Strauss Genealogie


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4301 Ulrich und sein Bruder Hugo von Hohenlandenberg erweiterten das Schloss Hegi beträchtlich. Hugo wurde 1496 Bischof von Konstanz, drei Jahre nach Hugo von Hegis (sein Vater) Tod.  VON HOHENLANDENBERG, Hans Ulrich (I20379)
 
4302 Ulrich Varnbüler wurde als zweiter Sohn des St. Galler Bürgermeisters Ulrich Varnbüler und dessen Ehefrau Agnes (geborene Beeli) geboren und kam als Kind mit seinen Eltern 1490 nach Lindau.

Ulrich immatrikulierte sich 1490 an der Universität in Freiburg, 1494 in Wien. 1542 wurde er Rat von Kaiser Karl V. in Straßburg, später Statthalter in Nürnberg. Er war befreundet mit Erasmus von Rotterdam und mit Albrecht Dürer, der ihn 1522 auf einem Holzschnitt verewigte (im Bestand des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt/Main).

Ulrich war mit Barbara geb. Dietrich verheiratet, über Nachkommen liegen keine Daten vor.  
VARNBÜHLER, Ulrich (I12690)
 
4303 Ulrich war der älteste Sohn Jakob Fuggers des Älteren, seine Mutter hieß Barbara. Neben Jakob dem Reichen und Georg hatte er vier weitere Brüder, die jedoch früh verstarben: Andreas (nicht mit Andreas Fugger vom Reh zu verwechseln), Johann (gen. Hans, nicht mit Ulrichs Großneffen Hans Fugger zu verwechseln) auf Geschäftsreisen in Venedig, Markus in Rom und Peter in Nürnberg.

Formell leitete Ulrich das Unternehmen seit dem Tod des Vaters 1469 bis zu seinem eigenen Tod. Tatsächlich führte zunächst seine Mutter das Familienunternehmen weiter, übertrug den Söhnen aber mit ihrer Mündigkeit größere Summen, die diese weiter mehrten. Auch Verhandlungstätigkeit und Reisen oblagen den Söhnen. Erst mit dem Tod Barbaras 1497 erhielten die Söhne vollen Zugriff auf das komplette Vermögen[1]. Ulrich erreichte jedoch nicht die wirtschaftlichen Fähigkeiten seines jüngsten Bruders, in dessen Schatten er stand. 1510 starb Ulrich Fugger an den Folgen einer Blasensteinoperation. Er wurde in der Gruft unter dem Fußboden der Fuggerkapelle bestattet. Seine beiden Brüder Jakob Fugger (1459–1525) und Georg Fugger (1453–1506), sowie sein Sohn Hieronymus und sein Neffe Raymund Fugger (1489–1535) fanden hier ebenfalls ihre letzte Ruhestätte. 
FUGGER VON DER LILIE, Ulrich I. ´der Ältere` (I46313)
 
4304 Ulrich war der Sohn von Markwart IV. von Eppenstein und der Liutbirg von Plain. Zusammen mit seinen Brüdern Liutold, Heinrich und Hermann war er im Investiturstreit eine wertvolle Stütze Kaiser Heinrichs IV. im Kampf gegen die Päpstlichen, besonders die Häuser Rheinfelden und Zähringen. Bis zu seinem Tod am 13. Dezember 1121 blieb er ein treuer Anhänger der königlichen Partei.

1077 ernannte König Heinrich IV., der mit Ulrich verwandt war (gemeinsamer Urgroßvater Hermann II. von Schwaben), nach der Vertreibung von Abt Lutold seinen cognatus in noch jugendlichem Alter zum Abt von St. Gallen. Der von aussen kommende Ulrich von Eppenstein wurde in St. Gallen mit Wohlwollen empfangen. In der Folge stand St. Gallen auf der königstreuen Seite, was zu Konflikten mit dem Abt von Reichenau, mit Bischof Gebhard III. von Konstanz, mit Herzog Welf IV. von Bayern sowie mit Herzog Berthold II. von Zähringen führte.[1] Zur Sicherung des St. Galler Territoriums liess er mehrere Burgen errichten. 1079 wurde er von Heinrich IV. als Gegenabt des Klosters Reichenau eingesetzt, konnte sich letztlich aber nicht gegen Ekkehard II. von Nellenburg (1072–1088) behaupten. Im Zuge der darauf folgenden gewaltsamen Auseinandersetzungen verlor die Abtei St. Gallen seine rechtsrheinischen Besitzungen. Abt Ulrich sah sich in der Folge gezwungen, Teile des Klosterschatzes zu veräussern. Wiederholte Versuche vonseiten Ekkehards II. von Nellenburg, den abgesetzten Abt Lutold als Gegenabt von St. Gallen einzusetzen, scheiterten. Erst 1083 gelang es der Partei des Gegenkönigs Hermann von Salm, Abt Ulrich von Eppenstein durch den Reichenauer Mönch Werinhar zu ersetzen. Nach der Demissionierung Werinhars 1086 stand Ulrich von Eppenstein erneut der Abtei vor. 1086 bekam er zudem das Patriarchat von Aquileia übertragen, wo schon sein Bruder Heinrich die Vogtei führte und die Markgrafschaften Krain sowie Istrien leitete, während Bruder Liutold zusätzlich zum Kärntner Herzogsamt auch Markgraf von Verona war. Von Italien aus plante Ulrich eine gewaltsame Absetzung des Bischofs von Konstanz, die letztlich scheiterte. 
VON EPPENSTEIN, Ulrich (I39645)
 
4305 Ulrich war der Sohn von Ulrich I. und Sophia von Ungarn. Er heiratete vor 1102 Adelheid von Thüringen († 1146), die Tochter von Graf Ludwig dem Springer, verstieß sie aber wegen Untreue.

Nach der Ermordung Ekberts II. (1090) konnte Ulrich offenbar die Herrschaft in Weimar und wohl auch in Orlamünde übernehmen.

1102 schenkte Ulrich seinen gesamten Allodialbesitz in Istrien teils an einige seiner Vasallen, teils an die Kirche von Aquileia.[1]

Ulrich blieb ohne männliche Nachkommen. Mit seinem Tod 1112 erlosch die ältere Linie Weimar im Mannesstamm. König Heinrich V. versuchte danach, letztlich allerdings vergeblich, alle dessen Allodien einzuziehen. 
VON ISTRIEN, Ulrich II. (I18350)
 
4306 Um 1170 erstmals belegt, trat er 1172 als Graf von Andechs auf und um 1175 als Markgraf von Istrien, zehn Jahre später (1185) für das Gebiet bei Rijeka als Herzog von Meranien. Wiederum zehn Jahre später, um 1195, ist er als Vogt von Tegernsee bezeugt.

Er nahm 1186 am Italienzug König Heinrichs VI. teil, später dann in Kaiser Barbarossas Heer am Dritten Kreuzzug. Er war Teilnehmer an der Schlacht bei Philomelion. Nach dem Tod Heinrichs VI. stand er im Thronstreit auf der Seite Philipps von Schwaben.

In seiner Zeit erreichte die Familie Andechs-Meranien den Zenit ihres Ansehens. Ihr Besitz reichte von Franken bis an die Adria, und Berthold gelang es, seinen Töchtern sowohl die Krone Ungarns als auch die Frankreichs zu verschaffen, auch wenn die französische Ehe wegen einer nicht anerkannten Scheidung später annulliert wurde.

