgenden zwei Jahrhunderten ergänzt durch Güterschenkungen regionaler Hochadliger (u.a. Nellenburger, Frh. von Wolhusen [?], Regensberger). Der älteste Besitz lag v.a. am Zürichsee: die Insel Ufenau, die Höfe Pfäffikon und Wollerau (965), Güter in Stäfa und Männedorf (959), Meilen und Uerikon (965). Dazu kamen entferntere Güter, etwa im St. Galler Rheintal, Elsass, Breisgau und Vorarlberg. Das eigentl. Klostergebiet (Einzugsgebiet der Flüsse Alp, Sihl und Biber) schenkte Ks. Heinrich II. 1018 dem Stift. Streubesitz verteilte sich auch auf die Kt. Aargau, Zug, Schwyz, Luzern, Bern und Solothurn. Die rechtl. und wirtschaftl. Strukturen der klösterl. Grundherrschaft sind für das HochMA nur dürftig rekonstruierbar und erst ab dem ausgehenden 13. Jh. fassbarer. Hofoffnungen schrieben das Gewohnheitsrecht in den Beziehungen zwischen E. und seinen Gotteshausleuten fest. Da die rechtl. Gewalt über die Hofleute unterschiedlich, im Ganzen aber eher gering war, konzentrierte sich das Kloster mehr und mehr auf den wirtschaftl. Ertrag seines Gebiets. Eine eigentl. Nutzungsstrategie ist vor dem 13. Jh. nicht belegbar und auch nicht anzunehmen. Eine erste Güteraufzeichnung erfolgte um 1220 (Abt Konrad von Thun). Unter Abt Anselm von Schwanden (1233-66) wurden zur Verbesserung der Güterverwaltung der Turm in Pfäffikon und der Einsiedlerhof beim Fraumünster in Zürich gebaut. Mit Zürich stand E. vom 13. Jh. an in einem Burgrecht, das aus polit. Gründen allerdings zeitweise gelockert werden musste. Abt Johannes von Hasenburg veranlasste die erste Gesamtaufzeichnung fast aller Güter (sog. Grosses Urbar von 1331). In der Bildung von Ämtern und im Einsatz absetzbarer Ammänner (älter war ein erbl. Meieramt) widerspiegelt sich die ertragsorientierte Güternutzung. Die Naturalabgaben der Gotteshausleute dokumentieren eine vielfältige landwirtschaftl. Produktion. Die im SpätMA zunehmende Bedeutung der Viehwirtschaft zeichnet sich an der Entstehung sog. Schweigen ab: Auf Eigenland des Klosters oder auf ehem. Allmendgebiet wurden eigentl. Viehhöfe errichtet oder vielleicht (bis ins 15. Jh. nicht klar unterscheidbar) ledigl. Weideland mit Hütten und Ställen versehen. Die Reformation brachte keine Besitzverluste. Im 17. Jh. erwarb E. Herrschaftsrechte im Thurgau (Freudenfels, Gachnang und Sonnenberg). Nach der Helvetik wurde der Grundbesitz zwar zurückgegeben; die Zehntablösungen verursachten jedoch Einkommensverluste. Eine Mitverpflichtung zur Tilgung der Sonderbundskriegsschulden zwang zum Verkauf von Gachnang. Der heutige Landbesitz ist grösstenteils verpachtet oder wird von den Propsteien St. Gerold (Vorarlberg) und Fahr sowie von den Statthaltereien verwaltet. Namentlich die Bewirtschaftung des Waldes und die traditionelle Pferdezucht (erst nach 1200 eindeutiger nachweisbar) liegen in den Händen des Klosters. 
VON SCHWANDEN, N. (I8041)
 
