Strauss Genealogie


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4701 weiterführende Info: HLS GND
29.7.1454 Zürich, 15.6.1524 Zürich, von Zürich.
1) 1477 Barbara Schad, Tochter des Jacob, aus Mittelbiberach (Schwaben),
2) Dorothea Göldli, Tochter des Heinrich Göldli.
R. war ein reicher Rentner. 1476 begann er seine polit. Karriere als Schultheiss, 1489 vertrat er die Konstaffel zuerst im Hörnernen Rat, danach im Gr. Rat. Ein Jahr nach seiner Wahl in den Kl. Rat 1493 wurde R. Seckelmeister und war zusätzlich ab 1498 Reichsvogt von Altstetten. Mit der Wahl zum Bürgermeister 1505 gelangte er endgültig an die Spitze Zürichs. Sein polit. Einfluss auf eidg. und auch europ. Ebene war bedeutend. R. nahm an der Mehrheit der über 160 Tagsatzungen und eidg. Konferenzen teil, die 1500-20 in Zürich abgehalten wurden. Auf internat. Parkett führte er 1499 die eidg. Gesandtschaft zu Ludwig XII. und handelte ein neues Soldbündnis mit Frankreich aus. 1512 führte R. eine weitere Delegation mit dem gleichem Ziel und Resultat zu Papst Julius II. ursprünglich: Giuliano della Rovere, 1443-1513). Papst von 01.11.1503 bis 21.02.1513). Während seiner Amtszeit berief er das Fünfte Laterankonzil ein. Am 18. April 1506 begann er den Bau des Petersdoms in der Absicht, die größte und prächtigste Kirche des Erdkreises zu erbauen. Die uneheliche Tochter des Papstes Felice della Rovere (1483–27. September 1536) heiratete den römischen Adeligen Gian Giordano Orsini.
Die militärischen Interessen des Papstes waren sehr ausgeprägt. Weil er keinerlei Hemmung hatte, Menschen zu töten, und keine Gnade kannte, nannte ihn Martin Luther einen „Blutsäufer“. Zum Schutz seiner Person gründete er eine neue päpstliche Leibwache, die Schweizergarde. Am 22. Januar 1506 zog eine Truppe von 150 Reisläufern unter Kommandant Kaspar von Silenen (um 1467 im Kanton Uri + 05.08.1517 in Rimini) aus dem Kanton Uri zum ersten Mal im Vatikan ein und sie empfingen den Segen des Papstes. Der Tag gilt als Gründungstag der ersten Päpstlichen Schweizergarde. Ihre Aufgabe war es, dem Papst als Leib- und Palastwache zu diene

Nach der Schlacht von Murten 1476, wo er zum Ritter geschlagen wurde, spielte er in sämtl. Kriegszügen militärisch oder politisch eine wichtige Rolle. R. befehligte die eidg. Truppen sowohl bei der Schlacht von Marignano 1515 wie auch beim Rückzug.
1517 wurde er von Papst Leo X. (Giovanni de Medici - in sein Pontifikat fällt der Beginn der Reformation!) zum 2. Kommandanten der päpstlichen Schweizergarde ernannt, liess sich in Rom aber bis 1524 von seinem Sohn Caspar vertreten. Die Wahl Röists war nicht zufällig. Zürich galt bis zur Reformation als eine der wenigen Städte, die die päpstliche Politik in der Schweiz zuverlässig unterstützte. Der Hintergedanke war, dass Zürich mit der Wahl Röists noch näher an den Kirchenstaat gebunden werden sollte.[5] Röist wollte wegen seines hohen Alters zunächst nicht annehmen. Durch Überzeugungsarbeit des Papsts, seinem Legaten und dem grossen Rat Zürichs nahm er schliesslich die Berufung doch an.
In religiösen Angelegenheiten ging er mit Huldrych Zwingli in der Pensionenfrage und der Absicht, Gotteswort richtig zu interpretieren und zu befolgen, einig. R. stellte sich jedoch vehement gegen die Entfernung der Bilder aus den Kirchen. Sein Tod kam wohl einem Bruch mit Zwingli zuvor, und der Rat von Zürich erliess bezeichnenderweise noch am Todestag von R. das Mandat, das den Bildersturm auslöste.

"Röist war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Anna Meyer von Knonau ehelichte er am 6. August 1500. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, welche jedoch beide in jungen Jahren verstarben. Mit seiner zweiten Gattin, Elisabeth Klingler hatte er sechs Kinder, unter anderem Sohn Kaspar, der ihm später als Kommandant der päpstlichen Garde in Rom folgte" https://de.wikipedia.org/wiki/Marx_Röist - zu prüfen!!! 
RÖIST, Ritter Ritter Marx (I19484)
 
4702 weiterführende Info: HLS GND VIAF
1472 Basel, 1524 Solothurn, von Basel, ab 1521 von Solothurn. Sohn des Michel, Papierfabrikanten. ​1) Helena Meyer zum Pfeil, Tochter des Claus, Ratschreibers, 2) Maria Jungermann, Tochter des Hans, Oberstzunftmeisters. G. war Papiermacher und Kaufmann. 1503-12 Basler Grossrat, 1504-13 im Stadtgericht, 1512-21 Zunftmeister zu Safran, 1512 und 1515-21 Siebner (Finanz), 1515-17 Dreier (Finanzausschuss), 1520 Appellherr, 1519-21 Dreizehner (Geheimer Staatsrat). Er versah 29 eidg. und neun regionale Gesandtschaften. G. gehörte zu den Wortführern der profranz. Partei. Nach Annahme von Pensionen wurde er im sog. Pensionensturm 1521 aus dem Rat gestossen. Er floh nach Solothurn, von wo er bei der Eidgenossenschaft heftig gegen Basel agitierte. Seine Güter in Basel wurden konfisziert und versteigert. Nach seinem Tod verwickelten seine Witwe und habsburg. Adlige Basel in einen Kleinkrieg; die gallizian. Fehde wurde erst 1528 beigelegt. 
GALIZIAN, Hans (I19190)
 
4703 weiterführende Info: HLS GND VIAF
1500 Schaffhausen, 10.1.1577 Schaffhausen, von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). Bruder des Martinus (->). ​1) 1526 Anna Schmid vom Gelben Horn, 2) 1533 Anna Schlappritzi, von St. Gallen. 1547-77 mehrfach Bürgermeister von Schaffhausen. 1534 Zunftmeister und Gesandter nach Lyon, 1545 Tagsatzungsgesandter nach Aarau, 1548 nach Basel sowie 1555 in Schaffhausen im Streit um den Verlauf der Grenze zwischen der Grafschaft Kyburg und Schaffhausen auf der Rheinbrücke. Oberpfleger des Spitals. Durch erfolgreichen Textilhandel stieg P.s Vermögen von 2'500 (1526) auf 56'700 Gulden (Witwenvermögen 1580)., Portrait von Tobias Stimmer von ihm und seiner zweiten Ehefrau Anna Schlapritz (1515-1582) 
PEYER MIT DEM WECKEN, Alexander (I21409)
 
4704 weiterführende Info: HLS GND VIAF
1515 Schaffhausen, 20.5.1582 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). Bruder des Alexander (->). ​1) um 1540 Katharina von Kilch, 2) 1557 Elisabetha Ziegler, Tochter des Itelhans, Statthalters. Doktor der Rechte in Paris. Zwei Jahre Prof. an der Univ. Heidelberg. Rechtsberater zahlreicher Fürsten und Unterhändler der Stadt Schaffhausen. P. baute mit seinem Bruder Heinrich die Häuser zur Fels und zur Freudenfels. In der vom Vater geerbten Gerichtsherrschaft Haslach im Klettgau errichtete er das schlossartige Gerichtsherrenhaus. P. amtierte als Eherichter und Obervogt zu Neunkirch. Er trat von der Zunft zun Schmieden zur Gesellschaft zun Kaufleuten über. 1575 liess er sich von Tobias Stimmer porträtieren. 
PEYER MIT DEM WEGGEN, Dr.iur. Dr.iur. Martin (I2285)
 