Berthold starb 1204 und wurde in Dießen bestattet. 
(ANDECHS), Berthold IV. (I39085)
 
4307 Um 1228/29 hielt sich Günther gemeinsam mit Kaiser Friedrich II. in Jerusalem auf. 1236 folgte er seinem Vater als Graf von Schwarzburg-Blankenburg und wurde, nach dem Tod seines Bruders Heinrich III., 1259 auch Graf von Schwarzburg.

Im Thüringer Erbfolgekrieg wurde Günther 1248/49 gefangen genommen.

Der Graf gründete 1267 das Kloster zu Saalfeld und 1275 Kloster Ilm zu Stadtilm.  
SCHWARZBURG, von von Günther VII. (I1540)
 
4308 Um 1350 in Konstanz erstmals erw. Patrizierfam., die ursprünglich aus Schaffhausen stammte. Die Fam. teilte sich ab 1548 in eine kath. und eine ref. Linie, wobei Letztere aber vorerst in Konstanz ansässig blieb. Die S. lebten vom Fernhandel, gehörten der einflussreichen Gesellschaft Zur Katz an und waren wohlhabende Stifter. Sie gingen Ehen mit dem städt. Patriziat, aber auch mit dem ostschweiz. Landadel ein, u.a. mit den Im Thurn und von Hallwyl. Die S. besetzten wichtige städt. Ämter und stellten u.a. mit Johann 1399-1415, mit dem ref. Felix 1553 sowie dem kath. Johann Franz 1713-20 den Konstanzer Bürgermeister. Vom 15. bis 17. Jh. besassen die S. während einiger Jahre thurg. Gerichtsherrschaften, so 1412-52 jene von Liebburg. 1584 erwarb die Witwe Hans Jakobs, Ursula von Landenberg, den Freisitz Thurberg bei Weinfelden, der bis 1637 im Besitz der S. verblieb. VON SCHWARZACH, Afra (I19604)
 
4309 um 1394, 7.5.1458, ​Basler Münster. Sohn des Hans Ludmann (->). Bruder des Bernhard (->). 1431 Licentiatus artium in Heidelberg, 1440 Dr. iur. in Bologna. Ab 1439 Domherr in Basel, 1447 Domkustos und 1450 Domdekan. Teilnahme am Konzil von Basel. Als Bischof von Basel ab 1451 setzte Arnold von Rotberg sich für die Wiederherstellung der kirchlichen Disziplin im Basler Klerus ein. VON ROTBERG, Arnold (I42417)
 
4310 um 1410 Solothurn, vor dem 10.1.1468 auf dem Weg nach Mülhausen, von Solothurn. Sohn des Jakob (->) und der Alis von Nyeuws. 1443 Katharina Marschalk von Delsberg. 1442 Adels- und Wappenbrief von Kg. Friedrich III. Spätestens ab 1441 Mitglied des Rats von Solothurn, 1449 Seckelmeister, 1451-53 Schultheiss, ab 1457 im Zweijahresrhythmus alternierend Alt- und Amtsschultheiss. 1463 Teilnahme an der eidg. Gesandtschaft zum franz. König Ludwig XI. 1466 vermachte W. dem Spital von Solothurn ausgedehnten Rebbesitz am Bielersee. Er bemühte sich um eine Vergrösserung des solothurn. Territoriums und um engere Beziehungen zu den östl. Orten der Eidgenossenschaft. VON WENGI, Niklaus (I31688)
 
4311 um 1410, 1478 . Sohn eines wohlhabenden Kürschners böhm. Herkunft, Burger von Bern. ​Margarete Lerower. Berner Grossrat, 1446 Kleinrat, 1447 Landvogt von Lenzburg, 1458 Seckelmeister. Kürschnermeister F. war in der 2. Hälfte des 15. Jh. einer der wenigen Handwerker im Kleinrat. Nicht nur gelang es ihm, als Seckelmeister die nach dem alten Zürichkrieg erschöpften Finanzen zu ordnen, er wurde auch zum Sprecher der Adelspartei und damit zum Hauptgegner von Schultheiss Peter Kistler im Twingherrenstreit. Wiederholt war er bern. Gesandter an eidg. Tagsatzungen. Seine Klugheit und sein Mut verschafften ihm hohes Ansehen. FRÄNKLI, Hans (I41033)
 
4312 um 1410, 15.12.1457 Sitten, von Raron. Sohn des Rudolf und der Agnes von Raron. Bruder von Rudolf (->). 1434 Rektor des Silvester-Altars in der Kathedrale Sitten, ab 1435 Domherr, 1437-53 Dekan des Sittener Domkapitels, 1443-53 Pfarrer von Leuk. 1439 Teilnehmer am Konzil von Basel. 1451 Wahl zum Bf. von Sitten; Bestätigung durch Papst Nikolaus V. erst 1454, nach dem Verzicht des päpstl. Gegenkandidaten Kardinal Guillaume-Hugues d'Estaing. A. erlangte vom Walliser Volk anlässl. seiner Wahl den Widerruf der sog. Artikel von Naters von 1446. Er schloss sich 1454-55 einer Allianz mit Mailand und Venedig an, die dem Wallis wirtschaftl. Vorteile und Frieden brachte. Auch liess er in der Valeria-Kirche Sitten zahlreiche Fresken anbringen. ASPERLIN VON RARON, Heinrich (I29709)
 
4313 um 1420, nach 1496 . Sohn des Ulrich, Knappen, zunächst Kastlans von Le Landeron, dann vom Schlossberg, und der Henriette de Leugney. C. entstammte jenem Zweig der Fam. Haller, der sich ab dem 14. Jh. in La Neuveville niedergelassen hatte. ​Jeanne (1503), Tochter des Jehan, Herrn von Colombier, und der Baronin Jaqua de Domprez. C. war Knappe, Kastlan des Schlossbergs und Bürgermeister von La Neuveville (1454-96). HALLER DE COURTELARY, Jakob (I31911)
 
4314 um 1430, 1504, von Aarau und Mellingen. Sohn des Hans Ulrich, Herrn von Tägerig und Steinhausen sowie Schultheissen von Mellingen, und der Elisabeth Sendler. Bruder des Hans Rudolf (->). ​1) Anna von Bonstetten, 2) Elisabeth Meyer. 1453-74 mehrmals Schultheiss von Aarau, Mitherr von Steinhausen und 1473-98 Herr von Brunegg, 1462-69 Herr von Habsburg und 1453-54 von Königstein. S. stand mit seinen Burgen im Burgrecht mit Bern. Er nahm an den Burgunderkriegen (1474-77) teil, führte 1480-83 mit Hans von Hallwyl das Kommando über das erste Schweizer Korps in Frankreich und war im Schwabenkrieg 1499 bern. Befehlshaber in Aarau. SEGESSER VON BRUNEGG, Hans Arnold I. (I10630)
 
