Strauss Genealogie


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4651 war Titular-Graf von Freiburg und Herr von Badenweiler, Neuenburg, Auggen und der Herrschaft Hausach.
Bald nach dem Tod von Konrad I. wurde das Erbe in einem Teilungsbrief von 1272 geregelt, wobei Heinrich die Stadt Neuenburg am Rhein, die Herrschaft Badenweiler und die Herrschaft Hausach im Kinzigtal erhielt. Wegen der Herrschaft über Neuenburg kam es zum Streit mit dem Basler Bischof Heinrich von Neuenburg aus dem Geschlecht der Grafen von Welsch-Neuenburg. Dieser wollte die Territorialherrschaft seines Hochstifts ausdehnen und trat als Schutzherr der Neuenburger Bürger gegen ihren Grafen auf und hinderte diesen im Frühjahr 1272 gewaltsam die Herrschaft über die Stadt zu übernehmen. Der Bischof und die Stadt Neuenburg gingen ein Bündnis ein. Heinrich unterstützte daher den Grafen Rudolf von Habsburg in seiner Fehde gegen den Basler Bischof. Rudolf zog mit seinen Truppen auch vor Neuenburg. Aufgrund der starken Befestigungen griff er die Stadt aber nicht an, sondern zerstörte deren Umland. Auch 1273 wurde dieser Kleinkrieg fortgesetzt, wodurch die Landbevölkerung sehr litt. Nach der Wahl Rudolfs zum deutschen König nahm dieser Neuenburg als Reichsstadt auf, verlangte aber von den Bürgern 10 Prozent ihres Vermögens als Entschädigung für Heinrich, der zudem von seinen Gefangenen Lösegeld erpresste.[1] 
VON FREIBURG, Heinrich (I10330)
 
4652 war um 850 die Geliebte des späteren Königs Karlmann und wurde durch ihn die Mutter des Kaisers Arnulf.

Sie ist nur deswegen bekannt, weil Arnulf am 9. März 891 der Kirche in Salzburg den Hof Erding schenkt, den Liutswind zu Lehen hatte, und sie dabei auch beim Namen nennt.[1] Unwahrscheinlich ist, dass sie diesen Hof bereits vor dem Tod von Karlmanns Vater Ludwig dem Deutschen 876 erhalten hat.[2] Ihren Witwensitz hatte sie in Moosburg an der Isar, wobei sie ihren Lebensunterhalt durch Besitzungen im Umland und von der Abtei Moosburg bezog.[3]

Die Herkunft Liutswinds ist nicht belegt und folglich in der Forschung umstritten. In Arnulfs Dokument wird sie nobilissima femina genannt, „was ihr bei der modernen Forschung zu einer hypothetischen Einordnung unter die Liutpoldinger verholfen hat, jedenfalls aber eine Herkunft bezeichnet, die für die Braut eines karolingischen Prinzen vollkommen standesgemäß war.“[4] Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Einordnung zum einen auf der ersten Silbe Liut- ihres Namens beruht[5], andererseits auf der Bevorzugung, mit der Kaiser Arnulf die Familie der Liutpoldinger behandelte. 
..., Liutswind (I36534)
 
4653 war vermutlich die Mutter der Kaiserin Theophanu, der Frau Otto II. Sophia entstammt dem alten byzantinischen Adelsgeschlecht der Phokas. Ihr Vater war der Kuropalates Leon Phokas. Sie war verheiratet mit Konstantinos Skleros, dem Schwager des byzantinischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes. PHOKAS, Sophia (I16155)
 
4654 war vom Vater zum Markgraf von Verona eingesetzt worden und nannte sich nach dessen Tod Her­zog ; Führer im Kampfe gegen Friedrich von Stauten, den Her­zog von Schwaben; eroberte St. Gallen und wurde von den Päpstlichen zum Herzog von Schwaben gewählt, verzichtete aber bei der Aussöhnung mit dem Kaiser zugunsten Friedrichs, be­hielt die Oberhoheit über die Reichsvogtei Zürich; seine Frau, Erbin ihres Bruders, brachte ihm Besitzungen in Burgund zu, wohl Gründer von Burgdorf ; Berthold unterstützte zunächst wie sein Vater Berthold I. Rudolf von Rheinfelden, weshalb sowohl Zähringer als auch Rheinfeldener 1077 vom König ihrer Titel und Besitzungen enthoben wurden. Als Berthold nach dem Tod seines Vaters 1078 dessen Nachfolger wurde, hatte er auf das Herzogtum Schwaben ebenfalls lediglich einen nominellen Anspruch. Die eigentliche Macht im Herzogtum übten weiterhin wechselnde, von den Salierkönigen eingesetzte Adlige aus.  VON ZÄHRINGEN, Herzog Herzog Berthold II. (I1638)
 
4655 war von 1128 bis zu seinem Tod Graf von Flandern.
Er war der jüngste Sohn von Herzog Dietrich II. von Lothringen und Gertrude von Flandern.
Nach dem Mord an seinem Cousin Karl dem Guten im Jahr 1127 beanspruchte Dietrich die Grafschaft Flandern für sich, aber Wilhelm Clito wurde stattdessen Graf, dank der Unterstützung von König Ludwig VI. von Frankreich. Jedoch machte sich Wilhelm mit seiner Politik sehr unbeliebt und am Ende des Jahres erkannten Brügge, Gent, Lille und Saint-Omer Dietrich als einen Gegengrafen an und Dietrich zog gegen Wilhelm in die Schlacht. Ludwig VI. ließ ihn durch den Erzbischof von Reims exkommunizieren und Ludwig begann Lille zu belagern, musste sich aber zurückziehen, als Heinrich I., Wilhelms Onkel, seine Unterstützung für Dietrich ankündigte. Trotzdem wurde Dietrich in Thielt und Oostkamp geschlagen und floh nach Brügge. Von dort musste er allerdings auch fliehen und ging dann nach Aalst, wo er bald von Wilhelm, Gottfried dem Bärtigen und Ludwig VI. belagert wurde. Die Stadt sollte gerade eingenommen werden, als Wilhelm am 27. Juli 1128 fiel. Dietrich war nun alleiniger Beansprucher des Landes.

