Strauss Genealogie


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4401 Vergabt mit seinem Bruder (entweder Markwart II. oder Walter II.) die Kirche Lotzwil an Thunstetten (Käser 1855: 192).
Stiftet 1259 eine Jahrzeit in St. Urban (Käser 1855: 192).
Nimmt 1276 zusammen mit seinem Onkel Heinrich II. am Landtag des Grafen Heinrich von Buchegg in Jegenstorf teil (Jufer 1994: 137).
Freiherr von Grünenberg (1257), Ritter (1257), Kirchherr Lotzwil - 30. April 1259, Lehnsnehmer Wüschiswil (ca. 1305 - vor 20. August 1311), Lehnsnehmer Langenthal, Mühle - vor 20. August 1311, Gutsherr Ursenbach
(Ulrich von Grünenberg)
Zeuge und Siegler bei der Übereinkunft 1279 zwischen seinem Cousin Ulrich IV. von Grünenberg und dem Kloster St. Urban um den Marktort Langenthal (Jufer 1994: 136).
Quellen: Käser 1855: 192.

1249von Renward Cysatals Sohn Markwarts I. von Grünenbergzum ersten Mal erwähnt (Plüss1900: 50).

Vergabt mit seinem Bruder (entweder Markwart II.oder Walter II.) die Kirche Lotzwil an Thunstetten (Käser1855: 192).

Wird 1250in einer Urkunde erwähnt, die Verhandlungen um ein Gut bei Ried betrifft, das von H. von Riedund dessen Vater Konrad von Rieddem Kloster St. Urban streitig gemacht wird; sein Onkel Heinrich II. der Ältere, sein Vater Markwart I. von Grünenbergund Heinrich I. von Signaufällen einen Schiedsspruch gegen die beiden von Ried; als geistlicher Zeuge tritt Herbert von Grünenbergals Mönch und Priester des Kloster auf (Plüss1900: 26, 50-51).

Sein Onkel Heinrich II. der Älteresoll 1250Vergabungen zu Grossdietwil gemacht haben; tritt dabei zusammen mit ihm auf (Plüss1900: 26).

Bezeugt 1257zusammen mit seinem Onkel Heinrich II. dem Älterendie Schenkung eines Eigenguts in Tennwil bei Willisau von Rudolf I. von Balmund seiner Gemahlin Judenta von Kemptenan die Johanniter in Thunstetten (Plüss1900: 28 Anmerkung 2).

Bezeugt im Juni 1257, erstmals als Ritter erwähnt, eine Lehensübertragung der Brüder Walther III.und Markwart III. von Wolhusen(Plüss1900: 51).

Stiftet 1259eine Jahrzeit in St. Urban (Käser1855: 192).

Gibt am 30. April 1259in Burgdorf zusammen mit den sechs anderen Mitbesitzern, den Brüdern Ulrich II.und Rudolf I. von Balm, seinem Bruder Markwart II. von Grünenberg, Cuno von Rüti, alles Freie, sowie den Brüdern Werner II.und Rudolf von Luternau, den Kirchensatz von Lotzwil der Johanniterkommende von Thunstetten zur Tilgung aller Zwietracht und zur Vergebung ihrer Sünden; es siegeln alle sieben (Plüss1900: 37, 51).

Bezeugt 1263eine Vergabung des Grafen Hartmann von Froburgan das Kloster St. Urban (Plüss1900: 51).

Bezeugt 1264zusammen mit seinem Cousin Heinrich III. dem Jüngerendie Vergabung von 46 Mark Silbers von Konrad von Roggliswilan das Kloster St. Urban; es siegelt sein Onkel Heinrich II. der Ältere(Plüss1900: 30 Anmerkung 1).

Am 24. August 1269beenden die Johanniter von Thunstetten und das Kloster St. Urban in Roggwil einen Streit, indem die Johanniter den Kirchensatz und weitere Rechte von Lotzwil erhalten, die Zisterzienser den Kirchensatz von Waldkirch, einem Dorf bei Niederbipp; Streitigkeiten sollen geschlichtet werden durch Rudolf I. von Balmund seinen Onkel Heinrich II. den Älteren von Grünenberg; es siegeln neben anderen sein Onkel Heinrich II. der Ältereund er selber (Plüss1900: 30-31).

Besiegelt im August 1273in Langenthal zusammen mit seinem Onkel Heinrich II. dem Älterenden Verkauf von Gütern zu Langenthal von Werner II. von Luternauan das Kloster St. Urban; Zeuge ist unter anderem Werner, der Pfarrer auf Burg Grünenberg (Plüss1900: 31 Anmerkung 3).

Nimmt 1276zusammen mit seinem Onkel Heinrich II.am Landtag des Grafen Heinrich von Bucheggin Jegenstorf teil (Jufer1994: 137; Plüss1900: 16 Anmerkung 3); bezeugt bei der Gelegenheit zusammen mit Heinrich II. dem Älterendie Schenkung eines Weinbergs bei Alfermée und anderes von Heinrich von Jegenstorfals Leibgeding an dessen Frau Elisabeth(Plüss1900: 33).

Bezeugt am 16. August 1277die Schlichtung eines Streites zwischen den Johannitern von Thunstetten und Ortolf I. von Utzingen-Gutenburg(Plüss1900: 51 Anmerkung 7).

Zeuge und Siegler bei der Übereinkunft vom 10. Mai 1279zwischen seinem Cousin Ulrich IV. von Grünenbergund dem Kloster St. Urban um den Marktort Langenthal (Jufer1994: 136; Plüss1900: 38 Anmerkung 2, 51 Anmerkung 6).

Leistet am 16. Dezember 1281seinem Schwager Jakob von KienbergBürgschaft, als ein Schiedsgericht darüber urteilt, welchen Schaden dieser dem Kollegiatstift Beromünster zugefügt hat (Plüss1900: 37, 52 Anmerkung 1).

Bezeugt am 18. Juli 1285zusammen mit seinem Bruder Markwart II.und seinem Vetter Konrad der Beys von Grünenbergdie Teilung der Besitzungen von Heimound Thiebald von Hasenburg; es siegeln er selbst und Konrad der Beys(Plüss1900: 38 Anmerkung 2).

Bezeugt am 13. April 1286in St. Urban den Verkauf eines Gutes zu Buchs von Walter von Büttikonan das Kloster St. Urban; Zeugen sind sein Onkel Heinrich II. der Älteresowie seine Cousins Heinrich III. der Jüngereund Konrad der Beys(Plüss1900: 33 Anmerkung 4, 51 Anmerkung 6).

Besiegelt am 10. Juli 1286in Zofingen den Verkauf eines Hauses in Zofingen von den Grafen Ludwigund Markwart von Froburgund deren Schwester Elisabethan den Predigerorden von Zofingen (Plüss1900: 52 Anmerkung 3).

Bezeugt am 7. August 1293in Thunstetten zusammen mit seinem Bruder Markwart II.und seinem Sohn Junker Ulrich III.die Genehmigung eines Entscheids des Klosters St. Urban durch die Johanniterkommende Thunstetten, dass die Kinder des Rudolf von Ömenstaldiesen beiden Gotteshäusern zu gleichen Teilen zugewiesen werden sollen (Plüss1900: 38 Anmerkung 2).

Besiegelt am 26. Januar 1295zu Chlyrot zusammen mit seinem Bruder Markwart II.die Vergabung von Judenta von Kempten, der Witwe Rudolfs I. von Balm, von 7 Schupposen in Grosswangen an das Kloster St. Urban; Zeugen sind sein Bruder Markwart II.und dessen Sohn Werner von Brandis von Grünenberg(Plüss1900: 38 Anmerkung 2, 51 Anmerkung 6).

Bezeugt am 18. Dezember 1297auf Schloss Bipp den Verkauf von Gütern in Sarbachen von Ortolf II. dem Älteren von Utzingen-Gutenburgan das Kloster Fraubrunnen (Plüss1900: 52 Anmerkung 2).

Besiegelt am 30. November 1298in St. Urban den Verkauf von Gütern zu Wynau von Rudolf von Bechburgan das Kloster St. Urban; wird als «ehrenwerter Mann»(vir honorabilis) bezeichnet (Plüss1900: 38 Anmerkung 2, 51 Anmerkung 6); Zeugen sind seine beiden Söhne Junker Ulrich III.und Junker Walter III. von Grünenberg(Plüss1900: 54 Anmerkung 2).

Bezeugt und besiegelt am 25. Januar 1303auf Grünenberg den Verkauf von Gütern von Johann I. dem Grimmen von Grünenbergan das Kloster St. Urban; Zeugen sind auch seine beiden Söhne Ulrich III.und Heinrich V.sowie weitere Vertreter aus der Familie (Plüss1900: 38 Anmerkung 2, 51 Anmerkung 6).

Stiftet 1304im Kloster St. Urban eine Jahrzeit für seinen Bruder Markwart II.(Plüss1900: 39 Anmerkung 1).

Stiftet um 1305, am 7. März, eine Jahrzeit zu Grossdietwil (Plüss1900: 52).

Seine Söhne Ulrich III., Walter III., Heinrich V.und Markwart IV.bestätigen am 20. August 1311eine Schenkung von ihm an St. Urban, die deren Vetter Werner von Brandis von Grünenbergbesiegelt; im Jahrzeitenbuch fehlt ein entsprechender Hinweis (Plüss1900: 39); macht die Schenkung auf seinem Sterbebett als Jahrzeit für sich und seinen verstorbenen Sohn Markwart III.; sie umfasst die jährlichen Einkünfte zweier Schupposen zu Wüschiswil bei Grosswangen in der Höhe von 17 Schilling Pfennigen, einem Malter Spelt sowie 2 Viertel und 4 Mütt Hafer (am 7. März um 1305 heisst es noch ein Malter und zwei Viertel Hafer) und ausserdem fünf Schilling und zweieinhalb Mütt Roggen von der Mühle zu Langenthal; hat offenbar sowohl die zwei Schupposen, ursprünglich Eigentum seiner verstorbenen Ehefrau, als auch die Mühle in Langenthal, 1224von Eberhard von Grünenbergdem Kloster geschenkt, von St. Urban zu Erblehen getragen (Plüss1900: 52-53).

Wird genauso wie Markwart II.als Bruder von Anna I. von Grünenbergbezeichnet, als deren Ehemann Jakob von Kienberganlässich ihres Todes eine Schuppose zu Erlinsbach dem Kloster St. Urban vergabt (Plüss1900: 37 Anmerkung 1).

Verkehrt genauso wie sein Sohn Ulrich III.mit der Familie von Rüdiswil, weshalb Margaretha I. von Grünenberg, die mit Rudolf von Rüdiswilverheiratet ist, als seine Tochter angesehen wird; da diese am 22. Juli 1333als Frauengut Güter und Leute in Ursenbach verkauft, sind diese zuvor in seinem Besitz (Plüss1900: 53).

