Treffer 4,601 bis 4,650 von 5,028
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 4601 | war der erste Passavant in der Freien Reichsstadt Frankfurt, wo die Familie später zu Einfluss und Reichtum kam. Er wurde noch in Basel geboren, lebte aber schon 15 Jahre in Hanau, als er sich 1682 in Frankfurt am Main niederlassen durfte und hier sein bereits in Hanau gegründetes Geschäft mit englischen Manufakturwaren erfolgreich ausbaute. 1686 leistete er den Bürgereid und erwarb ein Haus in der Alten Mainzer Gasse am Fahrtor. 1703 kaufte er dazu das Haus Zum Strahlenberg am Römerberg. Er war dreimal verheiratet und hatte 45 Enkel. Seine erste Ehefrau war die Frankfurterin Jeanne de Bassompierre, an die er u. a. einen noch erhaltenen, innigen Liebesbrief schrieb. Passavant war Mitglied der Reformierten Gemeinde in Bockenheim. Da im lutherischen Frankfurt Gottesdienste der reformierten Gemeinde nicht erlaubt waren, kaufte Rudolf Emmanuel ein Grundstück mit Haus in Bockenheim. Sein Grab befindet sich auf dem Peterskirchhof | PASSAVANT, Rudolf Emanuel (I27632)
|
| 4602 | war der erste Sohn Karls des Großen. Karl schloss seine erste Ehe mit Himiltrud. Das Kind aus dieser Verbindung benannte Karl nach seinem Vater Pippin dem Jüngeren. Seinen Beinamen der Bucklige erhielt Pippin auf Grund einer Missbildung am Rücken. Ob er diese körperliche Entstellung schon von Geburt an trug, oder ob er sie durch eine Krankheit wie etwa Skoliose erhielt, kann heute nicht mehr eindeutig festgestellt werden. Karls Verbindung mit Himiltrud wurde später als nicht vollwertig betrachtet und Himiltrud als Mätresse bezeichnet. PAPST HADRIAN I. (772–795) bezeichnete jedoch in einem Brief an Karl und seinen Bruder Karlmann beide Frankenkönige als verheiratet. Pippin war ursprünglich der VOLLBERECHTIGTE THRONFOLGER. Karls kurze zweite Ehe blieb kinderlos, aber aus seiner dritten Ehe mit Hildegard bekam er weitere Söhne. Pippin verlor als illegitimer Nachkomme sein Erbrecht 781 nach der Taufe seines Halbbruders KARLMANN, der nun den Namen PIPPIN erhielt. Wahrscheinlich wäre er jedoch auch wegen seiner körperlichen Behinderung nicht auf dem Thron geduldet worden. Das hätte nicht dem Königsheil entsprochen. Im Jahre 792 plante Pippin zusammen mit einigen fränkischen Adligen einen Umsturz, um sich zum König zu erheben. Die Motive der Verschwörer und der geplante Ort des Anschlags können heute nicht mehr ermittelt werden. Der Plan kam nicht zur Ausführung, da Pippin durch den Kaplan Fardulf verraten wurde. Während ein Großteil der beteiligten Adligen hingerichtet wurden, verbannte man Pippin in die Abtei Prüm , wo er den Rest seines Lebens verbrachte. | N., Pippin der Bucklige (I10787)
|
| 4603 | war der Großfürst der aus Magna Hungaria wegziehenden Magyaren Im Doppelfürstentum Ungarn, das damals von einem Sakralkönig (Kende), der für religiöse und diplomatische Angelegenheiten zuständig war und einem Heerführer (Gyula) angeführt wurde, stieg Árpád nach der schweren Niederlage der Magyaren gegen die Petschenegen (893) zum Nachfolger seines greisen Vaters Álmos auf, der als Gyula Verantwortung für die politischen und militärischen Alltagsgeschäfte getragen hatte. Zum Kenden wurde von den Fürsten der sieben ungarischen Stämme offenkundig zeitgleich Kursan gewählt, wenngleich schriftliche Quellen fehlen.[1]... | (MAGYAREN), Großfürst Großfürst Álmos (I1563)
|
| 4604 | war der letzte baierische Herzog aus dem Geschlecht der Agilolfinger. Er war ein Vetter Karls des Großen. Nach Tassilo benannt wurde der im Jahr 780 von ihm gestiftete Tassilokelch. Ihm und seiner Familie wurde der historische Tassilopsalter gewidmet. Sein Leben wurde Gegenstand der im Jahr 1709 uraufgeführten Oper Tassilone von Agostino Steffani. Die Tassilolinde in Wessobrunn sowie die Tassiloquelle in Bad Hall tragen seinen Namen, ebenso das im Jahr 1948 gegründete Tassilo-Gymnasium Simbach am Inn sowie die Tassilostraßen in Aschheim und Gars am Inn und der seit dem Jahr 1999 verliehene Tassilo-Preis für Leistungen im Kulturbereich. Als Tassilokelch bezeichnet man einen im Stift Kremsmünster aufbewahrten Kelch, der um 780 möglicherweise von dem bayerischen Herzog Tassilo und seiner Gemahlin Luitpirga gestiftet wurde, möglicherweise anlässlich der Gründung Kremsmünsters 777. Der Kelch selbst wird in der Schatzkammer des Stiftes aufbewahrt. Er gilt als Seliger, sein Gedenktag ist der 11. Dezember, obwohl er nie offiziell heiliggesprochen wurde. https://de.wikipedia.org/wiki/Tassilo_III. | VON BAYERN, Tassilo III. (I10763)
|
| 4605 | war die dritte Frau Karls des Großen und Mutter Ludwigs des Frommen. Es lassen sich zu ihrem Leben nur wenige Informationen finden, denn wie alle Frauen Karls stand sie im politischen Hintergrund und fand nur bezüglich ihrer Hochzeit, ihres Ablebens und als Mutter Erwähnung Sie war die Tochter des fränkischen Grafen Gerold aus dem Geschlecht der Geroldonen und der Imma, Tochter des alemannischen Grafen Hnabi und Hereswintha vom Bodensee.[3] Ihrem Vater gehörten weitläufige Besitztümer im Herrschaftsgebiet von Karls jüngerem Bruder Karlmann, was diese Ehe langfristig zur bedeutsamsten Beziehung Karls macht[Anm 1], da er so seine Position in den Gebieten östlich des Rheins stärken und den alemannischen Adel an sich binden konnte.[4] Unter den Geschwistern Hildegards ragt der Ratgeber Karls des Großen hervor, der Heerführer Gerold der Jüngere, der auch als Graf in der Baar und im Nagoldgau erwähnt wurde. Es ist nicht bekannt, ob diese Verbindung bereits vor dem plötzlichen Tod Karlmanns von Karl dem Großen geplant wurde oder nur Teil der zielstrebigen Einverleibung des Reiches seines jüngeren Bruders war, bei Übergehung etwaiger Ansprüche seiner Neffen.[7] Jedenfalls kam es Ende 770/Anfang 771 zur Trauung Karls und Hildegards. Zuvor hatte Karl seine bisherige Frau Desiderata verstoßen. Da von Hildegard keine genauen Geburtsdaten überliefert sind, bleibt davon auszugehen, dass sie zu diesem Zeitpunkt zwischen 12 und 14 Jahre alt war. Eine Vermählung in diesem Alter ist für die damalige Zeit nicht ungewöhnlich, da das heiratsfähige Alter mit der Geschlechtsreife festgesetzt wurde. Im römischen Recht, welches von der Kirche stark rezipiert wurde, war das Mindestalter für eine Ehe bei Mädchen auf 12 Jahre festgelegt.[8] Eine intensive körperliche Beziehung der Ehepartner ist dadurch belegt, dass Hildegard in 12 Ehejahren 8 Schwangerschaften, darunter eine mit Zwillingen, erlebte, eventuelle Fehlgeburten nicht mit einbezogen. Sie begleitete Karl auf vielen seiner Feldzüge. So ließ er sie 773/774 hochschwanger nachkommen, während er die Hauptstadt des Langobardenreiches, Pavia, belagerte. Dort wurde seine erste Tochter Adelhaid geboren, die jedoch bereits auf dem Rückweg über die Alpen verstarb. 778 begleitete Hildegard den König bis nach Aquitanien, wo sie die Zwillinge Lothar und Ludwig zur Welt brachte.[9] 780/781 reiste sie gemeinsam mit Karl und vier ihrer Kinder nach Rom. Dort wurden die Söhne Ludwig und Karlmann zu Unterkönigen über eigene Gebiete gesalbt. Ludwig erhielt Aquitanien und Karlmann wurde auf den Namen Pippin getauft und Unterkönig über Italien. Dies trug zur Stärkung des Bündnisses zwischen den Karolingern und den Päpsten bei.[10] Wegen der häufigen Schwangerschaften kann vermutet werden, dass sie Karl auf weiteren Feldzügen zumindest zeitweise begleitet hat. Hildegard starb am 30. April 783 kurz nach der Geburt ihrer letzten Tochter und wurde am 1. Mai, in der Abtei Sankt Arnulf in Metz beigesetzt. Es war Karls Wunsch, dass an ihrem Grab immer Kerzen brennen und täglich Gebete für die Verschiedene gesprochen werden sollten.