Dietrich baute seine Regierung in Gand auf und wurde jetzt von allen flämischen Städten anerkannt, sogar König Heinrich, der selbst flämische Grundbesitzer in seinem Land hatte, schwor ihm Treue. Dietrich selbst schwor König Ludwig nach 1132 Treue, um die französische Unterstützung gegen Balduin IV. von Hennegau zu gewinnen, der seine Ansprüche auf Flandern geäußert hatte.  
VON ELSASS, Dietrich (I17588)
 
4656 war von 916 bis 932 Graf von Hennegau, der 916 an der Seite des westfränkischen Königs Karl III. dem Einfältigen urkundlich auftritt, sich am Aufstand seines Bruders Giselbert gegen den König nicht beteiligte, daher mit seinem Bruder in Kampf geriet, sich später aber wieder mit diesem versöhnte.

Reginar II. stammte aus der europäischen Hochadelsfamilie der Reginare. Er war der zweite Sohn des niederlothringischen dux und marchio Reginar I. und dessen Gemahlin Alberada (cl. 916 – 919). Sein älterer Bruder war Giselbert, der spätere Herzog von Lothringen. Seine Schwester, deren Vornamen unbekannt ist, war mit Berengar Graf im Lommagau und Maifeld, Graf von Namur (cl. 933) verheiratet.

Reginar wird erstmals mit seinem Bruder am 19. Januar 916 an der Seite des westfränkischen Königs Karl III. des Einfältigen in Herstal urkundlich erwähnt. Dabei trug er bereits den Titel eines Grafen (comes), allerdings geben zeitgenössische Quellen nicht darüber Auskunft, wann er im Hennegau als Graf eingesetzt worden war. Möglicherweise übernahm er das Amt von Sigehard († nach 908), oder er konnte es von seinem gegen Jahresende 915 gestorben Vater direkt übernommen haben. Dass Reginar II. als Graf des Hennegau amtierte, geht aus der Vita des Gerhard von Brogne und einer im Jahr 966 von Kaiser Otto I. dem Großen ausgestellten Urkunde hervor.[1]

Reginar II. trug den Aufstand seines Bruders Giselbert gegen König Karl III. dem Einfältigen nicht mit und geriet dadurch in einen Kampf mit seinem Bruder, in dem der Hennegau von Giselbert verwüstet wurde. 924 wurde Giselbert von seinem Schwager Berengar vom Lommegau gefangen genommen und erst wieder freigelassen, nachdem Reginar einen seiner Söhne dem Schwager als Geisel gestellt hatte.[2] Nachdem Lotharingien bis 926 unter die Oberherrschaft des ostfränkischen Reichs gefallen war versöhnte sich Reginar mit seinem Bruder, da beide die neuen Herrschaftsverhältnisse anerkannten. 
VON HENNEGAU, Reginar II. (I43009)
 
4657 war von ca. 1160 bis ca. 1191 Burggraf der mittelalterlichen Burggrafschaft Nürnberg.
Konrad II. entstammte den Grafen von Raabs, einem Adelsgeschlecht von Edelfreien, deren Bezeichnung der in Niederösterreich gelegenen Burg Raabs entlehnt worden war. Konrad II. der Sohn von Konrad I. von Raabs, dem zusammen mit seinem älteren Bruder Gottfried II. von Raabs ca. 1105 die Burghut über die Burggrafschaft Nürnberg verliehen worden war.
Konrad II. folgte ca. 1160 seinem Vetter im Burggrafenamt nach, nachdem dieser 1154 zum ersten Mal ausdrücklich mit dem entsprechenden Titel burggravius de Norinberg bezeichnet worden war. Er selbst hatte keine männlichen Nachkommen, so dass mit seinem Tod die männliche Linie der Grafen von Raabs erlosch. Seine Erbtochter Sophia von Raabs war mit Friedrich III. von Zollern verheiratet. Nach dem Tod von Konrad II. trat deshalb dessen Schwiegersohn sein Erbe an und wurde vermutlich noch 1191 von Kaiser Heinrich VI. mit dem Burggrafenamt belehnt.  
VON RAABS, Konrad II. (I40205)
 
4658 Wartmann
Wartmann ist der Name eines alten Bürgergeschlechts aus der Ostschweiz. Er wird erstmals am 24. Juni 851 in Schenkungsurkunden an die Fürstabtei St. Gallen erwähnt. Nicht urkundlich erwähnt wird der Name bereits am 2. April 797. An dem Tage ließen die Priester Fromolt und Cacanward ihren ererbten Besitz zu Eichstetten und Ausnang (heute Leutkirch im Allgäu) an die St. Galler Fürstabtei übertragen. Neben Äckern, Wiesen, Weiden, Häusern und Hütten auch die darauf wohnenden Leibeigenen, darunter der Wartman von Cacanward, der wahrscheinlich dessen Leibwächter war.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wartmann 
WARTMANN, Anna (I266)
 
4659 Wartmann ist der Name eines alten Bürgergeschlechts aus der Ostschweiz. Er wird erstmals am 24. Juni 851 in Schenkungsurkunden an die Fürstabtei St. Gallen erwähnt. Nicht urkundlich erwähnt wird der Name bereits am 2. April 797. An dem Tage ließen die Priester Fromolt und Cacanward ihren ererbten Besitz zu Eichstetten und Ausnang (heute Leutkirch im Allgäu) an die St. Galler Fürstabtei übertragen. Neben Äckern, Wiesen, Weiden, Häusern und Hütten auch die darauf wohnenden Leibeigenen, darunter der Wartman von Cacanward, der wahrscheinlich dessen Leibwächter war.
Der Name Wartmann weist auf ein Amt oder einen Ort hin. Bis ins Spätmittelalter waren die Träger des Namens Wächter, die in einer Stadt oder auf einer Burg, einer Warte, Wachtdienst taten. Der von einem Wohnsitz auf einer Warte oder in der Umgebung eines Ortes Wart stammende und danach benannte Mann war der Wartmann. Der Ortsname Wart kommt besonders in der Ostschweiz, dem ursprünglichen Sitz des Geschlechts, vor.
Heute zählen noch jene Personen zum ursprünglichen Geschlecht der Wartmann, deren Bürgerort in der Ostschweiz oder dem Zürcher Oberland liegt; speziell in Bauma, Bischofszell oder Hittnau. Der Name ist aber seit Mitte der Neuzeit weltweit so verbreitet, dass mit dem Ursprungsgeschlecht nicht verwandte Namensträger eigene Lebensgemeinschaften gründen und eigene Wappen führen konnten.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wartmann 
WARTMANN, Georg (I1092)
 
