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| 4451 | von Lupfen Schwäb. Hochadelsgeschlecht (bezeugt im 12. bis 16. Jh.), dessen Besitz sich entlang des Neckaroberlaufs um Rottweil und um Tuttlingen konzentrierte. Erste urkundlich gesicherte Vertreter sind die Brüder Bertold, Adelbert und Konrad, die 1108 eine Schenkung an das Kloster Allerheiligen bezeugten. Heinrich (belegt ab 1241), verheiratet mit einer Schwester des letzten Gf. von Küssenberg, erhob nach dessen Tod (vor 1245) Anspruch auf das Erbe. Damit geriet er in Konflikt mit dem Bf. von Konstanz und den Gf. von Kyburg, die unter Berufung auf ihre übergeordneten Rechte die Allode unter sich aufteilten und z.T. in die Hand der Klöster Paradies und St. Katharinental gaben. Nachdem Hermann 1251 gegenüber dem Bischof formell auf die Küssaburg (Küssaberg, Baden, D) und Zugehörde verzichtet hatte, übertrug ihm dieser als Lehen die im Klett- und Hegau gelegene Landgrafschaft Stühlingen. Hermanns Söhne Eberhard und Berchtold begründeten die Stühlinger und Lupfener Linie. Gegen Ende des 13. Jh. geriet das Geschlecht zunehmend unter den Druck Habsburgs. 1304 veräusserte Heinrich, Sohn des vorgenannten Berchtold, die Burg L. und Zugehörde an die Hzg. von Österreich, erhielt diese aber schon elf Jahre später als Pfand zurück. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verkaufte die Fam. aus wirtschaftl. Gründen Teile ihres Besitzes, u.a. 1378 versch. Güter und Rechte zu Stühlingen an die Schaffhauser Fam. Im Thurn. Anfang des 15. Jh. war die Krise überwunden. Hans, österr. Landvogt im Aargau, Thurgau und in Schwaben, übernahm als österr. Pfand die Herrschaft Hewen (im Hegau) mit der Stadt Engen. Das Verhältnis zu Schaffhausen wurde ab 1451 von einem 40 Jahre dauernden Streit um die Jagdrechte im städt. Forst überschattet, in dessen Verlauf es zu Zusammenstössen kam. Johannes (->) wirkte 1532-37 als Bf. von Konstanz. Letzter des Geschlechts war der 1578 verstorbene Heinrich. | VON LUPFEN, N. (I23886)
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| 4452 | Von Ossingen ZH? Tochter der Pfarrers Johann Ulrich Huber, Pfarrer in Aawangen TG ab 1686 (vorher Vikar in Ossingen ZH). | HUBER, Anna Maria (I16948)
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| 4453 | von Poxberg | GÖTZ, Margaretha (I161)
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| 4454 | Von Raron war der Name eines im Wallis begüterten Adelsgeschlechts, dem fünf Bischöfe von Sitten entstammten. Die Familie von Raron war mit den Freiherren von Ringgenberg verwandt. Die Familie hatte bereits im 12. Jahrhundert Besitz in der Gegend von Raron und nannte sich ab dem 13. Jahrhundert nach ihrer dortigen Stammburg. Als Ahnherr des Geschlechts gilt Heinrich, Herr von Mannenberg. Als Viztum von Leuk und Raron war er ein Vasall des Bischofs von Sitten. Seine Söhne Amadeus, Johannes und Ulrich begründeten drei Linien, ihr Bruder Heinrich wurde Bischof von Sitten. Andreas erhielt Mannenberg, seine Nachfahren erwarben Besitz in Visp und die Herrschaft Villa im Val d’Hérens. Dieser Seitenlinie entstammte der Sittener Bischof Wilhelm III. Ein Johannes erwarb 1337 das Berner Bürgerrecht. Dieser Zweig der Familie erlosch im 15. Jahrhundert. Johannes erhielt die Stammburg und das Vizedominat Raron. Von seinen Söhnen wurde Heinrich Bischof von Sitten und Rudolf erwarb das Vizedominat Sitten. Dieser Zweig erlosch 1303. Ulrich erhielt das Vizedominat Leuk und die Herrschaft Holz. Sein Nachkomme Peter erhielt als Verbündeter des Bischofs Witschard Tavel zahlreiche Ämter und Lehen. Er erwarb durch Heirat die Burg Beauregard im Val d’Anniviers und in Conthey, Niedergesteln und im Vispertal Güter der Herren von Turn. Peters Söhne waren Wilhelm I., Bischof von Sitten, und Witschard von Raron, Landeshauptmann von Sitten. Witschards Söhne Hildebrand und Petermann von Raron starben ohne Nachkommen zu hinterlassen, damit erlosch auch diese Linie. | VON RARON, Berthold (I41482)
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| 4455 | VON RINGGENBERG war der Name eines alemannischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Ringgenberg waren Reichsvögte. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Burg Ringgenberg in der Berner Gemeinde Ringgenberg in der Schweiz. Die genau Herkunft der Familie ist nicht klar. Es wird davon ausgegangen, dass die Familie entweder aus dem Kanton Uri oder aus dem bernischen Seeland stammte. Um 1230 ernannte der deutschen Kaiser Friedrich II. (HRR), den Ritter Kuno von Brienz zum Reichsvogt des Brienzerseegebietes und dieser nannten sich zuerst ´Vogt von Brienz`. Er erbaute um 1240 die Burg Ringgenberg und nannten sich fortan ´VON RINGGENBERG`. Die Familie erhielt den Besitz im Allod und dieser umfasste das ganze Rechte Ufer des Brienzersees, Güter in Unterwalden, Uri und in der Region um den Bielersee. In der Mitte des 13. Jahrhunderts geriet die Familie in eine Lehensabhängigkeit zu den Grafen von Kyburg. Im 14. Jahrhundert wurde die Familie in den Konflikt zwischen den Habsburgern und dem Stadtstaat Bern um die Kontrolle des Berner Oberlands gezogen. 1308 schlossen die VON RINGGENBERG ein Burgrechtsvertrag mit der Stadt Bern gegen Habsburg. 1315 während der Schlacht von Morgarten und dem folgenden Laupenkrieg verhielt man sich neutral. Nach der Niederlage der Habsburger versuchte die Familie durch Heirat mit den von Hunwil aus Unterwalden ihre Position gegenüber Bern zu stärken. 1351 kam die Familie so weit in finanzielle Schwierigkeiten und es musste, unter Philipp VON RINGGENBERG Teile der Herrschaft, unter anderem die Burg, an das Kloster Interlaken verpfänden werden. 1386 erhielt Petermann das Burgerrecht der Stadt Bern. Petermann versuchte durch Steuererhöhungen die Lage zu verbessern. Dies führte zu einem Aufstand, zur Zerstörung der Burg und zur Gefangennahme von PETERMANN durch die Bevölkerung (Ringgenberger Handel). 1390/91 starb Petermann und hinterliess keinen männlichen Erben. Die Töchter Beatrix und Ursula von Ringgenberg waren gezwungen 1411 und 1439 das Reichslehen an das Kloster Interlaken zu verkaufen. Zu Anfang des 13. Jahrhunderts entsteht im Wallis ein weiterer Familienzweig unter dem Namen von Raron. https://de.wikipedia.org/wiki/Ringgenberg_(Adelsgeschlecht) | VON RINGGENBERG, Petermann (I7826)
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| 4456 | Von Rodenberg (de Rodenbergh, van den Rodenberghe) und später von Romberg ist der Name eines alten früher im Erzstifte Köln wohnendes Rittergeschlecht, welches aus dem Herzogtum Berg in die Grafschaft Mark, Grafschaft Limburg, Herzogtum Westfalen, Grafschaft Dortmund und Bistum Münster übersiedelte. Linie Haus Brünninghausen (Grafschaft Dortmund) Das Dorf Brünninghausen war im 13. Jahrhundert als Ministerialsitz von Brouninchusen ausgewiesen. Der Sitz war auf dem Mönchshof. (Mellinghaus). Bis etwa 1350 war Dietrich von Vittinghoff genannt Nordkerke zuständig. Nordkerke war auch als Droste in Hörde zuständig. In dieser Eigenschaft erbaute er das Wasserschloss Haus Brünninghausen, welches 1483 durch Heirat des Bernd von Rodenberg (Romberg), Herr zu Massen († 1506) und der Gödecke von Vittinghoff, zur Hälfte in den Besitz der von Romberg ging. Am 15. Mai 1483 wurden Bernd von Rodenberg und seine Frau, die Erbin von Brünninghausen, von Johann Herzog von Cleve und Graf von der Mark mit den Gütern belehnt, die sein verstorbener Schwiegervater Dietrich von Vittinghoff genannt Nordkerke zu Lehn getragen hatte, nämlich mit dem Hause zu Brünninghausen als Burglehn zu Hörde, mit dem Wevelingshofe zu Asseln und dem Eppenhover Hofe zu Hörde. Wegen des Erbrechts an dem Ovelackergut zu Hachenei und an dem sogenannten Beyrgut zu Brünninghausen kam es 1489/90 zwischen Bernd von Rodenberge und Wilhelm von Vittinghoff genannt Nortkerke zum Streit. Mit dem Tode der Belie von Bodelschwingh im Jahre 1497, der Mutter von Bernd von Rodenbergs Ehefrau Godeke von Vittinghoff, fielen alle übrigen Güter von Haus Brünninghausen mit Ausnahme des Gutes zu Wichlinghofen (Sauerländer Hof) an die Familie Rodenberg. Conrad, der Sohn des Bernhard von Romberg zu Massen renovierte das Schloss Brünninghausen, zog um 1560 dorthin und wurde durch Heirat 1562 mit der Wilmeke von Fürstenberg zu Neheim der Stifter der Brünninghauser Linie. Diese Ehe wird 1594 zu Dortmund als ungültig erklärt. Im Jahre 1681 ließ Conrad Philipp von Romberg (1620–1703) die Burg erneuern und das Torhaus errichten. Gisbert Christian Friedrich von Romberg (1773–1859) baute die Burganlage zu einem klassizistischen Schloss um. Durch das Engagement der Familie im Bergbau kam diese zu Reichtum und politischen Einfluss. Richtig bekannt wurde das Schloss Brünninghausen durch Freiherr Gisbert Friedrich Ferdinand Theodor Hubertus von Romberg (1839–1897), auch der tolle Bomberg genannt. 