3733 Schönau (Adelsgeschlecht)
Schönau, auch Schoenau, ist der Name eines alten elsässischen Adelsgeschlechts mit gleichnamigem Stammhaus am Rhein, östlich von Schlettstadt, das sich im 14. Jahrhundert im Südschwarzwald niederließ und dort die Linien Schönau-Wehr, Schönau-Zell, Schönau-Schwörstadt und Schönau-Oeschgen begründete. Die Linie Schönau-Wehr existiert bis heute.
Maria-Ursula stammt aus diesem Zweig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schönau_(Adelsgeschlecht) 
VON SCHÖNAU, Maria Ursula (I46682)
 
3734 Schönau-Wehr
Aus der Linie sind bedeutende Angehörige hervorgegangen, die vor allem in badischen Diensten standen. Joseph Anton Xaver Freiherr von Schönau (1773–1839), Sohn von Franz Anton Fidel Freiherr von Schönau aus seiner Ehe mit Sophie von Baden zu Zell, wurde großherzoglich-badischer Kämmerer. Er heiratete am 9. Oktober 1803 Josepha Freiin von Gemmingen-Hagenschieß (1783–1840) und konnte die Linie fortsetzen. Ihr ältester Sohn Adolph Freiherr von Schönau, Herr auf Wehr, Stein, Ober- und Niederschwörstadt, Niederdossenbach, Oeschgen und Weilbach, heiratete 1832 Thecla Gräfin von Thurn-Valsassina. Aus der Ehe kam unter anderem Freiherr Roderich von Schönau, der großherzoglich badischer Leutnant im 2. Dragonerregiment wurde. Sein Onkel, Rudolph Freiherr von Schönau (1809–1880), war großherzoglich badischer Kammerherr und Hofjägermeister. Er heiratete 1846 Sophie Gulat von Wellenburg (1826–1896), Präsidentin der Abteilung III des Badischen Frauenvereins. 
VON SCHÖNAU-WEHR, Hans Hyrus (I46769)
 
3735 Schönefeld wurde 1375 das erste Mal als Schonenvelde und Schonenvelt im Landbuch Karls IV. urkundlich erwähnt. Das Angerdorf war in diesem Jahr 55 Hufen groß, davon entfielen drei abgabenfreie Hufen auf den Pfarrer. Eine Familie H. Schönefeld besaß vier freie und zwei Pachthufen. Eine Familie Matheus, die als Bauer in Schönefeld geführt wurde, war für vier Hufen von Bede und Wagendienst befreit. Es gab ein Lehnschulzengut mit vier weiteren freien Hufen sowie sieben Kötterhöfe, eine Mühle und einen wüst gefallenen Krug. Der Ort gehörte zu dieser Zeit um 1375 der Familie von Selchow, die das Ober- und Untergericht hielt, denen Wagendienste und Krugzinsen sowie ein Anteil an der Bede sowie an der Mühle zustanden. Außerdem hatten sie das Kirchenpatronat inne. Weitere Eigentümer war die Familie Schönefeld sowie ein Bürger T. Glase aus Cölln, dem Pacht und Zins von vier Hufen und Bede von zwei Hufen zustanden. Die Brüder Hönow aus Cölln erhielten Pacht und Zins auf elfeinhalb Hufen. Im Jahr 1450 bestand der Ort aus 52 Hufen, wobei erneut zwei dem Pfarrer zustanden und eine nach wie vor wüst lag. Für die verbleibenden 40 Hufen mussten Zinsen bezahlt werden. Der Krug schien mittlerweile wieder besetzt zu sein. 1454 erschien ein U. Zeuschel in den Unterlagen, dem die Hebungen des T. Glasow aus einem Hof zustanden. Um 1450 erschien weiterhin die Familie Mußlow im Ort.
Die Besitzanteile gestalteten sich in den folgenden Jahrzehnten ausgesprochen komplex. Ein erster Anteil ging vor 1466 an die Familie Hoppenrade zu Zepernick und von dort bis 1872 zum Kollegiatstift Cölln. Es erhielt 1466 die Renten, ab 1514 die Rechte der Familie Mußlow und ab 1533 die Hebungen der Hönows. Ab 1590 kamen die Rechte und Hebungen der Familien Trebow, Göde und Bardnick hinzu, ab 1608 auch deren Gerichte. 1693 erhielt das Kollegiatstift insgesamt sieben Achtel des Dorfes als Anteil, der 1704 nochmals bestätigt wurde. Darunter fielen ab 1745 auch die Gerichtsbarkeiten, Pächte, Zinsen sowie der Zehnt von elf Bauern, drei Köttern und dem Krug.