4660 Wartner von St.Blasien 1387, Bürger zu Basel 1393, Apotheker, dann Krämer, oft Oberstzunftmeister seit 1413, des Rats von Achtburgern 1423, Herr zu Schauenberg 1428, Freischöffe der heimlichen Gerichts zu Westfalen 1435, erhält 1417 von Sigismund einen Wappenbrief, 1429 eine Wappenbesserung, in Rom zum Ritter geschlagen 1433, in Jerusalem 1437.

weiterführende Info: HLS

1379 Basel, 1459 Basel, von Basel. Sohn des Albrecht und der Anna. 1396 Anna Kupfernagel. O. übernahm die Apotheke seines Vaters und gehörte der Safranzunft, ab 1411 auch der Zunft zu Hausgenossen an. Er zählte 1401/02 mit 1'000-1'500 Gulden Vermögen zu den 133 reichsten Bürgern und betrieb Fernhandel, auch mit Edelmetall, sowie Finanzgeschäfte. Während des Konzils in Konstanz führte er 1415-18 eine Bank und trat als Finanzfachmann in enge persönl. Beziehung zu Kg. Sigismund. 1417 erhielt er für sich und seine Nachkommen von Sigismund einen Wappenbrief und die Ritterwürde. 1433 wurde er in Rom vom Kaiser zum Ritter geschlagen und 1437 in Jerusalem zum Ritter des Hl. Grabes ernannt. Er war 1406-59 Mitglied des Basler Rats: 1406-07 und 1410-23 als Ratsherr der Safranzunft, 1413-22 viermal als Oberstzunftmeister, 1423-33 als Vertreter der Achtburger und 1435-1459 als Ritter. Während des zweiten Ammeistertums (1410-17) gehörte er zum inneren Kreis des Stadtregiments. Ab 1423 war er als Diplomat tätig. Regelmässig vertrat er die Stadt in Reichsangelegenheiten, u.a. bei Königswahlen, 1422 auf dem Reichstag in Nürnberg und 1424-25 in Wien. Z.Z. des Basler Konzils (1431-49) wurden ihm vom Konzil, dessen Reichsprotektor Hzg. Wilhelm von Bayern und von Ks. Sigismund diplomat. Missionen anvertraut. Seine österr. Lehen brachten ihn politisch in Schwierigkeiten, besonders 1445, als er aus dem Rat ausgeschlossen wurde und einen Hochverratsprozess befürchtete. Er verfasste eine autobiograf. Verteidigungsschrift, welche die Zeit von 1443-45 ausführlich schildert und als Chronik des Henman O. überliefert ist. Nach Beruhigung der Lage wurde er wieder in den Rat berufen. 
VON OFFENBURG, Henmann (I21537)
 
4661 Weber


http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F119012?main_person=I343403 
HAUSKNECHT, Hans Jakob (I23029)
 
4662 Weber


http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F122457?main_person=I348613 
HAUSKNECHT, Othmar (I23030)
 
4663 Weber beim Tor, Mitglied der Weberzunft, 1554 wurde er Stockmeister (derjenige, der die Gefangenen unter seiner Aufsicht hat); 1556-58 Stadtammann, 1559-62 Ratsherr, 1562-87 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt, ausserdem 1578-87 Pannerhauptmann; 7.1.1562-1577 St. Leonhardts Kirchenpfleger. S. legte den Grundstein (Gründer!) für das Sankt Galler-Nürnberger Handelshaus der Familie.„KASPAR SCHLUMPF und MITVERWANDTE “ und besass später Niederlassungen in Nürnberg und Lyon
(Ammann - Höherer oder niederer Beamter, Amtmann, Vorsteher, in der Schweiz gelegentlich: Meier)
Archive
– StadtA St. Gallen, Stemmatologia Sangallensis
Literatur
– E.W. Alther, Ahnentaf. von Bürgern st. gall. Ursprungs, Textbd., 2004, 76-83
Autorin/Autor: Patric Schnitzer
Vermögen: Ständige Zunahme bis zu seinem Tod (1541 erstmals unter den 20 grössten Steuerzahlern: 3'763 fl / 1550 11'375 / 1560: 22'800 / 1570: 48'000 / 1580: 98'000 fl = grösster Steuerzahler / 1585-86: 120'000 fl). Seine Witwe versteuerte bedeutend weniger (1587: 45'600 fl). 1577 erhielt Kaspar ein Darlehen der Stadt in der Höhe von 4'000fl.

Zunft: Weber
Beruf: 1555 und 1559 wird ein Kaspar Schlumpf als Kaufmann erwähnt. Er bleichte 1565 am meisten Tücher von allen, nämlich 2601. Es gab ein St.Galler-Nürnberger Unternehmen ´Kaspar Schlumpf und Mitverwandte`, das seine Fortsetzung in der Firma ´Kaspar Schlumpf sel. Erben und Mitverwandte` fand.
Eine ausführlichere Beschreibung findet sich bei Alther (Textband, Seite 76).
1559 kaufte Kaspar Schlumpf Schloss Weinstein von seinem Schwager Nikolaus Varnbüler.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. 
SCHLUMPF, Kaspar bei dem Tor (I2510)
 
4664 Weberzunft, 1573-77 Enditschauer (Endit = Indigo: er kontrolliert auch die Qualität der
blauen Leinwand), 1574-1603 Obmann der Mangeschau, 1588-1603 Rathsherr, 1591-1603
Bleichgänger, 1592 und 1600 Bussner, gab 1568 eine Hörscheibe (Andreas Hör - Glaskunst) in Auftrag. 1589 erreicht sein Vermögen das Maximum von 62000 Gulden. Als Kaufmann in Nürnberg erfolgreich war sein Sohn Kaspar 1565 - 1618, der 1617 das Maximum von 45`000 Gulden versteuerte.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner.
 