4315 um 1435 Blickensdorf (Gem. Baar), 6.4.1489 Zürich, ab 1452 Bürger von Zürich. Sohn des Hans und der Katharina Schweiger. ​um 1462 Anna Landolt, Witwe des Ulrich Edlibach. Nach einer Schneider- und einer Gerberlehre fand W. ein Auskommen als Söldner u.a. im Plappartkrieg 1458 und bei der Eroberung des Thurgaus 1460. In den 1460er Jahren stieg er in den Eisenhandel ein und wurde dank seiner Heirat mit der reichen Witwe Ulrich Edlibachs dessen Nachfolger als Amtmann des Klosters Einsiedeln in Zürich. Über dieses einträgl. Amt fand W. Aufnahme in der Konstaffel, blieb aber wegen seiner einfachen Herkunft in dieser Gesellschaft mit ihrem ausgeprägt adligen Selbstverständnis ein Aussenseiter. Nach einem vergebl. Versuch bei der Gerberzunft 1466 wählte ihn die Zunft zum Kämbel 1473 zu ihrem Zunftmeister. Während der Burgunderkriege profilierte sich W. als Anführer der Zürcher Truppen, so 1476 in der Schlacht bei Murten, wo er zum Ritter geschlagen wurde, und 1477 in der Schlacht bei Nancy sowie auch 1478 bei der Belagerung von Bellinzona. Er stand an der Spitze der eidg. Gesandtschaften zu den Verhandlungen mit Österreich 1476, mit Frankreich 1477 sowie mit Mailand 1479 und erhielt Pensionen von den Fürsten. Nachdem W. in Zürich 1476 bereits Bauherr geworden war, wirkte er ab 1480 als Obristzunftmeister, d.h. Statthalter des Bürgermeisters. Im sog. Hohenburger Handel 1482, der mit der Hinrichtung des aus dem Elsass nach Zürich geflohenen und als Stadtbürger aufgenommenen Ritters Richard von Hohenburg endete, nahm W. eine opportunist. Haltung ein und drängte Bürgermeister Heinrich Göldli 1483 teilweise und 1485 endgültig aus seinem Amt. Als Bürgermeister prägte er die zürcher. und eidg. Politik massgeblich. Unter seinem Einfluss entschied ein eidg. Schiedsgericht in Zürich 1487 den Grenzstreit zwischen dem Sittener Bf. Jost von Silenen und dem Hzg. von Mailand. Die Niederlage der Walliser und Luzerner Söldnertruppen im nachfolgenden Krieg im Val d'Ossola gegen Mailänder Truppen, die Enthauptung des Luzerner Söldnerführers Frischhans Teiling in Zürich 1487 und der Abschluss der durch W. betriebenen und für ihn lukrativen neuen Erbeinung mit Kg. Maximilian I. im gleichen Jahr führten zu breiter Empörung. Seine Politik der Stärkung der Stadt Zürich ohne Berücksichtigung der polit. und wirtschaftl. Bedürfnisse der Landgebiete überschritt ein krit. Mass. Schliesslich löste die Tötung der angeblich jagdschädigenden Hunde den Aufstand der Bauern in der Zürcher Landschaft aus. Den durch eidg. Vermittlung zustande gekommenen Vergleich änderte W. durch Stadtschreiber Ludwig Ammann nachträglich ab und versetzte damit auch die Bürgergemeinde in Aufruhr. Diese liess W. und seine Anhänger verhaften. Nach tagelangen Folterungen wurde er enthauptet. WALDMANN, Ritter und Freiherr Ritter und Freiherr Hans (I19647)
 
4316 um 1448, um 1530, von Solothurn. Tochter des Henmann, Junkers und Schultheissen von Solothurn, und der Elisabeth von Bärenfels. ​1) 1464 Reinhart von Malrein, Sohn des Bernhard, Ritters, 2) 1467 Petermann von Wabern. Nach dem Tod ihres Vaters 1451 zusammen mit ihrem Bruder Hartmann Mündel der Stadt Solothurn, nach dem Tod des Bruders 1458 Alleinerbin. S. lebte bei Verwandten in Basel und verlobte sich dann mit Georg vom Stein, Sohn des Solothurner Schultheissen Hartmann vom Stein. 1461 wurde die Verlobung aufgelöst, die Neuverlobung mit Ratsherrn Reinhart von Malrein aber angefochten. Darauf zog die Fam. vom Stein von Solothurn nach Bern. Petermann von Erlach und Tschan Haller entführten S. von Basel nach Lenzburg, worauf Spannungen zwischen Solothurn und Bern entstanden. Nach einem Spruch des vom Papst eingesetzten geistl. Gerichts und dem Abkommen von 1463 zwischen Bern und Solothurn heiratete S. von Malrein. Ab 1491 war sie Witwe. 1495 vermachte S. ihren Besitz ihrem Ziehsohn Johann von Roll und seiner Frau Agatha von Blumenegg. VON SPIEGELBERG, Küngold (I30951)
 
4317 um 1450, 1518, von Biel. Sohn des Clewi (Niklaus), Gerbers und Burgermeisters, und der Verena Maillet (Maillard?). ​1) Christina Göuffi, 2) Anna Rueggerseck. Sicherte in den Burgunderkriegen 1476 Aarberg mit einer Bieler Besatzung, 1477 Hauptmann der Bieler bei Nancy. 1485-1515 Bieler Grossrat, 1490-1507 Venner, 1493 mit einer eidg. Gesandtschaft in Paris, 1493-94 Inhaber des Meieramts. 1499 Hauptmann im Schwabenkrieg. 1508-10 Meier, 1511 Mitglied des alten Rats (Hälfte des Kl. Rats). 1512 Besitzer des Hauses neben dem Zunfthaus zum Pfauen im Ring in Biel. WYTTENBACH, Peter (I32980)
 
4318 um 1460 Baden, 1507 Zürich, von Zürich. ​Anna Frick, von Zürich. Über die Ausbildung des 1488 in Zürich nachweisbaren Malers ist nichts bekannt, als Stationen seiner Lehr- und Wanderjahre sind Konstanz und Basel anzunehmen. In Zürich fielen L. wichtige öffentl. und private Aufträge zu. Seine Verbundenheit mit der Stadt Zürich zeigt sich in topografisch sehr genauen Stadtansichten im Hintergrund von fünf Tafeln, die ab 1501 die Grabstätte der Stadtheiligen im Grossmünster zierten (heute im Schweiz. Landesmuseum). Ein Teil der wenigen erhaltenen, dem Maler zugeschriebenen Werke weist das überregional auftretende Nelkenzeichen auf (Nelkenmeister). Dem ma. Handwerk verpflichtet, begründete L. in Zürich eine kurze Blüte der spätgot. Malerei. Sein Sohn Hans der Jüngere (->) übernahm die Werkstatt. LEU, Hans, ´der Ältere` (I46036)
 
4319 um 1460 Hammelburg (Franken), 26.10.1527 Basel, ab 1490 Bürger von Basel. ​1) Name unbekannt, 2) 1510 Gertrud Lachner, Tochter des Wolfgang Lachner. Nach seiner Gesellenzeit beim Drucker Anton Koberger in Nürnberg zog F. nach Basel. 1491 erschien als sein erster Druck eine lat. Bibel. Bis 1511 gab er die grösseren Werke als Gemeinschaftsdrucke mit Johannes Amerbach und Johannes Petri heraus. 1507 erwarb F. die Offizin Zum Sessel von Amerbach. Deren erster Aufschwung fällt mit dem Eintritt Wolfgang Lachners zusammen, der bedeutendere zweite mit dem vom philolog. Mitarbeiter Beatus Rhenanus veranlassten Nachdruck der "Adagia" (1513) des Erasmus von Rotterdam, was diesen dann, über Rhenanus, 1514/15 und 1518-29 nach Basel zu F. führte. Fast die Hälfte der Erstdrucke der Schriften von Erasmus sowie seine Ausgaben der grossen lat. und griech. Kirchenväter erschienen in der Folge bei F. Obwohl dieser das Lateinische wohl nur mässig beherrschte, wurde seine Offizin zu einem Zentrum des humanist. Buchdrucks für die lateinische, griechische und - durch Konrad Pellikan und Sebastian Münster - für die hebräische Sprache. Die Drucke von Reformationsliteratur hingegen blieben zahlenmässig unbedeutend. Die Offizin F.s, der schon 1517 in geschäftl. Briefwechsel mit dem ital. Buchhandel (Erasmus-Drucke) stand, führte nach dem Vorbild des Aldus Manutius nördlich der Alpen die Antiqua in den Folio- und Quartdrucken sowie um 1520 die kostengünstigen und handlichen Oktavdrucke ein. Durch Beatus Rhenanus entwickelte sich die Offizin ausserdem zu einem Zentrum der Renaissance-Buchausstattung: Urs Graf sowie Ambrosius und Hans Holbein gestalteten Titeleinfassungen, Druckersignete und Initialenalphabete, die von Hans Herman und Hans Lützelburger (Holz) sowie Jakob Faber und CV (Metall) in der Offizin geschnitten wurden. FROBENIUS, Johannes (I6005)
 
