Strauss Genealogie


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751 auf Wellenberg 1385, auf Alt-Landenberg 1407, wird 05.09.1407 Bürger in Zürich, 1414 auf dem Konzil zu Konstanz; ihm, seinem diener verpfändet kaiser siegmund 1415 die Vogtei Frauenfeld; er wurde in Zürich am 09.06.1431 wegen Sodomiterei verbrannt VON HOHENLANDENBERG, Hermann I. , gen. ´Bick` (I23819)
 
752 aufe lt. KB Heiliggeistkirche. Jurastudium in Heidelberg 1708 (Matrikel der Universität Heidelberg am 4.10.1708, "Heidelbergensis"). Ledig gestorben. Leichenpredigt in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen in Göttingen, Signatur 2° V.VII. 8. DE SPINA, Prof. Dr. jur. Prof. Dr. jur. Friedrich Peter (I2266)
 
753 Aufgebot 27.09.1835 Hagen HAMMERSCHMIDT, Benjamin Gustav (I6231)
 
754 Aufgrund des von seinem Vater hinterlassenen Erbes, vor allem im Radenzgau und im Raum Schweinfurt, war Otto einer der mächtigsten Feudalherren in Ostfranken. Er war 1014 Graf an der unteren Altmühl (Kelsgau), 1024–1031 Markgraf im Nordgau, 1034 Graf an der unteren Naab. Er nahm an den Feldzügen gegen Böhmen (1040 Niederlage bei Cham), Ungarn und Polen teil und wurde 1048, nach dem Tod Herzog Ottos II. von Schwaben 1047, von König Heinrich III. zu dessen Nachfolger gemacht. Allerdings setzte er – als loyaler Gefolgsmann seines Königs – in den neun Jahren seiner Tätigkeit keine spürbaren Akzente. In der Schlacht bei Biwanka erlitt er eine Niederlage.

Otto verlobte sich im Auftrag Heinrichs 1035 mit Mathilde, einer Tochter des polnischen Königs Boleslaw Chrobry aus dessen vierter Ehe mit Oda. Die Ehe kam aber nicht zustande, da die Verlobung im Jahr darauf wieder gelöst wurde. Stattdessen heiratete er – wieder aus reichspolitischen Gründen – Irmingard, † 1078 vor 29. April, eine Tochter des Markgrafen Ulrich Manfred von Turin (Manfred von Susa) aus der Familie der Arduine und der Berta degli Obertenghi, womit die Verbindungen der nördlichen und südlichen Reichsteile gestärkt werden sollte.  
VON SCHWABEN \ VON SCHWEINFURT, Otto III. (I18195)
 
755 Aufgrund des von seinem Vater hinterlassenen Erbes, vor allem im Radenzgau und im Raum Schweinfurt, war Otto einer der mächtigsten Feudalherren in Ostfranken. Er war 1014 Graf an der unteren Altmühl (Kelsgau), 1024–1031 Markgraf im Nordgau, 1034 Graf an der unteren Naab. Er nahm an den Feldzügen gegen Böhmen (1040 Niederlage bei Cham), Ungarn und Polen teil und wurde 1048, nach dem Tod Herzog Ottos II. von Schwaben 1047, von König Heinrich III. zu dessen Nachfolger gemacht. Allerdings setzte er – als loyaler Gefolgsmann seines Königs – in den neun Jahren seiner Tätigkeit keine spürbaren Akzente. In der Schlacht bei Biwanka erlitt er eine Niederlage.  VON SCHWABEN, Otto (I36070)
 
756 Aufgrund einer zweifach transsumptierten Urkunde vom 21. Februar 902 die im Jahre 1186 durch Albrecht III. ausgestellt wird, bestätigt er die an das Kloster St. Trudpert gemachten Schenkungen seiner Vorfahren, den Grafen Liutfried, Othpert und Lampert.[1] →Etichonen

Gemäß der Urschrift hat Graf Othpert den hl. Trudpert in seinem Herrschaftsgebiet aufgenommen.  
VON HABSBURG, Albrecht III. (I35455)
 
757 Aufgrund seiner Beteiligung am Liudolfinischen Aufstand verlor er sein Herzogtum. Nach der Aussöhnung mit dem König fiel Konrad 955 als Anführer des fränkischen Aufgebots in der Schlacht auf dem Lechfeld. In der mittelalterlichen Geschichtsschreibung galt Konrad als Held. Die neuere Forschung sieht in ihm einen der ersten königlichen Amtsträger.
Konrad wird erstmals in einer am 12. Februar 940 in Kassel ausgestellten Urkunde Ottos I. als Graf Chuonrad erwähnt.[3] Darin schenkt Otto I. dem Bistum Speyer auf Bitten von dessen Bischof Amalrich und „unseres teuren Grafen“ (dilecti comitis nostri) Konrad Ländereien im fränkischen Ufgau. Der Titelzusatz dilectus drückte ein besonderes Wohlwollen des Urkundenausstellers gegenüber dem Bedachten aus.[4] Ein Jahr später gehörte Konrad zum engsten Gefolge des Königs.[5] Als Otto I. 941 von den Anschlagsplänen seines Bruders Heinrich I. erfuhr, der ihn anlässlich des Osterfestes in der Königspfalz in Quedlinburg ermorden wollte, zählte Konrad zu den Getreuen, mit denen sich der König zu seinem Schutz umgab. Auf den Rat Konrads hin bestrafte der König die Verschwörer mit dem Tode, während Heinrich bei Konrad in Ingelheim gefangengehalten wurde. Im Jahre 942 beteiligte sich Konrad am Zustandekommen des Friedens von Visé. Als Dank wurde ihm 944 die Herzogswürde verliehen. Durch die Vermählung mit Ottos I. Tochter Liutgard wurde seine Bindung zum Herrscherhaus 947 noch enger. 951 begleitete er Otto I. auf dessen erstem Zug nach Italien.  
VON LOTHRINGEN, Konrad ´der Rote` (I11043)
 
758 Aufgrund von Lebendeinträgen in den Verbrüderungsbüchern der Abtei Reichenau und des Klosters St. Gallen aus dem Jahr 929 kann Thiadrich erst danach verstorben sein. VON SACHSEN\RINGELHEIM, Thiadrich\Dietrich (I1965)
 
759 Aufstieg
Stilicho wurde im Imperium Romanum als Sohn eines romanisierten Vandalen und einer Römerin geboren. Bereits sein Vater hatte unter Valens im römischen Heer gedient und das römische Bürgerrecht besessen; Stilicho war also ungeachtet der Herkunft seines Vaters viel eher Römer als Germane. Er trat als sehr junger Mann in das römische Heer ein und machte in verschiedenen Funktionen im (ost-)römischen Staatsdienst unter Kaiser Theodosius I. (379 bis 395) schnell Karriere, unter anderem wohl als Kommandeur der Leibgarde (comes domesticorum). Im Jahr 383 nahm er bereits an einer römischen Gesandtschaft an den Hof des persischen Großkönigs Schapur III. teil. Aufgrund seiner guten Dienste erhielt Stilicho den Titel eines comes, stieg innerhalb von zwei Jahren zum magister militum auf und kämpfte offenbar erfolgreich gegen Bastarner und rebellische westgotische Söldner. 384 durfte er Serena, die Nichte und Pflegetochter des Kaisers Theodosius, heiraten, mit der er drei Kinder hatte, Eucherius, Maria und Thermantia.

Als der weströmische Kaiser Valentinian II. 392 unter rätselhaften Umständen (wahrscheinlich Selbstmord) starb und Theodosius die Ernennung eines Nachfolgers monatelang verzögerte, ließ der magister militum per Gallias Arbogast schließlich den Hofbeamten Eugenius durch das Heer zum Augustus des Westens ausrufen. Theodosius war aber nicht bereit, den dynastiefremden Kaiser anzuerkennen, sondern führte ihm 394 ein Heer entgegen, zu dem auch ein großes Kontingent westgotischer foederati (unter Alarich?) gehörte, das Arbogast und Eugenius im September 394 in der Schlacht am Frigidus besiegte. Die Elite der weströmischen Armee wurde dabei vernichtet, ebenso viele westgotische Söldner. Stilicho gehörte während der Schlacht zu den Heermeistern des Theodosius, war aber dem dienstälteren Heermeister Flavius Timasius unterstellt.[2]

Nach der Schlacht am Frigidus befanden sich die beiden Reichsteile faktisch zum letzten Mal in einer Hand. Theodosius hatte den 10-jährigen Honorius bereits zuvor zum Augustus des römischen Westens ernannt und setzte nun seinen jungen, aber bewährten magister militum Stilicho zum obersten Heermeister des geschlagenen Heeres des Westreiches ein. Seine Wahl fiel wohl deshalb auf Stilicho, weil dieser ihm erstens durch Heirat verwandt war und zweitens keinerlei Verbindungen zur fränkischen Führungsschicht des Westheeres besaß. Honorius wurde an den kaiserlichen Hof nach Mailand geholt, wo sein Vater fortan zu residieren gedachte. Als Theodosius aber bereits Tage nach der Ankunft seines Sohnes überraschend starb, war die neue Verwaltung noch nicht konstituiert. Stilicho musste schnell handeln und die Regentschaft auch ohne Zustimmung des nunmehrigen senior Augustus und Kaisers des römischen Ostens Arcadius und dessen mächtigen praefectus praetorio Rufinus an sich nehmen, um seine Machtstellung zu stabilisieren und vielleicht auch zu verhindern, dass das Heer einen eigenen Kandidaten aufstellte. Gegenüber dem Ostreich berief er sich dabei auf Theodosius’ angeblichen letzten Willen, der ihm beide Kaiser anvertraut habe. Es ist allerdings umstritten und unwahrscheinlich, dass Theodosius wirklich Stilicho mit der Vormundschaft über beide Söhne betraute, wie Stilichos Hofdichter Claudian erstmals im Januar 396 behauptete.[3] In der Leichenrede, in der der Bischof Ambrosius das Heer zur Treue gegen den Kindkaiser aufrief, wird Stilichos Name jedenfalls nicht genannt.[4] Höchstwahrscheinlich war der Anspruch Stilichos, Vormund auch des erwachsenen senior Augustus in Konstantinopel zu sein, eine bloße Fiktion, die dazu dienen sollte, einen Vorrang des westlichen Kaiserhofes im Gesamtreich zu begründen.[5]

Regent des Westreiches
Nach Theodosius’ Tod im Januar 395 beanspruchte Stilicho also die Stellung eines Vormunds und Reichsverwesers für dessen damals knapp elfjährigen Sohn Honorius, dem nach der faktischen Reichsteilung die westliche Reichshälfte zufiel. Auch Theodosius’ Tochter Galla Placidia stand unter seiner Obhut. Von Anfang an war seine Regentschaft durch zwei Faktoren geprägt: zum einen die Rivalität zwischen den beiden Kaiserhöfen in West und Ost, zum anderen die militärische Bedrohung durch die aufständischen foederati unter Alarich und einfallende barbarische Verbände. Stilicho, der eine illegitime Stellung beanspruchte, musste zudem versuchen, seine Position zu stabilisieren.

