Treffer 401 bis 450 von 5,028
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 401 | 1855 erloschene regimentsfähige Fam. der Stadt Bern, die ab 1429 im Gr. Rat nachgewiesen ist. Junker Heinrich ( 1462) vererbte Gut (das renommierte Gasthaus Zur roten Glocke) und Namen an seinen Schwiegersohn, den aus Freiburg stammenden Berner Kleinrat Hans Jakob Courtevril oder Guetenfry ( 1501), der zu Mittellöwen zunftgenössig und einer der reichsten Berner war. Bis 1798 stellte die numerisch kleine Fam., die sich erst mit Niklaus (1641-1700) und Anton (1644-1707) in zwei Linien spaltete, mehrere Landvögte und vier Kleinräte. Im 18. Jh. traten einige Angehörige in fremde Dienste, von denen Anton (1672-1727) und Abraham Samuel (1731-78) in piemontes. bzw. holländ. Diensten bis zum Obersten aufstiegen; andere wandten sich dem Pfarrerberuf zu. Dank der Übernahme des sozialen Rangs der älteren L. zählte die Fam., die in der 2. Hälfte des 17. und zu Beginn des 18. Jh. die Herrschaft Hindelbank besessen hatte, zu den "edelvesten" Geschlechtern. (Q: HLS) Die Familie Lombach war eine bernische Patrizierfamilie, die seit ungefähr 1450 das Burgerrecht der Stadt Bern besass und ab 1429 im Grossen Rat nachgewiesen ist. Sie gehörte zur zweiten Statusgruppe des Berner Patriziats, den sogenannten „Edelvesten“. Die Familie gehörte der Gesellschaft zu Mittellöwen an und erlosch 1855. Wappenscheibe Lombach (um 1540), in der Lombachkapelle im Berner Münster. | LOMBACH, Stammlinie (I41553)
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| 402 | 1873 in der Unterprima (12. Klasse) der städtischen Realschule Crefeld | KAUERT, Louis Ludwig (I2621)
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| 403 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2711)
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| 404 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I20)
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| 405 | 19.6.1573 Courcelles (bei Metz), 16.12.1636 Basel, prot., aus Lothringen, ab 1628 von Basel. Sohn des Regnault, Tuchhändlers und Glaubensflüchtlings in Metz, und der Mayon Cachedenier. 1) 1599 Marguerite Denais, 2) 1619 Esther Lernou. S. stammte aus einem calvinist. Elternhaus. In Metz führte S. das väterl. Handelshaus weiter, das er 1598 nach Markirch (Elsass) und 1602 nach Colmar verlegte. Als Colmar 1628 wieder unter kath. Obrigkeit geriet, verliess S. die Stadt und siedelte nach Basel über, wo er gemeinsam mit seinem Sohn Regnault das Bürgerrecht erwarb und in die Safranzunft aufgenommen wurde. Bis 1629 war er Teilhaber der Firma Wibert und Sarasin, dann führte er mit seinen Söhnen eine eigene Firma. Er ist Stammvater der bis heute bestehenden weitverzweigten Basler Fam. S. | SARASIN, Gideon (I27454)
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| 406 | 1907 wohnhaft in Langenlohe, stirbt als verehelichte Lederer | DÜRSCH, Anna Elisabeth (I44)
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| 407 | 1907 wohnhaft in St. Leonhard, obere Tunnelstr. Nr.164 1915 wohnhaft in Nürnberg, hintere Marktstraße 66 | DÜRSCH, Johann Thomas (I23)
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| 408 | 1916 wohnhaft in Königstein, Haus Nr. 121 bei Tochter Anna | LUBER \ BAUBER, Margarete (I22)
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| 409 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I6)
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| 410 | 2 Jul 1298 Schlachtfeld Hasenbühl, Göllheim, Deutschland Im späteren 13. Jahrhundert breitet sich der Landenberger Besitz rasch aus, u. a. durch geschickte Heiratspolitik mit kleinen Adelsgeschlechtern in der Region. Hermann II. von Landenberg war bis 1306 Marschall von Herzog Albrecht von Habsburg. Nach 1300 erwarb er die Herrschaft Greifensee. Von dieser Zeit an teilen sich die Landenberger in die Nebenzweige Landenberg-Greifensee, Breitenlandenberg und Hohenlandenberg (neben der nur noch kurzfristig weiterbestehenden Hauptlinie Alt-Landenberg). | VON LANDENBERG-GREIFENSEE, Hermann II. (I7924)
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| 411 | 2.10.1519 Zürich, 25.12.1586 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Andreas Walther, Zimmermanns. 1) 1541 Regula Zwingli, Tochter des Huldrych Zwingli, 2) 1566 Anna Blarer, Tochter des Thomas, Bürgermeisters von Konstanz. Rudolf Gwalther war 1528 Heinrich Bullingers Schüler, der den Waisen 1532 zu sich aufnahm. 1538-1541 studierte Gwalther in Basel, Strassburg, Lausanne und Marburg. 1542 wurde er reformierter Pfarrer in Zürich (St. Peter), 1546 Dekan des Zürichseekapitels und 1575 als Nachfolger von Bullinger erster Pfarrer Zürichs am Grossmünster. Er wirkte nicht nur als bedeutender Prediger, sondern trat auch als Verfasser lateinischer Gedichte, Übersetzer (u.a. Psalter auf Deutsch, über 100 Auflagen; auf Lateinisch «Opera Zvinglii» 1544-1545) und Herausgeber hervor. Nachdem seine Predigten gegen den Papst als Antichrist 1546 zu Klagen der katholischen Orte an der Tagsatzung geführt hatten, veröffentlichte er erst wieder ab 1551 deutsche Predigten. Bis ins 18. Jahrhundert blieben seine lateinischen Homilien zu den Evangelien, zur Apostelgeschichte, zu einigen Paulus-Briefen und zu den zwölf kleinen Propheten (1553-1584, bis 1619 aufgelegt) sowie die «Archetypi homiliarum» (1587-1612) als gedruckte Konzepte eigener Predigtreihen viel benutzte Vorlagen. Gwalther unterhielt einen weit reichenden Briefwechsel und übte auf die englische Staatskirche Einfluss aus. Quellen und Literatur | GWALTER, Rudolf (I48915)