4320 um 1460, 13.2.1527, von Luzern. Sohn des Kaspar (->). Bruder des Peter (->). ​1) 1486 Veronika Seevogel von Wildenstein, Tochter des Hans Bernhard, aus Basel, 2) 1495 Anna Mangold von Sandegg, 3) 1512 Ursula von Wattenwyl, 4) 1514 Anna von Hallwyl, Tochter des Dietrich. Kaufmann und Rentier. Vermutlich 1485 Grossrat, 1486-1527 Kleinrat, 1514-19 Säckelmeister, 1516-19 und 1522 Schultheiss (letzter seines Geschlechts). 1487-89 Vogt zu Büron-Triengen, 1491-95 im Rheintal, 1499-1501 und 1509-11 zu Willisau, 1503-05 zu Rothenburg. 1506 Landeshauptmann des Abts von St. Gallen in Wil; ab 1502 mehrmals Tagsatzungsgesandter. H. besass die Herrschaft Buonas, nachdem er 1499 seine Brüder ausgekauft hatte; daneben gehörten ihm mehrere Häuser und Höfe in Luzern. Durch geschickte Heiratspolitik vermehrte er sein Vermögen, das schliesslich auch Güter, ein Haus und Leibgedinge in Basel, das Schloss auf dem Wartenberg, Erzgruben in Wil (wohl Wölflinswil) und Wintersberg (im Elsass?) und die Teilhabe an der Ravensburger Handelsgesellschaft umfasste. Sein Haus in Luzern (abgebrochen 1825) liess er von Hans Holbein dem Jüngeren bemalen. Als Parteigänger Frankreichs verschaffte er Basel 1517-18 beim franz. König eine heiml. Pension. Hauptmann im Pavierzug 1512 und bei Marignano 1515. VON HERTENSTEIN, Jakob (I29759)
 
4321 um 1460, 13.7.1528 Zürich, von Zürich. Sohn des Niklaus, Zunftmeisters. ​1) Anna Müller, 2) Regula Stapfer, Tochter des Ritters Jakob, Landvogts im Thurgau. Weber, später Rentner. 1489-1498 Zürcher Ratsherr der Zunft zur Waag, dann Wechsel zur Meisenzunft, 1501 freier Ratsherr, 1502-1510 Bürgermeister, 1511-1528 Ratsherr. 1492, 1513-1517 und 1524-1527 Seckelmeister, 1519-1528 Schlüssler (Mitinhaber des Schlüssels zu Siegel, Panner und Kasten der Stadt), 1523-1527 Reichsvogt. Der wohlhabende Matthias Wyss war dank seiner Ämterkumulation sehr einflussreich und befürwortete als Gegner der Pensionen die Reformation. WYSS VOM ANGEL, Matthias (I26421)
 
4322 um 1470 Zürich, Ende 1539 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans, Glasers und Glasmalers. Bruder des Ulrich (->). ​1) Madlen Gasser, 2) Anna Lustorfer. Ab ca. 1500 als Glasmaler in Bern ansässig. Hier ab 1512 Grossweibel und ab 1519 Grossrat. 1539 wegen Totschlags eines Berufskollegen aus Bern verbannt. Das dokumentierte Œuvre F.s weist diesen als einen der bedeutendsten Schweizer Glasmaler seiner Zeit aus. Zu seiner Kundschaft in Bern, wo er im Einflussbereich Niklaus Manuels stand und vermutlich mehrere Mitarbeiter beschäftigte, zählten u.a. der Berner, Freiburger und Basler Rat, geistl. Würdenträger sowie Patrizierfam. aus dem In- und Ausland. Mehrere Glasgemälde sind erhalten geblieben, u.a. die Berner Ämterscheibe im Rathaus Mülhausen (1512), Scheiben im Kloster Wettingen (1522) und Wappen- und Bannerträgerscheiben im Rathaus Lausanne (um 1528). FUNK, Hans (I34363)
 
4323 um 1472 Luzern, 20.8.1541 Luzern (?). Sohn des Leopold und der Elisabeth Kramer. ​Dorothea von Meran, Tochter des Niklaus von Meran. Gehörte ab 1502 dem Gr. Rat und ab 1504 dem Kl. Rat an. Landvogt zu Büron und Triengen 1505-07, im Michelsamt 1509-11, im Maggiatal 1513-15, zu Rothenburg 1514-16 und 1521-23, zu Mendrisio 1519-21, zu Ruswil 1523-25, zu Willisau 1525-27 und 1529-31, zu Lugano 1531-33. Als erfahrener und vielseitiger Ratsherr 1533, 1537 und 1539 zum Schultheissen gewählt. Erwarb 1526 vom Konstanzer Domkapitel die Kollatur Buttisholz. Wurde am 1527 vom Rat als Twingherr zu Grossdietwil und Grosswangen eingesetzt. Ab 1521 häufig Tagsatzungsgesandter Luzerns. Gegner der Reformation. Führender franz. Parteigänger. FEER, Jakob (I41292)
 
4324 um 1480 Zürich, 11.10.1531 Kappel am Albis, von Zürich. Sohn des Hans, Glasers und Glasmalers. Bruder des Hans (->). ​Regula Ziegler, Tochter des Kleinhans, Ziegelhüttenbesitzers und Grossrats. Glasmaler. Lehre bei seinem Onkel Ludwig F. sowie bei Vater und Sohn Hans Leu, 1511 Meister. F. erhielt zahlreiche öffentl. Aufträge, doch kann ihm kein Werk mit Sicherheit zugeschrieben werden. 1523 Vertreter der Meisen im Gr. Rat von Zürich, 1531 Ratsherr. 1521 eidg. Gesandter zu den Friedensverhandlungen zwischen dem Papst und dem Kg. von Frankreich. 1523 Augustineramtmann, 1525 Eherichter. Teilnehmer an den Disputationen in Zürich 1523, in Baden und Bern 1528 und in Marburg 1529. Enger Vertrauter Huldrych Zwinglis. F.s polit. Karriere war an den Erfolg der Reformation in Zürich gekoppelt, als deren Verfechter er in Kappel am Albis fiel. Mitverfasser der Streitschrift "Das Gyrenrupfen" (1523).
Quellen und Literatur 
FUNK, Ulrich (I34364)
 
4325 um 1484, 27.4.1522 in der Schlacht bei Bicocca, von Bern. Sohn des Brandolf (1500), militärischen Führers in den Burgunderkriegen und im Schwabenkrieg, und der Anastasia Schwend. ​vor 1505 Cleopha Krieg. 1503-1504 Studium an der Universität Basel. Ab 1505 Berner Grossrat, 1506-1507 Vogt von Aarburg, ab 1514 Kleinrat. Wiederholt übernahm Albrecht vom Stein Gesandtschaften an die eidgenössische Tagsatzung, zum Herzog von Mailand und nach Paris. In den Mailänderkriegen trat er als Anführer bernischer und schweizerischer Söldner hervor. VOM STEIN, Albrecht (I41613)
 