Nach seinem Tod vor dem 20. August 1311führt sein Sohn Ulrich III. von Grünenbergdas spitzovale Siegel, das den Träger als Ritter ausweist (Plüss1900: 55 Anmerkung 1). 
VON GRÜNENBERG, Ulrich II. (I25956)
 
4402 verheiratet mit Otto von Hammerstein, Graf in der Wetterau und im Engersgau aus dem rheinfränkischen Haus der Konradiner. Namensgebende Burg war die Reichsburg Hammerstein am Mittelrhein gegenüber Andernach.

Irmingard war die einzige Tochter des Grafen Gottfried d. Ä. von Verdun und der Mathilde Billung, Tochter von Hermann Billung, Herzog von Sachsen, und Schwester der Herzöge Gottfried II. und Gozelo I. von Niederlothringen. In erster Ehe war sie vielleicht mit Graf Kuno (Chuonrad † etwa 1012) im Rangau verehelicht.

Sie war Protagonistin des so genannten Hammersteiner Ehestreits (1018–1027), bei dem sie von ihrem Mann auf Antrag von Erkanbald, Erzbischof von Mainz, wegen zu naher Verwandtschaft getrennt werden sollte. Berühmt wurde Irmingard durch ihre Reise zu Papst Benedikt VIII. (Weihnachten 1023), der aber über den Verhandlungen 1024 starb. Der Streit wurde schließlich 1027 von Kaiser Konrad II. niedergeschlagen.

Irmingard von Verdun hatte mit Otto einen Sohn, Udo († 1034). Ihr Mann Otto starb 1036. Über die letzten Lebensjahre von Irmingard ist nichts bekannt. Sie starb vermutlich Ende 1042. 
VON VERDUN, Irmingard (I10416)
 
4403 Veringen (Adelsgeschlecht)
Die Grafen von Veringen waren eine der begütertsten und angesehensten Dynastenfamilien des 11. und 12. Jahrhunderts im süddeutschen Raum[1] (Vgl. Liste der Besitzungen der Grafen von Veringen). Eigentliche Grafen von Veringen, das heißt solche, die hier wohnten und sich selbst diesen Namen beilegten, erscheinen urkundlich in den Jahren 1130 bis 1415. Dieser Name wurde jedoch von vielen Geschichtsschreibern[2] und Schriftstellern[3] auch auf die älteren Generationen dieser Familie zurückgetragen, die sich nur mit ihrem Vornamen oder nach ihrem damaligen Wohnsitz Altshausen benannten. Obwohl sich diese in ihrem Leben nie „von Veringen“ nannten (da dies eine spätere Erwerbung ist), gehören sie dennoch zu dem Dynastengeschlecht der „Grafen von Veringen“. Mit Graf Wolfrad / Wölflin stirbt 1415 der letzte aus dem Grafengeschlecht. Die Grafschaft Veringen ging nach mehrmaligem Wechsel 1534 als Reichslehen an den Hohenzollern Karl I.
Burg Veringen, Stammsitz der Grafen von Veringen in Veringenstadt

Der Stammsitz der Grafen von Veringen liegt in Veringenstadt auf der Schwäbischen Alb bei Sigmaringen. Hier umfließt die Lauchert in großem Bogen einen Felssporn, auf dessen breitem Rücken die Ruine der Burg Veringen steht.  
VON VERINGEN, Marquard (I16178)
 
4404 verkauft 1429 die Vogtei Oberwil bei Bremgarten, 1434 Schönenwerd bei Dietikon
der Letzte seines Geschlechts
 
STAGEL \ STAGL, Friedrich (I37156)
 
4405 verkauft 1439 ihre Hälfte der Herrschaft Ringgenberg
an das Kloster Interlaken

Adlige Familie. Die ab 1231 als Inhaber der Reichsvogtei am Brienzersee amtenden Ringgenberg nannten sich erst Vögte von Brienz, nach Verlegung des Sitzes in die Burg Ringgenberg ob Ringgenwil um 1240 indessen bald Ringgenberg (1262 Ringenberc). Ihre Herkunft ist umstritten und wird aufgrund eines nur gütergeschichtlich nachweisbaren Zusammenhangs mit einem hochadligen Brüderpaar von Oppligen (1146 erwähnt) entweder im Kanton Uri oder im bernischen Seeland vermutet, von wo aus sich ein Zweig der Familie ab dem 12. Jahrhundert am rechten Brienzerseeufer niedergelassen haben soll. Ein anderer Zweig ist ab dem frühen 13. Jahrhundert im Wallis unter dem Namen von Raron bekannt, wobei ein Zusammenhang dieser Zweige nur für 1219 mit den Brüdern Cuno und Arnold von Brienz, Stifter des Lazariterhauses in Seedorf (UR) einerseits und mit Rudolf und Heinrich von Raron andererseits belegt ist. Der frühe Allodialbesitz der Familie von Brienz umfasste die volle Herrschaft am rechten Ufer und am oberen Ende des Brienzersees sowie Güter in Unterwalden, Uri und in der Bielerseeregion. Konnubium bestand mit den Freiherren von Wädenswil, dem Unterwaldner Landammännergeschlecht von Hunwil und ansonsten vor allem mit ritteradligen Geschlechtern. Um 1250 scheinen die Ringgenberg in eine gewisse Lehensabhängigkeit von den Grafen von Kyburg getreten zu sein.

Johannes (->) erwarb sich als Gefolgsmann von Kaiser Heinrich VII. das Recht zum Einzug aller entfremdeten Reichslehen im burgundischen Raum, das er aber nicht geltend machen konnte. In den im 14. Jahrhundert zunehmenden Auseinandersetzungen um die Hegemonie im Oberland zwischen der Stadt Bern und der österreichischen Landesherrschaft versuchte er die eigenen Interessen mit Hilfe einer lavierenden Politik zu wahren. Als Habsburg-Österreich nach 1315 von einer Vorherrschaft im Berner Oberland absah und Bern an dessen Stelle rückte, distanzierte sich Johannes von Bern und wurde Gefolgsmann des von Bern nicht anerkannten Kaisers Ludwig des Bayern. Die bereits vor Mitte des 14. Jahrhunderts fassbare Verschlechterung der ökonomischen Lage der Familie verstärkte sich unter dem Sohn von Johannes, Philipp II. (1331-1374 erwähnt), der politischen Rückhalt mittels ehelicher Verbindung mit den von Hunwil in Unterwalden suchte. 1351 verpfändete er einen Teil der Herrschaft inklusive Burg an die Propstei Interlaken. Als Philipps Sohn Petermann (1358-ca. 1390 erwähnt, 1378 in Thun, 1386 in Bern eingebürgert) versuchte, die Finanzen mit Hilfe einer Steuererhöhung zu verbessern, führte dies 1380-1381 zu einem Aufstand der Vogtleute, dem sogenannten Ringgenberger Handel. Petermann starb um 1390/1391 ohne männlichen Erben. Seine Töchter Beatrix und Ursula hielten das Reichslehen Ringgenberg bis zum Verkauf ans Kloster Interlaken 1411 und 1439. 
VON RINGGENBERG, Ursula (I7811)
 
4406 Verkauft an Hans Hedinger für 200 fl. (Der Burgstall gehörte zu Schloss Schönenwerd das links der Limmat zwischen Schlieren und Dietikon stand)

Die Ruine Dübelstein
ist die Ruine einer Talhangburg in der Nähe der Stadt Dübendorf im Schweizer Kanton Zürich am Nordhang des Adlisbergs auf 506 m ü. M.
Im Jahre 1130 wurde zum ersten Mal der Name der Herren von Dübendorf erwähnt. Die Familie wurde im 13. Jahrhundert mit der Aufsicht über den Ort Dübendorf betraut. Einige Jahre, nachdem die Burg gebaut wurde, nannte sich 1257 erstmals ein Familienmitglied Konrad von Dübelstein, damals Tuobelnstein. Die Burg besass einen wuchtigen Bergfried mit bis zu drei Meter dicken Mauern.

Das Geschlecht der Herren von Dübelstein starb etwa im Jahre 1314 aus und die Burg fiel bis 1402 an die Herren von Hofstetten. Später wechselte Dübelstein mehrmals die Besitzer. Im Alten Zürichkrieg musste der damalige Burgherr Dübelstein 1444 kampflos den anrückenden Truppen der Schwyzer übergeben, damit seine Mannschaft verschont wurde. Die Schwyzer verwüsteten die Anlage, aber kurz darauf wurde die Burg wieder aufgebaut.

1487 kaufte der damalige Zürcher Bürgermeister und heerführer der Alten Eidgenossenschaft, Hans Waldmann (* 1435 in Blickensdorf, Kanton Zug; † 6. April 1489 in Zürich) die Burg samt Herrschaftsrechten von den Werdenbergern. Nach seiner Hinrichtung wurde sie im April 1489 geplündert und abermals zerstört. Die Stadt Zürich beschlagnahmte Burg und Herrschaft, zusammen mit dem übrigen Besitz Waldmanns. Der spätere Zürcher Bürgermeister Rudolf Escher machte die Burg 1489–1496 wieder bewohnbar. 
STAGEL \ STAGL, Friedrich (I37156)
 
4407 Verläßt 1386 den Stammsitz Kaiserstuhl b. Aargau und wird Bürger in Zürich. 1400 ist er Schultheiß zu Kaiserstuhl. Am 27.10.1386 Erwerb des Bürgerrechts in Zürich. 1406 verkauft er seinen Hof Rath für 139 Goldgulden und erwirbt am 14.1.1408 Haus und Hofstatt in Zürich. 1420-30 Mitglied des Rats. Er bezahlt die höchste Steuer in Zürich.
NB: Die Familie hat Landbesitz in Kloten bei Zürich. Das ist die Grundlage ihres Adels,
weshalb sie den Titel „Junker“ trägt. Erträge aus diesem Landbesitz bleiben neben
dem Handel die finanzielle Grundlage der Familie für Jahrhunderte. Die ältesten Namensbelege
finden sich 1301 auf dem Hof „Rath“ zwischen Weiach und Stadel bei Kaiserstuhl.

