Strauss Genealogie


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901 BASISINFORMATION:
HBLS: III/S.590
Seit Mitte des 16. Jh. bis Mitte des 17. Jh. in Bischofszell nachweisbar.
auch Goldast, in Bischofszell aber immer als Guldinast
Georg, des Rats von Bischofszell, wurde 1558 Bürger von St.Gallen.

Die Vorfahren (Quelle Brauchli) waren von Bischofszell nach Konstanz übersiedelt und hatten es dort zu Ansehen gebracht. Als der Reformator Johannes Zwick im Jahre 1542. nach Bischofszell zog, um dort zur Pestzeit auszuhelfen, da zog auch ein Verwandter, Heinrich Guldinast, mit ihm in seine ange­stammte Heimat und nahm sich Cleophea Gonzenbach zur Frau.

Guldinast von Konstanz (Q: Oberbadisches Geschelchterbuch):
waren wohl im 15. Jh. von Bishofszell nach Konstanz gezogen.
- Konrad Guldinast, 1496 Ratsherr, siegelt 1524
- Dessen Bruder Jakob, +1542 hinterliess die Kinder
Christian
Appollonia
Dorothes
Michael
hatte 1542 einen ledigen Sohn Jörg
Konrad
Adam
- Nikodemus, 1550-1561 im kleinen Rathe zu Konstanz
- Alexander, 1552 - 1556 im grossen Rathe, 1572-1621 im kleinen Rathe, gest 1621, wurde 07.11.1596 in Innsbruck von Kaiser Matthias in den Adelstand erhoben. Er hatte einen Bruder Michael. Seine Gattin war Margaretha Kalt (erscheint 1591, 1625)
- Joachim, seit 1559 im grossen Rathe zu konstanz, war kinderlos und testierte 1563 neben seiner Gattin Euphrosina Sauter

Wappen:
In Gold ein rechteckier Schrägrechtsbalken, darin ein beidseits zweimal gestümmelter gerader Ast.
Wappenbrief des Kaisers Maximilian I d.d. Konstanz 08.04.1508 für die Gebrüder Konrad und Jakob Guldinast.

Bekannte Zeitgenossen:
Melchior Guldinast (1578 - 1635), genannt Melchior Haiminsfeld

Auswanderer
Georg (... St.Gallen -1675) Wien, AT
Melchior (1578 - 1635) Giessen, DE 
GOLDAST\GULDINAST, Stammlinie (I26823)
 
902 BASISINFORMATION:
in Frankreich auch als Gonzebat

Gonzenbach [von]
Kaufmannsfamilie aus St. Gallen und Hauptwil. Die Familie stammt vom Hof Gunzenbach in der Gemeinde Lütisburg. Ulrich ist 1308 erwähnt als Häuserbesitzer in Wil (SG), Jakob 1462 als Ammann im unteren Amt Toggenburg. Im 16. Jh. gehörten die Gonzenbach zu den angesehenen Familien Bischofszells. Heinrich (1585-1650) erwarb 1607 das Bürgerrecht der Stadt St. Gallen. Dort stiegen die Gonzenbach zu den führenden Leinwandhandelsfamilien auf. Hans Jakob ( -> No 5 ) und Bartholome (1616-94) verlegten zur Umgehung der rigorosen St. Galler Zunftsatzungen ihr Geschäft für Leinwandproduktion und -handel 1665 nach Hauptwil. Bereits 1654 bzw. 1664 hatten sie die niedere Gerichtsbarkeit über Hauptwil und Freihirten (Gem. Hauptwil), 1664 das Marktrecht für Hauptwil erlangt. Der dortige Familienbesitz umfasste fast den gesamten Gemeindebann (u.a. altes und neues Schloss). Im 19. Jh. musste die Hauptwiler Linie der Gonzenbach infolge des Niedergangs des Leinwandgewerbes ihren Besitz, der seit 1665 einem Fideikommiss gemäss vererbt worden war, sukzessive veräussern. Inzwischen hatte Peter das von seinem Grossvater Hans Jakob 1666 aufgegebene St. Galler Bürgerrecht 1725 wieder erlangt. Auch die St.Galler Linie der Fam. war bis ins 19. Jh. v.a. in der Kaufmannschaft tätig, dann auch in akadem. (Juristen, Ärzte) und technischen Tätigkeiten sowie in der Politik. David (1738 - 1810) besass eine für sankt-gallischen Verhältnisse bedeutende Gemälde- und Kupferstiche-Sammlung (Q: SHL, HBLS III/s.601)

Einige Gonzenbach von Sitterdorf/Leutswil (Lütschwil) vgl. BV ab 1634, Nachkommen (Bleicher, Walker) im Bitzi, Espen und Hauptwil.

Wappen:
In Rot silberner Rechtsschrägwellenbalken.
Schützentafel im Museum Bischofszell, 1680. Briefpetschaft im Thurgauischen Historischen Museum, 1768. Siegelsammlung im Museum Bischofszell. Urkundensiegel im Stiftsarchiv St.Gallen, 1689.

Wappen alternativ:
In Rot blauer Rechtsschrägwellenbalken nach der Figur belegt mit silbernem Fisch.
Urkundensiegel im Stiftsarchiv St.Gallen, 1670. Wappentafel der Bürgerschaft von Bischofszell, 1735.

Berühmte Zeigenossen:
Hans Jakob (1611 - 1671) Hauptwil, Leinwandkaufmann
Hand Jakob (1754 - 1815) Hauptwil, gab 1798 den Anstoss zur thurgauischen Befreiungsbewegung
Peter ( 1701 - 1779 ) Hauptwil, Stickereikaufmann

In fremden Diensten:
Georg Friedrich, Bäcker (*1737) 1778 in preussischen Diensten im Regiment Generalmajor von Teufenthal
Hans Ulrich (1683- 1738): Soldat in neapolitanischen Diensten im Schwizer Regiment Oberst Ludwig Leonhard de Schorden (?), Hauptmann Kaspar Freuler
Ferdinand (1710 - 1744) in sardischen Diensten, hinterliess 5 unerzogen Kinder
Paul (1724 - 1799): Offizier in preussischen Diensten
Hans Felix (1711 -1744): Korporal in sardischen Diensten im Regiment von Schulenburg, der Kompanie von Hauptmann Lehmann
Hans Konrad (1717 - 1747): Leutnant, + in Leitmeritz
Georg Firiedrich (1801 - ): Hauptmann in hollandischen Diensten

Auswanderer:
Friedrich Albert (1826 - ) New York, USA
Hans Heinrich (1654 - ) Lyon, FR
Hans Jakob (1692 - 1723) Paris, FR
Hans Jakob (1779 - 1834) St.Petersburg, RU
Hans Konrad (1717 Hauptwil - 1757) Leitneritz, Böhmen
Hans Melchior (1642 - 1662) Salfeld, DE auf der Wanderschaft
Jakob (1650 Hauptwil - 1720) Lyon, FR
Karl Heinrich (1830 - 1876) USA
Kaspar Anton (... Hauptwil - 1776) Alicante, ES
Melchior (1709 - 1773) Erlangen, DE


Archive
-FamA in Museumsgesellschaft Bischofszell und KBSG
Literatur
-Literatur:
Gonzenbach, Wilhelm von, 1918: Ges. der Fam. von G., 1913, 134 Bl., 2 Tafeln 35 cm, (KBSG Vadi.) VadSlg Ms S 39 B
Notkerstrasse 22, 071 229 23 21 / 071 229 23 29  
N., N. (I14760)
 
903 BASISINFORMATION:
Seit Anfang des 15.Jh. in Bischofszell nachweisbar.
Angesehene Familie der Stadt Bischofszell. Hans Ulrich Amstein wird 1515 vom Bischof Hugo von Konstanz als Pfleger des Stadtspitals mit den Zehnten von Zihlschlacht und Hohentannen belehnt. 1520 sitzt er im Rat der Stadt (HBLS, I/S.352).
Sie sind in der zweiten Hälfte de 17. Jh. nach St.Gallen abgewandert.

Ein Verbindung zwischen den Bischofszeller Amstein (16. und 17. Jh) und den Hauptwiler Amstein (18. Jh.), zugewandert von Wila, ZH, von denen auch die Bündner Amstein abstammen, lässt sich nicht belegen.

Glückshafenrodel 1504:
S.196/70 (5.Sept.): Ulrich Amstein, Greta U.A. husfrow, Anneli U.A. Tochter, Poley U.A. sun, Joder, U.A. sun, Fridli U.A. sun, Heinrich U.A. sun, Katharina U.A. dochter, Waltpurg, U.A. tochter
S.255/24 (12.Sept.): Katarin A., Jakob A, Wibrat A., Hans A. gen. Meyerli, Meyerli A. hussfrow, - H. A. kind
S.474/33: Herman A., Elly A., Elsy Schmidli, Herman Amsteins Schwiger
S.538/15: Ulrich Amstein - bei den Büchsenschützen

Wappen:
Aufgerichteter schwarzer Steinbock vor waagrecht geteiltem Hintergrund, oben Rot und unten Silber.
Wappenscheibe 1627 (im Privatbesitz J. Huber, Sihlbrugg, 1913), vgl. HBLS, Bd.I

Bekannte Zeitgenossen:
Pelagius Amstein, von Bischofszell (Q: Geschichte des Thurgaus von Johann Adam Pupikofer), hat als Pfarrer von Goldach, später in Trogen, für die Reformation gewirkt. Er hatte die Pfarrei Goldach verlassen müssen, weil er sich geweigert hatte, weiter die Messe zu lesen.  
AMSTEIN, Stammlinie (I25630)
 
904 BASISINFORMATION:
Seit Beginn des 14. Jh. belegte Konstanzer Bürgerfam., die mit Gebhard ( 1403), Sohn Heinrich (um 1380-1451) und Enkel Ulrich ( zwischen 1472 und 1477) 1397-1431 ununterbrochen den Stadtammann stellte. Ab 1425 war Heinrich Unter- und Oberbürgermeister. In den Kämpfen zwischen Zünften und Patriziat 1429-30 stand er auf der Seite der Ersteren. 1430 abgesetzt und weggewiesen, widmete er sich nach der Rehabilitation ausschliesslich seinen Handelsgeschäften. 1401 erbte er von seiner Grossmutter die Burg Kachel (Gem. Güttingen) und die Herrschaft Güttingen. 1409 erwarb er die Moosburg (Gem. Güttingen) dazu sowie die Vogteien über Landschlacht, Uttwil und Kesswil. 1452 ging das Besitztum von seinen Erben an den Bf. von Konstanz über. Mit Johannes ( 1505), einem Urenkel Heinrichs, schaffte die Fam. 1495 die Aufnahme in das Konstanzer Patriziat. Im 16. Jh. wurden die E. insbesondere als Gesellschafter der WELSER von Augsburg bekannt, starben jedoch gegen Ende des Jahrhunderts aus. Gebhards Bruder Johannes war 1384-1408 Propst von St. Peter zu Embrach, während Hans 1454-72 Burg und Herrschaft Altikon innehatte.
--> Oberbaumeister ‎1475 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU
--> Säckelmeister ‎1478 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU
--> Grossrat ‎1479 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU

aus: Der erste Sklavenhändler der Eidgenossenschaft Von Hans Fässler, Tagesanzeiger, 2. April 2019
Kaum bekannt ist hingegen: Lizenznehmer des dritten «asiento de negros» überhaupt war – ein St. Galler. 1528 erwarb sich der Kaufmann Hieronymus Sailer zusammen mit dem Konstanzer Heinrich Ehinger von Karl V. Recht und Verpflichtung, 4000 versklavte Menschen in die Kolonien zu «exportieren» und dort
zu verkaufen, wobei bei den 4000 eine Frauenquote von einem Drittel galt. Sailer war im Januar 1528 in Burgos zu den Verhandlungen bevollmächtigt worden, die er wohl im Auftrag oder in Absprache mit dem Augsburger Handelshaus der Welser geführt hatte. 
EHINGER, Heinrich (I32455)
 
905 BASISINFORMATION:
vermutlich aus dem Toggenburg stammend (HBLS VI/S.476)
vermutlich von Jonschwil oder Lichtensteig, seit Mitte des 15. Jh. bis Ende 18. Jh. in Bischofszell nachweisbar .
Von diesem Geschlecht sagt Wegelin in seiner Geschichte der Landschaft Toggenburg (l. Band S. 309)
„Die Spitzli, welche sowohl in Jonschwil wie in Lichtensteig ansässig waren, gehörten in damaliger Zeit
zu den angesehensten Geschlechtern des Toggenburg.“ Erscheinen auch im Glückshafenrodel (diejenigen von Jonschwil und Lichtensteig).