1881 stellten Gisbert Graf von Wolff-Metternich und Clemens von Romberg, Gisberts Sohn, vor dem Amtsgericht in Dülmen einen Antrag auf Entmündigung des Gisbert von Romberg wegen Trunkenheit und Verschwendungssucht, der letztendlich keinen Erfolg hatte. 1873 kauften Gisberts Schwester Isabella Freiin von Romberg (1836–1909) zusammen mit ihrem Ehemann Christoph Ernst Friedrich von Forcade de Biaix (1821–1891) das Gut. Gisbert Friedrich Wilhelm von Romberg (1888–1952) verkaufte die Anlage 1927 an die Stadt Dortmund und verlegte den Sitz nach Schloss Buldern in Dülmen im südlichen Münsterland. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei einem Bombenangriff zerstört. | VON RODENBERG, N. (I45892)
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| 4457 | von Romberg ist ein Zweig des aus dem Erzstift Köln stammenden Rittergeschlechts von Rodenberg, der sich im Herzogtum Westfalen ansiedelte und im 15. Jahrhundert den Namen wechselte. Ursprung Burg Rodenberg (oder Rodenburg) bei Menden (Sauerland) Die Familie von Rodenberg siedelte sich aus dem Herzogtum Berg kommend in der Grafschaft Mark, Grafschaft Limburg, Herzogtum Westfalen, Grafschaft Dortmund und Bistum Münster an. Einen Zweig dieser Familie findet man in Menden im Herzogtum Westfalen mit dem 1249 urkundlich erwähnten Gozvinus miles (lat. Soldat, Krieger) de Rodhenburg,[1] der 1243 auch als Gozwinus de Menedin und 1246 als Gozvinus villicus de Menedhen[2] nachweisbar ist und zu den seit 1170 urkundlich festgestellten ritterbürtigen Schultheißen von Menden gehörte.[3] Gozvinus (Goswin) I. von Rodenberg war der Sohn von Heinrich von Rodenberg auch Heinrich von der Anderburg (Henricus de Altero Castro) genannt, der ein kölnischer Verwalter der Anderburg Volmestein (1218) und wohl identisch mit Heinrich von Menden, kölnischer Schultheiß zu Menden war.[4] Mit der Anderburg war eine neue Burg (novum castrum) gemeint, welche in der Nähe der Burg Volmarstein stand und vom Kölner Erzbischofs Engelbert I. als Trutzburg gegen die Herren von Volmestein gebaut wurde. Heinrich von Rodenberg, welcher erstmals 1214 urkundlich erwähnt wurde, war Ritter unter Kaiser Friedrich II. (HRR) und starb während des Kreuzzugs in Palästina 1228/29 an einer Epidemie. Goswin I. von Rodenberg (1190–nach 1251) wird 1243 als Goswin von Menden in einer Urkunde als Burggraf und ehemaliger Besitzer des Turms Anderburg genannt, als der Turm mitsamt des Schlosses an den Lübert von Schwansbule übertragen wird.[5][6] Heinrichs Witwe Elisabeth, die Mutter von Goswin, hat sowohl das Gut Althem weitergeführt als auch das Amt des Schultheißen von Menden. Goswin ließ auf dem Rodenberg (268 m) in Menden, auch Rothenberg und in alten Quellen Romberg[7][8] genannt, oberhalb des Hofes Althem zwischen 1246 und 1248 die Burg Rodenberg bauen. 1249 war diese Burg dann der Stammsitz derer von Rodenberg zu Menden.1252 war er Ritter und Ministeriale der Kölner Kirche und anschließend Lehnsträger der Erzbischöfe von Köln. Als Goswin seine Braut Richenza, Tochter von Heinrich von Volmestein geheiratet hatte, ist seine Mutter Elisabeth von Rodenberg ins Kloster Fröndenberg gegangen und dort Äbtissin geworden. 1260 ist Goswin von Rodenberg Zeuge beim Bündnis und Frieden zwischen dem Erzbischof Konrad von Köln, dem Abte Themo von Corvey und dem Herzog Albrecht von Braunschweig. Aufstieg und Verbreitung Aufgrund eines (u. U. auch fingierten) Rechtsstreites zwischen dem Erzbischof Siegfried von Köln und den Söhnen von Goswin I von Rodenberg und seinen zwei Söhnen Heinrich und Bernhard um Land (von Goswin I. gekauft 1272 vom Grafen Gottfried von Arnsberg), tritt Goswin I. von Rodenberg am 15. Februar 1275 sein Schloß Rodenberg mit der Freigrafschaft und die Vogtei über Menden ab, wobei ihm und seinen Enkeln Leibrenten angewiesen werden. Er behält nur den Hof Alfhem.[9] 1298 erklärt Graf Everhard von der Mark dass er Schloß Rodenberg als kölnisches Pfand besitze und 1301 zerstört er dieses zusammen mit Hof Alfheim. Die Familie von Rodenberg verstreute sich nach der Abtretung 1275 sowohl im Sauerland wie auch in der Gegend des Hellwegs und der Grafschaft Dortmund. 1480 Jahr teilte Bernd von Rodenberg das Haus Massen mit seinem Bruder Johann. Er behielt Obermassen und Johann bekam Niedermassen.[10] Durch die Heirat Bernds mit der Godeke von Vittinghoff im Jahre 1483 kommt die Hälfte von Haus Brünninghausen im heutigen Dortmund in seine Familie. 1498 muss Bernd von Rodenberg dem Dortmunder Bürger Johann Roterd wegen Rechtsstreitigkeiten zwei Güter zu Hachenei verkaufen, um dessen Schuldansprüche zu befriedigen. Er und seine Familie, sowie sein Bruder Johann nennen sich nun von Romberg, wahrscheinlich nach dem Hausberg, auf dem die Burg Rodenberg in Menden gestanden hat. Mit der Verpfändung des Hauses Brünninghausen an die Brüder Berendt und Rotger Ovelacker 1531 wohnte Bernhard von Romberg auf seinem väterlichen Erbe zu Massen und starb 1541 bei Neuß im Zuge des Herzogs Wilhelm von Kleve gegen den Kaiser. Conrad, der Sohn des Bernhard von Romberg zu Massen renovierte das Schloß Brünninghausen, zog um 1560 dorthin und wurde der Stifter der Brünninghauser Linie. Im Jahre 1681 ließ Conrad Philipp von Romberg (1620–1703) die Burg erneuern und das Torhaus errichten. Gisbert Friedrich Wilhelm von Romberg (1888–1952) verkaufte die Anlage 1927 an die Stadt Dortmund. Die Bezahlung war in mehreren Raten abgesprochen. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich die Stadt Dortmund geweigert, die fälligen Raten zu zahlen. Es kam zum Prozess, der sich vom Anfang der 20er Jahre bis 1955 hinzog. 1955 gab es endlich einen Vergleich. Als Ausgleich wurde der Familie von Romberg die alte Dorfkirche mit dem Emporenmausoleum in Buldern zugesprochen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Sitz der Familie von Schloss Brünninghausen in Dortmund nach Schloss Buldern in Dülmen im südlichen Münsterland verlegt. Neben dem eigentlichen Schloss in Brünninghausen gehörten zahlreiche Kotten und Höfe in Barop, Hacheney, Wellinghofen, Kleinholthausen und Lücklemberg zum Besitz der Familie. Auch umfangreicher Waldbesitz an den Nordhängen des Ardeygebirges gehörte zu Schloss Brünninghausen. Die genannten Gebiete gehörten damals allerdings nicht zu Dortmund, sondern zu Hörde. Die Rombergs waren die Holzrichter in der Eichlinghofer Mark, Hacheneyer Mark und der Bittermark. Eine wichtige wirtschaftliche Einnahmequelle der Rombergs waren die Mühlen an der Emscher. Schon früh wurden die oberflächennahen Kohleflöze des Ardeys abgebaut. Die Familie saß in ihrem Sitz Haus Brünninghausen sprichwörtlich auf der Steinkohle. Bereits Caspar von Romberg (1575–1641) begann an der Peripherie von Haus Brünninghausen im frühen 17. Jahrhundert die oberflächennahe Steinkohle abzubauen. Die Rombergs entwickelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der größten Bergwerksbesitzer im Ruhrgebiet. Sie betrieben zunächst Stollenbergbau und gingen dann angesichts fortschreitender Industrialisierung mit großen Investitionen zum Tiefbau über. Früh setzten sie dort die Newcomen'sche Dampfmaschine zur Entwässerung ein. Die mit dem Bergbau verbundene Umweltverschmutzung und die auftretenden Bergschäden ließ die Familie später von Förderern des Bergbaus zu Kritikern werden. Hier liegt auch der Grund für den Umzug der Familie nach Schloss Buldern. Auch geschickte Heiratspolitik zeichnete die Familie aus. Durch die Verbindung von Caspar von Romberg mit Anna Theodora von Viermund gelangte deren gemeinsamer Sohn Conrad Philipp in den Besitz des Schlosses Bladenhorst im