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| 412 | 2.10.1569 Schaffhausen, 8.8.1623 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Heinrich und der Marina Schmid. Enkel des Alexander (->), Cousin des Jeremias (->). 1593 Elisabeth P. im Hof. Rechtsstud. in Heidelberg. Ab 1596 machte P. Karriere in Schaffhausen, u.a. wurden er und sein Bruder als Empfangskomitee beim Besuch von Ehzg. Matthias von Österreich eingesetzt. 1599 amtierte er als Stadtschreiber. Ab 1603 bis zu seinem Tod war P. ständiger Gesandter der Stadt Schaffhausen an die eidg. Tagsatzung und vertrat die Stadt in heiklen aussenpolit. Verhandlungen. 1605 wurde er Obervogt zu Buch, 1608 Obherr der Gesellschaft zun Kaufleuten, Kleinrat, Seckelmeister und 1612 Statthalter und Pannerherr. Daneben wirkte P. als Gesandter in Graubünden und gehörte 1622 zur Gesandtschaft zu Kg. Ludwig XIII. 1594 erwarb er das Haus Zum drei Ständen, dessen Fassade von Daniel Lindtmayer bemalt wurde und das sich heute als sog. Peyerburg noch im Familienbesitz befindet. P. besass zahlreiche Güter und galt als einer der reichsten Bürger der Stadt. Sein Epitaph befindet sich an der Nordwand des Kreuzgangs des Klosters Allerheiligen. | PEYER MIT DEN WECKEN, Heinrich (zum Bären) (I2419)
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| 413 | 2.10.1569 Schaffhausen, 8.8.1623 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Heinrich und der Marina Schmid. Enkel des Alexander (->), Cousin des Jeremias (->). 1593 Elisabeth P. im Hof. Rechtsstud. in Heidelberg. Ab 1596 machte P. Karriere in Schaffhausen, u.a. wurden er und sein Bruder als Empfangskomitee beim Besuch von Ehzg. Matthias von Österreich eingesetzt. 1599 amtierte er als Stadtschreiber. Ab 1603 bis zu seinem Tod war P. ständiger Gesandter der Stadt Schaffhausen an die eidg. Tagsatzung und vertrat die Stadt in heiklen aussenpolit. Verhandlungen. 1605 wurde er Obervogt zu Buch, 1608 Obherr der Gesellschaft zun Kaufleuten, Kleinrat, Seckelmeister und 1612 Statthalter und Pannerherr. Daneben wirkte P. als Gesandter in Graubünden und gehörte 1622 zur Gesandtschaft zu Kg. Ludwig XIII. 1594 erwarb er das Haus Zum drei Ständen, dessen Fassade von Daniel Lindtmayer bemalt wurde und das sich heute als sog. Peyerburg noch im Familienbesitz befindet. P. besass zahlreiche Güter und galt als einer der reichsten Bürger der Stadt. Sein Epitaph befindet sich an der Nordwand des Kreuzgangs des Klosters Allerheiligen. | PEYER MIT DEM WECKEN, Heinrich (I23009)
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| 414 | 2.10.1569 Schaffhausen, 8.8.1623 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Heinrich und der Marina Schmid. Enkel des Alexander (->), Cousin des Jeremias (->). 1593 Elisabeth P. im Hof. Rechtsstud. in Heidelberg. Ab 1596 machte P. Karriere in Schaffhausen, u.a. wurden er und sein Bruder als Empfangskomitee beim Besuch von Ehzg. Matthias von Österreich eingesetzt. 1599 amtierte er als Stadtschreiber. Ab 1603 bis zu seinem Tod war P. ständiger Gesandter der Stadt Schaffhausen an die eidg. Tagsatzung und vertrat die Stadt in heiklen aussenpolit. Verhandlungen. 1605 wurde er Obervogt zu Buch, 1608 Obherr der Gesellschaft zun Kaufleuten, Kleinrat, Seckelmeister und 1612 Statthalter und Pannerherr. Daneben wirkte P. als Gesandter in Graubünden und gehörte 1622 zur Gesandtschaft zu Kg. Ludwig XIII. 1594 erwarb er das Haus Zum drei Ständen, dessen Fassade von Daniel Lindtmayer bemalt wurde und das sich heute als sog. Peyerburg noch im Familienbesitz befindet. P. besass zahlreiche Güter und galt als einer der reichsten Bürger der Stadt. | PEYER MIT DEN WECKEN, Hans Konrad (I28392)
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| 415 | 2.9.1495, 13.3.1563, katholisch, Landmann von Uri, in Altdorf. Sohn des Andreas (->) und der Barbara Zurenseller. 1) Ursula von Hohenlandenberg, 2) Anna Katharina von Heidegg, Tochter des Junkers Johann Jakob, Herrn zu Kienberg. Josue von Beroldingen studierte in Mailand. Er kämpfte in der Schlacht von Marignano (1515) und unternahm anschliessend, wohl zum Dank für die Rettung, eine Pilgerfahrt nach Jerusalem, von welcher er 1518 als Ritter des Heiligen Grabes heimkehrte. Neben Gütern in Altdorf besass er auch den Familienstammsitz in Seelisberg, dessen Schlösschen er 1545 mit einer Kapelle bereicherte. In Altdorf stiftete er zudem eine Familienpfründe. 1523 erwarb Josue von Beroldingen von seinem Schwager Ulrich von Schlandersberg die Gerichte Malans und Jenins, die er 1533 wieder veräusserte. 1553 kaufte er die Herrschaft Steinegg im Thurgau. Ein beträchtliches Einkommen floss ihm ab ca. 1542 als päpstlicher Gardehauptmann von Bologna zu. 1560 wurde dieses Amt mit jenem des Gardehauptmanns von Ravenna vereinigt. Das Wappen des Urner Landammanns aus dem Adels- und Wappenbrief Kaiser Karls V. vom 12. Mai 1521 (Staatsarchiv Uri, Altdorf, P-9/137). Das Wappen des Urner Landammanns aus dem Adels- und Wappenbrief Kaiser Karls V. vom 12. Mai 1521 (Staatsarchiv Uri, Altdorf, P-9/137). 