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| 651 | Andlau (auch Andlaw) ist der Name eines alten unterelsässischen Adelsgeschlechts. Die Familie gehörte zu den vier Erbrittergeschlechtern des Heiligen Römischen Reiches. Andlau, der namengebende Stammsitz des Geschlechts, ist heute eine Gemeinde in der französischen Region Grand Est im Département Bas-Rhin. Eine Nebenlinie derer von Andlau sind die Grafen von Berckheim. Herkunft Burg Hoh-Andlau, neben der älteren Thalburg Stammsitz der Familie Erstmals urkundlich erwähnt wird die Familie im Jahre 1144 mit Otto, bischöflich-straßburger Vicedominus der Abtei Andlau,[1] der noch ohne Nachnamen genannt wird. 1150 erscheint er gesichert in einer Urkunde als Otto de Andelahe im Besitz des erblichen Schultheißenamtes der Abtei. In den Jahren 1163–1179 treten dann Eberhard und Gerhard von Andelo urkundlich auf.[2] Der Stammsitz des Geschlechts war eine vom Kaiser zu Lehen erhaltene Burg in der Stadt Andlau nahe Barr im Unterelsass, die so genannte Thalburg. Zwischen 1246 und 1264 errichteten die Herren von Andlau auf einem Berg über der Stadt die Burg Hoh-Andlau, die bis zur französischen Revolution in Familienbesitz blieb. Ihre eindrucksvolle zweitürmige Ruine ist noch heute vorhanden. Linien und Besitzungen Eine Zweiglinie des schon früh stark verbreiteten Geschlechts erbaute sich um 1200 eine Burg in Mittelbergheim bei Andlau und nahm den Namen von Bergheim an. Die Nachkommen dieser Linie waren die späteren Freiherren und Grafen von Berckheim. Sie führten das Andlausche Stammwappen weiter. Walter von Andlau erbte 1418 von seinem Schwiegervater Hartung vom Haus[3] die Herrschaft Butenheim mit dem Schloss Bellingen. Ferner gehörten Homburg und Kleinlandau zur Herrschaft. Butenheim ist eine abgegangene Ortschaft[4], doch behielten die Andlau Bellingen bis 1937. Die Bellinger Linie der Andlau starb 1961 aus. Weitere Linien erwarben im Elsass unter anderem Kingersheim und Wittenheim. Um 1678 ließ sich eine Linie im Fürstbistum Basel nieder. Angehörige dieses Zweiges wurden Basler Domherren und Stiftsherren des Klosters Moutier-Grandval. Ab 1714 stellten sie vier fürstbischöfliche Landvögte zu Delsberg und Birseck bei Basel. In Homburg erbauten die Andlau anstelle einer im 17. Jahrhundert aufgegebenen Burg ein neues Schloss. Während der französischen Revolution zog die Familie 1792 auf ihr deutsches Schloss Bellingen und das Homburger Schloss wurde geplündert und niedergebrannt; es kam danach in andere Hände und wurde wieder aufgebaut. Der Freiherr von Andlau zu Homburg, Bellingen etc. wurde am 8. Februar 1796 zum Vorsteher der Breisgauischen Ritterschaft erwählt.[5] Die bereits ab 1714 von den Andlau als Basler Landvögte verwaltete Burg Birseck wurde 1808 von der Familie erworben, deren dortige Linie den Beinamen von Andlaw-Birseck annahm. Der spätere großherzoglich-badische Staatsminister Conrad Karl Friedrich von Andlau-Birseck ließ um 1805 das Schloss Hugstetten bei Freiburg erbauen. Die Linie Andlaw-Birseck ist 1917 im Mannesstamm erloschen, Hugstetten erbten die Freiherren von Mentzingen. Die Linien Andlau-Homburg und Andlau-Kleinlandau bestehen in Frankreich bis heute. Standeserhebungen Bereits ab 1356 führte der Familienälteste den Titel „Erster der vier Erbritter des Heiligen Römischen Reiches“, der von Kaiser Karl V. 1550 bestätigt wurde. 1458 wurden die Herren von Andlau Mitglieder der Vorderösterreichischen Ritterschaft und 1547 in der Unterelsässischen Reichsritterschaft immatrikuliert. In der Folge gehörten die von Andlau auch zu den Breisgauer Landständen. 1676 erhob Kaiser Leopold I. das Geschlecht in den Reichsfreiherrenstand. 1773 erfolgte durch Ludwig XV. eine französische Bestätigung des Baronats für die Gesamtfamilie. Die Linien Andlau-Kleinlandau und Andlau-Homburg wurden 1750 in den französischen Grafenstand aufgenommen, das im gleichen Jahr in den badischen Markgrafschaften anerkannt wurde. Hubert Josef von Andlau erhielt 1815 das erbländisch österreichische Grafendiplom. Eine Anerkennung zur Führung des Freiherren und Grafentitels im Großherzogtum Baden erfolgte am 22. August 1817.[6] | VON ANDLAU, Jacob Pleikard (I46982)
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| 652 | Andreas Ludolf Jacobi war Sohn des lutherischen Geistlichen Johann Friedrich Jacobi. Er besuchte zunächst die Schule in Celle und von 1761 bis 1764 die Klosterschule Ilfeld. Danach studierte er von Herbst 1764 bis Ostern 1768 Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen. 1768 wurde er in Celle als Advokat zugelassen und zugleich zum Auditor der Burgvogtei Celle ernannt. 1773 gab er die Advokatur auf und trat in die ständischen Dienste der Ritterschaft des Fürstentums Lüneburg ein. 1775 wurde er deren Syndicus und behielt dieses Amt 50 Jahre lang bis zu seinem Tod. Auf ihn geht das Celler Entbindungshaus (1784) und das Ritterschaftliche Creditinstitut der Lüneburger Landschaft (1790) zurück. 1792 begleitete er seine Schwester Caroline (1757–1833), „Vice-Domina“ des Klosters Heiligenrode, nach London, wo sie als Nachfolgerin von Fanny Burney Hofdame und Keeper of the Robes bei Königin Charlotte wurde.[1] Die Rückreise führte ihn über Paris und Lille, wo er seine ersten Erfahrungen mit der Französischen Revolution machte. Seine Sympathien für ihre modernen Denkansätze wurden ihm in der Heimat angekreidet, aber vom Landesherrn unterstützt. Einen erheblichen Anteil hatte er an der 1802 vergleichsweise früh ergangenen Gemeinheitsteilungsordnung für das Fürstentum Lüneburg. Wie sein Vater war er aktives Mitglied der von diesem mit begründeten Celler Landwirtschaftsgesellschaft. Während der Aufhebung der landständischen Verfassung in der Franzosenzeit war er 1810 königlich westfälischer Direktor der indirekten Steuern in Lüneburg, dann in Uelzen. 1811 wurde Jacobi interimistischer Domänendirektor in Magdeburg und 1813 in Braunschweig. Nach den Befreiungskriegen trat er wieder in die ständischen Dienste ein. Er war hannoverscher Hofrat und wurde 1823 Ehrendoktor der Universität Göttingen. Andreas Ludolf Jacobi war in erster Ehe mit Louise Sophie Charlotte Schweppe († 1787) verheiratet. In zweiter Ehe heiratete er 1788 Wilhelmine Thaer, die Schwester seines Freundes Albrecht Daniel Thaer. Aus dieser zweiten Ehe entstammt der hannoversche General Carl (von) Jacobi. | JACOBI, Andreas Ludolf (I49866)