395–398: Militärische Siege und Spannungen mit Konstantinopel
Nach Übernahme der faktischen Macht im Westreich sicherte Stilicho demonstrativ die römische Rheingrenze und entließ die überwiegend westgotischen Krieger, die gerade in Niedermösien standen, ohne sie angemessen zu entlohnen. Dort aber meuterten die Krieger, die sich um ihren Lohn für die Beteiligung am Sieg über Eugenius betrogen fühlten, unter ihrem Anführer Alarich, den sie vielleicht zu ihrem rex ausriefen, und wandten sich gegen ihre ehemaligen Verbündeten und Arbeitgeber. Stilicho sah sich gezwungen, seine beiden Heere gegen die aufständischen Westgoten in Mösien und Makedonien einzusetzen. Der oströmische Hof um Arcadius und Rufinus war jedoch nicht gewillt, Stilicho als Regenten auch des Ostens anzuerkennen; daher sah man es als Bedrohung an, als Stilicho im Herbst 395 im Kampf gegen Alarichs Goten, die Konstantinopel belagerten, mit den vereinigten Heeren in das zur Osthälfte gehörende Illyricum einrückte, und forderte die Rückgabe des Ostheeres und Stilichos Abzug aus Illyrien. Stilicho musste schließlich nachgeben und die oströmischen Legionen, die besten Einheiten seines Heeres, abgeben. Alarich nutzte dieses Machtvakuum und verwüstete Griechenland. Rufinus wurde, mutmaßlich im Auftrag von Stilicho, von Gainas, dem Anführer der entlassenen oströmischen Truppen, in Konstantinopel ermordet.[6] Laut Claudian, von dem ein Schmähgedicht gegen Rufinus stammt, das er am westlichen Hof vortrug, war der Mord hingegen eine Reaktion der Truppen darauf, dass Rufinus selbst Barbaren ins Land gerufen habe.[7] Am Hof in Konstantinopel übernahm der Kämmerereunuch Eutropius dessen Macht und Einfluss.

Nach dem Abzug der oströmischen Truppen mangelte es dem weströmischen Heer, das im Bürgerkrieg 394 einen hohen Blutzoll entrichtet hatte, an Männern. Die spätrömischen Rekrutierungsmechanismen waren nicht geeignet, schnell größere Lücken zu füllen. Stilicho musste daher verstärkt auf reichsfremde foederati setzen, um die Schlagkraft seines Heeres zu verbessern. Im folgenden Jahr führte er eine Expedition gegen aufständische Stämme am Rhein durch. Mit den Römern befreundeten Kriegergruppen (gentes), wie den bereits weitgehend christianisierten Markomannen, schloss er Bündnisverträge (foedera) und rekrutierte unter ihnen Soldaten zur Sicherung der von allen Seiten gefährdeten Grenze. 397 führte er einen zweiten Feldzug gegen die rebellischen Westgoten in Illyrien durch, ließ sie aber absichtlich (?) auf das Gebiet des Ostreiches entkommen, was Zweifel daran aufkommen ließ, ob es ihm wirklich um Unterstützung des Ostreiches ging.[8] Arcadius und Eutropius reagierten auf die Bedrohung durch Stilicho, indem sie Alarich als magister militum von Illyrien (erneut) in die (ost-)römische Militärhierarchie aufnahmen. Gleichzeitig erklärten sie Stilicho zum Staatsfeind (hostis publicus), und Eutropius überredete den römischen Statthalter Gildo in Africa zum Abfall, vermutlich um die vom nordafrikanischen Getreide abhängige stadtrömische Bevölkerung zum Aufstand gegen Stilicho zu bewegen.[9] Stilicho konnte den Aufstand aber 398 niederwerfen. Bei der anschließenden, erfolgreichen Vermittlung mit dem Ostreich spielte der römische Senator Symmachus eine wichtige Rolle.

398–401: Ruhe vor dem Sturm
Nachdem Stilicho 398/99 erfolgreich einen Angriff der Pikten auf das römische Britannien zurückgeschlagen hatte,[10] verliefen die folgenden drei Jahre recht friedlich. In dieser Zeit erließ die Regierung des Honorius unter Stilicho etliche Gesetze, die im Codex Theodosianus verzeichnet sind. Um die römische Senatsaristokratie vor allem finanziell in den Staat zu reintegrieren, knüpfte er dabei an Traditionen der Republik an und steigerte so das Ansehen der Stadt Rom, die schon seit 312 nicht mehr Kaiserresidenz war. Die Korruption und die Macht der Hofbeamten schränkte er ein. Kastelle am Donau-Iller-Rhein-Limes wurden neu befestigt. Außerdem wurde in Rom die Ausübung von unter Honorius’ Vorgängern bereits verbotenen heidnischen Kulten geduldet. Angeblich ließ Stilicho sogar den Victoriaaltar, den Gratian 382 aus der Kurie hatte entfernen lassen, wieder aufrichten.[11] In mehreren Provinzen dagegen wurden das Heidentum und von der römischen Kirche abweichende christliche Gruppen wie die Donatisten verfolgt. Die Initiative zu diesen Gesetzen und ihre Durchsetzung scheinen auf Stilicho zurückzugehen, der sich damit als einziger Vertreter des kaiserlichen Willens gab.[12]

Stilicho reformierte auch die Armee, womit er versuchte, seine eigene Stellung als magister peditum in den Kommandostrukturen des Heeres formal nach und nach zu festigen. Diese Reformtätigkeit scheint um 395 begonnen zu haben und bei Stilichos Tod 408 noch nicht abgeschlossen worden zu sein.[13]

Für das Jahr 400 wurde Stilicho in Rom zum consul ordinarius ernannt und hatte damit den Höhepunkt seines Ansehens erreicht. Sein Gegner im Ostreich, Eutropius, war 399 von Gainas gestürzt worden, was zu einer zwischenzeitlichen Wiederannäherung des Westreichs an Konstantinopel führte. Gainas scheiterte aber letztlich mit dem Versuch, am östlichen Hof eine ähnlich dominante Stellung zu erreichen wie Stilicho im Westen, und fand Ende 400 den Tod.

Stilicho strebte unterdessen danach, sich durch Einheirat in das Kaiserhaus unangreifbar zu machen. Bereits 398 verheiratete Stilicho seine noch minderjährige Tochter Maria mit Kaiser Honorius. Später, 405, im Jahr von Stilichos zweitem Consulat, sollte Eucherius dann mit Galla Placidia verlobt werden.

401–406: Destabilisierung von Reich und Gesellschaft
Weshalb die westgotischen foederati unter Alarich 401 Illyrien verließen und nach Italien zogen, ist nicht ganz geklärt. Janßen lehnt mit guten Gründen die These ab, sie seien von der Regierung in Konstantinopel dazu angestachelt worden.[14] Vielmehr habe sie Eutropius’ Sturz ihres Fürsprechers in Konstantinopel beraubt, weshalb sie sich zur erneuten Meuterei gezwungen gesehen hätten. Zudem habe Gainas, der selbst gotischer Herkunft gewesen war, laut Janßen mit seinem demonstrativen Arianismus den Widerwillen der orthodoxen Konstantinopolitaner gegen die foederati geweckt. Nach seinem Sturz im Jahr 400 hätten sich diese daher bedroht gefühlt.

Stilicho sah sich jedenfalls gezwungen, in großem Umfang Truppen von den Grenzen in Gallien und Britannien abzuziehen, um Alarich in Italien entgegenzutreten. Anschließend wehrte er den Einfall in Norditalien am Ostermontag 402 in der Schlacht bei Pollentia erfolgreich ab, auch wenn Alarich mit seiner Reiterei entkommen konnte. Stilicho setzte den Flüchtenden nach und besiegte sie im Hochsommer desselben Jahres in der Schlacht bei Verona ein weiteres Mal, ließ Alarich aber wieder entkommen. Dieser ließ sich mit seinen Männern vorläufig wieder in Illyrien nieder, dessen Besitz nach wie vor zwischen dem West- und Ostreich umstritten war, was ihm Handlungsspielraum verschaffte. Der weströmische Hof siedelte derweil Ende 402 von Mailand ins sicherere Ravenna über. Dass Stilicho die Westgoten unbehelligt nach Noricum abziehen ließ, erweckte besonders im Ostreich Misstrauen.

In Italien hatte der Goteneinfall zu neuem Streit zwischen Christen und Heiden geführt, der sich besonders an einer Weissagung der Sibyllinischen Bücher festmachte, wonach die Feinde nur bis zu einem bestimmten Ort vordringen würden. Die Heiden sahen nun in Stilichos Sieg über die Goten die Erfüllung dieser Prophetie, was die Christen mit Sorge über eine Zunahme heidnischer Praktiken erfüllte. 404 erschütterte zudem der Streit um die sehr reiche und sehr fromme Senatorentochter Melania das Verhältnis zwischen Christen und Heiden in Rom. Die noch sehr junge, nicht geschäftsfähige Frau und ihr ebenfalls erst minderjähriger Ehemann wollten mit dem biblischen Gebot (Mt 19,21 LUT) ernstmachen; sie verkauften den riesigen Familienbesitz und ließen die Sklaven frei. Weil ihre Verwandten versuchten, sie mit juristischen Mitteln daran zu hindern, wandte Melania sich an Stilichos Frau Serena. Diese, eine fromme Christin, bat den Kaiser, zugunsten von Melania einzugreifen. Tatsächlich erließ Honorius in Stilichos Abwesenheit ein Dekret, das die gesetzliche Vormundschaft für das minderjährige Paar aufhob und die Abgabe des Besitzes an die Kirche erlaubte.[15] Damit vertiefte sich eine Spaltung zwischen dem christlichen Kaiserhof und dem noch immer teilweise heidnischen Senat, der die in den vorangegangenen Jahren von Stilicho erwirkten Kompromisse zunichtemachte. In der Folge wurden nur noch Christen für Hofämter ernannt. Für Stilicho bedeutete Honorius’ eigenmächtiges Handeln, dass seine Regentschaft nicht mehr unumstritten war.

Auch außenpolitisch handelten Honorius und Serena Stilichos Absichten zuwider. 404 nahmen sie gegen Arcadius und dessen Frau Eudoxia Stellung für den in Ungnade gefallenen Erzbischof von Konstantinopel, Johannes Chrysostomos, was zur erneuten Verschlechterung des Verhältnisses zwischen West- und Ostrom führte. In diesem Zusammenhang kam auch die ungeklärte Lage in Illyrien wieder zur Sprache, denn vermutlich im selben Jahr fielen hunnische Truppen unter Uldin, dem Großvater (?) Attilas, in Thrakien ein.[16] Stilicho fürchtete, vom Ostreich keine Unterstützung zur Sicherung der gefährdeten Grenzregion zu erhalten, und forderte auch den östlichen Teil des umstrittenen Gebiets für das Westreich. Dabei ging es wohl vor allem darum, dass diese Region eine sehr bedeutende Rolle als Rekrutierungsraum von Truppen spielte; Stilicho wollte offenbar durch die Einbeziehung dieses Raumes in das Westreich dessen Wehrkraft gegen die Alanen und andere Stämme stärken. Möglicherweise um dieses Ziel durchzusetzen, suchte er die militärische Unterstützung der Westgoten und schloss dafür 405 einen Vertrag mit Alarich, in dem er ihm Unterstützung und den Rang eines magister militum von Illyrien zusprach. Auch mit Uldin schloss er einen Vertrag. Um die Annexion des Ostens von Illyrien zu legitimieren, wies er nicht nur auf dessen angebliche Vernachlässigung durch das Ostreich hin, sondern förderte auch den kirchenpolitischen Streit um Chrysostomos, der nach Eudoxias Tod am 6. Oktober 404 eskaliert war.