1520 hatte Josue von Beroldingen die politische Führung von Uri übernommen. 1520-1523, 1534-1537, 1540-1542, 1546-1548, 1553-1555 und 1562-1563 amtete er als Landammann. 1516-1563 trat er als Tagsatzungsgesandter auf. 1520 war er Schiedsrichter zwischen den Eidgenossen und dem Bischof von Basel, 1529 Gesandter zum Bündnis mit Kaiser Ferdinand I., 1530 zum Frieden von Saint-Julien, 1531 zum Landfrieden mit Zürich. Mit Kardinal Matthäus Schiner, Nuntius Giovanni Antonio Volpe und Karl Borromäus befreundet, vertrat von Beroldingen eine strenge päpstliche und katholische Politik. Wegen seiner Beziehungen zu Mailand und den de Medici stand er zeitlebens in scharfem Gegensatz zu Bern. Kaiser Karl V. erhob ihn 1521 in den erblichen Adelsstand. Papst Paul III. ernannte ihn zum Obersten und schlug ihn 1542 zum Ritter. Josue von Beroldingen zählt zu den hervorragendsten Eidgenossen seiner Zeit. | VON BEROLDINGEN, Josua (I47108)
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| 416 | 20.1.1492 Zug, 6.10.1542 Zürich, von Zug und ab 1529 von Zürich. Sohn des Werner (->) und der Margaretha Zürcher. 1529 Anna Rüst, von Wädenswil. S. erlangte in Paris den Magistergrad. Um 1513 wurde er Priester, nahm 1515 am Italienzug teil, wurde danach Helfer in Schwyz und erhielt 1518 den Titel eines apostol. Protonotars. 1520 wurde S. nach einer Pilgerfahrt nach Palästina Chorherr in Beromünster, wo er im reformator. Geist predigte und enge Beziehungen zu Huldrych Zwingli und Heinrich Bullinger aufbaute. Als Haupt der reformatorisch Gesinnten in Zug gehörte S. zu den Unterzeichnern der 1522 von Zwingli verfassten Supplikation um Freigabe der evang. Predigt und Priesterehe. Nachdem prot. Bücher in seinem Besitz entdeckt worden waren, bekannte er sich öffentlich zu seinem Glauben. Im Aug. 1529 übersiedelte er nach Zürich. Hier betätigte er sich literarisch und verfasste neben einem Kommentar zum Pentateuch (fünf Bücher Moses) hauptsächlich hist. Werke, so eine Liederchronik, eine Chronik der Mailänderkriege und eine Chronik der Reformation, die sich eng an die Darstellung von Bernhard Wyss hält. In seinen autobiogr. Aufzeichnungen schilderte er seine Erlebnisse in Zug. S.s letzte Lebensjahre verliefen unter trag. Umständen: Als 1541 bekannt wurde, dass er wegen früherer homosexueller Aktivitäten erpresst worden war, liess ihn der Zürcher Rat gefangen setzen und zu lebenslängl. Hausarrest verurteilen. | STEINER, Werner (I41226)
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| 417 | 20.12.1568 St. Gallen, 6.7.1632 St. Gallen, reformiert, von St. Gallen. Sohn des Ulrich, Ratsherrn, und der Maria Kunkler. 1) 1596 Barbara Schlumpf, Tochter des Jacob, Unterbürgermeisters, 2) 1597 Weibratha Locher, Tochter des Hanns, Zunftmeisters, 3) 1615 Elisabetha Hofmann, Tochter des Christian, Predigers. 1597-1613 Elfer der Weberzunft, 1614-1625 Zunftmeister, 1617-1625 Unterbürgermeister, 1625-1632 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. | STAIGER, Lorenz (I23057)
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| 418 | 21.2.1608, Sohn des Franz, Herrn von Givisiez, und der Catherine de Cleri. Ludwig von Affry stand ab 1561 in französischen Diensten unter König Karl IX., um gegen die Hugenotten zu kämpfen, so in der Schlacht von Dreux 1562, wo die Schweizer wesentlich zum Erfolg der Liga beitrugen. Danach gründete er einen Orden des heiligen Thomas. Er kämpfte beim Rückzug von Meaux, den Schlachten von Jarnac und Moncontour 1569 und nahm auch an der Belagerung von La Rochelle teil. 1567-1571 Kommandant der 400 Mann starken Schweizer Garde zu Lyon, das er erfolgreich verteidigte. In Freiburg 1564 Kleinrat, 1571 Staatsrat, 1572-1601 Schultheiss. Gesandter der katholischen Orte beim französischen König 1579-1582 und 1587 Tagsatzungsgesandter. Affry förderte die Etablierung der Jesuiten in Freiburg und die Gründung des Kollegiums St. Michael. | D`AFFRY, Ludwig (I42124)
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| 419 | 21.5.1542 Töss (heute Gemeinde Winterthur), 3.9.1607 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Hans Rudolf, Ammanns zu Töss und Kappel, Obervogts zu Laufen, und der Martha von Fulach. 1) 1568 Elisabetha Röist, Tochter des Jakob, Ratsherrn, 2) 1577 Maria Stockar, Tochter des Hans, 3) 1593 Katharina Burgauer, Tochter des Benedikt, 4) 1595 Maria Magdalena von Oftringen. Studium in Basel, Lausanne, Strassburg, Tübingen und Padua. 1561 Sekretär und Übersetzer von Petrus Martyr Vermigli am Religionsgespräch von Poissy. 1568 Vertreter von Johann Jakob Ammann, 1571 Professor für Altes Testament an der Zürcher Hohen Schule und Chorherr. Johann Wilhelm Stucki verfasste Viten von Johannes Wolf, Josias Simler, Heinrich Bullinger und Ludwig Lavater und beschäftigte sich mit der Kulturgeschichte der Antike ("Antiquitatum convivialium libri III" 1597). Christian Moser: "Stucki, Johann Wilhelm", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 02.07.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010867/2012-07-02/, konsultiert am 21.11.2024. | STUCKI, Hans Wilhelm (I48886)
