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| 4251 | Tobias Egli (* 1534 in Zürich; † 15. November 1574 in Chur) war ein Schweizer reformierter Pfarrer und Antistes der evangelisch-rätischen Synode. Tobias Egli wurde 1534 in Zürich geboren. Der ursprüngliche Name seiner Familie war Götz. Er besuchte Schulen in seiner Heimatstadt und war um das Jahr 1557 herum in Marburg. 1558 wurde er ordiniert und übernahm die Pfarrstelle in Weiach. Noch im gleichen Jahr wurde er Pfarrer in Frauenfeld. Weil er sich dort sehr für die Reformation einsetzte, verklagten die Katholiken Egli im Jahr 1561. Der Strafe der Inhaftierung entkam er durch Flucht zurück nach Zürich. In Davos diente er ab Mai 1561 nach Aufnahme in die Bündner Synode als Pfarrer. Im Frühling 1563 wechselte er erneut, weil seiner Frau die Abgelegenheit des kleinen Dorfes nicht gefiel. Zwei Jahre später übernahm er die Pfarrstelle Russikon. Als 1566 der damalige Antistes Johannes Fabricius Montanus starb, übernahm Egli sein Amt. In Chur wurde er mit mehreren schwierigen Situationen um Johannes Gantner konfrontiert und verstarb dort am 15. November 1574 an der Pest. Eglis Leben war stark von seinem Mentor Heinrich Bullinger beeinflusst, der ihm Pfarrstellen und die Stelle als Antistes ermöglichte. Johannes Fabricius Montanus (eigentlich Johannes/Jean/Hans Schmid; * im Herbst 1527 in Bergheim, Elsass; † 5. September 1566 in Chur) war ein reformierter Geistlicher, neulateinischer Dichter und Universalgelehrter. Er wurde als Sohn des Metzgers Jakob Schmid und Klara Jud im elsässischen Bergheim geboren. Seine schulische Ausbildung begann er mit sieben Jahren in Zürich beim Bruder seiner Mutter, dem Reformator Leo Jud. Er wechselte nach Basel und dann nach Strassburg, wo zu dieser Zeit der protestantische Reformator Martin Bucer wirkte. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Zürich nahm er schliesslich 1545 ein Theologiestudium an der Universität Marburg auf, wo unter anderen der reformierte Theologe Andreas Hyperius zu seinen Lehrern zählte. Sein dortiger Freundeskreis, darunter der neulateinische Dichter Petrus Lotichius Secundus, führte ihn in die Dichtkunst ein und weckte zugleich sein Interesse für Botanik. Mit Lotichus wechselte er 1546 an die Universität Wittenberg, um dort die Vorlesungen von Philipp Melanchthon zu hören, und besuchte bei dieser Gelegenheit auch kurz Joachim Camerarius den Älteren in Leipzig. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er 1547 nach Zürich zurück, erhielt dort eine Stelle als Lehrer an der Grossmünsterschule und wurde 1551 zu deren Rektor. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde ihm dort das Zürcher Bürgerrecht verliehen. Er pflegte Kontakte zu seinem ehemaligen Lehrer, dem Hebraisten Konrad Pellikan und dem Arzt und Naturforscher Conrad Gessner. Er verfasste unter anderem eine Elegie auf Wilhelm Tell (De Wilhelmo Thellio elegia). 1557 wurde er, wohl auf Grund seiner Zürcher Leistungen und auf Empfehlung des Zürcher Reformators Heinrich Bullinger, Nachfolger des Churer Stadtpredigers Johannes Comander. Hier trug er zur Verbreitung des reformierten Glaubens in Graubünden, besonders im Prättigau, bei, das sich mit seinen Pässen im Spannungs- und Einflussfeld der rivalisierenden katholischen Mächte Spanien und Frankreich befand. Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher, die nicht frei von Rückschlägen war – so scheiterte sein Versuch zur Säkularisation des Bistums Chur – widmete er sich auch hier der literarischen Tätigkeit. Gleichzeitig führte er in der dortigen Hochgebirgswelt botanische Exkursionen, deren Ausbeute er an Gesner nach Zürich sandte. Als in Chur die Pest ausbrach, weigerte er sich, seine Gemeinde im Stich zu lassen; schliesslich wurde er selbst ein Opfer der Seuche. Er starb als wichtiger Bündner Reformator und als ein bedeutender Poet seiner Zeit. Johannes Gantner (* um 1530 in Chur; † Juli 1605 ebenda) war ein Schweizer reformierter Pfarrer. Nach ihm und den Auseinandersetzungen um seine Person benannt ist der sogenannte Gantnerhandel. Johannes Gantner wurde um 1530 in Chur im Kanton Graubünden geboren, wo er wohl auch die Schule besuchte. Von 1554 bis 1558 studierte er an der Universität Basel. Im gleichen Jahr nahm ihn die evangelisch-rätische Synode auf und er übernahm Pfarrstellen in den Dörfern Castiel, Calfreisen sowie Lüen, wo er jeweils der erste mit Namen überlieferte Pfarrer war. Da Gantner als guter Prediger galt, übernahm er die Pfarrstelle in seiner Heimatstadt Chur, wo in der Pestepidemie 1566 beide Stadtpfarrer verstorben waren. Der Gantnerhandel Sein Kollege Tobias Egli, der auf eine andere Churer Pfarrstelle berufen wurde, war ein Streitpartner Gantners. Grund der Auseinandersetzung war der Anhänger der Täuferbewegung und Buchhändler Georg Frell. Da Gantner Frell verteidigt hatte, wurde ihm das Anstellungsrecht als Pfarrer in Chur entzogen. Zudem wurde er aus der Bündner Synode ausgeschlossen. Diese Auseinandersetzung ging als Gantnerstreit in die Geschichte ein. Gantners Nachfolger war Ulrich Campell, der wiederum auch teilweise in den Streit verwickelt wurde. Die Entscheidung, Gantner zu entlassen, war nicht unumstritten. Manche verlangten, ihn wieder einzusetzen und Egli zu entlassen. Im Juli 1571 befasste sich die Synode mit dem Fall. Das Resultat war eine einjährige Suspendierung Gantners, gegen die er jedoch vor dem Bundestag der Drei Bünde Einspruch erhob, der im November 1571 abgelehnt wurde. In den nächsten Jahren verhielt er sich ruhig und führte bis 1586 eine Landwirtschaft. Als er in diesem Jahr nach Chur zurückkehrte, hatten sich die Umstände geändert, da seine Feinde inzwischen verstorben waren. Seine Söhne bewirkten, dass die Synode Gantner im Jahr 1586 wiederaufnahm. Zugleich wurde er Pfarrer in Maienfeld. Im Jahr 1596 wurde er auch als Pfarrer zurück nach Chur berufen. Diese Stelle als Antistes an der Martinskirche hielt er inne, bis er im Juli 1605 verstarb. | EGLI, Tobias (I46529)
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| 4252 | Tochter des Caspar Erasmus Kunkler und der Elsbetha Zollikofer, beide in St. Gallen geboren und gestorben, Enkelin von väterlich Hans Jakob Kunkler(1675-1730) und Zollikofer von Altenklingen Ursula(1676-1755), sowie mütterlich Zollikofer Johannes (1683-1741) und Sara Kunkler1696-1764). | KUNKLER, Sara (I265)
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| 4253 | Tochter des Joachim Zollikofer und Witwe des Matthäus Zollikofer. | ZOLLIKOFER VON ALTENKLINGEN, Sabina (I4367)