Wappen:
In Schwarz aus oberem Schildrand hervorgehende natürliche Hand mit goldenem Zirkel zwischen den Schenkeln goldener Globus.
Schützentafel im Museum Bischofszell, 1706.

In fremden Diensten:
Hans Jakob (1675 - 1673): starb in holländischen Diensten zu Maastricht unter General Staaden  
SPITZLI, Stammlinie (I34241)
 
906 BASISINFORMATION:
Wappen
In Blau schwarzes Hauszeichen überdeckt von goldener Kugel schräglinks durchspiesst von schwarz geschäftetem silbernen Pfeil 
HENSELER, Stammlinie (I14287)
 
907 Bathilde, auch Balthild, Baldhilda, Bathildis, (* um 630 in England; †30. Januar wohl 680 in der Abtei Chelles) war die Ehefrau des fränkischen Merowingerkönigs Chlodwig II. von Neustrien. Bathilde wurde als kleines Mädchen von den Wikingern aus England verschleppt. Um 641 wurde sie günstig als Sklavin an den Hof des fränkischen Hausmeier Erchinoald verkauft.[1] Dieser machte sie zu seiner Mundschenkin, warb aber nach dem Tod seiner Gattin erfolglos um sie.[2] Wegen ihrer Klugheit und Schönheit wurde König Chlodwig II., der sie bei einem Besuch kennengelernt hatte, auf sie aufmerksam.[3] 649 heiratete König Chlodwig II. Balthilde.[1] Ihr Aufstieg machte sienicht hochmütig, sie war Armen fürsorglich zugetan. Sie wandte sich gegen Sklaverei unter Christen.[4] Als Königin erließ sie Gesetze, um die Versklavung von Kriegsgefangenen zu unterbinden, die bis dahin alsStammessitte akzeptiert war. Von ihr befreite Sklaven wurden ungeachtet der Herkunft in Klöstern unterrichtet oder als Helfer auf Gütern eingesetzt.[2] Sie gründete das Nonnenkloster Chelles (664) bei Paris unddie Abtei Corbie (657/661) für Mönche. In weiteren Abteien führte siedie Mönchsregel von Luxeuil ein.[1] Ende 657 starb Chlodwig II. und Bathilde fungierte mit dem Hausmeier Erchinoald und ab 658 Ebroin bis um 664 als Regentin für Chlothar III.in Neustrien.[5] Im Jahr 657/658 schenkten Chlothar III. und Bathildedem Kloster „in civitatis Trecassinæ“ [6] An der Ermordung des Bischofs Aunemund/Annemundas von Lyon[7] durch Ebroins Soldaten um 658 war Bathilde vermutlich nicht beteiligt. Außer einem blutig niedergeschlagenen Aufstand der burgundischen Opposition verlief ihre Herrschaft friedlich.[8] Nachdem der Staatsstreich Grimoalds in Austrasien gescheitert war, setzte sie 662 ihren Sohn Childerich II. als König von Austrasien ein.[8] Um 664 wurde sie nach einer Intrige Ebroins und des Adels verbannt undzog sich nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch ihre erwachsenen Söhne ins Kloster Chelles zurück.[9] Dort soll sie den niedrigsten Rang haben bekleiden wollen und sich durch besondere Demut und Nächstenliebe ausgezeichnet haben.[4] Bathilde starb am 30. Januar vermutlich im Jahr 680 im Kloster Chelles und wurde dort in der église Sainte-Croix beigesetzt.[9] 833 erfolgte die Erhebung ihrer Gebeine. Papst Nikolaus I. sprach sieim Jahr 860 heilig. Ihr katholischer Gedenktag ist der 30. Januar. Sie gilt als Schutzpatronin der Gebrechlichen, Kranken, Kinder und Witwen. In der Kunst wirdsie mit Kirchenmodell und Krone, als Almosengeberin oder mit Himmelsleiter, auf der Engel herabsteigen und ihr ein Kind reichen, dargestellt. VON ASKANIEN, Bathilde (I18393)
 
908 Bauer im Müllheimer Viertel

Artz
Der Familienname Artz (Arz, Artzt) wird nach Karl Zinkgräf (Weinheimer Geschichtsblatt 18/1936) in Weinheim erstmals im Jahr 1502 erwähnt. Heute wohnen nur noch wenige Familien Artz in Weinheim. Der älteste bekannte Namensträger, über den wir mehr wissen als der Name, ist Michael Artzt. Er kommt allerdings aus Ober-Laudenbach, war Küfer und hat am 12.02.1661 in der Altstadtkirche die Weinheimer Bürgerstochter Anna Maria Kieß geheiraet (Blatt 1/1), die ebenfalls zahlreiche Nachkommen hatte.

Stammfolge Arzt 1. Generation Blatt 1/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Arzt 2. Generation Blatt 2/1, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

siehe Blatt
3/2

siehe Blatt
4/1
 
ARTZ, Hans Valentin, ´der Junge` (I43252)
 
909 Bäuerl. Geschlecht im Zuger Berggebiet, wo die T. seit dem frühen 15. Jh. belegt sind. Sechs T. zählten zu jenen 14 Hofleuten, die 1431 oder kurz zuvor den Hünenberger Hof in Hinterburg erwarben. Bedeutung erlangten einzig die auf dem Bauernhof Blachen in Neuheim sesshaften T. Aus dieser von Ratsherr Hans begründeten Linie gingen insgesamt fünf Ammänner hervor: Seine beiden Enkel Ulrich ( -> 9) und Johann ( -> 1), Peter ( -> 4), ein Sohn des Letztgenannten, sowie dessen Söhne Johann Peter ( -> 2) und Severin ( -> 5). Severins Sohn Johann Kaspar (geboren 1684) war im Krieg von 1712 massgeblich am Sturz der friedenswilligen Regierung beteiligt und übernahm bis zur Niederlage im 2. Villmergerkrieg das Amt des Landeshauptmanns. 1719 wurde er wie schon zwei seiner Brüder Priester. Ebenfalls aus der Linie der T. ab Blachen stammt Klemens ( -> 3).


Autorin/Autor: Renato Morosoli 
TRINKLER, Matthias (I3033)
 
910 Bäuerl. Geschlecht im Zuger Berggebiet, wo die T. seit dem frühen 15. Jh. belegt sind. Sechs T. zählten zu jenen 14 Hofleuten, die 1431 oder kurz zuvor den Hünenberger Hof in Hinterburg erwarben. Bedeutung erlangten einzig die auf dem Bauernhof Blachen in Neuheim sesshaften T. Aus dieser von Ratsherr Hans begründeten Linie gingen insgesamt fünf Ammänner hervor: Seine beiden Enkel Ulrich (->) und Johann (->), Peter (->), ein Sohn des Letztgenannten, sowie dessen Söhne Johann Peter (->) und Severin (->). Severins Sohn Johann Kaspar (1684) war im Krieg von 1712 massgeblich am Sturz der friedenswilligen Regierung beteiligt und übernahm bis zur Niederlage im 2. Villmergerkrieg das Amt des Landeshauptmanns. 1719 wurde er wie schon zwei seiner Brüder Priester. Ebenfalls aus der Linie der T. ab Blachen stammt Klemens (->). TRINKLER, N. (I37063)
 
911 Bauto war fränkischer Herkunft und wuchs östlich des Rheins auf, also in einem nicht von den Römern okkupierten Gebiet Germaniens.[1] Er trat in die römische Armee ein und wurde 380 von Kaiser Gratian zum magister militum (Heermeister) ernannt. Gratian schickte ihn dem Kaiser im Osten, Theodosius I., zur Unterstützung. Bauto war in den folgenden Jahren neben dem Bischof Ambrosius von Mailand (* 339 in Trier; † 4. April 397 in Mailand) wurde als römischer Politiker zum Bischof von Mailand gewählt. Er ist einer der vier lateinischen Kirchenlehrer der Spätantike der Westkirche, war der jüngere Bruder der Heiligen Marcellina und Satyrus und trägt seit 1295 den Ehrentitel Kirchenvater , der ihn mehrmals erwähnt,[2] der wesentliche Berater des Kaisers Valentinian II., der nach der Ermordung Gratians 383 im Westen herrschte. Im Jahr 383 schlug Bauto die nach Raetien eingefallenen Juthungen zurück und soll gegen den Usurpator Magnus Maximus mehrere Barbarenstämme mobilisiert haben. Obwohl Bauto ein Heide und mit Quintus Aurelius Symmachus bekannt war, unterstützte er 384 im Streit um den Victoriaaltar die Ablehnung einer Petition heidnischer Senatoren durch Kaiser Valentinian II. 385 bekleidete Bauto zusammen mit dem ältesten Sohn des Theodosius, dem späteren oströmischen Kaiser Arcadius, das Konsulat.

In den Quellen werden Bautos militärische Fähigkeiten gelobt, außerdem soll er ein immenses Vermögen angehäuft haben. Angeblich war Bauto der Vater des Heermeisters Arbogast (jedenfalls nach Johannes von Antiochia), was aber eher unwahrscheinlich ist. Bautos Tochter, die hochgebildete Aelia Eudoxia, heiratete 395 Kaiser Arcadius. 
FLAVIUS, Bauto (I47234)
 
912 Bavo wurde Ende des 6. oder Anfang des 7. Jahrhunderts im heutigen Belgien geboren. Er stammte aus einer adligen Familie und hieß ursprünglich Allowin. Der Legende nach war er ein Sohn Pippins des Älteren. Nach dem Tode seiner Gattin, Tochter eines Grafen Adilio und Mutter von Adeltraut (Adeltrudis), die später Äbtissin im Kloster Malbodium (heute: Maubeuge) wurde, schenkte Bavo all seine Habseligkeiten den Armen und trat in ein Genter Kloster ein, wo er um 655 starb. VON HERISTAL, Heiliger Heiliger Bravo (I18385)
 
913 Bazentin (picardisch: Bazintin) ist eine nordfranzösische Gemeinde mit 80 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Somme in der Region Hauts-de-France. Die Gemeinde gehört zum Kanton Albert und ist Teil der Communauté de communes du Pays du Coquelicot. Zur Gemeinde, deren Hauptteil heute das frühere Bazentin-le-Petit bildet, gehört der Weiler Bazentin-le-Grand.