GREBEL, VON
Zürcher Junkergeschlecht, das 1301 erstmals urkundlich in Kaiserstuhl bezeugt ist. Der 1386 in Zürich eingebürgerte, wohlhabende Lütold von Kaiserstuhl lebte vermutlich bis 1406 in Kaiserstuhl (1406 Erneuerung des Zürcher Bürgerrechts). Sein Sohn Johann (gestorben 1445) erwarb den Grundbesitz der G. in Kloten und Rümlang, während der ganzen Jahrhunderte im Besitz der Familie. blieb.
Johanns Söhne Hans (gestorben 1485) und Ulrich (gestorben 1495) begründeten die zwei Hauptlinien und erhöhten die Grebel in den Rang der wichtigsten Zürcher Geschlechter. 1471 erhielten sie von Ks. Friedrich III. den Wappenbrief und trugen seither den Junkertitel.
Die Linie von Hans spaltete sich in weitere Zweige auf. Zwei gehen auf die Chorherren Peter (gestorben 1534) und Heinrich (gestorben 1524) zurück. Heinrichs Sohn Heinrich zog 1525 nach Bern, während der Zweig von Peter im 17. Jh. erlosch. Christoph (gestorben 1525) zog nach der Beteiligung am Waldmann'schen Auflauf nach Baden. Aegidius, der Enkel von Christoph, wurde 1556 Bürger von Luzern. Georg (gestorben 1527), der älteste Sohn von Hans, erwarb 1485 von Junker Engelhard die Burg Maur (die Gerichtsherrschaft blieb bei den Aeppli).
Dieser Zweig wurde für Grebel von Maur genannt. Die Fam. besass die Burg bis 1592, dann verkaufte sie Georg (1516-1607) und Felix Hottinger. Darüber hinaus hatte diese Linie die Häuser ´Zum grossen Erker`, im 17. und 18. Jh. als Grebel-Turm bezeichnet, und ´Zur Sonne` an der Schifflände inne. Sie war mit den bedeutendsten Zürcher Fam. und den Hegner von Winterthur verschwägert. Ulrichs Hauptlinie fiel während der Reformation in Ungnade: Jakob (-> 4) wurde als Pensionsherr (geköpft) und Konrad (-> 5) als Wiedertäufer verhaftet.
Diese Linie hat heute noch Nachkommen. Obwohl die Grebel im Staats- und Militärdienst tätig waren, waren Conrad (-> 1) und Hans Jörg (-> 2), aus ihren Reihen nur ein Bürgermeister, nämlich Hans Konrad (-> 3). Sie sassen 20-mal im Kl. Rat, stellten 22 Ober- und 15 Landvögte, gehörten zu den reichsten Zürcher Fam. und ältesten Schildnern zum Schneggen und Mitgliedern der Zunft zur Meisen und der Konstaffel.
 
GREBEL, Luetold (I2932)
 
4408 verleiht 1329 an ST. BLASIEN die Erblehen in Schluchsee, verkauft 1336 die Vogtei in Merishausen an KLOSTER ALLERHEILIGEN zu Schaffhausen und dem Spital daselbst das Dorf M., R. 1347, von JOHANNES HERREN VON UESENBERG sein Bruder genannt, kauft 1352 die Kelnhöfe in Braeunlingen und Donaueschingen, überlässt 1357 dem GRAFEN HUG VON FÜRSTENBERG das Dorf Herbolzheim (Bisch. Strassburg Lehen) gegen die Burg Gutenburg, d. d. Nuernberg 1361.02.01. vom KAISER KARL IV. mit Burg Tillendorf belehnt, verkauft 1359 Dorf Tainingen, Güter in Täyngen und Alt-Fulach, 1363 Gut und Kirchensatz in Tegernau;
1364 erlaubt ihm der Abt von ST. GALLEN die Zehnten in Limpaeh u. Bachthal seiner Schwiegertochter Sophie v. Krenkingen um 58Vs M. S. zu versetzen;
verkauft 1365 Lenzkirch und den Thurm Ura, 1366 die Burg Tanneek, ferner die HERRSCHAFT BLUMENECK (die Feste Blumeneck mit der Ebene davor, die Dörfer Lausheim, Grimmelshofen, Fuezen und Aselfingen, die Höfe Hezenhofen, Mogern und die Mühle zu Weiler), welche die VON LUPFEN als ihr Lehen ansprachen, an Eglolf, von Wolffurt, R., und dürfte bald danach verstorben sein. 
VON BLUMENEGG, Ritter Ritter Heinrich (I10294)
 
4409 Vermutete Eltern; Seliger von Wolhusen 1070/1090, Abt von Einsiedeln resign gests. 22.03.1100, oo Hedwig VON WOLHUSEN, Lüthold (I23807)
 
4410 vermutlich 1452, 1517, von Zug. Sohn des Ulrich, Söldners, und der Margaretha Seiler. Bruder des Leonhard (->). Enkel des Hans Seiler. ​1) Margaretha Zürcher, Tochter des Hans, 2) Elsbeth Keiser. Ab spätestens 1483 bis zu seinem Tod wirkte S. als Zuger Ratsherr, war 1485-1503 (ausgenommen 1489-90) und 1506-08 Ammann von Stadt und Amt Zug, 1505-06 Vogt von Hünenberg und 1485-1515 Zuger Gesandter mit 90 belegten Gesandtschaften. Häufig betätigte sich S. als Vermittler, so u.a. 1486 im Konflikt zwischen dem Bf. von Sitten und Mailand um das Eschental, 1490 im Rorschacher Klosterbruch oder 1493 beim Ausgleich zwischen dem Bf. von Konstanz und dem eidg. Klerus. S.s militär. Karriere war noch länger als die politische. 1476 kämpfte er in den Burgunderkriegen. Im Schwabenkrieg 1499 nahm er als Hauptmann der Zuger teil, die bei Dornach wesentlich zum eidg. Sieg beitrugen. 1515 war er Zuger Anführer in der Schlacht von Marignano, in der einer seiner Söhne starb. Wohl v.a. dank seiner Beziehungen zum franz. König, den er mit Söldnern versorgte, erwarb sich S. beträchtl. Reichtum. Mit diesem trug er zur Förderung der Zuger Bautätigkeit um 1500 bei, insbesondere durch grosszügige Stiftungen für Kirchen und Kapellen. So finanzierte er in erhebl. Umfang den Ausbau der Kirche St. Oswald in Zug. Ausdruck seiner bedeutenden Stellung war das 1491 vollendete sog. Grosshaus, ein monumentales Wohnhaus unmittelbar vor der alten Stadt. Mit S. erreichte das zahlenmässig kleine, rasch aufgestiegene Stadtgeschlecht parallel zur intensivsten Phase der eidg. Machtpolitik den Höhepunkt des Einflusses in Zug, der mit dem Tod seines Bruders 1527 endete. Mit seinem gleichnamigen Sohn, dem in der Reformation nach Zürich emigrierten Priester und Chronisten Werner (->), setzte sich die Fam. in Zürich fort und stieg dort bis in den Rat auf. STEINER, Werner (I41228)
 
4411 Vermutlich beruhte diese Rangerhöhung auf Diensten, die er dem 1138 zum König gewählten Staufer Konrad III. geleistet hatte. Die Pfalzgrafenwürde war damals nicht mehr mit der ursprünglichen Aufgabe der Betreuung einer Königspfalz verbunden, sondern bedeutete eine Art Kontrollfunktion und Vertretung des Königs innerhalb der Stammesherzogtümer und damit auch die zweite Position nach dem Herzog innerhalb des Herzogtums. Damit verbunden war eine Rangerhöhung vor anderen Grafen des Herzogtums und das Recht, das Richteramt an Königs Statt auszuüben. Damit einher gingen Jagd-, Zoll- und Münzrecht, wie der seit 1185 auftretende Tübinger Pfennig zeigt.

Im Nachfolgestreit um das Erbe der Grafen von Bregenz trat Hugo das Erbe an. Er versuchte durch Errichtung einer Stadtbefestigung und Einrichtung eines Marktes Bregenz im Vergleich zu Lindau besser zu positionieren. Dies gelang jedoch nicht, so dass die Söhne den Herrschaftssitz nach Feldkirch verlegten und die Schattenburg errichteten.[1] 
(TÜBINGEN), Hugo I. (I40769)
 
4412 Vermutlich hatte er einen weiteren Sohn, Heinrich, der 1021–1043 als Graf an der Pegnitz und 1043 als Graf an der oberen Naab bezeugt ist, und von dem angenommen wird, dass er der Stammvater der Grafen von Lechsgemünd, Horburg und Graisbach war.  VON SCHWEINFURT, Graf Graf Heinrich \Hezilo \ Ez(z)ilo (I15298)
 
4413 Vermutlich Sohn des Christoph Schickh aus Ebersteinrod.
Ungefähr m selben Zeitraum wie Martin heiratete sein Bruder Matthäus Schickh das erste Mal. 
SCHICKH, Martin (I8328)
 
4414 Veröffentlichung: Disputatio Theologica De S. Coenae Causis / Quam ... Sub cheirag�?gia ... Joh. Henrici Hottingeri ... Kaddynamin dēmosia defendendam suscipit Abrahamus Andreae ... Ad .. Diem [...] horis locoque solitis, Heidelberg 1660 (VD17 12:174792M). Prediger zu Köln 1663 (?), Diakon in Heidelberg 1669, Inspector zu Germersheim 1672 und Bacharach 1674, Prediger in Speyer 1679, Heidelberg 1689 und Frankfurt (Oder) 1693. In Frankfurt (Oder) auch Professor für Theologie und 1705 Prorektor. Er resignierte altersbedingt 1714 und begab sich nach Berlin zu seinem Vetter, dem Hofprediger Johann Ernst Andrae. Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 8.12.1671 als "Communis Diaconus". ANDREAE, Prof. theol. Prof. theol. Abraham (I10170)
 
4415 verschwand 1825  SCHOBINGER, Friedrich Johannes (I5829)
 
4416 versteuert 1410-1444 das Haus zur Meerkatze (Untere Zäune 1 A, jetzt Chamhaus)
1422 Vogt des Grossmünsterpropsts
1441/42 des Rats
1443 Jahrzeitstiftung für sich und seine Frau Margaretha 
VINCK, Hans (I38226)
 
4417 Vertreter der Pfisterzunft 1500-06, 1509/10, Ratsherr 1510-17 und 1518-20, 1510-1520 im kleinen
Ratte, 1500-08 Umgelter von Notenstein und Pfistern, 1510 Statthalter als Stadtamman, 1511/14/19
Ratsbußner von Pfistern, 1519 Vogteiherr, Zugeordneter von Notenstein und Pfistern,
bescheidener Wohlstand, bis 1489 im Haus „Goldapfel“, danach Haus in der
Schmiedgasse, außerdem noch Acker- und Waldbesitz

Er soll in bescheidenem Wohlstand gelebt haben; über seine Geschäfte ist nichts bekannt.
er wurde 1510 in den Kleinen Rat gewählt und blieb bis zu seinem Tod Ende 1520 Ratsherr. 
VON WATT, Leonhard \ Lienhard (I13054)
 