4705 weiterführende Info: HLS GND VIAF
Erstmals erwähnt 1465, um 1521, ab 1465 von Unterwalden, 1475-81 von Lindau am Bodensee, 1488-90 von Zürich. Sohn des Rudolf (->). ​1) 1487 N. (?) von Breitenlandenberg von Altenklingen, 2) um 1490 Justina Roll von Bonstetten, Tochter des Andreas Roll, Ritters. M. stammte von Ravensburger Kaufleuten ab und war Kaufmann, später Gerichtsherr. Ein Handel mit Ks. Friedrich III. und der Stadt Lindau brachte ihm einige Monate Freiheitsentzug und grosse Unkosten (Mötteli-Handel 1482-86). 1486/89 kaufte M. die Herrschaft Pfyn und Dettighofen, 1488 war er Mitherr von Bürglen. 1489 belehnte ihn der thurg. Landvogt mit Mettlen und Oberbussnang. 1508 erwarb er das Schloss Sulzberg (Gem. Untereggen) und 1512 die Herrschaft Wellenberg. M. war streitsüchtig und verkörperte den Typus des spätma. Aufsteigers, der als Kaufmann Herrschaftstitel erwarb. 
MÖTTELI VON RAPPENSTEIN, Jakob (I10272)
 
4706 weiterführende Info: HLS GND VIAF
um 1410 Köln, 1479 Bern, ursprünglich aus Köln, von Bern. ​1) Anastasia Bumann, Tochter des Schultheissen von Olten, 2) Agnes von Diesbach, Nichte des Ludwig von Diesbach. Gelernter Goldschmied. 1435 Reisen nach Venedig und an den Hof von Savoyen. 1436 in Bern in Diensten der Brüder Ludwig, Loy und Hans von Diesbach, deren Juwelenhandlung er führte. 1440 Eintritt in den Gr. Rat und Fahrt nach Jerusalem mit Ludwig von Diesbach, mit dem G. eine enge Freundschaft verband. 1447 mit Ludwig von Diesbach im Alten Zürichkrieg, 1447-50 mit diesem Reisen nach Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland. 1450 Rückkehr nach Köln. 1467 zweite Reise G.s nach Palästina und auf die Halbinsel Sinai mit Wilhelm (1442-1517) und Niklaus (1430-75) von Diesbach. 1474-76 in den Burgunderkriegen Teilnahme an den Schlachten von Héricourt, Grandson und Murten. Über seine Reisen hat G. die "Denkwürdigkeiten" verfasst; v.a. der Bericht über die zweite Fahrt ins Hl. Land ist von kulturgeschichtl. Wert. 
VON DER GRUBE, Hans (I21252)
 
4707 weiterführende Info: HLS GND VIAF MEYER, Bernhard (I19191)
 
4708 weiterführende Info: HLS weiterführende Info: Wiki

23.4.1500 Bruchsal (Baden, D), 1577/78 Zürich, aus dem Hochstift Speyer, ab 1548 von Zürich. Sohn des Hans, Gerbers und Schultheissen, und der Margaretha Zwyr. ​1) 1529 Regula Brennwald, Tochter des Heinrich Brennwald, 2) 1562 Barbara Ruf, Schwester des Jakob Ruf, 3) 1572 Agnes Edlibach, Tochter des Gerold Edlibach. Schwager von Hans Edlibach, Jakob Edlibach und Ludwig Edlibach. Schulen in Bruchsal, Landau (Pfalz), Durlach (Baden) und Strassburg, 1519 Stud. in Heidelberg. 1520 im Dienst des bischöfl. Notars in Speyer, Bekanntschaft mit Johann von Hattstein und Eintritt in den Johanniterorden, 1521 Johanniterkolleg in Freiburg i.Br., 1522 Priesterweihe in Basel sowie Prior und Leutpriester der Kommende Bubikon. Dort trat S., der bereits früher mit der reformator. Lehre in Kontakt gekommen war, 1528 zur Reformation über. Er wurde zum Mitstreiter Huldrych Zwinglis und bekämpfte mit Konrad Schmid die sich ausbreitende Täuferbewegung im Zürcher Oberland. 1528 begleitete er Zwingli an die Berner Disputation und wurde 1532 Dekan des oberen Wetzikoner Kapitels. 1543 wechselte er als Pfarrer nach Stammheim und wurde 1548 Dekan des Kapitels Stein am Rhein. 1561 suchte er aus gesundheitl. Gründen um seine Entlassung nach und zog 1562 nach Zürich.

Als Geschichtsschreiber kopierte S. Heinrich Brennwalds Schweizerchronik und führte das Werk, heute als Reformationschronik bekannt, bis in seine eigene Zeit fort. 1547-48 erschien als sein Hauptwerk eine hist.-topograf. Landesbeschreibung der Schweiz unter dem Titel "Gemeiner lobl. Eydgnoschafft [...] beschreybung", das in enger Zusammenarbeit mit Gelehrten wie Heinrich Bullinger, Vadian und Aegidius Tschudi sowie aufgrund eigener Archivreisen ("Reisebericht von 1544") entstanden war. Die Schrift, die am Übergang vom alemann. Dialekt zur neuhochdt. Schriftsprache steht, schildert mit antihabsburg. Tendenz die Geschichte der Schweiz von den Helvetiern bis zur Reformationszeit und wurde deshalb von Ks. Karl V. verboten. 1554 publizierte S. eine gekürzte und modifizierte Fassung als "Schwytzer Chronica", ebenso wurde 1548 eine Auswahl der dem Werk beigegebenen Karten als erster Atlas der Schweiz separat unter dem Titel "Landtafeln" veröffentlicht. Weitere Werke S.s widmen sich dem Jüngsten Tag (1563) sowie der Geschichte des Konstanzer Konzils (1541) und Heinrichs IV. (1556). Daneben sammelte S. Material zur Geschichte des Abendmahlsstreits und übersetzte eine Schrift Ludwig Lavaters zu diesem Thema. 
STUMPF, Johannes (I19669)
 
4709 weiterführende Info: HLS Wiki ADB GND VIAF VON HALLWIL, Hans (I19315)
 
4710 weiterführende Info: HLS Wiki GND
1487 vermutlich Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), 1551 Wildegg, von Brugg und Bern. Sohn des Kaspar (->) und der Kyburga von Hinwil. 1507 Margarete Muntprat von Spiegelberg, Tochter des Konstanzer Schultheissen Jakob. Nach dem Tod seines Vaters 1513 übernahm E. Schloss und Herrschaft Wildegg. 1521-24 stand er in päpstl. bzw. franz. Solddienst in Norditalien. Um 1535 stritt er mit Bern um die Schmälerung twingherrl. Kompetenzen. 
EFFINGER, Christoph I. (I11306)
 
4711 weiterführende Info: NDB
Seit 1548 war B. tätig für den Rat von Zürich für Standesscheiben (Ehrenwappen). Von 1557 sind zwei NB signierte Scheiben erhalten, die eine geliefert in den Kreuzgang des Klosters Muri (jetzt in der Kantonalen Historischen Sammlung in Aarau) für den Prior Janni vom Kartäuserkloster Ittingen, die andere mit Darstellung von Christus am Ölberg (nach Dürers Großer Passion) für den Propst Niklaus Haas in Luzern. Am bekanntesten ist sein zyklischer Auftrag der Jahre 1558/59 für den Kreuzgang des Frauenklosters Tänikon (Kanton Thurgau), wo er nach dem von der Äbtissin bestimmten Plan die ganze Geschichte des Heilands darstellen sollte. Er lehnte sich dabei in seinen 22 Scheibenbildern, meistens signiert NB, weitgehend an Dürers „Marienleben“ und die „Kleine Passion“ an. Der Zyklus ist erhalten; aus der Sammlung Vincent kam der größte Teil an das Schweizerische Landesmuseum. 1562 durfte B. für Kaiser Ferdinand I. eine Wappenscheibe machen. 1562-67 lieferte er Scheiben für den Kreuzgang des Klosters Wettingen, wo sie noch zu sehen sind. Seine den Katholiken günstige Gesinnung verschaffte ihm dank der Empfehlung von Gilg Tschudi 1568 das Amt des Schäniser Amtmanns in Zürich. Damit hörte seine Glasmalertätigkeit nahezu auf. - B.s Arbeiten zeichnen sich aus durch große Farbigkeit, obgleich er schon ausgiebig Schmelzfarben verwendete, und durch reichstes Arabeskenwerk der Umrahmung. Danach können ihm an nicht signierten Arbeiten zugewiesen werden die Wappenscheiben für Abt Diethelm Blarer, St. Gallen, von 1551 und für Abt Adam Heer, Einsiedeln, nach 1569. Ein von Christoph Murer 1595 gemaltes Ölporträt eines 71jährigen Mannes stellt vermutlich B. dar. 
BLUNTSCHLI, Niklaus (I23541)
 