Ein weiterer Anteil kam vor 1472 an die Familie von Diricke, die ihn 1472 an den Bürger Krewitz aus Berlin weitergaben. Er erhielt ein halbes Dorf mit Ober- und Untergerichtsbarkeit, Kirchenpatronat sowie Hebungen von neun Höfen und einem wüsten Hof mit zwei wüsten Hufen. Dieser Anteil ging vor 1536 bis 1580 an den Bürger Mittelstraß aus Bernau bei Berlin, der das halbe Dorf, die halbe Ober- und Untergerichtsbarkeit, das Kirchenpatronat, die Straßengerechtigkeit sowie die halben Einnahmen aus dem Lehnschulzengut mit vier Hufen erhielt. Dem Bürger standen weiterhin die Einkünfte von drei Kötter, Hebungen von einem Vierhufner, fünf Zweihufern, einen Halbhufnern und im Jahr 1536 von anderthalb Hufen des Krügers zu. Dieser Anteil ging bis 1590 an die Familie Guden (Göde), die es zusammen mit den Anteilen der Familien Trebbow und Bardnick an das Kollegialstift weitergaben.

Ein dritter Anteil kam vor 1375 an den Bürger Hönow aus Cölln, der Pacht und Zins aus elfeinhalb Hufen erhielt. 1472 standen ihm Einnahmen von drei Höfen und 22 Hufen und Hebungen zu. Diese Hebungen kamen 1533 an das Kollegialstift. Ein vierter Anteil lag vor 1450 bis nach 1514 bei der Familie Mußlow. Sie erwarben weitere kurfürstliche Rechte und übertrugen sie an den Amtmann zu Köpenick G. Flans. Die Familie von Flans erhielt vor 1539 bis 1675 ein Achtel der Ober- und Untergerichtsbarkeit sowie 1539 Hebungen von vier Hufen; 1571 zusätzlich von drei Köttern. 1609 kamen von Rüdigers Witwe weitere Einkünfte aus einem Hof mit vier freien Hufen sowie sieben Anteile an der Fischerei und der Zaungerichtsbarkeit hinzu. Dieser Anteil fiel 1675 bis 1736 an das Amt Köpenick, die ein Achtel der Ober- und Untergerichtsbarkeit erhielten, das Kirchenpatronat, einen freien Hof mit vier Hufen, einen Bauernhof mit einem Hufen, den nach wie vor wüsten Krug mit drei Hufen und ab 1729 auch die Hebungen aus dem Gut Großmachnow von vier Höfen. 1736 übernahm die Herrschaft Königs Wusterhausen diesen Anteil, der im 19. Jahrhundert verpachtet wurde. Ein letzter Anteil war vor 1608 bis nach 1745 in kurfürstlichem Besitz und wurde 1745 vom Amt Mühlenhof über die Dienste der Untertanen des Kollegiatstifts verwaltet.

16. und 17. Jahrhundert
Im Jahr 1541 bestand die Gemarkung nach wie vor aus 52 Hufen und drei Pfarrhufen. Vor 1571 kaufte die Familie Mittelstraß einen Vierhufner aus und machte ihn zum Wohnhof. Vor dem Dreißigjährigen Krieg lebten 1624 im Ort zwölf Hufner, drei Kötter und ein Hirte. Es gab noch keine eigene Schmiede – bei Bedarf kam ein Laufschmied vorbei. Nach dem Krieg waren es noch sechs Bauern mit einem Stiefsohn sowie fünf Knechten. Hinzu kamen drei Kötterhöfe mit einem Knecht. Die Funktion des Lehnschulzen hatte der Pfarrer aus Berlin-Bohnsdorf übernommen. 1690 waren von den elf Bauernhöfen noch drei wüst. Die drei Kötter waren ebenfalls noch im Ort, doch die Umstände waren offenbar schwierig. Die Statistik verzeichnet, dass die „ein hohes und mageres Feld, wenige Wiese“ haben.