SCHLUMPF, Hermann (I1327)
 
4665 Wegen Bezug von Miet und Gaben wurde T. vorübergehend abgesetzt, später aber wieder an die Spitze der Stadt gewählt. In der Schlacht von Grandson 1476 führte er die Schaffhauser an. 1482 vertrat er seinen Kanton dreimal an eidg. Tagsatzungen. 1490 war er Oberpfleger des Spitals. Mehrmals amtierte er als Mitglied der Fünf, dem ständigen Schiedsgericht in Streitigkeiten zwischen dem Kloster Allerheiligen und der Stadt Schaffhausen, 1474 als dessen Obmann. Ab 1494 zusammen mit seinem Bruder Mitinhaber des Turms Rore in Aarau.

weiterführende Information: HLS ; um 1430, 1501, von Schaffhausen. Sohn des Ulrich (auch Ulman genannt) und der Barbara Wiechser. Bruder des Hans (->). Als Mitglied der Herrenstube 1455 Seckelmeister und 1470-99 Bürgermeister von Schaffhausen. Wegen Bezug von Miet und Gaben wurde T. vorübergehend abgesetzt, später aber wieder an die Spitze der Stadt gewählt. In der Schlacht von Grandson 1476 führte er die Schaffhauser an. 1482 vertrat er seinen Kanton dreimal an eidg. Tagsatzungen. 1490 war er Oberpfleger des Spitals. Mehrmals amtierte er als Mitglied der Fünf, dem ständigen Schiedsgericht in Streitigkeiten zwischen dem Kloster Allerheiligen und der Stadt Schaffhausen, 1474 als dessen Obmann. Ab 1494 zusammen mit seinem Bruder Mitinhaber des Turms Rore in Aarau. 
TRÜLLEREY, Ulrich IV. (I11280)
 
4666 Wegen seiner Tapferkeit, der er den Beinamen verdankte, war Robert bei seinen Zeitgenossen angesehen; so wurde er in den Fuldaer Annalen als „gleichsam ein Makkabäer in unseren Zeiten“ bezeichnet. In der modernen Forschung wird hervorgehoben, dass er sich im Machtkampf gegen den Königssohn Ludwig durchzusetzen vermochte und letztlich aus allen Konflikten gestärkt hervorging. Damit schuf er eine Voraussetzung dafür, dass später seine beiden Söhne die Königswürde erlangen konnten.

Roberts Vater war Rutpert III., Graf im Wormsgau und im Oberrheingau, und seine Mutter Wiltrud von Orléans. 837 bis nach 840 war er als Nachfolger seines Bruders Guntram Graf im Wormsgau; dann begab er sich in das damals von Karl dem Kahlen regierte Westfränkische Reich, auf die von seiner Mutter geerbten Besitzungen bei Orléans. Im Wormsgau folgte ihm sein Schwager Walaho IV. nach.

852 übertrug ihm Karl der Kahle die Grafschaften Angers und Tours und die Stellung eines Laienabts des Klosters Marmoutier bei Tours; später (866) wurde er Laienabt des Klosters Saint-Martin de Tours. Damit erhielt er nach einem damals verbreiteten Brauch als Schutzherr dieser Abteien die Verfügung über deren Einkünfte (Pfründe), ohne dort zu leben und sich mit der geistlichen Leitung zu befassen. 853 ernannte ihn Karl zum Königsboten (missus dominicus) für die Regionen von Tours (Touraine) und Angers (Anjou). Als Graf von Angers und Tours übte er Funktionen aus, die der Position eines Markgrafen entsprachen. 
DER TAPFERE, Robert der Starke (I36503)
 
4667 Weinheimer Bürgerstochter

Heinzelbecker/Heitzelbecker
Stammfolge Heintzelbäcker 5. Generation Blatt 5/3, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html 
N., Anna Maria (I34657)
 
4668 Weit verzweigte Zürcher Bürgerfamilie, deren Herkunft ungeklärt ist und deren Genealogie einige Unsicherheiten aufweist. Erste Namensträger sind 1358 in Zürich erwähnt. Als Stammvater gilt Johannes, 1489 Zunftmeister zur Schiffleuten und 1498 Landvogt von Kyburg. WASER, Regula (I1366)
 
4669 Weit verzweigte Zürcher Bürgerfamilie, deren Herkunft ungeklärt ist und deren Genealogie einige Unsicherheiten aufweist. Erste Namensträger sind 1358 in Zürich erwähnt. Weitere, u.a. von Bonstetten und Wiedikon zugezogene W. wurden 1401, 1402 und 1440 als Bürger von Zürich aufgenommen. Als Stammvater gilt Johannes, 1489 Zunftmeister zur Schiffleuten und 1498 Landvogt von Kyburg. Sein Enkel Itelhans (1531) begründete den Dinharder Zweig. Johans (1628-1710) war Pfarrer in Dinhard und mit der Müllerstochter Cleophea Schweizer verheiratet. Ihre Nachkommen übernahmen Mühlen in Dinhard, Ossingen, Stammheim, Neunforn und Altstetten. Die W. gehörten wie die ebenfalls stadtbürgerl. Familien Wiser in Uhwiesen und Wehrli in Stammheim zu den wichtigsten Müllerfamilien der Nordostschweiz. Müller Hans Jakob (1779-1838) verkaufte seine Mühle in Dinhard und zog wieder nach Zürich. Sein Sohn Johann Heinrich (1820-71) eröffnete 1845 am Limmatquai im Haus zum Türken eine Buchbinderei. Später ergänzte dieser die Firma Johann Heinrich Waser & Co. durch einen Papeteriebetrieb und den Grosshandel mit Papier. Letzterer wurde 1891 vom Detailhandel getrennt. Die W. standen im 17. Jh. mit zehn Vertretern im Kl. Rat und mit Bürgermeister Johann Heinrich (->) politisch auf ihrem Höhepunkt. Insgesamt stellten sie bis zum Ende des 18. Jh. 19 Klein- und 52 Grossräte. Den vom oben erw. Johann Heinrich erworbenen Schild der Schildner zum Schneggen hatten sie bis 1843 inne. Die Fam. ging hauptsächlich mit den in franz. Diensten stehenden junkerl. Familien Rahn, Steiner von Uitikon und Lochmann Heiratsverbindungen ein. Aus der erfolgreichen Fam. stammte auch eine Reihe bekannter Gelehrter und Geistlicher. WASER, Ulrich (I1707)
 
