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| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 4751 | Wie Funde beim Gehöft Höchweid (südöstlich des Dorfes; Reste einer römischen Siedlung) und 1978 beim Gehöft Bälletz (nordöstlich von Eschenbach; römische Ziegel) belegen, waren Teile der Gemeinde bereits früh besiedelt. Germanische Namen geben einen Hinweis auf alemannische Besiedelung. Erstmals unter dem heutigen Namen, in der Form Paldiwilare, wird der Ort im Jahr 893 unter den Besitztümern der Fraumünsterabtei Zürich erwähnt. Im Jahr 1210 wird ein adliger Dienstmann namens HARTMANN VON BALLWIL (Baldewile) genannt. Dieses Geschlecht erbaute eine Burg und war als lokale Verwalter vorerst für die Grafen von Kyburg und nach deren Aussterben für die Habsburger tätig. Ein BRUNO VON BALLWIL kam 1315 in der Schlacht bei Morgarten auf österreichischer Seite ums Leben. Das Geschlecht starb im Jahr 1381 aus. Teile der Gemeinde gehörten zum habsburgischen Amt Richensee – Andere zum ebenfalls habsburgischen Amt Rothenburg. Zwischen 1385 und 1413 gerieten alle Ortsteile unter die Herrschaft der Stadt Luzern – und wurden bis 1798 der Landvogtei Rothenburg angeschlossen. Danach gehörten sie bis 1803 zum Distrikt Hochdorf. Anschliessend wurde Mettenwil (wie die Gemeinde bis zu ihrer Umbenennung auf den heutigen Namen bis 1814 hiess) dem damals neu geschaffenen Amt Hochdorf zugeschlagen. In BALLWIL wurde im Jahr 2006 ein Mammutzahn gefunden, der ungefähr 45000 Jahre alt ist. Es kam vier Jahre später zu einem Quarzfund im Quartier Schönfeld (Oberdorf). Darauf folgte eine kurzzeitig Diskussion über den kommerziellen Quarzabbau. Dieser wurde jedoch an einer Abstimmung im Jahre 2012, aufgrund des siedlungsbaulichen Aspektes, von der Gemeinde verworfen. | N., N. (I21874)
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| 4752 | Wie schon sein Vater und sein Bruder war er ein bekannter Förderer der Künste und Wissenschaften. So holte er, wohl auf Tizians Rat, dessen Schüler Antonio Ponzano († 1602) nach Augsburg. Dort malte dieser die Fresken der inneren Räume des Fuggerpalastes. Die Außenwände und der innere Hof waren bereits von Hans Burgkmair dem Jüngeren (1500–1562) und Albrecht Altdorfer mit herrlichen Fresken geschmückt worden. Ein anderer Maler, Jacopo Strada, war als Agent für ihn in Italien tätig. Er erbte von seinem Onkel Anton Fugger das Geschäft, aber er war nicht von Glück begünstigt und kam durch den Staatsbankrott von Spanien in große Bedrängnis, da die Fugger Karl V. viel Geld geliehen hatten. So verließ er das Geschäft, nachdem er bis auf seine Bibliothek alles verkaufen musste, und übergab es seinem Vetter Marcus (1529–1597). Dieser konnte das Unternehmen wieder konsolidieren. Johann Jakob trat 1565 in die Dienste des Herzogs Albrecht V. von Bayern und wurde später dessen Kammerpräsident. Er hatte eine bedeutende Bibliothek, die von 1551 bis 1557 von Hieronymus Wolf als Bibliothekar betreut wurde.[1] 1571 verkaufte er sie an Albrecht V. von Bayern, der daraus die Münchener Hofbibliothek[2] und damit den Grundstock für die Bayerische Staatsbibliothek schuf. Seinem Andenken ist das von König Ludwig I. von Bayern errichtete Fuggerdenkmal, ein Standbild in der Augsburger Altstadt gewidmet. Das Denkmal steht auf einer verbreiterten Knickstelle in der Philippine-Welser-Straße vor dem Maximilianmuseum. Der Platz erhielt 2009 den Namen Fuggerplatz. Zuvor galt er als Teil der Philippine-Welser-Straße. Johann Jakob Fugger gilt auch als Autor der „Wahrhaftigen Beschreibung des österreichischen und habsburgischen Rahmens, Herkommens, Geschlechte, Fortpflanzung“; Sigmund von Birken[3] lieferte 1668 eine Kopie davon unter dem Namen: „Spiegel der Ehren des höchstlöblichen Kayser- und Königlichen Ertzhauses Oesterreich“. | FUGGER, Johann Jakob (I46342)
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| 4753 | Wie sein älterer Bruder Fredelo unterstützte Raimund den König Karl den Kahlen im Kampf gegen König Pippin II. von Aquitanien. Dafür wurde er 849 mit dem Rouergue und dem Quercy beliehen.[1] Die Grafschaft Toulouse erbte er wohl um 852 nach dem Tod seines Bruders. Er dehnte seinen Einfluss in das Limousin aus, indem er dem Grafen Gotfred von Turenne zur Unterwerfung zwang und die Kontrolle der Abteien von Solignac und Beaulieu übernahm. Um die Jahre 862/863 gründete Raimund die Benediktinerabtei von Vabres. Zur selben Zeit wurde er von dem revoltierenden Humfried von Gothien angegriffen und zur Aufgabe seines Besitzes gezwungen. Raimund starb 865, während er noch um seinen Besitz kämpfte; sein Sohn konnte aber im selben Jahr, unterstützt von König Karl dem Kahlen, das Erbe wieder erlangen. | (TOULOUSE), Raimund I. (I39774)
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| 4754 | Wien, 08.10.1668, Kaiserlicher Adelsbrief Die Elisabethkirche (poln. Bazylika św. Elżbiety) ist ein backsteingotischer Kirchenbau in der Breslauer Altstadt und zählt zu den ältesten und größten Kirchen der Stadt. Im Zuge der Reformation wurde St. Elisabeth am 6. April 1525 als eine der ersten Kirchen Schlesiens evangelisch. Seit 1946 ist sie katholische Garnisonkirche der Oderstadt. | SCHMETTAU, VON Georg (I931)
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| 4755 | Wildhans von Breitenlandenberg Wappen der Landenberger im Eingangsbereich des Schlosses Greifensee Wildhans von Breitenlandenberg (* um 1410 in Turbenthal; † 28. Mai 1444 in Nänikon) – auch Wildhans von Landenberg oder Wildhans von Breiten-Landenberg genannt – ist während des Alten Zürichkriegs als heldenhafter Verteidiger von Greifensee und prominentestes adliges Opfer der «Blutnacht von Greifensee» in die Schweizer Geschichte, in Volkssagen und in die Literatur eingegangen. Historische Gestalt des Wildhans von Breitenlandenberg Geboren wurde Wildhans von Breitenlandenberg vermutlich um 1410 in Turbenthal, als Sohn des Ministerialen Hermann IV. (oder V.) – Schöch von Breitenlandenberg[1] genannt – und der Ursula Truchsess von Diessenhofen. Sein Bruder Hermann (* 1410; † 1474)[2] war von 1466 bis 1474 Bischof von Konstanz, zudem ein wichtiger Vermittler zwischen Eidgenossen und Habsburg – er starb kurz vor Abschluss der von ihm mitbeeinflussten «Ewigen Richtung». Der Bruder Kaspar (* vor 1439; † 1463)[3][4] war von 1442 bis 1463 Abt von Kloster St. Gallen. Anna wird als Schwester in einer anderen Quelle[4] genannt – sie soll mit Konrad Schwend (möglich wären aber auch Johannes oder Heinrich Schwend), Bürgermeister von Zürich, verheiratet gewesen sein. Historisch ist über das Leben von Wildhans von Breitenlandenberg ansonsten wenig bekannt, im Zusammenhang mit einer Fehde im Hegau gegen 32 süddeutsche Reichsstädte zumindest aber ein weiteres Mal sein Name belegt. Unklar bleibt, ob Breitenlandenberg bereits vor seinem traurigen Ende am 28. Mai 1444 auf der «Blutmatte» in Nänikon eine Amtsfunktion in der Landvogtei Greifensee ausübte, nebst seiner tragischen Rolle als Hauptmann und Verteidiger von Greifensee. Mehrfach urkundlich belegt ist aber, dass das Geschlecht der Landenberger grossen Einfluss in der Herrschaft Greifensee und weit darüber hinaus hatte: Am 7. Januar 1300 verpfändete Gräfin Elisabeth von Rapperswil die damalige Burg, das Städtli, den Greifensee und weitere Güter an Ritter Hermann II. von Landenberg. Das als «Landenberghaus» bekannte Gemeindezentrum von Greifensee, das um 1250 vermutlich für die 'Burgherrschaft' erbaut wurde, erinnert auch heute noch an diese Epoche. Belagerung von Städtchen und Schloss Greifensee – Mord von Greifensee Belagerung von Greifensee – Mordnacht am 28. Mai 1444 – Gedenkkapelle. Darstellung aus der «Zürcher Chronik» (1485–1486) von Gerold Edlibach Im Alten Zürichkrieg wurde Wildhans um 1444 Hauptmann von Greifensee, dem letzten befestigten Zürcher Flecken ausserhalb der Stadt Zürich, den er vom 1. bis zum 27. Mai 1444 mit rund 70 grösstenteils bäuerlichen Mitstreitern gegen das Zürcher Hinterland (Landvogteien Grüningen und Greifensee) verwüstende Innerschweizer Heerhaufen verteidigte. Am 27. Mai 1444, nach vier Wochen Belagerung, mussten die überlebenden 62 mehrheitlich bäuerlichen Verteidiger unter der Führung von Wildhans von Breitenlandenberg kapitulieren. Bis auf zwei, ein Zeitzeuge nennt zehn, wurde am 28. Mai 1444 die überlebende Besatzung von Greifensee erbarmungslos von den 'siegreichen' Innerschweizern auf der «Blutmatte» in Nänikon im Schnellverfahren hingerichtet. Das Massaker an vermutlich der Mehrheit der männlichen Landbevölkerung der Herrschaft Greifensee erschütterte als «Mord von Greifensee» Zeitgenossen und die Nachwelt zutiefst und überliess die hinterbliebenen bäuerlichen Familien einem ungewissen Schicksal. Darstellung aus der Tschachtlanchronik, 1470 Darstellung in der «Eidgenössischen Chronik» (1510–1535) von Werner Schodoler Es heisst, Wildhans von Breitenlandenberg wurde auf sein Verlangen hin als erster mit dem Schwert enthauptet, damit seine Schicksalsgenossen nicht glauben mussten, dass er als Adliger nachträglich von den Innerschweizern geschont worden wäre. Die Leichen des Hauptmanns und seiner beiden Stadtknechte wurden am 30. Mai 1444 nach Turbenthal, in die Heimat der Freiherren von Landenberg, gebracht und dort begraben. Seine zumeist bäuerlichen Mitstreiter wurden nach Uster überführt, wo der