4712 weiterführende Info: Wiki GND VIAF VON ERLACH, Burkhard (I21686)
 
4713 weiterführende Information: Archiv VON KRAUCHTHAL, Peter II. (I18614)
 
4714 weiterführende Information: Archiv VON BENNENWIL, Anna (I18636)
 
4715 weiterführende Information: Berner Biografien N., Katharina (I7959)
 
4716 weiterführende Information: Berner Biografien ; weiterführende Info: Berner Biografien  EFFINGER, Johannes (I11322)
 
4717 weiterführende Information: HLS
1421 in Zürich erstmals erw., 4.5.1470 Zürich, von Zürich. Ritter. Sohn des Berchtold, Ratsherrn, und der Adelheid Meiss. ​Regula geb. Schwend, Tochter des Johannes (->). Schwager des Konrad (->). 1436-41, 1443 und 1446-69 Vertreter der Konstaffel im Kl. Rat, 1442 Bürgermeister von Zürich. U.a. 1439-43 Vogt von Kyburg, 1446 und 1456-64 von Bülach und 1448 von Regensberg. Der reiche S. war ein einflussreicher Schiedsrichter und Gesandter, der die Politik Zürichs während des Alten Zürichkriegs 1436-50 und die darauf folgende stärkere Bindung an die Eidgenossenschaft massgeblich mitbestimmte. 
SCHWEND, Heinrich I. (I9280)
 
4718 weiterführende Information: HLS
Ende des 15. Jh. ausgestorbenes Geschlecht von Thun und Bern. Die aus dem württemberg. Spaichingen stammende Fam. wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. in der Grafschaft Kyburg durch Hzg. Leopold III. von Habsburg belehnt. Über die Ämter des Stadtschreibers und des Schulmeisters kamen die S. zu Ansehen und Reichtum, zuerst in Thun, dann in Bern. Beiderorts waren sie Bürger und gelangten dank Vermögen aus kommunalen Diensten zu Herrschaftsrechten und ins Berner Stadtregiment. Sie verwalteten bern. Herrschaften im Oberland, Seeland und Oberaargau. Thomas (1461), der auch den Titel eines kaiserl. Notars trug, soll als Stadtschreiber einer der offiziellen Geschichtsschreiber Berns gewesen sein. Seine Aufzeichnungen sind jedoch verschollen. Sein Bruder Rudolf (->) wirkte ab 1473 als Landvogt von Aarwangen. 
VON SPEICHINGEN, Thomas (I11253)
 
4719 weiterführende Information: HLS VON WOLHUSEN, Marquart III. (I23791)
 
4720 weiterführende Information: HLS GND TRÜLLEREY, Hans (I11270)
 
4721 weiterführende Information: Staatarchiv Kanton Bern VON BENNENWIL, Laurenz (I18653)
 
4722 welche aus einem führnehmen, aus dem Ober-Isselschen ursprünglich hergekommenen, und im clevischen, von etlichen jahrhunderten her, sehr bekannten, numehro aber ausgestorbenen adelichem Geschlechte entsprossen war, und mit der er sich im Jahr 1585 verheyratet hatte, einen einzigen Sohn, JOHANN VON MOTZFELS, von welchem ebenfalls ein besonderer Artikel handelt. DE GREVE, Elisabeth (I1196)
 
4723 Welf II. entstammte dem schwäbischen Zweig der Welfen. Er war verheiratet mit Irmentrud/Imiza „von Gleiberg“. Sie war Tochter des Grafen Friedrich von Luxemburg, der ein Bruder der späteren Kaiserin Kunigunde von Luxemburg war. Die Eheschließung ist nicht sicher zu datieren. Aus der Ehe gingen die Kinder Kunigunde und Welf III. hervor. Die Ehe brachte Welf erhebliche Reichsnähe und mit dem Königsgut Mering und dem lombardischen Hof Elisina wichtigen Besitz. Mering war in unmittelbarer Nähe zu Augsburg strategisch bedeutsam. Welf schloss sich 1025 dem Aufstand Ernsts von Schwaben gegen König Konrad II. an. 1027 folgte seine Unterwerfung (deditio) in Ulm. Bei der Dedition (lat. für Kapitulation, Unterwerfung, Übergabe) handelte es sich ursprünglich um eine Institution des antiken römischen Völkerrechts. Welf starb 1030 und wurde in der Grablege Altdorf bestattet. VON SCHWABEN, Welf II. (I15312)
 
4724 Welf II. entstammte dem schwäbischen Zweig der Welfen. Er war verheiratet mit Irmentrud/Imiza „von Gleiberg“. Sie war Tochter des Grafen Friedrich von Luxemburg, der ein Bruder der späteren Kaiserin Kunigunde von Luxemburg war. Die Eheschließung ist nicht sicher zu datieren. Aus der Ehe gingen die Kinder Kunigunde und Welf III. hervor. Die Ehe brachte Welf erhebliche Reichsnähe und mit dem Königsgut Mering und dem lombardischen Hof Elisina wichtigen Besitz. Mering war in unmittelbarer Nähe zu Augsburg strategisch bedeutsam. Welf schloss sich 1025 dem Aufstand Ernsts von Schwaben gegen König Konrad II. an. 1027 folgte seine Unterwerfung (deditio) in Ulm. Welf starb 1030 und wurde in der Grablege Altdorf bestattet. VON ALTDORF, Welf II. (I37188)
 
4725 Welf III. war der einzige Sohn des Grafen Welf II. von Altdorf (heute Weingarten). Er wurde 1047 mit dem Herzogtum Kärnten und der Markgrafschaft Verona belehnt. Welf III. blieb unverheiratet und kinderlos. Er übertrug seine Besitzungen dem Kloster Altdorf, was seine Mutter Imiza, die Witwe Welfs II., dazu veranlasste, ihren Enkel Welf IV., den Sohn ihrer Tochter Gräfin Kunigunde von Altdorf aus ihrer Ehe mit Alberto Azzo II. d’Este, nach Deutschland zu holen, damit er die Familie in weiblicher Linie fortsetze.

Welf III. war der letzte der älteren Welfen. Sein Nachfolger auf den Familiengütern ist der Stammvater der jüngeren Welfen, die noch heute existieren.

Begraben wurde er im Hauskloster der Welfen, der Abtei Weingarten. 
VON ALTDORF, Welf III. (I37190)
 
4726 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7190)
 
4727 Welser ist der Name einer Augsburger sowie Nürnberger Patrizierfamilie von Großkaufleuten. In Augsburg sind die Welser seit 1246 nachweisbar. Im Mittelalter unterhielten die Welser Faktoreien unter anderem in Antwerpen, Lyon, Madrid, Nürnberg, Sevilla, Lissabon, Venedig und Rom sowie Santo Domingo und Venezuela. Durch ihre Handelsgeschäfte kamen diese oberdeutschen Kaufleute zu Reichtum und finanzierten Herrscher verschiedener europäischer Staaten.