18. Jahrhundert
Im Jahr 1704 gab es einen freien Hof des Amtes Köpenick der drei freie Hufen im Dorf sowie dreieinhalb wüste Hufen auf der Feldmark Diepensee umfasste. Ein Hufen kam aus der mittlerweile offenbar wieder wüst gefallenen Krugstelle in Schönefeld hinzu. 1711 gab es mittlerweile eine eigene Schmiede, neun Hufner, drei Kötter und einen Hirten. Sie zahlten für 48 Hufen je acht Groschen. 1745 war eine Meierei der Herrschaft Königs Wusterhausen mit vier freien Hufen entstanden. Es gab weiterhin elf Bauern, drei Kötter und erneut einen Krug. Im Jahr 1771 bestand Schönefeld aus 15 Giebeln (=Wohnhäusern), einem Schmied und einem Hirten. Die Abgaben lagen konstant bei acht Groschen je Hufen.

19. Jahrhundert
Im Jahr 1801 gab es elf Ganzbauern, zwei Ganzkötter, sechs Einlieger, eine Schmiede und einen Krug. Das Vorwerk wurde in Erbpacht betrieben; es gab insgesamt 22 Feuerstellen (=Haushalte). Schönefeld und seine im 21. Jahrhundert vorhandenen Ortsteile kamen 1817 zum Kreis Teltow in der preußischen Provinz Brandenburg. 1840 berichtete die Statistik lediglich von 22 Wohnhäusern in Dorf und Vorwerk. 1858 gab es das Dorf mit dem Etablissement Adlermühle. Dort gab es 16 Hofeigentümer, die 39 Knechte und Mägde sowie 47 Tagelöhner beschäftigten. Es gab einen nebengewerblichen Landwirt und zwei Arbeiter sowie zwei Personen „Gesinde“. Im Dorf bestanden 17 Besitzungen. Zwölf von ihnen waren zwischen 30 und 300 Morgen groß (zusammen 2470 Morgen), vier zwischen fünf und 30 Morgen (zusammen 55 Morgen) und eine weitere drei Morgen groß. In Schönefeld hatten sich zahlreiche Gewerke angesiedelt. Es gab einen Schuhmachermeister, zwei Schneidermeister mit sechs Gesellen und einem Lehrling, einen Zimmergesellen, einen Grobschmeidemeister mit einem Gesellen und einem Lehrling, einen Verfertiger von Produkten aus Getreide mit zwei Gehilfen sowie zwei Kaufleute und den Krüger. Die Statistik erwähnt jedoch auch drei als „Arme“ bezeichnete Personen. Im Rittergut gab es den Gutseigentümer mit zwölf Knechten und Mägden sowie 26 Tagelöhnern. Sie bewirtschafteten 1306 Morgen Fläche. 1860 bestanden im Dorf vier öffentliche, 30 Wohn- und 60 Wirtschaftsgebäude, darunter eine Getreidemühle. Es wurden 2528 Morgen Acker bewirtschaftet. Im Gut gab es vier Wohn- und zehn Wirtschaftsgebäude; bewirtschaftet wurden 1201 Morgen Macker, 88 Morgen Wald, elf Morgen Wiese und sechs Morgen Gartenland. 
JAHN, Maria Elisabeth (I64)
 
3736 Schöneweide (Nuthe-Urstromtal)

Schöneweide ist ein Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg.

Schöneweide liegt im Baruther Urstromtal etwa zehn Kilometer östlich des Stadtzentrums von Luckenwalde. Umliegende Ortschaften sind der zur Stadt Trebbin gehörende Ortsteil Lüdersdorf im Norden, die zur Gemeinde Am Mellensee gehörenden Ortsteile Sperenberg im Nordosten und Kummersdorf-Gut im Osten, Schönefeld im Südosten, Gottow im Süden, Woltersdorf im Westen sowie Scharfenbrück im Nordwesten.

