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| 3751 | Seengen im Aargau Archäologische Funde weisen auf die nachfolgende Besiedlung durch die Alamannen hin. Die erste urkundliche Erwähnung von Seynga erfolgte im Jahr 893 in einem Zinsrodel des Fraumünsters in Zürich. Der Ortsname stammt vom althochdeutschen Seingun, was «bei den Siedlern am See(ufer)» bedeutet.[6] Im späten 12. Jahrhundert liessen die Hallwyler am Aabach einen Wohnturm errichten, aus dem sich das Schloss Hallwyl entwickelte. Die Hallwyler waren damals ein einflussreiches Ministerialengeschlecht im Dienste der Grafen von Lenzburg, ab 1173 der Grafen von Kyburg. Nachdem diese ausgestorben waren, übernahmen die Habsburger im Jahr 1273 die Landesherrschaft und die Blutgerichtsbarkeit. 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau. Seengen gehörte nun zum Untertanengebiet der Stadt Bern, dem so genannten Berner Aargau. Das Dorf war der Hauptort eines Gerichtsbezirks im Amt Lenzburg, in welchem die Herren von Hallwyl die niedere Gerichtsbarkeit und weitere Rechte ausübten. 1528 führten die Berner die Reformation ein. Der 1346 erstmals erwähnte Eichhof, ein ehemaliger Steckhof, wurde vermutlich 1751 in das Gemeinwesen integriert. Die erste überlieferte Offnung stammt aus dem Jahr 1462, das erste Schulhaus entstand 1686. Dominierend war die Landwirtschaft, auch Weinbau spielte eine grössere Rolle. Die Verarbeitung von Baumwolle in Heimarbeit brachte ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zusätzliche Verdienstmöglichkeiten. Das Schloss Hallwyl [halˈviːl] ist eines der bedeutendsten Wasserschlösser der Schweiz und befindet sich auf zwei Inseln im Aabach, nahe dem nördlichen Ende des Hallwilersees auf dem Gebiet der Gemeinde Seengen. Seit 1925 ist es öffentlich zugänglich und seit 1994 im Besitz des Kantons Aargau und ist Teil des Museums Aargau. | VON SEENGEN, Magdalena (I10235)
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| 3752 | Sehenswerte Burganlage an der Strasse zwischen den Dörfern Herblingen und Stetten. Die Ritter von Herblingen werden bereits 1181 erwähnt, doch gehen alle wesentlichen Bauteile der Burg – Bergfried, Palas und Bering – auf die erste Hälfte des 13. Jhdts. zurück. Im frühen 14. Jhdt. kam Herblingen an die Habsburger und wurde verschiedentlich verpfändet, später gehörte es Schaffhauser Patrizierfamilien und war von 1566 bis 1733 Sitz der Obervogtei Reiat. Heute befindet sich die Anlage in Privatbesitz. Die Autobahn A4 (E41) nördlich von Schaffhausen bei der Ausfahrt Herblingen verlassen. Dann links in die Gennersbrunnerstrasse abbiegen und dieser nach Norden über die Hauptstrasse 15 folgen. Nun auf der Schlossstrasse in Richtung Stetten nach Norden fahren – diese führt noch vor dem Dorf unmittelbar an der Burg vorbei. Wenige Parkmöglichkeiten in Burgnähe. | VON HERBLINGEN, Heinrich (I8091)
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| 3753 | sehr vermögend, hinterließ er vier Häuser in Frankfurt am Main um Wert von 16.750 Rtlr., einen Garten vor dem Eschenheimer Tor, eine Mühle in Niederursel, 79 Ohm Wein, viele Juwelen, eine Barschaft in Höhe von 74.000 Rtlr., eine Aktie der Ostindischen Companie und rund 80.000 Rtlr. Ausstände, meist börsenmäßige Meßdarlehn an bekannte Kaufleute, den Landgrafen Georg von Hessen-Darmstadt, die Stadt Groß-Gerau | DU FAY, Johann Martin (I3420)
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| 3754 | SEHUM Tochter Elisabeth ist in Heidelberg geboren; alle anderen Kinder kommen in St. Gallen zur Welt | WEBER, Anna Rosina (I3748)
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| 3755 | SEHUM eine genealogische Datei von Norbert Emmerich (Juni 2016) Schweizer Einwanderer in Heidelberg und Umgebung 20756 Johann Jacob Keller (M) * 09.02.1677 Heidelberg , + Sep 1753 Heidelberg Bemerkung: EM 664. Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 4, S. 119r. Taufe lt. KB Heiliggeistkirche. Abendmahl in Heidelberg Heiliggeistkirche zu Weihnachten 1691 (14 Jahre). Bürgerannahme mit Ehefrau in Heidelberg am 20.5.1704. Nadler (1704, 1721) in Heidelberg. Erneuerte 1744 gemeinsam mit seinem Sohn Michael sein Bürgerrecht in Zürich ZH. Tod verkündet in Zürich ZH am 30.9.1753 (KB), Meister. Tod auch verkündet in den Zürcher "Donnstags-Nachrichten" vom 4.10.1753: ..., der Nadler starb zu Heidelberg in der Churpfalz Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold schwarzer Steinbock. | KELLER VOM STEINBOCK, Johann Jacob (I597)
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| 3756 | SEHUM (Schweizer Einwanderer in Heidelberg und Umgebung nach dem 30-jährigen Krieg) von Norbert Emmerich https://sehum.dynv6.net/ Staatsarchiv St. Gallen: ZQT 51 Strauss, Gisela: Stammtafel von Hieronymus Hettenbach (Heidelberg) mit Nachfahren, darunter Johann Georg Hettenbach (1747-1825, seit 1795 Bürger der Stadt St. Gallen) https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/1788438 | HETTE(N)BACH, Georg (Jörg) Hieronymus (I437)
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| 3757 | SEHUM (Schweizer Einwanderer in Heidelberg und Umgebung nach dem 30-jährigen Krieg) von Norbert Emmerich https://sehum.dynv6.net/ Staatsarchiv St. Gallen: ZQT 51 Strauss, Gisela: Stammtafel von Hieronymus Hettenbach (Heidelberg) mit Nachfahren, darunter Johann Georg Hettenbach (1747-1825, seit 1795 Bürger der Stadt St.Gallen) https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/1788438 Generallandesarchiv Karlsruhe 269 Nr. 757 http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4957884 Testament und Verlassenschaftsteilung auf Ableben der Hettenbach, Anna Catharina geb. Kistner, verstorben 21.09.1713 Erben: Hettenbach, Hironimus, Weißgerber in Heidelberg und Kinder 1693-1696 und 1716 | KISTNER, Anna Catharina (I588)
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| 3758 | SEHUM (Schweizer Einwanderer in Heidelberg und Umgebung nach dem 30-jährigen Krieg) von Norbert Emmerich https://sehum.dynv6.net/ Staatsarchiv St. Gallen: ZQT 51 Strauss, Gisela: Stammtafel von Hieronymus Hettenbach (Heidelberg) mit Nachfahren, darunter Johann Georg Hettenbach (1747-1825, seit 1795 Bürger der Stadt St.Gallen) https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/1788438 | HETTE(N)BACH, Johann Jacob (I787)
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| 3759 | SEHUM ist eine genealogische Datei von NORBERT EMMERICH. (Juni 2016) 15219 Magdalena Haller (F) * vor 1615 Zürich ZH , + nach 1650 Bemerkungen: FNB: Fehlanzeige für Haller in Zürich ZH, aber a in Wallisellen ZH. | HALLER, Margaretha\Magdalena (I962)
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| 3760 | SEHUM ist eine genealogische Datei von NORBERT EMMERICH. (Juni 2016) 20727 Johann Felix Keller (M) * 15.04.1649 Pfyn TG | KELLER VOM STEINBOCK, Johann Felix (I2516)
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| 3761 | Seidensticker, Zwölfer zur Schmieden 1531 | HEIDEGGER, Erhard (I3672)