residierende und im Alten Zürichkrieg neutrale Freiherr von Bonstetten für die letzte Ruhestätte sorgte. Die ausführlichsten Beschreibungen der Belagerung von Greifensee und Hinrichtung der Zürcher Besatzung stammen von Hans Fründ – Chronist und Landschreiber von Schwyz und auf Seite der Innerschweizer Augenzeuge der Belagerung – und Gerold Edlibach (1454–1530) – Chronist, Zürcher Ratsherr und von 1504 bis 1506 Landvogt von Greifensee. Auch «Die Grosse Freiburger Chronik» (1567/1568) von Franz Rudella[5] geht kurz auf die Ereignisse im Mai 1444 ein: «Das ward uffgeben und Wildhans von der Breyten Landenberg, deren von Zürich houptman, unnd mitt im einundsechzig man, so darinn lagend, gfangen und alle enthouptet am donstag vor pfingsten». Ebenso erwähnt die «Eidgenössische Chronik» von Werner Schodoler, in der Tradition einer Schweizer Bilderchronik, die Belagerung und Ermordung der Zürcher Besatzung von Greifensee. Die Belagerung von Greifensee und die grausige Enthauptung auf der «Blutmatte» in Nänikon sind im Artikel Mord von Greifensee – auch als «Blutnacht» oder «Bluttat von Greifensee» bekannt – anhand dieser Quellen ausführlicher beschrieben. Gedenkstätte auf der «Blutmatte» Gedenkstein auf der «Bluetmatt» bei Nänikon, 1990 Wenige Jahre nach dem Massaker wurde auf der «Bluetmatt» in Nänikon ♁694296 / 247610Koordinaten: 47° 22′ 21″ N, 8° 41′ 14″ O; CH1903: 694296 / 247610 | OSM | eine anfangs hölzerne Kapelle errichtet. Sie wurde schon bald zu einer Pilgerstätte, in der am Dienstag vor Pfingsten eine Totenmesse gelesen wurde. Inschrift auf dem Gedenkstein Gemäss mündlichen Überlieferungen soll die ursprüngliche hölzerne «Kapelle Unserer Liebe Frau» von Anna Wagner gestiftet worden sein, Witwe von eben jenem Ital Reding dem Jüngeren, dessen Vater die Besatzung von Greifensee so erbarmungslos hinrichten liess.[6] Bereits ab 1524 begann der Zerfall der Kapelle, da infolge der Reformation keine Heilige Messen und Prozessionen mehr stattfanden. Trotz hoher Strafen wurden die Steine der Ruine von den Bewohnern der Umgebung wiederverwertet – 1839 waren die letzten Reste des kleinen Gotteshauses verschwunden. 'Vaterländische Kreise' in der Stadt Zürich errichteten eine Gedenkstätte in Form einer Steinpyramide, die am 17. Oktober 1842 unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht wurde. In der Pyramide ist eine Bronzetafel mit den Namen aller Enthaupteten eingelassen, soweit sie noch eruiert werden konnten. Der «sagenhafte Held von Greifensee» in der Literatur Im historischen Roman «Der Freihof von Aarau» (1823)[7] schildert Johann Heinrich Daniel Zschokke die Ereignisse und Zusammenhänge der Zerstörung von Greifensee aus Sicht seines Protagonisten, Ritter Marquard von Baldegg. Gottfried Keller verarbeitete 1877 den Stoff des «sagenhaften Helden von Greifensee»[8] und seines Innerschweizer Kontrahenten, Ital Reding, im Salomon Landolt gewidmeten «Der Landvogt von Greifensee», dem ersten Band der «Züricher Novellen».[9] Ital Redings Schicksal stellte Albrecht Emch in seinem Kleintheaterstück «Ital Reding, der Eisenkopf von Greifensee oder Die Mordtat von Greifensee» dar. | VON BREITEN-LANDENBERG, Wildhans (I29131)
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| 4756 | Wilhelm als Vater v Adelhid angegeben bei www.rainer-jonas.homepage.t-online.de | VON ISENGARTEN, Ritter Ritter Wilhelm (I2405)
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| 4757 | Wilhelm folgte seinem 886 verstorbenen Vater in dem ausgedehnten Familienbesitz nach. Dieser konzentrierte sich hauptsächlich in Ost- und Zentralaquitanien um die Auvergne, das Mâconnais, Autunois Berry, Lyonnais und das Limousin. Damit war er der mächtigste Fürst im aquitanischen Regnum. Ebenfalls vom Vater erbte er die „gotische Mark“ (Septimanien). Um dort die Herrschaft seiner Familie gegen die rivalisierenden Raimundiner zu stützen, war Wilhelms Schwester mit dem Grafen von Carcassonne verheiratet. Nach der Absetzung Kaiser Karls des Dicken (887) stand Wilhelm gemeinsam mit Graf Ramnulf II. von Poitou gegen den gewählten König Odo und unterstützte den Karolinger Karl den Einfältigen. 902 half Wilhelm seinem Schützling Ebalus Mancer bei der Rückeroberung von Poitiers.[1] Nachdem sich Karl 893 als alleiniger König durchsetzen konnte, trat Wilhelm erstmals mit dem Titel dux urkundlich in Erscheinung, allerdings noch ohne feste Zuordnung. Obwohl er auch weiterhin loyal zu König Karl dem Einfältigen blieb, nahm Wilhelm 909 eigenmächtig den Titel eines „Herzogs der Aquitanier“ (dux Aquitanorum) an und demonstrierte damit seine königsgleiche Stellung gegenüber dem Herrscher. Er blieb dennoch dem König treu und verteidigte zwischen 916 und 918 Bourges erfolgreich gegen Herzog Rudolf von Burgund. Dagegen verlor Wilhelm die Kontrolle über die Grafen von Toulouse, die seinen Oberhoheitsanspruch nicht anerkannten. Wilhelm starb 918 und wurde in der Abtei St. Julien in Brioude bestattet. Seine historisch bedeutsamste Handlung war die Gründung der Benediktinerabtei von Cluny am 11. September 910, deren Aufbau er Berno von Baume anvertraute und sie direkt dem Papst Sergius III. unterstellte.[2] Vor 898 heiratete er Engelberga († um 917 in Piacenza), eine Tochter von Boso von Vienne und der Ermengarde von Italien, die wiederum die einzige Tochter des Kaisers Ludwig II. war. Da die Ehe kinderlos blieb, folgte ihm sein Neffe Wilhelm der Jüngere nach. | VON AQUITANIEN, Wilhelm I. ´Der Fromme` (I36540)
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| 4758 | Wilhelm machte sich einen Namen als Kämpfer gegen die seit mehreren Jahrzehnten in Aquitanien einfallenden Wikinger. Der Chronist Ademar von Chabannes berichtet, wie Wilhelm während einer Schlacht gegen die Wikinger deren Anführer Storin zum Zweikampf gestellt und ihn trotz dessen Eisenrüstung mit einem Schwerthieb der Körperlänge nach in zwei Hälften gespalten habe.[2] Daher rührt sein Beiname Sector ferri (deutsch: „Eisenschneider“, französisch: „Taillefer“), der zum Familiennamen seiner Nachkommen wurde. Wilhelms Testament datiert auf das Jahr 945, worauf er wohl verstarb.[3] Bestattet wurde er in der Abtei Saint-Cybard.[4] Er war nicht verheiratet, hatte aber zwei uneheliche Söhne. Offenbar weil der ältere von ihnen, Arnaud Manzer, bei seinem Tod noch unmündig war, konnte zunächst Wilhelms Vetter aus dem Périgord, Graf Bernard, in Angoulême nachfolgen. | TAILLEFER VON ANGOULEME, Wilhelm II. (I36648)
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| 4759 | Wilhelm Rautenbusch stammte aus der Pfarrersfamilie Rautenbusch.[2] Sein Vater, Philipp Reinhard Rautenbusch (1762–1813), war Pfarrer in Goddelau. Wilhelm Rautenbusch heiratete 1838 Amalie von Grolman (1813–1890), die Tochter des Geheimrats Friedrich von Grolman. Das Studium der Rechtswissenschaften schloss Wilhelm Rautenbusch mit einer Promotion ab. Anschließend war er Akzessist am Hofgericht Darmstadt. Von dort wechselte er in die Verwaltung, als mit der Gebietsreform von 1832 neu Kreise geschaffen wurden[4] und wurde Sekretär (stellvertretender Kreisrat) des Kreises Alsfeld. 1835 wechselte er – wohl in gleicher Funktion – zum Kreis Dieburg, bevor er 1843 selbst Kreisrat wurde, im Kreis Heppenheim. Mit der durch die Revolution von 1848 im Großherzogtum Hessen ausgelösten Verwaltungsreform wurden Regierungsbezirke gebildet und die Kreise aufgelöst. Rautenbusch wurde nun Mitglied der Regierungskommission des Regierungsbezirks Friedberg. Seine Kollegen waren Wilhelm Georg Ludwig Ouvrier, zuletzt Kreisrat des Kreises Grünberg, und Johann Valentin Krach.[5] Mit dem Sieg der Reaktion unter Ministerpräsident Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk wurde die Verwaltungsreform 1852 wieder rückgängig gemacht, die alte Verwaltungsstruktur weitgehend wieder hergestellt und der Regierungsbezirk Friedberg aufgelöst.[6] Die Stelle von Wilhelm Rautenbusch in Friedberg entfiel. Er erhielt dafür die eines Kreisrates im Kreis Nidda. 1874 wurde der Kreis Nidda aufgelöst und er ging in den Ruhestand.[7] Ehrungen 1860 Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen 1874 Geheimer Regierungsrat, i. R.[8] | RAUTENBUSCH, Wilhelm (I44392)