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| 653 | Andronikos Dukas Angelos war ein Sohn des Admirals Konstantin Angelos und der Theodora Komnena, einer Tochter von Kaiser Alexios I. und Irene Dukaina. Er war somit ein Neffe Johannes’ II. und ein Cousin Manuels I. Andronikos hatte sechs Geschwister, darunter die Brüder Johannes und Alexios. Spätestens seit 1155 war er verheiratet mit Euphrosyne († 1195), Tochter (oder Nichte) des Theodoros Kastamonnites, mit der er sechs Söhne (Konstantin, Johannes, Alexios III., Theodoros, Andronikos, Isaak II.) und mindestens zwei Töchter (Theodora, Irene) hatte. Unter Manuel I. trat Andronikos Angelos als kaiserlicher Botschafter im Königreich Jerusalem auf und diente als Militärführer in Kleinasien. 1176 war er an der Schlacht bei Myriokephalon beteiligt, in der das byzantinische Heer gegen den Seldschukensultan Kılıç Arslan II. eine folgenschwere Niederlage erlitt. Als sich im Frühjahr 1182 Andronikos Komnenos anschickte, die lateinerfreundliche Regentschaft der Witwe Manuels I., Maria von Antiochia, und des Protosebastos Alexios Komnenos zu beenden, schloss sich Andronikos Angelos nach einer Niederlage seiner Truppen bei Charax in Bithynien dem Prätendenten an. Zusammen mit dem ebenfalls übergelaufenen Megas Dux Andronikos Kontostephanos ermöglichte er ihm den Einzug in Konstantinopel. Andronikos I. entpuppte sich alsbald als brutaler Willkürherrscher, der sich nach der Machtergreifung umgehend der Beseitigung möglicher Rivalen widmete. Das gewaltsame Vorgehen gegen die führenden Aristokratenfamilien führte zu einer Serie von Aufständen ranghoher Militärs, die noch unter Manuel I. Karriere gemacht hatten. Im Frühjahr 1183 wurden Andronikos Angelos und Andronikos Kontostephanos beschuldigt, sich gegen den Kaiser verschworen zu haben.[1] Während Kontostephanos gefasst und geblendet wurde, konnten Andronikos Angelos und seine Söhne nach Kleinasien fliehen (mit Ausnahme von Konstantin, der ebenfalls geblendet wurde). Isaak und Theodoros Angelos waren im Frühjahr 1184 zusammen mit Theodoros Kantakuzenos die führenden Köpfe der Rebellion in Nikaia und Prusa, die von Andronikos I. mit militärischer Gewalt niedergeschlagen wurde. | ANGELOS, Andronikos Dukas (I40258)
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| 654 | Andronikos Dukas war ein Angehöriger der byzantinischen Adelsfamilie Dukas, die mit Konstantin X. und Michael VII. zwei Kaiser des Byzantinischen Reiches stellte. Er stammte allerdings nicht aus der kaiserlichen Linie, ist daher von seinem gleichnamigen Vetter Andronikos Dukas zu unterscheiden, der ein jüngerer Sohn des Kaisers Konstantin X. und ein Bruder und Mitkaiser sowohl des Kaisers Michael VII., genannt Parakinakes (1071–1078) als auch des Konstantios Dukas war. Er war ein Sohn des Kaisar (Caesar) Johannes Dukas († ca. 1088), der zwar nur ein jüngerer Bruder des Kaisers Konstantin X. war, jedoch nach dessen Tod im Jahre 1067 zwei Jahrzehnte hindurch zu den einflussreichsten Mitgliedern des byzantinischen Hofes zählte und 1074 als Prätendent auf die Krone auftrat. Die Mutter von Andronikos war Irene Pegonitissa, eine Tochter des Generals Nikolaos/Niketas Pegonites | DUKAS, Andronikus (General unter Romanos IV.) (I36440)
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| 655 | Andronikos war der zweitälteste Sohn des Kaisers Alexios I. und der Irene Dukaina und somit ein jüngerer Bruder des späteren Kaisers Johannes II. Seine Schwester Anna Komnena bezeichnete ihn als ihren Lieblingsbruder. Im Jahr 1116 war Andronikos, der spätestens zu diesem Zeitpunkt die hohe Würde eines Sebastokrators (Vizekaisers) bekleidete, als junger Heerführer an der für Byzanz siegreichen Schlacht bei Philomelion gegen den Seldschukensultan Malik Schah I. beteiligt. Zusammen mit Johannes II. und dem Megas Domestikos Johannes Axuch vernichtete er 1122 in einer Schlacht bei Beroia die von Norden über die Donau ins byzantinische Thema Paristrion eingedrungenen Petschenegen. Andronikos Komnenos starb 1130 oder 1131 in einem schweren Unwetter in Kleinasien. Sein Leichnam wurde von Irene Dukaina und dem Kaisar Nikephoros Bryennios mit dem Schiff nach Konstantinopel überführt. | KOMNENOS, Andronikos (I36438)
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| 656 | Anfang des 10. Jahrhunderts versuchte Graf Werner auf Kosten der Kirche sein Territorium zu erweitern. Im Verlauf der daraus resultierenden Auseinandersetzungen mit dem Bistum Speyer ließ er 913 Bischof Einhard I. blenden, woran dieser starb. Auch im Remigiusland bei Kusel agierte er ähnlich mit Besitztümern des Erzbistums Reims. Der gewaltsame Tod des Speyerer Oberhirten wurde drei Jahre später auf der Synode von Hohenaltheim durch Bischof Richowo von Worms im Auftrag des päpstlichen Legaten Petrus von Orte untersucht. | VON LOTHRINGEN, Graf Graf Werner V. (Salier) (I11044)
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| 657 | Anfang des 10. Jahrhunderts versuchte Graf Werner auf Kosten der Kirche sein Territorium zu erweitern. Im Verlauf der daraus resultierenden Auseinandersetzungen mit dem Bistum Speyer ließ er 913 Bischof Einhard I. blenden, woran dieser starb. Auch im Remigiusland bei Kusel agierte er ähnlich mit Besitztümern des Erzbistums Reims. Der gewaltsame Tod des Speyerer Oberhirten wurde drei Jahre später auf der Synode von Hohenaltheim durch Bischof Richowo von Worms im Auftrag des päpstlichen Legaten Petrus von Orte untersucht. Die Salier waren ein ostfränkisches Adelsgeschlecht im römisch-deutschen Reich des 10. bis 12. Jahrhunderts. Ihr Stammgebiet war Speyergau, Wormsgau und Nahegau. Später waren sie phasenweise Herzöge von Lothringen und Franken. Von 1024 bis 1125 kamen aus diesem Geschlecht die römisch-deutschen Könige und Kaiser. Das Jahrhundert der salischen Kaiser gilt als das Jahrhundert, in dem die dramatische Auseinandersetzung zwischen Kaiser- und Papsttum um die Frage ihren Anfang nahm, ob die Kirche ein höheres göttliches Recht gegenüber den weltlichen Herrschern besitze oder nicht eher umgekehrt[1]. Die Salier sind nicht zu verwechseln mit den Salfranken des 3./4. Jahrhunderts, die als Erste den Namen „Salier“ führten. | (SALIER), Werner V. (I37179)
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| 658 | Anfang des 17. Jahrhunderts war Wattenscheid mit ungefähr 700 Einwohnern die bevölkerungsreichste Freiheit der Grafschaft Mark. Während des Dreißigjährigen Krieges war Wattenscheid von 1623 bis 1629 von spanischen Reitern besetzt und wurde 1635 durch ein Feuer nahezu vollständig zerstört. | GROLMANN, Johann (I1067)
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| 659 | Angeblich stammt sein Name Rollo der Geher daher, dass ihn aufgrund seiner Körpergröße kein Pferd tragen konnte und er daher den gesamten Landweg von Skandinavien bis Frankreich zu Fuß gehen musste. Möglicherweise sollte damit erklärt werden, warum gerade Rollo das Gebiet übertragen wurde, obwohl er sich doch selbst nur Primus inter pares nannte und eigentlich nicht einmal Stammesfürst war. Aus Ausgrabungen geht jedoch hervor, dass Pferde in Skandinavien zur damaligen Zeit nur eine Widerristhöhe von ca. 1,1 bis 1,3 m hatten. Er schloss mit Karl dem Einfältigen 911 den Vertrag von Saint-Clair-sur-Epte. Rollo ließ sich taufen, seitdem nannte er sich Robert. Nach der Taufe erhielt er ein Gebiet am Unterlauf der Seine als Lehen. Flodoard von Reims, der zeitlich den Ereignissen nahestand, nennt ihn nicht namentlich. Vielmehr wird er dort als „princeps Normannorum“ bezeichnet. Die Grafschaft Rouen ist der Ursprung der heutigen Normandie. In erster Ehe war Rollo mit Poppa von Bayeux verheiratet. Mit ihr hatte er eine Tochter, Adele, Herzogin von Poitou, und einen Sohn, Wilhelm (900–942). In einem Klagelied auf dessen Tod heißt es, er sei von einem „transmarinus pater“ (einem Vater von jenseits des Meeres) gezeugt worden in „errore paganorum permanente“ (in einem dauernden heidnischen Irrtum). Der Chronist Richer von Reims (888–995), beschreibt ihn als „dux Rollo, fili Catilli“ (Herzog Rollo, Sohn des Catillus), ein Anführer von Piraten („pyratae“), die Neustrien und das Loiregebiet verheerten.[3] In einem Translationsbericht aus dieser Zeit werden er und seine Wikinger als beutegierig und grausam geschildert, ihnen wird auch Folter vorgeworfen.[3] In zweiter Ehe soll er Gisela, eine Tochter Karls des Einfältigen, geheiratet haben.[4] Nach seinem Tod wurde er in der Kathedrale von Rouen bestattet. Seine Nachfolger nannten sich Herzöge der Normandie und waren in das christliche Feudalsystem des frühen Frankreich integriert. Dessen Richtlinien lieferten dann auch später die Rechtsgrundlage für die Eroberung Englands durch einen Nachfolger Rollos. Rollo ist ein direkter Vorfahre Wilhelms des Eroberers (1027–1087). | (NORMANDIE), Rollo (I37626)