[11] Wirken und Nachleben Ausschnitt aus der Kemptener Klosterchronik von 1499: Hildegard ist zusammen mit Karl dem Großen ganz rechts abgebildet. Der Hildegard-Brunnen an der Lindauer Straße in Kempten Wandmalerei von Franz Weiß mit Hildegard, der Klosterstifterin, als Motiv auf dem Landhaus am Hildegardplatz, Kempten Hildegard machte verschiedene Schenkungen an die Klöster St. Denis und St. Martin in Tours.[12] Sie war mit der heiligen Lioba befreundet, die für einige Zeit bei ihr am Hof gelebt haben soll. Sie vermittelte Hildegard religiöse Bildung und bot ihr geistlichen Rat.[13] Gemeinsam mit ihrem Mann gab sie das Godescalc-Evangelistar in Auftrag[14] und findet erstmals ausdrücklich Erwähnung als Königin – auch der Langobarden – durch das gemeinsame Unterzeichnen von Urkunden mit ihrem Gemahl.[15] Hildegard genoss bereits zu Lebzeiten hohes Ansehen und erfuhr in ihrem Nachruf von Paulus Diaconus verschiedene Würdigungen.[16] Diese sind jedoch mit gewisser Skepsis zu betrachten. In ihrem Epitaph sind unterschiedliche, zu dieser Zeit gängige Floskeln und Topoi enthalten, die möglicherweise eingebracht wurden, um Karl zu schmeicheln. So findet sich zum Beispiel der Verweis darauf, dass Hildegard der Inbegriff von Schönheit, Weisheit und Tugend gewesen sei. Es handelt sich hierbei um feststehende Redewendungen, die von mittelalterlichen Autoren verwendet wurden, um die Herrscherinnen standesgemäß zu umschreiben.[17] Papst Hadrian I. drückte in einem Brief an Karl sein Beileid über den frühen Tod Hildegards aus. https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_(Frau_Karls_des_Großen) | (FRAU KARLS DES GROSSEN), Hildegard (I10452)
|
| 4606 | war die erste Ehefrau des Frankenkönigs Charibert I. Ihre Herkunft ist unbekannt, eine vornehme Familie wird aber angenommen.[1] Ingoberga und Charibert waren vermutlich die Eltern von Bertha, der späteren Ehefrau des Königs Æthelberht von Kent und Initiatorin der christlichen Mission unter den Angelsachsen.[2] Die Ehe von Ingoberga und Charibert zerbrach, sie ging in ein Kloster nach Tours, wo sie eine Vertraute des Chronisten Gregor von Tours wurde.[3] Vor ihrem Tod mit etwa 70 Jahren schenkte sie ihr Vermögen Kirchen in Tours (insb. Saint-Martin de Tours) und der Kirche in Le Mans.[4][5] Ebenso soll sie Unfreie aus ihrer Verfügungsbefugnis entlassen haben.[6] | ..., Ingoberga (I37017)
|
| 4607 | war die Nichte des oströmischen Kaisers JOHANNES I. TZIMISKES und wurde als Frau Kaiser OTTOS II. Mitkaiserin des römisch-deutschen Reiches für elf Jahre und Kaiserin für sieben Jahre. Sie war eine der einflussreichsten Herrscherinnen des Mittelalters und steht zwischen OTTO II. und OTTO III. in der Herrscherfolge des Kaiserreichs. Gerade in der Zeit um 1000 orientierte sich die Kunst im Reich an byzantinischen Vorbildern der Buchmalerei und Goldschmiedekunst; THEOPANU brachte aus Konstantinopel ein Gefolge an Künstlern, Architekten und Kunsthandwerkern mit, durch die sich u. a. der Einfluss der byzantinischen Künste im Reich verbreitete. Weiterhin lässt sich die Verbreitung des NIKOLAUSBRAUCHTUMS auf Theophanu zurückführen. REGENTSCHAFT DER KAISERINNEN Nach dem frühen Tod Ottos II. übernahmen ADELHEID und ihre Schwiegertochter THEOPHANU die Regentschaft für den noch minderjährigen Otto III. Auf diese Art und Weise wollten sie die Macht und die Krone des Reiches für die Dynastie der Ottonen erhalten. Gemeinsam mit dem Erzbischof Willigis von Mainz führten sie die Regierungsgeschäfte für den minderjährigen Kaiser, bis Adelheid sich nach Italien zurückzog. Dort wurde sie Statthalterin von Italien. 991 kehrte sie an den Kaiserhof zurück, als ihre Schwiegertochter THEOPHANU mit Anfang 30 starb. Bis zur Volljährigkeit ihres Enkels Otto III. führte die Kaiserin die Regierungsgeschäfte. Theophanu wurde auf eigenen Wunsch im Westwerk von St. Pantaleon in Köln beigesetzt (ihr Schutzpatron war der heilige Pantaleon). Ihre letzte Ruhestätte fand sie (nach mehreren Umbettungen) in dem von Sepp Hürten neu gestalteten Sarkophag aus weißem Naxos-Marmor, in den am 28. Dezember 1962 ein Bleibehälter mit den wenigen sterblichen Überresten der Kaiserin eingebettet wurde. An der Stirnseite des Sarkophages ist, in Anlehnung an das oben abgebildete Elfenbeinrelief aus dem 10. Jahrhundert, ein das Herrscherpaar krönender und segnender Christus zu sehen, außerdem die Hagia Sophia (Konstantinopel) sowie Sankt Pantaleon (Köln), als Symbol der geeinten Kirche zu Ottos II. und Theophanus Zeiten und dem heutigen Wunsch nach Einigkeit. Der Sarkophag wird von folgender Schrift umgeben: Domina Theophanu, Imperatrix, uxor et mater Imperatoris, quae basilicam sancti Pantaleonis summo honore coluit et rebus propriis munificenter cumulavit, hic sepulcrum sibi constitui iussit („Die Herrin Theophanu, Kaiserin, Gattin und Mutter eines Kaisers, die dieser Kirche des hl. Pantaleon besondere Gunst erwies und sie aus ihrem Besitz großzügig beschenkte, ließ sich an dieser Stelle bestatten“). Seit 1989 findet jährlich am 15. Juni, dem Todestag Theophanus, am Sarkophag der Kaiserin eine Eucharistiefeier für die Einheit der Christen in Ost und West statt, deren kirchliche Einheit 1054 auseinanderbrach. Erst 1965 wurden die gegenseitigen Exkommunikationen durch Papst Paul VI. (Rom) und den Patriarchen Athinagoras (Konstantinopel) aufgehoben. | VON BYZANZ, Prinzessin Prinzessin Theofanu (I15268)
|
| 4608 | war die Nichte des oströmischen Kaisers JOHANNES I. TZIMISKES und wurde als Frau Kaiser OTTOS II. Mitkaiserin des römisch-deutschen Reiches für elf Jahre und Kaiserin für sieben Jahre. Sie war eine der einflussreichsten Herrscherinnen des Mittelalters und steht zwischen OTTO II. und OTTO III. in der Herrscherfolge des Kaiserreichs. Gerade in der Zeit um 1000 orientierte sich die Kunst im Reich an byzantinischen Vorbildern der Buchmalerei und Goldschmiedekunst; THEOPANU brachte aus Konstantinopel ein Gefolge an Künstlern, Architekten und Kunsthandwerkern mit, durch die sich u. a. der Einfluss der byzantinischen Künste im Reich verbreitete. Weiterhin lässt sich die Verbreitung des NIKOLAUSBRAUCHTUMS auf Theophanu zurückführen. REGENTSCHAFT DER KAISERINNEN Nach dem frühen Tod Ottos II. übernahmen ADELHEID und ihre Schwiegertochter THEOPHANU die Regentschaft für den noch minderjährigen Otto III. Auf diese Art und Weise wollten sie die Macht und die Krone des Reiches für die Dynastie der Ottonen erhalten. Gemeinsam mit dem Erzbischof Willigis von Mainz führten sie die Regierungsgeschäfte für den minderjährigen Kaiser, bis Adelheid sich nach Italien zurückzog. Dort wurde sie Statthalterin von Italien. 991 kehrte sie an den Kaiserhof zurück, als ihre Schwiegertochter THEOPHANU mit Anfang 30 starb. Bis zur Volljährigkeit ihres Enkels Otto III. führte die Kaiserin die Regierungsgeschäfte. Theophanu wurde auf eigenen Wunsch im Westwerk von St. Pantaleon in Köln beigesetzt (ihr Schutzpatron war der heilige Pantaleon). Ihre letzte Ruhestätte fand sie (nach mehreren Umbettungen) in dem von Sepp Hürten neu gestalteten Sarkophag aus weißem Naxos-Marmor, in den am 28. Dezember 1962 ein Bleibehälter mit den wenigen sterblichen Überresten der Kaiserin eingebettet wurde. An der Stirnseite des Sarkophages ist, in Anlehnung an das oben abgebildete Elfenbeinrelief aus dem 10. Jahrhundert, ein das Herrscherpaar krönender und segnender Christus zu sehen, außerdem die Hagia Sophia (Konstantinopel) sowie Sankt Pantaleon (Köln), als Symbol der geeinten Kirche zu Ottos II. und Theophanus Zeiten und dem heutigen Wunsch nach Einigkeit. Der Sarkophag wird von folgender Schrift umgeben: Domina Theophanu, Imperatrix, uxor et mater Imperatoris, quae basilicam sancti Pantaleonis summo honore coluit et rebus propriis munificenter cumulavit, hic sepulcrum sibi constitui iussit („Die Herrin Theophanu, Kaiserin, Gattin und Mutter eines Kaisers, die dieser Kirche des hl. Pantaleon besondere Gunst erwies und sie aus ihrem Besitz großzügig beschenkte, ließ sich an dieser Stelle bestatten“). Seit 1989 findet jährlich am 15. Juni, dem Todestag Theophanus, am Sarkophag der Kaiserin eine Eucharistiefeier für die Einheit der Christen in Ost und West statt, deren kirchliche Einheit 1054 auseinanderbrach. Erst 1965 wurden die gegenseitigen Exkommunikationen durch Papst Paul VI. (Rom) und den Patriarchen Athinagoras (Konstantinopel) aufgehoben. | (HRR), Theophanu (I51552)