Amt Castrop. Ebenso erwarb Conrad Philipp die Adelssitze Haus Colvenburg bei Billerbeck, Haus Dönhoff bei Wengern und Haus Wiesche in Bochum. Die Rombergs waren Patronatsherren der Kirche in Wellinghofen. Mitglieder der Familie taten auch in der Verwaltung und Politik ihren Dienst. Gisbert von Romberg I. war während der französischen Herrschaft Präfekt des Ruhrdepartements. Vom 19. Jahrhundert bis zur Bodenreform 1945 besaßen die Freiherren von Romberg auch Begüterungen im Land Ruppin und bildeten dort auch eigene Familienlinie heraus. In Brünninghausen befindet sich heute noch südlich des Torhauses der botanische Garten Rombergpark, in Hacheney das städtische „Gisbert-von-Romberg-Kolleg“ mit den Fachbereichen Soziales, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Nahrung und Gastgewerbe. Ehrenritter des Johanniterordens Folgende Einträge finden sich zur Familie Romberg als Ehrenritter des Johanniterordens:[11] Nr. 463 Max Conrad Joseph Freiherr von Romberg, Majoratsbesitzer, Mitglied des Herrenhauses, auf Schloß Gerdauen, Kreis Gerdauen, Eintrag 04.04.1859 Nr. 1083 Leonhardt Gottfried Freiherr von Romberg, Rittmeister a. D., Kammerherr Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Friedrich von Hessen, auf Zaatzke bei Wittstock, Eintrag 12.03.1866 Nr. 3255 Wilhelm Freiherr von Romberg, Oberst und Commandeur des Füsilier-Regiments Graf Roon (Ostpreußisches) Nr. 33., Eintrag 10.03.1890 Nr. 6742 Wilhelm Freiherr von Romberg, Hauptmann und Kompagniechef im Königin Augusta Gardegrenadierregiment Nr. 4., Eintrag 19.08.1913 Schloss Brünninghausen war ein Wasserschloss in Dortmund. Der Besitz gehörte im 13. Jahrhundert den Herren von Brünninghausen. Die Familie Nordkerke ließ im Jahr 1300 eine Wasserburg errichten. Dietrich Notkerke, Nachfahre der Familie von Brünninghausen, verließ im 14. Jahrhundert das alte Dorf und wählte diese Stelle als seinen Wohnsitz. Neben dem eigentlichen Schloss gehörten zahlreiche Kotten und Höfe in Barop, Hacheney, Wellinghofen, Kleinholthausen und Lücklemberg zum Besitz. Auch umfangreicher Waldbesitz an den Nordhängen des Ardeygebirges gehörte zu Schloss Brünninghausen. Durch Heirat kam das Anwesen 1483 in den Besitz eines Zweiges der Familie Rodenberg, der sich später von Romberg nannte. Conrad von Romberg ersetzte 1560 bis 1571 die verfallene Wasserburg durch eine neue Anlage mit jeweils einem Turm an der Nordwest- und an der Südostecke. Im Jahre 1681 ließ Conrad Philipp von Romberg die Burg erneuern und das Torhaus errichten. Im 19. Jahrhundert gehörten den Rombergs viele Bergwerke im Ruhrgebiet. Zwischen 1820 und 1830 konnte Gisbert Christian Friedrich von Romberg einen aufwändigen Umbau der alten Burganlage zu einem klassizistischen Schloss realisieren, nachdem er besonders durch das Engagement der Familie im Bergbau zu Reichtum und politischem Einfluss gelangt war. Die alte Burg wurde vermutlich in die Schlossanlage integriert. Zum Schloss gehört ein im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegter Schlosspark, der heutige Rombergpark. Bekannt wurde Schloss Brünnighausen als Wohnsitz des Lebemanns Baron Gisbert II. von Romberg (1839–1897), der als Vorlage der Romanfigur des Tollen Bomberg gilt. Ihm wurde von Familienmitgliedern wegen Trunkenheit und Verschwendungssucht der Prozess gemacht. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurde in Brünninghausen ein Lazarett für Kriegsverwundete eingerichtet. Christoph Ernst Friedrich von Forcade de Biaix (1821–1891) erwarb 1873[1] das Gut zusammen mit seiner Ehefrau Isabella Freiin von Romberg (1836–1909), wo er am 18. Juli 1891 gestorben ist. Clemens von Romberg-Brünninghausen (1863–1923) zog 1904 nach Schloss Buldern im westfälischen Buldern um. Im Anschluss daran stand das Haus leer und zum Verkauf. Die Stadt Dortmund erwarb die Anlage 1927 von Gisbert III. von Romberg (1888–1952). Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei einem Bombenangriff auf das Hoesch-Gelände 1945 zerstört. Die Gräfte wurde mit Schutt verfüllt, während Steine aus den Mauern des Schlosses im Tierpark verwendet wurden. | VON ROMBERG, Konrad (I45874)
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| 4458 | von Schaffhausen Kaufmann „zum Luft“, 1479 Vogt zu Neuhausen, 1499 am Stadtgericht, 1501 Großrat; 1505 Vogtrichter, 1512 Schmied und Zunftmeister zur Schmieden, Pfleger der St. Sebastian-Bruderschaft, Ratsherr, 1517-1532 Bürgermeister zu Basel, 1525 Mitglied der Fünf (Schiedsgericht); fördert die Einführung der Reformation, trägt den Namenszusatz „mit den Wecken/Weggen“, gehört zu den reichsten Bürgern seiner Zeit, 1528 Kauf der Höfe Haslach und die Vorgtei vom Kloster St. Agnes, 1529 Kauf des Dorfes Buch (SH), verkauft Vogtei an Buch umgehend an die Stadt Schaffhausen | PEYER MIT DEM WECKEN, Hans (I1375)
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| 4459 | Von seinem Hausmeier Ebroin 673 zum König ausgerufen, unterlag Theuderich seinem Bruder Childerich II. aus Austrasien, wurde geschoren und in die Abtei Saint-Denis verbannt. Nach Childerichs Tod 675 wurde er wieder eingesetzt, die Herrschaft hatten aber die Hausmeier inne. Nach dem Tod Dagoberts II. von Austrasien und Ebroins wurde unter Theuderich erstmals seit langem das ganze Frankenreich wieder unter einem einzigen Herrscher vereint. In der Schlacht bei Tertry siegte der austrische Hausmeier Pippin entscheidend, war dadurch Hausmeier aller Reichsteile und wurde als princeps francorum mächtigster Mann. Er nahm Theuderich in eine Art Geiselhaft, behielt aber der Form halber das merowingische Königtum bei. Theuderich lebte bedeutungslos bis an sein Lebensende in Neustrien. Er wurde in Arras in der Kirche Saint-Vaast begraben. Nachfolger als König wurde sein ältester Sohn Chlodwig III. | VON NEUSTRIEN, Theuderich III. (I18390)
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| 4460 | Von seinem Vater wurde Sancho 1063 nach Saragossa befohlen, um den dortigen maurischen Herrscher im Kampf gegen König Ramiro I. von Aragón zu unterstützen, der in der Schlacht von Graus getötet wurde. Sancho war der älteste Sohn des Vaters, soll aber in der väterlichen Zuneigung gegenüber dem jüngeren Alfons zurückgestanden haben, weshalb dieser bei der väterlichen Erbteilung auch das wesentlich größere Erbe der Mutter, das Königreich León, erhielt. Sancho hingegen bekam die vergleichsweise kleinere Grafschaft Kastilien, für die er allerdings mit allen Regalien eines Königs ausgestattet wurde. Im Jahr 1068 stand er im „Krieg der drei Sanchos“ den Königen Sancho IV. von Navarra und Sancho Ramírez von Aragón gegenüber und konnte Álava erobern. | (KASTILIEN, Sanco II. (I37741)
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| 4461 | Von seiner Mutter erbte er 1093 die Grafschaft Bar und die Vogtei von Saint-Mihiel. Im Jahr 1096 wurde er von Bischof Richer von Verdun mit der Grafschaft Verdun beliehen. Im selben Jahr wollte Dietrich am Ersten Kreuzzug teilnehmen, verblieb wegen einer Erkrankung jedoch in seiner Heimat. Er gründete dafür die Klöster von Biblisheim und Walbourg. 1102 schrieb Dietrich sein Testament auf der Burg von Altkirch und starb wenig später. Bestattet wurde er in der Kathedrale von Autun. Dietrich war verheiratet mit Ermentrude von Burgund, einer Tochter des Grafen Wilhelm I. von Burgund. Seine Frau brachte ihm die Grafschaft Mömpelgard in die Ehe, als Witwe gründete sie das Kloster Froidefontaine. Ihre Kinder waren: | VON MOUSSON, Dietrich I. (I37665)
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| 4462 | Von seiner Regierung ist nur wenig bekannt, lediglich, dass er 1071 Richilde von Hennegau, die Witwe Balduins VI. von Flandern und Mutter Arnulfs III. vergebens gegen die Usurpation ihres Schwagers Robert der Friese unterstützte. Eine halbe Generation später heiratete seine Tochter Ida Arnulfs Bruder Balduin II. von Hennegau. | (LÖWEN), Heinrich II. der Gegürtete (I40926)