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| 3762 | Sein älterer Bruder war der oströmische Kaiser Arcadius, seine jüngere Halbschwester Galla Placidia. Honorius war zweimal verheiratet, blieb aber ohne Erben. Zuerst heiratete er im Jahre 398 Maria, die Tochter seiner Cousine Serena und des magister militum (Heermeister) Stilicho. Nach deren Tod heiratete er ihre jüngere Schwester Thermantia. Thermantia wurde nach dem Sturz ihres Vaters verstoßen und starb 415. Noch zu Lebzeiten seines Vaters war Honorius am 23. Januar 393 in Reaktion auf die Usurpation des Eugenius in Konstantinopel zum Mitkaiser (Augustus) erhoben worden. Nach der siegreichen Schlacht am Frigidus am 5./6. September 394 berief ihn Theodosius zu sich an den Hof nach Mailand, und nach dem überraschenden Tod seines Vaters im Januar 395 wurde der Zehnjährige als iunior Augustus Kaiser der westlichen Reichshälfte, während der senior Augustus Arcadius weiter am Bosporus residierte (im Nachhinein als „Reichsteilung von 395“ bezeichnet). Formal teilten sich die beiden Brüder die Herrschaft im ungeteilten Reich; sie erließen gemeinsame Gesetze. Zugleich aber war das Verhältnis zwischen den beiden Kaiserhöfen von einer permanenten Rivalität gekennzeichnet, die wiederholt beinahe zum Bürgerkrieg geführt hätte. Honorius’ 28-jährige Regierungszeit war eine der ereignisreichsten der römischen Geschichte. Als die kaiserliche Regierung den westgotischen foederati unter Alarich 395 Soldzahlungen und Versorgung verweigerte, plünderten sie jahrelang mehrere oströmische Provinzen, wobei sie auch in Griechenland einfielen. Dabei profitierten sie von den Rivalitäten zwischen den beiden Kaiserhöfen: Honorius forderte um diese Zeit, dass das Illyricum und Griechenland seinem Reichsteil zugeschlagen werden sollten; daher verstand der östliche Hof den Einsatz westlicher Armeen in Griechenland als Affront und suchte die Annäherung an die Goten. Nachdem es zu mehreren Schlachten zwischen Alarich und dem einflussreichen Heermeister Stilicho (s. u.) gekommen war und Ostrom sich mit Alarich verständigt hatte, konzentrierten die Goten 401 ihre Feldzüge auf Italien. Da außerdem zu diesem Zeitpunkt der militärische Druck gegen die Römer in Gallien und Britannien zunahm, überdehnten sich die weströmischen Ressourcen. Um 400 verlegte man die gallische Präfektur (eine der beiden obersten Verwaltungsbehörden des Westreichs) von Trier nach Arles. Während Alarich Oberitalien plünderte, zog der Hof mit Honorius Ende 402 von Mailand in die Festung Ravenna um. 402 gelang es Stilicho, Alarich zurückzuschlagen, doch bereits 405 fiel eine große Gruppe Goten aus Gallien unter Radagaisus in Italien ein, wurde aber von Stilicho mit Hilfe hunnischer foederati unter Uldin zurückgeschlagen. Als Ende 406 zeitweilig die Rheingrenze zusammenbrach (Rheinübergang von 406), strömten mehrere Gruppen Barbaren ins Reich und plünderten die Provinzen Galliens und Hispaniens, die dem Reich dadurch und durch Usurpationen lokaler Herrscher teilweise verloren gingen. Britannien wurde vollständig aufgegeben. 407 war in Britannien Konstantin III. zum Gegenkaiser erhoben worden, der kurz darauf nach Gallien übersetzte. 411 wurde er besiegt und hingerichtet; doch die Römer in Britannien erkannten Honorius nun wohl nicht mehr als Kaiser an. Die Usurpationen des Jovinus in Gallien und des Maximus in Hispanien waren ebenfalls nur von kurzer Dauer. Stilichos Pläne, zusammen mit Alarich Ostrom anzugreifen, wurden jedoch durch den neuen militärischen Brennpunkt in Gallien vereitelt (siehe Völkerwanderung). Honorius als Feldherr; Elfenbeindiptychon von 406 n. Chr. Großen Einfluss übte in den ersten Regierungsjahren des Honorius, wie bereits gesagt, der Heermeister Flavius Stilicho aus, der halb-vandalischer Abstammung war. Ihm gelang es, seine Machtstellung im Heer und am Kaiserhof auszubauen, später auch in Kirche und Senat. 405 bekleidete er das Consulat. Seine umfangreiche hunnische Leibwache stellte zudem einen militärischen Machtfaktor dar. Der Fall Stilichos begann mit dem Scheitern der Feldzugspläne gegen Ostrom 407. Alarich verlangte Schadensersatz für die Kosten, die er zur Vorbereitung dieses Feldzugs gehabt hatte. Als Stilicho zahlte, verlor er in Rom massiv an Ansehen, zugleich fürchtete Honorius ihn. Stilichos Machtstellung beruhte insbesondere auf dem Anspruch, von Theodosius I. zum Vormund beider Kaiser ernannt worden zu sein; dies ermöglichte es dem Kaiserhof in Ravenna, den Vorrang im Gesamtreich zu beanspruchen, obwohl der dienstältere Kaiser Arcadius ja im Osten residierte. Diese Konstellation hatte seit 395 immer wieder zu Konflikten zwischen den beiden Reichshälften geführt. Als aber Arcadius im Sommer 408 starb, wurde Stilicho am westlichen Hof nicht mehr gebraucht, und man begann, gegen ihn zu intrigieren. Als er 408 einen Feldzug in Gallien anführen wollte, meuterten die Truppen, und Stilicho wurde auf Befehl des Honorius erschlagen. Seine oft germanischen Anhänger in Rom wurden verbannt oder getötet. Anders als früher betrachtet man Stilicho dabei heute trotz seiner „barbarischen“ Wurzeln oft als Römer und als loyalen Diener des Imperiums, der einer Intrige erlag – zugleich kann allerdings nicht bestritten werden, dass der Heermeister zum eigentlichen Machthaber aufgestiegen war und so die Position des Honorius bedroht hatte. Wie aktiv der Kaiser selbst in den Sturz Stilichos verwickelt war, ist schwer zu sagen. Nach Stilicho Honorius hätte nun selbst die Regierung übernehmen müssen, um die Lücke zu schließen, die Stilicho hinterlassen hatte. Doch in dieser entscheidenden Phase versagte er. Am Hof des Kaisers entbrannten Machtkämpfe um die Nachfolge Stilichos. Nach dessen Sturz und Ermordung im Jahr 408 gelangte zunächst der magister officiorum Olympius, der Stilichos Sturz selbst mit herbeigeführt hatte, in eine einflussreiche, den Kaiser dominierende Stellung. Dieser wurde jedoch seinerseits bereits 409 von den kaiserlichen Kämmerern (cubicularii) gestürzt.[1] Der Oberkämmerer Terentius, der Olympius mit gestürzt hatte, musste aber seinerseits weichen, als eine Revolte der Soldaten in der kaiserlichen Residenz Ravenna ausbrach. Diese Revolte war laut dem Historiker Zosimos von dem Prätorianerpräfekten Iovius und dem Kommandeur der Leibgarde (comes domesticorum) Allobichus instigiert worden. Auf Druck der Soldaten wurden die Heermeister Turpilio und Vigilantius ermordet und der Oberkämmerer Terentius in den Osten geschickt.[2] An seiner Stelle wurde Eusebius Oberkämmerer (praepositus sacri cubiculi); Allobichus übernahm die Position des Vigilantius als Heermeister der Kavallerie (magister equitum).[3] Wenig später ließ Allobichus den Oberkämmerer Eusebius in einer Machtdemonstration gegenüber dem Kaiser vor dessen Augen hinrichten. Als er 410 jedoch gemeinsame Sache mit dem Usurpator Konstantin III. machte und Honorius vermutlich durch diesen ersetzen wollte, wurde er als Hochverräter hingerichtet.[4] Die Schwäche des Kaisers und die Plünderungszüge der Westgoten und Vandalen förderten den raschen Zerfall des Westreiches. 408 lehnte Honorius ein Friedensangebot Alarichs ab. Dieser belagerte daraufhin Rom, zog aber nach umfangreichen Tributzahlungen wieder ab. Ende 409 begann eine erneute westgotische Belagerung Roms, während der Senat auf Drängen Alarichs Priscus Attalus zum Gegenkaiser ernannte. Dieser machte Alarich zum Heermeister, woraufhin der Gote die Provinz Africa für sich verlangte, deren Befehlshaber Heraclianus sich aber gegen ihn stellte, so dass eine Invasion erforderlich gewesen wäre. Als weitere Verhandlungen gescheitert waren, plünderten Alarichs Truppen 410 Rom. Die dreitägige Plünderung erregte großes Aufsehen in der gesamten bekannten Welt und wurde als deutliches Zeichen für den Niedergang des Reiches interpretiert, wobei die Heiden als Grund für die Katastrophe den Abfall vom alten Götterglauben anführten. Die christliche Gegenreaktion führte zur Entstehung des Werkes De civitate Dei, verfasst von Augustinus von Hippo.