|
| 4609 | war die Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen. Bald nach dem Tod ihres ersten Gemahls wurde Amalafrida im Jahr 500 in zweiter Ehe mit dem Vandalenkönig Thrasamund verheiratet, als dieser ein Bündnis mit Theoderich schloss.[1] Beide Ehepartner waren Arianer. Wahrscheinlich von ihrem ersten Mann hatte Amalafrida ihren Sohn Theodahad und ihre Tochter Amalaberga.[2] Diese beiden Kinder blieben in Italien zurück, als sich Amalafrida in Begleitung vieler gotischer Krieger, die sie vom Ostgotenkönig erhalten hatte, zu ihrem zweiten Gemahl nach Nordafrika begab.[3] Zu ihrer reichen Mitgift gehörte auch die sizilianische Hafenstadt Lilybaeum. Nach Thrasamunds Tod im Jahr 523 floh Amalafrida vor dessen Nachfolger Hilderich, der sie aber gefangen nehmen, anfangs inhaftieren und um 525 zusammen mit ihrem gotischen Gefolge umbringen ließ. Vermutlich hatte Hilderich in ihr eine Gefahr erblickt, da er mit Theoderich gebrochen hatte und vom Arianismus abgekehrt war.[4] Amalafridas Tochter Amalaberga war um 510 die Gemahlin des Thüringerkönigs Herminafried geworden. Ihr Sohn Theodahad war als letzter männlicher Nachkomme der Amaler von 534 bis 536 ostgotischer König. | ..., Amalfrida (I37008)
|
| 4610 | war die Tochter des Königs der Langobarden, Wacho aus der Dynastie der Lethinger. Sie wuchs in der pannonischen Tiefebene auf und heiratete um das Jahr 554 den Frankenkönig Theudebald. Als dieser 555 gestorben war, ehelichte Walderada um 555 Chlothar I., Theudebalds Nachfolger und Großonkel. Von diesem wurde sie jedoch verstoßen, da die Kirche gegen die Ehe Einspruch erhob. Danach nahm der erste bekannte Bayernherzog, der Agilolfinger Garibald I. Walderada zur Frau. Mit ihm hatte sie vier Kinder: Tassilo I., Gundoald, Grimoald I. und Theudelinde. | N., Walderada (I18366)
|
| 4611 | war die vierte Ehefrau Karls des Großen. Fastrada war die Tochter des Grafen Radulf aus vermutlich thüringisch-mainfränkischem Grafengeschlecht, wahrscheinlich dem der Mattonen. Carl Friedrich Colland gibt 1777 in seinen „Historische und durch Wappen erläuterte Nachrichten, von dem altfränkischen Geschlecht, der Herrn von Nordenberg, des Heil. Röm. Reichs ehemaligen Erbküchenmeistern und ihren Blutsfreunden, ...“ als Vater der Fastrada den Rudolf von Rothenburg, Herzog in Franken und Graf von Rothenburg a.d.T. (alte Schreibweise = an der Tauber) an.[1] Im Oktober 783, nach dem Tod von Karls dritter Frau Hildegard und seiner Mutter Bertrada, heiratete er Fastrada, mit der er zwei Töchter hatte: Theodrada (* um 785; † 9. Jan. 844/853, seit 814 Äbtissin von Argenteuil) und Hiltrud (* 787, † nach 800 (vermutlich nach 814)). Sie gilt als die Gründerin des Frauenklosters Münsterschwarzach, der Vorgängerinstitution der Abtei Münsterschwarzach. Karls Chronist Einhard berichtet in seiner Vita Caroli Magni, dass Fastrada sehr grausam gewesen sei. Einhard kannte Fastrada allerdings nicht persönlich, da sie bereits gestorben war, bevor er an den Hof Karls gelangte. Aus dem Jahr 785 ist ein Schreiben erhalten, in dem Karl Fastrada auffordert, mit den Kindern zu ihm auf die Eresburg zu kommen.[2] Später begleitete Fastrada ihren Mann wohl nicht ständig, stand aber immer im Kontakt mit ihm. So ist ein Brief erhalten, in dem Karl sich 791 besorgt nach ihrer Gesundheit erkundigt, weil er schon länger keine Nachricht von ihr erhalten hat. Dann berichtet er ihr von einem Sieg gegen die Avaren und bittet sie darum, Dankgottesdienste abhalten zu lassen Die kränkliche Fastrada starb während der Synode von Frankfurt und wurde im Stift St. Alban vor Mainz, lange bevor die Kirche vollendet war, beigesetzt. Dass Fastrada an diesem Platz bestattet wurde und nicht in der Basilika Saint-Denis, die den französischen Königen als Grablege diente, oder der Abtei St. Arnulf bei Metz, wie es fränkische Tradition gewesen wäre, zeugt vom großen Einfluss des Mainzer Erzbischofs Richulf. https://de.wikipedia.org/wiki/Fastrada https://de.wikipedia.org/wiki/Mattonen https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_(Frau_Karls_des_Großen) https://de.wikipedia.org/wiki/Bertrada_die_Jüngere https://de.wikipedia.org/wiki/Vita_Karoli_Magni https://de.wikipedia.org/wiki/Eresburg https://de.wikipedia.org/wiki/Awaren | N., Fastrada (I10453)
|
| 4612 | war durch ihre Mutter eine mit dem Sächsischen Adel verwandte Tochter des sorbischen Fürsten Dobromir aus der Lausitz. Sie war durch Heirat ab 987 Herzogin und ab 1000 Königin von Polen. Emnilda war die dritte Gemahlin des polnischen Herrschers Bolesław I. Chrobry, den sie im Jahr 987 ehelichte. Thietmar von Merseburgs Lob für Emnilda lässt auf ihr hohes Ansehen und ihren großen Einfluss am Piastenhof schließen. Aus der Ehe mit Bolesław gingen mehrere Kinder hervor: • Tochter N. N. (* um 988; † nach 1013), Äbtissin eines namentlich unbekannten Klosters • Reglindis (* um 989; † nach 21. März 1016), verheiratet 1002 mit Markgraf Hermann von Meißen • Mieszko II. (* 990; † 10. Mai 1034), ab 1025 König von Polen, verheiratet 1013 mit Richeza, Nichte Kaiser Ottos III. • Tochter N. N. (* um 995; † nach 1018), verheiratet zwischen 1009/1012 mit Swjatopolk I., Großfürst der Kiewer Rus • Otto (* um 1000; † 1033), ab 1031/1032 Herzog von Polen | VON WESTSLAWIEN \ VON SORBIEN, Prinzessin Prinzessin Eminilde \ Emnilda (I15278)
|
| 4613 | war Ehefrau von Olof Skötkonung, König von Schweden und Mutter von Anund Jakob, schwedischer König und von Ingegerd, Großfürstin von Kiew. | (OBODRITIN), Estrid (I37701)
|
| 4614 | war ein Angehöriger des Herzoghauses der Alamannen.[1] Gemäß der im 9. Jahrhundert erschienenen Vita Hludowici von Thegan war Huoching der Sohn des Alamannenherzogs Gotfrid (um 650–709).[1] Huochings Sohn Hnabi (oder Nebi) spielte eine Rolle bei der Gründung des Klosters St. Gallen. Hans Jänichen diskutierte 1976, ob die historischen Alamannen Huoching und Hnabi für die Germanen Hoc und Hnæf (welche im altenglischen Heldengedicht Beowulf, im Finnsburg-Fragment und der Dichtung Widsith vorkommen) Pate gestanden haben könnten. Jänichen folgte hier einer früheren Überlegung aus dem Jahre 1849, welche John Mitchell Kemble in seiner History of the Saxons in England anstellte. Die Schwertscheide von Gutenstein ist eine prunkvoll verzierte Schwertscheide einer Spatha aus dem 7. Jahrhundert, die im heutigen Sigmaringer Stadtteil Gutenstein im Grab eines alamannischen Kriegers gefunden wurde. Die Besonderheit dieser Schwertscheide sind die für das 7. Jahrhundert seltenen Darstellungen von Tierkriegern beziehungsweise Menschen mit Tiermasken, die nur wenige Parallelen in Europa hat. | N., Prinz Prinz Huoching (I10792)