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| 660 | Angesehenes altes Basler Geschlecht, das v.a. im 15. und 16. Jh. das polit. und wirtschaftl. Geschehen der Stadt prägte. Der Name taucht in den Basler Urkunden zum ersten Mal 1302 im Zusammenhang mit dem Verkauf von Ländereien in Blotzheim auf. Die Herkunft der I. ist unbekannt, sie müssen aber schon um 1400 zu den begüterten Kaufmannsfam. gehört haben. Sie betrieben über drei Generationen bis in die 1520er Jahre mit der Lombardei bzw. den Hzg. von Sforza in Mailand Handel mit Stahl, Kupfer, Textilien, Korn und dem in Basel neuen Produkt Reis (Balthasar ->). Die Familienmitglieder, von denen die meisten Ratsherren oder Zunftmeister wurden, gehörten der Schlüssel- und der Safranzunft an. Einzelne Mitglieder der I. vertraten die Stadt Basel in versch. Streitigkeiten oder waren selber darin verwickelt. | IRMI, Hans (I3180)
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| 661 | Anmerkungen und Literatur 1397 als Erbin des Steinberger Lehns genannt H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 615 | VON VAERST, Gosteke (I44568)
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| 662 | Anmerkungen und Literatur 1688-1716 Hilfsprediger und Pfarrer in Ründeroth B. Koerner / E. Strutz, Bergisches Geschlechterbuch 3 (DGB 83), Görlitz 1935, S. 83 A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 163 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland II, Bonn 2013, Nr. 4112 | GOES, Caspar (I46227)
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| 663 | Anmerkungen und Literatur 1716-1747 Pfarrer in Ründeroth B. Koerner / E. Strutz, Bergisches Geschlechterbuch 3 (DGB 83), Görlitz 1935, S. 83 f. H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 461 A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 163 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland II, Bonn 2013, Nr. 4113 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland III, Bonn 2018, Nr. 8740 | GOES, Caspar (I46226)
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| 664 | Anmerkungen und Literatur 1781-1805 Pfarrer in Nümbrecht A. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland II, Düsseldorf 1958, S. 201 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland II, Bonn 2013, Nr. 5102 | HENGSTENBERG, Johann Friedrich Heinrich (I2795)
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| 665 | Anmerkungen und Literatur B. Koerner / E. Strutz, Bergisches Geschlechterbuch 3 (DGB 83), Görlitz 1935, S. 84 („Anna Katharina Elisabeth“) J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland II, Bonn 2013, Nr. 4113 („Maria Elisabeth“) | SAUER, Maria Elisabeth (I25093)
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| 666 | Anmerkungen und Literatur B. Koerner / H. Knodt, Hessisches Geschlechterbuch 3 (DGB 52), Görlitz 1927, S. 737 B. Koerner / H. Knodt, Hessisches Geschlechterbuch 6 (DGB 66), Görlitz 1929, S. 420 f. H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 413, 437 B. Koerner / T. Dreyer, Westfälisches Geschlechterbuch 1 (DGB 108), Görlitz 1940, S. 580 https://de.wikipedia.org/wiki/Catharina_Elisabeth_Goethe | TEXTOR, Catharina Elisabeth (I23421)
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| 667 | Anmerkungen und Literatur B. Koerner / H. Scheele, Pommersches Geschlechterbuch 1 (DGB 40), Görlitz 1923, S. 456 H. Gerpott, Die Familie Gerpott, München 1980, S. H | STEIFENSAND, Amalia Katharina (Amalie) (I2806)
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| 668 | Anmerkungen und Literatur bei Wetter (Ruhr) H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 592, 615 | VON MALLINCKRODT, Johannes (I47445)
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| 669 | Anmerkungen und Literatur Besitzer eines Ritterguts in Lauersfort; am 15.10.1840 unter dem Namen „von Rath“ in den Adelsstand erhoben B. Koerner, Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien (= DGB) 11, Berlin 1904, S. 367 G. von Eynern, Die Unternehmungen der Familie vom Rath, Bonn 1930, S. 207 ff., 346 http://www.bemberg.net/is01/is01_215.htm | VOM RATH, Johann Peter (I47280)
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| 670 | Anmerkungen und Literatur Direktor der Universitätsbibliothek Bonn H.L. von Beckerath, Stammbaum von Beckerath nebst Descendenz, Krefeld 1903, S. 17, 76 G. von Eynern, Die Unternehmungen der Familie vom Rath, Bonn 1930, S. 348 O. von Beckerath, Familie von Beckerath II, Krefeld 1936, S. 30 | VON RATH, Erich Alexander Aurel (I47374)
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| 671 | Anmerkungen und Literatur H. Gerpott, Die Familie Gerpott, München 1980, S. H | GERPOTT, Karl Heinrich Emil (I2808)
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| 672 | Anmerkungen und Literatur in der Firma „Gebr. von Beckerath“ in Krefeld Taufeintrag (IGI): „Gerhard von Beckerath“, Eltern „Heinrich von Beckerath“ und „Margareth Rahr“ H.L. von Beckerath, Stammbaum von Beckerath nebst Descendenz, Krefeld 1903, S. 9, 16 f., 46, 72 f., 112, 140 O. von Beckerath, Familie von Beckerath II, Krefeld 1936, S. 13, 16, 27 | VON BECKERATH, Gerhard (I47349)
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| 673 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I5189)
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| 674 | Anmerkungen und Literatur J.H.C. Scheibler, Geschichte und Geschlechts-Register der Familie Scheibler, Köln 1895, S. 4 f. L. Gerstein, Ahnentafel der Familien Schmemann und Gerstein, Hagen 1934, S. 57 B. Koerner / K. Fix, Eifeler Geschlechterbuch 1 (DGB 99), Görlitz 1938, S. 644 B. Koerner, Deutsches Geschlechterbuch 100, Görlitz 1938, S. 54 H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 435, 498 B. Koerner / T. Dreyer, Westfälisches Geschlechterbuch 1 (DGB 108), Görlitz 1940, S. 577 | SCHEIBLER, Johannes (I25055)
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| 675 | Anmerkungen und Literatur Lizentiat und Advokat auf dem Romberg im damaligen Herzogtum Berg Heiratseintrag (IGI): „Johan Ludwig Christian Schoeler“, Eltern nicht genannt H. Henniges / H. Voges, Chronik der Familie Löbbecke, Braunschweig 1911, S. 119 | SCHÖLER, Johann Ludwig Christian (I25109)
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| 676 | Anmerkungen und Literatur Seidenfabrikant in der Firma „Gerhard Lingen & Co.“ in Krefeld H.L. von Beckerath, Stammbaum von Beckerath nebst Descendenz, Krefeld 1903, S. 9, 37, 43 ff. O. von Beckerath, Familie von Beckerath II, Krefeld 1936, S. 13 W. Weidler / K.-E. Schultze, Niedersächsisches Geschlechterbuch 6 (DGB 122), Glücksburg 1957, S. 187 http://beckerath.info/index.php?Schloss_Cracau | VON BECKERATH, Heinrich (I47353)