[5] Dass Honorius diese Katastrophe nicht verhindert hatte, beschädigte sein Ansehen irreparabel. Trotz der Plünderung der Stadt Rom verweigerte Honorius weiterhin Verhandlungen mit Alarich. Daraufhin zog dieser nach Süditalien weiter, wobei er Galla Placidia, die Halbschwester des Honorius, mit sich führte. Die beabsichtigte Überfahrt nach Nordafrika scheiterte aber am schlechten Wetter und logistischen Problemen. Auf dem Rückweg nach Norditalien starb Alarich schließlich. Unter Alarichs Nachfolger Athaulf zogen die Westgoten von Norditalien nach Südfrankreich und versuchten, innerhalb des Weströmischen Reiches einen rechtlich gesicherten Status zu gewinnen, was jedoch scheiterte. Nachdem Athaulf, der zuvor Placidia geheiratet hatte, 415 gestorben war, wurden sie 418 als foederati in Gallien angesiedelt und kämpften nun längere Zeit auf Seiten des Kaisers. Nach Stilichos Tod zog Honorius einen Feldherrn aus römischer Familie als Oberbefehlshaber heran: Flavius Constantius, einen früheren Gefolgsmann Stilichos, der ab 411 sehr erfolgreich gegen Usurpatoren wie Konstantin (III.) und Jovinus Feldzüge führte und überdies die Westgoten und andere Gruppen besiegen und als foederati ansiedeln konnte. Der Preis für diese Erfolge war, dass Constantius nun zum eigentlichen Machthaber aufstieg. Der zunehmend dominante Mann schaltete 413 Heraclianus aus, heiratete 417 gegen ihren Willen Galla Placidia, wurde dreimal Konsul und schließlich im Februar 421 als Constantius III. sogar Mitkaiser des Honorius. Da dessen Neffe, der Ostkaiser Theodosius II., die Erhebung eines Dynastiefremden nicht anerkennen wollte, rüstete Westrom zum Bürgerkrieg gegen Konstantinopel. Doch zu einem Bruderkrieg kam es nicht, denn Constantius III. starb noch im selben Jahr. Daraufhin kam es zu Wirren in Ravenna, in deren Verlauf Galla Placidia mit ihrem kleinen Sohn Valentinian und ihrer Tochter Honoria nach Konstantinopel floh. Im Inneren war die Regierungszeit des Honorius von einer ganzen Reihe von Revolten gekennzeichnet, so z. B. in Gallien, Britannien und Africa. Die weströmische Armee löste sich immer mehr auf bzw. wurde durch den verstärkten Rückgriff auf Germanen als foederati „barbarisiert“. Die Steuereinnahmen gingen ebenso zurück wie die Wirtschaftskraft des weströmischen Reiches. Kulturell von Bedeutung war das Wirken Claudians, des bedeutendsten spätrömischen Dichters, am Hof des Honorius. Honorius, der insgesamt betrachtet als eher schwacher und unfähiger Kaiser gilt, starb am 15. August 423 in Ravenna. Da es ihm nie gelungen war, selbst die Regierung zu übernehmen, war er entscheidend mitverantwortlich für die Machtkämpfe und Bürgerkriege, die Westrom während seiner Herrschaftszeit erschütterten. Sein Nachfolger wurde – nach einem Zwischenspiel des Usurpators Johannes – sein Neffe Valentinian III., Sohn von Galla Placidia und Constantius III. Theodosius II. setzte Valentinian im Oktober 424 als Caesar ein und schickte ihn mit einer Armee nach Italien, wo er ein Jahr später den Thron bestieg. Rezeption John William Waterhouse, The Favorites of the Emperor Honorius (1883) Honorius ist der Nachwelt besonders bekannt aufgrund einer berühmten, bei Prokopios von Caesarea überlieferten Anekdote, der zufolge der Kaiser sich eher für die Zucht seiner Hühner und das Wohlbefinden seines Lieblingshuhns Roma interessiert habe als für die Meldung vom Fall Roms.[6] Hieraus entstand dann die Legende vom hühnerzüchtenden Kaiser, die in einem bekannten Bild von John William Waterhouse verewigt wurde und auch ein Hauptmotiv der Komödie Romulus der Große von Friedrich Dürrenmatt wurde (dort wird sie allerdings auf Romulus Augustulus übertragen). | FLAVIUS, Honorius (I47212)
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| 3763 | Sein älterer Bruder war Heinrich VIII. († 10. September 1347), der mit Jutta (Judith) von Brandenburg zu Salzwedel (1298/1300–1353) einen früh verstorbenen Sohn und vier Töchter hatte. Sein jüngerer Bruder Berthold wurde Ritter des Johanniterordens und Komtur in Kühndorf. Der jüngste Bruder, Ludwig, trat in den geistlichen Stand und wurde schließlich Domherr in Magdeburg. Seine Schwester Elisabeth (1318–1377) heiratete Johann II., den Burggrafen von Nürnberg. Johann verbrachte seine jüngeren Jahre meist im Gefolge seines Vaters Berthold, der von 1323 bis 1330 Vormund des minderjährigen Markgrafen von Brandenburg Ludwig, dem ältesten Sohn des Kaisers Ludwig IV., und Statthalter der Mark Brandenburg war, und dadurch hatte er vielerlei und enge Kontakte am brandenburgischen Hof und – auf Grund der lange geplanten Vermählung Ludwigs mit der dänischen Königstochter Margarethe – am dänischen Hof. Nachdem deren Bruder, Prinz Otto Christoffersen, zweiter Sohn des 1332 verstorbenen Königs Christoph II., bei seinem vergeblichen Versuch, die Herrschaft in Jütland zu erlangen, von dem faktischen Regenten, Graf Gerhard III. von Holstein-Rendsburg, am 7. Oktober 1334 in der Schlacht bei Viborg geschlagen und dann auf der Burg Segeberg als Gefangener gehalten wurde, gelang es Johann, durch Verhandlungen dessen Freilassung zu bewirken, allerdings gegen sehr schwere Auflagen, was ihm die Dänen verübelten.[1] Johann kehrte 1339 in die heimische Grafschaft zurück und erhielt dort von seinem Vater Einkünfte aus Besitz in Fuchsstadt, Kissingen, Nüdlingen und Behrungen, wobei er – angesichts der Tatsache, dass sein älterer Bruder Heinrich VIII. nur überlebende Töchter hatte – jedoch ausdrücklich nicht auf sein Erbrecht an der Grafschaft Henneberg verzichtete. Als sein Vater im folgenden Jahr starb, erhielt Johann von Kaiser Ludwig IV. die Bestätigung des Reichslehens der Grafschaft und seines Erbfolgerechts und von der Abtei Hersfeld die für die hersfeldischen Lehen der Henneberger. Auf Fürstgraf Berthold folgte 1340 Johanns Bruder Heinrich VIII. als regierender Graf. Kurz vor seinem Tod 1347 verfügte er, dass seiner Witwe Jutta und seinen drei noch nicht versorgten Töchtern[2] der Südteil der Grafschaft, die sogenannte „Neue Herrschaft“, die Jutta zu einem erheblichen Teil als Mitgift in ihre Ehe eingebracht hatte, zugewiesen werden sollte,[3] der Nordteil – die althennebergischen Lande – dagegen seinem jüngeren Bruder Johann I. | VON HENNEBERG-SCHLEUSINGEN, Johann I. (I39564)
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| 3764 | Sein Beiname lautete „der Wohlwollende“, was aber nicht immer als Kompliment gemeint war. Seine unbarmherzige Art der Staatsführung machte ihn sowohl beim Volk als auch beim Adel unbeliebt. Seine Herrschaft war geprägt durch den Konflikt mit seinem Cousin Macbeth (Mac Bethad mac Findláich), der dank William Shakespeare Teil der Weltliteratur geworden ist. Die genauen Umstände des Konfliktes sind nicht bekannt. Es ist lediglich bekannt, dass Duncan in der Schlacht nahe Elgin von Macbeth getötet wurde. Duncan war mit einer Prinzessin von Northumberland verheiratet, die ihm vier Söhne schenkte. Malcolm III. (Máel Coluim mac Donnchada) und Donald III. (Domnall Bán) wurden später ebenfalls Könige von Schottland. Ein möglicher dritter Sohn (nicht gesichert) war Máel Muire, Earl of Atholl, dessen Enkel Harald Maddadson über Orkney herrschen sollte. In einer frühen Version der Chronik der Könige von Alba wird der Name seiner Frau als Suthen angegeben, so dass darüber spekuliert werden kann, ob es sich vielleicht um die gälische Bezeichnung für Sybil, die Schwester des Sigurd von Northumberland, gehandelt haben könnte. Häufig werden dessen Herkunft auf Styrbjörn den Starken und Tyra Haraldsdotter zurückgeführt. Die Basis dafür ist allerdings sehr dürftig, da die Annahme einzig darauf beruht, dass Sigurd ein Sohn des Wikingers Björn gewesen sein soll. Aufgrund der Häufigkeit des Namens zu dieser Zeit kämen andere Jarls mit dem Namen Björn ebenso in Betracht. | VON SCHOTTLAND, Duncan I. (I40540)
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| 3765 | Sein Beiname Okajanny, der Verfluchte, rührt daher, dass sein (Adoptiv-)Vater Wladimir I. seine Mutter zur Frau genommen hatte, nachdem er ihren Mann, seinen Halbbruder Jaropolk I., hatte ermorden lassen. Swjatopolk wurde wahrscheinlich 978 oder 979 geboren. Es ist unklar, wer sein Vater war. Wahrscheinlich war er ein Sohn von Jaropolk I. und einer tschechischen Mutter. Nach dessen Tod nahm Wladimir die wahrscheinlich schwangere Witwe zur Frau und akzeptierte das Kind als legitimen Erben. Um 990 wurde ihm von Wladimir das neu gegründete Fürstentum Turow übergeben. Er heiratete eine Tochter des polnischen Herrschers Bolesław I. | VON RUSSLAND, Swjatopolk der Verfluchte (I36250)