Die Welsersche Handelsgesellschaft
Eine Welsersche Handelsgesellschaft ist erstmals 1420 in Augsburg belegt. Anton I. Welser der Ältere gründete 1498 mit dem im Tiroler Silberhandel aktiven Memminger Handelshaus Vöhlin die Welser-Vöhlin-Gesellschaft. Im Handel mit Baumwolle und Barchent wurde erstes Geld verdient. Handels- und Bergbauunternehmen waren sodann weiteres Rückgrat des kommerziellen Erfolgs der Welser. Anton Welser der Ältere stieg auch in den Waren- und Seehandel mit eigener Flotte, das Reedereigeschäft und den Geldverleih ein. 
VON WELSER, Anton I. (I51306)
 
4728 Weniger als 15 km von Hauptbahnhof Konstanz und 25 km von Klosterinsel Reichenau im Bodensee entfernt in Güttingen gelegen, bietet die Unterkunft Bio Hof Moosburg am See mit Sauna Übernachtungsmöglichkeiten mit einem Garten, kostenloses WLAN in der ganzen Unterkunft und kostenlose Privatparkplätze für Gäste, die mit dem Auto anreisen. Die Unterkunft bietet Grillmöglichkeiten und befindet sich weniger als 31 km von Olma Messen St. Gallen entfernt. Die Gäste können eine Sauna nutzen oder Gartenblick genießen.
Landhaus Moosburg, Moosburg 16, Güttingen, Thurgau 
EHINGER, Heinrich (I32475)
 
4729 Wer war der erste HERR VON RÖTTELN ?
DIETRICH VON RÖTTELN ist der Erste seiner Familie, der 1103 mit Namen in einer Urkunde genannt wurde. Die Familie stammte wahrscheinlich aus dem schweizerischen THURGAU und bekam Güter in der Umgebung von Lörrach zur Verwaltung übergeben. Vor allem in Basel spielten sie in der Folgezeit immer wieder eine wichtige Rolle. DIETRICHS Sohn und wie auch sein Enkel starben beide auf einem KREUZZUG INS HEILIGE LAND: Der Sohn begleitete 1147 den STAUFERKÖNIG KONRAD III., der Enkel 1189 den STAUFERKAISER FRIEDRICH I. BARBAROSSA.

Wer waren die HERREN VON RÖTTELN?
Ihr Einfluss reichte weit. In der Region von Lörrach waren sie die mächtigste und bekannteste Adelsfamilie. Die HERREN VON RÖTTELN waren ehrgeizig. Hohe geistliche Ämter sind dafür ein Zeichen. Die Familie konnte immer wieder die Bischofswürde in Basel oder Konstanz erlangen. Doch die Politik, innerhalb der Familie hohe Ämter zu erwerben, kostete Kraft und Geld. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wuchs die Schuldenlast und die Macht der Familie nahm ab.

Warum kam die Burg in den Besitz einer anderen Familie?
LIUTHOLD II. war ein Kirchenmann, Domherr zu Basel. Da er 1316 ohne Nachkommen starb, endete mit ihm die männliche Linie der HERREN VON RÖTTELN. Doch seine Nichte AGNES, die letzte ihres Namens und einzige Erbin, hatte 1298 RUDOLF I. von HACHBERG-SAUSENBERG geheiratet. LIUTHOLD II. schenkte die Burg den Hachbergern. Zwei Söhne von RUDOLFund AGNES zogen auf der Burg ein und bauten sie zur Residenz aus.

Süddt. Adelsgeschlecht, benannt nach dem Ort R. im bad. Wiesental. Die Herrschaft R. umfasste Allodialbesitz und Lehensgüter des Bf. von Basel, der Gf. von Habsburg sowie der Klöster Murbach, St. Blasien und St. Gallen im Wiesental sowie Streugüter im Elsass, Aargau und Baselbiet.
Die genealog. Abfolge ist bis in die Mitte des 13. Jh. nicht durchgehend erstellbar. Erstmals ist die Fam. nach 1100 mit DIETRICH I., Vogt über die rechtsrhein. Güter des Basler Klosters St. Alban, bezeugt.
Ab der 1. Hälfte des 13. Jh. besassen die R. die Burg Rotenberg, nach der sich ein von DIETRICH IV. ausgehender, bereits 1280 ausgestorbener Zweig der von R. nannte. Verwandtschaftl. Verbindungen bestanden zu den Frh. VON TEGERFELDEN und VON GÖSGEN, den Gf. VON NEUENBURG sowie zu süddt. Hochadelsgeschlechtern.
Im 12. Jh. erschienen die R. oft im Gefolge der Hzg. VON ZÄHRINGEN. Im 13. Jh. waren sie vorerst mit der Stadt und dem Bf. von Basel gegen die Gf. von Habsburg verbündet und auf Seiten der Psitticher in die Kämpfe der Basler Rittergesellschaften involviert.
Nach der Wahl RUDOLFS VON HABSBURG zum König 1273 wandte sich OTTO (erw. 1257-1304) von Basel ab und übernahm im Dienste der habsburg.-österr. Landesherrschaft die Burggrafschaft und Landvogtei zu Rheinfelden sowie die Reichsvogtei Basel.
Mehrere Vertreter der Fam. schlugen geistl. Laufbahnen ein, darunter die Brüder von DIETRICH IV., LÜTHOLD (->) und WALTER (->), sowie LÜTHOLD (->), der 1316 als letzter männl. Vertreter seines Geschlechts starb. Erben waren durch Heirat die Herren VON HACHBERG-SAUSENBERG. 
N., N. (I23861)
 
4730 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I45471)
 
4731 Werdegg
Gerichtsherrschaft und abgegangene Burg bei Hittnau. Die 1229-1313 erw. Herren von W. liessen die Burg um 1200 erstellen und sicherten sich in der Umgebung diverse Rechte. Deren Nachfolger, die Ritter von Landenberg-W., festigten W. im SpätMA zur Gerichtsherrschaft, die das weitläufige Gebiet von Hittnau sowie spätestens ab 1434 auch Gündisau (Gem. Russikon) umfasste. Sie ging 1413 mit der Burg an Heinrich Göldli, 1434 an Kaspar von Bonstetten und um 1437 an Herdegen von Hinwil. Hochgerichtlich gelangte die Herrschaft 1424 pfandweise und 1452 definitiv an die Stadt Zürich und war bis 1798 der Landvogtei Kyburg unterstellt. Gemäss Johannes Stumpf zerstörten eidg. Truppen 1444 die Burg. 1473 wurden die Rechtsverhältnisse der Herrschaft W. in einer Offnung festgehalten. Ab 1477 erfolgte die Verleihung des Burgplatzes und der Herrschaft getrennt. Letztere kam nach versch. Besitzwechseln von der Fam. Meiss um 1510 an die Blarer von Wartensee, die W. mit der Herrschaft Kempten verbanden. 1567 wurde auch die Herrschaft Greifenberg angeschlossen. Für den Werdegger Teil hielten die Gerichtsherren das Maien- und Herbstgericht bis 1798 in Oberhittnau ab. 
VON WERDEGG, Rüdiger (I40519)
 
4732 Werdegg - Burghügel
Blick von Norden auf das Plateau der Vorburg.

Der langgezogene, heute bewaldete Burghügel von Werdegg wird durch drei Gräben unterteilt. Auf den beiden Plateaus verteilten sich einst Haupt- und Vorburg, von denen keine Mauerspuren mehr erkennbar sind. Die Anlage war Wohnsitz der von 1229 bis 1312 erwähnten Ritter von Werdegg, gehörte später den Landenbergern und schliesslich den Herren von Hinwil. Im Mai 1444 wurde die Burg durch die Eidgenossen zerstört.

Bild und Zitat: Burgenwelt - http://www.burgenwelt.org/schweiz/werdegg/object.php 
VON LANDENBERG-WERDEGG, Rüdiger (I40504)
 
4733 Werdegg - Burghügel
Blick von Norden auf das Plateau der Vorburg.

Der langgezogene, heute bewaldete Burghügel von Werdegg wird durch drei Gräben unterteilt. Auf den beiden Plateaus verteilten sich einst Haupt- und Vorburg, von denen keine Mauerspuren mehr erkennbar sind. Die Anlage war Wohnsitz der von 1229 bis 1312 erwähnten Ritter von Werdegg, gehörte später den Landenbergern und schliesslich den Herren von Hinwil. Im Mai 1444 wurde die Burg durch die Eidgenossen zerstört. 
VON WERDEGG, Rüdiger (I40520)
 
4734 Werdegg, von
Zürcher Ritteradel, 13.-14. Jh., benannt nach der Burg W. bei Hittnau, wo auch der Besitzschwerpunkt der Fam. lag. Erste bekannte Vertreter waren Heinrich und Rüdiger, die 1229 für Rudolf von Rapperswil als Zeugen auftraten. Mitte des 13. Jh. gehörte die Fam. zum Dienstadel des Klosters St. Gallen. Unter Rüdiger (erw. 1276-1313), dem letzten männl. Nachkommen der Fam., wurde diese Verbindung jedoch gelöst. Verheiratet mit der Zürcher Stadtadligen Anna Biber gelangte er als einer von wenigen Landadligen ab 1306 in den Zürcher Rat. Sein Erbe ging über seine mit Beringer von Landenberg verheiratete Tochter Katharina an deren Sohn Rüdiger, der sich ab 1322 sowohl nach Landenberg wie nach W. nannte.


