| Notizen |
- Erwähnt 1485-1490 als L.hauptmann und Gograf (Richter); er trug den Beinamen ´Ferreus, der Eiserne` weil er den Harnisch gar nicht vom Leib brachte. Als Landsknechtshauptmann beteiligt am ´Sacco di Roma` 1527 und an der Belagerung der von den Wiedertäufern besetzten Stadt Münster 1534/35, soll bei einem Ausfall des ´Propheten` JAN MATTHIJS im Kampf ein Auge verlohren haben.
Kauft 1535 mit seiner Frau Gertrud vom Stift Wietmarschen für 60 rhein. Goldgulden eine Jahresrente von 3 Goldgulden, zahlbar auf Johannisbapt. In der Stadt Rheine aus den Klostergütern Lodelvinck und Gellekinck in den Ksp. Neuenkirchen und Rheine sowie aus dem Zehnt zu Lengerich“. OFB Lingen;
Rheine Geschchte
An der Belagerung der münsterschen Täufer hatte Johann Korytzer, Gograf von Rheine, als Oberbefehlshaber des zweiten Belagerungstrupps vor dem Ludgeritor Münsters Anteil. Er konnte wegen einer dort zugezogenen Verwundung, die ihn ein Auge kostete, an der Erstürmung der Stadt Münster daher nicht mehr teilnehmen.
Nach dem gewaltsamen Ende und der Hinrichtung nahezu aller münsterschen Täufer nach der Einnahme der Stadt Münster am 24. Juni 1535, verstummen auch die Nachrichten über Täufer in Rheine. Lediglich im Jahre 1537 werden noch einmal Täufer im Amt Rheine-Bevergern erwähnt, die zwar verhaftet und verhört, aber nicht mehr hingerichtet werden.
Das Schloss Groß Peterwitz (polnisch Pałac w Piotrkowicach) ist die Ruine des Schlosses in Piotrkowice (Groß Peterwitz) im Powiat Trzebnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Das Schloss gilt als eines der bemerkenswertesten Schlösser des Frühbarock in Schlesien.
Schloss Groß Peterwitz
Das Schloss Groß Peterwitz (polnisch Pałac w Piotrkowicach) ist die Ruine des Schlosses in Piotrkowice (Groß Peterwitz) im Powiat Trzebnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Das Schloss gilt als eines der bemerkenswertesten Schlösser des Frühbarock in Schlesien.
Geschichte
Vermutlich bestand bereits um 1392, als das Dorf erstmals urkundlich erwähnt wurde, ein Herrensitz. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts waren hier die von Nostitz ansässig. Über die von Skopp ging der Besitz an Anna Maria von Studnitz, die nach einer ersten Ehe, in der sie mit Georg Leonhard von Colonna verheiratet war, nach dessen Tod 1687 Joachim Wilhelm Maltzahn ehelichte. Dieser ließ den Renaissancebau aufstocken und im Stil des Frühbarock umgestalten. Die Ausführung der Stuckarbeiten übernahm Giovanni Simonetti oder dessen Bruder.
Durch Heirat gelangte das Schloss an Friedrich August Graf von Kospoth und 1787 an Adolph Freiherr von Danckelmann, der nachfolgend den Grafentitel erhielt. Dessen Sohn Graf Heinrich von Danckelmann ließ Anfang des 19. Jahrhunderts den weitläufigen Englischen Landschaftspark anlegen. Bis 1934 war der Oberleutnant a. D. Graf Heinrich Karl Friedrich von Danckelmann, geboren in Groß Peterwitz 1864, Eigentümer. Das Gut hatte 1940 einen Umfang von etwa 575 ha. Mit Gellendorf und Pinxen gehörten weitere Besitzungen dazu. Ihn beerbte sein Sohn Graf Eberhardt von Danckelmann. Seine beiden Schwestern Iréne und Anastasie heirateten adelige Offiziere, letztere wohnte mit ihrem Mann Theodor Freiherr Tucher von Simmelsdorf im Schloss.[1] Die von Danckelmann blieben bis 1945 Eigentümer des Schlosses.
Der Sacco di Roma (italienisch sacco, veralteter Ausdruck für „Plünderung“) war die Plünderung Roms in den Wochen nach dem 6. Mai 1527 durch deutsche, spanische und italienische Söldner Kaiser Karls V. im Zuge seines Kriegs gegen die Liga von Cognac, ein Bündnis zwischen Frankreich, dem Papst sowie Mailand, Florenz und Venedig.
Der 1519 gewählte, aber noch immer ungekrönte Kaiser konnte trotz seines Sieges in der Schlacht bei Pavia 1525 seine Truppen in Norditalien nicht mehr adäquat besolden. Die deutschen, zunächst von Georg von Frundsberg geführten Landsknechte, darunter viele Protestanten, sowie die spanischen und italienischen Söldner mussten sich zwei Jahre lang aus den Besitzungen der gegnerischen Städte und des Kirchenstaates selbst versorgen. Nach einem Schlaganfall Frundsbergs und dem Tod ihres Oberfeldherrn Charles de Bourbon führerlos geworden und auf Entlohnung drängend, stürmten sie schließlich Rom und belagerten die Engelsburg, wohin sich Papst Clemens VII. mit den verbliebenen Schweizergardisten zurückgezogen hatte. Die Stadt wurde wochenlang ausgeraubt und verwüstet. Der Sacco di Roma gilt als ein Höhepunkt kriegerischer Gewaltexzesse durch schlecht versorgte und nicht mehr kontrollierbare Söldnerheere.
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