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| 4254 | Tochter des Johannes Meyer von Knonau aus Zürich und der Anna Reinhard, die in zweiter Ehe Zwingli heiratet. | MEYER VON KNONAU, Margaretha (I3119)
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| 4255 | Tochter des Johannes Meyer von Knonau aus Zürich und der Anna Reinhard, die in zweiter Ehe Zwingli heiratet. Ihr Sohn Gerold wurde 1512 von der Familie von Knonau aufgenommen. | MEYER VON KNONAU, Gerold (I3120)
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| 4256 | Tochter des Nadlermeisters Johann Felix Reutlinger (1601-1654) aus Zürich und der Regula Locher (1612-1646), die in Zürich gestorben ist. EM 1019. EWB 3562. FNB: a für Reutlinger in Zürich ZH. Patin in Sinsheim-Reihen am 23.3.1652, Dienstmagd. Kindstaufen in Heidelberg 1668/80 In Zürich geboren sind Kind: 1. Regula und 6. Christoph; alle anderen Kinder sind in Heidelberg, DEU geboren. | REUTLINGER, Barbara (I798)
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| 4257 | Tochter Dorothea kümmert sich später, ab 1789, um die Waisenkinder des Johann Heinrich Hen(k)ing und der Christine Louise, Edle von Walzdorf, aus der Nachkommenschaft ihrer Schwester Margaretha Susanne Delph. Dorothea kannte Lili Schönemann schon als Kind, mochte Goethe und war diejenige, die Ostern 1775 die Zustimmung beiderseitiger Eltern zu Goethes Verlöbnis mit Lili eroberte. Anna Elisabeth Schönemann (* 23. Juni 1758 in Offenbach am Main; † 6. Mai 1817 in Krautergersheim im Elsass) verh. von Türckheim ging als Goethes Verlobte „Lili“ in die Literaturgeschichte ein. Lili war die Tochter eines vermögenden Frankfurter Bankiers. Ihre Mutter entstammte der adligen Hugenottenfamilie d’Orville, die gemeinsam mit der Familie Bernard eine Fürstlich Isenburgsche privilegierte Schnupftabakfabrik in Offenbach am Main betrieb. Somit spielte sich ein Großteil der folgenden Liebesgeschichte, die Goethe im 17. Buch seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" ausführlich schildert, in Offenbach am Main ab, das damals als eine ländliche Idylle vor den Toren Frankfurts lag. Goethe hatte die musikalische Sechzehnjährige bei einem Hauskonzert der Familie Schönemann in Frankfurt am Main kennengelernt und sich im Frühjahr 1775 mit ihr verlobt. Beide standen in einem eigenartigen Liebesverhältnis zueinander, welches man ohne große Mühe aus Goethes Gedicht 'Lilis Park' herauslesen kann: Ist doch keine Menagerie so bunt als meiner Lili ihre! Sie hat darin die wunderbarsten Tiere Und kriegt sie 'rein, weiß selbst nicht wie, Die armen Prinzen allzumal, In nie gelöschter Liebesqual! Nun als der Zweck näher heranrückte, wollte es hüben und drüben nicht vollkommen passen (DuW, 17. Buch). Das Verlöbnis ging in die Brüche. "Ich wäre ein Tor, mich fesseln zu lassen. Dieser Zustand erstickt all meine Kräfte, dieser Zustand raubt mir allen Mut der Seele; er engt mich ein ! Was liegt nicht alles in mir ? Was könnte sich nicht alles entwickeln ? Ich muss fort in die freie Welt." So empfand der unbezwingbare Stürmer und Dränger, und so ließ Goethe den Fernando in "Stella" sagen, jenem Stück, das er im Februar 1776 an seine Ex-Geliebte schickte – nicht ohne eine persönliche Widmung, in der noch immer von unentrinnbarer Liebe die Rede war. 17. Mai 1775: 1. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (mit den Brüdern Grafen Stolberg) 17?.-20. Juli 1775: 2. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (mit den Brüdern Grafen Stolberg) 30. Oktober-4. November 1775: 3. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (bei Delph, Aufbruch nach Weimar) 23. September 1779: 4. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (mit Prinz Carl August von Weimar, auf der Reise nach der Schweiz) 19. Februar 1782: die Schwestern Delph erwerben das Haus Hauptstraße 196 um 1800 fl. 4.-7. August 1793: 5. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (bei seinem Schwager Johann Georg Schlosser) Johann Georg Schlosser (* 7. Dezember 1739 in Frankfurt am Main; † 17. Oktober 1799 ebenda) war ein deutscher Jurist, Historiker, Übersetzer, Staatsmann, politischer und philosophischer Schriftsteller der Aufklärung; Am 1. November 1773 heiratete er Goethes Schwester Cornelia. Der Schwager Johann Wolfgang von Goethes, setzte sich kritisch mit Immanuel Kant auseinander und war Mitglied der Wiener Freimaurerloge Zur wahren Eintracht. Vorschlag und Versuch einer Verbesserung des deutschen bürgerlichen Rechts ohne Abschaffung des römischen Gesezbuchs. Leipzig 1777. Werke: Ueber Pedanterie und Pedanten, als eine Warnung für die Gelehrten des XVIII. Jahrhunderts. Basel 1787. Mit e. Nachbemerkung hrsg. v. Alexander Košenina. Revonnah Verlag Hannover. ISBN 3-927715-74-3. Briefe über die Gesezgebung überhaupt, und den Entwurf des preusischen Gesezbuchs insbesondere. Johann Georg Fleischer, Frankfurt 1789 25.-27. August 1797: 6. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (3. Reise von Frankfurt/Main nach der Schweiz) | DELPH, Johann Heinrich (I575)
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| 4258 | Tochter Friederike soll den Fabrikanten Posern in Meißen geheiratet haben, lt. Tel. Hilde Randoll 04.05.2020 | LANGENBACH, Rosina\e Emilie (I54)
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| 4259 | Tod durch Ertrinken in der Sieg, nach 11 Wochen gefunden und begraben | KAUERT, Peter (I2604)
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| 4260 | Tod lt. Zusatz beim Taufeintrag. SEHUM (Schweizer Einwanderer in Heidelberg und Umgebung nach dem 30-jährigen Krieg) von Norbert Emmerich https://sehum.dynv6.net/ Staatsarchiv St. Gallen: ZQT 51 Strauss, Gisela: Stammtafel von Hieronymus Hettenbach (Heidelberg) mit Nachfahren, darunter Johann Georg Hettenbach (1747-1825, seit 1795 Bürger der Stadt St.Gallen) https://dls.staatsarchiv.sg.ch/records/1788438 | HETTE(N)BACH, Anna Christina (I596)
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| 4261 | Tod • 0 Quellen 26. April 1760 York, Pennsylvania, Vereinigte Staaten, https://ancestors.familysearch.org/en/L8B2-CX2/maria-elisabetha-fritz-1698-1760 | FRITZ, Maria Elisabeth (I775)
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| 4262 | Tod: OFB Gerlingen | QUINNER, Michael (I11572)