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| 4463 | Von seiner Tätigkeit als Herzog ist nichts bekannt, tatsächlich wird seine Existenz auch nur im Salzburger Verbrüderungsbuch dokumentiert, wo er als unverheiratet verzeichnet ist. Andererseits wird ihm eine Ehefrau Imma († um 750) zugeordnet, die ihn zum Vater eines Grimoald und der Swanahild machte, der späteren Ehefrau Karl Martells. Da Swanahilde († nach 743, begraben in der Abtei Chelles) mit Sicherheit die Nichte Herzog Odilos (Herzog 739–748) war, hätte dies zur Folge, dass Odilo wiederum ein Bruder oder Schwager Tassilos gewesen sein müsste. | GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Tassilo II. (I18358)
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| 4464 | von Sennwald | GÖTTI, Elsa (I17363)
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| 4465 | von Sennwald | RODUNER, Margareth (I17359)
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| 4466 | von Sennwald; https://de.wikipedia.org/wiki/Sennwald Stammlinie Auer Johann Inhelder, Salez Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 22 https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184 ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 | GÖLDI, Ursel (I17357)
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| 4467 | von St. Gallen | HENKING, Anton (I49144)
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| 4468 | von St. Gallen. Sohn des Hektor und der Magdalena Rainsberg. Im Dreissigjährigen Krieg stand Z. 1618-20 im Dienst des Hzg. von Savoyen, danach diente er dem Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz und 1622-24 Hzg. Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel. Zurück in St. Gallen war er 1624-25 Stadthauptmann. 1629 stellte er sich in den Dienst von Kg. Christian IV. von Dänemark und spätestens ab 1631 war er Oberst und Feldzeugmeister in der schwed. Armee. | ZOLLIKOFER, Hans Ludwig (I30141)
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| 4469 | von Verona Kaiser LUDWIG DER FROMME ernannte ihn zum Nachfolger des auf der Reichsversammlung in Aachen im Februar 828 abgesetzten Markgrafen BALDERICH VON FRIAUL; dem Versagen bei der Abwehr des verheerenden Einfalls ORMUTAGS und seiner BLGAREN in PANNONIEN im Sommer 827 vorgeworfen wurde. Allerdings wurde BALDERICHS große Mark gleichzeitig in vier Grafschaften aufgeteilt: FRIAUL mit Istrien, KARNATANIEN, KRAIN mit Liburnien (fränkisches Kroatien), und SAVIEN ... Eberhard war hochgebildet und war mit HRABANUS MAURUS, HINKMAR VON RAIMS und HARTGAR VON LÜTTICH befreundet. Er gründete die ABTEI CYSOING bei Lille, in der er und seine Frau auch beerdigt wurden. 836 gab Ludwig der Fromme seiner Tochter Gisela und ihrem Ehemann Eberhard von Friaul die Ortschaften Ascq, Flers und Gruson[2] als Mitgift. Zusammen mit ihrem Ehemann gründete Gisela die Abtei Sainte-Calixte de Cysoing.[3] Gemeinsam orientierten sie sich auch als Laien an geistigen Werten und folgten dabei dem Vorbild des Hofes Karls des Großen. „Die Ehe Gislas, der jüngsten Tochter Ludwigs, stellte einen völlig anderen, für eine Karolingerin im Grunde genommen neuen Ehetypus dar. Ihr Gatte, Eberhard von Friaul, stand zwischen dem Kaiser und dessen aufständischem Sohn Lothar. Er sollte durch die Ehe mit der Kaisertochter eher als Verbündeter gewonnen, denn als Günstling belohnt werden. Daß er darum auch Forderungen stellen konnte, liegt auf der Hand. Deshalb brachte auch die Verschwägerung mit einer Karolingerin seiner Sippe einen ungewöhnlichen Aufstieg. Gisela war jene Karolingerin, deren Sohn als erster von mehreren Karolingern der weiblichen Linien König von Italien wurde. Die Ehe Giselas leitete eine Entwicklung ein, die sonst erst in der nächsten Generation zu beobachten ist. Mit der der Tochter Judith setzte der Aufstieg der Unruochinger ein. Die Ehe der jüngsten Ludwig-Tochter war kein einseitiger Gunstbeweis des Kaisers. Als Eberhard Gisela heiratete, suchte er einen Verbündeten gegen seine Söhne. Der Gemahl Giselas war vielleicht schon 828 Markgraf von Friaul geworden. Er stand anscheinend sowohl zu Lothar, als auch zu Ludwig in guten Beziehungen. Durch die Ehe mit Gisela sollte er vielleicht ganz auf die Seite Ludwigs gezogen werden, möglicherweise auch als Vermittler zwischen Vater und Sohn fungieren.“ | VON FRANKEN, Gisela (I10448)
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| 4470 | vonFreienstein Hochfreiengeschlecht des 12.-13. Jh. mit Besitz im Zürcher Unterland (u.a. vermutlich Burg im Riet bei Niederhasli, Kirchensatz und Güter in Niederhasli, ab 1254 Burg und Grundbesitz in F., Eigengüter und Lehen in Rorbas). Zur Fam. gehörte vielleicht jener Eglolf, der 1102 für Berchtold II. von Zähringen als Zeuge fungierte, und ein anderer Eglolf, der 1152 Zeuge für Berchtold IV. von Zähringen war. Ein dritter und ein vierter Eglolf sind 1188-1219 und 1236-59 bezeugt; sie scheinen zur Umgebung der Frh. von Regensberg gehört zu haben. Ita (1248 erw.), Tochter des 1236-59 bezeugten Eglolf, ehelichte den Stadtzürcher Ritter Konrad Judemann. Eine andere Tochter, die 1259 genannte Adelheid, heiratete Beringer von Landenberg. Ein 1250-75 bezeugter Eglolf (vor 27.1.1282), ebenfalls Sohn des 1236-59 genannten Eglolf, war Gatte der Hellwig, Tochter Konrads von Tengen. Letztere dürfte die Güter in Rorbas und F. in die Ehe gebracht haben. Die Bezeichnung "von F." erscheint ab 1275; im selben Jahr wurde die Burg castrum novum Vriiestein genannt (die alte Burg F. stand vielleicht oberhalb der Kirche Rorbas). Heinrich II. und Heinzeli (1325), Söhne von Heinrich I. (erw. 1282-1328) und Mechtild, sind die letzten bekannten Vertreter des Geschlechts. Heinrichs I. Bruder Johann (erw. 1282-1314, vor 17.12.1316) ehelichte Katharina (Witwe oder Tochter Hermanns des Jüngeren von Landenberg); 1311 werden Rudolf Mülner und dessen Sohn Gottfried als seine Oheime bezeichnet. Die 1282 erw. Hedwig war eine Schwester der Brüder Heinrich und Johann. Die Geschwister dürften Nachkommen des 1250-75 bezeugten Eglolf gewesen sein. Sie begannen um 1300 aus einer offensichtl. Notlage heraus mit der Liquidation des Familienbesitzes; die Herrenstellung ging in dieser Zeit verloren. Gründe des Niedergangs waren vermutlich die Heiraten in den Ritteradel, die Anlehnung an die Regensberger und die fehlenden Verbindungen zu den Habsburgern. ― Mit den in den 1280er Jahren als österr. Pfandempfänger auftretenden Niederadligen von Hasli besteht keine genealog. Verknüpfung. Quellen und Literatur | VON HASLI-FREIENSTEIN, Egelof V. (I8015)
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| 4471 | vonTengen Version vom: 22.07.2011 Autorin/Autor: Peter Niederhäuser Zuerst Freiherren-, ab 1422 Grafengeschlecht im schweizerisch-süddeutschen Raum. Erstmals wird ein Gerold von Tengen 1080 im Umfeld der Grafen von Nellenburg erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert als Hochfreie (nobiles) bezeichnet, finden sich im 13. Jahrhundert Angehörige der von Tengen im Gefolge der Grafen von Kyburg. Die frühen genealogischen Zusammenhänge sind ebenso offen wie der Bezug zur Burg Tengen im nördlichen Hegau. Die 1249 erstmals erwähnte Burg ging bereits um 1300 teilweise an die Grafen von Habsburg über. Die bis ins 14. Jahrhundert lückenhafte und einseitige Überlieferung erweckt den Eindruck eines eigentlichen Ausverkaufs aller gehaltenen Güter. Demgegenüber ist aber festzuhalten, dass die Freiherren lange über einen umfangreichen, weit gestreuten Besitz verfügten und ihren Rang – ablesbar am Konnubium unter anderem mit den Freiherren von Krenkingen und von Eschenbach – bis ins ausgehende Mittelalter wahrten. Als Zentrum und Bindeglied ihrer Herrschaft gewann Eglisau mit der Burg als Wohnsitz der von Tengen, dem Städtchen und der Rheinbrücke besondere Bedeutung. Noch im 14. Jahrhundert erstreckten sich die Herrschaftsrechte von der Burg und dem Städtchen Tengen bis an den Zürichsee. Zunehmende Verkäufe weisen allerdings auf den Substanzverlust hin und führten zu einer Konzentration der insgesamt lockeren Herrschaft auf die Region Eglisau. Auch in politischer Hinsicht bleiben die Freiherren wenig fassbar: Im Umfeld der Habsburger nur sporadisch anzutreffen, standen die von Tengen eher in Kontakt mit den Königen aus dem Haus Luxemburg sowie den benachbarten Städten Zürich und Schaffhausen. So belehnte Kaiser Karl IV. Johann von Tengen 1359 mit dem hohen Gericht in Eglisau und 1434 gewährte Kaiser Sigismund den Landgrafen das Privilegium de non evocando, die damit die Befreiung von der königlichen Gerichtshoheit erlangten. Dank der Heirat von Johann mit Margrethe von Nellenburg kam die Familie 1422 in den Besitz der Landgrafschaft Nellenburg, wurde in den Grafenstand erhoben und erlebte eine kurze Blütezeit. Um 1460 verkauften die Grafen jedoch Eglisau an die Freiherren Gradner und bis spätestens 1465 die Landgrafschaft an Erzherzog Sigismund von Habsburg. Danach zogen sie sich nach Tengen im Hegau zurück. Zwischen Habsburg wie auch Zürich und Schaffhausen lavierend, veräusserte schliesslich 1522 der verschuldete Graf Christoph (1539) den Stammsitz an das Haus Habsburg. Mit seinen Kindern starb die Familie 1591 in der Nähe von Horb am Neckar aus. | VON TENGEN, N. (I46171)