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| 3766 | Sein Bruder Adalbert, der wohl vor 1080 geboren wurde, vergrößerte den Besitz in der heutigen Nordschweiz durch seine Heirat mit Mathilde oder Mechthilt von Mörsberg und beteiligte sich an der Auseinandersetzung zwischen Welfen und Staufern. Vermutlich war ihm die Verwaltung der kyburgischen Güter übertragen worden, da er in Urkunden stets als Graf von Kyburg bezeichnet wird. Nach dem Tod seines Bruders Hartmann vereinigte er das väterliche Erbe und residierte wohl auch in Dillingen. Er starb 1151 und wurde zum Ahnherren zweier Linien des Dillinger Grafengeschlechts, der Grafen von Dillingen (jüngerer Stamm ab 1180) und der Grafen von Kyburg aus dem Hause Dillingen (jüngerer Stamm ab 1180). Seine Gemahlin beendete ihr Leben als Nonne in Neresheim. Sein Erbe fiel an die beiden Söhne Adalbert II. und Hartmann III. | VON DILLINGEN, Adalbert I. (I47142)
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| 3767 | Sein Bruder Arnulf wurde mit ihm und seinem Bruder Gottfried von seinem Stiefonkel Karl Martell inhaftiert. Vermutlich starb er dann während der Gefangenschaft. Ob er jedoch umgebracht wurde oder eines natürlichen Todes verstarb, ist nicht bekannt. Die Begräbnisstätte ist unbekannt. | VON FRANKEN, Pippin (I24338)
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| 3768 | Sein Bruder Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde "DER HIMMLISCHE THERIAK" 2024 aufwendig restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | HOFSTATT, Dr. med. Johannes (I954)
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| 3769 | Sein Bruder Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde "DER HIMMLISCHE THERIAK" 2024 aufwendig restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | HOFSTATT, Wilhelm (I49164)
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| 3770 | Sein Bruder Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde "DER HIMMLISCHE THERIAK" 2024 aufwendig restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | HOFSTATT, Johann Caspar (I49166)
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| 3771 | Sein Bruder Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde "DER HIMMLISCHE THERIAK" 2024 aufwendig restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | HOFSTATT, Wilhelm (I49167)
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| 3772 | Sein Bruder Sebastian (= 49572) hat schwarze Haare, weshalb dessen Nachkommen die „Schwarzen Zollikofer“ genannt werden. Ludwigs Haare waren rot, weshalb seine Nachkommen die „roten Zollikofer“ genannt wurden. Ludwig ist Ratsherr und Oberbaumeister in St. Gallen. Er hat mit Sebastian eine Leinwandhandelsgesellschaft, die vor der Reformation in der St. Laurenzkirche einen reichgeschnitzten Altar gestiftet Hut. Außerdem schenkt sie St. Katharinen / St. Gallen neue Stühle und Orgel. 1471 verleiht Kaiser Friedrich III. zu Grätz an mehrere Mitglieder der Familie ein Wappen. Dazu gehört auch Ludwig. Wappenaufbau: Goldenes Schild, oberes hinteres Viertel blau, auf dem Helm gelbgekleideter Mann ohne Arme, Gesicht / Haare blau. Notensteiner, wohnt zu den Bäuen 1501, Bauherr 1501-03, Ratsherr 1503-1514, 1514 Seckelmeister. geboren 1450, gestorben 1514, von St. Gallen. Sohn des Hans und der Fida Vogel. ∞ 1) Elisabeth Thumbacher, Tochter des Ulrich, 2) Martha Leber, 3) Ursula Blarer. Kaufmann und Teilhaber an der Zollikofer'schen Handelsgesellschaft, stand ihr 1502-14 vor. 1501-03 städt. Bauherr, 1503-14 Ratsherr und 1514 Seckelmeister von St. Gallen. Z. war vermögend und gehörte der Gesellschaft zum Notenstein an. Autorin/Autor: Rezia Krauer ; Notensteiner 1501-1501 zu den Bäuen 1501-1503 Bauherr 1503-1514 Ratsherr 1514-1514 Seckelmeister 1471 geadelt s. Nr.4 [=Josef (1398-1472)] Z. von Sonnenberg, Hectorische und Waltherische Linie Sohn des Hans und der Fida Vogel. ) 1) Elisabeth Thumbacher, Tochter des Ulrichs, 2) Martha Leber, 3) Ursula Blarer. Kaufmann und Teilhaber an der Zollikofer'schen Handelsgesellschaft, Stand ihr 1502-14 vor. 1501-03 städt. Bauherr, 1503-14 Ratsherr und 1514 Seckelmeister von St. Gallen. Z. war vermögend und gehörte der Gesellschaft zum Notenstein an. Archiv - StadtA St. Gallen, Stemmatologia Sangallensis Autorin / Autor: Rezia Krauer Stammtafel im Buch Das Fideikommiss der Zollikofer von Altenklingen/ Marie-Helene Kesslring-Zollikofer und Christoph I. Zollikofer Wappenbeschreibung / Blasonierung Geviertet, 1 und 4 in Gold oben links, blauer Viertel, 2 und 3 silbern geschindeltes, schwarzes Feld mit aufgerichtetem, rot bezungtem, golden gekröntem, silbernem Löwe. | ZOLLIKOFER, Ludwig \ Ludwig I. ´der Rote` (I2493)
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| 3773 | Sein Bruder war Ekbert, Erzbischof von Trier. Er selbst war mit einer Liutgard, Tochter des Grafen Siegfried von Luxemburg verheiratet. Sie war eine Schwester der Kaiserin Kunigunde. Aus dieser Ehe gingen Dietrich III., Sigfried und Aleida hervor. Arnulf soll 983 Otto II. nach Italien begleitet haben. Er trat im Jahre 988 die Nachfolge seines Vaters an. Diese erwies sich aber als teilweise schwierig. Er war nicht nur einer der mächtigsten Lehnsnehmer des ottonischen Hauses im Gebiet zwischen der Rhein- und Scheldemündung, sondern hatte auch Lehen der französischen Krone inne und war zudem als Hafen- und Wikgraf von Gent von großer Bedeutung. Weil er wie sein Vater auch Anhänger der Ottonen war, kam es zum Konflikt mit Hugo Capet. Dieser verwüstete Arnulfs Gebiete und belehnte nicht ihn, sondern seinen Sohn Theoderich III. mit den französischen Besitzungen.[1] Mitte Mai 988 hielten sich Otto III. und Kaiserin Theophanu im zwischen Hugo Capet und Karl von Niederlothringen umkämpften Gebiet auf. Zum Hoflager der Kaiserin kamen auch die Großen der Region. Dies waren namentlich Markgraf Gottfried von Verdun und Arnulf von Holland, Westfriesland und Gent. Dort wurden wohl auch die nach dem Tod des Vaters durch Hugo Capet in Verwirrung geratenen lehnsrechtlichen Verhältnisse Arnulfs geklärt.[2] Er verfügte über einen großen Allodbesitz und versuchte seinen Besitz auszuweiten. Er machte auch der Abtei Egmond reiche Schenkungen. Durch die familiäre Beziehung seiner Ehefrau zu Kaiserin Theophanu kam die Abtei etwa in den Besitz von zahlreichen griechischen und lateinischen Schriften. Zu seiner Zeit kam es zu schweren Kämpfen mit den Friesen. Er fiel in einer Schlacht bei Winkel gegen die Friesen. | (HOLLAND), Arnulf (I36997)
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| 3774 | Sein Enkel Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde "DER HIMMLISCHE THERIAK" 2024 aufwendig restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | HOFSTATT, Heinrich (I8621)
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| 3775 | Sein Großvater Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde 2024 restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | WALLSDORF\WALZDORF, Dr. med Johann Dietrich (I432)
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| 3776 | Sein Großvater war vermutlich Guntram der Reiche, sein Vater Lanzelin und sein (wohl älterer) Bruder Radbot (* 985), der Erbauer der Habsburg; jedoch ist die Genealogie der frühen Habsburger nicht eindeutig geklärt. Rudolf I. war verheiratet mit Kunigunde; diese war eventuell die Tochter des Ezzonen Herzog Kuno von Bayern, des Neffen von Herzog Otto II.[1] Die verwitwete Kunigunde erscheint in einer Urkunde von 1049, wo König Heinrich auf ihr Ersuchen hin eine bereits zurückliegende Schenkung ihres Gatten Rudolf und ihr selbst an das Kloster Ottmarsheim bestätigte. Aktivitäten Rudolf war etwa seit 985 und bis 1063 vermutlich ein Landgraf in einem alemannischen Gebiet, möglicherweise im Klettgau oder dem Breisgau, vielleicht aber auch im Thurgau und der Grafschaft Aargau. Rudolf war möglicherweise einer der beiden Befehlshaber der päpstlichen Armee, die 1053 die Normannen von Sizilien in Civitella bekriegten. Rudolf erbaute das Kloster der Heiligen Maria in Ottmarsheim auf Eigengut und mit seinen eigenen Mitteln. Er gründete den Nonnenkonvent des Klosters, ließ die romanische Klosterkirche von Papst Leo IX. einweihen und unterstellte die Abtei der Heiligen Römischen Kirche. Die Bezeichnung «von Altenburg» bezieht sich auf die Burg Altenburg, die in den Mauern eines kleinen römischen Kastells in der Nähe der Stadt Brugg im Aargau errichtet wurde. In der Nähe liegt die Habsburg, die Altenburg bald als Sitz der frühen Habsburger ablöste. Rudolf lag mit seinem älteren Bruder Radbot im Streit, was eine Ursache für den Bau der Habsburg gewesen sein könnte. Zu Rudolfs Lebenszeit gründeten die Habsburger das Kloster Muri im Aargau als Hauskloster. | (HABSBURG), Rudolf I. (I35488)