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| 4760 | Wilhelm stand zunächst unter der Vormundschaft seines Onkels, des Bischofs Ebalus von Limoges. Nach der Regierungsübernahme näherte sich Wilhelm den Kapetingern unter seinem Schwager Hugo Capet an. Deshalb verschlechterte sich aber sein Verhältnis zum karolingischen König Lothar Der König schickte seinen Sohn, Ludwig den Faulen, 982 nach Aquitanien, um dort als Unterkönig zu herrschen, was Wilhelms eigene Position in Frage stellte. Dieser Konflikt endete allerdings 984 mit der Abberufung Ludwigs. Nach dem Sturz der Karolinger 987 und der Wahl Hugo Capets weigerte sich Wilhelm, den neuen König anzuerkennen. Im Jahr darauf verteidigte er Poitiers gegen Hugo Capet, worauf er sich mit ihm versöhnte und auch als König anerkannte. Der Dynastiewechsel auf dem französischen Thron leitete für die weitere Geschichte Aquitaniens einen neuen Abschnitt ein, da das neue Königtum seither kaum noch Präsenz im Raum südlich der Loire zeigte und sich hauptsächlich auf das Gebiet der alten Francia beschränkte. Robert II. der Fromme war überhaupt der letzte König für die folgenden einhundert Jahre, der aquitanischen Boden betrat. Für Wilhelm bedeutete dies das Erreichen einer faktisch unabhängigen Position. Zugleich wurde in seiner Regentschaft die herzogliche Gewalt durch eine zunehmende Feudalisierung Aquitaniens geschwächt. Zum Beispiel erhoben sich Wilhelms Vizegrafen in der Auvergne eigenmächtig zu Grafen, ohne dass er dagegen etwas unternehmen konnte. Wilhelm heiratete um 968 Emma von Blois († 27. Dezember 1003), eine Tochter des Grafen Theobald I. Tricator von Blois. Beider Sohn war Wilhelm der Große. Seine Ehe und seine Herrschaft wurden jedoch durch zahlreiche außereheliche Beziehungen belastet, die seine Ehefrau dazu brachte, ihn zu verlassen. Er wird in den Chroniken dann nicht mehr erwähnt, vermutlich weil die Mönche sich weigerten, über einen ehelich untreuen Adligen zu schreiben. Nach einer vorübergehenden Versöhnung mit Emma taucht er in den Dokumenten wieder auf, um schließlich endgültig zu verschwinden. Zum Ende seines Lebens zog sich Wilhelm in die Abtei von Saint-Maixent zurück, wo er auf dem Sterbebett das Mönchsgewand anlegte. Er wurde dort auch bestattet. Seit der Versöhnung mit seiner Frau galt Wilhelm als freigiebiger Förderer religiöser Einrichtungen. 989 gründete er die Benediktinerabtei von Maillezais. | (AQUITANIEN), Wilhelm IV. (I37632)
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| 4761 | Wilhelm stand zunächst unter der Vormundschaft seines Onkels, des Bischofs Ebalus von Limoges. Nach der Regierungsübernahme näherte sich Wilhelm den Kapetingern unter seinem Schwager Hugo Capet an. Deshalb verschlechterte sich aber sein Verhältnis zum karolingischen König Lothar Der König schickte seinen Sohn, Ludwig den Faulen, 982 nach Aquitanien, um dort als Unterkönig zu herrschen, was Wilhelms eigene Position in Frage stellte. Dieser Konflikt endete allerdings 984 mit der Abberufung Ludwigs. Nach dem Sturz der Karolinger 987 und der Wahl Hugo Capets weigerte sich Wilhelm, den neuen König anzuerkennen. Im Jahr darauf verteidigte er Poitiers gegen Hugo Capet, worauf er sich mit ihm versöhnte und auch als König anerkannte. Der Dynastiewechsel auf dem französischen Thron leitete für die weitere Geschichte Aquitaniens einen neuen Abschnitt ein, da das neue Königtum seither kaum noch Präsenz im Raum südlich der Loire zeigte und sich hauptsächlich auf das Gebiet der alten Francia beschränkte. Robert II. der Fromme war überhaupt der letzte König für die folgenden einhundert Jahre, der aquitanischen Boden betrat. Für Wilhelm bedeutete dies das Erreichen einer faktisch unabhängigen Position. Zugleich wurde in seiner Regentschaft die herzogliche Gewalt durch eine zunehmende Feudalisierung Aquitaniens geschwächt. Zum Beispiel erhoben sich Wilhelms Vizegrafen in der Auvergne eigenmächtig zu Grafen, ohne dass er dagegen etwas unternehmen konnte. Wilhelm heiratete um 968 Emma von Blois († 27. Dezember 1003), eine Tochter des Grafen Theobald I. Tricator von Blois. Beider Sohn war Wilhelm der Große. Seine Ehe und seine Herrschaft wurden jedoch durch zahlreiche außereheliche Beziehungen belastet, die seine Ehefrau dazu brachte, ihn zu verlassen. Er wird in den Chroniken dann nicht mehr erwähnt, vermutlich weil die Mönche sich weigerten, über einen ehelich untreuen Adligen zu schreiben. Nach einer vorübergehenden Versöhnung mit Emma taucht er in den Dokumenten wieder auf, um schließlich endgültig zu verschwinden. Zum Ende seines Lebens zog sich Wilhelm in die Abtei von Saint-Maixent zurück, wo er auf dem Sterbebett das Mönchsgewand anlegte. Er wurde dort auch bestattet. Seit der Versöhnung mit seiner Frau galt Wilhelm als freigiebiger Förderer religiöser Einrichtungen. 989 gründete er die Benediktinerabtei von Maillezais. | (AQUITANIEN), Herzog von Herzog von Wilhelm IV. ´Eisenarm` (I1650)
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| 4762 | Wilhelm und Drogo kämpften als Söldner unter Führung des normannischen Grafen Rainulf von Aversa auf der Seite der Byzantiner bei deren letztem Versuch, Sizilien von den Sarazenen zu befreien. Während der Belagerung von Syrakus 1038 erhielt Wilhelm dann vermutlich seinen Beinamen fereabrachia, deutsch: »Eisenarm«. Nach der Niederschlagung eines apulischen Aufstandes 1040 wurden die beiden Brüder von Rainulf schließlich 1042 zu Kommandanten kleinerer Einheiten von je 25 Mann befördert. Zwölf dieser Kompanien überließ Rainulf einem gewissen Arduin, der die Stadttruppen von Melfi befehligte, zur schnellen Beseitigung neuer Aufstände. Später, nach einer Entlarvung zweier Verräter, scheint das Heer Wilhelm sogar zu einem Anführer gemacht zu haben. Die Riege der zwölf Kapitane wurde nach dem Verrat rasch wieder komplettiert und ein jeder der zwölf Anführer sollte wenig später durch ein Bündnis mit Waimar IV. von diesem in den Grafenstand erhoben werden. Die Ausstattung hatten die condottieri sich selbst zu verschaffen: Es galt jeder als mit dem belehnt, was er erobern würde. Gemeinsames Zentrum sollte Melfi sein. Um diese Zeit tauchte auch erstmals der dritte Hauteville, Humfred, in Unteritalien auf, sodass das Brudertrio die Melfi im Nordosten vorgelagerten Städtchen Ascoli Satriano, Lavello und Venosa samt der dazwischen liegenden Gegend beherrschen konnte. Für die weitere Versorgung wurde im Umland geplündert. Als Wilhelm Eisenarm dann 1046 starb, wurde Drogo sein Nachfolger. Im Frühjahr 1047 bestätigte der in Italien weilende Kaiser Heinrich III. sowohl Drogo als auch Rainulfs Nachfolger in der zweiten wichtigen, asclittinischen Normannensippe, Rainulf Trincanocte, alle eroberten Besitzungen. Drogo nannte sich dux et magister Italiae comesque Normannorum totius Apuliae et Calabriae, auch wenn von einer weiterbestehenden Abhängigkeit von Waimar IV. ausgegangen werden kann. Gleichzeitig belehnte Heinrich III. Pandulf IV. wieder mit Capua (nachdem 1038 Konrad II. dies Waimar übereignet hatte). | EISENARM, Wilhelm (I39130)
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| 4763 | Wilhelm von Aarberg-Valangin entstammte einer Seitenlinie des Geschlechts der Grafen von Aarberg und war ein Sohn von Johann II. von Aarberg-Valangin († 1383) und dessen Gattin Mahaut von Neuenburg-Blamont († 1410). Bereits als erst sechsjähriges Kind verlor er seinen Vater und stand danach unter der Vormundschaft seiner Mutter. Dieser gestattete er auch nach dem Erreichen seiner Volljährigkeit die weitere Mitsprache bei der Regierung. Als die Berner die Grafschaft Aarberg in ihren Besitz brachten, war Wilhelms Mutter verärgert, da sie selbst diese Grafschaft beansprucht hatte. In der Folge kündigte sie den einst von ihrem Gatten mit Bern eingegangenen Burgrechtsvertrag auf, beglich auch nicht die in diesem Vertrag stipulierte Loskaufsumme von 1200 Gulden und unterstützte stattdessen während der Schweizer Habsburgerkriege den Herzog Leopold III. von Österreich, der in der am 9. Juli 1386 ausgetragenen Schlacht bei Sempach fiel. Die Berner verheerten zur Vergeltung das Val de Ruz sowie Hasenburg und Willisau. Daraufhin agierte Mahaut bedachtsamer und schloss 1401 mit Bern einen neuen Burgrechtsvertrag. Zwei Jahre später vereinbarte sie auch eine Allianz mit Biel. 1406 erteilte Wilhelm gemeinsam mit seiner Mutter an Valangin die sog. Grand Franchise; dadurch hatten nun die Einwohner von Valangin bezüglich ihrer Person und Güter die gleichen Rechte wie die Bürger von Neuenburg. Wilhelm zerstritt sich mit seinem Lehensherrn, dem Grafen von Neuenburg, sowie mit den Bernern. Hierdurch geriet er ebenso wie aufgrund seiner Beteiligung am Konzil von Konstanz und an den Kämpfen am italienischen Kriegsschauplatz in beträchtliche Schulden. Auch seine 1407 erfolgte Vermählung mit der vermögenden Erbin Jeanne von Bauffremont, durch welche die in Lothringen gelegene Freiherrschaft Bauffremont in seinen Besitz kam, vermochte seine prekäre finanzielle Lage nur wenig zu lindern. Aus seiner Ehe mit Jeanne ging sein Sohn Johann hervor, der ihm als Herr von Valangin nachfolgen sollte. Zur Verbesserung der Vermögenssituation seiner Herrschaft verkaufte Wilhelm 1407 Willisau an die Stadt Luzern und ordnete später in seinem letzten Willen an, dass sich sein Sohn mehrere Jahre in den Dienst eines höheren Adligen zu begeben hätte. Ferner sollte sein Sohn die ihm angeblich durch die neuen Herren von Neuenburg, die Grafen Konrad und Johann von Freiburg, zugefügten Kränkungen rächen. Wilhelm starb 1427 im Alter von etwa 50 Jahren. | VON AARBERG, Wilhelm (I42480)
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| 4764 | Wilhelm war der älteste Sohn des Herzogs Leopold III. von Österreich (1351–1386) aus dessen Ehe mit Viridis Visconti (1350–1414), einer Tochter von Bernabò Visconti, dem Stadtherrn von Mailand. Seine Verlobung mit der Königin Hedwig von Polen (1380) gilt als einer der ersten Versuche des Hauses Habsburg, Heiratspolitik in Ostmitteleuropa zu betreiben. Nach der durch polnischen Widerstand erzwungenen Auflösung seiner Verlobung bzw. verhinderten Heirat mit der kindlichen Königin Hedwig heiratete Wilhelm im Jahr 1401 deren Cousine Johanna, die Schwester von König Ladislaus von Neapel aus dem Haus Anjou, der wegen seines Anspruches auf die Krone des ungarischen Königreiches zu den Gegnern von Hedwigs Schwester Maria und dem späteren Kaiser Sigmund (als deren Ehemann, Mitregent und Nachfolger) gehörte. Von Wilhelm sind keine Nachkommen bekannt, seine Ehe mit Johanna blieb kinderlos. | (ÖSTERREICH), Wilhelm (I37528)