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| 4263 | Tove, altnordisch Tofa von Dove (Taube), war die Tochter des abodritischen Samtherrschers Mistiwoj, der von 965/967 bis 990/995 von der Mecklenburg aus über den abodritischen Stammesverband herrschte, dessen Teilstämme entlang der südlichen Ostseeküste vom heutigen Kiel bis nach Rostock siedelten. Tove hatte eine Schwester Hodica und einen Bruder Mistislaw. Toves Vater Mistiwoj betrieb zur Sicherung seiner politischen Beziehungen eine dynastische Heiratspolitik. Wohl aus diesem Antrieb verheiratete er seine Tochter mit dem dänischen König Harald Blauzahn, gegen den er immerhin noch 974 an der Seite des deutschen Kaisers Otto II. in die Schlacht am Danewerk gezogen war. Unklar ist, ob Tove ihren nordischen Namen bereits als Geburtsnamen, etwa als Tochter einer dänischen Ehefrau Mistivojs, oder erst in Dänemark erhalten hat. Kinder Toves sind nicht überliefert. Um 980 ließ Tove zu Ehren ihrer Mutter den Runenstein von Sønder Vissing errichten. Dessen Inschrift lautet Tofa let gœrwa kumbl, Mistiwis dottiR, oft mopur sina, Haralds hins gopa, Gorms sonar kona. Herkömmlich wird diese Inschrift gelesen „Tofa ließ das Denkmal machen, die Tochter Mistivojs, / zum Gedenken an ihre Mutter, / Haralds des Guten, / Gormssohns Frau.“ Nach einer neueren Interpretation der Inschrift soll die Inschrift zu lesen sein: „Tove, die Tochter Mistives, ließ diesen Stein für ihre Mutter setzen, Ehefrau Harald des Guten, Gorms Sohn.“[1] Demnach wäre nicht Tove, sondern deren Mutter die Ehefrau Harald Blauzahns gewesen. Dann müsste Harald Mistiwoj überlebt und dessen Witwe geheiratet haben, womit er Toves Stiefvater wurde. Tove soll mit der Inschrift Ansprüche auf eine ehrenhafte Stellung sowohl bei den Abodriten als auch bei den Dänen erhoben und Erbschaften nach beiden Elternteilen geltend gemacht haben. | (MECKLENBURG), Tove (I37256)
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| 4264 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I1980)
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| 4265 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I6953)
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| 4266 | Treviran war ein außerordentlich rühriger Geschäftsmann und peinlich genauer Apotheker. Er erfreute sich des größten Vertrauens und daraus sich ergebend des größten Zuspruchs der Heidelberger, denn seine Apotheke setzte so viel um wie die fünf anderen zusammen. In de 20 Jahren seiner ehe gelang es ihm, das Familienvermögen um 10 000 Fl. zu vermehren. Auch hatte er den kaufmännischen Blick für die Zukunft des Geschäftes. Er stellte nähmlich 1760 den Antrag auf Allodifikation des Hauses und Einführung der Vererblichkeit. Jedoch wurde er mit seinem Antrag abgewiesen. | TREVIRANUS, Johann Christian (I584)
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| 4267 | Trotta genannt Treyden (bis 17./18. Jahrhundert Treyden, Treiden, auch Trotta-Treyden) war ein kurländisches Adelsgeschlecht, das später auch in Sachsen und Preußen vertreten war. Die Familie lebte spätestens seit dem 15. Jahrhundert in Kurland und nahm dort im 17. Jahrhundert den Adelsnamen Trotta genannt Treyden, nach dem hessischen Adelsgeschlecht von Trott, an. Sie führte wahrscheinlich zunächst auch deren Wappen, später dann das Vereinigungswappen Trotha-Trott.[1] Die Familie ist vom gleichnamigen baltischen Adelsgeschlecht Treyden zu unterscheiden, mit dem sie wahrscheinlich nicht verwandt war. Die Herkunft dieser Linie ist nicht bekannt, möglicherweise stammte sie aus Sachsen-Meißen.[2] Der älteste bekannte Vertreter war Ewald Treyden, Erbherr auf Krohten in Kurland, am Ende des 15. Jahrhunderts. Mit Christoffer von Treyden († nach 1532), Erbherr auf Krohten und Warwen, begann die heute durchgängig bekannte Stammreihe der Familie. Von 1615 ist die erstmalige Bezeichnung (Matthias) von Treyden gen. Trotta bekannt.[3] Daraus ergab sich später das Vereinigungswappen Trott-Trotha. 1620 wurde Christoph von Treiden in die 1. Klasse der kurländischen Ritterbank aufgenommen.[4] 1621 war ein Christoph von Treyden Hauptmann des Ordensschlosses Doblen in Kurland.[5] Seit dem 18. Jahrhundert führte die Familie durchgängig den Namen von Trotta genannt Treyden. Die bekannteste Vertreterin dieser kurländischen Linie war Benigna Gottliebe von Trotta genannt Treyden (1703–1782), die den Herzog von Kurland Ernst Johann von Biron (1690–1772) heiratete. Ihre jüngere Schwester Thekla Katharina (1705–1780), heiratete den russischen General Ludolf August von Bismarck (1683–1750). Beide waren Töchter des Hieronimus August Trotta genannt Treyden und der Charlotte Katharina von Schöning. 1865 ist das Geschlecht in Kurland mit Friedrich von Trotta genannt Treyden im Mannesstamm erloschen.[6] Als letzte Angehörige verstarb Theodosia, verwitwete Peucker im Jahre 1892 als Äbtissin des adligen Damenstiftes in Mitau. Besitz Bernkau, Groß Blendinen (pfandweise), Cadeln, Fischröden/Fischrehden, Gamsen, Klein Ilmagen, Karnall, Kogeln/Jogeln, Krohten, Lassen, Leckensee (/) Leskeusen, Leipnitz, Lexten, Alt und Neu Peltzen, Platgaln/Plattgallen, Rudbar/Rudbahren, Schollkaff/Schollkoff, Warwen Russisch-baltische Linie Eine Linie der Familie von Treyden stand seit dem 17. Jahrhundert in russischen Diensten. Von ihr ist nur in wenigen Fällen die Namensform von Treyden genannt Trotta bekannt. Ihre Verbindung zu der kurländischen Familie ist bisher nicht bekannt.[7] Matthias (Matfej) von Treyden († um 1702), russischer Major Timofej von Treyden, Generalmajor unter Peter I. bis 1733 Jacob von Treyden († 1742), Kommandant von Wyborg 1739 Heinrich Reinhold von Treyden (1700/1701–1781), Generalleutnant, Stadtkommandant von Königsberg 1758/59 während der russischen Besetzung Christoph Wilhelm von Treyden (1734–1809), Generalleutnant, Militärgouverneur von Irkutsk Die Familie besaß unter anderem die Güter Leeparn und Constanten/Konstanten in Litauen und Sonnaxt in Kurland.[8] Kursächsische Linie Christoph Levin von Trotta genannt Treyden (1706–1775) erwarb durch Heirat mit Henriette Dorothea Brandt von Lindau (* 1717) das Haus Wiesenburg, das damals zum Kurfürstentum Sachsen gehörte, mit den Gütern Hagelberg, Glien, Mahlsdorf, Vorwerk Mahlsdorf, Reetz, Roitzsch, ½ Reppinichen Hütten, und der wüsten Mark „alte Hölle“. Er zog bald nach Dresden, wo er Obrist und kursächsischer Kammerherr wurde.[9] Sein Sohn Christoph Friedrich Levin von Trotta genannt Treyden (1743–1772), ursprünglich Erbherr auf Rudbahren in Kurland, heiratete 1770 Komtess Johanna Dorothea Reuß (1743–1801) und erwarb das Haus Mahlsdorf bei Wiesenburg. Auch er zog nach der Hochzeit nach Dresden und wurde sächsischer Kammerherr. (Seine Witwe erbte 1797 von ihrem Bruder Graf Heinrich XXVIII. Reuß zu Ebersdorf (1726–1797) neben zwanzig weiteren Gütern auch Klix in der Oberlausitz, das irrtümlicherweise verschiedentlich als Besitzgut ihres Gatten genannt wird.)