Picardisch ist eine dem Französischen nahe verwandte galloromanische Sprache beziehungsweise eine nördliche Oïl-Sprache. Sie wird in Frankreich in der Picardie, dem Artois, in dem romanischen Teil von Französisch-Flandern sowie in Belgien im Westen Walloniens gesprochen.
Als Langues d’oïl wird eine Gruppe galloromanischer Sprachen und Dialekte des in der Hauptsache nördlich der Loire liegenden Gebietes von Frankreich und im frankophonen Teil Belgiens und Luxemburgs bezeichnet.
Im Gegensatz dazu stehen die südlichen Langues d’oc (aus lat. hŏc), die als okzitanische Sprache bezeichnet werden. Die Langues d'oïl waren mehr dem Einfluss der Franken und deren Sprache ausgesetzt als die Langues d'oc. Verbreitungsgebiet der Langues d’oïl sind Nordfrankreich, die Inseln im Ärmelkanal, Belgien (wallonische Sprache) und der Nordwesten der Schweiz. Das moderne Französisch hat sich aus einer Variante der Langue d’oïl des Raumes Paris, dem franzischen Dialekt (fr. francien) entwickelt.  
DE MALAPERT, Jean (I2079)
 
914 Beatrice I. d’Este entstammt der adligen Familie Este, die vor ihrer Umsiedlung nach Ferrara im Jahre 1239 die Stadt Este und Teile der Gegend um Padua beherrschte. Ihre Eltern waren Azzo VI. d’Este und dessen zweite Frau Sofia von Savoyen, Tochter von Humbert III. Ihre Mutter starb 1202. Beatrice verbrachte ihre Kinder- und Jugendjahre in den Burgen von Este und Calaone (drei Kilometer von Este entfernt in den Colli Euganei gelegen), gemeinsam mit ihren beiden Halbbrüdern aus der ersten Ehe ihres Vaters, Aldobrandino und Azzo, sowie ihrer jüngeren Halbschwester Constanza. Diese entstammte der dritten Ehe ihres Vaters mit Alisia von Antiochia, Tochter des französischen Kreuzritters Rainald von Chatillon (um 1125–1187) und dessen Frau Klementia von Zähringen, die wahrscheinlich eine Enkelin des Herzogs Konrad I. von Zähringen (1090–1152) war.[2]

Beatrice genoss das höfische Leben. Ihre Tugenden und ihre Schönheit wurden von Troubadouren besungen, besonders von Rambertino Buvalelli, der ihr neun Gedichte widmete und sie als mon restaur (Okzitanisch sinngemäß meine Erquickung) bezeichnete.[1][2] Beatrices Vater strebte eine politische Eheverbindung für sie an.[1] 
D`ESTE, Beatrice (I39096)
 
915 Beatrix heiratete 954 im Alter von 16 Jahren den 25 Jahre älteren Friedrich I., Herzog von Oberlothringen aus dem Geschlecht der Wigeriche. Nach dem Tod ihres Gemahles im Jahr 978 übernahm Beatrix von Franzien offiziell bis zum Jahr 980 die Regentschaft für ihren noch minderjährigen Sohn Dietrich. Die Regierungsgeschäfte führte sie allerdings bis 987 fort. Noch 983 reiste sie zum Hoftag Ottos II. nach Verona. VON FRANZIEN, Beatrix (I10737)
 
916 Beatrix war die älteste Tochter des deutschen Königspaares Philipp von Schwaben aus der Dynastie der Staufer und Irene (Maria) von Byzanz.[1] 1203 bot ihr Vater sie dem Papst Innozenz III. zur Verlobung mit dessen Neffen an. Dieser Versuch, eine Versöhnung der Staufer mit den Päpsten zu erreichen, scheiterte jedoch.[2] 1208 bot Philipp sie seinem Gegenkönig Otto IV., einem Welfen, zur Vermählung an. Er wollte den 1206 bei Wassenberg besiegten Widersacher nach zehnjähriger Fehde befrieden. Otto IV. nahm das Angebot an – nach der Ermordung ihres Vaters Philipp im Juni 1208 und dem Tod ihrer Mutter (Königin Irene starb bei der Frühgeburt ihres achten Kindes) im August desselben Jahres, und verlobte sich im Jahre 1209 mit der noch Minderjährigen.[1]

Beatrix hatte über ihren Großvater Friedrich I. Barbarossa und ihre Urgroßmutter Judith Welf mit Heinrich dem Schwarzen denselben Welfen als Ururgroßvater, der über Ottos IV. Vater Heinrich der Löwe und seinen Großvater Heinrich der Stolze Ottos Urgroßvater war. Wegen dieser Verwandtschaft war die päpstliche Genehmigung für eine Heirat einzuholen; sie wurde zum 24. Mai 1209 erteilt. Allerdings verlangte der Papst im Gegenzug die Finanzierung von zwei Kirchen. Da Otto wie sein anderer Urgroßvater Lothar von Supplinburg den Zisterziensern nahestand, spendete er für die Klosterkirche von Walkenried (gegründet 1127, gotischer Kirchenneubau ab 1209) und die Klosterkirche Riddagshausen (gegründet 1145; Kirchenneubau ab 1216).

Erst am 22. Juli 1212 konnte Kaiser Otto IV. die inzwischen heiratsfähige 14-Jährige in Nordhausen ehelichen. Die Ehe mit der Enkelin Barbarossas diente der Legitimation von Ottos Herrschaft, nachdem im Jahr zuvor Friedrich II., Enkel Barbarossas und Sohn Heinrichs VI., zum Gegenkönig erhoben worden und nach Deutschland unterwegs war, um seinen Regentenanspruch durchzusetzen. Als ihr Cousin in Konstanz eintraf, war Beatrix bereits gestorben – 21 Tage nach ihrer Hochzeit. Infolge dieses Todes fielen stauferfreundliche Anhänger von Otto IV. ab.

Beatrix wurde im Braunschweiger Dom St. Blasii bestattet, ebenso wie ihr Ehemann Otto IV. sechs Jahre nach ihr. Das Grab des Kaiserpaars befand sich ursprünglich beim Grabmal von Ottos Eltern Heinrich dem Löwen und dessen Ehefrau Mathilde, wo seit 2009 eine anlässlich des 800. Jahrestags der Kaiserkrönung Ottos im Boden eingelassene Gedenkplatte an die beiden erinnert.[3] Seit Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel 1707 die im Langhaus bestatteten Gebeine seiner Vorfahren, unter ihnen auch Otto IV. und Beatrix, exhumieren und in einer monumentalen Kalkstein-Tumba gemeinsam beisetzen ließ, liegen die beiden in dieser Tumba in der nördlichen Apsis des Doms 
VON SCHWABEN, Beatrix (I40254)
 
917 Beatrix war eine Tochter des Grafen Günther (Withier) von Rethel. 1151 heiratete sie Roger II., den König von Sizilien, dessen zweite Frau Sibylle von Burgund kurz zuvor bei einer Fehlgeburt gestorben war.

Das einzige Kind von Beatrix und Roger war Konstanze, die 1154 erst nach dem Tod Rogers geboren wurde. Konstanze wurde nach dem Tod Wilhelms II. Königin von Sizilien und durch ihre Heirat mit Heinrich VI. deutsche Kaiserin.

Rethel ist der Name eines historischen Territoriums um die Stadt Rethel in der nördlichen Champagne.

König Heinrich III. erhob 1581 die Grafschaft Rethel zugunsten Karls von Gonzaga, Herzog von Nevers, zu einem Herzogtum, das später durch Kauf an Mazarin überging. Dieser vermachte es 1661 Armand Charles de La Porte, dem Ehemann seiner Nichte und Erbin Hortensia Mancini, der seit der Heirat den Titel „Herzog von Mazarin“ trug. 
VON RETHEL, Beatrix (I39166)
 
918 Beatrix wurde zwischen 1013 und 1026 als Tochter des Herzogs Friedrich II. von Oberlothringen († 1026) aus der Familie der Wigeriche und der Mathilde von Schwaben († 1031/1032) in Mantua geboren. Nachdem Beatrix beide Elternteile verloren hatte, wurde sie von der Kaiserin Gisela von Schwaben († 1043), ihrer Tante, adoptiert und kam mit ihrer Schwester Sophie an den Hof Konrads II. Mit dem Tod ihres Vaters und ihres Bruders Friedrich III. einige Jahre danach erlosch die agnatische Stammlinie des Grafengeschlechtes Bar.[1] VON LOTHRINGEN, Beatrix (I17250)
 
919 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7717)
 
920 Bedeutende Fam. von St. Gallen, die seit dem 14. Jh. in der Stadt verbürgert ist. Bis ins 19. Jh. waren viele Angehörige des Geschlechts im Müllergewerbe tätig, von der Mitte des 17. bis ins 19. Jh. finden sich auch zahlreiche Bäcker. Archive
– StadtA St. Gallen, FamA
Literatur
– Bürgerbuch der Stadt St. Gallen, 1930, 795-797 Autorin/Autor: Rezia Krauer 
WETTER, Anna (I1093)
 
921 Bedeutendes edelfreies Geschlecht des 11. und 12. Jahrhunderts im nördlichen Teil des transjuranischen Burgund. Die namengebende Stammburg befand sich vermutlich am südlichen Steilufer der Glane unweit ihrer Mündung in die Saane. Das erste Zeugnis der Herren von Glane ist die Heiratsnotiz Ulrichs mit Rilenta von Walperswil von 1078. Ulrich und sein Sohn Peter tauchen im Umkreis der Grafen von Mâcon-Burgund und der Grafen von Oltingen auf, mit denen sie wohl verwandt waren. Aus dem Oltinger Erbe fiel ihnen die Herrschaft Arconciel zu. In der Bluttat von Payerne in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar 1127 wurden Peter von Glane und sein Sohn Ulrich zusammen mit dem Grafen Wilhelm IV. von Burgund, dem Kind (in der französischen Geschichtsschreibung Wilhelm III.), umgebracht. Weitere Söhne Peters waren Hugo, Domherr in Besançon, und Wilhelm, Stifter des 1138 geweihten Klosters Hauterive. Letzterer entschloss sich zur Errichtung dieser Zisterzienserabtei unter dem Eindruck der Mordtat von Payerne und wohl auch in der Absicht, das Hausgut der von Glane im Krieg um das burgundische Erbe dem Zugriff der siegreichen Zähringer zu entziehen. Nach der Gründung von Hauterive trat er als Konverse ins Kloster ein, wo er am 11. Februar 1142/1143 als letzter männlicher Nachkomme des Geschlechts starb. Seine vier Schwestern heirateten Hochadlige der näheren und weiteren Umgebung, so Emma den Grafen Rudolf I. von Neuenburg, an den die Herrschaft Arconciel überging, Juliana einen namentlich nicht bekannten Herrn von Montsalvens, Agnes den Grafen Rudolf I. von Greyerz und Ita einen Adligen aus der Tarentaise (wohl nicht den Grafen Aymo II. von Genf). Diese Allianzen zeigen, dass die von Glane zu den mächtigsten Familien im westlichen Mittelland zählten. Das Geschlecht besass gute Grundlagen für die Entfaltung einer dynastischen Adelsherrschaft. Sein rasches Ende ist eng verknüpft mit dem Niedergang des Grafenhauses Burgund und dem Vordringen Zähringens in den burgundischen Raum. VON GLANE, Rudolf (I39025)
 