4326 um 1485/90 Zürich, 24.10.1531 Gubel (Gem. Menzingen), von Zürich. Sohn des Hans (->). ​1) Verena Ott, Tochter des Hermann, Ratsherrn, von Zürich, 2) Margreth Haldenstein, von Zürich. L. erhielt seine erste Ausbildung wahrscheinlich in der Malerwerkstatt seines Vaters, dem er 1504 erwiesenermassen bei der Arbeit half. Es folgte eine Gesellenwanderung, bevor L. die Malerwerkstatt des Vaters übernahm. Da grössere Aufträge ausblieben, kämpfte L. 1515 in der Schlacht von Marignano mit und trat im selben Jahr in verbotenen Solddienst bei Hzg. Ulrich von Württemberg, wofür er vor Gericht gestellt wurde. Als der Maler mit ansehen musste, wie im Bildersturm von 1523 ein Grossteil seines ausschliesslich sakralen Frühwerks und fast das gesamte Schaffen seines Vaters zerstört wurde, stellte er sich gegen den neuen Glauben und verlegte wohl seinen Arbeitsort ins kath. Luzern (Wandmalereien im Klauserhaus 1523, heute im Schweiz. Landesmuseum). 1526-27 versöhnte sich L. offenbar mit den veränderten Verhältnissen und schloss sich den ref. Zürchern an. Beruflich verlegte er sich auf die neue Gattung der Landschaftsmalerei. Der in der religiösen Kunst des MA verwurzelte Maler stellte die Natur wie durch den Schleier eines schwärmer., pantheist. Gefühls gesehen dar. Darin gleichen seine qualitativ hochstehenden Zeichnungen und Leinwandbilder den Werken der dt. Donauschule um Hans Baldung und Albrecht Altdorfer. 1531 nahm L. an den gescheiterten Friedensverhandlungen in Aarau teil, starb aber kurz darauf im 2. Kappelerkrieg in der Schlacht am Gubel auf Seiten der Reformierten. LEU, Hans, ´der Jüngere` (I46038)
 
4327 um 1490 wohl Frauenfeld, 1544 Leutmerken (Gem. Amlikon-Bissegg). Sohn des Lienhard, Schultheissen von Frauenfeld. ​(Vorname unbekannt) Blarer, Tochter des Augustinus, Konstanzer Ratsherrn. Schwager des Ambrosius Blarer. Aus der Leibeigenschaft der Kartause Ittingen kaufte S. sich selbst los. Nach einer Ausbildung in Köln war er ab 1518 Pfarrer in Leutmerken. Früh förderte er im Thurgau die Reformation, die er mit dem Kollator Heinrich von Ulm in Leutmerken einführte. An der ersten thurg. Synode 1529 erhielten er und der Ammann von Weinfelden den Auftrag, mit den Nonnen von Nollenberg über die Schliessung ihres kleinen Klosters zu verhandeln. An der zweiten Synode 1530 wurde S. in den Ausschuss für die Ausarbeitung einer Kirchen- und Sittenordnung gewählt, die der thurg. Landvogt Philipp Brunner im Nov. 1530 als Mandat publizierte.

Erich Trösch: "Schmutz, Alexander", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.08.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046237/2011-08-19/, konsultiert am 21.11.2024. 
SCHMUTZ, Alexander (I48909)
 
4328 um 1500 Frauenfeld, um 1564 Frauenfeld, katholisch, von Frauenfeld. Sohn des Hans, thurgauischen Landweibels und Landammanns. ​1) 1531 Margaretha Huntpiss von Waltrams, 2) Veronika von Hohenlandenberg. Vermutlich 1522-1528 Landweibel sowie 1525-1543 und 1562-1564 Landammann in Frauenfeld, 1533-1541 Schaffner des Klosters Münsterlingen, 1543-1559 jedes zweite Jahr Schultheiss von Frauenfeld. 1548 Mitglied einer Bruderschaft. Während der Reformation galt Martin Wehrli als Haupt der katholischen Partei von Frauenfeld und war Ende Dezember 1528 am Totschlag des reformierten Helfers Johannes ab Burg beteiligt. Wehrli trat oft als Abgeordneter Frauenfelds beziehungsweise der zehn eidgenössischen Orte auf, zum Beispiel in Verhandlungen mit dem Kloster St. Gallen. 1557 wurde er von Kaiser Karl V. als Wehrli von Greifenberg geadelt. WEHRLI VON GREIFENBERG, Martin (I47105)
 
4329 um 1505 Konstanz, 20.2.1558 Zürich, aus Konstanz, ab 1532 von Zürich. Sohn des Thias. ​Kleophe Schenkli, Tochter des Heinrich, Kanzlers von Wil (SG). Auch Rueff und Ruoff genannt. Bis ca. 1525 im Kloster in Chur, danach Schererlehre mit Meisterprüfung. Ab 1532 Stadtchirurg in Zürich, 1552-54 (bis zu Konrad Gessners Amtsantritt) interimist. Stadtarzt. Angesehener Augenarzt, Stein- und Bruchschneider. Verfasser von lat. und dt. Werken, u.a. des Geburtshilfebuchs "De conceptu" von 1554 (als Zürcher Hebammenlehrbuch verwendet), einer Augenheilkunde, eines Lehrbuchs über Tumore, einer Gelehrtenbibliografie, einer Astrologentafel, Kalendern, Prognostiken, Flugblättern und Liedern. Ferner Autor und Regisseur von fünf Theaterstücken mit eidg. und bibl. Stoffen für reformator. und stadtpolit. Anliegen, darunter das "Neue Tellenspiel" (1545). RUF, Jakob (I45952)
 
4330 um 1505 Lausanne, 22.10.1575 Lausanne, von Lausanne. Sohn des Claude, Syndics von Lausanne, und der Bernardine d'Avenches. Bruder von François (->) und Jacques (->). Enkel des Henri (->). 1543 Rose Gimel, Tochter des François, Herrn von Prilly und von Lussy. 1529/30-36 Chorherr von Lausanne. 1537 schloss sich P. der Reformation an, nachdem er bereits im Okt. 1536 nicht mehr dem Domkapitel angehört hatte. 1536 war er Mitglied des Rats der Sechzig, 1537-43 des Rats der Vierundzwanzig. 1536 stand er als Hauptmann im Dienst Berns. 1553 liess er seine Pfründe zu Renens (VD) zur Herrschaft erheben, für die er 1555 von Bern - im Tausch gegen seine Pfründe zu Vuarrens - auch die niedere Gerichtsbarkeit erwarb. 1557 und 1564 Stadthauptmann, 1566-75 Bürgermeister von Lausanne. Ab 1560 Mitherr von Chapelle Vaudanne (heute Chapelle-sur-Moudon). VON PRAROMAN, Claude (I38630)
 
4331 um 1505, 1565, kath., von Mellingen, ab 1536 Ausburger der Stadt Luzern. Sohn des Hans Ulrich, Mitherrn von Brunegg und Schultheissen von Mellingen, und der Veronika von Silenen, ​1) Magdalena Nägeli, von Münsingen, 2) Anna Faber von Randeck. 1533-38 Schultheiss von Mellingen. Exponent der kath. Seite in der Gegenreformation. 1540-65 bischöfl.-konstanz. Vogt von Kaiserstuhl und Gesandter des Bf. von Konstanz bei den Eidgenossen. SEGESSER VON BRUNEGG, Bernhard (I31908)
 