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| 677 | Anmerkungen und Literatur „van Mallincrode de Mesekenwerke, Herbord“, genannt 1348-1415 zu den Vorfahren s. ausführlich H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 615 Anita M. Mallinckrodt, From Knights to Pioneers, One German Family in Westphalia and Missouri, Southern Illinois University Press 1994, 17 f. | VON MALLINCKRODT, Herbord (I44567)
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| 678 | Anmerkungen und LiteraturBibliografie B. Koerner / H. Scheele, Pommersches Geschlechterbuch 1 (DGB 40), Görlitz 1923, S. 456 | KAUERT, Johann Friedrich (I222)
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| 679 | Anmerkungen zum Vater (Conrad): 1413 Bürger allhier. Er war ein Mitgennoß der ordel [ordentlichen] Gesellschaft zur Katze in Constanz, und führte einen Stierkopf im Wappen (Gmünd.). Er hatte Haus, Reben, Wiesen u. Torggel an dem Eichhorn bei Peters Hausen, so er seinen beiden Söhnen zum Voraus vermachte, und gab jedem seiner Kinder 1400 lb Heller Heirathsgut, und seine übrigen Mittel sollten alle Kinder zu gleichen Theilen theilen. Quelle: Bürgerbuch 1970 der Ortsbürger-Gemeinde St.Gallen Der Name deutet auf die Herkunft vom Hof Zollinchovun bei Landschlacht am Bodensee (837-1396 urkundlich erwähnt und vermutlich identisch mit dem heutigen Weiler Seedorf). In Konstanz taucht 1324 ein Hans Zollikover auf, der dort ein Haus an der Mordergasse besitzt. 1389/90 sitzt ein Zollikoven im Rat der Stadt Konstanz, vielleicht Vater des 1419 erwähnten Konrad, 1365-1443, des Stammvaters des Geschlechtes [in St.Gallen]. Seines Zeichens Metzger, Zunftmeister und Ratsherr, trieb er auch Handel mit Vieh, Häuten, Leinwand und war massgeblich an den Konstanzer Zunftaufständen beteiligt. Von seinen beiden Söhnen ist Hans, 1395 bis etwa 1470, seit 1432 und Jos, 1398 bis etwa 1476, seit 1457 in St.Gallen nachgewiesen. Beide gelangten in den Rat und wurden 1466 in die Notensteiner-Innung aufgenommen, in der die Familie ständig bis 1798 inkorporiert war. Die Gesellschaft Zur Katz war eine Vereinigung einflussreicher Familien in Konstanz, die bald nach 1342 gegründet wurde; das genaue Gründungsdatum ist nicht bekannt, jedoch 1351 wurden die Mitglieder in den Steuerlisten der Stadt aufgeführt. Sie diente vordergründig der Geselligkeit, hatte jedoch in erster Linie politische und wirtschaftliche Funktionen und ähnelte darin den politischen Zünften des ausgehenden Mittelalters. Zunächst bestand sie als reine „Geschlechtergesellschaft“, als Vereinigung der Familien, die im Groß- und Fernhandel mit Leinwand zu Reichtum und Ansehen gelangt und bereits in den Stadtadel aufgestiegen waren. Die bürgerlichen Leinwandhändler gehörten hingegen der Krämerzunft an und waren Mitglieder der Gesellschaft Zum Rosgarten. https://de.wikipedia.org/wiki/Zur_Katz_(Konstanz) | ZOLLIKOFER VON CONSTANZ, Conrad (I6056)
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| 680 | Anna Catharina vom Büchel, auch Buchel (* 23. Februar 1698 in Elberfeld; † 13. November 1743 in Ronsdorf, beide heute Stadtteile von Wuppertal), war Zionitin und wurde von ihren Anhängern als Prophetin und Zionsmutter verehrt. Leben Anna Catharina vom Büchels Großvater zog um 1660 vom Hof Büchel bei Remscheid in das vorindustrielle Elberfeld. Seine Enkelin Anna Catharina war die Tochter eines Bäckers. Seit etwa 1722 hatte sie Verzückungen und Gesichte. Ab 1726 hielt sie in Elberfeld regelmäßig pietistische Erbauungsstunden ab, die von der reformierten Kirche zunächst geduldet wurden. Sie war als Dienstmädchen im Hause der Familie Bolckhaus angestellt, wo sie vermutlich erstmals ihren späteren Ehemann Elias Eller antraf, einen wichtigen Vertreter des späten Radikalpietismus. Dieser soll ihr in privaten Erbauungsstunden die Offenbarung des Johannes Offb 21,1–2 EU erklärt haben, die besagt, dass bei der Apokalypse, dem Jüngsten Gericht und dem Endkampf zwischen Gott und dem Teufel Gott als Sieger hervorgehen wird. Daraufhin werden die Erde und der Himmel erneuert und eine Stadt wird aus dem Himmel herabfahren: das neue Jerusalem. Büchel zeigte sich hiervon besonders inspiriert. Ab spätestens 1726 verkündete sie, dass sie berufen sei, mit Elias Eller (1690–1750) einen neuen Heiland zu zeugen. Zunächst beschlossen ihre Anhänger, innerhalb einer von Eller mitgetragenen Philadelphischen Societät als Pietistische Gesellschaft oder Konventikel, ähnlich wie zuvor Jane Leade in England, das geistlich-religiöse Leben zu befruchten. In dieser Elberfelder Sozietät trat Büchel als Prophetin bald regelmäßig auf und konnte schnell eine feste Gruppe von Anhängern um sich sammeln. Schon im ersten Jahr ihrer Prophezeiungen wurden fünfzig Haushalte zu der Bewegung gezählt. Die Offenbarungen Annas wurden von Eller in einem Buch aufgezeichnet, das den Namen Ronsdorfer Hirtentasche trägt. Die Anhänger wurden in ein Verzeichnis aufgenommen und als Versiegelte bezeichnet. Dieses Verzeichnis war ein Teil der Hirtentasche und ist erhalten.[1] Herausragende Anhänger waren reformierte Theologen wie Daniel Schleyermacher (1695–1776)[2] und Peter Wülffing (1701–1776) aus Solingen. Die Prophetin Anna vom Büchel wurde von ihren Anhängern Mutter Zion genannt, Elias Eller nannten sie Vater Zion. Daneben hatte sie weitere Ehrbezeichnungen wie Hütte Gottes bei den Menschen, Mutter Jerusalem oder Arche des Testaments. Kontinuierlich forderte Büchel zum Auszug aus Elberfeld auf, das sie mit Babel gleichsetzte. Möglicherweise hatte sie Kenntnisse von den in pietistischen Kreisen verbreiteten und beliebten, anonym verfassten prophetischen Wunderreden. Der Inhalt dieses Büchleins lässt sich summarisch auf zwei Punkte reduzieren: Babel muss untergehen Jerusalem muss aufgebaut werden Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie eine der Predigten des späteren Zioniten Peter Wülffing gehört hatte, der mehrmals in Elberfeld predigte. Diese Predigten waren von der Idee einer reinen, wahren, zionitischen Kirche durchdrungen, die sich von der Umgebung abzusondern habe. Unter anderem prophezeite Büchel, dass sie und Elias Eller das neue Zion aufbauen würden und dass ihnen ein Sohn geboren werde, der als neuer Messias die Welt beherrschen werde (siehe auch Offb 12,5 EU). Im Alter von 36 Jahren heiratete sie am 26. Januar 1734 Elias Eller, nachdem dieser sich 1727 von seiner ersten Frau Katharina Bolckhaus getrennt hatte und sich 1733 hatte scheiden lassen. Bereits 1727 hatte Eller angekündigt, Frau Büchel heiraten zu wollen. Am 4. Juli 1734 wurde der erste Sohn Benjamin geboren, der jedoch am 21. November 1735 überraschend verstarb. Im Juli 1736 gebar sie die Tochter Anna, die im August desselben Jahres verstarb. 1738 wurde am 1. Januar Sarah (gestorben 1770) und ein Jahr darauf am 6. Dezember Rahel geboren. 