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| 420 | 22.10.1615 Schaffhausen, 14.1.1681 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Franz, Reichsvogts, und der Margaretha Wepfer. 1639 Ursula Peyer zur Traube, seiner Cousine, Tochter des Georg, Stadtrichters und Mitglieds des Gr. Rats. Ab 1632 Stud. an der Univ. Strassburg, 1635 hist.-philolog. Dissertation. 1636-38 unternahm S. eine Bildungsreise durch die Schweiz, Frankreich, England und die Niederlande mit Aufenthalten an der Akad. Genf und der Univ. Oxford. 1648-50 war er Landvogt von Locarno, 1651 Stadtschreiber von Schaffhausen, 1657 Säckelmeister, ab 1659 Mitglied des Gr. Rats, 1660-61 Ehrengesandter in die ennetbirg. Vogteien,1661 Obervogt von Rüdlingen und Buchberg, 1667 Pannerherr, 1675 Obherr der Oberen Gesellschaft (Herrenstube) und damit Kleinrat. 1655-80 vertrat S. Schaffhausen 57-mal auf Tagsatzungen und anderen eidg. Konferenzen. Von den ref. Orten 1653 zum Vermittler im Krieg zwischen England und den Niederlanden bestimmt, hielt er sich 1653-54 als Gesandter am Hof Oliver Cromwells auf. Nach seiner Rückkehr wurde er 1655 als einer von vier Gesandten der Eidgenossenschaft nach Savoyen zur Vermittlung zwischen dem Hzg. von Savoyen und den Waldensern geschickt. S. erwies sich besonders auf der Mission in England als scharfer Beobachter und geschickter Informationsbeschaffer, der auch den Charakter der Herrschaft Cromwells als Militärdiktatur rasch durchschaute.Er verfasste 1635 einen staatspolit. Aufruf zur Eintracht an die Regierenden der Eidgenossenschaft und legte 1654 ein umfangreiches, auf Quellenstudien beruhendes Gutachten zur Mundat am Randen vor. S. erreichte mit Ausnahme des Bürgermeisteramts alle wichtigen Ämter, die der Stadtstaat zu vergeben hatte. | STOCKAR, Hans Jakob (I42372)
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| 421 | 23.5.1596 Schaffhausen, 18.4.1673 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Christoph, Vogtrichters und Obherrn der Kaufleutestube, und der Ursula Peyer. Bruder des Johann Jakob (->), Enkel des Johann Jacob (->). Schwager des Johann Heinrich Waser. 1625 Maria Barbara Rotmund, Tochter des Hans Caspar. Nach dem Besuch des Collegium humanitatis absolvierte Z. wahrscheinlich eine Ausbildung im Handel. 1625-28 bzw. 1629 war er mit Laurenz Peyer Leiter einer Handelsfirma. Kurz darauf gründete er das von ihm geleitete Handelsunternehmen Alexander Z. und Mitverwandte, das im Fernhandel zuerst nach Lyon, später in ganz Frankreich, Deutschland und Italien tätig war. Schlüssel zu Z.s Reichtum war die Belieferung mit Kriegsmaterial der jeweils verfeindeten Kriegsparteien im Dreissigjährigen Krieg. Als Kaufmann und Bankier unterstützte er mitunter den dt. Kommandanten der Feste Hohentwiel. Er tätigte Darlehensgeschäfte mit Städten und Kapitalinvestitionen bei Handelsgesellschaften in St. Gallen und im Tirol. Z. war einer der grössten Investoren in den kriegsgeschädigten Orten Süddeutschlands. 1640 stieg er zum Hauptmann, 1647 zum Major der Schaffhauser Truppen auf. 1648-49 verhalf Z. Schaffhausen zum pfandweisen Erwerb der Hochgerichtsbarkeit im Reiat und in Thayngen, 1652-58 war er Inhaber der kath.-nellenburg. Herrschaften Staufen und Hilzingen, die er wegen religiöser Konflikte mit den Untertanen wieder verkaufte. 1653-61 bekleidete Z. das Amt des Reichsvogts. 1659 scheiterte seine Wahl zum Bürgermeister. 1661 wurde er zum Obherr der Gesellschaft zu Kaufleuten gewählt und nahm damit Einsitz im Kl. Rat. In Schaffhausen besass Z. das Haus Zur Hagar; um 1633 kam er durch seine verwandtschaftl. Beziehung zu seinen Schwiegereltern Rotmund-Zollikofer in den Besitz des Sonnenburgguts vor den Toren der Stadt. | ZIEGLER, Alexander (I26315)
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| 422 | 23.7.1676 Zürich, 9.5.1748 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Hans Heinrich und der Kleophea geb. Bullinger. 1703 Elsbeth Sprüngli. 1708 Zwölfer zu Zimmerleuten, 1713 Grossweibel, 1724 Amtmann zu Embrach und Zunftpfleger, 1739 Eherichter. Als Maurermeister sammelte V. 1705 erste Erfahrungen beim Emporenbau der Peterskirche in Zürich. 1712 hatte er das Oberinspektorat für den Bau der ref. Kirche Baden inne. 1713/14 schuf er den Entwurf für die ref. Kirche Zurzach. V. plante im gleichen Jahr die Erhöhung und Einwölbung des Mittelschiffs des Fraumünsters sowie 1716-17 den Neubau des Musiksaals im ehem. Konventsgebäude derselben Kirche. 1717 errichtete er die Galerie in der Zürcher Wasserkirche. Er übernahm die Planung und Maurerarbeiten beim Neubau des Zunfthauses zur Saffran. V.s neuartige Fassadengestaltung mit dem inkorporierten Turm in Baden und der Plan für die ref. Kirche Zurzach in Form eines gestreckten achteckigen Querbaus wurden zum Modell für zahlreiche Kirchen in der Schweiz. | VOGEL, Matthias (I41834)
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| 423 | 23.8.1525 (1523?) Basel, 23.7.1594 Basel. Sohn des Theodor (->). 1) Rahel Herwagen, 2) Margaretha Wagner. Rechtsstud. an versch. Universitäten. 1548 Rechtsprof. an der Univ. Basel und Chorherr des Stifts St. Peter. 1552 Fähnrich im Dienst des franz. Kg. Heinrich II. 1553 Vogt auf Homburg. Ab 1559 Ratsherr. 1563 von Ks. Ferdinand I. geadelt und Kauf von Schloss Wildenstein. 1570-77 und 1591-94 Oberstzunftmeister. 1577 Vogt auf Farnsburg. | BRAND, Brand (I41328)