[10][11] Die Familie lebte vor allem in Dresden, der männliche adlige Zweig starb im 19. Jahrhundert aus. Der sächsische Sous-Lieutenant (Unterleutnant) und königliche Kammerjunker Christoph Gotthard von Trotta genannt Treyden (1749–1819), begründete eine bürgerliche Linie, welche bis heute fortbesteht. Angehörige nennen sich von Treyden. Preußische Linie Die preußische Linie wurde von Otto Friedrich Heinrich von Trotta genannt Treyden (* 24. Juni 1754; † 10. März 1830 in Königsberg) begründet, der sich 1769 in preußische Kriegsdienste begab, bis in den Rang eines Oberstleutnants avancierte und Ritter des Ordens Pour le Mérite war. Die Trotta genannt Treyden stellten zahlreiche Offiziere in der Preußischen Armee, darunter neben anderen Kommandeuren zwei Generäle, konnten aber auch häufig zivile Stellen besetzten. Güterbesitz wurde, soweit sich ermitteln ließ, nicht erworben. Die Linie ist um die Mitte des 20. Jahrhunderts erloschen.[1] Weitere Persönlichkeiten Otto Magnus Julius von Trotta genannt Treyden (1794–1858), preußischer Generalmajor, Kommandeur des 1. Dragonerregiments Franz Heinrich Otto von Trotta genannt Treyden (1862–1941), deutscher Generalleutnant Wappen Das Stammwappen von 1561 zeigt in Silber einen dreireihig gold-silbernen geschachten Schrägrechtsbalken (1571 und 1591 anstelle dessen einen schwarz-silbernen Schachbalken). Auf dem Helm, der Balken zwischen einem vorn goldenen und hinten silbernen (1571/1591 schwarz, silbernen) offenem Flug. Ohne dass spätere Autoren darauf Bezug nahmen, veröffentlichte Johann Siebmacher noch ein Lilien-Wappen.[12] (1615): Geviert; I. und IV. (Trotha): in Gold ein schreitender schwarzer Rabe mit goldenem Ringe im Schnabel auf grünem Dreiberge; II und III. (Trott): in Schwarz ein von Rot und Silber geschachter Sparren. Zwei Helme: Auf dem gekrönten rechten mit schwarz-goldener Decke ein sitzender goldener Fuchs und auf dem linken mit einer Hermelin-gestülpter roter Mütze mit rot-silberner Decke ein mit roten und silbernen Herzen besäter, offener schwarzer Flug. | VON TROTTA, GEN. TREYDEN, Sibylle (I45806)
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| 4268 | Trotz seines kindlichen Alters wurde Ludwig zum Zentrum des staatlichen Lebens. Eine eigene Regierung konnte er jedoch nicht ausbilden, da er sehr oft krank und deshalb auch körperlich zu schwach war. Tatsächliche Herrscher waren der Adel und die Bischöfe, was vermuten lässt, dass gerade Ludwigs schwächliche Konstitution Grund für seine Erhebung war. Seine einflussreichsten Berater waren Bischof Hatto von Mainz und Bischof Salomo III. von Konstanz. Unter ihrem Einfluss wurde der Kampf um die Vorherrschaft im Stammesherzogtum Franken vor dem Königsgericht gegen die fränkischen Babenberger zu Gunsten der Konradiner entschieden (→ Babenberger Fehde) und Ludwigs Neffe Konrad der Jüngere zum Herzog ernannt. Gegen die Einfälle der Ungarn konnte Ludwig sich nicht behaupten, 907 wurde ein Heer unter Markgraf Luitpold von Bayern in der Schlacht von Pressburg vernichtend geschlagen. Ludwig starb am 20. oder 24. September 911 im Alter von 18 Jahren, vermutlich in Frankfurt am Main. Mit seinem Tod erlosch die Linie der ostfränkischen Karolinger. Bei der Bestimmung eines Nachfolgers entschieden sich die Herzöge im Reich gegen den westfränkischen König Karl den Einfältigen und wählten mit Konrad dem Jüngeren einen aus ihren eigenen Reihen zum König. Ludwigs letzte Ruhestätte befindet sich im St. Emmeram in Regensburg, wo auch sein Vater Arnolf von Kärnten beigesetzt wurde. | VON KÄRNTEN, Ludwig IV. ´das Kind` (I36532)
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| 4269 | Tuchfabrikant Tafelindex: 7 „Metzges“ auf 2 Anschlusstafeln Diergardt–Lindlar (PDF/JPG), Preyer–Diergardt (PDF/JPG) http://www.heidermanns.net/gen-promidx.php?AB=M#METZGES | METZGES, Johann Adolf (I47489)
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| 4270 | Tuchfabrikant „Wullenweber“ auf Herbertzhaus bei Mettmann I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel B 22 | METZGES, Johann Peter (I47511)
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| 4271 | Tuchfabrikant in Geldern I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band I, Tafel B 19 und Band II, Tafel B 22 Frank Heidermanns: https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Heidermanns Tafelindex:7 „Metzges“ auf 2 Anschlusstafeln Diergardt–Lindlar (PDF/JPG) http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Diergardt-Lindlar&FN=Metzges Preyer–Diergardt (PDF/JPG) http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Preyer-Diergardt&FN=Metzges | METZGES, Reinhard Friedrich Heinrich (I47490)
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| 4272 | Tuchfabrikant, ev.-ref. Inhaber der Firma „J. G. Metzges & Söhne“ in Geldern I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band I, Tafel B 19 und Band II, Tafel B 22 http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=65456 Anschlusstafel: Diergardt–Lindlar (PDF/JPG) Tafelindex: 7 „Metzges“ auf 2 Anschlusstafeln | METZGES, Johann Gottlieb (I47487)
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| 4273 | Tuchfabrikant, Stadtrat, evangelisch-reformiert I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel A 20 Frank Heidermanns: https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Heidermanns Tafelindex:7 „Metzges“ auf 2 Anschlusstafeln Diergardt–Lindlar (PDF/JPG) http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Diergardt-Lindlar&FN=Metzges Preyer–Diergardt (PDF/JPG) http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Preyer-Diergardt&FN=Metzges | METZGES, Friedrich Wilhelm (I47494)
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| 4274 | Tuchhändler, Einbürgerung 15.07.1560 Hinter dem Römer im Haus Heldenberg, seit 1582 im Haus Löwenburg in der Tönnesgasse, Schwager und Gesellschafter des JOHANN FLAMMEN 1567:1800fl., 1578:5000fl; seine Witwe mit ihren Söhnen seit 1594 Höchste | DU FAY, Noë (I1255)
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| 4275 | U. Ernestus, Die Familien der evangelisch-reformierten Gemeinde Barmen-Gemarke (Wuppertal) 1702-1809, 2. Aufl. Wuppertal 1996, S. 622 | WORTMANN, Johannes (I44637)