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| 4472 | vor 1375, 1.8.1433 Basel (Kartause). Sohn des Jakob (->). 1) 1395 Agnes von Eptingen (1430), 2) Sophia von Rotberg, Tochter des Hans Ludmann von Rotberg. Schwager von Konrad Zer Sunnen, Arnold von Rotberg und Bernhard von Rotberg. 1414-1427 und 1430-1433 Basler Ratsherr der Achtburger, 1414-1421 Siebner, 1427-1430 Oberstzunftmeister. Burkhard Zibol wirkte als Wohltäter und Gönner des Kartauserklosters, das seine Witwe neben dem Steinen- und dem Elisabethenkloster weiter unterstützte. Den von Zibols Vater als Familiensitz erworbenen Schalerhof am Rheinsprung verkaufte die Witwe an den Basler Rat, der das Haus zum Kollegium der 1460 gegründeten Universität machte. Mit Zibols Kindern starb das Geschlecht in Basel aus. | ZIBOL, Burkhard (I42416)
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| 4473 | vor 1386, 1460 . Sohn des Türing I., Ritters. Margareta von Masmünster, aus einer Elsässer Familie. H. verteidigte 1415 die Burg Wildegg gegen die Berner. Später stand er im Dienst der Habsburger, u.a. 1422-23 als Hauptmann gegen die Hussiten. 1432 war er bischöfl.-strassburg. Vogt zu Rufach (Elsass), 1435 oberster Amtmann des Bf. von Konstanz, 1443 Hauptmann in Zürich. H., der ein Anhänger Habsburgs war, veräusserte 1433-37 seinen Besitz im Aargau. Thüring II., der einer Elsässer Familie entstammte, war ein Sohn des in der Schlacht bei Sempach gefallenen Ritters Thüring I. (* um 1346; † 1386) und Katharina von Wolfurt (* um 1360; † um 1413). Offenbar über seine Mutter gelangte er an einigen Eigenbesitz im Elsass. Dort besass er im Sundgau in Thann und ab 1454 mit der Herrschaft Landser im Harthwald in althabsburgischem Gebiet Pfänder. Die habsburgische Niederlage bei Sempach am 9. Juli 1386 bedeutete für die Familie von Hallwyl einen Einschnitt, da gleich drei Familienmitglieder in der Schlacht fielen. Neben Thürings Vater kamen auch sein älterer Bruder Johannes IV. der Bastard von Hallwyl (* 1378/79; † 1386)[1] sowie sein Cousin Johannes V. (gen. Henslin) bei Sempach um.[2] Damit war Thüring nach 1386 der letzte Vertreter des Thüring'schen Familienzweigs. Im Zuge der Appenzellerkriege fielen zudem seine beiden Cousins Konrad 1405[3], der Sohn seines Onkels Rudolf II. (* vor 1354; † 1348) und Hans, der Sohn seines Onkels Johannes IV. († vor 1384).[4] Seit der Zeit um 1300 führte die Hallwyler den Marschalltitel, so auch Thüring II.; dieses Hofamt war mit einigem Prestige verbunden. Durch seine 1413 eingegangene Ehe mit Margaretha von Masmünster (Munster) (* um 1390; † 1427) erhielt er weiteren Besitz im Elsass. Der Ehe entstammte sein einziger Sohn Thüring III. (* 1427; † 1469)[5][6] | VON HALLWIL, Thüring II. ´der Ältere` (I32020)
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| 4474 | vor 1390, 1423. Sohn des Henmann, Ritters, Ratsherrn und Bürgermeisters von Basel. Ursula von Andlau, Witwe des Henmann von Efringen. Hans Ludmann von Rotberg kaufte 1417 von Junker Hermann Schaler den halben Teil und alle Rechte des Reichslehens Bamlach-Rheinweiler im Breisgau. Ab 1403 amtierte er als Bürgermeister von Basel. 1410 wurde er aus der Stadt verbannt und fungierte 1413 als Vogt zu Altkirch. 1417 wurde er begnadigt, kehrte nach Basel zurück und wirkte 1418 und 1420 erneut als Bürgermeister. | VON ROTBERG, Hans Ludmann (I42412)
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| 4475 | vor 1400 St. Gallen, 30.4.1462 Nürnberg. Ursula Pirkheimer, Tochter des Lorenz, Kaufmanns, aus einer führenden Nürnberger Handelsfamilie. Obwohl in den Quellen bisweilen als Vetter von Hug (->) erwähnt, bleibt ungewiss, in welchem Verwandtschaftsverhältnis W. zu den übrigen Mitgliedern der Fam. stand. Er war als Vertreter einer Handelsgesellschaft 1418 in Breslau und 1419 in Nürnberg tätig. Ob es sich dabei bereits um die Diesbach-Watt-Gesellschaft handelt, die W. zusammen mit Hug und dem Berner Niklaus von Diesbach gegründet hat, ist unklar. Später siedelte W. nach Nürnberg über, wo er sich 1428 einbürgerte und den Nürnberger Zweig der Fam. begründete. Dort war er 1436-62 Mitglied des Gr. Rats. | VON WATT, Peter (I29572)
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| 4476 | vor 1416 Schaffhausen, 1467/70 Schaffhausen, von Schaffhausen. Sohn des reichen Kaufmanns Conrad. 1) Elisabetha Wallwiser, ehem. Leibeigene des Klosters Allerheiligen, 2) Anna Märgkin. Spätestens ab 1436 Schaffhauser Ratsmitglied (Kaufleutenstube), 1442-66 wiederholt Bürgermeister. Erfolgreicher Aussenpolitiker in der schwierigen Zeit vor und nach dem Bündnis Schaffhausens mit den Eidgenossen 1454, häufig Vermittler (z.B. im Alten Zürichkrieg) und Schiedsrichter. B. häufte ein beträchtl. Vermögen an und erwarb grösseren Besitz in und um Schaffhausen (u.a. 1463 Kauf von Dorf und Vogtei Büsingen). | BATRTER, Heinrich (I36182)
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| 4477 | vor 1433, 1470 . Sohn des Hans Ludmann (->). Bruder des Arnold (->). 1) Susanna Reich von Reichenstein, 2) Anna Clara von Randegg. 1434 kaufte Bernhard von Rotberg den zweiten Teil des Reichslehens Bamlach-Rheinweiler im Breisgau, dessen ersten Teil sein Vater 1417 gekauft hatte. 1449-1453 amtierte er als Bürgermeister von Basel. 1451-1452 führte er die Basler Delegation an die Kaiserkrönung Friedrichs III. in Rom an. Kaiser Friedrich bestätigte bei dieser Gelegenheit die Stadtfreiheiten. | VON ROTBERG, Bernhard (I42410)
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| 4478 | vor 1460 Solothurn, 1517 Lyon, kath., von Solothurn. Sohn des Heinrich Burkhart, Krämers aus Bamberg (D), 1447 Bürgers von Solothurn. 1) Barbara Kindelmann, von Bern (1502), 2) Elisabeth Jüngermann, von Basel. 1479 Jungrat, 1492-94 Gemeinmann, 1498 Seckelmeister, 1500-02 und 1512-17 (mit Unterbrüchen) Schultheiss. 1484-87 Vogt zu Bechburg, 1494-97 zu Gösgen. Militärführer und gewandter Diplomat, der Solothurn u.a. im Schwabenkrieg und in den Friedensverhandlungen wertvolle Dienste leistete. Teilnahme an den Mailänderkriegen und am Dijonerzug. Zurückhaltend während der Bauernunruhen 1513-14. Zum Verhängnis wurden ihm sein unbändiger Ehrgeiz, der ihn zuerst zum Anhänger Ks. Maximilians I., dann Frankreichs machte, und eine fast krankhafte Prozess-Sucht (seine Appellation am Reichskammergericht führte 1511 zum Einschreiten der eidg. Tagsatzung), die ihn sein Vermögen kostete und 1517 zur Flucht nach Frankreich zwang. Quellen und Literatur | BABENBERG, Daniel (I41646)
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| 4479 | vor 1461, 1513 Kloster Kappel. Sohn des Burkhard I. Bruder des Hans (->). Elsine von Hegi, Tochter des Hugo von Hegi. Wie sein Vetter Türing III. (vor 1437-69) als Anhänger Österreichs im Elsass aktiv, dort auch begütert. Nach der Verpfändung der habsburg. Vorlande an Burgund Annäherung an die Eidgenossen (1470 Burgrecht mit Bern und Solothurn). 1480 in franz. Diensten. 1495 Hofmeister des Bf. von Konstanz. Im Schwabenkrieg auf eidg. Seite. Nach 1504 Rückzug ins Kloster Kappel. | VON HALLWIL, Walter (I31940)