4332 um 1511/1515, ab 1466 von Bern. Sohn des Rudolf, Herrn zu Liebegg und Burgers von Bern, sowie der Ursula Effinger. ​Barbara von Mülinen, Tochter des Egbrecht und der Agnes von Grünenberg. L. war einer der reichsten Twingherren, da er von seinem Vater Liebegg erbte und über seine Ehefrau in den Besitz des Erbes der von Grünenberg kam. Ab 1473 ist er als Grossrat bezeugt. 1474 kämpfte er bei Héricourt, 1476 bei Grandson und Murten gegen Karl den Kühnen. 1480 verkaufte er die Hälfte der Erbschaft der von Grünenberg an Bern. VON LUTERNAU, Hans Rudolf (I19322)
 
4333 um 1520, 4.1.1569. Sohn des Hans Ulrich und der (Agatha?) Ryff genannt Welter von Blidegg. ​vor 1545 Beatrix von Bernhausen. Gerichts- und Grundherr zu Oberbüren. 1556-1564 Landshofmeister seines Stiefonkels Fürstabt Diethelm Blarer von Wartensee. Hans Jakob Schenk von Kastel unterstützte dessen Politik der Festigung der äbtischen Herrschaft. 1564-1569 Geheimer Rat. SCHENK VON CASTEL, Jakob (I46894)
 
4334 Um 580 heiratete die christliche Bertha den heidnischen Æthelberht I. von Kent. Gregor von Tours nannte Æthelberht in diesem Zusammenhang filius regis („Sohn des Königs“),[2] woraus Historiker schließen, dass sein Vater Eormenric zu dieser Zeit noch lebte und Æthelberht noch nicht König war. Während einige ein frühes Datum um 560 für Eormenrics Tod annehmen, gehen andere eher von der Zeit um 585/590 aus. Entsprechend unklar ist, ob der Heide Eormenric Gelegenheit hatte, auf die Brautwahl seines Sohnes Einfluss zu nehmen.[3] Æthelberht blieb zunächst Heide, war aber in religiöser Hinsicht tolerant und hinderte Bertha nicht an der Ausübung ihres Glaubens.[4] Aus dieser Ehe ging der Sohn Eadbald und vermutlich auch die Tochter Æthelburg hervor.[1] Der christlichen Legende nach soll auch Eadburh, Äbtissin von Liming, ihre Tochter gewesen sein.[5]

Sie brachte Bischof Liudhard als ihren Kaplan mit nach England[6] und ließ in Canterbury eine Kirche wieder aufbauen, die aus der Zeit der römischen Besetzung datierte. Diese widmete sie dem heiligen Martin von Tours, einem der Hauptpatrone der fränkischen Königsfamilie;[7] die heutige St Martin’s Church in Canterbury steht noch an der gleichen Stelle. 
(KENT), Bertha (I37018)
 
4335 Um 855 wurde die erst 15-jährige Eudokia die Mätresse des byzantinischen Kaiser Michael III. (839–867). Vergeblich versuchten seine Mutter Theodora II. und ihr Minister Theoktistos, durch eine eigens veranstaltete Brautschau für Michael III. diesen von seiner Geliebten Eudokia Ingerina abzubringen. Kaiser Michael III. heiratete zwar die von seiner Mutter ausgewählte Eudokia Dekapolitissa, vernachlässigte sie aber danach völlig und lebte weiter mit Eudokia Ingerina zusammen. Um Michaels Gunst zu erhalten, ließ sich sein Günstling Basileios (812–886) von seiner Frau scheiden und heiratete Eudokia Ingerina. Basileios ermordete – mit Zustimmung des Kaisers – im April 866 Bardas, der das Reich in Michaels Namen regierte, und erhielt einige Wochen später den Titel Caesar. Im September 867 jedoch tötete Basileios Michael und bestieg selbst den Thron. EUDOKIA, Ingerina (I36547)
 
4336 Um das Jahr 1065 heiratete sie den späteren ungarischen König Géza I., nachdem dessen erste Frau Sophie von Looz nach dreijähriger Ehe verstorben war.

Das Paar hatte vier Kinder, wobei die Nachkommen des ältesten Sohnes Álmos nach dem Tod der männlichen Nachkommen aus der ersten Ehe die Linie der ungarischen Könige fortsetzten.

König Géza starb im Jahre 1077 und Königin Synadene überlebt ihn. Über ihr weiteres Leben und ihr Todesdatum ist jedoch nichts bekannt.  
SYNADENOS, Synadene (I24256)
 
4337 Um das Jahr 965 bekam Odo die Burg Coucy als Lehen vom Erzbischof von Reims übertragen. Nach dem Tod seines Onkels mütterlicherseits Heribert dem Alten († 980/984) erbte Odo von diesem die Grafschaft Reims, die Abtei Saint-Médard (Soissons), sowie das Land um Provins und Château-Thierry (Omois) womit das Haus Blois in der Region der Champagne Fuß fasste. Von seinem Lehnsherren, Herzog Hugo Capet, erhielt er noch vor 984 die die Abteien Saint-Martin und Marmoutier übertragen. Letzteren entließ er in den clunizianischen Verband und legte eine Nekropole für seine Familie an. (BLOIS), Odo I. (I40280)
 
4338 Um die bei den Franken traditionelle Herrschaftsteilung unter allen Herrschersöhnen zu vermeiden, beabsichtigte Karl der Kahle zugunsten seines ältesten Sohnes, Ludwig dem Stammler, seine jüngeren Söhne in den geistlichen Stand zu versetzen, um ihnen somit die Fähigkeit zur Erbfolge im Königtum zu entziehen. Karlmann erhielt deshalb 854 als erster Karolinger überhaupt die Tonsur und wurde wenig später zum Abt von Saint-Médard in Soissons ernannt. Nach dem Tod seines Bruders Lothar 865 erhielt er auch die Abtei Saint-Germain in Auxerre.

Trotz seines geistlichen Standes war Karlmann in der weltlichen Politik aktiv und unternahm mit einigen Getreuen 870 eine Revolte gegen seinen Vater. Der Aufstand scheiterte, Karlmann wurde in Senlis durch einen Richterspruch seines Vaters seiner Abteien enthoben und in das Castrum von Senlis gesperrt. Bald wieder freigelassen, floh er nach Flandern, von wo aus er die Revolte weiterführte. Einen Vermittlungsversuch seines Schwagers, Graf Balduin Eisenarm, wies er zurück. Im Jahr 873 wurde Karlmann erneut gefangen genommen und in Senlis eingekerkert. Eine Versammlung der westfränkischen Bischöfe sprach ihm nun auch seine geistlichen Würden ab und gestand ihm einzig die Laienkommunion zu. Dadurch wieder in den Laienstand versetzt, erhielt Karlmann wieder alle Rechte eines Thronerben und wurde damit zu einem wichtigen politischen Faktor. Schnell bildete sich eine neue Opposition führender Großer gegen Karl den Kahlen, die eine Befreiung Karlmanns und vermutlich dessen Inthronisierung zum Ziel hatte. Nachdem der Herrscher diesen neuerlichen Aufstand schnell niedergeschlagen hatte, verfuhr er mit den eigentlichen Verschwörern milde. Seinen Sohn aber, der dieses Mal persönlich nicht an dem Aufstand beteiligt gewesen war, ließ er blenden, um ihm somit erneut und nun endgültig die Thronfolge zu verwehren.

