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Liutgard von Dänemakr war Tochter des Dänenkönigs Sven III.
Die Grafen von Andechs zählten im 12. und bis Mitte des 13. Jahrhunderts neben den Welfen zu den bedeutendsten bayerischen Adelsgeschlechtern des Heiligen Römischen Reiches. Sie waren ein Zweig der vermutlich von den Diepoldinger-Rapotonen stammenden Grafen von Dießen am Ammersee, die mit einem Graf Berthold, ansässig an der oberen Isar bei Wolfratshausen im Jahr 990 erstmals nachweisbar sind und sich seit 1132 nach der allodialen Stammburg von Andechs (um 1060 von Andehsa) nannten. 1248 ist das Geschlecht erloschen.
Er war der zweite Sohn des Grafen Berthold II. († 1151) aus seiner ersten Ehe mit Sophie von Istrien († 1132), Tochter von Markgraf Poppo II. von Istrien-Krain († 1098/1103) aus dem Hause Weimar-Orlamünde.
Durch den Erwerb ausgedehnter Besitzungen, Rechte und Erbschaften konnte er innerhalb des Adels und auch in der Reichspolitik aufsteigen. Er kontrollierte u. a. die wichtigen Nord-Süd-Verbindungen nach Italien und war als treuer Staufer-Gefolgsmann ein regelmäßiger Begleiter Kaiser Friedrich Barbarossas.
1157 starb die Wolfratshausener Linie des Dießener Hauses mit Heinrich II. aus und Berthold beerbte sie.
1158 konnte er sich nach dem Tode Ekberts III. von Formbach-Pitten im Erbstreit mit dem steirischen Markgrafen Ottokar III. insoweit durchsetzen, dass er die Grafschaften Neuburg und Schärding am unteren Inn sowie Windberg erlangte; die Grafschaft Pitten ging an den Steirer.
1165 wurde er von seinem Bruder Otto, Bischof von Brixen, mit den Grafschaftsrechten im Nori- und Pustertal belehnt und kontrollierte damit die Brennerroute. Weiters wurden ihm von Otto die Vogteien von Brixen und Neustift übertragen.
1173 erhielt er von Barbarossa die Markgrafschaft Istrien-Krain als Reichslehen. Er folgte damit dem Spanheimer Engelbert III. nach, dem Cousin seiner Mutter. (Engelbert I. von Spanheim war der gemeinsame Großvater, Richardis/Richgardis dessen Tochter, die mit Poppo II. von Istrien, siehe oben, verheiratet war.)
Im Jahre 1180/82 schloss Berchtold mit dem Stift Wilten einen Tauschvertrag ab, in welchem das Stift für das Gebiet der heutigen Innsbrucker Altstadt eine Hufe Land im Dorf Amras und verschiedene Vorrechte erhielt. Das so gewonnene Gebiet verwendete er, um den nach 1133 auf der linken Innseite gegründeten Markt Anpruggen auf die rechte Innseite zu erweitern. Verbunden waren die zwei Gebiete durch die später namensgebende, und nur kurz zuvor erbaute Innbrücke. Dieser Tauschvertrag gilt als Geburtsstunde des Marktes bzw. der späteren Stadt Innsbruck, nahe Ambras, dem ursprünglichen Herrschaftszentrum der Andechser im Inntal.[1]
1180, als nach dem Sturz Heinrichs des Löwen Otto von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern belehnt worden war, wurde Bertholds Sohn zum Herzog von Meranien ernannt und das Haus Andechs stieg dadurch in den Reichsfürstenstand auf.
Berthold III. starb 1188 und ist im Kloster Dießen begraben.
Weitere Ämter und Titel
Graf von Plassenburg
Graf von Andechs
Graf von Stein (Kamnik) in Krain
Vogt von Benediktbeuern
Graf im Radenzgau
Graf an der oberen Isar
Graf im bayerischen Augstgau
Vogt von Tegernsee
Graf am unteren Inn
Graf im Huosigau
Graf von Dießen/Wolfratshausen
Graf im Norital
Graf im Pustertal
Vogt von Brixen (Hochstift)
Vogt von Vornbach/Formbach
Graf von Neuburg
Vogt von Langheim
Vogt von Neustift/Brixen
aquilejischer Lehengraf in Krain (Landgraf)
Markgraf an der Drau (?)
Vogt von Dießen