Literatur
– H. Kläui, «Neues zur ältesten Genealogie und Gesch. der Herren von Landenberg», in ZTb 1959, 1958, 24-61
– Sablonier, Adel
– P. Niederhäuser, «Adel und Adelsherrschaft: Die Burgherren von W.», in Hittnau, hg. von M. Leonhard et al., 2005, 15-30

Autorin/Autor: Martin Leonhard 
VON WERDEGG, Rüdiger (I40508)
 
4735 Werke (Erstdrucke)

Propositiones […] de servitutibus, Basel 1579 (online)
Idea juris logica, de causis juris constituentibus, Frankfurt 1586
Disceptationum scholasticarum juris liber unus, Marburg 1588
Jurisprudentiae Romanae a Justiniano compositae libri duo, Marburg 1590
De feudis eorundemque iure libri duo, Marburg 1595
Commentarius in Institutiones juris civilis a Justiniano compositas, Marburg 1598
Commentarius ad titulos codicis, qui sunt de jurisdictione et foro competente, Frankfurt 1599
Consiliorum et responsorum doctorum et professorum facultatis juridicae in academia Marburgensi, Marburg 1606
Tractatus de judiciis, Kassel 1654 (posthum) 
VON VULTEJUS, Hermann (I6330)
 
4736 Werner II. erscheint schon 1135 im Besitz der Landgrafschaft Ober-Elsass, wo das Geschlecht schon früher ausgedehnte Güter hatte, und der Schirmvogtei über das Kloster Muri, dem auch Luzern mit den übrigen Ortschaften gehörte.

Er starb in Italien, als nach der Schlacht von Tusculum im kaiserlichen Heer eine Seuche ausbrach.
Der ruhmlose Abzug 1164 und die mangelnde Unterstützung in Italien machten einen vierten Italienzug notwendig. Dorthin brach Barbarossa im November 1166 erneut auf, auch um das Schisma zu beenden. Alexander III. sollte besiegt und Papst Paschalis III. in Rom inthronisiert werden. Da die fürstliche Unterstützung zur Heerfolge nachließ, wurden aus den niederrheinischen Gebieten Brabanzonen genannte Söldner angeheuert. Die kaiserlichen Legaten sollten außerdem die Ressourcen für den Italienzug gründlich ausschöpfen. In Mailand wurde die Eintreibung von Steuern und Abgaben durch eine neue Steuerliste systematisiert. Ungeachtet der Klagen der lombardischen Großen in Lodi wurde die strenge Reichsverwaltung beibehalten. Infolge der materiellen Belastungen und der Missachtung bisheriger Rechtsgewohnheiten formierte sich im März 1167 mit Cremona, Bergamo, Brescia, Mantua und Ferrara der lombardische Städtebund. Die bislang miteinander verfeindeten Kommunen fanden durch die kaiserliche Willkürherrschaft schnell zusammen. Mailand gelang durch zahlreiche Zugeständnisse die Aufnahme in den Bund. Durch den Schutz des Stadtbundes konnten die Mailänder im April in ihre verwüstete Stadt zurückkehren.

Barbarossa zog währenddessen weiter nach Süden. Ancona, das alle Abgaben verweigerte, wurde von Barbarossa unterworfen. Die Erzbischöfe von Köln und Mainz, Rainald und Christian, hatten Ende Mai 1167 die Römer in der Schlacht von Tusculum vernichtend geschlagen. Die Nachricht von dem Sieg über die Römer erreichte Barbarossa am Ende der Belagerung von Ancona. Auf Betreiben einiger normannischer Adliger in seinem Heer wurde jedoch noch ein kurzer Streifzug an die nördliche Grenze Siziliens unternommen. Es blieb die einzige Expedition des vielgeplanten und immer wieder verschobenen Zuges gegen den normannischen König.

Der Belastung durch die große Sommerhitze ausgesetzt, erreichte Barbarossa am 20. Juli 1167 Rom. Es gelang, St. Peter zu erobern und Paschalis III. am 30. Juli in Rom einzusetzen. Der zunächst in der Stadt Rom von kaiserlichen Truppen eingeschlossene Alexander konnte nach Benevent fliehen. Wenige Tage später brach im kaiserlichen Heer eine durch die Augusthitze geförderte Ruhrepidemie aus. Sie hatte mit dem Tod zahlreicher Erbsöhne tiefgreifende dynastische Folgen für den Laienadel. Der Seuche erlagen die Bischöfe Konrad von Augsburg, Alexander von Lüttich, Daniel von Prag, Eberhard von Regensburg, Gottfried von Speyer und Hermann von Verden, der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel, die Herzöge Friedrich von Rothenburg und Welf VII., Theobald von Böhmen, Berthold von Pfullendorf, mehrere Konsuln aus den verbündeten Kommunen, darunter der Lodeser Chronist Acerbus Morena sowie 2000 Ritter. Das Scheitern von Barbarossas Italienpolitik zeichnete sich ab. Am 1. Dezember 1167 erfolgte der Zusammenschluss des Lombardenbundes mit dem Veroneser Bund. Die kaiserliche Verwaltung brach bis auf die Verbündeten Novara, Vercelli und Pavia zusammen. Das Vorgehen des Lombardenbundes zwang Barbarossa zum überstürzten Rückzug nach Pavia. Aus Angst um sein Leben floh Barbarossa mitten in der Nacht als Pferdeknecht verkleidet aus Susa über den einzigen freien Alpenpass. 
VON HABSBURG, Graf von Habsburg Graf von Habsburg Werner II. (I35463)
 
4737 Werner II. von Homberg gehörte dem Geschlecht der Grafen von Frohburg unweit von Olten an. Seine Eltern waren Graf Ludwig I. von Homberg (erw. ab 1268; † 1289) aus der Linie Frohburg-Homberg und Elisabeth von Rapperswil.[1]

Ab 1314 gehörte er zur Gefolgschaft König Friedrichs des Schönen (* 1289 in Wien; † 13. Januar 1330 in Gutenstein), Habsburger, und heiratete im Jahr 1315 Maria von Oettingen († 10. Juni 1369), die Witwe seines Stiefvaters Rudolf von Habsburg-Laufenburg.

Zwischen 1317 und 1320 stiftete Werner von Homberg die Liebfrauenkapelle des Klosters Oetenbach, in dem seine Schwester Cäcilia zur Priorin ernannt worden war.[2] 
VON HOMBERG, Ludwig I. (I37171)
 
4738 Werner II. von Homberg gehörte dem Geschlecht der Grafen von Frohburg unweit von Olten an. Seine Eltern waren Graf Ludwig I. von Homberg (erw. ab 1268; † 1289) aus der Linie Frohburg-Homberg und Elisabeth von Rapperswil.[1]

Ab 1314 gehörte er zur Gefolgschaft König Friedrichs des Schönen und heiratete im Jahr 1315 Maria von Oettingen († 10. Juni 1369), die Witwe seines Stiefvaters Rudolf von Habsburg-Laufenburg.