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| 4765 | Wilhelm war der älteste Sohn von Bernhard von Septimanien aus dem Adelsgeschlecht der Wilhelmiden. Seine Mutter war Dhuoda, eine fränkische Adlige. Er war Patenkind seines Onkels Theodoricus III., Graf von Autun, der das Kind vor seinem Tode um 827 der Obhut von Kaiser Ludwig dem Frommen anvertraute. Nach der Schlacht von Fontenoy wurde Wilhelm von seinem Vater zum siegreichen Karl dem Kahlen geschickt, um diesem Gefolgschaft zu schwören, falls er Bernhard dessen ehemalige Ländereien in Burgund wiedergäbe. In den folgenden Jahren lebte Wilhelm quasi als Geisel am Hofe Karls, der damit Bernhard zu kontrollieren gedachte. Für den schon früh von ihr getrennten Sohn schrieb Dhuoda den liber manualis, ein Handbüchlein, um ihn zu einem christlichen Leben anzuhalten. Wilhelm hatte einen Bruder, Bernard Plantevelue († 885/886), Graf von Autun, Rodez und Auvergne, sowie eine Schwester namens Regelinda. Es sind keine Nachkommen von Wilhelm bekannt. Leben Rebellion gegen Karl den Kahlen Am 25. Juni 841, dem Tag der Schlacht von Fontenoy beanspruchte Wilhelm im Namen seines Vaters von Karl dem Kahlen seine Einsetzung in die burgundischen Güter seines Paten, und es wurde ihm die Grafschaft Autun zugesagt. Die Zusage wurde nicht eingehalten und die Grafschaft ging an Graf Warin von Burgund Provence, einem Rivalen seines Vaters Bernhard. Der Verlust seiner burgundischen Besitzungen und die Absetzung seines Vaters als Graf von Toulouse im Juli 842 führte zum Bruch mit Karl. Nach der Hinrichtung seines Vaters im Mai 844 wandte er sich dem rebellierenden Pippin II. von Aquitanien zu und gemeinsam brachten sie nur einen Monat später, am 14. Juni 844, Karl dem Kahlen im Angoumois eine schwere Niederlage bei. Pippin gewährte Wilhelm die Grafschaft Toulouse, um den Verlust des Vaters auszugleichen, dies machte ihm aber Graf Fredelo streitig. Möglicherweise hat Pippin ihm deswegen 845 die Grafschaft Bordeaux und das Herzogtum Gascogne übertragen. In diesem Jahr waren die Normannen vor Bordeaux erschienen und hatten den verteidigenden Herzog Séguin getötet. Dessen Platz nahm nun Wilhelm ein. Die Normannen verwüsteten Aquitanien und drangen bis Limoges vor. 847 belagerten sie erneut Bordeaux und es gelang ihnen, die Stadt zu erobern, bevor das Entsatzheer von Karl dem Kahlen sie erreichen konnte. Wilhelm wurde gefangen genommen. Die Tatenlosigkeit Pippins II. hatte zur Folge, dass sich viele Adlige von ihm abwandten und so wurde Karl der Kahle am 6. Juni 848 in Orléans zum König von Frankreich gekrönt. Möglicherweise gelang Pippin eine Abmachung mit den Normannen, Wilhelm freizulassen, damit dieser sich in Gothien gegen Karl erheben könne. Übernahme der Macht in Barcelona und Empúries 848 bemächtigt sich Wilhelm der Grafschaften Barcelona und Empúries, „mehr durch List denn durch Gewalt“, wie die Chroniken vermerken. Dies legt den Gedanken nahe, dass Sunifred I. eines natürlichen Todes gestorben sei und dass er, nachdem Karl der Kahle Aleran zum Grafen von Barcelona, Empúries und Roussillon ernennen wollte, seine eigenen Ansprüche geltend machen konnte. Aber die zeitliche Übereinstimmung des Verschwindens von Sunyer I. von Empúries und Berà II. von Conflent und Rasès nährt den Verdacht, dass die Machtübernahme auf Verrat Wilhelm wohlgesinnter Adliger beruht, möglicherweise ein simultaner Staatsstreich in Barcelona und Empúries. Schließlich erfolgte die Nominierung von Alaran durch Karl entgegen der Gewohnheit, diese Ämter einem Adligen gotischer Herkunft zu übertragen. 849 ernannte Karl der Kahle dann Aleran zum Grafen von Barcelona und Empúries-Rosselló sowie zum Markgrafen von Septimanien. Da dieser auch Wilhelm in Schach halten sollte, stellte er ihm mit Isembart einen Co-Grafen zur Seite, einen Sohn von Wilhelms Widersacher Warin von Burgund. Der spätere Wilfried I. von Girona erhielt von Karl die Grafschaften Girona und Besalú, und Salomon die Grafschaften Cerdanya, Urgell und Conflent. Während Aleran, Wilfried und Salomon kaum Schwierigkeiten hatten, ihre Positionen in den Grafschaften einzunehmen, rief Wilhelm den Emir von Córdoba, Abd ar-Rahman II. zu Hilfe. Als Karl durch einen Aufstand unter dem baskischen Grafen Sancho in den westlichen Pyrenäen gebunden wurde, nutzte Wilhelm die Gelegenheit, eroberte Barcelona und Empúries mit Hilfe maurischer Truppen, nahm Aleran und Isembard gefangen und belagerte Girona – allerdings erfolglos. Weite Landstriche wurden verwüstet. Karl schickte 850 Truppenverstärkungen und so musste sich Wilhelm nach einer verlorenen Schlacht nach Barcelona zurückziehen. Dort wurde er durch königstreue Adlige gefangen genommen und hingerichtet. | VON SEPTIMANIEN, Wilhelm (I35663)
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| 4766 | Wilhelm war der dritte Sohn des Herzogs Wilhelm V., der älteste aus dessen dritter Ehe mit Agnes von Burgund. Er war der Schwager des Kaisers Heinrich III., da dieser mit Wilhelms Schwester Agnes von Poitou verheiratet war. Da Gottfried II. Martel, Graf von Anjou, seit 1032 zweiter Gatte von Wilhelms Mutter Agnes, sich nach seiner Scheidung von dieser (1049/52) weigerte, Wilhelm die Gebiete zurückzugeben, die ihr als Morgengabe zugestanden waren, griff Wilhelm zu den Waffen. Er belagerte Saumur, wo er 1058 an Dysenterie (Ruhr) starb. Er war mit Ermesinde verheiratet, einer Frau, deren Herkunft in der Forschung umstritten ist (siehe hierzu: Adalbert (Lothringen)). Wilhelm und Ermesinde hatten wohl zwei Töchter: Clementia,[1] die Konrad I., Graf von Luxemburg, heiratete, und vermutlich Agnes, die erst Ramiro I. König von Aragón, später Graf Peter I. von Savoyen heiratete. | VON POITOU, Wilhelm (I28104)
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| 4767 | Wilhelm war der dritte Sohn des Herzogs Wilhelm V., der älteste aus dessen dritter Ehe mit Agnes von Burgund. Er war der Schwager des Kaisers Heinrich III., da dieser mit Wilhelms Schwester Agnes von Poitou verheiratet war. Da Gottfried II. Martel, Graf von Anjou, seit 1032 zweiter Gatte von Wilhelms Mutter Agnes, sich nach seiner Scheidung von dieser (1049/52) weigerte, Wilhelm die Gebiete zurückzugeben, die ihr als Morgengabe zugestanden waren, griff Wilhelm zu den Waffen. Er belagerte Saumur, wo er 1058 an Dysenterie (Ruhr) starb. Er war mit Ermesinde verheiratet, einer Frau, deren Herkunft in der Forschung umstritten ist (siehe hierzu: Adalbert (Lothringen)). Wilhelm und Ermesinde hatten wohl zwei Töchter: Clementia,[1] die Konrad I., Graf von Luxemburg, heiratete, und vermutlich Agnes, die erst Ramiro I. König von Aragón, später Graf Peter I. von Savoyen heiratete. | (AQUITANIEN), Wilhelm VII. ´der Adler` (I37647)
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| 4768 | Wilhelm war Sohn des Grafen Theodorich von Autun und dessen Frau Aldana, die vielleicht eine Tochter des fränkischen Hausmeiers Karl Martell war (was aber umstritten ist), womit er ein Schwippschwager von Karl dem Großen gewesen wäre. Karl der Große ernannte Wilhelm 789/90 als Nachfolger des abgesetzten Grafen Chorso zum Grafen von Toulouse. In seiner Funktion als militärischer Befehlshaber führte er wohl den Titel eines dux, wenngleich sich dies nicht explizit in den Quellen nachweisen lässt.[2] Eventuell war er für die Rückeroberung der Stadt Nimes verantwortlich, doch musste er 793 bei der Schlacht am Fluss Aude gegen ein größeres arabisches Heer eine Niederlage hinnehmen. In den Quellen wird jedoch immer wieder der Mut des Grafen betont, so auch bei den folgenden Auseinandersetzungen mit den Arabern. 801 eroberte er gemeinsam mit Ludwig dem Frommen die Stadt Barcelona,[3] übte danach für kurze Zeit die Herrschaft in Katalonien aus. Die Vita Hludowici imperatoris Thegans berichtet zudem, dass ein Wilhelm im Jahr 801 bei Córdoba kämpfte, doch ist hier die Zuordnung zum Grafen von Toulouse unsicher.[4] Wilhelm wurde ein besonders enger Vertrauter des späteren Kaisers Ludwig während dessen Herrschaftszeit in Aquitanien. In der Forschung wird zum Teil angenommen, dass Karl der Große den jungen Grafen gezielt in eine Vertrauensposition gesteuert hatte, um so auch Einfluss auf seinen Sohn auszuüben.