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| 3777 | Sein Sohn Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde 2024 restaurieren ließ. https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 | HOFSTATT, Johann (I952)
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| 3778 | Sein Sohn Mattheis (II.) (1581–1657) übernahm zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich (1593–1645), die Ellermühle und legte 1625 die Neumühle, eine Messinghütte an, die später dann Jordanmühle genannt wurde und über fünf Generationen bis 1799 im Familienbesitz blieb. Genannter Heinrich erbaute darüber hinaus die Roderburgmühle und ließ auf dem dazugehörenden Gelände ein neues Herrenhaus errichten. | PELTZER, Matthias III. (I48425)
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| 3779 | Sein Sohn Niklaus (Bruder von Hans) wird Agent der Fugger in St.Gallen. 1508 lässte er für die Fugger (im Aufrtrag von Kaiser Maximilian) in St.Gallen Silbermünzen prägen - und verstösst dabei gegen die st.gallische Silbersatzung (er lässt mehr Münzen prägen als vom Rat bewilligt). | SCHITLIN (SCHITTLI), Nikolaus (I3018)
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| 3780 | Sein Sohn Niklaus (Bruder von Hans) wird Agent der Fugger in St.Gallen. 1508 lässte er für die Fugger (im Aufrtrag von Kaiser Maximilian) in St.Gallen Silbermünzen prägen - und verstösst dabei gegen die st.gallische Silbersatzung (er lässt mehr Münzen prägen als vom Rat bewilligt). Weitere Details siehe Alther, Band I, S. 84-94 (einsschl. Abgrenzung zur Familie Scheitlin); dabei werden Angaben in der Stemmatologia zur Verbindung Schittli/Scheitlin in Frage gestellt. | SCHITTLI, Niklaus (I13761)
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| 3781 | Sein Sohn Walram II. war vermutlich der erste Graf von Limburg. Walram war verheiratet mit Adelheid (Adele) von Lothringen, Tochter des Herzogs Dietrich von Lothringen. 1052 schloss er einen Prekarievertrag mit dem Trierer Erzbischof Eberhard von Trier über Besitz in der Eifel und an der unteren Mosel. | (ARLON), Walram I. (I37610)
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| 3782 | Sein Vater arrangierte 1193 seine Ehe mit Irene, der Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II., und ließ seinen Sohn zum Mit-König krönen, um dessen Nachfolge gegenüber den Ansprüchen Konstanzes und Heinrichs VI. abzusichern. Roger starb jedoch bereits im Jahr darauf, kurz vor seinem Vater, der am 20. Februar 1194 starb. Sein jüngerer Bruder Wilhelm III. bestieg unter der Regentschaft beider Mutter, Sibylle von Acerra, den Thron. Nachdem Kaiser Heinrich VI. am 20. November 1194 in Palermo eingezogen war und am 25. Dezember Wilhelm abgesetzt hatte, heiratete Rogers Witwe im Jahr 1197 Heinrichs Bruder Philipp von Schwaben. | (SIZILIEN), Roger III. (I40252)
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| 3783 | Sein Vater erhielt die Grafschaft Namur von seinem eigenen Onkel, Heinrich IV. der Blinde, der ihn, selbst ohne Kinder, 1165 als Erben eingesetzt hatte. Als Heinrich dann aber doch noch eine Tochter bekam, Ermesinde, zog er die Erbschaft zurück. Balduin griff zu den Waffen, schlug Heinrich und eroberte 1190 die Grafschaft Namur, die dann 1194 von Kaiser Heinrich VI. zur Markgrafschaft erhoben wurde. Namur hinterließ Balduin testamentarisch seinem Sohn Philipp unter der Bedingung, dass Namur Vasall Hennegaus sei. Graf Theobald I. von Bar, der Ehemann Ermesindes, hatte den Anspruch auf Namur nicht aufgegeben und griff Philipp an. Der Krieg dauerte drei Jahre und endete mit dem Vertrag von Dinant vom 26. Juli 1199, in dem Philipp in seinem Besitz bestätigt wurde. Als sein älterer Bruder Balduin VI. (1171–1205) am Vierten Kreuzzug teilnahm, übernahm Philipp für ihn und dann auch für dessen minderjährigen Töchter Johanna und Margarethe die Regentschaft. Während eines Kriegs mit Frankreich geriet er in Gefangenschaft, aus der er sich nur freikaufen konnte, indem er zum einen die Ehe (August 1210) mit Maria, einer Tochter des Königs Philipp II. August und der Agnes-Maria von Andechs-Meranien, einging, zum anderen seine beiden Nichten als Geiseln an den französischen Hof schickte. Die Folge dieser Übereinkunft war ein Aufstand in Flandern und Hennegau, der zu seinem Rückzug von der Regentschaft führte. In Namur zeigt er sich friedlich, fromm und als Förderer der sozialen Entwicklung, trat als Vermittler zwischen verfeindeten Herren auf. Er starb am 5. Oktober 1212 in Valenciennes an Dysenterie und wurde in Namur begraben. Da er selbst ohne Nachkommen war, hatte er seinen Neffen Philipp von Courtenay zum Nachfolger bestimmt. | (NAMUR), Philipp I. (I40676)
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| 3784 | Sein Vater fiel 1239 im Heiligen Land, wovon Theobald erst 1240 erfuhr. Da er noch minderjährig war, übernahm seine Mutter bis 1242 für ihn die Regentschaft. 1253 nahm Theobald an der Schlacht bei Westkapelle teil, dem militärischen Höhepunkts des flämischen Erbfolgekriegs. Theobald war mit seinem Schwager, Graf Heinrich V. von Luxemburg, verfeindet. 1266 griff er ihn an und eroberte Ligny. Anschließend siegte er am 14. September 1266 in einer Schlacht bei Prény und nahm Heinrich gefangen. Um den Konflikt zu beenden, wurde 1268 der französische König Ludwig IX. um ein Schiedsspruch ersucht. Theobald musste Ligny an den Grafen von Luxemburg zurückgeben, der ihm aber im Gegenzug für dieses Lehen huldigen musste. | VON BAR, Theobald II. (I40595)
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| 3785 | Sein Vater gab ihm 906 die Grafschaft Rouergue und das Quercy, wo er bis zu seinem Tod herrschte. Sein Bruder war Graf Raimund II. von Toulouse, mit dem gemeinsam er die umfangreichen Ländereien der Familie in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts regierte. In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 930 zugunsten der Abtei Vabres trug er den Titel eines comes (Graf), in einer ähnlichen Urkunde zwei Jahre später tituliert er als princeps (Fürst), bezogen auf Gothien, ein Titel, der in seiner Familie im 10. Jahrhundert geführt wurde. Er und sein Neffe Raimund III. huldigten gemeinsam mit dem Herzog von Gascogne dem französischen König, was aber die Einflussnahme der Krone auf den französischen Süden nicht eindämmte – König Rudolf und Ebalus, Herzog von Aquitanien kämpften gemeinsam gegen die Wikinger und wenig später gegen das Haus Toulouse im Kampf um die Oberherrschaft im Südwesten. Armengol und seine Ehefrau Adelaida hatten mindestens zwei Söhne und zwei Töchter, wobei Urkunden andeuten, dass er neben seinen beiden Erben noch weitere Söhne hatte. Der älteste Sohn war Raimund I., der Rouergue erbte, der zweite war Hugo, der Quercy erhielt. Seine Tochter Richilde heiratete Suniario, Graf von Barcelona, seine Tochter Adelais dessen Bruder Sunifred II. Graf von Urgell. | (ROUERGUE), Armengol oder Ermengaud (I39755)