4670 Weit verzweigte Zürcher Bürgerfamilie, deren Herkunft ungeklärt ist und deren Genealogie einige Unsicherheiten aufweist. Erste Namensträger sind 1358 in Zürich erwähnt. Weitere, unter anderem von Bonstetten und Wiedikon zugezogene Waser wurden 1401, 1402 und 1440 als Bürger von Zürich aufgenommen. Als Stammvater gilt Johannes, 1489 Zunftmeister zur Schiffleuten und 1498 Landvogt von Kyburg. Sein Enkel Itelhans (1531) begründete den Dinharder Zweig. Johans (1628-1710) war Pfarrer in Dinhard und mit der Müllerstochter Cleophea Schweizer verheiratet. Ihre Nachkommen übernahmen Mühlen in Dinhard, Ossingen, Stammheim, Neunforn und Altstetten. Die Waser gehörten wie die ebenfalls stadtbürgerlichen Familien Wiser in Uhwiesen und Wehrli in Stammheim zu den wichtigsten Müllerfamilien der Nordostschweiz. Müller Hans Jakob (1779-1838) verkaufte seine Mühle in Dinhard und zog wieder nach Zürich. Sein Sohn Johann Heinrich (1820-1871) eröffnete 1845 am Limmatquai im Haus zum Türken eine Buchbinderei. Später ergänzte dieser die Firma Johann Heinrich Waser & Co. durch einen Papeteriebetrieb und den Grosshandel mit Papier. Letzterer wurde 1891 vom Detailhandel getrennt. Die Waser standen im 17. Jahrhundert mit zehn Vertretern im Kleinen Rat und mit Bürgermeister Johann Heinrich (->) politisch auf ihrem Höhepunkt. Insgesamt stellten sie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts 19 Klein- und 52 Grossräte. Den vom oben erwähnten Johann Heinrich erworbenen Schild der Schildner zum Schneggen hatten sie bis 1843 inne. Die Familie ging hauptsächlich mit den in französischen Diensten stehenden junkerlichen Familien Rahn, Steiner von Uitikon und Lochmann Heiratsverbindungen ein. Aus der erfolgreichen Familie stammte auch eine Reihe bekannter Gelehrter und Geistlicher. WASER, N. (I37087)
 
4671 Weitere mögliche Töchter waren:

Hildegarde; genannt am 2. Oktober 974 als Ehefrau des Grafen Dietrich II. von Westfriesland († 988)[7]
Elftrude; zu Beginn des 13. Jahrhunderts genannt als Ehefrau Siegfrieds des Dänen[8] (Haus Guînes) 
VON FLANDERN, Arnulf I. der Große (I40499)
 
4672 Weiterer Abstieg durch versteckte Tochter Tochter Mathilda, die Friedrich II. Herzog von Bar und Ober-Lothringen heiratete (gestorben 1033) AUS DEM AUSTRASISCHEN AUTZ IN BERG-KENT; SCHWABEN, Hermann I. (I8864)
 
4673 weiterführende Info: Archiv URK 634/12613
Katharina vom Stein, Witwe Gottfrieds von Ifenthal, vergabt dem Kloster Sankt Urban zu ihrem Seelenheil ihr Eigengut in Bützberg unter der Bedingung, dass sie ab kommendem Andreastag jeweils in Solothurn, Aeschi oder Aarwangen 46 Viertel Dinkel, 1 1/2 Viertel Hafer, 4 Saum Wein und 2 Schweine oder 2 Pfund in bar. 
VOM STEIN, Katharina (I21290)
 
4674 weiterführende Info: Archiv HETZEL VON LINDACH, Vinzenz (I21264)
 
4675 weiterführende Info: Archiv  VOM STEIN, Hartmann (I21274)
 
4676 weiterführende Info: Archiv Archiv VON DIESBACH, Margaretha (I21263)
 
4677 weiterführende Info: Berner Biografien
Eingebürgert ‎1412 in Bern, Bern, BE, CHE 
VON DIESBACH, Niklaus (I10652)
 
4678 weiterführende Info: Berner Biografien EFFINGER, Ludwig (I11327)
 
4679 weiterführende Info: Doku GAISBERG, Kaspar (I14068)
 
4680 weiterführende Info: e-periodica  SCHLAPPRITZI \ -ER, Hans (I28889)
 
4681 weiterführende Info: HLS

12.8.1487 Zürich, 6.12.1559, von Zürich. Sohn des Gerold (->). Bruder des Jakob (->) und des Ludwig (->). ​1) Regula Hünaberg, 2) Veronika Stucki. Reicher Rentner. 1525-41 und 1549-59 im Kl. Rat der Stadt Zürich, 1525 und 1527 Vogt in Stammheim, 1527 Seckelmeister. 1530 Landvogt in Andelfingen, 1532-34 Landvogt im Thurgau, dann Obervogt in Wollishofen, 1541 Amtmann von Winterthur, 1549 Reichsvogt. In seiner z.T. memoirenartigen Darstellung der Kappelerkriege von 1529-31 verurteilt E. den polit. Einfluss der Geistlichkeit, besonders denjenigen Zwinglis.