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| 4276 | Über Arnulfs Vorfahren einschließlich seiner Eltern ist nichts bekannt (siehe auch: Falsche Merowinger). Er erreichte bei Theudebert II. von Austrasien eine hohe Stellung. 612 wurde ARNULF VON METZ zum Priester geweiht, nachdem seine Frau DODA in ein Kloster eingetreten war. 614 wurde er zum BISCHOF VON METZ erhoben, behielt aber seine politischen Ämter bei. Zusammen mit PIPPIN d. Ä. legte er 613 den Grundstein für den Aufstieg der späteren KAROLINGER; indem er den neustrischen König CHLOTHAR II. gegen die in Austrasien und Burgund herrschende Witwe KÖNIG SIGIBERTS I., BRUNICHILD, zu Hilfe rief. Nach ihrem Sturz herrschte CHLOTHAR fortan im ganzen Frankenreich, musste aber im EDICTUM CHLOTHARII die Machtpositionen des austrasischen Adels anerkennen. .. ARNULF machte sich fortan als Berater am Hofe Chlothars unentbehrlich. Als im Jahr 623 Chlothars fünfzehnjähriger Sohn DAGOBERT I. zum Unterkönig in Austrasien ernannt wurde, übernahm Arnulf die einflussreiche Position seines Erziehers. Nachdem jedoch er und PIPPIN ihren Einfluss weitgehend einbüßten, als DAGOBERT 629 nach Neustrien zog, um die Herrschaft im gesamten Frankenreich anzutreten, legte er sein Bischofsamt nieder und zog sich in die Abtei Remiremont in den Vogesen zurück, wo er Aussätzige pflegte und vermutlich 640 auch gestorben ist. Er wurde erst an seinem Sterbeort begraben, später aber in die Kirche Abtei St. Arnulf in Metz umgebettet. | N., Doda (I10779)
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| 4277 | Über Aznar II. ist nichts weiter als seine im Codex de Roda beschriebenen Familienverhältnisse bekannt.[1] Er war der Sohn des Galindo I. Aznárez und verheiratet mit Oneca, einer Tochter des Königs García Íñiguez von Pamplona | GALÍNDEZ, Aznar II. (I39202)
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| 4278 | Über das Leben des Leontius ist wenig bekannt. Er stammte aus Athen und war, wie der Geschichtsschreiber Johannes Malalas berichtet, reich. In seiner Heimatstadt betätigte er sich als Sophist und hatte ab 415/416 einen Lehrstuhl für Rhetorik inne, den ihm der Geschichtsschreiber Olympiodoros von Theben angeblich gegen seinen Willen verschafft hatte.[1] Leontius bekannte sich zur paganen Religion; er benannte seine um 400 geborene Tochter Athenaïs nach der Schutzgöttin von Athen, Pallas Athene. Erst nach seinem Tod vollzog Athenaïs ihren Übertritt zum Christentum, der eine Voraussetzung für ihre Verheiratung mit dem Kaiser war. Neben Athenaïs und wohl durch ihren Aufstieg begünstigt gelangten auch zwei Söhne des Leontius zu besonderem Einfluss: Gessius, Praefectus praetorio von Illyricum, und Valerius, Konsul 432 und Magister officiorum 435. | (PHILOSOPH), LEONTIOS (I47238)
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| 4279 | Über den zweiten Sohn des Herzogs Gotzelo I. von Niederlothringen ist wegen seiner kurzen Regentschaft nur wenig überliefert. Als gesichert gilt, dass er 1044 nach dem Tod seines Vaters, der in Personalunion auch Herzog von Oberlothringen war, dessen Nachfolge in Nieder- und Oberlothringen antrat. Der deutsche König Heinrich III. zog Gotzelo dem älteren Bruder Gottfried bei der Nachfolge vor, obwohl Gotzelo II. nach zeitgenössischen Berichten als unfähig, eventuell sogar als geisteskrank galt und Gottfried bereits seit Jahren Mitregent in Niederlothringen war und Anspruch auf ganz Lothringen erhob. 1046 wurde das Herzogtum Niederlothringen vom König an Friedrich von Luxemburg gegeben. Der König überging somit erneut Gottfrieds Ansprüche auf ganz Lothringen. Für Oberlothringen wird zu diesem Zeitpunkt Gotzelo’s Bruder Gottfried als Herzog genannt. Eine Variante geht davon aus, dass Gotzelo II. zu diesem Zeitpunkt verstorben sein könnte. Eine andere Variante besagt, dass Gotzelo II. wegen Unfähigkeit von König Heinrich III. abgesetzt wurde. Der Tod von Gotzelo II. im Jahr 1046 ist daher nicht sicher belegt. | VON NIEDERLOTHRINGEN, Gonzelo (I10404)
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| 4280 | Über die frühen Jahre Theutbergas ist nichts bekannt. Sie tritt ins Licht der Geschichte, als sie im November 855 den fränkischen König Lothar II. heiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Ab 857 kämpfte Lothar um die Scheidung. Drei Jahre kämpfte er vor weltlichen Gerichten, ab 860 rief er die kirchliche Gerichtsbarkeit an. Die Scheidung sollte Lothar ermöglichen, seine Konkubine Waldrada zu heiraten. Die politische Motivation wird in der Auseinandersetzung Lothars mit Theutbergas Bruder Hugbert gesehen. Dadurch gewann die Scheidung an politischer Relevanz, da sich unterschiedliche Herrscher der einen oder anderen Partei zuordneten. Auf der Synode von Metz wurde die Scheidung bestätigt. Dagegen sprachen sich Papst Nikolaus I. und Erzbischof Hinkmar von Reims aus und bekämpften die Scheidung mit Exkommunikationen. 865 musste Lothar Theutberga gezwungenermaßen wieder aufnehmen. Ein Scheidungsantrag seitens Theutbergas wurde 867 abgelehnt. Die Ehe endete durch den Tod Lothars 869. Nach Lothars Tod zog sich Theutberga in die Abtei Sainte-Glossinde nach Metz zurück und starb dort als Äbtissin des Klosters. Theutberga (* 9. Jahrhundert; † 875), auch Teutberga, war eine fränkische Adelige aus dem Haus der Bosoniden. Sie war die Tochter des Boso von Arles, Schwester des Laienabts Hukbert von Saint-Maurice d’Agaune und Frau von Lothar II.[1] Über die frühen Jahre Theutbergas ist nichts bekannt. Sie heiratete im November 855 den fränkischen König Lothar II. Die Ehe blieb kinderlos.[1] Zwei Jahre nach der Hochzeit begann Lothar II. im September 857 den Versuch, sich von Theutberga scheiden zu lassen,[2] zunächst vor weltlichen Gerichten. Ab 860 rief er auch die kirchliche Gerichtsbarkeit an und versuchte, durch immer neue Argumente die Scheidung vor dem sich erst formenden kirchlichen Eherecht zu legitimieren.[1] Die Scheidung sollte Lothar ermöglichen, seine Konkubine Waldrada zu heiraten und deren gemeinsamen Sohn Hugo als legitimen Erben einzusetzen.[1] Da eine kirchliche Heirat nicht trennbar war, außer in schwerwiegenden Ausnahmefällen, beschuldigte Lothar II. Theutberga der Inzucht mit ihrem Bruder Hukbert und der Abtreibung eines aus der Verbindung entstandenen Kindes.[3] Im Jahre 857 wurde sie von der Anklage freigesprochen, nachdem ihre Unschuld vor einem weltlichen Gericht durch ein Gottesurteil bezeugt worden war.[4] Daraufhin zog Lothar II. im Januar und Februar 860 vor die Synode in Aachen,[4] auf welcher durch die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier ein Geständnis Theutbergas (vermutlich unter Druck und durch Folter) erlangt wurde.