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| 3786 | Sein Vater hatte ihn entgegen dem damals geltenden Erbrecht, das eine gleiche Verteilung der Hinterlassenschaft unter den Erben vorsah, zum Alleinerben und Nachfolger bestimmt. Als Grund für diese Auszeichnung wird angegeben, dass seine Mutter, Ragnhild die Mächtige von Jütland, ebenfalls aus königlichem Geschlecht stammte. Seine Vorrangstellung gegenüber den übrigen Brüdern wurde durch die Ehe mit Gunnhild, der Tochter des dänischen Königs Gorm des Alten, der mit dieser Ehe die dänische Königsmacht wieder zu stabilisieren hoffte, unterstrichen. Ihr Bruder war der spätere König Harald Blauzahn, der auch König von Norwegen wurde. Aus dieser Ehe stammten die Söhne Gamle Eriksson, Guttorm, Harald Graufell, Ragnfred, Erling, Gudrød und Sigurd Sleva. Die Söhne respektierten diese Entscheidung des Vaters nicht, und so kam es schon zu Lebzeiten Haralds zu Kämpfen zwischen ihnen. Nach seiner Machtübernahme begann Erik angeblich damit, seine 18 Brüder hinzurichten, ausgenommen seinen Nachfolger Haakon I., der in England lebte. Er hatte allerdings ziemlich sicher keine 18 Brüder, wie im Artikel über Harald I. (Schönhaar) näher dargelegt wird. | (NORWEGEN), Erik I. ´Blutaxt` (I37252)
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| 3787 | Sein Vater machte ihn in jungen Jahren bereits zum Erzbischof von Rouen, dem wichtigsten kirchlichen Amt in der Normandie. Der Geschichtsschreiber Wilhelm von Jumièges berichtet, dass die Kleriker sich gegen die Ernennung sperrten, solange der Herzog sich weigere, seine Geliebte Gunnora zu heiraten. Richard habe schließlich nachgegeben und sei die Ehe mit Gunnora eingegangen. Einige Jahre später, im Jahr 996, dem Todesjahr seines Vaters, erhielt Robert die Grafschaft Évreux, und in dieser Doppelfunktion war er nun die mächtigste Person am normannischen Hof nach seinem Bruder Richard II., dem neuen Herzog. Als Graf von Évreux nahm er sich das Recht zu heiraten. Er nahm Herleve zur Frau, vielleicht eine Tochter von Turstin dem Reichen, von der er mehrere Kinder hatte, darunter Richard, der sein Nachfolger in Évreux wurde, und Raoul de Gacé. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Gregorianischen Reformen den Zölibat erst später zur Pflicht machten, waren verheiratete Bischöfe zu jener Zeit bereits die Ausnahme. Der Historiker François Neveux schreibt, Robert sei ein mehr weltlicher als geistlicher Erzbischof gewesen[1]. Gegen Ende der 1020er Jahre begann Robert mit der Vergrößerung der Kathedrale von Rouen. Darüber hinaus wissen wir aus den Ausgrabungen des Archäologen Jacques Le Maho, dass er zu Beginn des 11. Jahrhunderts damit begann, seine Burg in Gravenchon zu einem Landsitz auszubauen. Als Kunstmäzen versammelte er einen literarischen Zirkel um sich. Dudo von Saint-Quentin und der Satiriker Garnier de Rouen widmeten ihm einige Werke. Im Jahr 1027 übernahm sein Neffe Robert I. der Prächtige in der Normandie die Regierung, und dieser geriet bald aus unbekannten Gründen in Streit mit Robert dem Dänen. Erzbischof Robert musste Rouen verlassen und zog sich mit einigen Rittern nach Évreux zurück, wo er vom Herzog belagert wurde. Nach einigem Widerstand ging Robert der Däne nach Frankreich, wo er die Exkommunikation des Herzogs aussprach – eine Maßnahme, die den Herzog wohl in die Knie zwang. Onkel und Neffe verständigten sich, der Erzbischof kehrte an den herzoglichen Hof zurück und wurde dort sogar einer der wichtigsten Berater im Herzogtum – eine Position, die noch verstärkt wurde, als Robert der Prächtige 1035 starb und ein Kind als Nachfolger zurückließ, Wilhelm II. Erzbischof Robert war bis zu seinem Tod 1037 nun der starke Mann der Normandie. | (ÉVREUX), Robert ´der Däne` (I39133)
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| 3788 | Sein Vater machte ihn um 697 zum Hausmeier in Neustrien. Nach dem Tod seines älteren Bruders Drogo 708 übernahm er auch Teile von dessen Herrschaft als Dux von Burgund, nach anderer Quelle als Dux der Champagne. Grimoald war mit Theudesinda, der Tochter des Friesenfürsten Radbod verheiratet. Grimoald hatte einen Sohn, Theudoald († wohl 741), dessen Mutter unbekannt ist, und der 714/715 ebenfalls Hausmeier war. Grimoald wird 723 als nepos Karl Martells bezeichnet. Beerdigt ist er in Lüttich. | VON FRANKEN, Grimoald (I18881)
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| 3789 | Sein Vater war nach den Acta Murensia der König von Helvetien und Alemannien: Theodebert. Nach den Europäischen Stammtafeln war Guntram der Reiche ein Mitglied des Hochadelsgeschlechtes der Eberharde Grafen im Nordgau (Unterelsass, heute etwa das französische Département Bas-Rhin), und zwar ein Sohn von Hugo III., 910 Graf im Nordgau, † 940 als Mönch; ∞ Hildegard, und ein Enkel von Eberhard III., 888 Graf im Nordgau, 891 Graf im oberen Aargau, 889 Vorsteher von Sankt Felix und Regula in Zürich, 896 Vorsteher von Münster in Gregoriental (heute Munster (Haut-Rhin) ); ∞ Adelinda. Die Eberharde zählen ihrerseits zur Familie der Etichonen, die auf Eticho Herzog im Elsass im 7. Jh. zurückgehen. Diese These wird auch vom Lexikon des Mittelalters und von Werner Trillmich unterstützt. Damit erscheint die Herkunft der Habsburger aus dem Haus der Etichonen einigermaßen gesichert. | (HABSBURG), Guntram ´der Reiche` (I35493)
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| 3790 | Sein Vater war vermutlich der Graf Heinrich III. von Wassenberg[2], nach anderer Ansicht Dietrich I. Flamens.[3] Gerhard wurde 1085 als Graf von Wassenberg, 1096 erstmals als „Graf von Geldern“ erwähnt. Der Titel „Landgraf“ erscheint ebenfalls 1096. Er gilt als Stammvater der Grafen von Geldern aus dem Hause Wassenberg (der Flamenses), das 1371 im Mannesstamm erlosch. Gerhard benannte sich abwechselnd nach Wassenberg (Gerhard III. von Wassenberg) und nach Geldern (Gerhard I. von Geldern), bis sich 1118 Geldern bei der Benennung durchsetzte. Als Inhaber der kaiserlichen Vogtei, als Kirchenvogt und als allodialer Grundeigentümer hat sich Gerhard veranlasst gesehen, den Schwerpunkt seines Machtbereiches zu verlagern und sich Graf von Geldern (1096) zu nennen. Infolge dieser Schwerpunktverlagerung ist vermutlich in dieser Zeit die erst 1237 nachweisbare Burg Geldern erbaut worden. Gerhard I. von Geldern war neben dem Herzog von Brabant und dem Grafen von Luxemburg-Namur größter weltlicher Territorialherr in Niederlothringen. Er blieb als einziger Landesherr dieser Region strikt kaiserlich. Der Zeitpunkt des Todes Gerhards I. ist unbekannt (nach 1129), und es ist nicht geklärt, ab wann ihm ein mündiger Nachfolger zur Verfügung stand. Nach Euler und Renn ist er 1117/1118 verstorben. Von Raumer findet 1129 nur noch den Grafen Gerhard von Geldern, Regesta Imperii (25. Dezember 1128)[4] kennt ebenfalls nur den Grafen von Geldern, sodass ein früherer Tod des Gerhard I. von Geldern vorauszusetzen ist. | VON GELDERN, Gerhard III. (I41543)
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| 3791 | Sein Vater wurde 714 ermordet. Als sein Großvater Pippin der Mittlere Ende des gleichen Jahres im Sterben lag, überredete ihn dessen Gattin Plektrud, ihren gemeinsamen jungen Enkel Theudoald anstelle eines von Pippins unehelichen Söhnen, Childebrand und Karl, zum Nachfolger als Hausmeier zu ernennen. Pippin akzeptierte, von der Krankheit geschwächt, so dass der sechsjährige Theudoald kurzfristig 714/715 das Hausmeieramt bekleidete. Plektrud unterlag im Ringen um die Macht 717 gegen ihren Stiefsohn Karl Martell. Theudoalds Verbleib ist ungewiss, möglich wäre auch, dass er nach seinem Sturz 715 umgekommen ist. Über eine Ehe oder Nachkommen ist nichts bekannt; wohl auch sehr unwahrscheinlich. | VON FRANKEN, Theudoald (I24342)