[5] Im Dezember 804[6] gründete Wilhelm die Abtei Gellone, die er mit Mönchen aus dem nahegelegenen Aniane besiedelte. Am 29. Juni 806 (so zumindest die Angabe in einer Heiligenvita) trat er selbst in das Kloster ein, jedoch nicht in führender Stellung, sondern blieb bis zu seinem Tod Einsiedler. Das Kloster trug anfangs den Namen St. Crucis nach einer Kreuzreliquie, die Karl der Große Wilhelm anlässlich seines Eintritts ins Kloster schenkte. Heiligsprechung und Verehrung Die Klosteranlage von Gellone Wilhelm starb in Gellone und wurde hier auch bestattet. Sein Grab wurde zum Wallfahrtsort; die erstmalige Erhebung seiner Gebeine geschah um das Jahr 1000. Im Jahr 1066 erfolgte seine Heiligsprechung, das Kloster wurde ab dem 12. Jahrhundert nach ihm „Saint-Guilhem-le-Désert“ genannt. Im Jahr 1139 wurden die Reliquien Wilhelms in die Kirche transferiert. Wilhelms Gedenktag ist der 28. Mai. Er ist der Schutzpatron der Waffenschmiede. Die Besiedlung Gellones durch Mönche aus Aniane führte im 11. Jahrhundert zum Streit zwischen den beiden Klöstern um die Frage, ob Gellone selbständig sei oder Aniane unterstehe. Der Streit wurde um 1092 durch Rom zugunsten Gellones entschieden, allerdings wurde der Urteilsspruch in Aniane wohl nicht akzeptiert. Während der Französischen Revolution (1793) zerstreut, befinden sich die Überreste seiner Reliquien heute in der Basilika St-Sernin de Toulouse. Künstlerische Verarbeitung Im Chanson de Guillaume, einem der großen Epen der Altfranzösischen Epik, wird der Held Guillaume d’Orange (oder Guillaume de courbe nez) verherrlicht, der auf Wilhelm von Aquitanien zurückgeht. Dieser Stoff wurde ca. 1210/1220 von Wolfram von Eschenbach in seinem „Willehalm“ ins Deutsche übertragen. Familie Wilhelms Eltern sind aus mehreren Quellen bekannt. Über seine Geschwister und Kinder wird hingegen in den Urkunden Auskunft gegeben, die sich mit der Gründung der Abtei Gellone befassen. Diese Urkunden existieren in zwei Ausführungen und sind auf den 14. bzw. 15. Dezember 804 datiert, stammen aber tatsächlich aus dem 11. Jahrhundert und haben den Streit zwischen den Klöstern Gellone und Aniane zum Hintergrund; die Dokumente gehen wohl auf die (verlorene) Originalurkunde zurück, sind jedoch anscheinend so verfälscht, dass der ursprüngliche Inhalt kaum mehr feststellbar ist. Nach diesen Urkunden waren seine Brüder Theudonius, Graf von Autun, Theodoricus und Adalhelm. Seine Schwestern hießen Albana und Bertana. Seine Ehefrauen waren Kunigunde und Guitburge/Witburg, wobei die Reihenfolge der Ehen nicht mehr feststellbar ist. Als seine Kinder werden nur Bernhard, Witcher, Gaucelm und Helinbruch angegeben. | VON AQUITANIEN, Wilhelm Kurznase (I35651)
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| 4769 | Wilhelms Beiname geht aus einer Urkunde der Abtei Cluny hervor, in der er comes Villelmus quem vocabant Alamannum genannt wird. Die Vermutung liegt nahe, das Wilhelm nach dem Tod seines Vaters bei der im Jura beheimateten Familie seiner Mutter aufgewachsen war, während sein väterlicher Onkel, Graf Stephan Tollkopf, die Regentschaft in der Freigrafschaft für ihn führte. Nachdem sich der Onkel 1101 auf einen Kreuzzug in das heilige Land begab, konnte Wilhelm die Regentschaft in seinem Erbe übernehmen. Von seiner Mutter erbte er Solothurn und Bargen. Er war während des Investiturstreits ein Anhänger Kaiser Heinrichs IV., später stellte er sich auf die Seite Lothars von Süpplingenburg gegen Kaiser Heinrich V. Wilhelm wurde von seinen eigenen Vasallen ermordet, angeblich weil sie ihn unter dem Einfluss des Teufels wähnten, nachdem er mehrere Kirchen beraubt hatte. Wilhelm II. war mit Agnes, einer Tochter des Herzogs Berthold II. von Zähringen, verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn war Wilhelm III. das Kind, der nur zwei Jahre später ebenfalls einem Attentat zum Opfer fiel. | (BURGUND), Wilhelm II. (I36059)
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| 4770 | Wilhelmshausen liegt in Nordhessen an der Südabdachung des Reinhardswalds an der Fulda. Im Jahr 1572 vergab Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel die ehemaligen Klosterländereien systematisch an Neusiedler. Seitdem trägt der Ort den Namen Wilhelmshausen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand die Siedlung Am Berge, wo anfangs vor allem die ärmere Bevölkerungsschicht wohnte. | ASTEROTH, Johannes (I927)
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| 4771 | William de Percy Lord of Topcliffe wurde als Sohn von Henry de Percy und Isabel le Bris geboren. Er heiratete Joan de Briwere ungefähr 1223 Warwick, Warwickshire, England. In erster Ehe heiratete er: Anastasia de Percy, Joan de Percy, Agnes de Percy und Alice de Percy. Nach dem Tod von Joan de Briwere heiratete er Eleanor (Elene) (Ellen) (Ellena ) de Baliol um 1234 in Red Castle, Augusshire, Schottland. | DE PERCY, William (I17635)
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| 4772 | William war der einzige eheliche Sohn des Königs. Er war ein Großneffe von Edgar Ætheling und ein Urenkel von Eduard Ætheling. In der Chronik von Ordericus Vitalis erhielt er den alten angelsächsischen Titel Ætheling (anglonormannisch Adelin, später auch latinisiert Adelingus), der im angelsächsischen England einem Angehörigen der Königsfamilie verliehen wurde, die Anrecht auf den Thron hatte.[1] Andere englische Chroniken verwenden diesen Titel allerdings nicht, sondern bezeichnen ihn einfach als Sohn des Königs (the king's son). Die Bezeichnung von Ordericus führte jedoch dazu, dass William immer noch als Ætheling bzw. Adelin bezeichnet wird. Nach der Chronik von William of Malmesbury wurde der Ætheling sorgfältig für seine Rolle als Thronfolger erzogen. Die Aufsicht über seine Erziehung hatte Otuel Fitzearl, ein unehelicher Sohn von Hugh d’Avranches, 1. Earl of Chester. Der König ernannte Otuel zum Castellan des Tower of London, wo William wahrscheinlich aufwuchs. Otuel überwachte auch die Erziehung der unehelichen Söhne des Königs. Anerkennung als Erbe seines Vaters Williams Vater hatte den Thron erst nach dem Tod seines älteren Bruders Wilhelm Rufus übernommen und seinen Anspruch gewaltsam gegen seinen ältesten Bruder Robert Curthose verteidigt. Er versuchte deshalb, William zum unangefochtenen Erben von England und dem Herzogtum der Normandie zu machen. Als William zehn Jahre alt war, wurde er als Zeuge bei Beurkundungen genannt. Sein Vater plante eine dynastisch vorteilhafte Heirat für ihn, als er William im Februar 1113 bei Alençon mit Matilda (auch Alice oder Isabel), der jungen Tochter von Graf Fulko V. von Anjou und Maine verlobte. Zwei Jahre später begann sein Vater mit den Versuchen, seinem Sohn die Thronfolge zu sichern. 1115 huldigten die Barone der Normandie William und schworen ihm die Treue. Im März 1116 huldigten ihm in Gegenwart seines Vaters die englischen Magnaten. Nach dem Tod seiner Mutter am 1. Mai 1118 diente er vermutlich als Regent von England, während sein Vater in der Normandie war. Die Urkunden, die in seinem Namen ausgestellt wurden, können allerdings nicht sicher datiert werden. White Ship (deutsch: Weißes Schiff; normannisch Blanche-Nef) ist der anglisierte Name eines normannischen Schiffes, das am 25. November 1120 im Ärmelkanal an der Küste der Normandie bei Barfleur sank. Unter den Opfern befand sich William Ætheling, der einzige legitime Sohn von König Heinrich I. von England. Sein Tod führte zu einem Erbfolgekrieg, der The Anarchy (1135–1154) genannt wird. | (ENGLAND), William Ætheling (I40551)
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| 4773 | Wilhelm Johann Gottfried Roß war in der Epoche des Vormärz als Generalsuperintendent und Bischof der oberste Geistliche der beiden Provinzen Rheinland und Westfalen innerhalb der evangelischen Landeskirche Preußens. Er diente als entscheidender Vermittler in der Jahrzehnte währenden Kontroverse zwischen der Berliner Zentrale und den beiden Westprovinzen um die Einführung von Union, Agende und neuer Kirchenordnung. Wilhelm Roß wurde am 7.7.1772 in Isselburg als fünftes Kind und einziger Sohn des dortigen reformierten Pfarrers Heinrich Gottfried Roß (1732-1796) und seiner Ehefrau Katharina, geborene Heymanns (1734-1801) geboren. Als Kind des Niederrheins besuchte er die Gymnasien in Wesel und Moers, ehe er im April 1788 - noch keine 16 Jahre alt - an der Universität Duisburg mit dem Studium der Theologie begann. 1791 bestand er das erste Examen und konnte als Kandidat erste Berufserfahrungen in Hochemmerich (heute Stadt Duisburg) sammeln. Nach einer kurzen Amtsstation im Bergischen als Pfarrer in Homberg bei Ratingen (1793-1795) zog es ihn wieder in seine Heimat. Er trat die Pfarrstelle in der kleinen Landgemeinde Budberg (heute Stadt Rheinberg) an und heiratete dort Marie Luise Caecilie aus´m Weerth (1778-1841). Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. In diesem Ort mit gerade 500 evangelischen Gemeindegliedern, der zwischen Orsoy und Rheinberg liegt, sollte er die nächsten 33 Jahre als patriarchalischer Pfarrherr amtieren. Mit dem Geld seiner aus einer vermögenden (Wuppertal-)Elberfelder Familie stammenden Ehefrau erwarb er einige Landgüter wie Haus Loo (Gemeinde Alpen) für die Viehzucht. Die Bauern seiner Gemeinde lernten nicht zuletzt seinen ökonomischen Sachverstand schätzen. Seine kirchliche Tätigkeit wies indes bald über den engen lokalen Rahmen hinaus. Bereits 1805 wurde er zum Assessor der Moerser Konsistorialkirche gewählt, 1817 schließlich zu ihrem Superintendenten. Im folgenden Jahr wählte ihn die Provinzialsynode von Jülich-Kleve-Berg zu ihrem Präses, dem höchsten Amt innerhalb der Struktur der alten reformierten Kirche am Niederrhein. Dies spiegelte den Respekt wider, den sich Roß bereits zu diesem Zeitpunkt erworben hatte. Dieses Vertrauenskapital setzte er in den folgenden 20 Jahren in der erbitterten Kontroverse um die preußische Union und die Einführung einer neuen Agende ein. König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) hatte am 27.9.1817 zur Union von lutherischen und reformierten Gemeinden aufgerufen. Roß engagierte sich von Beginn an für dieses Ziel, für das er auf den rheinischen Synoden unablässig und meist mit Erfolg warb. Vor allem bei einzelnen Gemeinden im Bergischen Land stieß er auf lang andauernden Widerstand. Weitaus heftiger noch verlief der Streit um die Agende. Der Monarch als Summepiscopus der preußischen Landeskirche beanspruchte auch das ius liturgicum und übte es konkret aus, indem er persönlich eine Agende für den Ablauf von evangelischen Gottesdiensten entwarf. Diese orientierte sich an anglikanischen Vorbildern und schrieb unter anderem die Ausschmückung der Altäre mit Kruzifixen und Leuchtern vor. Speziell die niederrheinischen Reformierten sahen hier katholisierende Tendenzen, die sie als Angriff auf ihre hergebrachte Glaubenstradition interpretierten. Die irenische Haltung von Roß prädestinierte ihn zum Vermittler und es gelang ihm, das Vertrauen des Königs zu erwerben. 