[2] Auf einer erneuten Synode in Aachen 862 wurde die Ehe aufgelöst und Waldrada zur Königin gekrönt.[4] Dagegen sprachen sich Papst Nikolaus I. und Erzbischof Hinkmar von Reims aus. Es folgte im Jahre 863 die Exkommunikation der beiden Erzbischöfe von Köln und Trier.[1] Im Jahre 865 bestätigte Rom die Unschuld Theutbergas und zwang Lothar, Theutberga wieder als seine rechtmäßige Frau und Königin anzuerkennen.[2] Im Rahmen dessen ließ Lothar vermutlich auch den Susanna-Kristall anfertigen, welcher Theutberga angeblich als Entschuldigung und als Zeichen der Anerkennung ihrer Unschuld überreicht wurde.[2] Auf dem Kristall ist die biblische Erzählung der Susanna im Bade abgebildet. 866 wurde Waldrada exkommuniziert.[5] Ein Scheidungsbegehren seitens Theutbergas wurde 867 abgewiesen.[1] Die Ehe endete durch den Tod Lothars 869. Nach Lothars Tod zog sich Theutberga in die Abtei Sainte-Glossinde nach Metz zurück und starb dort als Äbtissin des Klosters.[1] Der Fall der versuchten Scheidung zwischen Theutberga und Lothar II. ist kirchengeschichtlich von großer Bedeutung, da er ein wichtiger Schritt in die Unauflöslichkeit der kirchlichen Ehe war.[3] Vermutlich überreichte Theutberga der Abtei bei ihrem Einzug ein Gebetbuch, welches als Theutberga-Evangeliar (englisch Theutberga Gospel) bekannt ist.[6] Dieses Buch setzt sich aus einer Sammlung, aus Lese- und Schreibpraktiken, rituellen Schriften und aristokratischen Schirmherrschaften von weiblichen Gemeinden in Lotharingien zusammen. Außerdem beinhaltet es eine Liste von Landgütern, die wahrscheinlich der Abtei Remiremont unterstanden und nach Theutbergas Tod hinzugefügt wurden.[7] Aufgrund seines guten Zustandes und seiner reichlichen Ausstattung wird es einer karolingischen Königin zugeschrieben, die in einem Kloster lebte.[8] Am 15. Juli 2015 wurde es in London für 2 Millionen Pfund an das Metropolitan Museum of Art in New York versteigert. | VON ARLES (BOSONIDEN), Theutberga (I18415)
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| 4281 | Über die Herkunft der Edelherren von Homburg gibt es keine genauen Hinweise. Erstmals urkundlich erwähnt sind die Brüder Bodo und Bertholdus de Hoinburche, die sich um 1130 nach der Homburg (bei Stadtoldendorf) nannten und deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit auch hier beheimatet waren. | VON HOMBURG, Elisabeth (I8087)
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| 4282 | Über die Herkunft Pelayos sowie die Vorgeschichte und den Verlauf seines Aufstands berichteten asturische Chroniken des 9. und 10. Jahrhunderts (Chronicon Albeldense, Redaktionen A und B der Chronik Alfons’ III.). Diese Quellen verherrlichten seine Taten, übertrieben sie und schmückten sie aus. Jan Prelog belegte 1980, dass diese Chroniken gefälscht waren. Pelayo – eigentlich: Pelagius – stammte, wie die späten Quellen behaupten, aus einer vornehmen, romanisierten westgotischen Familie des Militäradels. Sein Name war rein römisch (St. Pelagius war ein beliebter Soldatenheiliger) und belegt, wie sehr die westgotische Oberschicht mittlerweile mit der spätantiken Kultur verschmolzen war. Ein Bericht, wonach er sogar von königlicher Abstammung war, mag Erfindung sein, wie Ludwig Vones 1993 schrieb,[2] doch ist zu beachten, dass viele westgotische Adlige unter ihren Vorfahren auch Angehörige einer der Königsfamilien hatten, so Yves Bonnaz.[3] Sein Vater hieß Fafila und trug den lateinischen Titel dux. Als der Sohn und künftige Nachfolger des Königs Egica (687–702), Witiza, noch unter der Herrschaft seines Vaters in Tui in Galicien residierte, erschlug er Fafila im Streit, wie das Chronicon Albeldense berichtet. Derselben Quelle zufolge verbannte Witiza später, als er König war, Pelayo aus der Hauptstadt Toledo „wegen der besagten Angelegenheit des Vaters“.[4] Offenbar wollte er einer Rache Pelayos vorbeugen, zu der dieser Gelegenheit gehabt hätte, da er der königlichen Leibwache angehörte, die damals aus Aristokraten bestand. Als 710 nach dem Tode Witizas Roderich, der aus einem rivalisierenden Adelsgeschlecht stammte, zum König gewählt wurde, wurde Pelayo wieder Leibwächter (spatharius).[5] Doch schon im Juli 711 starb Roderich in der Schlacht am Río Guadalete im Kampf gegen die muslimische Invasionsstreitmacht aus Berbern und Arabern, die in den folgenden Jahren die Iberische Halbinsel eroberte. | ..., Pelayo (I37774)
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| 4283 | über die politische Lage in der Eidgenossenschaft | SUTER, Veit (I3688)
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| 4284 | Über García Jiménez ist kaum etwas bekannt, außer dass er wohl in der Mitte des 9. Jahrhunderts gelebt haben muss. Er ist einzig aus dem im 10. Jahrhundert verfassten Codex de Roda bekannt, in dem der genealogische Hintergrund der frühen Könige Navarras beschrieben wird.[1] Darin wird ihm unter anderem ein Bruder namens Enneco Scemenonis zugeschrieben. Sofern man diesen mit dem Stammvater des Hauses Íñiguez und ersten Königs von Pamplona, Íñigo Arista, identifiziert, würden beide Häuser also Vetternlinien ein und derselben Familie repräsentieren.[2] | JIMENEZ, García (I37759)
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| 4285 | Über Gertruds Aufwachsen geben Quellen nahezu keine Auskunft. An Ostern 1115 nach 15 Jahren kinderloser Ehe ihrer Eltern geboren war Gertrud Alleinerbin des Herzogtums Sachsens sowie nach der Wahl ihres Vaters zum Kaiser eine hochrangige Partie zur Heirat. Es kann angenommen werden, dass sie auf diese Rolle und die daran gebundenen Erwartungen im Rahmen ihres Standes vorbereitet worden ist. Von Gertrud selbst sind keine schriftlichen Zeugnisse erhalten. Ihre späte Geburt machte weitere Nachkommen sehr unwahrscheinlich. Lothar von Sachsen hatte unter anderem durch Heirat große sächsische Gebiete unter sich zusammengeschlossen[1], nicht zuletzt durch die Belehnung mit dem Herzogtum Sachsen und dem brunonischen Erbe seiner Schwiegermutter Gertrud der Jüngeren von Braunschweig. Gertruds Vorfahren hatten sich bereits als politisch aktiv erwiesen: Ihr Urgroßvater Otto von Northeim gilt als Anführer der Opposition im sogenannten Sachsenkrieg gegen Heinrich IV. | VON SUPPLINBURG, Gertrud (I15340)
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| 4286 | Über ihre Mutter war sie eine Nachkommin von König Ludwig VI. von Frankreich. | DE COURTENAY, Constance (I41532)