922 Bedeutendes St. Galler Geschlecht, das vermutlich aus Watt (Gemeinde Mörschwil) stammt und deren Mitglieder im 14. Jahrhundert das Bürgerrecht von St. Gallen erwarben. Ihren Aufstieg verdankte die Familie dem Fernhandel mit St. Galler Leinwand. Im 15. und 16. Jahrhundert bekleideten die Watt wiederholt hohe politische Ämter und verbanden sich mit anderen angesehenen und vermögenden St. Galler Familien, etwa den Zili und den Zollikofer. Konrad, der 1402 das Bürgermeisteramt innehatte, fiel 1403 in der Schlacht bei Vögelinsegg. Dessen Sohn Hug (->) gründete mit Peter (->) und dem Berner Niklaus von Diesbach in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts die Diesbach-Watt-Gesellschaft. Zudem erwarb er Güter, die über lange Zeit im Familienbesitz blieben und erhielt 1430 mit seinen zwei Brüdern Hans (1458/1459) und Konrad (1469/1470) sowie Peter von König Sigismund einen Wappenbrief. Peter, der nach Nürnberg umsiedelte und dort 1428 das Bürgerrecht erwarb, wurde zum Stammvater des Nürnberger Zweigs, von dem bis in die 1560er Jahre Nachkommen bezeugt sind. Hektor (->), Sohn des Hug, war von 1460-1474 im Dreijahresturnus St. Galler Bürgermeister. Dessen gleichnamiger Enkel war als Kaufmann im Osten tätig und wurde 1510 Bürger von Krakau. Auf ihn geht der dortige Zweig der Familie zurück, der bis 1594 nachweisbar ist. Herausragendes Mitglied des Geschlechts in St. Gallen war Joachim, genannt Vadian. Konrad, ein Bruder Vadians, verliess St. Gallen, wurde 1517 Bürger von Posen (heute Poznań, Polen) und begründete den Posener Zweig der Familie. In St. Gallen starb das Geschlecht in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts aus. VON WATT, N. (I23696)
 
923 beerbte den Donauwörther Imhof-Zweig (siehe 1. Frau des Jung) KÄRNER \ HOHBERG, Martha \ ANNA (I4654)
 
924 Begründer der Árpáden-Dynastie.
Im Doppelfürstentum Ungarn, das damals von einem Sakralkönig (Kende), der für religiöse und diplomatische Angelegenheiten zuständig war und einem Heerführer (Gyula) angeführt wurde, stieg Árpád nach der schweren Niederlage der Magyaren gegen die Petschenegen (893) zum Nachfolger seines greisen Vaters Álmos auf, der als Gyula Verantwortung für die politischen und militärischen Alltagsgeschäfte getragen hatte. Zum Kenden wurde von den Fürsten der sieben ungarischen Stämme offenkundig zeitgleich Kursan gewählt, wenngleich schriftliche Quellen fehlen.[1]

Die Ungarn griffen 894 auf Veranlassung des byzantinischen Kaisers Leo VI. die Bulgaren an. Árpáds Sohn Levente führte den Feldzug im nördlichen Bulgarien. Im Auftrag des mährischen Großfürsten Sventopluk kämpften die Ungarn kurz darauf gegen Pannonien. Als Sventopluk starb, nutzte Árpád im Frühjahr 895 das entstandene Machtvakuum, um in das Karpatenbecken einzufallen. Zeitgenössischen Berichten zufolge soll er über 20.000 Reiter verfügt haben. Gleichzeitig griffen die Petschenegen, verbündet mit dem bulgarischen Zaren Simeon, die Ungarn von Osten an, so dass ein großer Teil des Volkes aus den Siedlungsgebieten zwischen Donau und Dnepr nach Westen floh. Dort vereinten sich die Flüchtlinge mit dem Reiterheer Árpáds, kämpften mit ihm gemeinsam gegen die Bulgaren und setzten sich schließlich auf Dauer im Karpatenbecken fest. Dieser Vorgang wird allgemein als erster Abschnitt der ungarischen Landnahme bezeichnet.

Nachdem sich die ungarische Herrschaft in dem neuen Territorium stabilisiert hatte, unter anderem durch einen Reichstag, der 898 in Szeged Grundlagen für Reichsorganisation und Rechtspflege festlegte, begann Árpád schnell, verstärkt im mitteleuropäischen Raum zu operieren: 898/99 fiel er auf Ersuchen Kaiser Arnulfs erstmals in Italien ein, gewann die Schlacht an der Brenta und verheerte Norditalien. Arnulf versuchte auf diese Art, den Widerstand einheimischer Fürsten auf seinem Italienzug zu brechen. Als Arnulf 899 starb, nutzte Árpád die Gelegenheit, um erneut das unter ostfränkischer Herrschaft stehende Pannonische Fürstentum (900) und das östliche Mähren (902) anzugreifen. Dieses Mal zogen die Ungarn sich allerdings nicht mehr zurück, sondern verleibten einen Teil dieser Gebiete in ihr Territorium ein und ließen feste Plätze, unter anderem im Donautal, errichten. Von diesen neu eroberten Gebieten ging vermutlich auch die schnelle Verschmelzung der Ungarn mit der anfangs noch versklavten slawischen Bevölkerung aus.

Als der Sakralkönig Kursan 904 während eines Festmahls an der Westgrenze Pannoniens von Bajuwaren ermordet wurde, riss Árpád die Alleinherrschaft an sich. Mit Hilfe seiner fünf Söhne, die große Reiterverbände befehligten, besiegte er zunächst die Gefolgschaft Kursans und besetzte danach das zerfallende Großmährische Reich. 907 vernichtete Árpád in der Schlacht von Pressburg ein angreifendes bayerisches Heer; damit sicherte er den Ungarn das Pannonische Becken endgültig und schlug den letzten Versuch anderer Reiche zurück, sein Volk zu unterwerfen. In den folgenden Jahren begannen die Ungarn ihrerseits, Raubzüge in die umliegenden Territorien und bis weit in das Gebiet des Heiligen Römischen Reichs hinein zu unternehmen, bis sie in der Schlacht auf dem Lechfeld im August 955 vernichtend besiegt wurden. Árpáds Nachkommen, die Árpáden, herrschten bis 1301 in Ungarn.
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%81rp%C3%A1d  
(MAGYAREN), Árpád (I1562)
 
925 Begründer der Basler Fam. O., die ursprünglich aus Freiburg i.Br. stammt, war der Kaufmann und Ratsherr Hans (1476-1543), der 1492 das Basler Bürgerrecht erhielt. Zwischen 1524-29 liess er durch Hans Holbein den Jüngeren den sog. Oberried-Altar errichten. Während der Reformation kehrte Hans 1529 mit dem Altar nach Freiburg i.Br. zurück. Seine Söhne Franz (1507-62), Ratsherr, Oberstzunftmeister und Bürgermeister, und Hans (1518-64), Kaufmann und Grossrat, kamen wieder nach Basel. Mit dem Bürgermeister Jakob (->), Sohn des Hans, trat die Fam. O. zum ref. Glauben über. Der Ratsherr Johann Georg (1720-86) war einer der letzten Vertreter der Fam., die im 19. Jh. ausstarb. OBERRIED, Hans (I39355)
 
926 Begründer des Meyer-Legates?!

Peter Kessel
Historisches Familienlexikon der Schweiz

http://www.hfls.ch/humo-gen/family/1/F168760?main_person=I337933 
MAYER, Theodor L. (I7368)
 
927 Bei der Herkunft der Zollern bleibt vieles im Dunkeln.[1] Frühere Gelehrte hatten aufgrund des Namens fälschlicherweise angenommen, Burkhard würde dem mittelalterlichen Geschlecht der Burchardinger entstammen.[2] Historisch sichere Aussagen über die Herkunft Burkhards abzugeben, ist nicht möglich.

In den Annalen des Reichenauer Mönchs Berthold werden die 1061 getöteten Burchardus et Wezil de Zolorin erwähnt. Eine Verwandtschaft zueinander ist nicht belegbar, wenngleich in späteren Quellen diese unterstellt wird. Ob die Edlen in einer Fehde gefallen sind oder nicht, wird in der Niederschrift des Mönches nicht geklärt.

Bei seinem Vater könnte es sich um Friedrich handeln, einem Grafen im Sülichgau (entspricht etwa dem heutigen Landkreis Tübingen). Bei der Mutter wird Irmentrud, Tochter von Graf Burkhard von Nellenburg vermutet. Nächster bekannter Hohenzoller ist Friedrich I.  
VON ZOLLERN (DE ZOLORIN), Burchard (I1831)
 
928 Bei der Manasses-Chronik
(bulgarisch Манасиева летопис oder Манасиева хроника) handelt es sich um eine bulgarische Übersetzung und Erweiterung der um das Jahr 1181 von dem byzantinischen Schriftsteller Konstantin Manasses verfassten Weltchronik Chronike Synopsis. Die Chronike Synopsis beschreibt die Ereignisse von der Entstehung der Welt bis ins Jahr 1081 in Versen.
Die Manasses-Chronik entstand im Auftrag des bulgarischen Zaren Iwan Alexander zwischen 1345 und 1347[1][2]. Die bulgarische Übersetzung beinhaltet weitere 19 Kapitel, die sich mit der bulgarischen Geschichte befassen. Die Manasses-Chronik ist reichlich illustriert und ein hervorragendes Beispiel der Kunstschule von Tarnowo. Die Chronik erfreute sich neben der bulgarischen Welt auch großer Beliebtheit in der angrenzenden Balkanregion sowie Russland. Heute sind nur fünf Abschriften von ihr erhalten.

Boris I.
Sowohl die katholische als auch die orthodoxe Kirche versuchten, Boris unter ihre jeweilige Hoheit zu ziehen. Als sich jedoch Papst Nikolaus I. und sein Nachfolger Hadrian II. weigerten, den Bulgaren ein eigenes Patriarchat zuzugestehen, wandte sich Boris enttäuscht Byzanz zu. Um 865 muss der Knjas von byzantinischen Missionaren das Sakrament der Taufe empfangen haben. Patriarch Ignatios I. von Konstantinopel forderte daraufhin die Zuständigkeit für Bulgarien ein, weshalb es zu schweren Konflikten mit Rom kam und er von Papst Johannes VIII. mit dem Kirchenbann bedroht wurde. Dessen ungeachtet entsandte Ignatius einen Erzbischof und mehrere Bischöfe zur Missionierung nach Bulgarien.