|
| 4615 | war ein badischer (Titular)-Markgraf und Domherr in Straßburg und Trier | BADEN, von von Karl (I1404)
|
| 4616 | war ein badischer Prinz,(Titular)Markgraf von Baden und ab 1503 als Jakob II. von Baden Erzbischof und Kurfürst von Trier | BADEN, von von Jacob (I1401)
|
| 4617 | war ein badischer Titular-Markgraf und Domherr in Straßburg und Köln. | BADEN, von von Christoph (I1405)
|
| 4618 | war ein deutscher Mediziner aus den Spanischen Niederlanden. Peter de Spina entstammte einer Hugenottenfamilie (französische Protestanten) aus Armentières in den damaligen Spanischen Niederlanden, die sich anfangs de l’Espine nannte. Er war der Sohn von Estienne de l’Espine und der Jeanne de Houpline und ließ sich nach seinem Studium der Medizin aufgrund der in seiner Heimat wütenden katholischen spanischen Truppen unter Herzog Alba (1507-1582), ein spanischer Adliger im Dienst des spanischen Königs Karl V., als Dr. med. in Aachen nieder. Zwischenzeitlich erhielt er einen Ruf an das dänische Königshaus, wo er zum Leibarzt von König Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559) bestellt wurde. Nach dessen Tod kehrte de Spina wieder nach Aachen zurück, wo er seine Praxistätigkeit wieder aufnahm und zum Stadtphysicus ernannt wurde. Peter de Spina war verheiratet mit Agnes de Bourgeois aus Armentières und bekam mit ihr unter anderem den Sohn Peter de Spina II. Dieser studierte ebenfalls Medizin und wurde zunächst niedergelassener Arzt in Aachen, bevor er 1599 die Stadt aufgrund der Aachener Religionsunruhen verließ und eine akademische Laufbahn an der Universität Heidelberg antrat. Er wurde damit der Stammvater des Heidelberger Zweigs der Familie, dessen Angehörige unter anderem mit Peter de Spina III. und Johannes de Spina die Reihe erfolgreicher Hochschullehrer und Rektoren an der Heidelberger Universität weiterführten. https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_de_Spina_I. https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_III._(Dänemark_und_Norwegen) | DE SPINA, Peter I. (I2257)
|
| 4619 | war ein deutscher Rechtswissenschaftler und ehemaliger Rektor der Universität Heidelberg. Johannes de Spina entstammt einer alten evangelischen Familie aus Armentières in den damaligen Spanischen Niederlanden, die sich anfangs de l’Espine nannte und Mitte des 16. Jahrhunderts vor den spanischen katholischen Truppen des Herzogs Alba über Aachen nach Heidelberg geflüchtet war. Sein Urgroßvater war der Aachener Stadtphysikus Peter de Spina I. und sein Großvater Peter de Spina II. und sein Vater Peter de Spina III. waren ebenfalls Mediziner und zeitweise Rektoren der Universität Heidelberg. Johanns Mutter war Catharina Cornet (1614–1167), die zweite Ehefrau seines Vaters. Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 91. Abendmahl in Heidelberg-Klosterkirche zu Weihnachten 1657, "Francofurtensis". Studium in Heidelberg 1659 (Matrikel der Universität Heidelberg am 7.4.1659, "Francofortensis"). Veröffentlichung (Dissertation): Disputatio Iuridica Inauguralis. Exhibens Praecipuas Iuris Communis, Et Electoralis Palatini, circa materiam testamentariam, differentias / Quam ... Decreto Et Authoritate, Magnifici Nobilissimi Et Amplissimi Iureconsultorum Ordinis, In Illustri Et Perantiqua Hidelbergensium Academia, Statutis Ita Iubentibus. / Praeside. ... D. Ioh. Friderico Bökelmanno ... Pro Summis In Utroque Iure Honoribus Et Privilegiis Doctoralibus Legitime consequendis Publicae & solenni Eruditorum censurae submittit. Johannes de Spina, Moena-Francofurtensis. Ad diem [...] April., Heidelberg 1666 (VD17 7:646918A). Licentiat beider Rechte und Syndikus (1669, 1680) sowie Professor und Rektor (1684/85) der Universität und Kirchenrat (1688) in Heidelberg. Tod lt. KB Heiliggeistkirche (o.A.). Von Karl Konrad Achenbach gehaltene Leichenpredigt in Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Signatur 21290. https://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_de_Spina | DE SPINA, Prof. Dr. jur. utr. Johannes (I2254)
|
| 4620 | war ein Dux der Langobarden im Gebiet von Friaul. Er fiel um das Jahr 610 im Kampf als die Awaren in Friaul einfielen. Seine Gemahlin Romhilda, Tochter von Herzog Garibald I. von Baiern und von Walderada, Tochter des Langobardenkönigs Wacho suchte daraufhin mit ihren Söhnen in der Stadt Forum Iulii Schutz. Die Stadt wurde dann von den Awaren eingenommen, angeblich weil Romhilda, von der Schönheit des jungen Awarenherrschers geblendet, die Tore öffnete. Die Männer der Stadt wurden umgebracht, die Frauen und Kinder verschleppt. Die Söhne Gisulfs konnten allerdings entkommen. Die Begebenheiten werden von Paulus Diaconus überliefert, der allerdings kein Zeitgenosse Gisulfs war. Warum die Awaren die Langobarden angriffen, mit denen sie sonst meist in gutem Einvernehmen standen ist unklar. Dies und die Tatsache, dass der damalige Langobardenkönig Agilulf offenbar keine Hilfe leistete, lassen die Vermutung zu, dass die Awaren in seinem Auftrag gegen Gisulf vorgingen.[1] Zwei der Söhne Gisulfs, Raduald und Grimoald waren nacheinander Herzog von Benevent. Grimoald wurde 662 sogar König der Langobarden. | VON FRIAUL, Gisulf II. (I24207)
|
| 4621 | war ein fränkischer Adliger aus der Familie der Buviniden. Während des späten 9. Jahrhunderts fasste er die westlich der Saône gelegenen Gebiete des alten Burgund unter seiner Herrschaft zusammen und gilt damit als Begründer des mittelalterlichen Herzogtums Burgund, das der heutigen französischen Landschaft Bourgogne entspricht. | VON BURGUND, Richard ´der Gerichtsherr` (I17057)
|
| 4622 | war ein fränkischer Hausmeier. Er stieg als Sohn Pippins des Mittleren in dieses Amt auf, dessen Besetzung durch Nachfolgekämpfe geprägt war, auf die der merowingische König keinen Einfluss mehr hatte. Unter Karl Martell setzte sich die im frühen 7. Jahrhundert begonnene Entwicklung zur königsgleichen Herrschaft der Hausmeier fort. Am Ende dieses Prozesses waren die merowingischen Könige nur noch Marionetten der rivalisierenden Adelsfraktionen, bis mit Karl Martells Sohn Pippin dem Jüngeren ein karolingischer Hausmeier König der Franken wurde und die alte Dynastie ablöste. Karls militärische Aktivitäten erweiterten das Fränkische Reich und schufen die Grundlage für die spätere Expansion der karolingischen Könige, insbesondere seines Enkels Karls des Großen. Wichtige weltliche und geistliche Posten des Frankenreiches besetzte er mit eigenen Gefolgsleuten. In seinen späteren Lebensjahren konnte er sogar ohne König regieren. Karl förderte die Missionierungsbestrebungen seiner Zeit und pflegte Kontakte zum Papst. Aufgrund seiner Übergriffe auf Kirchengut sahen die mittelalterlichen Autoren in ihm jedoch einen Kirchenräuber. Besonders seit dem 19. Jahrhundert erinnerte sich die Nachwelt vor allem an den Sieg Karl Martells über Araber und Berber in der Schlacht bei Poitiers 732. Karl wurde in der Folge – nach neuerer Forschung zu Unrecht – zum Retter des christlichen Abendlandes stilisiert. Er war namengebend für die Karolingerdynastie. Seine kriegerischen Erfolge brachten ihm im 9. Jahrhundert den Beinamen Martellus („der Hammer“) ein. https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Martell https://de.wikipedia.org/wiki/Hausmeier https://de.wikipedia.org/wiki/Fränkisches_Reich https://de.wikipedia.org/wiki/Pippin_der_Mittlere https://de.wikipedia.org/wiki/Merowinger https://de.wikipedia.org/wiki/Pippin_der_Jüngere https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Große https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Tours_und_Poitiers https://de.wikipedia.org/wiki/Karolinger | (KAROLINGER), Karl Martell (I18867)
