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Scheibler ist der Name einer aus dem hessischen Gemünden an der Wohra abstammenden ehemaligen Kaufmannsfamilie. Ab Ende des 16. Jahrhunderts wirkte sie besonders im Rheinland als lutherische Theologenfamilie und erwarb sich ab dem 18. Jahrhundert vor allem als Tuchfabrikantenfamilie speziell im Raum Monschau, Eupen, Iserlohn und Krefeld sowie in Łódź und Mailand einen anerkannten und internationalen Ruf. Darüber hinaus wurden einige Mitglieder der Familie in den Adelsstand erhoben.
Nachdem die Familie anfangs unter anderem als Grundbesitzer, Schafzüchter, Bierbrauer und Wollhändler tätig gewesen war, entschloss sich erstmals mit Johann III. Scheibler (1553–1597), dem Sohn des Gemündener Bürgermeisters Johann II. Scheibler (1529–1594), ein Mitglied der Familie, eine theologische Laufbahn anzustreben.
Dessen Sohn Christoph Scheibler wurde Professor der Theologie und Rektor an der Universität Gießen und folgte 1625 einem Ruf nach Dortmund, wo er zum Superintendenten und zum Leiter des Archigymnasiums ernannt wurde. Damit war auch zugleich der Schritt ins Rheinland vollzogen, in die Region, in der in den folgenden Jahrzehnten circa 24 Mitglieder der Familie als Theologen tätig und bekannt wurden.