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| 3792 | Sein Vater, der 379 überraschend von Gratian zum Mitkaiser ernannt worden war, hatte ihn bereits im Januar 383 zum Augustus erheben lassen, gab ihm jedoch faktisch keinen Spielraum. Theodosius, der seit 379 für den Osten des Reiches zuständig war, ließ zwar Arcadius am Hof in Konstantinopel zurück, als er 387/88 in den Westen zog, um einen Bürgerkrieg gegen Magnus Maximus zu führen. Federführend war aber der Prätorianerpräfekt (der höchste zivile Verwaltungsbeamte) Flavius Eutolmius Tatianus. Als sein Vater 394 erneut in den Westen zog, blieb Arcadius im Unterschied zu Honorius erneut am Bosporus zurück. Nach dem überraschenden Tod des Theodosius und der faktischen Reichsteilung im Januar 395 übernahm Arcadius mit knapp 18 Jahren nicht nur die Herrschaft über den Osten, sondern rückte zugleich zum senior Augustus mit dem Anspruch auf die Oberhoheit im Gesamtreich auf. Herrschaft Flavius Arcadius auf einem Solidus Als Kaiser nannte Arcadius sich Imperator Caesar Flavius Arcadius Augustus und versuchte offenbar, einen eigenen Kurs gegen seinen mächtigsten Berater Rufinus durchzusetzen. Er erließ mehrere Gesetze gegen die Häresie und präsentierte sich als christlicher Kaiser, obwohl er seine Ausbildung auch von paganen Lehrern erhalten hatte. Anstatt die Tochter des Rufinus zur Frau zu nehmen, heiratete er am 27. April 395 Aelia Eudoxia, die Tochter des Bauto, eines ehemaligen magister militum unter Gratian. Dennoch behielt Rufinus zunächst die Macht in den Händen und befand sich in einer ähnlichen Position wie im Westreich Stilicho. Stilicho behauptete, er sei vom sterbenden Theodosius zum Vormund beider Söhne ernannt worden, und begründete damit einen Anspruch auf die Oberhoheit des westlichen Hofes, an dem er sich aufhielt, über den östlichen. Dies lehnten sowohl der senior Augustus Arcadius als auch Rufinus empört ab. Zwischen beiden Höfen kam es daher schon 395 zu Spannungen, die sich unter anderem in Hinblick auf einige Provinzen im Illyricum äußerten, die Stilicho für das Westreich forderte. Umgekehrt verlangte Arcadius die Überstellung starker Heeresverbände, die 394 mit Theodosius nach Westen gezogen waren. Stilicho musste nachgeben und die Truppen unter dem comes Gainas nach Konstantinopel schicken. Rufinus war allerdings bei der Armee unbeliebt und wurde schließlich im Herbst 395 in Anwesenheit des Kaisers bei einer Parade der aus dem Westen zurückgekehrten Soldaten getötet; dahinter stand angeblich Stilicho, dessen Gefolgsmann Gainas war. Rufinus’ Platz nahm der Eunuch Eutropios ein, der oberste Kammerherr (praepositus sacri cubiculi) des Arcadius. Auch dieser wurde jedoch 399 unter Beteiligung des Gainas gestürzt und anschließend hingerichtet. Der anschließende Versuch des Gainas, den östlichen Hof so zu dominieren, wie es Stilicho im Westen tat, wurde 400 durch den Heermeister Fravitta und einen Aufstand der Bevölkerung niedergeschlagen. Zahlreiche gotische foederati fanden dabei den Tod, was dazu beitrug, dass hohe Militärs (römischer wie nichtrömischer Herkunft) im Osten in der Folge nicht die entscheidende Rolle spielten, die ihnen im Westen zufallen sollte. Vielmehr behielt der Hof die Kontrolle. In diesen Jahren stand das Ostreich zudem unter dem Druck mehrerer Barbareneinfälle. Von 395 bis 397 plünderten Hunnen die Ostprovinzen. Meuternde westgotische foederati unter Alarich drangen seit 395 mehrmals tief in oströmisches Territorium ein, während es gleichzeitig zu Revolten unter den germanischen Hilfstruppen kam. 399 bestieg mit Yazdegerd I. ein neuer König den persischen Thron, der gegenüber den Römern zunächst feindselig auftrat. Dennoch konnte Arcadius in den Jahren ab 400 wohl ungehindert vom Einfluss seiner Berater selbst regieren. Kirchengeschichtlich von großer Bedeutung ist die Verbannung Johannes Chrysostomos’, die Arcadius 403 auf Betreiben von Eudoxia erwirkte. Johannes hatte den angeblich ausschweifenden Lebensstil der jungen Kaiserin angeprangert und damit ihre Ungunst erregt. Er wurde das Opfer einer Hofintrige: Johannes, einer der wichtigsten Theologen des Christentums, starb am 14. September 407 in der Verbannung. Papst Innozenz I. und Honorius hatten zuvor vergeblich versucht, eine Aufhebung des Bannes zu erwirken. Nach dem Tod der Eudoxia 404 trat der tatkräftige Prätorianerpräfekt Anthemius als wichtigster Berater des Kaisers hervor, in dessen Schatten Arcadius nun nach außen völlig verschwand. Seinen Pflichten kam Anthemius mit großer Sorgfalt und Kompetenz nach; insbesondere gelang es ihm, nach Beilegung der anfänglichen Spannungen mit Yazdegerd sehr gute Beziehungen mit dem persischen Sassanidenreich herzustellen, was die außenpolitische Lage Ostroms sehr verbesserte. Der Perserkönig soll laut Prokopios von Caesarea sogar vom sterbenden Arcadius 408 zum Vormund seines Sohnes bestellt worden sein. Ob dies stimmt ist in der Forschung sehr umstritten. 407 brach ein Bürgerkrieg mit Westrom aus, als Alarich im Auftrag Stilichos in oströmisches Gebiet einfiel, doch wurden die Kämpfe abgebrochen, als Westrom an anderen Fronten bedroht wurde. Für 408 einigten sich die beiden Kaiserhöfe zum Zeichen der Versöhnung auf ein gemeinsames Paar Konsuln. Arcadius hatte vier Kinder: Drei Töchter (Pulcheria, Arcadia und Marina) und den 401 geborenen Sohn und Mitkaiser (seit 402) Theodosius II., der nach dem frühen Tod des Kaisers im Jahr 408 noch im Kindesalter als Augustus den oströmischen Thron bestieg. Porträtkopf eines jungen theodosianischen Kaisers, häufig mit Arcadius identifiziert. Archäologisches Museum Istanbul, Inventarnummer 5028[3] Bewertung Die Regierungszeit des Arcadius war eine Krisenzeit für die Entwicklung Ostroms. An den Grenzen war es bedroht (im Norden und Nordwesten von den Germanen, im Illyricum anfangs sogar von Westrom, in Kleinasien von den Hunnen, im Osten zunächst von den Sassaniden), im Inneren kam es zu Aufständen, und das West- und Ostreich entfernten sich aufgrund von Konflikten im Balkanraum immer mehr voneinander (ohne dass dies zur Aufgabe der Vorstellung von einer grundsätzlichen Reichseinheit geführt hätte). Arcadius und seine Berater reagierten oft nur, statt zu agieren. Ihm selbst wird in mehreren Quellen ein wohlwollender Charakter bescheinigt, doch wird er auch als schwache Persönlichkeit und schwacher Kaiser beschrieben, der dieser Situation nicht gewachsen war. Allerdings muss dabei auch der Tatsache Rechnung getragen werden, dass er etwa seit seinem sechsten Lebensjahr unter der Bevormundung seiner Berater gestanden hatte. Dennoch überstand Ostrom diese Zeit relativ gut, während das Westreich unter Honorius nach 408 bereits erste Auflösungserscheinungen zeigte. Dies ist nicht zuletzt dem äußerst fähigen Anthemius zu verdanken, der noch bis 414 die Geschicke Ostroms bestimmte und ganz wesentlich dazu beitrug, die äußere Lage des Reiches zu verbessern. | FLAVIUS, Arcadius (I47214)
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| 3793 | Sein Vermögen stieg 1622 auf 74`000 Gulden an, daraufhin stagnierte es und bis 1643 sank es auf 40`000 Gulden. Seine erste Ehefrau war Anna Zili | SCHOBINGER, Kaspar (I4188)
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| 3794 | Sein Weg zur Macht begann im Jahr 613, als er zusammen mit Bischof Arnulf von Metz und anderen austrasischen Adligen in einen inneren Machtkampf der Merowinger eingriff, indem er den neustrischen König Chlothar II. gegen die in Austrasien und Burgund herrschende Witwe Königs Sigiberts I., Brunichild, zu Hilfe rief. Nach ihrem Sturz herrschte Chlothar im ganzen Frankenreich, musste aber im Edictum Chlotharii die Machtpositionen des austrasischen Adels anerkennen. Ein weiteres Zugeständnis war im Jahr 623 die Ernennung von Chlothars 15-jährigem Sohn Dagobert I. zum Unterkönig in Austrasien. Dadurch erhielt das Teilreich, das von Pippin und Arnulf mit ihren Klienten dominiert wurde, eine gewisse Eigenständigkeit innerhalb des Merowingerreiches. Pippin erhielt gleichzeitig eine wichtige Beraterposition und übernahm spätestens 625 auch formal den Titel eines Hausmeiers, des wichtigsten Amtsträgers im Königreich. Da Chlothar II. jedoch 629 starb und sein Sohn Dagobert I. nach Neustrien zog, um die Herrschaft im Gesamtreich zu übernehmen, konnte Pippin diese einflussreiche Position nicht auf Dauer behaupten, obwohl er den Titel eines austrasischen Hausmeiers behielt. Das Bündnis mit Arnulf stärkte Pippin, indem er um 635 seine Tochter Begga mit Arnulfs Sohn Ansegisel verheiratete. Erst als auch Dagobert I. 638 oder 639 starb, ohne Söhne im regierungsfähigen Alter zu hinterlassen, konnte Pippin mit Unterstützung des austrasischen Adels seine Führungsansprüche wieder geltend machen. Pippin der Ältere starb allerdings selbst bereits im Jahr 640. | VON HERISTAL, Pippin der Ältere (I10776)