Ehe es zu einer Lösung auf dem Balkan kam, fiel 405/406 überraschend ein im Kern gotischer Stammesverband, dem sich auch andere Gruppen angeschlossen hatten, unter dem Ostgoten Radagaisus in Norditalien ein. Während sich das Heer der Invasoren auf der Suche nach Beute aufsplitterte, sammelte und rekrutierte Stilicho seine Truppen, indem er erneut starke Verbände aus Gallien abzog. Im August 406 gelang es ihm mit Hilfe hunnischer Reiterei, die Goten in der Schlacht bei Faesulae vernichtend zu schlagen. 12.000 der geschlagenen Krieger wurden der römischen Armee einverleibt, die übrigen in die Sklaverei verkauft, was den Preis für Sklaven kurzfristig erheblich fallen ließ.[17] Für diesen Sieg feierte Honorius den vorletzten je in Rom abgehaltenen Triumph.

Ähnlich wie nach dem Sieg über Alarich vier Jahre zuvor wurde auch dieser Sieg religiös gedeutet. Wie damals erbaten heidnische Senatoren Einsicht in die Sibyllinischen Bücher, die Stilicho ihnen nun, da der Kaiser sich so deutlich auf die Seite der Christen gestellt hatte, jedoch verweigerte. Stattdessen ließ er sie als dem Christentum feindlich verbrennen.[18] Zur Finanzierung der Kriege ließ er Götterstatuen und die letzten verbliebenen Tempelschätze einschmelzen. Das trug ihm den Hass vieler römischer Senatoren ein. Den Christen dagegen erschien Stilicho als Werkzeug des göttlichen Beistandes für den Kaiser.[19]

Niedergang und Sturz
Den wenige Monate später stattfindenden Einfall mehrerer großer germanischer Kriegergruppen an der entblößten römischen Rheingrenze in der Neujahrsnacht 406/407 konnte Stilicho nicht verhindern. Um Gallien zu halten, musste er Truppen aus anderen Regionen abziehen, was aber kaum möglich war. Ende 406 oder Anfang 407 erhoben die Legionen in Britannien den Gegenkaiser Konstantin (III.). Dieser überquerte den Ärmelkanal und setzte sich in Gallien fest, wo sich ihm übrig gebliebene römische Truppen anschlossen, die sich von Stilicho im Stich gelassen fühlten. Es gelang ihm ein Sieg über germanische Invasoren und die Reorganisation der Rheingrenze, die offizielle Anerkennung als Mitkaiser durch Honorius blieb ihm aber versagt. Stattdessen sandte der Kaiser Stilicho, der sich gerade auf die Invasion Illyriens vorbereitet hatte und Alarich bereits angreifen ließ, nach Gallien. Doch ihm und seinem Feldherrn Sarus gelang es im Herbst 407 nicht, Konstantin davon abzuhalten, das bis dahin loyal zu Honorius stehende Hispanien durch seinen Heermeister Gerontius zu attackieren. Angesichts der Notlage brach man den Bürgerkrieg gegen Ostrom ab und versöhnte sich mit Arcadius.

Zwischen 404 und 407 war Stilichos älteste Tochter Maria, die mit Honorius verheiratet gewesen war, kinderlos gestorben. Serena drängte auf eine neue Ehe des Kaisers mit der jüngeren Tochter Thermantia, wohl auch um die Gerüchte, dass Honorius dank eines von seinen Schwiegereltern verabreichten Gifts impotent geworden sei, zu widerlegen. Vor allem aber ging es Stilicho fraglos darum, durch die Verbindung mit dem Kaiserhaus seine eigene Stellung abzusichern. Dass Stilicho trotz des Wunsches des Kaisers versuchte, die Hochzeit aufzuschieben, deutet möglicherweise auf die Absicht hin, seinen Sohn Eucherius auf den Thron zu heben.[20] Dagegen spricht, dass Stilicho seinem Sohn zu keinerlei höheren Ämtern verholfen hatte und auch dessen Heirat mit Galla Placidia nicht förderte, obwohl beide längst das heiratsfähige Alter erreicht hatten.

Im Frühjahr 408 erhoben sich die föderierten westgotischen Krieger erneut, da sie sich nach dem Abbruch des Angriffs auf den Osten von Stilicho im Stich gelassen fühlten. Alarich verzichtete jedoch darauf, den Vertrag durch Vorrücken auf italisches Gebiet offen zu brechen, sondern schickte einen Boten zu Stilicho, um den ausbleibenden Sold, der ihm für den Einfall ins zum Ostreich gehörige Epirus versprochen worden war, zu erpressen. In dieser Situation überzeugte Stilicho den Senat (angeblich unter Androhung von Gewalt), Alarich die entsprechenden Gelder zur Verfügung zu stellen, um die gotischen Krieger nun statt gegen Arcadius gegen Konstantin (III.) einsetzen zu können.

Kaum hatte Stilicho diese Frage – an Honorius und Serena vorbei – geklärt, als die Botschaft von Arcadius’ Tod eintraf. Die nur mit Schwierigkeiten aufrechterhaltene Stabilität des Reiches war erneut in Gefahr. Honorius, als nunmehr dienstältester Kaiser für seinen Kollegen verantwortlich, wollte zunächst selbst nach Konstantinopel reisen, um die Nachfolge seines erst siebenjährigen Neffen Theodosius II. zu beaufsichtigen und seine Vormundschaft zu übernehmen. Stilicho hingegen verwies darauf, dass der Kaiser angesichts der gefährlichen Lage im Westen gebraucht werde, und konnte sich zunächst durchsetzen: Im August 408 begab Stilicho sich zu den Truppen in Ticinum, um sich selbst auf die Reise nach Konstantinopel vorzubereiten. Alarich wurde von ihm damit beauftragt, den Feldzug gegen den Gegenkaiser Konstantin (III.) in Gallien zu unterstützen. Am 13. August 408 traf Honorius ebenfalls in Ticinum ein, angeblich um den Truppen Mut für den Feldzug gegen Konstantin (III.) zuzusprechen. Dabei kam es, wohl angeregt von durch Olympius ausgestreute Gerüchte über einen angeblich von Stilicho geplanten Staatsstreich, zu einer Meuterei, bei der fast alle anwesenden hohen Amtsträger aus dem Umfeld Stilichos umgebracht wurden. Stilicho erhielt vom weströmischen Kaiserhof keine Unterstützung, entweder weil Honorius den Gerüchten glaubte, die Stilicho des Paktierens mit dem Westgoten Alarich und damit des Hochverrats verdächtigten, oder weil er sie selbst hatte ausstreuen lassen. Man fürchtete am Hof angeblich, Stilicho erstrebe für seinen Sohn, den mit der Kaisertochter und -schwester Galla Placidia verlobten Eucherius, die Kaiserkrone des Ostreiches. Hintergrund des Geschehens war offenbar der Umstand, dass der westliche Hof, der 13 Jahre lang die Dominanz Stilichos ertragen hatte, glaubte, den mächtigen Heermeister nun, da Honorius selbst der senior Augustus im Gesamtreich war, nicht mehr zu benötigen: Der Anspruch Stilichos, Vormund auch des Ostkaisers zu sein, war mit dem Tod des Arcadius wertlos geworden.[21]

Stilicho und Eucherius zogen sich nach Ravenna zurück und suchten Asyl in einer Kirche. Doch Soldaten, die ihn in Honorius’ Auftrag festnehmen sollten, folgten ihm und seinem Sohn. Während es Eucherius gelang, vorerst zu entkommen, wurde Stilicho am 22. August 408 durch Heraclianus das Todesurteil vorgetragen und sofort vollstreckt.[22] In der Folge kam es zu wilden Ausschreitungen gegen Stilichos Anhänger, die sich bis Anfang 409 hinzogen und denen viele germanische Söldner und deren in Italien lebende Familien zum Opfer fielen. Auch Eucherius wurde umgebracht. Über die Hintergründe dieser Tat geben die Quellen wenig Aufschluss. Zosimos stellt den Höfling Olympius als treibende Kraft und Profiteur sowohl des Massakers als auch der Verleumdung des Stilicho dar. Dass Olympius eine wichtige Rolle spielte, ist in der Tat wahrscheinlich. Es werden aber außer Stilichos Mörder Heraclianus auch weitere Offiziere und Hofbeamte beteiligt gewesen sein.[23] Stilichos Gefolgsmann Flavius Constantius rächte den Heermeister später, indem er 410 zunächst Olympius totprügeln und 413 dann auch Heraclianus töten ließ.

Serena, die sich zum Zeitpunkt des Mordes an ihrem Mann in Rom befand, wurde während der Belagerung der Stadt durch die Westgoten Ende 408 als eines der letzten Opfer vom römischen Senat wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Das Gemetzel an den germanischen foederati hatte zur Folge, dass viele von ihnen zu den Westgoten überliefen. Das foedus, das diese mit Stilicho geschlossen hatten, wurde für nichtig erklärt, sodass Alarich nicht gegen Konstantin (III.) zog, sondern in das nach Stilichos Tod militärisch geschwächte Italien einfiel und 410 schließlich Rom plünderte.

Beurteilung
Stilichos Beurteilung durch Zeitgenossen ist zwiespältig. Der Senator Symmachus und der Hofdichter Claudian priesen Stilicho zu seinen Lebzeiten als denjenigen, der die niederliegende römische Zivilisation gerettet und wiederhergestellt habe.[24] Beide erlebten jedoch vermutlich Stilichos Niedergang nach 404 nicht mehr. Nach seinem Fall dagegen folgten die römischen Historiker und Schriftsteller überwiegend den Gerüchten über seinen angeblichen Verrat. Nun wurde die germanische Herkunft seines Vaters betont, um Stilicho als Barbar zu verunglimpfen. Da er sich mit einer vorwiegend gotischen Leibwache zu umgeben pflegte, war der Vorwurf, dass er sich der Westgoten zur Sicherung seiner Machtposition bediente und nur zu diesem Zweck Verträge mit Alarich geschlossen habe, weitverbreitet. Der Zeitgenosse Orosius, ein christlicher Priester, nahm auch an, dass Stilicho seinen Sohn zum Kaiser machen wollte, und hielt ihn für einen Christenverfolger.[25] Auch heidnische Historiker beurteilten Stilicho nach seinem Sturz sehr negativ. So bezeichnete ihn Rutilius Namatianus, ein Symmachus nahestehender Beamter am kaiserlichen Hof, 416 als eigentlichen weströmischen Herrscher, nannte ihn aber mit Berufung auf die Verbrennung der Sibyllinischen Bücher einen Verräter am römischen Volk und an dessen (heidnischen) Traditionen.

Sozomenos, der eine Generation später lebte, widmete ihm in seiner Kirchengeschichte nur einen kurzen Abschnitt, in dem er ihn des Hochverrats mit Alarich anklagte.[26] Zosimos, die ausführlichste Quelle, bezichtigte in seiner fast hundert Jahre später verfassten Neuen Geschichte Stilicho (und Rufinus) einerseits, sich auf Kosten der Einwohner bereichert und über die Köpfe der jungen Kaiser hinweg regiert zu haben.[27] Auf der anderen Seite würdigte er Stilichos Leistung und schrieb ihm selbstloses Wirken zugunsten des Reiches zu. Die Ansicht, dass Stilicho einen Staatsstreich beabsichtigte, teilte er nicht.