 
EDLIBACH, Hans (I19665)
 
4682 weiterführende Info: HLS

1478, Ende April 1551 Zürich, von Zürich. Sohn des Felix (->) ​Margareta Lautenschlager. Schwiegervater von Johannes Stumpf. B. schlug eine geistl. Laufbahn ein, wie sie für Zürcher Bürger- und Ratsherrensöhne am Vorabend der Reformation häufig war. 1492 wurde er vom Rat der Stadt Zürich auf eine Chorherrenstelle des Stifts Embrach präsentiert. Im Wintersemester 1494-95 studierte er an der Univ. Basel, ohne einen akadem. Grad zu erlangen. Ab 1496 war er Rektor der Pfarrkirche Lufingen, ab 1498 residierender Chorherr in Embrach. Zwischen 1508 und 1516 verfasste B. eine Schweizerchronik in vier Teilen: Ursprung der Eidgenossenschaft (Helvetier), Verzeichnis der schweiz. Adelsgeschlechter, Geschichte der Orte (ohne Solothurn und Schaffhausen) bis zum Eintritt in den Bund, Geschichte der Eidgenossenschaft bis 1509. 1518 wurde B. vom Rat der Stadt Zürich auf die Propstei des Stifts Embrach präsentiert, das er bis zu dessen Säkularisation (19.9.1524) verwaltete. 1520-21 ist B. als Träger des Titels eines päpstl. Notars belegt. Er war ein Anhänger der Reformation und nahm an den Zürcher Disputationen teil. 1524 heiratete B. seine Haushälterin, mit der er bereits Kinder hatte. Nach der Reformation war er 1525-28 Almosenobmann in Zürich, 1528-36 Amtmann des aufgehobenen Klosters Töss. B. erwarb sich Verdienste als geschickter Verwalter von (säkularisierten) geistl. Institutionen und als Verfasser einer Chronik, welche als erster Versuch einer pragmat. Darstellung der Schweizergeschichte gilt. 
BRENNWALD, Heinrich (I19672)
 
4683 weiterführende Info: HLS

nach 1486 Locarno, 13.7.1572 Zürich, von Locarno. Sohn des Johannetus Orello. ​Apollonia Toma, von Locarno. 1541 erwarb O. eine Apotheke in Locarno und betätigte sich in Handelsgeschäften. Er gehörte der Vorsteherschaft der evang. Gemeinde in Locarno an. 1555 traf er als Refugiant in Zürich ein. Er besass 1557 in Zürich ein Ladengeschäft und handelte u.a. mit Lederwaren, Hüten, Seifen, Unschlitt und Kerzen, bereits 1558 auch mit Seide, Samt und Zwilch. O. ist der Stammvater der Fam. O. in Zürich. Als solchem widmete ihm Salomon von O. 1797 eine verklärende Biografie von über fünfhundert Seiten. 
VON ORELLI, Aloisius (I20643)
 
4684 weiterführende Info: HLS

vor 1472, 28.6./24.10.1521 Basel. Sohn des Heinrich, Ratsherrn der Achtburger, und der Margrit Schilling. Bruder des Lux (->). Enkel des Heinrich (->). Ritter. ​1) vor 1504 Maria Bär, Tochter des Hans, Zunftmeisters zu Safran, 2) 1514 Elisabeth Offenburg, Tochter des Philipp, Junkers und Ratsherrn. 1487-1502 Basler Ratsherr der Achtburger, 1501-20 Siebnerherr (Finanzen), 1502-18 zahlreiche wichtige Ratsämter im Gerichts-, Sozial- und Bauwesen, 1501-21 Dreizehnerherr, 1503-21 Bürgermeister. Militär. Ämter in den Auszügen nach Bellinzona 1503 und 1507, über 70 Gesandtschaften in die Eidgenossenschaft, an den Oberrhein und in die Basler Herrschaft. Der eng mit der Basler Oberschicht und der Regimentsspitze verflochtene Z. war einer der führenden Politiker Basels zu Beginn des 16. Jh. 
ZEIGLER, Wilhelm (I21627)
 
4685 weiterführende Info: HLS
--> Grossrat ‎von: 1368 an 1390 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Heimlicher ‎von: 1378 an 1389 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Mitglied des Hofgerichts ‎von: 1383 an 1390 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
--> Bürgermeister ‎von: 1384 an 1389 in Zürich, Zürich, ZH, CHE  
SCHWEND, Ritter Ritter Rudolf (I14106)
 
4686 weiterführende Info: HLS
1425 in Zürich erstmals erw., 19.2.1479 Zürich, von Zürich. Sohn des Ital, Seckelmeisters und Apothekers. Cousin des Johann (->). 1431-38, 1441 und 1476-79 Ratsherr der Zunft zur Saffran im Kl. Rat, 1439-40 und 1442-75 Bürgermeister von Zürich, mehrfach Tagsatzungsgesandter. S. stand mit Rudolf Stüssi an der Spitze der österr. Parteigänger. Während seiner Amtszeit setzte Zürich seine Expansionspolitik fort und erwarb u.a. 1467 Winterthur. Der Apotheker S. gehörte zu den reichsten Zürchern seiner Zeit. 
SCHWARZMURER, Jakob (I19562)
 