|
| 4623 | war ein führender fränkischer Großer im nördlichen Lotharingien (Niederlothringen) im 9. und 10. Jahrhundert. Er ist der Begründer der Sippe der Reginare, zu denen auch das bis 1918 regierende Haus Hessen gehört. Seine familiäre Herkunft ist nicht dokumentiert, wenngleich er allgemein als Sohn des Maasgaugrafen Giselbert und einer Tochter Kaiser Lothars I. angenommen wird[1]. Alternativ wird allerdings auch ein Reginar als Vater in Betracht gezogen, der zwischen 864 und 870 als Laienabt von Echternach genannt wird und der vermutlich mit dem comes Reginar identisch war, der 876 in der Schlacht von Andernach getötet wurde. Reginar I. wird in einer Liste der Laienäbte von Echternach als „junior“ bezeichnet.[2] Bereits in mittelalterlichen Chroniken wird Reginar I. der Beiname „Langhals“ (Collo-longus, Longum-collum) beigegeben, wohl irrtümlich in Verwechslung mit seinem Enkel Reginar III., dem dieser Beiname schon früher zugesprochen wurde.[3] | VON HENNEGAU, Reginar I. (I17051)
|
| 4624 | war ein König des Ostgotenreichs aus dem Geschlecht der Amaler. Theoderich, der als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der spätantiken Völkerwanderungszeit gilt, herrschte nach seinem Sieg über Odoaker in Italien und fungierte zeitweise auch als Herrscher des Westgotenreichs. Seine Rechtsstellung, ob er im Namen des oströmischen Kaisers über das Weströmische Reich herrschte oder als Herrscher nur über die Ostgoten anzusehen ist, ist umstritten. Theoderich gilt als das historische Vorbild für Dietrich von Bern („Theoderich von Verona“) in der germanisch-mittelalterlichen Heldendichtung. | ..., Flavius Theodericus Rex Flavius Theodericus Rex Theodorich der Große (I36785)
|
| 4625 | war ein Mitglied der berühmten venezianischen Morosini-Familie . Ihr Sohn war Andrew III. , Der venezianische König von Ungarn . | MOROSINI, Tomasina (I1919)
|
| 4626 | war ein nicht-regierender badischer Markgraf. | BADEN, von von Wolfgang (I1409)
|
| 4627 | war ein prominenter byzantinischer Feldherr, der gemeinsam mit seinem Bruder Nikephoros Phokas erfolgreich im Osten des Reiches gegen das Vordringen des islamischen Kalifates kämpfte. Nach der Thronbesteigung seines Bruders als Kaiser NIKEPHOROS II. (963–969) wurde er von diesem 963 zum KUROPALATES (etwa Obersthofmeister) und Logothetes tou dromu (etwa: leitender Minister) ernannt und fungierte während dessen Herrschaft als sein wichtigster Berater. Nach der Ermordung seines Bruders durch seinen Neffen JOHANNES I., der als 969 als KAISER VON BYZANZ nachfolgte, wurde er verbannt. Zweimal versuchte er die Macht für sein Haus zurückzugewinnen, scheiterte jedoch und starb GEBLENDET in der Verbannung. Durch seine Enkelin THEOPANO SKLERAINA (* um 955/60; † 15. Juni 991), die Gemahlin des Römisch-deutschen KAISERS OTTO II. hinterließ er in Europa eine dauerhafte Nachkommenschaft. | PHOKAS, Leiter des Palastes Leiter des Palastes Leon (I23933)
|
| 4628 | war eine badische Prinzessin und durch Ehe Gräfin von Haigerloch, sowie Freifrau von Ow zu Wachendorf. | BADEN, von von Rosine (I1337)
|
| 4629 | war eine badische Prinzessin und Titular-Markgräfin von Baden | BADEN, von von Sibylle (I1410)
|
| 4630 | war eine Konkubine (ältere Forschung: Friedelfrau) des fränkischen Königs Lothar II. von Lothringen, der jedoch verheiratet war. Diese Tatsache hatte weitreichende politische und rechtgeschichtliche Folgen. Sie entstammte einer adligen Familie aus dem Maas-Mosel-Raum und war die Schwester von Gunthar, Erzbischof von Köln. Die 855 geschlossene Ehe Lothars mit Theutberga blieb kinderlos. Ab 857 bis zu seinem Tod 869 versuchte Lothar erfolglos, sich von Theutberga scheiden zu lassen, um eine gültige Ehe mit Waldrada einzugehen. Die Scheidung wurde insbesondere von Papst Nikolaus I. abgelehnt. Nachdem auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, widerrief der Papst diese Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 wurde auch Waldrada vom Papst exkommuniziert. Auch ein Italienzug, auf dem Lothar seine Angelegenheit Papst Hadrian II. persönlich vortragen konnte, änderte nichts an der Entscheidung. Lothar wurde allerdings wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, nachdem er dem Papst versichert hatte, dass er seit ihrer Exkommunikation nicht mehr mit Waldrada zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden starb Lothar II. in Piacenza.[1][2] Nach Lothars Tod zog Waldrada sich in das Kloster Remiremont zurück, wo sie auch begraben wurde. | N., Waltrada (I18430)
|
| 4631 | war eine Konkubine (ältere Forschung: Friedelfrau) des fränkischen Königs Lothar II. von Lothringen, der jedoch verheiratet war. Diese Tatsache hatte weitreichende politische und rechtgeschichtliche Folgen. Sie entstammte einer adligen Familie aus dem Maas-Mosel-Raum und war die Schwester von Gunthar, Erzbischof von Köln. Die 855 geschlossene Ehe Lothars mit Theutberga blieb kinderlos. Ab 857 bis zu seinem Tod 869 versuchte Lothar erfolglos, sich von Theutberga scheiden zu lassen, um eine gültige Ehe mit Waldrada einzugehen. Die Scheidung wurde insbesondere von Papst Nikolaus I. abgelehnt. Nachdem auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, widerrief der Papst diese Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 wurde auch Waldrada vom Papst exkommuniziert. Auch ein Italienzug, auf dem Lothar seine Angelegenheit Papst Hadrian II. persönlich vortragen konnte, änderte nichts an der Entscheidung. Lothar wurde allerdings wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, nachdem er dem Papst versichert hatte, dass er seit ihrer Exkommunikation nicht mehr mit Waldrada zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden starb Lothar II. in Piacenza.[1][2] Nach Lothars Tod zog Waldrada sich in das Kloster Remiremont zurück, wo sie auch begraben wurde. | N., Waltrada (I22756)
|
| 4632 | war eine markgräflich-badische Prinzessin und durch Ehe Pfalzgräfin von Simmern. | BADEN, von von Beatrix (I1412)
|
| 4633 | war eine Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat Gräfin von Hohenzollern. Magdalena wurde die Stammmutter der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen. Ihre Grabplatte neben dem Hochaltar, vermutlich von dem Nürnberger Bildhauer Peter Vischer geschaffen, stellt sie gemeinsam mit ihrem Mann dar. Magdalena ist hier in altdeutscher Tracht mit dem Schwanenorden um den Hals abgebildet; zu ihren Füßen ein Hund, das Symbol weiblicher Treue. Das Grabmal gehört zu den großen Kunstschätzen Hechingens | BRANDENBURG, von von Magdalena (I1397)
|