1737 begann der Aufbau einer eigenen Siedlung namens Ronsdorf. Die Führung des Auszuges aus Elberfeld nach Ronsdorf sollte unter Büchels und Ellers Anleitung geschehen; beide seien aus dem Stamme Juda, dem Geschlecht Davids, entsprossen, und beide würden nun das Tausendjährige Reich herbeiführen. Eller begann im Frühjahr ein Stück Wald zu roden, und noch im selben Jahr zogen die ersten Zioniten aus Elberfeld in die neue entstehende Siedlung, welche die Anhänger der philadelphischen Sozietät als das Himmlische Jerusalem ansahen. Im weiteren Verlauf des Aufbaus der Siedlung trat Anna vom Büchel in den Hintergrund; sie hielt zwar weiterhin Aussprachen und wurde als Prophetin verehrt, doch eine dominierende Rolle kann ihr anhand der Quellen nicht nachgewiesen werden. Sie lebte mit Eller in ihrem geräumigen neuen Haus, das als Stiftshütte bezeichnet wurde, und hielt dort ihre Versammlungen ab. Nach den Aufzeichnungen von Jakob Bolckhaus soll Anna vom Büchel am 13. November 1743 um drei Uhr morgens sanft entschlafen sein. So bezeugt es auch ein Protokoll, das, unterschrieben von 54 Gemeindemitgliedern, beim preußischen König Friedrich II. in Berlin eingereicht wurde. Nach anderen Quellen verstarb sie plötzlich in der Gaststätte des Johann Caspar Bosselmann oder wurde kurz nach einem Gastmahl ebenda gefunden. Die Umstände deuten auf einen Schlaganfall hin. Sonstiges In Ronsdorf ist eine Straße nach Elias Eller benannt. Feministische Theologinnen und Historikerinnen forderten eine Umbenennung der „Elias-Eller-Straße“ in eine „Anna-vom-Büchel-Straße“, um auf die zentrale Rolle ihrer Visionen in der Geschichte der Ronsdorfer Sekte und auf ihr Lebensschicksal aufmerksam zu machen. | VOM BÜCHEL, Anna Katharina (I48537)
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| 681 | Anna Dalassene war seit 1044 die Ehefrau des Domestikos der Scholen Johannes Komnenos und somit Schwägerin des Kaisers Isaak I. Als dieser 1059 abdankte, versuchte Anna vergeblich, ihren Ehemann als Nachfolger gegen Konstantin Dukas durchzusetzen. Nach Konstantins Tod unterstützte sie dessen Witwe Eudokia Makrembolitissa und den Usurpator Romanos Diogenes. 1072 wurde Anna zusammen mit ihren noch lebenden Söhnen auf die Prinzeninsel Prinkipo verbannt. Grund war der Vorwurf, sie hätten sich zusammen mit dem nach der Schlacht bei Manzikert abgesetzten Romanos gegen Michael VII. und dessen Onkel, den Kaisar Johannes Dukas, verschworen. Auf Veranlassung des neuen De-facto-Regenten Nikephoritzes kehrte Anna Dalassene 1073 nach Konstantinopel zurück. Bei Hofe nutzte sie in der Folgezeit ihren Einfluss auf Kaiserin Maria von Alanien, um die Mitglieder ihrer Sippe in führende Positionen zu bringen. Als die Komnenen sich 1081 gegen Kaiser Nikephoros III. erhoben, wurde Annas Sohn Alexios, der durch seine Ehe mit Irene Dukaina direkt mit der Kaiserdynastie der Dukai verbunden war, zum Basileus ausgerufen. Anna Dalassene erwies sich als tatkräftige Unterstützerin ihres Sohnes, der sie zum Dank mit der Würde einer Augusta auszeichnete. In der byzantinischen Hofhierarchie konkurrierte sie mit dessen Adoptivmutter Maria von Alanien sowie ihrer Schwiegertochter Irene Dukaina um Macht und Einfluss, wobei sie unter anderem die Erziehung ihrer Enkelin Anna Komnena vollständig an sich zog. Als Alexios I. unmittelbar nach seinem Herrschaftsantritt gegen die Normannen, die unter Robert Guiskard in das Thema Dyrrhachion eingefallen waren, ins Feld zog, fungierte seine Mutter in seiner Abwesenheit als Regentin, ebenso 1094 und 1095 während der Kriege gegen den Serbenfürsten Vukan und die Kumanen unter dem Prätendenten Pseudo-Diogenes. An ihrem Lebensende ging Anna Dalassene als Nonne in das von ihr gegründete Kloster Christos Pantepoptes in Konstantinopel. | DALASSENE, Anna (I39101)
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| 682 | ANNA REINHART wurde um 1484 als Tochter des Zürcher Wirteehepaares OSWALD und ELISABETH REINHART geboren. Sie soll «ein überus schön mentsch gewesen syn». 1504 heiratete sie den Junker HANS MEYER VON KNONAU gegen den Willen seines Vaters, der seinen Sohn enterbte. Der jungen Familie entsprossen drei Kinder: MARGARETHA (* 1505), AGATHE (* 1507) und GEROLD (* 1509). Nach 13 Jahren Ehe starb ihr erster Mann 1517, nachdem er auf einem Kriegszug verwundet worden war. Ihr Sohn GEROLD wurde 1512 von der Familie von Knonau aufgenommen. Sie wohnte weiterhin im «Höfli», unweit vom Zürcher Grossmünster. Seit 1522 lebte sie mit dem Leutpriester ULRICH ZWINGLI in geheimer Ehe zusammen, den sie 1519 nach dessen Pest-Erkrankung gepflegt hatte. Dies war wohl mit ein Grund, dass ZWINGLI mit etlichen anderen Mitunterzeichnern 1522 eine Bittschrift an den Bischof von Konstanz schrieb, damit er vom Zölibat befreit werde. Offiziell wurde die Ehe am 2. April 1524 geschlossen, kurz vor der Geburt ihres gemeinsamen Kindes REGULA (* 31. Juli 1524). Weitere Kinder folgten: WILHELM (* 29. Januar 1526), HULDRICH (* 6. Januar 1528) und ANNA (* 4. Mai 1530, gestorben im selben Jahr). Sieben Jahre nach der öffentlich geschlossenen Ehe wurde ANNA erneut Witwe. Ihr Mann starb am 11. Oktober 1531 in der zweiten Schlacht bei Kappel. Mit ihm verlor sie auch ihren ersten Sohn GEROLD, ANTON WIRZ, den Mann der ältesten Tochter MARGARETHA, ihren Bruder BERNHARD, sowie einen Schwager. ANNA und zwei ihrer Kinder fanden nach diesem Verlust Aufnahme bei ZWINGLIS Nachfolger HEINRICH BULLINGER. BULLINGER (am * 18. Juli 1504 in Bremgarten, Aargau; † 17. September 1575 in Zürich) war ein Schweizer Reformator und während 44 Jahren Antistes der Zürcher reformierten Kirche. Er war einer der führenden Theologen des Protestantismus im 16. Jahrhundert, hielt zahlreiche Predigten, schrieb 124 Werke und sein Briefwechsel umfasste über 12 000 Briefe. Er verfasste auch das Zweite Helvetische Bekenntnis, das von den Reformierten in Schottland, Ungarn, Polen, Österreich, Rumänien, Böhmen und der Slowakei als Glaubensbekenntnis übernommen wurde. ANNA REINHART starb im Winter 1538. Während das Leben und Werk ULRICH ZWINGLIS ganze Bibliotheken füllt, ist über seine Ehefrau nur wenig bekannt. Mehrere Jahre lang hielt ZWINGLI seine Beziehung zur Witwe des vornehmen Junkers HANS MEYER VON KNONAU geheim, ehe die beiden 1524 den Bund der Ehe schlossen. ZWINGLI war damals vierzig Jahre alt, seine Braut dreiundreissig, Mutter dreier Kinder und mit REGULA, ZWINGLIS erster Tochter, erneut schwanger. ANNA ZWINGLI, geborene REINHARDT, darf als für ihre Zeit durchaus emanzipierte Frau betrachtet werden, auch wenn sie sehr darauf bedacht war nicht aufzufallen. Bereits im zarten Alter von 16 Jahren in die reiche Familie MEYER eingeheiratet, sollen ihr materielle Werte nie viel bedeutet haben. Nach 13 Jahren Ehe verstarb ihr erster Mann, und seine Familie sorgte dafür, dass das Erbvermögen an die drei noch minderjährigen Kinder überging. Als treu sorgende Mutter war ANNA REINHARDT im Höfli beim Zürcher Grossmünster lediglich noch geduldet. Die junge Witwe muss dem neuen Leutpriester ULRICH ZWINGLI, der Anfang 1519 im Haus nebenan einzog, sogleich aufgefallen sein. Als Lateinlehrer ihres ältesten Sohnes GEROLD fand ZWINGLI bald Gelegenheit, seine Nachbarin näher kennen zu lernen. Seine fortschrittlichen Ansichten in kirchlichen wie gesellschaftspolitischen Fragen werden ihr wohl imponiert haben. Als ZWINGLI im September 1519 an der Pest erkrankte und wochenlang zwischen Leben und Tod schwebte, war es ANNA REINHARDT, die ungeachtet der eigenen Ansteckungsgefahr an seinem Krankenbett sass und ihn mit dem Nötigsten versorgte. ZWINGLI überlebte, und im Frühling darauf beschlossen die beiden zu