Wurde Stilicho damals oft eher negativ gesehen, überwiegt heute die Ansicht, es habe sich bei ihm um einen loyalen Diener von Kaiser und Reich gehandelt.[28] Andere Forscher halten die Frage, ob der Heermeister nun ein „Barbar“ oder ein „Diener Roms“ gewesen sei, für ohnehin falsch gestellt und sehen in Stilicho schlicht einen machthungrigen Militär, der darum bemüht war, seine letztlich prekäre und illegitime Stellung durch Erfolge und eine Anknüpfung an die Dynastie abzusichern.[29] Sein Tod stellte für das Weströmische Reich in militärischer Hinsicht in jedem Fall einen herben Verlust dar. Stilicho hatte das Amt des Heermeisters politisch derart aufgewertet, dass fortan die weströmischen Heermeister am Kaiserhof in Ravenna eine zentrale Rolle spielten und somit die jeweilige Besetzung dieses Postens entscheidend für die kaiserliche Politik war. Zwei Jahre lang versuchte der Hof zu verhindern, dass ein anderer General die Lücke ausfüllen konnte, die Stilicho hinterlassen hatte, doch 410 begab man sich angesichts schwerer militärischer Rückschläge notgedrungen wieder in die Hand eines mächtigen Heerführers: Stilichos einstiger Gefolgsmann Flavius Constantius stieg binnen kurzer Zeit zum eigentlichen Machthaber des Westens auf und erzwang zuletzt sogar seine Kaisererhebung. 
FLAVIUS, Stilicho (I47208)
 
760 Augsburger Imhoff
Die Zuwanderung nach Augsburg erfolgte in vier Linien:[7]

Die ältere Lauinger Linie in Augsburg begründete Konrad († 1422/23), Bruder des Lauinger Bürgermeisters und späteren Ulmer Bürgers Heinrich Imhof d. Ä († um 1431). 1395 erwarb er durch Heirat Augsburger Bürgerrecht und saß 1403/04 als Zunftvertreter der Salzfertiger im Großen Rat. Da seine Lehen vom Hochstift Augsburg vor 1424 an den Bruder Heinrich gefallen waren, starb er offenbar ohne männliche Erben.

Die jüngere Lauinger Linie begründete Konrad († 1464), ein Sohn des Konrad Imhof d. Ä. († um 1443). Durch Heirat mit Veronica Wahraus erwarb er 1431 Augsburger Bürgerrecht und Stubenfähigkeit. Als Zunftmeister der Kaufleute war er einige Jahre Mitglied des Kleinen Rats (1456/59). Eine Beteiligung am Fernhandel lässt sich aus der dynamischen Vermögensentwicklung erschließen. Während sein jüngerer Sohn Andreas († um 1496) nach Lauingen zurückkehrte, blieb Peter († 1504/05) in Augsburg. Sein Anschlagvermögen stieg in drei Jahrzehnten von 2040 fl (1466, 76. Stelle) auf 12.400 fl (1498, 21. Stelle). Er arbeitete wohl mit den Memminger Vöhlin zusammen. Sein Sohn Konrad († nach 1521), der 1508 als Welser-Vöhlin-Gesellschafter bezeugt ist, wanderte nach Antwerpen aus. Peters Tochter Regine Imhoff († 1526) war die Mutter von Anton Fugger, dem Neffen und Erben von Jakob „dem Reichen“. Mit dem Tod der jüngeren Söhne Georg († 1522) und Lukas, Propst von St. Moritz († 1531), erlosch in Augsburg auch diese Linie. 
IMHOFF, Peter (I51479)
 
761 August dem Starken (König von Sachsen, 1697-1706 und
1721-1733 als August II auch König von Polen) und fürstlicher
Leibmedikus der polnischen Königin.

Zusammen mit seiner Frau Paten von Adreas Jakob Drück 
DRÜCK, Johann Jakob II. (I28236)
 
762 August von Grolman, Sohn des späteren hessischen Ministers und Ministerpräsidenten Karl Ludwig Wilhelm von Grolman und Neffe des Gerichtspräsidenten Franz Joseph von Arens,[1] begann an der Hessischen Ludwigs-Universität Rechtswissenschaft zu studieren. Er gehörte zu den ersten Mitgliedern des Corps Starkenburgia und war auch im Corps Hassia Gießen aktiv.[2] Als Inaktiver wechselte er an die Georg-August-Universität Göttingen, die ihn mit einer Dissertation zum Eherecht zum Dr. iur. utr. promovierte. Anschließend habilitierte er sich in Göttingen. 1828 wurde er 23-jährig zum a.o. Professor an die Universität Gießen berufen. Wissenschaftlich arbeitete er auf dem Gebiet des Kirchenrechts. Er starb zur Zeit der Deutschen Revolution 1848/49 im Alter von 43 Jahren.

Schriften
Nonnullae de statutaria conjugum portione observationes, 1827. (Dissertation, Digitalisat)
Grundriß zu Vorlesungen über das katholische und protestantische Kirchenrecht, 1828.
Grundsätze des allgemeinen katholischen und protestantischen Kirchenrechts, 1832. (Digitalisat) 
VON GROLMANN, August (I44394)
 
763 Augustineramtmann 1565 BALBER, Friedli (I3651)
 
764 Aumônier von 1661 bis 1670, Ancien d'Église von 1697 bis 1699.
FJG
Nach der Altersangabe im Totenbuch wurde der 21. Januar 1718 als Todestag festgehalten. Er wird 81 Jahre alt und ist 1633/34 geboren.
Am 30. Dezember 1661 gab es keinen Zweifel, dass er die Stellung eines Diacon hat und zugleich als Almosenpfleger bis 1670 verwendet wurde. Nach dem Krieg ist er als Lehrer tätig.
In der Zeit des 1697-99 Krieges ist er Kirchenältester. Am 20. April 1714 wird Susanne B. ? seine Ehefrau.
aus: Wilhelm Schuster ´Chronik von Heddesheim`

zu 1697
Nach England, Spanien und den Niederlanden am 20. September beendet auch das Heilige Römische Reich unter Leopold I. den Pfälzischen Erbfolgekrieg mit dem französischen König Ludwig XIV. durch den Frieden von Rijswijk. Damit endet zugleich King William’s War in den nordamerikanischen Kolonien.
August: Prinz Eugen von Savoyen, dessen Heer nach dem Vertrag von Vigevano im Pfälzischen Erbfolgekrieg für andere Aufgaben frei geworden ist, sammelt seine Truppen bei Peterwardein, um den Vorstoß des Osmanischen Reichs aufzuhalten. Vorläufig kommt es nur zu kleineren Scharmützeln. 
N., N (I858)
 
765 Aurelio wurde nach der Ermordung seines Vetters, des Königs Fruela I., dessen Nachfolger, da Fruelas Sohn Alfons II. noch minderjährig war. Sklaven unternahmen einen Aufstand, den Aurelio niederwarf; über diesen sozialgeschichtlich interessanten Vorgang informieren nur knappe Bemerkungen der Chronisten.[1]

Mit den Arabern hielt Aurelio Frieden. Ob ein stillschweigender oder vertraglich vereinbarter Waffenstillstand bestand, ist unbekannt. Spekulationen, wonach der Frieden als Unterwerfung Aurelios unter die Oberherrschaft des Emirs Abd ar-Rahman I. zu deuten sei, entbehren einer Grundlage in den Quellen und sind nicht plausibel, da der Emir damals mit anderen, vordringlichen Aufgaben beschäftigt war.[2]

Aurelio starb an einer Krankheit. Ob er verheiratet war und ob er Nachkommen hatte, ist unbekannt. Er hatte einen Bruder namens Bermudo, der Diakon war. Aurelios Nachfolger Silo war ein Schwiegersohn des Königs Alfons I. Erst 788 kam Bermudo trotz seiner Zugehörigkeit zum geistlichen Stand doch noch an die Macht. 
(ASTURIEN), Aurelio (I37770)
 
766 aus "Familien BUSCH VOR DER HARDT UND FLENDER" (von Robert Giesler, überarbeitet von Matthias Schmidt):
"Gothart Busch wird von Böttger wegen seines im Laufe seines Lebens erworbenen Besitztums und seiner verschiedenen Beteiligungen als "VIELLEICHT BEDEUTENDSTER SIGERLÄNDER EISENINDUSTRIELLE DES AUSGEHENDEN MITTELALTERS" bezeichnet. Er kam aus einem angesehenen Elternhaus, wo er den Beruf des Hammerschmieds erlernte. Sein Vater war Teilhaber am Hammer vor der Hardt, seine Mutter lebte nach dem Tod ihres Mannes in Siegen.
Er selbst, etwa 1425 geboren, arbeitete mit seinem Bruder Hen 1461 und 1465 auf dem väterlichen Hammer (im heutigen Buschhütten), den er aber bald verpachtete.
Er selbst pachtete nämlich mit seinem Bruder HEN einen neu errichten Hammer bei Buschhütten, den sie bald verließen, sich aber das Erbrecht vorbehielten.
GOTHARD erwarb im Gebiet des heutigen Buschgotthardshütten ein Stück Land, auf dem er einen neuen, eigenen Hammer errichtete, der 1466 in Betrieb genommen wird und heute noch nach ihm benannt ist. Dort baute er auch ein HAUS, das er mit seiner Familie bewohnte. Er erwarb zwar 1477 noch ein Haus in der SIEGENER HINTERSTRASSE, dessen Nutzung aber in bezug auf die Überwachung seiner Hämmer wenig zweckmäßig gewesen wäre.
Zur Finanzierung dieser Unternehmungen war sicher seine Heirat um 1450 mit GERTGEN (etwa 1430 - 1502), der Tochter des Freudenberger Amtsschultheißen HENCHEN SCHÖLTE, eine Voraussetzung. HENCHEN SCHÖLTE nämlich war 1444 Teilhaber am Schneppenkautener Hammer. Diesen Anteil wird GERTGEN in die Ehe mit eingebracht haben, denn später hatte GOTHARD eine 25%ige Beteiligung. Im Jahre 1481 wird GOTHARD auch als Teilhaber an der bei Eiserfeld gelegenen Eisenerzgrube "Kirschbaum" und einer weiteren Hütte genannt. Hier wird sein Bestreben erkennbar, möglichst viele Hütten oder zumindest Hüttenanteile zu erwerben, um das für die Hämmer notwendige Eisen aus eigener Gewinnung zu bekommen. Ob er noch weitere Hütten oder Hämmer seinem Besitz hinzufügte, ist nicht bekannt.