4418 verw. Seidel
GHdA, Adel B Bd. I, Bd. 9 der Gesamtreihe, 413 
BRESSLER, Anna (I1251)
 
4419 Verwalter von Altenklingen 1612, reicher Kaufmann ZOLLIKOFER, Daniel (I1214)
 
4420 vgl. Fam-Blatt von Büren 7/3b

siehe
Stammfolge Metz 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 2. Generation Blatt 2/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 3. Generation
Blatt 3/1 (Hans Michael Metz) und, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Metz 4. Generation
2. Anna Elisabeth Metz heiratet Johann Stephan Metz siehe
Blatt 3/6
6. Johann Georg Metz Blatt 4/1 , Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

5 Generation:
1. Johann Georg Metz siehe Blatt 5/1

 
BECHTOLD, Philipp (I43600)
 
4421 vgl. Hess. Famkde. 1949 S. 74 WALTHER, Martin (I23463)
 
4422 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7631)
 
4423 vielleicht aus Bad Liebenzell, dort 1553 ein Georg Böner geboren BOEHNER, Georg (I11740)
 
4424 vielleicht der Hans Artz ´der Ältere`, siehe Einleitung Familienblätter Artz, Stadtarchiv Weinheim

Stammfolge Arzt 1. Generation Blatt 1/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html 
ARTZ, Hans (I8829)
 
4425 Vietinghoff (auch Vittinghoff) ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts der Grafschaft Mark mit abgegangenem Stammhaus Burg Vittinghoff bei Essen-Rellinghausen, welches sich im Mittelalter auch im Baltikum verzweigte.

Ursprung
Dieses Geschlecht hat sich anfänglich Vitting, Vitinc, Vitinch, Vytingh, Videnchoven, Vittinghoven geschrieben.[1] Urkundlich erstmals 1230 erwähnt sind die Brüder Heinricus, Theodericus und Winimarus de Vitighoven (Original im Staatsarchiv Münster) als Ministeriale des Bischofs von Münster. Zu dieser Zeit muss also Haus Vittinghoff als Motte bereits bestanden haben.

Im mit Dietrich von Altena-Isenberg abgeschlossenen Vertrag von Essen am 1. Mai 1243 werden Henricus de Vitinchoven als Burgmann auf der Burg Blankenstein und Theodoricus de Vintinchoven als Lehnsmann von Friedrich von Isenberg († 1226) aufgeführt. Sie gehörten zum unteren Ritterstand der Ministerialen. Heinrich von Vittinghoff wurde im Jahre 1274 vom Kölner Erzbischof als Kastellan der Neuen Isenburg auf dem Bremberg oberhalb der Ruhr eingesetzt, blieb jedoch auf seinem nur 400 Meter weiter nördlich in der Niederung gelegenen Haus Vittinghoff wohnen.

Westfälische Linie (Vittinghoff-Schell)

Schloss Schellenberg: Der mittelalterliche Wohnturm (Mitte) mit dem Erweiterungsbau aus dem 17. (rechts) sowie dem klassizistischen Wohnbau aus dem 19. Jahrhundert (links)
Im Jahr 1452 erwarb Johann van den Vitinchaven genannt Schele zusammen mit seinem Schwager Dietrich von Leithen das Haus opm berge, einen unweit des Stammsitzes Vittinghoff gelegenen Wohnturm aus dem 14. Jahrhundert, der später nach dem Genanntnamen der Familie Schloss Schellenberg genannt wurde. Zwei Jahre später veräußerte er die Motte Vittinghoff zusammen mit mehreren Höfen an das Kapitel Rellinghausen. Schloss Schellenberg wurde zum neuen Sitz der Freiherren von Vittinghoff genannt Schell zu Schellenberg, bisweilen auch Vietinghoff gen. Schell, die ab 1456 bis zur Säkularisation 1803 das Erbdrostenamt des Essener Stifts innehatten. Manche Vittinghoffs dienten auch als Domherren, weibliche Mitglieder des Geschlechts als Äbtissinnen.

Von 1660 bis 1672 wurde Schloss Schellenberg in ein barockes Landschloss umgebaut. Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts in geringer Entfernung ein Kohleförderschacht niedergebracht worden war und eine Seilbahn zur Beförderung der Kohle nur 100 Meter vom Schloss entfernt verlief, zog die Familie Vittinghoff-Schell auf das Schloss Kalbeck um, das 1838 durch Heirat an sie gelangt war. Als im Jahr 1993 der letzte männliche Namensträger der westfälisch-katholischen Linie Vittinghoff genannt Schell zu Schellenberg verstarb, fielen beide Besitze im Erbweg an die Freiherren Spies von Büllesheim.

Das Schloss Westhusen bei Dortmund war von 1469 bis 1620 im Besitz der Familie. Das Haus Rechen in Bochum-Ehrenfeld war von 1453 bis 1898 im Besitz einer weiteren Linie „von Schell“.

Baltische Linien (Vietinghoff-Scheel)
Im 14. Jahrhundert zogen Arnoldus und Conradus, vermutlich jüngere Söhne aus dem Haus Vittinghoff, als Ritter des Deutschen Ordens in die baltischen Gebiete, wo Arnold de Vitinghove 1341 in Livland als Komtur des Ordens erstmals urkundlich erscheint und 1360 bis 1364 als Landmeister amtierte, während Conrad von Vytinghove in den Jahren 1387–1413 als Komtur und Ordensmeister erwähnt wird. Da dem Zölibat verpflichtet, sind von diesen ausgewanderten Kreuzrittern keine Nachkommen zu verzeichnen. Zur Besiedlung des Baltikums zogen Ende des 14. Jahrhunderts weitere, nicht zum Orden gehörige Familienangehörige nach: Diderich Vitinck, Henrik I. Viting und Henrich Vicnig (Vitinghoff), auf welche die baltischen Stämme B (Ösel und Estland), C (Livland) und D (Kurland) zurückgehen. Diese historischen Landschaften unterstanden zuerst dem Orden; nach dessen Zerfall waren sie unter polnischer, dänischer, schwedischer und russischer Hoheit.

700 Jahre breiteten sich die Nachfahren der Einwanderer im Baltikum aus und erwarben dort Großgrundbesitz auf zahlreichen Gütern, einige sind im Laufe der Jahrhunderte von dort aus nach Schweden oder Polen ausgewandert sowie in das Innere Russlands oder wieder zurück in deutsche Gebiete im Süden und von dort aus teilweise auch nach Österreich umgesiedelt. Von Schweden aus begründete Otto Johann Fitinghoff (1857–1934) einen blühenden Ast in den Vereinigten Staaten.

Sie waren im Staats- und Militärdienst der russischen Zaren, der deutschen Kaiser, der Könige von Schweden, Dänemark, Polen, Frankreich, Spanien, Niederlande, Württemberg, Sachsen und Preußen, der Herzöge von Kurland und Mecklenburg, der Fürsten von Braunschweig und Hannover sowie des Markgrafen von Bayreuth anzutreffen. Viele andere waren Richter, Geheim-, Land- und Staatsräte oder Kammerherren. Als Gutsbesitzer und Abgeordnete waren sie verantwortlich für Land- und Forstwirtschaft sowie für Infrastruktur, soziale und kulturelle Belange ganzer Regionen. Ein Vietinghoff ist genannt als Student Martin Luthers in Wittenberg, viele Frauen der Familie dienten als Hof- oder Stiftsdamen.

Vietinghoffs verteidigten mehrfach das Abendland gegen die Osmanen, zogen gegen Wallenstein und Ludwig XIV. zu Felde, Georg Michael Baron von Vietinghoff genannt Scheel wurde jedoch königlich französischer Marschall des Königs. Otto Hermann von Vietinghoff war Gesundheitsminister von Katharina der Großen von Russland. Friedrich der Große von Preußen hatte gleich zwei Generäle dieses Namens, Christian V. von Dänemark, Karl XII. von Schweden, Alexander I., Alexander II., Alexander III. von Russland sowie weitere Preußenkönige und deutsche Kaiser hatten jeweils einen. In den Napoleonischen Kriegen haben 39 von ihnen mehrheitlich gegen (einige davon auch für) Napoléon Bonaparte gekämpft.

Eine geborene Vietinghoff ist als Beethoven-Schülerin in Wien überliefert. Im 19. Jahrhundert wirkte Boris von Vietinghoff als Komponist. Die schwedische Schriftstellerin Gräfin Rosa Fitinghoff inspirierte Henrik Ibsen als letzte Geliebte zu seinem Stück Wenn wir Toten erwachen. Bruno von Vietinghoff ging 1905 als Schiffskommandant im Kampf gegen die Japaner bei Tsushima unter und wurde posthum zum Admiral befördert. Ein weiterer Namensträger war kaiserlich osmanischer Major in Konstantinopel.

In der Russischen Revolution flohen die meisten Vietinghoffs nach Westen, andere jedoch auch nach Osten, einige sogar bis nach China und später von dort aus in die USA. Ein Zweig verblieb in der damaligen Sowjetunion und konnte sich erst nach deren Zerfall mit der Familie wieder vereinigen. Bis heute leben Familienmitglieder sowohl in Russland als auch in der Ukraine. Heinrich von Vietinghoff leitete als Generaloberst in Italien 1945 auf eigene Initiative frühzeitig die deutsche Kapitulation ein (auf amerikanischer Seite stand ein anderer Vietinghoff gegenüber). Seit dem 20. Jahrhundert haben die Nachkommen vielfältige moderne Berufe in allen Bereichen der Gesellschaft. Heute sind Familienmitglieder in 20 Ländern Europas und in Übersee wohnhaft, häufig auch mit deren Staatsangehörigkeit.

Namensgeschichte
Im Laufe der Jahrhunderte entstanden über 25 verschiedene Schreibweisen des Namens, der wohl auf Nachkommen (altgermanisch ing) von Ministerialen (Dienstmannen) der vom Hof (niederdeutsch auch hoff) des St. Vitus zurückgeht. Dieser war der Schutzpatron des Klosters Corvey a. d. Weser, welches am Hellweg, der Handels- und Heerstraße zwischen dem Teutoburger Wald und dem Rhein bei Duisburg, mehrere Höfe besaß, die den Mönchen auf ihren Reisen als Herberge dienten. Einer dieser Höfe war der Hof Vit im heutigen Essen-Steele, dessen genaue Lage unbekannt ist.

Der in dieser Region verbliebene katholische Stamm A trug meist den Namen „Vittinghoff“ mit dem Zusatz „genannt Schell“ oder später auch „genannt Schell zu Schellenberg“. Eine blühende evangelische Linie des Stammes A nennt sich nur „von Schell“. Die Nachkommen der ausgewanderten, vielfach verzweigten und vorwiegend evangelischen Stämme B, C und D tragen häufig den Beinamen „genannt Scheel“.