1828 erhielt Roß daher den Ruf nach Berlin, als Oberkonsistorialrat in das Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten einzutreten und dort die Neuordnung der Kirchenverfassung in den Westprovinzen voran zu bringen. Weitere Ämter kamen rasch hinzu. Der reformierte Budberger Pfarrer wandelte sich zum Propst der lutherisch geprägten St. Nikolai-Pfarrei und zum Superintendenten von Berlin-Stadt. Über seine damit verbundene Predigttätigkeit äußerte Roß später im Alter, er habe „das Evangelium ohne rationalistische und priesterliche Schnörkel“ gepredigt. In der Berliner Hofgesellschaft kam dies weniger gut an als in seiner Budberger Dorfkirche. Mit seinem im Rheinland bewährten Verhandlungsgeschick gelang ihm die Beilegung des seit 1821 schwelenden Berliner Agendenstreits: In zahlreichen Vier-Augen-Gesprächen mit den renitenten Pastoren erreichte er die Annahme der Agende mit dem Nachtrag für die Provinz Brandenburg, die einige Zugeständnisse des Königs an die theologischen Bedenken der Pfarrerschaft enthielt. In der Folge wurde Roß mit Ehrungen geradezu überhäuft. 1829 wurde er zum Generalsuperintendent der Neumark (Regierungsbezirk Frankfurt/Oder) ernannt. Die Universität Berlin verlieh ihm 1830 den theologischen Ehrendoktortitel (wie auch zwölf Jahre später die Universität Bonn). Die vom Monarchen angebotene Ernennung zum Grafen nahm er – nicht zuletzt mit Blick auf die zu erwartende Reaktion im rheinischen Protestantismus - nicht an, er akzeptierte sie aber für seinen Sohn. Von seiner Position im Ministerium aus moderierte Roß weiterhin den langwierigen Weg zu einer neuen Kirchenverfassung in den Westprovinzen. Hier knüpfte er ein taktisches Junktim mit der Einführung der so lange umstrittenen Agende, die nunmehr in einigen Punkten den rheinischen Bedürfnissen angepasst wurde. 1835 erfolgten daher zugleich die Publikation der Agende und die Annahme der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung. Sie bewahrte einige der tradierten Grundpositionen der alten reformierten Kirche am Niederrhein, etwa die autonome Wahl der Presbyterien, Synoden und ihrer Präsides, die Einbeziehung auch von Ältesten - also Laien - in diese Gremien sowie die freie Pfarrwahl der Gemeinden. Solche Spielräume kannten die übrigen Provinzialkirchen der preußischen Landeskirche bis 1918 nicht. Wichtige Bestandteile der Regelungen von 1835 sind noch in die bis heute geltende Kirchenordnung der Rheinischen Landeskirche von 1952 eingeflossen. Diese presbyterial-synodale Selbstverwaltung wurde unter den Auspizien des preußischen Obrigkeitsstaates freilich überlagert von einem starken landesherrlichen Kirchenregiment: Die Konsistorien in Koblenz und Münster waren reine Staatsbehörden und zogen nun zahlreiche vorher synodale Kompetenzen wie die kirchliche Gesetzgebung und das theologische Ausbildungswesen an sich. 1836 erfolgte seine Ernennung zum Generalsuperintendenten von Rheinland und Westfalen. Damit einher ging der gerade im rheinischen Reformiertentum höchst umstrittene Titel eines „Bischofs der evangelischen Kirche“. Da Roß seinen Wohnsitz in Berlin beibehielt und nur über die alle drei Jahre stattfindenden Provinzialsynoden Präsenz zeigte, fehlte es ihm in seiner rheinischen Heimat zunehmend an Rückhalt. Reformierte Wuppertaler Kreise schmähten ihn als „Großinquisitor“, der bei Widerständen von Gemeinden gegen Union und Kirchenordnung mit einer fragwürdigen Mischung aus „Zuckerbrot“ und „Peitsche“ vorgehe. Man mag Roß zu den „schmiegsamen Prälatennaturen“ des 19. Jahrhunderts zählen, gegen die Heinrich von Treitschke (1834-1896) polemisierte. Gerechter wurde ihm Theodor Fontane (1819-1898), der zu Roß notierte, dieser habe „mich als Mensch entzückt, ohne dass ich ihm überall zustimmen kann.“ Theologisch eher unprofiliert, befähigte ihn gerade dieses Defizit zum Ausgleich extremer Positionen. Dies bedingte allerdings die sichere Verankerung in den preußischen Machtzirkeln. Mit dem Tode Friedrich Wilhelms III. 1840 verlor Roß den Rückhalt am Berliner Hof. 1846 erfolgte sein Rücktritt vom Amt des Generalsuperintendenten. Die Berliner Ämter behielt er bei, freilich nunmehr ohne jeglichen Gestaltungsspielraum. Ende März 1854 trat er in den Ruhestand. Bereits seit 1841 verwitwet, musste er noch die Nachricht vom Tod seines Sohnes Friedrich Wilhelm (geboren 1810) erfahren. Roß starb drei Wochen darauf am 27.10.1854 und wurde auf dem Dorffriedhof von Budberg bestattet. Literatur Eberlein, Hermann-Peter, Wilhelm Johann Gottfried Roß (1772-1854). Bischof zwischen Budberg und Berlin, in: Conrad, Joachim / Flesch, Stefan / Kuropka, Nicole / Schneider, Thomas Martin (Hg.), Evangelisch am Rhein. Werden und Wesen einer Landeskirche, Düsseldorf 2007, S. 153-156. Rahe, Hans-Wilhelm, Bischof Roß. Vermittler zwischen Rheinland-Westfalen und Preußen im 19. Jahrhundert, Köln 1984. Zitationshinweis Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an. Flesch, Stefan, Wilhelm Roß, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/wilhelm-ross/DE-2086/lido/57cd2366a1cc46.58002150 (abgerufen am 05.11.2024) | ROSS, Wilhelm JOHANN GOTTFRIED (I47377)
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| 4774 | Wilhelm Johann Gottfried Roß war in der Epoche des Vormärz als Generalsuperintendent und Bischof der oberste Geistliche der beiden Provinzen Rheinland und Westfalen innerhalb der evangelischen Landeskirche Preußens. Er diente als entscheidender Vermittler in der Jahrzehnte währenden Kontroverse zwischen der Berliner Zentrale und den beiden Westprovinzen um die Einführung von Union, Agende und neuer Kirchenordnung. Wilhelm Roß wurde am 7.7.1772 in Isselburg als fünftes Kind und einziger Sohn des dortigen reformierten Pfarrers Heinrich Gottfried Roß (1732-1796) und seiner Ehefrau Katharina, geborene Heymanns (1734-1801) geboren. Als Kind des Niederrheins besuchte er die Gymnasien in Wesel und Moers, ehe er im April 1788 - noch keine 16 Jahre alt - an der Universität Duisburg mit dem Studium der Theologie begann. 1791 bestand er das erste Examen und konnte als Kandidat erste Berufserfahrungen in Hochemmerich (heute Stadt Duisburg) sammeln. Nach einer kurzen Amtsstation im Bergischen als Pfarrer in Homberg bei Ratingen (1793-1795) zog es ihn wieder in seine Heimat. Er trat die Pfarrstelle in der kleinen Landgemeinde Budberg (heute Stadt Rheinberg) an und heiratete dort Marie Luise Caecilie aus´m Weerth (1778-1841). Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. In diesem Ort mit gerade 500 evangelischen Gemeindegliedern, der zwischen Orsoy und Rheinberg liegt, sollte er die nächsten 33 Jahre als patriarchalischer Pfarrherr amtieren. Mit dem Geld seiner aus einer vermögenden (Wuppertal-)Elberfelder Familie stammenden Ehefrau erwarb er einige Landgüter wie Haus Loo (Gemeinde Alpen) für die Viehzucht. Die Bauern seiner Gemeinde lernten nicht zuletzt seinen ökonomischen Sachverstand schätzen. Seine kirchliche Tätigkeit wies indes bald über den engen lokalen Rahmen hinaus. Bereits 1805 wurde er zum Assessor der Moerser Konsistorialkirche gewählt, 1817 schließlich zu ihrem Superintendenten. Im folgenden Jahr wählte ihn die Provinzialsynode von Jülich-Kleve-Berg zu ihrem Präses, dem höchsten Amt innerhalb der Struktur der alten reformierten Kirche am Niederrhein. Dies spiegelte den Respekt wider, den sich Roß bereits zu diesem Zeitpunkt erworben hatte. Dieses Vertrauenskapital setzte er in den folgenden 20 Jahren in der erbitterten Kontroverse um die preußische Union und die Einführung einer neuen Agende ein. König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) hatte am 27.9.1817 zur Union von lutherischen und reformierten Gemeinden aufgerufen. Roß engagierte sich von Beginn an für dieses Ziel, für das er auf den rheinischen Synoden unablässig und meist mit Erfolg warb. Vor allem bei einzelnen Gemeinden im Bergischen Land stieß er auf lang andauernden Widerstand. Weitaus heftiger noch verlief der Streit um die Agende. Der Monarch als Summepiscopus der preußischen Landeskirche beanspruchte auch das ius liturgicum und übte es konkret aus, indem er persönlich eine Agende für den Ablauf von evangelischen Gottesdiensten entwarf. Diese orientierte sich an anglikanischen Vorbildern und schrieb unter anderem die Ausschmückung der Altäre mit Kruzifixen und Leuchtern vor. Speziell die niederrheinischen Reformierten sahen hier katholisierende Tendenzen, die sie als Angriff auf ihre hergebrachte Glaubenstradition interpretierten. Die irenische Haltung von Roß prädestinierte ihn zum Vermittler und es gelang ihm, das Vertrauen des Königs zu erwerben. 