Die Stellung dieses 1498 gestorbenen FRÜHKAPITALISTEN im Siegerland läßt sich aber an der Tatsache feststellen, daß GOTHARD wie HENCHIN FICK (etwa 1420 - 1498) 1479 den größten Schatzungsbetrag im Kirchspiel Siegen zahlte, das dreifache des Durchschnittssatzes. Nur hinsichtlich der Bede (Abgabe vom liegenden Besitz) lag er hinter HENCHIN FICK etwas zurück..."1 
BUSCH, Gotthart (I1460)
 
767 Aus Aarau stammende, 1892 erloschene, ehemals regimentsfähige Fam. der Stadt Bern mit Stubenrecht zu Obergerbern. Mit Hans Georg , Sohn des gleichnamigen Aarauer Schultheissen und Enkel des Stammvaters Hans, erwarb die Fam. 1617 das Berner Burgerrecht und gelangte 1624 in den Gr. Rat. Mit Hans Georgs Söhnen, dem Kleinrat Johann Georg und dem Landvogt Samuel (1642-1713), teilte sich das Geschlecht in zwei Linien, die beide dank ihren Heiratsverbindungen mit anderen regierenden Fam. überproportional im Gr. Rat vertreten waren. Aus beiden Linien stammten mehrere Landvögte. Ausserdem brachten sie mit Daniel, einem weiteren Sohn des erstgenannten Hans Georg, und später mit Johann Georg und Albrecht Anton drei Venner zu Gerbern hervor. Daneben wirkten ab Ende des 17. Jh. einige Vertreter der Fam. als Hauptleute in holländ. und piemontes. Diensten. Gemäss Grossratsbeschluss von 1783 nahm die Fam. noch im gleichen Jahr das Prädikat "von" an. (Q: HLS) IMHOF, Stammlinie (I37966)
 
768 aus altem Pratriziergeschlecht aus Konstanz; an Pest gestorben
Aus altem Patriziergeschlecht aus Konstanz (Konstanz -> Ulm -> Gernsbach) 
ROTHENGATTER, Jacob (I1167)
 
769 aus Böhmen zugewanderter Kürschner
wohnte an der Brungasse sonnenhalb

Kanzellierte Schuldtitel Entstehungszeitraum: 14.08.1445 Titel: Schuldbrief der Stadt Bern gegen Franz Behem, genannt Frenkli, Kürschner, Burger und gesessen zu Bern, für 100 Rhein. Gulden, rückzahlbar auf 15.08.1446, oder mit 5 Gulden zu verzinsen. Mit Dorsalnotiz über teilweise Ablösung dieser Schuld im Dezember 1448 Siegler: Stadt Bern
Naturalisiert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE 
FRÄNKLI, Franz (I41035)
 
770 aus dem Adelsgeschlecht der Přemysliden.  VON BÖHMEN, Vratislav II. (I1555)
 
771 Aus dem Augstthal (= Valle d´Aosta)
FELSISCHES HAUSBUCH:
Laus Deo semper
Erstlich ist zu wüssen, dass mein Wüest Ehny
*1) gebohren ist in dem Land Augstall
*2) welches dem Herzog von Saphoy Zugehörig bey dem Flecken St. Vincenz auf einem Felszen, da ist ein Hauß gestanden und hat daszelbige Hauß seinen Namen gehabt Zum Felßen, dahero meine Vorelteren genant worden, die von Felßen welcher Namen uns bliben bisz auf disen Tag. Gemelter mein Wüest Ehny hat mit seinem Taufnamen geheissen PANTALEON, wie aber seine Vorelteren oder geschwüsterige geheissen, hab nit erfahren konen; Gott wolle ihnen und allen ihren nachkommenden eine froliche Auferstehung verleihen, Amen.
Derweil nun dieser PANTALEON mit nachfolgenden 6 Söhnen von Gott begabet geweßen, selbige aber sich nit alle auf dem Gut ernähren können, hat er seine eltisten Sohn aus dem Hauß in das Schweizerland gesandt, da sie selber sehen Handlung sollen, wie sie sich ernähren, damit sie ihren Jungen geschwisterigen zu Hülff kommen konnen, haben derowegen ein Kramerey an die Hand genommen und solche erstlich auf dem rucken in dem Land herumbgetragen, biß sie durch den Sägen Gottes solche Handlung gemehret.
Hieraus meine lieben Kinder und nachkommen da sehet ihr die große Güte Barmherzigkeit und Weißheit Gottes, unsers aller. Himmlischen Vaters, wie er die Sachen nach seinem ewigen Rahtschluß so weißlich regiert, darob wir ihm die Tag unsers lebens nit genugsam loben und preisen konen, als ds er uns durch diese seine Regierung nit allein so schöne Zeitliche Güeter und Nahrung beschehret, sondern welches die fürnemste und unaussprechliche Wolthat ist, da er uns durch dieses Mitel auss dem finsteren Pabstum heraussgerissen und uns zu dem Liecht seiner wahren Erbautnuß und Heyllsamen Evangelio gebracht, darbey er mich und meine nachkomende gnadiglich und Vaterlich erhalten wolle biss in unseren letsten Athemzug.
Volget wie die 6 Söhn meines Wüest Ehny PANTALEONs geheissen.
1. PANTALEON ist zu Morten *3) gestorben, sein generation findet man hierinnen auf dem 4. Blat.
2. ANTONY wo er gestorben ist unbewusst.
3. MICHAEL, der ist zu Constanz gestorben, sein generation ist hierinnen am 8. Blat.
4. PETER, der ist wieder in das Augstall gezogen und daselbsten gestorben, dessen generation ich nit erfahren.
5. MARTIN starb zu Constanz ohn leibserben.
6. VINCENTZ, der war mein Uhr Ehny, dessen leben und generation ist hierin am 30. Blat Zusehen.
Wievill sie aber Schwösteren gehabt, ist mir unbewust.
Nachdem aber die Zwei eltisten Brüder ein Zeitlang in Teutschland aufgehalten und von Gott durch die Krämmerey *4) gesegnet worden, haben sie die anderen 4 Brüder zu ihnen herausgerufen und in gemeinsgesellschaft zusammen gestanden, da sie dann durch ihre einigkeit den handel Je länger je stärker in das Schweizerland gefüehret und einen grossen Verlag *5) bey den Landkromer gehabt, Insonderheit zu Zurzach. *6).
Dieweill sie sich aber vill zu Constanz aufgehalten wegen ihres gewerbs (dann sie alda wochenmärkt gehalten) so haben sich VINCENZ, MARTIN und MICHAEL alda zu Burger eingelassen. PANTALEON aber zu Morten im Berngebiet, damit sie ihre Handlung desto nüzlicher führen konnten.
In welchem jahr aber die drey Brüeder Burger zu Constanz worden, ist nit gewiss, Jedoch ists ohngefer umb ds 1505 Jahr geschehen. Darnach ist PETER, ANTONY, auch MARTIN (? siehe Bl. 2 Nr. 5) wider In ds Augstall gezogen Zu ihrem Gut auf dem Felssen und haben daselbige besessen, dann weill sich obgemelte Brüder in Teütschland eingelassen und Kinder Bekommen, haben sie mit Ihnen getheilt, und den 3 Brudern, so wider nach Haus gezogen, ihres Vaters Erb allein gelassen, sie aber haben den Handel in Teutschland zu sich zogen, und die 3 Brüder ausgelosst.
Wievill aber disse 3 Brüder, so wider ins Augstall gezogen sind, Kinder gezeüget, ist mir nit bewust, doch soll sich ANTÖNY und MARTIN nit verehlicht haben, sondern ledig gestorben sein.
Wievill aber PETER Kinder gezeuget, weiss auch nit, habe aber Bericht gehabt von denen so Herausskommen, ds die Felssen dieses stamens selbiges Gut noch heut zu Tag besizen.
Und ist einer von denselben Felsen, so landvogt im Land gewesen, Anno 1608, der hat uns heraus geschriben und Freundschaft bei uns gesucht, der soll hierinen in dem Land wohnen.
Hernach Volget die generation der dreyen Brüeder, welche sich in Teutschland niedergelassen.
PANTALEON, der erste Bruder hat sich zu Morten In dem Berngebiet gesetzt und alda 2 Sohn gezeuget, wie dan auc aus hiebey abgerissenem *1) Baum zu sehen, namlich BERTING, der starb ohne Leibserben, ANTONY, dieser hat sich nach Bern begeben, alda er Burger worden und sich verehelicht mit MARGARETA von Ast, von dero hat er gezeuget wie volget.
GEORG, starb ohne Leibserben.
ANTONY, starb auch ohne Leibserben.
MARTIN, ist geboren anno 1554, der verehelichte sich mit SEBASTIAN BISCHOFS Tochter MARGRET von Constanz, die haben aber auch keine Kinder voneinander gehabt, vor oder nach dieser MARGRET hat er noch Frauwen URSULA KOCKE, von dero hat er auch keine Kinder. Endtlich Starb er Anno 1593 ohne Leibserben und hat Ihne sein Bruder allein geerbet und vill Gut bekomen.
WILHELM, ist gebohren Anno 1563, Der verehelichte sich mit JACOB MORELLEN Tochter, die ist gebohren 1572zu Constanz und starb er ady 7. Feb. 1627, und starb sie im Sterbet *8) ano 1628, dier haben miteinander gezeüget wie volget namlich 13 Kinder.
1) GOTTFRIED, Ist geborhen an. 1591, der verehelichet sich a. 1611 mit Herren DUBY Tochter, genant ELßBET und Starb er ano 1624, Starb sie ano 1626, die haben miteinander 6 Kinder gezeuget, wie folgt:
1. MARGRET, ward dem ANTONY WURSTENBERGER verehelichet.
2. ELßBET, ward dem MARQUART ZEHENDER verehelichet.
3. ANNA.
4. GOTTFRIED, der Starb anno 1624.
5. MARTAM, die starb in der Kindheit.
6. WILHELM, Ist auch in der Jugend gestorben.

2) ANTONY des WILHELM 2. Sohn, ist gebohren a. 1592, Starb a. 1598.
3) THOROTEA, dess WILHELMEN erste Tochter, ist gebohren a. 1594, die war ano 1610 verehelichet mit FRANZ GÜDER in Bern, die Starb anno 1629 , als sie in Zürich Krank lag und sich curieren liess, hat sie in einer Senften nach Baden *2) fahren wollen, ist sie underwegen In Gott entschlafen, sie hat Sohn und Töchteren hinderlassen, dero Namen umb der weitläufigkeit willen allhero gesezt werden.
4) MARTIN, des WILHELMEN 3er Sohn, ist gebohren ano 1595, Starb Ano 1596.
5) MARGRET, dess WILHELM 2te Tochter Ist gebohren ano 1596, starb 1597.
6) MARTIN, des WILHELM 4ter Sohn, ward geboren ano 1598, und verehelichet sich anno ...... mit MARGARETHA VON BÜEREN und zeuget wie volget.
Ward Landvogt zu Peterlingen anno 1638.
1652 ady 7. Novembre nach mittag um 2 Uhren ist er in Gottf entschlafen und ady 9. do zur Erden bestattet worden.
1. BARBARA, MARTINS erste Tochter geboren 1629 Starb 1630.
2. JOHANNES gebohren anno 1627 Starb 1627.
3. HANS WILHELM gebohren 1631.

7) HANS WILHELM, des WILHELMS 5ter Sohn ist gebohren anno 1599 und Starb 1600.
8) MARGRET, WILHELMEN dritte Tochter gebohren a 1600, Starb anno 1600.
9) WILHELM der 6te Sohn geboren ano 1602, St. 1602.
10) HANS WILHELM der 7te Sohn gebohren a. 1604, St. 1604.
11) MARIA die 4. Tochter geboren a 1605 verehelichet sich mit ....(?).... WURSTBERGER in Bern.
12) HANS WILHELM der 8. Sohn gebohren a. 1607, der hat nach seines Vaters sel. Tod den Handel zu sich gezogen und seine Brüder und Schwäger ausgelösst, Starb aber noch ledigen Standes a 1632. nach dessen ableben ist dise Handlung auf Johann wild in Bern gefallen, welchen er bey lebzeiten Zu einem gmeinder angenohmen. Er hat auch ein Testament gemacht und seinem Bruder MARTIN ds groste Theill seines Vermögens verschafet, diese schöne alte Handlung ist Hernach durch den Wild nicht recht gefüehret worden und zugrund gegangen.
13) HANS LUDWIG, der 9te und letste Sohn gebohren a 1609, der Starb a 1629 an der Lungensucht daran er lang krank gelegen und abgesterbet zu Straßburg.