In diesem Zeitraum muss auch ein Treffen Boris’ mit dem ostfränkischen König Ludwig II. in Tulln stattgefunden haben. Ludwig konnte den Bulgaren zwar für einen gemeinsamen und erfolgreichen Feldzug gegen das Mährerreich gewinnen. Weitere Kriege von König Boris gegen das serbische Fürstentum blieben jedoch erfolglos. Als 863 der byzantinische Kaiser Michael III. einen weiteren Krieg androhte, ließ Boris sich schließlich christlich taufen. Dabei nahm er den Taufnamen Michael, als Huldigung an den oströmischen Herrscher, an. Die Taufe soll einer Überlieferung nach in einer kleinen Kapelle an einer Zollstation in oder in der Nähe von Develtum erfolgt sein.[1] Damit hatte Byzanz einen größeren Einfluss in seinem Territorium. Anschließend unterstellte er seine gesamte Regentschaft dem Ziel der Christianisierung seines Reiches.

Kurz darauf kam es zu einer heidnischen Revolte, die von König Ludwig II. unterstützt wurde. Boris schlug die Revolte blutig nieder. Gleichzeitig versuchte er aber, die Abhängigkeit von Byzanz zu mindern: 866 forderte der Knjas bei Papst Nikolaus I. ein Lehrschreiben an, das heute als wichtigste historische Quelle für diese Epoche Bulgariens gilt.[2] Mit der päpstlichen Antwort kamen römische Missionare ins Land. Die orthodoxen Priester wurden vertrieben. Der Zeitpunkt war günstig für Boris’ Unabhängigkeitsstreben, da Byzanz sich in einer Phase dynastischer Auseinandersetzungen befand. Dennoch ließ Patriarch Photios I. 867 das Wirken der römischen Missionare in Bulgarien verbieten und Papst Nikolaus absetzen. Es folgten gegenseitige Bannbriefe, Absetzungen und das Senden immer neuer Missionare. Letztlich setzte sich in Bulgarien aber die Ostkirche durch. Boris legte im Jahre 890 seine Herrschaft nieder und trat in ein Kloster ein.

Aufgrund des Versuches seines ältesten Sohnes Wladimir Rassate[3] und weiterer 50 protobulgarischer Adliger, den Tengrismus der Vorfahren wieder einzuführen, kehrte Boris noch einmal für kurze Zeit auf den Thron zurück, ließ seinen eigenen Sohn Wladimir blenden und die Familien der Adligen ermorden. 893 gegen Ende der Amtszeit empfing Boris die Schüler der Brüder und Slawenmissionare Kyrill und Method, Kliment von Ohrid, Naum und Angelarij in Bulgarien. Unter Zar Boris wurde in einem eigens dafür einberufenen Konzil das Altbulgarische als Liturgiesprache in der Bulgarischen Kirche eingeführt. Nach dem Konzil übergab Zar Boris die Herrschaft seinem dritten Sohn Simeon. Unter seiner Herrschaft bekam Kliment von Ohrid die Region Ohrid zugesprochen, um dort ein weiteres kulturelles Zentrum neben der Hauptstadt Pliska zu erbauen. Anschließend kehrte Boris ins Kloster zurück. Er gilt als Stifter und Gründer von mehreren Klöstern und der berühmten Ohrider Schriftschule. Er starb als Mönch am 2. Mai 907 im Pantelejmon-Kloster nahe Preslaw. Boris wird in Bulgarien als Nationalheiliger verehrt, sein Festtag ist der 2. Mai. 
(BULGARIEN), Boris I. (I37397)
 
929 Bei der Reichsteilung seines Vaters im Jahre 865 erhielt Karlmann als König Bayern. Bayern bestand damals überwiegend aus dem Stammesgebiet der Bajuwaren. Karlmann übernahm nach Ludwigs Tod als König 876 die Herrschaft in Bayern.

Außerdem trat er 877 die Nachfolge seines Onkels, des westfränkischen Königs Karls des Kahlen, als König von Italien an.

877 gründete er im heutigen Altötting das Kloster Ötting, das durch Schenkungen bald sehr wohlhabend wurde, und ließ dazu eine Kirche erbauen, auf deren Grundmauern heute die Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob steht.

Die geographische Lage seiner Königspfalz war für Karlmann auch deshalb günstig, weil er auch die italienische Königskrone zugesprochen bekam. Er erkrankte in Verona, wo er sich vorübergehend aufgehalten hatte, schwer und kehrte nach Ötting zurück.

Karlmann verstarb dort am 22. September 880. Er ist in der Stiftskirche Altötting begraben.
Bayern zur Zeit König Karlmanns

In der nach 900 verfassten Weltchronik Reginos von Prüm, Abt von St. Martin in Trier, wird König Karlmann folgend beschrieben: „Es war aber dieser sehr vortreffliche König in den Wissenschaften wohlunterrichtet, der christlichen Religion ergeben, gerecht, friedliebend und mit aller Ehrbarkeit der Sitten geziert; die Schönheit seines Körpers war außerordentlich und auch die Stärke an ihm bewundernswert; dieser aber entsprach sein Hochsinn. Denn sehr viele Kriege führte er zusammen mit seinem Vater und noch mehr ohne ihn in den Reichen der Slawen, und stets trug er den Triumph des Sieges davon; die Grenzen seines Reiches mehrte und erweiterte er mit dem Schwert; den Seinen zeigte er sich mild, den Feinden furchtbar, im Gespräch leutselig, mit Demut geschmückt, in der Ordnung der Reichsangelegenheiten ungemein tüchtig, so dass ihm durchaus nichts zu fehlen schien, was einer königlichen Majestät zukommt.“ (Regino von Prüm: Weltchronik (900)).

879, als er bereits aus gesundheitlichen Gründen regierungsunfähig war, gab er Italien an seinen Bruder Karl III. den Dicken, der im alemannischen Teilreich herrschte. Nach Karlmanns Tod erhielt sein Bruder Ludwig III. der Jüngere, der in Franken, Sachsen, Thüringen und der Hälfte Lothringens herrschte, Bayern, Karlmanns Sohn Arnulf von Kärnten die Markgrafschaft Kärnten.  
(OSTFRANKENREICH), Karlmann (I36533)
 
930 bei Korhammer sind die Eltern Lukas R. und Barbara Langenmantel, bei Schirmer Ludwig R. und Barbara Langenmantel; bei Bendel Fraz R. und Anna Langenmantel; steuert ab 1420; od. gest. 1465 RIEDLER, Marx (I21068)
 
931 bei Murten wird er zum Ritter geschlagen und führt 2000Mann an, 1481 kauf er das durch seinen Vater an die Stadt St. Gallen verpfändetet Schloss Forsteck zurück und wird 1486 Bürger von Zürich.
Im schwabenkrieg steht er 1499 wiederum bei Frazen auf der Seite der Eidgenossen, in den Mailänder Feldzügen 1512 zieht er als oberster Feldherr der eidgenossen los, nimmt in Mailand den Dank des Papstes in Form des im Landesmuseum aufbewahrten goldenen Schwerts entgegen. 
VON HOHENSAX, Ritter und Freiherr Ritter und Freiherr Ulrich (I28084)
 
932 beide Grosväter heißen Johann Georg Kraft, nur ist der Väterliche 1775 geboren und der Mütterliche 1779 KRAFT, Georg (I49)
 
933 Beim Antritt seiner Herrschaft war Alarich noch sehr jung. Das von seinem Vater Eurich geerbte Reich umfasste nicht nur den größten Teil der Iberischen Halbinsel, sondern auch Aquitanien und den größten Teil der Provence (siehe Gallo-römische Kultur). Alarich war wie seine Vorgänger Arianer; daraus ergab sich ein religiöser Gegensatz zur romanischen Bevölkerung seines Reichs, die katholisch war. Im Unterschied zu seinem Vater versuchte Alarich aber nicht, die Hierarchie der katholischen Kirche zu lähmen, sondern erstrebte einen Ausgleich mit den Katholiken und erlaubte den katholischen Bischöfen 506 die Abhaltung des Konzils von Agde.

Er ließ von romanischen Juristen ein Gesetzbuch schaffen, in dem die Bestimmungen des römischen Rechts, die den juristischen Alltag seiner romanischen Untertanen regelten, zusammengestellt wurden. Dieses 506 in Kraft gesetzte, als Lex Romana Visigothorum bekannte Gesetzbuch wird auch nach seinem Urheber Breviarium Alaricianum genannt. 
(BALTHEN), Aalrich II. (I36783)
 
934 Beim Tod des Vaters im Jahr 1028 begann Gottfried seinen älteren Bruder, Graf Alduin II., von der Burg von Blaye aus zu befehden. Nach einer achttägigen Belagerung musste er allerdings kapitulieren. Sein Bruder verzieh ihm und belehnte ihn mit zwei Burgen in der Saintonge. Dennoch konnte Gottfried nach dem Tod des Bruders 1032 die Herrschaft in Angoulême übernehmen, indem er die Erbrechte seiner Neffen ignorierte.

Gottfried war in erster Ehe verheiratet mit Petronella, einer Tochter des Mainard „le Riche“ und Erbin der Burgen von Archiac und Bouteville. Das Paar gründete in Bouteville die Priorei Saint-Paul, in der Petronella bestattet wurde. Sie hatten mehrere Kinder: 
TAILLEFER VON ANGOULEME, Gottfried (I36651)
 
935 Beim tod ihrer tochter wird als derern Stiefvater Johannes albrecht bezeichnet. Maria apollonia hat also vor 1756 (ca. 1748) ein zweites Mal geheiratet. Aus der altersangabe bei ihrem Tod am 20.01.1794 errechnet sich das geburtsdatum vom 09.11.1710. an diesem tag ist tatsächlich eine Maria apollonia geboren, als Tochter des Küfermeisters Leonhard Flößer und seiner ehefrau Anna Catharina. Diese zunächst fragwürdigen Zusammenhänge werden durch ein Testament der eheleute Johannes albrecht und apollonia, geb. Flößer vom 25.11.1785 (TE//§$) bestätigt. FLÖSSER, Maria Apollonia (I21084)
 
936 Beim Tod seines Großvaters Bernhard II. erhielt er die Vizegrafschaften Nîmes und Albi, während sein Vater Odo in der Grafschaft Toulouse folgte. 898 ernannte sein Vater ihn zum Grafen von Rouergue. 906 gab Odo Rouergue seinem jüngeren Sohn Armengol und machte Raimund zum Mitgrafen in Toulouse. 918/19 erbte er Toulouse, während Rouergue, Nîmes und Albi an Armengol gingen. Raimund erhielt auch den Titel eines Herzogs von Septimanien, den sein Vater getragen hatte. Er starb 923 und hinterließ seine Titel seinem Sohn Raimund III., seinem einzigen Kind aus seiner Ehe mit Gudinhilde, wohl einer Tochter von Wilfried I., Graf von Barcelona (Haus Barcelona). (TOULOUSE), Raimund II. (I39772)
 
937 Beim Tod seines Vaters (spätestens 1103) trat zunächst sein älterer Bruder Thoros I. die Nachfolge als „Herr vom Berge“ an.[1] Etwa um dieselbe Zeit nahm Leo eine namentlich nicht bekannte Schwester (oder Schwägerin) Balduins von Edessa zur Frau; seine eigene Schwester Beatrice heiratete später dessen Nachfolger Joscelin I.