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| 4480 | vor 1500 St. Gallen, 17.8.1542 St. Gallen, von St. Gallen. Vermutlich unehel. Sohn des Heinrich (->), und der Genoveva Sproll. Stud. an den Univ. Basel und Wien. 1521 Schulmeister seiner Vaterstadt. 1524 Mitglied der vierköpfigen Reformationskommission, ab 1525 Leser in der städt. Pfarrkirche St. Laurenzen, später auch Prediger daselbst, 1526 Eherichter. Z. trat als Wortführer der zwinglian. Reformation an Disputationen in St. Gallen, Baden, Bern und Basel auf. Als die Stadt St. Gallen vorübergehend das Münster besetzte, hielt er dort am 7.3.1529 vor über 3000 Zuhörenden die erste evang. Predigt. Mit seiner Forderung nach Kirchenzucht setzte er sich nur teilweise durch. 1533 führte Z. im ersten Kirchengesangbuch der ref. Schweiz die Traditionen des reformator. Liedguts zusammen. Er verfasste vermutlich auch die erste ref. St. Galler Liturgie. | ZILI, Dominik (I30685)
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| 4481 | vor 1522 Villa Basilica bei Lucca, 16.8.1582 Basel, ref., ab 1557 von Basel. Johanna Verzasca. Ab 1533 Dominikanermönch in San Romano in Lucca, 1542 Immatrikulation an der Univ. Basel. P., der um 1550 in ref. Kreisen in Venedig verkehrte, war etwa 15 Jahre als Buchhändler und Handschriftenvermittler zwischen Italien und Basel tätig. 1557 als Buchführer in die Safran-Zunft aufgenommen, wurde P. 1558 Druckerherr. Zu seiner ca. 400 Schriften umfassenden Produktion zählen ital. Autoren, v.a. Emigranten. Er gab zwei lat. Ausgaben von Machiavellis "Principe" und zusammen mit Heinrich Petri die aufwendig von Tobias Stimmer illustrierten Drucke Paolo Giovios heraus. Zudem erschienen bei ihm die Erstausgaben von Schriften des Paracelsus. Seine Offizin führte sein Schwiegersohn Conrad Waldkirch 1583-1616 weiter. | PERNA, Pietro (I27433)
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| 4482 | vor 1527 St. Gallen, 6.1.1577 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Clemens, Klerikers und eventuell Schulmeisters, und der Anna Rebstecken. 1557 Helena Strauss. Lehre vermutlich in Zürich (möglicherweise bei Carl von Egeri). 1551-75 als Glasmaler in St. Gallen tätig, wo H. für die Stadt, die Zünfte und angesehene St. Galler Fam. sowie für auswärtige Kundschaft (u.a. aus Konstanz, Kempten, Nürnberg) eine Vielzahl von Glasgemälden schuf (sein Œuvre umfasst über fünfzig Scheiben). 1560-75 Elfer der Schmiedenzunft. H., der wegen Verschuldung 1573 sein Haus verkaufte und arm starb, ist der einzige St. Galler Glasmaler alteidg. Zeit von nationaler Bedeutung. Zeichner, Maler, Glasmaler, Kabinettscheibenmaler, Wandmaler ater von Andreas Hör war wahrscheinlich der Kleriker Clemens Hör († 1533) von Sankt Gallen, ab 1497 Kaplan zu St. Laurenzen, ab 1525 Schulmeister. Während der Reformation heiratete dieser Anna Rebstecken. Das Paar hatte zwei Söhne, Andreas und Clemens, und eine Tochter (geb. 1528). Beim Tod des Vaters 1533 war Andreas Hör etwa acht- bis zehnjährig. 1551 wird er erstmals als Glasmaler erwähnt, da er «lut stattschribers Zedel um das er min herren hat ain wappen in ain fenster geschenkt» und aus dem Stadtsäckel dafür entschädigt worden war. Am 20.9.1557 vermählte er sich mit Helena Strauss. Ihre beiden Söhne Gabriel (geb. 23.6.1558) und Esaias (geb. 22.7.1560). Hör war Mitglied der Schmiedenzunft, der er 1560–1575 als Elfer diente. Trotz seines grossen Œuvres musste er infolge Verschuldung 1573 sein Haus und die Werkstadt verkaufen. Zwei Wappenscheiben der Stadt kaufte ihm der Rat mit der Auflage ab, nur auf Geheiss weitere Scheiben zu brennen. Er starb arm, nur wenige Tage nach seiner Frau. Erste bekannte Personen- und Allianzscheiben entstanden zwischen 1554 und 1558. Von 1560 stammen drei Standesscheiben (Glarus; Luzern; Schwyz), eine weitere (St. Gallen, Stadtbibliothek, St. Gallen) von 1566. Zwei Zunftscheiben (Metzger, Schweizerisches Landesmuseum, Zürich; Färber, Historisches Museum, St. Gallen) gehen auf die Jahre 1564 und 1565 zurück. Die von 28 Metzgern gestiftete Zunftscheibe stellt ein klassisches Beispiel der Verbindung zwischen den Scheibenstiftern und deren Wappen als Umrahmung, der Landschaft (den Viehbetrieb in der Stadt darstellend) und den zu schlachtenden Stier als Symbol des Opfers dar. Dabei verbannte der Glasmaler in den Familienwappen den Stier und ersetzte ihn durch andere Schlachttiere. Bilder und Wappen stellte Hör ikonografisch und künstlerisch sehr eigenständig in Silbergelb und Schwarzlot-Malerei dar.... | HÖR, Andreas (I30641)
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| 4483 | vor dem 8. Juli, Graf, 858/860–871 und 875/876–879 Graf und Herzog von Spoleto, um 879 auch Markgraf von Spoleto, 875/876 kaiserlicher „Defensor Patrimonii Sancti Petri“, 876/878 von Papst Johannes VIII. adoptiert, 878 wegen eines Überfalls auf Rom exkommuniziert; | VON SPOLETO, Lambert (I39738)
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| 4484 | Vorfahren stammen vermutlich aus Süddeutschland | VON AUW, Thomas Matthias (I453)
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| 4485 | Vorgängertabelle: LXXVII A 9 siehe Tabelle LXXXVIIA, S. 88 Pflaesterer-Buch Johann Georg Pflaesterer siehe Anschluss-Tafeln bei Kind: 1. Philipp Peter: LXXXVIIIA, S. 88 Pflaesterer-Buch 4. Georg Peter XCIV A 6. Georg CA 9. Johann Jacob CI A | PFLÄSTERER, Johann Georg (I2376)
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| 4486 | Vorgeschichte 418 verließen die Westgoten unter ihrem König Wallia die Iberische Halbinsel, um sich in den von den Römern zugewiesenen Gebieten Südwest-Galliens niederzulassen. Bei den zugewiesenen Siedlungsgebieten handelte es sich um die Provinz Aquitania II. und Teile der umliegenden Provinzen Novempopulana und Narbonensis. Direkten Zugang zum Mittelmeer erhielten die Westgoten aber nicht. Noch während die Einrichtung der neuen Wohnsitze in vollem Gange war, starb Wallia unerwartet in der westgotischen Hauptstadt Tolosa. Königtum Nachfolger des verstorbenen Wallia wurde Ende 418 Theoderich I.[2] Nähere Einzelheiten seiner Erhebung zum Westgotenkönig sind aber nicht bekannt. Wahrscheinlich war er der Gatte einer Tochter des früheren Westgotenkönigs Alarich[3] und wurde deshalb zum neuen König gewählt.[4] Er führte die unter seinem Vorgänger Wallia begonnene Ansiedlung der Goten in Südwest-Gallien zu Ende. Seine auf Expansion ausgerichtete Politik, die infolge der Schwäche des Weströmischen Reichs erfolgreich war, führte zur Gründung des Westgotenreichs, das nach seiner ersten Hauptstadt Tolosa (Toulouse) auch Tolosanisches Reich genannt wird. Sein vom Atlantik bis zur Loire reichendes Territorium dehnte er durch Eroberungen nach Süden hin aus, wobei er das 418 geschlossene Bündnis (foedus) mit den Römern unter Ausnützung von deren schwindender Macht verletzte.[5] Als Foederat der Römer unterstützte Theoderich 422 den Heermeister Castinus militärisch auf dessen Kriegszug gegen die Vandalen in der südspanischen Baetica, doch übten die gotischen Verbände Verrat und verursachten so eine Schlappe der Römer.[6] Als Kaiser Honorius im August 423 starb und im November 423 Johannes die Macht an sich riss, kam es im römischen Reich zu innenpolitischen Auseinandersetzungen. Diese Situation nutzte Theoderich, der sein Reich bis ans Mittelmeer ausdehnen wollte. So unternahm er 425 einen Versuch zur Eroberung der Hauptstadt der gallischen Präfektur, Arelate, die einen strategisch bedeutenden Verkehrsknotenpunkt von Straßen nach Ravenna, Spanien und rhoneaufwärts zum Rhein darstellte. Doch der römische Heermeister für Gallien, Aëtius, konnte mit Hilfe hunnischer Söldner die Einnahme von Arelate durch die Westgoten verhindern, die abziehen mussten.[7] Inhaltlich nicht bekannt ist der von Aëtius mit Theoderich bei dieser Gelegenheit geschlossene Vertrag, doch wurden zu dessen Bekräftigung dem Westgotenkönig von römischer Seite gallische Adlige als Geiseln ausgeliefert.[8] Der spätere Kaiser Avitus kam etwas später an den westgotischen Hof, wo er einige Zeit verweilte und den Söhnen Theoderichs Unterricht erteilte. Er konnte den Gotenherrscher auch zur Freilassung des als Geisel gehaltenen Theodorus überreden.[9] Nachdem die Vandalen 429 Spanien verlassen hatten und in Nordafrika Plünderungszüge durchführten, außerdem die Juthungen in Raetien von Aëtius bekämpft werden mussten, versuchten die Westgoten erneut – aber wieder vergeblich –, Arelate zu erobern. Durch Kämpfe des weströmischen Reichs gegen die Franken – die 435 Köln und Trier plünderten –, eine Rebellion der bäuerlichen Bagauden in Aremorica und andere Ereignisse sah Theoderich 436 die Gelegenheit gekommen, Narbo Martius einzunehmen, um sich eine Verbindung zum Mittelmeer und zu den über die Pyrenäen nach Spanien verlaufenden Wege zu verschaffen. Doch gelang es Litorius, der nach dem weiteren hierarchischen Aufstieg des Aëtius den Oberbefehl in Gallien erhalten hatte, mit Hilfe hunnischer Foederaten die bedrohte Stadt vor den Westgoten zu schützen.