Nach diesem Strafgericht wurde Karlmann in die Abtei Corbie gebracht, wo er als Mönch leben sollte. Von dort gelang ihm aber die Flucht in das ostfränkische Reich seines Onkels Ludwigs II. der Deutsche. Dieser ernannte ihn zum Abt des Klosters Echternach, wo er wenig später starb.  
VON FRANKREICH, Karlmann (I24122)
 
4339 Um die fränkisch-langobardischen Beziehungen zu verbessern wollte der Arianer Authari Chlodosuintha, eine Schwester des katholischen Königs Childebert II., heiraten, doch dieser löste die Verlobung später wieder. Wahrscheinlich im Jahr 588 griff Childebert die Langobarden an, wurde von Autharis Heer geschlagen und zog sich unter hohen Verlusten zurück.

Angesichts der fränkischen Aggression suchte Authari nun ein Bündnis mit Bayern und arrangierte seine Verlobung mit Theudelinde, der Tochter des bayerischen dux Garibald I. und der Walderada, somit Enkelin des Langobardenkönigs Wacho. Einerseits schützten diese Familienbande das Reich im Nordosten, andererseits verband sich Authari dadurch mit der königlichen Dynastie der Lethinger und verschwägerte sich mit dem mächtigen dux Ewin von Trient. Als der bayerische Herzog Garibald I. im Jahre 589 von Childebert II. bedroht wurde, schickte er seine Kinder Gundoald und Theudelinde nach Italien zu ihrem Schwager Ewin von Trient. Am 15. Mai 589 heiratete König Authari auf dem Sardisfeld bei Verona Theodelinde und setzte deren Bruder Gundoald zum dux von Asti ein.  
VON BAIERN, Theudelinde (I18372)
 
4340 unehelich geboren (A 5/162), 16Tage

siehe
Stammfolge RANDOLL 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge RANDOLL 2. Generation Blatt 2/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge RANDOLL 3. Generation Blatt 3/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge RANDOLL 4. Generation Blatt 4/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge RANDOLL 5. Generation Blatt 5/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html 
N., Johann Philipp (I43176)
 
4341 unehelichen Sohn Johann Philipp; er stirbt vor der Eheschließung †02.10.1817 RANDOLL (REINECK), Johann Philipp (I2363)
 
4342 unehelicher Sohn MÜNKER, Jakob (I8750)
 
4343 Ungelder, Ungeldherr, Umgelder
Bedeutung: Steuereinnehmer, Steuerherr, der das Ungeld, eine der späteren Akzise entsprechende Steuer, erhebt und verwaltet. In Württemberg auch Umgelder genannt.  
MANTZ, Christoff \ Christoph (I11678)
 
4344 Ungewöhnlich für einen Angelsachsen ist der Name Eormenric. Eormen-Namen beschränkten sich in England fast ausschließlich auf die königliche Familie Kents, also Eormenrics Nachkommen, während sie im Frankenreich weit verbreitet waren. Auch in archäologischen Funden wie Grabbeigaben zeichnet sich ab etwa 500 ein fränkischer Einfluss ab.[1]

Die Quellen zu Eormenrics Herkunft sind widersprüchlich: Beda Venerabilis schrieb um 730, dass er ein Sohn des Ohta sei.[2] Um 800 beschrieb ihn Nennius hingegen als Sohn des Ossa (=Oisc/Oeric).[3] Unsicherheit besteht auch über seinen Herrschaftsantritt: Möglicherweise folgte er bereits um 512 auf Oeric,[4] vermutlich aber um 522[5] oder um 539[6] auf Ohta.

Seine Tochter Ricola verheiratete er mit Sledda und verband sich so mit dem Königshaus von Essex.[7] Wann sein wohl um 552[8] geborener Sohn Æthelberht I. seine Nachfolge übernahm, ist nicht ganz gesichert; während einige ein frühes Datum um 560 für Eormenrics Tod annehmen, gehen andere eher von der Zeit um 585 aus. Entsprechend unklar ist daher auch, ob der Heide Eormenric um 580 Gelegenheit hatte, auf die Brautwahl seines Sohnes, die christliche Bertha, Tochter des Frankenkönigs Charibert I., Einfluss zu nehmen.[4] 
VON KENT, Eormenric (I37020)
 
4345 Unter Caspar von Klingenberg († 1439), Hauptmann der Rittergesellschaft vom Sankt Jörgenschild und kaiserlicher Rat bei Kaiser Sigismund, war der Höhepunkt erreicht: Hohentwiel mit den Orten Arlen und Worblingen, die Städte Blumenfeld, Möhringen und Dettigkofen, die Erbschaft der Hälfte von Bürglen, Güter und Zehntrechte verteilt über das Hegau, den Thurgau und am Untersee. Die Klingenberger hatten dem König Geld leihen können und besaßen deshalb Pfandrechte auf die Reichssteuern von Ravensburg, Memmingen, Biberach an der Riß, Kaufbeuren, Buchhorn und Leutkirch. Dies war auch der Lohn für geleistete Kriegsdienste. Vertreter der Klingenberger finden sich als Gefallene in vielen Schlachten, der damaligen Zeit: Heinrich von Klingenberg, der im Waldviertel in Niederösterreich die bedeutende Herrschaft Litschau besaß und Erbvogt des Kollegiatstiftes Eisgarn war[1], gefallen am 26. August 1346 in der Schlacht von Crécy, Sigmund von Klingenberg am 9. Juli 1386 in der Schlacht bei Sempach, zusammen mit Martin Malterer, dem Schwager von Hans, genannt Schoch von Klingenberg, der wiederum am 9. April 1388 in der Schlacht bei Näfels fiel. An dieser Schlacht nahm auch dessen Neffe Hans von Klingenberg, Ritter zu Stein teil, dem wir in der sogenannten Klingenberger Chronik eine Beschreibung dieser Schlacht verdanken. Am 17. Juni 1405 fiel Hans von Twiel, der Sohn des Schoch, in der Schlacht am Stoss. Der Enkel Caspars von Klingenberg, ebenfalls Caspar genannt, fiel im Schwabenkrieg 1499 bei Rielasingen. VON KLINGENBERG, Kaspar (I11209)
 
4346 Unter seiner Herrschaft errang Rouergue die Oberhoheit über benachbarte Gebiete, weswegen er für sich selbst den Titel marchio (Markgraf) von Septimanien durchsetzte. Sein Herrschaftsbereich erstrecke sich von Albi bis Nîmes, nach Norden bis in die Auvergne, sowie – zumindest um 960 – über den Limousin. Er war das Oberhaupt seiner Familie, deren älterer Zweig die Grafschaft Toulouse besaß, und der mächtigste Herr Aquitaniens, als dessen Herzog er seit dem Jahr 936 auftrat – der letzte Herzog seiner Familie, bevor der Titel dann endgültig an die Ramnulfiden ging.

Trotz seiner Machtfülle scheint seine Familie bereits zu seiner Zeit im Abstieg begriffen zu sein. Er gab Sancho V. ein Lehen in der Gascogne und gestattete, dass dieses Lehen nach seinem Tod allodial wurde.

Raimund heiratete in erster Ehe eine Tochter eines ansonsten unbekannten Odoin, mit der er mehrere Kinder hatte. In zweiter Ehe heiratete er Bertha, eine Tochter von Boso, erst Graf von Arles, dann Markgraf von Tuscien, und Witwe von Boso I. Graf von Provence, mit der er vier Söhne hatte: Raimund II., sein Nachfolger in Rouergue, Hugo, Pons und Armengol.