| 4634 | war eine Tochter Karls des Großen und Äbtissin in Argenteuil und Münsterschwarzach. Sie wurde als ältere der beiden Töchter von Karls vierter Frau Fastrada und als zwölftes Kind des Frankenkönigs[1] geboren. Ab 814 ist sie als Äbtissin von Notre-Dame d’Argenteuil belegt. Eine Urkunde, die vermutlich aus dem Jahr 828 stammt,[2] beinhaltet die Aussage, dass Theodrada Argenteuil von ihrem Vater erhalten habe. Jedenfalls wurde die Abtei anlässlich der Übertragung von der Abtei Saint-Denis unabhängig und als karolingisches Hauskloster direkt dem Frankenkönig unterstellt. In der bereits erwähnten Urkunde von 828 erstattet Theodrada das Kloster jedoch an St.-Denis zurück unter der Bedingung, dass sie es auf Lebenszeit nutzen dürfe, sofern sie nicht freiwillig darauf verzichte oder mit einem anderen Kloster entschädigt werde.[3] Karl der Große soll dem im 12. Jahrhundert lebenden Hugo von Amiens (Erzbischof von Rouen) zufolge seiner Tochter und ihrem Kloster den Heiligen Rock, angeblich ein von Maria gewebtes Kleidungsstück Jesu, als Reliquie übergeben haben. Diese Überlieferung kann jedoch auch eine Legende sein, die der Reliquie zusätzliche Bedeutung verschaffen sollte, indem sie sie mit Karl dem Großen in Verbindung brachte. Daher ist der Bericht aufgrund seines zeitlichen Abstands zum Geschehen kein Indiz für den Zeitpunkt des Amtsantritts Theodradas. Das Textil, das aus dem ersten oder zweiten nachchristlichen Jahrhundert stammt, machte Argenteuil ab dem 15. Jahrhundert zu einem beliebten Wallfahrtsort. Als Normannen die Gegend um Paris, in der sich das Kloster befand, verwüsteten, floh Theodrada in das ostfränkische Reich und wurde Äbtissin des Frauenklosters Münsterschwarzach. In der Folgezeit unterband sie dort die seit der Klosterreform Benedikt von Anianes vorgesehene freie Wahl der Vorsteherinnen durch die Nonnen. Zum Schutz der Abtei unterstellte sie diese mit dem gesamten Landbesitz den Bischöfen von Würzburg. Dennoch hatte sie selber weiterhin gewisse Rechte am Kloster,[4] denn in einer Urkunde vom 9. Januar 844 bestimmt sie (mit Einverständnis des Würzburger Bischofs Gozbald) Blutenda zu ihrer Nachfolgerin.[5] Das Todesdatum Theodradas ist genauso schlecht überliefert wie die Geschichte Münsterschwarzachs in den folgenden Jahren: Am 21. Juli 853 wurde Hildegard, Tochter Ludwigs des Deutschen und Großnichte Theodradas, Äbtissin des Klosters Fraumünster in Zürich, nachdem sie zuvor dieses Amt in Münsterschwarzach innegehabt hatte.[6] Theodrada dürfte also einige Zeit vor diesem Datum gestorben sein, da in der Zeit zwischen 844 (ihrer letzten urkundlichen Erwähnung als lebende Person) und 853 auch die Amtszeit Hildegards liegen muss. In den Jahren zuvor war entweder Blutenda gestorben oder aber die Urkunde aus dem Jahr 844 rückgängig gemacht worden, denn eine Urkunde vom 27. März 857 weist darauf hin, dass Theodrada für die Zeit nach ihrem Tode Hildegard das lebenslange Nutzungsrecht an Münsterschwarzach zugesichert habe, während Blutenda hier völlig übergangen wird.[7] Da Theodrada in dieser Urkunde definitiv als verstorben bezeichnet wird, ist 857 der absolute Terminus ante quem für ihr Todesjahr. https://de.wikipedia.org/wiki/Notre-Dame_(Argenteuil) https://de.wikipedia.org/wiki/Theodrada https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Äbtissinnen_und_Äbte_von_Münsterschwarzach https://de.wikipedia.org/wiki/Benedikt_von_Aniane https://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_(Tochter_Ludwigs_des_Deutschen) https://de.wikipedia.org/wiki/Terminus_ante_quem | Theodora (I10802)
|
| 4635 | war einer der jüngeren der sechs bekannten Söhne des Grafen Friedrich vom Moselgau und dessen Frau Irmtrud (oder Irmintrud) von der Wetterau, Tochter des Grafen Heribert von der Wetterau aus der Familie der Konradiner und Erbin der Grafschaft Gleiberg. Hermanns Geburts- und Todesdaten sind ungewiss; er dürfte wohl erst um 1015 geboren sein, und er starb wohl um 1062, möglicherweise aber auch erst 1076. Hermann stritt um sein mütterliches Erbe Gleiberg, rebellierte zeitweise gegen König Heinrich IV., wurde 1057 gefangengesetzt, unterwarf sich dann bald, und war danach ein treuer Gefolgsmann Heinrichs IV. Hermann ist als Besitzer und Bewohner der Burg Gleiberg beurkundet und war der Stammvater der Gleiberger Grafenlinie. Seine Gemahlin ist nicht mehr bekannt. Sein Sohn Hermann II. von Gleiberg beerbte ihn. | VON GLEIBERG, Hermann I. (I39298)
|
| 4636 | War eventuell als junger Mann in den deutschen Niederlassungen der Diesbach- Watt-Gesellschaft tätig. Er war Kaufmann in St. Gallen und erwarb sein grosses Vermögen vermutlich durch seine Beteiligungen an Handelsgeschäften. In der Zeit von 1460 bis 1474 war er, abwechselnd mit Georg Gmünder, Hans Schurff und Othmar Schlaipfer, im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt in der Stadt St. Gallen, weiterhin übernahm er die Funktion als Siebner (Siebnergericht: erst- und zweitinstanzliche Rechtsprechung in Zivil- und Streitfällen) und war Mitglied des verhörrichterlichen Kollegiums. Er war Mitglied der Gesellschaft zum Notenstein. 1458-60 Haus hinter der Brotlaube, 1461 Haus in der Multergasse | VON WATT, Hektor (I3022)
|
| 4637 | war frei Stammlinie Auer Johann Inhelder, Salez Dr. h.c. Johann Wilhelm Auer von Sennwald, 1847 - 1900, S. 22 https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=fsj-002%3A1952%3A19%3A%3A184 ETH-Bibliothek Zürich; Download: 28.11.2024 | AUWER, Andreas (I17356)
|
| 4638 | war Graf von Zollern sowie als Friedrich I. von Nürnberg-Zollern Burggraf von Nürnberg. Er war der erste Nürnberger Burggraf, der aus dem Haus Hohenzollern stammte. Friedrich war der dritte bekannte Vertreter mit diesem Namen unter den Grafen von Zollern. Er war der Sohn oder Enkel des um 1142 gefallenen Friedrich II. von Zollern. Nachgewiesen ist Friedrich I. seit 1171 als Parteigänger der Staufer.[1] Von besonderer Bedeutung erwies sich die Heirat Friedrichs (1184), dessen Besitz an der Schwäbischen Alb lag, mit Sophia von Raabs († circa 1218), der Erbtochter der Burggrafschaft Nürnberg. Mit diesem Amt wurde er daher von Heinrich VI. vermutlich noch im Jahre 1191 belehnt, womit er die fränkische Linie seines Hauses begründete. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts bezeichnete sich diese Linie dann als Hohenzollern. | VON NÜRNBERG, Friedrich I. (I40207)
|
| 4639 | war Graf von Zollern sowie als Friedrich I. von Nürnberg-Zollern Burggraf von Nürnberg. Er war der erste Nürnberger Burggraf, der aus dem Haus Hohenzollern stammte. Friedrich war der dritte bekannte Vertreter mit diesem Namen unter den Grafen von Zollern. Er war der Sohn oder Enkel des um 1142 gefallenen Friedrich II. von Zollern. Nachgewiesen ist Friedrich I. seit 1171 als Parteigänger der Staufer.[1] Von besonderer Bedeutung erwies sich die Heirat Friedrichs (1184), dessen Besitz an der Schwäbischen Alb lag, mit Sophia von Raabs († circa 1218), der Erbtochter der Burggrafschaft Nürnberg. Mit diesem Amt wurde er daher von Heinrich VI. vermutlich noch im Jahre 1191 belehnt, womit er die fränkische Linie seines Hauses begründete. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts bezeichnete sich diese Linie dann als Hohenzollern. | VON ZOLLERN, Friedrich I. (I51516)
|
| 4640 | war Gräfin von Andechs-Meranien und Königin von Ungarn. Ihr Gemahl war Andreas II. (Ungarn). Gertrud von Andechs-Meranien wurde ungefähr um 1185 als Tochter des Herzogs Berthold IV. von Andechs-Meranien und seiner zweiten Gemahlin Agnes von Rochlitz in Andechs geboren.[1] Berthold IV. von Andechs-Meranien war Graf von Andechs und Herzog von Meranien. Andechs war ein Schloss und eine Gegend nahe dem Ammersee in Bayern. Meranien liegt an der Adriaküste bei Fiume (Rijeka). Berthold war ein direkter Vasall des Kaisers somit von den großen Herzogtümern in Deutschland unabhängig. Sein Sohn, ebenfalls Berthold, wurde zum Erzbischof von Kalocsa in Ungarn und 1218 zum Patriarch von Aquileia ernannt.[1] Agnes von Rochlitz war die Tochter von Graf Dedo V. von Rochlitz (Markgraf Dedi V., der Feiste, von der Ostmark aus dem Hause Wettin) und seiner Gemahlin Mathilde von Heinsberg, Tochter von Graf Goswin II. von Heinsberg. Dedo V. von Rochlitz und seine Gemahlin Mathilde hinterließen sechs Kinder: Konrad, der seinem Vater in der Markgrafenwürde folgte, Dietrich, der spätere Graf von Groitzsch, Philipp, der vor 1190 Propst des Stiftes St. Viktor in Xanten war, Heinrich, Goswin und Agnes.[1] Agnes wurde die Ehefrau des Herzogs von Meranien und brachte vier Söhne, nämlich Otto VII. Herzog von Meranien, Heinrich, Markgraf von Istrien, Ekbert, Bischof von Bamberg und Berthold V., Patriarch von Aquileja, sowie vier Töchter zur Welt: Mechthild, Äbtissin im Kloster Kitzingen, Agnes, (dritte) Gemahlin des französischen Königs Philipp II. Augustus, Hedwig, Gemahlin des Herzogs Heinrich I. von Schlesien, und Gertrud, Gemahlin König Andreas II. von Ungarn. (vgl. Alois Schütz. Das Geschlecht der Andechs-Meranier im europäischen Hochmittelalter. In: Herzöge und Heilige. Das Geschlecht der Andechs-Meranier im europäischen Hochmittelalter, Regensburg 1993, S. 22–187.) | VON MERAN-ANDECHS, Gertrud (I36337)
