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Notizen
Er war nicht ganz harmlos, aber immer witzig, selten habe ich Ihn verdrießlich gesehen. Er war für uns Miebacher wohl der sympatischste Ohm. Der sich auch mit uns unterhielt und zum Essen nötigte. Er muß überhaupt flotter gewesen sein, was sich vielleicht damit erklären läßt, daß er viel mit Gespann unterwegs war. Einmal kam er angeheitert nach hause, worauf Ohm Eduard ihm gesagt haben soll:" Albrecht, Du hast auch einen zuviel getrunken!" Darauf FErdinand Albrecht:" Jo ever ich han gedäht, de Schnaps weed doch nit für de Hohner gestocht."
Einmal muß er mit dem Knecht 600 Taler kassiert haben, und dann haben sie zusammen gezwitschert und nachher wollte keiner den Sack tragen. Kurzerhand wirft Ohm Albrecht den Sack über eine Hecke und sagt:" Meer hollenen Moorn!"
Aber er muß ein tüchtiger Fuhrmann gewesen sein, bei dem die Pferde das letzte hergaben. GErn aß er die Butter recht gut geschmiert. Als ihm seine Schwester Lisette Vorhaltungen darüber machte mit dem Bemerken, daß sie augenblicklich sehr teuer sei, antweortete er seelenruhig:" Dann grad Lisettchen, dann bruchs Du nit suvill zu verkaufen unkürns doch zu Dingem Geld!"
Mein Vater erzählte von ihm. Wie er einmals bei clemens Marikkelchen in Immen versucht hat zu fensterln. Er trank sich erst einen Kleinen an und ist dann zu dem Hause der Geliebten gezogen, die ihm aber nicht öffnete. Nach vergeblichen Versuchen ruft er:" Marikkelchen, wenn De nit upmachst, schlon ich Die die Rutten krüzwies dureen!" (Scheiben durcheinander).
Einmal mußte er plötzlich fortfahren, da er nicht genug Geld im Hause hatte, ging er zu seinem nachbarn, dem Steiger Theiß, welcher im Bett lag und ruft herauf:" Du hättest nötig mir ein paar Thaler zu leihen." Worauf ihm dieser durch das Ofenrohr einen Leinenbeutel mit Geld herunterreichte und sagte:" Nimm Dir was Du brauchst." Es herrschte noch großes Vertrauen zueinander.
Er stammte vom Forst, das seine nBrüdern und ihm gehörte.