Zwischen 1317 und 1320 stiftete Werner von Homberg die Liebfrauenkapelle des Klosters Oetenbach, in dem seine Schwester Cäcilia zur Priorin ernannt worden war.[2] 
VON HOMBERG, Wernherr (I37172)
 
4739 Werner III. war der einzige Sohn des Grafen Werner II. von Maden und im Neckargau, der am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht von Civitate zusammen mit seinem Bruder Adalbert II. von Winterthur und ihrem Vetter Burkhard II. von Nellenburg für den mit ihnen verwandten Papst Leo IX. gefallen war. Da Werner beim Tode seines Vaters noch minderjährig war, verwaltete vermutlich seine unbekannte Mutter das hessische Erbe, während ein Vetter seines Vaters, Eberhard der Selige von Nellenburg, in Schwaben die Rolle des Vormunds übernommen haben soll und zeitweise als Graf im Neckargau amtierte.

Werner III. nannte sich auch Werner von Grüningen, wohl um zu betonen, dass er ein Spross der Grafenfamilie war, die das Vorstreitrecht und Erbamt des Reichssturmfähnrichs innehatte, welches mit dem Reichslehen von Burg und Stadt Grüningen (heute Markgröningen) verbunden war.

Gefährte des jungen Königs
Von 1061 an, inzwischen volljährig geworden, war Werner offiziell Inhaber der Grafschaft Maden im Hessengau, welche die Gebiete um Fritzlar, Rotenburg, Spangenberg, Melsungen und Homberg an der Efze umfasste. Dazu kamen ab 1062 bzw. 1065 zumindest Teile der Ohm-Lahn-Grafschaft (Weilburg), Großen-Linden südwestlich von Gießen, und Homberg an der Ohm. Von seinem Großvater Werner I. von Winterthur stammten außerdem Eigengüter und Lehen bei der Kyburg im Thurgau, im Neckargau, im Rheingau und in Worms.

Er scheint, trotz seiner Jugend, erheblichen Einfluss auf den noch jüngeren, erst 1050 geborenen und vermutlich mit ihm verwandten König Heinrich IV. gehabt zu haben. Jedenfalls spricht ihm Lambert von Hersfeld neben Kaiserin Agnes und Erzbischof Adalbert von Bremen entscheidenden Einfluss auf die Reichspolitik dieser Jahre zu. Allerdings war der Chronist ein entschiedener Gegner des Erzbischofs und des „mächtigen“ und ob seiner „Wildheit“ offenbar gefürchteten Grafen Werner, der 1064 Lamberts Kloster, der Reichsabtei Hersfeld, mit Unterstützung des Königs ein Gut in Kirchberg bei Gudensberg entwendet hatte.[3]

Werner war mit Willebirg von Achalm verheiratet, durch die er und in der Folge sein Sohn weiteren schwäbischen Besitz erlangte. Im Januar 1065 erhob König Heinrich IV. Werners minderjährigen Schwager Werner II. von Achalm zum Bischof von Straßburg – eine Kirchenrecht ignorierende Gefälligkeit, mit der sich die Beteiligten den Vorwurf der Simonie einhandelten und die zum Investiturstreit beitragen sollte.
Ende
Am 24. Februar 1065[4] mischte sich Graf Werner in Ingelheim in ein Handgemenge ein, in das seine Vasallen wegen Plünderei geraten sein sollen. Dabei wurde er durch den Keulenhieb eines „der niedrigsten Leibeigenen unseres Klosters oder, wie andere sagen, einer Tänzerin“ aufs Haupt niedergestreckt. Laut Lambert von Hersfeld wurde der Schwerverletzte sodann zum Königshof getragen, wo ihm die dort anwesenden Bischöfe zusetzten, den unrechtmäßig angeeigneten Meierhof in Kirchberg dem Kloster Hersfeld zurückzugeben: „Er aber fügte sich auf keine Weise, bis die Bischöfe einstimmig drohten, dem Sterbenden das heilige Abendmahl nicht reichen zu wollen, wenn er nicht vorher von einer so großen Sünde sich entlastet hätte.“ Als er schließlich nachgegeben hatte, „verschied er gleich darauf“.[5]

Werner III. hinterließ einen etwa fünfjährigen Sohn, Werner IV., der als letzter Vertreter seines Hauses ebenfalls an der Seite Heinrichs IV. und schließlich dessen Sohnes Heinrich V. zu finden war. 
(MADEN), Werner III. (I40752)
 
4740 Werner IV. war der einzige Sohn des am Hofe des jugendlichen Königs Heinrich IV. einflussreichen Grafen Werner III. von Maden und im Neckargau, der 1065 in Ingelheim im Alter von noch nicht einmal 25 Jahren in einem Handgemenge erschlagen wurde. Er war mit dem salischen Königshaus verwandt. Da Werner IV. beim Tode seines Vaters erst etwa fünf Jahre alt war, verwaltete vorerst seine Mutter Willibirg (oder Willebirg) von Achalm aus Schwaben sein Erbe für ihn, während ein Vetter seines Großvaters Werner II., Graf Eberhard der Selige von Nellenburg, wie einst bei seinem Vater die Vormundschaft übernommen haben soll.[1] Kurz vor dem Tode von Werners Vater war dessen minderjähriger Schwager Werner II. von Achalm von Heinrich IV. zum Bischof von Straßburg ernannt worden. Der Papst beschuldigte die Beteiligten deshalb der Simonie. Dass der junge königstreue Bischof zudem dazu aufrief, den Zölibat zu ignorieren, machte ihn zum Exponenten des Investiturstreits, in den auch sein Neffe Werner IV. verwickelt werden sollte.

Werner heiratete eine hessisch-thüringische Grafentochter namens Gisela, deren Herkunft nicht gesichert ist. Die Ehe blieb ohne männlichen Erbfolger. Eine Tochter unbekannten Namens heiratete 1116 Adalbert von Kislau. 
(MADEN), Werner IV. (I40945)
 
4741 Werner war Graf, königlicher Sendbote und Präfekt des bairischen Ostlandes von Karl dem Großen. Die Gründung des Awarischen Fürstentums im Jahr 805, dem er als Präfekt vorstand, dürfte in die Amtszeit Werners fallen.[2]

Er hatte Besitz im Lobdengau, Oberrheingau und im Wormsgau. Folgende Schenkungen an das Kloster Lorsch sind aus dem Lorscher Codex bekannt:[3]

Urkunde 801 vom 2. April 767 in Dielheim bei Wiesloch, Heidelberg (Lobdengau)
Urkunde 214 vom 18. Mai 785 in Pfungstadt bei Darmstadt (Oberrheingau)
Urkunde 472 vom 8. Juli 792 in Ilvesheim bei Mannheim und Neuenheim bei Heidelberg (Lobdengau)
Urkunde 1003 vom 21. Oktober 812 in Rheindürkheim bei Worms (Wormsgau)
Seine Gattin hieß Engiltrut und war die Tochter von Graf Eberhard (Sieghardinger) und Adeltrut, die viermal Ibersheimer Güter dem Kloster Lorsch schenkte:

Urkunde 1403 vom 1. Juni 770, ein Weinberg
Urkunde 1489 von 770/771, zwei Weinberge und einen Morgen Land
Urkunde 1478 vom 12. Juni 772, fünf Rebpflanzungen
Urkunde 1488 vom 8. Juni 778, drei Weinberge
Werner I. und Engiltrut hatten die Kinder: Herard, Willigard, Werner II.[4] und Nanther.[5]

Nach dem Tode von Karl dem Großen wurde Werner I. mit seinem Neffen Lantpert nach Aachen vorausgeschickt, um die Kaiserpfalz für Ludwig den Frommen von unlauteren Elementen zu säubern. Es kam zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf Werner getötet/erschlagen wurde 
VON LOTHRINGEN, Werner I. (Warnharius) (I40133)
 
4742 Werners Abstammung ist nicht unstrittig, aber er war wohl ein Sohn oder Neffe des Grafen Adalbert I. von Winterthur aus dem Hause der Udalrichinger und wird daher auch als Werner I. von Winterthur bezeichnet.[2] Er heiratete Irmgard von Nellenburg, eine Tochter oder Schwester des benachbarten Grafen Eberhard V. (Eppo) von Nellenburg. Dieser Ehe entstammten vier namentlich bekannte Söhne:

Werner II., Graf im Hessengau und im Neckargau (gefallen am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht bei Civitate)
Adalbert II., Graf von Winterthur (gefallen am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht bei Civitate)
Liutfrid (mit seinem Vater am 22. August 1040 am Neumarker Pass in Böhmen gefallen)
Hermann, 1051–1065 Abt von Einsiedeln († 1065)
Gaugraf in Hessen und Graf von Winterthur
Werner war offenkundig ein getreuer Gefolgsmann von Konrad II., der 1024 in Kamba zum König gewählt worden war und danach seine Parteigänger mit Ämtern, Lehen und Privilegien belohnte.[3] Von 1024 an sind Werner und seine Nachfahren zunächst als Vögte der Reichsabtei Kaufungen und ab 1027 als Inhaber der Gaugrafschaft Maden im fränkischen Hessengau dokumentiert. Werner I. und seine Nachfolger wurden daraufhin auch Grafen von Maden oder, nach ihrem Sitz auf der Obernburg in Gudensberg, Grafen von Gudensberg genannt. Die Grafschaft war seit der Zeit von Kaiser Otto I. ein Lehen der Erzbischöfe von Mainz gewesen.