Raimund von Rouergue wurde zwischen Februar 960 und dem 7. September 961 auf einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela getötet. 
(ROUERGUE), Raimund I. (I39752)
 
4347 Unter seiner Herrschaft wurde der Einfluss der dänischen Wikinger im Norden und Osten des heutigen Englands zurückgedrängt. Gemeinsam mit seiner Schwester Æthelflæd eroberte Eduard Teile vom dänisch beherrschten Mercia und East Anglia zurück. Um 920 kontrollierte Eduard Wessex, Mercia und die größten Teile des heutigen Englands bis zum Humber. Die zeitgenössische angelsächsische Chronik berichtet sogar von einer Unterwerfung schottischer, walisischer und dänischer Herrscher im Norden Britanniens unter Eduard, wobei das Ausmaß einer tatsächlichen Unterwerfung unter heutigen Historikern umstritten ist. Historiker betrachten jedoch Eduard neben Alfred dem Großen, Æthelflæd und König Æthelstan als den angelsächsischen Herrscher, der die Grundlagen für ein vereinigtes England gelegt hat. VON WESSEX, KÖNIG KÖNIG Eduard I. ´DER ÄLTERE` ´der Ältere` (I37329)
 
4348 UNTERKÖNIGTUM IN AQUITANIEN
Am Ostersonntag, dem 15. April 781, wurde LUDWIG durch PAPST HADRIAN I. in Rom zum Unterkönig von Aquitanien, sein älterer Bruder PIPPIN zum Unterkönig von Italien gesalbt. Trotz ihres geringen Alters von vier bzw. drei Jahren wurden die beiden Brüder zu ihrer weiteren Erziehung in die jeweiligen Unterkönigreiche geschickt.
Bei seinem Aufbruch hat Ludwig seine 783 verstorbene Mutter HILDEGARD wohl zum letzten Mal gesehen. Um die Erziehung des Knaben kümmerten sich von nun an ein Hofmeister und weitere Helfer, die KARL seinem Sohn LUDWIG mitgab. Mit der Errichtung des Unterkönigtums Aquitanien verfolgte Karl in erster Linie defensive Zwecke, so musste Ludwig beispielsweise 812/13 einen AUFSTAND DER BASKEN niederschlagen.
801/803 gelang ihm mit WILHELM VON AQUITANIEN und dessen Sohn Berà die Eroberung des von den Mauren besetzten Barcelona. Die Kultivierung des Landes und der Ausbau der kirchlichen Struktur waren weitere wichtige Aufgaben LUDWIGS in Aquitanien.
Auf einer Synode im Jahr 813 ließ der König den MICHAELSTAG anstelle eines Festes des germanischen Gottes WOTAN festlegen. Der Erzengel Michael wurde so zum Schutzpatron des sich langsam bildenden HEILIGEN RÖMISCHEN REICHES und später Deutschlands...

ODIN oder WOTAN
ist der Hauptgott in der nordischen und kontinentalgermanischen Mythologie. In der eddischen Dichtung fungiert er als Göttervater, Kriegs- und Totengott, als ein Gott der Dichtung und Runen, der Magie und Ekstase mit deutlich schamanischen Zügen.

Je nach Kontext sind im Deutschen sowohl die nordgermanische Namensform Odin als auch die südgermanischen Formen Wodan oder, in neuhochdeutscher Lautung, Wotan üblich. Der älteste schriftliche Nachweis des Namens ist eine Runeninschrift auf einer Bügelfibel von Nordendorf aus dem sechsten Jahrhundert n. Chr., die neben anderen Namen WODAN
nennt. Die zweite Silbe wurde im Nordseegermanischen zu -en oder -in umgebildet (angelsächsisch Wōden). In den nordgermanischen Sprachen fiel zudem das anlautende W- (wie stets vor o und u) aus. Der früheste Beleg für den Götternamen Odin aus der Zeit um 725 n. Chr. fand sich in der Form uþin auf einem mit Runen beritzten Schädelfragment. 
DER FROMME, Ludwig I. (I40936)
 
4349 Unterlagen über die Gründer sind nicht vorhanden, alle möglichen Dokumente wurden bei einem Brand des Klosters Tegernsee um 957 vernichtet. Man nimmt deshalb an, dass es sich um Bajuwaren der Einwanderungszeit im 6. Jahrhundert (etwa 550) handelte, bzw. dass die An­siedelungen Reichersbeuern und Greiling auf Veranlassung des Herzogs von Bayern als Adelssitz mit Vollhof und Gefolgschaftsdorf gegründet wurde (etwa um 700). Jedenfalls wurden beim Abbau
von Kies im Ortsgebiet Reihengräber aus frühbairischer Zeit entdeckt.
Man nimmt auch an, dass die Besitzung bereits zur Zeit der Gründung von Tegernsee (746) um die Mitte oder Ende des 8. Jahrhunderts an dieses Kloster gekommen ist, denn Richerispuira (wie auch Sachsenkam) erscheint unter den Tegernseebesitzungen, die dem Kloster von Herzog Arnulf von Bayern im Jahre 915 säkularisiert wurden. Ende des 10. Jahrhunderts (979) erhielt das Kloster wieder die Oberhoheit. Kaiser Friedrich Barbarossa bestätigte 1163 dem Kloster Tegernsee das Eigentum an der Kirche Reichersbeuern, ebenso 1186 Papst Urban III. 1388 nannte Otto von Pinzenau - Besitzer der Burg und Hofmark Reichersbeuern - in einem Stiftungsbrief zu einer "ewigen Mess" das Gotteshaus Reichersbeuern als “Korbinians­patrozinium” (nach Hinweisen in der Kirche nimmt man an, dass dieses ursprünglich der Muttergottes geweiht war).

Ab dieser Zeit hat Reichersbeuern einen eigenen Geistlichen (Pfarrvikar), vorher wurde der Ort von Warngau seelsorgerisch betreut. Die kirchlichen Taufbücher sind an 1625 vorhanden. Erst ab 1828 wurde Reichersbeuern (mit Greiling) selbstständige Pfarrei. Das Gotteshaus wurde 1748 vom damaligen Besitzer der Hofmark, Johann Maximilian IV. Emanuel von Preysing umgebaut, wobei der Turm sein markantes Helmdach erhielt, und 1880 renoviert (das Erbauungs­jahr ist unbekannt / etwa 8./9. Jahrhundert). Weitere Renovierungen bzw. Erneuerungen waren 1831 und 1973.  
VON REICHERSBEUERN, Meginhard IV. (I28000)
 
4350 Unterricht bei Oswald Myconius und Thomas Platter in Zürich, Stud. in Basel, Strassburg und Wittenberg. 1538-40 Stud. und Lehrtätigkeit in Basel, Paris und Orléans. 1541 Ordination, Prof. für Ethik und Physik an der Zürcher Hohen Schule. 1545 Leutpriester, 1547 Chorherr und Archidiakon am Grossmünster. Neben Predigten und theol.-katechet. Werken ("Houptsumma der waren Religion" 1551, "Vom höchsten Artickel" 1552) veröffentlichte W. insbesondere Erbauungsschriften ("Ein Kleinot" 1548, "Der Tod" 1549, "Das christenlich Läben" 1551).


Archive
– ZBZ, Briefe
Literatur
– L. Weisz, Die W. 1, 1949, 60-72

Autorin/Autor: Christian Moser 
WERDMÜLLER, Otto (I2028)
 

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