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| 3795 | Seine drei Enkel Johann, Hans Albrecht und Hans Friedrich kämpften für Bern bei Héricourt, Grandson und Murten und erhielten dafür die Ritterwürde. Die jüngere, von Hans Albrecht (gestorben 1517) ausgehende Linie im Aargau besass Kasteln, Wildenstein, Auenstein und Ruchenstein und starb 1624 aus. Durch Erbgang in der weibl. Linie gelangte Auenstein und Wildenstein teilweise an die Fam. von Erlach. Eingebürgert 1467 in Bern, Bern, BE, CHE | VON MÜLINEN, Hans Albrecht (I20384)
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| 3796 | seine eheschliessung ermöglichte die Bindung an den Hochadel, mit der Ulrich Eberhards Erhebung zum Freiherren begründet wurde. Er wurde durch König Sigismund am 15.01.1414 in Cremona wieder in den Adelststand erhoben, den dieser Zweig durch eine nicht standesgemässe Heirat Ulrichs III. mit anna von Schellenberg ? verlohren hatte | VON SAX, Ulrich Eberhard der Jüngere (I26930)
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| 3797 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I48825)
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| 3798 | Seine Eltern waren Sunyer I. Graf von Barcelona und Richilde von Rouergue.[2] Nachdem sich sein Vater 947 ins Kloster zurückgezogen hatte, erbte er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Miro († 968) die Grafschaften Barcelona, Gerona und Ausona, im darauffolgenden Jahr, nach dem Tod seines Onkels Sunifred II., auch die Grafschaft Urgell. Da die Macht der westfränkischen Könige in der Spanischen Mark im Schwinden war, suchte Borrell sich durch Verträge mit dem Kalifen von Córdoba abzusichern, was jedoch 985 nicht die Zerstörung Barcelonas durch al-Mansur verhinderte. Gegen die Bedrohung durch die Mauren hatte Borrell im Jahr 985 die militärische Hilfe seines Lehnsherren, König Lothar, angerufen, der sich zwar zu einem Feldzug in die spanische Mark bereit erklärte, aber noch vor den Vorbereitungen dazu im Frühjahr 986 verstarb. Dessen Nachfolger Ludwig V. blieb in dieser Angelegenheit untätig.[3] Offenbar hatte Borrell auch an den 987 gewählten König Hugo Capet ein Hilfsgesuch gerichtet, der jedenfalls in einem Antwortschreiben aus dem Spätjahr 987, das Erzbischof Gerbert von Reims verfasste, einen Feldzug in den Süden versprochen hatte, sofern ihm Borrell bis zum Osterfest 988 eine Gesandtschaft an seinen Hof schicken werde, die ihm seine Lehnstreue beschwöre.[4] Von einer Gesandtschaft oder einem Treuebekenntnis Borrells zum neuen König ist nichts bekannt, genauso wenig wie dieser nie einen Feldzug in die spanische Mark angetreten hatte. Dies war das letzte Mal, dass ein katalanischer Graf die Unterstützung eines fränkischen Königs angerufen hatte. Borrell und seine Nachfolger hatten in ihren Territorien fortan losgelöst von der königlichen Autorität geherrscht, die von der jungen Kapetingerdynastie überhaupt kaum noch über die Loire hinaus in den Süden zur Geltung gebracht werden konnte. Damit wird besonders von der nationalen Warte aus betrachtet häufig in dem Jahr 986 das Datum zur faktischen Unabhängigkeit Kataloniens vom (west)fränkischen Reich erkannt, die allerdings für fast 300 Jahre nur eine einseitige Angelegenheit blieb. Die fränkisch-französischen Könige hatten erst im Vertrag von Corbeil von 1258 ihren Verzicht auf jede gebieterische Autorität über Katalonien geleistet. 967 besichtigte Borrel II. das Kloster St. Gerald von Aurillac, und der Abt bat ihn, Gerbert d’Aurillac (den zukünftigen Papst Silvester II.) mit sich zu nehmen, damit der junge Mann Mathematik in Spanien studieren könne. In den folgenden Jahren studierte Gerbert in der von Christen gehaltenen Stadt Barcelona und vielleicht in den islamischen Städten Córdoba und Sevilla. 969 machte Borrel eine Pilgerreise nach Rom und nahm Gerbert mit. Gerbert traf dort Papst Johannes XIII. und Kaiser Otto I. Der Papst überzeugte Otto, Gerbert als Tutor für seinen jungen Sohn, den zukünftigen Kaiser Otto II. einzusetzen.[5] Nach seinem Tod folgte ihm sein ältester Sohn Raimund Borrell in Barcelona, die Grafschaft Urgell fiel an den zweiten Sohn Ermengol. | (BARCELONA), Borell II. (I39789)
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| 3799 | Seine Eltern waren Sven der Kreuzfahrer und dessen Frau Florine von Burgund, Tochter des Herzogs Odo I. von Burgund und dessen Frau Sibylle. Er wird als einer geschildert, den seine Verkrüppelung verbittert hat und der sich immer benachteiligt fühlte. Margarethe Fredkulla, die Frau von König Nils, versuchte, durch Heiratspolitik den Frieden zu sichern, und so auch Henrik einzubinden. Sie verheiratete ihn mit ihrer Nichte Ingrid Ragnvaldsdatter und gleichzeitig ihre Nichte Ingeborg mit Knud Lavard. Sie legte großes Gewicht auf diese Verbindungen und steuerte die beiden Bräute mit einem Viertel ihrer schwedischen Besitzungen, die sie von ihrem Vater hatte, aus. So kam Henrik zu Besitzungen in Schweden. Sie wurden für seinen Sohn Magnus Henriksson zum Ausgangspunkt seines Strebens nach der schwedischen Krone. Auch in Dänemark verfügte Henrik über umfangreiche Ländereien. Er war ein Feind seines Vetters Knud Lavard, dem er dessen Macht und Ansehen missgönnte. Seine Frau flüchtete mit einem Liebhaber, und er musste sie in Ålborg aufgreifen und zurückholen. An dieser Kränkung gab er Knud die Schuld. Er bestimmte König Nils, Knud zu einem Treffen nach Ribe zu laden, damit dieser dort zum Vorwurf, er schade dem König und dem Reich, Stellung nehmen solle. Das lehnte Knud ab. So versuchte Henrik weiterhin, den König gegen Knud einzunehmen. Henrik war der eigentliche Urheber einer Verschwörung gegen Knud und war auch die treibende Kraft bei den Beratungen. Er bestimmte Magnus Nilsson zum Meuchelmord. Dieser fand am 7. Januar 1131 im Wald von Haraldsted statt, nachdem Knud mit List und unter einem Vorwand dorthin gelockt worden war. Nun war der König gezwungen, seinen Sohn wegen des Meuchelmordes des Landes zu verweisen. Doch Henrik und viele andere konnten den König dazu bewegen, seinen Sohn zurückzuholen. Die Folge davon war ein heftiger Bürgerkrieg, in dem Erik II. gegen König Nils und dessen Sohn Magnus Partei ergriff. Während dieser Gewaltausbrüche hoffte Henrik, den Königsnamen erringen zu können. Aber in der Entscheidungsschlacht bei Fodevig am 4. Juni 1134, eine der großen Schlachten des frühen Mittelalters, fielen sowohl er als auch Magnus und eine große Zahl ihrer Anhänger. König Nils floh nach Schleswig, wo die Einwohner den Tod Knud Lavards an ihm rächten und ihn töteten. | SKADELAR, Henrik (I40890)
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| 3800 | Seine Existenz ist lediglich aus einer Chronik der Abtei Saint-Riquier belegt, laut der er ein Ritter (militem) und Schwiegersohn des dux und späteren Königs Hugo Capet war, dessen Tochter Gisela seine Frau war. Von seinem Schwiegervater erhielt er wohl um 981 die Burg Abbeville und die dauernde Kontrolle über die Klosterzelle Forestmontier als Lehen, außerdem wurde er zum erblichen advocatus der Abtei, also zu deren Beschützer ernannt. Zusammengefasst entsprach das ihm anvertraute Land in seinem Umfang dem alten karolingischen pagus pontivus. Er selbst führte nicht den Grafentitel, den nahm erst sein Sohn Enguerrand I. an. Ein zweiter Sohn hieß Guido, der als Abt von Saint-Riquier amtierte. Inwiefern er mit den im späten 9. und frühen 10. Jahrhundert in Montreuil ansässigen Grafen verwandt gewesen war, ist nicht festzustellen. | VON MONTREUIL, Hugo I. (I37621)
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