*1) Wüest-Ehny: Urahn
*2) Augstall: Aosta-Tal in Savoien
*3) Morten: Murten, ca. 24 km westlich von Bern
*4) Krömmerey: Krämerei, Kleinhandel
*5) Verlag: ein lager, aus dem Grossisten die Kleinhändler beliefern.
*6) Zuzrach: in der Nordschweiz, ca. 5 km. südlich von Waldshut. Die dortige Messe hatte damals einen bedeutenden Umschlag.
*1) abgerissen: abgezeichnet (vgl. auch Riss = Bauzeicnung)
*2) Baden: beliebter Kurort ca. 21 km nordwestlich von Zürich. 
FELS, Pantaleon I. (I1447)
 
772 aus dem fränkischen Geschlecht der Salier
Aufgrund seiner Beteiligung am Liudolfinischen Aufstand verlor er sein Herzogtum. Nach der Aussöhnung mit dem König fiel Konrad 955 als Anführer des fränkischen Aufgebots in der Schlacht auf dem Lechfeld. In der mittelalterlichen Geschichtsschreibung galt Konrad als Held. Die neuere Forschung sieht in ihm einen der ersten königlichen Amtsträger.  
(LOTHRINGEN), Konrad der Rote (I1577)
 
773 aus dem Haus Châtenois war seit 1070 Herzog von Oberlothringen, Graf im Elsassgau und Vogt von Remiremont. Er war der älteste Sohn des Herzogs Gerhard von Oberlothringen und der Hedwig von Namur.  VON LOTHRINGEN, Dietrich II. (I17220)
 
774 aus dem Haus Estridsson DÄNEMARK, König von König von Waldemar I. ´der Große` (I1546)
 
775 aus dem Hause Wittelsbach war durch ihren ersten Ehemann Konrad IV. römisch-deutsche Königin und Königin von Sizilien und Jerusalem sowie durch ihren zweiten Ehemann Meinhard II. Gräfin von Tirol und Görz.
Am 1. September 1246 wurde Elisabeth in Vohburg mit Konrad IV. vermählt, der in Personalunion Herzog von Schwaben (1235–1254), römisch-deutscher König (1237–1254), König von Sizilien (1250–1254) und König von Jerusalem (1228–1254) war. Durch diese Ehe wurden die Wittelsbacher zu den mächtigsten deutschen Verbündeten der Staufer. Konrad starb nach knapp acht Jahren Ehe im Jahre 1254. Das Paar hatte nur einen Sohn, den letzten legitimen Staufer Konradin (* März 1252), der nach seinem missglückten Italienzug am 29. Oktober 1268 in Neapel enthauptet wurde.  
VON BAYERN, Elisabeth (I1933)
 
776 Aus dem Leben Wisigardes sind nur wenige Daten von Gregor von Tours überliefert.[1] Sie wurde als Tochter von König Wacho am Langobardenhof an der mittleren Donau geboren. Als erwachsene Frau ehelichte sie nach einer ungewöhnlich langen Verlobungszeit von sieben Jahren den austrischen König Theudebert I. und kam an den merowingischen Königshof nach Köln. Die Verlobung war aus politischen Gründen von Theuderich I. um 531 arrangiert worden, kam aber aufgrund einer Liaison zwischen Theudebert und einer Romanin namens Deoteria erst 537/538 zustande. Nur kurze Zeit nach der Hochzeit verstarb Wisigarde.
Mit Wisigarde in Verbindung gebracht wird ein reich ausgestattetes Frauengrab aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts unter dem Kölner Dom, das am 10. April 1959 bei archäologischen Untersuchungen im Zuge des Baus einer neuen Krypta entdeckt wurde. Der Leiter der damaligen Domgrabung, Otto Doppelfeld, deutete seinerzeit das Grab aufgrund seiner Ausstattung und Datierung als Begräbnisstätte der Wisigarde. Diese Deutung ist jedoch weder inschriftlich noch mittels Quellen belegt.


Heiratspolitik
Wachos Herrschaft war durch eine ausgeprägte Heiratspolitik bestimmt, mit der er Bündnispartner zu gewinnen suchte. Die Verlobung, die der Frankenkönig Theuderich I. um 531 zwischen seinem Sohn Theudebert I. und Wachos Tochter Wisigard arrangierte, diente dazu, die Neutralität des Langobarden im Kampf um das Reich der Thüringer zu garantieren, den die Franken nach dem Tod Theoderichs des Großen (526) aufnahmen. Die Heirat fand erst um 537/538 statt 
N., Wisigard\a (I24221)
 
777 aus dem schwäbischen Zweig der Familie der Welfen war Herzog von Kärnten von 1047 bis 1055.

Welf III. war der einzige Sohn des Grafen Welf II. von Altdorf (heute Weingarten). Er wurde 1047 mit dem Herzogtum Kärnten und der Markgrafschaft Verona belehnt. Welf III. blieb unverheiratet und kinderlos. Er übertrug seine Besitzungen dem Kloster Altdorf, was seine Mutter Imiza, die Witwe Welfs II., dazu veranlasste, ihren Enkel Welf IV., den Sohn ihrer Tochter Gräfin Kunigunde von Altdorf aus ihrer Ehe mit Alberto Azzo II. d’Este, nach Deutschland zu holen, damit er die Familie in weiblicher Linie fortsetze.

Welf III. war der letzte der älteren Welfen. Sein Nachfolger auf den Familiengütern ist der Stammvater der jüngeren Welfen, die noch heute existieren.

Begraben wurde er im Hauskloster der Welfen, der Abtei Weingarten 
..., Welf III. (I36988)
 
778 Aus der Dynastie der Rurikiden stammend, war Anna eine prestigeträchtige Braut für den französischen König. Nach dessen Tod übernahm sie gemeinsam mit dem flandrischen Grafen Balduin V. die Regentschaft für ihren noch unmündigen Sohn Philipp I. Als sie 1061 eine zweite Ehe mit Rudolf III., Graf von Valois, einging, kam es zum Bruch mit ihrem Sohn und dem Königshof. Einige Jahre später gab es jedoch eine Versöhnung von Mutter und Sohn, und Anna nahm ab 1065 wieder am Hofleben teil, ehe sie zwischen 1075 und 1079 starb. VON KIEW, Anna (I35546)
 
779 aus der Familie der Bosoniden war 911–931 Graf von Avignon und Vaison, 926–931 Graf von Arles und 931–936 Markgraf von Tuscien; er war der jüngere Sohn des Grafen Theotbald von Arles und der Bertha von Lothringen. Sein Großvater väterlicherseits war der Herzog Hugbert von Transjuranien, sein Großvater mütterlicherseits der König Lothar II. von Lotharingien (Karolinger). Sein älterer Bruder war Hugo I., König von Italien.

926 folgte er seinem Bruder als Graf von Arles, als dieser zum König von Italien gekrönt wurde. Auch Boso wandte sich nach Italien, wo er 931 – nachdem Hugo seinen Halbbruder Lambert von Tuszien hatte blenden lassen – Markgraf von Tuscien wurde. Bei seinem Weggang wurde sein Schwiegersohn Boso I. sein Nachfolger.

Er heiratete Willa, die 936 bezeugt ist, eine Tochter des Rudolf I König von Burgund (Welfen), mit der er vier Töchter hatte: 
VON TUSCIEN, Boso (I39709)
 
780 aus der Familie der Bosoniden war ein Sohn des Grafen Boso von Arles und damit durch seine Schwester Theutberga der Schwager des Königs Lothar II. von Lothringen, und einer seiner wichtigsten Verbündeten, bis Lothar seine Ehefrau Theutberga 857 wegen Unzucht (unter anderem mit ihrem Bruder) vertrieb.

Hugbert war Laienabt von Saint-Maurice im Wallis und Herzog von Transjuranien (auch Hochburgund), und hatte damit den nördlichen Zugang auf den Alpenpass am Grossen St. Bernhard unter seiner Kontrolle. Nachdem Lothar Teutberga verstoßen hatte, erhob er sich gegen Lothar, wechselte die Seiten und schloss sich Karl dem Kahlen (823-877), aus dem Adelsgeschlecht der Karolinger, an. Als Lothar dann 859 das Land um Genf, Lausanne und Sion an seinen Onkel Ludwig der Deutsche (um 806 - 876), aus dem Geschlecht der Karolinger), abtrat, wurde Hugberts Lage kritisch.

Ludwig übertrug den Kampf gegen den aufständischen Hugbert dem Welfen Konrad II. (Welfen) von Auxerre, dem Hugbert 864 unterlag. Zwei Jahre später wurde Konrad als Nachfolger Hugberts mit dem Titel eines Markgrafen eingesetzt.

Hugbert wurde 864 für kurze Zeit Laienabt des Benediktiner-Klosters Lobbes im belgischen Hennegau, das er durch seinen maßlosen Lebenswandel und trotz seines baldigen Todes in eine langdauernde Krise führte.

Hugbert hatte einen Sohn, Theotbald von Arles.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bosoniden
https://de.wikipedia.org/wiki/Boso_von_Arles
https://de.wikipedia.org/wiki/Theutberga
https://de.wikipedia.org/wiki/Abtei_Saint-Maurice
https://de.wikipedia.org/wiki/Transjuranien
https://de.wikipedia.org/wiki/Grosser_St._Bernhard
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_Kahle
Pierre Riche: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Albatros, Düsseldorf 2003, ISBN 3-491-96096-7, S. 222.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hugbert_(Bosonide) 
(BOSONIDEN), Hugbert (I18427)
 
781 aus der Familie der Buviniden war König von Niederburgund 887 bis 928, König der Langobarden (= Italien) 900 bis 905, womit er auch einer der Nationalkönige war, und Römischer Kaiser 901/902 bis 905.

Er war der Sohn von Boso von Vienne und dessen Gattin Ermengard, einer Tochter von Kaiser Ludwig II. von Italien. Nach seines Vaters Tod huldigte er als unmündiger Erbe zusammen mit seiner Mutter Kaiser Karl dem Dicken und empfing von ihm sein Erbe als Lehen. In demselben Verhältnis stand Ludwig auch zu Karls Nachfolger Arnolf von Kärnten.

Ludwig wurde 900 auch König der Langobarden (= Italien) und im Februar 901 von Papst Benedikt IV. zum Kaiser gekrönt. 905 unterlag er Berengar von Friaul, der ihn durch Blendung zum Blinden machte und aus Italien vertrieb. Graf Hugo von Arles wurde Ludwigs Regent in Niederburgund und nach seinem Tod 928 auch sein Nachfolger als König.

Ludwig war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe schloss er um 900 mit Anna von Byzanz (* 886; † vor 914), Tochter des byzantinischen Kaisers Leo VI., seine zweite 914 mit Adelheid von Burgund, wahrscheinlich einer Tochter des Königs Rudolf I. aus der Familie der Welfen. 
BOSONIDES, Ludwig III. der Blinde (I36543)
 
782 aus der Familie der Wigeriche. Er war der Sohn des Grafen Siegfried, der Vogt von Sankt Maximin in Trier und Echternach war, und der Hedwig.

Durch seine Schwester Kunigunde war er der Schwager des Kaisers Heinrich II., gegen den er sich 1008 erhob, weshalb er 1011–1012 inhaftiert war. Nach der Aussöhnung mit Heinrich stand er wieder auf dessen Seite.

Friedrich heiratete Irmtrud von der Wetterau (* 972, † nach 1015), eine Tochter des Grafen Heribert von der Wetterau und im Kinziggau und die Erbin von Gleiberg aus der Familie der Konradiner, mit der er mindestens zehn Kinder hatte: 
(MOSELGAU), Graf Graf Friedrich I. (I15317)
 
783 aus der Familie Schardinel, einer Kupfermeisterfamilie aus Stolberg

Die Kupfermeister haben Stolbergs Stadtbild bis heute geprägt: Zwei evangelische Kirchen, die Vogelsangkirche und die Finkenbergkirche mit dem Kupfermeisterfriedhof sowie zahlreiche Kupferhöfe künden bis heute von ihrem Wirken.