1828 erhielt Roß daher den Ruf nach Berlin, als Oberkonsistorialrat in das Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten einzutreten und dort die Neuordnung der Kirchenverfassung in den Westprovinzen voran zu bringen. Weitere Ämter kamen rasch hinzu. Der reformierte Budberger Pfarrer wandelte sich zum Propst der lutherisch geprägten St. Nikolai-Pfarrei und zum Superintendenten von Berlin-Stadt. Über seine damit verbundene Predigttätigkeit äußerte Roß später im Alter, er habe „das Evangelium ohne rationalistische und priesterliche Schnörkel“ gepredigt. In der Berliner Hofgesellschaft kam dies weniger gut an als in seiner Budberger Dorfkirche. Mit seinem im Rheinland bewährten Verhandlungsgeschick gelang ihm die Beilegung des seit 1821 schwelenden Berliner Agendenstreits: In zahlreichen Vier-Augen-Gesprächen mit den renitenten Pastoren erreichte er die Annahme der Agende mit dem Nachtrag für die Provinz Brandenburg, die einige Zugeständnisse des Königs an die theologischen Bedenken der Pfarrerschaft enthielt. In der Folge wurde Roß mit Ehrungen geradezu überhäuft. 1829 wurde er zum Generalsuperintendent der Neumark (Regierungsbezirk Frankfurt/Oder) ernannt. Die Universität Berlin verlieh ihm 1830 den theologischen Ehrendoktortitel (wie auch zwölf Jahre später die Universität Bonn). Die vom Monarchen angebotene Ernennung zum Grafen nahm er – nicht zuletzt mit Blick auf die zu erwartende Reaktion im rheinischen Protestantismus - nicht an, er akzeptierte sie aber für seinen Sohn. Von seiner Position im Ministerium aus moderierte Roß weiterhin den langwierigen Weg zu einer neuen Kirchenverfassung in den Westprovinzen. Hier knüpfte er ein taktisches Junktim mit der Einführung der so lange umstrittenen Agende, die nunmehr in einigen Punkten den rheinischen Bedürfnissen angepasst wurde. 1835 erfolgten daher zugleich die Publikation der Agende und die Annahme der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung. Sie bewahrte einige der tradierten Grundpositionen der alten reformierten Kirche am Niederrhein, etwa die autonome Wahl der Presbyterien, Synoden und ihrer Präsides, die Einbeziehung auch von Ältesten - also Laien - in diese Gremien sowie die freie Pfarrwahl der Gemeinden. Solche Spielräume kannten die übrigen Provinzialkirchen der preußischen Landeskirche bis 1918 nicht. Wichtige Bestandteile der Regelungen von 1835 sind noch in die bis heute geltende Kirchenordnung der Rheinischen Landeskirche von 1952 eingeflossen. Diese presbyterial-synodale Selbstverwaltung wurde unter den Auspizien des preußischen Obrigkeitsstaates freilich überlagert von einem starken landesherrlichen Kirchenregiment: Die Konsistorien in Koblenz und Münster waren reine Staatsbehörden und zogen nun zahlreiche vorher synodale Kompetenzen wie die kirchliche Gesetzgebung und das theologische Ausbildungswesen an sich. 1836 erfolgte seine Ernennung zum Generalsuperintendenten von Rheinland und Westfalen. Damit einher ging der gerade im rheinischen Reformiertentum höchst umstrittene Titel eines „Bischofs der evangelischen Kirche“. Da Roß seinen Wohnsitz in Berlin beibehielt und nur über die alle drei Jahre stattfindenden Provinzialsynoden Präsenz zeigte, fehlte es ihm in seiner rheinischen Heimat zunehmend an Rückhalt. Reformierte Wuppertaler Kreise schmähten ihn als „Großinquisitor“, der bei Widerständen von Gemeinden gegen Union und Kirchenordnung mit einer fragwürdigen Mischung aus „Zuckerbrot“ und „Peitsche“ vorgehe. Man mag Roß zu den „schmiegsamen Prälatennaturen“ des 19. Jahrhunderts zählen, gegen die Heinrich von Treitschke (1834-1896) polemisierte. Gerechter wurde ihm Theodor Fontane (1819-1898), der zu Roß notierte, dieser habe „mich als Mensch entzückt, ohne dass ich ihm überall zustimmen kann.“ Theologisch eher unprofiliert, befähigte ihn gerade dieses Defizit zum Ausgleich extremer Positionen. Dies bedingte allerdings die sichere Verankerung in den preußischen Machtzirkeln. Mit dem Tode Friedrich Wilhelms III. 1840 verlor Roß den Rückhalt am Berliner Hof. 1846 erfolgte sein Rücktritt vom Amt des Generalsuperintendenten. Die Berliner Ämter behielt er bei, freilich nunmehr ohne jeglichen Gestaltungsspielraum. Ende März 1854 trat er in den Ruhestand. Bereits seit 1841 verwitwet, musste er noch die Nachricht vom Tod seines Sohnes Friedrich Wilhelm (geboren 1810) erfahren. Roß starb drei Wochen darauf am 27.10.1854 und wurde auf dem Dorffriedhof von Budberg bestattet. Literatur Eberlein, Hermann-Peter, Wilhelm Johann Gottfried Roß (1772-1854). Bischof zwischen Budberg und Berlin, in: Conrad, Joachim / Flesch, Stefan / Kuropka, Nicole / Schneider, Thomas Martin (Hg.), Evangelisch am Rhein. Werden und Wesen einer Landeskirche, Düsseldorf 2007, S. 153-156. Rahe, Hans-Wilhelm, Bischof Roß. Vermittler zwischen Rheinland-Westfalen und Preußen im 19. Jahrhundert, Köln 1984. | VON ROSS, Wilhelm (I47383)
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| 4775 | Wingertsmann in Weinheim (siehe Einleitung) siehe Stammfolge Metz 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html Stammfolge Metz 2. Generation Blatt 2/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html Sohn aus 2. Ehe: Hans Wolff siehe Blatt 2/1 Kinder aus 3. Ehe: 6. Michael siehe Blatt 2/2 7. Erasmus (Asmus) siehe Blatt 2/3 8. Hans Georg siehe Blatt 2/4 9. Hans Philipp siehe Blatt 2/5 Stammfolge Metz 3. Generation Blatt 3/1 (Hans Michael Metz) und Blatt 3/2 (Johann Friedrich Metz), Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html | METZ, Hans Philipp (I43136)
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| 4776 | wird 1291 nach dem Tod König Rudolfs samt seinen Brüdern mit Herzog KONRAD VON TECK aus Ulm vertrieben, Rückkehr 1294 | KRAFFT \CRAFTO VON ULM \ DER SCHRIBER, N. ; ... (I9731)
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| 4777 | Wird 1413 Bürger von St. Gallen. Reicher Leinwandkaufmann. Notensteiner 1465-1469 Fischschauer 1465-69, Wohnt in der Speisergasse, seit mind. 1438 im späteren Schlössli. 1454 Steurer im Rat 1413 Burger allhier, in währendem Consilium zu Constanz und zahlte das alte Recht 1lb 4s und der Gesellschaft zum Notenstein 3 lb d [3 Pfund Denar = Pfennig denarius]. (Wurde erst 1466 ein Notensteiner, Gmünd. p.711) In der Zollikoferschen Genealogie steht: 1427 ward er des Kl.Raths zu Bern. 1432 Landvogt zu Trachselwald. 1438 des täglischen Raths zu Bern. 1466 ein Notensteiner zu St.Gallen, weil er zuvor Burger worden, zahlte das alte Recht 1 lb 4 s und der Gesellschaft 3 lb d. Hans Zollikofer, Bürger zu St. Gallen, erklärt, er habe von Abt Kaspar und dem Konvent des Gotteshauses St. Gallen als Erbzinslehen um einen jährlichen Zins von 2 lb. den. des Gotteshauses "aigen wingärtli zuo Marpach imm Rintal, am Blasenberg gelegen", ..... | ZOLLIKOFER, Hans (I2914)
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| 4778 | wird 877 als westfränkischer Pfalzgraf bezeugt und später (882–890) als Graf von Paris | VON PARIS, Pfalzgraf Pfalzgraf Adalhard ; Adelhard (I11435)
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| 4779 | wirklich Metzmacher??? | METZMACHER, Margareta (I44277)
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| 4780 | Witwe des Conrad DILLINGER | ZIMMERMANN, Maria Jacobea (I11531)
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| 4781 | Witwe des Königs Zwentibold (* 870/871, † 13. August 900) (Liudolfinger) | VON SACHSEN, Oda (I22541)
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| 4782 | Witwer bei Eheschließung mit Margaretha WEYLER. War bei deren Tod bereits verstorben. Ehepartner 1, Ehepartner 2: Auszug KB Gernsbach | FELSS, Hans Jacob (I11539)
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| 4783 | Witwer, Küfermeister in Weinheim, lutherisch. Er und Anna Catharina Randoll wohnen in der Hintergasse. siehe Stammfolge RANDOLL 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html Stammfolge RANDOLL 2. Generation Blatt 2/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html | HOPPE, Johann (I635)
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| 4784 | Witwer, Landwirt, lt. Nahrungszettel 325 vom 17.02.1721 Besitzer von haus, Scheune, Hof im Großviertel am Grundelbach beim ref. Pfarrhaus siehe Stammfolge RANDOLL 3. Generation Blatt 3/2, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html Kinder, wohl alle in Weinheim geboren: | ANTHES, Johann Georg (I43146)
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| 4785 | Wladimir war der erste Sohn von Jaroslaw dem Weisen, Großfürst von Kiew, und dessen zweiter Ehefrau Ingegerd von Schweden. Sein Geburtsjahr war 1020.[2] 1034 wurde er erstmals als Fürst von Nowgorod erwähnt.[3] 1042 zog er wahrscheinlich gegen die finno-ugrischen Jam.[4] 1043 zog er mit König Harald III. von Norwegen ins Byzantinische Reich. 1044 eroberte er dort möglicherweise die Stadt Chersones. Über diese Ereignisse berichteten auch nordische und byzantinische Quellen. Georgios Kedrenos nannte ihn hochmütig gegenüber den Byzantinern. 1045 waren seine Eltern in Nowgorod. Möglicherweise wurde zu diesem Zeitpunkt der Bau der Sophienkathedrale in Nowgorod begonnen. Diese wurde am 14. September 1052 eingeweiht. Wladimir ließ auch eine steinerne Festung in Nowgorod errichten. Die Nikonchronik schrieb, er sei vier Jahre lang Großfürst von Kiew gewesen.[5] Wladimir starb am 4. Oktober 1052. Er ist in einem Sarkophag in der Sophienkathedrale in Nowgorod beigesetzt. 1439 wurde durch Erzbischof Euphymius II. von Nowgorod seine Verehrung als Heiliger bekanntgegeben, ebenso die der Anna von Nowgorod. | VON NOWGOROD, Wladimir (I37678)