Von seinem Bruder erhielt Leo den Oberbefehl über die Streitkräfte des Fürstentums. Im Jahr 1111 wehrte er einen Angriff des Seldschukensultans Malik Schah I. unter erheblichen Verlusten ab. 1118 kommandierte er ein armenisches Hilfstruppenkontingent, das dem Fürsten von Antiochia, Roger von Salerno, für die Belagerung von Azaz geschickt wurde.

Als Thoros I. starb, trat zunächst dessen Sohn Konstantin sein Erbe an, fiel jedoch schon nach wenigen Monaten einer Palastintrige zum Opfer.[2] Die Quellen schweigen darüber, ob Leo in die Ermordung seines Neffen involviert war, um selbst an die Macht zu kommen.

Hatten sein Vater und sein Bruder noch beste Beziehungen zu den Kreuzfahrerstaaten gepflegt, so nahmen in Leos siebenjähriger Regierungszeit die Spannungen stark zu. Schon im Februar 1130 griff Bohemund II. von Antiochia die 1107 von Thoros I. eroberte Festung Anazarbos an. Leo rief die türkischen Danischmenden zu Hilfe, die den Franken eine vernichtende Niederlage beibrachten. Nach Bohemunds Tod annektierte Leo 1131 die kilikischen Städte Mamistra, Tarsos und Adana. 1133 gelang ihm auch die Eroberung der im Nurgebirge gelegenen Burg Sarventikar, der für die Verteidigung Kleinarmeniens gegen Angriffe aus dem Osten eine Schlüsselposition zukam.

1136 versuchte der neue Fürst von Antiochia, Raimund von Poitiers, Kilikien zurückzuerobern. Mit Zustimmung König Fulkos zog er gemeinsam mit Balduin von Marasch gegen Leo, der den Angriff mit Unterstützung seines Neffen Joscelin II. von Edessa abwehren konnte. Als Leo den unterlegenen Balduin zu einer Unterredung empfing, nahm dieser ihn durch eine List gefangen und überstellte ihn nach Antiochia. In seiner Abwesenheit kam es zwischen drei Söhnen Leos zum Bruderstreit, in dessen Verlauf schließlich der älteste, Konstantin, gefangengesetzt und geblendet wurde. Von Norden fielen die Danischmenden in Kilikien ein und zerstörten die Ernte.

Angesichts dieser Hiobsbotschaften willigte Leo ein, im Gegenzug für seine Freilassung auf seine kilikischen Eroberungen zu verzichten; zusätzlich zahlte er an Raimund 60.000 Goldstücke und stellte einen seiner Söhne als Geisel. Nach seiner Rückkehr nach Sis fühlte sich Leo jedoch nicht mehr an seine Zusagen gebunden. Die folgenden Feindseligkeiten zwischen den Fürstentümern Kleinarmenien und Antiochia endeten erst, als Kaiser Johannes II. einen Feldzug zur Rückeroberung der ehemals byzantinischen Territorien vorbereitete.

Die kaiserliche Armee formierte sich im Frühjahr 1137 in Attaleia und drang rasch ostwärts nach Kilikien vor, wobei die Städte Mersin, Tarsos, Adana und Mamistra den Byzantinern kampflos in die Hände fielen. Die Garnison im stark befestigten Anazarbos leistete 37 Tage lang Widerstand, musste sich dann aber den Belagerern ergeben. Leo zog sich in das Taurusgebirge zurück, während Johannes II. sein Heer südwärts gegen Antiochia führte. Nach seiner Rückkehr nach Kilikien nahm Johannes II. nach mehrwöchiger Belagerung auch Vahka, den Familiensitz der Rubeniden, ein.

Leo und seine Söhne Ruben und Thoros gerieten in Gefangenschaft und wurden nach Konstantinopel gebracht, wo sie in ehrenvoller Haft am kaiserlichen Hof verbleiben durften. Dort starb Leo am 14. Februar 1140. Ruben wurde 1141 umgebracht, Thoros gelang 1145 die Flucht und Rückkehr nach Kilikien. Die übrigen Söhne Stephan, Mleh und der geblendete Konstantin waren vor den Byzantinern zu ihrem Cousin Joscelin II. nach Edessa geflohen. 
N., Leo I. (I24277)
 
938 Beim Tod seines Vaters 1011 noch minderjährig, wurde er bei dessen Nachfolge übergangen, Herzog von Kärnten wurde Adalbero von Eppenstein. Konrad wurde Graf im Nahegau, Speyergau und Wormsgau. 1024 waren er und sein älterer Vetter Konrad bei der Königswahl in Kamba die beiden Kandidaten für die Königsnachfolge Heinrichs II. In einer von Wipo fingierten Rede konnte Konrad der Ältere seinen Vetter davon überzeugen, den Wahlausgang unabhängig von dem Erfolg der eigenen Kandidatur zu akzeptieren. Als Kompensation für seinen Verzicht könnte Konrad dem Jüngeren ein freiwerdendes Herzogtum oder gar eine Teilhabe an der Herrschaft versprochen worden sein.[1] Als der neue Herrscher Konrad II. das Osterfest in Augsburg feierte, kam es dort zum offenen Konflikt mit seinem Vetter. Konrad der Jüngere setzte seinen Aufstand während des Italienzuges König Konrads II. fort. Vor dem 9. September 1027 nahm Kaiser Konrad II. vermutlich in Worms die Unterwerfung Konrads des Jüngeren an. Als Bedingung musste er einige seiner stärksten Burgen schleifen. Nach Adalberos Sturz trat Konrad der Jüngere 1036 dann dessen Nachfolge in Kärnten an. Er starb bereits drei Jahre später und wurde im Dom zu Worms bestattet.

Eine Eheschließung und Familiengründung ist von Konrad nicht überliefert. Kaiser Konrad II. ließ seiner Eltern und seines Bruders in Memorialstiftungen gedenken. Doch wurde der vom Königtum zurücktretende Konrad der Jüngere aus der Memoria des Geschlechts ausgeschlossen.  
VON KÄRNTEN, Konrad II. ´der Jüngere` (I1573)
 
939 Beim Tod seines Vaters, dem er 842 als byzantinischer Kaiser nachfolgte, war er erst drei Jahre alt. Sein älterer Bruder Konstantin war bereits vor 836 gestorben. Während Michaels Minderjährigkeit wurde das Reich von seiner Mutter Theodora und dem Eunuchen Theoktistos regiert, denen es gelang, die Grenzen gegen die Araber zu halten, obwohl ihre Generäle mehrere Niederlagen hinnehmen mussten. Die Regentin zeigte ihren religiösen Eifer, indem sie im Jahr 843 die Bilderverehrung wieder zuließ (siehe Byzantinischer Bilderstreit) und die Paulikianer verfolgte. Andererseits vernachlässigte sie die Erziehung ihres Sohnes.

Michael wuchs in Ausschweifungen auf und geriet unter den Einfluss seines Onkels Bardas, der ihn 856 veranlasste, Theodora und ihre Töchter Thekla, Anna, Anastasia und Pulcheria in ein Kloster zu schicken. 857 ergriff Michael selbst die Macht. Er war der letzte Kaiser der amorischen Dynastie. Als Amorische Dynastie wird die vom byzantinischen Kaiser Michael II. begründete Dynastie bezeichnet (820–867). Der Dynastie gehörten neben Michael II. Kaiser Theophilos, die Regentin Theodora II. und Kaiser Michael III. an. Der Name der Dynastie geht auf die Heimat Michaels II. zurück, der aus der Stadt Amorion in Kleinasien stammte.

Bardas ernannte Photios zum Patriarchen von Konstantinopel und rechtfertigte sein Kaisertum, indem er interne Reformen voranbrachte, während Michael selbst aktiven Anteil an den Feldzügen nahm. Während eines Konflikts mit den Arabern am Euphrat (856–863) erlitt der Kaiser 860 eine persönliche Niederlage, die 863 durch einen großartigen Sieg seines Onkels Petronas über den Emir von Melitene und die abtrünnigen Paulikianer unter ihrem Anführer Karbeas in der Schlacht am Lalakaon wieder ausgeglichen wurde. Im selben Jahr erreichte Byzanz den Übertritt des bulgarischen Herrschers Boris I. zum Christentum. Dabei wurde Michael III. Pate des bulgarischen Knjas, Boris I. nahm auch den Taufnamen Michael an.

Vom Meer her litt das Reich unter den Verwüstungen der kretischen Piraten. Auf Sizilien kamen die Eroberungen der Araber voran. 860 gefährdete der erste Raubzug der Kiewer Rus den Bosporus, der Raubzug konnte aber abgewehrt werden.

867 wurde Michael von seinem Günstling Basileios ermordet, einem früheren Stallknecht, der 865 Bardas’ Einfluss überwunden hatte und 866, eventuell zusammen mit Basiliskianos, an der Regierung des Reichs beteiligt worden war.

Der Konflikt mit der römischen Kirche unter Papst Nikolaus I. wurde unter Michael III. verschärft, als Kyrill und Method von Saloniki die Mission bei den Slawen aufnahmen.

Bei der Manasses-Chronik (bulgarisch Манасиева летопис oder Манасиева хроника) handelt es sich um eine bulgarische Übersetzung und Erweiterung der um das Jahr 1181 von dem byzantinischen Schriftsteller Konstantin Manasses verfassten Weltchronik Chronike Synopsis. Die Chronike Synopsis beschreibt die Ereignisse von der Entstehung der Welt bis ins Jahr 1081 in Versen.

Die Manasses-Chronik entstand im Auftrag des bulgarischen Zaren Iwan Alexander zwischen 1345 und 1347[1][2]. Die bulgarische Übersetzung beinhaltet weitere 19 Kapitel, die sich mit der bulgarischen Geschichte befassen. Die Manasses-Chronik ist reichlich illustriert und ein hervorragendes Beispiel der Kunstschule von Tarnowo. Die Chronik erfreute sich neben der bulgarischen Welt auch großer Beliebtheit in der angrenzenden Balkanregion sowie Russland. Heute sind nur fünf Abschriften von ihr erhalten. 
VON BYZANZ, Michael III. der Säufer (I36548)
 
940 Beim Tode seines Schwiegervaters Magnus Billung († 1106) erhoffte er sich die Übernahme des Herzogtums Sachsen. Doch diese Machtkonstellation traf auf den Widerstand des neuen Königs Heinrich V., der überraschend Mitte des Jahres 1106 den Grafen Lothar von Süpplinburg (den späteren König Lothar III.) als Herzog in Sachsen einsetzte.

Eine besondere Rolle spielte Heinrich der Schwarze bei der Königswahl 1125. Zunächst scheint er die Kandidatur seines Schwiegersohnes Friedrich II. von Schwaben gefördert zu haben. Im Verlauf der Diskussionen über den geeigneten Kandidaten änderte er jedoch seine Meinung und trat schließlich für Herzog Lothar von Sachsen ein, der dadurch als Lothar III. zum römisch-deutschen König gewählt wurde. Lothar hatte versprochen, seine Tochter Gertrud Heinrichs Sohn Heinrich (dem Stolzen) zur Frau zu geben. Im Jahre 1127 wurde diese Ehe geschlossen, obwohl Gertrud zu diesem Zeitpunkt erst 12 Jahre alt war.[2]

Nach Lothars Wahl riefen im Dezember 1125 bayerische, fränkische und schwäbische Anhänger den Staufer Konrad zum Gegenkönig aus. Heinrich der Schwarze trat als Laienmönch in das Kloster Weingarten ein – vielleicht, um nicht gegen seinen Schwiegersohn zu Felde ziehen zu müssen. Dort starb er 1126.