heiraten, sobald die Kirchenobrigkeit dies erlaubte und die damals heftig umstrittenen Zölibatsvorschriften lockerte. ZWINGLI machte publik, dass das Eheverbot für Priester nicht aus der Bibel abgeleitet werden könne. Er schrieb an die Tagsatzung und den Bischof von Konstanz und flehte ihn förmlich an, den "Priestern, die Brunst leiden", das Heiraten zu gestatten. Die "wilde Ehe" muss auch für seine Braut mit etlichen Unannehmlichkeiten verbunden gewesen sein. Kritiker vom linken Flügel der Reformationsbewegung warfen dem Paar mangelnden Mut vor, weil sie nicht offen zu ihrer Beziehung standen. Vor allem aber hatte ANNA REINHARDT den Zorn der einflussreichen Familie MEYER ihres verstorbenen Gatten zu fürchten. Für ZWINGLI war die Eheschliessung sicherlich auch ein politischer Akt. Die öffentliche Hochzeit am 2. April 1524 im Grossmünster führte zu einer Spaltung zwischen den Altgläubigen und den Reformierten und machte eine Neuregelung des Zivil- und Eherechts in Zürich notwendig. Es scheint aber dennoch mehr als eine reine Zweckheirat gewesen zu sein. "Nüt ist kostlicher dann d'Lieby", soll ZWINGLI von seinem neuen Familienglück geschwärmt haben. ANNA ZWINGLI-REINHARDT gebar kurz nacheinander vier Kinder und besorgte den Haushalt ihres umtriebigen Gatten. Sie zogen in das Haus an der Kirchgasse, das noch heute den Namen "Helferei" trägt. Ganz in diesem Sinne beherbergten sie dort Freunde und Glaubensgenossen sowie zahlreiche Studenten und Bedürftige. ANNA ZWINGLI vertrat gewissermassen den weniger Aufsehen erregenden weiblichen Teil der reformatorischen Vorstellungen ihres Ehemannes. Obwohl aus reichem Hause stammend, trug sie ihren besseren Stand nicht zur Schau, sondern kleidete und gab sich wie die Frauen gewöhnlicher Leute. Sie erzog auch die Kinder ganz danach, und es ist anzunehmen, dass sie dies nicht aus Unterwerfung, sondern aus eigener Überzeugung tat. 1531, sieben Jahre nach der offiziellen Eheschliessung, wurde ANNA ZWINGLI zum zweiten Mal Witwe. ZWINGLIS Nachfolger HEINRICH BULLINGER nahm sich ihrer - bis zu ihrem Tod 1538 - an. | REINHARD, Anna (I1277)
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| 683 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I1982)
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| 684 | Anno 1533 hat er sich verehelichet mit Elßbeth Schmidhuserin von Hassenruty auß einem Dorf so nächst bey Sulgen im Turgaw ligt, sein Hochzeit hat er gehalten auf Zinstag vor St. Thomas Tag in gemeldtem Jahr und haben bey einander durch den Sägen Gottes gezeuget wie in beyligendem Stambaum zu sehen wie volgt. | SCHMIEDHAUSER, Elisabetha (I1227)
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| 685 | Anschluss an die Eltern nur vermutet F.W. Bauks, Die evangelischen Pfarrer in Westfalen, Bielefeld 1980, Nr. 7024 J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland IV, Bonn 2020, Nr. 14546 | SEFSKY, Emilia (I44440)
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| 686 | Anschlusstafel: Diergardt–Lindlar (PDF/JPG) Tafelindex: nur M. A. Deventer auf obiger Tafel http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Diergardt-Lindlar&ID=65588 http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=65588 Frank Heidermanns | DEVENTER, Mathilda Agnes (Mathilde) (I47510)
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| 687 | Ansegisel heiratete BEGGA, die Tochter des austrischen Hausmeiers PIPPIN DES ÄLTEREN, und führte damit Macht und Reichtum seiner Familie, der ARNULFINGER, und der Familie seiner Frau, der PIPPINIDEN, zusammen, nachdem die Bündnisse der beiden Gruppen in der Vergangenheit den merowingischen Königen bereits erhebliche Probleme und Nachteile eingebracht hatten. Ansegisel wurde um 662 den Titel eines domesticus erwähnt, wurde aber vor 679 von seinen Feinden erschlagen. Seine Grabstätte ist nicht bekannt. ANSEGISEL und BEGGA hatten einen Sohn, PIPPIN DEN MITTLEREN, der die Machtübernahme faktisch zu Ende führte, bevor sie von dessen Enkel, PIPPIN DEM JÜNGEREN, mit dem Königstitel auch nach außen dokumentiert wurde. Nach KARL MARTELL, dem Enkel von Ansegisel und Begga, wird die Familie dann KAROLINGER genannt. | VON METZ, Ansegil (I10774)
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| 688 | Antistes (lateinisch für Vorsteher; Plural Antistites) war schon in vorchristlicher Zeit die Bezeichnung für den Leiter einer Kultgemeinschaft. Es wurde später als Ehrentitel für Bischöfe, Äbte und den Papst benutzt. In den Schweizer Kantonen Zürich, Basel und Schaffhausen bezeichnete Antistes vom 16. bis 19. Jahrhundert das höchste Amt in den reformierten Kirchen. Der Ausdruck wurde erstmals 1525 gebraucht als inoffizieller Ehrentitel für Ulrich Zwingli in Zürich, dann 1530 für Johannes Oekolampad in Basel und 1532 für Heinrich Bullinger in Zürich. | GWALTHER, Rudolf (I3125)
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| 689 | Antistes (lateinisch für Vorsteher; Plural Antistites) war schon in vorchristlicher Zeit die Bezeichnung für den Leiter einer Kultgemeinschaft. Es wurde später als Ehrentitel für Bischöfe, Äbte und den Papst benutzt. In den Schweizer Kantonen Zürich, Basel und Schaffhausen bezeichnete Antistes vom 16. bis 19. Jahrhundert das höchste Amt in den reformierten Kirchen. Der Ausdruck wurde erstmals 1525 gebraucht als inoffizieller Ehrentitel für Ulrich Zwingli in Zürich, dann 1530 für Johannes Oekolampad in Basel und 1532 für Heinrich Bullinger in Zürich. | GWALTER, Rudolf (I48915)
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| 690 | Anton wurde als dritter und jüngster Sohn von Georg Fugger und seiner Frau Regina Imhof 1493 in Augsburg geboren. 1525 übernahm er das Handelsimperium der Fugger von seinem kinderlosen Onkel, Jakob „dem Reichen“, zusammen mit seinem Bruder Raymund und seinem Cousin Hieronimus. Anton Fugger war neben Jakob Fugger das bedeutendste Mitglied dieser Familie, die innerhalb weniger Generationen zur reichsten Familie der damaligen Welt geworden war. Im Jahre 1527 heiratete Anton Fugger die Augsburger Patriziertochter Anna Rehlinger (vgl. von Rehlingen). Aus der Ehe gingen vier Söhne und sechs Töchter hervor. 1530 wurde er von Karl V. zum Reichsgrafen erhoben. Zwei Jahre später erkannten ihn Raymund und Hieronimus als Oberhaupt der Firma an. In der Folge dehnte er den Handel der Fugger bis nach Buenos Aires, Mexiko und Westindien aus. Er unterstützte die Kaiser Karl V. und Ferdinand I. und galt als „Fürst der Kaufleute“. Seine Geschäfte führte er dabei nach dem Wahlspruch „Stillschweigen stehet wohl an!“. Zu einer seiner größten Leistungen zählte die Weichenstellung für die Zukunft des „Fuggerschen Namens und Stammes“. So veränderte er die wirtschaftlichen Grundlagen mit einem stark vergrößerten Grund- und Herrschaftsbesitz. Schließlich bereitete er die kommende soziale Rolle der Familie durch gezieltes Heiraten seiner Söhne und Töchter mit dem Landadel vor. Er fundamentierte somit den Einfluss und vermehrte Reichtum und Ansehen der Familie Fugger. Fugger wirkte zudem als Mäzen, etwa für den Humanisten und Herausgeber Georg von Logau, der ihm im Februar 1534 in einer Sammlung von Jagdgedichten die erste Halieutica-Ausgabe des Ovid[1] widmete.[2] | FUGGER, Anton (I46337)