4687 weiterführende Info: HLS
Eingebürgert ‎1518 in Schaffhausen, Schaffhausen, SH, CHE
Zu Beginn des 16. Jh. aus Engen (Hegau) nach Schaffhausen eingewandertes Kaufmannsgeschlecht, dessen Stammvater Bartholomäus (um 1460-1533/34) Ursula, Tochter des Zunftmeisters Heinrich Schalch, heiratete, 1518 das Bürgerrecht erwarb und das Stammhaus Zum Schwanen erbaute. Drei Hauptlinien gehen auf dessen Söhne zurück. Zur ersten Linie gehört der Täufer Hans, der 1525 am Aufstand der Rebleute in Schaffhausen beteiligt war, dessen Sohn Bartholomäus (1520/25-1592), 1561 Landvogt zu Mendrisio, Grossrat und Hauptmann der Schaffhauser im Mühlhauserkrieg 1587, und dessen Urenkel Hans Jakob (->). Einer zweiten Linie entstammten Georg (1560 Grossrat, ​vor 1574), dessen gleichnamiger Sohn, Tuchhändler, Oberbaumeister und Erbauer des Hauses Zum Schild und der Enkel Samuel (->) sowie ein anderer Enkel, Johann Martin (->). Eine dritte Linie wurde durch Beat begründet. Seine Nachfahren waren u.a. Johann Heinrich (->), dessen Sohn Johann Ulrich (1753-1786), Arzt am Inselspital Bern und Verfasser zahlreicher medizin. Schriften, sowie dessen Urenkel Johann Georg (->). Die Schaffhauser O. wurden in der 1. Hälfte des 19. Jh. auch Bürger von Lenzburg und Zürich. 
OSCHWALD, Bartholome (I12869)
 
4688 weiterführende Info: HLS
Erstmals bezeugt 1328, 29.9.1379 Reichenau. Sohn des Frh. Mangold I. und der Margarethe von Nellenburg. Ab 1328 Konventuale, 1343-79 Abt von Reichenau. B. hatte sich der Übergriffe der Gf. von Württemberg zu erwehren. Er schloss 1358 mit den Hzg. von Österreich einen Dienstvertrag, durch den die Reichenau faktisch unter österr. Landesherrschaft geriet. Schwer verschuldet, musste er 1367 den gesamten Klosterbesitz den Gläubigern, u.a. seinem Bruder Heinrich (->) übergeben. 1365-72 beteiligte er sich an der Fehde der B. mit Konstanz. 
VON BRANDIS, Eberhard (I19234)
 
4689 weiterführende Info: HLS
Erstmals erw. 1356, 19.11.1385 Kaiserstuhl, ​Reichenau. Sohn des Frh. Thüring II. und der Katharina von Weissenburg. Neffe des Heinrich. An der Fehde seines Geschlechts mit Konstanz beteiligt, wurde B. 1384 in zwiespältiger Wahl gegen Nikolaus von Riesenburg (röm. Obedienz) zum Bf. von Konstanz gewählt und von Papst Clemens VII. bestätigt. B. kämpfte, gestützt auf Hzg. Leopold III. von Österreich, gegen die Anhänger röm. Obedienz (Stadt Konstanz, schwäb. Bundesstädte) um das Bistum. 
VON BRANDIS, Mangold II. (I19230)
 
4690 weiterführende Info: HLS
M. wird um 1191/92 im Zusammenhang mit einem Lehensbrief erwähnt, den er und Beltramo (wahrscheinlich sein Bruder) vom Bf. Anselmo von Como zum Dank dafür erhielten, dass sie in schwierigen Zeiten die Bischofskirche und das bischöfl. Mensalgut unterstützt hatten. Zu den Gütern, mit denen M., der auch als Gaffo da Locarno bekannt war, belehnt wurde, gehörte das Schloss in M. 1210 anerkannte Ks. Otto IV. diese Privilegien. Er versicherte der Fam. seinen Schutz in der Ausübung ihrer Rechte und ermächtigte M. und seine Nachkommen, die ihnen unrechtmässig entzogenen Lehen wiederzuerlangen. 1219 bestätigte Friedrich II. den M. alle früher zugestandenen Regalien. Im selben Jahr entsandte er M. zu einem Prozess nach Germignaga am Langensee, in den das Bleniotal verwickelt war; der Prozessgegenstand ist unbekannt. 
VON MURALT, Gaffus (I22903)
 
4691 weiterführende Info: HLS
um 1440 Brugg, 7.3.1501 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans, Gastwirts und Rats von Brugg. ​1) NN Rey, von Bremgarten (AG), Schwester des Zürcher Ratsherrn Johannes, 2) Antonia Wyder, von Bern, Tochter des Ratsherrn Niklaus. 1474 Unterschreiber in Zürich, Verfasser von Musterbriefen und Kopiervorlagen, 1479-84 in der Berner Kanzlei, ab 1484 Zürcher Stadtschreiber (Einführung der Ratsmanuale). Ab 1487 Tagsatzungsgesandter, Vermittler im Streit zwischen dem Sittener Bf. Jost von Silenen und dem Hzg. von Mailand (am 22.2.1487 erhielt A. 400 Dukaten vom Hzg.). 1489 Verfasser des Vergleichs zwischen Zürcher Landleuten und Hans Waldmann. Auf Befehl Waldmanns änderte A. den Vergleich, wurde in der Folge verhaftet und kurzzeitig suspendiert. 1499 Sprecher der Eidgenossen an den Verhandlungen zum Frieden von Basel. Staatstragende Rolle als Stadtschreiber. 
AMMAN, Ludwig (I22269)
 
4692 weiterführende Info: HLS
um 1539, 29.3.1612 Konstanz. Sohn des Kaspar, fürstbischöfl. Obervogts zu Arbon, und der Siguna von Diesbach. Vetter des Jakob Christoph (->). Konstanzer Kleriker, 1551 Exspektant, im Wintersemester 1555/56 Stud. in Freiburg i.Br., 1560 Konstanzer Domkapitular. Vor dem 14.11.1578 wurde B. Propst des Kollegiatstifts St. Pelagius in Bischofszell mit Residenz in Konstanz. Nach der grossen Misswirtschaft seines Vorgängers konsolidierte er das Stift rechtlich und ökonomisch. 1602 führte er gegen starken Widerstand der Chorherren, die deshalb nachträglich seine Wahl anfochten, neue Statuten im Sinne der kath. Reform ein. Er resignierte 1610. In Konstanz arbeitete B. eng mit dem reformfreudigen Weihbf. Balthasar Wurer zusammen sowie mit Bf. Kardinal Andreas von Österreich, der ihn mit wichtigen Missionen betraute. 
BLARER, Hans Jakob (I21216)
 