[10] Anscheinend besiegte dann Aëtius selbst gotische Truppen, als deren König abwesend war.[11] Theoderich wurde in Richtung seiner Hauptstadt Tolosa zurückgedrängt. Sein Friedensvorschlag wurde zurückgewiesen.[12] Die Goten blieben aber in der 439 bei Tolosa erfolgten militärischen Auseinandersetzung siegreich. Der während der Kampfhandlungen verwundete Litorius starb bald darauf in gotischer Gefangenschaft an seinen Verletzungen.[13] Daraufhin schickte Aëtius den damals als praefectus praetorio Galliarum fungierenden Avitus zur Übermittelung eines Friedensvorschlags zu Theoderich, der zustimmte.[14] Vielleicht wurde damals das Tolosanische Reich als souveräner Staat anerkannt.[15] Jedenfalls wird diese Anerkennung durch Kaiser Valentinian III. aus einer Angabe des Geschichtsschreibers Jordanes[16] gefolgert. Eine Tochter Theoderichs war mit Hunerich, dem Sohn des Vandalenherrschers Geiserich, vermählt worden (429?). Da aber die Aussicht einer Heirat von Hunerich mit Eudocia, der Tochter des Kaisers Valentinian III. bestand, beschuldigte Geiserich Theoderichs Tochter, Mordpläne gegen ihn geschmiedet zu haben und schickte sie verstümmelt im Jahr 444 zum Westgotenkönig zurück.[17] Dieser musste daher von nun an den Vandalen feindlich gegenüberstehen. Ebenfalls 444 kam der mit Aëtius auf Kriegsfuß stehende ehemalige Heermeister Sebastianus an den westgotischen Hof nach Tolosa.[18] Es hätte zu gespannten Beziehungen mit Aëtius kommen können, doch schickte Theoderich seinen Gast bald wieder fort, der daraufhin Barcelona eroberte und später (450) auf Befehl Geiserichs getötet wurde. Mit Rechila, dem König der Sueben in Spanien, dürfte Theoderich verfeindet gewesen sein, da westgotische Truppen im Jahr 446 den kaiserlichen Feldherrn Vitus bei einem Feldzug gegen die Sueben unterstützten.[19] Da diese starke Verteidigung leisten konnten und Geiserich engere Verbindungen zum römischen Reich suchte, änderte Theoderich später seine Außenpolitik. So gab der Westgotenkönig eine seiner Töchter im Februar 449 dem neuen Suebenkönig Rechiar zur Gemahlin.[20] Sein Schwiegersohn besuchte Theoderich im Juli 449,[21] verheerte bei der Rückkehr – mit Hilfe der Bagauden sowie laut dem Schriftsteller Isidor von Sevilla mit Unterstützung der Goten[22] – die Umgebung der Stadt Caesaraugusta und konnte sich mit einer List Ilerdas bemächtigen. Ob Theoderich tatsächlich schon eine Gesetzgebung vornahm, wie früher angenommen, wird neuerdings wieder angezweifelt. | (BALTHEN), Theodorich I. (I47193)
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| 4487 | Vorgeschichte Nach der Plünderung Roms 410 führte Alarich (ob er bereits rex bzw. „König“ war, ist in der Forschung umstritten) die Westgoten zunächst südwärts in Richtung der Straße von Messina, um von dort nach Sizilien überzusetzen. Vermutlich planten die Westgoten von Sizilien aus die Überfahrt und Niederlassung in Africa. Doch scheiterte dieses Unternehmen wegen des Mangels an Schiffen. Daraufhin wandten sich die Westgoten wieder nach Norden, wo Alarich noch im selben Jahr in Bruttium verstarb. Athaulf als Anführer der Visigothen Die Nachfolge des verstorbenen Alarich trat nun sein Schwager Athaulf an. Dieser führte seinen Verband aufgrund von Versorgungsschwierigkeiten 412 an der Küste des Tyrrhenischen Meeres entlang über die Alpen nach Gallien, wobei die Durchzugsgebiete, so behauptet es 140 Jahre später Jordanes, den Eindruck hinterließen, von einer Heuschreckenplage befallen worden zu sein. In Gallien angekommen, erkannte Athaulf 412 zunächst den Usurpator Jovinus als Kaiser an, mit dem er sich aber bald überwarf. Daher trat Athaulf in Verhandlungen mit dem römischen Kaiser Honorius bzw. dessen mächtigen Heermeister Flavius Constantius. Die während der Plünderung Roms verschleppte Schwester des Kaisers Honorius, Galla Placidia, diente dabei als Faustpfand. Es kam zu einer Übereinkunft, wonach den westgotischen Kriegern Versorgung (annona) und Land in Gallien zugesichert wurde, wenn sie im Gegenzug Galla Placidia entlassen und sich gegen Jovinus wenden würden. Daraufhin belagerte Athaulf in Erfüllung der Abmachung 413 Jovinus in Valentia, nahm ihn gefangen und lieferte ihn an Dardanus, den praefectus praetorio des Honorius, aus. Der Handel kam trotzdem nicht zustande, da der Westgotenkönig sich vorerst weigerte, Galla Placidia auszuliefern. Der Kaiser bzw. Constantius hielten derweil das so dringend benötigte Getreide zurück, so dass sich die Westgoten gezwungen sahen, Südgallien zu plündern, um nicht zu verhungern. Trotz der Verwundung Athaulfs während der Belagerung von Massilia wurden die Städte Narbo, Tolosa und Burdigala erobert. Im Januar 414 heiratete Athaulf zur Verwunderung von Goten und Römern gleichermaßen Galla Placidia in Narbo (Narbonne) nach römischer Sitte. Mit dieser Heirat soll der Gotenkönig zu verstehen gegeben haben, dass er das Römische Reich nicht zu einem gotischen machen, sondern es vielmehr mit Hilfe seiner Goten erneuern wolle. Seine Frau, so berichtet Orosius, habe ihn zu dieser Erkenntnis gebracht. Noch im selben Jahr ging aus der Ehe ein Kind hervor, das nach seinem Großvater mütterlicherseits, dem römischen Kaiser Theodosius I., benannt wurde. Es starb jedoch noch vor Jahresende. Constantius, der selbst nach der Macht und der Hand Galla Placidias strebte, begann noch im Jahr der Vermählung erneut den Kampf gegen Athaulf. Von Arles aus wurde eine Blockade der südgallischen Häfen organisiert, worauf Athaulf, wie schon Alarich zuvor, mit der Ausrufung des Priscus Attalus zum Augustus antwortete. Zudem ermöglichte er es dem Usurpator, in Burdigala (Bordeaux) Hof zu halten. Trotzdem zwang ihn die Notlage seines Volkes aufgrund der Blockade durch Constantius, Südgallien Anfang 415 in Richtung Spanien zu verlassen. Dort ereilte ihn Ende des Sommers 415 in Barcino (Barcelona) die Rache eines Gefolgsmannes des Sarus, eines Buccellarierführers, den Athaulf 412 getötet hatte. Vermutlich aber stand hinter dem Attentat Constantius. | (BALTHEN), Athaulf (I47197)
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| 4488 | Vorname des Vaters im Traueintrag undeutlich: ... Wolff. Von Sultzbach. | BERTSCH, Eberhardt (I11849)
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| 4489 | Vorname im Traueintrag des Sohnes Erhardt undeutlich, endet aber auf ... Es gibt einen späteren Hanns Wolff oder Hanns Wolffgang Bertsch, es ist davon auszugehen, dass auch der Vater von Erhardt schon so hieß. | BERTSCH, Hans Wolf (I11862)
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| 4490 | W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. I, Leverkusen-Schlebusch 1960, S. 246 | SCHEERER, Johannes (I24947)
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| 4491 | W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. I, Leverkusen-Schlebusch 1960, S. 246 | SOMMER, Katharina Christina (I25015)
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| 4492 | W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. I, Leverkusen-Schlebusch 1960, S. 53, 56 ff. E. Strutz, Die Ahnentafeln der Elberfelder Bürgermeister und Stadtrichter, Neustadt/Aisch ²1963, S. 54, 58, 188 http://www.genpluswin.de/Muster.pdf (Nr. 363) | WUPPERMANN, Wennemar (I47754)
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| 4493 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I47770)
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| 4494 | W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. II, Leverkusen-Schlebusch 1965, S. 148 http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=145353 | MEESE, Friedrich Ferdinand Heinrich (I2941)
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| 4495 | W. Vogeler, Die Essener Vorfahren des Bürgermeisters Johann Konrad Heinrich Kopstadt, Archiv für Sippenforschung 32, 1966, S. 674 F.W. Bauks, Die evangelischen Pfarrer in Westfalen, Bielefeld 1980, Nr. 93 Ahnentafel Koenig / de Weys | ANDRAE, Georg (I47636)