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| 691 | Anund war der Sohn König Olofs III. und dessen Frau Estrid († 1035), Tochter eines slawischen Obodritenfürsten. Bei seiner Taufe ungefähr zwischen 1007 und 1009 in Husaby oder Skara erhielt er den Namen Jakob. Ab 1019 agierte er als Mitregent neben seinem Vater. Nach dessen Tod wurde er 1022 König von Schweden. Ab etwa 1030 ließ er in Sigtuna Münzen prägen. In einem Bündnis mit seinem Schwager König Olav dem Heiligen von Norwegen kämpfte Anund um 1026 bei Helgeå in Schonen gegen König Knut den Großen von England und Dänemark. Die beiden verloren den Kampf. Als Olav der Heilige 1030 aus dem Exil in Nowgorod zurückkehrte, unterstützte ihn Anund mit 400 Kämpfern. Anund erhielt den Beinamen „Kolbränna“ (Köhler), da er die Häuser von Gesetzesbrechern niederbrennen ließ. Im Jahr 1047 gewährte er dem vertriebenen König Sven Estridsson von Dänemark Zuflucht an seinem Hof. Dieser lieferte später Adam von Bremen erste Berichte über Schweden. Anund Jakob war verheiratet mit einer Gunhild († nach 1050). Er starb 1050 eines natürlichen Todes. Von ihm sind keine Kinder bekannt. | ANUND, Jakob (I37702)
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| 692 | Apotheker, bekannt als Stifter der Elendenherberge auf dem Petersberg (sein Bruder Junker Konrad zem Haupt, alias Morhardt, war seit 1392 Basler Bürger, Ratsherr und zünftig zuerst bei Safran, dann bei Achtburgern. d.h. er gehörte zur hohen Stube. | ZUM HAUPT, Ottmann (I35396)
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| 693 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2973)
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| 694 | April 1516 Schaffhausen, 1.2.1579 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Alexander (->). 1) 1540 Dorothea May, Tochter des Glado May, 2) seine Dienstmagd, 3) Salomea Peyer, Tochter des Martinus Peyer. 1526 ging S. zur kaufmänn. Ausbildung nach Lyon. 1549-57 hatte er das Solothurner Münzrecht in Pacht, 1550 bis ca. 1561 die Münzrechte von Schaffhausen und Bern. In Lyon besass S. eine Niederlassung, eine Art Bank, die den franz. Hof mit Geld versorgte und franz. Pensionen in die Eidgenossenschaft brachte. Als Bankier und Berater der franz. Könige erwarb er sich deren Vertrauen. Er war königl. Rat und Kämmerer unter den Kg. Franz I., Heinrich II., Karl IX. und Caterina de' Medici. 1555 organisierte er mit dem berühmten grand parti, einem grossen Darlehen an die franz. Krone, die erste bekannte Subskriptionsanleihe der europ. Geschichte, die 1557 durch den franz. Staatsbankrott ein unrühml. Ende fand. 1560 verlieh ihm Kg. Franz II. einen Adelsbrief. Nach dem Kauf der Gerichtsherrschaft Neunforn 1554 besass S. drei Wohnsitze (Schaffhausen, Bern, Neunforn) und nannte sich fortan "von Neu(n)forn". 1574 gründete er mit seinen Vettern Jakob und Martin S. sowie Hans Bonenberg und Stephan Spleiss die erste grosse Handelsgesellschaft Schaffhausens, die v.a. mit Salz, aber auch mit Wein, Schmalz, Korn, Kupfer u.a. handelte. 1578 trat er wieder aus der Gesellschaft aus. 1545-70 verachtfachte sich sein Vermögen und er wurde zum reichsten Schaffhauser seiner Zeit. | STOCKAR, Benedikt (I19167)
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| 695 | AQUITANIEN (französisch Aquitaine [akiˈtɛn], okzitanisch Aquitània [akiˈtanjɒ], baskisch Akitania, saintongeais Aguiéne) war eine Provinz und eine Region im Südwesten Frankreichs, die aus den Départements Dordogne, Gironde, Landes, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Atlantiques bestand. LA CROIX-SUR-ROUDOULE ist eine französische Gemeinde in den französischen Seealpen. Sie gehört zur Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, zum Département Alpes-Maritimes, zum Arrondissement Nizza und zum Kanton Vence. Die Bewohner nennen sich Crouzencs. | PERONNE, Michel \ Michèle (I856)
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| 696 | Arbeitete 1461 und 1465 mit seinem Bruder Gotthard auf dem väterlichen Hammer (im heutigen Buschhütten). Danach pachteten die beiden Brüder einen neu errichten Hammer bei Buschhütten, den sie bald verließen, sie behielten sich aber das Erbrecht vor. Er heiratete n.n. , Heirat ca. 1450. | BUSCH, Henne Pusch (I1467)
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| 697 | Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet um Eptingen bereits im 7. Jahrhundert bevölkert war. Die eigentliche Besiedlung fand aber im frühen Mittelalter statt. 1145 wurde der Ort als "Ebittingen", 1189 als "Etingen" und 1194 als "Eptinwin" erwähnt. Die Vorherrschaft lag beim Bischof von Basel, der das Dorf als Lehen an die Herren von Eptingen gab. 1487 wurde es durch die Stadt Basel aufgekauft. 1803 gelangte Eptingen zum Bezirk Waldenburg. Artikel A-Z Multimedia Orte & Räume Familien Personen Themen Toggle navigation de MENU SCHLIESSEN Themen Personen Familien Orte & Räume Multimedia Artikel A-Z Dossiers Lexikon Unternehmen HLS-Info Newsletter Nutzungshinweise Datenschutz Hilfe Kontakt / Impressum Weitere Dienstleistungen Lexikon Istoric Retic (LIR) Ortsnamenlexikon Familiennamenbuch der Schweiz de fr it vonEptingen Version vom: 14.11.2005 Autorin/Autor: Marcel Clémence Vom Ende des 12. Jh. an bezeugtes Basler Rittergeschlecht, das sich nach seinen Burgen bei E. im oberen Baselbiet benannte. Als frühester Vertreter gilt Gottfried, der 1189 in einer als Fälschung geltenden Schenkungsurkunde für das Kloster Schöntal als Zeuge erwähnt wird. In der 1. Hälfte des 13. Jh. teilte sich das Geschlecht in zwei Linien, die sich durch ihren Bei- und Zunamen unterschieden. Die erste nannte sich nach der Burg Blochmont (oberhalb von Kiffis, Elsass), einem Lehen der Gf. von Pfirt. Die zweite, die sog. Madelner Linie, hatte ihren Namen von der Burg Madeln (oberhalb von Pratteln), einem habsburg. Lehen. Ab der 2. Hälfte des 14. Jh. wurde sie nach ihren Pratteler Besitzungen benannt. Bis zur Mitte des 15. Jh. konnten die E. ihren Lehensbesitz vergrössern. Er konzentrierte sich auf den südl. Sundgau, das untere und obere Baselbiet und das Fricktal. Neben dem Bf. von Basel erscheinen auch die Gf. von Pfirt und nach deren Aussterben die Habsburger als Lehensherren. Die E. heirateten in andere Adelsgeschlechter und in Basler Bürgerfamilien ein. Zu den meisten Basler Klöstern und Kirchen unterhielten sie enge Beziehungen. Am stärksten förderten sie das Kloster Olsberg, das zu einer bevorzugten Begräbnisstätte der Fam. wurde. Als Lehensleute des Basler Bischofs blieben die E. nach der Reformation beim alten Glauben. Seit dem frühen 16. Jh. hielt sich die Fam. v.a. auf ihren sundgauischen Besitzungen auf, die während der Franz. Revolution teilweise verloren gingen. In der Pratteler Linie machte sich im 15. Jh. Götz Heinrich (um 1478) einen Namen. Er war Herr zu Blotzheim und Hagental und sass 1435-40 im Basler Rat. Hans Bernhard (1484) war 1468-69 ebenfalls Mitglied des Basler Rates. Er war in langjährige Streitigkeiten mit der Stadt Basel verwickelt und kämpfte wie Götz Heinrich gegen wachsende soziale Spannungen in seinem Herrschaftsgebiet. Hans Bernhards Sohn Hans Friedrich (1541) musste Pratteln 1521 aus finanziellen Gründen an die Stadt Basel verkaufen. Der Pratteler Zweig erlosch in männl. Linie bereits im 16. Jh. mit Hans Friedrichs Sohn Martin. Zur Blochmonter Linie gehörte der mehrfache Basler Bürgermeiser Johann Puliant (->). Sein Enkel Konrad (1427) war 1411-27 Ratsmitglied und häufig Vorsitzender des Siebnerkollegiums, ab 1414 mit seinen Brüdern Hans Thüring (um 1439) und Heinrich (um 1419), der das bischöfl. Marschalkenamt innehatte. Die Blochmonter Linie erlosch 1854. Spätere Vertreter der Fam. waren Maria Franziska (->), Karl Joseph Ludwig (1713-94), der letzte bischöfl. Hofmarschall, sowie dessen Bruder Johann Baptist (->). Maria Anna Anastasia (1796), die Schwester der beiden Letztgenannten, war ab 1763 Äbtissin des Stiftes Schänis. | EPTINGEN, N. (I25342)