Dazu kamen noch die Familien, welche das alte Stammwappen beibehielten, sich aber nach dem Bei- oder Güternamen unterschieden. Dieses waren die Vittinghoff gen. Hörde, Vittinghoff zum Broich, Vittinghoff zu Altendorf, Vittinghoff zu Scheppen, sowie Vittinghoff gen. Nortkerke.[2]

Eine Linie nennt sich v. Vietinghoff v. Riesch, nachdem der Besitz des kinderlosen Grafen von Riesch in Neschwitz in der Lausitz an sie überging. Zu erwähnen ist die schwedische Schreibweise „Fitinghoff“, die dänische „Wittinghof“, sowie die amerikanisierte „Fittinghoff“ und die russifizierte „Fitingof“.

Das über viele Jahrhunderte gleichzeitige Bestehen reichsdeutscher und deutsch-baltischer Familienzweige, also in der ursprünglichen Heimat ansässig gebliebener, älterer Linien und jüngerer, die bereits im Mittelalter ins Ordensland ausgewandert und dort ansässig geworden sind, ist auch bei anderen Adelsfamilien zu verzeichnen, so den Frydag/Freytag von Loringhoven, den von der Wenge/Lambsdorff, den Behr, Hahn, Korff oder den Waldburg-Capustigall.

Wappen
Wappen derer von Vittinghoff
Blasonierung: Das Stammwappen zeigt drei goldene Kugeln (Münzen) auf schwarzem Schrägrechtsbalken im silbernen Schild, auf dem Helm ein schwarzer Turnierhut mit aufgeschlagener roter Krempe und den drei goldenen Kugeln, darüber ein flüchtiger Fuchs mit einer goldenen Kugel im Fang.

Wappen derer von Vietinghoff
Blasonierung: Das Stammwappen wie zuvor, aber statt der Kugeln zeigt das Wappen drei goldene Pilgermuscheln und einen (in die Heimat) zurückblickenden Fuchs. Der kurländische Stamm führt als Schildbild im vermehrten Wappen und in der Helmzier zusätzlich eine Mitra und erinnert damit an die Bischofskandidatur ihres Stammvaters von 1404/1405.

Familienverband
Der 1890 in Riga und der 1903 in Berlin gegründete Familienverband vereinigten sich 1903 zum heutigen „Verband der Freiherren, Barone und Herren v. Vittinghoff, v. Vietinghoff und v. Schell e. V.“ Die Familientage finden alle zwei Jahre statt. Die nichtadeligen Namensträger (Vietinghoffs ohne „von“) sind im Verband nicht vertreten, weil es bis jetzt nicht gelungen ist, einen urkundlich belegten Zusammenhang festzustellen.

Name in der Literatur
Siegfried Lenz gab in seinem Roman Heimatmuseum einem Befehlshaber der russischen Truppen in der Schlacht von Masuren zur Zeit des I. Weltkrieges den Namen „Vitinghoff“. Dieses ist Teil der Dialektik des Werkes, wo auch polnische Akteure deutsche Namen haben und umgekehrt.
Bekannte Namensträger
Arnold von Vitinghove (*?; † 1364), Komtur des Deutschen Ordens
Conrad von Vytinghove (*?; † 1413), Meister des Deutschen Ritterordens in Livland
Johan Fitinghoff († 1685), schwedischer Generalmajor
Friedrich von Vietinghoff (genannt Scheel) (1624–1691), dänischer Hofmeister, Ritter des Dannebrogordens und Landdrost der Herrschaft Pinneberg
Erik Göran Fitinghoff (1661–1736), schwedischer Generalleutnant
Juliane von Krüdener geb. von Vietinghoff (1764–1824), Schriftstellerin und Pietistin
Johann Wilhelm von Vietinghoff (1682–1738), Mecklenburgischer General der Kavallerie, Kommandant von Danzig
Detlef von Vietinghoff (1713–1789), preußischer Generalmajor
Otto Hermann von Vietinghoff (gen. Scheel) (1722–1792), Generaldirektor des allrussischen Medizinalkollegiums, Unternehmer, Kunstmäzen
August Wilhelm von Vietinghoff (1728–1799), preußischer General
Georg Michael von Vietinghoff (gen. Scheel) (1722–1807), Baron, Marechal de Camp et Armées du Roi = königlich französischer Marschall der Lager und der Armeen des Königs
Maria Alexandrina Freiin von Vittinghoff genannt Schell zu Schellenberg (* um 1755; † 1811) Äbtissin des Stifts Wietmarschen
Burchard Christoph von Vietinghof (1767–1828), Gelehrter
Karl von Vittinghoff (1779–1826), Maler und Radirer
Maximilian Friedrich von Vittinghoff (1779–1835), preußischer Kammerherr, Major und Politiker
Heinrich Ludwig von Vietinghoff (1783–1853), Topograph, kaiserlich-russischer General
August von Vietinghoff (1783–1847), Oberstleutnant, Betreuer der Leiche Karl Friedrich Friesens
Alexander von Vietinghoff (gen. Scheel) (1800–1880), preußischer Generalleutnant
Gotthard von Vietinghoff (1801–1878), kurländischer Landesbeamter
Boris von Vietinghoff-Scheel (1829–1901), Komponist der russischen Romantik
Hermann von Vietinghoff (1829–1905), preußischer Generalleutnant
Alexander Paul von Vietinghoff (gen. Scheel) (1836–1896), russischer Generalleutnant
Dimitri von Vietinghoff (1836–1914), mecklenburgischer Offizier und Oberhofmarschall, Kommendator des Johanniterordens
Laura Fitinghoff (1848–1908), Schriftstellerin
Bruno von Vietinghoff (1849–1905), kaiserlich-russischer Kapitän zur See, Admiral
Hermann von Vietinghoff (gen. Scheel) (1851–1933), als Freiherr geboren, Flügeladjutant des deutschen Kronprinzen, preußisch General der Kavallerie; Kommendator des Johanniterordens
Heinrich Otto Konrad von Vietinghoff (1857–1917), preußischer Generalleutnant der Artillerie
Leopold Ferdinand Adam von Vietinghoff (gen. Scheel) (1867–1946), General-Sekretär des Alldeutschen Verbandes in Berlin
Rosa Fitinghoff (1872–1949), Schriftstellerin
Friedrich von Vittinghoff (gen. Scheel) (1874–1959), als Freiherr geboren, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
Jeanne de Vietinghoff (1875–1926), Schriftstellerin
Heinrich von Vietinghoff (gen. Scheel) (1887–1952), Generaloberst der Wehrmacht
Arnold von Vietinghoff-Riesch (1895–1962), als Baron geboren, deutscher Forstwissenschaftler, Naturschützer und Autor
Egon von Vietinghoff (1903–1994), als Baron geboren, Maler und Philosoph der Malerei, Autor
Felix von Vittinghoff-Schell (1910–1992), Bürgermeister von Weeze, Abgeordneter im Deutschen Bundestag, Kgl. niederld. Honorarkonsul
Friedrich Vittinghoff (1910–1999), Althistoriker
Joachim von Vietinghoff (* 1941), Filmproduzent und Dozent
Eckhart von Vietinghoff (gen. Scheel) (* 1944), vormals Präsident des Landeskirchenamts der evangelisch-lutherischen Landeskirche Niedersachsen

 
VON VIETINGHOFF, Agnes (I45836)
 
4426 VII .
Bärenfelsischer Stammbaum
Im Staatsarchiv in Basel, Adelsarchiv B 3 / Bärenfels, ist der Stammbaum
der Bärenfelser verzeichnet. Der Bearbeiter dieser Adelsreihe ist nicht angegeben. Es scheint aber ein Bärenfelser gewesen zu sein vom Ende des
18. Jahrhunderts.
Dieses Verzeichnis hat folgenden Wortlaut:
Generalogia der uralten hochadeligen bärenfelsischen Familie, deren Ursprung aus der Schweiz, besonders in dem Kanton im Bistum Basel war. Sie
hatten die Burg einige wenige Stunden von der Stadt Basel in Arle.sheim
inne, das war ihr Stammhaus. Die Burg wurde 1396 durch das Erdbeben
zerstört. Die Ruinen sind noch bis auf den heutigen Tag zu sehen.
Hans von Bärenfels hat als Ritter an dem im Jahre 1165 in Zürich gehaltenen berühmten Tournier beigewohnt.
Sigmund Bärenfels war im Jahre 1209 auf dem Tournier zu Worms.
Wolfgang Bärenfels war 1373 auf dem Tournier in Ingelheim.
Conrad Bärenfels war im Jahre 1342 Schultheiß in der kleinen und nachher Bürgermeister in der großen Stadt Basel, im Jahre 1363 war er Leutnant des Bischofs zu Basel in weltlichen Angelegenheiten, gestorben 1368.
Werner Bärenfels, gestorben 1386, war anfänglich Schultheiß in der großen Stadt Basel und nachmals im Jahre 1376 Bürgermeister daselbst. Er starb
im Jahre 1386 bezw. fiel in der berühmten Schlacht bei Sempach.
Lüthold Bärenfels kommandierte im Jahre 1350 die Miliz der Stadt Basel
gegen die damalige Gesellschaft der sog. Englisdien, gefallen ebenfalls
1386 bei Sempadi.
Arnold Bärenfels, gestorben 1386 bei Sempach.
Adelberg von Bärenfels, gestorben 1386 in der Schlacht bei Sempadi.
Albrecht Bärenfels war als Werber auf dem zu Scbaffhausen im Jahre
1392 gehaltenen Tournier.
Arnold war im Jahre 1394 Bürgermeister der großen Stadt Basel, seine
Frau hieß Amalie von Ramstein.
Hans Bärenfels, gestorben 1489, war 1459 Bürgermeister in Basel.
Conrad Bärenfels, 1486 gestorben, wohnte zu Grenzach und starb unvermählt.
Arnold Bärenfels war Domherr.
Adelberg Bärenfels, gestorben am 24. April 1541, war im Jahre 1497
auf dem zu Würzburg gehaltenen Tournier. Seine Frau Ursula von Sdiönau,
gestorben am 20. April 1532.
Lotter Bärenfels war im Jahre 1481 auf dem Tournier in Heidelberg, war
vermählt mit Katherina von Offenburg. Todestag nicht bekannt.
Jakob Bärenfels war geboren am 13. Juni 1497, gestorben am 16. Februar
1543.
Wolfgang Bärenfels ertrank am 9. März 1627 im Rhein bei Grenzadi.
190
Friedrich Bärenfels, geboren 1674, Frau Benedikta Luise von Gemmingen
Friedrich Christoph Bärenfels, geboren am 12. August 1722, gestorben
am 3. Juni 1773, liegt im Münster begraben.
Mit diesem Friedrich Christoph schließt das Verzeidinis. Es sind hier nur
einige Bärenfelser angegeben.
Am 21. Oktober 1835 fragt das bad. Bezirksamt Mühlheim bei der Behörde in Basel an über das Hinscheiden des letzten Bärenfelsers in Basel.
Der Inhalt des Totenscheines lautet: Wir übersenden in Anlage den Totenschein über das am 12. Juni allhier erfolgte Ableben des Weiland Freiherrn
Christian Gottlieb von Bärenfels in einem Alter von 82 Jahren 10 Monaten,
des letzten, männlichen Abstämmlings dieses uralten hiesigen bürgerlichen
Geschlechtes. Über weitere Familienverhältnisse können wir ohne bestimmte
Bezeichnung keine Auskunft erteilen, als daß von der bärenfelsischen Familie noch 2 hochbetagte ledige Fräulein und eine an den hiesigen Bürger,
Buchdrucker und Papierfabrikanten Thurneisen Verheiratete am Leben sich
befinden.
Diese letzten Bärenfelser waren sicher Kinder des Friedrich Christoph
Bärenfels, der am 3. Juni 1773 starb und im Münster in Basel begraben
liegt.
Wir werden in der Geschichte von Grenzach noch manchen Bärenfelsern
begegnen, die in diesem Verzeichnis nicht angegeben sind.  
VON SCHÖNAU, Ursula (I46665)
 