4693 weiterführende Info: HLS
wohl nach 1500, 25.2.1587, ref., von Aarau. Sohn des Sebastian (->) und der Margarita von Stuben. ​Barbara von Erlach. 1530 aus dem Aarauer Gr. Rat gestossen, wohl wegen Sympathie mit dem Katholizismus (zwei Brüder waren Bürger von Solothurn). 1542-55 und 1576-87 Aarauer Schultheiss. Mitherr zu Schöftland. 
VON LUTERNAU, Beat (I21668)
 
4694 weiterführende Info: HLS
Zürcher Bürgerfam., die 1835 erloschen ist. Stammvater ist Hans von St. Gallen, der 1432 das Zürcher Bürgerrecht erhielt. Im 16. Jh. war die Fam. im Staats- und Militärdienst tätig und stieg dabei sozial so weit auf, dass sie 1590 in die Konstaffel und 1638 in die Adelige Gesellschaft zum Rüden aufgenommen wurde. Seit Hans Heinrich (1520-75) trugen immer wieder Angehörige der Fam. den Junkertitel und ab dem 16. Jh. gingen die R. ausschliesslich Ehen mit Frauen aus Zürcher Junkergeschlechtern ein. Sie sassen zwölfmal im Gr. Rat (erstmals 1520) und im 18. Jh. zweimal im Kl. Rat (Hans ->). 1646-1735 waren sie Inhaber der Gerichtsherrschaft Nürensdorf. Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht besass im 16. Jh. zwei Schilde der Schildner zum Schneggen, wobei nur einer bis 1835 gehalten werden konnte. 
REINHARD, Hans (I8937)
 
4695 weiterführende Info: HLS VON OFFENBURG, Peter (I19279)
 
4696 weiterführende Info: HLS ADB GONZENBACH, Karl August (I14801)
 
4697 weiterführende Info: HLS Berner Biografien Wiki ADB VON MÜLINEN, Kaspar (I21236)
 
4698 weiterführende Info: HLS Berner Biografien Wiki GND

1442 Brugg (?), 1513 Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), von Brugg und Bern (ab 1483). Sohn des Balthasar und der Küngold von Scharnachtal. Enkel des Ludwig, Schultheissen von Brugg. ​1) 1465 Margareta Müller, von Baden, Tochter des Schultheissen Hans, 2) 1484 Kyburga von Hinwil, Tochter des Herdegen, Herrn zu Werdegg. E. erhielt anlässlich der Schlacht bei Murten (1476) den Ritterschlag. 1483/84 kaufte E. von Bern die Burg Wildegg mit zugehörigen Gütern und Rechten und begründete so die Wildegg-Linie. 
EFFINGER, Kaspar (I11320)
 
4699 weiterführende Info: HLS GND

um 1521 Locarno, Dezember 1566 Zürich, kath., später ref., aus einer Adelsfam. von Muralto. Sohn des Giovanni. ​Lucia Orelli, Tochter des Aloisio, Advokaten, von Locarno. In Pavia erwarb M. den Doktor der Rechte, wurde herzogl. Podestà von Vigevano (Lombardei) und war vorher vermutlich auch Podestà von Luino. Er gehörte zu den ersten konvertierten Schülern des ab 1536 in Locarno wirkenden Reformators Giovanni Beccaria und wurde bald eines der wichtigsten Mitglieder der evang. Gem. von Locarno. 1549 nahm M. an dem vom Landvogt einberufenen Religionsgespräch teil. Nach Beccarias Weggang im selben Jahr übernahm er zusammen mit Taddeo Duno die geistl. Leitung der Gemeinde. Um dem neuen Glauben nicht abschwören zu müssen, ging er ins Exil und liess sich in Zürich nieder. Zusammen mit anderen Reformierten aus Locarno investierte er einen Teil seines beträchtl. Vermögens in Pariso Appianos Samtweberei und Seidenfärberei. Bis zu seinem Tode blieb er eines der führenden Mitglieder der Flüchtlingskolonie, die er auf der Tagsatzung in Baden vertrat und deren Gemeinschaftsgüter er verwaltete. Sein Sohn Lodovico, der den Namen Hans Ludwig annahm, liess sich in Bern nieder und wurde dort zum Stammvater der Berner von Muralt. 
VON MURALT, Dr. jur. Dr. jur. Martin (I20647)
 
4700 weiterführende Info: HLS GND
14.10.1482 Zürich, 3.12.1544 Zürich, von Zürich. Sohn des Marx (->) und der Barbara Schad. Bruder des Caspar (->). ​1) 1510 Anna Summer, Tochter des Rudolf, Schultheissen von Aarau, 2) 1528 Küngolt Byss, Tochter des Urs Byss. Reichtum und Familientradition prädestinierten R. zum Staatsdienst, wo er eine steile polit. Karriere durchlief. Er begann 1513 als Vertreter der Konstaffel im Gr. Rat, wurde 1514 zusätzlich Stadtrichter und gelangte 1518 in den Kl. Rat. Ebenfalls 1518 unternahm er eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. 1519 wurde er zum Augustinerpfleger ernannt. 1522 gehörte er als Seckelmeister zu den Standeshäuptern, der polit. Elite Zürichs, ehe er 1525-44 als Bürgermeister an der Spitze der Stadt stand. R.s Einfluss zeigte sich in der ständigen Abordnung zu den Tagsatzungen. Der Reformation stand er positiv gegenüber. Seinen Freund Huldrych Zwingli begleitete er an die Berner Disputation. Während der Kappelerkriege (1529-31) nahm er eine gemässigte Haltung ein, was nichts an seiner proreformator. Position änderte. Sein "Gevatter" Heinrich Bullinger nannte ihn einen der Hauptförderer der Reformation, später das Herz von Zürich. 1537 setzte sich R. beim franz. König Franz I. für die Protestanten ein. Er galt schon während seiner Amtszeit als ausgezeichneter Magistrat und als reichster Zürcher. 
RÖIST, Diethelm (I20162)
 

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