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| 424 | 24.1.1572 Schaffhausen, 4.8.1638 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans, Stadtschreibers. 1) 1599 Elsbeth Holzacher, 2) 1634 Magdalena Ziegler. 1598-1615 Schreiber beim Allerheiligenamt. Ab 1608 für die Metzgerzunft im Gr. Rat; ab 1616 im Kl. Rat und Metzgerzunftmeister. Mehrmals Zeughausherr. 1623 Obervogt zu Beringen. Wiederholt Tagsatzungsabgeordneter. 1629 bis zu seinem Tod Bürgermeister Schaffhausens, der erste aus der Metzgerzunft. | FORRER, Hans Martin (I30775)
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| 425 | 24.11.1524. Sohn des Lienhard. 1) Barbara Hubschin, 2) Margarete Lumpartin. 1492 Mitglied des Berner Grossen Rats, 1514 des Kleinen Rats, ab 1492 bis zu seinem Tod als Nachfolger Thüring Frickers Stadtschreiber von Bern, 1517 Vogt des Inselklosters. Niklaus Schaller vermittelte 1505 den Frieden zwischen Savoyen und dem Wallis sowie 1515 zwischen den Eidgenossen und dem französischen König Franz I. In den Wirren des Könizer Aufstands geriet Schaller in Verdacht, kaiserlich-päpstliche Pensionen angenommen zu haben. Obgleich hoch angesehen, musste er seine Unschuld vor Gericht beweisen. | SCHALLER, Niklaus (I46073)
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| 426 | 24.5.1558, kath., von Biel. Sohn des Bendicht, Landvogts von Erlach und bischöfl. Meiers von Biel, und der Ursula Segesser von Brunegg. Marie von Ramstein, aus einer Ministerialenfam. des Fürstbf. von Basel. Edelknecht, 1523-32 bischöfl. Meier von Biel. Nach der Reformation, die er ablehnte, liess sich R. in Delsberg nieder. 1538-41 und 1546-53 war er Vogt von Zwingen, ab 1553 von Pruntrut. 1546 Mitglied des Rats von Pruntrut. | VON RÖMERSTHAL, Simon (I18506)
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| 427 | 24.6.1715 St. Gallen, 3.11.1789 St. Gallen, reformiert, von St. Gallen. Sohn des Sebastian, Drechslers, und der Magdalena Vonwiller. 1739 Katharina Ebneter, Tochter des Caspar, Stadtrichters und Elfers der Weberzunft. Hans Jacob Kirchhofer war Weber, Obmann von Leinwandschauern, Richter und Elfer der Weberzunft. Er soll angeblich 1750 als erster Weber in der Stadt St. Gallen Mousselinestoffe aus Baumwolle hergestellt haben. Mousseline wurde später zum wichtigsten Grundgewebe der Ostschweizer Stickerei. | KIRCHHOFER, Hans Jakob (I46646)
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| 428 | 25.10.1521 Zürich, 17.11.1572 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Zwölfers zu Schiffleuten und Schaffners von Embrach, und der Margaretha Leu. Bruder des Kaspar (->). 1545 Regula Hegner, Tochter des Gebhard, Stadtschreibers, von Winterthur. Studium der Theologie in Zürich, Tübingen, Marburg und Leipzig, 1542 Ordination. 1544 Diakon in Bülach, im selben Jahr Pfarrer an der Predigerkirche in Zürich, 1551 am Fraumünster, 1563 Professor für Altes Testament an der Zürcher Hohen Schule. Johannes Wolf betätigte sich als Herausgeber von Werken Petrus Martyr Vermiglis, übersetzte den Dialog "Theophrastus" des Aeneas von Gaza und veröffentlichte zahlreiche Bibelkommentare. | WOLF, Johannes (I19531)
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| 429 | 26.11.1622 St. Gallen, 18.7.1656 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des David (->). 1646 Kunigunda Allgäuer. 1638 Stud. in Basel, 1642 Magister Artium, danach Stud. der Rechte in Strassburg, kaiserlich privilegierter Notar, ab 1646 im Dienst der St. Galler Kanzlei. W. übersetzte und bearbeitete die lat. "San Gallas" seines Vaters und gab sie 1642 in neuhochdt. Schriftsprache unter dem Titel "Kurtze und einfältige Beschreibung der Statt Sanct-Gallen" heraus. Sein Lob der dt. Muttersprache war vom elsäss. Sprachpatriotismus beeinflusst. Mit seinen Dramen "Deß [...] Carle von Burgund [...] Krieg" (1653), "Denckwürdiges Gefecht Der Horatier und Curiatier [...]" (1654), im Wettbewerb mit den Heiligenspielen des Fürstabts entstanden, appellierte er an die eidg. Einigkeit und suchte auf der Grundlage der Dichterschule von Martin Opitz ein schweizerisches ref.-republikan. Barockdrama zu schaffen. | WETTER, Josua (I42634)
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| 430 | 26.6.1619 Frauenfeld, 8.11.1688 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Hans Rudolf, Pfarrers, und der Susanna Lavater. Elisabeth Keller, Tochter des Konrad. Stud. in Zürich, Montauban und Saumur. 1643 Pfarrer in Basadingen. 1644 Dozent in Zürich, 1646 Alumnatsinspektor und Prof. für Hebräisch am Collegium humanitatis, 1649 Prof. für Katechetik, 1656 für Griechisch und Latein am Carolinum, 1660 Chorherr am Grossmünster. Mitarbeiter an der Revision von 1667 der Zürcher Bibel und Zensor. S. veröffentlichte zahlreiche Einzelarbeiten zur griech. Grammatik, Syntax und Prosodie sowie zur kirchl. Archäologie. Darauf basierte sein 1682 erschienenes Hauptwerk "Thesaurus ecclesiasticus", ein Lexikon zur Sprache der griech. Kirchenväter, dem eine lange Wirkungsgeschichte beschieden war. | SCHWEIZER, Hans Kaspar (I41948)