Bis zu seinem Tod erwarb Werner in Niederhessen, in Oberhessen und im Neckargau weitere ansehnliche Besitztümer und Rechte, die an Bedeutung seinem ererbten Besitz in Schwaben überlegen waren. Damit und mit weiteren Erwerbungen unter seinen Nachkommen wurde sein Geschlecht schließlich fast so mächtig und einflussreich in Hessen, wie es die Konradiner vor ihnen gewesen waren.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1030 wurde er als dessen Erbe und Nachfolger auch Graf von Winterthur.

Tod als Reichsbannerträger
Werner I. fiel am 22. August 1040 als „Vorstreiter und Bannerträger“ (lateinisch primicerius et signifer regis) Heinrichs III. in dessen Feldzug gegen Herzog Břetislav I. von Böhmen. Bei einem Erkundungsritt am Neumarker Pass ließ er sich zu einem Vorstoß verleiten und geriet dabei in einen Hinterhalt, in dem er, sein Sohn Liutfrid (oder Lütfrid) und die meisten der ihm anvertrauten Leute in der Schlacht bei Biwanka den Tod fanden.[4]

Sein Sohn Werner II. folgte dem Vater als Graf im Hessengau und im Neckargau sowie als königlicher Bannerträger, während Adalbert den Vater als Graf Adalbert II. von Winterthur im Thurgau beerbte. Beide fielen zusammen mit ihrem Vetter Burkhard II. von Nellenburg am 18. Juni 1053 in der Normannenschlacht von Civitate, wo sie mit 600 schwäbischen Fußsoldaten das einzige nicht-italienische Kontingent des vernichtend geschlagenen Heeres von Papst Leo IX. stellten, mit dem sie verwandt waren.[5] Der dritte noch lebende Sohn, Hermann, wurde im Jahre 1051 Abt von Einsiedeln und starb 1065. 
VON MADEN, Werner I. (I40754)
 
4743 Wernherus, dictus Segenser, + IV. 28. (ca 1250?), schenkte dem Leut­priester zu Mellirigen nebst Einkünften sin hus und hofstatt, gelegen by dem Kilchtürlin (Deutsches Jahrztb., Mellingen). Im heute verschollenen ältesten latei­nischen Anniversarium soll er Waltherus genannt gewesen sein und das Haus:
que contigua est bi ohren türlin (Segesser 1, 1). Im lat. Jahrzeitbuch von 1429 heisst er auch Wernherus (+ IV. 27.), aber offenbar falsch gelesen oder ver­schrieben statt „dictus“ de (!) Segenser (Arg XIV 201).
Vielleicht war dieser Werriher der Vater der Geschwister Peter 1., Rudolf 1. (II.), Johann 1. und Katharina Segenser, deren Mutter eine Schwester des Schultheissen Hugo v. Schennis (1288 - + 1315 XI. 16.) war. Die Geschwister erscheinen als Schennis‘ „öheime“, d.h. Neffen. Wie eingangs bemerkt, neigen wir eher zur Annahme, der Ammann Rudolf von 1265 sei ein Segesser und der Vater der vier Geschwister gewesen, was mit der Tradition stimmen würde. 
N., Ulrich (I18538)
 
4744 Westerholt ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Westerholt gehörten zum Uradel im Vest Recklinghausen.

Herkunft
Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahre 1225 mit dem Ritter Henricus de Westerholte.[1] Der namensgebende Stammsitz der Familie, die Burg Westerholt, liegt im heutigen Ortsteil Westerholt der Stadt Herten im Kreis Recklinghausen.

Ausbreitung und Linien
Das Geschlecht hat sich schon früh in mehreren großen Linien ausgebreitet und auch im Münsterland und in den Niederlanden großen und reichen Besitz erworben. Bernhard von Westerholt starb 1540 als Abt des Klosters Iburg bei Osnabrück. Heinrich von Westerholt erwarb durch Heirat 1565 mit Agnes von Raesfeld die Herrschaft Raesfeld.

Zu der Hinzufügung Gysenberg zu dem Adelsgeschlechtsnamen von Westerholt kam es durch eine kaiserliche Verfügung vom 27. März 1744. In seinem Testament vom 30. März 1725 hatte der Geistliche Domherr zu Hildesheim Adolph Arnold Freiherr von Gysenberg sein Gut Henrichenburg dem Joseph Clemens August Maria Freiherr von Westerholt unter der Bedingung zugedacht, dass dieser und seine Erbnachfolger den Namen Gysenberg ihrem Namen Westerholt hinzufügen. So entstand der Geschlechtsname von Westerholt-Gysenberg.

Die Erbtochter der Linie Westerholt-Alst heiratete um 1770 Ludolf Friedrich Adolf von Boenen, aus einem schon 1152 erwähnten mittelwestfälischen Adelsgeschlechts, das unter dem Namen von Boenen 1816 im Mannesstamm erlosch. Denn Ludolf Friedrich Adolf von Boenen wurde unter Beseitigung seines eigenen Namens mit dem Namen seiner Frau von Westerholt und Gysenberg, 1779 in den Reichsfreiherrenstand und 1790 in den Reichsgrafenstand erhoben. Unter diesem Namen bestand später eine rheinische und eine westfälische Linie.

Der letzte in männlicher Linie Westerholt war Dr. jur. Adriaan Jan Alexander baron van Westerholt, geboren in Warnsveld am 3. Oktober 1894, gestorben in Lochem am 17. Dezember 1972 (Niederlande).

Standeserhebungen
Am 15. Juli 1372 wurden Reiner und Adolf von Westerholt durch Kaiser Karl IV. mit der Vestischen Reichsvogtei und dem kaiserlichen Bann über die Reichshöfe dortselbst ausgestattet.[2] Aus dem Stamm und der Linie Hackfort wurde Heinrich von Westerholt am 18. Januar 1650 zu Wien in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Ein Diplom wurde nicht ausgelöst. Borchard Frederik Willem von Westerholt erhielt am 27. Januar 1813 das kaiserlich-französische Baronat. Eine niederländische Anerkennung des Baronstitels für sich und seine Geschwister erfolgte am 19. Februar 1820.

Johann Jacob Freiherr von Westerholt aus dem Stamm Westerholt, kurfürstlich-kölnischer und Trierer Kammerherr und fürstlich-thurn und taxischer Geheimrat und Oberhofmarschall, wurde am 22. September 1790 zu München von Kurfürst Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichsvikar in den Reichsgrafenstand erhoben.

Im Königreich Bayern wurde am 6. September 1813 Alexander Graf von und zu Westerholt, fürstlich-thurn und taxischer Geheimrat in Regensburg und Sohn von Johann Jacob Graf von Westerholt, bei der Grafenklasse der Adelsmatrikel eingetragen.