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| 4287 | Über sein Leben gibt es nur wenige Informationen. Er war der älteste erwähnte Sohn von Wladimir dem Großen. Seine Mutter war Allogia, eine böhmische Prinzessin oder Olofa aus Schweden. Sein Geburtsjahr muss vor 978 gewesen sein. Um 990 wurde er Fürst von Nowgorod. Zwischen 1010 und 1014 wurde sein Halb-Bruder Jaroslaw der Weise Fürst von Nowgorod. Sein Todesjahr ist unbekannt. Die Saga von Olav Tryggvason berichtete von einem Fürsten Vissavald, der um 995 um die Hand von Sigrid der Stolzen angehalten haben soll. Wahrscheinlich war Wyscheslaw gemeint.[4] Die Historizität dieser Saga ist in den Details nicht gesichert. | VON NOWGOROD, Wyscheslaw (I39686)
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| 4288 | Über sein Leben ist nicht viel bekannt, mehr über seine Herkunft. Ingram stammt aus einem hochadligen Geschlecht aus dem Haspengau bei Lüttich. Er war ein Neffe von Chrodegang[1], Bischof von Metz (* um 715; † 766) und somit ein Enkel von Chrodegangs Eltern Sigramn und Landrada[2]. Landrada wiederum wird als Schwester des Robertiners Cancor[3], 745/778 bezeugt; † nach 782, und damit als Tochter von Robert I.[4], 722/757 bezeugt; † vor 764, gesehen. Allerdings erzeugt diese Filiation chronologische Probleme: Irmingard (* 775/780; † 818), deren Vater war Ingram, dessen Onkel war Chrodegang (* um 715; † 766), dessen Eltern waren Sigramn und Landrada, deren Vater Robert (* 722/757 bezeugt; † vor 764) der eher der Generation Chrodegangs zuzuordnen ist und somit schlecht dessen Großvater sein kann. Schwennicke schlägt alternativ eine zweite Filiation vor, bei der Robert durch dessen Großvater Chrodobertus (Robert) ersetzt wird, der von 653 bis 678 bezeugt, in diesem Jahr 678 allerdings bereits Witwer ist. Sofern nicht eine zweite Ehe postuliert wird, wäre Landrada damit bei der Geburt Chrodegangs um die 40 Jahre oder älter gewesen, was wiederum aus biologischen Gründen zweifelhaft erscheint. | (FRANKE), Graf Graf Ingram (I11440)
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| 4289 | Über sein Leben ist nicht viel bekannt, mehr über seine Herkunft. Ingram stammt aus einem hochadligen Geschlecht aus dem Haspengau bei Lüttich. Er war ein Neffe von Chrodegang[1], Bischof von Metz (* um 715; † 766) und somit ein Enkel von Chrodegangs Eltern Sigramn und Landrada[2]. Landrada wiederum wird als Schwester des Robertiners Cancor[3], 745/778 bezeugt; † nach 782, und damit als Tochter von Robert I.[4], 722/757 bezeugt; † vor 764, gesehen. Allerdings erzeugt diese Filiation chronologische Probleme: Irmingard (* 775/780; † 818), deren Vater war Ingram, dessen Onkel war Chrodegang (* um 715; † 766), dessen Eltern waren Sigramn und Landrada, deren Vater Robert (* 722/757 bezeugt; † vor 764) der eher der Generation Chrodegangs zuzuordnen ist und somit schlecht dessen Großvater sein kann. Schwennicke schlägt alternativ eine zweite Filiation vor, bei der Robert durch dessen Großvater Chrodobertus (Robert) ersetzt wird, der von 653 bis 678 bezeugt, in diesem Jahr 678 allerdings bereits Witwer ist. Sofern nicht eine zweite Ehe postuliert wird, wäre Landrada damit bei der Geburt Chrodegangs um die 40 Jahre oder älter gewesen, was wiederum aus biologischen Gründen zweifelhaft erscheint. | (FRANKE), Ingram (I47254)
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| 4290 | Über sein Leben weiß man sehr wenig. Sein Sohn, Wancel, oder Wancil war Vetter Stephans I. Als solcher hatte er Anspruch auf den ungarischen Thron nach dem Tod Prinz Emmerichs. Um zu verhindern, dass Vazul, der nach der Überlieferung ein wüstes Leben führte und Heide war, tatsächlich König von Ungarn würde, ließ Stephan I. ihn festnehmen und blenden. Jedoch beschuldigte man später die bayrische Königin, Stephans I. Ehefrau, Gisela dieser Tat. Vazuls Söhne wurden aus dem Land vertrieben. https://de.wikipedia.org/wiki/Vazul | VON UNGARN, Vazul (I1558)
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| 4291 | Über seine Person gibt es keine zeitgenössischen Quellen. Er wird lediglich in einer Urkunde des Grafen Fulko des Roten aus dem Jahr 929 als dessen Vater (Ingelgerio genitore meo…) genannt. Die erst im 12. Jahrhundert von Jean de Marmoutier verfasste Gesta Consulum Andegavorum nennt einen gewissen Tertullus nobilem dux als Vater und Petronillam als Mutter des Ingelger; eine wenig später geschriebene Chronik aus Saint-Martin de Tours bezeichnet ihn als einen Neffen des Hugo Abbas. Laut der Historia Comitum Andegavorum wurde Ingelger vom westfränkischen König Ludwig II. dem Stammler in das Amt eines Vizegrafen in Orléans eingesetzt und mit der Verteidigung von Tours gegen die Normannen betraut. Auch habe er vom König einen Teil des Anjou geschenkt bekommen. Der Gesta Consulum Andegavorum zufolge war Aelindis/Adelais die Ehefrau von Ingelger, die eine Nichte der Bischöfe Adalhard von Tours und Raino von Angers gewesen war. Ihr gemeinsamer Sohn war der erste Graf von Anjou, Fulko der Rote († 941). | VON ANJOU, Ingelger (I35570)
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| 4292 | Über seine Tochter Agnes war Dedo Großvater der heiligen Hedwig von Andechs, ferner über die Schwester der hl. Hedwig, Gertrud von Andechs, Urgroßvater der heiligen Elisabeth von Thüringen. | (LAUSITZ), Dedo III. (I40211)
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| 4293 | Über Æscwine gibt es keine Information aus zeitgenössischen Quellen. Sein Name wird erstmals in einer Genealogie aus dem späten 9. Jahrhundert erwähnt, in der er als Vater Sleddas aufgeführt wird. Als sein Vater wird dort Offa genannt, über den sonst nichts bekannt ist. Er verheiratete seinen Sohn Sledda mit Ricola, einer Tochter von König Eormenric von Kent. Vermutlich stand Æscwine in einem Abhängigkeitsverhältnis zu Eormenric. Nach seinem Tod um 587 wurde Sledda sein Nachfolger. | VON ESSEX, Æscwine (I37023)
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| 4294 | Überfällt 1226 zusammen mit Ritter Elmigrin das Kloster St. Urban, haust darin übel und verheert auch dessen Güter in Langenthal. Als ihn darauf der Bischof von Konstanz in den Bann wirft, wird er reuig und versöhnt sich mit dem Konvent. Die Frauen der beiden Friedenbrecher schenken der Abtei zur Sühne das Gut Schlatt bei der Kaltenherberge, das dem Ausbau des Wässersystems noch hinderlich gewesen ist (Jufer 1994: 134). Verzichtet 1249 gegenüber dem Kloster St. Urban auf vermeintliche Rechte in Langenthal, behält Twing über seine Eigengüter. Zeugen sind unter anderem Chorherr Berchtold von Solothurn, Leutpriester Ulrich von Thun, Dekan Erhard von Chlyroth; Rudolf I. von Balm, Heinrich II und Markwart I. von Grünenberg; es hangen die Siegel von Kyburg, Balm und Grünenberg (Jufer 1994: 134-135). | VON LUTERNAU, Werner I. (I26046)