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| 431 | 26.7.1513 Olten. Sohn des Ludwig, Venners der Stadt Bern. 1479 Dorothea von Erlach, Tochter des Petermann. 1479 Grossrat, 1481 Schultheiss in Burgdorf, 1486 Kleinrat, 1486 Venner, 1505 Landvogt in Baden. Führer des bern. Aufgebots während des Schwabenkriegs in der Schlacht von Dornach 1499. H. wurde mit zahlreichen Gesandtschaften an Tagsatzungen und an ausländ. Höfe betraut. Er geriet in den Strudel der Ereignisse des Könizer Aufstands 1513: Diskreditiert durch die Machenschaften seines Sohns Hans Rudolf und die Annahme franz. Pensionsgelder, wurde er nach Niederschlagung des Aufstands angeklagt, seiner Ämter enthoben und zur Rückgabe der empfangenen Gelder verurteilt. Auf dem Ritt zur Tagsatzung wurde er von aufgebrachtem solothurn. Landvolk gefangen und enthauptet. | HETZEL VON LINDACH, Kaspar (I29845)
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| 432 | 26.9.1594 St. Gallen, 19.1.1630 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Josua und der Anna Himmelberger. 1622 Juliana geb. W., Tochter des Hans Jacob. Ab 1621 Lehrer an der Lateinschule St. Gallen, 1621-26 Konrektor, 1626-30 Rektor. Für seine in lat. Verse gefasste Beschreibung von St. Gallen ("San Gallas" 1629) wurde W. von Ks. Ferdinand II. zum poeta laureatus gekrönt. 1642 bearbeitete sie sein Sohn Josua (->) und übersetzte sie auf Deutsch. In seiner Abhandlung über das Schauspiel ("Tres Sermones de Comoediis" 1629) verteidigte W., im Gegensatz zum Zürcher Antistes Johann Jakob Breitinger, das Schultheater zur Förderung der republikan. Gesinnung und zur religiösen Erbauung. | WETTER, David (I42635)
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| 433 | 27.2.1575, kath., von Willisau, ab 1545 von Luzern. Sohn des Peter. 1) Eva Golder, Tochter des Hans Golder, 2) Anna Heinserlin, aus Willisauer und Luzerner Schultheissenfam., spätere Ehefrau des Jost Pfyffer des Älteren. Als einziger der Söhne des Peter, der 1529 aus Glaubensgründen nach Bern übersiedelt war, blieb H. beim kath. Glauben. Er lebte vorerst in Willisau, zog um 1535 nach Luzern, integrierte sich in die patriz. Führungsschicht und begründete den nur bis 1601 überlebenden Luzerner Zweig der H. Ab 1552 Luzerner Grossrat, ab 1558 Kleinrat, 1569-71 Vogt zu Ruswil. | HERPORT, Wilhelm (I42226)
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| 434 | 27.4.1664 Gottlieben, 28.10.1741 Ober-Kastell (Gemeinde Tägerwilen), reformiert, von St. Gallen. Sohn des Tobias, Verwalters, und der Catharina von Genüe, aus Utrecht. 1712 Dorothea von Breitenlandenberg, Tochter des Johann Dietrich, Gerichtsherrn. Zollikofers Frau brachte den Freisitz Rellingen (Gemeinde Ermatingen) in die Ehe ein. 1716 erbte Zollikofer unter anderem das Gut Ober-Kastell, 1720 erwarb er von seinem Schwager Schloss und Herrschaft Hard sowie die Gerichtsherrschaften Hatten- und Hefenhausen. Gleichzeitig wurde er Mitglied des thurgauischen Gerichtsherrenstands, der ihn 1723 zum ersten reformierten Landeshauptmann wählte. Zollikofer liess 1725 Ober-Kastell und 1720-1734 Hard grosszügig neu erbauen. | ZOLLIKOFER, Daniel Hermann (I41000)
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| 435 | 27.7.1629 St. Gallen, 18.8.1700 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Hans Jacob, Kanzleisubstituten, und der Elisabeth Schlumpf. Stiefsohn des David Cunz. Urenkel des Jacob (->). 1657 Magdalena Fels, Tochter des Hans Konrad, Elfers. Mitglied der Weberzunft, 1679-87 Ratsherr, 1687-1700 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt, dazwischen ausserdem Pannerherr bzw. Pannerhauptmann sowie Schulrats- und Ehegerichtsobmann. | SPENGLER, Johannes (I34208)
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| 436 | 27.8.1612 St. Gallen, 25.9.1696 St. Gallen, reformiert, von St. Gallen. Sohn des Laurenz, Mitglieds der Pfisterzunft, und der Weibratha Vonwiller, Tochter des Joachim, aus der Pfisterzunft. 1) Anna Stähelin, Tochter des Kaspar, Tuchwalkers, 2) Ottilia Zollikofer, Tochter des Jacob, Mitglieds der Notensteiner. Wirt zum Hecht, einflussreich wegen vieler städtischer Ämter. 1654-1657 Stadtrichter, 1657-1664 Zunftmeister, 1664-1670 Ratsherr, 1688-1695 Pannerhauptmann. 1670-1695 war er abwechselnd Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. | KUNKLER, Joachim (I13094)
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| 437 | 28.6.1686 Biglen, 9.8.1764 Märchligen (Gem. Allmendingen), ref., von Bern. Sohn des Johannes, Pfarrers in Biglen und Eriswil. 1709 Johanna Maria Malacrida, Tochter des Nikolaus Malacrida. Der vielseitige und erfolgreiche Unternehmer G. erwarb sich durch den Handel mit Leinwand in ganz Westeuropa grossen Reichtum. 1721 rettete er die konkursite Bank seines Schwiegervaters und brachte sie wieder zur Blüte. 1723 erwarb er von Samuel Morlot das Landgut Märchligen, wo er fortan residierte. 1726 übernahm er aus einer Schuldforderung die Herrschaft Corcelles-sur-Chavornay. 1730-44 besass er die Papiermühle von Serrières. 1743 erwarb er von seinem Schwager Niklaus Emanuel Malacrida die Papiermühle Worblaufen, 1747 belehnte ihn der Gr. Rat mit der Papiermühle Zu Thal (heute Papiermühle, Gem. Ittigen). Er begründete die Papierfabrikanten-Dynastie G. | GRUNER, David (I30286)
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| 438 | 28.8.1530 Bubikon, 19.1.1592 Zürich, ref., ab 1548 von Zürich. Sohn des Johannes (->) und der Regula Brennwald. 1) 1553 Margaretha Röuchli, Tochter des Esaias, Landvogts, 2) 1586 Margaretha Jäger. S. wurde 1552 nach Studien in Zürich und Oxford in den Zürcher Kirchendienst aufgenommen. 1552 war er Vikar in Albisrieden, 1553 Pfarrer in Kilchberg, 1583 Dekan des Seekapitels, 1585 Pfarrer an der Zürcher Predigerkirche und 1586 Antistes. Er gab 1586 die hist.-topograf. Beschreibung der Eidgenossenschaft seines Vaters neu heraus und hinterliess zahlreiche ungedruckte Predigten. | STUMPF, Johann Rudolf (I38560)