Durch Schöneweide verläuft die Kreisstraße 7223. Die Bundesstraße 101 von Ludwigsfelde nach Jüterbog ist etwa sieben Kilometer entfernt. Durch den Ort fließt das Hammerfließ. Im Nordosten und im Südwesten ist Schöneweide von Waldgebiet des Forst Kummersdorf umgeben. Im südöstlichen Teil quert der Flotte Graben die Gemarkung.

Geschichte
14. bis 16. Jahrhundert
Schöneweide wurde 1375 erstmals als Schoneweide, Schonweide und Schoneweyde im Landbuch Karls IV. lediglich als Kirchdorf ohne weitere Größenangabe urkundlich erwähnt. Damals gehörte der Ort zur Herrschaft Zossen bzw. ab 1492 zum daraus gebildeten Amt Zossen. 1541 wurde Schonewede als „Dorf im Bereich der früheren Herrschaft Zossen“ erneut erwähnt. Dort lebten 1583 ein Lehnschulze mit zwei Hufen, ein Lehnmann mit ebenfalls zwei Hufen sowie zehn Einhufner einschließlich eines Krügers. Weiter gab es acht Kötterhöfe mit Acker von einem bis zu 14 Morgen Fläche. Schöneweide hatte „seit alters her“ 14 Hufen.

17. Jahrhundert
Vor dem Dreißigjährigen Krieg lebten im Ort zwölf Hufner, acht Kötter, ein Kostknecht sowie zwei Paar Hausleute. Nach dem Krieg waren der Schulze, drei Bauern mit einem Stiefsohn sowie sechs Kötter mit zwei Knechten im Ort ansässig. 1692 erwarb M. Valtin Lamprecht aus Görzke das Recht, auf der „Schöneweidischen Heide“ einen mittlerweile verfallenen Teerofen wiederaufzubauen, der unter dem Namen „Zur neuen Wohlfarth“ geführt wurde.

18. Jahrhundert

Im Jahr 1711 gab es in Schöneweide 12 Hufner, sechs Kötter, einen Hirten und einen Knecht sowie zweieinhalb Paar Hausleute. Sie zahlten für die 14 Hufen je acht Groschen an Abgaben. 1716 schien der Teerofen schon in Betrieb zu sein, denn er sollte zum Pechkochen eingerichtet werden. 1744 erschien der Ofen erneut, dieses Mal als „Teerschschwelerei zu Schöneweide“. Der Besitzer war ein Picher namens Andreas Köppen, der 1735 fünf Scheffel Saat, und Wiese zu fünf Fuder Heu bezahlen musste. 1745 lebten in Schöneweide 12 Bauern, acht Kötter sowie der Krüger. Es gab Einnahmen aus dem Landnebenzoll nach Zossen sowie ein weiteres Forsthaus, dass von einem Kötter bewohnt wurde. Außerhalb des Ortes bestand der Teerofen mit sieben Familienhäusern. 1753 entstand die Dorfkirche. 1755 bewirtschaftete der Lehnschulze zwei Hufen, ebenso der Lehnbauer. Es gab zehn Einhufner, die Kötterdienste leisten mussten, fünf Kötter, zwei Halbkötter und 14 Büdner. Hinzu kamen zwei Leineweber, ein Stellmacher, ein Zimmermann, ein Schenkkrug, ein Hirte, ein Teerbrenner sowie zwei einzelne Einlieger. Die Pechhütte „in der Heide“ bestand ebenfalls nach wie vor. 1771 bestand Schöneweide aus 20 Giebeln (=Wohnhäuser). Dort lebten unter anderem der Hirte und sechs Paar Hausleute. Sie leisteten nach wie vor acht Groschen Abgaben je Hufe. 
SCHRAMM, Hanß \ Johann (I293)
 