4427 Vir illustris („hervorragender Mann“; auch illustrissimus, Plural viri illustres) war der höchste senatorische Rangtitel im spätantiken Römischen Reich. ..., Vir illustris Vir illustris Odo (I36747)
 
4428 Vithimiris wird nur in den Res gestae des spätantiken Geschichtsschreibers Ammianus Marcellinus erwähnt,[1] der sein Werk aber zeitnah zu den behandelten Ereignissen verfasste. Vithimiris wurde nach dem Tod Ermanarichs (eine Verwandtschaft scheint zweifelhaft) im Jahre 375 ein Anführer der Greutungen. Er kämpfte gegen die mit den Hunnen verbündeten Alanen und starb nach einigen Kämpfen.

Jordanes berichtete in den 551 entstandenen Getica von einem Vinitharius als Nachfolger Ermanarichs.[2] Dieser sei nach einiger Zeit im Kampf mit den Hunnen getötet worden. In der Forschung wird Vinitharius oft mit Vithimiris gleichgesetzt, was aber nicht unproblematisch ist.[3] 
..., Vidimir (I37011)
 
4429 Vladislav I. war Sohn des ersten böhmischen Königs Vratislav II. und Swatawas von Polen und hatte 3 Brüder, Soběslav I., Bořivoj II. und Břetislav II.[1]

Vladislavs Herrschaft war von Kämpfen um die Macht in Böhmen geprägt. Er förderte den Katholizismus und die Kolonisation in seinem Herrschaftsgebiet. Er und seine Ehefrau Richenza gründeten in Westböhmen im Gebiet der späteren Choden 1112 das Kloster Plasy und 1115 das Kloster Kladruby, besiedelten diese durch Mönche des Ordens der Zisterzienser und statteten letzteres zum Unterhalt durch Besitzübertragungen in Nordböhmen bei Böhmisch-Aicha (Český Dub) in Nachbarschaft der Sorben aus. Einen Teil des einheimischen Adels, der unter der Führung seines Bruders Soběslav stand, verjagte er nach Polen, von wo aus die Gruppe beständig versuchte, einen Machtwechsel in Böhmen herbeizuführen. Seine Herrschaft wurde auf Druck des Markgrafen von Österreich durch die Herrschaft seines Bruders Bořivoj II. unterbrochen. 1112 heiratete Vladislav die Deutsche Rixa (Richenza) von Berg, Tochter des schwäbischen Grafen Heinrich von Berg-Schelklingen. Vladislav war damit verschwägert mit Herzog Bolesław III. Schiefmund von Polen, der mit Salomea von Berg vermählt war. 1114 trat er am kaiserlichen Hof auch als Erzmundschenk auf. 1121 baute er die Anfang des 12. Jahrhunderts zerstörte Burg Dohna im Gau Nisan wieder auf. 
VON BÖHMEN, Vladislav I. (I40196)
 
4430 Vogt und Kirchherr zu Uster 1381, trat als PATER KORNELIUS ins Kloster Thann im Elsass ein, nachdem er schon 1338 Wartner einer Chorherrenpfründe Beromünsters gewesen, aber hernach in österreichische Dienste getreten war.
Naturalisiert ‎1363 in Zürich, Zürich, ZH, CHE 
VON LANDENBERG-GREIFENSEE, Hermann (I8081)
 
4431 Vogt von Neuenburg 1336, erster Gubernator des Landes
--> Vogt ‎1336 in Neuenburg, Neuenburg, NE, CHE 
VON VAUMARCUS, Otto (I30901)
 
4432 Vogt zu Meilen, Vogt zu Altstetten, Reichsvogt, Vogt zu Horgen, Vogt zu Thalwil, Vogt zu Rüschlikon
1456 Gültkauf durch seine verwitwete Mutter und ihn
1466 des Stadtgerichts
1466 Richter und Fürsprech
1472-75 Richter
1473-99 häufig Tagsatzungsbote
1476 Ritterschlag nach der Schlacht bei Grandson
1476-1503 des Rats
1489 Obervogt zu Meilen
Vogt und Obervogt zu Altstetten
1489 Reichsvogt
1490 Obervogt zu Horgen, Thalwil, Kilchberg und Rüschlikon
1493 Pfleger der Franziskanerkirche
er war wahrscheinlich in einer ersten, 1463/67 geschlossenen Ehe mit N.N. Studler verheiratet (Schwester des Caspar Studler, Chorherr und Kantor des Stifts St. Johann in Konstanz, welcher um 1490 für seinen „Vetter“ Felix Rordorf mit dem Vater um dessen Mutterteil verhandelte) 
RORDORF, Hartmann (I35798)
 
4433 Vollenspit (auch Volenspit) ist der Name eines zum Ritterstand gehörenden westfälischen Adelsgeschlechtes, das 1210 erstmals urkundlich erwähnt wird. Der Name ist ein Beiname und heißt übersetzt "Fohlenspieß". Die Herren von Vollenspit gehörten zu den Gefolgsleuten der Grafen von der Mark.

Ursprung
Das Stammgut der von Volenspit soll nach Pfarrer Kumann zu Bockum im Kuhkamp bei dem Hofe Schulze Blasum in Bockum gelegen haben, wo man um 1800 noch die halbverfallenen Gräben und Wälle sehen konnte. Dieser Ansicht widerspricht Heinrich Petzmeyer, nach dessen Auffassung die Anlagen erst auf die Familie Smeling zurückgehen; Kumann habe sie fälschlicherweise mit den Volenspits in Verbindung gebracht. Ansonsten ist über Herkunft und Ursprung dieser Familie wenig bekannt.

Dietrich Vullespit taucht 1210 bei einer Rechtshandlung des Grafen Adolf I. von der Mark als Zeuge auf.
Dietrich Volenspit II. († 1289), Ritter, möglicherweise sein Sohn, gehörte 1261 zum engsten Gefolge des Grafen Engelbert I. von der Mark. 1269 stand auch sein Bruder Johann in märkischen Diensten. Von da an waren beide ständige Begleiter der Grafen von der Mark und wurden in den ständigen Fehden und Kriegen der märkischen Herrscher eingesetzt. Von Dietrich heißt es etwa, er habe 1264 im Rahmen einer Fehde mit dem Kölner Erzbischof seinen eigenen Leuten die Stadt Kamen über dem Kopf angesteckt. Der Chronist Levold von Northoff vermag den genauen Zweck dieses Vorgehens nicht zu nennen. Er vermutet jedoch, dass man auf diese Weise den Feind daran hindern wollte, Unterschlupf in der Siedlung zu nehmen[2]. Auf der Reise nach Tecklenburg im Jahre 1277 kamen Dietrich und sein Lehnsherr in die Gefangenschaft des Hermann II. von Lohn (Stadtlohn) und wurden auf die Burg Bredevoort verbracht, wo Engelbert verstarb. Sein Sohn und Nachfolger Eberhard I. von der Mark belagerte die Burg im darauffolgenden Jahr, schlug die Besatzung in die Flucht und befreite die märkischen Gefangenen. 50 Mark, die Dietrich Volenspit bei der Gefangennahme bei sich getragen haben will, mussten die Lohner wieder herausgeben. Graf Eberhard ernannte Dietrich 1280 zu seinem Amtmann.

Seit 1269 gehörten die Brüder Volenspit zur Mannschaft der Landesburg Mark. Der Burgmannschaftsdienst erforderte von ihnen ständige Alarmbereitschaft. Die Machtkämpfe in der Region führten immer wieder zum Ausbrechen von Feindseligkeiten. Die von Volenspit hatten sich dann zur Verteidigung der Burg einzufinden. Zu ihren Pflichten gehörte auch der Schutz der Stadt Hamm. In Friedenszeiten saßen sie auf ihrem Lehen, ließen ihre Bauern für sich arbeiten und warteten auf den nächsten Kampf.