1621 wurde noch Beschwerde geführt, die vornehmsten Stolberger Kupfermeister wohnten im angrenzenden Amt Wilhelmstein. Im 17. Jahrhundert gestalteten die Kupfermeister die Kupferhöfe dann zunehmend repräsentativer, so dass sie die Möglichkeit für den standesgemäßen Empfang adliger Gäste boten. Neben den Mircken, mit denen Angehörige einer Zunft ihre Erzeugnisse kennzeichneten, führten die Kupfermeister auch Wappen, die heute noch an den Kupferhöfen zu sehen sind. Wie die Freiherren von Merode und Collenbach ließ sich Johann Schleicher der Ältere 1754 von dem Töpfermeister Jacob Kuckertz aus Langerwehe eine Wasserleitung zu seinem Wohnsitz, dem Kupferhof Rosenthal, legen.

Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Merode
https://de.wikipedia.org/wiki/Kupferhof_Rosenthal
https://de.wikipedia.org/wiki/Peltzer_(Familie)
https://de.wikipedia.org/wiki/Prym_(Familie)
https://de.wikipedia.org/wiki/Schleicher_(Familie)
https://de.wikipedia.org/wiki/Hoesch_(Familie)

Rudolf Arthur Peltzer: Geschichte der Messingindustrie und der künstlerischen Arbeiten in Messing (Dinanderies) in Aachen und den Ländern zwischen Maas und Rhein von der Römerzeit bis zur Gegenwart. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins, Bd. 30, 1908, S. 235–463 (Digitalisat).

Hans Pohl: Kupfergewinnung, Kupferverarbeitung und Kupferhandel im Aachen-Stolberger Raum von 1500 bis 1650. In: Hermann Kellenbenz (Hrsg.): Schwerpunkte der Kupferproduktion und des Kupferhandels in Europa 1500 bis 1650. Köln, Wien 1977, S. ?-?.

Karl Schleicher: Geschichte der Stolberger Messingindustrie. Stolberg 1956.


Tafelindex:1 „Schardinel“ auf Tafel Hoesch–Heidermanns (PDF/JPG)

http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Hoesch-Heidermanns&FN=Schardinel 
SCHARDINEL, Katharina Adelheid (I423)
 
784 aus der Familie Visconti folgte seinem Onkel, dem Erzbischof Ottone Visconti, 1295 als politischer Anführer Mailands. Bereits 1294 war er von Adolf von Nassau zum Reichsvikar ernannt worden. Obwohl ein Aufstand der della Torre 1302 ihn zur Flucht nach Verona zwang, brachte ihn seine standfeste Loyalität zur kaiserlichen Sache in Italien den Dank Heinrichs VII. (regierte 1308–1313), die Wiedereinsetzung in Mailand 1311 und das Amt des kaiserlichen Vikars der Lombardei ein. Er brachte Piacenza, Tortona, Pavia, Bergamo, Vercelli, Cremona und Alessandria unter seine Herrschaft. Obwohl ein fähiger General, verließ er sich für seine Erwerbungen stärker auf Diplomatie und Bestechung, und wurde als Modell eines vorsichtigen italienischen Despoten angesehen. Seine beharrliche ghibellinische Politik und sein Streit mit Papst Johannes XXII. (regierte 1316–1334) über die Besetzung des Bischofsstuhls in Mailand brachten ihm 1322 die Exkommunikation durch den päpstlichen Legaten Bertrand du Pouget ein. Er dankte 1322 zugunsten seines Sohnes Galeazzo I. Visconti ab und starb kurz darauf.

Im Jahre 1320 erhob Papst Johannes XXII. In Avignon die Anklage wegen Nekromantie gegen Matteo und behauptete, er habe versucht, den Tod des Papstes mit der Komplizenschaft von Dante Alighieri herbeizuführen . Matteo lehnte es ab, vor dem Gericht in der päpstlichen Stadt zu erscheinen, wobei er sein Alter und den prekären Gesundheitszustand erwähnte. Im Januar 1321 starb Matteos Frau, Bonacosa Borri. Im nächsten Monat verurteilte das Gericht Matteo in Abwesenheit von Nekromantie. [2] Im Dezember bat der Papst seinen Nachfolger, den de jure- Erzbischof von Mailand, Aicardo Antimiani, um einen neuen Fall der Häresie gegen Matteo und seinen Sohn Galeazzo . Erzbischof Antimiani verurteilte sie als Ketzer, verurteilte Matteo und ordnete die Konfiszierung seines Vermögens und die Räumung aller seiner Ämter an. Zu Beginn des Jahres 1322 kämpfte der päpstliche Legat, Kardinal Bertrand du Poujet, gegen die in der Lombardei wegen Häresie Verurteilten und proklamierte von Asti aus einen heiligen Kreuzzug gegen die Visconti, der die Kreuzfahrer in Valenza zusammenbrachte .

In der Zwischenzeit dauerten die Streitigkeiten zwischen den Welfen und Ghibellinen in der gesamten Lombardei, und der Vorwurf der Häresie wurde auf alle Kinder von Matteo ausgedehnt. Die Verbündeten der Visconti von Mailand wurden beschworen, und die Bürger selbst wurden von der Inquisition bedroht. [2] https://en.m.wikipedia.org/wiki/Stefano_Visconti 
VISCONTI, Matteo I. (I1513)
 
785 Aus der Gegend des Comersees stammendes, später im Veltlin niedergelassenes Geschlecht, das nach dem Veltliner Mord von 1620 von dort wegen seines ref. Glaubens vertrieben wurde. Elisäus flüchtete nach Paris, wo er sich mit bern. Offizieren anfreundete, die sich seines Sohnes Peter ( 1684) annahmen. Dieser wurde 1649 Pfarrer in Reutigen, 1659 in Schlosswil und 1671 Feldprediger im franz. Regiment von Erlach. 1671 wurde er als Ewiger Einwohner in Bern aufgenommen. Sein ältester Sohn Elisäus lebte als erster Geistlicher in der Schweizer Kolonie von Potsdam. Peters zweiter Sohn Nikolaus gründete 1702 die Bank Malacrida. 1712/13 kaufte er die Papiermühle in Worblaufen, die sein Sohn Niklaus Emanuel später seinem Schwager David Gruner verkaufte. 1763 endete die Berner Linie der M. mit Niklaus Emanuels Tod. (Q: HLS) MALACRIDA, Stammlinie (I30282)
 
786 aus der Herrscherfamilie der Piasten war ab 992 Herzog von Polen und ab 1000 bzw. 1025 erster König von Polen. Er war ab 1003 bis 1004 als Boleslav IV. auch Herzog von Böhmen.  (POLEN), König König Bolesław I. ´der Große` (I15275)
 
787 aus der Kupfermeisterfamilie Peltzer


Peltzer (Pelzer, Pelser) ist der Name einer Familie aus dem Raum Aachen, aus deren Reihen zahlreiche Schöffen, Ratsherren und Bürgermeister gewählt wurden und deren Stolberger Zweig zu den bedeutendsten Kupfermeister-Familien der Region zählte.

Stammvater der hier beschriebenen weitverzweigten Familie ist der Wollhändler und Tuchmacher Jakob Kremer (Var.: Cremer, Cremerius) (* 1435) aus Aachen. Er heiratete Margarethe (Greitgen) Peltzer, woraufhin seine Söhne zunächst als Familiennamen die Bezeichnung Kremer, genannt Peltzer wählten. Erst ab der nächsten Generation setzte der Name Peltzer sich endgültig durch, wurde aber je nach Familienzweig und Region sowohl Pelzer als auch Pelser geschrieben.

Unter den Kindern Jakobs sind drei Söhne von besonderer Bedeutung: Jakob, der Jüngere Kremer, genannt Peltzer (* 1461), Tuchmacher und Stammvater der ab 1766 geadelten Linie von Pelser-Berensberg, Matthias Cremer(ius), genannt Peltzer (1465–1557), Theologe und Rektor der Universität Köln sowie Hermann Kremer, genannt Peltzer (1466–1537), Wollhändler und Greve (Vorsitzender) der Wollenambacht (Zunft der Wollhändler) der Freien Reichsstadt Aachen.

Nachdem sich ab Mitte des 16. Jahrhunderts allmählich auch in Aachen die Lutheraner vorübergehend durchgesetzt hatten, schlossen sich viele Familien dieser neuen Religionsrichtung an, so unter anderem auch die Familie Peltzer. Auf Grund der hiermit verbundenen Benachteiligungen und Nachstellungen sahen sich jedoch mehrere Familienmitglieder in der Zeit der Aachener Religionsunruhen dazu gezwungen, unter dem Aspekt der Religions- und Arbeitsfreiheit frühzeitig in anderen Regionen ihre Zukunft aufzubauen, erst recht nach der erfolgten Reichsacht gegen reformierte Bürger und Amtsinhaber im Jahre 1598. Unter dem Personenkreis der Auswanderungswilligen ist besonders Mathis (1555–1602), ein Sohn des Aachener Ratsherrn und Bürgermeisters Matthias Peltzer (1508–1591) und Enkel des Greven Hermann, von Bedeutung, der als Erster der Familie aus beschriebenem Grunde rechtzeitig in das benachbarte Stolberg zog und damit dort die einflussreiche und weitverzweigte Stolberger Peltzer-Dynastie begründete. Zwei seiner Vettern zog es dagegen in die Ferne: Jordan (1503–1607) ließ sich als Kupfermeister in Frankenthal (Pfalz) und Martin (1542–1615) als Wollhändler in Kassel nieder.

https://de.wikipedia.org/wiki/Peltzer_(Familie)
https://de.wikipedia.org/wiki/Kupfermeister 
PELTZER, Maria (I6072)
 
788 aus der Provinz Ober-Yssel WENTHOLD, Anna (I945)
 
789 Aus der vierzehnjährigen Ehe mit Clementia war kein männlicher Nachkomme hervorgegangen VON ZÄHRINGEN, Clementia (I10375)
 
790 Aus der Zürcher und der Genfer Reformation ging die reformierte Kirche hervor.

Seine Theologie wurde in der zweiten Generation von Heinrich Bullinger und Johannes Calvin weitergetragen
Im Gegensatz zu manch volkstümlichen Annahmen lautet Zwinglis Taufname im Gedenken an den Heiligen Ulrich von Augsburg «Ulrich». Erst mit der Zeit begann Zwingli selbst, seinen Vornamen zu Huldrych (auch Huldreich oder Huldrich) zu verändern; dies wohl als humanistisch-volksetymologische Spielerei und entgegen der sprachwissenschaftlichen Etymologie, wonach Ulrich von althochdeutsch uodal «Erbbesitz» und rīch «mächtig» abgeleitet ist.

Der Familienname «Zwingli» ist laut Heinrich Bruppacher ein Wohnstättenname zu dem nicht seltenen Örtlichkeitsnamen «Zwing, Twing», der auch im Toggenburg vorkommt und ursprünglich ein «eingefriedetes Stück Land» bezeichnete.[2] Diese Erklärung wurde auch von Ulrich Gäbler wieder aufgenommen.[3] Ulrich Zwingli selbst dachte zuweilen an «Zwilling» oder an «Zwinge» und nannte sich daher in einigen Texten humanistisch-latinisiert «Geminius» beziehungsweise «Cogentius». Martin Luther und andere Widersacher dagegen sprachen bisweilen vom «Zwingel», da er die Heilige Schrift in seinem Sinne zwinge.