3737 Schreiber, Schulmeister, Papiermacher, evangelisch-reformiert

Frank Heidermanns:
Tafelindex:1 „Auw“ - Maria Elisabeth von Auw (1736 - 1804)- auf Tafel Eller–Hoesch (PDF/JPG)
http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Eller-Hoesch&FN=Auw

A. Blömer, Ahnenliste Johann Peter Keller, * 3.4.1935 in Rheydt, Mönchengladbach 1987, S. 46
L. Müller-Westphal, Wappen und Genealogien Dürener Familien, Düren 1989, S. 38
A. Blömer, Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 8
A. Blömer, Die Familie Reisgen aus Lipp bei Bedburg, Mönchengladbach 2005, S. 25
http://freepages.genealogy.rootsweb.ancestry.com/~berta/auwjohannesgerman.html (ausführlich zu den Vorfahren)

Büsingen am Hochrhein, die deutsche Insel in der Schweiz
https://www.buesingen.de/willkommen
https://de.wikipedia.org/wiki/Büsingen_am_Hochrhein 
VON AUW, Heinrich (I615)
 
3738 Schu(h)mann

siehe
Stammfolge Metz 3. Generation
Blatt 3/1 (Hans Michael Metz)
Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html 
SCHUHMANN, Maria Eva (I43214)
 
3739 Schuhmacher aus „Dabkraft“ (wohl Topcroft), Grafschaft Norfolk/ England, kam während des 30-jährigen Krieges in die Kurpfalz.
14.10.1650 Bürgerannahme in Weinheim; 1653-57 Pförtner am Obertor; seit 1658 Glöckner; ab 1667 Glöckner bei der Stadtkirche in Weinheim.

Elisabeth Stuart (1596-1662), Prinzessin von England und Schottland heiratete 1632 Friedrich V. aus der Pfalz (1596-1632); 13 Kinder; Für Friedrich bot sich eine Heirat mit Elisabeth Stuart, der einzigen Tochter des englischen, schottischen und irischen Königs Jakob I. und somit einer der zu jener Zeit höchstgestellten Bräute Europas, an. Am 26. April 1613 verließ Friedrich V. mit seiner frischangetrauten Gattin England per Schiff und wurde auf seiner Heimreise zunächst in den Niederlanden festlich empfangen. Er traf u. a. in Den Haag seinen Onkel Moritz von Oranien, reiste dann mit Elisabeth nach Deutschland und wurde mit ihr gemeinsam bei der Ankunft in Heidelberg (17. Juni 1613) von der Bevölkerung jubelnd begrüßt.

Die Markgrafschaft Baden-Baden (katholisch) entstand 1535 zusammen mit der Markgrafschaft Baden-Durlach (evangelisch) durch Erbteilung aus der Markgrafschaft Baden

" Pfälzer Pfarrer-, Schul- und Meßnerei-Competenzbuch" von 1671 i, GLA Karlsruhe:
Benedict Randoll, Glöckner in Weinheim bei der Stadtkirche:
"Mein alter seit Johannestag 70 Jahre, bin gebohren in Engeland zu Dabkraft in Norvolk, habe nuhmer in Churpfalz gedienet vor Glockner in der alten Stadt Weinheim in das 13. Jahr bey der Stadt nuhmer 4 Jahre"
Anmerkung: Der Familienname hieß ursprünglich vielleicht Randolt.
Varianten wie Randolpf, Randol u.a. sind willkürliche Schreibweisen der Scribenten. 
RANDOLL\RANDOLT, Benedict (I845)
 
3740 Schuhmacher in Weinheim, Bürgerannahme 25.11.1717, Saupfründer 1723; Lt. Nahrungszettel 315 vom 03.02.1721 Besitzer eines halben einstöckigen Hauses im Großviertel am Grundelbach