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| 4496 | Wacho war der Sohn des Unichis (Unigis), eines Bruders des Herzogs oder Königs Tato, aus dem Geschlecht der Lethinger; seine Mutter ist unbekannt. Wacho war in erster Ehe seit etwa 508 mit Raicunda[4] (auch Radegunda, Ranicunda), der Tochter des Thüringerkönigs Bisinus, verheiratet. Diese Ehe blieb kinderlos.[2][3] In zweiter Ehe vermählte sich Wacho um 512 mit Austrigusa (auch Austrigosa oder Ostrogotho), einer Tochter des Gepidenkönigs Turisind. Dieser Verbindung entstammten die Töchter Wisigard (auch Wisigarda) und Waldrada (auch Vuldetrada), die beide mit fränkischen Königen verheiratet wurden.[2][3] Aus seiner dritten Ehe mit Silinga, wohl einer Tochter des Herulerkönigs Rudolf (auch Rodulf), hatte Wacho einen Sohn Walthari, der sein Nachfolger wurde.[2][3] Über Wachos Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Etwa im Jahr 510 rebellierte Wacho gegen seinen Onkel Tato, ermordete ihn und wurde daraufhin neuer Langobardenherrscher.[2][3] Als seine bedeutendste historische Leistung wird die Eroberung eines Teils von Pannonien eingestuft. So konnte er ein mächtiges Reich begründen. Die früher in der Forschung vertretene Meinung, dass Wacho erst bald nach dem Tod Theoderichs des Großen († 526) die Provinzen Pannonia prima und Pannonia Valeria von den Sueben erobert habe, wird in neuerer Zeit zunehmend durch die Ansicht abgelöst, dass Wacho bereits kurz nach seiner Thronbesteigung um 510 Truppen über die Donau schickte und Gebiete in Nordpannonien bis zur Drau einnehmen konnte.[5] Wohl bereits als 535 ein Krieg zwischen Justinian I. und den Ostgoten ausbrach, ging Wacho eine Allianz mit dem römischen Kaiser ein. Als daher Anfang 539 eine Gesandtschaft des Ostgotenkönigs Witigis Wacho zum gemeinsamen Kampf gegen Justinian aufforderte, wurde ihr Begehren abschlägig beschieden.[6] Wachos Herrschaft war sehr durch seine Heiratspolitik bestimmt, mit der er Bündnispartner zu gewinnen suchte. Die Verlobung, die der Frankenkönig Theuderich I. um 531 zwischen seinem Sohn Theudebert I. und Wachos Tochter Wisigard arrangierte, diente dazu, die Neutralität des Langobarden im Kampf um das Reich der Thüringer zu garantieren, den die Franken nach dem Tod Theoderichs des Großen (526) aufnahmen. Die Heirat fand erst um 537/538 statt.[7] Die Verlobung um 540 zwischen Theudeberts Sohn Theudebald und einer zweiten Tochter Wachos, Walderada (oder Vuldetrada), diente ebenfalls dem Zweck[8], das Bündnis zwischen Franken und Langobarden zu sichern – die Verträge schlugen so hohe Wellen, dass man sogar in Byzanz auf die Politik Theudeberts aufmerksam wurde. In den späten 530er Jahren erhielt Wacho durch die Geburt seines Sohnes Walthari noch männlichen Nachwuchs. Hatte bisher Tatos Sohn Risiulf als Nachfolger Wachos gegolten, so wurde er nun verbannt, da Wacho seinen eigenen Sohn zum Thronfolger zu machen beabsichtigte. Nicht lange nachdem Risiulf bei den Warnen Zuflucht gesucht hatte, wurde er auf Verlangen des Langobardenherrschers ermordet. Als Wacho dann um 540 an einer Krankheit starb, übernahm Audoin aus dem Geschlecht der Gausen die Regentschaft für den minderjährigen Walthari. Risiulfs Sohn Hildegis suchte nun erfolglos, den langobardischen Thron gegen Walthari und Audoin zu erstreiten.[9] | GESCHLECHT DER LANGOBARDEN, König König Wacho (I18367)
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| 4497 | Wädenswil, im Volksmund Wädi oder Wädischwil genannt, ist eine politische Gemeinde und Mittelstadt im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz. In einem Stiftungsbrief des Klosters Fahr, dessen Echtheit nicht ganz sicher ist, wurden die Freiherren von Wädenswil («Wadinswilere») im Jahr 1130 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Ihren Wohnsitz, die Burg Alt-Wädenswil, errichteten die Freiherren im 13. Jahrhundert. 1287 verkaufte der letzte Freiherr Rudolf III. mangels Nachkommen die Herrschaft Wädenswil – heutige Gemeinden Wädenswil, Richterswil und Uetikon am See – an die Johanniter Kommende (Ordenskonvent) Bubikon. | VON WÄDENSWIL, N. (I7957)
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| 4498 | Wahlsprüche waren “Fugam victoria nescit” (deutsch: „Der Sieg kennt keine Flucht“)[2] und „Quod optimum idem jucundissimum“ (deutsch: „Das Beste ist das Angenehmste“) Über die frühen Jahre A.s ist wenig bekannt. 1281 wurde er als Verweser über die Reichsgüter in Österreich und Steyr eingesetzt, 1282 mit der Verwaltung aller östl. Herzogtümer belehnt. Nach dem Tode seines Vaters wählten die Fürsten nicht ihn zum dt. Kg., weil sie die habsburg. Hausmachtpolitik unterbinden wollten. Seine Huldigung an Kg. Adolf von Nassau sicherte A. jedoch die Stellung im Osten des Reichs. Im Westen erhoben sich Ende 1291 der Bf. von Konstanz, der St. Galler Abt Wilhelm von Montfort, die Rapperswiler, Habsburg-Laufenburger, Nellenburger und Savoyer, die Reichsstädte Zürich, Bern und Luzern sowie Uri und Schwyz gegen A. Der Widerstand brach aber im Frühjahr 1292 zusammen, nachdem A.s Truppen Zürich belagert sowie die Nellenburg und Wil (SG) eingenommen hatten; die folgenden Friedensbestimmungen waren moderat. 1297 fanden sich die Laufenburger, Montforter und der Abt von St. Gallen erneut unter den Gegnern A.s. 1298 wurde A. zum Gegenkg. des abgesetzten Adolf gewählt und schlug diesen wenig später in der Schlacht von Göllheim (D). Nach einer zweiten, förml. Wahl wurde A. am 24.8.1298 in Aachen gekrönt. Er führte die Revindikationspolitik seines Vaters fort und konzentrierte seine Kräfte, nach einem Bündnis mit Frankreich 1298, auf die innere Reichs- und Hausmachtpolitik. Der Rechtszustand in der Innerschweiz blieb indes ungeklärt, da A. die Privilegien von Uri und Schwyz nicht bestätigte. Obwohl er die Unterwerfung der opponierenden Kurfürsten 1302 erfolgreich abschloss und schliessl. auch von Papst Bonifaz VIII. als dt. Kg. anerkannt wurde, blieb ihm die Kaiserkrone verwehrt. In der chronikal. Überlieferung erscheint er durchwegs als strenger, habgieriger und ungeliebter Landesherr. Gegen die Errichtung einer habsburg. Erbmonarchie sowie gegen A.s zielstrebige Territorialpolitik erhoben sich im ganzen Reichsgebiet wiederholt Aufstände. Weil er ihre Erbansprüche nicht erfüllt hatte, wurde A. 1308 von seinem Neffen Johannes ("Parricida") sowie den Mitverschworenen Frh. Rudolf II. von Balm, Walter IV. von Eschenbach und Rudolf von Wart ermordet. Literatur – H. Danuser, Göllheim und Königsfelden, 1974 – LexMA 1, 311-313 – K.-F. Krieger, Die Habsburger im MA, 1994, 75-109 Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen | VON HABSBURG \ VON ÖSTERREICH (HRR), Albrecht I. (I28553)
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| 4499 | Während seiner aktiven Dienstzeit hatte Goswin ein Hermann von Vaerst, Enkel (A120): er war "sehr liebenswürdig, prächtiger als geistreich, schön, gescheit, führte 1000 Prozesse selbst und verführte alle Weiber" mit seiner zweiten Frau zog er auf den Callenberg | VON VAERST, Friedrich Goswin Jobst Gerhard (I45752)
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| 4500 | Während seiner gesamten Regierungszeit sah er sich auch der Feindschaft seiner Stiefmutter Agnes von Burgund gegenüber, der dritten Ehefrau seines Vaters, die 1032 mit Gottfried II., Graf von Anjou, eine zweite Ehe eingegangen war. Von Gottfried, der Ansprüche auf die Saintonge erhob, wurde er am 20. September 1034 in der Schlacht bei Moncontour bei Saint-Jouin-de-Marnes gefangen genommen, und erst drei Jahre später gegen die Abtretung der Städte Saintes und Bordeaux freigelassen. Sofort nahm er den Kampf wieder auf, wurde erneut geschlagen, und musste die Île d’Oléron abtreten. Wilhelm ernannte in Poitiers einen Vogt (Prévôt) und schuf damit die ersten Ansätze für eine Verwaltung der Stadt. Wilhelm heiratete Eustachie von Montreuil-Bellay, Tochter von Berlay III., blieb aber kinderlos. Er starb in Poitiers und wurde in Maillezais begraben. Sein Nachfolger wurde sein Bruder Odo. | (AQUITANIEN), Wilhelm VI. (I37638)
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