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| 4786 | Wladimir war der Sohn des Wsewolod Jaroslawitsch und Nachfolger seines Vetters Swjatopolk II. als Kiewer Großfürst. Er trägt seinen Beinamen „Monomach“ nach dem Namen seiner Mutter, der Tochter des byzantinischen Kaisers Konstantin IX. Monomachos (Alleinkämpfer), und gilt als einer der wichtigsten mittelalterlichen Herrscher der Kiewer Rus. | MONOMACH, Wladimir (I36451)
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| 4787 | Wladimir war ein Sohn von Großfürst Swjatoslaw I. von Kiew und von Maluscha, einer Dienerin der Fürstin Olga. Sein Geburtsjahr ist unbekannt, wahrscheinlich um 960. Nach dem Tod des Vaters 971 wurde Wladimir Fürst von Nowgorod, dem zweitwichtigsten Zentrum der Rus, trotz seiner nicht standesgemäßen Herkunft. Sein Onkel Dobrynja unterstützte ihn als Woiwode. 972 kam Olav Tryggvason, der spätere norwegische König, mit seiner Mutter nach Nowgorod. Deren Bruder Sigurd diente dort als Waräger.[2] 977 brach ein Streit zwischen seinen Halbbrüdern Oleg und Jaropolk I. aus. Jaropolk eroberte Nowgorod, wobei Oleg ums Leben kam. Wladimir floh nach Norwegen zu Håkon Jarl. Er kehrte mit einem Warägerheer zurück und eroberte Nowgorod zurück. Danach eroberte er Polozk, tötete den dortigen Fürsten Rogwolod und nahm dessen Tochter Rogneda zur Frau. Kampflos fiel ihm die Hauptstadt Kiew in die Hand. Darauf lud er seinen Halbbruder Jaropolk zu Verhandlungen ein und ließ ihn umbringen, wodurch er zum Alleinherrscher der Kiewer Rus wurde. Ein gewaltiges Problem stellten nun die angeworbenen Waräger dar, die bezahlt werden mussten. Er schickte einen Teil nach Byzanz, wo sie den Kern der Warägergarde bildeten. Andere Waräger setzte er hingegen als Verwalter in den Burgen seines Reiches ein. Seine Macht festigte Wladimir durch weitere Feldzüge. 981 eroberte er die Burg Tscherwen und das Tscherwener Burgenland. An den südlichen Grenzen seines Landes ließ er „Hilfsvölker“ ansiedeln, welche das Reich schützten (so beispielsweise die turkstämmigen Torki und Berendei). Weitere Feldzüge führte er gegen Wjatitschen, Radimitschen, die baltischen Jatwinger und Aestier, die Wolgabulgaren und die Petschenegen. Insgesamt vergrößerte er die Rus durch die Unterwerfung der verschiedenen benachbarten Völker so, dass es bereits unter ihm vom Dnepr bis zum Ladogasee und bis an die Düna reichte. | SWJATOSLAWITSCH, Wladimir I. der Heilige (I36026)
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| 4788 | wohl einer Tochter des Herulerkönigs Rudolf (auch Rodulf), hatte Wacho einen Sohn Walthari, der sein Nachfolger wurde. Die Heruler (lateinisch Eruli bzw. etymologisch nicht korrekt Heruli)[1] waren ein (ost)germanischer Stamm, der in den 60er Jahren des 3. Jahrhunderts n. Chr. am Schwarzen Meer zum ersten Mal geschichtlich in Erscheinung trat und bis ins 6. Jahrhundert in den Quellen belegt ist. | N., Silinga (I24213)
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| 4789 | wohl um 1450, vor Sept. 1511, von Aarau. Sohn des Johann Ulrich, Herrn zu Kasteln und zu Schöftland, und der Ursula von Fridingen. 1) Ursula von Roth, 2) 1496 Margarita von Stuben. Ab 1484 bis zu seinem Tod mehrmals Schultheiss von Aarau. 1482 verkaufte L. den Turm vor der Stadt Aarau (sog. Schlössli) an den Luzerner Schulheissen Heinrich Hasfurter, 1497 die ihm von seiner ersten Frau zugebrachten Herrschaften Wynigen und Grimmenstein an Bern. Herr zu Schöftland und Villnachern. | VON LUTERNAU, Hans Sebastian (I30963)
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| 4790 | wohl vor 1492 St. Gallen, nach 1528, Täufer. Vermutlich Sohn des Hans (1492), Gerichtsweibels. Walpurgis Kapfmann. Weber in St. Gallen. Ab 1520 Zürcher Bürger, Anhänger Zwinglis und Mitbegründer eines Bibellesekreises, zu dem auch die späteren Täufer Konrad Grebel und Felix Manz gehörten. Als Bilderstürmer im Nov. 1523 ausgewiesen, kehrte H. nach St. Gallen zurück und schloss sich dem Reformerkreis um Johannes Kessler an. Bald darauf zog er nach Basel, erwarb 1524 dort das Bürgerrecht und half bei der Drucklegung der Schriften von Karlstadt mit. Im Aug. 1525 wurde er als eine Hauptfigur des Basler Täuferkreises ein erstes und im Juli 1526 ein zweites Mal ausgewiesen. Daneben entfaltete er in St. Gallen und im Elsass eine rege täufer. Aktivität. Ab Ende 1527 lebte H. in Strassburg, wo er im Mai 1528 das Bürgerrecht erhielt. | HOCHREUTINER, Lorenz (I39932)
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| 4791 | Wohl zweite Eheschließung am 8.2.1587 in Weißenbach mit Maria NN. Am 5.8.1600 heiratet Maria Gall Kieffers Witwe erneut (den Witwer Elias Weyler). Mitglieder der Familie KIEFFER lassen sich seit 1566 im Rat und zwischen 1585 und 1668 im Gericht finden. Allerdings wurde nur ein einziges Mal - 1656 - ein Kieffer zum Bürgermeister gewählt. | KIEFER, Gall (I9491)
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| 4792 | Wohnen Damm, Siegen-Wittgenstein / Hilchenbach, Siegen-Wittgenstein | HUPPERT, Hans Henrich (I622)
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| 4793 | Wohnen: Hilchenbach, Siegen-Wittgenstein | HUPPERT, Anna Elisabeth (I5399)
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| 4794 | Wohnen: Müsen, Siegen-Wittgenstein | BREUER, Elisabeth (I624)
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| 4795 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2626)
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| 4796 | Wohnhaft 1691 in Büddelhagen Ksp. Drabenderhöhe Sie heiratet am 12.07.1691 in Drabenderhöhe Albert Höhler aus Scheid, geboren um 1666, der in Scheid am 15.04.1714 stirbt. Aus der Ehe gehen 6 Kinder hervor.„Zwischen 1734 und 1744 hatte Johannes Höhler geboren im Juli 1704, begraben am 27.11.1744 in Drabenderhöhe, ein Sohn des Albert Höhlers aus Scheidt seinen Wohnsitz im Weiler.“ Ksp: Abkürzung für Kirchenspiel Schwester von Peter Kauert `dem Reichen` http://gedbas.genealogy.net/person/show/1211177335 https://gedbas.genealogy.net/person/show/1160739188 Familie Kauert, Drabener Höhe/Krefeld; Hans Detlev Kauert Achim Höhler: Ahnentafel Johan, Albert, Henrich und Johannes Höhler Scheidt ist ein Ortsteil von Drabenderhöhe, gehörend zur Stadt Wiehl. https://www.heimatverein-drabenderhoehe.de/hoefe/scheidt | KAUERT, Anna Girtraud (I720)
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| 4797 | wohnhaft 1701 in Niederhof (Dh), 1721 in Dahl (Dh), 1727 in Obermiebach (Much)? 18. Oktober 1711 Evangelisch, Drabenderhöhe, Rheinland, Preussen | HERHAUS, Elisabeth (I391)
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| 4798 | wohnhaft am Münsterhof, später zum roten gatter ; Ratsfam. der Stadt Zürich. Der aus Reutlingen (Württemberg) eingewanderte Metzger Hans Schmid gen. H. (1565) wurde 1517 eingebürgert. Sein Sohn Kaspar H. (1529-93) kam 1567 in den Gr. Rat, in dem die Fam. mit zwei kurzen Unterbrüchen bis 1798 vertreten war. 1652 gelangte mit Tuchscherer Hans Jakob (1584-1656) erstmals ein Familienmitglied in den Kl. Rat, dem die Fam. nach 1685 nur noch sporadisch angehörte. Die Söhne Kaspars begründeten fünf Zweige, von denen um 1700 drei ausstarben. Von den beiden anderen brachte die Johannes-Linie viele Pfarrer und Gelehrte hervor, während die sich stark verzweigende Kaspar-Linie v.a. im kaufmänn. Bereich aktiv war. Kaspar (1578-1631) war Tuchexporteur und legte 1610 mit der Einrichtung der Briefpost Zürich-Lyon den Grundstein des Zürcher Postwesens, das seine Söhne weiter ausbauten. 1677 wurde die Hessische Post dem Kaufmänn. Direktorium übertragen, doch stellte die Fam. (ausser 1687-1714) bis 1790 den Postdirektor. Der im Seidenhandel reich gewordene Salomon (1696-1768) übernahm 1735 von seinem Schwiegervater Hans Balthasar Reinhard die Gerichtsherrschaft Nürensdorf, die während drei Generationen bis 1798 in Familienhänden blieb. Im 1760 von Salomon erbauten Schloss Nürensdorf befindet sich seit 1975 das Familienarchiv. Die im frühen 17. Jh. beginnende Hinwendung der ursprüngl. Handwerkerfamilie zum Textilhandel bewirkte, verbunden mit der Verschwägerung mit den meisten führenden Zürcher Geschlechtern, den sozialen Aufstieg. Seit Mitte des 17. Jh. stellte die Fam. regelmässig Amtsinhaber, Offiziere, Pfarrer (z.B. Antistes Johann Jakob ->), Gelehrte, Künstler (David ->, Ludwig ->) und im 19. Jh. mit Bürgermeister Johann Jakob (->) und Stadtpräs. Hans Ludwig (->) bedeutende Politiker. Die Fam. bildet einen organisierten Verband, der den 1650 von Barbara Escher-H. gestifteten Familienfonds verwaltet. | SCHMID, Kaspar (I3591)
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| 4799 | Wohnhaft beim Pfauen, Tuchhändler, Zwölfer zum Saffran 1533, Richter am Stadt- und Ehegericht, Rechenherr, 1. Obmann im Almosenamt 1537, Amtmann zu Rüti 1550, Schildner zum Schneggen | AMMAN, Hans Bartholomäus (I1367)
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| 4800 | wohnhaft im Grünenberg auf Peterhofstatt, Goldschmied, | KELLER VOM STEINBOCK, Felix (I1083)
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