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| 439 | 29.11.1712 Bürgerannahme, 30.1.1721 besitzt baufälliges Haus in der Hintergasse lt. Nahrungszettel 389 | LAUTENSCHLÄGER, Johann Philipp (I508)
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| 440 | 29.7.1559, 30.4.1624 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Johannes (->). Bruder des Johannes (->). 1) 1582 Susanna Peyer, 2) 1599 Elisabeth Stucki, Tochter des Hans Wilhelm, Theologieprofessors, 3) 1622 Küngolt Meyer von Knonau, Tochter des Bernhard, Amtmanns von Winterthur. Medizinstudium, Apotheker, in fremden Diensten, kaufte 1593 das Bergwerk Gonzen. 1595-1600 und 1609-1624 Zunftmeister zu Safran, 1601-1607 Vogt von Kyburg, ab 1612 Zürcher Statthalter und ab 1618 Seckelmeister. 1610-1611 Gesandter bei Herzog Karl Emmanuel von Savoyen, 1615 bei Erzherzog Leopold V. von Österreich und 1621 beim spanischen Gouverneur in Mailand. | WOLF, Hans Ulrich (I33020)
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| 441 | 3 Kinder Frank Heidermanns https://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Beckerath-Kirdorf | KAUERT, Mathilde (I2619)
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| 442 | 3.10.1551 Schlösschen Winkelbach in St. Fiden in Tablat (heute Gem. St. Gallen), 15.11.1614 im Kriegsdienst im Herzogtum Mailand, kath., von St. Gallen. Sohn des Joseph, Hauptmanns im franz. Solddienst, und der Margareta Zollikofer. Elisabeth Rugg von Tannegg. Edelknabe am königl. Hof in Paris. Militär. Laufbahn in franz., dann in span. Diensten in Italien. Fürstäbt.-sanktgall. Rat und Truppenführer. 1582-1614 Hofmeister der Fürstabtei. 1604 äbt. Gesandter nach Mailand zur Erneuerung der Soldallianz mit Spanien. | ST(A)UDER VON WINKELBACH, David (I30132)
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| 443 | 3.10.1618 Zürich, 15.1.1689 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Dietrich des Älteren, Malers und Kupferstechers. Bruder des Rudolf (->). 1649 Susanna Murer, Enkelin des Jos Murer. Lehre bei seinem Vater. 1638-42 auf Wanderschaft in Bern und Solothurn, anschliessend in Deutschland, u.a. in Frankfurt bei Matthaeus Merian. Nach seiner Rückkehr nach Zürich wirkte M. dort als Maler, Zeichner und Radierer. Er schuf u.a. Porträts, bibl. Szenen, Schlachten, Ansichten der Zürcher Landschaft und der Alten Eidgenossenschaft, Szenen aus dem Schweizer Hochgebirge, Jahreszeitenillustrationen sowie mytholog. und allegor. Darstellungen. Mit Johann Wilhelm Simmler begründete er 1645 die "Neujahrsblätter" der Zürcher Bibliothek. M. war zu seiner Zeit in Zürich eine führende Künstlerpersönlichkeit. | MEYER, Konrad (I33151)
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| 444 | 30.8.1587 Bern, 8.4.1651 Bern, ref., von Bern. Sohn des Franz, Venners. 1) 1610 Dorothea Fels, Tochter des Wilhelm, Grossrats, 2) 1630 Barbara Wyttenbach, Tochter des Niklaus, Rats in Biel. 1612 Grossrat, 1615 Iseler (Aufseher über die Weinberge des Staats und Eichmeister), 1619-25 Landvogt von Nyon, 1629-35 Gubernator von Aigle, 1636 Heimlicher, 1637 und 1644-51 Kleinrat, 1638-44 Welschseckelmeister. Mitglied der Gesellschaft zu Schmieden. 1622-40 regulärer Tagsatzungsgesandter. | GÜDER, Hans Franz (I25788)
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| 445 | 31.10.1641 Bern, 15.4.1716, reformiert, von Bern. Sohn des Gabriel (->) und der Salome Thormann. 1661 Margaretha Steiger (weiss), Tochter des Hans Jakob, Grossrats. Hauptmann in fremden Diensten. Ab 1673 Mitglied des Berner Grossen Rats, 1677-1680 Grossweibel, 1680-1686 Hofmeister von Königsfelden, ab 1691 Mitglied des Kleinen Rats, 1694-1700 Bauherr, 1701-1705 Venner, 1705-1711 Deutschsäckelmeister. | VON WATTENWYL, Alexander (I42437)
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| 446 | 376 Ritter, 1345 Freier tritt 1370 Wolhusen an die Herzöge von Oesterreich ab gegen Gutenberg bei Lotzwil, Kirchherr zu Deitingen ! Ritter (nach 1370), Freiherr , Pfandnehmer Unterseen, Unspunnen und Oberhofen, Herr Deitingen, Gutsherr Deitingen, Kirchherr Deitingen, Herr Wolhusen (1364-1370), Herr Gutenburg (1370), Gutsherr Langenthal, Sagenacker Erscheint 1345 zu erstenmal als selbständig Handelnder (Jufer 1994: 156). Mit einer Schuld unbekannter Herkunft des Klosters Interlaken in der Höhe von 1'325 Gulden sichert es dem Gläubiger dafür Pfandrechte auf Leute, Gut und die Burgen von Unterseen, Unspunnen und Oberhofen zu (Jufer 1994: 156). Nennt sich in der Quittung für die Abzahlung der Schuld mit 925 Florentiner Gulden und 123 Bernpfund durch das Kloster Interlaken «Kirchherr in Deitingen», eine Würde, die er vom Onkel Heinrich V. von Grünenberg übernommen hat; da er weltlichen Standes ist, vertraut er das Amt einem Vikar an (Jufer 1994: 156); als Kirchherr zu Deitingen genannt auch bei Stromeyer (Stromeyer 1963: 1074). Erwirbt später noch weiteren Besitz, Anteile am Kirchensatz und der Vogtei Deitingen (Jufer 1994: 156). Verkauft seinem Vetter Petermann I. von Grünenberg um 50 Gulden