Sein Beiname „der Schwarze“ ist erst seit dem 13. Jahrhundert bezeugt.[3] In den diversen Darstellungen der sächsischen Stammreihen wird er aufgrund seiner Herkunft von den Welfen und zur Abgrenzung von Heinrich dem Löwen jedoch spätestens seit dem 16. Jahrhundert als Heinrich der Welf geführt. 
(BAYERN), Heinrich IX. ´der Schwarze` (I40829)
 
941 Beiträge zur Genealogie Altfrankfurter Familien DU FAY, Maria (I1184)
 
942 bekämpfte den Merowingerkönig THEUDERICH III. und wurde Hausmeier von Franken
Nach dem Sturz und der Hinrichtung seines Onkels GRIMOADS DES ÄLTEREN 656/657 schien die Dynastie PIPPINS DES ÄLTEREN vor dem Erlöschen zu stehen.
In den 670er Jahren waren von seinen Nachkommen nur noch seine Tochter BEGGA und deren Sohn PIPPIN DER MITTLERE am Leben, der väterlicherseits ein Enkel ARNULFS VON METZ war. Beide konnten jedoch die pippinidischen und arnulfingischen Besitzungen trotz der feindselig gesinnten Umgebung der 660er und 670er Jahre im Wesentlichen behaupten. Dabei dürfte PIPPINS Heirat mit PLEKTRUDIS, der Tochter des Pfalzgrafen HUGOBERT und der IRMINA VON OEREN, Angehöriger bedeutender austrischer Adelsgeschlechter, um 670/675 eine wesentliche Rolle gespielt haben.

In den Wirren nach dem Tod des Merowingerkönigs CHILDERICH II. und seines Hausmeiers WULFOALD zog Pippin mit Unterstützung austrasischer Großer gegen den mächtigen Neustrier EBROIN zu Felde. Dieses Unternehmen endete zwar 679 mit Pippins Niederlage bei Lucofao, wobei der mit Pippin verbündete dux MARTIN getötet wurde; der neue neustrische Hausmeier WARATTO erkannte jedoch nach EBROINS baldigem Tod (680) Pippins Vormacht in Austrasien an. In der SCHLACHT BEI TERTRY (687) errang Pippin schließlich durch einen Sieg über Warattos Schwiegersohn und Nachfolger BERCHAR die Herrschaft über das Gesamtreich.

Pippin sicherte seine Macht dadurch, dass er nicht nur BERCHAR bis zu seinem Tode im Amt des neustrischen Hausmeiers beließ, sondern anschließend seinen Sohn mit dessen Witwe verheiratete. Darüber hinaus beließ er auch die merowingischen Könige auf dem Thron. Außerdem sicherte er frühzeitig den Erbanspruch seiner Familie, indem er seine Söhne DROGO und GRIMOALD DEN JÜNGEREN in wichtige Ämter einsetzte.
GRIMOALD wurde neustrischer Hausmeier, so dass beide Hausmeier-Ämter in der Hand der Familie waren. Eine der wichtigsten militärischen Leistungen Pippins war die Eroberung FRIESLANDS (690/695), die die Voraussetzung für die Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen MÖNCH WILLIBRORD Mönch Willibrord war.

Bereits vor dem Tod Pippins Ende 714 brach ein Konflikt um seine Nachfolge aus. Dabei versuchte PLEKTRUD, die Ansprüche ihrer Enkel (ihre beiden Söhne waren nicht mehr am Leben: GRIMOALD DER JÜNGERE war im gleichen Jahr ermordet worden, DROGO bereits 708 gestorben) gegen die der beiden Söhne aus einer Beziehung PIPPINS mit seiner Friedelfrau CHALPAIDA, der uxor nobilis et elegans, CHILDEBRAND und KARL, durchzusetzen. Zur damaligen Zeit war das Bastardtum kein Ausschlußkriterium von der legalen Erbfolge, was letztendlich durch die von PIPPIN unter dem massiven Einfluss PLEKTRUDS proklamierte Erbfolge durch seinen Enkel THEUDOALD, der selbst ein Bastard des GRIMOALD war, zeigt. 717, wenige Jahre nach PIPPINS Tod unterlag aber PLEKTRUD letztlich KARL MARTELL.

Pippin starb nach langer Krankheit. Er wurde in Chèvremont (Vesdre) beerdigt.  
VON HERISTAL, Pippin II. /VON FRANKEN ´der Mittlere` (I18879)
 
943 bekämpfte den Merowingerkönig THEUDERICH III. und wurde Hausmeier von Franken
Nach dem Sturz und der Hinrichtung seines Onkels GRIMOADS DES ÄLTEREN 656/657 schien die Dynastie PIPPINS DES ÄLTEREN vor dem Erlöschen zu stehen.
In den 670er Jahren waren von seinen Nachkommen nur noch seine Tochter BEGGA und deren Sohn PIPPIN DER MITTLERE am Leben, der väterlicherseits ein Enkel ARNULFS VON METZ war. Beide konnten jedoch die pippinidischen und arnulfingischen Besitzungen trotz der feindselig gesinnten Umgebung der 660er und 670er Jahre im Wesentlichen behaupten. Dabei dürfte PIPPINS Heirat mit PLEKTRUDIS, der Tochter des Pfalzgrafen HUGOBERT und der IRMINA VON OEREN, Angehöriger bedeutender austrischer Adelsgeschlechter, um 670/675 eine wesentliche Rolle gespielt haben.

In den Wirren nach dem Tod des Merowingerkönigs CHILDERICH II. und seines Hausmeiers WULFOALD zog Pippin mit Unterstützung austrasischer Großer gegen den mächtigen Neustrier EBROIN zu Felde. Dieses Unternehmen endete zwar 679 mit Pippins Niederlage bei Lucofao, wobei der mit Pippin verbündete dux MARTIN getötet wurde; der neue neustrische Hausmeier WARATTO erkannte jedoch nach EBROINS baldigem Tod (680) Pippins Vormacht in Austrasien an. In der SCHLACHT BEI TERTRY (687) errang Pippin schließlich durch einen Sieg über Warattos Schwiegersohn und Nachfolger BERCHAR die Herrschaft über das Gesamtreich.

Pippin sicherte seine Macht dadurch, dass er nicht nur BERCHAR bis zu seinem Tode im Amt des neustrischen Hausmeiers beließ, sondern anschließend seinen Sohn mit dessen Witwe verheiratete. Darüber hinaus beließ er auch die merowingischen Könige auf dem Thron. Außerdem sicherte er frühzeitig den Erbanspruch seiner Familie, indem er seine Söhne DROGO und GRIMOALD DEN JÜNGEREN in wichtige Ämter einsetzte.
GRIMOALD wurde neustrischer Hausmeier, so dass beide Hausmeier-Ämter in der Hand der Familie waren. Eine der wichtigsten militärischen Leistungen Pippins war die Eroberung FRIESLANDS (690/695), die die Voraussetzung für die Christianisierung der Friesen durch den angelsächsischen MÖNCH WILLIBRORD Mönch Willibrord war.

Bereits vor dem Tod Pippins Ende 714 brach ein Konflikt um seine Nachfolge aus. Dabei versuchte PLEKTRUD, die Ansprüche ihrer Enkel (ihre beiden Söhne waren nicht mehr am Leben: GRIMOALD DER JÜNGERE war im gleichen Jahr ermordet worden, DROGO bereits 708 gestorben) gegen die der beiden Söhne aus einer Beziehung PIPPINS mit seiner Friedelfrau CHALPAIDA, der uxor nobilis et elegans, CHILDEBRAND und KARL, durchzusetzen. Zur damaligen Zeit war das Bastardtum kein Ausschlußkriterium von der legalen Erbfolge, was letztendlich durch die von PIPPIN unter dem massiven Einfluss PLEKTRUDS proklamierte Erbfolge durch seinen Enkel THEUDOALD, der selbst ein Bastard des GRIMOALD war, zeigt. 717, wenige Jahre nach PIPPINS Tod unterlag aber PLEKTRUD letztlich KARL MARTELL.

Pippin starb nach langer Krankheit. Er wurde in Chèvremont (Vesdre) beerdigt.  
(ARNULFINGER), Pippin ´der Mittlere` (I47260)
 
944 bekannt als der erste Trobador (BdT 183)[3], war als „Guilhem IX“ der neunte Herzog Aquitaniens und der Gascogne. Als «Coms de Peit(i)eus», „Guilhem VII“, war er der siebte Graf von Poitiers und der Provinz Poitou. Er war ein Sohn Wilhelms VIII. von Aquitanien aus dessen dritter Ehe mit Hildegard (Audéarde) von Burgund, der Tochter Roberts I., Herzog von Burgund.

„Lo coms de Peiteus“ ist der erste namentlich bekannte Troubadour, Gründervater der Trobadorlyrik. In der Literaturgeschichte wird er als „trovatore bifronte“, als doppelgesichtiger Trobador, bezeichnet[4], weil er einerseits derb-vulgäre, „unhöfische“ Lieder und andererseits feinsinnige, „höfische“ Kanzonen gedichtet hat, in denen zum ersten Male das Ideal der höfischen Liebe, des „amour courtois“, die Liebesideologie der „fin'amors“[5][6][7] vorgestellt wurde.

Wilhelm IX., Herzog von Aquitanien, ist der Stammvater einer bedeutenden dynastischen Linie, Großvater Eleonores von Aquitanien, der berühmten Mäzenin, „Königin der Troubadoure“,[8] Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich, dann von England. „Lo coms Guilhem VII de Peitieus“ ist somit auch Urgroßvater zweier englischer Könige, des Troubadour-Königs Richard Löwenherz (BdT Nr. 420) und des Königs Johann Ohnelands, beide Söhne seiner Enkelin Eleonore.[9]

Seine Urenkelin Marie de Champagne, Tochter Eleonores aus ihrer Ehe mit dem französischen König Ludwig VII., war wie ihre Mutter eine Literaturmäzenin. An ihrem Gräflichen Hofe in Troyes förderte sie den Trouvère Chrétien de Troyes, den Begründer des „Höfischen Romans“, der durch seine fünf Versromane über die „Ritter der Tafelrunde“ weltberühmt wurde und dessen Werk die gesamte abendländische Epik seit dem Hochmittelalter bis in die Neuzeit beeinflusst.