Theoderich Vollenspit, Ritter, legiert 1281 auf Todesfall dem Kloster Welver eine Rente aus seinem Hause zu Cunne im Kirchspiel Lo zu einer Memorie für sich und seine Familie. 
VOLENSPIT, N. (I23757)
 
4434 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I16247)
 
4435 Vom 13. bis 15. Jahrhundert bezeugtes Zürcher Ministerialen- und Ratsgeschlecht unbekannter Herkunft. Die in der älteren Literatur behauptete Aufspaltung in ritteradlige und bürgerliche Zweige bereits vor 1300 ist aufgrund der urkundlichen Belege nicht möglich und die Erstellung einer durchgehenden Genealogie bis nach der Mitte des 13. Jahrhunderts problematisch. Als Ministerialen der Fraumünsterabtei hatte die Familie im 13. Jahrhundert Lehen der Abtei, unter anderem einen Hof im Hard, war zudem Lehenträger des Klosters Einsiedeln, des Reiches sowie Anfang des 14. Jahrhunderts von Gütern und Rechten der Freiherren von Eschenbach in Wollishofen und verfügte über Eigengüter unbekannten Ursprungs. Verwandtschaftliche Verbindungen lassen sich nachweisen zu den Freiherren von Rüssegg, den Ritteradligen von Tegerfelden, den Freiherren von Breitenlandenberg sowie zu den Zürcher Stadtritterfamilien Schwend, Brun und Mülner. In Zürich ist die Familie erstmals bezeugt mit Otto, erwähnt 1219-1232. Die vermutlich von diesem abstammende Linie starb infolge eines ungewöhnlich hohen Anteils an Zölibatären bereits in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus. Der bedeutendste seines Geschlechts war Rüdiger II. (->). Eine erst zu Beginn des 14. Jahrhunderts explizit fassbare Verzweigung in die beiden ritteradligen Linien Manesse Manegg und Manesse im Hard, die aufgrund ihres Burgenbesitzes unterschieden wurden, erfolgte wohl unter dessen Söhnen Rüdiger III., erwähnt 1252-1268, und Johannes (->). Seit Mitte des 13. Jahrhunderts war die Familie Manesse Manegg in jeder Generation im Rat vertreten. Ulrich I., Enkel von Rüdiger III., Ratsmitglied 1317-1342, profitierte von der Brun'schen Umwälzung. Der kurze politische Aufstieg der Manesse Manegg begann allerdings erst nach 1360 mit der Ernennung Rüdigers VII. (->) zum Bürgermeister. Mit dem Scheitern seiner familienorientierten Machtpolitik verschlechterte sich die ökonomische Lage der Familie, die Rüdiger durch Einnahmen aus dem Bürgermeisteramt und Reichslehen zu konsolidieren versucht hatte, so dass sein Sohn Ital, der letzte der Linie Manesse Manegg, den Besitz sukzessive veräussern musste. Die Linie der Manesse im Hard wurde bereits seit dem Ende des 13. Jahrhunderts nur noch selten als ritterbürtig bezeichnet. Um 1300 bauten oder erwarben sie den Turm im Hard. Dieser Linie zuzurechnen ist wohl Heinrich, der nach 1336 den Rat verlassen musste, jedoch nicht aus der Stadt verbannt wurde. Für den allmählichen politischen Aufstieg dieses Zweigs nach der Jahrhundertmitte steht Felix (->). Auch dieser Zweig starb in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus. MANESSE, N. (I37272)
 
4436 Vom 13. bis 15. Jh. in Luzern, Obwalden und Aarau verbreitetes Ministerialengeschlecht, als dessen Stammsitz der Hof H. bei Römerswil im Amt Hochdorf angesehen wird. 1236 verzichteten die Brüder Heinrich und Ulrich auf den Hof, den ihnen die Frh. von Eschenbach bis dahin verpfändet hatten. Ihre verwandtschaftl. Beziehungen zur Luzerner Ammännerfamilie H., die in der Frühgeschichte der Stadt Luzern eine bedeutende Rolle spielte, sind unsicher. Möglicherweise von Konrad an, der 1231 und 1234 belegt ist, waren die H. erbl. Inhaber des herrschaftl. Ammannamtes in der Stadt Luzern und standen damit bis um 1300 an der Spitze der Bürgerschaft. Der zum Ritter geschlagene Johann (erw. 1257-61) und seine Nachkommen sind wohl murbach. Ministerialen. 1323 verkaufte Ritter Walter (erw. 1300-28) das Ammannamt an Hzg. Leopold von Österreich.

Die Obwaldner und die Aarauer H. sind Abkömmlinge des Luzerner Geschlechts. In Obwalden sind die H. erstmals 1304 belegt: Ritter Heinrich, ein Bruder von Ammann Walter, erscheint an der Spitze der Obwaldner Führungsgruppe. Er gilt als Erbauer der Burg H. in Giswil. Heinrichs Söhne Peter (->) und Heinrich (->), Peters Sohn Georg (->) und sein Enkel Walter (->) sowie Walters Schwiegervater Rudolf von Halten scheinen das Landammannamt über 50 Jahre lang innegehabt zu haben.... 
VON HUNWIL, Heinrich (I23624)
 
4437 Vom Ende des 12. Jahrhunderts an bezeugtes Basler Rittergeschlecht, das sich nach seinen Burgen bei Eptingen im oberen Baselbiet benannte. Als frühester Vertreter gilt Gottfried, der 1189 in einer als Fälschung geltenden Schenkungsurkunde für das Kloster Schöntal als Zeuge erwähnt wird. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts teilte sich das Geschlecht in zwei Linien, die sich durch ihren Bei- und Zunamen unterschieden. Die erste nannte sich nach der Burg Blochmont (oberhalb von Kiffis, Elsass), einem Lehen der Grafen von Pfirt. Die zweite, die sogenannte Madelner Linie, hatte ihren Namen von der Burg Madeln (oberhalb von Pratteln), einem habsburgischen Lehen. Ab der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde sie nach ihren Pratteler Besitzungen benannt. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts konnten die Eptingen ihren Lehensbesitz vergrössern. Er konzentrierte sich auf den südlichen Sundgau, das untere und obere Baselbiet und das Fricktal. Neben dem Bischof von Basel erscheinen auch die Grafen von Pfirt und nach deren Aussterben die Habsburger als Lehensherren. Die Eptingen heirateten in andere Adelsgeschlechter und in Basler Bürgerfamilien ein. Zu den meisten Basler Klöstern und Kirchen unterhielten sie enge Beziehungen. Am stärksten förderten sie das Kloster Olsberg, das zu einer bevorzugten Begräbnisstätte der Familie wurde. Als Lehensleute des Basler Bischofs blieben die Eptingen nach der Reformation beim alten Glauben. Seit dem frühen 16. Jahrhundert hielt sich die Familie vor allem auf ihren sundgauischen Besitzungen auf, die während der Französischen Revolution teilweise verloren gingen.

Schloss Pratteln und die Burg Madeln auf dem Adlerberg. Illustration aus dem Familienbuch der Herren von Eptingen, um 1480 (Päuli Pfirter-Stiftung, Pratteln).
Schloss Pratteln und die Burg Madeln auf dem Adlerberg. Illustration aus dem Familienbuch der Herren von Eptingen, um 1480 (Päuli Pfirter-Stiftung, Pratteln).
In der Pratteler Linie machte sich im 15. Jahrhundert Götz Heinrich (​um 1478) einen Namen. Er war Herr zu Blotzheim und Hagental und sass 1435-1440 im Basler Rat. Hans Bernhard (1484) war 1468-1469 ebenfalls Mitglied des Basler Rates. Er war in langjährige Streitigkeiten mit der Stadt Basel verwickelt und kämpfte wie Götz Heinrich gegen wachsende soziale Spannungen in seinem Herrschaftsgebiet. Hans Bernhards Sohn Hans Friedrich (1541) musste Pratteln 1521 aus finanziellen Gründen an die Stadt Basel verkaufen. Der Pratteler Zweig erlosch in männlicher Linie bereits im 16. Jahrhundert mit Hans Friedrichs Sohn Martin. Zur Blochmonter Linie gehörte der mehrfache Basler Bürgermeister Johann Puliant (->). Sein Enkel Konrad (1427) war 1411-1427 Ratsmitglied und häufig Vorsitzender des Siebnerkollegiums, ab 1414 mit seinen Brüdern Hans Thüring (​um 1439) und Heinrich (​um 1419), der das bischöfliche Marschalkenamt innehatte. Die Blochmonter Linie erlosch 1854. Spätere Vertreter der Familie waren Maria Franziska (->), Karl Joseph Ludwig (1713-1794), der letzte bischöfliche Hofmarschall, sowie dessen Bruder Johann Baptist (->). Maria Anna Anastasia (1796), die Schwester der beiden Letztgenannten, war ab 1763 Äbtissin des Stiftes Schänis.

Quellen und Literatur 
VON EPTINGEN, Claranna (I47058)
 
4438 Vom Ende des 12. Jh. an bezeugtes Basler Rittergeschlecht, das sich nach seinen Burgen bei E. im oberen Baselbiet benannte. Als frühester Vertreter gilt Gottfried, der 1189 in einer als Fälschung geltenden Schenkungsurkunde für das Kloster Schöntal als Zeuge erwähnt wird. In der 1. Hälfte des 13. Jh. teilte sich das Geschlecht in zwei Linien, die sich durch ihren Bei- und Zunamen unterschieden. Die erste nannte sich nach der Burg Blochmont (oberhalb von Kiffis, Elsass), einem Lehen der Gf. von Pfirt. Die zweite, die sog. Madelner Linie, hatte ihren Namen von der Burg Madeln (oberhalb von Pratteln), einem habsburg. Lehen. Ab der 2. Hälfte des 14. Jh. wurde sie nach ihren Pratteler Besitzungen benannt. Bis zur Mitte des 15. Jh. konnten die E. ihren Lehensbesitz vergrössern. Er konzentrierte sich auf den südl. Sundgau, das untere und obere Baselbiet und das Fricktal. Neben dem Bf. von Basel erscheinen auch die Gf. von Pfirt und nach deren Aussterben die Habsburger als Lehensherren. Die E. heirateten in andere Adelsgeschlechter und in Basler Bürgerfamilien ein. Zu den meisten Basler Klöstern und Kirchen unterhielten sie enge Beziehungen. Am stärksten förderten sie das Kloster Olsberg, das zu einer bevorzugten Begräbnisstätte der Fam. wurde. Als Lehensleute des Basler Bischofs blieben die E. nach der Reformation beim alten Glauben. Seit dem frühen 16. Jh. hielt sich die Fam. v.a. auf ihren sundgauischen Besitzungen auf, die während der Franz. Revolution teilweise verloren gingen.... VON EPTINGEN, N. (I28146)
 