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| 698 | Archiv | VON DIESBACH, Peter (I21261)
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| 699 | Aribo oder Eribo war der älteste Sohn des Pfalzgrafen Hartwig II. von Bayern und der Friderun, Tochter des Grafen Reding/Reting und der Immedingerin Glismod. Sein Vater starb 1027, als er noch ein kleines Kind war, sein Bruder Boto oder Poto kam gar erst nach des Vaters Tod zur Welt.[1] Die Mutter Friderun wurde möglicherweise bald nach Hartwigs II. Tod in ein Kloster gesteckt. Hartwig II. wiederum war der Sohn Pfalzgraf Aribos I., des Gründers der Klöster Seeon und Göss. Aribo wurde schon 1041, also noch recht jugendlich, als Pfalzgraf und Graf des unteren Salzburggaus genannt. Er und Boto hatten Besitzungen u. a. in Kärnten, in der Steiermark, im Salzburggau, im Freisinger Raum, um Regensburg und im Nordgau. Er selbst kommt als Namensgeber in Frage u. a. für Arndorf bei St. Ruprecht/Raab, für Erbendorf (Landkreis Tirschenreuth, Opf.), vielleicht auch für Ermreuth (Markt Neunkirchen a.B., Lkr. Forchheim, Ofr.) und Ermreus (Gde. Kunreuth, Lkr. Forchheim, Ofr.). 1053 schlossen sich Aribo und Boto dem Aufstand Herzog Konrads von Bayern und Herzog Welfs von Kärnten gegen Kaiser Heinrich III. an. 1055 wurde Aribo wegen Hochverrats abgesetzt und gemeinsam mit Boto geächtet. Beide verloren ihre Reichslehen und Teile ihrer Eigengüter. Boto heiratete kurz darauf Judith, eine Schweinfurter Erbin, die Witwe des verstorbenen bayerischen Herzogs, und kam durch sie zu Besitzungen im Franken. Zumindest nennt er sich ab dieser Zeit Boto von Pottenstein. Aribo tauchte nach seiner Absetzung erstmals wieder im Jahr 1059 in den Urkunden auf, als Zeuge einer Bamberger Bistumssynode unter dem Namen "Erbo de Wizenaha". Um 1070 gründeten die beiden Brüder das Stift Millstatt in Kärnten. Zu dieser Zeit war Aribo vermutlich mit einer Liutkard verheiratet. Ob aus dieser Ehe ein Sohn Hartwig hervorging, ist ungewiss; zumindest scheint dieser vor ihm gestorben zu sein. Vermutlich in zweiter Ehe war Aribo mit einer Willa unbekannter Herkunft verheiratet und gründete mit ihr Kloster Weißenohe. Diese Ehe scheint kinderlos geblieben zu sein, denn die Gründungsbestätigung durch Papst Paschalis II. aus dem Jahr 1109 erwähnt neben dem Stifterpaar nur eine Nichte Hadamoth oder Hadimuoth. Obwohl Aribo nach seiner Absetzung in vielerlei Funktionen und mit unterschiedlichen Titeln in den Urkunden auftaucht, hat er die Pfalzgrafenwürde nicht mehr zurückerhalten. Er starb hochbetagt 1102 und wurde im Familienkloster Seeon begraben. Mit dem Tod seines Bruders Boto 1104 stirbt die pfalzgräfliche Linie der Aribonen aus. | (BAYERN), Aribo II. (I37435)
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| 700 | Arnold I. von Scheyern war der jüngste Sohn von Otto I. von Scheyern und Haziga von Dissen und Bruder von Bernhard I. von Scheyern, Otto II. von Scheyern und Ekkehard I. von Scheyern. Er soll nach dem Bruder seiner Mutter benannt worden sein und begründete den Nebenzweig der Grafen von Scheyern-Dachau(-Valley). Um 1078 wurde er Graf von Scheyern. Ab 1104 besaß er die Grafschaft Dachau und nannte sich fortan Graf von Dachau. Seine Witwe erteilte 1123 die Zustimmung zur Verlegung des Klosters Eisenhofen, das der Bruder von Arnold I., Otto II. von Scheyern gestiftet hatte. Bei der Stiftung der Stammburg Scheyern als Kloster, welche eine Bestätigungsurkunde aus dem Jahre 1123 erhielt, war die Witwe als Anteilseignerin mit ihren beiden Söhnen Konrad I. und Otto I. anwesend. Das Kloster Scheyern, korrekt benannt Kloster Bayrischzell-Fischbachau-Petersberg/Eisenhofen-Scheyern, ist eine Benediktinerabtei (Abtei Mariä Himmelfahrt und zum Heiligen Kreuz) in Scheyern in Oberbayern. Es liegt im Erzbistum München und Freising und gehört der Bayerischen Benediktinerkongregation an. Ihren Anfang nimmt die Geschichte des Klosters im heutigen Bayrischzell. Gräfin Haziga, die spätere Frau des Grafen Otto I. von Scheyern, und ihr erster Mann, Graf Hermann von Kastl, ließen dort Gebiete roden und unterstützten die Gründung einer Mönchszelle 1077. Die Zelle wurde von Mönchen aus dem an der cluniazensischen Kirchenreformbewegung orientierten Kloster Hirsau im Schwarzwald besiedelt und wechselte 1087 ins nahe gelegene Fischbachau, das Haziga vom Freisinger Bischof ertauscht hatte. 1095 wurde die Zelle in Fischbachau päpstlich bestätigt. Der zunehmende Platzmangel und die fehlenden Möglichkeiten, Besitz zur Existenzsicherung zu erwerben, führten im Zeitraum zwischen 1102 und 1107 zum Umzug auf den Petersberg bei Dachau, wo Haziga, ihre Söhne Bernhard, Ekkehard und Otto sowie Graf Berthold von Burgeck großzügig Besitzungen an das Kloster übergaben. 1102 wurde das Kloster zur Abtei erhoben und unter päpstlichen Schutz gestellt. Das bedeutete das Recht der freien Abtwahl und eigentlich auch die Vogtfreiheit. Jedoch trat ab 1107 Otto von Scheyern als alleiniger Schutzvogt des Klosters auf und übte dadurch einen bedeutenden Einfluss auf die inneren Belange der Abtei aus. Nach Scheyern zogen die Mönche 1119, nachdem Graf Otto V. von Scheyern als neuer Graf von Wittelsbach in die Burg Wittelsbach umgezogen und ihnen die nunmehr ungenutzte Burg Scheyern als sein Hauskloster mit Grablege bestimmt und zugewiesen hatte. Ausschlaggebend für den Umzug vom Petersberg bei Eisenhofen nach Scheyern waren für das Kloster die besseren natürlichen Gegebenheiten für eine Bewirtschaftung, unter anderem die Errichtung eines eigenen Brauereibetriebes, und der Wunsch des Grafen von Scheyern nach einem Hauskloster in einem Bereich, in dem er eine stärkere Position innehatte als im Gebiet um Eisenhofen. Wieder schenkte die Gründerdynastie (neben ihrer alten Stammburg) beträchtliche Güter an ihr Hauskloster, das bis 1252 als Familiengrabstätte diente.[5] Der Wittelsbacher Einfluss ging erst mit der Verleihung der niederen Gerichtsbarkeit durch Ludwig den Bayern im Jahr 1315 und dem damit verbundenen Ende der Vogtherrschaft merklich zurück. Im 13. Jahrhundert war das Kloster für seine Malschule und sein Skriptorium bekannt. Am 15. November 1802 kam das Kloster in landesherrliche Verwaltung, am 21. März 1803 wurde es im Zuge der Säkularisation aufgehoben. Die Gebäude wurden verkauft und wechselten in kurzer Zeit mehrfach den Besitzer. Am 20. September 1838 wurde das Kloster von König Ludwig I. von Bayern als Propstei wiedererrichtet und am 18. März 1842 zur Abtei erhoben. 1876 bis 1878 wurde die Stifts- und Pfarrkirche Heilig Kreuz und Mariä Himmelfahrt reromanisiert. | VON SCHEYERN, Arnold I. (I35951)
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