Sein Vater Johann Truringer, ein Schuhmacher, kam mit Ehefrau Anna Maria und 3 Kindern von Hosenruck, Bezirk Weinfelden, Kanton Thurgau, Schweiz, nach Weinheim und wird am 23.05.1698 in die Bürgschaft aufgenommen. https://de.wikipedia.org/wiki/Hosenruck

siehe
Stammfolge RANDOLL 4. Generation Blatt 4/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html
 
TRURINGER, Johann Georg (I43151)
 
3741 Schuhmachermeister in Weinheim "Leichenmann"
zweite Ehe siehe Blatt 7/7b

siehe
Stammfolge Metz 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 2. Generation Blatt 2/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 3. Generation
Blatt 3/1 (Hans Michael Metz) und, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 4. Generation
Blatt 4/5 Valentin Metz / Christina Margaretha Lutz, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 5. Generation
Blatt 5/9 , Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

siehe
1. Friedrich Christian I. Metz siehe Blatt 6/12
2. Katharina Elisabeth Metz siehe Blatt 6/13
7. Johann Peter Metz siehe Blatt 6/14
9. Johann Philipp Metz siehe Blatt 6/15

siehe 7. Generation Blatt 7/7

 
METZ, Friedrich Christian IV. (I43714)
 
3742 Schulmeister in Büsingen

Frank Heidermanns:
Tafelindex:1 „Auw“ - Maria Elisabeth von Auw (1736 - 1804)- auf Tafel Eller–Hoesch (PDF/JPG)
http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Eller-Hoesch&FN=Auw

A. Blömer, Ahnenliste Johann Peter Keller, * 3.4.1935 in Rheydt, Mönchengladbach 1987, S. 68A. Blömer,
Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 10

Die Familienstammbaum Diehl-Veröffentlichung wurde von C.C.E.D. Diehl erstellt (nimm Kontakt auf) und besteht aus 46.474-Personen, Stand 24.06.2024
https://www.genealogieonline.nl/de/stamboom-diehl/I13717.php

Büsingen am Hochrhein, die deutsche Insel in der Schweiz
https://www.buesingen.de/willkommen
https://de.wikipedia.org/wiki/Büsingen_am_Hochrhein


 
VON AUW, Heinrich (I820)
 
3743 Schwager des Kaisers Johannes Tzimiskes SKLEROS, Konstantin (I16150)
 
3744 Schwarzburg-Rudolstadt ist der Name eines ehemaligen Fürstentums in Thüringen. Es wurde 1599 zunächst als Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt gebildet und war von 1710 bis 1918 ein Fürstentum. Nach dem Sturz der Monarchie wurde das Land 1918 zum Freistaat Schwarzburg-Rudolstadt und ging 1920 im Land Thüringen auf.
 
VON WOLFRAMSDORF, Adam Heinrich (I45789)
 
3745 Schwarzenberg (im tschechischen Sprachgebrauch Schwarzenbergové (pl.), früher auch Švarcenberkové) ist der Name eines aus Seinsheim in Franken stammenden Uradelsgeschlechts, das der Familie von Seinsheim entstammt und sich nach dem 1405 erworbenen Schloss Schwarzenberg im Steigerwald benannte, welches sich noch im Familienbesitz befindet.

Seit dem 15. Jahrhundert erwarb die Familie Güter in Böhmen, wo sie bis 1946 zu den größten Grundbesitzern gehörte. Ferner erbte sie Ländereien in Österreich sowie in Süd- und Westdeutschland. Die Familie stellte viele einflussreiche Staatsmänner am kaiserlichen Hof der Habsburger in Wien, stieg 1599 zu Reichsgrafen und 1670 zu Reichsfürsten auf und zählt daher zum Hochadel. Sie ist bis heute in Böhmen und Österreich ansässig.