4439 vom Staal
Die ursprünglich vielleicht aus Strassburg stammenden vom Stall waren im 15. Jh. ratsfähige Bürger des oberschwäb. Wangen im Allgäu. Der Solothurner Zweig geht auf Hans (->) zurück, der 1455/56 als Stadtschreiber nach Solothurn berufen und dort eingebürgert wurde. Nach diesem ersten bedeutenden Solothurner Vertreter der Fam. stiegen die S., die sich nun vom S. nannten, erst wieder in der fünften und sechsten Generation mit dem Humanisten und Staatsmann Hans Jakob dem Älteren (->) und dessen Sohn, dem Schultheissen Hans Jakob dem Jüngeren (->), zu höchsten Ehren auf, schufen sich aber mit ihrer Kritik an den Auswüchsen des Pensionenwesens auch zahlreiche Gegner. Die S. des 18. Jh. sassen zwar noch im Gr. Rat, verloren aber an polit. Einfluss. Viele wählten den geistl. Stand: Wolfgang Jakob (->), Sohn von Hans Jakob dem Jüngeren, wurde Stiftspropst von Schönenwerd und, wie später sein Neffe Konrad Mark Anton (1682-1751), Propst von Moutier-Grandval. Friedrich (->), ein weiterer Sohn des Schultheissen, stieg zum Abt von Bellelay auf, während Hans Jakobs Nichte Maria Scholastika (->) der Zisterzienserabtei Wurmsbach vorstand und sein Neffe Wolfgang (->) Propst des St. Ursenstifts war. Unter den Offizieren in franz. Diensten brachte es Johann Jakob (->), ein Enkel des Schultheissen, zum Brigadier und Feldmarschall. Die S. standen in engen Beziehungen zum Fürstbistum Basel. Ab 1483 gehörte ihnen in Courroux ein Lehensgut. Hans Jakob der Jüngere verstärkte diese Bande, indem er im Delsberger Tal zahlreiche Liegenschaften erwarb, darunter 1623 das Schlossgut Raymontpierre, das später Fideikommiss wurde. Versch. Mitglieder der Fam. liessen sich als Gutsherren im fürstbischöfl. Jura nieder und etliche traten auch in den Dienst des Landesfürsten. Balbina (1736-1798), Gattin von Franz Carl von Andlau, war mit ihrem Cousin Johann Heinrich Hermann von Ligerz Initiantin des Landschaftsgartens von Arlesheim. 1809 starb der letzte S. aus der Linie von Boncourt; bereits 1787 war der Solothurner Zweig erloschen. Das estländ. Rittergeschlecht S. ist anderer Herkunft. 
VON STAAL, Benedikt (I32518)
 
4440 Von 1465 bis 1485 ist Hektor Mülich als Ratsherr nachgewiesen. In erster Ehe war er mit der Patrizierstochter Ottilia Conzelmann (gest. zwischen 1466 und 1473), in zweiter Ehe mit Anna, Tochter des Jakob Fugger der Ältere verheiratet.

Seine bis 1487 reichende handschriftliche Chronik gilt als vorzügliche Quelle. Sie wurde von Wilhelm Rem bis 1511 fortgesetzt.

Hektor Mülich sammelte Bücher. Einige Handschriften sind noch erhalten, die er – teilweise gemeinsam mit seinem Bruder Jörg – abschrieb und eigenhändig illustrierte. Dazu gehörte auch ein Exemplar der gedruckten Mentelin-Bibel, das er zusammen mit seiner ersten Gattin am 27. Juni 1466 erworben, eigenhändig rubriziert und mit Buchmalerei, auch mit dem Allianzwappen von sich und seiner Gemahlin ausgeschmückt hat.[1]

Chronik, in: Die Chroniken der deutschen Städte Bd. 22 (1892) Internetarchiv 
MÜLICH, Hektor (I46320)
 
4441 Von 1791 bis 1794 ließ sich Conrad von der Leyen vom Baumeister Martin Leydel einen „kostbaren Wohnsitz“ am westlichen Stadtgraben bauen. Schon bald wird das Haus allgemein das Stadtschloss genannt; es erinnert an das zeitgleich (ab 1792) errichtete Weiße Haus, ist allerdings etwas größer; 1860 wurde es an die Stadt Krefeld verkauft und dient dieser bis heute als Rathaus. Der Platz vor dem Gebäude trägt den Namen Von-der-Leyen-Platz. VON DER LEYEN, Konrad (I47319)
 
4442 von Altstätten

Stammlinie Auer

Johann Inhelder, Salez
Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 22
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184
ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 
MEYER, Barbara (I17361)
 
4443 Von den 189 Schweizern überlebten nur die 42 Gardisten, die - unter der Führung von Herkules Göldli - Papst Klemens VII. zu seinem Zufluchtsort, der Engelsburg, begleiteten. KLINGLER, Elisabeth (I19490)
 
4444 Von der einst grossen Burg von Niedergösgen sind noch der Bergfried und die Unterburg mit zwei Toren erhalten. Den Platz der einstigen Oberburg nimmt seit 1904 die katholische Pfarrkirche ein, in die der Bergfried als Glockenturm integriert ist. 1230 erhielt Gerhard I. VON GÖSGEN vom Stift Schönenwerd die Erlaubnis zum Bau dieser Burg. Am Ende des 14. Jhdts. kam sie in den Besitz der Freiherren VON FALKENSTEIN, wurde 1444 aber durch Solothurn zerstört. Von 1498 bis 1798 diente die wieder aufgebaute Anlage als Landvogteisitz, bis sie beim Einmarsch der französischen Armee erneut ein Raub der Flammen wurde. In der Unterburg ist heute die Gemeindeverwaltung untergebracht.
Die Freiherren VON GÖSGEN wurden im 13. Jhdt. vom Bistum Strassburg mit der Kastvogtei über das Stift Schönenwerd belehnt. Als aufstrebende Familie, die sich auch mit den HABSBURGERN gut verstand, versuchten sie daraus eine Familienherrschaft zu formen. Doch das Stift wehrte sich erfolgreich, und um 1360 verlor JOHANN II. VON NIEDERGÖSGEN das Amt wieder, weil sein Vater unstandesgemäss geheiratet hatte – die Kastvogtei war ausschliesslich Freiherren vorbehalten.
JOHANN II. selbst blieb kinderlos und übertrug Niedergösgen deshalb kurz vor seinem Tod seinen Neffen HANS UND RUDOLF VON FALKENSTEIN. Seine Schwester AMALIA wohnte weiterhin auf der Burg, zerstritt sich aber mit den Stiftsherren VON SCHÖNENWERD. Diese belehnten 1399 die Falkensteiner mit «Burg und Burgstall zu Bötzach, der man spricht Niedergöskon». 1406 veräusserten Amalias Kinder ihre verbleibenden Ansprüche ebenfalls an die neuen Burgherren. Niedergösgen wurde fortan auch «SCHLOSS FALKENSTEIN» genannt.  
VON RÖTTELN, Lütgard (I7995)
 
4445 Von der Horst ist der Name eines westfälischen Uradelsgeschlechts aus dem Stift Essen, das sich in späteren Jahrhunderten in zahlreiche Nebenlinien aufspaltete und so auch am Niederrhein und im Fürstbistum Osnabrück verbreitete.

Es ist zu unterscheiden von dem hannoverschen Briefadelsgeschlecht „von der Horst“, welches ebenfalls im Fürstbistum Osnabrück lebte. 
VON DER HORST, Eva (I1754)
 
4446 Von diesen mächtig unterstützt, wurde er nach dem Tod des Erzbischofs Ludolf von Trier im Frühjahr 1008 dem Mainzer Dompropst Megingod, den die Majorität des Domkapitels zum Erzbischof von Trier gewählt hatte, als Gegenbischof entgegengestellt. Adalbero bemächtigte sich der Stadt Trier, des erzbischöflichen Palastes und der Moselbrücke, worin er sich stark befestigte. Megingaud, auf dessen Seite sowohl der Papst wie auch Adalberos Schwager, König Heinrich II., standen, nahm im Sommer 1008 die Stadt Trier ein, konnte aber den im Palast, einer vom Kaiser Konstantin erbauten Basilika mit felsenfesten Ziegelmauern, eingeschlossenen Gegner nicht zur Übergabe bewegen, bis nach einer zuletzt vom Kaiser persönlich geleiteten 16-wöchigen Belagerung, durch die Verwendung des Herzogs Heinrich von Baiern, zwischen den beiden Gegnern ein Vergleich zustande kam, wonach Adalbero gegen Verzicht auf die Bischofswürde freien Abzug und eine billige Entschädigung erhielt. Kaum hatte aber der Kaiser den Rücken gewandt, als Adalbero von neuem über Trier herfiel und Megingaud zur Flucht nach Koblenz nötigte.

Nach Megingauds Tod 1015 schien Adalbero unbestrittener Herr des Erzstifts zu sein; aber das Domkapitel wählte im Einverständnis mit Papst und Kaiser den Sohn des Markgrafen Leopold von Österreich, Poppo, zum Erzbischof. Dieser, ein kräftiger Regent, nahm mit kaiserlicher Hilfe Trier wiederum ein, zerstörte Adalberos Festen Heiligkreuz bei Trier und Sciva (Schiff, das spätere Montclair an der Saar), verwickelte sich aber hierdurch in eine blutige Fehde mit dem Neffen Adalberos, dem Grafen Giselbert von Luxemburg, welcher 1028 die Abwesenheit Poppos auf einer Wallfahrt nach Jerusalem zu einer grausamen Verheerung des Erzstifts benutzte. Adalbero scheint einen Teil der Grafschaft Luxemburg besessen zu haben, der nach seinem kurz nachher eingetretenen Tod teils ans Erzstift Trier und die Abteien St. Matthias und Prüm, teils an die luxemburgischen und lothringischen Agnaten gelangte. 
VON LUXEMBURG, Adalbero (I36995)
 
4447 von Eschenbach SCHWARM, Helena (I159)
 
4448 VON HASLI, edles Geschlecht aus dem Kanton Zürich ZH
Wappenbeschreibung / Blasonierung
Geteilt, von Silber wachsender, schwarz bekleideter Mann mit schwarzem Hut mit goldener Krämpe und goldenem Zottel, und von Rot. 
VON HASLI, Egilof I. (I23740)
 
4449 von ihren zwölf Kindern erreichten saieben das zwanzigste Altersjahr GAISSBERG, Clara (I9600)
 
4450 Von Judith ist nur ihr Vorname bekannt, eine Einreihung in eine der südwestdeutschen Adelsfamilien ist bisher noch nicht gelungen. Der Vorname Judith könnte dabei in die Familie der Welfen weisen, sie entspräche damit der Generation des Herzogs Welf IV., dessen Vater seinerzeit das Herzogtum Kärnten innehatte. Die von der älteren Forschung aufgestellte Vermutung, sie sei eine Tochter eines Grafen von Calw, muss als widerlegt gelten.

Nachdem sich ihr Mann angesichts der Erfahrungen im Bürgerkrieg während des Investiturstreits, der die schwäbischen Stammlande der Zähringer verwüstet hatte, 1073 ins Kloster Cluny zurückgezogen hatte, entsagte sich sie dem weltlichen Leben, schenkte einen großen Teil ihres Erbes dem Kloster Hirsau, führte ein heiligmäßiges Leben und begab sich später nach Salerno zu dem vor der kaiserlichen Partei in Rom zu den Normannen ausgewichenen Papst Urban II., wo sie 1091 starb.

Judith wird in der älteren Literatur mit Judith "von Backnang" gleichgesetzt, was jedoch nach neueren Forschungen nicht stichhaltig ist.

Aus der Ehe mit Hermann von Verona ging mindestens ein Sohn, Hermann (II.), hervor. Dieser war der Erste, der sich Markgraf von Baden nannte.  
..., Judith ´die Ältere` (I1636)
 

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