|
| 4641 | war in den Jahren von 736 bis zu seinem Tod Herzog der Bajuwaren in Baiern. Odilo, ein Sohn von Gotfrid, stammte mütterlicherseits aus dem bairischen Herzogsgeschlecht der AGILOLFINGER. Der Herzog aber, der dem Volke vorsteht, ist allezeit auf dem Geschlecht der Agilolfinger gewesen und muss es sein..., bestimmte das bairische Stammesrecht, das Lex Baiuvariorum. Im Jahr 736 erfolgte der Regierungsantritt Herzog ODILOS als Nachfolger Hugberts. Odilo verwirklichte im Jahr 739 die bairische Diözesaneinteilung. Die Bistümer Regensburg, Freising, Passau und Salzburg wurden kirchenrechtlich gegründet und ihre Grenzen festgelegt; der Herzog blieb aber Kirchenoberhaupt. Im Jahr 742 heiratete Odilo mit HILTRUD eine Tochter des fränkischen Hausmeiers KARL MARTELL l, mit dessen Söhnen Karlmann und Pippin der Jüngere es im darauffolgenden Jahr (743) zum Konflikt kam. Odilo unterlag in der SCHLACHT BEI EPFACH AM LECH, floh und musste dann mit dem Friedensschluss von 744 die fränkische Oberhoheit über Baiern bestätigen. Odilo behielt sein Herzogtum. Später im Jahr führte Karlmann dann noch eine Strafexpedition gegen die Ostsachsen durch, die mit Odilo in den Kampf gezogen waren. Herzog Odilo starb im Jahr 748. Nach seinem Tod versuchte GRIFO, Baiern aus der Oberhoheit des Frankenreiches zu befreien. Zusammen mit dem Grafen SWIDGER entführte er die Witwe Odilos und dessen Sohn, den späteren TASSILO III. Pippin musste im Jahr 749 erneut gegen das bairische Stammesherzogtum ziehen. Nach seinem Sieg wurde Odilos Sohn Tassilo III., geb. 741, unter der Vormundschaft seiner Mutter HILTRUD zum Nachfolger seines Vaters ernannt. Odilo gilt als Gründer der KLÖSTER BENEDIKTBEUERN im Jahr 739, Niederaltaich (mit Pirmin) im Jahr 741 und Mondsee im Jahr 748 im heutigen Oberösterreich und noch einer Reihe weiterer Klöster, darunter die ZELLE ZU CHAMMÜNSTER. Herzog Odilo wurde im KLOSTER GENGENBACH IM ORTENAUKREIS, das von Pirmin bereits im Jahr 727 gegründet wurde, beerdigt. Herzog Odilo veranlasste auch die Niederschrift der Lex Baiuvariorum, der ältesten Sammlung von Gesetzen des bairischen Stammesherzogtums. Der Text ist auf Latein verfasst. | VON BAYERN, Odilo (I24199)
|
| 4642 | war Kaufmann in Makassar in Indonesien, Celebes, heute Sulawesi, eine indonesische Insel; später in Holland | AUER, Karl (I1380)
|
| 4643 | war Klosterfrau in Königsfelden, das 1528 von Bern als Kloster aufgehoben wurde. Margarethe verliess im Zuge der Reformation das Stift und vermählte sich mit Luzius von Tscharner ... und später mit Jakob May | VON WATTENWYL, Margaretha (I30358)
|
| 4644 | war König der Burgunden in den Jahren nach der Zerstörung des Burgundenreichs am Rhein durch die Hunnen. Er war vermutlich ein Sohn des Königs Gundahar († 436) und wird von Gregor von Tours als Nachkomme des Westgotenkönigs Athanarich († 381) bezeichnet. Im Jahr 406 hatten die Burgunden unter ihrem König Gundahar (Gundihar, Guntiar) bei Mainz den Rhein überschritten (siehe Rheinübergang von 406) und sich anschließend mit Genehmigung des römischen Kaisers Honorius am Rhein angesiedelt. Gundahars gewaltsame Versuche, sein Reich nach Westen (Belgica I) auszudehnen, brachte die Burgunden 30 Jahre später in Konflikt mit den Römern. Im Jahr 435 wurde ein burgundisches Heer von hunnischen Hilfstruppen unter dem römischen Heermeister Aëtius geschlagen und endgültig vernichtet. Dieses Ereignis gilt als der historische Kern des Nibelungenepos. Gundahar wurde dabei getötet, ebenso wie nach Berichten der Großteil seines Stammes. Ein Teil der Überlebenden unterwarf sich Attila und wurde in Pannonien angesiedelt, die Mehrheit jedoch schloss sich unter ihrem neuen König Gundioch als Auxiliartruppen den Römern an. Aëtius siedelte sie 443 als Föderaten in der Westschweiz und der Sapaudia (dem heutigen Savoyen) als Puffer gegen die erstarkenden Alamannen an, womit das neue Königreich der Burgunden mit der Hauptstadt Genf entstand. Gundioch kämpfte 451 in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern gegen die Hunnen Attilas und 456 auf Befehl des Kaisers Avitus mit dem Westgotenkönig Theoderich II. gegen die Sueben unter Rechiar in Spanien. Im Jahr 457 wurde er von den aufständischen Einwohnern Lyons gerufen (im gleichen Jahr wird auch sein Bruder Chilperich I. als König genannt). Unter Bruch des Föderatenverhältnisses übernahm er die Stadt, wurde von Kaiser Majorian vertrieben und unterworfen. Nach dessen Ermordung 461 nahm er – von den heutigen Regionen Savoyen, Südschweiz und Franche-Comté aus – seine Eroberungspolitik wieder auf. 461 machte er Lyon zu seiner neuen Hauptstadt, er bemächtige er sich der Provinzen Lugdunensis I (heute Burgund) und Viennensis (Rhônetal, 463). Innenpolitisch regierte er sein vergrößertes Reich, indem er eine strenge Trennung zwischen Burgundern (Militärverwaltung) und Einheimischen (Zivilverwaltung) beachtete. Der Machtzuwachs führte dazu, dass nach Aëtius’ Tod (454) der neue Machthaber Ricimer seine Schwester mit Gundioch verheiratete, um ein Gleichgewicht der Kräfte in Gallien zu erreichen. Ricimer machte ihn 463 zu seinem Magister militum Galliarum, burgundische Verbände wurden von den Römern in Avignon und Embrun stationiert. Gundiochs Sohn Gundobad wurde nach Ricimers Tod 472 dessen Nachfolger (ein weiterer Hinweis auf die wachsende strategische Bedeutung des Burgunden), gab diese Position aber wieder auf, als sein Vater um 473 starb, obwohl der überlebende Chilperich I. nun die alleinige Königsgewalt übernahm. Nach Chilperichs Tod ca. 480 kam es der älteren Forschung zufolge zu einer burgundischen Reichsteilung unter Gundiochs vier Söhnen Gundobad, Chilperich II., Godomar I. und Godegisel. In der neueren Forschung wird dies stark bezweifelt, denn es fehlen belastbare Belege; die genauen Todesdaten der Söhne Gundiochs sind auch unklar. Es wird inzwischen davon ausgegangen, dass sowohl Godomar als auch Chilperich II. bereits 476/77 verstorben waren und nur Godegisel und Gundobad sich die Herrschaft teilten.[1] | VON BURGUND, Gundowech (I22685)
|