In der Okzitanistik (Provenzalistik)[10][11] gilt Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, der VII. Graf von Poitiers, als Autor der elf Lieder eines in den „Chansonniers“, den illuminierten altprovenzalischen Liederhandschriften, nicht näher bestimmten „Coms de Peit(i)eu(s)“.[12] 
(AQUITANIEN), Wilhelm IX. DER ERSTE TROBADOR (I37732)
 
945 Béla war verlobt mit Maria Komnene von Byzanz, Tochter von Manuel I..  VON UNGARN, Béla III. (I36325)
 
946 Belehung der Stähelin von Stockburg mit zehntanteilen und dem Kelnhof zu Bräunlingen. 1594
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 72 Nr. 7725

Stockburg ist ein Stadtteil von St. Georgen im Schwarzwald im Schwarzwald-Baar-Kreis in Baden-Württemberg.

Stockburg wurde in der Gründungsurkunde des St. Georgener Klosters im Jahre 1086 erstmals urkundlich erwähnt. Es wird inzwischen vermutet, dass ein 1270 und 1296 erwähnter Burkard von Stokka oder Stocka eher in Stockburg zu verorten sei als in Stockach. Zwischen 1500 und 1588 ist mit den Stähling von Stockburg Ortsadel nachweisbar, darunter Georg Stählin, der 1518 als Obervogt in der Baar war.[3] Sie vermachten den Ort dem Kloster, das ihn in Gestalt des württembergischen Klosteramtes bis 1810 besaß. Am 2. November 1810 gelangte der Ort durch den Grenzvertrag zwischen Württemberg und Baden an das Großherzogtum Baden,[4] wo er in das Amt Hornberg eingegliedert wurde.[5] 1820 kam der Ort zum Bezirksamt Villingen, zu dem er 1813 bereits vorübergehend gehört hatte.

Der im alemannischen Sprachgebiet weitverbreitete Ge­schlechtsname Stehelin oder Stähelin tritt in Basel und seiner näheren und weiteren Umgebung vereinzelt vom 13. Jahrhun­dert an auf.
Eine direkte Abstammung von altdeutschen Män­nernamen, wie Stahalhart, Stahalolf oder der abgekürzten Form Stal (8. Jh.) und Stallo (9. Jh.), die einen Ausdruck für das stäh­lerne Schwert bedeuten, jedoch später wieder ganz verschwin­den, kann schon wegen des zeitlichen Abstandes bis zum Auf­treten der ähnlich klingenden Geschlechtsnamen nicht ange­nommen werden1. 
STÄHELIN, Anna (I3828)
 
947 Bello war von gotischer Herkunft und wurde von Karl dem Großen noch vor dem Jahr 800 als Graf in Carcassonne in der gotischen Mark (Septimanien) eingesetzt.[1] Er ist angeblich zwischen den Jahren 778 und 812 urkundlich belegt.[2]

Ihm werden drei Söhne zugeschrieben:

Graf Guisclafred von Carcassonne
Graf Oliba I. von Carcassonne; Nachkommen bis 927
Graf Sunyer I. von Empúries; Nachkommen bis 1327
? Ermesinde, ⚭ mit Graf Sunifred I. von Barcelona

Besonders in der älteren Literatur wurde Bello auch als Stammvater des Hauses Barcelona anerkannt, indem ihm mit dem Grafen Sunifred I. von Barcelona ein vierter Sohn zugeschrieben wurde. Dessen Nachkommen dauerten bis zum Jahr 1410 im Mannesstamm fort und stellten die hochmittelalterlichen Könige von Aragón. Diese Annahme basiert auf einer Urkunde aus dem Jahr 879, in welcher Miró der Ältere, einer der Söhne Sunifreds, „in der Nachfolge seines Großvaters Bello“ (per successionem avi sui Bellone) genannt wird.[3]

Die Annahme, dass Bello der agnatische Stammvater des Hauses Barcelona ist, wird allerdings zunehmend verworfen. Vielmehr wird er als Ahn in cognatischer, also in weiblicher Linie angenommen. Basis dieser Vermutung ist eine Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen aus dem Jahr 829, in welcher der fideli nostro Sunicfredo in den Besitzungen seines Vaters Bosrello bestätigt wird.[4] Der Adressat dieser Urkunde wird jüngst als identisch mit dem Grafen Sunifred I. von Barcelona angesehen, welcher damit ein Sohn des Grafen Borrell von Osona gewesen war. Eine Verbindung Sunifreds mit Bello kann demnach nur durch seine Ehefrau Ermesende hergestellt werden, indem diese als Tochter des Grafen von Carcassonne in Frage käme, über welche die großväterliche Verwandtschaft Bellos mit Miró dem Älteren und dessen Brüdern hergestellt werden kann.[5] 
VON CARCASSONNE, Bello (I47177)
 
948 Belloniden
Die Belloniden, auf Katalanisch: Beŀlònides, waren eine gotisch-katalanische Dynastie, die vom Beginn des 9. Jahrhunderts bis 1327 im direkten Mannesstamm existierte[1].

Stammvater der Dynastie war der Gote Bello, der um das Jahr 800 als karolingischer Amtsgraf in Carcassonne überliefert ist. Seine Nachkommen hatten Grafschaften in der südfranzösischen Region des Languedoc (Carcassonne) und in Katalonien (Empúries) inne. Die Linie von Carcassonne stieg kurzzeitig zu Herzögen von Aquitanien auf, bevor sie im 10. Jahrhundert ausstarb. Die Linie von Empúries existierte bis 1327.

Der Begriff „Belloniden“ wurde schon in der älteren Forschung für diese Dynastie verwendet.[2]

Haus Barcelona
Besonders in der älteren Literatur wurde Bello auch als Stammvater des Hauses Barcelona anerkannt, indem ihm mit dem Grafen Sunifred I. von Barcelona ein vierter Sohn zugeschrieben wurde. Dessen Nachkommen dauerten bis zum Jahr 1410 im Mannesstamm fort und stellten die hochmittelalterlichen Könige von Aragón. Diese Annahme basiert auf einer Urkunde aus dem Jahr 879, in welcher Miró der Ältere, einer der Söhne Sunifreds, „in der Nachfolge seines Großvaters Bello“ (per successionem avi fui Bellone) genannt wird.[3]

Die Annahme, dass Bello der agnatische Stammvater des Hauses Barcelona ist, wird allerdings zunehmend verworfen. Vielmehr wird er als Ahn in cognatischer, also in weiblicher Linie angenommen. Basis dieser Vermutung ist eine Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen aus dem Jahr 829, in welcher der fideli nostro Sunicfredo in den Besitzungen seines Vaters Bosrello bestätigt wird.[4] Der Adressat dieser Urkunde wird jüngst als identisch mit dem Grafen Sunifred I. von Barcelona angesehen, welcher damit ein Sohn des Grafen Borrell von Osona gewesen war. Eine Verbindung Sunifreds mit Bello kann demnach nur durch seine Ehefrau Ermesende hergestellt werden, indem diese als Tochter des Grafen von Carcassonne in Frage käme, über welche die großväterliche Verwandtschaft Bellos mit Miró dem Älteren und dessen Brüdern hergestellt werden kann. 
VON CARCASSONNE, Acfred I. (I47175)
 
949 Bemerkung: Wenn Katharina Löhrer am 24.11.1567 Katharina bekommen hat kann Sie nicht vor dem 21.05.1567 gestorben sein; dann würde das Hochzeitsdatum der zweiten Ehe nicht stimmen??? KEISER, Heinrich (I13905)
 
950 Bemerkungen:
Friedrich Wilhelm Strieder, Grundlage zu einer Hessischen Gelehrten und Schriftsteller Geschichte, Band 1, S. 44/61. Theologiestudium in Heidelberg 1656 (Matrikel der Universität Heidelberg am 4.12.1656, "Dantiscanus Borussus"), Groningen 1658, Franeker 1660 (Matrikel der Akademie zu Franeker am 1.5.1660, "Dantiscanus, theol.stud."), Bremen 1662 (Die Matrikel des Gymnasium Illustre zu Bremen 1610-1810, bearb. von Thomas Otto Achelis und Adolf Börtzler, 1968: Fehlanzeige) und Oxford 1663. Veröffentlichung: Disputationum Eis Kosmopoiian hexēmeron Publicarum, II. Exhibens Quaestiones Ad Gen. I. vers. 1. 2. / Quas ... Praeside ... Joh. Henrico Hottingero ... Placidae eruditorum diaskepsei submittit Samuel Andreae Dantiscanus. Ad diem 21. Nov. ..., Heidelberg 1657 (VD17 12:174714Z). Professor in Herborn 1665. Dr. theol. in Basel 1667 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - am 5.4.1667: Dantiscanus, Historiarum et Linguae Graecae Professor, atq Paedagogearcha Herbornensis). Professor 1674 und zusätzlich Prediger 1676 in Marburg. Pate in Heidelberg am 8.5.1684 (Klosterkirche). Leichenpredigt in der Universitätsbibliothek Marburg, Signatur VIII A 331d Personalia Hassiaca, Bd.1.


Johann Samuel Andreae
(* 1640 in Danzig; † 6. Januar 1699 in Marburg) war ein deutscher reformierter Theologe.

Andreae studierte ab 1656 an der Universität Heidelberg und war dort u. a. Schüler von Johann Heinrich Hottinger d. Ä. und Friedrich Spanheim. Nach zwei Jahren wechselte er an die Universität Groningen und studierte dort bei Jakob Alting (1618–1679) und Samuel Maresius (1599–1673).

Nach erfolgreichem Abschuss seines Studiums unternahm Andreae eine Grand Tour nach und durch England. Als er davon zurückkam, nahm er einen Ruf an die Hohe Schule in Herborn an. 1665 übernahm er dort eine Dozentur für griechische Sprache und Philosophie. 1669 bis 1671 war er Rektor der Hochschule. 1671 wurde er zum Dr. theol. promoviert.

1674 nahm Andreae einen Ruf an die Universität Marburg an und wirkte dort als Professor für Eloquenz und Geschichte. Zwei Jahre später übernahm er an dieser Universität auch das Predigeramt. 1678 und 1695 hatte er das Amt des Rektors der Universität inne, zudem wirkte er als Dekan an der Philosophischen und Theologischen Fakultät. Außerdem wirkte er von 1674 bis 1687 als Bibliothekar an der Marburger Universität und hatte von 1685 bis 1687 das Ephorat der Hessischen Stipendiatenanstalt inne.

Andreae gilt als Vertreter der Ideen von Johannes Coccejus (Coccejanismus) und René Descartes (Cartesianismus) und in dieser Eigenschaft stand er in Gegnerschaft der Theologen Johann Rudolf Zwinger (Basel), Johannes Musaeus (Jena) und Hector Gottfried Masius (Kopenhagen).

Werke
mit Johann Philipp Jordis, Salomon Schadewitz und Martin Johann Häsbart: Disquisitio Historico-Physica de Sepulcro Muhammedis, Schadewitz Marburg 1677.

Julius August Wagenmann: Andreä, Samuel. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 448.
Karl Bader: Lexikon deutscher Bibliothekare im Haupt und Nebenamt bei Fürsten, Staaten und Städten. Harrassowitz, Leipzig 1925 (Zentralblatt für Bibliothekswesen, Beiheft; 55), S. 3–4.
Franz Gundlach: Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Elwert, Marburg 1927, Nr. 37.
Otto Renkhoff: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. 2. Auflage. Wiesbaden 1992. ISBN 3-922244-90-4, S. 14–15, Nr. 75. 
ANDREAE, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Johann Samuel (I10169)
 

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