Schlacht zu Kappel
Am Vorabend der Reformation gehören zum Kloster Einsiedeln nur noch zwei Mönche: Diebold von Geroldseck und Abt Konrad von Hohenrechberg. Als dann Diebold von Geroldseck zum reformierten Glauben übertritt und später an der Seite von Huldrych Zwingli bei der Schlacht zu Kappel (1531) fällt, ist das Kloster dem Untergang nahe. Doch es kommt Hilfe von unerwarteter Seite: die alten Gegenspieler, die Schwyzer Führungsschicht, nehmen sich des Klosters an. Sie drängen den betagten Abt Konrad von Hohenrechberg zur Resignation und setzen am 14. August 1526 den Dekan des Klosters St. Gallen, Ludwig Blarer (+1544), als Abt ein.  
ZWINGLI, Huldrych (I1359)
 
791 Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, und Wilhelm VIII. musste in den frühen 1070er Jahren nach Rom reisen, um den Papst dazu zu bringen, seine Kinder aus dieser dritten Ehe als legitim anzuerkennen. (BURGUND), Hildegard (I37731)
 
792 Aus Eheschließung der Tochter Anna Maria EBLIN, Hans Bernhard (I11701)
 
793 Aus einer Salzburger Urkunde, die um das Jahr 1000 verfasst wurde, lässt sich herauslesen, dass Hartwig in dieser Zeit Domherr im Domkapitel seines Großonkels Erzbischof Hartwig von Salzburg war. Es ist nicht bekannt, wann und wie es zu seiner Bischofsernennung gekommen ist. Allerdings ist es durchaus möglich, dass sein Großonkel Hartwig oder sein Halbbruder Erzbischof Aribo von Mainz diesen Werdegang beeinflusst haben.

Hartwig wurde von Kaiser Konrad II. am 27. Juni 1027 mit der Grafschaft Norital (Eisack- und Unterinntal) belehnt.[1] Der Bischof verfügte damit sowohl über die Grafengewalt als auch über militärische, richterliche und administrative Hoheitsrechte. Die Urkunde dieser Belehnung befindet sich heute im Diözesanarchiv in Brixen. Hartwig übergab die Verwaltung dieser Besitzungen allerdings noch im selben Jahr seinem Bruder Engelbert IV.

1028 nahm Hartwig an der Krönung Heinrichs III. in Aachen teil. Es kam im Laufe der Zeit noch zu weiteren, bedeutenden Schenkungen an die Brixner Kirche, was auf ein vertrauensvolles Verhältnis zum König schließen lässt.

Unter Bischof Hartwig wurde die Stadtmauer, mit deren Bau sein Vorgänger begonnen hatte, vollendet. Er ließ eine neue Pfarrkirche im romanischen Stil errichten, die im Jahr 1038 dem hl. Michael geweiht wurde. Weiters ließ Hartwig im Jahr 1030 noch ein Benediktinerkloster im Pustertal erbauen.

Brixen wurde während seiner Amtszeit auch zur Stadt erhoben.[2] Die Schenkung von Konrad II. und die Vollendung der Stadtmauer führten dazu, dass Brixen schließlich zur bischöflichen Residenzstadt wurde. 
VON BRIXEN, Hartwig I. (I37593)
 
794 Aus einer Urkunde des Sohnes von Beatrix, des westfränkischen dux Francorum Hugo Magnus, ausgestellt am 26. März 931, geht Beatrix’ Name hervor.[1] Die Mutter des dux wird hier als domnæ Beatricis genannt, zugleich stellt dies ihre einzige zeitgenössische Erwähnung dar.

Die familiäre Herkunft der Beatrix, einer der Stammmütter der Kapetingerdynastie, ist umstritten. Allgemein wird sie in der Fachliteratur als Tochter des Grafen Heribert I. von Vermandois genannt, womit sie zugleich der fränkischen Herrscherdynastie der Karolinger zugehörig wäre. Diese Annahme basiert allerdings auf einem Eintrag in der im 11. Jahrhundert entstandenen Historia Francorum Senonensis, in der die Frau König Roberts I. und Mutter des Hugo Magnus als Schwester Heriberts II. genannt wird.[2] Mehrere nachfolgende Chronisten, wie beispielsweise Ordericus Vitalis und Robert von Torigni, haben ihre Informationen bezüglich der genealogischen Verhältnisse zu den frühen Kapetingern offenbar aus dieser Chronik aus Sens bezogen, womit sich die Zugehörigkeit der Beatrix zum Grafenhaus von Vermandois im allgemeinen geschichtlichen Kanon festigte.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Zuverlässigkeit der Historia Francorum Senonensis hinsichtlich genealogischer Informationen mehrfach widerlegt wurde. Auch schweigen sich zeitnähere Autoren, allen voran Flodoard von Reims, bezüglich des familiären Hintergrundes der Mutter des dux Hugo Magnus aus. Als einzig relevant erscheinende verwandtschaftliche Verbindung des dux zum Grafen Heribert II. von Vermandois wird die Ehe des Grafen mit einer namentlich unbekannten Schwester des dux hervorgehoben.

Als die Dynastie der Kapetinger im 13. Jahrhundert begann, ihre dynastische Abkunft von den Karolingern zu propagieren, berief sie sich dabei auf die Ehefrau König Philipps II. August, Isabella von Hennegau († 1190), als Bindeglied. Beatrix als vermeintliche und zeitlich näher stehende Nachkommin Karls des Großen spielte dabei keinerlei Rolle.

Tod
Das Todesjahr von Beatrix ist ebenfalls nicht genau bestimmbar. Die Urkunde aus dem Jahr 931 suggeriert, dass sie zum Zeitpunkt der Ausstellung noch am Leben war, allerdings wird sie hier ohne jede königliche Titulatur genannt, obwohl ihr Ehemann 922 zum westfränkischen König erhoben worden war. Die Krönung der Emma, einer Tochter König Roberts I. und Ehefrau des Königs Rudolf, im Jahr 923 fanden dagegen die zeitnahen Chronisten erwähnenswert.

Wahrscheinlich war Beatrix noch vor der Thronerhebung Roberts I. im Jahr 922 gestorben, vielleicht noch vor dem Jahr 907. In einer Urkunde König Karls III. des Einfältigen vom 21. Mai 907 wird nämlich der venerandi comitis Rotberti (der spätere König Robert I.) mit einer Adelæ comitissæ genannt.[3] Da der dux Hugo Magnus beim Tod seines Vaters 923 bereits im mündigen Alter stand, kann angenommen werden, dass die besagte Adela die zweite Ehefrau seines Vaters und Mutter von dessen Töchtern gewesen war. Seine eigene Mutter, Beatrix, dürfte also schon vor 907 gestorben und folglich niemals zu königlichen Würden gekommen sein. 
VON VERMANDOIS, Beatrix (I37564)
 
795 Aus einer Urkunde von 715/716 geht hervor, dass Arnulf seinen Erbteil von Bollendorf der Stadt Echternach verschenkte, und dass er zu dieser Zeit schon den Titel dux geführt hat. Er wurde zusammen mit seinen Brüdern Gottfried und Pippin von seinem Halbonkel Karl Martell inhaftiert. Arnulf starb während der Gefangenschaft. Ob er aber umgebracht wurde oder eines natürlichen Todes starb ist unklar. Die Begräbnisstätte ist unbekannt. Arnulf war nicht verheiratet und hatte keine Nachkommen. VON FRANKEN, Arnulf (I24337)
 
796 Aus erster Ehe hatte sein Vater bereits einen Sohn, Pippin den Buckligen, doch wurde diese Verbindung später für ungültig erklärt, wodurch Karl der Jüngere zum Thronfolger wurde.
Er erbte den Kernbereich Neustrien und war als Haupterbe vorgesehen, starb jedoch vor seinem Vater.[ 
N., Karl (I10794)
 
797 aus Frauenfeld HUBER, Hans (I1431)
 
798 aus Haus Palant, auch Schloss Palant genannt, dem Stammsitz der Familie Palant, damals eines der schönsten Schlösser im Jülicher Land, in Weisweiler, ein östlicher Stadtteil von Eschweiler in der Städteregion Aachen in Nordrhein-Westfalen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pallandt
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Palant

Ulrich Coenen: Architektonische Kostbarkeiten im Kreis Aachen. G. Mainz, Aachen 1987, ISBN 3-925714-11-1, S. 155–156.

Holger A. Dux, Dirk Holtermann: Die Aachener Burgenrunde – Radeln zwischen Wurm und Inde. Walter Rau, Düsseldorf 2000, ISBN 3-7919-0749-2, S. 108 (online).

Herbert Limpens: Stadt Eschweiler. 1. Auflage. Neusser Druckerei und Verlag, Neuss 1983, ISBN 3-88094-439-3 (Rheinische Kunststätten. Heft Nr. 271), S. 22–24.

Ernst von Oidtman: Schloß Palant bei Weisweiler im 18. Jahrhundert. In: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins. Nr. 51, 1929, S. 321–325.

Paul Hartmann, Edmund Renard: Die Kunstdenkmäler des Kreises Düren (= Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 9, Abt. 1). L. Schwann, Düsseldorf 1910, S. 330–333. 
VON PALLANDT, Baron Baron Conrad (I2259)
 
799 aus Heidershof KORTE, Evert (I620)
 
800 Aus Kempten im Allgäu, Bürger von Zürich 1468, Wirt zum Rößli 1487, erwirbt 1490 das Rothaus

um Rößli Das Hotel hat seinen Namen vom nahegelegenen Helmhaus, das im Mittelalter als Gerichtsstätte genutzt wurde.

Als Beherbergungsstätte wurde das Gebäude erstmals 1356 unter dem Namen Hie zum Rosslyn (Hier zum Rössli) in den Geschichtsbüchern erwähnt. Das Haus war ein Lehen der Fraumünsterabtei. Der damalige Besitzer stand vermutlich im Dienste des Abtes von Klosters Einsiedeln in Zürich.
15. und 16. Jahrhundert

Einer der vielen Rössli-Wirte war Junker Oswald Reinhart (auch: Osswald Reinhart) aus Kempten (Allgäu). Im Jahre 1468 erhielt Reinhart die Bürgerrechte der Stadt Zürich und übernahm 1487 mit seiner Frau Elisabetha Wunzürn (auch: Elssbetha Wynzürnin) die Wirtschaft Zum Rössli. Reinharts Tochter Anna, die einen Teil ihrer Kindheit im Rössli verbrachte, lebte ab 1522 mit dem Reformator und Leutpriester Ulrich Zwingli zusammen und heiratete diesen am 2. April 1524 in zweiter Ehe im Grossmünster.[1] Anna Reinhart war die erste Pfarrfrau der Schweiz und baute das Zürcher Armenwesen auf. An sie erinnert noch heute eine Messingtafel an der Fassade des Hotels.

Während des Zürcher Bildersturms im Jahr 1524 veranlasste der Chorherr des Grossmünster Rudolf Koch auf Initiative Zwinglis, dass die Altarbilder des Malers Hans Leu der Ältere in die Täferung des Rössli verbracht wurden, um sie vor der drohenden Zerstörung zu retten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Bilder durch Zufall während eines Umbaus wiederentdeckt und können heute im Schweizerischen Landesmuseum besichtigt werden.  
REINHARD, Oswald (I1435)
 

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