Wappen
Das Stammwappen ist gespalten. Rechts in Schwarz mit einem silbernen und links in Silber mit einem schwarzen Balken. Auf dem Helm steht ein wachsender silberner Schwan, bei dem die ausgebreiteten Flügel wie der Schild bezeichnet sind. Die Helmdecke ist schwarz-silbern.[3] 
VON WESTERHOLD, Joseph Clemens (I45781)
 
4745 Wichmann war, obwohl in Lothringen begütert, von vornehmer sächsischer Abstammung. Seine familiäre Abstammung ist nicht gesichert, ein Graf Wichmann aus Hamaland, der als Vorfahre angesehen wird, erscheint erstmals 855 in einer Urkunde für das Kloster Werden. Weitere Familienmitglieder traten in karolingischer Zeit in Abwehrkämpfen gegen die Normannen in führenden Positionen auf. Wichmann selbst erscheint erstmals 952 in einer Urkunde, in der Otto I. dem Moritzkloster in Magdeburg Besitz in Deventer in der Grafschaft des Wichmann übertrug. Vermutlich war Wichmann zu dieser Zeit bereits verheiratet, da eine seiner Töchter um 1015 etwa 65 Jahre alt gewesen ist.

Wichmanns Ehefrau war Liutgard, Tochter des Grafen Arnulf I. von Flandern. Diese Ehe steigerte die Bedeutung und das Ansehen Wichmanns beträchtlich, da die Grafen von Flandern mehrfach mit den Karolingern verwandt waren. Noch Wichmanns Enkel, Bischof Meinwerk von Paderborn, wurde in seiner Vita als „von königlichem Stamm“ bezeichnet. Aus der Ehe gingen drei, möglicherweise auch vier Kinder hervor. 
VON HAMALAND, Wichmann II. (I36217)
 
4746 Wichmanns III. Witwe und ihre Tochter stifteten im Münsterland in der Zeit zwischen 1022 und 1032 sieben Kirchen:

Bentlage (Rheine)
Ichter (Nordkirchen-Capelle)
Handorf
Uentrop
Coerde
Appelhülsen
Varlar 
VON METZ, Reinmed (I22529)
 
4747 Wickrathberg ist ein Stadtteil von Mönchengladbach im Stadtbezirk West. Er liegt im Süden der Stadt, südlich von Wickrath und nördlich von Wanlo. Der Ort wird von der Niers durchflossen. KAMP, Sophia \Feigen (I988)
 
4748 Widekind stammte aus der einflussreichen Familie der Grafen von Schwalenberg, die erstmals 1031 mit einem Grafen Widekind im Wetigau als Lehensmann der Billunger erschien, ohne dass eine genaue genealogische Folge zurück bis Herzog Widukind nachweisbar ist. Sein Vater war Heinrich oder Hermann I. von Schwalenberg. Sein Bruder war Graf Volkwin I. († ca. 1110). Der Paderborner Bischof Bernhard I. von Oesede (1127–1160) war wohl sein Cousin oder Schwager. Stammburg der Grafen des Wetigaus war die Burg Oldenburg bei Marienmünster.
Widekind wird in einer Urkunde, die sich auf die Zeit zwischen 1115 und 1119 datieren lässt, als Gerichtsherr in Linden im Marstemgau genannt. In dieser Zeit nahm er in Gegenwart von Zeugen, darunter Herzog Lothar III., Schenkungen an das Bistum Minden vor, die Vorwerke und Eigenhörige in den heute nicht mehr nachweisbaren Dörfern Liusen, Batmere und Wallenthorpe betrafen.[1][2] Allerdings hatten die Grafen von Schwalenberg die Gerichtsbarkeit schon seit 954 in dem Ort inne.

Widekind war Graf im Tilithigau (Raum Pyrmont-Sternberg), Wetigau (Raum Schwalenberg) und Marstemgau (Raum Hannover) und Vogt von Barsinghausen. Den Marstemgau gab er 1124 wohl zugunsten der bedeutenden Stiftsvogtei Paderborn auf. Er besaß viele Lehen, Allodien und gräfliche Rechte in diesen Gauen, im Sauerland und im Alme- und Diemelgebiet und war Lehnsherr der Herren von Homburg und Gehrden. Außerdem war er Vogt der Klöster Abdinghof, Möllenbeck, Herford und Korbach sowie (1116) Vizevogt von Corvey unter den Grafen von Northeim. Besonders die Vogteien bildeten die Grundlage der Territorialisierung der Herrschaft seines Hauses. Seine Gattin brachte als Mitgift die alte Itterburg bei Thalitter in die Ehe. Widukind erbte dadurch von seinem Schwiegervater auch Grafenrechte im Ittergau und die Vogtei über das von Bischof Meinwerk 1036 gegründete Stift Busdorf in Paderborn. Als Vogt war er in viele Streitigkeiten mit Geistlichen verwickelt, denen seine Amtsführung zu einseitig auf eigenen Machtausbau ausgerichtet war.

1123 trat er als Hochvogt von Paderborn in Erwähnung, als Nachfolger der Grafen von Arnsberg-Werl, und übte damit im Auftrag des Bischofs die hohe Gerichtsbarkeit aus. Damit war er im Einflussbereich des Paderborner Bischofs der mächtigste Graf. Da er keine Reichslehen besaß, zählte er jedoch nicht zum damaligen Reichsfürstenstand.
Widekind war getreuer Gefolgsmann von Herzog (ab 1125 König) Lothar von Sachsen und wurde 1127 erstmals Graf von Schwalenberg genannt.

Auf Anraten von Bischof Bernhard I. stifteten er und seine Frau als Sühne- und Familienkloster die Abtei Marienmünster in unmittelbarer Nähe der Oldenburg. Am 15. August 1128 weihte Bischof Bernhard I. Kloster und Kirche.

1136, auf dem Reichstag von Würzburg, wurde Widekind letztmals genannt. Er zog mit Kaiser Lothar nach Italien und starb wohl dort. 
(SCHWALENBERG), Widekind I. (I40731)
 
4749 Wido von Spoleto (später auch Guido bzw. Wido II(I).; * 855; † November 894) war das wichtigste Mitglied der Familie der Widonen, die in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts das im Jahre 571 gegründete langobardische Herzogtum Spoleto in Mittelitalien beherrschten.Wido war der Sohn des Markgrafen und Herzogs Wido I. von Spoleto und seiner Ehefrau Itana, vermutlich einer Tochter des Herzogs Siko von Benevent. Sein älterer Bruder Lambert I. war Herzog von Spoleto 850–871 und 875–879 und kämpfte gegen Kaiser Ludwig II., unterhielt aber ein gutes Verhältnis zu dessen Nachfolger Karl II. dem Kahlen. Der Vater Wido I. war mit Kaiser Lothar I. im Jahre 842 nach Italien gekommen und von diesem zum Herzog von Spoleto ernannt worden.


Die Markgrafschaft Ivrea mit dem Hauptort Ivrea spielte in nachkarolingischer Zeit in der italienischen Politik eine herausragende Rolle. Die Familie der Anskarier, später Haus Burgund-Ivrea genannt, stellte als Markgrafen von Ivrea drei Könige Italiens: Berengar II. und dessen Sohn Adalbert II. sowie dessen Neffen Arduin.

Arduin von Ivrea übernahm um 990 die Macht und führte mehrere Kriege gegen seine Nachbarn, besonders gegen Bischof Leo von Vercelli, der seinerseits vom ottonischen Kaiserhaus unterstützt wurde.

Nach Arduins Tod im Jahr 1015 zerfiel die Markgrafschaft und die Bischöfe von Ivrea wurden zusammen mit den kommunalen Einrichtungen die bestimmende Kraft; im 12. Jahrhundert ging man gegen Friedrich Barbarossa vor. Der Blüte Anfang des 12. Jahrhunderts folgte in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts die formelle Eingliederung in die Markgrafschaft Montferrat. Im 14. Jahrhundert fiel die Markgrafschaft an Savoyen. 
VON IVERA, Anskar II. (I11466)
 
4750 Widów (Rudziniec)

Widów (deutsch Wydow, 1936–1945 Widdenau) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Administrativ liegt sie in der Gemeinde Rudziniec (Rudzinitz) im Powiat Gliwicki (Landkreis Gleiwitz) in der Woiwodschaft Schlesien. 
VON WIDDENAU\V. MERÖDGEN, N.\Elisabeth (I5052)
 

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