einen Viertel des Kirchensatzes von Burgrain mit dem Pfarrgut und der Vogtei (Jufer 1994: 158 [163]). Leiht Johann Ruschellin die Vogtei des Sagenackers von Langenthal gegen einen Jahreszins von 18 Pfund (Jufer 1994: 158). Nach dem Tod von Graf Imer von Strassberg 1364 vertritt er dessen Witwe Margaretha von Wolhusen als Vogt; zum Dank dafür gibt sie ihm die Herrschaft Wolhusen, auf die aber das Haus Österreich wohlbegründete Ansprüche erhebt (Jufer 1994: 158; Käser 1855: 190). Verzichtet im Vergleich von 1370 zusammen mit dem Miterben Graf Johann II. von Aarberg-Valangin auf Wolhusen zu Gunsten der Herzöge von Österreich, erhält dagegen Gutenburg bei Lotzwil (nach Käser 1383), die eben Habsburg von Peter von Thorberg gekauft haben (Jufer 1994: 158; Käser 1855: 190; Stromeyer 1963: 1074). 1384 als Zeuge letztmals erwähnt bei der Vergabung Burgrains an St. Urban (Jufer 1994: 158). Abbildung: Siegel 1345, Schild mit umrandetem Sechsberg; «+S Walth[er] d[e] Gruneb[er]g r[ec]toris ecc[lesiae] i[n] Teitige [Deitingen]»; Staatsarchiv, Bern (Jufer 1994: 158). Quellen: Käser 1855: 190 | VON GRÜNENBERG, Walter III. (I25953)
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| 447 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I43790)
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| 448 | 4./12.4.1492 Konstanz, 6.12.1564 Winterthur, von Konstanz. Sohn des Augustinus, Konstanzer Ratsherrn, und der Katharina Mässlin. Bruder des Thomas, Humanisten und Bürgermeisters von Konstanz. Schwager des Alexander Schmutz. 1533 Katharina Ryff, bis 1529 Nonne in Münsterlingen. Ambrosius Blarer immatrikulierte sich 1505 an der Universität Tübingen, wurde als Mönch des Benediktinerklosters Alpirsbach im Schwarzwald 1511 Bakkalaureus Artium, 1512 Magister. Nach der Rückkehr ins Kloster wurde Blarer Lektor, Verweser der Pfarrei Alpirsbach, um 1521 Prior. 1522 Klosteraustritt. Seit der Studienzeit war Blarer mit Philipp Melanchthon befreundet, ab 1523 pflegte er Kontakte mit Huldrych Zwingli in Zürich, Johannnes Oekolampad in Basel und Martin Bucer in Strassburg. Ab 1525 war Blarer Prediger in der Pfarrkirche St. Stephan in Konstanz; 1527 beteiligte er sich an der Badener Disputation. Von da an wirkte Blarer in Schriften und Predigten als Reformator im süddeutschen Raum und im Thurgau. 1528 begann er sich von Zwinglis Abendmahlslehre zu distanzieren. Er trat später auch in Gegensatz zu den strengen Lutheranern und wurde zum Einzelgänger. Nach der Einnahme von Konstanz durch habsburgische Truppen 1548 floh Blarer in die Schweiz, versah 1551-1559 eine Pfarrstelle in Biel und wirkte noch 1563 als Verweser in Leutmerken. In der Schweiz enthielt sich Blarer trotz lebhaftem Briefwechsel mit Heinrich Bullinger, Johannes Calvin und Guillaume Farel jeden religionspolitischen Einflusses. Die Pfarrstelle in Leutmerken legte er auf Betreiben der katholischen Orte nieder und starb vereinsamt in Winterthur. Blarer hat sich als Reformator um die Schaffung kirchenpolitischer Institutionen und um die Gestaltung des Gottesdienstes bemüht. 25 seiner Kirchenlieder sind überliefert. Sein Lied Wie's Gott gefallt, so gfallt's mir auch gilt als das älteste evangelische Kirchenlied. Blarer hat die Theologie und Frömmigkeit des Protestantismus oberdeutscher und schweizerischer Prägung stark beeinflusst. Verena Baumer-Müller: "Blarer, Ambrosius", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.01.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015167/2020-01-09/, konsultiert am 21.11.2024. | BLARER VON WARTENSEE, Ambrosius (I48907)
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| 449 | 4.10.1509 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans und der Verena Sager. 1) Verena Kümin, 2) Anna von Kappel. Bäcker und Kornhändler. 1460-1468 Zunftmeister der Weggenzunft, 1464 Obristzunftmeister, 1466 Zeugherr, 1483, 1485, 1489 und 1502-1509 Ratsherr, 1469-1482, 1484-1489 und 1492-1501 Bürgermeister von Zürich. 1450-1459 Vogt von Greifensee und 1466-1467 von Regensberg. Über 50 Jahre Tagsatzungsabgeordneter. Der vermögende Heinrich Röist gehörte der politischen Elite Zürichs an. Nach seiner Absetzung im Zug des Waldmannhandels von 1489 trat er zur Konstaffel über, wo ihm eine zweite Karriere gelang. | RÖIST, Heinrich (I19651)
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| 450 | 4.2.1602 Schaffhausen, 16.5.1689 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Conrad und der Ursula von Waldkirch. 1) 1624 Marina Peyer, Tochter des Peyer Witwe des Heinrich Schwarz (1619), Gelehrten, 2) 1630 Maria Peyer, Tochter des David, Kaufmanns, Witwe des Franziskus Ziegler, 3) 1681 Katharina Altorfer, Witwe des Lot Stimmer, Majors in franz. Diensten. Umfangreiche militär. Karriere in ausländ. wie auch in eidg. Diensten, Obrist über die Schaffhauser Miliz. Als einer der reichsten Schaffhauser seiner Zeit investierte I. sein Vermögen in den Kauf von Grund- und Lehensbesitz und versuchte es als Financier gewinnbringend anzulegen. Umfangreiche polit. Karriere: 1635 Grossrat und Vogtrichter, 1646-89 Obherr der Herrengesellschaft und somit auch Mitglied des Kl. Rats, 1652 ennetbirg. Ehrengesandter, 1653-82 Zeugherr und 1660 Eherichter. | IM THURN, Hans Wilhelm (I32908)
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