| 4645 | war Königsbote, Pfalzgraf in Schwaben und von 915 bis 917 Herzog von Schwaben. Er war wahrscheinlich ein Sohn des schwäbischen Pfalzgrafen Berchthold I. (auch Erchanger I. genannt) (um 880/892) und einer Tochter des Etichonen Erchanger (der Jüngere) († um 864), Graf im Elsass (andere Quellen nennen Gisela von Ostfranken (* 840; † 891), Tochter König Ludwigs II., als seine Mutter), und damit Angehöriger der Familie der Alaholfinger. Seine Schwester Kunigunde heiratete Markgraf Luitpold von Karantanien und in zweiter Ehe Konrad I. Sein Bruder war Berchthold. Erchangers Gemahlin war Bertha († 966). Erchanger war Königsbote und Gutsverwalter in Schwaben. Bis ins Jahr 911 unterstützten sich Erchanger und Bischof Salomo III. von Konstanz aufgrund ihrer gemeinsamen politischen Interessen gegenseitig. Erchanger, aber auch Burchard I. und dessen Sohn Burchard II., strebten nach der Macht in Schwaben. Erchanger beteiligte sich maßgeblich an der Ausschaltung Burchards I., der 911 des Hochverrats angeklagt und hingerichtet wurde. Nachdem somit die Burchardinger ihre Vormachtstellung eingebüßt hatten, waren Erchanger und sein Bruder Berchthold die einflussreichsten Grafen in Alemannien. Im Jahr 913 brach ein Streit zwischen Erchanger und König Konrad I. aus. Als Geste der Versöhnung verheiratete Erchanger seine Schwester Kunigunde, deren Mann Luitpold gerade verstorben war, mit Konrad I., der im Gegenzug Erchanger als Vertreter des Königtums in Schwaben einsetzte. Dies brachte ihn in Gegensatz zu Bischof Salomo. Im Jahr 914 befahl Erchanger, der seine Einkünfte durch den Bischof geschmälert sah, diesen gefangen zunehmen. Daraufhin ließ König Konrad Erchanger gefangen nehmen und in die Verbannung schicken. Bischof Salomo erlangte seine Freiheit zurück. Schon ein Jahr später, 915, kehrte Erchanger zurück. Noch im selben Jahr kämpften er und Burchard II. an der Seite des bayerischen Herzogs Arnulf siegreich gegen die Ungarn in der Schlacht am Inn. Danach verbündeten sich Erchanger und Burchard gegen König Konrad I. und besiegten diesen in der Schlacht bei Wahlwies im Hegau. Anschließend wurde Erchanger zum Herzog von Schwaben ausgerufen. Wegen seiner Vergehen gegen den König und den Bischof wurde Erchanger im September 916 von der Synode von Hohenaltheim zu Klosterhaft verurteilt. Bei dem Versuch, sich mit König Konrad I. zu versöhnen, wurden er und sein Bruder auf der Anreise im Januar 917 auf Befehl des Königs hingerichtet. Erchangers Güter wurden konfisziert, seine Gemahlin Bertha durfte ihren Besitz behalten. | VOM ELSASS\VON SCHWABEN, Erchanger (I37553)
|
| 4646 | war Leibeigener des Abts Diethelm von St.Gallen, kaufr sich 1564 frei und wurde Bürger Naturalisiert (15 Mrz 1577 in St.Gallen, St.Gallen, SG, CHE) http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F119724?main_person=I344490 | WARTMANN, Sebastian (I12430)
|
| 4647 | war nach der Reichsteilung von Vieux-Poitiers 742 bis 747 der fränkische Hausmeier aus dem Geschlecht der Karolinger für Austrien und Alemannien. Er war der älteste Sohn des Hausmeiers Karl Martell und dessen erster Ehefrau Chrotrud. Bruderzwist Vor dem Tode Karl Martells wurde das Frankenreich zwischen den beiden Söhnen aus seiner ersten Ehe, Karlmann und Pippin dem Jüngeren, geteilt. Karlmann sollte Hausmeier in Austrien, Alemannien und Thüringen, und Pippin sollte Hausmeier in Neustrien, Burgund und in der Provence werden. Die beiden Brüder mussten aber kurz vor Karl Martells Tod dann doch ihr Erbe mit Grifo, ihrem Halbbruder, teilen. Der Halbbruder Grifo wurde noch Ende 741 von Karlmann in ein Kloster gesperrt. Da ihre Macht offenbar nicht gefestigt schien, setzte Karlmann 743 erneut einen merowingischen König, Childerich III., ein, um so ihrem Amt als Hausmeier eine königliche Legitimierung zu geben. Zwischen den beiden Brüdern scheint es grundsätzlich kein Einvernehmen gegeben zu haben, doch als Karlmann 747 zurücktrat und sich in das Kloster San Silvestro auf dem Monte Soracte und dann nach Monte Cassino zurückzog, scheint es zumindest Gerüchte gegeben zu haben, dass dieser Rückzug nicht ganz freiwillig war. Pippin lässt explizit in zeitgenössischen Quellen erwähnen, dass es allein der Entschluss seines Bruders gewesen sei. Pippin übernahm somit unter Umgehung der Erbrechte von Karlmanns Kindern die Regentschaft des ganzen Frankenreichs. Der Charakter Karlmanns ist mangels einer geeigneten Anzahl von zeitgenössischen Quellen kaum bekannt. Doch auch er war zu harten Maßnahmen fähig, wie das Blutgericht von Cannstatt 746 zeigt, bei dem er die Führungsschicht der Alamannen großteils als Hochverräter hinrichten ließ und so die um 500 von Theoderich durchgesetzte Teilautonomie des verkleinerten alamannischen Herzogtums unter fränkischer Oberhoheit abrupt beendete. Darauf richtete er in Alamannien Gaugrafschaften ein, die er vorzugsweise mit fränkischen Gefolgsleuten oder loyalen alamannischen Adligen als Grafen besetzte. Die von Chlodwig I. nach seinen Siegen über die Alamannen eingerichtete fränkisch-alamannische „Mark“, die entlang von Seltzbach, Murg und Oos über die Höhen des Nordschwarzwalds zum Engelberg, entlang der Glems zum Asperg und über Lemberg und Hagberg nach Osten führte, wurde damit hinfällig. Karlmann hatte einen Sohn, Drogo, der 748 und 753 erwähnt wird, sowie weitere Söhne, die laut den Quellen 753 vor dem Tod ihres Vaters auf Befehl ihres Onkels Pippin ins Kloster überführt wurden. 753 wurde auch Grifo, der Halbbruder von Pippin und Karlmann, von Pippins Grenzsoldaten getötet. https://de.wikipedia.org/wiki/Karlmann_(Hausmeier) | (HAUSMEIER), Karlmann (I18869)
|
| 4648 | war nicht-regierender Markgraf und Prinz von Baden sowie Domherr in Mainz, Köln, Straßburg und Augsburg | BADEN, von von Rudolf (I1407)
|
| 4649 | war seit 1533 regierender Markgraf von Baden-Pforzheim (später Baden-Durlach genannt) und hatte ab 1537 in Pforzheim seine Residenz. Ernst ist der Stammvater der sogenannten „Ernestinischen Linie“ des Hauses Baden – der Linie, aus der die späteren Großherzöge entstammten. In der damaligen Zeit beschäftigten die aufkommende Reformation und die häufigen Türkenkriege Deutschland. Markgraf Ernst versuchte in dieser bewegten Zeit eine mittlere Stellung zwischen Protestanten und Katholiken einzunehmen und nahm am Schmalkaldischen Krieg nicht teil. | BADEN, Markgraf von Baden Markgraf von Baden Ernst I. (I1408)
|
| 4650 | war Sohn Sigiberts von Köln und nach dessen Ermordung für kurze Zeit König der Rheinfranken. Über Chloderichs Familie ist wenig Gesichertes bekannt, einzig, dass sein Vater der Kleinkönig Sigibert von Köln war. Ob dieser, und damit auch Chloderich, der Dynastie der Merowinger zuzurechnen ist, wird in der neueren Forschung bezweifelt. Ebenso unklar ist, ob auch ein gewisser Munderich Chloderichs Sohn war. Im Jahr 507 zog König Chlodwig I. in einem Bündnis mit den Burgundern und den Rheinfranken in einem Feldzug gegen die Westgoten. Die Rheinfranken wurden dabei von Chloderich angeführt, wohl in Vertretung für seinen Vater Sigibert I. Dieser konnte durch eine Kriegsverletzung am Knie, die aus der Schlacht von Zülpich herrührte, nicht mehr gehen. In der Schlacht von Vouillé unterlagen die Westgoten den Franken. Seinen Beinamen Vatermörder erhielt Chloderich durch eine Intrige des fränkischen Königs Chlodwig I. Dieser stellte Chloderich heimlich die Nachfolge als Unterkönig in Köln für dessen alten und – laut Quellenberichten – lahmen Vater Sigibert in Aussicht. Er setzte dafür allerdings ein amicitia-Bündnis (etwa Freundschaftsbündnis) voraus, in diesem Fall ein Bündnis mit Chloderich bzw. seiner Gefolgschaft. Chloderich ließ seinen Vater daraufhin ermorden, als sich dieser gerade auf einer Landpartie befand.[1] Chloderich betrachtete sich nach dem Tod seines Vaters nicht nur wegen der Versprechungen Chlodwigs als legitimen Nachfolger, sondern auch weil er im Besitz von Sigiberts Reich und seines Kronschatzes war. Auf eine Erbfolge alleine konnte er sich zur damaligen Zeit noch nicht stützen | VON FRANKEN, Chloderich Vatermörder (I18890)
|