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| 4295 | Udalrich I. tritt erstmals im Jahr 778 auf[1]. 780/781 ist er als Graf im Alpgau und Breisgau bezeugt, 787–791 als Graf im Hegau, 787 als Graf im Thurgau, 805/817 als Graf am Nordufer des Bodensees, 778/817 zudem als Graf im Elsass. Die Aufgaben Linzgau, Argengau, Rheingau und Alpgau übernahm er nach dem Tod seines Onkels Ruadpert, des Bruders seiner Mutter Abt Notker I. von St. Gallen berichtet, dass er diese Häufung von Machtbefugnissen seinem Schwager Karl verdankte, aber auch, dass er nach dem Tod seiner Schwester Hildegard (783) von Karl dem Großen abgesetzt worden sei, das Gedenken an Hildegard den König jedoch veranlasst habe, den Schritt rückgängig zu machen. Udalrich konnte seine Macht im Thurgau nicht halten, nach seinem Tod verloren seine Nachkommen auch die Grafschaften im Schwarzwald, so dass sich der Herrschaftsbereich der Familie auf das Bodenseegebiet beschränkte. | ULDARICHINGER, GRAF GRAF Ulrich (I10455)
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| 4296 | uf Langenstein bei Melchnau, Mitstifter der Abtei St.Urban, Guttäter der Kirche in Rot, Letzter seines Geschlechts! Schenkt 1191 seiner Kirche Rot drei Vierteile seines halben Gutes an einem Hang bei Wolhusen, welche nebst dem letzten Viertel bis jetzt vier Brüder innegehabt haben (FRB I: 487; Jufer 1994: 110; Plüss 1900: 6). Stattet 1194 zusammen mit seinen Brüdern Werner I. und Lütold, die dem Konvent beitreten, sowie Arnold von Kapfenberg, dem Ehemann seiner Schwester Willebirk, das Kloster St. Urban mit Gütern und Rechten aus (FRB I: 489; Jufer 1994: 110-111; Käser 1855: 188; Plüss 1900: 6; Schmid 1930: 15). Heiratet Mechtild, die Witwe Werners von Signau (Schwennicke 1992: Taf. 115). Stirbt 1212 (Junker 1987: 30). Abbildung: Ofenkachel des 18. Jahrhunderts (Jufer 1994: 125, Museum Blumenthal, Solothurn). Quellen: Junker 1987: 30; Käser 1855: 188; von Mülinen 1890: 80. | VON LANGENSTEIN, Ulrich (I23785)
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| 4297 | Ulrich d. J. war ein begabter Kaufmann und als Nachfolger Jakob Fuggers (des Reichen) als Chef der Fuggerschen Handelsgesellschaft vorgesehen, starb aber noch vor diesem. Ulrich schloss per Testament seinen jüngeren Bruder Hieronymus wegen dessen Nichteignung von der Nachfolge aus, sein älterer Bruder Hans war schon im Jahre 1515 gestorben. Nachfolger von Jakob Fugger dem Reichen wurde schließlich ein anderer Neffe Jakobs, Anton Fugger. | FUGGER VON DER LILIE, Ulrich II. (I51475)
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| 4298 | Ulrich entstammte dem in der Nordschweiz begüterten Geschlecht der Grafen von Kyburg. Seine Eltern waren Graf Ulrich III. von Kyburg und Anna von Zähringen, eine Tochter von Berthold IV., Herzog von Zähringen. Seine Schwester Heilwig war die Mutter König Rudolfs von Habsburg. Er war 1229 Domherr in Konstanz, später auch in Basel. Heinrich VII. ernannte ihn 1231 zum kaiserlichen Hofkaplan und Propst von Beromünster. Er wurde 1233 oder 1234 als Churer Domherr zum Bischof gewählt. Papst Gregor IX. erlaubte ihm 1234, seine bisherigen Benefizien zu behalten. Die Bischofsweihe fand vor dem 25. November 1234 statt. Er war Mitstifter des Stiftes Heiligenberg bei Winterthur. | VON KYBURG, Ulrich (I40094)
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| 4299 | Ulrich Fugger, der als jüngster Sohn von Raymund Fugger dem Augsburger Handelshaus der Familie Fugger entstammte, war für die geistliche Laufbahn bestimmt und erhielt eine humanistische Ausbildung. 1543 ist er in Bologna nachgewiesen. Es folgte ein Studium in Bourges. Seit dieser Zeit betätigte er sich als Förderer der Wissenschaften und leidenschaftlicher Büchersammler. Über Agenten ließ er vorrangig in Venedig hebräische, lateinische und griechische Handschriften erwerben. Darüber hinaus sammelte er zeitgenössische reformatorische Schriften. Beim Aufbau seiner Bibliothek halfen ihm die europaweiten Kontakte der Familie Fugger. In späteren Jahren erwarb er für den Aufbau seiner Sammlung ganze Bibliotheken, u. a. des Augsburger Arztes und Humanisten Achilles Pirminius Gasser, des italienischen Humanisten Giannozzo Manetti und des kurpfälzischen Kanzlers Jobst II Reuber. Allein zwischen 1546 und 1553 gab er die enorme Summe von 126.000 Gulden für Bücherankäufe und Unterstützung Gelehrteraus[1]. Das Verdienst von Ulrich Fugger liegt vor allem in der Unterstützung verbesserter Ausgaben griechischer und lateinischer Autoren, unter anderem in der Kooperation mit Henri Estienne. Er war daran auch mit eigenen Studien beteiligt. Aufgrund seiner protestantischen Gesinnung (1553 konvertiert) sowie der hohen Schuldenlast geriet er zunehmend in Konflikt mit seiner katholischen Familie. 1562 wurde er aufgrund überhöhter Ausgaben von der Firma unter Kuratel gestellt. 1564 nahm er das Angebot von Friedrich III. (Pfalz) an und siedelte nach Heidelberg über. 1567 wurde seine bedeutende Bibliothek nachgeholt und als Teil der Bibliotheca Palatina in der Heiliggeistkirche aufgestellt, wo sie auch nach seinem Tod 1584 verblieb. | FUGGER, Ulrich (I46344)
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| 4300 | Ulrich kam als erster Sohn von Ulrich I. und Mechthild von Baden († vermutl. 1258) zur Welt. Beim frühen Tod seines Vaters und seiner Stiefmutter Agnes von Schlesien-Liegnitz im Frühjahr 1265 war Ulrich erst etwa elf Jahre alt und dürfte deshalb vorläufig unter der Vormundschaft von Graf Hartmann II. von Grüningen, einem Vetter oder Bruder seines Vaters, gestanden haben. In Urkunden kommt Ulrich ab 1269 selbständig vor, als er eine Urkunde der Grafen von Grüningen und von Löwenstein bezeugte.[1] Im Gegensatz zu seinem Vormund († 1274) und dessen Sohn Hartmann III. von Grüningen ging er nicht auf Konfrontationskurs gegen die Revindikationspolitik König Rudolfs von Habsburg.[2] Im November 1277 urkundete er erstmals gemeinsam mit seinem zwölfjährigen Halbbruder und Nachfolger Eberhard I., „der Erlauchte“.[3] Ulrich hatte keine Nachkommen. Ob er verheiratet war, ist nicht überliefert. Ulrichs Leichnam wurde 1279 wie seine Eltern in der ersten Grablege des Hauses Württemberg in der Beutelsbacher Stiftskirche beigesetzt. Nach deren Zerstörung ließ Eberhard I. die Gebeine um 1320 in die Stiftskirche Stuttgart überführen. | (WÜRTTEMBERG), Ulrich II. (I40235)
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