Ein freiherrlicher Zweig wanderte im 16. Jahrhundert von Franken in die Niederlande aus, wo er in den dortigen Adel aufgenommen wurde und ebenfalls bis heute existiert. 
VON SCHWARZENBERG, Helena (I46858)
 
3746 Schwester der Glasmacher Ulrich & Jakob Funk

ZU ULRICH FUNK:
um 1480 Zürich, 11.10.1531 Kappel am Albis, von Zürich. Sohn des Hans, Glasers und Glasmalers. Bruder des Hans (->). ​Regula Ziegler, Tochter des Kleinhans, Ziegelhüttenbesitzers und Grossrats. Glasmaler. Lehre bei seinem Onkel Ludwig F. sowie bei Vater und Sohn Hans Leu, 1511 Meister. F. erhielt zahlreiche öffentl. Aufträge, doch kann ihm kein Werk mit Sicherheit zugeschrieben werden. 1523 Vertreter der Meisen im Gr. Rat von Zürich, 1531 Ratsherr. 1521 eidg. Gesandter zu den Friedensverhandlungen zwischen dem Papst und dem Kg. von Frankreich. 1523 Augustineramtmann, 1525 Eherichter. Teilnehmer an den Disputationen in Zürich 1523, in Baden und Bern 1528 und in Marburg 1529. Enger Vertrauter Huldrych Zwinglis. F.s polit. Karriere war an den Erfolg der Reformation in Zürich gekoppelt, als deren Verfechter er in Kappel am Albis fiel. Mitverfasser der Streitschrift "Das Gyrenrupfen" (1523).

ZU HANS FUNK
um 1470 Zürich, Ende 1539 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans, Glasers und Glasmalers. Bruder des Ulrich (->). ​1) Madlen Gasser, 2) Anna Lustorfer. Ab ca. 1500 als Glasmaler in Bern ansässig. Hier ab 1512 Grossweibel und ab 1519 Grossrat. 1539 wegen Totschlags eines Berufskollegen aus Bern verbannt. Das dokumentierte Œuvre F.s weist diesen als einen der bedeutendsten Schweizer Glasmaler seiner Zeit aus. Zu seiner Kundschaft in Bern, wo er im Einflussbereich Niklaus Manuels stand und vermutlich mehrere Mitarbeiter beschäftigte, zählten u.a. der Berner, Freiburger und Basler Rat, geistl. Würdenträger sowie Patrizierfam. aus dem In- und Ausland. Mehrere Glasgemälde sind erhalten geblieben, u.a. die Berner Ämterscheibe im Rathaus Mülhausen (1512), Scheiben im Kloster Wettingen (1522) und Wappen- und Bannerträgerscheiben im Rathaus Lausanne (um 1528). 
FUNK, Regula (I1361)
 
3747 Schwester des Johannes Baptista Jacob Enoch RU(TH)LAND, Johanna Augusta (I1172)
 
3748 Schwester des Salomon Rütiner 1528-1586, siehe Alther Spalte 5 RÜTINER \ REUTINER, Barbara (I4434)
 
3749 Schwester von Johanne Rosina Lorenz LORENZ\LEHMANN, Johanne Sophie (I143)
 
3750 Sebastian hat schwarze Haare, weshalb dessen Nachkommen die „Schwarzen Zollikofer“ genannt werden. Ludwigs Haare waren rot, weshalb seine Nachkommen die „roten Zollikofer“ genannt wurden.
Notensteiner, Stadtrichter 1474-76, Ratsherr 1485-1502, Bussner und Steuermeister 1502, jedem
seine Kinder gab er 1000 Gulden Heiratsgut, 1471 geadelt von Kaiser Friedrich.
Die Söhne von Hans, Sebastian (1444-1502), Erster der schwarzen Linie, deren spätere Angehörige sich Z. von Nengensberg nannten, und Ludwig ( -> 20), Erster der roten Linie, gründeten die Zollikofer'sche Handelsgesellschaft.
- der unehelich in Spanien geborene Sohn aus zweiter Beziehung OHNE EHE Thomas heiratete 1510 Katharina Montfort, mit der er drei in St. Gallen geborene Kinder hat: Thomas, Christoph und Wolfgang 
ZOLLIKOFER, Sebastian (I4729)
 

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